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COLLIDE (Universum Film)

am 28. Februar 2017 unter Action, Suspense abgelegt

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Casey ist aus den USA geflohen, weil er dort diverse Probleme mit dem Rechtssystem bekam, denn Autoknacker ist nicht wirklich ein angesehener Job. Seine Wahlheimat Deutschland erweist sich jedoch als Glücksfall, denn hier lernt er die große Liebe seines Lebens kennen. Doch nach einer schönen Zeit bekommt Juliette die erschütternde Diagnose, das ihre Nieren nicht wirklich mehr funktionieren und sie dringend, zumindest eine neue braucht. Obwohl er dem kriminellen Leben eigentlich abgeschworen hat, steigt Casey wieder ein, um seine Freundin zu retten. Als er für den Gangster Geran einen Drogentransport überfallen soll, geht leider alles schief und Juliette scheint dem Tode geweiht, wie auch Casey, denn er hat sich hier mit dem falschen angelegt.

COLLIDE ist gar nicht so blöd, wie man nach dem Cover glauben könnte. Natürlich gibt es hier im Mittelteil Action ohne Ende, doch die Grundgeschichte ist durchaus nachvollziehbar und das Pärchen mit Nicholas Hoult und Felicity Jones auch glaubwürdig besetzt.

Auch Anthony Hopkins nimmt man seine Rolle als fiesem Drogenhändler mit Stil durchaus ab, doch was Ben Kingsley geritten hat diese Rolle anzunehmen, wird er wohl für sich behalten, denn in der undankbaren Rolle des Verbrechers Geran mutiert er zur Selbstkarikatur. Hat er das wirklich nötig?

COLLIDE ist einer der Filme, bei dem man mit dem Hauptdarsteller fiebert, obwohl er ja eigentlich Verbrechen begeht. Da dies aber im Namen der Liebe passiert, hat man als Zuschauer dann doch Verständnis für sein Tun, ähnlich wie bei Streifen wie SET IT OFF.

Natürlich sind die Verfolgungsjagden total übertrieben und die Gangster schießen grundsätzlich auch immer daneben, obwohl sie sonst alles treffen, aber der Unfall auf der Autobahn zum Beispiel ist wirklich spektakulär inszeniert.

Dadurch, das der Film die ersten 20 und die letzten 10 Minuten in ein Storygerüst eingebettet ist, wirkt er auch nicht so banal wie man zunächst glauben mag, denn die Grundgeschichte gefällt.

Fazit: Unterhaltsamer Streifen, dem natürlich partiell die Logik abgeht, aber bei dem man richtig gut abschalten kann.

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DIE ERSTE FAHRT ZUM MOND (Koch Media)

am 28. Februar 2017 unter Klassiker, SciFi abgelegt

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Einem Raumschiff gelingt die erste Landung auf dem Mond – dachte man zumindest, denn ein Astronaut findet eine britische Flagge und eine Urkunde in der steht, das ein gewisser Mr. Bedford den Erdtrabanten bereits 1899 besucht hat und dieser nun Königin Viktoria gehört. Nach seiner Rückkehr auf die Erde, versucht man herauszufinden, wie das möglich sein kann, das bereits vor so vielen Jahren eine Weltraumexpedition stattgefunden hat. Die Spur führt in ein Seniorenheim in England.

Also ich finde es schon erstaunlich, das jeder Mist ein Remake erhält, solch eine putzige Idee aber nicht. Dabei würde sich das doch gerade zu anbieten, denn sind wir mal ehrlich – das die Effekte die damals sicherlich als toll galten, heutzutage nach Mottenkiste aussehen, kann man einem Film aus dem Jahre 1964 nun wirklich kaum übel nehmen.

Das ganze erscheint in der Ray Harryhausen Effects Collection, die Koch bereits vor einigen Jahren gestartet hat und die skurrile Dinge an die Oberfläche fördert. DEN Streifen hab ich jedenfalls noch nie gehört, geschweige denn gesehen.

Insgesamt unterhält das Gezeigte durchaus, wenn man natürlich auch völlig andere Maßstäbe anlegen muss, als bei heutigen Produktionen.

Dafür gibt es aber von technischer Seite, wie fast schon normal, bei Veröffentlichungen von KOCH, absolut nichts auszusetzen. Als Ton wird hier DTS HD 4.0 angegeben, was in Wahrheit aber nichts anderes ist als solides Stereo, aber das geht vollkommen in Ordnung.

Das Bild ist für einen über 50 Jahre alten Film allerdings ein Knaller. Kaum sind Blitzer oder Unschärfen auszumachen und so sieht der Streifen wie eine Produktion der letzten 10 Jahre aus. Immer wieder erstaunlich was man aus so ollen Kamellen rausholen kann, wenn man sich Mühe gibt und nicht wie Warner alles einfach auf DVD presst (ich sage nur immer wieder „die 12 Geschworenen“).

Wer den Streifen schon immer sei Eigen nennen wollte, kann hier nichts falsch machen.

TRAIN TO BUSAN (Splendid)

am 21. Februar 2017 unter Horror abgelegt

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Sok-woo denkt nur an seine Arbeit. Daran zerbrach letztendlich auch die Ehe. Seine Tochter Soo-ahn wünscht sich, an ihrem Geburtstag bei ihrer Mutter zu sein. Da er gegenüber ihr ein schlechtes Gewissen hat, akzeptiert er dies und die beiden begeben sich am nächsten Tag in den Schnellzug nach Busan. Doch leider schlüpft kurz vor Abfahrt noch ein Passagier in den hinteren Wagon, auf den man hätte verzichten können. Dieser ist nämlich mit etwas infiziert, das Menschen binnen kurzer Zeit zu Monstern werden lässt. Das Virus scheint sich auch außerhalb des Zuges schnell auszubreiten und auch drinnen wird es eng, da sich die Untoten häufen und ein Wagon nach dem anderen von ihnen eingenommen wird.

Und genau daraus ergeben sich jede Menge origineller Situationen, weil den nicht Infizierten selbst in einem so riesigen Zug irgendwann der Platz ausgeht, in denen es noch sicher ist. Das erinnert ein wenig an SNOWPIERCER, der jedoch bei weitem nicht so spannend war und natürlich auch einen anderen Ansatz verfolgte.

Fakt ist – die Idee ist sehr gelungen und auch an der Umsetzung gibt es nichts zu mäkeln. Insbesondere daraus, dass die Untoten auf Geräusche reagieren, resultieren schon jede Menge Einfälle, die ich so noch nicht gesehen habe. Stichwort: Handyklingeln.

Zudem verzichtet man Gott sei Dank auf humoristische Einlagen und den typischen Pseudo-Spaßmacher, der einem in Filmen aus dem Land so oft auf den Zeiger geht.

Zum Bild eines neues Films äußere ich mich normalerweise nicht, weil ich einfach davon ausgehe, das dies ordentlich ist. TRAIN TO BUSAN allerdings bewegt sich im Referenzbereich. Die Bilder sind gestochen scharf und insbesondere in den hellen Aufnahmen habe ich außer LUCY noch nie etwas besseres auf meinem Beamer gesehen. Das steigert das Filmvergnügen natürlich noch.

Leichte Kritikpunkte wären das etwas melodramatische Ende, und das 20 Minuten weniger auch gereicht hätten. Das allerdings ist jammern auf ganz hohem Niveau – selbst die mir unbekannten Darsteller, die bei solchen Filmen ja eigentlich nie groß eine Rolle spielen, weil sie nix zu tun haben als vor der Horde zu fliehen oder ihnen die Birne einzuschlagen, überzeugen, zumal man insbesondere die Hauptfiguren, für dieses Genre untypisch, mit erstaunlich viel Charakterzeichnung versehen hat.

Fazit: Rundum gelungenes Filmvergnügen. Der Film kopiert nicht simpel Dinge die es schon 1000 mal gab, sondern bringt jede Menge neue Ideen mit ein. Alleine dafür lohnt sich die Sichtung schon. Wer noch immer eine Aversion gegen asiatische Filme hat, sollte diese nun langsam mal ablegen.

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LINE OF DUTY – STAFFEL 3 (Justbridge)

am 21. Februar 2017 unter TV-SERIE abgelegt

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Sergeant Danny Waldron ist der Leiter einer Armed Response Unit, die aktuell den Auftrag hat, einen Tatverdächtigen lebend zur Strecke zu bringen. Als Waldron diesen allerdings als einen der Personen identifiziert, die ihn und seine Freunde in einem Kinderheim missbrauchten, schießt er ihn über den Haufen. Seine Kollegen ahnen nichts von der Vorgeschichte und werden von ihm gezwungen die Vorgänge anders darzustellen, als sie sich wirklich zutrugen. Anfangs ziehen diese auch mit, leiden aber unter ihrem schlechten Gewissen. Mittlerweile ermittelt auch die AC-12 gegen die Herrschaften, allen voran Steve Arnott. Der hat allerdings bald selbst ein größeres Problem, denn Lindsey Denton, die er vor einem Jahr in den Knast gebracht hat, wird vorzeitig entlassen und belastet ihn schwer. Und welches merkwürdige Spiel treibt Kollege Cotton?

Ganz selten bespreche ich von einer Serie auf meiner Seite drei Staffeln, da in vielen Fällen spätestens nach Nummer zwei alles gesagt ist. LINE OF DUTY gehört hier zu den Ausnahmen, denn die Komplexität von Staffel 3 sprengt schon fast den Rahmen den ich hier zur Verfügung habe.

Eigentlich sind das hier drei Serien in einer, bei denen die verschiedenen Handlungsstränge aber irgendwann zusammenlaufen und ein harmonisches Ganzes ergeben.

Im Gegensatz zum Vorläufer kann man diese Staffel allerdings nicht separat schauen, denn dann versteht man spätestens nach Folge drei gar nichts mehr, da sich die Geschichte von Denton und Arnott komplett auf den Vorgänger bezieht und man, ohne diese zu kennen, völlig im Dunkeln tappt.

Das macht aber nichts, denn Nummer zwei war keinen Deut schlechter, so lohnt sich das Anschauen beider Veröffentlichungen. Erstaunlich ist hierbei, das die mit Abstand schlechteste die Auftaktstaffel ist. Das hat man dann doch eher selten.

Die Darsteller, die glücklicherweise alle gleich geblieben sind, machen ihre Sache wie auch schon im Vorgänger gut und standen laut meiner Informationen alle auch noch für eine Fortsetzung zur Verfügung. Man hat sich auch an die Gesichter gewöhnt und insbesondere Kate und Steve ins Ermittler-Herz geschlossen.

Fazit: Vielschichtige Serie, bei der man dran bleiben muss. Verschläft man zwischendurch mal 20 Minuten kann man eventuell wieder von vorne anfangen. Daher erfordert LINE OF DUTY 3 eine hohe Konzentration. Also bitte nur fit schauen :o )

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IM NOT A SERIAL KILLER (Indeed/ALIVE)

am 21. Februar 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Der im tristen Clayton lebende John, stellt an sich selbst soziopathische Züge fest und glaubt, das er alle Anlagen hat, ein Serienkiller zu werden. Zudem ist er in der Schule ein Außenseiter. Er arbeitet im Bestattungsinstitut seiner Mutter, wo er ständig mit irgendwelchen Leichen in Berührung kommt. Zudem häufen sich eben diese in letzter Zeit, denn in Clayton scheint tatsächlich ein Serienkiller umzugehen, der über Johns „Entwicklungsstatus“ schon hinaus ist. Könnte es der eigentlich liebenswerte Mr Crowley von neben an sein? John ist davon überzeugt und observiert den alten Herrn.

Das hört sich alles nach einem durchaus interessanten Horrorfilm an, ist aber letztendlich ein Drama geworden, dem einfach die Spannung fehlt.

Der Hauptdarsteller macht seine Sache wirklich gut und Christopher Lloyd, mittlerweile auch schon 78 Jahre alt, sieht man eh immer gerne, wenn einem auch automatisch immer seine Rolle als Doc in „Back to the future“ in den Sinn kommt. Beim Cast hat man daher nichts falsch gemacht.

Doch gerade am Anfang gibt es einfach zu viel Leerlauf. Später werden dann Handlungsstränge eingestreut, die den Film nicht voran bringen, sondern ihn verlangsamen und partiell auch im Nichts verlaufen.

So bleibt unter dem Strich ein netter Film mit einem durchaus gelungenen Ansatz, der aber einfach an fehlender Spannung leidet.

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DER UNSICHTBARE GAST (Koch Media)

am 21. Februar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Der erfolgreiche Geschäftsmann Adrian gönnt sich nebenbei noch eine Affäre, die ihn aber ins Verderben zu stürzen scheint, denn anscheinend blieb das einem Herren nicht verborgen, der ihn nun erpresst und 100000 EURO will. Dazu lotst er ihn und eine Femme fatale in ein Hotelzimmer, wo sie auf weitere Anweisungen warten sollen. Doch dann wird Adrian niedergeschlagen. Als er aufwacht findet er seine Geliebte tot im Bad. Kurz darauf wird er festgenommen. Die renommierte Anwältin Virginia Goodman soll ihm nun aus der Patsche helfen und geht mit ihm die Ereignisse nochmals durch. Bald stellt sich heraus, das die Affäre nicht der einzige Schwachpunkt in seinem Leben darstellt und er und seine Geliebte einen Autounfall mit Todesfolge vertuschten. Die Luft für Adrian wird mit zunehmender Gesprächsdauer immer dünner.

Ich habe mich nun 20 Minuten gequält, um den Streifen dem Leser einigermaßen schmackhaft zu machen, doch wirklich gelungen ist es mir immer noch nicht, denn diese Zusammenfassung wird dem Film nicht gerecht, da hier nicht mal 10 % dessen aufgeführt ist, was man in den sensationellen 106 Minuten zu sehen bekommt. Es ist einfach nicht möglich, das Ganze gescheit zu komprimieren, weil einfach so viel passiert und ich ja auch nicht den halben Film vorweg nehmen will.

Ständig wird die Geschichte um weitere Geschehnisse ergänzt und parallel dazu (ähnlich wie in dem ebenfalls grandiosen THE BODY) entwickelt die Anwältin weitere Theorien wie alles abgelaufen sein könnte. Auch diese werden, wie die Geschichte die uns Adrian auftischt, filmisch präsentiert, so dass man als Zuschauer nie weiß, ob das was der vermeintliche Mörder erzählt die Ereignisse wiedergibt oder die Szenarien die Goodman entwickelt der Wahrheit entsprechen.

Das man hier nicht den Überblick verliert, liegt am genialen Drehbuch, das, wenn es ein Amerikaner geschrieben hätte, mit Sicherheit für einen Oskar nominiert worden wäre, denn dies ist so vielfältig, wendungsreich und überraschend, das man sogar den eigentlich nötigen Gang zur Toilette immer wieder hinauszögert, weil man wissen will, wie es weitergeht. Das hatte ich lange nicht mehr.

Zudem hat man hier wirklich gute Schauspieler engagiert. Insbesondere die Darstellerin der Anwältin Woodward ist sensationell. Wie sie ständig mit grimmiger Mine, die Aussagen ihres Mandanten in Frage stellt und seziert ist grandios.

Normalerweise sollte man bei Filmen, die auf dem Cover mit Hitchcock verglichen werden vorsichtig sein – in diesem Fall ist dieser Hinweis aber vollkommen gerechtfertigt – und auch noch untertrieben. Ich habe viele Filme des Altmeisters gesehen, doch einen so vielschichtigen wie diesen kenne ich von ihm nicht.

Für mich der beste Thriller, den ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe. Hier passt einfach alles. Darsteller, Drehbuch, Spannung, Wendungen und die Auflösung. Ein absoluter Geheimtipp. Volle Chuckies!!!!

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OPERATION ANTHROPOID (Universum Film)

am 08. Februar 2017 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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Die zwei tschechischen Soldaten Josef Gabcík und Jan Kubiš kehren im Dezember 1941 in ihre Heimat zurück, die mittlerweile unter der Besatzung der Deutschen steht. Sie haben den Auftrag, den SS-Obergruppenführer und Vorzeigesadisten Reinhard Heydrich zu ermorden und finden Unterschlupf bei einer Familie, bei der sie zusammen mit einigen anderen des Widerstands das Attentat planen. Doch selbst wenn dieses gelingen sollte ist es nicht sicher, ob Hitler nicht Rache im tschechischen Volk nehmen wird. Doch das Risiko ist die Gruppe bereit einzugehen.

Diese Ereignisse haben so oder so ähnlich wirklich stattgefunden und auch die beiden oben erwähnten Freiheitskämpfer gab es – das kann man überall nachlesen.

Cilian Murphy sieht man zudem immer gerne, zumal er sich in den letzten Jahren etwas rar gemacht hat. Ob man sich mit Herrn Dorman, der sich immerhin leidlich müht, einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln. Man hat einfach jedes Mal Mister Grey vor Augen, der nun als tschechischer Freiheitskämpfer durchgehen soll – so wirklich klappt das nicht.

Der Film ist allerdings durchaus spannend, hat aber den Nachteil, das man, wenn man die Thematik kennt, schon nach siebzig Minuten weiß, wie er ausgeht – danach folgen aber noch weitere fünfzig. Manchmal ist es gut nicht alles zu wissen, wenn man Filme mit historischen Bezügen schaut. Aber Regisseur Ellis kann ja nichts dafür, das ich, ansonsten die absolute Geschichtsniete, das zufällig wusste.

Ansonsten wird  der Streifen gegen Ende hin partiell ziemlich brutal und ich muss die Gottesgläubigen immer wieder fragen – dafür hat der Herr den Menschen erschaffen? Das der eine so mit den anderen umgeht, quält und/oder abschlachtet? Bis heute konnte mir niemand der Bibelfesten hierfür eine gescheite Antwort geben.

Vielleicht war der Sinn meiner Geburt aber zum Beispiel einfach nur, das ich über diesen Streifen am heutigen Tage eine Review schreiben sollte, was ich hiermit getan habe :o ).

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THE INFILTRATOR (Paramount)

am 08. Februar 2017 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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Mitte der 80er übernimmt Special Agent Robert Mazur einen heiklen Auftrag. Er schlüpft in die Rolle des angeblichen Geschäftsmannes Bob Musella um das Kartell von Pablo Escobar zu infiltrieren, das die USA mit Drogen überschwemmt. Mithilfe des leicht gestörten Kollegen Emir sowie dem Grünschnabel Kathy, die sich als seine Verlobte ausgibt, fasst er auch schon bald Fuß in der Szene. Besonders die Freundschaft zu Roberto Alcaino, Escobars rechter Hand, bringt den Ermittler ein ganzes Stück vorwärts. Doch je weiter er vordringt, dessen gefährlicher wird es für ihn. Zudem befreunden sich die beiden Familien miteinander, was insbesondere Kathy in eine Sinnkrise stürzt.

Filme um und über den Drogenkönig gibt es mittlerweile doch einige. Insbesondere die, in der Benicio del Toro den scheinbar skrupellosen Boss spielt, ist sehr gelungen, aber Infiltrator bietet ebenso spannende Unterhaltung, auch wenn Escobar hier nie persönlich auftaucht.

Ich habe Cranston noch nie zuvor in einem Film gesehen und auch keine Folge Breaking Bad – er spielt seine Rolle aber sehr facettenreich und überzeugend. Überraschend stark trumpft auch Diane Kruger auf, deren schauspielerische Qualitäten ich sonst eher für bescheiden halte, obwohl ihre Filmauswahl in den letzten Jahren eigentlich ganz gut ist. Vielleicht zusammen mit RUN FOR HER LIFE (ein Klasse-Film, den leider fast niemand kennt) ihre beste Leistung

Fast so spannend wie der Film sind die Extras, in denen wirklich alle damals Beteiligten zu Wort kommen, wobei Mazur sich nicht im Licht filmen ließ, sondern im Dunkeln sitzt – wer mag es ihm verdenken? Selten habe ich so viel Zeit mit zusätzlichen Informationen zum Film verbracht, weil insbesondere die Making Ofs eh immer nur langweilige Lobhudeleien sind. In diesem Fall ist das anders.

Escobar wurde zwar 1993 erschossen, genießt in seinem Land aber, so bescheuert das klingt, immer noch Heldenstatus, da er sich trotz aller Geldgier, auch um viele Armen in seinem Land kümmerte und diverse soziale Projekte anschob. Vielleicht ist er deshalb als Person auch so interessant, weil die Widersprüchlichkeit seiner Handlungen einfach so groß ist.

Fazit: Es dauert ein wenig bis der Streifen in Fahrt kommt – danach bekommt man aber durchaus spannende Unterhaltung geboten. Die Darsteller sind, bis in die Nebenrollen, durch die Bank überzeugend.

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HARTE ZIELE (Koch Media)

am 08. Februar 2017 unter Action abgelegt

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Ich schreibe eine Kritik über einen Van-Damme Film – das ist in etwa so, als würde Angela Merkel ein Referat über sozial gerechte Politik halten. Da ich dafür eigentlich nicht prädestiniert bin, diesen Film aber in meinem Briefkasten hatte und die Firma KOCH eh sehr freundlich in Sachen Bemusterung ist, werde ich nach kurzer Zusammenfassung der Handlung, mich überwiegend über die technische Seite des Streifens auslassen.

In New Orleans kann man seinem Spieltrieb nachgehen – so er denn makaber ist, denn ein Verbrechersyndikat veranstaltet eine gnadenlose Jagd auf Obdachlose, bei der man sich 10.000 Dollar verdienen kann – aber nur wenn man als Opfer einen bestimmten Ort lebend erreicht. Als ihr Dad bei einer dieser Jagden ums Leben kommt untersucht Natasha Binder. Unterstützung erhält sie dabei überraschenderweise von dem Hafenarbeiter Chance.

Wer nicht wusste, das Lance Henrisksen auch mal Haare hatte (oder ist das ein Toupet?) und den Film nicht kennt wird überrascht sein, ebenso wie von der (bescheuerten) Frisur von Van Damme.

Nun muss ich trotzdem anmerken, das der Streifen eigentlich ganz ordentlich ist. Auch wenn noch ein Rest Spät 80er Mief vorhanden, gehört dieser Film sicher zu den besseren des Belgiers.

Besonders erwähnenswert ist hier aber definitiv die technische Umsetzung. Der Ton könnte an manchen Stellen noch etwas mehr krachen, ist aber grundsolide. Aber die Nachbearbeitung diesbezüglich ist nunmal immer schwierig und der Streifen hat mittlerweile immerhin ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel.

Das Bild ist gestochen scharf und würde man nicht wissen, wie alt HARTE ZIELE ist, könnte man wirklich meinen, das dies ein Film ist, der in den 90ern spielt, aber neu gedreht wurde. Fast schon plastisch und auch in den dunklen Szenen absolut rauschfrei. Gelegentliche kleine Blitzer nimmt man wirklich nur wahr, wen man den Film auf dem Beamer schaut. Viel mehr geht eigentlich nicht und jeder Van Damme Film sollte bei dieser Umsetzung einen Orgasmus bekommen.

Der Film erscheint zudem das erste mal ungekürzt, wobei man das dann wieder relativeren muss – was nämlich 1992 als Indexreif galt, bekommt man heute in jedem Action-Film zu sehen (man schaue sich nur mal John Wick an, der ab 16!! freigegeben ist)

Zudem spendierte man ein schickes Steelbook und ein paar wenige Extras hat man auch noch ausgebuddelt. Für Fans des Belgiers sicherlich ein Grund zuzugreifen.

DONT BREATHE (Sony Pictures)

am 03. Februar 2017 unter Horror abgelegt

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Was macht man, wenn man aus seiner Stadt weg will und keine Kohle hat (kommt mir sehr bekannt vor)? Man bricht bei einem blinden Kriegsveteranen ein und versucht, ihn um seine Kohle zu erleichtern. Das gelingt zwar anfangs auch, doch der Rückweg ist leider etwas kompliziert, da der Alte gar nicht so hilflos ist, wie die Herrschaften glauben.

Mehr sei an dieser Stelle nicht erwähnt, da in Folge noch genug gespoilert wird:

Wenn ich einen Film wie TRANSPORTER sehe, erwarte ich nicht, 90 Minuten logisch unterhalten zu werden. Bei einem Thriller jedoch, bei dem auch nichts übersinnliches dabei ist, sondern der Streifen nur von den Handlungsweisen der Protagonisten abhängig ist, jedoch schon.

Was hier allerdings an Schwachsinn geboten wird, lässt gleich 10 Hutschnüre platzen:

Es fängt schon nach einigen Minuten an, wenn der Satz „Mein Akku ist alle“ kommt. Natürlich sollte man bei einem Einbruch mit 5 % Akkuleistung starten, so dass, wenn etwas schiefgeht, man auch ja nicht um Hilfe rufen kann. Das kann durchaus passieren, wenn der „Gegner“ ein völlig neues Revolver-Modell der amerikanischen Waffenlobby besitzt. Mit diesem kann er 50  Mal ohne nachzuladen in der Gegend rumballern. Klasse. Sieht zwar sehr oldschoolig aus, ist aber totaler High-Tech.

Als wenn das noch nicht genug wäre, sieht man Menschen die zweimal angeschossen werden, aus 10 Metern auf eine Glasplatte flatschen, mit einer Heckenschere erstochen werden, aber 5 Minuten später recht gesund und munter durch die Gegend latschen.

Völlig aus der Kontrolle gerät der Humbug dann, als aus Versehen die Gebärmaschine des Veteranen erschossen wird. Diese war dazu da, ihm das Kind zu schenken, das er verloren hat und man erfährt auch noch, das eben diese, seine Tochter aus Versehen getötet hat. Wie er diese blind gefangen und in den Keller gesperrt hat? Uninteressant also erklärt man es nicht. Zudem hat man ja jetzt mit Rocky, der einzigen weiblichen Komponente des Einbrecher-Trios ein neues Opfer, das ein Kind gebären kann. Also rennt man schnell zum kleinen, gut gefüllten Sperma-Silo!!!! und entnimmt mit einer Spritze die nötige Menge (alles wie gesagt blind) um sie der Probandin einzupflanzen!!!!!! Denn man hat, in weiser Voraussicht, bereits monatelang vorgewichst!!!!!!!!!! Denn gönnerhaft wie der Herr ist, vergewaltigt er seine Opfer nicht.

Es wäre problemlos möglich, diese Ansammlung von Doofheiten noch zu erweitern, doch irgendwann muss auch eine Rezension mal zu Ende sein, besonders eine für solch unfassbaren Schrott, der noch dazu im Internet totgehypt wird. Unglaublich.

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