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Bed Rest

Horror / Thriller

Regie: Lori Evans Taylor

USA / 2022


Julie und ihr Mann Daniel sind bereit für einen Neuanfang. Nach einer Fehlgeburt ist Julie wieder schwanger und sieht in ihrem neuen Haus sehnsüchtig dem bevorstehenden Familienglück entgegen. Doch als ihr zum Wohle des Kindes bis zum Geburtstermin strenge Bettruhe verordnet wird, steigen Monotonie und Isolation der jungen Frau bald zu Kopf. Plötzlich glaubt sie, unheimliche Erscheinungen im Haus wahrzunehmen, die von ihrem Mann und der Hebamme jedoch unbemerkt bleiben. Während ihr Umfeld ihre mentale Stabilität immer stärker in Zweifel zieht und um ihre Gesundheit fürchtet, muss sich Julie selbst auf die Suche nach Antworten machen. Dabei steht sie den Dämonen ihrer Vergangenheit und den mysteriösen Phänomenen im Haus ganz allein gegenüber. Nur sie selbst kann das Leben ihres ungeborenen Babys jetzt noch retten.

Ich wusste über die Handlung nichts, als ich den Streifen in den Player gelegt habe, weil ich ihn von der netten Dame von LEONINE geschickt bekommen hatte – ohne zu wissen, worum es eigentlich geht.

Nach fünf Minuten jedoch kam mir der Gedanke: „Nicht schon wieder ein Spukhaus.“ Dieses Genre ist wirklich sowas von durch und bestimmt schon zehntausendfach verfilmt worden. Lediglich Winchester war in den letzten Jahren ein echtes Highlight – wegen seiner genialen Grundidee. Glücklicherweise halten sich hier aber die typischen Haunted-House-Szenen in Grenzen.

Vielmehr geht es um das Kind, das man ständig sieht – und das auch wirklich scary in Szene gesetzt wird. Tonal mit einem gewaltigen Rumms unterlegt, erschrickt der Zuschauer hier regelmäßig. Auch, wer dieses Kerlchen eigentlich ist, wird erst recht spät aufgeklärt.

Insgesamt setzt Bed Rest eher auf die subtile Variante des Horrors, denn blutige Szenen gibt es hier kaum. Daher dürfte dieser Streifen eher etwas für Freunde von The Others sein als für Slasher-Fans, die bevorzugt Sachen wie Inside konsumieren.

Schauspielerisch ist das Ganze eher durchschnittlich – der Look des Films hingegen zeigt, dass hier schon ein paar Millionchen investiert wurden. Sowohl die Effekte als auch die Location und die komplette Inszenierung sehen schon deutlich nach A-Movie aus.

Insgesamt ein grundsolider, in manchen Phasen wirklich spannender Streifen, dem man eigentlich nur vorwerfen kann, dass er nichts wirklich Neues erzählt – und das Ende ist mir persönlich etwas zu kitschig geraten. Der Showdown allerdings ist wirklich gelungen, und so kann man Bed Rest mit gutem Gewissen 6 Punkte geben. Anfängergrusler werden hier sicher mehrfach ordentlich zusammenzucken.

Was bedeuten die Chuckys?