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THE MIMIC (Splendid Film)

am 23. Januar 2018 unter Horror abgelegt

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Nach dem spurlosen Verschwinden ihres kleines Sohnes zieht die von Schuldgefühlen geplagte Hee-yeon mit ihrem Mann und ihrer Tochter und der spleenigen Großmutter aufs Land. Mittlerweile ist es 5 Jahre her, dass ihr kleiner weglief und außer ihr glaubt niemand mehr, dass er noch lebt. Kurz darauf werden im nahegelegenen Wald 2 Leichen entdeckt. Zudem taucht ein schüchternes kleines Mädchen auf, das ihrer Tochter sehr ähnelt. Sie nimmt sie vorerst bei sich auf, was jedoch nicht die beste Idee ist, denn hinter dem unscheinbaren kleinen Mädel, verbirgt sich ein düsteres Geheimnis.

Wir gehen kurz ca. 15 Jahre zurück. RINGU war wohl der Streifen der eine regelrechte Horrorwelle auslöste und auch ein brillantes Remake bekam. (wo bleibt die Blu Ray? Skandal) Plötzlich kam jede Woche ein neuer Film aus Japan oder Südkorea auf den Markt – vieles davon auch totaler Schrott. Natürlich gab es auch Highlights wie JU-ON (Remake Schrott), INTO THE MIRROR (Remake ziemlicher Schrott), SHUTTER (Remake Schrott) oder DARK WATER (Remake ok). Hollywood sprang auf den Zug auf und verfilmte alles was nicht bei 3 auf den Bäumen war bzw. die Rechte noch zu haben waren.

Doch diese Welle ebbte extrem ab, eben weil es auch ziemlich viel Unsinn gab (ich sage nur EXTENSIONS, in dem Haarverlängerungen Menschen umbrachten!!!). Zudem ging EMS die Firma, die viele dieser Streifen veröffentlichte, bankrott.

So gab es eigentlich nur noch bei WVG und deren Labeln ab und an einen asiatischen Horrorfilm zu sehen – diese waren meistens auch gelungen. Mit AMAZIA schaffte man zudem eine Plattform für asiatische Produktionen im Allgemeinen.

Mit dem grandiosen TRAIN TO BUSAN brachte Splendid mal wieder einen richtig guten Film nach Deutschland und auch MIMIC (hat nichts zu tun mit dem Film mit Mira Sorvino) kann man als gelungen bezeichnen.

Die Idee mit dem Formwandler, der alle Stimmen imitieren kann ist zudem neu – zumindest im Spielfilmbereich. Ich kann mich erinnern, das es das mal in einer AKTE X Folge gab. Und das macht MIMIC gerade gegen Ende sehr spannend, denn man weiß nie wo man gerade dran ist. Ruft hier die verzweifelte Tochter oder ist es der Dämon?

Im letzten Abschnitt wird es zwar ein wenig verwirrend und auch die Reaktion der Mutter ist nur bedingt nachvollziehbar, aber asiatische Streifen neigen eigentlich immer dazu etwas schräg zu enden.

Bis dahin bekommt der Zuschauer aber einen spannenden Horrorstreifen geboten, der einige wirklich interessante Ideen zeigt. Neben dem Sprachwandler hat mir die Idee mit den Spiegeln gut gefallen.

Wer also des asiatischen Horrorfilms nicht oder nicht mehr überdrüssig ist, sollte sich mal Zeit für MIMIC nehmen.

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DAS GESETZ DER FAMILIE (Koch Media)

am 23. Januar 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Seit Generationen leben die Familienmitglieder des berüchtigten Cutler-Clans in Gloucestershire in England. Natürlich haben sie keine Kohle, aber dafür kann man ja in umliegende Häuser einbrechen. Die Polizei ist vollkommen machtlos und wird dabei auch noch vorgeführt, was einigen dort mächtig stinkt. Chad der Sohn von Cutler, sehnt sich allerdings nach einem ruhigen und bürgerlichen Leben, was seinem Vater gar nicht gefällt. Als dieser mitbekommt das Chad bei einem Bekannten einziehen will, verhindert er dies, denn sein Einfluss ist enorm und er ist der Auffassung das sesshaft werden nicht in die Familientradition passt. Nach einem fast misslungenen Bruch beginnt Chad, der für seine Frau und seine beiden Kinder etwas Besseres will, als er selbst hatte, sich gegen seinen Vater aufzulehnen.

Britisches Independentkino ist immer Geschmackssache.In den meisten Fällen auch meiner. Doch dieser Streifen hat 2 Probleme:

Bis er mal in die Gänge kommt dauert es einfach zu lang. Die gelungene letzte halbe Stunde entschädigt dann für einiges und auch das Ende ist stimmig – bis dahin hat man sich aber viel zu sehr mit Nebenfiguren beschäftigt, die gar keine tragende Rolle spielen. Was soll zum Beispiel dieser komische Typ der im Lager rumhüpft?

Das zweite Problem ist sein Hauptdarsteller. Während man Gleeson natürlich das rotzige, britische Familienoberhaupt noch abnimmt, ist Fassbender als angeblich prolliger Sohn die Fehlbesetzung des Jahres. Ich habe nichts gegen den Schauspieler, aber diese Rolle will einfach nicht zu ihm passen. Ob das an seinem Typ liegt oder an seinen Vorgängerrollen? Ich weiß es nicht.

Allerdings ist der Film jetzt auch kein Totalausfall – die positiven Dinge habe ich ja oben beschrieben, aber die Geschichte hätte mehr Potenzial gehabt, wäre der Streifen auch mit etwas mehr Tempo ausgestattet.

Als Milieustudie durchaus ok, ist der Streifen von dem, auf dem Cover beschriebenen „spannenden Thriller“, meilenweit entfernt. Solide, mehr aber auch nicht. Beim nächsten Mal sollte der Regisseur mal einen Darsteller engagieren, dem man den typischen Briten abnimmt. Fassbender ist es jedenfalls nicht.

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ORBITER 9 (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Drama, SciFi abgelegt

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Die junge Helena lebt isoliert auf einem interplanetaren Kolonialschiff. Nachdem ihre Eltern dieses vor einigen Jahren verlassen haben, hatte sie keinerlei Kontakt mehr zu einem anderen menschlichen Wesen. Doch die Motivation, auf einem neuen Planeten eine Kolonie zu gründen, treibt sie weiterhin an. Eines Tages hat das Schiff ein Problem und so wird ein Techniker von einer nahegelegenen Raumstation gerufen um den Fehler zu beheben. Für Helena natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. In den 2 Tagen in denen Alex bei ihr ist bauen die beiden so etwas wie eine Freundschaft auf, die auch etwas weitergeht und in der Kiste endet. Als Alex sich verabschiedet, denkt Helena das dies für immer so sein wird, doch nichts ist so wie es scheint und die beiden werden sich bald wiedersehen.

Schwierig, schwierig diesen Film zusammenzufassen ohne zu viel zu verraten, denn die Wende nach etwa 30 Minuten ist nicht vorhersehbar und hat mich komplett überrascht. Die Mischung aus Liebesgeschichte und Sciencefiction funktioniert allerdings erstaunlich gut, was angesichts des Herstellungslandes auch erwähnenswert ist, denn ich kenne auf Anhieb keinen einzigen Sci-Fi Film aus Spanien.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache sehr gut und auch die zweite Wende kurz vor Schluss wirkt glaubwürdig und gelungen. Clara Lago die Helena darstellt, hat anscheinend einen Faible für extravagante Geschichten denn auch ENDE in dem sie eine Hauptrolle spielte, wandelte auf sehr ungewöhnlichen Genrepfaden.

Allerdings darf man hier eines nicht erwarten: Rasante Actioneinlagen. Der Film hat eher ruhigere Streifen wie GATTACA oder MOON zum Vorbild, bei denen es mehr um die Charaktere geht, die hier auch sehr gut herausgearbeitet werden.

Dennoch oder gerade deswegen ist ORBITER 9 meiner Meinung nach ein LOVE IT OR HATE IT Film. Menschen die oben genannte Vorbilder gut fanden, dürften auch diesen hier mögen, andere werden das Ganze einfach schlichtweg als langweilig empfinden.

Ich zähle allerdings definitiv zu ersteren, weshalb ich dem Streifen auch eine recht hohe Note verteile, aber auch Verständnis dafür habe, wenn es Menschen gibt, die ORBITER 9 nicht mögen werden.

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GRIDLOCK´D (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Action, Komödie abgelegt

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Als Jazzmusikerin Cookie auch mit Drogen anfängt und sich fast eine Überdosis einwirft, beschließen die beiden Kumpels Spoon und Stretch, nun endlich clean zu werden um nicht so zu enden wie ihre Freundin. Doch so leicht ist das gar nicht, denn in Amerika bekommt man nicht so leicht Hilfe, sondern wird von einem Amt zum nächsten geschickt und keiner fühlt sich richtig zuständig. Noch komplizierter wird es, als das Loser-Pärchen mehr oder minder aus Versehen mit zwei recht fiesen Killern in Kontakt kommt, die ihnen fortan auf der Spur sind.

Was sich nach einem Thriller oder einem Drama anhört, ist in Wirklichkeit eine recht amüsante Komödie, was in diesem Fall auch die Stärke des Streifens ist, der ein ernstes Thema eher locker präsentiert Das ging in der jüngeren Filmhistorie schon öfter schief, doch 1996, als der Film entstand, war das Lebensgefühl auch noch ein etwas anderes als heute.

2 PAC, der kurz nach Drehschluss erschossen wurde, bietet eine erstaunlich gute schauspielerische Leistung, was neben einem so brillanten Mimen wie Tim Roth gar nicht so leicht ist.

Erstaunlich auch, das der Streifen heute noch genauso funktioniert und nicht dem berüchtigten TEST OF TIME zum Opfer fällt, wie es vielen Filmen ergeht. Gerade die Sachen aus den 80er und den frühen 90ern kann man heute teilweise gar nicht mehr anschauen,weil die Dialoge so behämmert sind.

Zu erwähnen ist unbedingt noch, das die Bildqualität sensationell ist und ich in letzter Zeit einige Neuheiten gesehen habe, die da nicht annähernd mithalten können. Die Farben wirken natürlich und es ist nicht der Hauch eines Rauschens zu erkennen. Auch wenn GRIDLOCK`D „erst“ 20 Jahre alt ist habe ich aus dieser Zeit da schon ganz andere Katastrophen auf meinem Plasma ertragen müssen.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, dem die Zeit nichts ausgemacht hat und eine sehr überraschende gute schauspielerische Vorstellung des farbigen Protagonisten. Daher können Fans des Films hier bedenkenlos zugreifen, insbesondere weil die technische Seite absolut hervorragend ist.

CRUEL SUMMER (Splendid)

am 09. Januar 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der autistische Teenager Danny macht alleine einen Campingtrip an einen Angelsee. Für ihn ein Abenteuer, denn aufgrund seiner Erkrankung lebt er doch ziemlich isoliert vom Rest der Welt. Der Loser Nicholas, ein hirnloser Proll hat aber aus irgend einem schwer nachvollziehenden Grund Danny auf der Hatelist. Als er sich da immer weiter hineinsteigert und noch die Wut dazukommt, das seine Freundin mit ihm Schluss gemacht hatte sucht er sich 2 Kumpels und erfindet eine Geschichte, nämlich das Danny pädophil ist und kleine Kinder begrabscht. So schaukelt sich das Trio immer weiter an dieser Unwahrheit hoch, dass man sich aufmacht und den autistischen Jungen für etwas zu bestrafen, das er gar nicht getan hat.

Inwieweit das wieder einmal eine angeblich wahre Begebenheit ist und wenn ja, wie nahe sich das Ganze am Geschehenen aufhält, vermag ich nicht zu beurteilen.

Fakt ist aber das Regisseur Escott einen Film mit Sicherheit sehr oft gesehen hat, nämlich EDEN LAKE. Auch wenn die Geschichte da etwas anders gelagert ist, machen auch hier Typen Jagd auf zwei eigentlich unschuldige Personen und dies auch im Wald.

Natürlich hat CRUEL SUMMER nicht ganz die Qualität des Vorbildes, was bei einem Ausnahmefilm auch recht schwierig ist. Dennoch gibt es hier recht verstörende Szenen zu sehen und insbesondere die Darstellung des gepeinigten Autistenjungen ist, obwohl nicht übermäßig brutal was Splatterzenen angeht, doch sehr intensiv.

Wer des englischen mächtig ist, sollte den Streifen im O-Ton schauen, denn die Synchronisation ist nicht so übermäßig gelungen und im Original wirkt das ganze noch viel drastischer.

Ein wenig nervt zwar das die Herrschaften FUCK YOU und FICK DICH doppelt so oft sagen wie Michael Douglas FICKEN in Basic Instinct, und das war schon verdammt häufig und ging mir damals schon furchtbar auf den Zeiger.

Andererseits unterstreicht die Gossensprache natürlich auch das Milieu aus dem die Protagonisten stammen und bilden dadurch einen guten Kontrast zu dem wohl behüteten Danny.

So bleibt unter dem Strich ein verstörendes und intensives Werk, das auch nachwirkt, aber sicher nicht jedermanns Sache ist. Zartbesaitete sollten einen großen Bogen um CRUEL SUMMER machen.

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47 METERS DOWN (Universum Film)

am 19. Dezember 2017 unter Horror abgelegt

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Auf einem Mexiko-Urlaub mit ihrer Schwester Kate hofft Lisa, das Erlebte zu vergessen, denn ihr Freund hat sich völlig überraschend von ihr getrennt. Als sie Nachts beim feiern 2 Jungs kennenlernen, kommen diese auf die Idee, am nächsten Tag zum Tauchen auf die See zu schippern. Zudem wollen die beiden von einem Käfig geschützt,unter Wasser Haie beobachten. Irgendwann überredet Kate ihre Schwester, sich ebenfalls in dieses Abenteuer zu stürzen. Zunächst sind beide fasziniert von der Unterwasserwelt, doch das ändert sich schnell, denn das Kabel des Käfigs reißt und die beiden fallen in die Tiefe. Nun lauert neben den Haien auch noch das Ersticken, denn in 47 Meter Tiefe halten die Sauerstoff-Flaschen nicht ewig…

Auch wenn man sich die Geschichte im Vorfeld nicht durchgelesen hat, weiß man eigentlich schon nach 10 Minuten wie es weitergeht. Daher ist es schwierig den Zuschauer bei der Stange zu halten, doch das gelingt eigentlich recht ordentlich.

Grundsätzlich lauern in der Tiefe eben die Gefahr des Erstickens und von Haien gefressen zu werden, mehr gibt es eben nicht und diese beiden Dinge in eine spannende Geschichte umzusetzen, die einen ganzen Film trägt, ist für die beschränkte Location meiner Meinung nach durchaus gelungen.

Das liegt unter anderem daran, das die Handlungsweisen der beiden Mädels nachvollziehbar sind, denn die versuchen etwas zu unternehmen, statt nur heulend im Käfig herumzusitzen.

Dabei überrascht Mandy Moore, die ich bislang eher in die Kategorie „wenig talentiert“ steckte, mit einer überraschend guten Performance. Die ehemalige Sängerin, die irgendwann meinte schauspielern zu müssen, wirkte sonst eher in nervigen Wohlfühllfilmchen mit.

Einen dicken Pluspunkt sammelt die Wende am Schluss, denn wenn man glaubt es ist vorbei, ändert sich alles noch, womit ich absolut nicht gerechnet habe, was aber schlüssig erklärt wird.

So bleibt unter dem Strich ein durchweg spannender Streifen, der zudem atemberaubende Unterwasserszenen zu bieten hat. Klar kann ich mir dafür auch ne Dokumentation anschauen – diese ergänzen den Streifen aber perfekt.

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THE 4400 – KOMPLETTBESPRECHUNG (Koch Media)

am 19. Dezember 2017 unter SciFi, TV-SERIE, mystery abgelegt

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Im letzten Jahrhundert verschwanden Tausende von Menschen, anscheinend ohne jeglichen Grund. Im Jahre 2004 tauchen diese alle spektakulär wieder auf, denn eine riesige Leuchtkugel bringt die 4400 Personen an einen See und verschwindet danach, wie sie gekommen war. Mit der Zeit stellt sich heraus, das alle diese Leute eine besondere neue Fähigkeit haben, sei es in die Zukunft sehen, telepathische Kräfte oder sonstiges. Nachdem man sie alle eingehend untersucht hat ,kommt die Regierung zu dem Schluss, diese wieder in die Freiheit zu entlassen, nachdem sie monatelang unter Quarantäne standen. Viele nutzen ihre Fähigkeiten zum guten, einige jedoch gehen nicht sehr sorgsam damit um. Darum wird eine Spezialeinheit gebildet, die nur an den Fällen arbeitet, in denen die 4400 involviert sind. Der Zuschauer bekommt in diesem Fall die Ermittlungen der Agents Diana Skouris und Tom Baldwin erzählt. Letzterer ist auch persönlich betroffen, denn sein Sohn Kyle liegt seit dem Tag des Verschwindens im Koma und sein Neffe Shaun ist einer der 4400. Zudem waren beide, als dieser verschwand, am See feiern und Tom erhofft sich neue Erkenntnisse zu bekommen, was seinen Sohn in diesen Zustand versetzte. Mit der Zeit lüften sich einige Geheimnisse und einer der Entführten namens Jordan Collier gründet ein Zentrum für die Verschwundenen, in dem alle wohnen können, denn die Bevölkerung steht den Neuankömmlingen teilweise eher skeptisch gegenüber und Shaun wird sein Assistent.

Ich könnte natürlich hier noch viel mehr zusammenfassen, doch dann hätte ich ja die ganze Serie vorweggenommen. Erwähnen sollte ich vielleicht noch die beiden Charaktere Richard und Lily, denn diese kommen als einzige der 4400 zusammen und letztere ist nach der Rückkehr überraschend schwanger – beide, als auch ihr Kind, werden noch eine größere Rolle spielen.

Grundsätzlich geht man in dieser Serie ein wenig den Weg den auch AKTE X und FRINGE beschreiteten. Es gibt eine durchgängige Geschichte die sich um das Zentrum, Collier und den allgemeinen Entwicklungen dreht und dann gibt es einzelne Fälle, die die beiden Agenten lösen. Dieses Konzept funktionierte schon immer gut, hat aber jedoch das Problem, das man nur sehr schwer einzelne Folgen schauen kann, weil man dann viele Dinge, die angesprochen werden, nicht versteht.

Die Darsteller sind mit Ausnahme von PETER COYOTE eigentlich recht unbekannt und wenn man man ein wenig recherchiert auch eher für das Fernsehen tätig, statt Kinofilme zu drehen, wurden aber gut ausgewählt und man baut als Zuschauer schon nach kurzer Zeit ein Verhältnis zu ihnen auf, was für eine Serie immer wichtig ist.

STAFFEL 1 beschäftigt sich überwiegend mit der Ankunft der 4400 und den Schicksalen von Shaun und Kyle. In Nummer 2 sieht man die beiden Ermittler Fälle lösen die mit den Verschwundenen zusammenhängen, wobei diese, wie bereits erwähnt, immer wieder von dem einen durchgängigen Plot unterbrochen werden, der in Staffel 3 eigentlich fast 80 % der Folgen bildet. Daher ist für mich diese auch die schwächste, denn da übertreibt man es doch etwas mit Verschwörungstheorien und auch einige Handlungsstränge erschließen sich einem nur bedingt. Nummer 4 ist dann wieder ganz stark, weil sie eine überraschende Wende bringt, denn nun können auch Personen, die nicht entführt wurden, eine Fähigkeit erlangen.

Insgesamt kann man sagen, das man hier eine spannende Serie kredenzt bekommt, der man aber, so verrückt das klingt, ansieht, dass sie schon 13 Jahre alt ist, denn die Effekte sind heute teilweise schon überholt, da in diesem Bereich die Fortschritte enorm waren.

Trotzdem kann ich THE 4400 jedem empfehlen, der gerne gute Mystery/Science-Fiction sieht.

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WISH UPON (Splendid Film)

am 19. Dezember 2017 unter Horror abgelegt

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Clare Shannon und ihre beiden Freundinnen June und Meredith lästern gerne über die etwas abgehobenen anderen Schüler. Doch Clare ist heimlich in einen von diesen verliebt. Eines Tages schenkt ihr Vater ihr eine alte Spieluhr, die angeblich 7 Wünsche erfüllen soll. Das jedoch für jeden erfüllten Wunsch ein anderes Mitglied aus dem Umfeld büßen muss, weiß Clare nicht. Nachdem es  die ersten beiden Male so gut funktionierte und sie plötzlich zu Reichtum gelangt und auch der angebetete Typ an ihr Interesse zeigt, hört sie mit dem Wünschen natürlich nicht auf, Doch das hat fatale Folgen, nicht nur für ihr Umfeld, sondern auch für ihre eigene Familie und ihre Freundinnen.

Die Geschichte klingt ein klein wenig nach dem sehr guten THE BOX, nur gibt es hier eben 7 Wünsche und auch die Hintergründe sind natürlich andere, daher würde ich hier Plagiatsmus nicht unterstellen wollen.

Zumal der Film einen wirklich guten Unterhaltungswert bietet. Clare ist einem sofort sympathisch und natürlich hat man Verständnis, dass sie sich die Sachen am meisten wünscht, die sie vermisst und nicht unbedingt mit Weltfrieden beginnt.Ich denke auch, das das jeder so machen würde (vielleicht mit Ausnahme der GRÜNEN und deren Wählerinnen).

Daher finde ich den Streifen insgesamt etwas zu schwach bewertet, wenn man sich mal bei den bekannten deutschen Filmseiten umschaut. Das Schicksal teilt Regisseur John Leonettti aber mit sich selbst, denn auch der Vorgängerfilm ANNABELLE kam nicht besonders gut weg.

In beiden Fällen kann ich der Masse nicht zustimmen, denn genauso wie der gerade erwähnte Puppenfilm ist WISH UPON ein grundsolider B-Horrorfilm, der aber eher wie ein A-Movie aussieht, was mit den guten Darstellern zusammenhängt.

Ich kann mich auch nicht erinnern Ryan Philippe, den ich sehr mag, mal in einem Streifen dieses Genres gesehen zu haben. Auch Shannon Purser, spätestens seit STRANGER THINGS einem größeren Publikum bekannt, spielt die Rolle der Clare absolut überzeugend.

Fans von Horrorfilmen, denen eine gute Geschichte wichtiger ist als wüstes Gemetzel, kann man diesen Streifen ans Herz legen. Denn hier wird man 90 Minuten sehr gut unterhalten und die Geschichte hält zudem einige interessante Wendungen bereit.

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THE GOOD NEIGHBOR (Koch Media)

am 05. Dezember 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die beiden Teenager Ethan und Sean haben sich ein merkwürdiges Experiment ausgedacht, mit dem sie glauben bei YouTube nen Kracher zu landen: Der unsympathische alte Nachbar, von dem man munkelt, dass er seine Frau umgebracht hat, soll Tag und Nacht beobachtet und obendrein erschreckt und drangsaliert werden. Dazu präpariert man das Haus dementsprechend und legt sich dann auf die Lauer, um das Treiben zu beobachten. Nach einer gewissen Zeit haben sie den alten Mann mürbe gemacht, doch dann tritt eine entscheidende Wende ein, mit der beide nicht gerechnet haben. Und was befindet sich eigentlich im Keller, in dem keine Kamera installiert wurde und in dem er sich ständig aufhält?

Die grundsätzliche Idee des Thrillers ist originell. Wie man es heute ohne große Probleme schaffen kann, seine Mitmenschen auszuspionieren, wird sehr gut erklärt und umgesetzt. Zudem nimmt man den beiden Jungs ihre Rollen durchaus ab, wobei einer der beiden ein Motiv hat, welches erst spät ans Licht kommt.

Ich wusste gar nicht das James Caan noch unter uns weilt. Kann mich an keinen Film der letzten Jahre erinnern, in denen ich ihn gesehen hätte. Zudem hat er in seiner langen Karriere eher selten in kleinen Independent-Produktionen wie dieser mitgewirkt, sondern war eher in Majors zu sehen.

Das Problem, das der Streifen hat, liegt auf der Hand. Die gute Idee trägt keinen kompletten Film, da sich viele Dinge wiederholen. Deshalb streut man immer wieder Szenen vom anschließenden Gerichtsprozess ein, um dem ganzen ein wenig Abwechslung zu geben, was partiell ganz gut gelingt, ohne das Ende hierbei zu verraten.

Der absolute Höhepunkt jedoch sind die letzten 20 Minuten, denn nach einem wirklich völlig überraschendem Twist (Stichwort Glöckchen) bekommt man in Rückblenden kurz und knapp die Geschichte des alten Mannes erzählt, die dann völlig anders aussieht, als das was man sich so im Kopf ausgemalt hat.

Grundsätzlich ein interessantes Experiment mit viel subjektiver Kamera, aber glücklicherweise ohne Gewackel. Besonders das Ende ist extrem gelungen und die beiden Jungs (die auch im realen Leben beste Freunde sind, wie man in den Extras erfährt) spielen ebenso wie Caan glaubwürdig. Durchaus sehenswert.

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DIE ERFINDUNG DER WAHRHEIT (Universum Film)

am 05. Dezember 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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In Washington, ist es vor allem wichtig, hinter den Kulissen die Strippen zu ziehen. Das kann Elizabeth Sloane besonders gut, denn sie ist die brillante, selbstsichere und völlig skrupellose Lobbyistin der alteingesessenen Kanzlei George Dupont. Als sie dabei helfen soll ein umstrittenes Waffengesetz auf den Weg zu bringen, macht sie jedoch überraschenderweise einen Rückzieher, kündigt und schlägt sich auf die andere Seite. Nun hat die Waffenlobby sie als Gegnerin und muss schwere Geschütze auffahren. Doch wieso tut Sloan das? Ein Gewissen hatte sie doch vorher auch nicht?

Nun könnte man meinen, dass dies alles sehr trocken werden könnte, denn der Film wird aufgrund der Geschichte natürlich überwiegend von Dialogen dominiert und auch die Spannungsmomente stellen sich erst gegen Ende ein.

Dem ist jedoch nicht so, denn auch mit intelligenten Gesprächen und geschliffenen Dialogen kann man einen Film extrem interessant gestalten, wie MISS SLOAN (so der Originaltitel) eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Streifen erinnert mich ein wenig an den ebenfalls gelungenen, aber leider bis heute nicht auf Blu Ray erschienenen RUFMORD.

Ich weiß nicht ob dieser Film hier aufgrund seines Entstehungsdatums schon bei den letzten Oscars dabei sein konnte, aber sollte dies so gewesen sein, hat man hier in der Jury etwas bzw. jemanden übersehen, nämlich eine grandiose Jessica Chastain, deren Filmauswahl mir im Allgemeinen sehr gut gefällt, denn zwischen diesem Streifen hier und zum Beispiel „Mama“ liegen, auch in ihrem Aussehen, Welten.

Wie sie hier die unterkühlte und unnahbare Lobbyistin gibt und teilweise komplett unmoralisch handelt, wird von ihr dermaßen genial dargestellt, das es in weiten Teilen erschreckend realistisch wirkt und man spätestens nach einer Stunde glaubt die Schauspielerin ist gar keine, sondern betreibt diesen Job in ihrem normalen Leben. .

Den Höhepunkt des Films stellt dann das völlig überraschende Ende dar, das man fast schon in die SIXTH SENSE-Final-Ecke stecken kann (das man immer wieder gerne hernimmt, wenn ein Film eine große Überraschung bietet), denn darauf kann man wirklich nicht kommen, obwohl es im Nachhinein sowohl stimmig, als auch nachvollziehbar ist.

Fazit: So spannend kann Politik sein. Obwohl der Streifen eigentlich eher ein Drama ist, sind die Thrillerelemente geschickt eingestreut und ergeben so im Gesamtbild einen der besten Filme des abgelaufenen Jahres. Sensationell die Vorstellung von Frau Chastain.

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