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Archiv der Kategorie 'TV-SERIE'

SLASHER – STAFFEL 2 (Justbridge)

am 16. Oktober 2018 unter Horror, TV-SERIE abgelegt

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Eine Gruppe Twens hat vor 5 Jahren im Summercamp einen Mord begangen. Nun wurde das Anwesen gekauft und es sollen Tennisplätze errichtet werden. Dumm nur, das dies ausgerechnet dort passieren soll, wo die Leiche vergraben liegt. Also trifft man sich, um das Problem zu beseitigen. Das Haus des ehemaligen Camps bewohnt mittlerweile eine spirituelle Gruppe, die das Quintett aber herzlich aufnimmt. Diese quartiert sich unter dem Vorwand einer Wiedersehensfeier dort ein. Soweit so gut, doch dann kommt es zu den ersten Morden und nach und nach müssen die Herrschaften mit der Wahrheit rausrücken, denn die Schneemobile würden manipuliert und die nächste Station ist satte 30 Meilen entfernt – und das im tiefsten Winter. Doch dann wird einer nach dem anderen ermordet und merkwürdigerweise auch Mitglieder der neuen Bewohner, die ja eigentlich gar nichts mit den damaligen Geschehnissen zu tun haben….

SLASHER geht bereits in die zweite Runde. Witzigerweise hat man, ähnlich wie bei AMERICAN HORROR STORY, einige Darsteller der ersten Staffel wieder mit dabei. Es handelt sich jedoch um eine völlig neue Geschichte, die absolut nichts mit dem Vorgänger zu tun hat, den man nicht kennen muss, um hier mitzukommen.

Und aus meiner Sicht ist die zweite Staffel auch in allen Belangen besser. Zwar

Natürlich kommt einem die Geschichte bekannt vor, da ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST hier als Vorbild dient, doch eine Gulaschsuppe hat ja auch immer die gleichen Zutaten und schmeckt trotzdem lecker. Zudem schafft man es, ähnlich wie im Vorgänger, immer wieder neue Fährten zu legen.

Teil 2 ist schon deshalb spannender, weil sich alles in einer überschaubaren Umgebung abspielt und der tiefe Winter eine Flucht nicht zulässt. So wird also nach und nach einer nach dem anderen ausgeschaltet und irgendwann gehen dem Zuschauer dann auch die Verdächtigen aus. Die Wende gegen Ende ist absolut sensationell und ich muss zugeben, das ich nie und nimmer darauf gekommen wäre, obwohl sie im Nachhinein durchaus Sinn ergibt.

Zum ersten Mal seit langem gebe ich auch der FSK recht, die in den letzten Jahren wieder jeden Mist ab 18 Jahren freigab, obwohl die Filme total harmlos waren. Hier ist das anders, die Morde sind teilweise doch ziemlich derb und auch einige andere Szenen recht deftig. Da spritzt das Kunstblut ganz schön durch die Gegend.

Nochmals, auch wenn diverse Schauspieler der ersten Staffel hier wieder mit an Bord sind – die beiden Teile sind in sich abgeschlossen und man kann problemlos die Fortsetzung schauen ohne jegliches Hintergrundwissen aus dem ersten Teil mitzubringen.

Natürlich gibt es, wie immer bei solchen Filmen, die ein oder andere Logikschwäche und das Verhalten der Protagonisten ist nicht immer nachvollziehbar, aber wenn ich sehe wie ein Schrottfilm wie DONT MOVE überall hochgeschrieben wird, obwohl er mehr Logikfehler hat, als zu ertragen sind, kann man hier über kleinere hinwegsehen. Ich habe die ersten 5 Folgen übrigens am Stück geschaut, was mir nur ganz selten passiert. Fieserweise gibt es aber auch praktisch am Ende jeder Folge einen Cliffhanger.

Fazit: Spannend und sehenswert und deutlich besser als der schon nicht schlechte Vorgänger.

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DER CLUB DER ROTEN BÄNDER – FINALE STAFFEL (Universum Film)

am 14. Juni 2018 unter Drama, TV-SERIE abgelegt

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Wie? So spät kommt der mit der Bewertung der dritten Staffel werden sich jetzt einige denken – die gibt es doch schon ewig auf dem Markt. Stimmt, aber ich hatte ein großes Problem, nämlich das ich die letzten beiden Folgen lange vor mir hergeschoben habe, weil ich wusste, es sind die letzten die ich zu sehen bekomme. Auf diesen Umstand gehe ich später noch mal ein.

Der Club hat Benito beerdigt und kehrt in das Krankenhaus zurück. Leo unterzieht sich erneut einer Operation. Während Jonas sich in seine Schwimmlehrerin verliebt, die nur leider doppelt so alt ist wie er. Hugo versucht, ein normales Leben zu führen, was allerdings nicht gelingt, da er in der Schule gehänselt wird. Emma hat ihre Krankheit im Griff, lebt aber in ständiger Sorge um Leo und während Alex weiterhin als Gast kurze Einsätze hat, lernt Toni die Liebe kennen, ein Gefühl, mit dem er als Autist nur schwer umgehen kann.

Man sieht also, hier ist noch jede Menge Raum für weitere Geschichten rund um den Club, zumal nur die erste Staffel vom Original adaptiert wurde, während die Nachfolger von 2 deutschen Autoren geschrieben wurden.

Auch wenn ich vorher schon volle Punktzahl vergab, setzt diese Staffel nochmal einen drauf. Das liegt vor allem daran, das die Darsteller, die sich wohl auch privat extrem gut verstanden haben sollen, so aufeinander eingespielt sind, das das ganze nicht mehr wirkt wie eine gespielte TV-Produktion, sondern eher wie eine reale Dokumentation.

Insbesondere Nick Julius Schuck muss ich hierbei hervorheben, der ja nun eine gänzlich andere Rolle spielt, als nur im Bett rumzudösen, und das wirklich klasse erledigt.

Soweit mein Lob und jetzt kommt mein Gemecker. Niemand kann mir erklären, wieso diese Serie eingestellt wird. Auch von VOX habe ich dazu keinerlei Information bekommen, während visueller Sondermüll wie GZSZ oder BERLIN TAG UND NACHT hier Jahre lang jeden Tag ausgestrahlt wird.

Und man schaue sich mal die Kritiken an – egal ob bei amazon oder von Rezensenten, die das beruflich tun – alle sind begeistert. Anscheinend hat man das nun gemerkt und will nächstes Jahr einen Spielfilm hinterherschießen der VOR den Ereignissen, der ersten Staffel spielt. Das sehe ich mehr als kritisch. Tim Oliver Schulz ist dann 31 und soll einen 15 jährigen spielen? Und der oben erwähnte Herr Schuck ist ja mittlerweile vom Kind zum Teenager geworden, wie soll das gehen? Ich befürchte da großen Murks.

Fazit: Leider geht einer der besten Serien nun zu Ende – meiner Meinung nach ungerechtfertigt, zumal ja auch die Einschaltquoten stimmten. Fast alle Charaktere sind noch nicht auserzählt und wenn man die Geschichten eh selbst schreibt und nicht adaptiert, dann wäre doch hier noch einiges möglich gewesen. Natürlich volle Punktzahl, aber mit erheblichem Unmut..

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HUMANS – STAFFEL 1 + 2 (Justbridge)

am 16. Mai 2018 unter SciFi, TV-SERIE abgelegt

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Der von Kindern und Stress herausgeforderte Ehemann Joe Hawkins kauft, einen „Synth“, da er den Haushalt nicht mehr alleine schafft. Die Gattin ist davon wenig begeistert, denn sie hat eine Antipathie gegen diese Herrschaften, obwohl sie den Alltag enorm erleichtern können. Sie sehen aus wie Menschen, sie sprechen wie Menschen, aber sie haben eben keinerlei Emotionen – glauben alle!!Sexueller Gebrauch der Synths ist erstaunlicherweise möglich, was auch viele gerne wahrnehmen. Zudem gibt es auch Menschen, die sich in diese verlieben, was durchaus problematisch sein kann. Einige Synths entwickeln jedoch mit der Zeit ein Bewusstsein, aufgrund ihrer fortschrittlichen und sich kontinuierlich weiterentwickelnden Intelligenz. Da droht Ungemach, denn viele der Synths wollen ein eigenes Leben führen und nicht nur Sklaven der Menschen sein. Eine Gruppe von diesen, fliehen vor Leo Elster. Dieser ist der Sohn des Erfinders, der längst verstanden hat, das diese angeeigneten Emotionen auch sehr gefährliche Ausmaße annehmen können.

2 ganze Staffeln sind schwer zusammenzufassen, denn ich will die Leute ja auch nicht langweilen oder zu viel vorweg nehmen, aber ich denke das grobe Gerüst ist hiermit abgedeckt.

HUMANS ist die amerikanische (Co-Produziert von GB) Version der schwedischen Serie REAL HUMANS, die bereits vor einigen Jahren recht erfolgreich lief, allerdings versteckt in kleineren Fernsehanstalten, ich glaube damals war es ARTE.

Erstaunlicherweise unterscheidet sich das Remake nahezu gar nicht vom Original. Insbesondere Staffel Nummer 1 scheint fast eine 1:1 Adaption zu sein, was für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich ist, denn da nimmt man meist nur die Grundidee und wandelt viele der Ereignisse um.

Auch Nummer 2 kam mir in vielen Teilen doch sehr bekannt vor (habe das Original vor einigen Jahren gesehen), ein paar Sachen kannte ich jedoch nicht, da hat man wohl ein paar Dinge etwas umgeschrieben.

Die Gretchenfrage ist jetzt natürlich, welche Version die bessere ist und das vermag ich eigentlich nicht zu sagen. Die Amerikaner und Briten haben natürlich einen ganz anderen Stil als die Schweden, die ruhig die Ereignisse präsentieren, während die Kollegen  deutlich mehr Action in die Serie einbauen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Das ist in meinen Augen reine Geschmackssache.

Einziger Unterschied ist für mich, das im Remake mit Carrie-Ann Moss, Gemma Chan (aus dem grandiosen EXAM) oder auch natürlich William Hurt sehr bekannte Namen dabei sind, deren Gesichter man bestens kennt, während im Original die Schauspieler doch alle sehr unbekannt waren.

Am besten vergleicht man das ganze mit VERGEBUNG. Wer das Original und auch das Remake kennt, wird wissen, welches ihm besser gefiel – und so ähnlich verhält es sich auch hier. Ich denke das die amerikanische Fassung insgesamt mehr interessierte Zuschauer gefunden hat, denn soweit mir bekannt, waren die Verkaufszahlen des Originals, trotz guter Kritiken, eher mau.

Was jedoch wirklich gelungen herausgearbeitet wird, sind die Schwierigkeiten die sich mit solch einer künstlichen Intelligenz ergeben, aber auch ihr enormer Nutzen. Ob diese Spezies insgesamt mehr Vorteile oder Nachteile bringt, muss der Zuschauer für sich selbst entscheiden.

Fazit: Selten kommt es vor, dass Serien sowohl bei den Rezensenten als auch bei den Zuschauern gleich gut ankommen. Die Grundidee ist gelungen, die Schauspieler sind gut ausgewählt. Ob man sich, wenn man das Original kennt, das Remake noch anschauen muss, kann jeder für sich selbst entscheiden.

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4 BLOCKS (AV Visionen)

am 31. März 2018 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Ali “Toni” Hamady ist der Anführer eines arabischen Familienclans, bei dem alle Fäden des organisierten Verbrechens in Neukölln und Umgebung zusammenlaufen. Eigentlich möchte er aber mit dem ganzen Mist aufhören und ein friedliches Leben mit Frau und Kind verbringen. Ganz anders sein Bruder, der gewalttätige Abbas, dem das Leben sehr viel Spaß bereitet. Dann trifft Toni seinen alten Freund Vince wieder und integriert ihn als Person seines Vertrauens in die Organisation. Er weiß jedoch nicht, das dieser ein Undercoverspitzel der Polizei ist. Abbas begegnet ihm auch mit Misstrauen. Als der Schwager der beiden verhaftet wird, und es auch noch einen Krieg mit einer Rockerbande gibt, die ebenfalls den Bezirk für sich beansprucht, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, bei denen es auch Tote gibt.

Als ich mehrfach las DIE BESTE DEUTSCHE SERIE ALLER ZEITEN wurde ich schon stutzig, denn das ist nun schon ein hoher Anspruch. Nicht das die Deutschen jetzt bekannt dafür wären originelle und spannende Serien zu produzieren (müsste echt überlegen ob ich 5 zusammenbekomme) aber das Wort „beste“ schreckt mich immer ab, weil man dann oft enttäuscht wird. In diesem Fall nicht.

4 Blocks ist spannende Unterhaltung mit exzellenten Schauspielern, von denen vor allem Frederick Lau in einer für ihn ungewöhnlichen Rolle zu sehen ist, da er sonst eher viel quatscht und zappelt, wie z.b. in VICTORIA. Hier spielt er sehr zurückhaltend und kommt mit wenigen Worten aus.

Natürlich kann 4 Blocks einige Klischees nicht umschiffen. Alle Araber hören deutschen Hiphop oder sagen 10 mal am Tag „Bruder“ und „ich schwöre“ usw. Auch das Aussehen mancher Darsteller wirkt etwas aufgesetzt.

Das sind jedoch nur Abzüge in der B-Note. Die ersten 4 Folgen sind sehr gelungen, die letzten beiden würde ich wirklich als das beste bezeichnen, was ich aus Deutschland seit langem gesehen habe, denn da spitzt sich die Lage zu und es wird richtig spannend.

Angeblich soll es eine Fortsetzung geben, wobei ich mir das nur schwer vorstellen kann, wenn ich mir so die Entwicklungen gegen Ende anschaue und ob diese so gut wird wie der Vorgänger, bleibt dann auch abzuwarten.

Insgesamt vergebe ich 7 Chuckies, und das obwohl ich die ganze Zeit mit deutschem Hiphop vollgenudelt wurde, für den es normalerweise schon 3 Abzug gäbe – einfach nur grauslig diese Musik. In diesem Kontext passt sie aber eben gut und stört nicht wirklich, sondern untermauert das Geschehen.

Eine Warnung noch. Die FSK 16 Freigabe ist grenzwertig, denn der Streifen ist an manchen Stellen extrem brutal und sogar teilweise sadistisch. Also zartbesaitete Gemüter sollten besser beim Tatort bleiben.

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LINE OF DUTY – STAFFEL 4 (Justbridge)

am 27. März 2018 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Nachdem sie nun schon seit Monaten auf der Jagd nach einem Serienmörder ist, steht DCI Roz Huntley unter immensem Druck, denn ihre Chefs wollen nun endlich Resultate sehen. Als eine weitere Frau entführt wird, hat man schnell einen Schuldigen gefunden, nämlich einen eher geistig einfach strukturierten jungen Mann, der schon einmal wegen Belästigung aufgefallen ist. Roz ignoriert eindeutige forensische Beweise, auf die sie ihr Kollege hinweist, nur um einen Schuldigen präsentieren zu können und schreckt sogar vor Mord an ihrem Kollegen nicht zurück. Der kommt leider zu spät, denn dieser Forensiker dem sie um die Ecke bringt, war bereits mit der AC-12 in Verbindung getreten Deren Super Intendant Hastings schleust daraufhin DS Kate Fleming dort ein, um undercover zu ermitteln, während DS Steve Arnott von außen Druck aufbaut um Roz in die Enge zu treiben. Doch die ist mit allen Wassern gewaschen.

Mittlerweile geht LINE OF DUTY in die vierte Runde und es ist erstaunlich, das diese Serie nicht an Qualität verliert. Die mit Abstand schwächste Staffel war Nummer 1, die ich immer noch gut fand, jedoch waren die beiden Nachfolger, die inhaltlich zusammenhingen schon grandios. Mit der neuen Staffel hält man hier problemlos das hohe Niveau.

Glücklicherweise konnte man auch das gesamte, altbekannte Team wieder bewegen, bei dieser Staffel mitzuspielen, was dem Ganzen natürlich zu Gute kommt, weil man die Hintergründe der Personen schon kennt.

Sollte jemand allerdings die vorhergegangen Staffeln nicht kennen, kann man dem Geschehen trotzdem folgen, da sich nichts auf früheres bezieht und das hier ein wirklich eigenständiger Fall ist.

Mit dabei sind wieder Vicky Mc Clure und Martin Compston, die beide als Team perfekt funktionieren und die ihren Charakteren eine hohe Glaubwürdigkeit verleihen, so dass sich LINE OF DUTY nach SPOOS und HAUTNAH zu einer meiner Lieblingsserien aus GB entwickelt hat.

Leider ist aber wohl nach dieser Staffel Schluss, denn die Einschaltquoten waren nicht sehr gut und es wurden überhaupt nur weitere produziert, weil die Kritiken sich überschlugen. Das ist ähnlich wie hier in Deutschland, wo man die besten Serien einstampft, totaler Müll aber merkwürdigerweise endlos läuft (von wenigen Ausnahmen abgesehen).

Wer die Serie nicht kennt, sollte sich die Gesamtbox zulegen, denn die Entwicklung der Charaktere ist durchaus interessant und die Serie wird immer besser.

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THE 4400 – KOMPLETTBESPRECHUNG (Koch Media)

am 19. Dezember 2017 unter SciFi, TV-SERIE, mystery abgelegt

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Im letzten Jahrhundert verschwanden Tausende von Menschen, anscheinend ohne jeglichen Grund. Im Jahre 2004 tauchen diese alle spektakulär wieder auf, denn eine riesige Leuchtkugel bringt die 4400 Personen an einen See und verschwindet danach, wie sie gekommen war. Mit der Zeit stellt sich heraus, das alle diese Leute eine besondere neue Fähigkeit haben, sei es in die Zukunft sehen, telepathische Kräfte oder sonstiges. Nachdem man sie alle eingehend untersucht hat ,kommt die Regierung zu dem Schluss, diese wieder in die Freiheit zu entlassen, nachdem sie monatelang unter Quarantäne standen. Viele nutzen ihre Fähigkeiten zum guten, einige jedoch gehen nicht sehr sorgsam damit um. Darum wird eine Spezialeinheit gebildet, die nur an den Fällen arbeitet, in denen die 4400 involviert sind. Der Zuschauer bekommt in diesem Fall die Ermittlungen der Agents Diana Skouris und Tom Baldwin erzählt. Letzterer ist auch persönlich betroffen, denn sein Sohn Kyle liegt seit dem Tag des Verschwindens im Koma und sein Neffe Shaun ist einer der 4400. Zudem waren beide, als dieser verschwand, am See feiern und Tom erhofft sich neue Erkenntnisse zu bekommen, was seinen Sohn in diesen Zustand versetzte. Mit der Zeit lüften sich einige Geheimnisse und einer der Entführten namens Jordan Collier gründet ein Zentrum für die Verschwundenen, in dem alle wohnen können, denn die Bevölkerung steht den Neuankömmlingen teilweise eher skeptisch gegenüber und Shaun wird sein Assistent.

Ich könnte natürlich hier noch viel mehr zusammenfassen, doch dann hätte ich ja die ganze Serie vorweggenommen. Erwähnen sollte ich vielleicht noch die beiden Charaktere Richard und Lily, denn diese kommen als einzige der 4400 zusammen und letztere ist nach der Rückkehr überraschend schwanger – beide, als auch ihr Kind, werden noch eine größere Rolle spielen.

Grundsätzlich geht man in dieser Serie ein wenig den Weg den auch AKTE X und FRINGE beschreiteten. Es gibt eine durchgängige Geschichte die sich um das Zentrum, Collier und den allgemeinen Entwicklungen dreht und dann gibt es einzelne Fälle, die die beiden Agenten lösen. Dieses Konzept funktionierte schon immer gut, hat aber jedoch das Problem, das man nur sehr schwer einzelne Folgen schauen kann, weil man dann viele Dinge, die angesprochen werden, nicht versteht.

Die Darsteller sind mit Ausnahme von PETER COYOTE eigentlich recht unbekannt und wenn man man ein wenig recherchiert auch eher für das Fernsehen tätig, statt Kinofilme zu drehen, wurden aber gut ausgewählt und man baut als Zuschauer schon nach kurzer Zeit ein Verhältnis zu ihnen auf, was für eine Serie immer wichtig ist.

STAFFEL 1 beschäftigt sich überwiegend mit der Ankunft der 4400 und den Schicksalen von Shaun und Kyle. In Nummer 2 sieht man die beiden Ermittler Fälle lösen die mit den Verschwundenen zusammenhängen, wobei diese, wie bereits erwähnt, immer wieder von dem einen durchgängigen Plot unterbrochen werden, der in Staffel 3 eigentlich fast 80 % der Folgen bildet. Daher ist für mich diese auch die schwächste, denn da übertreibt man es doch etwas mit Verschwörungstheorien und auch einige Handlungsstränge erschließen sich einem nur bedingt. Nummer 4 ist dann wieder ganz stark, weil sie eine überraschende Wende bringt, denn nun können auch Personen, die nicht entführt wurden, eine Fähigkeit erlangen.

Insgesamt kann man sagen, das man hier eine spannende Serie kredenzt bekommt, der man aber, so verrückt das klingt, ansieht, dass sie schon 13 Jahre alt ist, denn die Effekte sind heute teilweise schon überholt, da in diesem Bereich die Fortschritte enorm waren.

Trotzdem kann ich THE 4400 jedem empfehlen, der gerne gute Mystery/Science-Fiction sieht.

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GSI-GÖTEBORG STAFFEL 3 (EuroVideo)

am 05. Dezember 2017 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Seit Jahren schläft Polizist Johan Falk schlecht. Denn eine Frage lässt ihm keine Ruhe: Wie gelang es der estnischen Mafia, ihn und seine Kollegen vor drei Jahren so einfach aufzuspüren? Als plötzlich die Witwe des Mafiabosses auftaucht, geht das Ganze wieder von vorne los und Falk und auch seine Familie geraten abermals in Gefahr, denn er wird erpresst bei einem großen Deal zu helfen, da man ihm sonst einen Mord anhängen kann, indem man bei einer Leiche seine DNA platziert.Die gegen organisiertes Verbrechen vorgehende GSI ist mehr denn je auf ihre Informanten angewiesen und muss bei den geheimen Operationen noch erfinderischer vorgehen als zuvor, zumal Franck, ihr verdeckter Spitzel geflohen ist, nachdem er aufgeflogen war. Zudem bekommt Seth Rydell, seit ein paar Jahren der beste Informant der GSI, gewaltig Ärger, als die Mitglieder seiner alten Verbrecherbande aus dem Knast kommen. Denn die alte Rydell-Gang ist mittlerweile enorm gewachsen. Als auch noch andere Gruppen mitmischen, gerät das ganze außer Kontrolle.

Mittlerweile ist der gute Johan Falk bzw. sein Darsteller Jakob Eklund etwas in die Jahre gekommen. Für diejenigen, die es nicht wissen: Ursprünglich waren die Geschichten um den Cop drei Spielfilme nämlich ZERO TOLERANCE/EXECUTIVE PROTECTION und THE THIRD WAVE.

Da die Filme großen Anklang in Europa fanden, beschloss man damit in Serie zu gehen . Allerdings funktionierte insbesondere die letzte Staffel nicht besonders gut, denn die Geschichte zog sich unheimlich in die Länge.

Nummer 3 jedoch schafft es jedoch, trotz der insgesamt enormen Lauflänge den Zuschauer bei der Stange zu halten, zumal sie mit extrem vielen Wendungen und auch Charakteren gespickt ist und man nie weiß, was als nächstes kommt, während der Vorgänger doch reichlich vorhersehbar war.

Trotzdem kommt auch diese Staffel nicht an die 3 exzellenten Spielfilme heran, die es bis heute immer noch nicht auf Blu Ray gibt. KOCH MEDIA hat lediglich eine DVD mit allen Teilen veröffentlicht. Da hoffe ich noch immer eine Auswertung auf Blu Ray, denn insbesondere THE THIRD WAVE ist einer der besten europäischen Thriller ever.

Fazit: Auf Johan Falk ist Verlass, auch wenn die letzten beiden Staffeln nicht so gut waren, schafft man es hier endlich den Spannungsbogen auch über lange Zeit hoch zu halten. Ob es eine Fortsetzung gibt, wage ich aufgrund des Endes zu bezweifeln. Zudem können aufgrund der Geschehnisse zwei der bekannten Darsteller nicht mehr dabei sein..

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SLASHER – STAFFEL 1 (Justbridge)

am 09. November 2017 unter Horror, TV-SERIE abgelegt

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Sarah Bennet kehrt nach vielen Jahren in ihre Heimatstadt zurück, in der ihre Eltern damals brutal ermordet wurden. Der Killer schnitt der schwangeren Mutter das Kind aus dem Bauch, doch Sarah überlebte tatsächlich. Gegen den Willen ihres Freundes, nimmt sie mit dem im dortigen Knast sitzenden Killer Kontakt auf, unter anderem auch, weil sich gerade eine grauenhafte Mordserie in dem kleinen Städtchen ereignet und der Mörder das gleiche Kostüm benutzt, wie sein Vorbild damals. Es stellt sich heraus, das dieser die 7 Todsünden zum Vorbild hat und nach diesen die Leute niedermetzelt.

Fangen wir zunächst mit dem negativen an. Insgesamt wirkt die Geschichte doch sehr sehr weit hergeholt und das sich eine Frau mit dem Mann trifft und ihm um Rat fragt, der ihre Eltern ermordet hat, ist nur bedingt logisch. Zudem sind einige Dialoge etwas naiv.

Dafür gibt es aber auch einige Dinge auf der Haben-Seite, denn ich kann mich weder an einen Film noch an eine Serie erinnern, wo es so viele Verdächtige gab, die man aber, weil sie von dem Killer ermordet werden, dann auch wieder ausschließen kann. Wer gerne miträt, wer der Böse ist, hat hier einen Heidenspaß. Zudem gibt es in jeder Folge eine Wendung nach der nächsten. Ich gebe zu, das dies mit der Zeit etwas unglaubwürdig wirkt. Aber das ist in den SCREAM Filmen, die die Serie zum Vorbild hat, aber auch nicht anders.

Zudem ist der Killer in seinen Mordarten sehr flexibel und benutzt nie die gleiche Methode. Insbesondere die Nachbarin von Sarah bekommts mal richtig besorgt. Daher ist die FSK-Freigabe 18, die es eher selten für eine TV-Serie gibt, durchaus berechtigt.

Bei der Auflösung des Ganzen scheiden sich dann die Geister Ich möchte diese nicht vorwegnehmen und auch keine Bewertung vornehmen. Das soll jeder für sich selbst beurteilen.

Da eine zweite Staffel in Bearbeitung ist, wird diese wohl eine neue Geschichte erzählen. Zumindest lässt das Ende dies vermuten. Die vielen Wendungen allerdings wären auch in Staffel 2 wünschenswert, auch wenn der Sinn dabei manchmal auf der Strecke bleibt. Aber diese Freiheit darf sich ein Horrorfilm dann doch nehmen.

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LIFJORD – STAFFEL 2 (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Am Ende der ersten Staffel war eigentlich alles geklärt, daher war ich gespannt, wie es denn nun weiter gehen würde. Doch man bediente sich hier eines recht einfachen Kniffs, denn der „Geständige“ widerruft seine Aussage einfach und schon geht wieder alles von vorne los. Das ist zwar nicht wirklich originell, doch da die zweite Staffel erheblich besser ist als der Vorgänger, im Nachhinein begrüßenswert. Wer Nummer 1 nicht gesehen hat versteht hier nichts, denn die Ereignisse gehen direkt am Schauplatz der letzten Szene weiter.

Aksel klagt William wegen Mordes an. Mit der Zeit jedoch tun sich einige Abgründe auf, denn er kann sich nicht wirklich erinnern, was in der Mordnacht passiert ist und auch sein Alibi gerät erheblich ins Wanken. Das er dafür verantwortlich ist, das die meisten Einwohner in der Stadt ihren Job verlieren, macht ihn zudem auch nicht wirklich beliebter. Im Laufe des Prozesses muss er feststellen, das er die Sache lieber hätte ruhen lassen sollen, denn es kommen Wahrheiten ans Licht, auf die er hätte verzichten können.

Es ist unmöglich die ganze Handlung hier zu besprechen, denn dazu ist diese einfach zu komplex. Dazu gibt es reichlich Wendungen, die zwar an manchen Stellen zunächst etwas weit hergeholt scheinen, dann aber doch durchaus einen Sinn ergeben.

Der Vorteil der zweiten Staffel ist einfach, das man die Charaktere alle kennt. Bis man die im Vorgänger eingeführt hatte, waren schon mal 90 Minuten vorbei. Zudem mutiert die Geschichte immer mehr zu einem Thriller mit Drama-Elementen, während Nummer eins eher spärlich spannend war.

Die Schauspieler sind natürlich alle gleich geblieben und so muss ich mein Lob nicht noch einmal wiederholen, wobei ich doch die Leistung von Lena Endre herausheben möchte, die als intrigante und doch familienbewusste Eva eine hervorragende Leistung abliefert.

Auch dieses Mal kann ich mir nur schwer vorstellen, das es noch eine nächste Staffel geben wird, denn wieder scheint so weit alles geklärt, aber da habe ich mich ja schon einmal getäuscht. Der Schnitt von 7,6 bei imdb ist durchaus gerechtfertigt. Klare Steigerung zum soliden Vorgänger.

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SHOOTER – STAFFEL 1 (Universal/Paramount)

am 11. Juli 2017 unter TV-SERIE abgelegt

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Kriegsveteran und Meister-Scharfschütze Bob Lee Swagger wird von seinem ehemaligen Vorgesetzten Isaac Johnson aufgesucht. Dieser befürchtet ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten. Deshalb soll der erfahrene Sniper ihm mögliche Plätze zeigen, von denen man einen Schuss platzieren könnte. Nach der Beratung scheint die Sache für Swagger erledigt, doch auf der Parade merkt er plötzlich, das seine Beurteilung falsch war und rennt zum vermeintlichen Punkt, von dem das Attentat ausgeführt werden soll. Dort befindet sich aber nur die Waffe. Mittlerweile ist der Schuss gefallen, doch er hat nicht den amerikanischen, sondern den ukrainischen Präsidenten erwischt. Und wer ist am Tatort? Swagger. Er wird als Verdächtiger in ein Gefängnis gebracht, kann von dort aber fliehen und versucht nun, seine Unschuld zu beweisen.

Das mag einigen doch sehr bekannt vorkommen. Ist auch kein Wunder denn der Film SHOOTER, aus dem Jahre 2007, war ein großer Erfolg, insbesondere bei der DVD Auswertung.

Der damalige Hauptdarsteller Mark Wahlberg hat die Serie auch zusammen mit Hauptdarsteller Ryan Phillippe mitproduziert. Ich habe irgendwo gelesen das es ihm ein Anliegen gewesen sei, die ganze Geschichte als Serie zu verfilmen, da der damalige Streifen, nicht alle Aspekte abgedeckt hatte.

So beobachten wir also in 10 Folgen wie Ryan Phillippe, der trotz seiner mittlerweile 42 Jahre immer noch problemlos als Ende 20 durchgeht, versucht, seine Unschuld zu beweisen. Das ist über weite Strecken sehr spannend und auch durchgehend unterhaltsam.

Was mich persönlich etwas genervt hat, ist, das man je weiter die Geschichte vorankommt, immer noch einen draufsetzen muss. 2 Folgen weniger hätten auch gereicht. Zudem hilft Gevatter Zufall doch relativ oft mit. Das sind genau die beiden Sachen die mich, bei aller Begeisterung, auch an 24 immer etwas gestört haben.

Trotzdem hab ich die Serie in 2 Tagen durchgeschaut, weil eben auch fast jede Folge immer mit einem Cliffhanger endet und man natürlich wissen will, wie es weitergeht. Das haben die amerikanischen Drehbuchschreiber wirklich drauf.

Neben Phillippe bietet Omar Epps, in einer ungewohnt fiesen Rolle, eine sichere Performance und auch Shantel von Santen als Gattin liefert eine wirklich gelungene Vorstellung und präsentiert sich als gute Schauspielerin – nicht unbedingt die Norm bei einem ehemaligen Model.

Fazit. Wer den Film mochte, wird auch die Serie gut finden. Zudem ist diese abgeschlossen, so dass man nicht ewig warten muss, wie es weitergeht. Eine zweite Staffel soll jedoch in der Mache sein.

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