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Archiv der Kategorie 'Thriller'

DONT HANG UP (Splendid Film)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Sam und Brady suchen sich wahllos Opfer für Telefonstreiche aus, die teilweise schon die Grenze des guten Geschmacks überschreiten, zumal sie das ganze auch noch online stellen. Eines Abends bekommen aber auch die beiden mal einen Anruf, von dem beide denken, das es sich nur um einen harmlosen Irren handelt. Doch dem ist mitnichten so, denn kurz darauf sieht Brady seine Eltern gefesselt in einem Video. Der anonyme Wahnsinnige scheint alles über die beiden zu wissen und bald gibt es auch den ersten Toten. Als Sams Freundin entführt wird, wissen sie, das das hier wesentlich böser enden kann, als ihre Streiche, die sie sich erlauben – doch warum tut der Fremde das?

Wer mal wieder 90 Minuten richtig gut unterhalten werden will, ist mit DONT HANG UP genau an der richtigen Adresse. Wenn natürlich auch nicht alles wirklich Sinn ergibt (was der anonyme Anrufer an technischen Finessen so alles drauf hat, ist selbst im Computerzeitalter reichlich übertrieben).

Natürlich klaut DONT HANG UP auch bei bekannten Vorbildern wie SCREAM oder SAW – das aber erstaunlich clever. Nie hat man irgendwie das Gefühl, hier ein dumpfes Plagiat zu sehen, denn es gibt jede Menge wirklich gelungener Einfälle und Wendungen, die ich aber aus Spoilergründen nicht angeben kann.

Die beiden Jungs sind durchaus talentiert und obwohl der Darsteller des Sam eigentlich keine Horrorfilme mag, wie er in den Extras betont, war er für dieses Projekt Feuer und Flamme. Schaut man in die Biographie der beiden entdeckt man auch nicht wirklich Highlights – im Gegenteil. Insbesondere Garrett Clayton hat bislang ganz schönen Mist gedreht.

Auch die beiden Regisseure haben bis auf nen Kurzfilm noch nichts wirkliches auf die Leinwand gezaubert – was anhand teilweise wirklich gelungener Kamerafahrten (alleine die Nummer durch das Schlüsselloch ist schon origineller als andere Filme komplett) und vor allem dem sehr guten Timing, relativ erstaunlich ist.

Wie gesagt, man sollte bei diesem Film jetzt nicht alles logisch hinterfragen, denn dann verdirbt man sich den Spaß, den ich zumindest 90 Minuten lang hatte. Das Bild und der Ton und auch die Synchronisation sind bei Splendid eh meist außerordentlich gelungen und spielen fast schon in der Major-Liga. Wie immer beweist man bei den B-Movies, die man so einkauft, ein gutes Händchen.

Menschen die diesem Genre zugeneigt sind können bedenkenlos zugreifen, denn nach einem etwas chaotischen Anfang wird der Streifen schon nach 20 Minuten richtig spannend. Die Wende gegen Ende ist zudem sowohl gelungen als auch glaubwürdig.

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AMBULANCE (KOCH MEDIA)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Comiczeichner Josh spricht in New York auf der Straße seine Traumfrau Cheryl, an, der er schon wochenlang hinterherhechelt. Doch plötzlich hat sie einen Schwächeanfall und wird von einem Krankenwagen abgeholt. Als Josh sie im Krankenhaus besuchen will, wurde sie weder da, noch in irgend einem anderen New Yorks eingeliefert. Dann findet er heraus das dieser Krankenwagen anscheinend Diabetiker entführt, doch der ermittelnde Detective glaubt ihm nicht. Lediglich die Streifenpolizistin Dandra versucht ihm zu helfen und bald geraten beide in akute Gefahr.

Ich glaube 1990 kannte diesen Film so ziemlich jeder Videothekengänger. Im Kino nicht wirklich ein Hit, entwickelte sich der Streifen auf VHS zu einem Renner, für den man dann auch mal anstand, um ihn zu bekommen (so war das früher).

Doch wie das oft bei solchen Produktionen ist, kann man solche Filme 25 Jahre später nicht mehr schauen, weil die Dialoge heutzutage total beknackt wirken. AMBULANCE hat den Test of Time überraschend gut bestanden. Die Story ist originell, die Konversationen sind zwar nicht mehr zeitgemäß, aber auch nicht zu lächerlich. Lediglich die vollkommen bescheuerten Klamotten und Frisuren sind schauderhaft.

Doch das soll hier nichts zur Sache tun. Kümmern wir uns also um die technische Seite. Wie man das von KOCH gewohnt ist, bekommt man ein hervorragendes Bild geboten. Die Blu Ray hat eine ordentliche Qualität und kann mit B-Movies von heute durchaus mithalten. Der Ton ist in 2.0 und erfüllt seine Pflicht.

Das Mediabook enthält ein wunderschönes Inlay das die Geschichte und die Hintergründe der damaligen Produktion beleuchtet. Dazu gibt es die DVD und auch einiges an Bonusmaterial hat man noch ausgegraben, unter anderem Hintergründe zum Film die bestimmt genauso lange sind wie der Streifen selbst und einen Audiokommentar von Larry Cohen, dem Regisseur, der uns in den 80er und 90ern so viele gute Filme kredenzte – meist als Drehbuchautor. Unter anderem wären da MANIAC COP, NICHT AUFLEGEN und der leider völlig unbekannte DONOR (deutscher beknackter Titel : Skalpell des Schreckens) zu nennen.

Fazit: Ein sehr schönes Gesamtpaket, wie man es von Koch gewohnt ist. Natürlich ist das auch nicht ganz billig, aber Qualität hat eben ihren Preis.

A KIND OF MURDER (Universum Film)

am 30. Mai 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Walter Stackhouse ist ein erfolgreicher Architekt im New York der Sechzigerjahre, verheiratet mit der schönen Clara und führt ein vermeintlich perfektes Leben. Zumindest nach außen hin, denn seine Gattin hat schwere Depressionen und ist krampfhaft eifersüchtig. Da Stackhouse schon immer einen Hang zu spannenden Kriminalfällen hat und selbst gerne Autor wäre, kommt ihm ein Mord in der Umgebung gerade recht. Der Tatverdächtige ist der Ehemann, den er in dessen Buchladen unter einem Vorwand aufsucht. Kurz darauf bekommt der Architekt jedoch selbst Probleme. Seine Gattin wird ebenfalls tot aufgefunden. Als ans Licht kommt das er eine Affäre mit einer Barsängerin hatte, gerät er plötzlich ebenfalls unter Mordverdacht.

Das der Streifen sich an Hitchcock-Vorbildern orientiert ist offensichtlich. Leider erreicht er natürlich nicht annähernd die Qualität, wobei das nicht unbedingt an der Qualität des Regisseurs liegt, sondern an dem etwas holprigen Drehbuch.

Zudem dauert es recht lange, bis die eigentliche Krimihandlung mal ins Rollen kommt, davor ist der Streifen an manchen Stellen doch etwas geschwätzig.

Gelungen hingegen ist das coole 60s Flair und auch die Darsteller machen keinen schlechten Job, wobei Wilson sichtlich Spaß an seiner Rolle hat und den Hobby-Detektiv mit Verve verkörpert.

Hätte man die Geschichte etwas verschachtelter erzählt und die ein oder andere Wende eingebaut, wäre hier deutlich mehr möglich gewesen, als ein solider Genre Beitrag. Denn eigentlich gibt es hier einfach keine möglichen Verdächtigen, so dass der Ausgang im Grunde von vornherein klar ist.

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COME AND FIND ME (Splendid)

am 19. April 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Es ist mittlerweile ein Jahr her, das Claire verschwand. Eines Morgens wachte David auf uns eine Freundin lag nicht neben ihm. Nach einigen Tagen realisierte er, das sie sich aus dem Staub gemacht hat. Doch warum? Es gab keinen größeren Streit und die beiden passten auch gut zusammen. Oder wurde sie entführt? Auch nach dieser langen Zeit kann sich David mit den offenen Fragen nicht abfinden und forscht weiter nach ihrem Verbleib. Doch die Angelegenheit wird immer mysteriöser, zumal sich herausstellt, das Madame weder Claire hieß und auch nicht an das College ging das sie ihm genannt hat. Als er einen unentwickelten Film findet, gibt es neue Hinweise, denen er nachgeht. Doch langsam dämmert ihm, das er sich damit auch in Lebensgefahr begibt, denn einige der Bilder führen ihn in dubiose Kreise.

Ich habe die Zusammenfassung gefühlte 20 Mal umgeschrieben, weil ich immer wieder der Meinung war, zu viel zu verraten. Für den Rezensenten eher nervig, bedeutet das aber meist, das der Film gelungen ist – so auch in diesem Fall.

Die Art und Weise wie man in Rückblenden, während der Nachforschungen die David betreibt, das Verhältnis der beiden erzählt bekommt, ist sehr schön inszeniert. Das nimmt zwar immer wieder etwas Tempo aus dem Streifen, schadet ihm aber in keinster Weise, wie es vielen Filmen geht, die sich in diesen Rückblenden gerne verhaspeln. Hier wirkt das alles komplett stimmig.

Noch dazu ist David kein Superheld. Seine Handlungsweisen sind absolut nachvollziehbar und er mutiert auch nicht innerhalb der ungewöhnlich langen 112 Minuten zu einem Superagent, wie es ja in vielen Streifen der Fall ist, in denen sich die Protagonisten dann plötzlich cool aus den größten Gefahren befreien. Das wird hier komplett vermieden. Das macht den Charakter nicht nur glaubwürdig, sondern auch sympathisch.

Aaron Paul sagt mir erstmal gar nichts. Kann mich auch nicht erinnern, ihn mal in irgend einem Film gesehen zu haben, liefert aber eine tolle Leistung ab. Ebenso Annabelle Wallis, die aber auch einen interessanten Charakter gezeichnet bekommen hat.

Die letzten 20 Minuten sind zwar ein wenig konfus und die Wende zum Schluss ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre. Zudem bekommt der Zuschauer nicht alles erklärt, sondern muss sich das ein oder andere selbst zusammenreimen. Klasse hingegen jedoch wieder das Ende, bei dem der Regisseur statt einer wüsten Ballerorgie (die sich angeboten hätte) einen fast schon romantischen Ausklang findet.

COME AND FIND ME ist für mich ein kleiner Geheimtipp. Der eher schmal budgetierte Film hat eine sehr eigenwillige Struktur. Dazu gibt es passend noch einen elektronischen, aber eher zurückhaltenden Soundtrack, der das Gesehene angemessen untermalt.

Fazit: Wirklich interessante Mischung aus Thriller und Drama mit einer schönen Atmosphäre und einem ungewöhnlichen Erzählstil. Auf den muss man sich allerdings einlassen.

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SNOWDEN (Universum Film)

am 07. April 2017 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Worum es in diesem Film geht, und wer dieser Mann ist, dürfte wohl so ziemlich jedem bekannt sein, der die letzten 10 Jahre nicht in einem Bunker gelebt hat, daher hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung. Nachdem seine militärische Karriere an einem komplizierten Beinbruch scheitert, wechselt der geniale Programmierer Edward Snowden zur CIA. Für diese schreibt er Programme, die es der Regierung ermöglichen, andere auszuspionieren. Doch mit der Zeit kommen ihm Zweifel an dem was er da tut, erst recht als er entdeckt, das auch die eigene Bevölkerung vor der Überwachung nicht mehr sicher ist. Zudem ist er erschüttert, wie Menschen per Drohnenangriffe eben mal andere töten und dann gemütlich nach Hause gehen. Nach einiger Zeit hat er so viele skandalöse Dinge gesehen, das er sich genötigt sieht, diese zu veröffentlichen. Auch wenn ihm bewusst ist, das sein Leben, wie er es kennt, vorbei sein wird.

Wer anders außer Oliver Stone kann so etwas verfilmen? Eigentlich keiner. Das Gewissen der USA, hat schon mit JFK bewiesen, das er einen an sich recht trockenen Stoff, interessant umzusetzen vermag. Auf der anderen Seite weiß man natürlich bei ihm auch nie genau, was wahr ist und was er dazugedichtet hat. Daher bekommt man am Anfang des Streifens gleich den Hinweis, das einige Dinge etwas dramatischer gezeigt werden, als die in der Realität wirklich waren.

Das liegt aber meiner Meinung nach durchaus im Ermessensspielraums eines Regisseurs, der die Leute ja auch unterhalten will, und SNOWDEN ist nunmal keine Dokumentation.

Bei Stone ist es wie bei Soderbergh – wenn der Mann ruft, kommen sie alle und belegen dafür selbst kleine Nebenrollen wie etwa Timothy Olyphant oder Nic Cage. Mit Lewitt hat er zudem den perfekten Snowden gefunden, der seinem Original sogar ein bisschen ähnlich sieht.

In den sehr interessanten Interviews bekommt man sogar erklärt, das der Hauptdarsteller die Gestik, den Gang und sogar die Sprache seines lebenden Vorbildes imitiert. Respekt!! Oliver Stone äußerst sich in den Extras noch ausführlich zu seinen Beweggründen den Film zu machen und wie seine Meinung zu Snowden ist, der am Ende des Films tatsächlich noch einige Minuten sich selbst spielt – eine gelungene Idee.

Fazit: Bei dieser realen Vorlage kann man als Regisseur nicht viel falsch machen und so hat Stone hier einen spannenden und hervorragend gespielten Streifen hingelegt.. Auch wenn einige Dinge etwas verändert wurden, damit das Geschehene unterhaltsamer wird, hält er sich wohl doch weitestgehend an die Fakten. An die Nummer mit dem Zauberwürfel glaube ich jedoch nicht.

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RECOVERY (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Diese Party hatte sich Jessie sicherlich anders vorgestellt, denn ihr Freund geht vor ihren Augen fremd. Dann wird sie von einer gleichaltrigen namens Kim angesprochen, die gleich sieht was da läuft und rät ihr, die Party zu verlassen, um mit ihr in einem Klub zu gehen. Vorher sammelt man noch Jessies Bruder und einen schnuckeligen Typen aus dem Internet auf und dann geht’s ab zum Feiern. Doch plötzlich ist Kim verschwunden. Und mit ihr Jessies Handy, das sie ihr geliehen hatte. Glücklicherweise hat ihr Bruder eine App installiert, mit der man dieses überall orten kann. Bald stellt sich jedoch heraus, das man das Handy besser Handy hätte sein lassen sollen, denn das Leben ist doch etwas kostbarer als ein Stück Elektronik.

RECOVERY beginnt etwas konfus. Irgendwie wirken die ersten 20 Minuten etwas unbeholfen chaotisch und ohne eine klare Linie. Mit Verlassen des Clubs allerdings ändert sich dies, was auch damit zusammenhängt das der Streifen erst von einem Jugendfilm zu einem Thriller und später zum Horrorfilm mutiert.

Die Wende in der Mitte des Streifens ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre, das Ende ist aber mit einer wirklich fiesen (wenn auch nicht zwingend logischen) Schlusspointe versehen. Das zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht.

Schauspielerisch ist das ganze durhsccnittlich. Lediglich Samuel Larsen, der durch die Serie GLEE bekannt wurde, sticht ein wenig hervor und war auch kürzlich schon in REMAINS zu sehen, der ebenfalls über Splendid vertrieben wird.

Spannend ist der Streifen allemal und, das muss ich jetzt wirklich explizit erwähnen, die Handlungsweisen der Protagonisten sind hier ausnahmsweise wirklich mal nachvollziehbar. Hier wird nicht nur dumm herumgeschrien und um Gnade gewinselt. Man wehrt sich gegen den vermeintlich lauernden Tod. Das muss man heutzutage schon gesondert erwähnen, denn normalerweise sind solche Gestalten ja immer nur dankbares Schlachtvieh.

Apropos Blut: Der Streifen ist an manchen Stellen durchaus etwas brutaler, aber eine FSK 16 hätte es meiner Meinung nach auch getan, aber das 18er Logo macht es eben immer noch etwas interessanter für den geneigten Käufer.

Fazit: Wenig Tiefgang, aber ordentliche Spannung.

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RUPTURE (Splendid)

am 28. Februar 2017 unter Horror, SciFi, Thriller, mystery abgelegt

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Renee ist mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert, seit sie sich von ihrem Gatten getrennt hat. Als sie ihren Filius bei ihrem Ex abliefert wird sie auf dem Weg zu einem Fallschirmkurs entführt und wacht gefesselt in einem mysteriösen Gebäudekomplex wieder auf. Anscheinend werden hier Versuche an Menschen durchgeführt, in dem man sie mit ihren Ängsten konfrontiert. Bald schon bekommt Renee Besuch von einer recht unsympathischen Spinne, denn ihre größte Angst ist eben die vor diesen Tierchen. Doch zu welchem Zweck setzen die angeblichen Forscher diese Qualen ein?

Der Streifen macht eigentlich nichts falsch. Ein solider Spannungsaufbau, ein wenig Horror, ein bisschen Mystery und einige Wendungen. So wirkt das ganze wie eine überlange Folge von Akte X, in der nur Scully und Mulder fehlen.

Dazu ist der Streifen mit Noomi Rapace und Peter Stormare mehr als ordentlich besetzt. Überhaupt spielt Madame gerne in kleinen Independent-Movies mit, statt sich in Groß-Produktionen zu verschwenden.

Die Auflösung ist weit hergeholt, aber eigentlich gar nicht mal so unclever. Der Schluss lässt dann mehrere Interpretationsmöglichkeiten zu und schreit eigentlich nach einer Fortsetzung.

Ob diese kommt, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn dazu müsste der Streifen schon richtigen Kultstatus erlangen, was ich bei den durchwachsenen Kritiken nicht glaube.

Ich persönlich fand RUPTURE durchaus unterhaltsam und zudem überwiegend spannend. Allerdings, wie bereits erwähnt, eher für Fans von AKTE-X geeignet, denn für Leute, die hier einen Horrorfilm erwarten. Das Cover suggeriert allerdings etwas anderes.

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DER UNSICHTBARE GAST (Koch Media)

am 21. Februar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Der erfolgreiche Geschäftsmann Adrian gönnt sich nebenbei noch eine Affäre, die ihn aber ins Verderben zu stürzen scheint, denn anscheinend blieb das einem Herren nicht verborgen, der ihn nun erpresst und 100000 EURO will. Dazu lotst er ihn und eine Femme fatale in ein Hotelzimmer, wo sie auf weitere Anweisungen warten sollen. Doch dann wird Adrian niedergeschlagen. Als er aufwacht findet er seine Geliebte tot im Bad. Kurz darauf wird er festgenommen. Die renommierte Anwältin Virginia Goodman soll ihm nun aus der Patsche helfen und geht mit ihm die Ereignisse nochmals durch. Bald stellt sich heraus, das die Affäre nicht der einzige Schwachpunkt in seinem Leben darstellt und er und seine Geliebte einen Autounfall mit Todesfolge vertuschten. Die Luft für Adrian wird mit zunehmender Gesprächsdauer immer dünner.

Ich habe mich nun 20 Minuten gequält, um den Streifen dem Leser einigermaßen schmackhaft zu machen, doch wirklich gelungen ist es mir immer noch nicht, denn diese Zusammenfassung wird dem Film nicht gerecht, da hier nicht mal 10 % dessen aufgeführt ist, was man in den sensationellen 106 Minuten zu sehen bekommt. Es ist einfach nicht möglich, das Ganze gescheit zu komprimieren, weil einfach so viel passiert und ich ja auch nicht den halben Film vorweg nehmen will.

Ständig wird die Geschichte um weitere Geschehnisse ergänzt und parallel dazu (ähnlich wie in dem ebenfalls grandiosen THE BODY) entwickelt die Anwältin weitere Theorien wie alles abgelaufen sein könnte. Auch diese werden, wie die Geschichte die uns Adrian auftischt, filmisch präsentiert, so dass man als Zuschauer nie weiß, ob das was der vermeintliche Mörder erzählt die Ereignisse wiedergibt oder die Szenarien die Goodman entwickelt der Wahrheit entsprechen.

Das man hier nicht den Überblick verliert, liegt am genialen Drehbuch, das, wenn es ein Amerikaner geschrieben hätte, mit Sicherheit für einen Oskar nominiert worden wäre, denn dies ist so vielfältig, wendungsreich und überraschend, das man sogar den eigentlich nötigen Gang zur Toilette immer wieder hinauszögert, weil man wissen will, wie es weitergeht. Das hatte ich lange nicht mehr.

Zudem hat man hier wirklich gute Schauspieler engagiert. Insbesondere die Darstellerin der Anwältin Woodward ist sensationell. Wie sie ständig mit grimmiger Mine, die Aussagen ihres Mandanten in Frage stellt und seziert ist grandios.

Normalerweise sollte man bei Filmen, die auf dem Cover mit Hitchcock verglichen werden vorsichtig sein – in diesem Fall ist dieser Hinweis aber vollkommen gerechtfertigt – und auch noch untertrieben. Ich habe viele Filme des Altmeisters gesehen, doch einen so vielschichtigen wie diesen kenne ich von ihm nicht.

Für mich der beste Thriller, den ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe. Hier passt einfach alles. Darsteller, Drehbuch, Spannung, Wendungen und die Auflösung. Ein absoluter Geheimtipp. Volle Chuckies!!!!

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HACKED (Koch Media)

am 25. Januar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Mike Regan führt ein luxuriöses Leben und wohnt mit der Familie in einem recht futuristischen Haus. Seine Firma hat eine neue App entwickelt, die für den Durchbruch im Privatjet-Sektor sorgen soll. Doch bei der Vorführung geht alles schief. Der IT-Fachmann Ben rettet die Situation und erhält in Folge dessen eine Festanstellung. Er deutet dies jedoch auch als Freifahrtschein um sich in der Familie einzuschleimen und Regans Tochter anzubaggern. Als dem das zu bunt wird, wirft er ihn raus. Doch Ben hat sowohl im Haus der Regans als auch in der Firma alle Dinge verbessert und installiert und übernimmt per Computer nun die Kontrolle…..

Pierce Brosnan hat anscheinend sämtliche Millionen aus seiner James Bond Reihe verfeuert oder will seine letzten guten Jahre als Charmeur genießen, denn mittlerweile erscheinen im Schnitt drei Filme pro Jahr mit ihm, die in manchen Fällen völliger Mist sind (URGE), aber teilweise auch wirklich überzeugen (NOVEMBER MAN).

Auch HACKED würde ich auf jeden Fall zu den gelungenen zählen, denn der Streifen ist nachvollziehbar erzählt und das Szenario gar nicht mal weit hergeholt, da unsere Technik uns heutzutage sehr verwundbar macht. Könnte mir durchaus vorstellen, das sich ähnliches wie hier gezeigt, schon desöfteren so ereignet hat.

Dabei überzieht der Film aber nie, wie das etwa in Majorfilmen so üblich ist, wo irgendwelche Hacker eben mal in 5 Sekunden Amerika lahmlegen, sondern bleibt im kleinen, geschäftlichen und privaten Bereich von Brosnans Charakter.

Die überwiegend vernichtenden Kritiken kann ich nicht nachvollziehen, denn der Film baut die Charaktere sehr sorgfältig auf und steigert sich mit zunehmender Laufzeit auch in Sachen Spannung.

Wenn ich allerdings sehe das Rezensenten hier von Unlogik sprechen, während sie OLYMPUS HAS FALLEN die Höchstpunktzahl geben, sollten manche doch vielleicht aufhören, Kritiken zu schreiben.

Fazit: Spannender kleiner Thriller mit einem gut aufgelegten Hauptdarsteller und einem ordentlichen Gegenspieler…

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HOSTAGE (Koch Media)

am 25. Januar 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Man muss sich das mal überlegen. Zufällig sehen die Täter ihre Opfer an einer Tankstelle und fahren diesen hinterher, brechen dann auch zufällig genau an dem Tag ein, um das Auto von Daddy zu klauen, an dem dieser eine CD mit frisierten Daten für eine Verbrecherbande fertigstellt. Zufällig ist in diesem Kaff der zuständige Polizeichef ein ehemaliger Vermittler, der natürlich, zufällig wieder Eheprobleme und aufgrund seines letzten Auftrages genauso zufällig ein Trauma hat, bei dem ihm alle Beteiligten wegstarben. Und was soll der jetzt machen? Natürlich vermitteln..Sehr realistisch. Herr Willis nimmt der zuständigen Chefin einfach mal so das Kommando ab ohne das diese große Gegenwehr leisten würde, es sei denn man wertet grimmige Blicke und EINEN etwas schroffer formulierten Satz als solche.
Am Ende erledigen dann ein schwerverletzter Polizist und ein Buchhalter (!), der 1 Stunde vorher noch unter einem schweren Gehirntrauma litt (!!) und zudem von einer auf die andere Minute vom Buchhalter für Verbrecher zum mitfühlenden Ehrenmann mutiert (!!!!) mehrere angeblich professionelle Gangster, die nebenbei noch seine Auftraggeber sind/waren (!!!!!!). Oha.

Natürlich ist der Film von ordentlichem Unterhaltungswert und Herrn Willis und auch Kevin Pollak sieht man immer wieder gerne, aber das Gezeigte geht dann doch in Sachen Unsinn etwas zu weit.

Ich bewerte hier die remasterte Edition von KOCH MEDIA. Da der Film erst 11 Jahre alt ist und mir die alte Fassung nicht vorliegt, kann ich nun schlecht einen Vergleich ziehen. Wenn ich bedenke, welche Filme noch auf ihre Veröffentlichung warten, weiß ich nicht ob man die Neuauflage hier jetzt unbedingt braucht.

Fakt ist aber andererseits auch, das das Bild gestochen scharf ist und ohne jegliches Grieseln auskommt. Insbesondere die Innenaufnahmen des imposanten Hauses sehen brillant aus. Und auch aus dem Boxen hämmert es gewaltig, besonders wenn es gegen Ende in Sachen Action zur Sache geht. Beide Komponenten stehen neueren Veröffentlichungen in nichts nach..

Zudem gibt es jede Menge Bonusmaterial, um sich nach dem Film noch stundenlang mit Cast und Geschichte zu beschäftigen. Ob dies umfangreicher ist, als das aus dem Jahre 2005 kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Aber hier hat man schon wirklich jede Menge draufgepackt.

Ob sich das Update lohnt, muss aber letztendlich der Käufer entscheiden, Wer den Streifen gerne hätte bekommt hier auf jeden Fall eine würdige Veröffentlichung eines unlogischen, aber unterhaltsamen, ganz auf Willis zugeschnittenen, Films.

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