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Archiv der Kategorie 'Thriller'

THE FOREIGNER (Universum Film)

am 01. März 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Durch einen unglücklichen Zufall wird Fan, die Tochter des Lokalbesitzers Quan, bei einem Bombenattentat getötet. Sie war die letzte verbliebene Verwandte, nachdem er im Krieg schon Frau und die beiden anderen Kinder verlor. Nun sinnt er auf Rache. Dazu versucht er vom britischen Regierungsbeamten Liam Hennessy Namen der Täter zu bekommen, die für diesen Anschlag verantwortlich sind. Doch dieser verweigert die Aussage. Als Quan ihn mit kleinen Attacken wie zum Beispiel einer Bombe in der Toilette, zum Reden bringen will, fährt dieser schwere Geschütze auf, denn auch er hat einiges zu verbergen.

Ich muss mir einen Film mit Jackie Chan ansehen – das ist schon starker Tobak, denn dieser Mann geht eigentlich gar nicht, bezogen auf die Rollen die er in seinem Leben so gespielt hat. Alles recht dämliche Buddy-Komödien gepaart mit Astronauten-Kung-Fu.

Doch was ist denn mit dem passiert? Hat er eine Schauspielschule besucht? Er spielt die Rolle des verbitterten Vaters, der nichts weiter will, als seine Tochter zu rächen, erstaunlich nuanciert und glaubwürdig.

Zur Seite steht ihm Pierce Brosnan, der momentan anscheinend jedes Quartal einen neuen Film dreht und dabei kaum mal einen Ausfall hat, denn die letzten Streifen wie NOVEMBER MAN oder auch NO ESCAPE waren allesamt sehr gelungen. Da er genug Kohle hat, spielt er nun wohl die Rollen, auf die er Lust hat.

Insgesamt ist es an manchen Stellen allerdings etwas schwierig dem Film zu folgen, es sei denn man ist Fachmann im Bereich der IRA-Geschichte. Ich weiß darüber nur grob Bescheid und musste an manchen Stellen dann einfach über manche Dinge hinwegsehen, die allerdings auch nicht wirklich entscheidend für den Film an sich sind, dessen Grundgeschichte sich dann doch eher um die Rache Chans geht.

Nun kann man natürlich auch wieder sagen, dass es weit hergeholt ist, das ein 60-jähriger Mann, mal so eben einige trainierte Spezialisten ausschaltet – da diese Szenen aber eher begrenzt sind kann man damit auch leben.

So bleibt unter dem Strich ein durchweg spannender Streifen, in dem wie bereits erwähnt die Darstellung des Jackie Chan erstaunt. Brosnan ist eh immer gut. Längen gibt es so gut wie keine, trotz langer Laufzeit.

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DAS BELKO EXPERIMENT (Fox)

am 01. März 2018 unter Horror, Thriller abgelegt

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80 amerikanische Angestellte einer Firma, die ihr Büro in Bogota hat, werden mal so beiläufig über die Sprechanlage informiert, dass sie ab nun alle Gefangene sind, und aufgefordert, sich an einem recht perfiden Spiel zu beteiligen: Entweder man tötet die anderen, oder man wird selbst getötet. Zunächst nimmt man das ganze nicht ernst, doch als plötzlich 30 Mitarbeiter tot umfallen, weil man allen Angestellten ohne Ihr Wissen einen Chip implantiert hat, fallen alle Hemmungen und jeder will sich selbst retten und so stapeln sich bald die Leichen.

Das hört sich insgesamt nach stupidem Gemetzel an – ist es aber gar nicht. Vielmehr zeigt der Film recht gut auf, wie Menschen sich verändern, wenn ihr Leben bedroht ist und das natürlich Vorrang vor den anderen hat.

Ein wenig erinnert das ganze an HOUSE OF NINE, der eine ähnliche Thematik hatte, einer der letzten Filme mit Dennis Hopper. Auch dort war sich jeder selbst der nächste, wobei in diesem Fall außer der Tötung der Konkurrenz wenig Spielraum für einen Ausweg bleibt, während es im vorgenannten Film ja nur ums Geld ging.

Schauspielerisch für so einen Film durchaus ansprechend, ist das überraschende vor allem, das so etwas bei FOX erscheint nun wahrlich nicht dafür bekannt, brutale (und hier spritzt das Blut wirklich ganz nett) Indepentfilme zu veröffentlichen.

Fazit: Blutiger und überraschend spannender Film, der durchaus einen gewissen Tiefgang besitzt, soweit das in diesem Genre möglich ist.

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WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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RESET (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Zwei konkurrierende Konzerne stehen kurz vor dem Durchbruch auf dem Gebiet der Zeitreise und Erforschung von Paralleluniversen. Einer der beiden hat einen Zwischenfall, der sie weit zurückwirft. Also versucht man die Konkurrenz auszuspionieren Dazu entführt man den fünfjährigen Sohn der am Projekt beteiligten jungen Wissenschaftlerin Xia Tian, um aus ihr Informationen zu bekommen. Sie geht darauf ein, doch der Gangster tötet ihren Sohn trotzdem. In Ihrer Verzweiflung benutzt sie die Zeitmaschine, um die Ereignisse zu verändern. Doch diese wurde noch nie an einem Menschen versucht.

Zeitreisen und Paralleluniversen sind schon immer beliebt gewesen in der Vergangenheit. Hier liefern auch die Chinesen einen Beitrag zu dem Thema. Der Film wurde übrigens von Jackie Chan produziert, ist aber nicht, wie man befürchten konnte, eine Actionkomödie, sondern ein rasanter Sci-Fi Thriller mit einer enorm begabten Hauptdarstellerin.

Es dauert nur wenige Minuten bis RESET richtig loslegt. Die Mischung aus Actioneinlagen und dem Science Fiction Elementen stimmt und auch der futuristische Look braucht sich wahrlich nicht vor amerikanischen Streifen zu verstecken.

Dann kommt natürlich wieder die Frage nach der Logik. Da setze ich immer dagegen, das man ja gar nicht wissen kann ob hier Logikfehler vorhanden sind, denn ich wüsste nicht das es eine Maschine gibt, die Zeitreisen ermöglicht. Also kann man hier nicht von Unlogik sprechen, auch wenn einiges natürlich doch sehr hypothetisch erscheint.

Nochmal kurz zu den beiden Hauptdarstellern. Die Dame muss insgesamt 3 verschiedene, komplett anders geartete Charaktere spielen und erledigt das erstaunlich gut. Auch ihr Gegenspieler wurde perfekt ausgewählt und erinnert mich in seiner Art des Schauspiels ein wenig an Andy Lau.

So bleibt unter dem Strich ein sehr unterhaltsamer Streifen, der besonders gegen Ende einige Überraschungen bereithält. Ein wenig pathetisch gerät der Schluss, aber das kennt man irgendwie aus Filmen die aus China oder Südkorea kommen. Das schmälert den Gesamteindruck allerdings bestenfalls minimal.

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I REMEMBER YOU (Concorde)

am 06. Februar 2018 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Der Isländer Garðar kommt eigentlich aus der Stadt, doch auf einer abgelegenen Insel mitten im Nirgendwo hat er ein altes Haus erstanden, das er jetzt auf Vordermann bringen will. Seine Frau Katrin und ihre gemeinsame Freundin Líf wollen ihm dabei helfen und zunächst sieht es danach aus, als würde alles nach Plan verlaufen. Doch dann geschehen mysteriöse Dinge. Parallel dazu bekommt man die Geschichte des Psychologen Freyr erzählt, der seinen Sohn verloren hat und in der Einsamkeit nun schon Jahre versucht, den Schicksalsschlag zu überwinden. Die beiden Handlungsstränge laufen langsam ineinander über, denn die Geschichten sind eng miteinander verwoben.

Die Isländer können mittlerweile auch ganz ordentliche Filme drehen. Überhaut haben alle Länder aus dem hohen Norden enorm aufgeholt. Nicht nur gute Spielfilme, sondern vor allem tolle Serien wie DIE BRÜCKE, LIFJORD oder KOMMISSARIN LUND kommen aus dem Norden Europas.

I REMEMBER YOU macht aber wieder einmal den Fehler, im Trailer einen Horrorfilm anzukündigen, was dieser Streifen einfach nicht ist. Eher ein Kriminalfilm mit einigen übernatürlichen Elementen. Grundsätzlich ist das ja nicht schlimm, doch warum man immer falsche Erwartungen weckt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Der Film hat eine sehr schöne Atmosphäre, ist an manchen Stellen aber etwas langatmig gestaltet. Gegen Ende bekommt das ganze mehr Fahrt und besonders ab dem Zeitpunkt, wo beide Geschichten zusammenlaufen, wird er dann richtig gut.

Wem es nichts ausmacht, dass es sich hier nicht wirklich um einen Horrorfilm handelt, kann durchaus einen Blick riskieren, denn insgesamt würde ich I REMEMBER YOU als gelungen bezeichnen, dem aber an manchen Stellen ein bisschen weniger Blaufilter gut getan hätte.

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AMERICAN PSYCHO – MEDIABOOK (Koch Media)

am 06. Februar 2018 unter Horror, Klassiker, Thriller, mystery abgelegt

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Was soll ich mir zu diesem Kultfilm noch eine große Beschreibung ausdenken, also übernehme ich, leicht abgeändert, den Pressetext. Patrick Bateman hat im New York der 80er alles: Geld, gutes Aussehen, jeden erdenklichen Luxus… und einen unstillbaren Hass auf sein Umfeld. Diesen kompensiert er mit sadistischen Morden an jungen Frauen, für die ihm bald schon die Polizei auf der Spur ist. Aber Schein und Sein liegen nahe beieinander in der trügerischen Welt des Yuppie-Killers und er stellt fest, das man nicht mal die Namen und Gesichter seiner besten Freunde kennt – so oberflächlich ist deren Leben.

Der Film erschien bereits bei CONCORDE Film, wurde aber hier neu abgetastet und liegt daher in einem exzellenten Bild vor. Der Ton ist bei diesem Streifen nicht wirklich entscheidend, kommt aber bei den Musikeinlagen sehr homogen rüber.

Das Mediabook ist wunderschön gestaltet und lohnt die Investition. Alleine schon der Einband ist wesentlich attraktiver als die o.g. Veröffentlichung und man hat auch ein dickes Booklet mit verschiedenen Szenen des Films hereingepackt.

Dazu gibt es jede Menge Extras, die allerdings auch schon bei der vorigen Veröffentlichung enthalten waren.

Meine persönlichen Lieblingsszenen sind diese, wo er seinen Gästen Musik vorspielt und dazu jeweils eine ausführliche Beschreibung gibt, und mit seinem Wissen prahlt, welches aber außer ihm nicht wirklich jemanden interessiert. Das der Streifen in den 80ern spielt ist hierbei natürlich auch nicht uninteressant, da zu dieser Zeit nunmal sehr viel gute Musik entstand.

Ursprünglich war ja Leonardo di Caprio für die Rolle vorgesehen, doch die Regisseurin Mary Harron wollte unbedingt den damals recht unbekannten Christian Bale für die Hauptrolle. Was danach passierte und wie er in den Olymp Hollywoods aufstieg ist bekannt.

Wer den Film noch nicht sein eigen nennt, sollte hier zugreifen. Aufgrund der neuen Abtastung und der wunderschönen Verpackung lohnt sich allerdings auch ein Update.

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FROZEN MONEY (Lighthouse Film)

am 23. Januar 2018 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Das Pärchen William und Dawn ist auf dem Heimweg von einem geschäftlichen Gespräch, das leider anders verlief als gedacht, denn er hat den Job nicht bekommen, was er ihr aber verheimlicht. Das Geld geht zur Neige und Dawn, Tochter aus reichem Haus hat auch relativ hohe Ansprüche. Da das Wetter mies ist, nehmen sie 2 Anhalter mit, die angeblich Geschwister sind. Das ungleiche Quartett trifft einige Kilometer später auf einen völlig durchgefrorenen Mann, der blind durch die Gegend tappt. Man packt ihn in den Wagen und fährt ihn in die nächste Rettungsstelle, doch es ist zu spät. In seinem Mantel findet sich eine Zeichnung mit mysteriösen GPS-Koordinaten sowie eine Goldmünze. Da in der Nähe in den letzten Jahren mehrere Raube stattgefunden haben, liegt die Vermutung nahe, dass diese Koordinaten auf die Beute hindeuten. Nachdem man eine Nacht drüber geschlafen hat, begibt man sich zu viert auf die Suche, ist jedoch für so etwas zu schlecht ausgestattet, denn der Winter zeigt seine raue Seite. Die Gier nach dem Gold treibt die vier allerdings voran und natürlich beginnt jeder dem anderen zu misstrauen.

FROZEN MONEY ist vor allem eines: Mal etwas völlig anderes. Die Mischung aus Drama, Thriller und, ja man kann fast sagen Abenteuer-Film, ist sehr unterhaltsam und hält einige überraschende Wendungen parat.

Zudem ist der Streifen exzellent gedreht. Der noch recht unbekannte Regisseur wird in Zukunft sicherlich noch zu beachten sein, denn er schafft es (wie auch immer) dem Zuschauer die eisige Kälte und die Leiden der Protagonisten so zu vermitteln, das man beim zusehen fast mitfriert. Das gelingt unter anderem mit vielen Bildern aus der Höhe, die die frostige Atmosphäre wunderschön unterstreichen.

Die Besetzung ist für einen kleinen Independent-Film zudem ordentlich. Jamie Bamber und Marie Avgeropoulos sind unter anderem mit dabei, wobei letztere sichtlich Spaß an der Rolle der rotzigen Göre hat.

Zudem ist der Streifen exzellent synchronisiert. Normalerweise sollte man das nicht extra erwähnen müssen, doch in letzter Zeit kommt es immer öfter vor, das diese den ganzen Film zerstört. Schon mehrfach habe ich in jüngster Vergangenheit auf den englischen Ton umgeschaltet, weil die deutschen Stimmern nicht zu ertragen waren.

Mit FROZEN MONEY beweist das kleine Label Lighthouse mal wieder gutes Gespür für gelungenes Independent-Kino. Der Streifen wirkt in Sachen Professionalität auch eher wie ein A-Movie, obwohl das Budget gering war. Eine besondere Erwähnung soll hier noch die mehr als originelle Schlusspointe finden, die man nie und nimmer voraussehen kann.

Fazit: Ein gelungener Genre-Mix, mit einem guten Regisseur und Darstellern ergibt in der Summe spannende Unterhaltung.

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CRUCIFIXION (Tiberius)

am 23. Januar 2018 unter Horror, Thriller abgelegt

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Nach dem merkwürdigen Ableben einer Nonne wittert die junge Journalistin Nicole eine große Story, was ihr Verleger allerdings nicht so sieht. Glücklicherweise ist er aber mit ihr verwandt und genehmigt das Vorhaben. Nicole findet heraus, das an der Nonne ein Exorzismus durchgeführt wurde. Widersprüchliche Aussagen gibt es hingegen bezüglich ihres Ablebens. Und auch die Kreuzigung ist nicht wirklich eine Maßnahme, die während einer solchen Prozedur durchgeführt wird. Anscheinend verheimlicht die Kirche hier etwas, also forscht sie im Umfeld des Opfers weiter und befragt Bekannte und Familie. Zunächst tut sie die Aussagen, das ein Dämon in die junge Nonne gefahren ist, als Unsinn ab, muss aber schnell feststellen, das es Dinge gibt, die sie an ihrer Überzeugung zweifeln lassen, denn jetzt wo die Nonne tot ist, braucht der Dämon ein neues Opfer und da passt ihm Nicole gerade in den Kram.

Gibt es noch irgend etwas Neues was der Film diesem Genre zufügen kann? Klare Antwort: NEIN

Lohnt es sich den Streifen anzusehen. Klare Antwort: JA

Denn die Herangehensweise ist durchaus originell gestaltet. Der Film beginnt daher auch eher als Thriller, wenn Nicole auf eine Mauer des Schweigens stößt und sich langsam versucht zur Wahrheit vorzukämpfen. Mit der Zeit werden dann immer mehr Horrorelemente eingestreut – eine Mischung die erstaunlich gut funktioniert.

Zudem merkt man, das hier keine Pfeife auf den Regiestuhl sitzt, denn die Kameraführung des Films ist absolut superb und die immer wieder vorhandenen Schwenks zeugen von einem guten Auge.

Ich wusste, da es sich um einen Ansichtslink handelte nicht wer dahintersteckt, aber im Abspann erschien dann Xavier Gens, den die Freunde des Ekelhorrors seit FRONTIERS zu schätzen wissen (allerdings nur in der Originalversion, denn die deutsche war mal wieder fürchterlich verstümmelt).

Wer allerdings hofft hier massenweise Blut vorzufinden, wird enttäuscht sein, denn hier spielt sich das alles auf der eher subtilen Ebene ab und die Splattereffekte gehen wirklich gegen Null.

Sehr gut hat mir die junge Hauptdarstellerin gefallen, die der neugierigen und erfolgshungrigen Nachwuchsreporterin ein Gesicht verleiht.

Fazit: Das Exorzismus-Subgenre atmet im Gegensatz zu der Nonne noch. Auch wenn es nicht wirklich mehr etwas Neues zu berichten gibt, ist der Streifen alleine durch die Art der Inszenierung sehenswert.

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DAS GESETZ DER FAMILIE (Koch Media)

am 23. Januar 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Seit Generationen leben die Familienmitglieder des berüchtigten Cutler-Clans in Gloucestershire in England. Natürlich haben sie keine Kohle, aber dafür kann man ja in umliegende Häuser einbrechen. Die Polizei ist vollkommen machtlos und wird dabei auch noch vorgeführt, was einigen dort mächtig stinkt. Chad der Sohn von Cutler, sehnt sich allerdings nach einem ruhigen und bürgerlichen Leben, was seinem Vater gar nicht gefällt. Als dieser mitbekommt das Chad bei einem Bekannten einziehen will, verhindert er dies, denn sein Einfluss ist enorm und er ist der Auffassung das sesshaft werden nicht in die Familientradition passt. Nach einem fast misslungenen Bruch beginnt Chad, der für seine Frau und seine beiden Kinder etwas Besseres will, als er selbst hatte, sich gegen seinen Vater aufzulehnen.

Britisches Independentkino ist immer Geschmackssache.In den meisten Fällen auch meiner. Doch dieser Streifen hat 2 Probleme:

Bis er mal in die Gänge kommt dauert es einfach zu lang. Die gelungene letzte halbe Stunde entschädigt dann für einiges und auch das Ende ist stimmig – bis dahin hat man sich aber viel zu sehr mit Nebenfiguren beschäftigt, die gar keine tragende Rolle spielen. Was soll zum Beispiel dieser komische Typ der im Lager rumhüpft?

Das zweite Problem ist sein Hauptdarsteller. Während man Gleeson natürlich das rotzige, britische Familienoberhaupt noch abnimmt, ist Fassbender als angeblich prolliger Sohn die Fehlbesetzung des Jahres. Ich habe nichts gegen den Schauspieler, aber diese Rolle will einfach nicht zu ihm passen. Ob das an seinem Typ liegt oder an seinen Vorgängerrollen? Ich weiß es nicht.

Allerdings ist der Film jetzt auch kein Totalausfall – die positiven Dinge habe ich ja oben beschrieben, aber die Geschichte hätte mehr Potenzial gehabt, wäre der Streifen auch mit etwas mehr Tempo ausgestattet.

Als Milieustudie durchaus ok, ist der Streifen von dem, auf dem Cover beschriebenen „spannenden Thriller“, meilenweit entfernt. Solide, mehr aber auch nicht. Beim nächsten Mal sollte der Regisseur mal einen Darsteller engagieren, dem man den typischen Briten abnimmt. Fassbender ist es jedenfalls nicht.

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CRUEL SUMMER (Splendid)

am 09. Januar 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der autistische Teenager Danny macht alleine einen Campingtrip an einen Angelsee. Für ihn ein Abenteuer, denn aufgrund seiner Erkrankung lebt er doch ziemlich isoliert vom Rest der Welt. Der Loser Nicholas, ein hirnloser Proll hat aber aus irgend einem schwer nachvollziehenden Grund Danny auf der Hatelist. Als er sich da immer weiter hineinsteigert und noch die Wut dazukommt, das seine Freundin mit ihm Schluss gemacht hatte sucht er sich 2 Kumpels und erfindet eine Geschichte, nämlich das Danny pädophil ist und kleine Kinder begrabscht. So schaukelt sich das Trio immer weiter an dieser Unwahrheit hoch, dass man sich aufmacht und den autistischen Jungen für etwas zu bestrafen, das er gar nicht getan hat.

Inwieweit das wieder einmal eine angeblich wahre Begebenheit ist und wenn ja, wie nahe sich das Ganze am Geschehenen aufhält, vermag ich nicht zu beurteilen.

Fakt ist aber das Regisseur Escott einen Film mit Sicherheit sehr oft gesehen hat, nämlich EDEN LAKE. Auch wenn die Geschichte da etwas anders gelagert ist, machen auch hier Typen Jagd auf zwei eigentlich unschuldige Personen und dies auch im Wald.

Natürlich hat CRUEL SUMMER nicht ganz die Qualität des Vorbildes, was bei einem Ausnahmefilm auch recht schwierig ist. Dennoch gibt es hier recht verstörende Szenen zu sehen und insbesondere die Darstellung des gepeinigten Autistenjungen ist, obwohl nicht übermäßig brutal was Splatterzenen angeht, doch sehr intensiv.

Wer des englischen mächtig ist, sollte den Streifen im O-Ton schauen, denn die Synchronisation ist nicht so übermäßig gelungen und im Original wirkt das ganze noch viel drastischer.

Ein wenig nervt zwar das die Herrschaften FUCK YOU und FICK DICH doppelt so oft sagen wie Michael Douglas FICKEN in Basic Instinct, und das war schon verdammt häufig und ging mir damals schon furchtbar auf den Zeiger.

Andererseits unterstreicht die Gossensprache natürlich auch das Milieu aus dem die Protagonisten stammen und bilden dadurch einen guten Kontrast zu dem wohl behüteten Danny.

So bleibt unter dem Strich ein verstörendes und intensives Werk, das auch nachwirkt, aber sicher nicht jedermanns Sache ist. Zartbesaitete sollten einen großen Bogen um CRUEL SUMMER machen.

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