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Archiv der Kategorie 'Thriller'

CRUEL SUMMER (Splendid)

am 09. Januar 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der autistische Teenager Danny macht alleine einen Campingtrip an einen Angelsee. Für ihn ein Abenteuer, denn aufgrund seiner Erkrankung lebt er doch ziemlich isoliert vom Rest der Welt. Der Loser Nicholas, ein hirnloser Proll hat aber aus irgend einem schwer nachvollziehenden Grund Danny auf der Hatelist. Als er sich da immer weiter hineinsteigert und noch die Wut dazukommt, das seine Freundin mit ihm Schluss gemacht hatte sucht er sich 2 Kumpels und erfindet eine Geschichte, nämlich das Danny pädophil ist und kleine Kinder begrabscht. So schaukelt sich das Trio immer weiter an dieser Unwahrheit hoch, dass man sich aufmacht und den autistischen Jungen für etwas zu bestrafen, das er gar nicht getan hat.

Inwieweit das wieder einmal eine angeblich wahre Begebenheit ist und wenn ja, wie nahe sich das Ganze am Geschehenen aufhält, vermag ich nicht zu beurteilen.

Fakt ist aber das Regisseur Escott einen Film mit Sicherheit sehr oft gesehen hat, nämlich EDEN LAKE. Auch wenn die Geschichte da etwas anders gelagert ist, machen auch hier Typen Jagd auf zwei eigentlich unschuldige Personen und dies auch im Wald.

Natürlich hat CRUEL SUMMER nicht ganz die Qualität des Vorbildes, was bei einem Ausnahmefilm auch recht schwierig ist. Dennoch gibt es hier recht verstörende Szenen zu sehen und insbesondere die Darstellung des gepeinigten Autistenjungen ist, obwohl nicht übermäßig brutal was Splatterzenen angeht, doch sehr intensiv.

Wer des englischen mächtig ist, sollte den Streifen im O-Ton schauen, denn die Synchronisation ist nicht so übermäßig gelungen und im Original wirkt das ganze noch viel drastischer.

Ein wenig nervt zwar das die Herrschaften FUCK YOU und FICK DICH doppelt so oft sagen wie Michael Douglas FICKEN in Basic Instinct, und das war schon verdammt häufig und ging mir damals schon furchtbar auf den Zeiger.

Andererseits unterstreicht die Gossensprache natürlich auch das Milieu aus dem die Protagonisten stammen und bilden dadurch einen guten Kontrast zu dem wohl behüteten Danny.

So bleibt unter dem Strich ein verstörendes und intensives Werk, das auch nachwirkt, aber sicher nicht jedermanns Sache ist. Zartbesaitete sollten einen großen Bogen um CRUEL SUMMER machen.

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THE GOOD NEIGHBOR (Koch Media)

am 05. Dezember 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die beiden Teenager Ethan und Sean haben sich ein merkwürdiges Experiment ausgedacht, mit dem sie glauben bei YouTube nen Kracher zu landen: Der unsympathische alte Nachbar, von dem man munkelt, dass er seine Frau umgebracht hat, soll Tag und Nacht beobachtet und obendrein erschreckt und drangsaliert werden. Dazu präpariert man das Haus dementsprechend und legt sich dann auf die Lauer, um das Treiben zu beobachten. Nach einer gewissen Zeit haben sie den alten Mann mürbe gemacht, doch dann tritt eine entscheidende Wende ein, mit der beide nicht gerechnet haben. Und was befindet sich eigentlich im Keller, in dem keine Kamera installiert wurde und in dem er sich ständig aufhält?

Die grundsätzliche Idee des Thrillers ist originell. Wie man es heute ohne große Probleme schaffen kann, seine Mitmenschen auszuspionieren, wird sehr gut erklärt und umgesetzt. Zudem nimmt man den beiden Jungs ihre Rollen durchaus ab, wobei einer der beiden ein Motiv hat, welches erst spät ans Licht kommt.

Ich wusste gar nicht das James Caan noch unter uns weilt. Kann mich an keinen Film der letzten Jahre erinnern, in denen ich ihn gesehen hätte. Zudem hat er in seiner langen Karriere eher selten in kleinen Independent-Produktionen wie dieser mitgewirkt, sondern war eher in Majors zu sehen.

Das Problem, das der Streifen hat, liegt auf der Hand. Die gute Idee trägt keinen kompletten Film, da sich viele Dinge wiederholen. Deshalb streut man immer wieder Szenen vom anschließenden Gerichtsprozess ein, um dem ganzen ein wenig Abwechslung zu geben, was partiell ganz gut gelingt, ohne das Ende hierbei zu verraten.

Der absolute Höhepunkt jedoch sind die letzten 20 Minuten, denn nach einem wirklich völlig überraschendem Twist (Stichwort Glöckchen) bekommt man in Rückblenden kurz und knapp die Geschichte des alten Mannes erzählt, die dann völlig anders aussieht, als das was man sich so im Kopf ausgemalt hat.

Grundsätzlich ein interessantes Experiment mit viel subjektiver Kamera, aber glücklicherweise ohne Gewackel. Besonders das Ende ist extrem gelungen und die beiden Jungs (die auch im realen Leben beste Freunde sind, wie man in den Extras erfährt) spielen ebenso wie Caan glaubwürdig. Durchaus sehenswert.

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DIE ERFINDUNG DER WAHRHEIT (Universum Film)

am 05. Dezember 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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In Washington, ist es vor allem wichtig, hinter den Kulissen die Strippen zu ziehen. Das kann Elizabeth Sloane besonders gut, denn sie ist die brillante, selbstsichere und völlig skrupellose Lobbyistin der alteingesessenen Kanzlei George Dupont. Als sie dabei helfen soll ein umstrittenes Waffengesetz auf den Weg zu bringen, macht sie jedoch überraschenderweise einen Rückzieher, kündigt und schlägt sich auf die andere Seite. Nun hat die Waffenlobby sie als Gegnerin und muss schwere Geschütze auffahren. Doch wieso tut Sloan das? Ein Gewissen hatte sie doch vorher auch nicht?

Nun könnte man meinen, dass dies alles sehr trocken werden könnte, denn der Film wird aufgrund der Geschichte natürlich überwiegend von Dialogen dominiert und auch die Spannungsmomente stellen sich erst gegen Ende ein.

Dem ist jedoch nicht so, denn auch mit intelligenten Gesprächen und geschliffenen Dialogen kann man einen Film extrem interessant gestalten, wie MISS SLOAN (so der Originaltitel) eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Streifen erinnert mich ein wenig an den ebenfalls gelungenen, aber leider bis heute nicht auf Blu Ray erschienenen RUFMORD.

Ich weiß nicht ob dieser Film hier aufgrund seines Entstehungsdatums schon bei den letzten Oscars dabei sein konnte, aber sollte dies so gewesen sein, hat man hier in der Jury etwas bzw. jemanden übersehen, nämlich eine grandiose Jessica Chastain, deren Filmauswahl mir im Allgemeinen sehr gut gefällt, denn zwischen diesem Streifen hier und zum Beispiel „Mama“ liegen, auch in ihrem Aussehen, Welten.

Wie sie hier die unterkühlte und unnahbare Lobbyistin gibt und teilweise komplett unmoralisch handelt, wird von ihr dermaßen genial dargestellt, das es in weiten Teilen erschreckend realistisch wirkt und man spätestens nach einer Stunde glaubt die Schauspielerin ist gar keine, sondern betreibt diesen Job in ihrem normalen Leben. .

Den Höhepunkt des Films stellt dann das völlig überraschende Ende dar, das man fast schon in die SIXTH SENSE-Final-Ecke stecken kann (das man immer wieder gerne hernimmt, wenn ein Film eine große Überraschung bietet), denn darauf kann man wirklich nicht kommen, obwohl es im Nachhinein sowohl stimmig, als auch nachvollziehbar ist.

Fazit: So spannend kann Politik sein. Obwohl der Streifen eigentlich eher ein Drama ist, sind die Thrillerelemente geschickt eingestreut und ergeben so im Gesamtbild einen der besten Filme des abgelaufenen Jahres. Sensationell die Vorstellung von Frau Chastain.

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GSI-GÖTEBORG STAFFEL 3 (EuroVideo)

am 05. Dezember 2017 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Seit Jahren schläft Polizist Johan Falk schlecht. Denn eine Frage lässt ihm keine Ruhe: Wie gelang es der estnischen Mafia, ihn und seine Kollegen vor drei Jahren so einfach aufzuspüren? Als plötzlich die Witwe des Mafiabosses auftaucht, geht das Ganze wieder von vorne los und Falk und auch seine Familie geraten abermals in Gefahr, denn er wird erpresst bei einem großen Deal zu helfen, da man ihm sonst einen Mord anhängen kann, indem man bei einer Leiche seine DNA platziert.Die gegen organisiertes Verbrechen vorgehende GSI ist mehr denn je auf ihre Informanten angewiesen und muss bei den geheimen Operationen noch erfinderischer vorgehen als zuvor, zumal Franck, ihr verdeckter Spitzel geflohen ist, nachdem er aufgeflogen war. Zudem bekommt Seth Rydell, seit ein paar Jahren der beste Informant der GSI, gewaltig Ärger, als die Mitglieder seiner alten Verbrecherbande aus dem Knast kommen. Denn die alte Rydell-Gang ist mittlerweile enorm gewachsen. Als auch noch andere Gruppen mitmischen, gerät das ganze außer Kontrolle.

Mittlerweile ist der gute Johan Falk bzw. sein Darsteller Jakob Eklund etwas in die Jahre gekommen. Für diejenigen, die es nicht wissen: Ursprünglich waren die Geschichten um den Cop drei Spielfilme nämlich ZERO TOLERANCE/EXECUTIVE PROTECTION und THE THIRD WAVE.

Da die Filme großen Anklang in Europa fanden, beschloss man damit in Serie zu gehen . Allerdings funktionierte insbesondere die letzte Staffel nicht besonders gut, denn die Geschichte zog sich unheimlich in die Länge.

Nummer 3 jedoch schafft es jedoch, trotz der insgesamt enormen Lauflänge den Zuschauer bei der Stange zu halten, zumal sie mit extrem vielen Wendungen und auch Charakteren gespickt ist und man nie weiß, was als nächstes kommt, während der Vorgänger doch reichlich vorhersehbar war.

Trotzdem kommt auch diese Staffel nicht an die 3 exzellenten Spielfilme heran, die es bis heute immer noch nicht auf Blu Ray gibt. KOCH MEDIA hat lediglich eine DVD mit allen Teilen veröffentlicht. Da hoffe ich noch immer eine Auswertung auf Blu Ray, denn insbesondere THE THIRD WAVE ist einer der besten europäischen Thriller ever.

Fazit: Auf Johan Falk ist Verlass, auch wenn die letzten beiden Staffeln nicht so gut waren, schafft man es hier endlich den Spannungsbogen auch über lange Zeit hoch zu halten. Ob es eine Fortsetzung gibt, wage ich aufgrund des Endes zu bezweifeln. Zudem können aufgrund der Geschehnisse zwei der bekannten Darsteller nicht mehr dabei sein..

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DAS PROTOKOLL (Universum Film)

am 05. Dezember 2017 unter Thriller abgelegt

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Der belgische Premierminister ist zusammen mit seiner Assistentin auf dem Weg ins Parlament. Heute steht ein großer Tag bevor, denn die amerikanische Präsidentin hat ihren Besuch angekündigt. Doch dann werden die beiden entführt und die Frau und Kinder des Premier als Geisel genommen. Sie wollen ihn auf diese Weise zwingen, die Dame aus den USA zu erschießen, weil er als einziger dazu die Möglichkeit hat, da er in seiner Funktion nicht auf Waffen kontrolliert wird. Natürlich verweigert er diese Anweisung zunächst, muss jedoch schnell erkennen, das die Herrschaften nicht zimperlich sind und die Leute, die sie nicht mehr brauchen, einfach über den Haufen schießen. Zudem scheinen auch noch Amerikaner mit involviert zu sein. Was er und seine Assistentin auch versuchen um das Ganze zu verhindern – es geht schief. Die Zeit läuft ihm langsam davon….

Kennt jemand noch den Film GEGEN DIE ZEIT mit Johnny Depp und Christopher Walken? Der hatte eine ähnliche Handlung, allerdings spielte der nicht auf höchster politischer Ebene. Aber auch da sollte der Protagonist einen Mord begehen, weil sonst seine Tochter dran glauben muss. Auch diesen gibt es natürlich nicht auf Blu Ray.

Allerdings ist das PROTOKOLL keineswegs ein Abklatsch, nur das Grundgerüst ist ähnlich und heutzutage hat man auch als Bösewicht durchaus mehr Möglichkeiten der Überwachung als damals.

Regisseur Eric von Looy ist der einzige den ich aus Belgien kenne. Macht aber nichts, denn DAS PROTOKOLL ist nun schon der dritte hervorragende Film den ich von ihm gesehen habe Nach dem sehr unbekannten ALZHEIMER CASE und dem genialen LOFT (wobei das Remake eher mau war) legt er nun mit DAS PROTOKOLL einen Hochspannungsthriller vor, dessen Anlaufzeit gleich Null ist. Es dauert nicht einmal 5 Minuten bis der Thriller Fahrt aufnimmt. Trotzdem vergisst man die Charakterzeichnung nicht. Diese wird im Laufe des Streifens intensiviert.

Koen de Boew scheint, zusammen mit Filip Peeters (der hier überraschenderweise fehlt), der Lieblingsdarsteller des Regisseurs zu sein, denn er wirkt in allen seinen Filmen mit.

Zudem ist der Streifen an manchen Stellen relativ deftig und brutal, auch wenn man jetzt nicht literweise Blut spritzen sieht, geht es oft heftig zur Sache, was für einen Politthriller eher ungewöhnlich ist.

Einziger kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende. Warum muss man eigentlich immer alles aufklären und kann nicht auch mal etwas offen lassen, auch wenn man keine Fortsetzung geplant hat? Es kann jedoch auch sein, das nur mich das stört.

Fazit: Ein durchweg spannender und wendungsreicher Thriller mit interessanter Handlung und exzellenten Darstellern. Aufgrund der Geschichte gibt es hin und wieder schon einige kleine Logiklöchlein, welche durch den Gesamteindruck wieder kaschiert werden.

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UNLOCKED (Universum Film)

am 14. November 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Die CIA-Agentin Alice Racine hat den aktiven Dienst vor einiger Zeit quittiert. Während sie nun undercover in London arbeitet, kommandiert man sie plötzlich ab und reaktiviert sie, denn die CIA hat einen Verdächtigen festgenommen, der Informationen zu einem bevorstehenden Anschlag auf London haben soll. Alice gilt als beste Verhörspezialistin und verfügt über enorme Sprachkenntnisse. Nach kurzer Zeit hat sie die Wahrheit aus dem jungen Mann herausgepresst. Doch dann bekommt sie einen Anruf, dass eben die CIA diesen Mann gefangenhält und sie bitte das Verhör übernehmen soll. Wer sind dann bitte die Herrschaften im Nebenraum? Sie versucht zu flüchten – der Verdächtige wird dabei niedergeschossen. Offensichtlich ist Alice in ein übles Komplott geraten. Wem kann Sie jetzt noch trauen?

Der Film beginnt etwas lahm. Zudem scheint die Geschichte etwas beliebig, denn das Vernehmen von irgendwelchen Arabern ,hat man nun doch zu Genüge gesehen.

Doch mit dem Anruf tritt die entscheidende Wende sehr früh ein und der Film wird zu einem durchaus spannenden und recht actionreichem Werk, in dem Frau Rapace mal richtig die Sau rauslassen kann. An manchen Stellen scheinen mir ihre Fähigkeiten allerdings arg übertrieben.

Da aber ansonsten mit Ausnahme von Orlando Bloom, der zum Glück nur eine Nebenrolle hat, ausnahmslos Schauspieler agieren, die ich mag, konnte da wenig schiefgehen. In Nebenrollen sind nämlich unter anderem John Malkovich (genialer Auftritt) die latent unterschätzte Toni Colette und Michael Douglas zu sehen.

An manchen Stellen wirkt der Streifen aber etwas wirr und man weiß gar nicht mehr wer hier gut und böse ist. Das hat man dann allerdings mit der Hauptdarstellerin gemein.

Das Ende ist leider zu kurz, denn nach dem vermeintlichen Showdown geht es nämlich noch weiter, aber diesen Handlungsstrang hätte ich gerne etwas weiter ausgebaut gesehen, denn das geht mir dann doch etwas arg schnell.

Unter dem Strich für Freunde von Agentenfilms ein recht sicherer Tipp, auch wenn mir Rapace als Gothic-Braut äußerlich in den Stieg Larsson Filmen besser gefallen hat. Aber das ist natürlich Geschmackssache :o ).

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ACHTERBAHN (Koch Media)

am 14. November 2017 unter Drama, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Als ein vollbesetzter Achterbahnzug aus der Spur und in die Zuschauermenge getragen wird, fällt der Verdacht auf den technischen Inspektor Harry Calder, der das Karussell einige Wochen zuvor auf seine Sicherheit getestet hatte. Bald jedoch stellt sich heraus, das ein mysteriöser Fremder mithand einer Bombe ein Gleis sprengte. Nun droht er dies nochmals zu tun und fordert 1 Million, damit es nicht dazu kommt. Fieberhaft suchen die Polizei und Calder nach dem Täter. Als die Übergabe schiefgeht, scheint es nur eine Frage der Zeit, bis weitere Menschenleben dran glauben müssen.

ACHTERBHAN ist aus dem Jahre 1977 und ist einer von vielen Katastrophenfilmen die in den 70ern Hochkultur hatten, so das dies fast zu einem eigenen Genre wurde. Oft waren diese Streifen aber auch grottenschlecht.

Nicht so ACHTERBAHN. Obwohl ich mich zu Bewertungen von so alten Filmen eigentlich zurückhalte, und nur die technische Seite bespreche. möchte ich hier eine Lanze brechen, denn der Film ist auch 40 Jahre nach Erscheinungstermin noch sehr gut anzuschauen und durchaus spannend inszeniert.

Dazu gibt es eine geradezu unfassbare Besetzung: George Segal, Richard Widmark, Susan Strassberg, Timothy Buttoms, sowie die junge Helen Hunt, in ihrerm ersten Auftrirr auf der Leinwand, hat man hier aufgefahren. Zudem spielt Henry Fonda noch eine kleine Nebenrolle und die schräge Band SPARKS hat einen längeren Auftritt.

Die Technik der Blu Ray ist exzellent. Von ganz wenigen Passagen abgesehen bietet der Streifen ein fantastisches Bild, insbesondere wenn man das Alter zu Grunde legt. Blitzer und grieseln sind wirklich nur ganz selten zu sehen und im überwiegenden Teil könnte man fast meinen, es handele sich um eine aktuelle Produktion. Dazu gesellt sich ein sehr guter Ton, der bei den Achterbahnszenen recht ordentlich durch die Boxen brettert.

Fazit: Gelungene Umsetzung eines Klassikers mit überragender Besetzung. Fans des Streifens können bedenkenlos zugreifen.

HAUS DES ZORNS (Koch Media)

am 09. November 2017 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Andy ist schwer krank und kann sich nur im Rollstuhl fortbewegen. Das sagt zumindest die sehr dominante Mutter, die ihm zudem alles verbietet. Als er eines Tages Maryann kennenlernt, die kürzlich erst in die Nähe gezogen ist, freundet er sich mit dem Mädchen an, was Mami aber gar nicht passt und sie versucht den Kontakt zu verhindern. Doch Maryann will ihren neuen Freund nicht verlieren. Als sie eines Tages bei ihm ist, kommt Madame überraschend früh von der Arbeit zurück und das Mädel flüchtet in den Keller. Was sie allerdings findet, macht ihr ganz schön Angst – und das zurecht.

WILD THINGS Regisseur Mc Naughton ist ja Spezialist für Thriller, daher wundert mich auch, das er nicht selbst gemerkt hat, das der Film entweder an manchen Stellen etwas langatmig wirkt und/oder nicht gut geschnitten ist.

Zudem kann sich der Streifen nicht wirklich entscheiden, ob er jetzt ein Drama oder ein Thriller sein möchte und springt ständig zwischen den beiden Genre hin und her. Auch erscheinen mir manche Handlungsweisen der Mutter etwas weit hergeholt.

Allerdings möchte ich den Film auch nicht schlechtreden, denn insgesamt hat HAUS DES ZORNS (dämlicher Titel) mir doch recht gut gefallen. Klasse die Leistung des Mädchens das Maryann spielt. Ich kann mich nicht erinnern, sie bisher in einem Film gesehen zu haben, aber die werden wir noch öfters sehen.

Auch der Rest des Casts ist nicht gerade schlecht. Samantha Morton darf mal die Furie raushängen lassen, was ihr sichtlich Spaß bereitet, Michael Sheen ist als Vater wie immer souverän und zurückhaltend in seinem Spiel. Dazu hat Peter Fonda eine Gastrolle. Der ehemalige EASYRIDER spielt Maryanns Opa. So ändern sich die Zeiten.

Fazit: Insgesamt ist der Streifen wie eine Bratwurst, die man ein wenig zu lange auf dem Grill gelassen hat. Schmeckt immer noch gut, könnte aber noch besser schmecken. Trotzdem bietet der Streifen gute Unterhaltung und die wirklich sensationelle Wende gegen Ende ist auch eigentlich nicht vorhersehbar, was wiederum ein Pluspunkt ist.

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RILLINGTON PLACE (Polyband/WVG)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1938. Die Eheleute Ethel und John haben sich jahrelang nicht gesehen und beschließen, es nochmal miteinander zu versuchen. Letzterer wohnt in einem ziemlich maroden Haus im Rillington Place. Zuerst verläuft alles sehr harmonisch, doch dann entdeckt Ethel, das ihr Gatte anderen Frauen nachstellt – und es kommt noch schlimmer. Immer mehr beschleicht sie der Verdacht, das er diese auch noch umbringt. Als er gegenüber ihr gewalttätig wird verlässt sie ihn. Doch nach einem mitleiderregenden Brief kehrt sie wieder zurück. Ein schwerer Fehler wie sich herausstellen sollte.

Und wieder haben wir hier eine wahre Geschichte, denn diesen Herren gab es wirklich. Wie nahe sich der Film an der Realität befindet, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen, da ich die Hintergründe nicht kenne und von dem Fall noch nie etwas gehört habe.

Sehr wohl beurteilen kann ich aber die schauspielerische Leistung von Tim Roth, die hier absolut herausragend ist. Wie er den Spagat schafft, zwischen dem Killer und dem nett aussehenden Herren von nebenan, ist einfach grandios. Man hat ihn hier auch 20 Jahre älter aussehen lassen. Auch Samatha Morton ist wie immer souverän und ihre Darstellung der Ethel hat mir ebenso gefallen.

Allerdings ist RILLINGTON PLACE eher Drama denn Thriller und wer hier Horror erwartet, liegt komplett daneben. Das heißt jedoch nicht, das die Miniserie (3 x 50 Minuten) nicht unterhaltsam wäre, aber hier wird eher mit leisen Tönen gearbeitet, als das man einem Serienkiller beim Abschlachten seiner Opfer beiwohnt.

London in den Spätdreißigern ist ebenfalls gut getroffen und der Film hat dadurch eine schöne Atmosphäre. Bei diesen Streifen achte ich immer ganz genau darauf, ob ich nicht irgendwelche Filmfehler erkenne, doch mir ist keiner aufgefallen.

Wer sich für diese Thematik interessiert kann hier nicht falsch liegen. Ich muss aber anmerken, das man durchaus sieht, das es sich um eine TV Serie und nicht um einen Spielfilm handelt. Aber das ist heutzutage ja kein Problem mehr, da sich Fernsehproduktionen qualitativ immer mehr Spielfilmen annähern.

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THE SAFE (Splendid)

am 01. November 2017 unter Action, Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Schwestern Leah und Vee benötigen dringend Kohle. Also rauben sie mit ein paar Komplizen eine Bank aus. Leider befinden sich aber im Safe lediglich 70.000 Dollar mit denen man nicht wirklich viel anfangen kann. Doch ein Bankangestellter erzählt den Gangstern, das es im Untergeschoss noch einen Safe gibt, in dem mehrere Millionen Dollar herumliegen. Also wirft man den ursprünglichen Plan über Bord und schaut dort mal nach, was sich allerdings als größerer Fehler herausstellt. Manchmal kann Gier nämlich tödlich enden.

Und wieder einmal bin ich absolut nicht der Meinung vieler User im Internet, denn der Streifen wird relativ schlecht bewertet, was ich für mich absolut nicht nachvollziehen kann, denn ich finde THE SAFE rockt mal richtig.

Normalerweise bin ich nicht wirklich Fan von Streifen die mittendrin das Genre wechseln, wie es THE SAFE tut, weil das fast immer in die Hose geht, aber hier finde ich das ganze wirklich gelungen und beide Abschnitte des Films sehr unterhaltsam – und zwar von der ersten Minute an.

Dazu ist THE SAFE der im Original THE VAULT heißt, immerhin mit James Franco, Clifton Collins und Francesca Eastwood (die definitiv die coolste Rolle erwischt hat) für einen kleinen B-Movie außerordentlich gut besetzt.

Manchmal macht es auch Sinn, sich die Geschichte die man so auf dem Cover zu sehen bekommt gar nicht durchzulesen, denn in diesen Fall wird da relativ viel verraten. Ich hatte nur den Trailer gesehen und wusste sonst gar nichts. Der hatte mir gefallen, genau wie der komplette Streifen selbst, der es auf erstaunliche 92 Minuten bringt. Das ist zwar normale Lauflänge, aber diese hier gingen im Flug vorbei.

Dazu gesellen sich einige recht derbe Splatterszenen und schön-schaurige, gruselige Momente, besonders in der Location im Keller. Abgerundet wird das ganze durch ein sehr stimmiges Ende.

Wie bereits erwähnt, erschließen sich mir die recht schlechten Kritiken gar nicht. Wenn ich allerdings sehe, das Leute sich darüber echauffieren das der Streifen unlogisch sei, dann so einem Schwachsinn wie DONT BREATHE aber volle Punktzahl verteilen, obwohl der an Unlogik nicht zu überbieten ist, relativiert sich das alles auch wieder.

Ich würde THE SAFE sogar als kleinen Geheimtipp ansehen, aber das muss dann jeder für sich selbst entscheiden.

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