Kalender

November 2017
M D M D F S S
« Okt    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv der Kategorie 'TV-SERIE'

LIFJORD (Koch Media)

am 07. Juni 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

1015612

Aksel Borgen hat seinen Lifjord vor 20 Jahren verlassen. Er war angeklagt, ein junges Mädchen ermordet zu haben, doch wurde freigesprochen. Danach hatte er jedoch die Schnauze voll von seinem Geburtsort, startete in Asien durch und ist mittlerweile ein erfolgreicher Geschäftsmann. Eines Tages bekommt er überraschend einen Anruf vom Vater des ermordeten Mädchens, der nie an Aksels Schuld geglaubt hat. Er versucht ihn zu überreden, zurückzukommen und die große Firma des Ortes zu übernehmen, da diese kurz vor dem Bankrott steht, was den ganzen Ort zerstören würde, da fast alle dort arbeiten. Eher lustlos willigt er ein und versucht tatsächlich diese zu retten. Doch kaum angekommen holt ihn die Vergangenheit wieder ein und ihm schlägt von einigen Bewohnern blanker Hass entgegen, da ihn viele für den Mörder halten. Zudem trifft er seine Jugendliebe wieder und beginnt mit ihr eine Affäre. Langsam kommen auch in ihm die damaligen Ereignisse wieder hoch….

Norwegische oder überhaupt Serien aus dem hohen Norden stehen im Moment ja hoch im Kurs, eben auch weil die Herrschaften immer gute Produkte abliefern, man denke nur an DIE BRÜCKE, BORGEN oder KOMMISARIN LUND.

LIFJORD braucht ein wenig bis sie Fahrt aufnimmt, was einfach daran liegt, das der Zuschauer in die Geschehnisse der Gegenwart und der Vergangenheit eingeführt werden muss, was schon etwa 2 Folgen dauert.

Im Verlaufe wird das ganze aber dann deutlich interessanter und auch spannender. Zudem gibt es jede Menge Wendungen, die man nicht unbedingt erwartet. Zum Beispiel hat man praktisch in jeder Folge einen anderen Verdacht, wer der damalige Mörder des Mädchens sein könnte.

Dazu gibt es jede Menge Lokalkolorit. Die zahlreichen Naturaufnahmen zeigen die ganze Schönheit dieses Landes und auch der Ort, den man sich ausgesucht hat, liegt direkt zwischen den Bergen, was sehr imposant wirkt und fast dazu verleitet als nächstes Urlaubsziel Norwegen auszuwählen..

Die Darsteller kennt man ebenfalls, wenn man sie auch nicht immer zuordnen kann. Der Hauptdarsteller ist mir noch aus MAX MANUS bekannt und auch die Mutter des Mädchens habe ich schon oft gesehen, aber weiß nicht, wo ich sie hinstecken soll.

Insgesamt braucht LIFJORD ein bisschen um in Schwung zu kommen, steigert sich aber im Laufe der Zeit deutlich. Insbesondere die letzten 5 Folgen (von insgesamt 10) sind richtig gut. Zudem bekommt man hier eine exzellente Figurenzeichnung geboten, denn am Ende der Serie könnte man alle Charaktere beschreiben

Wer diese Serien aus dem Norden mag, kann hier nicht wirklich etwas falsch machen. Wie man allerdings nach dem Ende eine Fortsetzung hinbekommen will (auf der Hülle steht groß STAFFEL 1) erschließt sich mir nicht, denn eigentlich ist alles geklärt.

5-chucky223312233331111231314231

THE DRIVER (Koch Media)

am 19. April 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

driver_dvd_sl_s8_3d

Vince Mc Kees Leben verläuft nun wahrlich nicht wie er sich das vorstellt. Er arbeitet als Taxifahrer und leidet unter Depressionen, auch weil sein Sohn weggelaufen ist und nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Zudem steht seine Ehe steht kurz vor der Scheidung. Dann kommt sein alter Schulfreund Colin aus dem Knast und die beiden treffen sich gegen den Willen von Vince`s Frau wieder. Der erneuert seine alten Kontakte zum Gangsterboss HORSE. Und der hat einen Job, der dem Taxifahrer ein paar nette Nebeneinnahmen beschert, die er sich mit Kurierfahrten dazu verdienen kann. Doch dabei bleibt es nicht. Eines Tages soll Colin einen Menschen umbringen. Das kann Vince mit seinem Gewissen nicht vereinbaren und hilft dem Opfer – nun bekommt er noch mehr Probleme als er eh schon hat.

Die Story ist jetzt nicht wahnsinnig neu, aber durchaus unterhaltsam geschildert, zumal der Streifen satte 180 Minuten läuft, was damit zusammenhängt, dass das ganze wohl ein TV-Event in England war. Der Look und die Schauspielern sind allerdings absolut kinotauglich – da erkennt man keinen Unterschied.

David Morissey musste auch erst mal 40 werden, bevor er einem größeren Publikum durch THE WALKING DEAD bekannt wurde. Hier trägt er den Film fast im Alleingang, denn in mindestens 90 % der Szenen ist er mit dabei. Das ist eine Menge Screentime. Zudem muss er durch viele Emotionen zwischen Angst, Trauer und Wut gehen und bewältigt diese Aufgabe hervorragend.

Ansonsten kannte ich nur noch Colm Meany, der ja schon lange durch seine Star Trek Rolle auch außerhalb Englands bekannt ist und vor ein paar Jahren ja auch mit Polanski arbeitete.

Regisseur Jamie Payne dreht eigentlich nur Filme für das britische Fernsehen – diese sind allerdings meist hochwertig. Hier baut er immer wieder sehr hübsche Kameraeinstellungen ein (Beispiele „Vince verschwindet im Tor” oder die “Aufnahme durch die Beine der Ehefrau beim Joggen”) und man kann ihm wirklich einen eigenen Stil bescheinigen.

Nun hätte man das Ding auch 40 Minuten kürzer machen können, da zum Beispiel der Handlungsstrang mit dem Sohn nicht wirklich Bedeutung zukommt, außer vielleicht das er noch deutlicher aufzeigen soll, wie tief zerrüttet unser Hauptdarsteller ist

Daher ist THE DRIVER zu 30 % ein Drama und zu 70 % ein Thriller, bei dem aber die spannenden Momente meiner Meinung nach die besseren sind.

Fazit: 3 Stunden gute Unterhaltung auf Kinoniveau mit einem sehr guten Hauptdarsteller. Inszenierung und Bild sind sehr gut. Dazu bekommt man durch die vielen Fahrten interessante Bilder von Manchester zu sehen – sowohl die schönen als auch die hässlichen Seiten.

6-chucky12122224113411622244532

DER CLUB DER ROTEN BÄNDER (Universum Film)

am 12. April 2016 unter TV-SERIE abgelegt

282299

Die Jugendlichen Leo, Jonas, Emma, Alex, Toni und Hugo führen ein eher ungewöhnliches Leben: Sie müssen eine sehr lange Zeit im Krankenhaus verbringen und werden es vielleicht nie wieder verlassen, denn mit Ausnahme von Toni haben alle ziemlich heftige Probleme, von Krebs bis zu schlimmen Essstörungen. Aber da sie eben alle dieses Schicksal verbindet, raufen die 6 sich zusammen (wobei Hugo zwar Mitglied ist, aber im Koma liegt und daher nicht aktiv dabei sein kann) und versuchen, so gut wie möglich mit ihrem Leben klarzukommen, was zuerst schwerfällt, da alle sehr unterschiedliche Charaktere sind. Als Erkennungszeichen legen sie sich rote OP-Armbänder und nennen sich daher auch „Club der roten Bänder”. Zusammen gibt es vieles zu erleben – selbst in einem Krankenhaus. Und vor allem spricht man sich in schwierigen Situationen auch Mut zu.

Ich kannte die Serie überhaupt nicht, und entdeckte sie eher zufällig, als sie bei Amazon 78 mal die Höchstnote hatte, bei keiner Gegenstimme. Sowas habe ich vorher noch überhaupt nicht gesehen und als heimlicher Fan des deutschen Films habe ich mir die Box daher zugelegt.

Die positiven Kritiken sind durchaus gerechtfertigt. Die Schauspieler sind toll gewählt, die Geschichten schwanken zwischen profan und anspruchsvoll, sind aber durchweg unterhaltsam und festigen die Freundschaft des Sextetts im Laufe der Folgen.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ob in eine Serie, die sehr um Authentizität bemüht ist, die Traumsequenzen so richtig reinpassen wollen. Mich stören sie nicht, aber manchen könnte das missfallen.

Der zweite minimale Kritikpunkt ist Tim Oliver Schultz, eigentlich der einzige bekannte Darsteller in der Jugendriege. Das er hier einen Minderjährigen spielt ist eigentlich doch weit hergeholt, denn er sieht schon älter aus als die anderen – ohne das ich jetzt nachgeschaut hätte würde ich ihn auf deutlich über 20 schätzen. Da er aber seine Rolle wirklich toll mit Leben erfüllt, ist das auch ein Kritikpunkt, über den man locker hinwegsehen kann.

Eine zweite Staffel wäre mehr als wünschenswert, denn es gibt noch viel zu erzählen im Krankenhausleben der Freunde….

7-chucky11

REGENESIS STAFFEL 4 (Justbridge)

am 06. April 2016 unter TV-SERIE abgelegt

Download

Zum letzten Mal können wir den Wissenschaftlern um den exzentrischen David Sandstrom zuschauen, wie sie sich mit Viren, Bakterien, Epidemien und sonstigen fiesen Sachen herumschlagen.

Am Ende der letzten Staffel wurde Bob von Mr. Roth dazu gebracht, seine neuen Fähigkeiten in den Dienst der Wissenschaft zu stellen. Zu Beginn taucht er wieder auf und kann sich an fast nichts mehr erinnern. Nur bruchstückhaft kehren seine Gedanken zurück und er muss sie mühsam zusammensetzen.

Nicht gerade ein guter Zeitpunkt, denn es gibt jede Menge Arbeit. Unter anderem greifen Krähen aus dem Nichts Menschen an, (was an wenig an DIE VÖGEL von Hitchcock erinnert). Auch in Moldawien ist ein Virus ausgebrochen, das aber auf merkwürdige Weise verschwindet.

Das Hauptthema in der vierten Staffel ist aber die Geschichte von Bob, was mir sehr recht kam, da er, als mit dem Aspergersyndrom belastete Wissenschaftler mit einem IQ von 180, von Anfang an meine Lieblingsfigur war und von Dmitry Chepovetsky brillant gespielt wird. Das Thema „klonen“ ,das in Staffel 1 plötzlich keine Rolle mehr spielte, taucht hier wieder auf. Auch den Darsteller habe ich wissentlich noch nie in einem anderen Film gesehen, wobei seine Stimme im Original wesentlich besser zu ihm passt, als die deutsche.

Diese kann man hier aber eh nicht dazuschalten, da eben auch Staffel 4 niemals im TV gezeigt und daher auch nicht synchronisiert wurde (na was ein Glück sind die Geissens Deutsche *ironieaus*). Bei den normalen Gesprächen der Beteiligten kommt man sehr gut mit, da sie  verständliches Englisch sprechen. Chancenlos ist man aber, wenn es in die Fachgespräche geht, denn wie man sich vorstellen kann, kennt man viele Begriffe nicht – dafür müsste man schon Virologe oder Molekularbiologe sein. Fairer halber muss man anmerken, das man aber mit der Deutschen Übersetzung ebenso wenig anfangen kann, da einem die Begriffe einfach nicht geläufig sind. Trotzdem kann man der Geschichte immer folgen.

Umso erstaunlicher finde und fand ich es immer, wie die Schauspieler diese Fachbegriffe runter rasselten. Wäre ich Peter Outerbridge nicht schon in anderen Filmen begegnet, hätte ich wirklich vermutet, dass man hier richtige Forscher als Schauspieler umfunktioniert hat. Und das ist die ganz große Stärke der Serie. Man denkt nicht eine Minute daran, das es sich hier nur um Darsteller handelt, was dem ganzen ein enorme Authentizität verleiht.

Was es auch selten gibt ist, das sich die Staffeln qualitativ immer mehr steigern, Nummer 1 war eigentlich die schwächste und diese hier ist noch einen Tick besser als die dritte. Hier passt einfach alles.

Auch genial ist die letzte Folge, die man als Abschluss dieser Serie inszeniert hat, die aber auch eine Wiederkehr des Teams nicht ganz ausschließt. Selten gab es ein so gutes Ende einer Staffel, die die Serie zwar abschließt, aber eben doch noch ein Hintertürchen offen lässt, auch wenn ich daran nicht glaube.

REGENESIS ist die mit Abstand beste wissenschaftliche Serie die ich kenne und wurde auch mit zig Preisen überhäuft. Wieso sie eingestellt wurde, konnte ich leider nicht herausfinden, aber ich denke es lag daran, das die Schauspieler vielleicht mal etwas anderes versuchen wollten. Vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

FAZIT: Unbedingt empfehlenswert!!!

8chuckys1

DIE PROFIS – STAFFEL 1 (Koch Media)

am 31. März 2016 unter Suspense, TV-SERIE abgelegt

images

Was will uns denn der olle Chucky hier unterjubeln? Die Serie aus den 70ern um eine Spezialeinheit des britischen Geheimnisdienstes, die eh jeder kennt? Der spinnt doch….

Mitnichten, denn das hat schon einen Grund, denn die Veröffentlichung von KOCH ist die erste auf Blu Ray, vorher gab es diese nur auf DVD von Universal Pictures.

Aufgrund der für damalige Verhältnisse recht brutalen und „Politcal Incorrecte“ Vorgehensweise der Ermittler, wurde die Serie in England anfangs nicht besonders gut aufgenommen. Auch das ZDF, das einige Folgen kaufte, dachte zuerst, das man diese dem Zuschauer nicht zumuten kann, doch mit der Zeit wurde das Trio immer beliebter und die Serie avancierte zum Kult.

Der Ton ist ordentlich. An manchen Stellen hat man ihn versucht etwas aufzumotzen, was auch ganz gut gelungen ist. Doch nun kommt der eigentliche Grund der Rezension. Ich habe noch NIE eine Serie gesehen, die so grandios remastered wurde. Es gibt, gerade von KOCH, Beispiele für sehr gute Arbeit in dem Bereich, wie z.B auch bei TWILIGHT ZONE oder dem ein oder anderen älteren Streifen (ANDROMEDA), den man erstmals auf Blu Ray auflegte.

Doch das hier schlägt alles. Das Bild ist gestochen scharf und sieht nach einer Serie aus, die gerade abgedreht wurde und welche eben in Great Britain der 70er spielt. Lediglich an den Sprüchen der Protagonisten kann man erkennen, das das hier älteren Kalibers sein muss.

Bei manchen Szenen in der Totalen wird das Bild ab und an mal für einen ganz kurzen Moment etwas unscharf, aber dieses Phänomen kommt nur sehr selten vor. Ansonsten ist das hier genau die Qualität, die eine Wiederauflage haben sollte.

Ich kenne die Umsetzung auf DVD von UNIVERSAL nicht und es muss jeder für sich entscheiden, ob er nun die Staffeln (die anderen werden auch folgen) nochmal kaufen möchte.

Leute, die bisher nicht im Besitz der Scheiben sind, sollten unbedingt zu dieser Veröffentlichung greifen, denn wie bereits erwähnt – besser kann ein Bild einer 40 Jahre alten Serie eigentlich gar nicht aussehen und daher fand ich es auch wert, hier eine Rezension abzuliefern…

SELF/LESS (Concorde)

am 30. Dezember 2015 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

276436

Der stinkreiche Unternehmer Damian erfährt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Doch es gibt einen Ausweg. Eine gewisse „Organisation“ bietet nämlich Lebenszeitverlängerungen an, in dem der Geist in einen anderen, künstlich erschaffenen Körper übertragen wird. Das Experiment glückt und der junge Damian beginnt unter neuer Identität, sein Leben zu genießen. Doch mit der Zeit wird er von Träumen geplagt und findet heraus, dass sein „Körper“ verheiratet war, was bedeutet, dass er angelogen wurde, denn es werden für die Übertragung eben keine künstlich erschaffenen Menschen genommen, sondern reale Lebewesen, die eine Vergangenheit haben. Bald wird er von den Schergen der Organisation gejagt, denn die wollen auch in Zukunft Geschäfte machen und natürlich verhindern, dass Damian plaudert.

Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen sollte man meinen, denn die Geschichte ist zwar nicht ganz neu, wird aber durchaus interessant variiert. Dazu 2 Top-Schauspieler mit Ben Kingsley und Ryan Reynolds und noch ein sehr guter Regisseur.

Das Problem, das dieser Streifen hat, ist aber leider das Drehbuch. Anfangs ist die Geschichte sehr facettenreich und es ist auch kaum vorhersehbar wie es weitergeht. Dann gehen dem Film aber die Ideen aus und man sieht eigentlich nur noch banale Verfolgungsjagden.

Das lässt sich ein wenig vergleichen mit PAYCHECK, der ebenfalls eine tolle Geschichte hatte, 40 Minuten lang glänzte, bevor ihn John Woo in eine belanglose Action-Hetzjagd verwandelte.

Selten hab ich so viel verschenktes Potenzial gesehen. Es gibt einen deutschen Streifen, der heißt TRANSFER. Dieser hat eine ähnliche Handlung,arbeitet aber das Thema wesentlich geschickter und besser auf, weil er sich eben auf die Sci-Fi-Elemente konzentriert. (unbedingt sehenswert)

On Top gesellt sich noch ein kitschiges und auch unglaubwürdiges Ende.

Da SELF/LESS aber nun kein Totalausfall ist und man sich nie langweilt, gebe ich dennoch eine mittlere Wertung. Wenn man aber bedenkt, was hier möglich gewesen wäre, hat er die eigentlich nicht verdient.

4chucky11221113

LINE OF DUTY STAFFEL 2 (Justbridge)

am 25. Dezember 2015 unter TV-SERIE abgelegt

Download (3)

Als Detective Lindsay Denton einen Anruf von einer Kollegin bekommt, in der diese ihr mitteilt, das sie in großen Schwierigkeiten steckt, zögert sie keine Sekunde und fährt mit drei Kollegen zu der besagten Stelle. Doch dort geraten sie in einen Hinterhalt. Alle werden erschossen und ein wichtiger Kronzeuge schwer verletzt. Nur Denton kommt mit dem Leben davon. Das Team um Steve Arnott wird mit den Ermittlungen beauftragt, denn in diesem Fall gibt es doch einige Ungereimtheiten. Vor allem woher wussten die Attentäter von dem Einsatz und wieso hatten die Polizisten keine Waffen dabei um sich zu verteidigen? Im Laufe des Falles erhärtet sich sogar der Verdacht gegenüber Denton, an der Verschwörung beteiligt zu sein. Doch die Sachlage ist wesentlich komplizierter als gedacht.

Und diese Staffel ist viel besser als gedacht. War der Vorgänger durchaus ordentlich, an manchen Stellen aber auch etwas lahmarschig, was damit zusammenhing, das man die Figuren ja erst einmal einführen musste, geht es hier sofort los.

Der Fall ist wesentlich komplexer als er sich anhört und immer wieder erscheinen neue mögliche Verdächtige und auch der Zuschauer weiß nicht recht, was er von Denton halten soll.

Das Team ist natürlich jetzt eingespielt und die beiden Ermittler liefern eine absolut tolle Performance ab, wie man sie aus britischen Serien allerdings gewohnt ist.

Man muss auch Staffel 1 nicht zwingend gesehen haben um der neuen folgen zu können – nur der ein oder andere Satz bezieht sich auf den Vorgänger, hat aber nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun.

Zudem bietet die Blu Ray für eine Fernsehserie ein erstaunlich detailliertes Bild.

Fazit: Rundum gelungen, sowohl von schauspielerischer und technischer Seite als auch von der Geschichte. Hier besteht zudem leichte Suchtgefahr da man teilweise üble Cliffhanger am Ende jeder Folge einstreut. Richtig gut!!!!

7-chucky1

OCCUPIED – STAFFEL 1 (Absolut Medien/ALIVE)

am 09. Dezember 2015 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

282616

Wir befinden uns im Norwegen der nahen Zukunft. Der neu gewählte Premierminister setzt sein Wahlversprechen um und will das ganze Land mit ökologischer Energie versorgen und die komplette Ölförderung einstellen. Das passt der EU und speziell den Russen gar nicht und so wird Norwegen in Windeseile von diesen besetzt. Sie versuchen die Einheimischen wieder dazu zu „bewegen“ die Ölforderung zu forcieren und dies nicht immer mit ganz freundlichen Worten und Aktionen. Doch langsam bildet sich in der Bevölkerung ein Widerstand gegen die einmarschierten Russen und es formiert sich eine Gruppe, die Terroranschläge gegen die Besetzer verübt und auch versucht, deren Botschafterin zu ermorden. Die Sache droht komplett zu eskalieren.

Eine sehr interessante Ausgangssituation, die dem Zuschauer hier kredenzt wird. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schicksale eines Bodyguards, des Ministerpräsidenten, eines Reporters und eines Journalisten, die aber alle mit einander verwoben sind.

Die Idee zu dieser Serie hatte Jo Nesbo noch bevor die Russen die Krim einnahmen. Karianne Lund, Erik Skjoldbjærg und Erik Richter Strand ersannen diese interessante Serie, die langsam beginnt, aber von Folge zur Folge immer komplexer und spannender wird.

Zudem besteht eine hohe Identifikation mit den Figuren, denn irgendwie kann man die Handlungsweisen aller Beteiligten verstehen, und weiß daher nie, auf welcher Seite man selbst gerade steht. Das macht die Serie besonders interessant.

Die Darsteller sind sehr gut gewählt und zählen fast alle zur Kategorie „habe ich doch schon mal irgendwo gesehen“. Ich kannte mindestens 5 der Hauptakteure, konnte aber keinen wirklich einem anderen Film zuordnen. Ihre Leistungen sind jedenfalls glaubwürdig.

Die Serie hat allerdings einen recht fiesen Cliffhanger, so das wir hoffen sollten, das Staffel 2 auch erscheint, was heutzutage ja nicht immer selbstverständlich ist.

Ein Wort noch zum Bild. Ich kann mich nicht erinnern jemals eine solche Qualität bei einer TV-Serie gesehen zu haben und gehe davon aus, das diese digital gedreht wurde, denn solch gestochen scharfe Bilder kennt man sonst nur aus Hollywoodfilmen. Ein weiterer Kaufanreiz…..

6-chucky1212222411341162224453

RE-GENESIS STAFFEL 3 (Justbridge)

am 13. Oktober 2015 unter TV-SERIE abgelegt

Download

Nachdem das Labor NorBAC, in die Luft gesprengt wurde, setzt die Serie 6 Monate später wieder an. Alles ist wieder beim Alten sollte man meinen, doch leider wurden damals einige Mitarbeiter stark verletzt oder starben. Daher ist Caroline Morrison nicht mehr mit dabei. Ihre Rolle übernimmt dafür ihr Assistent Weston, der früher bestenfalls ein Anhängsel war, dessen Rolle in dieser Staffel aber enorm an Gewicht gewinnt. Neu dabei ist die Virologin Rachel, deren Mann auch noch Chef von Sandstrom wird, was diesem gar nicht passt. In Rückblenden wird zwischendurch immer wieder erzählt, wie es den bekannten Mitarbeitern erging und die Langzeitschäden einiger lieb gewonnener Figuren kommen im Laufe der Staffel ans Licht.

Trotzdem muss es ja weitergehen und auf den exzentrischen Sandstrom und sein Team wartet jede Menge Arbeit, denn weiterhin sind viel gefährliche Viren und Bakterien im Umlauf, die großen Schaden anrichten. Auch mit einem Fall von Pocken bekommt es das Team zu tun, obwohl diese gar nicht mehr existieren. Und sogar eine jungfräuliche Schwangerschaft macht dem Team zu schaffen.

Und somit gibt es wieder 13 Folgen absolute Höchstspannung zu bestaunen, in der keine einzige irgendwie abfällt. Wir erfahren zudem mehr über das Privatleben der Protagonisten, als in den Staffeln zuvor. Die Fälle sind spannend und erstrecken sich manchmal auch über mehrere Episoden, was auch gut so ist, denn in 45 Minuten jede Krankheit erforschen und heilen oder jeden Virus entdecken wäre einfach auch zu kurz.

Wie immer geht auch hier fast nichts komplett positiv aus – irgend jemand kommt immer zu Schaden, was ja auch anhand der Dinge mit denen NorBAC forscht, durchaus nachvollziehbar ist.

Da ARTE, die damals die Serie ausstrahlten, nur die ersten beiden Staffeln synchronisieren ließ und eine neue Synchronisation, vielleicht sogar noch mit den alten Sprechern, für ein kleines Label wie JUSTBRIDGE einfach zu teuer gewesen wäre, gibt es die Folgen im O-Ton mit Untertiteln.

Anfangs war das auch für mich gewöhnungsbedürftig, doch nach 2 Folgen legt sich das. Ohne die Untertitel wäre man nämlich, auch wenn man der englischen Sprache mächtig ist, ziemlich verloren, weil hier eben auch viele Fachbegriffe auftauchen, die man nicht mal im deutschen Sprachgebrauch kennt.

Fazit: RE-Genesis hält das sehr hohe Niveau der Vorgänger. Allerdings ist ein kleiner Fehler passiert, die Folgen 9 und 10 wurden vertauscht. Diese muss man in umgekehrter Reihenfolge schauen, sonst ergeben sie keinen Sinn. Bitte darauf achten!!!! Bild und Ton sind hingegen sehr gut.

7-chucky1

DOOGIE HOWER STAFFEL 1 – 4 (Koch Media)

am 13. Oktober 2015 unter Klassiker, TV-SERIE abgelegt

10624

Douglas „Doogie“ Howser ist ein Genie und Wunderkind. Für die Highschool hat er gerade mal 9 Wochen gebraucht und nach gelungenem Medizinstudium praktiziert er als Arzt. mit gerade mal 16 Jahren, bereits im Eastman Medical Center in Los Angeles. Obwohl er in seinem jungen Alter schon sehr viele Menschen behandelt und/oder ihnen das Leben gerettet hat, ist und bleibt er trotzdem ein ganz normaler Teenager mit den banalen Problemen, die eben jemand in dem Alter so hat. Die erste Freundin, der erste Kuss, der erste Sex……sein bester Kumpel ist der von sich selbst überzeugte, aber im Endeffekt in Sachen Frauen meist versagende Vinnie Delphino. Jeden Abend hält Doogie in seinem elektronischen Tagebuch fest, was er erlebt hat – und das ist eine Menge, denn insgesamt brachte es die Serie auf fast 100 Folgen.

Das lag vielleicht auch daran, das jede Episode nur etwa 25 Minuten lang ist, und man in dieser Zeit so viel nicht erzählen kann.

Ich habe in der Jugend fast alle Folgen gesehen. Die ersten beiden Staffeln sind super, die Staffeln 3 und 4 einen Tick schlechter, weil den Autoren ein wenig die Ideen ausgingen und sich das ein oder andere dann eben doch wiederholte.

Trotzdem schaffte es die Serie damals auf Platz 1 meiner persönlichen Hitliste, weil die Grundidee eines Teenagers mit all seinen kleinen und großen Problemen und der Verbindung des Arztseins viel Potenzial beinhalte.

Doogie wird von Neil Patrick Harris gespielt, um den es danach etwas ruhiger wurde, der aber immerhin Nebenrollen in Filmen bekam, bevor er in HOW I MET YOUR MOTHER wieder riesige Triumphe verbuchen konnte und gar einen Stern auf dem HALL OF FAME bekam.

Sein Kumpel Max Casella sah man eigentlich auch nur noch in Nebenrollen, bis er in den SOPRANOS auftauchte und dort 29 Folgen dabei war. Beide sind mittlerweile deutlich über 40 Jahre alt (hach wie die Zeit vergeht).

Der Ton der Serien ist grundsolide und klar verständlich, während das Bild doch bestenfalls gutes VHS-Niveau besitzt und auf meinem Beamer komplett untergeht – auf meinem Fernseher ist es noch erträglich. Da hätte man doch noch ein bisschen was rausholen können. Auf der anderen Seite bringt das auch den Charme der späten 80er wieder zurück ins Wohnzimmer.

Ob man die Serie heute mag, wenn man sie zum ersten Mal sieht, vermag ich nicht zu beurteilen. Fans von damals wird sie auch jetzt noch gefallen.