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THE FOUNDER (Splendid)

am 12. September 2017 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wieso wurde diese Geschichte eigentlich bisher noch nie erzählt? Die Frage stellt Michael Keaton in den Extras als allererstes und es ist in der Tat erstaunlich, das sich bislang noch nie jemand an die Entstehung der Mc Donalds Kette gewagt hatte, zumal die durchaus richtig guten Stoff hergibt.

Ray Kroc ist mit 52 Jahren eigentlich eine gescheiterte Existenz, denn sämtliche seiner Ideen endeten im Nichts und auch sein neuer Mixer erzielt nicht gerade rasante Umsätze. Als er in San Bernardino das Fast-Food-Restaurant der „McDonalds“ entdeckt, ändert sich sein Leben, denn die beiden Brüder, die dieses betreiben, beeindrucken ihn mit ihrem simplen, aber sehr effizienten Konzept. Kroc ist sich sicher, das dies ein Modell für die Zukunft ist und das hier dringend Franchise nötig ist. Doch die beiden Brüder verwehren sich zunächst gegen diese Idee. Aufgrund seiner Hartnäckigkeit, schließen sie jedoch dann irgendwann einen Vertrag mit Kroc. Dieser baut das Imperium zwar immer weiter aus, hat aber durch seine geringen Anteile nur wenig Gewinn und muss sein Haus beleihen. Doch irgendwann sieht der eigentlich gutmütige und freundliche Ray ein, das er härtere Geschütze auffahren muss und die Kosten minimieren. Sehr zum Leidwesen der beiden Brüder.

Ich gebe zu, das ich nicht wirklich ein Fan der Kette bin. Mit Ausnahme von KFC bin ich im Allgemeinen kein Freund von fast Food Läden – auch nicht von deutschen. Die Geschichte hier ist jedoch wirklich interessant und wird uns in knapp 2 Stunden komprimiert geschildert. Daraus hätte man aufgrund des enormen Potenzials auch eine Serie machen können

Michael Keaton erlebt ja seit BIRDMAN seinen dritten Frühling, nachdem er eigentlich schon weg vom Fenster war, denn nach den Batman-Filmen wurde es doch sehr ruhig um ihm. Mein Lieblingsstreifen mit ihm ist immer noch DAS DREAM TEAM, das es leider auch nicht auf Blu Ray gibt.

Keaton geht in der Rolle des Ray Kroc komplett auf und spielt herausragend. Auch seine Wandlung vom netten Kerl zum umtriebigen und forschen Geschäftsmann ist glaubwürdig dargestellt. Er wird dabei aber auch hervorragend unterstützt, denn insbesondere Nick Offerman und Allzweckwaffe John Caroll Lynch, als der naivere und gutmütige der beiden Brüder, spielen hier groß auf. In Nebenrollen sind Patrick Wilson, Laura Dern und Linda Cardellini zu sehen. Nicht schlecht für einen doch eher kleineren Film.

Es heißt ja das das Leben die interessantesten Geschichten schreibt, daher sind Filme beliebt, wenn sie auf wahren Begebenheiten beruhen und die Amerikaner beweisen immer wieder, das noch längst nicht alle guten erzählt wurden.

Die hier gezeigten Ereignisse müssen sich insgesamt auch recht nahe an den tatsächlichen Fakten orientieren, denn wenn man die Geschichte des Ray Kroc und der Brüder googelt, scheint man hier sehr wenig dazu erfunden zu haben, was dem Film zu Gute kommt.

So bleiben unter dem Strich 2 Stunden hochwertige Unterhaltung, mit großartigen Darstellern, auch wenn es storybedingt anfangs natürlich ein wenig dauert bis die Geschichte ins Rollen kommt. Sehenswert!!

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EL BAR (Koch Media)

am 01. September 2017 unter Komödie, Suspense abgelegt

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Eine kleine, eher heruntergekommene Bar in Madrid, wird plötzlich zum Schauplatz eines Verbrechens, denn als ein Gast diese verlassen will ,wird er mit einem Kopfschuss ins Jenseits befördert. Als ihm ein anderer helfen will, ereilt diesen das gleiche Schicksal. Nun traut sich keiner der anderen Gäste mehr die Location zu verlassen, denn einige hängen an ihrem Leben. Je mehr die restlichen Herrschaften darüber sinnieren, was denn da passiert ist, desto krasser werden die Verdächtigungen. Was ist z.B, in dem Koffer des einen? Hat der islamisch aussehende Bartträger etwas damit zu tun? Als man auf dem Klo einen übel zugerichteten Soldaten findet, dessen Handynachrichten darauf hindeuten, das sich eine Seuche ausbreitet, eskaliert die Lage.

Aber es handelt sich hierbei eben um einen Alex de la Iglesia Film, was uns gleich sagt, das hier kein Horrorfilm, sondern eine tiefschwarze Komödie, das Spezialgebiet des renommierten Spaniers, aus den Ereignissen entsteht.

Dessen besten Streifen ALLEIN UNTER NACHBARN gibt es immer noch nicht auf Blu Ray, was eigentlich eine Frechheit ist. Auf diese Veröffentlichung warte ich schon seit Jahren. Vielleicht kann KOCH MEDIA sich ja dieser annehmen.

EL BAR wird gegen Ende dann doch sehr skurril und natürlich sind die Charaktere überzeichnet. Zudem nervt der Bettler etwas mit seinen Bibelsprüchen.

Da ich aber nun wahrlich kein Fan der Komödie bin, ist es ein gutes Zeichen, das ich mindestens 4 mal laut gelacht und mehrfach gegrinst habe, was mir nur sehr selten passiert.

Die Schauspieler sind alle in Deutschland nicht so bekannt, aber die Synchronisation ist glücklicherweise sehr gelungen, was insbesondere bei Streifen aus Italien und Spanien oft nicht der Fall ist.

So bleibt unter dem Strich ein typischer De La Iglesia mit überzogenen Charakteren und einem doch recht amüsanten Plot. Zum Schluss hätte ich mir jedoch eine etwas spektakuläre Auflösung gewünscht. Aber man kann nicht alles haben.

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LIFE (Sony Pictures)

am 01. September 2017 unter Horror, SciFi abgelegt

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Die Forschungsmission einer Gruppe Wissenschaftler auf einer internationalen Raumstation hat den Beweis für Leben auf dem Mars gefunden. Das Kerlchen, bei dem man sich auf den Namen Kelvin (oder Calvin?) einigt, ist zwar nur ganz klein, aber es lebt. Leider bleibt es nicht so niedlich und entwickelt sich mit steigender Größe auch zu einer echten Gefahr für die Crew, die natürlich nicht voraussehen konnte, was sie sich hier an Bord geholt hat.

Es wurden ja nun schon genug Zusammenfassungen dieses Films geschrieben, ich denke da kann ich mich kurz halten, will aber dennoch meine Meinung kundtun, denn ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Film gesehen habe, bei dem soviel Potenzial verschenkt wurde.

Die erste halbe Stunde ist absolut gelungen. Wie man sich dem ganzen nähert und den fremden Organismus erforscht, ist glaubwürdig geschildert und auch faszinierend bebildert.

Aber genau diese Glaubwürdigkeit geht dem Film bald komplett verloren. Die Handlungsweisen der Wissenschaftler und Raumfahrer sind teilweise dermaßen bescheuert, das man meint, man hätte hier Ahnungslose ins All geschickt.

Dazu gesellen sich dann natürlich wieder völlig unglaubwürdige Zufälle, da man diese benötigt, weil die Geschichte sonst nicht vorwärts gegangen wäre.

Mittendrin ein völlig unterforderter Jake Gyllenhaal, der wohl aus irgendeinem Grund Geld brauchte, denn seine Rollenauswahl ist ansonsten doch sehr gut. Ryan Reynolds darf den coolen Ami spielen und dazu gibt es noch den Asiaten und die Russin und schon ist die Klischeeparade perfekt.

Natürlich gibt es hier technisch nichts zu meckern, und auch die Weltraumbilder sind fantastisch, aber das Drehbuch ist eine einzige Katastrophe. Lediglich das wirklich überraschende Ende sammelt dann wieder einen Pluspunkt.

Ein Film der mich extrem an SPLICE erinnerte, denn auch da näherte man sich der Thematik anfangs sehr interessant und subtil, um am Schluss in Monsteraction zu ersticken. Dieses Schicksal ereilt auch LIFE.

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IN THE DARK (Splendid Film)

am 01. September 2017 unter Horror abgelegt

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Die junge Mutter Joanna zieht gemeinsam mit ihrem Mann, einem Schauspieler, der auch schon bessere Zeiten gesehen hat, sowie ihrem kleinen Sohn, in eine neue Wohnung. Die Vermieterin jedoch bekommen die neuen Gäste nie zu sehen. Dafür merkt Joanna aber schnell, das in diesem Haus etwas nicht stimmt. Neben unheimlichen Geräuschen und verrückten (nein die sind nicht bescheuert, befinden sich aber an anderen Stellen als zuvor) Möbeln, zieht es ihr kleines Kind latent zu dem Zimmer, das für sie eigentlich tabu ist. Nur dort schläft er ruhig, während er sonst den ganzen Tag plärrt. Während ihr Mann kaum zu Hause ist findet die junge Mutter heraus, das in diesen Räumlichkeiten schreckliche Dinge passiert sind, die auch Auswirkungen auf die junge Familie haben werden.

Normalerweise sind es ja eher Häuser die spuken, hier ist es eben eine Wohnung, wobei IN THE DARK jetzt auch nicht wirklich ein klassischer Film dieses Genres ist und einen anderen Ansatz hat.

Die Bewertung für diesen Streifen fällt unheimlich schwer, denn hier gibt es einige sehr weit hergeholte und selbst für das Genre, unglaubwürdige Dinge zu sehen (wieso zieht sie sich z.B. die Klamotten der Frau an die vorher dort lebte), während auf der anderen Seite durchaus pfiffige Momente vorhanden sind.

Insbesondere die Nummer mit dem Telefon und den Danksagungskarten finde ich sehr gelungen. Das blutige Ende ist zwar relativ vorhersehbar, dafür weiß der Schlussgag wiederum zu überzeugen.

Die Hauptdarstellerin wirkt manchmal ein wenig überfordert, da sie den überwiegenden Teil des Streifens alleine tragen muss (sieht man mal vom schreienden Kind ab), was ihr nur bedingt gelingt..

Eine abschließende Note muss ich aber ja verteilen. Da ich ihn sehr spät gesichtet habe und auch nicht abgeschaltet habe, um ihm am nächsten Tag zu Ende zu schauen (passiert mir öfters in der letzten Zeit, muss am Alter liegen) hat er mich doch irgendwo gefesselt.

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VERLEUGNUNG (Universum Film)

am 01. September 2017 unter Drama abgelegt

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Wir befinden uns Ende der 90er Jahre. Die bekannte Autorin Deborah Lipstadt wird vom Holocaust Leugner David Irving vor Gericht gezerrt, nachdem sie ihn in ihrem letzten Buch beleidigt oder zumindest verbal angegriffen hat. Da sie eine Horde von Anwälten zur Seite gestellt bekommt, während Irving alleine agiert, scheint der Gewinn des Prozesses kein großes Problem darzustellen. Doch das englische Recht ist leider deutlich komplizierter als das amerikanische, denn durch ihre Aussagen in dem Buch, muss die Autorin nun nicht nur eine Verteidigung aufbauen, sondern auch noch beweisen, das der Holocaust überhaupt stattgefunden hat.

Dieser Fall ist damals wohl an mir vorübergegangen, denn ich hatte noch nie etwas davon gehört und habe erst danach erfahren, das die Ereignisse so wirklich stattgefunden haben.

Eigentlich kann da nicht viel schiefgehen. Mit Rachel Weisz und Tom Wilkinson, 2 von mir geschätzte Schauspieler in einem Justizdrama, welches eh zu meinen Lieblingsgenre gehört, basierend auf wahren Begebenheiten und einem wirklich interessanten Thema.

Trotzdem hat VERLEUGNUNG mich nicht ganz überzeugt, was weniger an den schauspielerischen Leistungen, als an dem etwas sehr verschachtelten Drehbuch lag. Im Gegenteil, gerade Timothy Spall brilliert als Holocaust Gegner – sicherlich eine Rolle in der man sich nur schwer einfinden kann, die aber auf der anderen Seite natürlich auch ein Glücksfall für jeden Darsteller ist. Mir nimmt Regisseur Scott allerdings das Tempo zu oft heraus, was insbesondere in der Mitte zu Längen führt, die man hätte vermeiden können.

Gelungen ist aber der Einblick in das englische Rechtssystem, das in meinen Augen schon recht merkwürdig ist. Das man bei einer Anklage sogar geschichtliche Fakten belegen muss, um den Prozess zu gewinnen, ist doch reichlich suspekt.

Aufgrund der teilweise wirklich überwältigenden Rezensionen und Höchstwertungen auf allen Seiten hatte ich mir dennoch etwas mehr vorgestellt. Für mich ein solides Gerichtsdrama, mit einem guten Thema, aber doch einigem Leerlauf. Dennoch:

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INFERNAL AFFAIRS – TRILOGIE (Splendid)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

Steel Front

TEIL 1

Cop Yan arbeitet bereits seit Jahren undercover beim Drogenbaron Sam und versorgt seinen Chef mit Informationen, um dem Gangster endgültig das Handwerk zu legen. Das gestaltet sich jedoch nicht ganz einfach, denn auch bei der Polizei hat man einen Spitzel eingeschleust. Der engagierte und scheinbar gesetzestreue Lau warnt seinen heimlichen Boss vor anstehenden Polizeiaktionen. Als sich deren Wege kreuzen, wird es gefährlich und zwar für beide Parteien.

TEIL 2

Wong und Sam sind eigentlich befreundet, stehen aber auf verschiedenen Seite des Gesetztes. Während ersterer ein hohes Tier bei der Polizei ist, arbeitet Sam im kriminellen Gewerbe und ist sich auch nicht zu schade für Oberboss Ngai die Drecksarbeit zu machen. Als deren Familienoberhaupt ermordet wird, droht die Lage zu eskalieren und Wong bittet seinen Freund um Hilfe.

TEIL 3

10 Monate sind vergangen seit Lau den Cop Yan erschossen hat. Eine interne Untersuchung ergab jedoch, das man den Polizisten hierfür nicht verantwortlich machen kann. Auch seine Arbeit für den Gangster Sam blieb unbemerkt, und so wird er wieder für den aktiven Dienst rekrutiert. Lau hat sich geschworen, nun ein besserer Mensch zu werden und gesetzestreu zu handeln – was nicht immer einfach fällt.

So weit die kurzen Zusammenfassungen der 3 Teile, die mittlerweile enormen Kultstatus erreicht haben.

Sollte es noch Menschen geben, die nicht wissen, das Teil 1 einige Jahre später ein amerikanisches Remake namens DEPARTED erhielt (bei dem man eine Besetzungsliste auffuhr, die ihresgleichen suchte) sei dies noch einmal kurz erwähnt. Über die Qualität des Streifens, der bei imdb einen Schnitt von über 8 hat gibt es sicherlich auch keinen Zweifel.

Die Ereignisse des zweiten Teils spielen hingegen in der Vergangenheit, als Sam und Wong noch gut befreundet waren. Der Streifen geht als eigenständiger Film durch und hat außer der Machart und den beiden Darstellern eigentlich nicht sehr viel mit dem Vorgänger zu tun. Andy Lau und Tony Chiu-Wai Leung fehlen natürlich hier zwangsläufig, weil sie da noch nicht im Dienst waren.

Teil 3 hingegen schließt direkt am Debüt an und spielt 10 Monate später. Dies ist auch der schwächste Teil der Trilogie was damit zusammenhängt, das hier dermaßen viele Zeitsprünge dabei sind, bei denen man doch den Überblick verliert. Dem fällt besonders schwer zu folgen, wenn Menschen auftauchen, die vorher schon verstarben. Kennt man Teil 1 nicht braucht man Nummer 3 erst gar nicht schauen sonst versteht man gar nichts.

Den Filmen wurde ein sehr schönes Steelbook kredenzt, das nur unwesentlich teurer ist als die normale Variante, aber ordentlich was hermacht. Die Discs sind glücklicherweise einzeln dabei und die Filme wurden daher nicht komprimiert-gequetscht, um irgendwie Geld zu sparen, was mir bei vielen Veröffentlichungen der letzten Zeit tierisch auf den Zeiger ging.

Bild und Ton stehen aktuellen Produktionen in nichts nach. Ob hier eine Bearbeitung erfolgte ist mir nicht bekannt, spielt im Endeffekt aufgrund der guten Qualität keine Rolle.

Endlich ist auch diese Lücke im Filmregal vieler Sammler geschlossen worden.

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UNTERNEHMEN CAPRICORN (Koch Media)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1977. Der erste bemannte Flug zum Mars steht bevor und die ganze Welt schaut auf Amerika. Doch dann stellt sich heraus, das die Lebenserhaltungssysteme einen Defekt haben und die Astronauten den Flug niemals überleben würden. Also werden sie heimlich aus dem Raumschiff geholt und das Ganze per Fernsteuerung gelenkt. Da die Finanzierung des Raumfahrtprogramms jedoch auf der Kippe steht, hat man ein riesiges Studio gebaut und dort die Oberfläche des Mars nachgestellt. Die Astronauten sollen hier eines der größten Täuschungsmanöver in der Geschichte der Menschheit durchführen und so tun, als wären sie auf dem roten Planeten. Als sie sich weigern, droht man ihnen, ihre Familien umzubringen. Zunächst klappt der Schwindel, doch so langsam fallen einigen Leuten Ungereimtheiten auf – und man kann nicht alle verschwinden lassen…

UNTERNEHMEN CAPRICORN gehört sicherlich zu einem der besten Filme der 70er Jahre und mich wundert, wieso hier noch nie ein Remake gedreht wurde, denn die Möglichkeiten dazu sind gegeben, denn man träumt ja noch immer vom Flug zum Nachbarplaneten

Ob allerdings bei den ganzen technischen Möglichkeiten ein Schwindel so durchführbar wäre, steht wiederum auf einem anderen Blatt. In den Zeiten von Internet, Smartphones und hochentwickelten Computern, wäre das dem Zuschauer vielleicht auch schwer zu vermitteln.

Zudem gab es damals auch noch den Wettlauf der beiden Großmächte USA und RUSSLAND. Zwar mischen heute die Chinesen mit, doch diese berühmte Kalte Krieg-Rivalität existiert, zumindest in der Raumfahrt, heute einfach nicht mehr.

Regisseur Peter Hyams gelang mit einem seiner ersten Filme ein absoluter Hit. Das schaffte er auch noch an anderer Stelle denn EIN RICHTER SIEHT ROT und insbesondere der geniale DAS RELIKT sind auch von ihm.

Die Besetzung ist zudem großartig, James Brolin, Sam Watesrston, Hal Holbrook, Elliot Gould, und viele bekannte Gesichter wirken hier mit.Bis in die Nebenrollen hat man hier bekanntes Personal aufgefahren.

Das Steelbook ist, wie man es von KOCH kennt, sehr hübsch gestaltet. Die Bildqualität ist für so einen alten Film sehr ordentlich, es grieselt an manchen Stellen schon etwas, was aber irgendwie nicht wirklich stört. Dafür ist der Streifen ja auch 40 Jahre alt. Den Ton hat man so gut es ging aufgemotzt und er erfüllt seinen Zweck, besonders beim Start der Rakete dröhnt es recht mächtig aus den Boxen.

Dazu hat man tatsächlich noch Bonusmaterial aufgetrieben, es gibt diverse Interviews unter anderem mit dem Regisseur, den Trailer, Setimpressionen und sogar einen Radio-Spot.

Insgesamt ein rundum gelungenes Gesamtpaketes eines Filmes, der diese Qualität allerdings auch verdient.

BOYS IN THE TREES (Lighthouse)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Corey, Jango und ihre Skater-Clique, genannt ‘Die Gromits’, feiern ihren Abschied von der High-School – nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Herrschaften, die sich das aber selbst nicht eingestehen wollen. Eines Abends trifft Corey seinen ehemals besten Freund Jonah wieder. Dieser wird von den Skatern gemobbt und als Schwächling bezeichnet, und eigentlich will auch Corey, der eben jetzt zu den „Coolen“ gehört nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch an diesem Abend kommen, als sie zusammen nach Hause gehen, alte Erlebnisse wieder hoch und die beiden nähern sich wieder an, erinnern sich an frühere gemeinsame Momente und Zeiten. Jonah entführt seinen ehemaligen besten Kumpel in eine merkwürdige, imaginäre Wunderwelt – doch auch diese Nacht ist irgendwann vorbei.

Normalerweise brauche ich für eine Zusammenfassung eines Filmes nur wenige Minuten, da sie ja nur kurz wiedergeben soll, was dort passiert und das erfordert nun wahrlich kein großes journalistisches Können. Hier habe ich mich aber dermaßen schwer getan, denn BOYS IN THE TREES ist einer der ungewöhnlichsten Filme die ich seit langem gesehen habe.

Was als Drama um ein paar Jugendliche beginnt, wandelt sich im Laufe des Films, unterstützt durch Mystery und Fantasy-Einflüsse zu einer Parabel über wahre Freundschaft.

Wenn man sich das Cover ansieht könnte man meinen, das das hier eher Richtung Horror geht, doch das ist mitnichten der Fall.

Die Dialoge sind teilweise hochklassig und die beiden Hauptdarsteller liefern eine grandiose Leistung ab.

Normalerweise gebe ich bei solchen Filmen gerne eine Referenz an, damit der Zuschauer weiß, auf was er sich hier einlässt, doch das fällt in diesem Falle extrem schwierig, weil sich der Film auch in kein Korsett zwängen lässt und viele Genre auf einmal bedient.

Zudem hat das ganze einen sehr stimmigen Schluss, der allerdings nichts für Freunde des gepflegten Happy-Ends ist und das einen ein wenig traurig zurück lässt.

Fazit: Ein faszinierender Mix aus Drama, Mystery, Thriller und weiteren Elementen diverser Genre, den man sich auf jeden Fall mal ansehen sollte. Selbst wenn man den Film nicht mag, kann man danach sagen, das man so etwas noch nie gesehen hat. Die Bewertungen bei imdb sind zudem recht hoch, was mir zeigt, das noch andere von diesem Streifen beeindruckt waren, dem zudem eine sehr gute Synchro spendiert wurde.

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OHNE JEDE GNADE (Koch Media)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Mimmo ist nach außen eher der gemütliche Typ und arbeitet als Bauarbeiter – jedoch nur offiziell, denn nebenbei treibt er für seinen Onkel Schulden ein und ist dabei nicht wirklich zimperlich.Eines Tages lernt er die Prostituierte Tanja kennen, Er soll einen Tag auf das Mädel aufpassen. Als er mit ansehen muss, wie sie vergewaltigt wird, rastet er aus und tötet den Täter, der leider der Sohn seines Onkels ist. Nun steht er auf der Abschussliste. Er plant mit Tanja zu fliehen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Der Titel des Films ist etwas weit hergeholt und weckt auch andere Vorstellungen, denn im Grunde ist dieser Streifen eine Charakterstudie und kein Mafia-Thriller, als der er verkauft wird, was aber natürlich verkaufsfördernder ist.

Inmitten dieses Szenarios wandert Pierfrancesco Favino , den man in diesem Streifen 20 Jahre älter aussehen lässt als er wirklich ist (und der mir auch unheimlich dick vorkommt im Vergleich zu seinen Auftritten in RUSH oder WORLD WAR Z), auf den Spuren De Niros, denn das wäre auch eine Rolle für den vielleicht besten Schauspieler aller Zeiten gewesen.

Wer sich auf den Film einlassen kann, der wie gesagt eher ein Drama denn ein Thriller ist, wird mit guten Darstellern (auch die Nebenrollen sind ordentlich besetzt) und einem durchaus realistischen Plot belohnt, der mir persönlich gegen Ende aber ein wenig zu melodramatisch ausfällt.

Insgesamt unterscheidet sich OHNE JEDE GNADE enorm von den üblichem Mafia- bzw. Camorrafilmen und auch die üblichen Klischees werden nicht so stark bedient wie in Streifen dieser Genre üblich.

So bleibt ein gut gespieltes Drama mit einem sehr präsenten Hauptdarsteller, der ein wenig aussieht wie Bud Spencers kleiner Bruder, was aber perfekt zur Rolle passt.

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VIRAL (Capelight/ALIVE)

am 17. August 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Emma und Stacey sind gerade in eine öde Kleinstadt umgezogen und nicht  begeistert. Das ist jedoch das kleinere Übel zu dem was dann passiert. Eine geheimnisvolle Seuche scheint sich rasend schnell zu verbreiten und verwandelt Menschen in recht blutgierige Wesen. Diese Epidemie macht auch vor der Kleinstadt nicht halt – und sie kommt ganz plötzlich. Schon nach kurzer Zeit wird alles unter Quarantäne gestellt. Ansteckungen sind sofort zu melden. Leider ist auch Stacey von dem Mist infiziert worden, doch es fällt Emma sehr schwer, sie den Behörden zu überlassen. Sie versucht sie zu schützen und hofft das das ganze verschwindet, wenn sie den Parasit selbst entfernt…

VIRAL ist ein durchaus gelungener Horrorstreifen, der das ganze mit ein wenig Teenie-Romanze würzt, was aber nicht wirklich störend ist. Der Look entspricht zudem nicht wirklich dem eines B-Movies. Da sieht man schon, das hier Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen. Der Regisseur hat zuletzt NERVE abgeliefert der auch günstiger war, als er aussah.

Die beiden Schwestern kommen mir irgendwie bekannt vor, ich kann sie aber nicht wirklich zuordnen. Ihre Leistungen sind ansehnlich. In einer relativ kleinen Rolle agiert Michael Kelly, der Berater von Kevin Spacey in HOUSE OF CARDS, als deren Vater.

Etwas unbefriedigend fällt das Ende aus, denn irgendwie erwartet man doch noch irgend etwas, was dann doch nicht passiert. Meiner Meinung nach hat man dies bewusst offen gelassen, um sich die Chance einer Fortsetzung zu erhalten.

Ob diese kommen wird bleibt unwahrscheinlich, denn einen riesigen Erfolg konnte VIRAL nun nicht verbuchen. Zudem ist die Thematik auch nicht mehr wirklich neu oder gar innovativ.

Trotzdem ein insgesamt unterhaltsamer Streifen mit, insbesondere für dieses Genre, guten Schauspielern, die einem als Zuschauer auch gleich sympathisch sind und mit denen man deswegen auch mitfiebert.

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