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Archiv der Kategorie 'Thriller'

OPEN THE DOOR (Tiberius)

am 08. August 2018 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Der ehemalige LAPD Cop Brett arbeitet seit kurzem als Security Chef in einem alten historischen Gebäude in Bulgarien. Dort zog es ihn hin, als er seine Frau kennenlernte, die aber verstarb. Das gesamte Haus scheint bis auf den obersten Stock unbewohnt zu sein. Unten im Keller hat er lediglich die Aufgabe auf den Monitoren die Lagerräume zu überwachen und bei etwas ungewöhnlichem eine bestimmte Nummer zu wählen. Ein lockerer Job, wie sich herausstellt, denn viel passiert nicht. Dann sieht er auf einmal einen Schatten durchs Bild huschen. Ein paar Tage später entdeckt er Fußspuren. Langsam wird er neugierig was sich in den riesigen Kellerräumen verbirgt.

Ein Film mit Robert Englund deutet normalerweise immer daraufhin, dass wir es hier mit Schrott zu tun haben, den ich kann mich an keine 3 guten Filme erinnern, außer den Nightmare Teilen, in denen er mitspielte.

OPEN THE DOOR hingegen ist einer seiner besten, denn der Film schafft es, mit sehr wenigen Mitteln eine hervorragende Spannung aufzubauen. Englunds Charakter ist (man möchte sagen wie immer) etwas morbide, wird von ihm aber glücklicherweise nicht übertrieben dargestellt.

Der Streifen schafft es, das man als Zuschauer wirklich mit der Zeit neugierig wird, was denn jetzt in diesem verdammten Keller lauert.

Die Auflösung mit dem Herren im Bett (mehr kann ich leider aus Spoilergründen nicht verraten), ist zudem äußerst originell und hat einen leichten Fantasy-Touch, der aber nur angedeutet wird.

Im letzten Teil gerät OPEN THE DOOR ein wenig konservativ und orientiert sich dann doch stark an Filmen wie INSIDIOUS, denn dann kommen wieder die Toten ins Siel. Das hätte etwas origineller ausfallen können. Auch die Romanze mit der Kellnerin erschließt sich mir nicht, denn sie hat eigentlich keine Auswirkungen auf das Geschehen.

Sehr ansprechend dann die Abschluss-Szenen mit den Gesichtern am Fenster, das hat man toll eingefangen.

Fazit. Durchaus spannender und gar nicht mal dummer Horrorstreifen, der eine ganz nette Geschichte zu bieten hat. Die Schauspieler sind solide, die Kameraführung gefällt. Sehr brutal ist er nicht, so dass die FSK 16 Freigabe in Ordnung geht.

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DONT MOVE (Tiberius)

am 08. August 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Ein Campingtrip mitten im Paradies wird zu einem ziemlichen Alptraum… Adam und seine Frau Gwyn wandern durch die Wälder Australiens. Ein Trip, um wieder zueinander zu finden, denn aufgrund dessen, das er sehr viel herumreist, ist sie sehr oft alleine. Das hat auch dazu geführt, das sie eine Affäre hatte, die sie mit diesem Urlaube beenden will.. In der Nacht stellen sie erschrocken fest, dass eine Schlange in ihr Zelt gekrochen ist. Jede Bewegung könnte nun ihre letzte sein, denn ein Biss des giftigen Tieres endet tödlich. Problem ist: Sie haben nur eine einzige Dosis des lebensrettenden Gegenmittels bei sich. Wehrlos und gefangen in ihrem Zelt sind die beiden völlig auf sich allein gestellt. In dieser ausweglosen Situation stößt Adam zufällig auf Nachrichten von Gwyns Affäre…

Zuerst einmal handelt es sich hierbei um einen Thriller und nicht um einen Horrorfilm, wie das Cover vermuten lässt. Gemischt mit Versatzstücken des Dramas.

Eigentlich ist die Handlung recht unspektakulär. Interessant wird es eben im Zelt. Was ist wenn man von einer schwarzen Mamba eingezingelt ist und gerade erfahren hat das die Gattin einen Lover hat. Versucht man alles um sie zu retten oder ist man sich selbst der Nächste?

Diese Konstellation ist durchaus interessant, insgesamt für einen Spielfilm aber etwas zu wenig, denn trotz der recht knackigen Laufzeit ist es eben schwer, die an sich seltsame Lage so lange auszureizen.

Das hat die Regisseurin auch erkannt und fährt deshalb ein paar Trick auf in Sachen Kameraführung. Zum Beispiel die Idee das Zelt auf dem Kopf zu zeigen und immer wieder zur nächsten Szene zu schwenken ist klasse und hab ich so noch nie gesehen. Aber auch in anderen Situationen ist die Kameraführung eigentlich das Highlight des Streifens.

Insgesamt ist das durchaus ein solider Film der in der Mitte etwas durchhängt und auch die ein oder andere unlogische Stelle hat (wies löscht man nicht einfach Nachrichten des Liebhabers?). Zu Gute halte ich ihm, das er keine mutierten Monster oder sonstige Viecher auffährt, sonder einfach nur die Gefahren der Natur sprechen lässt. Das Ende ist leider etwas weit hergeholt.

Natürlich erfindet DONT MOVE das Genre nicht neu, für einen spannenden Abend jedoch ist er vollkommen ausreichend. Zudem halte ich die Regisseurin für talentiert.

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ALLES GELD DER WELT (Universum Film)

am 02. August 2018 unter Biopic, Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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1973 wird der 16-jährige Paul, Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty, in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen läppische 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch Opa denkt nicht im Traum daran dieses zu bezahlen. Der moderne Dagobert Duck und Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel und wäre danach (wenn er jedes Mal zahlen würde) pleite. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dem Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chase. Dieser steht eigentlich auf der Gehaltsliste von Getty, doch dessen Verhalten widert ihn an und so versucht er seine Kontakte spielen zu lassen ….Den beiden bleibt aber nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft – und ein Ohr fehlt dem Jungen bereits….

Anscheinend war es jedem außer mir bekannt, dass der Film schon fertig gedreht war und dann die Szenen mit Christopher Plummer komplett nochmal eingespielt wurden, da dessen Rolle mit Kevin Spacey besetzt war, der aber nach seinen Skandalen (die ich persönlich aber völlig überbewertet finde und nicht rechtfertigen den Mann dermaßen niederzumachen) nicht mehr Ridley Scotts Vertrauen besaß, bzw. man fürchtete, dass der Film an den Kinokassen abschmiert.

Obwohl Spacey eigentlich eh viel zu jung war, hat man diesbezüglich mit Christopher Plummer, der Zeit seines Lebens für meine Begriffe als einer der unterschätztesten Schauspieler in die Filmgeschichte eingehen wird, die perfekte Besetzung gefunden.

Allerdings (und dafür habe ich Zeugen^^), war mein erster Eindruck nach dem Film, dass er dramaturgisch doch merkwürdig daherkommt und zusätzlich einen mauen Spannungsbogen hat. Alles wirkt irgendwie zusammengestückelt und passt nicht zur bekannten Professionalität des Regisseurs. Aber die Erklärung woran das liegt, habe ich ja jetzt hierfür bekommen.

Zwar wird der Streifen im zweiten Abschnitt deutlich besser, bis dahin zieht sich das Ganze aber ganz schön in die Länge und Mark Wahlberg finde ich irgendwie fehlbesetzt, ohne dass dies an seiner schauspielerischen Leistung läge, aber irgendwie kaufe ich ihm das Ganze nicht ab.

Auch hier wird wieder behauptet, das sich das Gezeigte ganz nahe an den tatsächlichen Ereignissen des Jahres 1973 bewegt, was ich in manchen Punkten aber nur bedingt glauben kann, weil mir viele Dinge recht unglaubwürdig erscheinen (würde zu vielen Spoilern führen).

Wer sich für die Geschichte interessiert, kann das ganze bei Wikipedia nachlesen, da gibt es einen sehr interessanten Bericht.

Eine echte Entdeckung in diesem Streifen ist Charlie Plummer, der mit seinem nuancierten Spiel und den Kulleraugen alle aussticht und, so weit mir bekannt, nicht mit Christopher verwandt ist.

So bleibt unter den Strich ein grundsolides Entführungsdrama. Aber man hat von Scott schon besseres gesehen. Die Oscar-Nominierung für den mittlerweile 88-jährigen Christopher Plummer halte ich allerdings für vollkommen gerechtfertigt – nicht nur weil er die Rolle perfekt verkörpert, sondern weil er auch innerhalb weniger Wochen die ganzen Nachdrehs schaffte – und das in diesem Alter.

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WIE EIN LICHT IN DUNKLER NACHT (Koch Media)

am 20. Juli 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Linda Voss ist Halbjüdin und darf im Jahre 1940 dank ihrer Deutschkenntnisse für den Anwalt Ed Leland arbeiten. Der Übersetzer-Job ändert sich schlagartig, als die Amerikaner in den Zweiten Weltkrieg eintreten und damit beginnen, das Deutsche Reich mit Spionen zu infiltrieren. Zudem hat sie längst herausgefunden das Leland ein Spion ist und die Kanzlei nur eine Fassade. Die ehrgeizige Linda bekniet Leland, mit dem sie inzwischen eine Affäre hat, solange, bis dieser sie als Agentin in die faschistische Hochburg schleusen lässt, weil sie eben perfekt deutsch kann. Tatsächlich schafft es die unerfahrene Linda, als Berliner Hausmädchen getarnt, geheime Unterlagen auf Mikrofilm zu bannen. Doch die Rückholaktion gestaltet sich schwierig.

Als der Streifen im Jahre 1992 auf den Markt kam, habe ich es vermieden ihn anzusehen, weil die damaligen Kritiken alle in Richtung Liebesgeschichte im zweiten Weltkrieg hindeuteten, doch ein Vierteljahrhundert später wurde ich eines besseren belehrt.

Da KOCH mir den Film zuschickte, dachte ich mir..na ja lässt ihn eben mal nebenbei laufen. Allerdings änderte sich das schon nach etwa 10 Minuten und ich begann aufmerksam hinzuschauen, denn schnell war der Film fesselnd und hatte eine interessante Geschichte zu bieten, die ich mir vorher übrigens nicht durchgelesen hatte.

Manchmal soll man doch vielleicht nicht zu sehr auf andere Kritiker hören, denn eine Liebesgeschichte ist sicherlich vorhanden, doch die nimmt bestenfalls 10 % der 132 Minuten ein.

Ansonsten handelt es sich hierbei um einen spannenden Agententhriller mit einer Melanie Griffith, die ich noch nie so gut gesehen habe. Die Chemie mit Michael Douglas stimmt ebenfalls. In einer Nebenrolle ist unter anderem auch der junge Liam Neeson dabei.

Hier gibt es zudem ständig überraschende Wendungen und Twists, so das der Film über die doch stattliche Laufzeit nie langweilig wird. Von Liebesmelodram kann wirklich keine Rede sein, denn die Romanze zwischen den beide Protagonisten gehört zwar dazu, rückt aber nie wirklich in den Vordergrund.

Spannender, zu Unrecht von mir lange Zeit nicht beachteter Streifen für Fans des klassischen Agentenfilms. Obwohl ich normalerweise für Filme vor dem Jahre 2000 keine Wertung vergebe mache ich hier eine Ausnahme, um die Qualität des Streifens zu untermauern.

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LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE (Koch Media)

am 10. Juli 2018 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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An einem flirrend heißen Sommertag auf Korsika treffen in einer Burgruine mit Meerblick aufeinander: Malerin Luce und ihre beiden Lover, ein spleeniges Gangster-Trio, das gerade einen blutigen Überfall auf einen Gold-Transport durchgeführt hat, zwei in schweres dunkles Leder gekleidete Motorrad-Cops und drei scheinbar arglose Touristen. Ohne Rücksicht auf Verluste gehen alle Beteiligten aufeinander los, im Kampf um Leben und Tod – und um 250 Kilo reines Gold. Am nächsten Morgen gleicht das verlassene Örtchen einem blutigen Schlachtfeld…

So (leicht verändert) der Pressetext. Immerhin hat man es geschafft, meine Zusammenfassung, um 2 Zeilen zu übertreffen, denn mir wären definitiv nicht mehr eingefallen. Die Geschichte passt auf ein Post-It, soll aber wohl auch nicht zwingend die Intention sein.

Hier geht es darum in künstlerischen Kameraaufnahmen und Bildverfremdungen zu zeigen, das Arthouse-Kino auch schön brutal sein kann. Zudem bin ich froh, das ich das Internet habe, denn neben dem mir bekannten Giallo, hatte Italien auch den Poliziotti zu bieten, an dem sich dieser Film angeblich orientiert. Na dann.

Nach einer durchaus interessanten Einführung mit 2 pfiffigen Ideen, kommt erst mal Langeweile. Nach dem Überfall und dem Eintreffen der Polizei wird das ganze aber sogar recht spannend und hat in diesem Abschnitt sogar eine stringente und nachvollziehbare Handlung zu bieten.

Leider begeht man am Schluss den Fehler sich zu sehr in seine Bildverfremdungen zu verlieben und so geraten die letzten 10 Minuten leider arg überzogen.

Die beiden Regisseure haben vorher auch schon AMER gedreht und der ist auch perfekt als Referenz geeignet. Wer den mochte dürfte auch hier seine wahre Freude haben. Für Menschen die einen gradlinigen Actionthriller sehen möchten, dürfte das ein wenig too much Arthouse sein.

Ich selbst kann mich auch nicht wirklich entscheiden, denn teilweise waren die verwendeten Ideen (zum Beispiel die ständigen Zeitangaben) originell, manchmal aber übertreibt man es dann wieder total mit den bildlichen Experimenten.

Eine realistische Bewertung kann ich hier nicht geben, denn es wird Leute geben die begeistert aufschreien und von Kunst schwärmen, und andere werden das als kompletten Schrott bezeichnen. Ich liege irgendwo dazwischen.

STARTUP (Filmjuwelen/Alive)

am 10. Juli 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die beiden idealistischen Programmierer Milo und Teddy gründen ein Startup-Unternehmen, mit dem sie Anfang des neuen Jahrtausends, durch den großen Internet-Boom ihre Open-Source-Softwares unter die Menschen bringen wollen. Natürlich bleiben die beiden brillanten Computerfreaks im Silicon Valley nicht lange unentdeckt und der charismatische Gary Winston, Vorstand des mächtigsten IT-Konzerns weit und breit, bietet ihnen verlockende Jobs an. Teddy lehnt ab, doch Milo steigt bei N.U.R.V. ein.
Nach und nach fallen ihm jedoch merkwürdige Dinge auf. Nicht nur das alle Mitarbeiter strengstens kontrolliert werden. Immer wenn Milo nicht weiterkommt, zaubert sein Chef neue Software aus dem Hut. So langsam dämmert es ihm, dass man hier von anderen Programmierern klaut. Als sein Freund Teddy umgebracht wird, muss er feststellen, das stehlen nicht das einzige ist, was Winston so anstellt.

STARTUP ist mein absoluter Lieblingsfilm mit Ryan Phillipe, den ich grundsätzlich sehr gerne sehe. Damals schon 27!! geht er locker als 18 durch und auch heute sieht der mittlerweile 43-jährige noch aus wie ein Twen.

Ihm zur Seite stehen mit Rachel Leigh Cook und Claire Forlani zwei ebenfalls begabte Darstellerinnen, die den ganz großen Durchbruch aber bis heute nicht geschafft haben. Beide sind selten in größeren Filmen zu sehen, sondern eher in kleinen B-Movies. Dazu zeigt sich Tim Robbins als eine Art Bill Gates Verschnitt in Höchstform und spielt den vordergründig netten, aber doch gewieften Unternehmer, einfach grandios.

Natürlich hat die Zeit den Streifen etwas eingeholt, denn das was Winston da erschaffen will, ist inzwischen Realität geworden und stellt kein großes Problem mehr da. Aber danach darf ich den Film nicht bewerten, denn dann müsste ich ja auch den tollen WARGMES niedermachen.

STARTUP ist jedenfalls ein spannender Computerthriller, der gleich mehrere interessante Wendungen bereithält, auf die man meiner Meinung nach kaum kommen kann. Die Idee mit dem Kinderhaus ist zudem genial (würde spoilern) und fantastisch designt.

So bleibt unter dem Strich ein Film, der ohne eigenes Verschulden etwas antiquiert wirkt, dessen Thrillerelemente dieses Manko aber locker ausgleichen. Die guten Kritiken im Internet sind durchaus berechtigt.

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LOCKDOWN (Tiberius)

am 03. Juli 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einer Party wacht Liv neben ihrem schwer verletzten Freund Lex auf und weiß nicht wo sie ist. Ihr Nachbar Kurt hat sie bei sich aufgenommen und erzählt eine haarsträubende Geschichte. Angeblich habe es einen Anschlag mit Biowaffen gegeben und er hätte die beiden vor dem sicheren Tod gerettet. Verantwortlich dafür sei ein Virus, das sich aus den Nebenwirkungen eines Medikaments ergeben hätte, welches von Liv und Lex mitentwickelt wurde. Als sich herausstellt das Kurt früher beim BND gearbeitet hat, kommen den beiden immer mehr Zweifel, insbesondere als sie Bilder sieht, auf denen sie überwacht wurde. Anscheinend hält er die beiden aus einem bestimmten Grund fest – aber welchem?

Sollte jemand die Handlung ein bisschen bekannt vorkommen, so liegt das wohl daran, das sie ein wenig 10 CLOVERFIELD LANE ähnelt und die ersten 30 Minuten auch so aufgebaut ist.

Danach entwickelt sich der Streifen aber in eine völlig andere Richtung, als der o.g. vermeintliche Referenzfilm. Es bleibt jedoch die ganze Zeit das Rätselraten, ob die Geschichte von Kurt stimmt oder ob er die beiden unter einem Vorwand eingesperrt hat.

LOCKDOWN ist einer der besten Thriller aus deutschen Landen, den ich seit Jahren gesehen habe. Die Story hält ständig Wendungen bereit und man weiß wirklich bis zum Schluss nicht was die Wahrheit ist.

Auch die darstellerischen Leistungen sind gelungen und ich frage mich, wieso man das ganze im ZDF unter dem „Kleinen Kammerspiel“ gezeigt hat, statt dem Streifen eine Kinoauswertung zu gönnen, denn er ist in allen Bereichen absolut professionell gemacht, auch Kamera und Regie sind neben dem Drehbuch top.

Der Film wurde wohl vor einem Jahr ausgestrahlt, wahrscheinlich irgendwann im ZDF zur Nachtzeit, dass es auch ja keiner mitbekam.

Für mich ein absoluter Geheimtipp, der es auf Anhieb in die TOP 5 meiner deutschen Lieblingsfilme geschafft hat (da befinden sich unter anderem 23, TATTOO und DAS EXPERIMENT). Absolut spannend von Anfang bis Ende und zudem mit einer durchaus interessanten Geschichte ausgestattet, deren Hintergründe einem erst nach und nach klar werden.

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SUGAR MOUNTAIN (Lighthouse)

am 03. Juli 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Miles hat ein Suchtproblem, er zockt einfach gerne. Als er das Erbe der Mutter durchgebracht hat und noch dazu bei dem brutalen Ganoven Joe Bright in der Kreide steht, kommt ihm eine Idee. In der öden Wildnis von Alaska wollen sie (seine Freundin und sein Bruder) sein Verschwinden vortäuschen. Daraufhin wird die ganze Stadt nach ihm suchen und es wird eine große Publicity geben, durch die man, per Rechteverkauf, an der Geschichte richtig viel Geld verdienen kann. Keine schlechte Idee, wie sich herausstellt, doch dann taucht Miles nicht mehr auf. Hat er sich verirrt und lebt er gar nicht mehr?

Juhu es gibt Geschichten, die noch nicht 100 mal erzählt wurden und diese findet man meistens immer in kleineren B-Movies, weil die Majors alles was man eh schon oft gesehen hat, immer wieder durchkauen.

Allerdings muss man sagen, das es sich hierbei mitnichten um einen Thriller handelt, wie der Trailer suggeriert, sondern eher um ein Drama mit spannenden Momenten und einigen, recht intelligenten Wendungen.

Der einzige mir bekannte Darsteller ist SAW 1 Opfer Cary Elwes, der den Sheriff spielt – die anderen Darsteller habe ich noch nie gesehen, aber insbesondere das Brüderpaar wurde sehr gut besetzt.

Dazu gibt es schöne Landschaftsaufnahmen, wobei ich nicht weiß, ob diese wirklich in Alaska gedreht wurden, denn da ist es doch sehr kalt. Der Titel des Films bezieht sich übrigens auf den Namen der Kleinstadt, in der der Film spielt.

Es müssen nicht immer 100 Millionen Dollar zur Verfügung stehen und Megastars, um einen feinen Film abzuliefern. Auch wenn SUGAR MOUNTAIN insgesamt einen Tick zu lang ausfällt, mit seinen fast 2 Stunden, ist die Geschichte gut und interessant bis zum Ende, welches auch logisch erscheint.

Zudem ist der Streifen hervorragend synchronisiert, was mich bei dem kleinen Label Lighthouse eh immer wundert, denn wenn man sich mal andere Indie-Produktionen anschaut, muss man auf das englische Original umswitchen, da die deutschen Stimmen nicht zu ertragen sind.

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KNIGHT MOVES (Koch Media)

am 03. Juli 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Geschichte dieses Kult-Thrillers dürfte allgemein bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung.

Während eines Schachturniers an der amerikanischen Westküste wird der Großmeister Peter Sandersen in eine mysteriöse Mordserie verwickelt: Das erste Opfer ist eine junge Frau, mit der er gerade die Nacht verbracht hat. Kurz darauf gibt sich ein Anrufer mit verstellter Stimme als Mörder zu erkennen und kündigt an, das tödliche “Spiel” fortzuführen. Deshalb gerät Peter Sandersen unter Verdacht und die Polizei setzt die Psychologin Kathy auf ihn an. Doch es geschehen weitere Morde..

KNIGHT MOVES gehörte für ich immer zu den besten Thrillern aller Zeiten, allerdings habe ich ihn auch das letzte Mal vor 20 Jahren gesehen und war nicht sicher, ob er mir im  2018 immer noch gefällt.

Die Antwort hierauf ist ein klares JA. Natürlich sind die Frisuren und Klamotten etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Geschichte ist und bleibt weiterhin faszinierend.

Alleine die Idee das der Killer die Mordserie nach einer Eröffnungsvariante des Schachs aufbaut, ist einfach sensationell. Auch wenn man auf die Auflösung nicht wirklich kommen kann, sind die Wendungen in dem Film sehr gelungen. On Top gibt’s noch die geniale Musik von ART OF NOISE Mitglied Anne Dudley.

Damals war die große Zeit von Christopher Lambert, der einen Kinohit nach dem nächsten landete – davon ist er heute meilenweit entfernt und froh, wenn ein Streifen überhaupt mal eine Kinoauswertung schafft. Diane Lane ist auch heute noch gut im Geschäft, während man von dem damals viel beschäftigten Tom Skeritt auch nur noch wenig hört.

Über Bild und Ton müssen wir uns nicht groß unterhalten, da KOCH dort immer Qualität anbietet und das dieser Streifen schon ein Viertel Jahrhundert alt ist, erkennt man wirklich nur an den Klamotten, denn das Bild ist hervorragend.

Endlich gibt es diesen Klassiker auf Blu Ray. Dazu hat man sogar noch einiges an Extras ausgebuddelt, es kommen alle Darsteller und der Regisseur zu Wort und noch einige weitere Schmankerl.

Fazit: Rundum gelungene Veröffentlichung.

THE CAVE (Lighthouse)

am 26. Juni 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Es ist sehr lange her, das das Pärchen Charlotte und Adrian ihren besten Kumpel Viktor gesehen hat, also beschließen sie ihn, spontan zu einer Höhlentour einzuladen, denn das ist das gemeinsame Hobby der 3 Protagonisten. Man trifft sich also um die Unternehmung zu starten und das in einer Höhle die noch ziemlich unerforscht ist. Als man entdeckt, dass hier schon vorher jemand war und ein Zelt zurückgelassen hat, ist man überrascht, macht sich aber keine weiteren Gedanken und erforscht weiterhin das Umfeld. Vor Adrian war Charlotte mit Viktor zusammen, der dies ihrer Meinung nach aber längst vergessen und überwunden hat – wenn sie sich mal da nicht täuscht. Als ein schmaler Gang einstürzt, gerät man in große Gefahr und auch die Stimmung unter den Herrschaften wird immer schlechter.

THE CAVE bekommt im Internet sehr gemischte Kritiken. Natürlich ist die Geschichte, dass die eine die Ex-Freundin des anderen ist etwas weit hergeholt – auf der anderen Seite ist es aber auch erfrischend, endlich mal wieder einen Thriller zu sehen, bei dem es keine Aliens, Mutanten, Monster oder sonstiges gibt.

Die Spannung wird nur aus der Lage der drei Darsteller und deren gegenseitiges Misstrauen bezogen und das erweist sich als genialer Schachzug, denn die Umgebung und menschliche Gefühle können auch reichen, um einen spannenden Thriller zu inszenieren.. Es müssen nicht immer Mutierte sei wie in dem (wenngleich auch gelungenen) DESCENT.

Der Streifen kommt mal wieder aus dem hohen Norden, wo man für Subtilität bekannt ist, allerdings nicht aus Schweden, das Vorreiter dieser Art Filme war, sondern aus Norwegen, wo auch schon sehr gute Produktionen entstanden, zum Beispiel die COLD PREY Teile.

Die Darsteller sind dem Zuschauer unbekannt, liefern aber eine sehr gute Leistung ab, zudem bleibt das Ende irgendwie offen, ein Nachklapp ist durchaus noch möglich, was ich begrüßen würde.

Fazit: Ein Film der seine Hauptspannung nur aus der räumlichen Enge bezieht, ist mal was ganz anderes. Da er nur knackige 78 Minuten geht, gibt es hier auch fast keinen Leerlauf. Mir hat der Streifen sehr gut gefallen, kann mir aber auch vorstellen dass es Menschen gibt, die das Nichtvorhandensein von Übersinnlichem stört.

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