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Archiv der Kategorie 'Thriller'

BOYS IN THE TREES (Lighthouse)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Corey, Jango und ihre Skater-Clique, genannt ‘Die Gromits’, feiern ihren Abschied von der High-School – nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Herrschaften, die sich das aber selbst nicht eingestehen wollen. Eines Abends trifft Corey seinen ehemals besten Freund Jonah wieder. Dieser wird von den Skatern gemobbt und als Schwächling bezeichnet, und eigentlich will auch Corey, der eben jetzt zu den „Coolen“ gehört nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch an diesem Abend kommen, als sie zusammen nach Hause gehen, alte Erlebnisse wieder hoch und die beiden nähern sich wieder an, erinnern sich an frühere gemeinsame Momente und Zeiten. Jonah entführt seinen ehemaligen besten Kumpel in eine merkwürdige, imaginäre Wunderwelt – doch auch diese Nacht ist irgendwann vorbei.

Normalerweise brauche ich für eine Zusammenfassung eines Filmes nur wenige Minuten, da sie ja nur kurz wiedergeben soll, was dort passiert und das erfordert nun wahrlich kein großes journalistisches Können. Hier habe ich mich aber dermaßen schwer getan, denn BOYS IN THE TREES ist einer der ungewöhnlichsten Filme die ich seit langem gesehen habe.

Was als Drama um ein paar Jugendliche beginnt, wandelt sich im Laufe des Films, unterstützt durch Mystery und Fantasy-Einflüsse zu einer Parabel über wahre Freundschaft.

Wenn man sich das Cover ansieht könnte man meinen, das das hier eher Richtung Horror geht, doch das ist mitnichten der Fall.

Die Dialoge sind teilweise hochklassig und die beiden Hauptdarsteller liefern eine grandiose Leistung ab.

Normalerweise gebe ich bei solchen Filmen gerne eine Referenz an, damit der Zuschauer weiß, auf was er sich hier einlässt, doch das fällt in diesem Falle extrem schwierig, weil sich der Film auch in kein Korsett zwängen lässt und viele Genre auf einmal bedient.

Zudem hat das ganze einen sehr stimmigen Schluss, der allerdings nichts für Freunde des gepflegten Happy-Ends ist und das einen ein wenig traurig zurück lässt.

Fazit: Ein faszinierender Mix aus Drama, Mystery, Thriller und weiteren Elementen diverser Genre, den man sich auf jeden Fall mal ansehen sollte. Selbst wenn man den Film nicht mag, kann man danach sagen, das man so etwas noch nie gesehen hat. Die Bewertungen bei imdb sind zudem recht hoch, was mir zeigt, das noch andere von diesem Streifen beeindruckt waren, dem zudem eine sehr gute Synchro spendiert wurde.

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OHNE JEDE GNADE (Koch Media)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Mimmo ist nach außen eher der gemütliche Typ und arbeitet als Bauarbeiter – jedoch nur offiziell, denn nebenbei treibt er für seinen Onkel Schulden ein und ist dabei nicht wirklich zimperlich.Eines Tages lernt er die Prostituierte Tanja kennen, Er soll einen Tag auf das Mädel aufpassen. Als er mit ansehen muss, wie sie vergewaltigt wird, rastet er aus und tötet den Täter, der leider der Sohn seines Onkels ist. Nun steht er auf der Abschussliste. Er plant mit Tanja zu fliehen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Der Titel des Films ist etwas weit hergeholt und weckt auch andere Vorstellungen, denn im Grunde ist dieser Streifen eine Charakterstudie und kein Mafia-Thriller, als der er verkauft wird, was aber natürlich verkaufsfördernder ist.

Inmitten dieses Szenarios wandert Pierfrancesco Favino , den man in diesem Streifen 20 Jahre älter aussehen lässt als er wirklich ist (und der mir auch unheimlich dick vorkommt im Vergleich zu seinen Auftritten in RUSH oder WORLD WAR Z), auf den Spuren De Niros, denn das wäre auch eine Rolle für den vielleicht besten Schauspieler aller Zeiten gewesen.

Wer sich auf den Film einlassen kann, der wie gesagt eher ein Drama denn ein Thriller ist, wird mit guten Darstellern (auch die Nebenrollen sind ordentlich besetzt) und einem durchaus realistischen Plot belohnt, der mir persönlich gegen Ende aber ein wenig zu melodramatisch ausfällt.

Insgesamt unterscheidet sich OHNE JEDE GNADE enorm von den üblichem Mafia- bzw. Camorrafilmen und auch die üblichen Klischees werden nicht so stark bedient wie in Streifen dieser Genre üblich.

So bleibt ein gut gespieltes Drama mit einem sehr präsenten Hauptdarsteller, der ein wenig aussieht wie Bud Spencers kleiner Bruder, was aber perfekt zur Rolle passt.

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LIFJORD – STAFFEL 2 (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Am Ende der ersten Staffel war eigentlich alles geklärt, daher war ich gespannt, wie es denn nun weiter gehen würde. Doch man bediente sich hier eines recht einfachen Kniffs, denn der „Geständige“ widerruft seine Aussage einfach und schon geht wieder alles von vorne los. Das ist zwar nicht wirklich originell, doch da die zweite Staffel erheblich besser ist als der Vorgänger, im Nachhinein begrüßenswert. Wer Nummer 1 nicht gesehen hat versteht hier nichts, denn die Ereignisse gehen direkt am Schauplatz der letzten Szene weiter.

Aksel klagt William wegen Mordes an. Mit der Zeit jedoch tun sich einige Abgründe auf, denn er kann sich nicht wirklich erinnern, was in der Mordnacht passiert ist und auch sein Alibi gerät erheblich ins Wanken. Das er dafür verantwortlich ist, das die meisten Einwohner in der Stadt ihren Job verlieren, macht ihn zudem auch nicht wirklich beliebter. Im Laufe des Prozesses muss er feststellen, das er die Sache lieber hätte ruhen lassen sollen, denn es kommen Wahrheiten ans Licht, auf die er hätte verzichten können.

Es ist unmöglich die ganze Handlung hier zu besprechen, denn dazu ist diese einfach zu komplex. Dazu gibt es reichlich Wendungen, die zwar an manchen Stellen zunächst etwas weit hergeholt scheinen, dann aber doch durchaus einen Sinn ergeben.

Der Vorteil der zweiten Staffel ist einfach, das man die Charaktere alle kennt. Bis man die im Vorgänger eingeführt hatte, waren schon mal 90 Minuten vorbei. Zudem mutiert die Geschichte immer mehr zu einem Thriller mit Drama-Elementen, während Nummer eins eher spärlich spannend war.

Die Schauspieler sind natürlich alle gleich geblieben und so muss ich mein Lob nicht noch einmal wiederholen, wobei ich doch die Leistung von Lena Endre herausheben möchte, die als intrigante und doch familienbewusste Eva eine hervorragende Leistung abliefert.

Auch dieses Mal kann ich mir nur schwer vorstellen, das es noch eine nächste Staffel geben wird, denn wieder scheint so weit alles geklärt, aber da habe ich mich ja schon einmal getäuscht. Der Schnitt von 7,6 bei imdb ist durchaus gerechtfertigt. Klare Steigerung zum soliden Vorgänger.

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TAKEN IN MAROKKO (Lighthouse)

am 05. Juli 2017 unter Action, Thriller abgelegt

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Bei einem Spaziergang in Marokko, wird Sophies Tochter entführt. Die Homeland Security Mitarbeiterin nimmt sofort die Verfolgung auf und tötet dabei versehentlich einen der vermeintlichen Entführer. Selbstverständlich glauben ihr die dortigen Behörden nicht und so muss sie nicht nur ihr Kind finden, sondern auch noch vor der örtlichen Polizei fliehen. Sie weiß genau, das die ersten Stunden entscheidend sind, denn danach schwinden die Chancen bei einer Entführung auf ein Minimum.

Das der Streifen versucht auf den TAKEN-Zug aufzuspringen, sagt ja schon der Titel, wobei das eher der Verleih tut, denn im Original sucht der Film nicht wirklich die Nähe, denn da heißt er NEVER LET GO.

Im Endeffekt ähneln sich die 3 Taken Teile und dieser hier in ihrer Handlung schon sehr, nur das eben nun ein Baby entführt wird und die Heldin eine Frau ist. So weit so bekannt.

Auch wenn der TAKEN IN MAROKKO an sein Vorbild natürlich nicht heranreicht, ist er zumindest actionreich. Ich glaube in dem Film gibt es zusammenaddiert insgesamt keine 20 Minuten, bei der nicht irgendwer vor irgendwem flieht oder eine Verfolgungsjagd stattfindet. Mehr Action geht eigentlich kaum.

Angela Dixon als Agentin bei Homeland ist allerdings nur bedingt glaubwürdig, da war Liam Neeson eben schon ne Ecke cooler. Zudem bekam sie in der deutschen Synchro eine Stimme, die nicht wirklich zu ihr passt. Merkwürdigerweise sind die anderen Rollen sehe gut gesprochen. Da aber in dem Film nicht wirklich viel kommuniziert wird, kann man sich diesen selbst mit schwachen Kenntnissen der Sprache im Original ansehen, denn da macht er meiner Meinung nach mehr Spaß.

Fazit: Taken in Marokko ist ein solider Action-Thriller mit einer reizvollen Location. Auch wenn die Story nicht wirklich innovativ ist, wird man hier gut unterhalten und die 90 Minuten sind auch Ruck-zuck vorbei.

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DONT HANG UP (Splendid Film)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Sam und Brady suchen sich wahllos Opfer für Telefonstreiche aus, die teilweise schon die Grenze des guten Geschmacks überschreiten, zumal sie das ganze auch noch online stellen. Eines Abends bekommen aber auch die beiden mal einen Anruf, von dem beide denken, das es sich nur um einen harmlosen Irren handelt. Doch dem ist mitnichten so, denn kurz darauf sieht Brady seine Eltern gefesselt in einem Video. Der anonyme Wahnsinnige scheint alles über die beiden zu wissen und bald gibt es auch den ersten Toten. Als Sams Freundin entführt wird, wissen sie, das das hier wesentlich böser enden kann, als ihre Streiche, die sie sich erlauben – doch warum tut der Fremde das?

Wer mal wieder 90 Minuten richtig gut unterhalten werden will, ist mit DONT HANG UP genau an der richtigen Adresse. Wenn natürlich auch nicht alles wirklich Sinn ergibt (was der anonyme Anrufer an technischen Finessen so alles drauf hat, ist selbst im Computerzeitalter reichlich übertrieben).

Natürlich klaut DONT HANG UP auch bei bekannten Vorbildern wie SCREAM oder SAW – das aber erstaunlich clever. Nie hat man irgendwie das Gefühl, hier ein dumpfes Plagiat zu sehen, denn es gibt jede Menge wirklich gelungener Einfälle und Wendungen, die ich aber aus Spoilergründen nicht angeben kann.

Die beiden Jungs sind durchaus talentiert und obwohl der Darsteller des Sam eigentlich keine Horrorfilme mag, wie er in den Extras betont, war er für dieses Projekt Feuer und Flamme. Schaut man in die Biographie der beiden entdeckt man auch nicht wirklich Highlights – im Gegenteil. Insbesondere Garrett Clayton hat bislang ganz schönen Mist gedreht.

Auch die beiden Regisseure haben bis auf nen Kurzfilm noch nichts wirkliches auf die Leinwand gezaubert – was anhand teilweise wirklich gelungener Kamerafahrten (alleine die Nummer durch das Schlüsselloch ist schon origineller als andere Filme komplett) und vor allem dem sehr guten Timing, relativ erstaunlich ist.

Wie gesagt, man sollte bei diesem Film jetzt nicht alles logisch hinterfragen, denn dann verdirbt man sich den Spaß, den ich zumindest 90 Minuten lang hatte. Das Bild und der Ton und auch die Synchronisation sind bei Splendid eh meist außerordentlich gelungen und spielen fast schon in der Major-Liga. Wie immer beweist man bei den B-Movies, die man so einkauft, ein gutes Händchen.

Menschen die diesem Genre zugeneigt sind können bedenkenlos zugreifen, denn nach einem etwas chaotischen Anfang wird der Streifen schon nach 20 Minuten richtig spannend. Die Wende gegen Ende ist zudem sowohl gelungen als auch glaubwürdig.

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AMBULANCE (KOCH MEDIA)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Comiczeichner Josh spricht in New York auf der Straße seine Traumfrau Cheryl, an, der er schon wochenlang hinterherhechelt. Doch plötzlich hat sie einen Schwächeanfall und wird von einem Krankenwagen abgeholt. Als Josh sie im Krankenhaus besuchen will, wurde sie weder da, noch in irgend einem anderen New Yorks eingeliefert. Dann findet er heraus das dieser Krankenwagen anscheinend Diabetiker entführt, doch der ermittelnde Detective glaubt ihm nicht. Lediglich die Streifenpolizistin Dandra versucht ihm zu helfen und bald geraten beide in akute Gefahr.

Ich glaube 1990 kannte diesen Film so ziemlich jeder Videothekengänger. Im Kino nicht wirklich ein Hit, entwickelte sich der Streifen auf VHS zu einem Renner, für den man dann auch mal anstand, um ihn zu bekommen (so war das früher).

Doch wie das oft bei solchen Produktionen ist, kann man solche Filme 25 Jahre später nicht mehr schauen, weil die Dialoge heutzutage total beknackt wirken. AMBULANCE hat den Test of Time überraschend gut bestanden. Die Story ist originell, die Konversationen sind zwar nicht mehr zeitgemäß, aber auch nicht zu lächerlich. Lediglich die vollkommen bescheuerten Klamotten und Frisuren sind schauderhaft.

Doch das soll hier nichts zur Sache tun. Kümmern wir uns also um die technische Seite. Wie man das von KOCH gewohnt ist, bekommt man ein hervorragendes Bild geboten. Die Blu Ray hat eine ordentliche Qualität und kann mit B-Movies von heute durchaus mithalten. Der Ton ist in 2.0 und erfüllt seine Pflicht.

Das Mediabook enthält ein wunderschönes Inlay das die Geschichte und die Hintergründe der damaligen Produktion beleuchtet. Dazu gibt es die DVD und auch einiges an Bonusmaterial hat man noch ausgegraben, unter anderem Hintergründe zum Film die bestimmt genauso lange sind wie der Streifen selbst und einen Audiokommentar von Larry Cohen, dem Regisseur, der uns in den 80er und 90ern so viele gute Filme kredenzte – meist als Drehbuchautor. Unter anderem wären da MANIAC COP, NICHT AUFLEGEN und der leider völlig unbekannte DONOR (deutscher beknackter Titel : Skalpell des Schreckens) zu nennen.

Fazit: Ein sehr schönes Gesamtpaket, wie man es von Koch gewohnt ist. Natürlich ist das auch nicht ganz billig, aber Qualität hat eben ihren Preis.

A KIND OF MURDER (Universum Film)

am 30. Mai 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Walter Stackhouse ist ein erfolgreicher Architekt im New York der Sechzigerjahre, verheiratet mit der schönen Clara und führt ein vermeintlich perfektes Leben. Zumindest nach außen hin, denn seine Gattin hat schwere Depressionen und ist krampfhaft eifersüchtig. Da Stackhouse schon immer einen Hang zu spannenden Kriminalfällen hat und selbst gerne Autor wäre, kommt ihm ein Mord in der Umgebung gerade recht. Der Tatverdächtige ist der Ehemann, den er in dessen Buchladen unter einem Vorwand aufsucht. Kurz darauf bekommt der Architekt jedoch selbst Probleme. Seine Gattin wird ebenfalls tot aufgefunden. Als ans Licht kommt das er eine Affäre mit einer Barsängerin hatte, gerät er plötzlich ebenfalls unter Mordverdacht.

Das der Streifen sich an Hitchcock-Vorbildern orientiert ist offensichtlich. Leider erreicht er natürlich nicht annähernd die Qualität, wobei das nicht unbedingt an der Qualität des Regisseurs liegt, sondern an dem etwas holprigen Drehbuch.

Zudem dauert es recht lange, bis die eigentliche Krimihandlung mal ins Rollen kommt, davor ist der Streifen an manchen Stellen doch etwas geschwätzig.

Gelungen hingegen ist das coole 60s Flair und auch die Darsteller machen keinen schlechten Job, wobei Wilson sichtlich Spaß an seiner Rolle hat und den Hobby-Detektiv mit Verve verkörpert.

Hätte man die Geschichte etwas verschachtelter erzählt und die ein oder andere Wende eingebaut, wäre hier deutlich mehr möglich gewesen, als ein solider Genre Beitrag. Denn eigentlich gibt es hier einfach keine möglichen Verdächtigen, so dass der Ausgang im Grunde von vornherein klar ist.

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COME AND FIND ME (Splendid)

am 19. April 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Es ist mittlerweile ein Jahr her, das Claire verschwand. Eines Morgens wachte David auf uns eine Freundin lag nicht neben ihm. Nach einigen Tagen realisierte er, das sie sich aus dem Staub gemacht hat. Doch warum? Es gab keinen größeren Streit und die beiden passten auch gut zusammen. Oder wurde sie entführt? Auch nach dieser langen Zeit kann sich David mit den offenen Fragen nicht abfinden und forscht weiter nach ihrem Verbleib. Doch die Angelegenheit wird immer mysteriöser, zumal sich herausstellt, das Madame weder Claire hieß und auch nicht an das College ging das sie ihm genannt hat. Als er einen unentwickelten Film findet, gibt es neue Hinweise, denen er nachgeht. Doch langsam dämmert ihm, das er sich damit auch in Lebensgefahr begibt, denn einige der Bilder führen ihn in dubiose Kreise.

Ich habe die Zusammenfassung gefühlte 20 Mal umgeschrieben, weil ich immer wieder der Meinung war, zu viel zu verraten. Für den Rezensenten eher nervig, bedeutet das aber meist, das der Film gelungen ist – so auch in diesem Fall.

Die Art und Weise wie man in Rückblenden, während der Nachforschungen die David betreibt, das Verhältnis der beiden erzählt bekommt, ist sehr schön inszeniert. Das nimmt zwar immer wieder etwas Tempo aus dem Streifen, schadet ihm aber in keinster Weise, wie es vielen Filmen geht, die sich in diesen Rückblenden gerne verhaspeln. Hier wirkt das alles komplett stimmig.

Noch dazu ist David kein Superheld. Seine Handlungsweisen sind absolut nachvollziehbar und er mutiert auch nicht innerhalb der ungewöhnlich langen 112 Minuten zu einem Superagent, wie es ja in vielen Streifen der Fall ist, in denen sich die Protagonisten dann plötzlich cool aus den größten Gefahren befreien. Das wird hier komplett vermieden. Das macht den Charakter nicht nur glaubwürdig, sondern auch sympathisch.

Aaron Paul sagt mir erstmal gar nichts. Kann mich auch nicht erinnern, ihn mal in irgend einem Film gesehen zu haben, liefert aber eine tolle Leistung ab. Ebenso Annabelle Wallis, die aber auch einen interessanten Charakter gezeichnet bekommen hat.

Die letzten 20 Minuten sind zwar ein wenig konfus und die Wende zum Schluss ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre. Zudem bekommt der Zuschauer nicht alles erklärt, sondern muss sich das ein oder andere selbst zusammenreimen. Klasse hingegen jedoch wieder das Ende, bei dem der Regisseur statt einer wüsten Ballerorgie (die sich angeboten hätte) einen fast schon romantischen Ausklang findet.

COME AND FIND ME ist für mich ein kleiner Geheimtipp. Der eher schmal budgetierte Film hat eine sehr eigenwillige Struktur. Dazu gibt es passend noch einen elektronischen, aber eher zurückhaltenden Soundtrack, der das Gesehene angemessen untermalt.

Fazit: Wirklich interessante Mischung aus Thriller und Drama mit einer schönen Atmosphäre und einem ungewöhnlichen Erzählstil. Auf den muss man sich allerdings einlassen.

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SNOWDEN (Universum Film)

am 07. April 2017 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Worum es in diesem Film geht, und wer dieser Mann ist, dürfte wohl so ziemlich jedem bekannt sein, der die letzten 10 Jahre nicht in einem Bunker gelebt hat, daher hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung. Nachdem seine militärische Karriere an einem komplizierten Beinbruch scheitert, wechselt der geniale Programmierer Edward Snowden zur CIA. Für diese schreibt er Programme, die es der Regierung ermöglichen, andere auszuspionieren. Doch mit der Zeit kommen ihm Zweifel an dem was er da tut, erst recht als er entdeckt, das auch die eigene Bevölkerung vor der Überwachung nicht mehr sicher ist. Zudem ist er erschüttert, wie Menschen per Drohnenangriffe eben mal andere töten und dann gemütlich nach Hause gehen. Nach einiger Zeit hat er so viele skandalöse Dinge gesehen, das er sich genötigt sieht, diese zu veröffentlichen. Auch wenn ihm bewusst ist, das sein Leben, wie er es kennt, vorbei sein wird.

Wer anders außer Oliver Stone kann so etwas verfilmen? Eigentlich keiner. Das Gewissen der USA, hat schon mit JFK bewiesen, das er einen an sich recht trockenen Stoff, interessant umzusetzen vermag. Auf der anderen Seite weiß man natürlich bei ihm auch nie genau, was wahr ist und was er dazugedichtet hat. Daher bekommt man am Anfang des Streifens gleich den Hinweis, das einige Dinge etwas dramatischer gezeigt werden, als die in der Realität wirklich waren.

Das liegt aber meiner Meinung nach durchaus im Ermessensspielraums eines Regisseurs, der die Leute ja auch unterhalten will, und SNOWDEN ist nunmal keine Dokumentation.

Bei Stone ist es wie bei Soderbergh – wenn der Mann ruft, kommen sie alle und belegen dafür selbst kleine Nebenrollen wie etwa Timothy Olyphant oder Nic Cage. Mit Lewitt hat er zudem den perfekten Snowden gefunden, der seinem Original sogar ein bisschen ähnlich sieht.

In den sehr interessanten Interviews bekommt man sogar erklärt, das der Hauptdarsteller die Gestik, den Gang und sogar die Sprache seines lebenden Vorbildes imitiert. Respekt!! Oliver Stone äußerst sich in den Extras noch ausführlich zu seinen Beweggründen den Film zu machen und wie seine Meinung zu Snowden ist, der am Ende des Films tatsächlich noch einige Minuten sich selbst spielt – eine gelungene Idee.

Fazit: Bei dieser realen Vorlage kann man als Regisseur nicht viel falsch machen und so hat Stone hier einen spannenden und hervorragend gespielten Streifen hingelegt.. Auch wenn einige Dinge etwas verändert wurden, damit das Geschehene unterhaltsamer wird, hält er sich wohl doch weitestgehend an die Fakten. An die Nummer mit dem Zauberwürfel glaube ich jedoch nicht.

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RECOVERY (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Diese Party hatte sich Jessie sicherlich anders vorgestellt, denn ihr Freund geht vor ihren Augen fremd. Dann wird sie von einer gleichaltrigen namens Kim angesprochen, die gleich sieht was da läuft und rät ihr, die Party zu verlassen, um mit ihr in einem Klub zu gehen. Vorher sammelt man noch Jessies Bruder und einen schnuckeligen Typen aus dem Internet auf und dann geht’s ab zum Feiern. Doch plötzlich ist Kim verschwunden. Und mit ihr Jessies Handy, das sie ihr geliehen hatte. Glücklicherweise hat ihr Bruder eine App installiert, mit der man dieses überall orten kann. Bald stellt sich jedoch heraus, das man das Handy besser Handy hätte sein lassen sollen, denn das Leben ist doch etwas kostbarer als ein Stück Elektronik.

RECOVERY beginnt etwas konfus. Irgendwie wirken die ersten 20 Minuten etwas unbeholfen chaotisch und ohne eine klare Linie. Mit Verlassen des Clubs allerdings ändert sich dies, was auch damit zusammenhängt das der Streifen erst von einem Jugendfilm zu einem Thriller und später zum Horrorfilm mutiert.

Die Wende in der Mitte des Streifens ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre, das Ende ist aber mit einer wirklich fiesen (wenn auch nicht zwingend logischen) Schlusspointe versehen. Das zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht.

Schauspielerisch ist das ganze durhsccnittlich. Lediglich Samuel Larsen, der durch die Serie GLEE bekannt wurde, sticht ein wenig hervor und war auch kürzlich schon in REMAINS zu sehen, der ebenfalls über Splendid vertrieben wird.

Spannend ist der Streifen allemal und, das muss ich jetzt wirklich explizit erwähnen, die Handlungsweisen der Protagonisten sind hier ausnahmsweise wirklich mal nachvollziehbar. Hier wird nicht nur dumm herumgeschrien und um Gnade gewinselt. Man wehrt sich gegen den vermeintlich lauernden Tod. Das muss man heutzutage schon gesondert erwähnen, denn normalerweise sind solche Gestalten ja immer nur dankbares Schlachtvieh.

Apropos Blut: Der Streifen ist an manchen Stellen durchaus etwas brutaler, aber eine FSK 16 hätte es meiner Meinung nach auch getan, aber das 18er Logo macht es eben immer noch etwas interessanter für den geneigten Käufer.

Fazit: Wenig Tiefgang, aber ordentliche Spannung.

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