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Archiv der Kategorie 'Thriller'

A VIGILANTE (Splendid Video)

am 21. Mai 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Hinter vorgehaltener Hand wird in Selbsthilfegruppen die Nummer einer geheimnisvollen Frau weitergereicht: Sadie soll anscheinend helfen können, wo hilflose Opfer häuslicher Gewalt keinen Ausweg mehr sehen. Und tatsächlich: Mit gnadenloser Härte geht sie gegen Täter vor und stellt sicher, dass diese ihre Lektion lernen. Dabei verliert Sadie ihre ganz eigene Mission nie aus den Augen, ahnt allerdings nicht, dass die Schatten ihrer Vergangenheit sie schneller einholen werden, als ihr lieb ist …

Ich finde es eigentlich unsinnig als Rezensent Inhaltsangaben zu schreiben, denn dafür gibt es ja die Pressetexte. Die sind teilweise aber so miserabel, dass es mir einfach weh tut und ich meist nochmals umformuliere. Bei A VIGILANTE konnte ich mir das sparen, denn die Zusammenfassung ist auf den Punkt und verrät weder zuviel noch zu wenig.

Olivia Wilde ist jetzt nun nicht unbedingt einer meiner Lieblingsdarstellerinnen und schrammt mehrfach nur knapp am Overacting vorbei. Dennoch spielt sie sich die Seele aus dem Leib, was man ihr zu Gute halten muss.

Der Streifen hat einen ungewöhnlichen Stil, gerade anfangs, als man Sadie sieht, wie sie Menschen hilft,wirkt das ganze nicht wie ein einheitlicher, durchgängiger Film, sondern eher wie einzelne Episoden einer Serie. Das ist nicht jedermanns Sache, weil die Regisseurin hier bewusst mit üblichen Sehgewohnheiten bricht.

Zudem wird hier Musik nahezu gar nicht eingesetzt – mit Ausnahme von einigen bedrohlichen und monotonen Tönen, die aber hervorragend zu dem was man sieht, passen.

Auch wenn hier explizite Gewaltdarstellungen eigentlich ausbleiben, finde ich den Film sehr strange und hätte ihm keine 16er Freigabe verteilt. Da die FSK aber schon seit Bestehen nur nach Blutzoll bewertet, statt auch psychologische Härte mit einzubeziehen, hat man einem der krassesten Filme der letzten Jahre, wirklich die 16er Freigabe erteilt.

Unter dem Strich ein sehr ungewöhnlicher Streifen, dessen Stil man mögen muss. Daher erfolgt keine Bewertung meinerseits auf meiner eigenen Seite, da objektiv schwer zu beurteilen. Die Amazon-Bewertung, die ich ja abgeben muss, ist daher sehr subjektiv.

THE DIAMOND JOB (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Die New Yorker Kleinganoven Eddie und Paul sind auf Bewährung und arbeiten in einem Diner, dessen Chef ein ziemlich fieser Drecksack ist. Da kommt ihnen das Angebot doch gerade recht nach London zu fliegen um für eine Dame einen Raubzug zu begehen. Zudem sind die 30000 Dollar pro Nase auch kein Pappenstiel. Also ab in die britische Hauptstadt und den Job erledigen. Leider ist dieser nicht ganz so einfach wie gedacht, denn das Objekt der Begierde hat durchaus auch einige andere Interessenten. Und welche Rolle spielt eigentlich ihre Auftraggeberin, de etwas biedere Katherine?

Nun ist die Story jetzt nichts wirklich Neues und der Film ist insgesamt doch deutlich konventioneller gestaltet als zuerst angenommen, denn der Vergleich mit Tarantino und Ritchie auf dem Cover ist schon weit hergeholt, wobei mir das wenig ausmachte, da ich beide nicht besonders mag. Letztgenannten zumindest noch eher, als den für mich völlig überbewerteten Tarantino, der ja immer kurz vor der Heiligsprechung steht.

Die erste Frage die sich mir aber stellt ist, wieso wandelt man den Titel BLUE IGUANA zu „Diamond Job – Gauner. Bomben und Juwelen“ um? Kann mir da jemand mal den Sinn erklären?Das ist ja genauso schlimm wie weiland GOTCHA im TV in „Küsse, Schüsse und SPIONE“ umzubenennen, zumal der Originaltitel auch den Film viel besser repräsentiert.

Zudem muss man schon anmerken, dass der Streifen in der deutschen Synchronisation schon einiges an Humor verliert, nicht weil diese schlecht ist, sondern weil es einfach nicht möglich ist, manche Dialoge so zu übersetzen, wie sie eben im englischen klingen. Insbesondere die Sprüche von Deacon sind da zu nennen. Trotzdem habe ich mehrfach laut gelacht, weil einige Gags doch wirklich saßen und recht trocken kommen.

Sam Rockwell sehe ich eh immer gerne und auch die anderen Darsteller, vor allem Ben Schwartz liefen hier eine durchweg gute Leistung ab. Zudem hat der Film ein paar erstaunlich clevere Wendungen zu bieten und auch der Schluss ist überzeugend – man hatte hier wohl auch Platz für eine Fortsetzung im Auge, die es aber wohl nicht geben wird.

Fazit: Amüsante und teilweise recht brutale Actionkomödie, die man sich aber, wenn man des englischen mächtig ist, im Original anschauen sollte.

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PEPPERMINT – ANGEL OF VENGEANCE (Universum Film)

am 19. April 2019 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einem brutalen Überfall auf ihre Familie, bei dem ihr Mann und ihre Tochter ums Leben kommen, liegt Riley North im Koma. Aus diesem erwacht, muss sie in einem lächerlichen Prozess mit ansehen, wie die Killer freikommen. Also beschließt Madame die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Nachdem sie 5 Jahre komplett verschwunden war, kehrt sie dann als Racheengel zurück und zieht alle zur Rechenschaft, die für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind. Im Internet und bei der Bevölkerung wird sie als Heldin gefeiert, die Polizei jedoch sieht das anders und macht sich auf die Suche nach ihr.

Innovation geht anders wird einem sicherlich bei dieser Geschichte sofort in den Kopf kommen, denn die Selbstjustizfilme können einfach keine neuen Aspekte mehr zeigen, weil es sie schon zu oft gab. Von Bronson bis Willis und jetzt ist Frau Garner angetreten um Rache zu üben.

Doch jetzt kommt das aber. Dieser Film will keinen Originalitätspreis gewinnen, sondern ist angetreten um zu unterhalten – und das tut er über die gesamte Laufzeit.

Natürlich sind hier einige Gangsterklischees zu viel dabei und auch was die Protagonistin so alles auf die Beine stellt und wen sie umnietet, lässt einen dann doch die Frage stellen Wie sind diese Gangster so weit gekommen, wenn sie mit gefühlten 50 Mann nicht einmal mit einer Frau fertigwerden? Und was die so alles kann ist schon faszinierend. Wirkt wie ne Mischung aus John Wick, Mac Gyver und Neo.

Aber wie gesagt, hier geht es weniger um Logik, sondern einfach um pure Unterhaltung. Jennifer Garner halte ich nicht wirklich für eine überragende Schauspielerin, lässt aber hier mal richtig die Sau raus und gefällt in dieser Rolle. Gegen Ende darf sie dann auch Gefühle zeigen und überzeugt auch da. Insgesamt eine positive Überraschung.

In Sachen Action geht’s hier mächtig zur Sache und ich musste 2 mal den Ton leiser stellen, weil ich Bedenken hatte, das sich die Nachbarn beschweren. Insbesondere in den letzten 30 Minuten werden mehr Kugeln verballert als in allen gefühlt 1000 TATORTen in den letzten 50 Jahren zusammen.

Das Pierre Morel das perfekt inszeniert hat, kann man natürlich unterschreiben, denn Actionfilme sind sein Spezialgebiet – unter anderem hat er auch TAKEN mit Liam Neeson abgedreht, dessen Geschichte nicht weit weg ist von dieser hier.

Fazit: Wer nach Logik fragt wird blass. Wer aber gut unterhalten werden will und im Vorfeld auch weiß, das dieser Film nur eben das will, der liegt hier genau richtig. Besser als der Willis Streifen.

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DIE FRAU IM EIS (Koch Media)

am 10. April 2019 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Rechtsanwalt Eriks wohl situiertes Leben gerät aus den Fugen, als sein Arbeitgeber ihn für das Fehlen von 30 Millionen Euro verantwortlich macht. Dabei ist die Kohle schon längst unterwegs und zwar in kleinen Dosen, die Sofia in ihrem Bauch trägt und die sie nach Island schmuggelt. Eriks vorbestrafter Bruder sorgt dafür, das Madame gut ankommt und betreut sie im Hotel so gut es geht, doch leider wollen die Zäpfchen nicht raus und Sofia geht es immer schlechter. So langsam kommen Erik auch die Polizei und sein Kollege auf die Spur und es wird eng. Bald gibt es die ersten Toten…

Die Geschichte hört sich nun nicht sonderlich innovativ an. Herrschaften die Kohle brauchen und Drogenkuriere, die den Mist schlucken, um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen, wurden nun schon öfters präsentiert.

Der Film beginnt eigentlich als lupenreines Familiendrama, denn man bekommt erst einmal aufgezeigt, wie mies es der Familie eigentlich geht – nur Erik hat Karriere gemacht, kann den Hals aber nicht voll bekommen. Auch die Beweggründe der Kurierin kann man gut nachvollziehen.

Im zweiten Teil wandelt sich das ganze dann zu einem Thriller, der, insbesondere gegen Ende doch richtig unterhaltsam wird.

Sieht man vielleicht mal von Sofia ab (und da auch nur bedingt) gibt es in dem Streifen zudem keinen einzigen wirklich sympathischen Charakter, was es dem Zuschauer erschwert, mit irgend einem der Darsteller mitzuleiden, da sie sich den Mist alle selbst eingebrockt haben.

Schauspielerisch ist das ganze durchaus in Ordnung und sehr viel Mühe hat man sich gegeben, den Film in recht schickem Look zu präsentieren, aber ohne das das ganze jetzt in Kunst übergeht. Hier sind zudem glücklicherweise eher langsame oder normale Schnitte angesagt, denn das Highspeed-Geschnippsel nervt mich in letzter Zeit etwas.

Mir erschließt sich allerdings nicht eine Minute, wieso dieser Streifen DIE FRAU IM EIS heißt, denn das hat mit diesem Film absolut gar nichts zu tun. Leider ist mein isländisch nicht besonders gut, so weiß ich nicht wie der Originaltitel ist, doch dieser ist jedenfalls dusselig.

Trotzdem ein gut gespielter und recht spannender und optisch ansprechend in Szene gesetzter Film, der langsam beginnt und gegen Ende deutlich Tempo aufnimmt. Zudem hat mir der Abschluss gut gefallen, denn das erwartet man so sicherlich nicht.

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THE GUILTY (Ascot Elite/Alive)

am 10. April 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ganz klein und zitternd ist Ibens Stimme am Telefon. Unter Todesangst tut sie so, als würde sie mit ihrer Tochter telefonieren. Ihr Entführer sitzt neben ihr im Wagen und darf unter keinen Umständen bemerken, dass sie den Notruf der Polizei gewählt hat. Dort nimmt Asger Holm Ibens Anruf entgegen. Er weckt alle Polizisteninstinkte in ihm. Er will ihr helfen! Sofort! Aber dafür hat er nur sein Telefon und keine Zeit zu verlieren..

Hervorragend. Diese Zusammenfassung lasse ich gerade so stehen, denn besser hätte ich sie auch nicht schreiben können. Die meisten Presseinfos sind teilweise dermaßen behämmert, dass man sie einfach umändern muss, obwohl das eigentlich nicht Aufgabe des Kritikers ist, der den Film ja bewerten soll. Diese hier ist genau richtig, sowohl in Inhalt und Länge.

Apropos Länge. Mir persönlich geht der Streifen einen Tick zu lang, denn irgendwann ist die grundsätzlich interessante Idee mal aufgebraucht, zumal man ja praktisch nur einen Raum sieht und den Telefonaten des Polizisten lauscht. Zudem ist sein „Geständnis“ gegen Ende meiner Meinung etwas dick aufgetragen und auch nicht realistisch.

Trotzdem gelingt es dem Film, mit insgesamt schmalem Budget und wenigen Mitteln, mit dem Telefon als klassischem Suspense-Stifter, größtenteils für interessante Unterhaltung zu sorgen. Ich muss aber zugeben, das ich die Wende in der Mitte des Film vorausgeahnt hatte, denn ausnahmsweise hatte ich bei den Dialogen vorher mal gut aufgepasst.^^

Die Schauspieler, insbesondere Herrn Jacob Cedergren habe ich auch noch nie vorher gesehen oder er ist mir nicht aufgefallen.

Allerdings muss ich dazu sagen, das ich ja immer versuche, eine relativ neutrale Wertung vorzunehmen und der Schnitt von unfassbaren 7,5 Punkten bei imdb überrascht mich nun doch etwas, denn wenn ich bedenke, was dort sonst viel schlechter wegkommt, ist das ein wenig hoch.

Nochmals. Insgesamt gut gemacht, auch durchgehend recht spannend, aber für meinen persönlichen Geschmack insgesamt doch zu lang. Daher würde ich sagen, dass hier alles drin ist zwischen

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ASSASSINATION NATION (Universum Film)

am 03. April 2019 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Highschool-Schülerin Lily und ihre merkwürdige Gruppe von Freunden leben in dem Städtchen Salem (welch netter Hinweis auf die Hexenverbrennung), einem kleinen Kaff, in dem nicht wirklich viel los ist und das interessanteste die Frage ist, wer mit wem vögelt. Das ändert sich aber schnell, als ein anonymer Hacker anfängt, intimste Details aus dem Privatleben vieler Bewohner der Kleinstadt zu posten, denn dann wird die Sache kompliziert. Das erste Opfer ist der Bürgermeister, der sich auch das Leben nimmt. Danach ist der Rektor der Schule dran. Als dann noch der Verdacht entsteht, dass Lily und ihre Freunde in der Sache drin stecken, bricht das Chaos aus.

An diesem Film merke ich, dass ich zu alt bin für solche Streifen, der extrem an ein jugendliches Publikum gerichtet ist. Sei es nun aufgrund des hippen Schnitts oder dem bunten Look.

Man versucht hier der jungen Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, in dem man wenig subtil darauf hinweist, dass es für die Kids nur noch Social Media und Handy gibt und das man alles was dort verbreitet wird, auch willenlos glaubt. Zudem bringt man unterschwellig noch Kritik an, doch Menschen, die nicht der Norm entsprechen oder ungewöhnliche Neigungen haben, zu akzeptieren – alles jedoch nur halbgar.

Als man diese Themen dann abgearbeitet hat, versucht man den Film noch durch Gewaltorgien auch für Fans von Tarantino oder Ritchie interessant zu machen, und man kann, insbesondere dem Mittelteil, einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Bis dahin dürfte die ältere Generation aber schon das Handtuch geworfen haben.

So fällt es sogar schwer das ganze einem Genre zuzuordnen. Für ein Drama ist es nicht wirklich subtil, für einen Thriller nicht wirklich spannend. Satire? Gesellschaftskritikstunde?

Schauspielerisch ist das ganze zudem reichlich überschaubar. Nicht eine der Herrschaften kann wirklich überzeugen und so hat man zudem auch keinerlei Mitleid mit den unsympathischen Protagonistinnen.

Fazit: Ein recht unterhaltsamer zweiter Teil kann nicht darüber hinwegtäuschen, das dies in erster Linie ein Film für Jugendliche ist (trotz der Gewaltorgie) ,die dabei gar nicht merken, dass sie selbst zu dieser Zombiemasse gehören, denen das Handy wichtiger ist als Familie oder sonstige Werte. Unter diesem Gesichtspunkt hat der Film ja doch etwas bewirkt.

Bewertung unmöglich aufgrund des Alters des Rezensenten.

DAS GESETZ IST DER TOD (Koch Media)

am 03. April 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ein grausamer Mordfall erschüttert eine verschlafene Kleinstadt in Colorado. Die Opfer: Drei Frauen und die Kinder eines örtlichen Mormonen, der zu seiner eigenen Sicherheit in eine Zelle verbracht wird. Was für den in der Sache recherchierenden Reporter Garret Smith zunächst wie ein sich gefährlich zuspitzender religiöser Familienzwist aussieht, entpuppt sich als mörderische Verschwörung, in deren Kontext auch Smith bald zu den Opfern gehören könnte.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Streifen nicht kannte, bin aber auch nun kein ausgewiesener Bronson Experte, da der Mann mit den 2 Gesichtsausdrücken, mir immer zu viel gleich geartete Filme drehte. Hier ist er schon 66 Jahre alt und spielt, für seine Verhältnisse, erstaunlich nuanciert, was vielleicht auch daran liegt, dass er im Gegensatz zu vielen seiner Rollen hier extrem viel Text hat.

Die Geschichte ist eigentlich ganz interessant und die Wende gegen Mitte des Films habe ich so nicht erwartet. Ansonsten kann der Streifen natürlich seine 80er Jahre Herkunft nicht verbergen und ich frage mich jedes Mal, wie wir damals in so bescheuerten Klamotten rumlaufen konnten?

Erinnerungen an die Jugend kommt auch mit dem Vorspann auf, denn da steht CANNON, einer DER Marken aus dem VHS Zeitalter, die fast jede Woche einen neuen Film herausbrachte, der meist in Richtung Action ging, selten auch mal Horror.

Das Bild ist sehr gut restauriert. Anfangs sieht man hier und da einige Blitzer, die sich aber nach wenigen Minuten verabschieden. Die Farben sind klar und satt, das Bild wirkt relativ frisch. Der Ton ist angemessen.

Das ganze wird geliefert in einem sehr schönen Hardcover mit dem damaligen Kinoplakat als Außenfront. Im Inlay geht man noch ein wenig auf die Filme des Hauptdarstellers ein und die Zusammenarbeit mit seinem Hausregisseur.

Fazit: Ordentlich gealterter Actionfilm mit einem erstaunlich guten Bronson und einer sehr guten Umsetzung ins neue Jahrtausend.

ROAD GAMES (Lighthouse Film)

am 26. März 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Jack hat keinen guten Lauf. Seine Freundin hat ihn verlassen und mit ihr auch gleich Geld und alle seine Klamotten. Er versucht nun per Anhalter irgendwie in Richtung England zu kommen. Da lernt er zufällig die hübsche Veronique kennen. Beide trampen nun zusammen und glücklicherweise hält auch ein Auto an. Der etwas merkwürdige Grizard bietet den beiden an, bei ihm im Haus zu übernachten. Obwohl er ein komischer Kauz ist, stimmen beiden zu, auch weil bekannt ist, dass im Moment ein Killer sein Unwesen treibt und da ist man doch lieber in einem warmen Bett in einem Haus untergebracht, als im Freien zu schlafen. Als Jack beobachtet, das Grizard nachts etwas aus dem Auto lädt, das die Größe eines Menschen hat, kommt ihm ein schrecklicher Verdacht.

Der Film beginnt langsam. Man legt durchaus Wert darauf, dem Zuschauer die Charaktere von Jack und Veronique näher zu bringen. Das ist aber alles durchaus interessant geschildert und keineswegs langweilig, hat aber mit einem Thriller nichts zu tun.

Das ändert sich dann aber im zweiten Teil, in dem der Film wirklich spannend wird. Der Zuschauer ist dabei hin und hergerissen. Ist dieser Grizard nun wirklich der Mörder? Oder hat gar seine komische Gattin damit etwas zu tun? Zudem kann man auch Jack durchaus in Betracht ziehen. Denn stimmt die Geschichte mit der Freundin wirklich?

Aus diesen ganzen Verdachtsmomenten und den Verhaltensweisen der Protagonisten bezieht der Film seine Stärke. Unterstützt wird das ganze durch einen Soundtrack, der einen an die 80er Jahre erinnert und klingt, als hätten Jean Michel Jarre und Trevor Horn zusammengearbeitet. Das gefällt dem Retrofan natürlich ebenfalls sehr.

Und auch als man sich dann später sicher ist, wer nun hier der Böse ist (weil es anscheinend eindeutig belegt wird) kommt trotzdem noch eine Wendung, die, und das ist das Schöne, nie und nimmer jemand vorausahnen kann, welche aber, wenn man den ganzen Film Revue passieren lässt, durchaus Sinn ergibt.

So bleibt unter dem Strich ein wirklich gelungener kleiner B-Movie,ohne jegliche Spezialeffekte, bei dem auffällt, dass er überwiegend im Hellen spielt, was ungewöhnlich ist für das Genre – zudem versehen mit einem Klasse-Drehbuch. Für mich ein kleiner Geheimtipp.

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24 HOURS – TWO SIDES OF CRIME (Justbridge)

am 19. März 2019 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Ein Banküberfall in einer Kleinstadt lauft völlig aus dem Ruder. Polizei und Geiselnehmer beginnen ein nervenzerfetzendes Katz- und Mausspiel, das die Stadt einen ganzen Tag lang in Atem halt. Es werden 2 erfahrene Ermittler eingesetzt, um mit den beiden Verbrechern per Handy zu verhandeln, doch mit der Zeit bekommen diese den Eindruck das die Täter gar nicht an dem geforderten Lösegeld interessiert sind, sondern einen völlig anderen Plan verfolgen.

Die Geschehnisse in dieser 12-teiligen TV Serie werden abwechselnd aus der Perspektive der Polizei, der Presse sowie auch aus der Sicht der Bankräuber, der Opfer und ihrer Familien gezeigt. Jede neue Folge lüftet dabei ein kleines Stuck des Geheimnisses und der Zuschauer erkennt allmählich, dass mehr dahinter steckt als zuerst angenommen.

Und genau dafür sind auch heute noch Rezensionen sehr wichtig, denn die ersten beiden Folgen sind, nun ja sagen wir mal, leidlich spannend. Denn zunächst bekommt man den Eindruck vermittelt, dass man hier einem ganz normalen Banküberfall mit Geiselnahme beiwohnt, wie man es schon zig Male gesehen hat.

Doch ab Folge 3 ändert sich dies komplett, denn es geht, wie bereits oben angedeutet, mitnichten um Lösegeld, sondern die Geiselnehmer haben sich etwas völlig anderes ausgedacht, weil sie über Insiderinformationen verfügen. Was genau das ist, lasse ich hier mal unbeantwortet, weil ich die Idee wirklich klasse fand.

Überhaupt schafft man es, immer wieder neue Wendungen einzustreuen, die ich so noch nicht gesehen habe und welche die Handlung interessant halten. Auch das sich die Folgen aus der Sicht der Polizei und dann aus der der Täter abwechseln, ist ein durchaus interessanter Schachzug, da man häufig erkennt, das die Polizei etwas ganz anderes vorhat oder denkt als die Täter und umgekehrt.

Fazit. Durchaus spannende Serie, die man vielleicht um 2 Folgen hätte kürzen können, da einige Seitenhandlungen nicht unbedingt notwendig gewesen werden. Ansonsten aber ein durchaus interessantes Konzept.

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GALVESTON (Koch Media)

am 12. März 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Profikiller Roy hat nicht mehr lange zu leben, denn seine Lunge ist komplett hinüber. Für den in schmutzige Geschäfte verwickelten Stan erledigt er die Drecksarbeit. Bei einem Auftrag den er von ihm erhält, wird ihm im Nachhinein bewusst, das er dabei draufgehen sollte. Doch er kann fliehen: zusammen mit der jungen Prostituierten Rocky und deren kleiner Schwester finden sie sich bald in Roys Heimatstadt Galveston wieder. Doch die Schergen seines Bosses sind schon unterwegs, denn nicht nur er, sondern auch Rocky verfügen über Informationen die Stan zu Fall bringen können.

Jetzt werden viele sagen, das die Geschichte doch reichlich unspektakulär ist und ähnliches doch nun wahrlich schon oft erzählt wurde. Diese Kritiker liegen richtig, doch trotzdem lohnt es sich den Streifen anzuschauen.

Da sind zum einen die hervorragenden Schauspieler. Ben Foster liefert als zum Tode Geweihter, der sein Herz entdeckt , eine absolut hervorragende Leistung ab. Das ist man von ihm aber gewohnt. Das jedoch Elle Fanning so gut sein kann, hätte ich nicht gedacht, denn eigentlich war sie bislang immer nur die kleine Schwester von Dakota, die für die gleiche Rolle vor 5 Jahren besetzt worden wäre. Als Stan ist in einer kleinen Nebenrolle übrigens Beau Bridges zu sehen.

Das absolute Highlight des Streifens sind allerdings die letzten 20 Minuten, auf die ich jedoch nicht wirklich eingehen kann, weil ich dann zu viel spoilern würde. Ich kann aber so viel sagen, dass ich selten einen so gelungenen Abschluss eines Films gesehen habe.

GALVESTON ist ein gut gespielter und vor allem glaubwürdiger Streifen, der insgesamt am ehesten im Drama-Genre beheimatet ist, wenn auch hier und da Actionszenen und leichte Thrillerelemente hinzukommen. Die Geschichte ist nachvollziehbar und wirkt nicht wie am Reißbrett konstruiert. Meiner Meinung nach sehr gelungen, an manchen Stellen allerdings auch ein wenig langatmig. Das wird von den anderen Pluspunkten jedoch locker kaschiert.

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