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Archiv der Kategorie 'Suspense'

DER AUGENZEUGE (Koch Media)

am 23. Oktober 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Der Vietnamveteran Daryll arbeitet mittlerweile als Hausmeister in einem New Yorker Bürohochhaus. Eines Tages stolpert er bei einem Rundgang im Gebäude über die Leiche seines Chefs, einen asiatischen, eher zwielichtigen Geschäftsmann. Als eine Fernsehreporterin, in die er verliebt ist, sich für den Fall beginnt zu interessieren, gibt er vor mehr zu wissen, als es eigentlich der Fall ist. Ohne es zu ahnen, bringt er sich und die Dame in höchste Gefahr, denn der Mord hatte einen schwerwiegenden Hintergrund.

DER AUGENZEUGE stammt bereits aus dem Jahre 1980 und hat, für diejenigen, die ihn nicht kennen, eine geradezu unfassbare Besetzung an Bord. Sigourney Weaver, William Hurt, James Woods, Morgan Freeman – das ist mal ein Cast, wobei die letzteren beiden eigentlich erst später richtig bekannt wurden.

Der Film hat die Zeit ganz ordentlich überstanden und auch die Dialoge sind ok, die in vielen Werken aus dieser Zeit heute nur noch bescheuert wirken. Über die Qualität der Hauptdarsteller gibt es eh keine Zweifel.

Das Bild ist auf gutem DVD-Niveau. Insgesamt kommt es auf meinem Plasma TV farblich sehr ordentlich rüber, vor allem in den dunklen Szenen, die bei Filmen, die schon so alt sind meistens miserabel sind – hier kann man nichts negatives sagen. Ab und an sind kleine Blitzer zu sehen, die aber verschmerzbar sind.

So bekommt man den Streifen wohl in fast bestmöglicher Qualität geboten, was natürlich immer davon abhängig ist, wie gut das Ausgangsmaterial war. Liebhaber des Films können zugreifen, sollte der Preis erschwinglich sein.

SUMMER OF 84 (Pandastorm/Edel Germany)

am 16. Oktober 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Vier Freunde schlagen die Zeit zwischen Baumhaus, Bowlingbahn und BMX-Fahrten tot – was soll auch schon in so einem öden Vorort groß passieren? Doch dann fällt Hobby-Verschwörungstheoretiker Davey auf, das in letzter Zeit in der Nähe viele Kinder verschwunden sind. Er verdächtigt ausgerechnet seinen Nachbarn Wayne Mackey, denn wieso kauft er so viel Erde und Gartengeräte wie Hacke und Schaufel? Seine Freunde glauben ihm erst nicht, denn er kommt eigentlich jede Woche mit merkwürdigen Theorien, doch sie helfen ihm trotzdem bei der Überwachung des Polizisten. Nach und nach verdichtet sich tatsächlich die These, dass der Nachbar der Mörder sein könnte, doch wer wird den Jungs glauben? Ihre angeblichen Beweise sind alles nur Indizien….

Wie der Titel bereits suggeriert, spielt der wirklich unterhaltsame Thriller im Jahre 1984 und ist insgesamt vor allem sehr schön gestaltet. Der Hauptdarsteller ist zum „damaligen Zeitpunkt“ übrigens genauso alt wie ich. So kann ich auch ganz gut beurteilen, dass der Streifen viel Liebe zum Detail mitbringt.

Ich versuche bei Filmen, die in diesem Jahrzehnt spielen, aber heute gedreht wurden, immer irgendwelche Fehler in Sachen Ausstattung oder Kleidung zu finden – jedoch ist mir nichts aufgefallen.

Ein wenig erinnert SUMMER OF 84 natürlich an die mittlerweile zur Kultserie avancierten STRANGER THINGS, wobei sich das eher auf die Protagonisten, denn auf die Handlung bezieht, die völlig anders gelagert ist.

Der große Pluspunkt, den ein Film aus dem Jahre 2017 zu einem aus den 80ern hat sind die Dialoge, denn wenn man sich alte Streifen aus diesem Jahrzehnt anschaut, benutzt man da Worte und Sätze die heutzutage völlig out sind und teilweise total lächerlich wirken.

Die Geschichte an sich wurde ja so durchaus schon öfters erzählt, siehe DAS FENSTER ZUM HOF oder auch DISTURBIA, in denen immer der Nachbar der Verdächtige ist, aber selten so charmant wie hier. Auch wenn die Jungs natürlich ein wenig den typischen Klischees entsprechen (der Schlaue, der Dicke, der Coole und der Intellektuelle) macht es trotzdem Spaß den Kerlen bei der „Arbeit“ zuzusehen.

Am Ende gibt es zudem noch eine faustdicke Überraschung und man lässt sich zudem Spielraum für einen zweiten Teil, der wünschenswert wäre.

Sehr schön auch die musikalische Untermalung im typischen 80er Synth-Sound Gewand, welcher durch John Carpenter mitgeprägt wurde und der diese liebevolle Hommage an Filme wie GOONIES noch unterstützt.

Ein kleiner Geheimtipp.

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UNDER FIRE (Justbridge)

am 25. September 2018 unter Action, Drama, Klassiker, Suspense abgelegt

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Drei US-amerikanische Journalisten berichten 1979 über die Revolution in Nicaragua. Russell Price ist ein Kriegsfotograf, dekoriert mit vielen Preisen. Mit vor Ort sind auch die Reporterin Claire Stryder und deren Ehemann Alex Grazier. Price versucht sich immer neutral zu verhalten und sich nicht in die Geschehnisse einzumischen, was aber immer schwieriger fällt, da er auch so etwas wie ein Gewissen hat. Im Krieg zwischen den nicaraguanischen Machthabern und den Rebellen wird er vor die Entscheidung gestellt, nicht mehr nur Fotos, sondern Politik zu machen. Als Grazier von Regierungstruppen erschossen wird und er davon Bildmaterial besitzt, gerät er in Lebensgefahr.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 35 Jahren auf dem Buckel. Die Besetzung ist durchaus imposant, denn Nick Nolte, Gene Hackman und Jean-Louis Trintignant sind unter anderem mit dabei.

Der Film hat die Zeit auch sehr gut überstanden. Am Anfang gerät das ganze zwar etwas geschwätzig, aber nach einer guten halben Stunde geht’s dann richtig los und gerade im letzten Abschnitt ist der Streifen richtig spannend und wirkt auch sehr realistisch. Besonders interessant und auch gut herausgearbeitet ist hierbei der Konflikt, in den Russel Price gerät.

Überragend ist hier das Bild. Sollte man Nick Nolte oder Gene Hackman nicht kennen, könnte man meinen, es wäre ein ganz neuer Film, der eben im Jahre 1979 spielt. Das Bild ist auf absolutem TOP-Niveau. Hier ist keinerlei Grieseln zu sehen, auch Blitzer sind nicht vorhanden. Ich kenne mindestens 20 neue Blu Rays von Filmen, die mit so einem grandiosen Transfer nicht aufwarten können. Auch der Ton ist mehr als ordentlich aufgemotzt und die Kampfszenen und Actioneinlagen dröhnen aus den Boxen.

Das ganze erscheint als wunderschön gestaltetes Media-Book mit dem Original Filmplakat als Cover. Noch dazu gibt es ein 20seitiges Booklet, das sich mit den damaligen Geschehnissen in Nicaragua beschäftigt und auch Informationen vom Set liefert.

Merkwürdigerweise war der Streifen damals ein echter Flop und spielte nicht mal sein Geld wieder ein, trotz der guten Besetzung und des hervorragenden Regisseurs Roger Spottiswide, der ja später richtig bekannt wurde und mit Filmen wie SCOTT UND HUTSCH oder AIR AMERICA Erfolge feierte.

Fazit: Eine hervorragende Umsetzung eines ordentlich gealterten Streifens, den man heute auch noch gut schauen kann. Zudem ist das Mediabook sehr schön gestaltet.

FREDDY /EDDY (Eurovideo)

am 11. September 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Der Maler Freddy hat ein ziemliches Problem. Denn seine Frau hat ihn angeklagt, weil er sie schwer verletzt hat. Als er sie mit einem anderen im Bett entdeckte, brannten bei ihm die Sicherungen durch. Sie erhält das Sorgerecht und er darf sein Kind nur alle 2 Wochen sehen. Doch das hat noch andere Folgen. Viele Freunde wenden sich von ihm ab und auch die Nachbarn wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben, obwohl er immer noch behauptet, nichts mit der Tat zu tun zu haben. Lediglich Paula und Mizi, die neu im Haus gegenüber einziehen, sind ein Lichtblick in Freddys Leben, denn er freundet sich mit beiden an. Doch dann taucht sein früherer Freund Eddy wieder auf. Ein imaginärer Kumpel, den er als Kind immer mit sich trug und der aussieht wie er selbst. Freddy ist sich jedoch sicher, das hier ein Mensch aus Fleisch und Blut existiert und es keine Wahnvorstellung ist, doch keiner glaubt ihm. Dreht er nun total durch und ist Eddy, nur ein Hirngespinst oder doch eine reale Person, die sich in sein Leben einmischt ?

Mit einem Budget von sage und schreibe 75.000 EURO hat die Regisseurin Tini Tüllmann (es handelt sich hierbei um eine Frau – selbst in Pressetexten steht hier desöfteren Regisseur!) einen spannenden kleinen Thriller inszeniert, der bis in die kleinsten Nebenrollen prominent besetzt ist.

Hier wirken neben den Hautdarstellern Felix Schaefer und Jessica Schwarz so bekannte Namen wie Robert Stadlober, Burghardt Klaußner und sogar der Anführer der „roten Bänder“ Tim Oliver Schulz, in teilweise winzigen Nebenrollen mit. Das war natürlich nur möglich, weil diese alle auf ihre normale Gage verzichteten.

Auch der Streifen selbst hat überhaupt keinen Low Budget Look und sieht wirklich auch aus, wie eine hochprofessionelle Kinoproduktion.

Die ersten 60 Minuten weiß man natürlich nicht, was Sache ist. Gibt es Eddy wirklich oder hat Freddy sich diesen nur erschaffen, um unter einen anderen Ich seine dominante Seite auszuleben? Danach wird der Film insgesamt ein wenig konventioneller was schade, aber eigentlich auch nicht vermeidbar ist. Das Ende wiederum ergattert einen Pluspunkt.

Wenn man mal wieder sagt, das es ohne Budget in Deutschland nicht möglich ist einen guten Film zu drehen, kann man FREDDY/EDDY als Paradebeispiel gegen diese These anführen. Sicher bekommt nicht jede/r Regisseur/in so gute Schauspieler für Umme, aber im Endeffekt ist es doch die Umsetzung und die Geschichte, die den Streifen zu einem kleinen Geheimtipp werden lässt.

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VIDEODROME – MEDIABOOK (Koch Media)

am 11. September 2018 unter Horror, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1981 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.
Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1983 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.

THE ENDLESS (Meteor/Alive)

am 11. September 2018 unter Drama, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Zehn Jahre sind vergangen, seit die Brüder Aaron und Justin den Klauen des religiösen Kults entkommen sind, in dem sie einst aufwuchsen. Doch nun taucht plötzlich ein Videoband auf, durch das die Vergangenheit wieder allgegenwärtig ist. Aaron war damals noch klein und sein Bruder erzählte ihm all die Jahre, dass er ihn aus der Sekte befreit hätte ,die seiner Meinung nach einen kollektiven Selbstmord plante. Trotzdem kann ihn Aaron überreden, der Gemeinschaft einen Besuch abzustatten. Man wird auch erstaunlich freundlich aufgenommen. Zudem scheint es den Mitgliedern gut zu gehen, denn sie wirken gesund und sind kaum gealtert. Doch irgend etwas stimmt nicht, denn wieso fliegen Vögel in merkwürdigen Formationen und man sieht bis zu 3 Monde am Abend? Als das Brüderpaar der Wahrheit auf die Spur kommt, ist diese bitter für alle Beteiligten.

Auch THE ENDLESS ist kein einfacher Film, doch handelt es sich hier explizit nicht um Kunstkino, sondern einen Thriller mit künstlerischem Touch, was bedeutet, das auch der Normalbürger wie ich diesen schauen kann, ohne gleich Roger Ebert zu sein.

Leichte Kost ist THE ENDLESS aber keineswegs, denn auch nach 2-maliger Sichtung des Streifens habe ich noch immer nicht alles verstanden. Ich versuche hier auch bewusst relativ wenig zu verraten – man sollte den Film einfach selbst schauen und ihn auf sich wirken lassen. Einen Referenzfilm hierfür zu finden, ist dabei äußerst schwer, denn THE ENDLESS ist dafür einfach zu speziell.

Auf vielen Seiten wird er aber gut bewertet und auch der Schnitt auf imdb von 7,2 deutet daraufhin, dass auch andere diesen Film mögen, der, das muss man allerdings schon anmerken, sehr langsam beginnt und erst nach einer Weile Fahrt aufnimmt, weil man auch versucht, die damalige Flicht des Brüderpaars herauszuarbeiten.

Selbst die Zuordnung des Genre fällt hier schwer. Ein wenig Sozialdrama, Science Fiction, Thriller – von allem ist etwas dabei.

Fazit: Sicher nicht für jedermann ,ist dieser Streifen mit einigen Preisen ausgezeichnet worden und dies nicht ganz zu Unrecht. Man bekommt zwar keine leichte Kost geboten, doch insbesondere der letzte Abschnitt und einige Ideen sind herausragend, obwohl auch hier nicht viel Budget zur Verfügung stand. Wer allerdings alles erklärt haben möchte, wird enttäuscht werden.

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REVENGE (Koch Media)

am 30. August 2018 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Die atemberaubende Jen genießt ein luxuriös-romantisches Wochenende in der Villa ihres reichen Lovers Richard , als dessen Geschäftsfreunde zu einem unangekündigten Jagdausflug auftauchen. Im Verlauf einer lockeren Party steigert sich die Spannung unter den Anwesenden ins Unermessliche und entlädt sich in der brutalen Vergewaltigung Jens. Um den Vorfall zu vertuschen, wird sie von Richard eine Klippe in den sicheren Tod hinuntergestoßen. Doch unglücklicherweise für die Männer hat Jen den mörderischen Sturz überlebt – schwer verletzt und aufgespießt von einem Baum. Das vermeintliche Freiwild rettet sich blutüberströmt in die Wüste, versorgt ihre Wunden und macht sich nun selbst unerbittlich auf die Jagd nach ihren Peinigern, mit nur einem Ziel: Rache!

So weit der wirklich gelungene Pressetext. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man es schafft, aus einer praktisch nicht vorhandenen Geschichte, eine so lange Zusammenfassung zu pressen – das hätte ich niemals hinbekommen.

Daher fangen wir auch gleich mit den negativen Dingen an. Wie man einen Sturz aus gefühlten 80 Metern überleben kann und das auch noch aufgespießt von einem Baumstumpf, ist schon reichlich weit hergeholt und Madame ist anscheinend ein anatomisches Wunder. Das hätte man nun wirklich auch logischer präsentieren können. Wie sie die Wunde heilt, schlägt dann dem Fass den Boden aus.

Aber o.k. Es handelt sich hier um einen klassischen REVENGE Film, da muss man über solche Sachen wohl hinwegsehen, zumal der Film wirklich auch einige Stärken zu bieten hat.

Dem Mädel gelingt die Wandlung von der kleinen dummen Blondine zum Racheengel durchaus überzeugend. Regisseurin Coralie Fargeat , die eher aussieht, als würde sie lustige Familienkomödien drehen, lässt ihr dabei auch Platz für Improvisation.

Was die eben erwähnte Dame aber visuell aus ihrem Spielfilmdebüt herauszaubert, ist aller Ehren wert. Im 5 Minuten-Takt streut sie optische Highlights ein, die ich in einem Film aus diesem Genre noch nie gesehen habe und die ein wenig an STAY erinnern. Ich nenne da nur mal Mond, Ameise oder Apfel als Beispiel. Zudem ist alles sehr farbenprächtig inszeniert.

Das wird den Freund von viel Blut wenig beeindrucken, denn der will lieber viele rote Flüssigkeit sehen und bekommt diese auch reichlich geboten. Besonders der Showdown ist doch recht drastisch inszeniert.

Wer also REVENGE als Metzelfilm mit öder Story aburteilt, liegt in meinen Augen falsch. Der Streifen ist durchgehend spannend und man leidet mit der Protagonistin und im Zusammenspiel mit den bereits erwähnten visuellen Spielereien, ergibt sich daraus ein positives Gesamtbild.

Fazit: Die guten Kritiken sind durchaus berechtigt, denn REVENGE ist mehr als ein tumbes Gemetzel, ordentlich besetzt und wird nie langweilig, Über einige doch recht unlogische Szenen muss man in diesem Fall hinwegsehen, die durch grandiose Ideen im visuellen Bereich auch kompensiert werden.

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24 STUNDEN IN SEINER GEWALT (Koch Media)

am 22. August 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Nachdem ihm seine Anwältin zur bewaffneten Flucht aus dem Knast verholfen hat, nimmt Schwerverbrecher Michael Bosworth mit seinen Komplizen das Haus von Familie Cornell ein. Mit dem Ehepaar und den beiden Kindern als Geiseln, glauben die Herrschaften dem Gefängnis zu entgehen. In der extrem angespannten Lage verschlechtert sich allerdings das Verhältnis der Gangster untereinander immer mehr, während die Familie, die eigentlich zerrüttet ist, stärker zusammenwächst. Als das FBI den Geiselnehmern langsam auf die Spur kommt, dreht Bosworth völlig durch und es scheint nur eine Frage der Zeit bis es Tote gibt.

Der Film war damals nicht gerade ein Erfolg an den Kinokassen und gilt so ein wenig als die Einleitung des Abstieges von Mickey Rourke, der dafür auch die Goldene Himbeere bekam, was ich merkwürdigerweise nicht nachvollziehen kann. Ich bin nun wahrlich kein Fan des Mannes ,der meiner Meinung nach schauspielerisch immer überbewertet war, aber gerade hier liefert er eine gute Leistung ab, noch dazu wo er einen Gegenspieler wie Anthony Hopkins hat.

Der Film ist ein Remake des Bogart Streifens „An einem Tag wie jeder andere“ und ich frage mich, wie man von DESPERATE HOURS (Original) auf so einen beknackten Titel wie 24 STUNDEN IN SEINER GEWALT umschwenken kann, was nicht einmal stimmt, da es nämlich 1 ½ Tage sind. Wer denkt sich so etwas aus?

Der Film ist außergewöhnlich gut besetzt, denn neben den oben erwähnten sind auch Elias Koteas und Mimi Rogers dabei und als Regisseur hatte man mit Michael Cimino einen am Start der schon 2 Kultfilme auf seiner Habenliste stehen hatte (DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN und HEAVENS GATE), wobei letzterer erst Jahre später entsprechend gewürdigt wurde.

Heute sind solche Houseterrorfilme nichts besonderes mehr. Dass ganze hat sich ja mittlerweile zu einem eigenen Sub-Genre entwickelt, das allerdings eher im Horrorbereich angesiedelt ist.

Hier bekommt man einen durchaus ansprechenden Film geboten, der die Zeit recht gut überstanden hat. Die Restauration is,t wie immer bei Koch, sehr gut, aber das braucht man ja fast nicht mehr erwähnen. Genial finde ich die Synchronstimme von Rourke, die den Charakter den er hier spielt, perfekt untermauert.

OPEN THE DOOR (Tiberius)

am 08. August 2018 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Der ehemalige LAPD Cop Brett arbeitet seit kurzem als Security Chef in einem alten historischen Gebäude in Bulgarien. Dort zog es ihn hin, als er seine Frau kennenlernte, die aber verstarb. Das gesamte Haus scheint bis auf den obersten Stock unbewohnt zu sein. Unten im Keller hat er lediglich die Aufgabe auf den Monitoren die Lagerräume zu überwachen und bei etwas ungewöhnlichem eine bestimmte Nummer zu wählen. Ein lockerer Job, wie sich herausstellt, denn viel passiert nicht. Dann sieht er auf einmal einen Schatten durchs Bild huschen. Ein paar Tage später entdeckt er Fußspuren. Langsam wird er neugierig was sich in den riesigen Kellerräumen verbirgt.

Ein Film mit Robert Englund deutet normalerweise immer daraufhin, dass wir es hier mit Schrott zu tun haben, den ich kann mich an keine 3 guten Filme erinnern, außer den Nightmare Teilen, in denen er mitspielte.

OPEN THE DOOR hingegen ist einer seiner besten, denn der Film schafft es, mit sehr wenigen Mitteln eine hervorragende Spannung aufzubauen. Englunds Charakter ist (man möchte sagen wie immer) etwas morbide, wird von ihm aber glücklicherweise nicht übertrieben dargestellt.

Der Streifen schafft es, das man als Zuschauer wirklich mit der Zeit neugierig wird, was denn jetzt in diesem verdammten Keller lauert.

Die Auflösung mit dem Herren im Bett (mehr kann ich leider aus Spoilergründen nicht verraten), ist zudem äußerst originell und hat einen leichten Fantasy-Touch, der aber nur angedeutet wird.

Im letzten Teil gerät OPEN THE DOOR ein wenig konservativ und orientiert sich dann doch stark an Filmen wie INSIDIOUS, denn dann kommen wieder die Toten ins Siel. Das hätte etwas origineller ausfallen können. Auch die Romanze mit der Kellnerin erschließt sich mir nicht, denn sie hat eigentlich keine Auswirkungen auf das Geschehen.

Sehr ansprechend dann die Abschluss-Szenen mit den Gesichtern am Fenster, das hat man toll eingefangen.

Fazit. Durchaus spannender und gar nicht mal dummer Horrorstreifen, der eine ganz nette Geschichte zu bieten hat. Die Schauspieler sind solide, die Kameraführung gefällt. Sehr brutal ist er nicht, so dass die FSK 16 Freigabe in Ordnung geht.

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ALLES GELD DER WELT (Universum Film)

am 02. August 2018 unter Biopic, Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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1973 wird der 16-jährige Paul, Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty, in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen läppische 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch Opa denkt nicht im Traum daran dieses zu bezahlen. Der moderne Dagobert Duck und Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel und wäre danach (wenn er jedes Mal zahlen würde) pleite. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dem Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chase. Dieser steht eigentlich auf der Gehaltsliste von Getty, doch dessen Verhalten widert ihn an und so versucht er seine Kontakte spielen zu lassen ….Den beiden bleibt aber nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft – und ein Ohr fehlt dem Jungen bereits….

Anscheinend war es jedem außer mir bekannt, dass der Film schon fertig gedreht war und dann die Szenen mit Christopher Plummer komplett nochmal eingespielt wurden, da dessen Rolle mit Kevin Spacey besetzt war, der aber nach seinen Skandalen (die ich persönlich aber völlig überbewertet finde und nicht rechtfertigen den Mann dermaßen niederzumachen) nicht mehr Ridley Scotts Vertrauen besaß, bzw. man fürchtete, dass der Film an den Kinokassen abschmiert.

Obwohl Spacey eigentlich eh viel zu jung war, hat man diesbezüglich mit Christopher Plummer, der Zeit seines Lebens für meine Begriffe als einer der unterschätztesten Schauspieler in die Filmgeschichte eingehen wird, die perfekte Besetzung gefunden.

Allerdings (und dafür habe ich Zeugen^^), war mein erster Eindruck nach dem Film, dass er dramaturgisch doch merkwürdig daherkommt und zusätzlich einen mauen Spannungsbogen hat. Alles wirkt irgendwie zusammengestückelt und passt nicht zur bekannten Professionalität des Regisseurs. Aber die Erklärung woran das liegt, habe ich ja jetzt hierfür bekommen.

Zwar wird der Streifen im zweiten Abschnitt deutlich besser, bis dahin zieht sich das Ganze aber ganz schön in die Länge und Mark Wahlberg finde ich irgendwie fehlbesetzt, ohne dass dies an seiner schauspielerischen Leistung läge, aber irgendwie kaufe ich ihm das Ganze nicht ab.

Auch hier wird wieder behauptet, das sich das Gezeigte ganz nahe an den tatsächlichen Ereignissen des Jahres 1973 bewegt, was ich in manchen Punkten aber nur bedingt glauben kann, weil mir viele Dinge recht unglaubwürdig erscheinen (würde zu vielen Spoilern führen).

Wer sich für die Geschichte interessiert, kann das ganze bei Wikipedia nachlesen, da gibt es einen sehr interessanten Bericht.

Eine echte Entdeckung in diesem Streifen ist Charlie Plummer, der mit seinem nuancierten Spiel und den Kulleraugen alle aussticht und, so weit mir bekannt, nicht mit Christopher verwandt ist.

So bleibt unter den Strich ein grundsolides Entführungsdrama. Aber man hat von Scott schon besseres gesehen. Die Oscar-Nominierung für den mittlerweile 88-jährigen Christopher Plummer halte ich allerdings für vollkommen gerechtfertigt – nicht nur weil er die Rolle perfekt verkörpert, sondern weil er auch innerhalb weniger Wochen die ganzen Nachdrehs schaffte – und das in diesem Alter.

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