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HOSTAGE (Koch Media)

am 25. Januar 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Man muss sich das mal überlegen. Zufällig sehen die Täter ihre Opfer an einer Tankstelle und fahren diesen hinterher, brechen dann auch zufällig genau an dem Tag ein, um das Auto von Daddy zu klauen, an dem dieser eine CD mit frisierten Daten für eine Verbrecherbande fertigstellt. Zufällig ist in diesem Kaff der zuständige Polizeichef ein ehemaliger Vermittler, der natürlich, zufällig wieder Eheprobleme und aufgrund seines letzten Auftrages genauso zufällig ein Trauma hat, bei dem ihm alle Beteiligten wegstarben. Und was soll der jetzt machen? Natürlich vermitteln..Sehr realistisch. Herr Willis nimmt der zuständigen Chefin einfach mal so das Kommando ab ohne das diese große Gegenwehr leisten würde, es sei denn man wertet grimmige Blicke und EINEN etwas schroffer formulierten Satz als solche.
Am Ende erledigen dann ein schwerverletzter Polizist und ein Buchhalter (!), der 1 Stunde vorher noch unter einem schweren Gehirntrauma litt (!!) und zudem von einer auf die andere Minute vom Buchhalter für Verbrecher zum mitfühlenden Ehrenmann mutiert (!!!!) mehrere angeblich professionelle Gangster, die nebenbei noch seine Auftraggeber sind/waren (!!!!!!). Oha.

Natürlich ist der Film von ordentlichem Unterhaltungswert und Herrn Willis und auch Kevin Pollak sieht man immer wieder gerne, aber das Gezeigte geht dann doch in Sachen Unsinn etwas zu weit.

Ich bewerte hier die remasterte Edition von KOCH MEDIA. Da der Film erst 11 Jahre alt ist und mir die alte Fassung nicht vorliegt, kann ich nun schlecht einen Vergleich ziehen. Wenn ich bedenke, welche Filme noch auf ihre Veröffentlichung warten, weiß ich nicht ob man die Neuauflage hier jetzt unbedingt braucht.

Fakt ist aber andererseits auch, das das Bild gestochen scharf ist und ohne jegliches Grieseln auskommt. Insbesondere die Innenaufnahmen des imposanten Hauses sehen brillant aus. Und auch aus dem Boxen hämmert es gewaltig, besonders wenn es gegen Ende in Sachen Action zur Sache geht. Beide Komponenten stehen neueren Veröffentlichungen in nichts nach..

Zudem gibt es jede Menge Bonusmaterial, um sich nach dem Film noch stundenlang mit Cast und Geschichte zu beschäftigen. Ob dies umfangreicher ist, als das aus dem Jahre 2005 kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Aber hier hat man schon wirklich jede Menge draufgepackt.

Ob sich das Update lohnt, muss aber letztendlich der Käufer entscheiden, Wer den Streifen gerne hätte bekommt hier auf jeden Fall eine würdige Veröffentlichung eines unlogischen, aber unterhaltsamen, ganz auf Willis zugeschnittenen, Films.

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SCHEINWELT (Lighthouse)

am 25. Januar 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Nachdem sie eine lange Haftstrafe abgesessen hat, wird Jenny endlich in die Freiheit entlassen. Zehn Jahre vorher verübte sie mit ihrem Freund einen Raubüberfall, der komplett schiefging. Sie war von ihm schwanger und nach der Geburt gezwungen, das Kind in die Obhut einer Pflegefamilie zu geben. Nun hat sie natürlich Sehnsucht nach der Kleinen. Doch deren „neuer“ Mutter passt das überhaupt nicht. Es dauert auch nicht lange, da holen Jenny die Schatten der Vergangenheit wieder ein und ihr Leben gerät abermals außer Kontrolle.

Filme aus dem hohen Norden haben immer noch Hochkonjunktur. Seit Jahren liefern die Schweden und Norweger wirklich interessante Streifen ab. Und auch die Dänen haben einige sehr gute Filme am Start und dazu die brillante BORGEN Serie.

Wer allerdings erwartet, das SCHWEINWELT in die gewöhnte Thrillerkerbe schlägt, wird eher überrascht sein, denn der Streifen ist in seiner Machart völlig anders, als zum Beispiel doch recht gestylte Veröffentlichungen wie ERBARMEN oder SCHÄNDUNG.

Es handelt sich nämlich hier mitnichten um eine klassischen Thriller, sondern eher um ein Drama mit Spannungsmomenten, welches an manchen Stellen durchaus etwas sperrig gerät und ganz klar dem Independent-Film zugehörig ist.

Inmitten dieses Szenarios agiert die mir völlig unbekannte Silje Salomonson sehr glaubwürdig und passt auch perfekt in die Rolle, da sie so ein Typ Frau ist, der sowohl eine 20 als auch eine 30 Jährige darstellen kann.

Trotzdem sollte man hier mit anderen Erwartungen herangehen, sonst könnte man enttäuscht werden, denn als Drama funktioniert der Film wirklich ordentlich – für einen Thriller fehlt einfach die Spannung.

Schwierig hier eine Bewertung abzugeben. Für Freunde des schwedischen Independent-Kinos sicherlich geeignet, wird er dem Mainstream-Publikum eher nicht zusagen. Daher lasse ich die Bewertung hier mal offen….

DER CLUB DER ROTEN BÄNDER / STAFFEL 2 (Universum Film)

am 17. Januar 2017 unter Drama, TV-SERIE abgelegt

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Nachdem Staffel 1 bei mir großen Anklang fand und ich das ganze als das beste, was ich seit langem aus deutschen Lande gesehen habe, befand, war ich natürlich erfreut, dass die Geschichte und die Serie fortgesetzt werden, da wohl auch andere meiner Meinung waren und VOX fantastische Zuschauerzahlen bescherte. Meine Befürchtungen, dass die Serie nun deutlich schwächer wird, weil man schnell uninspiriert etwas hinterherschießt, bewahrheiten sich nicht – ganz im Gegenteil!

Leo und Hugo sind die einzigen beiden übrig gebliebenen Patienten des Clubs. Aber Toni ist immer in der Nähe, wenn man ihn braucht, denn er heuert als Praktikant an, um seinen beiden Freunden nahe zu sein. Jonas hingegen versucht seine Kumpels zu vergessen und wieder den Einstieg ins normale Leben zu finden und mutiert dabei zu einem richtigen Arschloch. Emma beginnt eine Beziehung mit Leo, doch diese hält nicht lange und sie flüchtet nach Berlin und scheint sich dort auch gut zurechtzufinden. Doch das ist nicht von langer Dauer.

Was die zweite Staffel besser macht als den Vorgänger (obwohl das kaum möglich war) ist, das der Szenen-Wechsel zwischen den Ereignissen im Krankenhaus und die Probleme der beiden, die nun in „Freiheit“ leben, deutlich mehr Abwechslung bringt und eine Seite beleuchtet, die es in der ersten Staffel noch nicht gab. Auch die Rolle des Benito wird weiter ausgebaut.

Äußerste ich an der Besetzung von Tim Oliver Schultz in der ersten Review noch Kritik, weil er einfach nicht als 17-jähriger durchgeht, ziehe ich diese nun zurück. Denn seine Rolle wurde noch etwas ausgebaut und er muss eine enorme Bandbreite von Emotionen durchleben, die ein 17-jähriger sicherlich nicht so intensiv dargestellt hätte.

Und ich bleibe dabei, das sich das Casting als Glücksfall erweist. Hier hat man wirklich die perfekte Auswahl an Darstellern getroffen, besonders Nick Julius Schick ist so knuffig, das ich ihn sofort adoptieren würde.

Wer glaubt das Alex gänzlich von der Bildfläche verschwunden ist, wird eines Besseren belehrt. Ähnlich wie das Schwimmbad in Staffel 1 als Zwischenwelt fungiert, taucht der Verstorbene den verbliebenen Klubmitgliedern als sehr lebendig aussehender Geist auf und redet ihnen ins Gewissen. Diese übernatürliche Komponente war in Teil 1 schon so eine Sache für sich. Macht es Sinn eine Serie, die ansonsten so auf Realismus bedacht ist, mit sowas auszuschmücken? Mich hat es diesmal nicht so gestört, wie bei der vorherigen Staffel.

Alles in allem eine grandiose Fortsetzung mit gewohnt tollen Darstellern und interessanten Geschichten, die manchmal zum Lachen aber auch oft zum Weinen sind. Leider soll nach Staffel 3 Schluss sein, was wirklich schade wäre, denn hier gibt es wirklich noch jede Menge zu erzählen. Gruß an die Macher: Falls ihr Leo sterben lasst werde ich sauer :o )

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NERVE (Studio Canal)

am 17. Januar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die eher schüchterne Highschool-Schülerin Vee entschließt sich, aufgestachelt von ihrer besten Freundin, bei dem Internetspiel “Nerve” mitzumachen, bei dem man “Player” oder “Watcher” sein kann. Als “Player” muss man aktiv an dem Spiel teilnehmen, als „Watcher“ sieht man zu und votet. Erst fängt alles harmlos an: Vee muss einen völlig fremden Jungen küssen. Sie wählt den attraktiven Ian, mit dem sie fortan gemeinsam zunehmend gefährlichere Mutproben überstehen muss, die von den “Watchern” beobachtet und ausgeheckt werden. Doch deren Einfälle werden immer skurriler und mit der Zeit ist auch der erste Tote nur noch eine Frage der Zeit.

NERVE ist vor allem eins: Bunt. Mir persönlich sind die Farben partiell etwas arg schrill. Das trifft sicherlich den NERVE der Jugendlichen von heute – mir ist das persönlich etwas over the top, genau wie die ganze Geschichte, die insgesamt zwar unterhaltsam, aber doch sehr weit hergeholt ist.

In mitten dieser stürmen und stolpern Roberts und Franco durch die Challenges und verlieben sich ineinander – auch das ist von Anfang an vorhersehbar.

Die leise Gesellschaftskritik ist immerhin erwähnenswert, wenn auch nur angedeutet und auch die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, wobei ich mich immer frage, wieso man für solche Rollen Schauspieler castet, die fast 10 Jahre älter sind als ihr Charakter. Auch wenn man sich bemüht hat, Miss Roberts deutlich jünger aussehen zu lassen, erkenne ich darin keinen Sinn.

So bleibt unter dem Strich ein nettes Filmchen, dessen Zielgruppe allerdings nicht wirklich Leute in meinem Alter sind. Ich denke bei Ende 20 wird das Verständnis für die Handlungsweisen der Protagonisten aufhören. Für die Generation „ohne mein Handy sterbe ich“ allerdings der ideale Streifen. Mit viel gutem Willen und für den Soundtrack:

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PURGE 3 – ELECTION YEAR (Universal Pictures)

am 17. Januar 2017 unter Action, Horror, Suspense abgelegt

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Die neuen Präsidentschaftswahlen stehen in Amerika bevor. Leo Barnes arbeitet mittlerweile für die Senatorin Charlie Roan, die gegen die Purge-Nacht ist und diese, sollte sie gewählt werden, auch umgehend abschaffen würde. Doch ihre politischen Gegner sehen das gar nicht gerne und versuchen sie umzubringen. Leo hat alle Hände voll zu tun, die Dame zu schützen, doch dann entdeckt er, das sich in seinen eigenen Reihen ein Verräter befindet und muss mit Charlie fliehen – was in der Purge-Nacht nicht weniger gefährlich ist, denn draußen warten jede Menge Irre mit Knarren..

Es geht in den dritten Teil der PURGE-Reihe. Nach mäßigen Kritiken, aber einem sehr guten Einspielergebnis, bei geringen Produktionskosten von Teil 1, war es eigentlich klar, das man diese Reihe fortsetzen wird, die sich auch durchaus auch zur Serie eignet. Der Streifen entwickelte sich zudem in der DVD-Szene zum absoluten Geheimtipp.

War Teil 2 allerdings ein wenig uninspiriert und machte sich das Fehlen von Ethan Hawke doch bemerkbar, geht es hier wieder aufwärts, denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist ELECTION YEAR durchaus spannend geworden, auch wenn manche Dinge sich mittlerweile schon wiederholen.

Frank Grillo scheint auch noch für 10 weitere Teile bereitzustehen, während der Rest relativ austauschbar scheint (bezogen auf die Geschichte, nicht auf das schauspielerische Talent). Der von mir äußerst geschätzte Mykelti Williamson bekommt hier endlich mal ordentlich Screentime. Er ist irgendwie das schwarze Pendant zu Ray Liotta, der auch immer nur in der zweiten Reihe agiert, obwohl er wesentlich mehr drauf hätte.

Ob man jetzt noch weitere Fortsetzungen braucht, sei mal dahingestellt, denn eigentlich ist das ganze doch schon relativ auserzählt, doch das war bei SAW nach spätestens Teil 3 auch so und trotzdem ging es immer weiter.

Dieser ist jedenfalls recht gelungen.

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ELIMINATORS (Universum Film)

am 29. Dezember 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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Der ehemalige FBI-Agent Thomas war 5 Jahre Undercover unterwegs um einen Waffenhändler namens Cooper zur Strecke zu bringen, Dieser erkannte den Verrat und wollte ihn ermorden. Leider erwischte er dabei nicht Thomas sondern seine eigene Tochter, die mit dem Agenten liiert war. Seitdem lebt der Agent in einem Zeugenschutzprogramm und arbeitet als Security Angestellter. Dann jedoch wird er erkannt und die Informationen dringen auch bis zu Cooper vor, der immer noch auf Rache sinnt und auch die kleine Tochter, seine Enkelin, nach „Hause“ holen will. Also schickt er einen Schergen auf die Spur von Thomas. Der flieht mit seiner Tochter, doch der Killer ist hartnäckig.

Oh je Scott Adkins in einer halbwegs anspruchsvollen Charakterrolle. Da macht man den Bock zum Gärtner, denn schauspielerisch ist das wie immer bei dem Mann, absolut minimale Performance. Wohler fühlt er sich dann schon wenn er wieder seine tollen Kickbox-Einlagen zeigen darf.

Ich finde es immer seltsam, das Killer hinter einem herjagen und 1000 Kugeln verballern, wenn sie den Delinquenten gestellt haben aber immer mit ihm in den Nahkampf gehen. Kann mir das mal jemand erklären?

Nun muss man allerdings sagen, das sich der Streifen als extrem kurzweilig erweist, denn hier passiert wirklich jede Minute etwas und Leerlauf ist komplette Fehlanzeige. Der Film ist schnell geschnitten und hat so auch ein beachtenswertes Tempo.

Die Synchronisation ist allerdings sehr steif, was im Falle von Adkins zu seiner schauspielerischen Leistung passt, doch zum Beispiel die Stimme von Cooper, dem Bösen, ist völlig falsch gewählt, aber o.k. Wen das stört kann sich den Streifen ja im Original ansehen.

Für Freunde des Actionkinos durchaus ordentlich und recht unterhaltsam. Das ist allerdings auch die einzige Zielgruppe. Besonders wenn die Kickboxeinlagen kommen wird’s für Leute wie mich nervig.

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JEDER GEGEN JEDEN (Koch Media)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Sechs Gangster stürmen eine Bank und nehmen Geiseln um die Schließfächer einer Bank in Valencia auszuräumen. Schnell kommt ein Unterhändler dazu und versucht das Vertrauen der Gangster zu gewinnen. Die haben aber nicht vor aufzugeben, denn man hat 2 Monate vorher schon einen Tunnel zur Bank gegraben, durch den man entkommen will. Doch die anhaltenden Regenfälle haben diesen überflutet und nun sieht das Sextett ganz schön alt aus. Dann stellt sich heraus, das einer der Herrschaften namens Urugayo, wesentlich mehr über den Inhalt mancher Bankfächer weiß, als die anderen. Mit der Zeit fangen die sechs an, sich immer mehr zu misstrauen und jeder ist nur auf seinen Vorteil aus.

Das spanische Kino hat in den letzten Jahren enorm aufgeholt und sich insbesondere im Bereich des Thrillers etabliert. Aber auch im Horror-Genre kommen gute Beiträge aus dem Land der Paella.

JEDER GEGEN JEDEN ist ein nettes kleines Gaunerstück. Besonders wenn es damit anfängt, das jeder dem anderen nicht mehr vertraut und diesen versucht auszumanövrieren, wird das ganze doch recht unterhaltsam.

Allerdings ist manches auch wein wenig weit hergeholt. Insbesondere die Telefonate zwischen Urugayo und dem neuen Vermittler sind mir ein bisschen arg realitätsfremd.

Trotzdem ist das ganze kurzweilig und auch nicht sonderlich brutal. Im Gegenteil, desöfteren gibt es auch einmal eine witzige Anekdote, insbesondere weil einer der Gangster einfach nur total bescheuert ist. Bei der Szene mit der Festplatte und der Reaktionen der Kollegen musste ich herzhaft lachen.

Netter Heist-Film mit einigen Überraschungen. Wer solche Streifen mag und kein Problem mit spanischen Filmen hat wird hier ordentlich unterhalten.

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SHADES OF BLUE (Universal Pictures)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Harlee Santos ist alleinerziehende Mutter einer 17-jährigen Tochter und Detective beim NYPD. Ihr korrupter Vorgesetzter Matt Wozniak und sein Team aus dem 64. Bezirk arbeiten nach ihrem ganz eigenen Gerechtigkeitssystem, in das auch Harlee integriert ist . Gegen Bezahlung drücken sie gerne mal ein Auge zu, wenn irgendwo in New York ein Verbrechen geschieht. Als mal wieder so ein Deal ansteht wird Harlee vom FBI festgenommen und als Informantin verpflichtet. Im Gegenzug dafür erhält sie Straffreiheit. Doch Beweise gegen ihren Chef Wozniak zu beschaffen, ist gar nicht so einfach. Zudem ist dieser wie ein Vater für sie und ihre Tochter, und so kommt sie immer wieder ins Zweifeln, ob das was sie hier tut, wirklich das Richtige ist.

Die Geschichte hört sich nicht sonderlich spektakulär an und daraus gleich eine ganze Serie zu zimmern kann ja nur in die Hose gehen – dachte ich.

Doch ich wurde wirklich positiv überrascht. Eigentlich hat man nie das Gefühl, das alles in die Länge gezogen wird – Wozniak ist nur eben ein kluger Kopf, der sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen lässt. Zudem lösen die Cops auch noch „normale „ Fälle, so das sich nicht alles um die Bloßstellung des Bösen dreht.

Ray Liotta ist mal wieder in Bestform. Wenn er die Augen aufreißt, weil er einen Verräter vermutet oder sich anderweitig aufregt, bekommt man richtiggehend Angst. Eine absolute Paraderolle für den, in meine Augen immer noch, underrateten Schauspieler.

Überraschend gut hingegen die Performance von Wackelarsch Lopez, die ich selten so überzeugend gesehen habe. Gerade wenn ich mich an BOY NEXT DOOR erinnere, da war sie absolut grausig. Hier liefert sie aber eine erstaunlich starke Performance ab, die jederzeit glaubwürdig wirkt.

Die Wendungen sind schwer vorhersehbar und fast jede Folge ist mit einem Cliffhanger versehen, was mich lange Nächte gekostet hat, da ich immer wissen wollte, wie es denn nun weitergeht.

Besonders erfolgreich war die Serie nicht, dennoch wird eine zweite Staffel gedreht, was wünschenswert ist, obwohl diese hier auch so etwas wie einen Abschluss hat, wenn auch nicht alle Fragen geklärt sind.

Endlich mal wieder eine unterhaltsame TV-Serie, deren Geschichte gar nicht so weit hergeholt erscheint.

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DESIERTO (Ascot Elite)

am 29. Dezember 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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14 illegale mexikanische Migranten bleiben auf dem Weg in die USA mit dem Lastwagen stehen und wollen zu Fuß die Grenze erreichen. Als ein US-Redneck dies erkennt, ballert er diese nieder. Nur ein paar können fliehen und werden von dem Psychopathen verfolgt.

Also mehr an Zusammenfassung fällt mir zu diesem Steifen nicht ein, denn außer, das die Herrschaften gefühlte 100 km vor dem Spinner weglaufen, passiert hier nicht viel.

Der Regisseur dachte wohl es reicht, die wirklich beeindruckenden Bilder der Natur groß in Szene zu setzen, und schon wird der Zuschauer begeistert sein. Dem ist mitnichten so.

Ein wenig Aufklärung hätte dem ganzen auch gut getan. Denn warum dieser Spinner die Menschen abknallt, bleibt vollkommen ungeklärt. Zudem wirkt er nicht wie ein Psychopath, was das ganze noch unglaubwürdiger macht.

Ansonsten sieht man den Rest der Herrschaften über Stock und Stein fliehen, fliehen, fliehen , während der Redneck und sein fieser Köter hinterher hetzen.

Das reicht vielleicht für einen 30 minütigen Kurzfilm, doch hier wird das ganze dermaßen in die Länge gezogen, das man sich schnell langweilt, zumal es auch keinerlei überraschende Wendungen gibt.

Wem das reicht…..

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THE DEVILS HAND (Tiberius)

am 13. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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In der streng gläubigen Gemeinde New Bethlehem herrscht seit Jahren ein seltsamer Glaube. Sechs Mädchen wurden am sechsten Tag im sechsten Monat geboren. Sobald eine der Damen volljährig wird, soll angeblich der Teufel in sie fahren. Diese These vertritt zumindest der örtliche Pfarrer. Der Vater von Mary, einem der sechs Kinder, hält das alles für komplette Spinnerei. Als der 18. Geburtstag näher rückt, versucht er seine Tochter zu schützen, denn ein Killer läuft durch die Gegend und schlachtet ein Mädchen nach dem nächsten ab und hinterlässt dabei auch jede Menge Kollateralschäden. Zudem opfern sich die Eltern der Kinder und wählen den Freitod. Schlechte Zeit sich ausgerechnet jetzt in den Sohn des Sheriffs zu verlieben, wie es Mary passiert, denn der religiöse Pfarrer ist fest überzeugt von seinem Glauben und lässt die letzten zwei verbliebenen, geflohenen Mädchen suchen..doch was ist mit dem Fluch? Realität oder Unsinn?

Diese Frage stellt sich auch der Zuschauer den kompletten Streifen lang, dessen Durchschnittsnote von 5.1 bei imdb für mich unerklärlich ist, denn ich fand THE DEVILS HAND sehr gelungen.

Die Geschichte ist interessant, der Film hat eine schön schaurige Atmosphäre, und ein bisschen Blutzoll gibt es auch.

Dazu ist der Streifen mt Rufus Sewell (DARK CITY), Colm Meaney (Star Trek) und Alycia Debnam-Carey (Unreal) für einen kleinen B-Movie erstaunlich gut besetzt, was auch der Qualität des Streifens zu Gute kommt, denn man hat hier nie das Gefühl, dass, wie in so vielen Produktionen dieser Art, nur Laien herumfallen.

Zudem finde ich das Ende, das ich natürlich nicht verrate, sehr gelungen. Der Film nimmt in den letzten 30 Minuten noch einmal erneut an Fahrt auf und ist, zumindest aus meiner Sicht, sauspannend.

Auch die Lovestory, die man hier eingefügt hat, ist, wie so oft, nicht dazu da, den Film länger zu ziehen, sondern ergibt hier durchaus einen Sinn.

Auch wenn einen die Bibelsprüche von Meaney und der Gemeinde irgendwann ein wenig auf den Zeiger gehen, bleibt unter dem Strich ein sehr gelungener Horrorstreifen mit einer wirklich interessanten Ausgangsbasis und einer sehr guten Besetzung. Das der Streifen kein komplettes Low-Budget Ding ist, sieht man deutlich (7 Millionen Budget) und hebt ihn weit über die ganzen Veröffentlichungen heraus, die einem im Horrorbereich teilweise zugemutet werden.

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