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Archiv der Kategorie 'Thriller'

HACKERVILLE (Eye See Movies/AV Visionen)

am 12. Februar 2019 unter TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Eine deutsche Großbank wird zum Opfer eines Hackerangriffs, den das Bundeskriminalamt bis nach Rumänien zurückverfolgen kann. Merkwürdigerweise wurden aber nur 9,99 EURO abgehoben, obwohl der Hacker Millionen hätte transferieren können. Trotzdem wird die Spezialistin für Internetkriminalität Lisa Metz in die rumänische Stadt Timisoara, die zugleich ihr Geburtsort ist, versetzt. Dort soll sie mit dem leitenden Ermittler Adam Sandor zusammenarbeiten. Die Spur führt zu dem vierzehn Jahre alten Cipi, der ein Programmier- und Hacker Wunderkind zu sein scheint. Doch auch andere haben dessen Talent erkannt, wollen den Jungen unbedingt in die Hände bekommen und schrecken dabei auch vor Mord nicht zurück und alle in Cipis Umfeld geraten in Gefahr.

Das Thema Internet ist heute aktueller denn je. Die vielfältigen Möglichkeiten die es bietet sind sehr angenehm, aber es ist eben auch anfällig für viele Dinge, die sich im rechtsfreien Raum bewegen, man nehme nur einmal das Darknet.

Natürlich ist es schon etwas weit hergeholt, was ein 14-jähriger alles so anstellen kann – besonders was er mit anderen Handy so veranstaltet, erscheint mir doch etwas sehr suspekt. Aber die Serie ist insgesamt durchaus gelungen.

Dem Darsteller des Cipi nimmt man die Rolle auf jeden Fall ab – so in etwa würde ich mir so einen Wunderknaben auch vorstellen. Anna Schumacher, die die Lisa spielt, ist zwar durchaus authentisch, hat aber die Eigenart, ähnlich wie Götz George, manche Sachen halb zu verschlucken und sehr leise zu sprechen, so dass ich mehrfach zurückspulen musste, um alles zu verstehen. Ob das in irgendeiner Weise einen Sinn ergeben soll oder das nur ihre Eigenart ist, weiß ich jedoch nicht.

Interessant hierbei ist, das die wirklich bekannten Schauspieler hier nur Nebenrollen besetzen, wie etwa Roland Zehrfeld als direkter Vorgesetzter von Lisa oder auch Nina Kunzendörfer, die die oberste Chefin spielt und dabei nicht sehr viel Screentime hat.

Der große Vorteil der Staffel ist, dass sie zwar abgeschlossen auserzählt ist, sich jedoch ein Hintertürchen für eine Fortsetzung offen lässt. Kommt wohl auf den Erfolg an, ob es einen Nachfolger geben wird.

Vielleicht denkt man sich hier einen etwas interessanteren Ort als Timisoara aus, denn der Nabel der Welt ist die kleine Stadt, die in etwa die Größe von Mainz hat natürlich nicht, wobei man diese wohl bewusst auswählte, weil man eben Cyberkriminalität immer nur mit großen Metropolen verbindet.

Insgesamt eine gelungene Serie mit recht vielen Wendungen und guten Darstellern. Die Bösen kommen zwar ein wenig überzogen daher und bedienen so manches Klischee, doch das stört nicht weiter, da die Geschichte ansonsten gut ausgearbeitet wurde. Fortsetzung erwünscht.

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BROKEDOWN PALACE (Koch Media)

am 06. Februar 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Zwei Mädels, die sich vor dem Gang zum College noch einmal amüsieren wollen, unternehmen einen Trip nach Bangkok, erzählen den Eltern aber das sie in Hawaii unterwegs sind. Dort lernen sie den netten Nick kennen, mit dem sich eine dann natürlich einlässt. Doch der hat nur eines im Sinn: Die beiden als Drogenkuriere zu benutzen. Sie werden am Flughafen geschnappt und kommen in einem Frauenknast, in dem es nicht gerade freundlich zugeht. Auch wenn beide nichts von der Ware wussten, die sie mitführten, droht ihnen lebenslanger Aufenthalt dort. Ein ortsansässiger amerikanischer Anwalt übernimmt ihren Fall, ist anfangs aber eher an dem Geld interessiert, das er dafür bekommt, doch dann kommt er allmählich einer Verschwörung auf die Spur und beißt sich fest.

Ich hatte den Film, der bereits 1999 gedreht wurde, bislang noch nie gesehen, was auch damit zusammenhängt, dass sich meine Liebe für Frau Beckinsale in Grenzen hält. Dementsprechend wird sie hier von ihrer Mitstreiterin Claire Danes auch ganz schön übel an die Wand gespielt. Beide sind aber auch heute noch gut im Geschäft, insbesondere Daines ist ja mit HOMELAND noch mal richtig durchgestartet.

Der Film ist überraschend gut. Auch wenn manche Dialoge heute etwas altbacken wirken, ist das Schicksal der Mädels interessant geschildert, wobei der Streifen meines Wissens NICHT auf einer wahren Begebenheit beruht.

BP funktioniert sowohl als Thriller, als auch Drama das gegen Ende zwar ein bisschen übertrieben gerät, aber dennoch zu überzeugen weiß, was auch an den sehr guten Leistungen von Daines und Pullman liegt. In einer Nebenrolle ist übrigens Lou Diamond Phillips zu sehen.

Das Bild liegt auf gutem DVD Niveau. Die Farben sind schön satt und nur an manchen Stellen sieht man leichtes Grieseln, besonders in den dunkleren Stellen, aber das fällt wohl auch nur Leuten wie mir auf, die auch gezielt auf so etwas achten. Daher ist das dann eher Jammern auf sehr hohem Niveau. So alt ist der Streifen ja nun nicht, so dass man hier sicher nicht groß nachbearbeiten musste.

Insgesamt für mich, der den Film noch nie vorher gesehen hatte, eine positive Überraschung. Eine glaubwürdige Geschichte mit interessanten Wendungen, die man so auch nachvollziehen kann und die nicht übertrieben dargestellt wird.

ELISABETH HARVEST (Capelight/Alive)

am 28. Januar 2019 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Nach ihrer Hochzeit mit dem brillanten und vermögenden Wissenschaftler Henry, zieht die junge Elizabeth in sein luxuriöses Anwesen in den Bergen. Henry legt seiner frisch angetrauten Ehefrau die Welt zu Füßen – ihr Leben scheint perfekt zu sein. Doch Elizabeth spürt, dass etwas nicht stimmt: In dem riesigen Haus gibt es einen verschlossenen Raum, den sie unter keinen Umständen betreten darf. Als sie es eines Tages dennoch wagt, die Tür zu öffnen, stößt sie auf ein dunkles Geheimnis.

Ich übernehme nur selten den Pressetext, aber dieser hat mir sehr gut gefallen, weil er nur sehr wenig verrät und doch das zusammenfasst, was man wissen sollte.

Vordergründig ist ELISABETH HARVEST ein Thriller, der aber auch mit Konventionen des Dramas spielt und die Wissenschaft auf der einen Seite kritisch hinterfragt, der aber auch ihre unglaublichen Möglichkeiten offenbart.

Der Regisseur verhält sich dabei eher neutral und lässt den Zuschauer selbst entscheiden, ob das was man hier sieht jetzt unethisch ist oder ob man die Handlungsweisen des Wissenschaftlers auf der einen Seite auch nachvollziehen kann.

Der Film bekommt einen sehr edlen Look spendiert und in dem Haus würde ich auch gerne wohnen, selbst wenn ich diesen bestimmten Raum nicht betreten dürfte.

Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, besonders Abbey Lee als Elisabeth ist gleich in mehreren Rollen zu sehen, was einen enormen Aufwand bedeutet. Als verzweifelten Ehemann hat man den gern gesehenen Ciran Hinds besetzt.

Warum bleibt dem Film nun eine höhere Wertung versagt? Das ist in der Lauflänge begründet, denn eigentlich ist der Streifen nach 80 Minuten auserzählt. Wieso man das ganze dann immer weiter verlängert und dann noch satte 30 dranhängt, die eigentlich vollkommen unnötig sind, erschließt sich mir nicht.

Auch der Erzählstil ist nicht linear, sondern wechselt ständig zwischen verschiedenen Zeiten hin und her, was es dem Zuschauer teilweise schwer macht zu folgen…..insgesamt wäre hier aufgrund der guten Geschichte etwas mehr drin gewesen.

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THE UNTHINKABLE (Ascot/Alive)

am 28. Januar 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Sprengsätze explodieren in Stockholm, es gibt Tote! Dann häufen sich mysteriöse Vorfälle, Menschen drehen durch. Es wirkt wie ein systematischer Angriff, aber durch wen? Selbst die Armee ist ratlos. Innerhalb von Stunden versinkt das Land im Chaos. Der junge Musiker Alex ist vor Jahren vor dem jähzornigen Vater aus seinem Heimatdorf geflohen. Ausgerechnet jetzt ist er zurückgekehrt, um nach dem Klavier zu suchen, auf dem er oft zusammen mit seiner großen Liebe Anna gespielt hat. Unverhofft trifft er Anna wieder, doch es ist nicht die Zeit für romantische Erinnerungen. Es geht ums Überleben!

Ist das nicht eine Zusammenfassung, die Lust darauf macht, den Film zu sehen? Ich finde schon, doch leider sieht die Realität ein wenig anders aus.

Da ich gar nicht wusste worum es in dem Film geht, ließ ich mich überraschen und bekam anfangs eine sehr schön gestaltete Liebesgeschichte zu sehen. Die beiden Protagonisten spielen toll und auch die weitere Entwicklung des Hauptdarstellers ist gelungen.

Doch kurz nach dem Wiedersehen der beiden, einige Jahre später, verfällt der Film dann plötzlich in ein Katastrophenszenario, das überhaupt nicht zu der zuvor gezeigten Geschichte der beiden passen will. Nun ist das ja normal, eine Liebesgeschichte in einen solchen Film einzubauen, doch nicht hintereinander und schon gar nicht dermaßen disharmonisch.

Es macht fast den Eindruck, als wären dem Regisseur die Ideen für eine Weiterentwicklung der Romanze ausgegangen und um weitere Laufzeit zu generieren, schiebt er dann diesen krassen Genrewandel ein. Und das ganze dauert dann auch noch 130 Minuten.

So bekommt man hier 2 Filme in einem, die jedoch überhaupt nicht miteinander harmonieren und so fragt man sich letztendlich nach Sichtung des Streifens – Was soll das?

Fazit: Hier bleibt der Rezensent mit einem Fragezeichen zurück.

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PARADOX (Koch Media)

am 26. Dezember 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Die Entführung seiner Tochter führt den Cop Lee Chung Chi von Hongkong nach Bangkok. Dort stößt er auf einen Organhandelsring, deren Beteiligte vor nichts zurückschrecken. So wie es aussieht haben sie auch seine Tochter in seiner Gewalt. Ein örtlicher Polizist hat Mitleid mit dem Vater und versucht ihm zu helfen, doch das gestaltet sich schwierig, denn die Organhändler sind bestens (organ)isiert o). Zur gleichen Zeit erleidet ein bekannter Politiker eine Herzattacke und benötigt dringend ein Spenderherz. Das von Chis Tochter ist dafür perfekt geeignet und so läuft dem Vater langsam die Zeit davon.

PARADOX ist ein rasanter Actionthriller, der ein kleines bisschen an TAKEN erinnert, sich aber im Laufe der Handlung doch in eine andere Richtung entwickelt. Die beiden Cops werden übrigens unterstützt von TONY JAA – dem Hauptdarsteller der sehr erfolgreichen ONG BAK Teile, der hier eine ungewöhnliche, weil auch eher kleine Rolle übernimmt.

Auf dem europäischen Markt dürfte es der Streifen aber schwer haben, weil er nicht wirklich amerikanisch gedreht ist. Es gibt 2 Möglichkeiten einen Film aus Asien zu inszenieren. Das eine ist der amerikanisierte oder auch europäisierte Stil, bei dem man sich in Sachen Look und Storyline anpasst. Ein Beispiel dafür wäre TRAIN TO BUSAN.

Und dann gibt es noch die Streifen, die eher auf den asiatischen Raum zugeschnitten wurden, in dem jeder asiatische Kampfkünste beherrscht und, die sich nicht irgendwelchen Konventionen unterwerfen – zu denen gehört PARADOX.

Wem dieser Fakt allerdings nichts ausmacht, der bekommt hier einen spannenden und realistischen (mit Ausnahme, dass anscheinend jeder da drüben Karate oder ähnliches kann) Streifen zu sehen, der einige überraschende Wendungen parat hält. Zudem ist man in Asien auch nicht wirklich Happy-End süchtig, wie es in amerikanischen Filmen immer noch der Fall ist.

Die beiden Hauptdarsteller kenne ich nicht, da ich in der dortigen Szene nicht so firm bin, liefern aber beide eine sehr gute Leistung ab, insbesondere Louis Koo als Vater der entführten Tochter.

Fazit. Seit langem mal wieder ein gelungener Actionthriller aus dem östlichen Teil der Welt Der Actionanteil ist extrem hoch und die Stunts mitunter sensationell.

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STEIG NICHT AUS (Eurovideo)

am 26. Dezember 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Auf dem Weg zur Arbeit will der Berliner Bauunternehmer Karl Brendt noch schnell seine Kinder Josefine und Marius zur Schule bringen. Doch bereits kurz nachdem er das Auto startet, erhält er einen seltsamen Anruf: Ein Unbekannter droht damit, das Auto mit einer Bombe, die angeblich unter dem Sitz versteckt ist, in die Luft zu sprengen, sollten Karl oder die Kinder versuchen auszusteigen! Vom Auto aus soll Karl in kürzester Zeit eine große Summe Geld beschaffen. Als seine Ehefrau Simone  ihn verdächtigt, die gemeinsamen Kinder entführt zu haben, da ihre Ehe am Ende ist, nimmt auch die Polizei die Verfolgung von Karl auf und schaltet Sprengstoffexpertin Pia Zach ein. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit: Der Bombe ausgeliefert und von der Polizei verfolgt, versucht Karl verzweifelt, seine Kinder und sich zu retten.
Gegen Ende des Jahres schaue ich meistens noch einmal zurück und nehme den ein oder anderen etwas älteren Streifen auf, den ich nun nach einer Preisreduzierung gekauft habe. Die jeweiligen Verleih-Firmen sind für Vorab-Promos zu geizig – dafür können aber nun mal die Filme nichts und dieser hier hat mich wirklich überrascht und soll daher Erwähnung finden.
Mal wieder habe ich Gelegenheit eine Lanze für den deutschen Film zu brechen. Sicherlich ist der Markt überflutet von nervigen Til Schweiger Wohlfühl-Komödien und Schweighofers Gute Laune Streifen oder noch schlimmer die infantilen „Fack ju göthe“ Teile. Aber es gibt sie, die guten Filme und auch guten Regisseure in diesem Land. Christian Alvert ist einer davon.
Der Hesse, dem nach seinem international gefeierten ANTIKÖRPER die Wege nach Amerika offenstanden und der mit FALL 39 oder PANDORUM recht hoch budgetierte Filme drehen durfte, ist mittlerweile wieder in Deutschland zurück und hat oft bei (guten)Tatorten Regie geführt.
Nun hat er mal wieder einen Kinofilm in seiner Heimat abgedreht, in dem er seinen Darsteller aus ANTIKÖRPER erneut besetzte und der von mir durchaus geschätzte Wotan Wilke Möhring liefert auch eine hervorragende Leistung ab, zumal er den größten Teil des Films alleine tragen muss.
Der Streifen geht bereits nach wenigen Minuten voll los und bleibt durchgehend spannend,  wenn der Geschichte gegen Ende auch etwas die Luft ausgeht und der Showdown ein wenig sehr konventionell gerät.
Natürlich wirkt einiges etwas konstruiert, aber seien wir doch mal ehrlich, in den amerikanischen Produktionen stört uns das doch meistens auch nicht.
Zwar kommt STEIG NICHT AUS nicht ganz an die Oberliga des deutschen Filme heran ,deren Latte mit DAS EXPERIMENT, 23 oder TATTOO auch sehr hoch liegt, unter dem Strich bleibt aber ein spannender und zügig inszenierter Thriller, der beweist das der deutsche Film nicht nur oben genannten Nonsens zu Tage bringt.
Auf dem Weg zur Arbeit will der Berliner Bauunternehmer Karl Brendt noch schnell seine Kinder Josefine und Marius zur Schule bringen. Doch bereits kurz nachdem er das Auto startet, erhält er einen seltsamen Anruf: Ein Unbekannter droht damit, das Auto mit einer Bombe, die angeblich unter dem Sitz versteckt ist, in die Luft zu sprengen, sollten Karl oder die Kinder versuchen auszusteigen! Vom Auto aus soll Karl in kürzester Zeit eine große Summe Geld beschaffen. Als seine Ehefrau Simone  ihn verdächtigt, die gemeinsamen Kinder entführt zu haben, da ihre Ehe am Ende ist, nimmt auch die Polizei die Verfolgung von Karl auf und schaltet Sprengstoffexpertin Pia Zach ein. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit: Der Bombe ausgeliefert und von der Polizei verfolgt, versucht Karl verzweifelt, seine Kinder und sich zu retten.
Gegen Ende des Jahres schaue ich meistens noch einmal zurück und nehme den ein oder anderen etwas älteren Streifen auf, den ich nun nach einer Preisreduzierung gekauft habe. Die jeweiligen Verleih-Firmen sind für Vorab-Promos zu geizig – dafür können aber nun mal die Filme nichts und dieser hier hat mich wirklich überrascht und soll daher Erwähnung finden.
Mal wieder habe ich Gelegenheit eine Lanze für den deutschen Film zu brechen. Sicherlich ist der Markt überflutet von nervigen Til Schweiger Wohlfühl-Komödien und Schweighofers Gute Laune Streifen oder noch schlimmer die infantilen „Fack ju göthe“ Teile. Aber es gibt sie, die guten Filme und auch guten Regisseure in diesem Land. Christian Alvert ist einer davon.
Der Hesse, dem nach seinem international gefeierten ANTIKÖRPER die Wege nach Amerika offenstanden und der mit FALL 39 oder PANDORUM recht hoch budgetierte Filme drehen durfte, ist mittlerweile wieder in Deutschland zurück und hat oft bei (guten)Tatorten Regie geführt.
Nun hat er mal wieder einen Kinofilm in seiner Heimat abgedreht, in dem er seinen Darsteller aus ANTIKÖRPER erneut besetzte und der von mir durchaus geschätzte Wotan Wilke Möhring liefert auch eine hervorragende Leistung ab, zumal er den größten Teil des Films alleine tragen muss.
Der Streifen geht bereits nach wenigen Minuten voll los und bleibt durchgehend spannend,  wenn der Geschichte gegen Ende auch etwas die Luft ausgeht und der Showdown ein wenig sehr konventionell gerät.
Natürlich wirkt einiges etwas konstruiert, aber seien wir doch mal ehrlich, in den amerikanischen Produktionen stört uns das doch meistens auch nicht.
Zwar kommt STEIG NICHT AUS nicht ganz an die Oberliga des deutschen Filme heran ,deren Latte mit DAS EXPERIMENT, 23 oder TATTOO auch sehr hoch liegt, unter dem Strich bleibt aber ein spannender und zügig inszenierter Thriller, der beweist das der deutsche Film nicht nur oben genannten Nonsens zu Tage bringt.

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GEJAGT (Koch Media)

am 26. Dezember 2018 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Kriegsfotografin Avery Taggert wird im kolumbianischen Dschungel mit den Gräueltaten von Missionaren unter dem Kommando “El Gueros” konfrontiert. Als sie durch ein Foto zwischen die Fronten gerät, muss sie in den unwirtlichen Urwald fliehen. Eine unerbittlich brutale Verfolgungsjagd beginnt.
Das reicht  auch als kurze Zusammenfassung denn viel mehr passiert dann auch nicht. Die ersten 30 Minuten sind gar nicht so übel. Man lernt Avery näher kennen und merkt ihr an, das sie doch ziemlich mitgenommen von ihrem Job und ausgebrannt ist. Doch dieser Auftrag ist eben sehr verlockend.
Dann allerdings kann man mit Freunde (oder auch nicht, wenn man hierfür Geld bezahlt hat), beobachten, wie der Film einen Logikfehler nach dem anderen begeht und teilweise dabei sogar unfreiwillig komisch wird.
Eine Profi-Fotografin weiß zum Beispiel nicht, wann ihr Blitzlicht angeht und genau in dem Moment, als sie das entscheidende Foto macht, springt der Blitz an. Ja klar. Bei der Verfolgung trifft sie zuerst auf einen Typen, der, das wird noch extra betont, bei der CIA eine Ausbildung genossen hat! Sie aber macht ihn mit einem recht einfachen Trick platt und das als Fotografin!!!
So geht das dann immer weiter und ein Stuss jagt den nächsten. Dazu kommen noch grandiose Dialoge wie „sie ist da lang gegangen“, „dann gehen wir da auch lang“.
Hauptdarstellerin Zoe Bell ist im „normalen“ Beruf Stuntfrau und hat schon für Tarantino gearbeitet, als sie Uma Thurman in KILL BILL in den gefährlichen Szenen vertrat. Nun hatte sie Lust mal einem Film mit sich in der Hauptrolle beizuwohnen – sie selbst spielt das gar nicht mal schlecht, hätte sich aber mal ein besseres Drehbuch dafür raussuchen lassen.
Wer mal wieder Spaß hat Logikfehler zu zählen wie in DONT MOVE, der kommt hier voll auf seine Kosten – aber auch NUR der. (videotie.de)

Die Kriegsfotografin Avery Taggert wird im kolumbianischen Dschungel mit den Gräueltaten von Missionaren unter dem Kommando “El Gueros” konfrontiert. Als sie durch ein Foto zwischen die Fronten gerät, muss sie in den unwirtlichen Urwald fliehen. Eine unerbittlich brutale Verfolgungsjagd beginnt.

Das reicht  auch als kurze Zusammenfassung denn viel mehr passiert dann auch nicht. Die ersten 30 Minuten sind gar nicht so übel. Man lernt Avery näher kennen und merkt ihr an, das sie doch ziemlich mitgenommen von ihrem Job und ausgebrannt ist. Doch dieser Auftrag ist eben sehr verlockend.

Dann allerdings kann man mit Freunde (oder auch nicht, wenn man hierfür Geld bezahlt hat), beobachten, wie der Film einen Logikfehler nach dem anderen begeht und teilweise dabei sogar unfreiwillig komisch wird.

Eine Profi-Fotografin weiß zum Beispiel nicht, wann ihr Blitzlicht angeht und genau in dem Moment, als sie das entscheidende Foto macht, springt der Blitz an. Ja klar. Bei der Verfolgung trifft sie zuerst auf einen Typen, der, das wird noch extra betont, bei der CIA eine Ausbildung genossen hat! Sie aber macht ihn mit einem recht einfachen Trick platt und das als Fotografin!!!

So geht das dann immer weiter und ein Stuss jagt den nächsten. Dazu kommen noch grandiose Dialoge wie „sie ist da lang gegangen“, „dann gehen wir da auch lang“.

Hauptdarstellerin Zoe Bell ist im „normalen“ Beruf Stuntfrau und hat schon für Tarantino gearbeitet, als sie Uma Thurman in KILL BILL in den gefährlichen Szenen vertrat. Nun hatte sie Lust mal einem Film mit sich in der Hauptrolle beizuwohnen – sie selbst spielt das gar nicht mal schlecht, hätte sich aber mal ein besseres Drehbuch dafür raussuchen lassen.

Wer mal wieder Spaß hat Logikfehler zu zählen wie in DONT MOVE, der kommt hier voll auf seine Kosten – aber auch NUR der.

2chuckys

DAS ZWEITE GESICHT (Koch Media)

am 26. Dezember 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Nach dem Tod seiner Mutter kommt der junge Mark vorübergehend in die Obhut von Tante und Onkel, da sein Vater eine dringende Geschäftsreise nicht verschieben kann. Dort lernt er seinen Cousin Henry kennen und freundet sich schnell mit dem gleichaltrigen Jungen an. Doch Henry, der mit seinem unschuldigen Gesicht alle täuscht, entpuppt sich als recht gefährlicher Zeitgenosse: Was lediglich als Mutproben und Streiche beginnt, artet bald in tödliche Aktionen aus. Als Mark versucht, Henrys Eltern zu warnen, wollen die zunächst nicht auf ihn hören, doch der Mutter fallen mit der Zeit auch merkwürdige Sachen auf. Hat Henry vielleicht sogar seinen kleinen Bruder vor Jahren ermordet?

Mit DAS ZWEITE GESICHT wollte man Macaulay Culkin bewusst vom Klamauk-Image befreien, welches immerhin zur Folge hatte, dass der Name KEVIN einen wahren Boom erlebte, gerade in Deutschland.

Und in dieser ernsten Rolle macht er auch eine erstaunlich gute Figur, denn den kleinen Psychopathen, der mit seinem Engelsgesicht alle hinters Licht führt, spielt er wirklich absolut hervorragend. Geholfen hats ihm zwar nichts, denn was aus ihm wurde ist bekannt.

Sein Kumpel in dem Film wird vom kleinen Frodo gespielt und war einer der ersten Rollen von Elijah Wood, dem man ebenfalls eine gute Leistung bescheinigen kann.

Überhaupt hat der Film die 25 Jahre sehr gut überstanden. Er wirkt auch heute noch aktuell und keineswegs hausbacken und Thriller Spezialist Joseph Ruben (DER FEIND IN MEINEM BETT und der grandiose DIE VERGESSENEN sind zum Beispiel von ihm) liefert hier einen spannenden Thriller ab.

Das Beste aber ist der Showdown und die damit verbundene Entscheidung der Mutter, bei der sich sich jede Frau, die selbst ein Kind hat, fragen wird, ob sie so handeln würde (mehr möchte ich nicht verraten).

Bild und Ton sind wie immer in Ordnung bei Koch-Veröffentlichungen und hier hat man ein echtes Kleinod ausgebuddelt, welches schon fast in Vergessenheit geraten war. Durchaus auch heute noch empfehlenswert.

DEVILS GATE /Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Welche unheilige Macht verbirgt sich in einem maroden, mit Sprengfallen versehenen Bauernhaus abseits jeglicher Zivilisation? Als eine Frau und ihr Sohn auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die FBI-Agentin Daria Francis in die Kleinstadt Devil’s Gate in North Dakota geschickt, um den Hauptverdächtigen ausfindig zu machen: den religiösen Fanatiker Jackson Pritchard, Ehemann und Vater der Vermissten. Aber als Francis und der Hilfssheriff Colt Pritchards ominöses Anwesen erreichen, entdecken sie viel mehr, als sie je erwartet hätten.

Manchmal schaue ich gar nicht auf die Rückseite eines Covers, bevor ich den Film in den Player schiebe, und lasse mich überraschen – so auch in diesem Fall. Nach dem abgedruckten Bild dachte ich, es geht hier sicher um einen Farmer, der sich bedroht sieht oder für irgend etwas rächen will.

Dann bekam ich aber etwas völlig anderes zu sehen. Die Bedrohung stimmte, allerdings geht die hier von etwas übernatürlichem aus, denn der Streifen ist tatsächlich vorrangig ein Science-Fiction Film, was man nach der Covergestaltung nun wahrlich nicht vermutet. Da muss ich sagen, hat man doch ein eher ungeschicktes Motiv gewählt, so das viele sich den Film gar nicht ansehen werden.

Da verpassen sie einen relativ abgedrehten, gegen Ende sogar leicht abstrusen Streifen /wobei das Wort in diesem Fall positiv gemeint ist), der zwar nicht unbedingt eine Geschichte erzählt, die man noch nie gesehen hat, aber die Art und Weise ist schon ungewöhnlich, ohne das ich zuviel verraten will.

Erstaunlich ist, dass der wüste Genre-Mix aus Sci-Fi, Horror, Thriller und Drama erstaunlich gut funktioniert, was auch an der eng gesteckten Location liegt und an den darstellerischen Leistungen, der eher unbekannten Darsteller, wobei das vielleicht das falsche Wort ist, „kenne ich doch irgendwo her“ wäre die bessere Formulierung.

Amanda Schull war zum Beispiel in SUITS oder 12 MONKEYS (der Serie) zu sehen. Shawn Ashmore in X-Men (wenn auch in einer kleineren Rolle) oder allem voran in dem Thriller FROZEN. Beide liefern eine hervorragende Leistung ab als Sheriffgehilfe bzw FBI-Agentin.

Nun ist der Film aufgrund des Genremix gegen Ende, wie bereits erwähnt, schon etwas krude. Erstaunlicherweise sind die Effekte aber für so einen doch eher schmal budgetierten Film hervorragend. Auch die Monsterchen sind durchaus ansehnlich gestaltet.

Die Meinungen hierzu gehen stark auseinander. Ich finde hier hat man aus wenig sehr viel gemacht und einen spannenden Film gezaubert, mit einem richtig schönen fiesen kleinen Schlussgag. In einer Nebenrolle ist übrigens Jonathan Frakes zu sehen – für mich ein kleiner Geheimtipp.

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IN DARKNESS (Universum Film)

am 22. November 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die blinde Pianistin Sofia wird eher zufällig Ohrenzeugin eines Streits in dem über ihrer Wohnung liegenden Apartment, denn die Wände sind dünn und ihr Gehör ist sehr gut Kurz darauf wird ihre Nachbarin Veronique tot aufgefunden.. Daraufhin gibt Sofia ihr zurückgezogenes Leben auf und nimmt Kontakt zu Veroniques Vater, Zoran Radic auf. Bei dem serbischen Geschäftsmann handelt es sich allerdings um einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher, dem vorgeworfen wird, während des Bosnienkriegs Völkermorde begangen zu haben. Doch dann erfahren wir, das dies nicht der einzige Grund ist, wieso sie den Herren aufsucht, sie hat auch noch eine persönliche Rechnung mit ihm offen.

Die ersten 45 Minuten sind sensationell – da stimmt einfach alles. Insbesondere die Geschichte und die Optik sind hervorragend. Danach wird es leider dann doch etwas konventioneller und gegen Ende wirkt alles ein wenig konstruiert, auch wenn es trotzdem spannend ist. Die Schlusswende ist auch nicht so überraschend, wie sie gerne wäre.

Trotzdem weiß IN DARKNESS zu überzeugen, was vor allem an der großartigen Hauptdarstellerin Natalie Dormer liegt, die ich bislang überhaupt nicht auf den Schirm hatte. In den (wieder einmal nicht deutsch untertitelten Extras, ich schreib das jetzt so oft bis es Universum einführt) erzählt sie auch, das sie sich auf diese Rolle besonderes vorbereiten musste, denn eine Blinde zu spielen ist einfach schwierig. Das hat sie allerdings wirklich hervorragend hinbekommen.

In manchen Teilen des Filmes weht sogar ein Hauch von Hitchcock durch die Szenerie, denn insbesondere manche Kameraaufnahmen und Winkel erinnern doch sehr an den Altmeister, dem dieser Film, zumindest optisch, sicherlich gefallen hätte.

Regisseur Anthony Byrne hat bislang fast ausschließlich für das TV gearbeitet, wobei er aber mit der viel beachteten Serie RIPPER STREET gerade in England schon bekannt wurde – auch von LAST KINGDOM hat er einige Folgen inszeniert.

Fazit: Optisch ansprechend ,mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und durchweg guten Nebenakteuren ist IN DARKNESS ein ungewöhnlicher Streifen, der am Ende vielleicht einen Tick zu viel will. Trotzdem sehenswert wie ich finde.

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