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THE CURED (Splendid)

am 10. Mai 2018 unter Drama, Horror, Reviews abgelegt

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Wieder einmal hat ein tödlicher Virus ein ganzes Land dahingerafft, in diesem Fall Irland. Glücklicherweise wurde ein Heilmittel gefunden, das 75 % der Menschen, die damit infiziert wurden, wieder zu normalen Lebewesen macht. Doch diese sind in der Bevölkerung nicht gerade willkommen, da man Angst vor ihnen hat. Zudem können sie sich an alle Gräueltaten, die sie während der Krankheit begingen, erinnern. Auch Senan ist einer von ihnen, hat aber Glück im Unglück, denn seine Schwägerin Abbie nimmt ihn bei sich auf. Zudem war das Heilmittel wie erwähnt nur bei 75 % der Menschen erfolgreich und die Regierung berät nun, was mit dem Rest passieren soll, die in unterirdischen Zellen eingesperrt sind. Von den ewigen Schikanen und dem Hass der ihnen entgegenschlägt angewidert, schließen sich zudem die Geheilten zusammen und wollen für ihre Rechte kämpfen. Doch das führt zu einer weiteren Katastrophe.

Wie man an der Zusammenfassung deutlich erkennen kann, handelt es sich hierbei nicht um einen Horrorfilm, sondern um ein Drama, das im Horror-Genre spielt,was ein großer Unterschied ist. Eigentlich ist das ganze sogar eher ein sozialkritischer Film.

Wieso Ellen Page in einen Streifen auftaucht, der in Irland gedreht wurde, ist mir nicht bekannt. Noch dazu hat sie diesen mitproduziert, was auch ungewöhnlich ist, denn sie ist nun nicht wirklich bekannt dafür, dieses Genre zu bedienen.

Für ein Regiedebüt sieht das ganze auch sehr ordentlich aus. Mit vielen Blaufiltern und tristen Kulissen wird eine trostlose Atmosphäre erzeugt, die die Geschichte sehr gut unterstützt.

Mit Ausnahmen der letzten 20 Minuten fehlen hier allerdings nahezu jegliche Action-Elemente und auch die Horrorfreaks kommen nicht wirklich auf ihre Kosten. Das erinnert mich ein wenig an ARRIVAL, von dem viele enttäuscht waren, weil er eben doch weitestgehend kein Science-Fiction-Film, sondern ein Drama war.

Daher ist die Zielgruppe für CURED sehr schwierig. Dem Freund des Massakers wird zu wenig Blut geboten und Fans des Drama-Genres mögen im Allgemeinen keine Filme über Zombies.

So bleibt unter dem Strich ein gut gefilmtes und gespieltes Sozialdrama, mit einigen kleinen Längen, das aber, wie bereits erwähnt, nicht sehr viele Menschen ansprechen wird, was schade ist, denn am Film selbst gibt es wenig zu meckern.

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THE ARRIVAL (NSM/Alive)

am 10. Mai 2018 unter Reviews abgelegt

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Charlie Sheen spielt in dem spannenden Sci-Fi Thriller den Astronomen Zane Zaminksi (wer um Himmels willen läßt sich dermaßen beknackte Namen einfallen?), der ähnlich wie Jodie Foster in “Contact”, der festen Meinung ist, das es außerirdisches Leben gibt. Als er eines Nachts extraterrestische Signale auffängt, will ihm keiner glauben, erst recht nicht sein Chef, der ihn zur Belohnung auch noch entläßt. Als Zane aber hartnäckig weiterforscht, in dem er alle umliegenden Satelitenschüsseln als Empfänger “mißbraucht” hört er die gleichen Signale wieder, stellt allerdings fest, das diese aus Mexico stammen. Trotzdem ist er überzeugt davon, das diese nicht irdischen Ursprungs sind. Daraufhin versucht er vor Ort herauszufinden, was sich dahinter verbirgt. Doch die Wahrheit ist viel weitgreifender und erschreckender als angenommen.

Dawid Twohy, der mit “Pitch Black” zeigte, das er es versteht, aus wenig Budget viel zu machen und danach bewies, das man ihm auch besser nicht mehr Geld zur Verfügung stellen sollte (”Riddick”), schrieb auch gleich das Drehbuch zu dem spannenden, wenn auch nicht immer ganz logischn Streifen.Bild hinzufügen

Charlie Sheen sieht man eh immer gerne und auch Ron Silver, der meiner Meinung viel zu wenig gute Rollenangeote in Majorfilmen bekam, spielt seine Rolle als zwielichtiger Chef, der ein Geheimnis verbirgt, absolut überzeugend.

Sicher, die Effekte würden heute deutlich besser aussehen und an manchen Stellen merkt man dem Film das eher geringe Budget auch an, das macht ihn auf der anderen Seite aber auch symphatisch, zumal Twohy das durch gute Einfälle (ich sage nur “Staubsauger” und “Badewanne”) und ständig wechselnde Schauplätze wettmacht.

Die 110 Minuten gehen rum wie im Flug und man bekommt sofort Lust auf die Fortsetzung, die allerdings bei weitem nicht so gut ist wie der Vorgänger .

Wer diesen Film noch nicht gesehen hat und auf Geschichten um Außerirdische steht, kann getrost zugreifen.

DAS LETZTE ABTEIL (Falcom Media/Alive)

am 02. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Gretas Mutter ist weder tot noch lebendig. Seit vielen Jahren liegt sie im Koma und wird künstlich am Leben gehalten. Doch was ist das Leben wert, wenn es keine Hoffnung mehr gibt?  Diese Frage stellt sich auch ihre Tochter die gerade auf dem Weg nach Graz ins Krankenhaus ist, als plötzlich der Zug von einer Lawine erfasst wird und das letzte Abteil wegreißt. Nun sitzt sie dort in klirrender Kälte mit 5 anderen Herrschaften, die sich in diesem befanden und sucht verzweifelt einen Ausweg. Als dann plötzlich der Kopf eines Verblichenen gefunden wird, spitzt sich die Lage zu. Man versucht über die Kamera und das Telefon Hilfe zu rufen, die zunächst auch zugesagt wird, doch nach einer gewissen Zeit stellt man fest, das diese nie kommen wird. Doch warum?

Diese Zusammenfassung beschreibt nur etwa die Hälfte des Films, der danach eine überraschende Wendung bekommt, obwohl ich mir so etwas ähnliches schon gedacht hatte.

Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden vom Krankenhaus, in dem Gretas Mutter liegt und sie erzählt aus dem Off über sie. Das wirkt zunächst etwas störend, ergibt im Verlaufe des Streifens aber durchaus einen Sinn.

Regisseur Andreas Schaap will allerdings ein wenig zuviel. Neben einem Thriller und einem Drama, wollte er auch noch ein bisschen Mystery und Arthaus einbauen, was den Film dann im Endeffekt ein wenig zu gewollt künstlerisch aussehen lässt.

Das klingt allerdings schlechter als es tatsächlich ist, denn insgesamt hat der Streifen wirklich Potenzial. Aber es ist aufgrund der vielen Wendungen und Zeitsprüngen nicht einfach, den Geschehnissen zu folgen und man sollte den Film nicht schauen, wenn man schon müde ist, so wie das getan habe und dann irgendwann kapitulierte.

Deshalb habe ich ihn mir am nächsten Tag noch einmal von vorne angesehen und dann auch die Zusammenhänge begriffen.Trotzdem hat sich mir nicht alles erschlossen, was mich dazu ermutigt, diesen in einem halben Jahr nochmals herauszukramen

Fazit. Beginnt als normaler Thriller, ändert dann aber die Richtung. Wer meint, hier zwischendurch eine Toilettenpause machen zu können, ohne die Pause-Taste zu betätigen hat verloren. Hier ist 100%ige Aufmerksamkeit gefordert.

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HOUSE HARKER (Koch Media)

am 02. Mai 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Die Brüder Charlie und Gerry Harker sind direkte Nachkommen des legendären Vampirjägers Jonathan Harker. Doch ihr Glaube an die Familiengeschichte rund um die Jagd auf Vampire macht sie in der heutigen Zeit nicht zu Helden, sondern zum Gespött der Stadt. Zudem gehen die Gelder aus und das Haus soll verkauft werden. Da kommt man auf eine geniale Idee. Mit Hilfe eines Schauspielers soll die Jagd auf einen „echten“ Vampir realisiert und gefilmt werden, was sicherlich mit einer netten finanziellen Spritze verbunden ist. Pech ist aber, das der engagierte Schauspieler wirklich auf der Hinfahrt auf einen Vampir trifft und dieser ihn um die Ecke bringt. Nun wartet eben ein echter Blutsauger auf die ahnungslosen Harkers…

HOUSE HARKER springt so ein wenig auf den Humor von TUCKER UND DALE auf, ohne jedoch dessen Qualität zu erreichen. Dafür sind leider einige Witze ziemliche Rohrkrepierer, andere komischerweise erstaunlich lustig. Ob da wieder die deutsche Synchronisation schale Gags eingebaut hat – es steht zu befürchten?

Die Idee an sich ist ganz putzig und das Finale ist mit der FSK Freigabe 16 fast schon grenzwertig. Vor 10 Jahren wäre der nicht mal ungeschnitten durchgegangen, doch bei Horrorkomödien ist man in der letzten Zeit doch etwas gnädiger geworden.

Die Charaktere sind zwar nicht wirklich glaubwürdig und die Nummer mit dem Stift hinter dem Ohr ziemlich bescheuert, dem entgegen stehen aber auch ein paar wirklich gelungene Einfälle.

Solche Filme sind dann immer schwer zu bewerten. Zudem tue ich mich grundsätzlich schwer mit Komödien aus dem Horrorgenre, weil sie einfach oft zu sehr in Quatsch abdriften. Dieser Film findet eine gesunde Mitte und ist recht unterhaltsam, wenn auch nicht der ganz große Wurf.

Scheinbar sind viele aber nicht meiner Meinung, denn die Kritiken in Internet sind erstaunlich gut.

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DIE MORDE VON MADRID (Inseed Film/Alive)

am 02. Mai 2018 unter Thriller abgelegt

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Wir haben das Jahr 2011. Der Polizei droht viel Arbeit, denn anderthalb Millionen Pilger, die auf die Ankunft des Papstes warten, versammeln sich in der Metropole. Zur gleichen Zeit tötet ein Serienkiller ältere Damen, nachdem er vorher mit Ihnen Geschlechtsverkehr hatte – selbstverständlich ohne deren Einverständnis. Die Ermittler Velarde und Alfaro geraten schnell unter Druck, da diese Morde immer häufiger und in kürzeren Abständen erfolgen. Zudem soll das ganze der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden und die Geheimhaltung solcher Fälle ist nunmal schwierig. Die beiden sehr unterschiedlichen Cops haben es jedoch mit einer sehr gerissenen Person zu tun, doch dann begeht dieser einen Fehler…

Die Spanier sind bekannt dafür gute Thriller zu drehen, was gerade letztes Jahr mit dem fantastischen DER UNSICHTBARE GAST untermauert wurde – einer der besten Streifen die ich in den letzten Jahren gesehen habe.

Da kann DIE MORDE VON MADRID nicht mithalten. Die Geschichte ist zwar durchaus interessant, genauso wie die Auflösung und auch das recht konsequente Ende, doch bis man da mal hinkommt, sind sage und schreibe 2 Stunden vergangen.

Man verheddert sich zu viel in Nebensträngen und die Charakterzeichnungen der beiden Cops sind leider zu lang ausgefallen. Grundsätzlich heiße ich das ja gut, aber die Probleme die Alfaro zum Beispiel mit Frauen hat, bringen den Streifen in keinster Weise vorwärts, ebenso wenig wie die Ausraster seines Kollegen.

So bleibt unter dem Strich zwar kein schlechter Film, der nur einfach 30 Minuten zu lang geht, was schade ist, denn die Darsteller sind gut und auch die Story ist, wie bereits erwähnt, durchdacht. Dieses Phänomen beobachtet man allerdings öfters bei Filmen aus dem Land der Paella. Auch MÖRDERLAND war so ein Beispiel. Gute Geschichte, aber zu lang….

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HOSTILE (Splendid)

am 17. April 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Juliette hat ein mieses Leben und verdient sich ihren Lebensunterhalt mit illegalen Geschäften. Zudem ist sie drogenabhängig. Dann lernt sie eher durch Zufall den smarten Jack kennen. Dieser verliebt sich in sie und versucht sie aus der Hölle, in der sie sich befindet herauszuholen.

Wir machen einen Sprung. Die Menschheit ist fast ausgestorben. Eine der wenigen Überlebenden der Apokalypse ist eben Juliette, die mit dem Geländewagen die Umgebung abfährt und nach Lebensmitteln sucht. Dann hat sie einen Unfall, bei dem sie sich überschlägt und das Bein bricht. Hilfe kann erst am nächsten morgen da sein. Und außerhalb des Wagens lauern fiese Mutanten, die nur darauf warten ihr nächstes Opfer in die Finger zu bekommen.

Die wohl skurrilste Genre-Mischung, die mir je unterkam, haben wir hier. Oder kennt jemand einen Mix aus Drama, Romanze und Endzeithorrorfilm? Also ich wüsste hier keine Referenz.

Das ganze beginnt auch nach dem großen Chemieunfall, der die Menschheit dahingerafft hat. Wie sie Jack kennenlernt, wird immer wieder in kurzen Rückblenden zwischendurch erzählt. Dieser Stil ist seit LOST sehr beliebt, denn das war eigentlich die erste Serie, die dies massenweise zeigte.

Natürlich nehmen diese Rückblicke immer wieder etwas das Tempo aus dem Streifen. Da diese aber interessant erzählt sind und sich daraus auch eine hervorragende Charakterentwicklung ergibt, sind sie als gelungen zu bewerten.

Das sich alle Teile des Filmes gerade gegen Ende so perfekt ergänzen ist sicherlich auch dem Geschick des Drehbuchautors zu verdanken, denn eigentlich kann dieser Genremix niemals gutgehen. Dazu gibt es noch einen Twist mit einer wirklichen Überraschung und einen sehr stimmigen Abschluss.

Zwar hat Regisseur Mathieu Turi schon an sehr vielen bekannten Filmen in verschiedenen Funktionen mitgewirkt, doch dieses hier ist sein Spielfilmdebüt.

Eine korrekte Bewertung zu finden ist hier sehr schwer, da vielen Horrorfreaks, die anderen Elemente nicht gefallen werden und Leuten, die gerne Dramen sehen, wohl kaum die Horrorelemente. Daher ist die Bewertung in diesem Falle eher sehr subjektiv, denn ich fand HOSTILE großartig. Daher

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All I See Is You (Universum Film)

am 17. April 2018 unter Drama abgelegt

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Gina ist nach einem Unfall blind und muss sich ganz auf ihren Ehemann James verlassen. Sie lebt mit ihm in Bangkok und ist eigentlich zufrieden, doch sie ist im Endeffekt immer ihrem Ehemann praktisch irgendwie ausgeliefert, der ihr ständig zur Seite stehen muss. Eines Tages dann bietet sich ihr die Gelegenheit das Augenlicht zumindest einseitig wiederzuerlangen. Mit Hilfe einer Hornhauttransplantation, gelingt es ihr, wieder sehen zu können. Als sie jedoch langsam wieder anfängt das Leben zu genießen, entfremdet sie sich immer mehr von ihrem Ehemann, denn jetzt wo sie alles selbst erledigen kann, ist sie nicht mehr auf ihn angewiesen und die Ehe gerät in die Krise.

Grundsätzlich ein interessanter Ansatz, den der Film zu bieten hat. Was ist wenn ein Mensch, der völlig auf einen anderen angewiesen ist, diesen im Grunde dann irgendwann nicht mehr braucht? Ändert sich dann das Verhältnis so sehr wie hier beschrieben?

Mit Marc Forster hat man hier natürlich den idealen Regisseur gewonnen, denn der Schweizer ist bekannt für sein Spiel mit Farben und Kameraeinstellungen, was ihm besonders in dem grandiosen STAY so gut gelang und dieses Können ist hier gefragt, wenn die Kamera aus Sicht der Protagonistin nach der OP agiert.

Dennoch bleibt der Film im Endeffekt unter seinen Möglichkeiten. Vielleicht hätte das eine oder andere Thrillerelement alles etwas verbessert, denn irgendwie bleibt man nach dem Streifen fragend zurück. Nicht das man sich gelangweilt hätte, aber hier wurde doch einiges verschenkt.

Trotz mehrfachem Anschauen habe ich das Ende nicht verstehen. VORSICHT SPOILER: Sollte mir jemand erklären können, wieso ihr Mann nach dem Song den Raum verlässt und das ganze dann vorbei ist, soll er mir dies bitte mitteilen. Vielleicht fehlt mir hierfür der nötige Intellekt.

Insgesamt ein ordentlicher Film, bei dem es aber praktisch an jeder Ecke aus dem Fernseher schreit, das hier mehr möglich gewesen wäre. Die Schauspieler und die Regie hingegen sind exzellent.

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LADY MACBETH (Koch Media)

am 17. April 2018 unter Drama abgelegt

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Im Jahr 1856 wird die Waise Katherine mit einem älteren Mann verheiratet, der jedoch wenig Interesse an ihr zeigt und sie bei jeder Gelegenheit drangsaliert, genau wie sein herrischer Vater. Als beide auf eine längere Reise gehen, blüht Katherine auf und begeht eine Affäre mit den Gutsarbeiter Sebastian. Doch als ihr Schwiegervater wieder auftaucht, weiß er darüber Bescheid. Damit das ganze nicht publik wird, sorgt sie dafür, dass er schnell aus dem Leben scheidet. Dann kehrt ihr Mann wieder zurück und auch den kann sie jetzt nicht gebrauchen. Nach und nach beseitigt sie alle, die ihr im Wege stehen, ihren Traum weiter zu leben, doch auch ihre Affäre beginnt an der Richtigkeit der Handlungen seiner Geliebten zu zweifeln.

Nun bin ich wahrlich nicht der Experte für klassische Verfilmungen, die einige Jahrhunderte zuvor spielen. Ich habe den Roman nicht gelesen und auch noch nie eine Verfilmung gesehen. Daher bezieht sich diese Rezension praktisch ohne jegliches Vorwissen auf diesen Streifen alleine.

Der Film kommt etwas schwer in die Gänge, was aber nicht ungewöhnlich ist, denn schließlich muss man als Zuschauer erst einmal die Verhältnisse durchschauen. Anscheinend war es üblich, das man sich im Mittelalter solche Frauen kaufte. Wieso ihr tyrannischer Ehemann allerdings kein Gefallen an ihr findet, erschließt sich mir nicht.

Jedoch ist LADY MACBETH auch kein reines Historiendrama, sondern streut hier und da auch einige Thrillerelemente ein. Das macht den Streifen in der zweiten Hälfte wesentlich interessanter.

Die mir komplett unbekannte Florence Pugh liefert hierbei eine hervorragende Leistung ab, denn sie muss schließlich 3 gänzlich unterschiedliche Phasen spielen. Erst die ungeliebte Ehefrau, dann das Aufblühen und danach auch noch die kühle und abgebrühte Mörderin und erledigt das alles sehr gut.

So bleibt unter dem Strich ein Historiendrama, das im Internet hoch gelobt wird. Ob diese Verfilmung mit anderen Mithalten kann oder wesentlich besser oder schlechter ist, kann ich, wie bereits erwähnt, nicht sagen. Jedenfalls ist der Streifen an sich sehenswert.

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AMERICAN PSYCHO 2 (Koch Media)

am 17. April 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Die beinahe tödlich verlaufene Begegnung mit dem Ur-Psycho Patrick Bateman hat die junge Rachael Newman nachhaltig geprägt: Fasziniert von Mördern und deren Taten will sie an der Universität bei Ex-Agent Starkman alles dafür tun, um FBI-Profilerin zu werden. Ein Ziel, für das sie bald schon in die Fußstapfen ihrer Forschungsobjekte tritt und vom Opfer zur atemberaubend schönen Täterin wird…

Soweit der Pressetext, den ich mal dreist übernommen habe, einfach weil er alles gut zusammenfasst und der Streifen auch den meisten bekannt sein dürfte, da er immerhin schon 15 Jahre auf dem Buckel hat.

Das Problem für die damals vernichtenden Kritiken war sicherlich nicht der Film an sich, sondern die völlig beknackte Herleitung zu Bateman. Da wollte man nochmal schnell Geld verdienen und die meisten fielen ja auch darauf rein. Abgesehen von den ersten dusseligen 5 Minuten hat der Film aber GAR nichts mit dem ersten Teil zu tun und die sind auch an den Haaren herbeigezogen.

Betrachtet man den Streifen jedoch als völlig eigenständigen Film ist er durchaus unterhaltsam. Zudem handelt es sich hierbei ganz klar um eine Horrorkomödie, denn hier sind deutlich mehr Gags vorhanden, als das Spannung aufgebaut wird

Sogar Antischauspielerin Mila Kunis macht ihre Sache ganz ordentlich und William Shatner sieht man eh immer wieder gerne. Dazu gibt es ein recht originelles Ende.

Wäre der Film unter einem anderen Namen erschienen, hätte man ihn sicher besser befunden. Daher bezieht sich meine Bewertung auch auf den Streifen selbst und da dieser durchaus unterhaltsam ist gebe ich…

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SHORTWAVE (Ion New Media)

am 10. April 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Josh und Isabel können das spurlose Verschwinden ihrer kleinen Tochter auch nach 2 Jahren nicht verarbeiten und ziehen in ein abgelegenes Landhaus, das Joshs Chef ihnen zur Verfügung gestellt hat. Ihr Mann arbeitet an etwas sehr speziellem. Mit Hilfe von Radiokurzwellensignalen will er beweisen, das es Außerirdische gibt, die so über die Erde miteinander kommunizieren. Rein zufällig stellt sich heraus, das Isabel sehr zugänglich für diese Sache ist und bei Abhören dieser Signale von Visionen eingeholt wird, die teilweise recht schmerzhaft sind, ihr aber auch verraten, dass sie ihre Tochter wiedersehen kann. Doch so einfach ist das nicht, denn diese Experimente haben ungeahnte Auswirkungen auf alle Beteiligten.

Die Geschichte dieses Streifens ist so ziemlich das schrägste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Alleine schon die Idee dass man mit Hilfe von Radiogeräten erforschen will, das Außerirdische Signale schicken und so kommunizieren ist schon reichlich abstrus..Dennoch macht der Film vieles richtig.

Da wäre zuerst der geniale elektronische Score zu nennen, der die Ereignisse geschickt untermalt. Die surrealistischen Elemente und die teilweise extrem schräge Geräuschkulisse tun ihr übriges.

Zudem baut der Regisseur hier ein interessantes Stilmittel ein. Jedesmal wenn man von diesen eben genannten Geräuschen heimgesucht wird (auch als Zuschauer), schwenkt er kurz darauf zum Beispiel auf den Wald, so dass auf diese nervigen Töne plötzlich totale Ruhe folgt. .

Angereichert ist das ganze mit surrealistischen Elementen. Allerdings muss man auch sagen, das gegen Ende doch einige Fragen offen bleiben, denn die Geschichte ist insgesamt wesentlich komplexer, als sie im ersten Moment scheint. Daher werde ich mir SHORTWAVE auch noch einmal anschauen, denn ich muss zugeben, das ich ein paar Sachen nicht verstanden habe. Der Showdown allerdings ist richtig gut.

Für Leute des stringenten Mainstreamkinos ist der Film daher auch ungeeignet, und auch den Zeitsprüngen ist teilweise nicht einfach zu folgen. Der Film beginnt als Drama und wandelt sich dann zu einem Horrorfilm, was er aber auch recht gut hinbekommt.

Fazit: Nicht so schräg wie ein Lynch Film, aber doch ungewöhnlich. Hier ist viel eigene Vorstellungskraft gefragt.

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