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RILLINGTON PLACE (Polyband/WVG)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1938. Die Eheleute Ethel und John haben sich jahrelang nicht gesehen und beschließen, es nochmal miteinander zu versuchen. Letzterer wohnt in einem ziemlich maroden Haus im Rillington Place. Zuerst verläuft alles sehr harmonisch, doch dann entdeckt Ethel, das ihr Gatte anderen Frauen nachstellt – und es kommt noch schlimmer. Immer mehr beschleicht sie der Verdacht, das er diese auch noch umbringt. Als er gegenüber ihr gewalttätig wird verlässt sie ihn. Doch nach einem mitleiderregenden Brief kehrt sie wieder zurück. Ein schwerer Fehler wie sich herausstellen sollte.

Und wieder haben wir hier eine wahre Geschichte, denn diesen Herren gab es wirklich. Wie nahe sich der Film an der Realität befindet, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen, da ich die Hintergründe nicht kenne und von dem Fall noch nie etwas gehört habe.

Sehr wohl beurteilen kann ich aber die schauspielerische Leistung von Tim Roth, die hier absolut herausragend ist. Wie er den Spagat schafft, zwischen dem Killer und dem nett aussehenden Herren von nebenan, ist einfach grandios. Man hat ihn hier auch 20 Jahre älter aussehen lassen. Auch Samatha Morton ist wie immer souverän und ihre Darstellung der Ethel hat mir ebenso gefallen.

Allerdings ist RILLINGTON PLACE eher Drama denn Thriller und wer hier Horror erwartet, liegt komplett daneben. Das heißt jedoch nicht, das die Miniserie (3 x 50 Minuten) nicht unterhaltsam wäre, aber hier wird eher mit leisen Tönen gearbeitet, als das man einem Serienkiller beim Abschlachten seiner Opfer beiwohnt.

London in den Spätdreißigern ist ebenfalls gut getroffen und der Film hat dadurch eine schöne Atmosphäre. Bei diesen Streifen achte ich immer ganz genau darauf, ob ich nicht irgendwelche Filmfehler erkenne, doch mir ist keiner aufgefallen.

Wer sich für diese Thematik interessiert kann hier nicht falsch liegen. Ich muss aber anmerken, das man durchaus sieht, das es sich um eine TV Serie und nicht um einen Spielfilm handelt. Aber das ist heutzutage ja kein Problem mehr, da sich Fernsehproduktionen qualitativ immer mehr Spielfilmen annähern.

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SPACEWALKER (Capelight/Alive)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, SciFi abgelegt

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Im Zuge des Kalten Krieges kämpfen die UdSSR und die USA im Jahr 1965 erbittert um die Führung im kosmischen Rennen. Die Sowjetunion steht kurz vor dem historischen Versuch, den ersten Menschen auf einen Weltraumspaziergang zu schicken. Allerdings planen die Amerikaner ähnliches, also hetzt man die Konstrukteure, es statt 1967 wie geplant, schon 2 Jahre früher möglich zu machen. Als dann das Prüfungsraumschiff in die Luft fliegt, scheint das Rennen erst mal verloren. Doch die beiden Kampfflieger Pavel Beljajev und sein jüngerer Partner Aleksej Leonov sind trotzdem bereit, trotz aller Gefahren den Schritt ins Unbekannte zu wagen…

Letzterer lebt heute noch und war als Berater des Films tätig, was dem Ganzen natürlich eine große Authentizität verleiht. Auch wenn man weiß, wie die Geschichte ausgeht, ist SPACEWALKER dennoch spannend.

Die Effekte sind großartig und stehen amerikanischen Produktionen wirklich in nichts nach. Insbesondere die Szenen im Weltraum sind richtig gut.

Ein wenig nervt aber das patriotische Geplapper zwischendurch, auch diesbezüglich ähnelt der Streifen den amerikanischen Vorbildern. Genosse hier Genosse da, und die bösen Amerikaner finden oft Erwähnung, aber das muss man wohl so hinnehmen, da es zu der Zeit eben diesen Kalten Krieg gab.

Allerdings wird einem der Streifen als Thriller im All verkauft, was er nun wahrlich nicht ist. Ich würde das ganze eher als ein Drama mit stark biografischen Zügen und Spannungsmomenten bezeichnen. Zudem hätten es 20 Minuten weniger auch getan, denn gegen Ende zieht es sich dann doch ein wenig.

Ich bin kein Kenner des russischen Films, daher kann ich zu den Darstellern wenig sagen, diese erledigen ihren Job jedoch gut. Insbesondere der Chef des Ganzen spielt seine Rolle sehr überzeugend und ist eigentlich auch die sympathischste Figur, weil er zuerst an das Überleben seiner beiden Schützlinge denkt. Der „Held“ und Weltraumspaziergänger wird mir insgesamt etwas zu pathetisch dargestellt.

So bleibt unter dem Strich ein interessantes Drama mit wirklich gelungenen Effekte, nach wahren Begebenheiten. In den Extras erwähnt der originale Leonov nochmals, das sich das alles genauso abgespielt hat.

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THE SAFE (Splendid)

am 01. November 2017 unter Action, Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Schwestern Leah und Vee benötigen dringend Kohle. Also rauben sie mit ein paar Komplizen eine Bank aus. Leider befinden sich aber im Safe lediglich 70.000 Dollar mit denen man nicht wirklich viel anfangen kann. Doch ein Bankangestellter erzählt den Gangstern, das es im Untergeschoss noch einen Safe gibt, in dem mehrere Millionen Dollar herumliegen. Also wirft man den ursprünglichen Plan über Bord und schaut dort mal nach, was sich allerdings als größerer Fehler herausstellt. Manchmal kann Gier nämlich tödlich enden.

Und wieder einmal bin ich absolut nicht der Meinung vieler User im Internet, denn der Streifen wird relativ schlecht bewertet, was ich für mich absolut nicht nachvollziehen kann, denn ich finde THE SAFE rockt mal richtig.

Normalerweise bin ich nicht wirklich Fan von Streifen die mittendrin das Genre wechseln, wie es THE SAFE tut, weil das fast immer in die Hose geht, aber hier finde ich das ganze wirklich gelungen und beide Abschnitte des Films sehr unterhaltsam – und zwar von der ersten Minute an.

Dazu ist THE SAFE der im Original THE VAULT heißt, immerhin mit James Franco, Clifton Collins und Francesca Eastwood (die definitiv die coolste Rolle erwischt hat) für einen kleinen B-Movie außerordentlich gut besetzt.

Manchmal macht es auch Sinn, sich die Geschichte die man so auf dem Cover zu sehen bekommt gar nicht durchzulesen, denn in diesen Fall wird da relativ viel verraten. Ich hatte nur den Trailer gesehen und wusste sonst gar nichts. Der hatte mir gefallen, genau wie der komplette Streifen selbst, der es auf erstaunliche 92 Minuten bringt. Das ist zwar normale Lauflänge, aber diese hier gingen im Flug vorbei.

Dazu gesellen sich einige recht derbe Splatterszenen und schön-schaurige, gruselige Momente, besonders in der Location im Keller. Abgerundet wird das ganze durch ein sehr stimmiges Ende.

Wie bereits erwähnt, erschließen sich mir die recht schlechten Kritiken gar nicht. Wenn ich allerdings sehe, das Leute sich darüber echauffieren das der Streifen unlogisch sei, dann so einem Schwachsinn wie DONT BREATHE aber volle Punktzahl verteilen, obwohl der an Unlogik nicht zu überbieten ist, relativiert sich das alles auch wieder.

Ich würde THE SAFE sogar als kleinen Geheimtipp ansehen, aber das muss dann jeder für sich selbst entscheiden.

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MITTERNACHTSSPITZEN (Koch Media)

am 01. November 2017 unter Klassiker, Suspense abgelegt

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Erst wenige Monate ist die junge Kit mit dem smarten Anthony Presto verheiratet, als ihr von einem Unbekannten im dichten Londoner Nebel ihr baldiges Ableben prophezeit wird. Bei Scotland Yard kann man mit der anonymen Bedrohung zunächst natürlich gar nichts anfangen. Als die unheilvollen Drohungen überhand nehmen, beschließt Kit sich Hilfe zu besorgen. Aber steckt vielleicht sogar ihr Mann hinter diesen Geschehnissen? Und wenn ja, warum tut er das?

Ich bin nun wahrlich kein Kenner der 50er und 60er Jahre, aber dieser Streifen war selbst mir ein Begriff und ich habe ihn als kleiner Steppke auch mal im Fernsehen gesehen und fand ihn recht aufregend.

Mit etwas Abstand ist das natürlich heute doch eher ein Fall für einen Filmliebhaber, da ist man an Suspense doch ganz andere Sachen gewohnt. Zudem kommt der Streifen etwas schwer in die Gänge, was auch an der, für damalige Verhältnisse, sehr langen Spieldauer von 108 Minuten liegt.

Doris Day stand da noch am Anfang ihrer Karriere und war sowohl hier als auch später ja eher für die Screwball-Komödien bekannt und ist daher hier in einer ungewöhnlichen Rolle zu sehen. Die heute 95 jährige engagiert sich schon seit Jahren für den Tierschutz und hat ihre Karriere lange beendet.

Der Ton der Blu Ray ist erstaunlich gut, Keinerlei Rauschen dringt aus den Boxen, die Stimmen sind ganz klar verständlich. Das Bild ist so lala. Dazu muss man natürlich auch anmerken, dass der Film fast 60 Jahre auf dem Buckel hat. In den hellen Passagen grieselt es schon ganz ordentlich. Ob das jetzt eine Verbesserung zur DVD ist, kann ich nicht beurteilen.

So bleibt unter dem Strich ein Klassiker im Stile von Hitchock-Filmen, der den Sammler mit Sicherheit zufriedenstellen wird.

HOUNDS OF LOVE (Indeed/Alive)

am 01. November 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Wir befinden und in Perth, Australien, Mitte der 80er Jahre. Dort verschwinden in einem relativ geringen Zeitraum recht viele Teenager. Die 17-jährige Vicki muss als nächstes dran glauben und wird vom durchgeknallten Ehepaar John und Evelyn entführt. Als der erste Schreck überwunden ist, stellt Vicki fest, das die beiden nicht wirklich harmonisch zusammenleben und die Liebe eher von Evelyn ausgeht, also versucht sie, die beiden gegeneinander auszuspielen. Doch die Misshandlungen machen ihr mit der Zeit auch sehr zu schaffen und ihr Lebensmut verschwindet.

Als Referenzfilme stehen auf dem Cover NATURAL BORN KILLERS und EDEN LAKE. Während ich ersteren gerade noch durchgehen lassen, obwohl hinter der Geschichte ein völlig anderer Hintergrund stand, verstehe ich den Vergleich mit zweiterem in keinster Weise, was bitte haben diese beiden Streifen gemeinsam?

Egal, HOUNDS OF LOVE (hat nichts mit dem großartigen Album von Kate Bush zu tun) jedenfalls ist recht intensives und eindringliches Drama. Vieles seht man nicht, spielt sich aber im Kopf des Zuschauers ab.

Der Film hat zudem nicht die klassische Erzählstruktur sondern wirkt partiell, auch stilistisch, eher wie eine Dokumentation.

Einen dicken Pluspunkt fährt hier der Kameramann ein, der mit sehr geschickten Perspektiven, immer wieder zusätzliche Spannung erzeugt. Auch die Zeitlupen passen dabei gut ins Geschehen.

Was man mit Schminke alles bewerkstelligen kann zeigen die Extras. Die im Film auf hässlich getrimmte Emma Booth, sieht in Natur völlig anders aus, was schon fast an Charlize Theron in MONSTER erinnert.

Trotzdem ist der Film ein zweischneidiges Schwert. Uneingeschränkt empfehlen kann ich ihn nicht, da die ganze Art und Weise wie er gedreht ist, manchen nicht zusagen wird. Zudem ist er, trotz der FSK 16 Freigabe, relativ hart, wenn auch nicht erzeugt durch irgendwelche Splatterszenen. Ich denke hier ist alles drin von

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ZWISCHEN DEN JAHREN (Lighthouse)

am 31. Oktober 2017 unter Drama, Suspense abgelegt

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Nachdem er eine langjährige Haftstrafe verbüßt hat, wird Becker aus dem Knast entlassen und versucht sich in der neuen Welt zurechtzufinden. Er erhält einen Job im Sicherheitsdienst und lernt sogar eine Frau kennen. Sein Leben scheint wieder in geordneten Bahnen zu verlaufen, doch einer spielt nicht mit. Der Ehemann, dessen Frau und Tochter Becker auf dem Gewissen hat, will immer noch Rache und stellt ihm nach. Zuerst bleibt es nur bei Verfolgung und Stalking, doch irgendwann tötet er Beckers Hund, und dem wird klar, das sein Rivale nicht aufhören wird, bevor er etwas unternimmt.

So muss deutsches Independent-Kino sein. Sehr gute Schauspieler, ein Film der zwar anspruchsvoll ist, dennoch aber nicht vergisst, das er letztendlich zur Unterhaltung gedacht ist. Im Gegensatz zu vielen Produktionen, die an ihrem eigenen Kunstanspruch ersticken und dann meist sterbenslangweilig werden.

ZWISCHEN DEN JAHREN ist ein großartig gespieltes, intensives Drama, das zum Ende hin mit einigen wohldosierten Thrillerelementen angereichert wird, die sich aber hervorragend einfügen.

Da ich im Theater nicht wirklich beheimatet bin, war mir der überwiegend auf der Bühne präsente Peter Kurth nicht bekannt. Seine Darstellung des Becker ist sehr gelungen und in allen Facetten auch nachvollziehbar. Ebenso die Darstellungen von Karl Marcovics und Catrin Striebeck, die man eh immer gerne sieht.

Der Streifen spielt überwiegend in der Nacht, was der Regisseur im sehr unterhaltsamen Interview auch erklärt, ebenso, wieso er diese Tageszeit präferiert. Eine Begründung, die ich so auch noch nicht gehört habe.

So bleibt ein großartiger und eindringlicher Film, der aber, wie oben erwähnt, zu keiner Zeit seinen Unterhaltungsanspruch aus den Augen verliert. Geheimtipp!!

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THE AUTOPSY OF JANE DOE (Universum Film)

am 31. Oktober 2017 unter Horror abgelegt

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Der Gerichtsmediziner Tommy und sein Sohn Austin betreiben ein Bestattungsunternehmen in Virginia und arbeiten zudem als Gerichtsmediziner. Eines Nachts bringt ihnen der örtliche Sheriff eine junge Frau zur Obduktion, die verscharrt gefunden wurde. Das interessante hieran ist, dass keine Verwesung eingesetzt hat. Zudem stellen die beiden bei der Obduktion noch einige andere sehr merkwürdige Dinge fest, die nicht zusammenpassen wollen, wie Verletzungen, bei denen man keine Wunde sieht. Da sie noch in dieser Nacht Ergebnisse brauchen gehen sie tiefer in die Materie, wes den beiden aber nicht wirklich gut bekommt, denn Madame ist gar nicht so tot wie sie scheint

Und genau diese Stelle, an der das herauskommt, ist auch der Knackpunkt des Films. Im ersten Teil der Geschichte, dreht sich alles um die Obduktion selbst, während sich der zweite Abschnitt mehr in die Richtung übernatürlich bewegt.

Doch genau den Teil, in denen die beiden die Leiche untersuchen und langsam herausfinden, das hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, finde ich persönlich den spannenderen und vor allem originelleren, denn so etwas hat man eigentlich eher selten gesehen. Der Streifen hat dabei auch eine durchgängige, schön gruselige Atmosphäre.

Bryan Cox und Emile Hirsch spielen zudem ihre Rollen hingebungsvoll und man könnte wirklich meinen, das die beiden dies als Hauptberuf erlernt haben.

Dennoch bleibt ein kleines aber….nicht das der Streifen im zweiten Abschnitt grottenschlecht wird, aber dort folgt er halt wirklich sämtlichen Konventionen des Horrorfilms. Was dort passiert, hat man eben schon sehr oft gesehen, wenn auch der ein oder andere Überraschungsmoment gelingt.

Sehr auffällig in AUTOPSY OF JANE DOE ist der Soundtrack, der sich hervorragend mit der bedrohlichen Atmosphäre ergänzt und auffällig gelungen ist.

Fazit: Spannender kleiner Horrorstreifen mit geringen Budget, aber viel Spannung. Auch wenn der erste Teil mir besser gefällt gibt’s dafür:

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JUNGLE (Splendid)

am 31. Oktober 2017 unter Biopic, Drama abgelegt

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Der junge Israeli Yossi reist seit Monaten durch Lateinamerika. Als er eines Tages nach Bolivien kommt, lernt er zwei junge Amerikaner Namens Kevin und Marcus kennen, mit denen er sich anfreundet. Auch die sind auf der Suche nach einem Abenteuer. Da kommt den Herrschaften der Goldsucher Karl gerade recht, der die Gegend wie seine Westentasche kennt. Gemeinsam brechen Sie auf, um kaum erforschtes Gebiet zu erkunden. Mit der Zeit stellt sich allerdings heraus, das Karl ein ziemlicher Egomane ist. Zudem sind von Marcus die Füße dermaßen kaputt, das es für ihn nicht mehr weitergeht. So brechen Joschi und Kevin alleine auf, während die anderen beiden den Rückweg angehen. Doch als sie auf einem Floß in eine Stromschnelle geraten werden die beiden getrennt. Tagelang irrt Joshi nun im Dschungel herum. Vorräte hat er keine mehr, das Ende scheint nahe.

Und wieder haben wie hier eine wahre Geschichte die verfilmt wurde. Laut den Extras soll der Film sich wohl wirklich sehr nahe am Erlebten aufhalten und die beiden Hauptdarsteller bzw. dessen Charaktere leben auch beide noch, da die Ereignisse Anfang der 80er Jahre stattfanden.

Ich wage jedoch zu bezweifeln, das jemand, selbst wenn er hungrig und fertig ist, so reale Visionen hat, wie sie Yossi durchlebt. An diesen Stellen geht mit dem Regisseur der Gaul etwas durch. Ich hätte diese besser weggelassen und mehr von der natürlichen Bedrohung dafür gezeigt, denn irgendwie empfand ich sie als störend.

Insgesamt kann man dem Film aber eine gute Note geben, Mal keine Monster oder Untote, sondern einfach mal ein Abenteuerfilm, ja fast schon der alten Schule (denkt man sich die Spezialeffekte weg)

Radcliffe mit Vollbart passt zwar nicht wirklich, aber man wollte ihn eben aussehen lassen wie den wahren Joshi. Gegen Ende verfällt er etwas ins Overacting, liefert aber sonst genau wie Alex Russell als Kevin eine gute Leistung ab. Thomas Kretschmann sieht man eh immer gerne und der kennt sich ja im Urwald auch bestens aus, drehte ja bereits den (übrigens tollen) DSCHUNGELKIND.

Mal ein überraschend anderer Film möchte man sagen, denn die Reizüberflutung mit Zombies oder anderen Kreaturen ist im Moment schon ziemlich hoch. Daher eine willkommene Abwechslung im Blu Ray Player, für Menschen, die sich für solch eine Art Film und das Genre begeistern können. Die Naturaufnahmen sind zudem absolut großartig.

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VERONICA – SPIEL MIT DEM TEUFEL (Koch Media)

am 20. Oktober 2017 unter Horror, Suspense abgelegt

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Veronica muss sich mehr oder minder alleine um ihre 3 Geschwister kümmern, da ihre Mutter immer arbeitet. Sie vermisst zudem ihren Vater. Eines Tages versucht sie mit 2 Freundinnen ihren verstorbenen Dad mithilfe eines Quija-Boards zu rufen. Nicht die beste Idee wie sich herausstellt, denn während die Damen das tun, herrscht gerade eine Sonnenfinsternis, durch die eine unbekannte Kraft über Veronica auf die Erde gelangt. Schon bald häufen sich merkwürdige Ereignisse und die Familie muss erleben, das man manche Geister besser nicht ruft…

Nix Neues an der Horrorfront werden die meisten sagen und sicherlich bekommt der Streifen auch keinen Originalitätspreis, denn das meiste davon hat man eben schon in anderen Filmen sehr oft gesehen.

Trotzdem hat mir Veronica gefallen, denn er hatte eine schöne schaurige Atmosphäre, die konstant über dem Film schwebte. Auch die Darstellung und/oder der Charakter der blinden Nonne fügte sich gut in dieses Gesamtbild ein.

Die mir unbekannte Hauptdarstellerin Sandra Escacena liefert hierbei eine wirklich gute Leistung ab, auch weil ihre Rolle sehr vielschichtig ist, denn teilweise ist Veronica ja auch ein Familiendrama, und in diesem Genre genauso überzeugend so sein, wie im Horrorfilm, das erfordert schon eine gewisse schauspielerische Qualität.

Der bekannteste von allen dürfte der Regisseur sein, denn Pablo Plaza, schrieb die Drehbücher, zu den REC Filmen; die aber nun auch Geschmackssache sind.

Hier inszenierte er einen routinierten Horrorfilm, mit überwiegend bekannten Elementen, der aber trotzdem eine schöne Grundstimmung hat und durchaus spannend ist. Das Ende ist zudem überraschend.

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BYE-BYE-MAN (Universal Pictures)

am 20. Oktober 2017 unter Horror abgelegt

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DENK IHN NICHT! SAG IHN NICHT! Denn sobald sich der BYE BYE MAN im Kopf eingenistet hat, übernimmt er die Kontrolle und lässt einen die bösartigsten Dinge tun. Aber der Rehe nach: Elliot und Sasha ziehen in ein schönes kleines Häuschen ein, das es günstig zu mieten gab und als Collegestudent hat man ja nicht viel Geld. Kurz danach entdecken die beiden merkwürdige Kritzeleien in einer Kommode, denen sie zunächst keine Bedeutung zumessen. Doch hinter diesen Hieroglyphen verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, denn jeder der den Namen des BYE-BYE Man schon mal gehört oder gelesen hat, wird von ihm verfolgt, und in den Wahnsinn getrieben, was den beiden jetzt passiert. Verzweifelt versuchen Sie dem Hintergrund des Ganzen auf die Spur zu kommen und den Fluch zu bannen, doch das gestaltet sich nicht ganz einfach.

So manches kann ich einfach nicht nachvollziehen. Eigentlich wollte ich den Film gar nicht schauen, weil er im Netz insgesamt doch ziemlich niedergemacht wird und mir stellt sich nach der Sichtung die Frage : Warum?

Natürlich ist das ganze schon etwas von CANDYMAN geklaut und hat auch ein paar Überschneidungen aber das machen andere Filme auch. Da heißt es dann liebevoll „Zitate“. BYE BYE MAN ist durchweg spannend, hat ordentliche Darsteller, einen wirklich gelungenen Score und auch die Auflösung ist stimmig.

Und es gibt ein Wiedersehen mit Faye Dunaway, von der ich ehrlich gesagt gar nicht wusste, das sie noch unter uns weilt. Sie hat einen kurzen, aber sehr prägnanten Auftritt. In einer weiteren Nebenrolle agiert die von mir sehr geschätzte Carrie Ann Moss, die meiner Meinung nach viel zu wenig dreht.

Die jugendlichen Darsteller machen ihre Sache ebenso ordentlich und die Figur des BYE BYE MAN ist auch nicht irgendwie übertrieben monstermäßig dargestellt.

Natürlich handelt es sich hierbei nicht um einen der 20 besten Horrorfilme aller Zeiten, aber insgesamt war ich, anhand der vielen schlechten Kritiken, doch sehr positiv überrascht.

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