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Archiv der Kategorie 'Thriller'

BEN IS BACK (Universum Film)

am 03. Juli 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Holly Burns ist hin- und hergerissen, als ihr 19-jähriger Sohn Ben an Heiligabend unverhofft vor der Tür steht. Die vierfache Mutter möchte nur zu gern glauben, dass ihr Ältester sein Drogenproblem endlich im Griff hat. Aber die Zweifel bleiben. Vor allem Schwester Ivy und Stiefvater Neal sind äußerst skeptisch – zu oft wurden sie von ihm enttäuscht. Er will nur einen Tag bleiben, doch in den folgenden 24 Stunden versucht Holly alles, um ihre Familie zusammenzuhalten und folgt Ben auf Schritt und Tritt – doch das reicht leider nicht, denn als sich herumspricht, dass er wieder im Lande ist, kommen die alten Dämonen wieder zum Vorschein.

Es ist für mich wirklich schwierig für mich einen Film zu schauen, in dem Julia Roberts eine so große Rolle spielt, denn die Frau ist für mich die überbewerteste Schauspielerin aller Zeiten, was bei den vielen, die diesen zweifelhaften Ruf genießen, fast schon ein Kunststück ist.

ABER – in diesem Streifen war ich wirklich überrascht, denn die Mutterrolle, die partiell sehr tough angelegt ist, spielt sie doch erstaunlich glaubwürdig, wird jedoch auch von einem hervorragenden Cast unterstützt, denn insbesondere der von mir ebenfalls nicht sonderlich hoch eingeschätzte Lucas Hedges spielt herausragend.

Die Geschichte ist 70 Minuten lang durchaus nachvollziehbar und auch realitätsnah erzählt. Gegen Ende wirkt es aber dann doch etwas überkonstruiert und auch der Abschluss ist mir einen Tick zu optimistisch geraten.

Besonders gelungen hingegen sind die Stellen, wo man geschildert bekommt, wen Ben durch seine Drogensucht mit auf dem Gewissen hat, zumal er mit dem Mist auch dealte. Das sind die ganz starken Momente in dem Film – die Konfrontation mit den Opfern oder den Hinterbliebenen der Opfer – und da hat der Film auch wirklich Qualität.

Fazit: Überraschend gute Vorstellung von Frau Roberts, in einem sehr einfühlsamen Streifen, der nur gegen Ende einen Tick zu viel will. Interessant auch, das sich das Ganze eigentlich 40 Minuten im Drama-Genre aufhält und dann immer mehr zum Thriller mutiert. Insgesamt wirklich gelungen.

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REPLICAS (Concorde)

am 21. Juni 2019 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Der Neurowissenschaftler Will Foster befindet sich kurz vor dem Durchbruch, einem Computer menschliches Bewusstsein übertragen zu können. Da sterben sowohl seine Frau als auch die drei Kinder bei einem tragischen Verkehrsunfall.
Völlig verzweifelt zwingt Will seinen Labor-Kollegen Ed, ihm dabei zu helfen die Körper seiner Liebsten zu klonen und Replikate mit allen alten Erinnerungen herzustellen. Schnell kommt die Aufsichtsbehörde der Regierung auf die Spur seiner verbotenen und höchst umstrittenen Machenschaften …

Soweit die Zusammenfassung des Streifens, bei dem sich jetzt wieder die Gretchenfrage stellt. Sieht man ihn als reinen Unterhaltungsfilm oder nimmt man das was hier gezeigt wird ernst? In den Extras quasseln alle davon, dass das Gezeigte wissenschaftlich fundiert sei!! Dann wissen die definitiv mehr als ich, denn ich habe noch nicht gehört, das man in 17 Tagen einen Menschen klonen kann, der verstorben ist.

Bleibt man auf der Unterhaltungsebene kann man über REPLICAS wenig negatives sagen. Der Film ist spannend, wendungsreich und hat ein recht hohes Tempo. Dazu ordentlich besetzt, wobei Reeves jetzt für die traurigen Momente eher nicht wirklich die richtige Besetzung ist – aber den Wissenschaftler nimmt man ihm auf jeden Fall ab.

Wenn man dann aber mal auf Logik zu sprechen kommt, braucht man nicht einmal in die Klongeschichte einzusteigen. Herr Reeves, entwendet mal eben für 17 Tage 4 Behälter für schlappe 10 Millionen Dollar um seine Versuche durchzuführen und in der Firma fällt das niemandem auf? Zudem bleibt er auch mal eben so lange von der Arbeit fern ohne dass es groß jemanden interessiert. Die Sicherheitsvorkehrungen scheinen dort ebenfalls sehr locker zu sein, denn er und sein Assistent spazieren rein und raus wie es ihnen gerade passt, mal mit nem vollen LKW, mal mit dem Privatauto. Sorry, das ist alles ein bisschen arg weit hergeholt.

Und dabei habe ich jetzt die wissenschaftliche Seite noch gar nicht betrachtet, für die mir aber auch etwas das Hintergrundwissen fehlt, doch manche Dinge scheinen mir, ich formuliere es mal vorsichtig, sehr weit hergeholt.

So bleibt unter dem Strich ein Sci-Fi Thriller der durchgehend spannend ist und als Unterhaltungsfilm sehr gut funktioniert. Und ich denke NUR so kann man ihn auch sehen…

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JOYRIDE (NSM/Alive)

am 13. Juni 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die Brüder Lewis und Fuller sind mit ihrem Wagen auf dem Weg zu Lewis Freundin Veena . Während der Fahrt auf dem einsamen Highway ist es ihnen ziemlich langweilig, also spielt Fuller dem Trucker “Rusty Nail” über CB-Funk einen Streich. Er gibt sich als Frau aus und vereinbart ein Treffen mit ihm in einem nahegelegenen Motel. Als herauskommt, dass der Trucker ziemlich unwirsch auf das geplatzte Date reagierte (er reißt dem eigentlichen Bewohner des Zimmers nämlich einfach den Kiefer raus) bekommen die beiden ziemliches Muffensausen. Rachsüchtig beginnt das unsichtbare Phantom, die Brüder mit seinem schwarzen Truck zu jagen. Als Veena zu ihnen stößt, dreht Rusty dann richtig durch.

JOYRIDE ist mittlerweile auch schon fast 20 Jahre alt und zeigt die 3 Hauptdarsteller in recht jungem Alter, wobei Paul Walker ja leider mittlerweile verstorben ist und man von den anderen beiden nicht mehr so wirklich viel hört.

Damals war der Streifen im Kino kein großer Erfolg, entwickelte sich aber im Heimkinoverleih zu einem echten Geheimtipp. Kein Wunder, denn bis heute zählt er für mich zu den, zumindest 20 besten Thrillern aller Zeiten, denn viel spannender kann man einen Film kaum gestalten.

Ja,ja ich weiß, ausgerechnet ich, der oft auf Logik beharrt, wenn nichts Übersinnliches im Spiel ist, lobt einen Film, der schon so einiges an unlogischem zu bieten hat. Ich finde aber nicht, das das ganze hier übertrieben wird, wie etwa bei meinem „Lieblingsfilm“ „Dont breathe“. Zudem ist das Gesehene hier einfach sehr wendungsreich inszeniert.

Wenn man sich mal die Extra anschaut kann man dort sehen, das es zig verschiedene alternative Enden gab und der Streifen eigentlich einen völlig anderen Ausgang hatte – zumindest in der Ursprungsfassung und sich hier ab Minute 60 ein ganz neuer Film ergibt. Wer sich dafür interessiert sollte unbedingt mal in die Extras schauen, auch wenn man das sonst eher nicht tut.

Das Drehbuch hierfür stammt im Übrigen von J.J. Abrams, damals noch eher unbekannt, mittlerweile längst in den Hollywood-Olymp aufgestiegen und hier besonders als Rebooter der STAR TREK FILME positiv aufgefallen.

Ob am Bild etwas bearbeitet wurde weiß ich nicht, jedenfalls ist es gestochen scharf und steht einer heutigen Veröffentlichung in nichts nach. Der Ton ist ebenfalls sehr aggressiv abgemischt und die Musik dröhnt passend zu den Geräuschen des Trucks, wuchtig durch die Boxen.

Fazit: Es wurde Zeit, das dieser Film endlich auf Blu Ray erscheint – die Umsetzung ist gelungen. Fehlen nur noch gefühlte 2000 andere Titel die längst hätten veröffentlicht werden müssen.

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DÄMONISCH (Koch Media)

am 06. Juni 2019 unter Drama, Horror, Thriller abgelegt

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Seit Jahren ist FBI-Agent Wesley Doyle auf der Jagd nach einem Serienmörder, der sich “Die Hand Gottes” nennt – jetzt verspricht ein junger Mann, der ihn abends in seinem Büro besucht, Aufklärung: Nach einer vermeintlichen Engelserscheinung habe sein Vater nicht nur die Fähigkeit erhalten, Dämonen zu erkennen, sondern auch den Auftrag, diese zu töten. Zudem soll sein jüngerer Bruder ebenfalls daran beteiligt sein. Also nimmt der junge Mann den Agenten mit zu dem Friedhof, wo alle Leichen liegen und erzählt ihm die ganze Geschichte.

DÄMONISCH lief, als er damals erschien, komplett an mir vorbei – keine Ahnung warum. Ich habe ihn wirklich zum ersten mal gesehen und war positiv überrascht, denn abgesehen davon, dass die Gottessprüche ab und an nerven, ist Bill Paxton in seinem Regiedebüt ein cleverer kleiner Streifen gelungen.

Leider ist er ja vor nicht allzu langer Zeit verstorben, ebenso wie Powers Boothe, der hier den US-Agenten mimt. In einer weiteren Rolle ist Matthew Mc Conaughey zu sehen, der auch knapp 20 Jahre nach DÄMONISCH immer noch recht dicke im Geschäft ist.

Das Bild ist hervorragend und entspricht der heutigen gängigen Blu Ray Qualität. Ob hier Hand angelegt wurde kann ich nicht wirklich sagen, spielt aber auch keine Rolle.

Überrascht war ich vom Ton, der in den spannenden Momenten in denen zum Beispiel der Vater die vermeintlichen Dämonen berührt, heftig durch die Boxen donnert und ich 2 mal regulieren musste, damit mein Nachbar nicht aus dem Bett fliegt.

Das Ganze erscheint in einem schönen Mediabook, in dem der Film sowohl als Blu Ray und DVD vorhanden ist. Dazu hat man noch jede Menge Extras dazugepackt. Viele Interviews, Audiokommentare und kurze Making-ofs runden das hervorragende Gesamtbild ab.

Allerdings ist DÄMONISCH ein eher ruhigerer Film. Hier geht nicht dauernd die Post ab, denn viele Dinge werden eben auch aus der Vergangenheit erzählt und gezeigt, was dem Streifen an manchen Stellen ein wenig das Tempo nimmt, was mich persönlich aber nicht störte, zumal die bedrohliche Grundstimmung über den ganzen Film anhält.

Sehr gute Veröffentlichung eines mir damals durchgegangen Horrorthrillers, der vor allem mit der Wende am Schluss nochmals punktet. Technisch ist hier eh alles gelungen, auch wenn es fast ermüdet, das bei Koch Veröffentlichungen immer zu erwähnen :o )

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THE HAUNTING OF SHARON TATE (Universum Film)

am 29. Mai 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Beverly Hills 1969: Frustriert über die Abwesenheit ihres Mannes Roman Polanski bezieht die schwangere Sharon Tate mit ihren Freunden ein abgelegenes Haus in den Hollywood Hills. Verfolgt von Visionen ihres Bevorstehenden Todes versucht sie ihre Freunde davon zu überzeugen, dass etwas schreckliches passieren wird und es besser wäre abzureisen. Doch die Hoffnung ihr Schicksal zu ändern findet ein jähes Ende.

Diese Visionen soll Frau Tate angeblich wirklich gehabt haben – zumindest stützt der Streifen sich auf diese Behauptung, was natürlich insgesamt ein wenig dünn, aber auch nicht widerlegbar ist.

Wie man es schafft in einem Film vieles richtig und vieles falsch zu machen – dafür ist THE HAUNTING OF SHARON TATE ein Paradebeispiel. Fangen wir mal mit der Besetzung an:

Frau Tate galt damals als eine der schönsten Frauen der Welt und das soll nun Frau Duff sein? Nun ja da wären mir auf Anhieb aber 100 andere eingefallen, obwohl sie ihre schauspielerische Limitierung überraschend gut kaschieren kann.

In der Mitte des Films schafft der Streifen eine nahezu sensationell gute Atmosphäre, die vor allem durch den bedrohlichen Soundtrack untermauert wird. Der „Überfall“ ist hervorragend und extrem spooky inszeniert.

Doch jetzt kommt das aber. Wer die Geschichte um Sharon Tate noch nicht kennt und das sind sicher viele Horrorfans jüngeren Alters, der bekommt den Ausgang sofort am Anfang des Streifens erzählt und ich kann mir keinen Reim darauf machen, wieso der Regisseur dies tut, denn nun gibt es eigentlich keine Zielgruppe, die nicht weiß, wie die kommenden 80 Minuten enden. Was soll das?

Die Gewaltszenen sind teilweise sehr explizit und den Film ab 16 freizugeben ist schon grenzwertig, wobei hier weniger das Blut spritzt, sondern eher die Intensität der Brutalität heraussticht.

Fazit: Für mich nicht nachvollziehbar, wieso man den Ausgang des Streifens schon am Anfang verkündet – und das auch noch in aller Ausführlichkeit. Dafür sind die Thriller und Horrorelemente sehr gelungen, doch was nützt das wenn man den Ausgang kennt? Ein merkwürdig unentschlossener und konfuser Streifen, mit aber durchaus guten Ansätzen.

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A VIGILANTE (Splendid Video)

am 21. Mai 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Hinter vorgehaltener Hand wird in Selbsthilfegruppen die Nummer einer geheimnisvollen Frau weitergereicht: Sadie soll anscheinend helfen können, wo hilflose Opfer häuslicher Gewalt keinen Ausweg mehr sehen. Und tatsächlich: Mit gnadenloser Härte geht sie gegen Täter vor und stellt sicher, dass diese ihre Lektion lernen. Dabei verliert Sadie ihre ganz eigene Mission nie aus den Augen, ahnt allerdings nicht, dass die Schatten ihrer Vergangenheit sie schneller einholen werden, als ihr lieb ist …

Ich finde es eigentlich unsinnig als Rezensent Inhaltsangaben zu schreiben, denn dafür gibt es ja die Pressetexte. Die sind teilweise aber so miserabel, dass es mir einfach weh tut und ich meist nochmals umformuliere. Bei A VIGILANTE konnte ich mir das sparen, denn die Zusammenfassung ist auf den Punkt und verrät weder zuviel noch zu wenig.

Olivia Wilde ist jetzt nun nicht unbedingt einer meiner Lieblingsdarstellerinnen und schrammt mehrfach nur knapp am Overacting vorbei. Dennoch spielt sie sich die Seele aus dem Leib, was man ihr zu Gute halten muss.

Der Streifen hat einen ungewöhnlichen Stil, gerade anfangs, als man Sadie sieht, wie sie Menschen hilft,wirkt das ganze nicht wie ein einheitlicher, durchgängiger Film, sondern eher wie einzelne Episoden einer Serie. Das ist nicht jedermanns Sache, weil die Regisseurin hier bewusst mit üblichen Sehgewohnheiten bricht.

Zudem wird hier Musik nahezu gar nicht eingesetzt – mit Ausnahme von einigen bedrohlichen und monotonen Tönen, die aber hervorragend zu dem was man sieht, passen.

Auch wenn hier explizite Gewaltdarstellungen eigentlich ausbleiben, finde ich den Film sehr strange und hätte ihm keine 16er Freigabe verteilt. Da die FSK aber schon seit Bestehen nur nach Blutzoll bewertet, statt auch psychologische Härte mit einzubeziehen, hat man einem der krassesten Filme der letzten Jahre, wirklich die 16er Freigabe erteilt.

Unter dem Strich ein sehr ungewöhnlicher Streifen, dessen Stil man mögen muss. Daher erfolgt keine Bewertung meinerseits auf meiner eigenen Seite, da objektiv schwer zu beurteilen. Die Amazon-Bewertung, die ich ja abgeben muss, ist daher sehr subjektiv.

THE DIAMOND JOB (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Die New Yorker Kleinganoven Eddie und Paul sind auf Bewährung und arbeiten in einem Diner, dessen Chef ein ziemlich fieser Drecksack ist. Da kommt ihnen das Angebot doch gerade recht nach London zu fliegen um für eine Dame einen Raubzug zu begehen. Zudem sind die 30000 Dollar pro Nase auch kein Pappenstiel. Also ab in die britische Hauptstadt und den Job erledigen. Leider ist dieser nicht ganz so einfach wie gedacht, denn das Objekt der Begierde hat durchaus auch einige andere Interessenten. Und welche Rolle spielt eigentlich ihre Auftraggeberin, de etwas biedere Katherine?

Nun ist die Story jetzt nichts wirklich Neues und der Film ist insgesamt doch deutlich konventioneller gestaltet als zuerst angenommen, denn der Vergleich mit Tarantino und Ritchie auf dem Cover ist schon weit hergeholt, wobei mir das wenig ausmachte, da ich beide nicht besonders mag. Letztgenannten zumindest noch eher, als den für mich völlig überbewerteten Tarantino, der ja immer kurz vor der Heiligsprechung steht.

Die erste Frage die sich mir aber stellt ist, wieso wandelt man den Titel BLUE IGUANA zu „Diamond Job – Gauner. Bomben und Juwelen“ um? Kann mir da jemand mal den Sinn erklären?Das ist ja genauso schlimm wie weiland GOTCHA im TV in „Küsse, Schüsse und SPIONE“ umzubenennen, zumal der Originaltitel auch den Film viel besser repräsentiert.

Zudem muss man schon anmerken, dass der Streifen in der deutschen Synchronisation schon einiges an Humor verliert, nicht weil diese schlecht ist, sondern weil es einfach nicht möglich ist, manche Dialoge so zu übersetzen, wie sie eben im englischen klingen. Insbesondere die Sprüche von Deacon sind da zu nennen. Trotzdem habe ich mehrfach laut gelacht, weil einige Gags doch wirklich saßen und recht trocken kommen.

Sam Rockwell sehe ich eh immer gerne und auch die anderen Darsteller, vor allem Ben Schwartz liefen hier eine durchweg gute Leistung ab. Zudem hat der Film ein paar erstaunlich clevere Wendungen zu bieten und auch der Schluss ist überzeugend – man hatte hier wohl auch Platz für eine Fortsetzung im Auge, die es aber wohl nicht geben wird.

Fazit: Amüsante und teilweise recht brutale Actionkomödie, die man sich aber, wenn man des englischen mächtig ist, im Original anschauen sollte.

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PEPPERMINT – ANGEL OF VENGEANCE (Universum Film)

am 19. April 2019 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einem brutalen Überfall auf ihre Familie, bei dem ihr Mann und ihre Tochter ums Leben kommen, liegt Riley North im Koma. Aus diesem erwacht, muss sie in einem lächerlichen Prozess mit ansehen, wie die Killer freikommen. Also beschließt Madame die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Nachdem sie 5 Jahre komplett verschwunden war, kehrt sie dann als Racheengel zurück und zieht alle zur Rechenschaft, die für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind. Im Internet und bei der Bevölkerung wird sie als Heldin gefeiert, die Polizei jedoch sieht das anders und macht sich auf die Suche nach ihr.

Innovation geht anders wird einem sicherlich bei dieser Geschichte sofort in den Kopf kommen, denn die Selbstjustizfilme können einfach keine neuen Aspekte mehr zeigen, weil es sie schon zu oft gab. Von Bronson bis Willis und jetzt ist Frau Garner angetreten um Rache zu üben.

Doch jetzt kommt das aber. Dieser Film will keinen Originalitätspreis gewinnen, sondern ist angetreten um zu unterhalten – und das tut er über die gesamte Laufzeit.

Natürlich sind hier einige Gangsterklischees zu viel dabei und auch was die Protagonistin so alles auf die Beine stellt und wen sie umnietet, lässt einen dann doch die Frage stellen Wie sind diese Gangster so weit gekommen, wenn sie mit gefühlten 50 Mann nicht einmal mit einer Frau fertigwerden? Und was die so alles kann ist schon faszinierend. Wirkt wie ne Mischung aus John Wick, Mac Gyver und Neo.

Aber wie gesagt, hier geht es weniger um Logik, sondern einfach um pure Unterhaltung. Jennifer Garner halte ich nicht wirklich für eine überragende Schauspielerin, lässt aber hier mal richtig die Sau raus und gefällt in dieser Rolle. Gegen Ende darf sie dann auch Gefühle zeigen und überzeugt auch da. Insgesamt eine positive Überraschung.

In Sachen Action geht’s hier mächtig zur Sache und ich musste 2 mal den Ton leiser stellen, weil ich Bedenken hatte, das sich die Nachbarn beschweren. Insbesondere in den letzten 30 Minuten werden mehr Kugeln verballert als in allen gefühlt 1000 TATORTen in den letzten 50 Jahren zusammen.

Das Pierre Morel das perfekt inszeniert hat, kann man natürlich unterschreiben, denn Actionfilme sind sein Spezialgebiet – unter anderem hat er auch TAKEN mit Liam Neeson abgedreht, dessen Geschichte nicht weit weg ist von dieser hier.

Fazit: Wer nach Logik fragt wird blass. Wer aber gut unterhalten werden will und im Vorfeld auch weiß, das dieser Film nur eben das will, der liegt hier genau richtig. Besser als der Willis Streifen.

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DIE FRAU IM EIS (Koch Media)

am 10. April 2019 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Rechtsanwalt Eriks wohl situiertes Leben gerät aus den Fugen, als sein Arbeitgeber ihn für das Fehlen von 30 Millionen Euro verantwortlich macht. Dabei ist die Kohle schon längst unterwegs und zwar in kleinen Dosen, die Sofia in ihrem Bauch trägt und die sie nach Island schmuggelt. Eriks vorbestrafter Bruder sorgt dafür, das Madame gut ankommt und betreut sie im Hotel so gut es geht, doch leider wollen die Zäpfchen nicht raus und Sofia geht es immer schlechter. So langsam kommen Erik auch die Polizei und sein Kollege auf die Spur und es wird eng. Bald gibt es die ersten Toten…

Die Geschichte hört sich nun nicht sonderlich innovativ an. Herrschaften die Kohle brauchen und Drogenkuriere, die den Mist schlucken, um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen, wurden nun schon öfters präsentiert.

Der Film beginnt eigentlich als lupenreines Familiendrama, denn man bekommt erst einmal aufgezeigt, wie mies es der Familie eigentlich geht – nur Erik hat Karriere gemacht, kann den Hals aber nicht voll bekommen. Auch die Beweggründe der Kurierin kann man gut nachvollziehen.

Im zweiten Teil wandelt sich das ganze dann zu einem Thriller, der, insbesondere gegen Ende doch richtig unterhaltsam wird.

Sieht man vielleicht mal von Sofia ab (und da auch nur bedingt) gibt es in dem Streifen zudem keinen einzigen wirklich sympathischen Charakter, was es dem Zuschauer erschwert, mit irgend einem der Darsteller mitzuleiden, da sie sich den Mist alle selbst eingebrockt haben.

Schauspielerisch ist das ganze durchaus in Ordnung und sehr viel Mühe hat man sich gegeben, den Film in recht schickem Look zu präsentieren, aber ohne das das ganze jetzt in Kunst übergeht. Hier sind zudem glücklicherweise eher langsame oder normale Schnitte angesagt, denn das Highspeed-Geschnippsel nervt mich in letzter Zeit etwas.

Mir erschließt sich allerdings nicht eine Minute, wieso dieser Streifen DIE FRAU IM EIS heißt, denn das hat mit diesem Film absolut gar nichts zu tun. Leider ist mein isländisch nicht besonders gut, so weiß ich nicht wie der Originaltitel ist, doch dieser ist jedenfalls dusselig.

Trotzdem ein gut gespielter und recht spannender und optisch ansprechend in Szene gesetzter Film, der langsam beginnt und gegen Ende deutlich Tempo aufnimmt. Zudem hat mir der Abschluss gut gefallen, denn das erwartet man so sicherlich nicht.

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THE GUILTY (Ascot Elite/Alive)

am 10. April 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ganz klein und zitternd ist Ibens Stimme am Telefon. Unter Todesangst tut sie so, als würde sie mit ihrer Tochter telefonieren. Ihr Entführer sitzt neben ihr im Wagen und darf unter keinen Umständen bemerken, dass sie den Notruf der Polizei gewählt hat. Dort nimmt Asger Holm Ibens Anruf entgegen. Er weckt alle Polizisteninstinkte in ihm. Er will ihr helfen! Sofort! Aber dafür hat er nur sein Telefon und keine Zeit zu verlieren..

Hervorragend. Diese Zusammenfassung lasse ich gerade so stehen, denn besser hätte ich sie auch nicht schreiben können. Die meisten Presseinfos sind teilweise dermaßen behämmert, dass man sie einfach umändern muss, obwohl das eigentlich nicht Aufgabe des Kritikers ist, der den Film ja bewerten soll. Diese hier ist genau richtig, sowohl in Inhalt und Länge.

Apropos Länge. Mir persönlich geht der Streifen einen Tick zu lang, denn irgendwann ist die grundsätzlich interessante Idee mal aufgebraucht, zumal man ja praktisch nur einen Raum sieht und den Telefonaten des Polizisten lauscht. Zudem ist sein „Geständnis“ gegen Ende meiner Meinung etwas dick aufgetragen und auch nicht realistisch.

Trotzdem gelingt es dem Film, mit insgesamt schmalem Budget und wenigen Mitteln, mit dem Telefon als klassischem Suspense-Stifter, größtenteils für interessante Unterhaltung zu sorgen. Ich muss aber zugeben, das ich die Wende in der Mitte des Film vorausgeahnt hatte, denn ausnahmsweise hatte ich bei den Dialogen vorher mal gut aufgepasst.^^

Die Schauspieler, insbesondere Herrn Jacob Cedergren habe ich auch noch nie vorher gesehen oder er ist mir nicht aufgefallen.

Allerdings muss ich dazu sagen, das ich ja immer versuche, eine relativ neutrale Wertung vorzunehmen und der Schnitt von unfassbaren 7,5 Punkten bei imdb überrascht mich nun doch etwas, denn wenn ich bedenke, was dort sonst viel schlechter wegkommt, ist das ein wenig hoch.

Nochmals. Insgesamt gut gemacht, auch durchgehend recht spannend, aber für meinen persönlichen Geschmack insgesamt doch zu lang. Daher würde ich sagen, dass hier alles drin ist zwischen

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und

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