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LIFJORD – STAFFEL 2 (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Am Ende der ersten Staffel war eigentlich alles geklärt, daher war ich gespannt, wie es denn nun weiter gehen würde. Doch man bediente sich hier eines recht einfachen Kniffs, denn der „Geständige“ widerruft seine Aussage einfach und schon geht wieder alles von vorne los. Das ist zwar nicht wirklich originell, doch da die zweite Staffel erheblich besser ist als der Vorgänger, im Nachhinein begrüßenswert. Wer Nummer 1 nicht gesehen hat versteht hier nichts, denn die Ereignisse gehen direkt am Schauplatz der letzten Szene weiter.

Aksel klagt William wegen Mordes an. Mit der Zeit jedoch tun sich einige Abgründe auf, denn er kann sich nicht wirklich erinnern, was in der Mordnacht passiert ist und auch sein Alibi gerät erheblich ins Wanken. Das er dafür verantwortlich ist, das die meisten Einwohner in der Stadt ihren Job verlieren, macht ihn zudem auch nicht wirklich beliebter. Im Laufe des Prozesses muss er feststellen, das er die Sache lieber hätte ruhen lassen sollen, denn es kommen Wahrheiten ans Licht, auf die er hätte verzichten können.

Es ist unmöglich die ganze Handlung hier zu besprechen, denn dazu ist diese einfach zu komplex. Dazu gibt es reichlich Wendungen, die zwar an manchen Stellen zunächst etwas weit hergeholt scheinen, dann aber doch durchaus einen Sinn ergeben.

Der Vorteil der zweiten Staffel ist einfach, das man die Charaktere alle kennt. Bis man die im Vorgänger eingeführt hatte, waren schon mal 90 Minuten vorbei. Zudem mutiert die Geschichte immer mehr zu einem Thriller mit Drama-Elementen, während Nummer eins eher spärlich spannend war.

Die Schauspieler sind natürlich alle gleich geblieben und so muss ich mein Lob nicht noch einmal wiederholen, wobei ich doch die Leistung von Lena Endre herausheben möchte, die als intrigante und doch familienbewusste Eva eine hervorragende Leistung abliefert.

Auch dieses Mal kann ich mir nur schwer vorstellen, das es noch eine nächste Staffel geben wird, denn wieder scheint so weit alles geklärt, aber da habe ich mich ja schon einmal getäuscht. Der Schnitt von 7,6 bei imdb ist durchaus gerechtfertigt. Klare Steigerung zum soliden Vorgänger.

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DIE HÄNDE MEINER MUTTER (Lighthouse)

am 11. Juli 2017 unter Drama abgelegt

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Markus ist 40 Jahre alt, beruflich mäßig erfolgreich und mit Monika verheiratet. Zusammen haben sie einen Sohn. Am Geburtstag seines Vaters wird er durch einen blöden Zufall von seiner Vergangenheit eingeholt. Seine Mutter Renate hat ihn als Kind sehr oft sexuell missbraucht. Zuerst versucht er das ganze abermals zu verdrängen, doch dann geht er in die Offensive und besucht einen Psychologen. Als er seiner Mutter einen Brief schreibt und sie damit konfrontiert, bittet sie ihn um Verzeihung. Doch das reicht Markus nicht und erst recht nicht seiner Gattin, die Renate zwingt, dieses Geheimnis öffentlich zu machen und sich damit selbst anzuklagen.

Starken Tobak bekommt der Zuschauer hier geboten. Nun ist Florian Eichinger auch nicht wirklich für Filme bekannt, die als lockere Unterhaltung durchgehen, doch dieser Streifen ist schon sehr sperrig.

Einige Handlungen der Protagonisten sind für mich nur schwer nachvollziehbar. Zudem finde ich die vermeintlichen Rückblenden etwas gewöhnungsbedürftig, denn in diesen wird der erwachsene Markus gezeigt, der die sexuellen Handlungen über sich ergehen lassen muss.

Natürlich kann man hier schlecht einen 9jährigen einsetzen, der an den Genitalien der Mutter herumspielt. Stattdessen aber den erwachsenen Markus mit Kindessprache zu versehen, wirkt auf mich eher ungewollt komisch, denn bewegend.

Auf der Habenseite stehen allerdings die schauspielerischen Leistungen, wobei man im Besonderen anmerken muss, zu welch guter Darstellerin sich Jessica Schwarz gemausert hat, die immerhin mal „nur“ als Viva Moderatorin angefangen hat.

Die Zielgruppe für diesen Film ist mehr als überschaubar, zumal Eichinger seinen Film auch ohne jeglichen Einsatz von Musik gedreht hat, was das ganze noch sperriger macht. Im TV wäre er am besten bei Arthaus aufgehoben. Zur Primetime im ZDF kann ich mir DIE HÄNDE MEINR MUTTER nur schwerlich vorstellen.

Fazit: Das Thema ist interessant und sicher auch wichtig und die Geschichte glaubwürdig erzählt. Trotzdem bleibe ich dabei das ich die „sexuellen Übergriffe“ nicht mit einem erwachsenen Hautdarsteller gezeigt hätte – dann lieber nur das Kopfkino bedienen…

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SHOOTER – STAFFEL 1 (Universal/Paramount)

am 11. Juli 2017 unter TV-SERIE abgelegt

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Kriegsveteran und Meister-Scharfschütze Bob Lee Swagger wird von seinem ehemaligen Vorgesetzten Isaac Johnson aufgesucht. Dieser befürchtet ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten. Deshalb soll der erfahrene Sniper ihm mögliche Plätze zeigen, von denen man einen Schuss platzieren könnte. Nach der Beratung scheint die Sache für Swagger erledigt, doch auf der Parade merkt er plötzlich, das seine Beurteilung falsch war und rennt zum vermeintlichen Punkt, von dem das Attentat ausgeführt werden soll. Dort befindet sich aber nur die Waffe. Mittlerweile ist der Schuss gefallen, doch er hat nicht den amerikanischen, sondern den ukrainischen Präsidenten erwischt. Und wer ist am Tatort? Swagger. Er wird als Verdächtiger in ein Gefängnis gebracht, kann von dort aber fliehen und versucht nun, seine Unschuld zu beweisen.

Das mag einigen doch sehr bekannt vorkommen. Ist auch kein Wunder denn der Film SHOOTER, aus dem Jahre 2007, war ein großer Erfolg, insbesondere bei der DVD Auswertung.

Der damalige Hauptdarsteller Mark Wahlberg hat die Serie auch zusammen mit Hauptdarsteller Ryan Phillippe mitproduziert. Ich habe irgendwo gelesen das es ihm ein Anliegen gewesen sei, die ganze Geschichte als Serie zu verfilmen, da der damalige Streifen, nicht alle Aspekte abgedeckt hatte.

So beobachten wir also in 10 Folgen wie Ryan Phillippe, der trotz seiner mittlerweile 42 Jahre immer noch problemlos als Ende 20 durchgeht, versucht, seine Unschuld zu beweisen. Das ist über weite Strecken sehr spannend und auch durchgehend unterhaltsam.

Was mich persönlich etwas genervt hat, ist, das man je weiter die Geschichte vorankommt, immer noch einen draufsetzen muss. 2 Folgen weniger hätten auch gereicht. Zudem hilft Gevatter Zufall doch relativ oft mit. Das sind genau die beiden Sachen die mich, bei aller Begeisterung, auch an 24 immer etwas gestört haben.

Trotzdem hab ich die Serie in 2 Tagen durchgeschaut, weil eben auch fast jede Folge immer mit einem Cliffhanger endet und man natürlich wissen will, wie es weitergeht. Das haben die amerikanischen Drehbuchschreiber wirklich drauf.

Neben Phillippe bietet Omar Epps, in einer ungewohnt fiesen Rolle, eine sichere Performance und auch Shantel von Santen als Gattin liefert eine wirklich gelungene Vorstellung und präsentiert sich als gute Schauspielerin – nicht unbedingt die Norm bei einem ehemaligen Model.

Fazit. Wer den Film mochte, wird auch die Serie gut finden. Zudem ist diese abgeschlossen, so dass man nicht ewig warten muss, wie es weitergeht. Eine zweite Staffel soll jedoch in der Mache sein.

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THE GIRL WITH ALL THE GIFTS (Universum Film)

am 05. Juli 2017 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Eine Pilzinfektion hat große Teile der Menschheit ausgerottet. Daher laufen nun die sogenannten Hungries durch die Gegend, die wie der Name schon sagt, ständig Hunger haben und sich von Blut und Fleisch ernähren. Hoffnung scheint es nur durch eine kleine Anzahl infizierter Kinder zu geben, die dabei helfen sollen, einen Impfstoff zu finden. Größtenteils können Sie ihren Fressimpuls unterdrücken. Besonders in ein Mädchen setzt man große Erwartungen – Melanie ist intelligent und auch erstaunlich emphatisch für eine Infizierte. Als jedoch die Basis von einer riesigen Horde Hungries überrannt wird, können außer ihr nur ihre Lehrerin Helen, Sergeant Parks, ein Soldat und Dr. Caldwell entkommen. Melanie muss vor allem geschützt werden, denn sie ist wohl die letzte Hoffnung der restlichen Menschheit.

Oh man, schon wieder ein Zombiefilm werden viele sagen und ehrlich gesagt war das auch mein erster Gedanke Hätte mir jemand diesen Streifen nicht wärmstens ans Herz gelegt, hätte ich ihn mir wahrscheinlich gar nicht angeschaut, denn das Thema ist allerspätestens seit WALKING DEAD jetzt echt auserzählt.

Überraschenderweise schafft GIRL WITH ALL THE GIFTS es aber, neue Aspekte einzubringen. Die Idee mit den Zombiekindern ist durchaus originell. Auch das Melanie erstaunlich viel Empathie zeigt, aber dennoch, wenn sie Hunger hat, ihrem Fressreiz nicht widerstehen kann, sonst aber fast ein normales Kind ist, kannte man zumindest aus anderen Streifen mit der Thematik noch nicht.

Das Glenn Close mal in einem Horrorfilm inklusive Untoten mitspielen wird, hätte sie wahrscheinlich vor 10 Jahren auch noch nicht vermutet. Sie liefert eine überraschend starke Leistung ab und ist, neben Melanie, der mit Abstand interessanteste Charakter.

Mitte des Films geht ihm mal kurzfristig etwas die Luft aus und insgesamt hätten 20 Minuten weniger wohl auch gereicht. Trotzdem bleibt er, auch weil man nie weiß, was denn nun als nächstes passieren wird, durchaus spannend und zieht in den letzten 30 Minuten dann wieder enorm an.

Das Ende ist dann sicherlich Geschmackssache. Wer hier ein klassisches Happy-End erwartet wird enttäuscht sein. Zudem kann ich die Reaktion bzw Aktion von Melanie kurz vor Ende des Streifens nicht wirklich nachvollziehen. (mehr geht aus Spoilerrgründen nicht)

Wer dachte das wirklich das Genre tot ist, wird hier positiv überrascht, auch weil man es schafft, einen Horrorfilm mit einem Drama zu kombinieren, was nur ganz selten funktioniert.

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FORTRESS (Koch Media)

am 05. Juli 2017 unter Action, Klassiker abgelegt

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Die Geschichte dieses Kultfilms dürfte allgemein bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung:

Amerika in der Zukunft: Die Rohstoffe sind erschöpft und pro Elternpaar ist nur noch ein Kind erlaubt. Karen und ihr Mann John Brennick verstoßen gegen diese Auflage und werden bei einer Kontrolle geschnappt.. Brennick muss daraufhin für läppische 31 Jahre in die „Festung“, dem sichersten Gefängnis der Welt. Es gibt Schmerzsonden für Gefangene und Zonen in denen einen der Tod erwartet. Dazu noch einen sadistischen Knastchef, der zudem ein Auge auf Karen geworfen hat, die dort ebenfalls eingesperrt ist. Gegen gewisse „Dienstleistungen“ verspricht er, ihren Mann in Ruhe zu lassen. Doch ist die FESTUNG wirklich komplett ausbruchssicher?

Fortress im Jahre 2017 hat das gleiche Problem wie so viele andere Filme die in den 80ern und 90ern produziert wurden. Heutzutage wirken insbesondere die CGIs doch extrem altbacken. Insbesondere Ende der 90er und im neuen Jahrtausend wurden in diesem Bereich, rasend schnell, enorme Fortschritte erzielt. Das wird allerdings Fans des Streifens nicht wirklich interessieren.

Christopher Lambert war nach seiner Rolle in Highlander schwer angesagt und spielte dann auch in ziemlichem Schrott mit. Fortress, Roadflower und der leider immer noch nicht auf BR erschienene KNIGHT MOVES, für mich einer der besten Thriller aller Zeiten, bildeten da eher die Ausnahme.

Laut Cover ist dies die erste UNRATED Fassung auf der ganzen Welt. Ich muss aber zugeben, das ich das nicht wirklich untermauern kann, denn ich glaube diesen Streifen gibt es in gefühlt 25 Versionen. Im Zuge der großzügigeren FSK kommt so etwas heutzutage ab 16 auf den Markt, wobei der Film an machen Stellen durchaus recht derb ist.

Das Master dürfte allerdings nicht so toll gewesen sein, denn KOCH MEDIA, bekannt dafür selbst aus alten Schinken noch bildtechnisch alles herauszuholen, schaffen es auch hier nicht über solide DVD Qualität. Der Ton macht da einen besseren Eindruck und knallt in 5.1. ganz ordentlich aus den Boxen.

Fazit: Aus vielen Foren weiß ich, das FORTRESS sehnlichst erwartet wurde. Die Umsetzung ist insgesamt durchaus gelungen. Als Bonus gibt es auch noch ein alternatives Ende (keine Ahnung wo man das ausgebuddelt hat) und den irgendwie lustig-altmodisch anmutenden Trailer.

TAKEN IN MAROKKO (Lighthouse)

am 05. Juli 2017 unter Action, Thriller abgelegt

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Bei einem Spaziergang in Marokko, wird Sophies Tochter entführt. Die Homeland Security Mitarbeiterin nimmt sofort die Verfolgung auf und tötet dabei versehentlich einen der vermeintlichen Entführer. Selbstverständlich glauben ihr die dortigen Behörden nicht und so muss sie nicht nur ihr Kind finden, sondern auch noch vor der örtlichen Polizei fliehen. Sie weiß genau, das die ersten Stunden entscheidend sind, denn danach schwinden die Chancen bei einer Entführung auf ein Minimum.

Das der Streifen versucht auf den TAKEN-Zug aufzuspringen, sagt ja schon der Titel, wobei das eher der Verleih tut, denn im Original sucht der Film nicht wirklich die Nähe, denn da heißt er NEVER LET GO.

Im Endeffekt ähneln sich die 3 Taken Teile und dieser hier in ihrer Handlung schon sehr, nur das eben nun ein Baby entführt wird und die Heldin eine Frau ist. So weit so bekannt.

Auch wenn der TAKEN IN MAROKKO an sein Vorbild natürlich nicht heranreicht, ist er zumindest actionreich. Ich glaube in dem Film gibt es zusammenaddiert insgesamt keine 20 Minuten, bei der nicht irgendwer vor irgendwem flieht oder eine Verfolgungsjagd stattfindet. Mehr Action geht eigentlich kaum.

Angela Dixon als Agentin bei Homeland ist allerdings nur bedingt glaubwürdig, da war Liam Neeson eben schon ne Ecke cooler. Zudem bekam sie in der deutschen Synchro eine Stimme, die nicht wirklich zu ihr passt. Merkwürdigerweise sind die anderen Rollen sehe gut gesprochen. Da aber in dem Film nicht wirklich viel kommuniziert wird, kann man sich diesen selbst mit schwachen Kenntnissen der Sprache im Original ansehen, denn da macht er meiner Meinung nach mehr Spaß.

Fazit: Taken in Marokko ist ein solider Action-Thriller mit einer reizvollen Location. Auch wenn die Story nicht wirklich innovativ ist, wird man hier gut unterhalten und die 90 Minuten sind auch Ruck-zuck vorbei.

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PERSONAL SHOPPER (Universum Film)

am 05. Juli 2017 unter Drama abgelegt

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Maureen, hat keine Lust mehr auf Amerika. Daher lebt sie in Paris, doch das ist ein teures Pflaster, also verdient sie sich ihren Lebensunterhalt als sogenannter Personal Shopper für die exzentrische, aber gut betuchte Kyra. Kürzlich verstarb ihr Bruder und beide hatten ausgemacht, das der, der zuerst verstirbt, dem anderen aus dem Jenseits eine Nachricht zukommen lässt. Also wartet Sie nun auf Zeichen und bald kommen die auch in Form von seltsamen Botschaften.

Wie kann man aus so einer Geschichte einen Film machen? Das fragt sich sicherlich der Zuschauer auch – zumindest so lange bis er vor dem Fernseher weggedöst ist.

Es ist eigentlich komplett uninteressant, Madame Stewart die ganze Zeit beim Shoppen zu beobachten und der Handlungsstrang mit dem Bruder passt überhaupt nicht dazu. Eigentlich erschließt sich mir der komplette Sinn des Films nicht, es sei denn man möchte endlich mal die Titten von Stewart sehen, die dem geifernden männlichen Zuschauer dann auch präsentiert werden.

Manchen mag das reichen, doch mir ist das leider etwas zu wenig, denn der Film weiß nicht mal, in welches Genre er gehört. Drama? Na ja dramatisch langweilig stimmt schon. Thriller? Da sollte zumindest ab und an mal Spannung aufkommen.

Da ich mir nicht vorstellen kann, das Stewart Geld benötigt, bleiben mir daher die Gründe in diesem kruden Streifen mitzuwirken, unklar. Vielleicht war sie jemandem noch einen Gefallen schuldig.

So bleibt unter dem Strich ein gut besetztes Kleinod der gepflegten Langeweile….

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MEAN DREAMS (Meteor/Alive)

am 28. Juni 2017 unter Drama abgelegt

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Jonas wächst in einem sehr ländlichen Teil Amerikas auf einer Farm auf und arbeitet trotz seiner erst 15 Jahre im eigenen Betrieb mit. Eigentlich führt er aber ein recht langweiliges Leben bis er Casey kennenlernt. Die Gleichaltrige ist mit ihrem Vater Wayne, der bei der örtlichen Polizei arbeitet, gerade erst hergezogen. Anfangs gibt sich ihr Dad als freundlich und gelassen. Doch bald merkt Jonas, das dieser Mann seine Tochter mies behandelt. Als er ihn bei einem illegalen Geschäft beobachtet und feststellen muss, das der liebe Papa auch über Leichen geht, versucht er Casey aus dessen Klauen zu befreien – und entwendet die Kohle aus dem Drogendeal, was natürlich nicht ohne Folgen bleibt.

Die Geschichte hört sich im ersten Moment relativ unspektakulär an. Junge lernt Mädchen kennen, verliebt sich und haut mit ihr ab. Doch MEAN DREAMS hat mir insgesamt außerordentlich gut gefallen.

Das liegt erst einmal an den beiden grandiosen Hauptdarstellern. Die mir persönlich vollkommen unbekannten Sophie Nelisse und Josh Wiggins liefern hier eine tolle Leistung ab. Gerade das sehr nuancierte Spiel der beiden, das zudem extrem glaubwürdig wirkt, hievt den Streifen auch über die ein oder andere kleine Länge. Zudem gefällt, das hier nicht völlig unrealistische Sexszenen gezeigt werden, sondern das die Verliebtheit sich mehr im Kopf der Zuschauers abspielt.

Dazu gesellt sich eine fantastische Kameraführung. Leider weiß ich den Namen des Verantwortlichen nicht mehr, aber was dieser hier für Bildkompositionen, insbesondere auch mit Licht und Schattenspielen, zaubert ist klasse. Der Regisseur hat auch erkannt, was er hier für ein Talent an der Kamera hat. Denn in den Extras geht man eben auf dessen Arbeit explizit ein.

Bill Paxton, der dieses Jahr doch einigermaßen überraschend verstarb, liefert als sadistischer Vater ebenfalls eine gute Performance ab. Colm Feore sieht man eh immer gern.

Zudem ist MEAN DREAMS für einen Streifen, der eigentlich eher dem Drama zuzuordnen ist sehr spannend und mutiert teilweise zum Thriller. Die Flucht der beiden Kids ist zudem realistisch geschildert und nicht mit irgendwelchen dämlichen Actionszenen vollgepackt.

Für mich ist das hier ein Geheimtipp. Nicht weil der Film jetzt eine unfassbar innovative Handlung hat, aber die schauspielerischen Leistungen, die kleinen Wendungen und die tolle Kamera sind im Gesamtbild komplett stimmig.

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RINGS (Universal Pictures)

am 28. Juni 2017 unter Horror abgelegt

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Julias Freund Holt, hat sich lange nicht mehr gemeldet, was für ihn ungewöhnlich ist. Kurzerhand fährt sie zu seiner Universität und sucht ihn. Dort lernt sie Professor Gabriel kennen, der ihn aber angeblich noch nie gesehen hat. Doch Julia merkt das der Herr lügt und folgt ihm in einen Gebäudetrakt, der nur bestimmten Leuten zugänglich ist. Hätte sie besser lassen sollen, denn sie findet heraus, das ihr Freund wohl ein Video gesehen hat, das ihm innerhalb der nächsten 7 tage den Tod bringen wird – es sei denn er reicht den Fluch weiter. Doch die Zeit wird knapp. Als sie die Freundin des Professors mit nach Hause nimmt begreift Sie erst, das sie die nächste ist.

RINGS ist sehr schwer zu bewerten und zwar weil man eben die Originale kennt, wobei ich jetzt von dem amerikanischen Verfilmungen spreche, die einen etwas anderen Ansatz als die japanischen RINGU verfolgten.

Hätte man diese nicht gesehen, fände man den Streifen sicherlich besser, denn wenn man RINGS insbesondere mit Nummer 1 (damals mit Naomi Watts) vergleicht, liegen da doch Welten dazwischen.

Die ersten 45 Minuten sind eigentlich noch recht gelungen. Wie man das VHS-Video ins Computerzeitalter rüberzieht ist eigentlich ganz pfiffig gelöst. Zudem baut sich eine gewisse Spannung auf, die aber verschwindet, als Holt und Julia versuchen das Schicksal von Samara, dem Mädchen aus dem Video herauszufinden. Das wird im Laufe der zweiten Hälfte immer abstruser und unglaubwürdiger.

Sehr gelungen hingegen die Auflösung und das Ende. Trotzdem herrscht dazwischen einfach zu viel Leerlauf und ihre ständigen Visionen gehen einem auch auf den Zeiger. Zudem weiß der Streifen nicht, ob er etwas Neues kreieren oder sich doch mehr an die alten Teile halten will.

Würde man die Vorgänger nicht kennen würde die Bewertung höher ausfallen. So bleibt bestenfalls ein „solide“, mit, das muss man allerdings sagen, gelungenen Effekten und einigen durchaus interessanten Neuerungen.

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LET HER OUT (I-on New Media)

am 28. Juni 2017 unter Horror abgelegt

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Nach einem schweren Unfall leidet Helen plötzlich an merkwürdigen Halluzinationen. Zudem wacht sie an Orten auf, von denen sie nicht weiß, wie sie dort hinkam. Als ein MRT durchgeführt wird, entdeckt die Ärztin etwas seltsames. Noch im Mutterleib hat Helen anscheinend ihren Zwilling absorbiert, der nun aber keine Lust mehr hat dort zu bleiben und ein eigenständiges Leben führen will. Immer mehr nimmt er Besitz von seiner Schwester, die langsam aber sicher zu einem gefährlichen Monster mutiert und anderen Gewalt antut.

Jetzt werden einige den Kopf schütteln und sich fragen wie man denn auf so einen Unsinn kommt. Die gleichen werden sich aber wundern, das es diese Merkwürdigkeit der Natur wirklich gibt. Foetus in foeto nennt sich das Ganze.

Natürlich wird die Geschichte, so wie sie hier dargestellt ist, nicht passieren. Trotzdem ist die Grundidee nicht frei erfunden, was ich aber auch erst herausbekommen habe, als ich nach dem Film zum Spaß mal googlte.

Die kanadische Produktion bietet durchaus spannenden Horror mit, insbesondere gegen Ende, recht gewalttätigen Abschnitten, wobei mich hier, ähnlich wie bei anderen Streifen der letzten Monate, die FSK-Freigabe 16 erstaunt. Man scheint dort bei Filmen mit übernatürlichen Handlungen milde geworden zu sein.

Obwohl es sich hier um eine kanadische Produktion handelt, erinnert die Machart eher an Filme aus GB. Auch diese arbeiten meistens mit einem etwas verwaschenen Bild. Die Darsteller sind solide, der Soundtrack (insbesondere der Abspann) ist sehr gelungen, und im Stile eines typischen Horrofilm-Scores.

Die 89 Minuten vergehen wie im Flug, da der Streifen recht schnell geschnitten ist und die Einführung der Charaktere knapp ausfällt, was mich bei Horrorfilmen allerdings weniger stört als bei Dramen. Gegen Ende hätte ich mir noch eine kleine Wende gewünscht .

Fazit: Durchaus spannender und recht brutaler Streifen, der für jeden Horrorfan eine sichere Empfehlung ist. Wer dem englischen mächtig ist, sollte den Film im Originalton schauen, da die Synchro an manchen Stellen etwas steif wirkt und das Grauen im Originalton etwas heftiger rüberkommt.

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