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Archiv der Kategorie 'Thriller'

GET OUT (Universal Pictures)

am 26. September 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Mit eher gemischten Gefühlen fährt Chris in die Heimatstadt seiner Freundin Rose, denn sie möchte ihn ihren Eltern vorstellen. Eigentlich kein Problem, doch er ist Schwarzer und da weiß man eben nie, was einen so erwartet. Dort angekommen wird er allerdings herzlich empfangen und seine Bedenken legen sich schnell. Allerdings fallen ihm einige merkwürdige Dinge auf. Die Familie beschäftigt nur schwarze Menschen, die sich teilweise auch extrem merkwürdig verhalten, wie die mysteriöse Haushälterin oder der spinnerte Gärtner. Als Chris eines Morgens aufwacht, scheint irgend etwas verändert. War der merkwürdige Traum, den er hatte vielleicht gar keiner, in dem er hypnotisiert und manipuliert wurde?

Wenn man überall nachliest, wird der Streifen in den meisten Fällen als Horror-Satire bezeichnet. Dem würde ich nicht zustimmen, denn ich finde gerade sein Problem ist, das er sich an vielen Stellen viel zu ernst nimmt.

Zudem überzeugt mich Daniel Kaluuya, eigentlich ja eher für komische Rollen vorgesehen, nicht wirklich, denn außer 2 verschiedenen Gesichtsausdrücken hat er nicht viel zu bieten und immer die „ich bin doch eigentlich der coole Nigger hier“ -Masche, nutzt sich mit der Zeit ab (um besonders feinfühligen Herrschaften hier gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, die Bezeichnung Nigger wird von denen selbst verwendet und soll keine Beleidigung sein).

Da erledigen insbesondere Catherine Keener, die sich auf der Leinwand relativ rar gemacht hat, als schrullige Mum und Bradley Whiford, als ihr nicht minder skurriler Gatte, eigentlich ihre Jobs besser, wobei natürlich auch ihre Rollen interessanter sind.

Wirklich spannend wird das ganze erst gegen Ende, dazwischen gibt es doch hin und wieder Leerlauf, insbesondere die Party, auf der man zig Gäste vorgestellt bekommt, von denen einige zwar später eine Rolle spielen werden, zieht sich aber doch sehr lange hin. Zudem ist die Auflösung doch ein wenig arg weit hergeholt.

Unter dem Strich nette Unterhaltung für zwischendurch, im A-Movie-Look, obwohl die Geschichte eher an einen Independent-Film erinnert, aber der Hype um diesen Streifen und die extrem guten Bewertungen halte ich für etwas übertrieben.

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ERPRESSUNG – WIE VIEL IST DEINE FAMIIE WERT? (Universum Film)

am 26. September 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Es sollte ein lustiger kleiner Trip in die Karibik werden. Kevin Riley reist mit Frau und seinem kleinen Sohn dorthin. Als sie eine Bootsfahrt unternehmen und an einer der vielen Inseln anlegen, haben sie kurz darauf ein Problem – der Motor springt nicht mehr an. Kurz bevor die Familie dem sicheren Tod ins Auge sieht, naht Rettung. Doch diese gibt es nicht umsonst. Der gute Mann, ein armer Fischer, will richtig viel Kohle haben. Obwohl Riley nicht so viel Vermögen besitzt, willigt er zunächst ein. Nach der Geldübergabe (per Überweisung) will ihn der Fischer zu seiner Familie führen, doch natürlich hat er Angst verraten zu werden und versucht Riley umzubringen. Dieser überlebt und wendet sich an die Polizei, Diese will ihm zunächst helfen doch der misstrauische Detektive glaubt mit der Zeit, das Kevin die Geschichte nur erfunden hat um eine Versicherungssumme zu kassieren.

Und wieder ein Film mit einem dämlichen Namen. Wer denkt sich so etwa eigentlich aus? Zudem bekommt der Streifen im Netz überwiegend schlechte Kritiken, die ich nicht nachvollziehen kann.

ERPRESSNUG hat jede Menge Wendungen, einen glaubwürdigen Hauptdarsteller und ist auch in den Nebenrollen (unter andrem mit Danny Clover) gut besetzt.

Beginnt das ganze zunächst wie ein nettes kleines Urlaubsfilmchen, mit beeindruckenden Bildern der Karibik, mausert sich das ganze dann zunächst zu einem Überlebensdrama, um dann zu einem Thriller zu mutieren. Und das durchaus gekonnt.

Zudem gerät der Film sehr kurzweilig, denn hätte ich nach dem Abspann tippen müssen, wäre ich nie darauf gekommen, das ich hier 109 Minuten hinter mir habe, auch das spricht ja für den Unterhaltungswert.

Während manche Filme merkwürdigerweise überragend bewertet werden und mich eher langweilen, fand ich ERPRESSUNG gelungen und ich würde ihn mir auch noch ein weiteres Mal anschauen, daher:

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FREE FIRE (Splendid)

am 18. September 2017 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Boston in den späten 1970ern: In einer verlassenen Lagerhalle soll ein umfangreicher Waffendeal über die Bühne gebracht werden. Eigentlich kein großes Ding. Ware gegen Geld. Doch leider sind beide Seiten nicht wirklich Profis und nach nur wenigen Worten und einer falschen Lieferung ist man sich spinnefeind. Als dann noch herauskommt, dass einer der Handlanger der Käufer, die Schwester einer der Handlanger des Verkäufers missbraucht hat, ist der Deal vergessen und man beginnt sich gegenseitig abzuknallen.

Sorry, aber viel mehr kann ich hier zu nicht berichten, denn der Film hat an Story nicht wirklich viel zu bieten. Zudem ist der Streifen von vorne bis hinten kompletter Schwachsinn (wenn ich hier alle Logikfehler aufführe, wird das ein Referat). Aber in diesem Fall passiert etwas, was ich normalerweise eher nicht mag, denn weil das eben alles so blödsinnig ist, ist es erstaunlich unterhaltsam und auch keineswegs dämlich wie Zeugs a la CRANK.

Alleine die Dialoge zwischen den beiden Lagern und die wirklich geschickt ausgesuchten Charaktere (der Elegante, der Proll, der Arbeiter, der Assi, der Blödmann usw. usw.) bilden jede Menge Stoff für absurde Komik und markante Sprüche.

Der Streifen ist hochkarätig besetzt. Neben Brie Larson, Cilian Murphy und Sharlto Copley geht jedoch die beste Darstellung an Sam Riley, der bei mir seit CONTROL (hätte einen Oscar verdient) eh einen Stein im Brett hat. Den Charakter, den er hier verkörpert ist so schön abgefuckt, obwohl er nicht wirklich eine Hauptrolle inne hat. Riley fühlt sich in der Rolle des prolligen Assis und Vorzeige-Losers auch sichtlich wohl und haut seine Oneliner mit coolem Gesichtsausdruck raus.

Wenn man, wie gesagt, weiß, dass ich dieses Genre und diese total übertriebenen Sprüche gar nicht mag, mich FREE FIRE aber blendend unterhalten hat, dann sollte er Action-Fans, die eh auf sowas stehen, ebenso zusagen.

Und an dem JOHN DENVER Running-Gag hätte sicherlich auch der leider früh verstorbene Sänger seine helle Freunde gehabt – alleine der ist schon sein Geld wert

Fazit: Eine skurrile Mischung aus Thriller, Action und Komödie mit guten Darstellern und einer völlig absurden Geschichte.

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INFERNAL AFFAIRS – TRILOGIE (Splendid)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

Steel Front

TEIL 1

Cop Yan arbeitet bereits seit Jahren undercover beim Drogenbaron Sam und versorgt seinen Chef mit Informationen, um dem Gangster endgültig das Handwerk zu legen. Das gestaltet sich jedoch nicht ganz einfach, denn auch bei der Polizei hat man einen Spitzel eingeschleust. Der engagierte und scheinbar gesetzestreue Lau warnt seinen heimlichen Boss vor anstehenden Polizeiaktionen. Als sich deren Wege kreuzen, wird es gefährlich und zwar für beide Parteien.

TEIL 2

Wong und Sam sind eigentlich befreundet, stehen aber auf verschiedenen Seite des Gesetztes. Während ersterer ein hohes Tier bei der Polizei ist, arbeitet Sam im kriminellen Gewerbe und ist sich auch nicht zu schade für Oberboss Ngai die Drecksarbeit zu machen. Als deren Familienoberhaupt ermordet wird, droht die Lage zu eskalieren und Wong bittet seinen Freund um Hilfe.

TEIL 3

10 Monate sind vergangen seit Lau den Cop Yan erschossen hat. Eine interne Untersuchung ergab jedoch, das man den Polizisten hierfür nicht verantwortlich machen kann. Auch seine Arbeit für den Gangster Sam blieb unbemerkt, und so wird er wieder für den aktiven Dienst rekrutiert. Lau hat sich geschworen, nun ein besserer Mensch zu werden und gesetzestreu zu handeln – was nicht immer einfach fällt.

So weit die kurzen Zusammenfassungen der 3 Teile, die mittlerweile enormen Kultstatus erreicht haben.

Sollte es noch Menschen geben, die nicht wissen, das Teil 1 einige Jahre später ein amerikanisches Remake namens DEPARTED erhielt (bei dem man eine Besetzungsliste auffuhr, die ihresgleichen suchte) sei dies noch einmal kurz erwähnt. Über die Qualität des Streifens, der bei imdb einen Schnitt von über 8 hat gibt es sicherlich auch keinen Zweifel.

Die Ereignisse des zweiten Teils spielen hingegen in der Vergangenheit, als Sam und Wong noch gut befreundet waren. Der Streifen geht als eigenständiger Film durch und hat außer der Machart und den beiden Darstellern eigentlich nicht sehr viel mit dem Vorgänger zu tun. Andy Lau und Tony Chiu-Wai Leung fehlen natürlich hier zwangsläufig, weil sie da noch nicht im Dienst waren.

Teil 3 hingegen schließt direkt am Debüt an und spielt 10 Monate später. Dies ist auch der schwächste Teil der Trilogie was damit zusammenhängt, das hier dermaßen viele Zeitsprünge dabei sind, bei denen man doch den Überblick verliert. Dem fällt besonders schwer zu folgen, wenn Menschen auftauchen, die vorher schon verstarben. Kennt man Teil 1 nicht braucht man Nummer 3 erst gar nicht schauen sonst versteht man gar nichts.

Den Filmen wurde ein sehr schönes Steelbook kredenzt, das nur unwesentlich teurer ist als die normale Variante, aber ordentlich was hermacht. Die Discs sind glücklicherweise einzeln dabei und die Filme wurden daher nicht komprimiert-gequetscht, um irgendwie Geld zu sparen, was mir bei vielen Veröffentlichungen der letzten Zeit tierisch auf den Zeiger ging.

Bild und Ton stehen aktuellen Produktionen in nichts nach. Ob hier eine Bearbeitung erfolgte ist mir nicht bekannt, spielt im Endeffekt aufgrund der guten Qualität keine Rolle.

Endlich ist auch diese Lücke im Filmregal vieler Sammler geschlossen worden.

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BOYS IN THE TREES (Lighthouse)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Corey, Jango und ihre Skater-Clique, genannt ‘Die Gromits’, feiern ihren Abschied von der High-School – nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Herrschaften, die sich das aber selbst nicht eingestehen wollen. Eines Abends trifft Corey seinen ehemals besten Freund Jonah wieder. Dieser wird von den Skatern gemobbt und als Schwächling bezeichnet, und eigentlich will auch Corey, der eben jetzt zu den „Coolen“ gehört nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch an diesem Abend kommen, als sie zusammen nach Hause gehen, alte Erlebnisse wieder hoch und die beiden nähern sich wieder an, erinnern sich an frühere gemeinsame Momente und Zeiten. Jonah entführt seinen ehemaligen besten Kumpel in eine merkwürdige, imaginäre Wunderwelt – doch auch diese Nacht ist irgendwann vorbei.

Normalerweise brauche ich für eine Zusammenfassung eines Filmes nur wenige Minuten, da sie ja nur kurz wiedergeben soll, was dort passiert und das erfordert nun wahrlich kein großes journalistisches Können. Hier habe ich mich aber dermaßen schwer getan, denn BOYS IN THE TREES ist einer der ungewöhnlichsten Filme die ich seit langem gesehen habe.

Was als Drama um ein paar Jugendliche beginnt, wandelt sich im Laufe des Films, unterstützt durch Mystery und Fantasy-Einflüsse zu einer Parabel über wahre Freundschaft.

Wenn man sich das Cover ansieht könnte man meinen, das das hier eher Richtung Horror geht, doch das ist mitnichten der Fall.

Die Dialoge sind teilweise hochklassig und die beiden Hauptdarsteller liefern eine grandiose Leistung ab.

Normalerweise gebe ich bei solchen Filmen gerne eine Referenz an, damit der Zuschauer weiß, auf was er sich hier einlässt, doch das fällt in diesem Falle extrem schwierig, weil sich der Film auch in kein Korsett zwängen lässt und viele Genre auf einmal bedient.

Zudem hat das ganze einen sehr stimmigen Schluss, der allerdings nichts für Freunde des gepflegten Happy-Ends ist und das einen ein wenig traurig zurück lässt.

Fazit: Ein faszinierender Mix aus Drama, Mystery, Thriller und weiteren Elementen diverser Genre, den man sich auf jeden Fall mal ansehen sollte. Selbst wenn man den Film nicht mag, kann man danach sagen, das man so etwas noch nie gesehen hat. Die Bewertungen bei imdb sind zudem recht hoch, was mir zeigt, das noch andere von diesem Streifen beeindruckt waren, dem zudem eine sehr gute Synchro spendiert wurde.

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OHNE JEDE GNADE (Koch Media)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Mimmo ist nach außen eher der gemütliche Typ und arbeitet als Bauarbeiter – jedoch nur offiziell, denn nebenbei treibt er für seinen Onkel Schulden ein und ist dabei nicht wirklich zimperlich.Eines Tages lernt er die Prostituierte Tanja kennen, Er soll einen Tag auf das Mädel aufpassen. Als er mit ansehen muss, wie sie vergewaltigt wird, rastet er aus und tötet den Täter, der leider der Sohn seines Onkels ist. Nun steht er auf der Abschussliste. Er plant mit Tanja zu fliehen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Der Titel des Films ist etwas weit hergeholt und weckt auch andere Vorstellungen, denn im Grunde ist dieser Streifen eine Charakterstudie und kein Mafia-Thriller, als der er verkauft wird, was aber natürlich verkaufsfördernder ist.

Inmitten dieses Szenarios wandert Pierfrancesco Favino , den man in diesem Streifen 20 Jahre älter aussehen lässt als er wirklich ist (und der mir auch unheimlich dick vorkommt im Vergleich zu seinen Auftritten in RUSH oder WORLD WAR Z), auf den Spuren De Niros, denn das wäre auch eine Rolle für den vielleicht besten Schauspieler aller Zeiten gewesen.

Wer sich auf den Film einlassen kann, der wie gesagt eher ein Drama denn ein Thriller ist, wird mit guten Darstellern (auch die Nebenrollen sind ordentlich besetzt) und einem durchaus realistischen Plot belohnt, der mir persönlich gegen Ende aber ein wenig zu melodramatisch ausfällt.

Insgesamt unterscheidet sich OHNE JEDE GNADE enorm von den üblichem Mafia- bzw. Camorrafilmen und auch die üblichen Klischees werden nicht so stark bedient wie in Streifen dieser Genre üblich.

So bleibt ein gut gespieltes Drama mit einem sehr präsenten Hauptdarsteller, der ein wenig aussieht wie Bud Spencers kleiner Bruder, was aber perfekt zur Rolle passt.

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LIFJORD – STAFFEL 2 (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Am Ende der ersten Staffel war eigentlich alles geklärt, daher war ich gespannt, wie es denn nun weiter gehen würde. Doch man bediente sich hier eines recht einfachen Kniffs, denn der „Geständige“ widerruft seine Aussage einfach und schon geht wieder alles von vorne los. Das ist zwar nicht wirklich originell, doch da die zweite Staffel erheblich besser ist als der Vorgänger, im Nachhinein begrüßenswert. Wer Nummer 1 nicht gesehen hat versteht hier nichts, denn die Ereignisse gehen direkt am Schauplatz der letzten Szene weiter.

Aksel klagt William wegen Mordes an. Mit der Zeit jedoch tun sich einige Abgründe auf, denn er kann sich nicht wirklich erinnern, was in der Mordnacht passiert ist und auch sein Alibi gerät erheblich ins Wanken. Das er dafür verantwortlich ist, das die meisten Einwohner in der Stadt ihren Job verlieren, macht ihn zudem auch nicht wirklich beliebter. Im Laufe des Prozesses muss er feststellen, das er die Sache lieber hätte ruhen lassen sollen, denn es kommen Wahrheiten ans Licht, auf die er hätte verzichten können.

Es ist unmöglich die ganze Handlung hier zu besprechen, denn dazu ist diese einfach zu komplex. Dazu gibt es reichlich Wendungen, die zwar an manchen Stellen zunächst etwas weit hergeholt scheinen, dann aber doch durchaus einen Sinn ergeben.

Der Vorteil der zweiten Staffel ist einfach, das man die Charaktere alle kennt. Bis man die im Vorgänger eingeführt hatte, waren schon mal 90 Minuten vorbei. Zudem mutiert die Geschichte immer mehr zu einem Thriller mit Drama-Elementen, während Nummer eins eher spärlich spannend war.

Die Schauspieler sind natürlich alle gleich geblieben und so muss ich mein Lob nicht noch einmal wiederholen, wobei ich doch die Leistung von Lena Endre herausheben möchte, die als intrigante und doch familienbewusste Eva eine hervorragende Leistung abliefert.

Auch dieses Mal kann ich mir nur schwer vorstellen, das es noch eine nächste Staffel geben wird, denn wieder scheint so weit alles geklärt, aber da habe ich mich ja schon einmal getäuscht. Der Schnitt von 7,6 bei imdb ist durchaus gerechtfertigt. Klare Steigerung zum soliden Vorgänger.

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TAKEN IN MAROKKO (Lighthouse)

am 05. Juli 2017 unter Action, Thriller abgelegt

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Bei einem Spaziergang in Marokko, wird Sophies Tochter entführt. Die Homeland Security Mitarbeiterin nimmt sofort die Verfolgung auf und tötet dabei versehentlich einen der vermeintlichen Entführer. Selbstverständlich glauben ihr die dortigen Behörden nicht und so muss sie nicht nur ihr Kind finden, sondern auch noch vor der örtlichen Polizei fliehen. Sie weiß genau, das die ersten Stunden entscheidend sind, denn danach schwinden die Chancen bei einer Entführung auf ein Minimum.

Das der Streifen versucht auf den TAKEN-Zug aufzuspringen, sagt ja schon der Titel, wobei das eher der Verleih tut, denn im Original sucht der Film nicht wirklich die Nähe, denn da heißt er NEVER LET GO.

Im Endeffekt ähneln sich die 3 Taken Teile und dieser hier in ihrer Handlung schon sehr, nur das eben nun ein Baby entführt wird und die Heldin eine Frau ist. So weit so bekannt.

Auch wenn der TAKEN IN MAROKKO an sein Vorbild natürlich nicht heranreicht, ist er zumindest actionreich. Ich glaube in dem Film gibt es zusammenaddiert insgesamt keine 20 Minuten, bei der nicht irgendwer vor irgendwem flieht oder eine Verfolgungsjagd stattfindet. Mehr Action geht eigentlich kaum.

Angela Dixon als Agentin bei Homeland ist allerdings nur bedingt glaubwürdig, da war Liam Neeson eben schon ne Ecke cooler. Zudem bekam sie in der deutschen Synchro eine Stimme, die nicht wirklich zu ihr passt. Merkwürdigerweise sind die anderen Rollen sehe gut gesprochen. Da aber in dem Film nicht wirklich viel kommuniziert wird, kann man sich diesen selbst mit schwachen Kenntnissen der Sprache im Original ansehen, denn da macht er meiner Meinung nach mehr Spaß.

Fazit: Taken in Marokko ist ein solider Action-Thriller mit einer reizvollen Location. Auch wenn die Story nicht wirklich innovativ ist, wird man hier gut unterhalten und die 90 Minuten sind auch Ruck-zuck vorbei.

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DONT HANG UP (Splendid Film)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Sam und Brady suchen sich wahllos Opfer für Telefonstreiche aus, die teilweise schon die Grenze des guten Geschmacks überschreiten, zumal sie das ganze auch noch online stellen. Eines Abends bekommen aber auch die beiden mal einen Anruf, von dem beide denken, das es sich nur um einen harmlosen Irren handelt. Doch dem ist mitnichten so, denn kurz darauf sieht Brady seine Eltern gefesselt in einem Video. Der anonyme Wahnsinnige scheint alles über die beiden zu wissen und bald gibt es auch den ersten Toten. Als Sams Freundin entführt wird, wissen sie, das das hier wesentlich böser enden kann, als ihre Streiche, die sie sich erlauben – doch warum tut der Fremde das?

Wer mal wieder 90 Minuten richtig gut unterhalten werden will, ist mit DONT HANG UP genau an der richtigen Adresse. Wenn natürlich auch nicht alles wirklich Sinn ergibt (was der anonyme Anrufer an technischen Finessen so alles drauf hat, ist selbst im Computerzeitalter reichlich übertrieben).

Natürlich klaut DONT HANG UP auch bei bekannten Vorbildern wie SCREAM oder SAW – das aber erstaunlich clever. Nie hat man irgendwie das Gefühl, hier ein dumpfes Plagiat zu sehen, denn es gibt jede Menge wirklich gelungener Einfälle und Wendungen, die ich aber aus Spoilergründen nicht angeben kann.

Die beiden Jungs sind durchaus talentiert und obwohl der Darsteller des Sam eigentlich keine Horrorfilme mag, wie er in den Extras betont, war er für dieses Projekt Feuer und Flamme. Schaut man in die Biographie der beiden entdeckt man auch nicht wirklich Highlights – im Gegenteil. Insbesondere Garrett Clayton hat bislang ganz schönen Mist gedreht.

Auch die beiden Regisseure haben bis auf nen Kurzfilm noch nichts wirkliches auf die Leinwand gezaubert – was anhand teilweise wirklich gelungener Kamerafahrten (alleine die Nummer durch das Schlüsselloch ist schon origineller als andere Filme komplett) und vor allem dem sehr guten Timing, relativ erstaunlich ist.

Wie gesagt, man sollte bei diesem Film jetzt nicht alles logisch hinterfragen, denn dann verdirbt man sich den Spaß, den ich zumindest 90 Minuten lang hatte. Das Bild und der Ton und auch die Synchronisation sind bei Splendid eh meist außerordentlich gelungen und spielen fast schon in der Major-Liga. Wie immer beweist man bei den B-Movies, die man so einkauft, ein gutes Händchen.

Menschen die diesem Genre zugeneigt sind können bedenkenlos zugreifen, denn nach einem etwas chaotischen Anfang wird der Streifen schon nach 20 Minuten richtig spannend. Die Wende gegen Ende ist zudem sowohl gelungen als auch glaubwürdig.

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AMBULANCE (KOCH MEDIA)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Comiczeichner Josh spricht in New York auf der Straße seine Traumfrau Cheryl, an, der er schon wochenlang hinterherhechelt. Doch plötzlich hat sie einen Schwächeanfall und wird von einem Krankenwagen abgeholt. Als Josh sie im Krankenhaus besuchen will, wurde sie weder da, noch in irgend einem anderen New Yorks eingeliefert. Dann findet er heraus das dieser Krankenwagen anscheinend Diabetiker entführt, doch der ermittelnde Detective glaubt ihm nicht. Lediglich die Streifenpolizistin Dandra versucht ihm zu helfen und bald geraten beide in akute Gefahr.

Ich glaube 1990 kannte diesen Film so ziemlich jeder Videothekengänger. Im Kino nicht wirklich ein Hit, entwickelte sich der Streifen auf VHS zu einem Renner, für den man dann auch mal anstand, um ihn zu bekommen (so war das früher).

Doch wie das oft bei solchen Produktionen ist, kann man solche Filme 25 Jahre später nicht mehr schauen, weil die Dialoge heutzutage total beknackt wirken. AMBULANCE hat den Test of Time überraschend gut bestanden. Die Story ist originell, die Konversationen sind zwar nicht mehr zeitgemäß, aber auch nicht zu lächerlich. Lediglich die vollkommen bescheuerten Klamotten und Frisuren sind schauderhaft.

Doch das soll hier nichts zur Sache tun. Kümmern wir uns also um die technische Seite. Wie man das von KOCH gewohnt ist, bekommt man ein hervorragendes Bild geboten. Die Blu Ray hat eine ordentliche Qualität und kann mit B-Movies von heute durchaus mithalten. Der Ton ist in 2.0 und erfüllt seine Pflicht.

Das Mediabook enthält ein wunderschönes Inlay das die Geschichte und die Hintergründe der damaligen Produktion beleuchtet. Dazu gibt es die DVD und auch einiges an Bonusmaterial hat man noch ausgegraben, unter anderem Hintergründe zum Film die bestimmt genauso lange sind wie der Streifen selbst und einen Audiokommentar von Larry Cohen, dem Regisseur, der uns in den 80er und 90ern so viele gute Filme kredenzte – meist als Drehbuchautor. Unter anderem wären da MANIAC COP, NICHT AUFLEGEN und der leider völlig unbekannte DONOR (deutscher beknackter Titel : Skalpell des Schreckens) zu nennen.

Fazit: Ein sehr schönes Gesamtpaket, wie man es von Koch gewohnt ist. Natürlich ist das auch nicht ganz billig, aber Qualität hat eben ihren Preis.