Afraid
Sci-Fi / Thriller
Regie: Chris Weitz
USA / 2024
Curtis und seine Familie wurden ausgewählt, um ein revolutionäres neues Haushaltsgerät zu testen: einen digitalen Familienassistenten namens AIA. Sobald das Gerät mit all seinen Sensoren und Kameras in ihrem Haus installiert ist, scheint AIA einfach alles zu können. Sie lernt die Verhaltensweisen der Familie und beginnt, ihre Bedürfnisse zu erkennen. Und sie kann dafür sorgen, dass ihrer Familie nichts – und niemand – in die Quere kommt.
Erinnert sich noch jemand an DISTURBIA, als Shia LaBeouf noch schauspielerte und nicht Frauen missbrauchte und sich in Kneipen Schlägereien lieferte? In dem Film gab es auch so etwas wie eine KI, die praktisch fast schon alles konnte – unter anderem andere Autos lahmlegen oder die Ampeln einer ganzen Stadt freischalten.
Damals bescheuert, wirkt das Ganze heute deutlich realistischer, denn mittlerweile findet KI schon sehr viel Einsatz, und es ist letztendlich auch noch nicht geklärt, ob diese nun ein Segen oder Fluch für die Menschheit ist. Ob sie allerdings wirklich so weit ist wie AIA, die die oben genannte Familie erst assistiert und dann zerstören will, wage ich doch stark zu bezweifeln. Denn dazu gibt es dann doch ganz einfach die Möglichkeit, den Stecker zu ziehen und dem Spuk ein Ende zu bereiten.
Daher sollte man AFRAID auch nicht wirklich als realistisches Szenario einordnen, sondern als Unterhaltungsfilm, der sich die neueste Generation der KI vornimmt und sowohl die positiven als auch die negativen Seiten aufzeigt – letztere werden gegen Ende allerdings partiell unrealistischer als eine Nominierung von Angela Merkel zur nächsten Wahl der Miss Germany.
Aber in diesem Fall hat mich einfach der Unterhaltungswert überzeugt. Man lässt sich hier wirklich interessante Sachen einfallen, besonders in dem Teil, in dem die KI noch familienfreundlich ist. Das könnte ich mir partiell tatsächlich vorstellen und wäre auch eine sinnvolle Ergänzung im Alltag.
Ein Wiedersehen gibt es hier mit John Cho, den ich wirklich NUR aus dem dusseligen HAROLD & KUMAR und eben STAR TREK kenne. Hat der in seinem Leben jemals noch etwas anderes gedreht? Regisseur Chris Weitz hingegen hat bisher NUR Kram abgeliefert, den ich dusselig fand – von daher ist das hier schon eine echte Steigerung.
Wer gut unterhalten werden will und das Hirn ausschalten kann – und das auch noch mit einer angenehm knackigen Laufzeit von gerade mal 84 Minuten, was groessere Laengen effektiv verhindert – der ist hier durchaus gut bedient. Wer allerdings alles hinterfragt und logisch erklaert haben will, sollte dringend Abstand nehmen.