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SHUT IN (Universum Film)

am 19. April 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Mary Portman ist eine anerkannte Kinderpsychologin, benötigt aber selbst Unterstützung, seit ihr Mann und ihr Sohn einen Autounfall hatten, Ersterer starb dabei, letzterer liegt bewegungsunfähig im Bett und muss von ihr betreut werden. Besonders den gehörlosen 9 jährigen Tom hat sie in ihr Herz geschlossen, doch die Therapie mit ihm soll abgebrochen werden. Zudem leidet Mary an Halluzinationen, hört Geräusche, hat das Gefühl, das Personen in Zimmern herumlaufen. Dann zieht auch noch ein Sturm auf und sie und ihr Sohn sind völlig von er Außenwelt abgeschnitten. Anscheinend befindet sich aber ein ungebetener Gast im Haus – und der hat schlechte Laune.

Selten ist es der Fall, das gleich 2 meiner Lieblingsschauspieler in einem Thriller zu sehen sind.. Naomi Watts rettet selbst die größte Gülle mit ihrer Präsenz und Oliver Platt mochte ich schon immer.

Dazu gesellt sich der kleine Jacob Tremblay der schon BEFORE I WAKE vorm Absturz bewahrte und Charlie Heaton aus STRANGER THINGS (wo bleibt da bitte die Fortsetzung???). Nicht die schlechteste Besetzung für eine eher kleine Produktion.

Skandalös ist es aber, das der von mir so geschätzte Peter Outerbridge (RE-GENESIS in der er die Hauptrolle spielte, ist für mich eine der besten Serien aller Zeiten) nur so eine kleine Rolle hat.

Der Film wird in allen Foren komplett niedergemacht und zerrissen. Das kann ich leider nur bedingt nachvollziehen. Die ersten 60 Minuten ist das Ganze ein sehr behutsam aufgebautes Drama mit Thriller-Elementen – ohne Blut, ein wenig wie THE OTHERS in der Neuzeit.

Ok, pünktlich zum Showdown packt der Regisseur dann den Holzhammer aus und sein Film mutiert in einem sehr konventionellen Finale, das aber nun auch nicht so schlecht ist das man dem Film weniger Punkte geben muss, als Schrott wie ID2.

Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, SHUT IN hätte seinen ruhigen Erzählstil beibehalten. Die Wende kurz vor Schluss ist zudem gelungen und wie diese dem Zuschauer (über einen Skype-Anruf) vermittelt wird, erst recht.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus gelungener Streifen, der im letzten Drittel seine Linie leider etwas verlässt. An den schauspielerischen Leistungen gibt es gar nichts auszusetzen. Für meinen Geschmack reicht das für

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SNOWDEN (Universum Film)

am 07. April 2017 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Worum es in diesem Film geht, und wer dieser Mann ist, dürfte wohl so ziemlich jedem bekannt sein, der die letzten 10 Jahre nicht in einem Bunker gelebt hat, daher hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung. Nachdem seine militärische Karriere an einem komplizierten Beinbruch scheitert, wechselt der geniale Programmierer Edward Snowden zur CIA. Für diese schreibt er Programme, die es der Regierung ermöglichen, andere auszuspionieren. Doch mit der Zeit kommen ihm Zweifel an dem was er da tut, erst recht als er entdeckt, das auch die eigene Bevölkerung vor der Überwachung nicht mehr sicher ist. Zudem ist er erschüttert, wie Menschen per Drohnenangriffe eben mal andere töten und dann gemütlich nach Hause gehen. Nach einiger Zeit hat er so viele skandalöse Dinge gesehen, das er sich genötigt sieht, diese zu veröffentlichen. Auch wenn ihm bewusst ist, das sein Leben, wie er es kennt, vorbei sein wird.

Wer anders außer Oliver Stone kann so etwas verfilmen? Eigentlich keiner. Das Gewissen der USA, hat schon mit JFK bewiesen, das er einen an sich recht trockenen Stoff, interessant umzusetzen vermag. Auf der anderen Seite weiß man natürlich bei ihm auch nie genau, was wahr ist und was er dazugedichtet hat. Daher bekommt man am Anfang des Streifens gleich den Hinweis, das einige Dinge etwas dramatischer gezeigt werden, als die in der Realität wirklich waren.

Das liegt aber meiner Meinung nach durchaus im Ermessensspielraums eines Regisseurs, der die Leute ja auch unterhalten will, und SNOWDEN ist nunmal keine Dokumentation.

Bei Stone ist es wie bei Soderbergh – wenn der Mann ruft, kommen sie alle und belegen dafür selbst kleine Nebenrollen wie etwa Timothy Olyphant oder Nic Cage. Mit Lewitt hat er zudem den perfekten Snowden gefunden, der seinem Original sogar ein bisschen ähnlich sieht.

In den sehr interessanten Interviews bekommt man sogar erklärt, das der Hauptdarsteller die Gestik, den Gang und sogar die Sprache seines lebenden Vorbildes imitiert. Respekt!! Oliver Stone äußerst sich in den Extras noch ausführlich zu seinen Beweggründen den Film zu machen und wie seine Meinung zu Snowden ist, der am Ende des Films tatsächlich noch einige Minuten sich selbst spielt – eine gelungene Idee.

Fazit: Bei dieser realen Vorlage kann man als Regisseur nicht viel falsch machen und so hat Stone hier einen spannenden und hervorragend gespielten Streifen hingelegt.. Auch wenn einige Dinge etwas verändert wurden, damit das Geschehene unterhaltsamer wird, hält er sich wohl doch weitestgehend an die Fakten. An die Nummer mit dem Zauberwürfel glaube ich jedoch nicht.

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EIN AMERIKANISCHES IDYLL (Splendid)

am 07. April 2017 unter Drama abgelegt

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Seymour Levov, von allen nur der „Schwede“ genannt ist ein herausragender Footballspieler. Er heiratet seine Traumfrau Dawn und übernimmt in den späten Fünfzigern die Fabrik seines Vaters. Also dann noch ein Kind geboren wird, scheint das Glück perfekt. Doch als Merry erwachsen wird, ist der Vietnamkrieg in vollem Gange. Sie bekennt sich ganz klar dagegen und hat auch kein Problem damit, ihren Protest offen zu zeigen. Als Sie in Verdacht gerät eine Bombe gezündet und Menschen getötet zu haben, verschwindet sie aus dem Leben ihrer Eltern. Nach einigen Jahren ist die Ehe der beiden am Ende und Dawn hat kein Interesse daran ihre Tochter zu finden, nur Seymour sucht weiterhin nach ihr und glaubt die vielen bösen Dinge nicht, die über sein kein Kind verbreitet werden.

Ewan Mc Gregor hat in den letzten 10 Jahren nicht einen wirklich schlechten Film gedreht und sich als Schauspieler hervorragend entwickelt. Wer hätte nach Trainspotting gedacht, das er überwiegend in anspruchsvolleren Rollen zu sehen sein wird? Ein amerikanisches Idyll ist nun sei Regiedebüt – und es ist sehr schwer zu bewerten.

Der Streifen hat zwar eine gute Geschichte, gerät an manchen Stellen aber etwas geschwätzig. Die Besetzung ist hervorragend, doch insbesondere die von mir eigentlich sehr geschätzte Jennifer Connelly verfällt im Laufe des Films ins Chargieren, was man von ihr überhaupt nicht gewohnt ist. Dakota Fanning ist einigermaßen glaubwürdig, bekommt aber teilweise vom Drehbuch recht überkandidelte Sätze vorgeschrieben. Am besten schneidet diesbezüglich hierbei der Regisseur und Hauptdarsteller ab, sowie David Straithairn, der den Rahmen der Geschichte bildet, als er den Bruder von Seymour auf einer Klassenfeier widertrifft.

Der Film kann sich nicht entscheiden, ob er nun ein Drama oder doch lieber Krimi (Thriller möchte ich hier nicht verwenden) sein will und hat diverse Unterbrechungen im Tempo, was doch stört und droht in manchen Passagen an seinem eigenen Anspruch zu ersticken. Dennoch ist er natürlich edel bebildert und geschnitten.

Ganz schwer zu bewerten dieser Streifen. Ich denke der normale Zuschauer wird sich langweilen, der Arthouse Fan wird hieran Gefallen finden und das Feuilleton mit Sicherheit in Euphorie verfallen. Daher ist alles drin zwischen:

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und

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BEFORE I WAKE (Capelight)

am 07. April 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Nachdem Jessie und Mark durch einen Unfall ihren Sohn verloren haben, entscheiden Sie sich, den 8-jährigen Cody zu adoptieren, einen lieben Jungen, der Schmetterlinge liebt und schon in einigen Pflegefamilien war. Doch er versucht alles um nicht einzuschlafen, hat sich sogar Koffeintabletten besorgt. Irgendwann schafft es natürlich auch er nicht diesem natürlichen Bedürfnis zu entgehen. Dann passiert seltsames. Es tauchen mysteriöse Schmetterlinge in bunten Farben im Wohnzimmer auf. So gestaltet sich eine wundervolle Welt während er schläft und auch der verstorbene Sohn des Ehepaars erscheint. Nur hat der kleine leider nicht immer positive Gedanken, und so manifestieren sich seine Alpträume ebenfalls und bringen sich und seine neue Familie in Gefahr.

Der subtile Horrorstreifen beginnt ganz stark. Die ersten 45 Minuten sind richtig gut und die dort gezeigten Bilder entfalten eine enorme Faszination. Doch irgendwann bekommt der Film die Kurve nicht mehr und wird mit zunehmender Spieldauer immer obskurer und auch langweiliger, was im zweiten Abschnitt eines Filmes grundsätzlich tödlich ist.

Die Auflösung ist zwar einigermaßen gelungen, doch der Weg dahin gestaltet sich zäh. Zudem sind einige Handlungsweisen der Protagonisten nicht oder nur bedingt nachvollziehbar, insbesondere die von Jessie. (kann nicht mehr schreiben wegen Spoilergefahr)

Der kleine Jacob Trambley liefert eine hervorragende Performance ab und spielt alle gegen die Wand, was jedoch bei den eher bescheidenen Fähigkeiten von Frau Bosworth, (die sich aber immerhin müht) auch nicht schwierig ist. Thomas Jane ist wie immer solide.

Nachdem Regisseur Flanegan mit OCCOLUS einen originellen, mit OUIJA einen zumindest spannenden Horrorfilm abgeliefert hat, schwächelt sein Drehbuch hier etwas. Das soll jetzt nicht heißen das BEFORE I WAKE ein Reinfall ist, aber irgendwie erwartet man sich nach dem starken Auftakt etwas mehr. Die Bilder allerdings bleiben bis zum Schluss faszinierend.

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DONT KNOCK TWICE (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror abgelegt

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Chloe wohnt im Jugendheim, in das sie ihre Mutter vor vielen Jahren weggegeben hatte, weil sie der Erziehung, aufgrund ihrer Alkoholsucht, nicht mehr gewachsen war. Als sie mit ihrem Kumpel zweimal an die Tür eines leerstehenden Hauses, das den Ruf genießt, verflucht zu sein, klopft, werden die beiden kurz danach von Visionen heimgesucht. Diese werden jedoch bald bittere Realität. Chloe flüchtet zu ihrer Mutter, die versucht, ihrer Tochter Halt zu geben und sich ihr wieder anzunähern. Das Böse ist in diesem Fall aber leider nicht ortsgebunden und so wird Chloe weiterhin verfolgt. Als auch ihre Mum die merkwürdigen Geschehnisse nicht mehr ignorieren kann und versucht Aufklärung zu schaffen, kommen beide hinter ein düsteres Geheimnis.

Nun könnte man sagen, das diese Story nicht wirklich einen Originalitätspreis bekommt, denn das Ganze wurde so schon öfters gezeigt und erinnert insbesondere an CANDYMAN, da durfte man eben nicht dreimal den Namen sagen – hier darf man nicht zweimal klopfen. Wieso man es dann trotzdem tut ist eben immer die Frage, aber sonst würde der Film ja erst gar nicht beginnen.

Was den Streifen aber wohltuend von vielen Filmen ähnlicher Machart unterschiedet, sind die beiden wirklich ausgezeichneten Schauspieler. Hätte man diese Rollen mit irgendwelchen Nichtskönnern besetzt, hätte sich das Ganze sicher negativ auf die Bewertung ausgewirkt, doch die beiden Damen spielen wirklich hervorragend.

Bemerkenswert auch, das der Blutzoll hier gegen Null tendiert. Die einzige Szene, in der man mal ein wenig, von der von so vielen Horrorfans geliebten, roten Flüssigkeit sieht, ist nicht einmal real. Daher wird DONT KNOCK TWICE auch deutlich eher Freunde von Filmen wie THE OTHERS ansprechen, als Menschen, die lieber Gemetzel statt Spannung möchten.

Letztere kann man dem Streifen nämlich nicht absprechen. Eben diese Spannung bezieht der Film fast ausschließlich durch Atmosphäre, was mir persönlich immer am liebsten ist. Dazu gesellt sich ein fantastisches Bild. Überhaupt fallen Filme von SPLENDID in letzter Zeit diesbezüglich extrem positiv aus, denn auch TRAIN TO BUSAN lag fast im Referenzbereich.

Fazit: Oldschool-Gruseler, der durch subtile Spannung zu punkten weiß. Zudem liegen die Darstellerinnen für einen Horrorfilm weit über dem üblichen Niveau.

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PASSENGERS (Sony Pictures)

am 14. März 2017 unter SciFi abgelegt

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Weltraumreisen zu neuen Planeten sind in de Zukunft kein Problem mehr, da man mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und daher auch ferne Galaxien mühelos erreichen kann. Da dies aber trotzdem eine Weile dauert werden die Reisenden in einen künstlichen Kälteschlaf versetzt. Als Jim aufwacht ist er zunächst erfreut, denn schon bald kann er sein neues Zuhause sehen. Dafür müsste er aber ziemlich alt werden, denn die Kammer hat einen Defekt und er wurde 90 Jahre zu früh geweckt. Da er der einzige der 500 Passagiere ist, dem dieses Missgeschick passierte, wird das Leben für ihn trotz anfänglicher Freuden bald zur Qual, und er steht kurz vor dem Suizid. Dann entdeckt er Aurora in einer der Schlafkabinen und holt Erkundigungen über sie ein. Nach und nach verliebt er sich und fasst den für sie folgenschweren Entschluss, sie vorher aufzuwecken, wohl wissend, das das auch für sie bedeutet, das sie ihr restliches Leben im Weltraum verbringen muss. Doch das ist bald nicht das einzigste Problem, denn so wie es aussieht, wird das Schiff seinen Zielort niemals erreichen.

PASSENGERS beginnt richtig stark. Die erste habe Stunde erinnert von der Geschichte ein wenig an MOON. Hier findet man sogar ernste Töne, denn die folgenschwere Entscheidung Aurora aufzuwecken, stellt den Protagonisten vor eine große Gewissensfrage. Zudem zeigt der Film eben auch auf, das der Mensch nicht fürs Alleinsein geschaffen ist.

Nach diesem überraschend tiefgründigem Beginn folgt PASSENGERS dann aber doch den üblichen Hollyood-Gesetzen, bleibt aber trotzdem weiterhin unterhaltsam. Die Wende mit dem „dritten“ Passagier der aufwacht, ist ebenfalls gelungen.

Alles in allem hätte ich dem Streifen, der eine wirklich fantastische Optik auf den Beamer zaubert, durchaus eine sehr hohe Bewertung gegeben. Leider tue ich mich aber wieder schwer mit den letzten 10 Minuten. Muss das denn immer alles so glattgebügelt werden? Kann man nicht einfach mal einen Film ohne komplettes Happy-End lassen? Anscheinend nicht.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, wobei mich vor allem Chris Pratt überrascht, der ja weite Teil des Films im Alleingang tragen muss. Das Lawrence gut schauspielern kann, nur meist die falschen Rollen annimmt, die sie unterfordern (ich sage nur Panem) ist nichts Neues.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, mit tollen Effekten und einigen originellen Zukunftsideen (der Barkeeper sorgt immer wieder für ein Lächeln), dessen Gesamteindruck durch die typischen Gesetze eines A-Movies leicht getrübt wird. Trotzdem:

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THE MONSTER (Koch Media)

am 14. März 2017 unter Horror abgelegt

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Eigentlich wollte die geschiedene und alkoholkranke Kathy ihre junge Tochter Lizzy bei ihrem Ex-Mann abliefern, mit dem Wissen, dass diese nie wieder zurückkommen wird. In einem einsamen Waldabschnitt läuft den beiden plötzlich ein Wolf vors Auto und Kathy muss bremsen. Die beiden verletzen sich nur leicht, hocken jedoch im Nirgendwo fest. Glücklicherweise naht in Form von Jessie und seinem Abschleppwagen bald Hilfe – sollte man meinen, denn als der das Auto der beiden wieder fit machen will, taucht ein recht unfreundliches Tierchen auf, das ihm unsanft die Eingeweide entnimmt. Nun setzen auch Mutter und Tochter in der Falle, denn das Vieh kann jederzeit wieder zuschlagen.

Grundsätzlich ist diese Geschichte natürlich in Ordnung und bietet zumindest Potenzial für Spannung. Diese kommt jedoch nur bedingt auf, was auch daran liegt, das Regisseur Bertino die eigentliche Geschichte immer wieder mit Rückblenden unterbricht, in denen man zu sehen bekommt, wieso das Verhältnis von Mutter und Tochter so schlecht ist.

Das mag in einem Drama funktionieren, in einem Monsterfilm zieht es leider die Spannung ab und an in den Keller. Zudem bringen die in der Vergangenheit passierten Sachen die eigentlichen Geschichte kein Stück weiter, sondern dienen gefühlt eher dazu, die Laufzeit des Streifens zu verlängern.

Das Vieh ist eigentlich recht ordentlich getrickst und auch die Atmosphäre passt, denn auf der einsamen Landstraße bieten sich natürlich die idealen Möglichkeiten.

Schauspielerisch ist das insgesamt überschaubar, wobei Frau Kazan mir eh etwas überbewertet ist und eigentlich auch nicht ganz in die Rolle hereinpasst. Das kann aber auch daran liegen, das ich sie bislang eher aus lustigen Filmen kenne.

So bleibt unter dem Strich ein netter kleiner Film, der sein Potential aber nicht komplett ausreizt, das durchaus vorhanden gewesen wäre. Übrigens hatte der Regisseur das gleiche Problem auch schon bei STRANGERS.

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RECOVERY (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Diese Party hatte sich Jessie sicherlich anders vorgestellt, denn ihr Freund geht vor ihren Augen fremd. Dann wird sie von einer gleichaltrigen namens Kim angesprochen, die gleich sieht was da läuft und rät ihr, die Party zu verlassen, um mit ihr in einem Klub zu gehen. Vorher sammelt man noch Jessies Bruder und einen schnuckeligen Typen aus dem Internet auf und dann geht’s ab zum Feiern. Doch plötzlich ist Kim verschwunden. Und mit ihr Jessies Handy, das sie ihr geliehen hatte. Glücklicherweise hat ihr Bruder eine App installiert, mit der man dieses überall orten kann. Bald stellt sich jedoch heraus, das man das Handy besser Handy hätte sein lassen sollen, denn das Leben ist doch etwas kostbarer als ein Stück Elektronik.

RECOVERY beginnt etwas konfus. Irgendwie wirken die ersten 20 Minuten etwas unbeholfen chaotisch und ohne eine klare Linie. Mit Verlassen des Clubs allerdings ändert sich dies, was auch damit zusammenhängt das der Streifen erst von einem Jugendfilm zu einem Thriller und später zum Horrorfilm mutiert.

Die Wende in der Mitte des Streifens ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre, das Ende ist aber mit einer wirklich fiesen (wenn auch nicht zwingend logischen) Schlusspointe versehen. Das zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht.

Schauspielerisch ist das ganze durhsccnittlich. Lediglich Samuel Larsen, der durch die Serie GLEE bekannt wurde, sticht ein wenig hervor und war auch kürzlich schon in REMAINS zu sehen, der ebenfalls über Splendid vertrieben wird.

Spannend ist der Streifen allemal und, das muss ich jetzt wirklich explizit erwähnen, die Handlungsweisen der Protagonisten sind hier ausnahmsweise wirklich mal nachvollziehbar. Hier wird nicht nur dumm herumgeschrien und um Gnade gewinselt. Man wehrt sich gegen den vermeintlich lauernden Tod. Das muss man heutzutage schon gesondert erwähnen, denn normalerweise sind solche Gestalten ja immer nur dankbares Schlachtvieh.

Apropos Blut: Der Streifen ist an manchen Stellen durchaus etwas brutaler, aber eine FSK 16 hätte es meiner Meinung nach auch getan, aber das 18er Logo macht es eben immer noch etwas interessanter für den geneigten Käufer.

Fazit: Wenig Tiefgang, aber ordentliche Spannung.

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RUPTURE (Splendid)

am 28. Februar 2017 unter Horror, SciFi, Thriller, mystery abgelegt

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Renee ist mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert, seit sie sich von ihrem Gatten getrennt hat. Als sie ihren Filius bei ihrem Ex abliefert wird sie auf dem Weg zu einem Fallschirmkurs entführt und wacht gefesselt in einem mysteriösen Gebäudekomplex wieder auf. Anscheinend werden hier Versuche an Menschen durchgeführt, in dem man sie mit ihren Ängsten konfrontiert. Bald schon bekommt Renee Besuch von einer recht unsympathischen Spinne, denn ihre größte Angst ist eben die vor diesen Tierchen. Doch zu welchem Zweck setzen die angeblichen Forscher diese Qualen ein?

Der Streifen macht eigentlich nichts falsch. Ein solider Spannungsaufbau, ein wenig Horror, ein bisschen Mystery und einige Wendungen. So wirkt das ganze wie eine überlange Folge von Akte X, in der nur Scully und Mulder fehlen.

Dazu ist der Streifen mit Noomi Rapace und Peter Stormare mehr als ordentlich besetzt. Überhaupt spielt Madame gerne in kleinen Independent-Movies mit, statt sich in Groß-Produktionen zu verschwenden.

Die Auflösung ist weit hergeholt, aber eigentlich gar nicht mal so unclever. Der Schluss lässt dann mehrere Interpretationsmöglichkeiten zu und schreit eigentlich nach einer Fortsetzung.

Ob diese kommt, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn dazu müsste der Streifen schon richtigen Kultstatus erlangen, was ich bei den durchwachsenen Kritiken nicht glaube.

Ich persönlich fand RUPTURE durchaus unterhaltsam und zudem überwiegend spannend. Allerdings, wie bereits erwähnt, eher für Fans von AKTE-X geeignet, denn für Leute, die hier einen Horrorfilm erwarten. Das Cover suggeriert allerdings etwas anderes.

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INTO THE FOREST (Capelight/Alive)

am 28. Februar 2017 unter Drama, SciFi, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Als plötzlich der Strom ausfällt, glaubt man nur an ein kurzfristiges Phänomen, doch als das ganze über Wochen und Monate anhält, machen sich die beiden ungleichen Schwestern Nell, Eva und ihr Dad, die mitten im Nirgendwo im Wald leben doch langsam Gedanken, zumal die Lebensmittel ausgehen. Insbesondere für die wissbegierige und vom Internet abhängige Nell ist das ganze nur schwer zu verkraften. Auch weitere Ausflüge in die weit entfernte Stadt gestalten sich schwierig, da kein Benzin mehr vorhanden ist. Als dann noch der Vater der beiden bei einem Unfall stirbt, sind die beiden völlig auf sich alleine gestellt und müssen von dem leben, was der Wald hergibt.

Das Problem das INTO THE FOREST hat ist ganz einfach, das diese Geschichte keinen Stoff für einen sage und schreibe 106 Minuten lang Film hergibt, denn irgendwann wird das ganze langweilig. Die Grundidee ist gelungen und auch das Verhalten der Menschen (will nicht spoilern) scheint mir nicht allzu weit hergeholt.

Doch irgendwann geht der Streifen einfach nicht mehr vorwärts und man sieht den beiden Schwestern nur noch zu, wie Sie langsam dahinvegetieren. Auch der Handlungsstrang mit Nells Freund wirkt etwas aufgesetzt, und wieso sie ihr Vorhaben mit ihm nicht in die Tat umsetzt nur weil sich ihre Schwester bockig stellt, ist ebenfalls nicht wirklich nachvollziehbar.

Schauspielerisch ist hier natürlich alles über jeden Zweifel erhaben, denn Ellen Page (die das Buch entdeckte und auch als Produzentin fungierte) und Evan Rachel Wood (sonst nicht wirklich mein Fall) spielen hier absolut überzeugend auf und helfen dem Streifen über die ein oder andere Länge hinweg.

Das funktioniert auch sechzig Minuten lang, doch spätestens mit der Wende, das die beiden noch einen dritten Mitbewohner bekommen, wird mir das alles etwas zu abstrus. Zudem kann dieser neue Handlungsstrang keine neuen Spannungs-Impulse setzen.

So bleibt unter dem Strich ein gut gemeinter Ansatz, mit tadellosen Darstellern, der sich allerdings, besonders gegen Ende, doch etwas zieht.

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