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Archiv der Kategorie 'TV-SERIE'

ZIMMER 108 (Universum Film)

am 30. Mai 2017 unter TV-SERIE, mystery abgelegt

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Die 19-jährige Kato Hoeven wacht eines Morgens blutüberströmt in einem Hotelzimmer auf – ohne zu wissen was passiert ist. Das ist allerdings der eher harmlosere Teil, denn als sie ihren Körper in der Badewanne sieht, realisiert sie, das sie tot ist. Nun versucht sie als Geist ihren eigenen Mord aufzuklären. Überraschenderweise stellt sie allerdings fest, das einige Leute sie sehen können – anscheinend alle, die am Abend ihres Todes mit ihr in Kontakt kamen. Mit Hilfe ihrer Stiefschwester, dem Cousin ihres Ex, sowie ihrer besten Freundin, versucht sie herauszufinden, was an dem Abend passiert ist und ihren Mörder zu finden.

Die Grundidee dieser 10-teiligen Serie ist auf jeden Fall originell. Auch das einige Kato sehen können, die meisten aber nicht, sorgt für interessante Wendungen und spannende Momente – zudem liefert Lynn Van Royen als Hauptdarstellerin eine sehr gute Leistung ab.

Auf den ersten Blick erscheint die kleine Gemeinde in Belgien als uninteressant, doch viele der dort Lebenden verbergen ein Geheimnis. Zum Beispiel der Polizeichef, der von Anfang an als einer der Hauptverdächtigen für den Zuschauer gilt, da er Kato nicht leiden konnte. Im Laufe der Geschichte kommt es immer wieder zu überraschenden kleinen Wendungen, die man so nur schwer voraussehen kann.

Die Auflösung bzw. das Ende und damit auch das Schicksal von Katos Geist wird in vielen Foren bemängelt. Das wiederum kann ich nicht nachvollziehen, denn gerade diesen Abschluss finde ich sehr stimmig.

Abzüge gibt es hier in der B-Note, denn man hätte das ganze auch in 8 Folgen erzählen können. Einige Handlungsstränge laufen ins Leere, andere bringen die Geschichte nicht wirklich voran.

Trotzdem bleibt insgesamt ein positiver Gesamteindruck. Wer allerdings hier eine Special-Effects Orgie erwartet, die man nach der Geschichte durchaus vermuten könnte wird enttäuscht werden. Die Geistergeschichte ist eigentlich nur eine zusätzliche Komponente zu eigentlichen Krimihandlung und nicht dazu gedacht mit Effekten zu glänzen.

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LINE OF DUTY – STAFFEL 3 (Justbridge)

am 21. Februar 2017 unter TV-SERIE abgelegt

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Sergeant Danny Waldron ist der Leiter einer Armed Response Unit, die aktuell den Auftrag hat, einen Tatverdächtigen lebend zur Strecke zu bringen. Als Waldron diesen allerdings als einen der Personen identifiziert, die ihn und seine Freunde in einem Kinderheim missbrauchten, schießt er ihn über den Haufen. Seine Kollegen ahnen nichts von der Vorgeschichte und werden von ihm gezwungen die Vorgänge anders darzustellen, als sie sich wirklich zutrugen. Anfangs ziehen diese auch mit, leiden aber unter ihrem schlechten Gewissen. Mittlerweile ermittelt auch die AC-12 gegen die Herrschaften, allen voran Steve Arnott. Der hat allerdings bald selbst ein größeres Problem, denn Lindsey Denton, die er vor einem Jahr in den Knast gebracht hat, wird vorzeitig entlassen und belastet ihn schwer. Und welches merkwürdige Spiel treibt Kollege Cotton?

Ganz selten bespreche ich von einer Serie auf meiner Seite drei Staffeln, da in vielen Fällen spätestens nach Nummer zwei alles gesagt ist. LINE OF DUTY gehört hier zu den Ausnahmen, denn die Komplexität von Staffel 3 sprengt schon fast den Rahmen den ich hier zur Verfügung habe.

Eigentlich sind das hier drei Serien in einer, bei denen die verschiedenen Handlungsstränge aber irgendwann zusammenlaufen und ein harmonisches Ganzes ergeben.

Im Gegensatz zum Vorläufer kann man diese Staffel allerdings nicht separat schauen, denn dann versteht man spätestens nach Folge drei gar nichts mehr, da sich die Geschichte von Denton und Arnott komplett auf den Vorgänger bezieht und man, ohne diese zu kennen, völlig im Dunkeln tappt.

Das macht aber nichts, denn Nummer zwei war keinen Deut schlechter, so lohnt sich das Anschauen beider Veröffentlichungen. Erstaunlich ist hierbei, das die mit Abstand schlechteste die Auftaktstaffel ist. Das hat man dann doch eher selten.

Die Darsteller, die glücklicherweise alle gleich geblieben sind, machen ihre Sache wie auch schon im Vorgänger gut und standen laut meiner Informationen alle auch noch für eine Fortsetzung zur Verfügung. Man hat sich auch an die Gesichter gewöhnt und insbesondere Kate und Steve ins Ermittler-Herz geschlossen.

Fazit: Vielschichtige Serie, bei der man dran bleiben muss. Verschläft man zwischendurch mal 20 Minuten kann man eventuell wieder von vorne anfangen. Daher erfordert LINE OF DUTY 3 eine hohe Konzentration. Also bitte nur fit schauen :o )

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DER CLUB DER ROTEN BÄNDER / STAFFEL 2 (Universum Film)

am 17. Januar 2017 unter Drama, TV-SERIE abgelegt

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Nachdem Staffel 1 bei mir großen Anklang fand und ich das ganze als das beste, was ich seit langem aus deutschen Lande gesehen habe, befand, war ich natürlich erfreut, dass die Geschichte und die Serie fortgesetzt werden, da wohl auch andere meiner Meinung waren und VOX fantastische Zuschauerzahlen bescherte. Meine Befürchtungen, dass die Serie nun deutlich schwächer wird, weil man schnell uninspiriert etwas hinterherschießt, bewahrheiten sich nicht – ganz im Gegenteil!

Leo und Hugo sind die einzigen beiden übrig gebliebenen Patienten des Clubs. Aber Toni ist immer in der Nähe, wenn man ihn braucht, denn er heuert als Praktikant an, um seinen beiden Freunden nahe zu sein. Jonas hingegen versucht seine Kumpels zu vergessen und wieder den Einstieg ins normale Leben zu finden und mutiert dabei zu einem richtigen Arschloch. Emma beginnt eine Beziehung mit Leo, doch diese hält nicht lange und sie flüchtet nach Berlin und scheint sich dort auch gut zurechtzufinden. Doch das ist nicht von langer Dauer.

Was die zweite Staffel besser macht als den Vorgänger (obwohl das kaum möglich war) ist, das der Szenen-Wechsel zwischen den Ereignissen im Krankenhaus und die Probleme der beiden, die nun in „Freiheit“ leben, deutlich mehr Abwechslung bringt und eine Seite beleuchtet, die es in der ersten Staffel noch nicht gab. Auch die Rolle des Benito wird weiter ausgebaut.

Äußerste ich an der Besetzung von Tim Oliver Schultz in der ersten Review noch Kritik, weil er einfach nicht als 17-jähriger durchgeht, ziehe ich diese nun zurück. Denn seine Rolle wurde noch etwas ausgebaut und er muss eine enorme Bandbreite von Emotionen durchleben, die ein 17-jähriger sicherlich nicht so intensiv dargestellt hätte.

Und ich bleibe dabei, das sich das Casting als Glücksfall erweist. Hier hat man wirklich die perfekte Auswahl an Darstellern getroffen, besonders Nick Julius Schick ist so knuffig, das ich ihn sofort adoptieren würde.

Wer glaubt das Alex gänzlich von der Bildfläche verschwunden ist, wird eines Besseren belehrt. Ähnlich wie das Schwimmbad in Staffel 1 als Zwischenwelt fungiert, taucht der Verstorbene den verbliebenen Klubmitgliedern als sehr lebendig aussehender Geist auf und redet ihnen ins Gewissen. Diese übernatürliche Komponente war in Teil 1 schon so eine Sache für sich. Macht es Sinn eine Serie, die ansonsten so auf Realismus bedacht ist, mit sowas auszuschmücken? Mich hat es diesmal nicht so gestört, wie bei der vorherigen Staffel.

Alles in allem eine grandiose Fortsetzung mit gewohnt tollen Darstellern und interessanten Geschichten, die manchmal zum Lachen aber auch oft zum Weinen sind. Leider soll nach Staffel 3 Schluss sein, was wirklich schade wäre, denn hier gibt es wirklich noch jede Menge zu erzählen. Gruß an die Macher: Falls ihr Leo sterben lasst werde ich sauer :o )

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SHADES OF BLUE (Universal Pictures)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Harlee Santos ist alleinerziehende Mutter einer 17-jährigen Tochter und Detective beim NYPD. Ihr korrupter Vorgesetzter Matt Wozniak und sein Team aus dem 64. Bezirk arbeiten nach ihrem ganz eigenen Gerechtigkeitssystem, in das auch Harlee integriert ist . Gegen Bezahlung drücken sie gerne mal ein Auge zu, wenn irgendwo in New York ein Verbrechen geschieht. Als mal wieder so ein Deal ansteht wird Harlee vom FBI festgenommen und als Informantin verpflichtet. Im Gegenzug dafür erhält sie Straffreiheit. Doch Beweise gegen ihren Chef Wozniak zu beschaffen, ist gar nicht so einfach. Zudem ist dieser wie ein Vater für sie und ihre Tochter, und so kommt sie immer wieder ins Zweifeln, ob das was sie hier tut, wirklich das Richtige ist.

Die Geschichte hört sich nicht sonderlich spektakulär an und daraus gleich eine ganze Serie zu zimmern kann ja nur in die Hose gehen – dachte ich.

Doch ich wurde wirklich positiv überrascht. Eigentlich hat man nie das Gefühl, das alles in die Länge gezogen wird – Wozniak ist nur eben ein kluger Kopf, der sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen lässt. Zudem lösen die Cops auch noch „normale „ Fälle, so das sich nicht alles um die Bloßstellung des Bösen dreht.

Ray Liotta ist mal wieder in Bestform. Wenn er die Augen aufreißt, weil er einen Verräter vermutet oder sich anderweitig aufregt, bekommt man richtiggehend Angst. Eine absolute Paraderolle für den, in meine Augen immer noch, underrateten Schauspieler.

Überraschend gut hingegen die Performance von Wackelarsch Lopez, die ich selten so überzeugend gesehen habe. Gerade wenn ich mich an BOY NEXT DOOR erinnere, da war sie absolut grausig. Hier liefert sie aber eine erstaunlich starke Performance ab, die jederzeit glaubwürdig wirkt.

Die Wendungen sind schwer vorhersehbar und fast jede Folge ist mit einem Cliffhanger versehen, was mich lange Nächte gekostet hat, da ich immer wissen wollte, wie es denn nun weitergeht.

Besonders erfolgreich war die Serie nicht, dennoch wird eine zweite Staffel gedreht, was wünschenswert ist, obwohl diese hier auch so etwas wie einen Abschluss hat, wenn auch nicht alle Fragen geklärt sind.

Endlich mal wieder eine unterhaltsame TV-Serie, deren Geschichte gar nicht so weit hergeholt erscheint.

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REAL HUMANS – STAFFEL 2 (WVG)

am 08. November 2016 unter SciFi, Suspense, TV-SERIE abgelegt

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Da jeder der Staffel 2 schaut auch den ersten Teil gesehen hat, hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung: Menschliche Roboter, sogenannte Hubots, gehören (ähnlich wie in I ROBOT) zum Alltag der Menschen, weil sie ihnen viel Arbeit abnehmen und sich z.B. auch in der Krankenpflege bewährt haben. Doch unter den Robotern gibt es auch einige, die sogenannte freie Hubots sind, also keinem Menschen gehören und die haben ein Eigenleben entwickelt und keine Lust mehr den Hampelmann für andere zu spielen…

Soweit eine allgemeine Kurzfassung. Jetzt zur Staffel: Die befreiten Hubots haben sich in alle Winde zerstreut. Mimi lebt inzwischen recht glücklich bei einer Familie, die sie nicht als Haushaltshilfe, sondern als vollwertiges Familienmitglied sieht. Flash hat sich sogar verliebt und heiratet ihren Liebsten, obwohl dieser weiß, das sie ein Hubot ist. Gordon irrt nach dem Ableben seiner Freundin in der Gegend herum, während Bea weiterhin den Code ihres Schöpfers sucht, damit sie endlich ein richtiger Mensch sein kann und durchaus auch ihre dadurch gewinnende Macht zu Gunsten der Hubots einsetzen will.

Wer die erste Staffel nicht gesehen hat, der versteht in der Fortsetzung absolut nichts, denn alles baut auf dieser auf. Selbst ich hatte erst Probleme dem Geschehen zu folgen, da die Veröffentlichungs-Zeitpunkte der beiden Staffeln doch recht lange auseinander lagen.

Die Ereignisse setzen etwa ein halbes Jahr später an und immer wieder schaffen es die Macher besonders originelle Ideen einzubauen. Es gibt zum Beispiel mittlerweile Menschen die sind „Trans-Human-Sexuell“, verlieben sich also nur in Hubots, wie etwa Tobbe.

Es gibt eine Partei die gegen die Hubots kämpft und Jugendliche rekrutiert, die gegen diese Spezies sind und sie gnadenlos bekämpfen.

Zudem wird die Frage gestellt,ob ein freier Hubot in der Lage ist, ein Kind alleine zu erziehen.

Da haben sich die Macher wieder jede Menge interessanter Dinge einfallen lassen und schaffen es, die recht hohe Qualität des Vorgängers zu halten. Lediglich das Camp, in dem Menschen gegen Hubots Paintball spielen, finde ich etwas weit hergeholt.

Wir warten auf Staffel 3, denn diese hier endet mit einem derben Cliffhanger. Hoffentlich geht es diesmal etwas schneller….

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ASCENSION (Studio Canal)

am 06. September 2016 unter SciFi, TV-SERIE abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1963. Ein geheimes Projekt wird in Zeiten des Kalten Krieges von der US Regierung auf den Weg gebracht. Mehrere Hundert Frauen, Männer und Kinder werden ins All geschickt um auf einem neuen Planeten anzusiedeln. Die Reisedauer beträgt allerdings knapp 100 Jahre. Das heißt viele Menschen werden auf diesem Schiff geboren – andere erleben das Ende der Mission nicht mehr. Der Mord an einer jungen Frau jedoch wirft jede Menge Fragen auf und das Leben an Bord ist nicht mehr das gleiche wie zuvor. Zudem ereignen sich kurz danach mehrere merkwürdige Dinge und einige beginnen an der Mission zu zweifeln – zurecht.

ASCENSION ist laut meinen Unterlagen eine Serie die auch nur auf 6 Folgen konzipiert war und dann abgeschlossen sein sollte. Wenn dieses Ende allerdings ein Abschluss ist, so ist es ein doch sehr merkwürdiger, denn hier bleiben doch einige Fragen offen.

Die Reihe an sich ist sehr gelungen. Alleine die Grundidee bietet viel Potenzial, das auch durchaus ausgeschöpft wird. Die 2 wirklich derben Wendungen sind grandios. Insbesondere auf die eine wäre ich niemals gekommen.

Zudem hat man hier eher bekannte Schauspieler verpflichtet, zumindest viele, die man ständig in TV Serien sieht zum Beispiel den Typen aus SANCTUARY, der dort den Computer-Nerd spielt.

Wer allerdings eine eher Weltraum-orientierte Serie erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein, denn man kümmert sich hier eher um die Probleme auf dem Schiff und wird nicht mit vielen Szenen aus dem All beglückt.

Trotzdem eine wirklich gute Grundidee, die für mich mindestens noch eine zweite Staffel verdient hätte. Darauf können wir aber, so glaube ich, lange warten.

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LAVA (Justbridge)

am 19. Juli 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Auf Snaefellsjökull in Island wird ein hochverschuldeter Banker in seinem Sommerhaus tot aufgefunden. Zuerst geht man davon aus, dass es sich hierbei um Selbstmord handelt, doch die Gerichtsmedizinerin stellt schnell fest, das es nur so aussehen soll. Also ermittelt der beste Mann der Kripo Reykjavik Helgi Runarssonan. Ihm zugeteilt wird die unerfahrene Ortspolizistin Greta, die aber deutlich mehr drauf hat, als er zunächst annimmt. Kurz darauf verschwinden ein Vater und seine Tochter und die beiden Ermittler finden heraus, das diese beiden Fälle miteinander verstrickt sind und der Täter praktisch jeder sein kann. Zudem muss der Ermittler mit seinen eigenen Dämonen, die tief in seiner Kindheit liegen, kämpfen. Nicht gerade förderlich, dass diese Ereignisse in eben diesem Ort stattfanden.

LAVA stammt aus Island, nicht unbedingt eine Hochburg für europäische Streifen.Doch im Zuge der großen Erfolge der nordischen Länder versuchen es nun eben auch mal die Isländer, die ja schon im Fußball mehr können, als man dachte

Die Mini-Serie teilt sich in 4 Folgen von jeweils 45 Minuten auf. Anfangs geht das ganze doch sehr gemächlich über die Bühne, was auch damit zusammenhängt, das man sich große Mühe gibt, die Charaktere auszuarbeiten.

Hier, wie auch später, wechseln die Verdächtigen im 15-Minuten Takt. Das ist interessant, aber nicht gerade hochspannend. Hier wissen eher die schönen Bilder von Island zu gefallen, die auch schick inszeniert wurden.

Auf der zweiten Disc allerdings wird das Tempo enorm angezogen und die Ereignisse überschlagen sich. Nun ist man komplett verwirrt und weiß gar nicht mehr, wer denn nun der Täter sein könnte, obwohl die Auflösung durchaus logisch erscheint.

Sensationell spielt eine Dame namens Heida Reed, die der erst hilflos wirkenden und dann über sich hinauswachsenden Greta ein Gesicht gibt. Aber auch der Ermittler ist durchaus glaubwürdig.

Zudem wurde dem ganzen eine exzellente Synchronisation zuteil, was bei solch kleinen, eher unbekannten Produktionen, nicht unbedingt die Regel ist

So bleibt unter dem Strich eine interessante Geschichte, die langsam beginnt, sich dann aber stetig steigert. Zudem agieren die Charaktere nicht annähernd so cool und überzogen wie in amerikanischen Serien. Für Fans von Streifen aus dem Norden sicherlich einen Blick wert.

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LIFJORD (Koch Media)

am 07. Juni 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Aksel Borgen hat seinen Lifjord vor 20 Jahren verlassen. Er war angeklagt, ein junges Mädchen ermordet zu haben, doch wurde freigesprochen. Danach hatte er jedoch die Schnauze voll von seinem Geburtsort, startete in Asien durch und ist mittlerweile ein erfolgreicher Geschäftsmann. Eines Tages bekommt er überraschend einen Anruf vom Vater des ermordeten Mädchens, der nie an Aksels Schuld geglaubt hat. Er versucht ihn zu überreden, zurückzukommen und die große Firma des Ortes zu übernehmen, da diese kurz vor dem Bankrott steht, was den ganzen Ort zerstören würde, da fast alle dort arbeiten. Eher lustlos willigt er ein und versucht tatsächlich diese zu retten. Doch kaum angekommen holt ihn die Vergangenheit wieder ein und ihm schlägt von einigen Bewohnern blanker Hass entgegen, da ihn viele für den Mörder halten. Zudem trifft er seine Jugendliebe wieder und beginnt mit ihr eine Affäre. Langsam kommen auch in ihm die damaligen Ereignisse wieder hoch….

Norwegische oder überhaupt Serien aus dem hohen Norden stehen im Moment ja hoch im Kurs, eben auch weil die Herrschaften immer gute Produkte abliefern, man denke nur an DIE BRÜCKE, BORGEN oder KOMMISARIN LUND.

LIFJORD braucht ein wenig bis sie Fahrt aufnimmt, was einfach daran liegt, das der Zuschauer in die Geschehnisse der Gegenwart und der Vergangenheit eingeführt werden muss, was schon etwa 2 Folgen dauert.

Im Verlaufe wird das ganze aber dann deutlich interessanter und auch spannender. Zudem gibt es jede Menge Wendungen, die man nicht unbedingt erwartet. Zum Beispiel hat man praktisch in jeder Folge einen anderen Verdacht, wer der damalige Mörder des Mädchens sein könnte.

Dazu gibt es jede Menge Lokalkolorit. Die zahlreichen Naturaufnahmen zeigen die ganze Schönheit dieses Landes und auch der Ort, den man sich ausgesucht hat, liegt direkt zwischen den Bergen, was sehr imposant wirkt und fast dazu verleitet als nächstes Urlaubsziel Norwegen auszuwählen..

Die Darsteller kennt man ebenfalls, wenn man sie auch nicht immer zuordnen kann. Der Hauptdarsteller ist mir noch aus MAX MANUS bekannt und auch die Mutter des Mädchens habe ich schon oft gesehen, aber weiß nicht, wo ich sie hinstecken soll.

Insgesamt braucht LIFJORD ein bisschen um in Schwung zu kommen, steigert sich aber im Laufe der Zeit deutlich. Insbesondere die letzten 5 Folgen (von insgesamt 10) sind richtig gut. Zudem bekommt man hier eine exzellente Figurenzeichnung geboten, denn am Ende der Serie könnte man alle Charaktere beschreiben

Wer diese Serien aus dem Norden mag, kann hier nicht wirklich etwas falsch machen. Wie man allerdings nach dem Ende eine Fortsetzung hinbekommen will (auf der Hülle steht groß STAFFEL 1) erschließt sich mir nicht, denn eigentlich ist alles geklärt.

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THE DRIVER (Koch Media)

am 19. April 2016 unter Drama, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Vince Mc Kees Leben verläuft nun wahrlich nicht wie er sich das vorstellt. Er arbeitet als Taxifahrer und leidet unter Depressionen, auch weil sein Sohn weggelaufen ist und nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Zudem steht seine Ehe steht kurz vor der Scheidung. Dann kommt sein alter Schulfreund Colin aus dem Knast und die beiden treffen sich gegen den Willen von Vince`s Frau wieder. Der erneuert seine alten Kontakte zum Gangsterboss HORSE. Und der hat einen Job, der dem Taxifahrer ein paar nette Nebeneinnahmen beschert, die er sich mit Kurierfahrten dazu verdienen kann. Doch dabei bleibt es nicht. Eines Tages soll Colin einen Menschen umbringen. Das kann Vince mit seinem Gewissen nicht vereinbaren und hilft dem Opfer – nun bekommt er noch mehr Probleme als er eh schon hat.

Die Story ist jetzt nicht wahnsinnig neu, aber durchaus unterhaltsam geschildert, zumal der Streifen satte 180 Minuten läuft, was damit zusammenhängt, dass das ganze wohl ein TV-Event in England war. Der Look und die Schauspielern sind allerdings absolut kinotauglich – da erkennt man keinen Unterschied.

David Morissey musste auch erst mal 40 werden, bevor er einem größeren Publikum durch THE WALKING DEAD bekannt wurde. Hier trägt er den Film fast im Alleingang, denn in mindestens 90 % der Szenen ist er mit dabei. Das ist eine Menge Screentime. Zudem muss er durch viele Emotionen zwischen Angst, Trauer und Wut gehen und bewältigt diese Aufgabe hervorragend.

Ansonsten kannte ich nur noch Colm Meany, der ja schon lange durch seine Star Trek Rolle auch außerhalb Englands bekannt ist und vor ein paar Jahren ja auch mit Polanski arbeitete.

Regisseur Jamie Payne dreht eigentlich nur Filme für das britische Fernsehen – diese sind allerdings meist hochwertig. Hier baut er immer wieder sehr hübsche Kameraeinstellungen ein (Beispiele „Vince verschwindet im Tor” oder die “Aufnahme durch die Beine der Ehefrau beim Joggen”) und man kann ihm wirklich einen eigenen Stil bescheinigen.

Nun hätte man das Ding auch 40 Minuten kürzer machen können, da zum Beispiel der Handlungsstrang mit dem Sohn nicht wirklich Bedeutung zukommt, außer vielleicht das er noch deutlicher aufzeigen soll, wie tief zerrüttet unser Hauptdarsteller ist

Daher ist THE DRIVER zu 30 % ein Drama und zu 70 % ein Thriller, bei dem aber die spannenden Momente meiner Meinung nach die besseren sind.

Fazit: 3 Stunden gute Unterhaltung auf Kinoniveau mit einem sehr guten Hauptdarsteller. Inszenierung und Bild sind sehr gut. Dazu bekommt man durch die vielen Fahrten interessante Bilder von Manchester zu sehen – sowohl die schönen als auch die hässlichen Seiten.

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DER CLUB DER ROTEN BÄNDER (Universum Film)

am 12. April 2016 unter TV-SERIE abgelegt

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Die Jugendlichen Leo, Jonas, Emma, Alex, Toni und Hugo führen ein eher ungewöhnliches Leben: Sie müssen eine sehr lange Zeit im Krankenhaus verbringen und werden es vielleicht nie wieder verlassen, denn mit Ausnahme von Toni haben alle ziemlich heftige Probleme, von Krebs bis zu schlimmen Essstörungen. Aber da sie eben alle dieses Schicksal verbindet, raufen die 6 sich zusammen (wobei Hugo zwar Mitglied ist, aber im Koma liegt und daher nicht aktiv dabei sein kann) und versuchen, so gut wie möglich mit ihrem Leben klarzukommen, was zuerst schwerfällt, da alle sehr unterschiedliche Charaktere sind. Als Erkennungszeichen legen sie sich rote OP-Armbänder und nennen sich daher auch „Club der roten Bänder”. Zusammen gibt es vieles zu erleben – selbst in einem Krankenhaus. Und vor allem spricht man sich in schwierigen Situationen auch Mut zu.

Ich kannte die Serie überhaupt nicht, und entdeckte sie eher zufällig, als sie bei Amazon 78 mal die Höchstnote hatte, bei keiner Gegenstimme. Sowas habe ich vorher noch überhaupt nicht gesehen und als heimlicher Fan des deutschen Films habe ich mir die Box daher zugelegt.

Die positiven Kritiken sind durchaus gerechtfertigt. Die Schauspieler sind toll gewählt, die Geschichten schwanken zwischen profan und anspruchsvoll, sind aber durchweg unterhaltsam und festigen die Freundschaft des Sextetts im Laufe der Folgen.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ob in eine Serie, die sehr um Authentizität bemüht ist, die Traumsequenzen so richtig reinpassen wollen. Mich stören sie nicht, aber manchen könnte das missfallen.

Der zweite minimale Kritikpunkt ist Tim Oliver Schultz, eigentlich der einzige bekannte Darsteller in der Jugendriege. Das er hier einen Minderjährigen spielt ist eigentlich doch weit hergeholt, denn er sieht schon älter aus als die anderen – ohne das ich jetzt nachgeschaut hätte würde ich ihn auf deutlich über 20 schätzen. Da er aber seine Rolle wirklich toll mit Leben erfüllt, ist das auch ein Kritikpunkt, über den man locker hinwegsehen kann.

Eine zweite Staffel wäre mehr als wünschenswert, denn es gibt noch viel zu erzählen im Krankenhausleben der Freunde….

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