Apology
Thriller
Regie: Alison Locke
USA / 2022
Zwanzig Jahre ist es nun her, dass Darlenes damals 16-jährige Tochter spurlos verschwunden ist. Gemeinsam mit ihrer Nachbarin bereitet sie dennoch wie jedes Jahr das Weihnachtsfest vor. Bis spät abends plötzlich und unerwartet ihr Ex-Schwager Jack an der Tür klingelt.
Er muss ein schreckliches Geheimnis loswerden – und bietet Darlene an, Rache zu üben. Es beginnt ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.
Wobei ersteres Tier deutlich gewinnt, denn insgesamt ist der Streifen eben genau dafür gemacht: für die Katz. Was allerdings auch daran liegt, dass Apology schlicht keine Story bietet, die 90 Minuten lang trägt.
Wäre das ein Kurzfilm von vielleicht 30 Minuten, hätte man hier durchaus etwas Vernünftiges auf die Beine stellen können. Zumal die Schauspieler recht ordentlich agieren und auch die Synchronisation absolut in Ordnung ist.
Worauf der Streifen hinausläuft, ist allerdings spätestens nach zehn Minuten klar. Doch die beiden Hauptdarsteller plappern und plappern um den heißen Brei herum, bis nach etwa einer Stunde endlich das ausgesprochen wird, was ohnehin jeder weiß, der in seinem Leben mehr als fünf Filme gesehen hat.
Regisseurin Locke dreht auch gerne Kurzfilme – dabei hätte sie es besser belassen sollen. Ihre Ausflüge in Spielfilmlänge sind nicht wirklich geglückt, wenn man sich die bisherigen Bewertungen einmal anschaut.
Ein dröges Kammerspiel, dessen Ausgang in etwa so spannend ist wie ein Fußballspiel zwischen Brasilien und den Seychellen. Wer hier noch überrascht wird, hat in Sachen überraschende Wendungen definitiv Nachholbedarf.