There’s Something in the Barn
Horror / Komödie
Regie: Magnus Martens
Norwegen / 2023
Nach dem Tod seines Onkels erbt Bill dessen Haus in den Bergen Norwegens. Er beschließt, mit seiner Familie Amerika zu verlassen und dort endlich seinen Traum von einer Frühstückspension zu verwirklichen. Während sie sich in ihrer neuen Heimat noch an den skandinavischen Lebensstil gewöhnen müssen, entdeckt sein Sohn Lucas einen alten Hauselfen, der in der angrenzenden Scheune lebt.
Um den Elfen nicht zu verärgern, gilt es, gewisse Regeln zu beachten. Doch als Bill die Warnungen seines Sohnes ignoriert und ausgerechnet eine Weihnachtsfeier in der Scheune veranstaltet, setzt die Kreatur alles daran, die Familie loszuwerden – und ein blutiger Überlebenskampf beginnt ...
Was lernen wir daraus? Andere Länder, andere Sitten – und offenbar auch andere Bewohner. Denn von einem Scheunenelfen hatte ich in meinem Leben bisher auch noch nichts gehört. Der ist hier aber durchaus recht putzig geraten.
Anfangs konnte man Schlimmes erwarten, denn die Elche, die man zu Beginn des Streifens sieht, sind übler CGI-Müll und etwa so lebensnah wie die Ampel-Regierung in Berlin.
Doch dann steigert sich der Film, und spätestens wenn die Elfen auftauchen und man per Untertitel übersetzt bekommt, was die so brabbeln, wird es wirklich unterhaltsam. Ich musste mehrfach lachen (Stichwort: China-Schrott).
Schauspielerisch ist das alles auf überschaubarem Niveau, was der Stimmung aber keinen Abbruch tut. Auch die recht kreativen Waffen der Elfen sind witzig, selbst wenn der Streifen nie brutaler wird, als es seine FSK-16-Einstufung erlaubt.
Hier werden zudem sämtliche Klischees, die das Land Norwegen hergibt, ordentlich auf die Schippe genommen – in meinen Augen aber nicht bösartig, sondern fast schon als liebevolle Hommage.
Der Film sieht insgesamt auch nicht billig aus (zieht man die Elche mal ab). Die Kameraführung ist gut, und der Unterhaltungswert steigert sich von Minute zu Minute. Auch wenn der Film natürlich nicht verhehlen kann, dass er ein kleiner B-Movie ist, hat er mich trotzdem – oder gerade deswegen – wirklich blendend unterhalten.
Im Vergleich mit dem ebenfalls von Capelight erschienenen It’s a Wonderful Knife hat er beim Thema Weihnachts-Horror ganz klar die Nase vorn – allein schon, weil die Geschichte deutlich origineller ist. Ein zweiter Teil kann gerne folgen.