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SHOCK WAVE (Koch Media)

am 31. März 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Cheung gilt als bester Mann im Polizeidezernat, wenn es um die Entschärfung von Bomben geht. Und seine Qualitäten werden gebraucht, als in Hongkong eine Bombe nach der nächsten gefunden wird. Schnell stellt sich heraus, das dies kein Zufall ist, sondern das der Bandenchef Blast dahinter steckt. In seiner Gang hatte sich Cheung vor Jahren undercover eingeschleust, ihn verraten und dabei seinen Bruder festgenommen. Dieser will jetzt Rache und seinen inhaftierten Verwandten zurück. Für dieses Vorhaben hat er den Cross-Harbour-Tunnel blockiert und hunderte Geiseln genommen. Wenn die Bomben hier hochgehen, liegt die ganze Umgebung in Schutt und Asche und es werden jede Menge Menschen dabei draufgehen.

Ich kann mich nicht erinnern, Andy Lau mal in einem schlechten Film gesehen zu haben. Der beste Schauspieler, den Hongkong zu bieten hat, produzierte SHOCK WAVE auch gleich mit.

Die Filme in denen der beliebte Darsteller mitwirkt sind dafür bekannt, eher amerikanischen Vorbildern zu folgen und so zum Beispiel auch europäischen Sehgewohnheiten gerecht zu werden.

SHOCK WAVE ist ein gradliniger Action-Thriller, mit reichlich Spannungsmomenten und eben einem grandiosen Hauptdarsteller, der, man kann es kann glauben, mittlerweile bereits 56 Jahre alt ist. Wenn man ihn so sieht, könnte man meinen er ist bestenfalls Mitte 30.

Der Unterschied zu den amerikanischen Vorbildern ist wie so oft das Budget, denn hier wurden nur etwa 20 Millionen investiert. Damit wäre Hollywood nicht annähernd ausgekommen, obwohl der Film sich in Sachen Explosionen und Effekten wahrlich nicht verstecken muss.

Sehr gelungen ist die Synchronisation. Auch wenn man das nicht unbedingt erwähnen muss, sondern eigentlich voraussetzen sollte, stellte sich in der Vergangenheit immer wieder heraus, das durch miese Sprecher der ganze Film ruiniert wurde – gerade bei Streifen aus dem asiatischen Raum.

So bleibt unter dem Strich ein actionreicher und unterhaltsamer Streifen, der, wie bereits oben erwähnt, sich eher an westlichen Sehgewohnheiten orientiert.

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NIGHTMARE – SCHLAF NICHT EIN (Tiberius Film)

am 27. März 2018 unter Horror abgelegt

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Alice ist eine junge Ärztin, die in einem Schlaflabor arbeitet. Da sie selbst mit schlimmen Träumen zu kämpfen hat, seit ihr Bruder aus dem Fenster stürzte, versucht sie auch anderen zu helfen, die, die gleichen Probleme haben. Als sie eines Tages von einer verzweifelten Familie aufgesucht wird, die seltsamerweise komplett unter grauenhaften Alpträumen leidet, versucht sie, ihnen zu helfen und geht an diese Sache natürlich rein wissenschaftlich heran, doch sie muss bald feststellen, das sie hiermit nicht weiterkommt. Mit zunehmender Dauer erkennt sie, dass die Geschichte der Familie den gleichen Hintergrund hat, wie ihre eigene, doch wie soll man etwas übersinnliches bekämpfen, das einen im Schlaf heimsucht? Irgendwann muss eben jeder Mensch mal schlafen.

Der Streifen heißt in Original SLUMBER, was wesentlich besser passt, als der deutsche Verleihtitel, der wohl versucht, hier Assoziationen mit Freddy zu wecken, was aber kompletter Unfug ist.

Denn dieser Film hier glänzt mit einer sehr schönen Atmosphäre und subtilem Horror ohne große Gewaltexzesse und erinnerte mich in seiner ganzen Machart ein wenig an BABADOOK.

Gemeinsam hat er mit diesem auch teilweise grottenschlechte Kritiken (Babadook hat bei amazon einen völlig unverständlichen Schnitt von 2,4), denn bei imdb gibt es hierfür zum Zeitpunkt dieser Kritik eine lächerliche 4,7. Haben die alle einen anderen Film gesehen?

Maggie Q, bekannt geworden mit den drei Teilen der „Bestimmung“, liefert als junge Psychologin eine exzellente Leistung ab. Dieser Rolle ist komplett anders gelagert, als die vorherigen und zeigt sie von einer völlig anderen Seite.

Ob man diesen merkwürdigen alten Mann kurz vor Ende, der so bescheuert spricht wirklich mit hätte einbringen müssen, weiß ich nicht, denn dieser Charakter wirkt mir arg überzeichnet, auch wenn er eine wichtige Rolle spielt bei der Auflösung.

Trotz der kleinen Mängel in der B-Note ein kleiner Geheimtipp, für Menschen denen Atmosphäre wichtiger ist als Blutvergießen. Die Szenen im Schlaflabor sind absolut klasse und stellen die Highlights des Streifens dar.

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BOY MISSING (Koch Media)

am 27. März 2018 unter Thriller abgelegt

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Das Leben der erfolgreichen Anwältin Patricia de Lucas wird schlagartig zum Alptraum, denn ihr kleiner Sohn Víctor ist spurlos verschwunden und die ansonsten toughe Frau wird von Ängsten heimgesucht, dass ihrem kleinen etwas passiert ist. Doch einige Stunden später taucht Víctor bereits wieder auf. Er blutet zwar am Kopf und ist komplett verwirrt – ansonsten scheint es ihm aber gut zu gehen. Er erzählt, das er von einem Unbekannten entführt und dann wieder frei gelassen wurde. Nach seinen Angaben wird dann ein Phantombild erstellt, das relativ eindeutig auf einen bekannten Straftäter hinweist. Schnell allerdings stellt sich heraus, das hier viele Dinge ganz anders sind, als sie zunächst scheinen.

Die Spanier, das habe ich auch schon öfters erwähnt, haben in den letzten Jahren enorm aufgeholt. In den 90er Jahren eher belächelt, wird die Qualität der Filme aus dem Land der Paella immer besser.

Nachdem zunächst gelungene schwarze Komödien (zumeist von Alex de la Iglesias) und Horrorfilme wie NAMELESSS für Furore sorgten, hat man sich in den letzten Jahren auf Thriller spezialisiert, wobei insbesondere der Name Oriol Paulo immer wieder positiv auffällt.

Nach den beiden genialen Geschichten von THE BODY und DER UNSICHTBARE GAST, der zu den besten Thrillern gehört, die ich jemals gesehen habe, legt er auch hier wieder eine wendungsreiche und interessante Geschichte vor und ich denke irgendwann wird auch Hollywood diesen begabten Schreiber entdecken.

Ähnlich wie bei vorgenannten Filmen ergeben sich immer wieder Twists, die man nicht voraussehen kann – einer der größten Stärken von Oriol Paulo. Immer wenn man glaubt man weiß was als nächstes passiert kommt es doch ganz anders, was in oben aufgeführten Filmen sogar noch etwas extremer war.

BOY MISSING ist ein überraschender und spannender Thriller, der am Ende mit einer wirklich originellen Schlusspointe aufwartet, auf die nun wahrlich kein Mensch kommen kann. Wie alle Filme in denen Oriol Paulo mitwirkt eine Empfehlung wert.

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LINE OF DUTY – STAFFEL 4 (Justbridge)

am 27. März 2018 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Nachdem sie nun schon seit Monaten auf der Jagd nach einem Serienmörder ist, steht DCI Roz Huntley unter immensem Druck, denn ihre Chefs wollen nun endlich Resultate sehen. Als eine weitere Frau entführt wird, hat man schnell einen Schuldigen gefunden, nämlich einen eher geistig einfach strukturierten jungen Mann, der schon einmal wegen Belästigung aufgefallen ist. Roz ignoriert eindeutige forensische Beweise, auf die sie ihr Kollege hinweist, nur um einen Schuldigen präsentieren zu können und schreckt sogar vor Mord an ihrem Kollegen nicht zurück. Der kommt leider zu spät, denn dieser Forensiker dem sie um die Ecke bringt, war bereits mit der AC-12 in Verbindung getreten Deren Super Intendant Hastings schleust daraufhin DS Kate Fleming dort ein, um undercover zu ermitteln, während DS Steve Arnott von außen Druck aufbaut um Roz in die Enge zu treiben. Doch die ist mit allen Wassern gewaschen.

Mittlerweile geht LINE OF DUTY in die vierte Runde und es ist erstaunlich, das diese Serie nicht an Qualität verliert. Die mit Abstand schwächste Staffel war Nummer 1, die ich immer noch gut fand, jedoch waren die beiden Nachfolger, die inhaltlich zusammenhingen schon grandios. Mit der neuen Staffel hält man hier problemlos das hohe Niveau.

Glücklicherweise konnte man auch das gesamte, altbekannte Team wieder bewegen, bei dieser Staffel mitzuspielen, was dem Ganzen natürlich zu Gute kommt, weil man die Hintergründe der Personen schon kennt.

Sollte jemand allerdings die vorhergegangen Staffeln nicht kennen, kann man dem Geschehen trotzdem folgen, da sich nichts auf früheres bezieht und das hier ein wirklich eigenständiger Fall ist.

Mit dabei sind wieder Vicky Mc Clure und Martin Compston, die beide als Team perfekt funktionieren und die ihren Charakteren eine hohe Glaubwürdigkeit verleihen, so dass sich LINE OF DUTY nach SPOOS und HAUTNAH zu einer meiner Lieblingsserien aus GB entwickelt hat.

Leider ist aber wohl nach dieser Staffel Schluss, denn die Einschaltquoten waren nicht sehr gut und es wurden überhaupt nur weitere produziert, weil die Kritiken sich überschlugen. Das ist ähnlich wie hier in Deutschland, wo man die besten Serien einstampft, totaler Müll aber merkwürdigerweise endlos läuft (von wenigen Ausnahmen abgesehen).

Wer die Serie nicht kennt, sollte sich die Gesamtbox zulegen, denn die Entwicklung der Charaktere ist durchaus interessant und die Serie wird immer besser.

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Der Holcroft-Vertrag (Koch Media)

am 27. März 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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40 Jahre nach Kriegsende soll die unvorstellbare Summe von satten 4 Billionen Dollar an den New Yorker Architekten Noel Holcroft übergehen, dessen Vater einer der Finanzberater Hitlers war. Angeblich soll das Geld dazu dienen, Opfer des Holocausts zu unterstützen. Als diverse Attentate auf ihn verübt werden, beginnt er schon zu ahnen, das die Kohle für ganz andere Dinge verwendet werden soll und Leute etwas dagegen haben, das er die Summe bekommt. Nach diversen Nachforschungen kommt heraus, das es dafür gedacht ist, ein Viertes Reich zu schaffen.

Die Geschichte dieses Streifens ist wirklich originell. Zudem muss ich zugeben, den Film noch niemals gehört, geschweige denn gesehen zu haben und war doch sehr überrascht, denn statt einem altbackenen Krimi gibt es hier wirklich einen interessanten und wendungsreichen Thriller zu sehen, von dem ich allerdings, wenn man die Kleidung und ähnliches betrachtet, davon ausging, das er aus den 70ern stammt. Er entstand jedoch 1985.

Michael Caine sieht man eh immer gerne und auch die Nebendarsteller, die mir allerdings größtenteils ebenso unbekannt sind wie der Streifen selbst, spielen überzeugend. Einer der seltenen Fälle in denen ein Film aus den 80ern die Zeit gut überstanden hat, denn auch die Dialoge sind nicht so grässlich wie bei vielen Filmen, die, wenn man sie heute sieht, einfach nur bescheuert wirken, obwohl man diese mal toll fand.

Die vorliegende Blu Ray weist ein hervorragendes Bild auf. Hier sieht man nicht das geringste Rauschen oder Grieseln – würde man die Klamotten und die Synchronisation verändern, würde man nicht glauben, dass dieser Streifen schon 33 Jahre auf dem Buckel hat.

So ist dieser Film im Gesamtpaket nicht nur für diejenigen interessant, die ihn schon immer gut fanden, sondern auch für Freunde ungewöhnlicher Geschichten, die ihn eben noch nicht kennen.

Vielleicht kann mir mal jemand erklären, wieso der Film auch schon unter dem Namen 40 Millionen Dollar-Mann vor einigen Jahren erschien…

BORG VS. MCENROE (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1980: Das Wimbledon-Endspiel steht an und könnte für den amtierenden Champion Borg ein Triumphzug werden, da 5 Siege noch nie jemand vor ihm geschafft hat. Borg jedoch ist ausgebrannt und obwohl erst 24, denkt er bereits ans Aufhören. Ihm im Nacken sitzt ein junger, aufstrebender Amerikaner Namens Mc Enroe, der hungrig auf seinen ersten großen Titel ist. Im Gegensatz zu dem eher introvertierten Borg, ist dieser ein Schreihals und legt sich ständig mit dem Schiedsrichter und den Zuschauern an. Es beginnt nicht nur ein sportliches Endspiel, sondern auch ein Psychoduell zwischen den beiden Kontrahenten.

Sportfilme sind eigentlich meistens interessant, weil man viele Geschichten eben nicht so gut kennt. Da ich selbst als kleiner Steppke immerhin mal Nummer 3 in meinem Bundesland meines Altersjahresganges war, habe ich zum Tennis natürlich einen besonderen Bezug. Zudem war ich immer Mc Enroe-Fan, weil ich es liebte, das mal jemand Krawall machte und nicht immer, wie die meisten, reglos über den Platz schlich.

In Sachen Besetzung hat man hier alles richtig gemacht, denn sowohl Shia LaBeauf (der privat auch nicht gerade als Leisetreter gilt) als auch Sverrir Gudnason sind perfekt besetzt und haben sich im Vorfeld gut mit ihren Charakteren auseinandergesetzt, denn sie ahmen deren Eigenarten und zum Beispiel die Aufschlagbewegungen perfekt nach. Auch optisch hat man das (insbesondere bei Gudnason) gut hinbekommen.

Beide Sportler, die damals als große Rivalen galten und in der Presse sogar als Feinde dargestellt wurden, verstehen sich heute blendend, denn Borg ist sogar Mc Enroes Trauzeuge. Letzterer war mit dem Streifen auch nicht zufrieden, weil er die Dinge nicht so empfand, wie sie dargestellt wurden, während Borg meinte, das dies doch der Realität schon sehr nahekam.

Ein bisschen stressig sind die Schnitte während des Tennisspiels. Klar man schneidet immer wieder Originalszenen und nachgestellte dazu und muss da natürlich schnell cutten, damit man keinen Unterschied sieht, aber manchmal ist mir das zu hektisch.

Unter dem Strich ein interessantes Sportlerdrama, das allerdings doch eher Tennisfans interessieren dürfte. Einige Nebenfiguren wie zum Beispiel Peter Flemming, der später Doppelpartner Mc Enroes wurde und mit ihm totel auf Titel holte, werden nur kurz angeschnitten und wenn jemand sich nicht auskennt, weiß er gar nicht wer diejenige Person nun gerade ist und welchen Stellenwert sie hat. Zudem ist die Geschichte insgesamt etwas sehr auf den Schweden fixiert und nicht ganz ausgewogen. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert, alleine wegen des Flairs.

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DIE KILLERBRIGADE (Koch Media)

am 07. März 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Ende der 80er Jahre beginnt der Kalte Krieg langsam abzunehmen, was einigen Herrschaften gar nicht passt, denn Sergeant Gallagher findet heraus, das ein Attentat auf den russischen Generalsekretär verübt werden soll, während er den amerikanischen Präsidenten trifft. Gallagher versucht das mit Hilfe einer Freundin zu verhindern, doch das Komplott reicht bis in die höchsten Kreise, und bald weiß er nicht mehr, wem er noch trauen kann.

Der Streifen ist aus dem Jahre 1989 und spielt im noch zweigeteilten Berlin. Daher sind einige Aufnahmen sehr interessant.

Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, gerade aus dieser Zeit, ist KILLERBRIGADE auch heute noch sehr gut ansehbar, wenn auch einige Sprüche etwas altbacken wirken und man sich so heute nicht mehr ausdrücken würde.

Doch die Geschichte ist irgendwie immer noch aktuell und auch heute ist das Verhältnis zu Russland, auch von Seiten Deutschlands, ja durchaus wieder angespannter.

Regisseur Andrew Davis hatte wenige Jahre später seinen großen Durchbruch mit AUF DER FLUCHT und AUF DER JAGD, zeigte hier aber schon was er kann, denn der Streifen ist durchaus spannend.

Gene Hackman ist hier mal wieder in einer Paraderolle zu sehen. Ich finde irgendwie, das der Mann in die Rolle eines Militärangestellten einfach am besten passt. Tommy Lee Jones spielt eine kleine, aber wichtige Nebenrolle.

Das Bild des Films wurde ausgezeichnet restauriert, nur ganz am Anfang ist er etwas grobkörnig, danach sieht er aber beinahe aus wie eine neuere Produktion, der Ton ist angemessen.

Ich muss zugeben, das ich den Streifen noch nie gesehen hatte, von daher war ich doch überrascht, wie gut er die Zeit überlebt hat.

BAD BANKS (Av Visionen)

am 07. März 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Im Zentrum der Geschichte steht die junge, hochbegabte Investmentbankerin Jana Liekam, die bei einer internationalen Großbank in Luxemburg arbeitet. Als sie für den Fehler eines anderen gefeuert wird, vermittelt ihre Ex-Chefin Christelle Leblanc ihr einen Job bei einer Bank in Frankfurt. Leblanc ist es auch, die Jana den Tipp für ein hochattraktives, aber äußerst riskantes Geschäft gibt, mit dem sie ihren neuen Chef Gabriel Fenger so sehr beeindruckt, dass er ihr die Leitung des Projektes überträgt. Allerdings tut die Dame das alles nicht ohne Gegenleistung, denn Jana soll Beweise dafür sammeln, dass die Firma Dreck am Stecken hat. So wird der Druck auf sie immer größer, denn das Projekt muss in wenigen Wochen fertig sein und die Zeit rinnt unaufhaltsam weiter. Zudem muss sie sich irgendwann entscheiden, ob sie ihrem Chef treu bleibt oder Leblanc ihre Geheimnisse preisgibt.

Ich hätte mir die Serie gar nicht angesehen, wäre sie mir nicht von Helmut M. empfohlen worden, den ich hiermit ganz herzlich grüße.

Auch wenn man in einigen Abschnitten nicht ganz folgen kann, weil man eben kein Insider ist und viele Fachbegriffe und Gespräche nicht versteht, ist die Serie durchweg spannend.

Als Glücksgriff erweist sich die Besetzung von Desiree Nosbusch, die als leicht angegraute Eminenz dem ganzen einen enormen Stil verleiht. Auch das Kommissar Rex Herrchen Tobias Moretti habe ich noch nie so gut gesehen. Die Hauptdarstellerin Paula Beer hat zwar schon in einigen Filmen mitgewirkt, die habe ich aber alle nicht gesehen und auch sie hat mich vollkommen überzeugt.

Selten hat man aus deutschen Landen ein so gutes Drehbuch mit ständigen Wendungen verfilmt gesehen, das mit großer Suchtgefahr einhergeht, denn eigentlich will man immer wieder sofort wissen, wie es weitergeht, doch 5 Stunden am Stück waren mir dann doch zu lang.

Das Ende hat man ebenfalls geschickt offen gelassen und zwar so, das die Geschichte zwar abgeschlossen, aber eine zweite Staffel durchaus noch im Bereich des Möglichen liegt, was sehr wünschenswert wäre, denn nachdem man schon die genialen CLUB DER ROTEN BÄNDER eingestellt hat (warum verstehe ich bis heute nicht) gibt es hier auch mal wieder Thrillerkost, die weit über Tatort-Niveau hinausgeht.

Fazit: So gut kann deutsches Fernsehen sein, was man eigentlich gar nicht mehr gewohnt ist. Menschen die sich diese Serie nicht gleich kaufen möchten, können sie in der Mediathek der ZDF abrufen. Eine Anschaffung lohnt sich aber definitiv. In wie weit das alles realistisch ist, vermag ich jedoch nicht zu sagen.

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IMMIGRATION GAME (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Europa in einer nahen Zukunft: Kein Land nimmt noch Flüchtlinge auf, außer Deutschland, allerdings muss man hierfür erst einen Spießrutenlauf überstehen. Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, wird man in der Fernsehsendung „Immigration Game“ eingesetzt. Wer als „Runner“ bei diesem Spiel mitmacht, wird am Berliner Stadtrand ausgesetzt und muss sich seinen lebensgefährlichen Weg bis zum Fernsehturm bahnen. Besonderen Anreiz für den deutschen Bürger – er kann ein Preisgeld einheimsen, für jeden Flüchtling den er tötet. Als der Versicherungsangestellte Joe einem hilft und dabei in Notwehr einen „Hunter“ tötet, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Es sei denn, er nimmt selbst als „Runner“ teil.

Das hört sich eigentlich ganz interessant an und Potenzial ist durchaus vorhanden, doch leider kein Budget. Auch wenn ich ja normalerweise ein Herz für B-Movies habe, wirkt das hier noch etwas sehr preisgünstig. Zudem haben die Darsteller alle merkwürdige Stimmen, was um so seltsamer ist, da es eine deutsche Produktion ist. Ich habe keinen der Hauptpersonen übrigens jemals vorher gesehen.

Zudem kann sich der Film nicht entscheiden, ob er jetzt ein Drama oder Thriller sein möchte. Und die Systemkritik ist weit hergeholt.

Natürlich sind Bezüge zu aktuellen Ereignissen hier gewollt, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das die neuen Gäste mal so etwas durchmachen müssen, da sie in Deutschland ja doch eher sehr wohlwollend aufgenommen werden.

Bevor ich aber zu politisch werde fasse ich das ganze mal als „netter Versuch einer Zukunftsutopie“ ab, der es aber sowohl an einer guten Kamera (hier wird gewackelt bis einem schwindelig ist) als auch an einem gescheiten Drehbuch fehlt.

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THE ART OF REVENGE (MFA/Alive)

am 01. März 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Als die junge Kunststudentin Noelle von ihrem charmanten Kommilitonen Luke auf eine Party eingeladen wird, ist sie zunächst hocherfreut, denn auf den steht sie schon ziemlich lange. Als man sich dann auf ein Zimmer begibt und mit dem Vorspiel beginnt, merkt sie aber, das sie doch noch nicht bereit dazu ist, was den Herren aber wenig stört, also vergewaltigt er sie. Jedoch glaubt ihr danach niemand unter anderem, weil man denkt, das Luke jede haben könne. Im Internet stößt sie auf einen ähnlichen Fall und nimmt mit der jungen Frau Kontakt auf. Ihr Hass gegenüber Männern wird daraufhin so groß, das sie beginnt einen nach dem anderen zu entsorgen.

Und wieder mal eine Eastwood, die die Hauptrolle spielt. Wie viele Kinder hat der Mann in seinem Leben eigentlich gezeugt, ich kenne ja schon alleine 3 die in der Schauspielerei tätig sind? Ähnlichkeit mit ihrem Vater hat sie allerdings überhaupt keine, insbesondere die Kulleraugen verbindet man nun wahrlich nicht mit Daddy Clint.

Und ich bin überrascht – das Mädel bringt durchaus schauspielerisches Talent mit, denn ihre Rolle als Kunststudentin ist durchaus facettenreich. Anfangs eher das unscheinbare Mauerblümchen, nimmt man ihr die Wandlung zum mordendem Vamp durchaus ab. Das aber alle Typen plötzlich auf sie stehen halte ich für etwas weit hergeholt.

Interessant ist die Verbindung zur Kunst, denn ist sie am Anfang eher eine mittelmäßig begabte Malerin, wächst die Qualität ihrer Bilder mit jeder ihrer Gewalttaten. Die Assoziation dieser beiden Dinge hat mir gut gefallen und kannte ich so noch nicht.. Allerdings hätte ich den Film anders enden lassen.

ART OF REVENGE ist eher ein Drama mit Thrillerelementen, auch wenn der Trailer etwas anderes vermuten lässt. Trotzdem unterhaltsam und an manchen Stellen auch recht morbide.

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