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Archiv der Kategorie 'Thriller'

WIND RIVER (Universum Film)

am 26. Juni 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Auf der Jagd nach Pumas findet Fährtenleser Cory Lambert in der Wildnis des kleinen Indianer-Reservats “Wind River” die Leiche einer jungen Frau. Ähnliches passierte seiner Tochter ein paar Jahre zuvor, woran seine Ehe zerbrach. Um der Sache auf den Grund zu gehen schickt das FBI die komplett unerfahrene Jane Banner an den Tatort, einfach nur weil sie am nächsten dran war. Sie engagiert daraufhin Lambert, der das Gebiet kennt und einen guten Riecher hat. Auch die Polizei unterstützt sie bei den Ermittlungen und bald führen sie Spuren zu einem Täter. Doch der hatte bei seinem Verbrechen rege Mithilfe von anderen.

Der Film bekommt in nahezu allen Foren überragende Bewertungen, denen ich mich in dieser Form nicht anschließen kann. Sicherlich ist die Idee in dieser Umgebung einen Thriller zu drehen reizvoll und die Naturaufnahmen sind auch wirklich gelungen.

Bis das ganze mal ins Rollen kommt, vergeht allerdings jede Menge Zeit. Auch das der Protagonist schon einmal so eine ähnliche Erfahrung mit seiner Tochter machte, ist mir zu sehr aus dem Klischeebuch für traumatisierte Polizisten entnommen (auch wenn er in dem Fall ein Jäger ist)

Als der Fall in die Gänge kommt und sich langsam die Hintergründe herausstellen, wird es dann auch spannender und besser und der Showdown ist in meinen Augen auch sehr gelungen.

Jeremy Renner versucht extrem zurückhaltend zu spielen, was man ihm aber nur bedingt abnimmt, während Elizabeth Olsen als Greenhorn des FBI überzeugt. In einer Nebenrolle ist der unverwüstliche Graham Greene zu sehen, der schon in HALBBLUT, der auch in einem Reservat spielte, zu überzeugen wusste. Das war die Zeit in der Val Kilmer noch gute Filme drehte.

Nicht das ich WIND RIVER jetzt schlecht reden möchte. Die Geschichte ist aufgrund des Ortes interessant, aber mir zieht sich das alles ein wenig und der Regisseur verlässt sich zu sehr auf die Kraft seiner Naturbilder. Für mich zudem eher ein Drama als ein Thriller…

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OPERATION DUVAL (Lighthouse)

am 14. Juni 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einem überstandenen Burn-Out versucht der ehemalige Unternehmensberater Duval wieder einen Job zu finden, was sich allerdings auf Grund seines Alters als schwierig erweist. Das er ehemaliger Alkoholiker ist, kommt noch erschwerend hinzu. Doch dann bekommt er eines Abends per Telefon ein völlig überraschendes und auch gut bezahltes Angebot. In einer leerstehenden Wohnung soll er heimlich den ganzen Tag aufgezeichnete Telefongespräche auf einer Schreibmaschine abtippen. Anfangs scheint das ein lockerer Job zu sein, doch bei manchen Telefonaten wird Duval hellhörig. Zu spät erkennt er, das er mittendrin in einer großen Verschwörung steckt.

Ich würde die Bezeichnung Thriller für diesen Streifen nicht verwenden, da dieser Begriff, gerade in den letzten Jahren, eher für eine andere Art Film steht. OPERATION DUVAL ist eigentlich ein klassischer Krimi, der auch in den 70er Jahren spielen könnte – von den Handyszenen mal abgesehen.

Daher ist der Streifen auch nichts für Schnellschnitt-Stakkato Freaks, denn der ruhige Erzählstil orientiert sich ganz klar an Filmen aus oben genannter Zeit. Mir würde da zum Beispiel DIE 3 TAGE DES CONDOR einfallen, der hier als Referenzfilm perfekt geeignet ist.

Mittendrin ein gut aufgelegter Hautdarsteller, der den einfachen Angestellten, der plötzlich in ein unglaubliches Komplett gerät, sehr überzeugend und auch mit Zurückhaltung spielt, was dem Streifen zu Gute kommt, denn ihn als Superheld darzustellen, wäre völlig fehl am Platz gewesen.

Die Wendungen des Films sind meiner Meinung nach nahezu nicht vorhersehbar und am Ende merkt man dann, das praktisch alle Dreck am Stecken haben, mit Ausnahme des Protagonisten, der einfach nur einen Job haben wollte.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Film im Jahre 2018, denn der Erzählstil ist gänzlich anders, als in sonstigen Produktionen. Freunde der 70er Jahre Krimis dürften begeistert sein – Jason Bourne Fans eher nicht.

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BRIMSTONE (Koch Media)

am 07. Juni 2018 unter Drama, Horror, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Ende des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Westen: Die junge Liz hat einen älteren Witwer geheiratet, der sie aufnahm, obwohl sie keine Zunge mehr hat und nicht sprechen kann. Sie kümmert sich auch rührend um die beiden Kinder. Eines Tages jedoch kommt ein neuer Referent in die Stadt, den Liz nur allzu gut kennt. Als sich verschiedene merkwürdige Dinge ereignen und Madame dafür verantwortlich gemacht wird, verschwindet sie. Doch das Grauen ist damit nicht zu Ende.

Die Zusammenfassung habe ich bewusst kurz gehalten, denn man könnte diese fast zu einem Roman ausarten lassen, denn das o.g ist nur die Essenz von eines der 4 Kapiteln, die dieser Streifen beinhaltet. Diese nennen sich

Offenbarung, Exodus und Genese  und Rache.

Jetzt werden einige erschrocken zusammenzucken und denken es handelt sich hier um einen biblischen Film mit viel Gottgelaber und Metaphern. Sicherlich spielt Religion in diesem Film eine Rolle, aber nur eine insgesamt eher untergeordnete.

Hauptsächlich geht es darum zu zeigen, wie die Frauen zu dieser Zeit behandelt wurden und nahezu keine Rechte hatten und entweder von ihren Männern geschlagen wurden oder als Nutten in einem Bordell endeten. Das ist zwar etwas dick aufgetragen, aber in vielen Fällen war das eben so.

In allen 4 Kapiteln spielen die Charaktere der Liz und des Referent die Haupttrolle. Es dauert ein wenig bis man erkennt, das die Geschichten zusammengehören, aber nicht in der zeitlichen Reihenfolge erzählt werden (da kennt Pearce sich ja seit Memento aus).Normalerweise ein Stilmittel, welches mir nicht unbedingt zusagt, das aber hier hervorragend umgesetzt wurde.

Ich habe auf meiner Seite bei einem einzigem Film noch nie so viele Genre markiert, aber BRIMSTONE bietet wirklich sowohl Drama, Mystery, Thriller als auch Horrorelemente. Sehr gut passt hierzu, dass der Streifen, gerade in den dunklen Szenen, fantastisch ausgeleuchtet wurde.

Weder Dakota Fanning (ging mir früher auf den Nerv, weil sie in jedem Film mitspielte, in dem man ein 8-13 jähriges Mädchen zu besetzen hatte), als auch Guy Pearce (teilweise grottenschlechte Filmauswahl) sind besondere Favoriten von mir, spielen aber hervorragend. Insbesondere der normal eher smarte Pearce hat sichtlich Spaß an der Rolle des dämonischen Referents.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Genre-Misch-Masch der aber erstaunlich gut funktioniert und das sagt jemand, der Geschichten, die in anderen Jahrhunderten spielen, eigentlich grundsätzlich erst gar nicht schaut. Daher eine klare Empfehlung von meiner Seite. Die FSK Freigabe ist fast grenzwertig…eine 18er Einstufung hätte ich auch verstanden, denn der Streifen hat schon üble Szenen.

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DER KURIER (Ascot/Alive)

am 07. Juni 2018 unter Thriller abgelegt

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Sean Haggerty braucht dringend Kohle, denn seine Frau leidet an einer Krankheit und muss dringend operiert werden. Um das finanzieren zu können, fliegt er als ausgebildeter Pilot, Aufträge für ein Drogenkartell, erzählt seiner Gattin aber das er legale Dinge tut. Bei einem Flug tritt plötzlich eine Ungereimtheit ein und er soll mittendrin den Landepunkt wechseln,. Das kommt ihm komisch vor. Und dann schaltet sich auch noch ein Mann von Geheimdienst ein, und er weiß nicht wem er noch trauen kann.

Das hat man sich schlau ausgedacht, zumal das offensichtliche Vorbild ja hervorragend funktioniert hat, denn BURIED war etwa die gleiche Situation, dass jemand in einem engen Raum sitzt und nichts hat, außer einem Telefon und Entscheidungen treffen muss, die sein Leben beeinflussen.

Leider aber hat der Regisseur dabei übersehen, dass man doch ein paar Spannungsmomente und vor allem Wendungen einbauen muss, denn sonst wird das ganze ziemlich langweilig und während dies bei BURIED der Fall war und ständig etwas Überraschendes passierte, plätschert DER KURIER so vor sich hin und kommt nicht in die Gänge.

Gut, für Herrn Radcliffe war das schnell verdientes Geld, denn die Dreharbeiten für diesen Möchtegern-Thriller dauerten nicht besonders lange.

Wahrscheinlich fiel sogar der größte Teil des Budgets an den Hauptdarsteller. Dieser hat in letzter Zeit einige Rollen angenommen, die ich nicht verstanden habe und die sein durchaus vorhandenes schauspielerisches Potenzial, das ihm kaum einer zutraute nach den Harry Potter Filmen, doch ein wenig beleidigt.

Fazit: Drehbücher vorher lesen macht manchmal Sinn Herr Potter.

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RED SPARROW (Fox)

am 24. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Nicht das jemand glaubt, ich wäre nun plötzlich ein Fan von FOX, aber im Moment kommt so wenig interessantes auf den Markt, dass ich heute gleich 2 Filme bespreche.

Die russische Tänzerin Dominika Egorova (so Namen kann man sich echt nur ausdenken) hat eine große Karriere vor sich. Nach einem Unfall auf der Bühne wird sie jedoch nie wieder tanzen können. Was passiert nun mit ihrer Mutter und der Wohnung die von ihrem Arbeitgeber bezahlt wird? Ihr Onkel macht ihr daraufhin ein Angebot. Sie soll nach einer gründlichen Ausbildung den CIA-Agenten Nathaniel Nash (unfassbar solche Namen) infiltrieren. Dazu wird sie in allerlei Verführungskünsten geschult. Nach dem harten Training nimmt sie auch Kontakt mit ihm auf, doch wird er ihr Spiel nicht durchschauen?

Tja und wir dürfen Jennifer Lawrence zusehen, wie sie eben dieses undurchsichtige Spiel satte 136 Minuten spielt. Und das sind definitiv 20 Minuten zu viel. Das liegt auch daran, das man ihre Geschichte am Anfang relativ ausführlich erzählt, was aber gar nicht zwingend nötig gewesen wäre.

Trotzdem fand ich den Streifen recht unterhaltsam und zudem bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt. Den Höhepunkt hierbei stellt Charlotte Rampling dar, die als gefühllose Leiterin des Sparrow-Lagers, mit knallharter Miene und krassen Methoden, eine tolle Leistung abliefert. Joel Edgerton sieht man eh immer gerne und Jeremy Irons Rolle fällt etwas klein aus.

Allerdings hätte es auch gereicht statt dreißig Russenklischees nur zehn zu bedienen, denn das geht einem mit der Zeit dann doch auf den Zeiger und man sieht, dass der Film von einem amerikanischen Regisseur gedreht wurde. Mit dem arbeitete Lawrence auch schon in den (aus meiner Sicht eher mäßigen) Panem-Filmen zusammen. Man könnte meinen, wir befinden uns noch im Kalten Krieg, denn die Russen werden hier wirklich arg negativ dargestellt. (wobei das ja wieder in Mode ist)

Immerhin weiß der Genre-Mix aus Spionage-Film, Thriller und Drama zu überzeugen und auch sonst kann man dem Film eigentlich nichts vorwerfen, wenn man über die v.g. Dinge hinwegsieht Das Ende ist zudem recht pfiffig und man weiß wirklich nicht, auf welcher Seite die Hauptdarstellerin nun steht – eigentlich zu fast keinem Zeitpunkt des Films.

So bleibt unter dem Strich ein grundsolider, an manchen Stellen jedoch nicht ganz logischer Streifen, in dem nur die Russenklischees ab und an überhand nehmen.

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COMMUTER (Studio Canal)

am 16. Mai 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ja auch die Firma StudioCanal gibt es noch. Da diese mit Promos aber extrem geizig ist und mal zu mir sagte „wir brauchen keine Rezensionen, unsere Filme laufen von alleine“, stehen sie bei mir nicht wirklich im Focus. Aber da ich eigentlich jeden Film von Liam Neeson bespreche, mache ich hier mal eine Ausnahme.

Der sympathische Ire spielt den Versicherungsmakler Michael MacCauley, der seit 10 Jahren hin und her pendelt. Doch als er nach einem harten Tag und der gerade erhaltenen Kündigung, mal wieder in den ewig gleichen Zug einsteigt, ist alles anders. Eine Fremde setzt sich zu ihm und verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er für sie einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas sehr Ungewöhnliches transportieren soll. Da Michael früher Polizist war, glaubt sie, mit ihm den richtigen gefunden zu haben. Der nimmt das erst nicht ernst, doch als er auf der Toilette die angekündigten 25000 Dollar findet und danach einen Anruf bekommt, dass seine Familie unter Beobachtung steht und er die Person finden soll, da anderseits denen etwas zustoßen wird, muss er handeln. Doch wie soll er einen Mann erkenen, von dem er nur weiß, wann er aussteigt und das er eine Tasche mitführt?

Liam Neeson und Jaume-Collet Serra, der Regisseur, haben sich gesucht und gefunden, denn letzterer besetzt Neeson in praktisch alle seinen Filmen, denn auch NONSTOP und UNKNOW IDENTITY waren eine Zusammenarbeit der beiden.

Nun erinnert COMMUTER durchaus an NONSTOP, denn einige Handlungsstränge sind schon etwas ähnlich, nur eben diesmal in einem Zug. Dennoch ist die Grundidee ganz interessant und spannend, wenn auch nicht immer logisch umgesetzt. In weiteren kurzen Rollen sind unter anderem die von mir geschätzte Vera Farmiga, Sam Neill und Patrick Wilson zu sehen. Eine mehr als ordentliche Besetzung.

Das Problem bei den Filmen des Iren ist, das sie sich eben schon immer etwas ähneln. Dafür hat er aber in den letzten Jahren auch keinen einzigen schlechten Film abgeliefert. Das kann man dann als solide bezeichnen, wobei es in diesem Kontext eher ein positiv besetztes Wort ist.

Finde zumindest ich, denn wie oben erwähnt schaue ich mir jeden Film des Darstellers an, weil man einfach immer weiß, das man auf jeden Fall gut unterhalten wird, auch mal mit Ausschlägen nach oben, aber nie nach unten (UI fand ich genial).

Fazit. Netter kleiner Thriller mit guten Darstellern und einer recht pfiffigen Story. Das Ende hätte etwas origineller ausfallen können.

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DOWNRANGE (Splendid)

am 10. Mai 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Eine Gruppe von sechs Freunden wird auf ihrem Roadtrip durch ein einsames Stück Land von einem platten Reifen aufgehalten. Gelassen setzen sich die Beifahrer in den Schatten des SUVs, während Fahrer Jeff den Reifen wechselt.  Als Sara nach einiger Zeit nach ihm sieht, klafft ein riesiges Loch in seinem Schädel – er wurde erschossen! Schnell wird klar, dass auch der Reifen nicht zufällig geplatzt ist. Ein Scharfschütze versteckt sich irgendwo im Umkreis und kann jederzeit von überall aus den Abzug betätigen. Die Freunde versuchen das Auto als Schutzschild zu nutzen, doch je länger sie dort ausharren, desto treffsicherer wird auch der unbekannte Killer…

Es ist eigentlich nun wirklich nicht meine Art, Pressetexte zu übernehmen, doch den hier fand ich so gelungen, weil mir nicht im Ansatz eine so lange Zusammenfassung des Streifens eingefallen wäre, denn die Geschichte passt auf einen halben Bierdeckel. „Sechs Freunde bleiben mit dem Auto liegen, wollen den Reifen wechseln und werden von nem Spinner erschossen“. Das würde auch reichen.

Die wirkliche Kunst ist es aber, aus dieser Minimalhandlung einen solch unterhaltsamen Streifen zu gestalten, wie es Regisseur Kitamura gelingt und mit diversen Wendungen das Geschehen spannend zu halten. Hatte MIDNIGHT MEAT TRAIN eine noch sehr krude, ausführliche und auch ausgefallene Geschichte zeigt er hier, das er auch aus einer simplen Rahmenhandlung viel herausholen kann.

Besonders gefällt mir, das die Darsteller versuchen, dem Schützen zu entkommen und sich dabei recht intelligente Sachen ausdenken, statt nur heulend rumzulaufen und sich abmurksen zu lassen. wie es in vielen Horrorfilmen der Fall ist, wobei ich diesen Film eher dem Thriller-Genre zuordnen würde.

Der Höhepunkt ist aber die Schlussszene – selten habe ich ein so geniales Ende gesehen, und man muss definitiv schmunzeln, auch wenn es eigentlich nicht wirklich komisch ist, aber konsequent und perfide.

Wer für alles eine Erklärung will (zum Beispiel warum der Irre durch die Gegend ballert), der wird hier nicht fündig werden. Das ist in diesem Fall aber ziemlich egal , denn DOWNRANGE ist für mich bisher der Geheimtipp des Jahres. Dazu ist die FSK Freigabe 18 absolut gerechtfertigt, denn hier spritzt das Blut wirklich in Fontänen.

Fazit: Unbedingt ansehen!

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DAS JOSHUA PROFIL (Universum Film)

am 10. Mai 2018 unter Thriller abgelegt

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Der erfolglose Schriftsteller Max wird in ein paar Tagen ein Verbrechen begehen, und das wissen angeblich andere schon. Nach einem sehr merkwürdigen Anruf kommt Max nach Hause und findet seine Pflegetochter halbtot im Bett liegen. Schnell gerät er unter Verdacht, da sich keine Zeichen eines Einbruchs finden lassen. Als sie sich nach kurzer Zeit aber wieder erholt hat, will das Jugendamt sie ihm wegnehmen, also flieht er mit ihr. Doch auf der Flucht hat er einen Autounfall. Als er aufwacht ist Jola weg. Wer hat sie entführt?

Verbrechen schon erkennen, bevor sie begangen wurden, das kommt einem doch sehr bekannt vor, denn da lässt Minority Report, bis heute der mit Abstand beste Film von Spielberg, grüßen.

Im Gegensatz zu seinem großen Vorbild kann man hier den Geschehnissen leider nur bedingt folgen. Anfangs glaubt man noch, das das wirklich ein spannender Thriller werden kann, aber nach etwa 30 Minuten werden die Erzählstränge immer chaotischer und unsinniger.

Ich kenne die Buchvorlage leider nicht, doch man kann schon erkennen, das die Zeit viel zu knapp ist, um hier alle Dinge aufzuklären, die der Zuschauer nicht versteht. Hier wäre vielleicht ein Dreiteiler besser gewesen, um vieles auszuarbeiten – denn alles wird nur angedeutet, statt erklärt. Man hat das Gefühl das alle Bestandteile der Vorlage irgendwie reingequetscht werden sollen, aber alles nur so kurz, das niemand dem ganzen folgen kann.

So bleibt dann unter dem Strich nur eine Hetzjagd durch Berlin, mit einigen Sci-Fi Elementen, die aber insgesamt zu kurz kommen und nicht mehr Spannung aufkommen lassen als bei jedem Tatort. Da wäre von der Geschichte deutlich mehr drin gewesen.

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24 HOURS TO LIVE (Universum Film)

am 10. Mai 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Der ehemalige Elitesoldat Travis Conrad ist nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes zum Wrack geworden und hat seinen Job geschmissen, der eh grenzwertig war, denn er arbeitete als Söldner für ein dubioses Unternehmen. Dann besucht ihn sein alter Weggefährte Jim Morrow, mit dem er für Red Mountain gearbeitet hat und unterbreitet ihm ein millionenschweres Angebot. Travis soll jemanden töten, der das Unternehmen mit seinem Insider-Wissen in den Ruin treiben könnte. Dazu muss er aber zunächst deren Leibwächterin außer Gefecht setzen, was er aber nach einer Liebesnacht nicht übers Herz bringt (klingt kitschiger als es ist). Ein folgenschwerer Fehler wie sich herausstellt, denn sie ist nicht so zimperlich und knallt ihn ab. Doch dann wacht er von den Toten wieder auf. Conrad wurde reanimiert, mit einem völlig neuen Verfahren, um der Firma den Ort zu nennen, an dem sich der Spitzel aufhält. Als er danach wieder ins Jenseits befördert werden soll, kann er sich befreien und wechselt die Seiten. Doch die Reanimation hält nur 24 Stunden.

Filme mit Ethan Hawke schaue ich grundsätzlich. Zum einen, weil ich ihn für einen der besten Schauspieler halte, er mit GATTACA einst einen meiner absoluten Lieblingsfilme ablieferte, und weil er sich praktisch in jedem Genre zuhause fühlt. Sei es Horror (Sinister), Sci-Fi (Gattaca), Action (Getaway, Purge) oder Drama (Boyhood). Ich mag es, wenn sich ein Schauspieler so wandeln kann.

Allerdings muss man fairer halber sagen, das er für diesen Streifen keiner großen darstellerischen Künste bedarf, denn in diesem Film nimmt die Action einfach die größte Zeit ein und die Charakterzeichnung wird größtenteils außen vor gelassen.

Wer hier nach Logik sucht, dem wird schnell schwindlig, die gibt es nämlich nicht. Da der Film aber mit diesem Anspruch auch gar nicht antritt, bewerte ich das nicht als negativ.

Fakt ist, das in diesem Streifen mal richtig die Post abgeht und der Bodycount sicher in der Nähe des vierstelligen Bereiches liegt. Hier wird geballert, erstochen, Genicke gebrochen – allerdings alles nicht übermäßig blutig oder gewalttätig dargestellt, so dass die FSK Freigabe ab 16 gerechtfertigt ist.

Insgesamt hat Ethan Hawke natürlich schon anspruchsvolleres gedreht, aber als sehr gute Unterhaltung geht der Film problemlos durch. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Blade-Runner Gegner und 90er Jahre Videothekenstar Rutger Hauer, der einige Kurzauftritte hat.

Unter dem Strich gibt es hierfür 5 Chuckies und einen halben Sympathiebonus für den Hauptdarsteller.

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DAS LETZTE ABTEIL (Falcom Media/Alive)

am 02. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Gretas Mutter ist weder tot noch lebendig. Seit vielen Jahren liegt sie im Koma und wird künstlich am Leben gehalten. Doch was ist das Leben wert, wenn es keine Hoffnung mehr gibt?  Diese Frage stellt sich auch ihre Tochter die gerade auf dem Weg nach Graz ins Krankenhaus ist, als plötzlich der Zug von einer Lawine erfasst wird und das letzte Abteil wegreißt. Nun sitzt sie dort in klirrender Kälte mit 5 anderen Herrschaften, die sich in diesem befanden und sucht verzweifelt einen Ausweg. Als dann plötzlich der Kopf eines Verblichenen gefunden wird, spitzt sich die Lage zu. Man versucht über die Kamera und das Telefon Hilfe zu rufen, die zunächst auch zugesagt wird, doch nach einer gewissen Zeit stellt man fest, das diese nie kommen wird. Doch warum?

Diese Zusammenfassung beschreibt nur etwa die Hälfte des Films, der danach eine überraschende Wendung bekommt, obwohl ich mir so etwas ähnliches schon gedacht hatte.

Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden vom Krankenhaus, in dem Gretas Mutter liegt und sie erzählt aus dem Off über sie. Das wirkt zunächst etwas störend, ergibt im Verlaufe des Streifens aber durchaus einen Sinn.

Regisseur Andreas Schaap will allerdings ein wenig zuviel. Neben einem Thriller und einem Drama, wollte er auch noch ein bisschen Mystery und Arthaus einbauen, was den Film dann im Endeffekt ein wenig zu gewollt künstlerisch aussehen lässt.

Das klingt allerdings schlechter als es tatsächlich ist, denn insgesamt hat der Streifen wirklich Potenzial. Aber es ist aufgrund der vielen Wendungen und Zeitsprüngen nicht einfach, den Geschehnissen zu folgen und man sollte den Film nicht schauen, wenn man schon müde ist, so wie das getan habe und dann irgendwann kapitulierte.

Deshalb habe ich ihn mir am nächsten Tag noch einmal von vorne angesehen und dann auch die Zusammenhänge begriffen.Trotzdem hat sich mir nicht alles erschlossen, was mich dazu ermutigt, diesen in einem halben Jahr nochmals herauszukramen

Fazit. Beginnt als normaler Thriller, ändert dann aber die Richtung. Wer meint, hier zwischendurch eine Toilettenpause machen zu können, ohne die Pause-Taste zu betätigen hat verloren. Hier ist 100%ige Aufmerksamkeit gefordert.

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