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Archiv der Kategorie 'TV-SERIE'

SHADES OF BLUE (Universal Pictures)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Harlee Santos ist alleinerziehende Mutter einer 17-jährigen Tochter und Detective beim NYPD. Ihr korrupter Vorgesetzter Matt Wozniak und sein Team aus dem 64. Bezirk arbeiten nach ihrem ganz eigenen Gerechtigkeitssystem, in das auch Harlee integriert ist . Gegen Bezahlung drücken sie gerne mal ein Auge zu, wenn irgendwo in New York ein Verbrechen geschieht. Als mal wieder so ein Deal ansteht wird Harlee vom FBI festgenommen und als Informantin verpflichtet. Im Gegenzug dafür erhält sie Straffreiheit. Doch Beweise gegen ihren Chef Wozniak zu beschaffen, ist gar nicht so einfach. Zudem ist dieser wie ein Vater für sie und ihre Tochter, und so kommt sie immer wieder ins Zweifeln, ob das was sie hier tut, wirklich das Richtige ist.

Die Geschichte hört sich nicht sonderlich spektakulär an und daraus gleich eine ganze Serie zu zimmern kann ja nur in die Hose gehen – dachte ich.

Doch ich wurde wirklich positiv überrascht. Eigentlich hat man nie das Gefühl, das alles in die Länge gezogen wird – Wozniak ist nur eben ein kluger Kopf, der sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen lässt. Zudem lösen die Cops auch noch „normale „ Fälle, so das sich nicht alles um die Bloßstellung des Bösen dreht.

Ray Liotta ist mal wieder in Bestform. Wenn er die Augen aufreißt, weil er einen Verräter vermutet oder sich anderweitig aufregt, bekommt man richtiggehend Angst. Eine absolute Paraderolle für den, in meine Augen immer noch, underrateten Schauspieler.

Überraschend gut hingegen die Performance von Wackelarsch Lopez, die ich selten so überzeugend gesehen habe. Gerade wenn ich mich an BOY NEXT DOOR erinnere, da war sie absolut grausig. Hier liefert sie aber eine erstaunlich starke Performance ab, die jederzeit glaubwürdig wirkt.

Die Wendungen sind schwer vorhersehbar und fast jede Folge ist mit einem Cliffhanger versehen, was mich lange Nächte gekostet hat, da ich immer wissen wollte, wie es denn nun weitergeht.

Besonders erfolgreich war die Serie nicht, dennoch wird eine zweite Staffel gedreht, was wünschenswert ist, obwohl diese hier auch so etwas wie einen Abschluss hat, wenn auch nicht alle Fragen geklärt sind.

Endlich mal wieder eine unterhaltsame TV-Serie, deren Geschichte gar nicht so weit hergeholt erscheint.

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REAL HUMANS – STAFFEL 2 (WVG)

am 08. November 2016 unter SciFi, Suspense, TV-SERIE abgelegt

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Da jeder der Staffel 2 schaut auch den ersten Teil gesehen hat, hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung: Menschliche Roboter, sogenannte Hubots, gehören (ähnlich wie in I ROBOT) zum Alltag der Menschen, weil sie ihnen viel Arbeit abnehmen und sich z.B. auch in der Krankenpflege bewährt haben. Doch unter den Robotern gibt es auch einige, die sogenannte freie Hubots sind, also keinem Menschen gehören und die haben ein Eigenleben entwickelt und keine Lust mehr den Hampelmann für andere zu spielen…

Soweit eine allgemeine Kurzfassung. Jetzt zur Staffel: Die befreiten Hubots haben sich in alle Winde zerstreut. Mimi lebt inzwischen recht glücklich bei einer Familie, die sie nicht als Haushaltshilfe, sondern als vollwertiges Familienmitglied sieht. Flash hat sich sogar verliebt und heiratet ihren Liebsten, obwohl dieser weiß, das sie ein Hubot ist. Gordon irrt nach dem Ableben seiner Freundin in der Gegend herum, während Bea weiterhin den Code ihres Schöpfers sucht, damit sie endlich ein richtiger Mensch sein kann und durchaus auch ihre dadurch gewinnende Macht zu Gunsten der Hubots einsetzen will.

Wer die erste Staffel nicht gesehen hat, der versteht in der Fortsetzung absolut nichts, denn alles baut auf dieser auf. Selbst ich hatte erst Probleme dem Geschehen zu folgen, da die Veröffentlichungs-Zeitpunkte der beiden Staffeln doch recht lange auseinander lagen.

Die Ereignisse setzen etwa ein halbes Jahr später an und immer wieder schaffen es die Macher besonders originelle Ideen einzubauen. Es gibt zum Beispiel mittlerweile Menschen die sind „Trans-Human-Sexuell“, verlieben sich also nur in Hubots, wie etwa Tobbe.

Es gibt eine Partei die gegen die Hubots kämpft und Jugendliche rekrutiert, die gegen diese Spezies sind und sie gnadenlos bekämpfen.

Zudem wird die Frage gestellt,ob ein freier Hubot in der Lage ist, ein Kind alleine zu erziehen.

Da haben sich die Macher wieder jede Menge interessanter Dinge einfallen lassen und schaffen es, die recht hohe Qualität des Vorgängers zu halten. Lediglich das Camp, in dem Menschen gegen Hubots Paintball spielen, finde ich etwas weit hergeholt.

Wir warten auf Staffel 3, denn diese hier endet mit einem derben Cliffhanger. Hoffentlich geht es diesmal etwas schneller….

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ASCENSION (Studio Canal)

am 06. September 2016 unter SciFi, TV-SERIE abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1963. Ein geheimes Projekt wird in Zeiten des Kalten Krieges von der US Regierung auf den Weg gebracht. Mehrere Hundert Frauen, Männer und Kinder werden ins All geschickt um auf einem neuen Planeten anzusiedeln. Die Reisedauer beträgt allerdings knapp 100 Jahre. Das heißt viele Menschen werden auf diesem Schiff geboren – andere erleben das Ende der Mission nicht mehr. Der Mord an einer jungen Frau jedoch wirft jede Menge Fragen auf und das Leben an Bord ist nicht mehr das gleiche wie zuvor. Zudem ereignen sich kurz danach mehrere merkwürdige Dinge und einige beginnen an der Mission zu zweifeln – zurecht.

ASCENSION ist laut meinen Unterlagen eine Serie die auch nur auf 6 Folgen konzipiert war und dann abgeschlossen sein sollte. Wenn dieses Ende allerdings ein Abschluss ist, so ist es ein doch sehr merkwürdiger, denn hier bleiben doch einige Fragen offen.

Die Reihe an sich ist sehr gelungen. Alleine die Grundidee bietet viel Potenzial, das auch durchaus ausgeschöpft wird. Die 2 wirklich derben Wendungen sind grandios. Insbesondere auf die eine wäre ich niemals gekommen.

Zudem hat man hier eher bekannte Schauspieler verpflichtet, zumindest viele, die man ständig in TV Serien sieht zum Beispiel den Typen aus SANCTUARY, der dort den Computer-Nerd spielt.

Wer allerdings eine eher Weltraum-orientierte Serie erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein, denn man kümmert sich hier eher um die Probleme auf dem Schiff und wird nicht mit vielen Szenen aus dem All beglückt.

Trotzdem eine wirklich gute Grundidee, die für mich mindestens noch eine zweite Staffel verdient hätte. Darauf können wir aber, so glaube ich, lange warten.

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LAVA (Justbridge)

am 19. Juli 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Auf Snaefellsjökull in Island wird ein hochverschuldeter Banker in seinem Sommerhaus tot aufgefunden. Zuerst geht man davon aus, dass es sich hierbei um Selbstmord handelt, doch die Gerichtsmedizinerin stellt schnell fest, das es nur so aussehen soll. Also ermittelt der beste Mann der Kripo Reykjavik Helgi Runarssonan. Ihm zugeteilt wird die unerfahrene Ortspolizistin Greta, die aber deutlich mehr drauf hat, als er zunächst annimmt. Kurz darauf verschwinden ein Vater und seine Tochter und die beiden Ermittler finden heraus, das diese beiden Fälle miteinander verstrickt sind und der Täter praktisch jeder sein kann. Zudem muss der Ermittler mit seinen eigenen Dämonen, die tief in seiner Kindheit liegen, kämpfen. Nicht gerade förderlich, dass diese Ereignisse in eben diesem Ort stattfanden.

LAVA stammt aus Island, nicht unbedingt eine Hochburg für europäische Streifen.Doch im Zuge der großen Erfolge der nordischen Länder versuchen es nun eben auch mal die Isländer, die ja schon im Fußball mehr können, als man dachte

Die Mini-Serie teilt sich in 4 Folgen von jeweils 45 Minuten auf. Anfangs geht das ganze doch sehr gemächlich über die Bühne, was auch damit zusammenhängt, das man sich große Mühe gibt, die Charaktere auszuarbeiten.

Hier, wie auch später, wechseln die Verdächtigen im 15-Minuten Takt. Das ist interessant, aber nicht gerade hochspannend. Hier wissen eher die schönen Bilder von Island zu gefallen, die auch schick inszeniert wurden.

Auf der zweiten Disc allerdings wird das Tempo enorm angezogen und die Ereignisse überschlagen sich. Nun ist man komplett verwirrt und weiß gar nicht mehr, wer denn nun der Täter sein könnte, obwohl die Auflösung durchaus logisch erscheint.

Sensationell spielt eine Dame namens Heida Reed, die der erst hilflos wirkenden und dann über sich hinauswachsenden Greta ein Gesicht gibt. Aber auch der Ermittler ist durchaus glaubwürdig.

Zudem wurde dem ganzen eine exzellente Synchronisation zuteil, was bei solch kleinen, eher unbekannten Produktionen, nicht unbedingt die Regel ist

So bleibt unter dem Strich eine interessante Geschichte, die langsam beginnt, sich dann aber stetig steigert. Zudem agieren die Charaktere nicht annähernd so cool und überzogen wie in amerikanischen Serien. Für Fans von Streifen aus dem Norden sicherlich einen Blick wert.

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LIFJORD (Koch Media)

am 07. Juni 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Aksel Borgen hat seinen Lifjord vor 20 Jahren verlassen. Er war angeklagt, ein junges Mädchen ermordet zu haben, doch wurde freigesprochen. Danach hatte er jedoch die Schnauze voll von seinem Geburtsort, startete in Asien durch und ist mittlerweile ein erfolgreicher Geschäftsmann. Eines Tages bekommt er überraschend einen Anruf vom Vater des ermordeten Mädchens, der nie an Aksels Schuld geglaubt hat. Er versucht ihn zu überreden, zurückzukommen und die große Firma des Ortes zu übernehmen, da diese kurz vor dem Bankrott steht, was den ganzen Ort zerstören würde, da fast alle dort arbeiten. Eher lustlos willigt er ein und versucht tatsächlich diese zu retten. Doch kaum angekommen holt ihn die Vergangenheit wieder ein und ihm schlägt von einigen Bewohnern blanker Hass entgegen, da ihn viele für den Mörder halten. Zudem trifft er seine Jugendliebe wieder und beginnt mit ihr eine Affäre. Langsam kommen auch in ihm die damaligen Ereignisse wieder hoch….

Norwegische oder überhaupt Serien aus dem hohen Norden stehen im Moment ja hoch im Kurs, eben auch weil die Herrschaften immer gute Produkte abliefern, man denke nur an DIE BRÜCKE, BORGEN oder KOMMISARIN LUND.

LIFJORD braucht ein wenig bis sie Fahrt aufnimmt, was einfach daran liegt, das der Zuschauer in die Geschehnisse der Gegenwart und der Vergangenheit eingeführt werden muss, was schon etwa 2 Folgen dauert.

Im Verlaufe wird das ganze aber dann deutlich interessanter und auch spannender. Zudem gibt es jede Menge Wendungen, die man nicht unbedingt erwartet. Zum Beispiel hat man praktisch in jeder Folge einen anderen Verdacht, wer der damalige Mörder des Mädchens sein könnte.

Dazu gibt es jede Menge Lokalkolorit. Die zahlreichen Naturaufnahmen zeigen die ganze Schönheit dieses Landes und auch der Ort, den man sich ausgesucht hat, liegt direkt zwischen den Bergen, was sehr imposant wirkt und fast dazu verleitet als nächstes Urlaubsziel Norwegen auszuwählen..

Die Darsteller kennt man ebenfalls, wenn man sie auch nicht immer zuordnen kann. Der Hauptdarsteller ist mir noch aus MAX MANUS bekannt und auch die Mutter des Mädchens habe ich schon oft gesehen, aber weiß nicht, wo ich sie hinstecken soll.

Insgesamt braucht LIFJORD ein bisschen um in Schwung zu kommen, steigert sich aber im Laufe der Zeit deutlich. Insbesondere die letzten 5 Folgen (von insgesamt 10) sind richtig gut. Zudem bekommt man hier eine exzellente Figurenzeichnung geboten, denn am Ende der Serie könnte man alle Charaktere beschreiben

Wer diese Serien aus dem Norden mag, kann hier nicht wirklich etwas falsch machen. Wie man allerdings nach dem Ende eine Fortsetzung hinbekommen will (auf der Hülle steht groß STAFFEL 1) erschließt sich mir nicht, denn eigentlich ist alles geklärt.

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THE DRIVER (Koch Media)

am 19. April 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Vince Mc Kees Leben verläuft nun wahrlich nicht wie er sich das vorstellt. Er arbeitet als Taxifahrer und leidet unter Depressionen, auch weil sein Sohn weggelaufen ist und nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Zudem steht seine Ehe steht kurz vor der Scheidung. Dann kommt sein alter Schulfreund Colin aus dem Knast und die beiden treffen sich gegen den Willen von Vince`s Frau wieder. Der erneuert seine alten Kontakte zum Gangsterboss HORSE. Und der hat einen Job, der dem Taxifahrer ein paar nette Nebeneinnahmen beschert, die er sich mit Kurierfahrten dazu verdienen kann. Doch dabei bleibt es nicht. Eines Tages soll Colin einen Menschen umbringen. Das kann Vince mit seinem Gewissen nicht vereinbaren und hilft dem Opfer – nun bekommt er noch mehr Probleme als er eh schon hat.

Die Story ist jetzt nicht wahnsinnig neu, aber durchaus unterhaltsam geschildert, zumal der Streifen satte 180 Minuten läuft, was damit zusammenhängt, dass das ganze wohl ein TV-Event in England war. Der Look und die Schauspielern sind allerdings absolut kinotauglich – da erkennt man keinen Unterschied.

David Morissey musste auch erst mal 40 werden, bevor er einem größeren Publikum durch THE WALKING DEAD bekannt wurde. Hier trägt er den Film fast im Alleingang, denn in mindestens 90 % der Szenen ist er mit dabei. Das ist eine Menge Screentime. Zudem muss er durch viele Emotionen zwischen Angst, Trauer und Wut gehen und bewältigt diese Aufgabe hervorragend.

Ansonsten kannte ich nur noch Colm Meany, der ja schon lange durch seine Star Trek Rolle auch außerhalb Englands bekannt ist und vor ein paar Jahren ja auch mit Polanski arbeitete.

Regisseur Jamie Payne dreht eigentlich nur Filme für das britische Fernsehen – diese sind allerdings meist hochwertig. Hier baut er immer wieder sehr hübsche Kameraeinstellungen ein (Beispiele „Vince verschwindet im Tor” oder die “Aufnahme durch die Beine der Ehefrau beim Joggen”) und man kann ihm wirklich einen eigenen Stil bescheinigen.

Nun hätte man das Ding auch 40 Minuten kürzer machen können, da zum Beispiel der Handlungsstrang mit dem Sohn nicht wirklich Bedeutung zukommt, außer vielleicht das er noch deutlicher aufzeigen soll, wie tief zerrüttet unser Hauptdarsteller ist

Daher ist THE DRIVER zu 30 % ein Drama und zu 70 % ein Thriller, bei dem aber die spannenden Momente meiner Meinung nach die besseren sind.

Fazit: 3 Stunden gute Unterhaltung auf Kinoniveau mit einem sehr guten Hauptdarsteller. Inszenierung und Bild sind sehr gut. Dazu bekommt man durch die vielen Fahrten interessante Bilder von Manchester zu sehen – sowohl die schönen als auch die hässlichen Seiten.

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DER CLUB DER ROTEN BÄNDER (Universum Film)

am 12. April 2016 unter TV-SERIE abgelegt

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Die Jugendlichen Leo, Jonas, Emma, Alex, Toni und Hugo führen ein eher ungewöhnliches Leben: Sie müssen eine sehr lange Zeit im Krankenhaus verbringen und werden es vielleicht nie wieder verlassen, denn mit Ausnahme von Toni haben alle ziemlich heftige Probleme, von Krebs bis zu schlimmen Essstörungen. Aber da sie eben alle dieses Schicksal verbindet, raufen die 6 sich zusammen (wobei Hugo zwar Mitglied ist, aber im Koma liegt und daher nicht aktiv dabei sein kann) und versuchen, so gut wie möglich mit ihrem Leben klarzukommen, was zuerst schwerfällt, da alle sehr unterschiedliche Charaktere sind. Als Erkennungszeichen legen sie sich rote OP-Armbänder und nennen sich daher auch „Club der roten Bänder”. Zusammen gibt es vieles zu erleben – selbst in einem Krankenhaus. Und vor allem spricht man sich in schwierigen Situationen auch Mut zu.

Ich kannte die Serie überhaupt nicht, und entdeckte sie eher zufällig, als sie bei Amazon 78 mal die Höchstnote hatte, bei keiner Gegenstimme. Sowas habe ich vorher noch überhaupt nicht gesehen und als heimlicher Fan des deutschen Films habe ich mir die Box daher zugelegt.

Die positiven Kritiken sind durchaus gerechtfertigt. Die Schauspieler sind toll gewählt, die Geschichten schwanken zwischen profan und anspruchsvoll, sind aber durchweg unterhaltsam und festigen die Freundschaft des Sextetts im Laufe der Folgen.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ob in eine Serie, die sehr um Authentizität bemüht ist, die Traumsequenzen so richtig reinpassen wollen. Mich stören sie nicht, aber manchen könnte das missfallen.

Der zweite minimale Kritikpunkt ist Tim Oliver Schultz, eigentlich der einzige bekannte Darsteller in der Jugendriege. Das er hier einen Minderjährigen spielt ist eigentlich doch weit hergeholt, denn er sieht schon älter aus als die anderen – ohne das ich jetzt nachgeschaut hätte würde ich ihn auf deutlich über 20 schätzen. Da er aber seine Rolle wirklich toll mit Leben erfüllt, ist das auch ein Kritikpunkt, über den man locker hinwegsehen kann.

Eine zweite Staffel wäre mehr als wünschenswert, denn es gibt noch viel zu erzählen im Krankenhausleben der Freunde….

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REGENESIS STAFFEL 4 (Justbridge)

am 06. April 2016 unter TV-SERIE abgelegt

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Zum letzten Mal können wir den Wissenschaftlern um den exzentrischen David Sandstrom zuschauen, wie sie sich mit Viren, Bakterien, Epidemien und sonstigen fiesen Sachen herumschlagen.

Am Ende der letzten Staffel wurde Bob von Mr. Roth dazu gebracht, seine neuen Fähigkeiten in den Dienst der Wissenschaft zu stellen. Zu Beginn taucht er wieder auf und kann sich an fast nichts mehr erinnern. Nur bruchstückhaft kehren seine Gedanken zurück und er muss sie mühsam zusammensetzen.

Nicht gerade ein guter Zeitpunkt, denn es gibt jede Menge Arbeit. Unter anderem greifen Krähen aus dem Nichts Menschen an, (was an wenig an DIE VÖGEL von Hitchcock erinnert). Auch in Moldawien ist ein Virus ausgebrochen, das aber auf merkwürdige Weise verschwindet.

Das Hauptthema in der vierten Staffel ist aber die Geschichte von Bob, was mir sehr recht kam, da er, als mit dem Aspergersyndrom belastete Wissenschaftler mit einem IQ von 180, von Anfang an meine Lieblingsfigur war und von Dmitry Chepovetsky brillant gespielt wird. Das Thema „klonen“ ,das in Staffel 1 plötzlich keine Rolle mehr spielte, taucht hier wieder auf. Auch den Darsteller habe ich wissentlich noch nie in einem anderen Film gesehen, wobei seine Stimme im Original wesentlich besser zu ihm passt, als die deutsche.

Diese kann man hier aber eh nicht dazuschalten, da eben auch Staffel 4 niemals im TV gezeigt und daher auch nicht synchronisiert wurde (na was ein Glück sind die Geissens Deutsche *ironieaus*). Bei den normalen Gesprächen der Beteiligten kommt man sehr gut mit, da sie  verständliches Englisch sprechen. Chancenlos ist man aber, wenn es in die Fachgespräche geht, denn wie man sich vorstellen kann, kennt man viele Begriffe nicht – dafür müsste man schon Virologe oder Molekularbiologe sein. Fairer halber muss man anmerken, das man aber mit der Deutschen Übersetzung ebenso wenig anfangen kann, da einem die Begriffe einfach nicht geläufig sind. Trotzdem kann man der Geschichte immer folgen.

Umso erstaunlicher finde und fand ich es immer, wie die Schauspieler diese Fachbegriffe runter rasselten. Wäre ich Peter Outerbridge nicht schon in anderen Filmen begegnet, hätte ich wirklich vermutet, dass man hier richtige Forscher als Schauspieler umfunktioniert hat. Und das ist die ganz große Stärke der Serie. Man denkt nicht eine Minute daran, das es sich hier nur um Darsteller handelt, was dem ganzen ein enorme Authentizität verleiht.

Was es auch selten gibt ist, das sich die Staffeln qualitativ immer mehr steigern, Nummer 1 war eigentlich die schwächste und diese hier ist noch einen Tick besser als die dritte. Hier passt einfach alles.

Auch genial ist die letzte Folge, die man als Abschluss dieser Serie inszeniert hat, die aber auch eine Wiederkehr des Teams nicht ganz ausschließt. Selten gab es ein so gutes Ende einer Staffel, die die Serie zwar abschließt, aber eben doch noch ein Hintertürchen offen lässt, auch wenn ich daran nicht glaube.

REGENESIS ist die mit Abstand beste wissenschaftliche Serie die ich kenne und wurde auch mit zig Preisen überhäuft. Wieso sie eingestellt wurde, konnte ich leider nicht herausfinden, aber ich denke es lag daran, das die Schauspieler vielleicht mal etwas anderes versuchen wollten. Vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

FAZIT: Unbedingt empfehlenswert!!!

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DIE PROFIS – STAFFEL 1 (Koch Media)

am 31. März 2016 unter Suspense, TV-SERIE abgelegt

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Was will uns denn der olle Chucky hier unterjubeln? Die Serie aus den 70ern um eine Spezialeinheit des britischen Geheimnisdienstes, die eh jeder kennt? Der spinnt doch….

Mitnichten, denn das hat schon einen Grund, denn die Veröffentlichung von KOCH ist die erste auf Blu Ray, vorher gab es diese nur auf DVD von Universal Pictures.

Aufgrund der für damalige Verhältnisse recht brutalen und „Politcal Incorrecte“ Vorgehensweise der Ermittler, wurde die Serie in England anfangs nicht besonders gut aufgenommen. Auch das ZDF, das einige Folgen kaufte, dachte zuerst, das man diese dem Zuschauer nicht zumuten kann, doch mit der Zeit wurde das Trio immer beliebter und die Serie avancierte zum Kult.

Der Ton ist ordentlich. An manchen Stellen hat man ihn versucht etwas aufzumotzen, was auch ganz gut gelungen ist. Doch nun kommt der eigentliche Grund der Rezension. Ich habe noch NIE eine Serie gesehen, die so grandios remastered wurde. Es gibt, gerade von KOCH, Beispiele für sehr gute Arbeit in dem Bereich, wie z.B auch bei TWILIGHT ZONE oder dem ein oder anderen älteren Streifen (ANDROMEDA), den man erstmals auf Blu Ray auflegte.

Doch das hier schlägt alles. Das Bild ist gestochen scharf und sieht nach einer Serie aus, die gerade abgedreht wurde und welche eben in Great Britain der 70er spielt. Lediglich an den Sprüchen der Protagonisten kann man erkennen, das das hier älteren Kalibers sein muss.

Bei manchen Szenen in der Totalen wird das Bild ab und an mal für einen ganz kurzen Moment etwas unscharf, aber dieses Phänomen kommt nur sehr selten vor. Ansonsten ist das hier genau die Qualität, die eine Wiederauflage haben sollte.

Ich kenne die Umsetzung auf DVD von UNIVERSAL nicht und es muss jeder für sich entscheiden, ob er nun die Staffeln (die anderen werden auch folgen) nochmal kaufen möchte.

Leute, die bisher nicht im Besitz der Scheiben sind, sollten unbedingt zu dieser Veröffentlichung greifen, denn wie bereits erwähnt – besser kann ein Bild einer 40 Jahre alten Serie eigentlich gar nicht aussehen und daher fand ich es auch wert, hier eine Rezension abzuliefern…

SELF/LESS (Concorde)

am 30. Dezember 2015 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Der stinkreiche Unternehmer Damian erfährt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Doch es gibt einen Ausweg. Eine gewisse „Organisation“ bietet nämlich Lebenszeitverlängerungen an, in dem der Geist in einen anderen, künstlich erschaffenen Körper übertragen wird. Das Experiment glückt und der junge Damian beginnt unter neuer Identität, sein Leben zu genießen. Doch mit der Zeit wird er von Träumen geplagt und findet heraus, dass sein „Körper“ verheiratet war, was bedeutet, dass er angelogen wurde, denn es werden für die Übertragung eben keine künstlich erschaffenen Menschen genommen, sondern reale Lebewesen, die eine Vergangenheit haben. Bald wird er von den Schergen der Organisation gejagt, denn die wollen auch in Zukunft Geschäfte machen und natürlich verhindern, dass Damian plaudert.

Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen sollte man meinen, denn die Geschichte ist zwar nicht ganz neu, wird aber durchaus interessant variiert. Dazu 2 Top-Schauspieler mit Ben Kingsley und Ryan Reynolds und noch ein sehr guter Regisseur.

Das Problem, das dieser Streifen hat, ist aber leider das Drehbuch. Anfangs ist die Geschichte sehr facettenreich und es ist auch kaum vorhersehbar wie es weitergeht. Dann gehen dem Film aber die Ideen aus und man sieht eigentlich nur noch banale Verfolgungsjagden.

Das lässt sich ein wenig vergleichen mit PAYCHECK, der ebenfalls eine tolle Geschichte hatte, 40 Minuten lang glänzte, bevor ihn John Woo in eine belanglose Action-Hetzjagd verwandelte.

Selten hab ich so viel verschenktes Potenzial gesehen. Es gibt einen deutschen Streifen, der heißt TRANSFER. Dieser hat eine ähnliche Handlung,arbeitet aber das Thema wesentlich geschickter und besser auf, weil er sich eben auf die Sci-Fi-Elemente konzentriert. (unbedingt sehenswert)

On Top gesellt sich noch ein kitschiges und auch unglaubwürdiges Ende.

Da SELF/LESS aber nun kein Totalausfall ist und man sich nie langweilt, gebe ich dennoch eine mittlere Wertung. Wenn man aber bedenkt, was hier möglich gewesen wäre, hat er die eigentlich nicht verdient.

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