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Archiv der Kategorie 'Thriller'

TRANSIT (StudioCanal)

am 14. Mai 2012 unter Action, Thriller abgelegt

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Nate hat gerade eine 18-monatige Haftstrafe wegen Immobilienbetrug abgesessen. Um mit sich und seiner Familie wieder ins Reine zu kommen unternimmt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen einen Ausflug. Zur gleichen Zeit wird nicht unweit entfernt ein Geldtransporter überfallen, doch die Polizei ist dem Quartett schon auf den Spuren und hat alle Straßen abgesperrt. Also packt man die Beute auf das Gepäckdach der Familie, die sich gerade etwas zu trinken besorgt und verfolgt diese anschließend, nachdem man die Grenze passieren konnte. Doch dann kommt es zu einer unerwarteten Wende und der Familienvater und seine Gattin zeigen sich resoluter als erwartet.

Auch wenn die Idee sicherlich nicht schlecht ist, glaube ich kaum, das Gangster auf so etwas kommen würden. Auf der anderen Seite halt dann auch wieder originell, denn ich kann mich nicht erinnern, das schon einmal in einem anderen Streifen gesehen zu haben.

Hat man dieses Szenario erst einmal geschluckt,  entwickelt sich ein durchweg spannender Streifen, der die komplette Laufzeit nicht den Hauch eines Durchhängers hat. Insbesondere gegen Ende geht’s richtig zur Sache und ich finde es vor allem auch mal gut, dass nicht nur dumm herumgewinselt wird, sondern dass die Familie zu allem bereit ist, um ihr Leben zu verteidigen.

Jim Caviezel beweist abermals sein Gespür für eine gute Rollenwahl und darf hier mal wieder nen starken Helden spielen,. Aber auch die Gangster wissen zu gefallen. Insbesondere James Frain gibt ein richtig schönes Arschloch ab, das mit allen Wassern gewaschen ist.

Fazit: Wem diese Mischung aus Joyride und 96 Hours zusagt, wird keineswegs enttäuscht sein. Der Film nimmt von Beginn an Fahrt auf und lässt einen keine Sekunde zur Ruhe kommen. Zudem halten sich die unlogischen Sequenzen für einen Streifen dieser Art doch stark in Grenzen. Daher auf jeden Fall ansehen !!

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SPECIAL FORCES (Universum Film)

am 14. Mai 2012 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Die Journalistin Elsa Casanova (was ein Name) und ihr afghanischer Freund Amin werden bei einem Rechercheauftrag für eine Reportage von Taliban überfallen und entführt. Diese wollen Elsa vor laufender Kamera hinrichten. Die französische Regierung weiß genau, dass dies für ihren Ruf eine Katastrophe bedeuten würde und schickt eine Spezialeinheit los, um sie zu befreien. Die Aktion gelingt, doch auf dem Rückweg gerät das Team unter Beschuss und erreicht die Rettungshelikopter nicht. Die einzige Möglichkeit ist eine Flucht über die Berge, doch dieser Weg ist extrem weit und kräfteraubend und die Taliban sind ihnen schon auf den Fersen.

Grundsätzlich ist das nicht wirklich meine Art von Film. Aufgrund der Besetzung und des guten Rufs des französischen Films, habe ich ihn mir dennoch angesehen und war positiv überrascht, Der Streifen ist durchweg spannend und die Protagonisten sehen auch richtig fertig aus – wahrscheinlich hat man sie den Strapazen einige Tage wirklich ausgesetzt.

Inmitten des Geschehens macht die von mir nicht sonderlich geschätzte Frau Kruger eine erstaunlich gute Figur, denn die Darstellung ihres Charakters bewegt sich durchaus in einem glaubwürdigen Rahmen.

Allerdings gibt es doch die ein oder andere Einzelheit die etwas merkwürdig wirkt, denn es ist schon erstaunlich wie die Gruppe von den Taliban immer wieder aufgespürt wird, in einem Land, das dermaßen riesig ist. Vor allem ist es etwas unverständlich, dass man sich tagelang über einen Berg quält und die Feinde ihnen danach sofort auflauern. Hatten die ne Abkürzung oder wie?

Trotzdem ein spannender Streifen, den man gleich in mehrere Genre stecken kann. Auch Menschen die dieser Thematik sonst nichts abgewinnen können, dürfen einen Blick riskieren.

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PERFECT SENSE (Universum Film)

am 30. April 2012 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Michael ist der Chefkoch eines Gourmet-Restaurants, Susan eine Wissenschaftlerin die sich mit Epidemien beschäftigt. Obwohl beide emotional verkümmert sind, kommt man sich langsam näher und lernt den anderen schätzen. Dann bricht eine Epidemie über die Welt herein. Zuerst fangen die Menschen an zu weinen, um danach ihren Geruchssinn zu verlieren. Doch das ist erst der Anfang, denn mit fortlaufender Dauer gehen auch noch andere Sinne verloren und die Welt droht im Chaos zu versinken.

Diese sehr ungewöhnliche Mixtur aus Liebesfilm und Thriller funktioniert überraschenderweise perfe(c)kt. Das hängt auch mit der unglaublich ausdrucksstarken Bildersprache zusammen, die zusammen mit dem grandiosen Soundtrack eine faszinierende Mixtur ergibt. Leider gibt es letzteren nicht käuflich zu erwerben, was eine Schande ist.

Im Internet gibt es viele gute Kritiken, aber auch einige die sich beschweren, dass der Streifen recht langweilig ist. Das kann man durchaus so sehen, denn spannend ist PERFECT SENSE eigentlich nicht und gegen das hier vorhandene Erzähltempo wirkt ein Streifen wie CONTAGION mit ähnlicher Thematik wie ein Action-Thriller. Man muss sich auf diese Bildersprache einlassen.

Auch die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern passt, wobei insbesondere Eva Green eine wirklich außergewöhnliche Vorstellung abgibt.

Interessanterweise wird hier auch beleuchtet was mit den Menschen passiert, wenn ihnen einer ihrer Sinne verlorengeht – man konzentriert sich halt auf die anderen und irgendwann hat man dann den abhanden gekommenen vollends vergessen. Ob die Menschheit so wirklich reagieren würde bleibt mal dahin gestellt, ist aber eine sehr interessante These.

Fazit: Einer der ungewöhnlichsten Streifen der letzten Jahre, was auch an der strangen Genremischung liegt. Lässt man sich auf die Bildersprache des Streifens ein bekommt man ein kleines Meisterwerk geboten. Kann man dies jedoch nicht, sollte man lieber auf die Mainstream-Varianten des Themas ausweichen.

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2:22 (Ascot Elite)

am 30. April 2012 unter Thriller abgelegt

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Vier Diebe planen einen recht simplen Einbruch. Man wartet bis 2:22 nachts und nimmt dann die drei Angestellten des Hotels in Gewahrsam um die Schließfächer auszuräumen, während einer den Rezeptionisten gibt. Doch immer wieder kommen irgendwelche Gäste dazwischen und so langsam füllt sich der Nebenraum, wo man alle „parkt“. Zudem kann einer der Diebe den Hals nicht vollbekommen, was dazuführt, das er beim Hehler von einem der Hotelgäste wiedererkannt wird…..

Der Streifen braucht leider doch recht lange bis er mal in die Gänge kommt. Auch die Geschichte mit der Frau in der Bar bringt das alles nicht wirklich weiter., Der Bruch ist allerdings smart gefilmt und gespickt mit skurrilen Ideen (ich sag nur der alte Mann der sich umbringen will). Auch die letzten dreißig Minuten sind durchaus unterhaltsam.

Schauspielerisch ist das ganze nicht wirklich auf einem hohen Niveau. Nur der Held der Titelrolle sticht da ein wenig hervor. Ansonsten wissen noch die Kameraführung und die Wende gegen Ende zu gefallen und es gibt einen CAMEO-Auftritt von Gabriel Byrne, der im Abspann nicht erwähnt wird.

Fazit: Netter Heist-Thriller mit der einen oder anderen überraschenden Wende. Recht unterhaltsam für einen netten Abend – nicht mehr aber auch nicht weniger. Val Kilmers Rollenauswahl wird hingegen so langsam immer peinlicher.

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STRAW DOGS (Sony Pictures)

am 30. April 2012 unter Thriller abgelegt

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Der erfolgreiche Autor David Sumner zieht mit seiner jungen Frau Amy in das Haus ihrer verstorbenen Eltern in die Pampa. Dort will er das Drehbuch zu einem Film über STALINGRAD schreiben. Anfangs scheint auch alles ganz gut zu funktionieren, doch dann tauchen so langsam alle möglichen Leute aus der Vergangenheit von Amy auf. Als David einem vermeintlichen Irren Unterschlupf gewährt, kommt es zur Eskalation.

STRAW DOGS ist ein Remake eines Streifens aus dem Jahre 1971 in dem Dustin Hoffman die Hauptrolle spielte. Lustigerweise habe ich diesen auch erst vor einem halben Jahr gesehen. Fakt ist das ich das Original schon nicht annähernd so überragend fand wie es in den Kritiken wegkommt und auch das Remake reißt mich nicht wirklich von Hocker.

Zu viele Stereotypen, zu viele unglaubwürdige Handlungsweisen und das vollkommen überzogene Ende indem der unscheinbare Autor aus nicht nachvollziehbaren Gründen zum Kämpfer mutiert, für einen Typen, den er nicht mal kennt, ergeben im Zusammenspiel einen recht öden Streifen, der sich noch dazu am Anfang zieht wie Kaugummi.

Fazit: Überflüssiges Remake eines überbewerteten Originals.

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THE CALLER (Ascot Elite)

am 18. April 2012 unter Horror, Thriller, mystery abgelegt

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Mary hat sich von ihrem Mann getrennt und ist in eine kleine Stadt in Puerto Rico gezogen. Beim Einzug entdeckt sie ein altes Telefon, das sie auch alsbald anschließt. Kurz darauf bekommt sie einen Anruf einer Dame namens Rose, die nach einem ehemaligen Bewohner fragt. Mary erklärt ihr das die Person dort nicht mehr wohnt, doch die Dame lässt nicht locker und ruft immer wieder an. Dann stellt sich heraus, das die Anrufe von Rose aus dem Jahre 1979 kommen. Mary kann das aber verständlicherweise nicht recht glauben. Als sie nachforscht findet sie heraus das Rose früher tatsächlich im ihrem Appartement gewohnt hat und einen untreuen Freund hatte. Als Mary ihrer Anruferin sagt sie möchte sie bitte nicht mehr belästigen, greift diese zu radikalen Mitteln um die Freundschaft zu erhalten. Denn Rose kann natürlich in ihrer Zeit die Zukunft ändern und das geht für manche Beteiligten im Umfeld von Mary gar nicht gut aus.

Da sieht man mal wieder, dass es kein riesiges Budget braucht um einen kleinen, feinen Reißer zu schaffen. Es genügt eine gute Idee und ein Telefon – nicht gerade viel in der heutigen Zeit.

Natürlich gibt es auch hier das eine oder andere kleinere Logikloch, aber das ist bei dieser Story zu verschmerzen. Da muss man dann drüber hinwegsehen, was aber kein großes Problem darstellt, denn der Streifen ist sauspannend und man ertappt sich bald selbst dabei bei dem Versuch zu erahnen, was Rose denn nun als nächstes tun wird.

Zudem gibt es einen sensationellen Showdown der relativ lange geht und eine wirklich originelle Idee bereithält. Lange habe ich nicht mehr so einen spannenden Schluss gesehen, da dieser in letzter Zeit in vielen Filmen doch ziemlich hingerotzt wird.

Inmitten dieses Szenarios liefert die mir unbekannte Rachelle Lefefre eine gelungene Performance ab, Ich habe schon den ein oder anderen Film gesehen, in dem sie mitspielte fiel mir auf als ich bei ofdb stöberte, aber aufgefallen war sie mir noch nie.

Fazit: Toller kleiner B-Movie der aus fast nichts extrem viel macht. Ein echter Geheimtipp.

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ATEMLOS (Kinowelt)

am 02. April 2012 unter Action, Thriller abgelegt

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Auf einer Internetseite vermisster Kinder, entdeckt Nathan ein Bild, das ihm erstaunlich ähnlich sieht. Zudem kann er sich nicht wirklich an seine Kindheit erinnern und auch seine Eltern wirken schon immer eher wie gute Freunde, denn wie Erziehungsberechtigte. Als Nathan nachforscht muss er feststellen, dass man ihn jahrelang angelogen hat, denn er ist der Sohn eines verdeckten Geheimagenten. Als einige Männer auftauchen und seine Ersatzeltern töten, muss er mit seiner Freundin schnellstens fliehen, denn die Gangster suchen einen Geheimcode den Nathans richtiger Vater einem kriminellen Individuum entwendet hat. Doch wem kann er noch trauen?

So weit so unsinnig. Die Logiklöcher dieses Streifens sind größer als die Lücken im deutschen Haushalt. Das ist ja für diese Art Film nichts ungewöhnliches, doch irgendwann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.

Der Hauptdarsteller muss wohl in den Twilight Filmen rumgefallen sein und daher bei den weiblichen Wesen einen gewissen Bekanntheitsgrad besitzen. Seine Versuche zu schauspielern versagen allerdings kläglich, dazu ist seine Mimik viel zu stoisch. Sieht ein bisschen aus wie der kleine Bruder von THE ROCK.

Der Rest der Besetzung ist allerdings erstaunlich gut, denn neben Sigourney Weaver sind auch Maria Bello und Alfred Molina dabei, die allerdings die vielen Schwächen des Drehbuchs auch nicht kaschieren können.

Alles in allem ist der Film aber auch nicht schlechter als ähnlich gelagerter Unsinn wie FACE OFF. Wer es daher schafft sein Gehirn nonstop auszuschalten wird zumindest recht ordentlich unterhalten. Ein cineastisches Meisterwerk wird man hier eh nicht erwarten.

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TICKET OUT (Eurovideo)

am 02. April 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Jocelyn hat gerade einen Gerichtsstreit verloren, der es ihrem Mann nun wieder erlaubt, die beiden Kinder regelmäßig zu sehen, auch wenn Indizien vorlagen, dass Dennis, zumindest den Jungen, körperlich misshandelt hat. Der will nicht zu seinem Vater, doch dieser hat nunmal ein Besuchsrecht, Als die Mutter die beiden Kinder abholen will und erkennen muss, dass ihr Ex wieder gewalttätig wurde, flieht sie mit den Kids zu einer Untergrundorganisation, die in solchen Fällen eingreift. Doch Dennis setzt einen Privatdetektiv auf das Trio an und auch das FBI ist hinter den Flüchtlingen her.

TICKET OUT hat eine ungewöhnliche Story zu bieten, denn besonders im Verlauf der Flucht kommt es zu viele Situationen, die man so noch nicht gesehen hat. Zudem bleibt die ganze Zeit die Frage offen, welche Rolle der von Ray Liotta verkörperte Charakter denn nun spielt.

So weit mir bekannt handelt es sich hierbei um einen TV-Film, der aber durchaus das Zeug für eine Kinoauswertung gehabt hätte, denn diese Geschichten sehen viele Menschen gerne.

Der Ausgang ist zudem einigermaßen überraschend und zeigt mal wieder, dass das amerikanische Rechtssystem nicht annähernd so gut ist wie es gerne wäre.

Fazit: Kleiner, feiner Thriller mit guten Darstellern und eher spärlich gestreuten Action-Szenen, dafür aber gespickt mit jeder Menge kleiner Wendungen.

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MARGIN CALL (Koch Media)

am 14. März 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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In einer Investmentbank stehen Massenentlassungen an. Es trifft auch den Chef des Risikomanagements Eric Dane, der seinem Kollegen Peter Sullivan noch einen USB Stick übergibt, der die Ereignisse der nächsten 24 Stunden nachhaltig beeinflussen wird. Sollte das Unternehmen nämlich nur einen geringen Kursverlust erleiden, bricht das ganze Kartenhaus zusammen. Nun versucht man mit allen Mitteln das Unternehmen noch zu retten, was wie sich herausstellt, nur mit halblegalen Mitteln funktioniert und zudem an den Finanzmärkten weltweit ein Chaos auslösen könnte.

Das gute an dem Streifen ist, dass man das Fachchinesisch einigermaßen heraushält und auch ein „normaler“ Bürger dem Geschehen folgen kann. Doch der Crash des Unternehmens und dessen Rettung steht gar nicht im Mittelpunkt. Hier wird aufgezeigt, dass der einzelne Mensch nichts mehr zählt und nur der Profit im Vordergrund steht. Es gibt Gewinner, aber auch jede Menge Verlierer. Ob menschliche Schicksale durch das Vorgehen zerstört werden ist vollkommen nebensächlich und wird als Kollateralschaden verbucht.

In der Werbung wird der Film oft mit WALL STREET verglichen. Ich finde jedoch dass der Steifen viel eher an den genialen GLENGARRY GLENN ROSS erinnert, indem Kevin Spacey ja auch eine Hauptrolle spielt. Obwohl der Streifen schon 20 Jahre alt ist, wird auch dort aufgezeigt, wie unwichtig der einzelne Mensch für ein Unternehmen geworden ist.

Die beste Rolle in MARGIN CALL gebührt allerdings Jeremy Irons, der den obersten Chef genauso spielt wie man sich so ein Arschloch eben vorstellt.

Fazit: Wer die Thematik mag wird hier keinesfalls enttäuscht werden. Allerdings ist der Streifen eher kammerspielartig angelegt, was vielen nicht unbedingt zusagen wird. Da sag noch einer Unterhaltungsfilme sind niveaulos, denn MARGIN CALL schafft den schwierigen Spagat zwischen Anspruch und eben Unterhaltung hervorragend.

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CONTAGION (Warner Home Video)

am 14. März 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Wenn Soderbergh ruft kommen sie alle. Der Cast dieses Streifens reicht normalerweise für 3 große Hollywood-Produktionen aus. Kate Winslet, Matt Damon, Larry Fishburne, Jude Law, Gwyneth Paltrow und noch einige mehr geben sich im neusten Werk des Hollywood-Wunderkindes ein Stelldichein. Ich persönlich finde den Mann schon seit Jahren gänzlich überbewertet und ging daher mit eher gemischten Gefühlen an den Streifen heran und wurde überrascht.

Als Beth mit einer starken Erkältung von ihrem Hongkong-Trip in die Staaten zurückkehrt ahnt noch niemand, dass sie eine der schlimmsten Seuchen der letzten Jahrhunderte mit ins Land gebracht hat. Das Virus breitet sich rasant aus und führt in 40 Prozent der Fälle dann auch zum Tod. Verzweifelt versucht man in verschiedenen Teilen des Landes ein Heilmittel zu finden, was sich allerdings schwierig gestaltet, da man nicht ergründen kann wie dieser entstanden ist. Erschwert wird die Arbeit durch umgreifende Panik und dem Blogger Allen, der die Bürger des Landes mit falschen bzw. halbwahren Informationen versorgt. Der Wettlauf mit der Zeit scheint aussichtslos.

Was mir an Contagion sehr gut gefallen hat ist das ständige Switchen zwischen verschiedenen Plätzen, so dass der Zuschauer nachvollziehen kann, wie man auf der ganzen Welt versucht die Quelle des Virus zu finden und dessen Herr zu werden. So bekommt man viele Einzelschicksale geschildert, die allesamt ihre Momente haben. Unterstützt wird das ganze durch einen phänomenal-guten Soundtrack, den es leider nicht zu kaufen gibt. Die elektronischen Töne unterstützen das Szenario kongenial in seiner Bedrohlichkeit.

Fazit: Mehr Drama als Thriller, aber durchweg spannender Streifen. Wer allerdings jede Menge Action erwartet wird hier gnadenlos enttäuscht. Das Grauen schleicht hier langsam. Respekt Herr Soderbergh.

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