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Archiv der Kategorie 'Suspense'

PULS (Concorde)

am 03. Februar 2017 unter Horror, Suspense abgelegt

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Clay Riddell ist gerade geschäftlich in Boston auf dem Flughafen unterwegs und telefoniert mit seiner Familie. Dann ist der Akku alle, was normalerweise ärgerlich ist, in diesem Fall aber günstig, denn aus dem Nichts bricht plötzlich eine Massenpanik aus und Menschen die eben noch telefonierten, mutieren zu blutrünstigen Wahnsinnigen. Clay kann sich zusammen mit dem U-Bahnfahrer Tom und seiner Nachbarin Alice zunächst in seine Wohnung retten. Am nächsten Tag will er sich aufmachen seine Familie zu suchen. Doch die Seuche hat sich schon enorm verbreitet…..

Die ganz leise Gesellschaftskritik ist durchaus lobenswert. Ebenso die ersten 15 Minuten, als ich der Illusion verfiel, hier einen wirklich guten Film kredenzt zu bekommen, denn die sind wirklich spannend inszeniert und der Flugzeugcrash bis in die Wartehallen sieht richtig gut aus.

Dann ist aber leider auch Schuss. Bald latschen die 3 durch die Gegend und werden immer wieder von den Handyzombies angegriffen. Das sieht aus und ist zudem so innovativ wie Staffel 24 von WALKING DEAD.

Ab und zu streut man eine kleine Wendung ein und integriert neue Figuren, die dann aber doch schnell das Zeitliche segnen. Zudem ist das alles einfach so unfassbar unspannend und wird gekörnt mit einem völlig versauten Schluss.

Inmitten dieses Szenarios stolpern immerhin John Cusack und Samuel Jackson durch die Walachei, wobei man sich bei beiden fragt, ob sie Geld benötigen, denn für diese Rollen hätte man jeden Trottel casten können, da schauspielerisch beide absolut null gefordert werden. Cusack hat den Mist auch noch mitproduziert und dreht leider in den letzten Jahren zu viel Unsinn.

Stephen King hat hier sogar das Drehbuch mitgeschrieben – er sollte vielleicht besser in Rente gehen, denn für diesen Stuss muss man nun echt kein Starautor sein. So etwas kann jeder Depp abliefern.

Fazit: Eine an sich gute Grundidee mit unterschwelliger Gesellschaftskritik, verkommt zum langweiligen Zombiegemetzel. Gääähn.

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HACKED (Koch Media)

am 25. Januar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Mike Regan führt ein luxuriöses Leben und wohnt mit der Familie in einem recht futuristischen Haus. Seine Firma hat eine neue App entwickelt, die für den Durchbruch im Privatjet-Sektor sorgen soll. Doch bei der Vorführung geht alles schief. Der IT-Fachmann Ben rettet die Situation und erhält in Folge dessen eine Festanstellung. Er deutet dies jedoch auch als Freifahrtschein um sich in der Familie einzuschleimen und Regans Tochter anzubaggern. Als dem das zu bunt wird, wirft er ihn raus. Doch Ben hat sowohl im Haus der Regans als auch in der Firma alle Dinge verbessert und installiert und übernimmt per Computer nun die Kontrolle…..

Pierce Brosnan hat anscheinend sämtliche Millionen aus seiner James Bond Reihe verfeuert oder will seine letzten guten Jahre als Charmeur genießen, denn mittlerweile erscheinen im Schnitt drei Filme pro Jahr mit ihm, die in manchen Fällen völliger Mist sind (URGE), aber teilweise auch wirklich überzeugen (NOVEMBER MAN).

Auch HACKED würde ich auf jeden Fall zu den gelungenen zählen, denn der Streifen ist nachvollziehbar erzählt und das Szenario gar nicht mal weit hergeholt, da unsere Technik uns heutzutage sehr verwundbar macht. Könnte mir durchaus vorstellen, das sich ähnliches wie hier gezeigt, schon desöfteren so ereignet hat.

Dabei überzieht der Film aber nie, wie das etwa in Majorfilmen so üblich ist, wo irgendwelche Hacker eben mal in 5 Sekunden Amerika lahmlegen, sondern bleibt im kleinen, geschäftlichen und privaten Bereich von Brosnans Charakter.

Die überwiegend vernichtenden Kritiken kann ich nicht nachvollziehen, denn der Film baut die Charaktere sehr sorgfältig auf und steigert sich mit zunehmender Laufzeit auch in Sachen Spannung.

Wenn ich allerdings sehe das Rezensenten hier von Unlogik sprechen, während sie OLYMPUS HAS FALLEN die Höchstpunktzahl geben, sollten manche doch vielleicht aufhören, Kritiken zu schreiben.

Fazit: Spannender kleiner Thriller mit einem gut aufgelegten Hauptdarsteller und einem ordentlichen Gegenspieler…

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HOSTAGE (Koch Media)

am 25. Januar 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Man muss sich das mal überlegen. Zufällig sehen die Täter ihre Opfer an einer Tankstelle und fahren diesen hinterher, brechen dann auch zufällig genau an dem Tag ein, um das Auto von Daddy zu klauen, an dem dieser eine CD mit frisierten Daten für eine Verbrecherbande fertigstellt. Zufällig ist in diesem Kaff der zuständige Polizeichef ein ehemaliger Vermittler, der natürlich, zufällig wieder Eheprobleme und aufgrund seines letzten Auftrages genauso zufällig ein Trauma hat, bei dem ihm alle Beteiligten wegstarben. Und was soll der jetzt machen? Natürlich vermitteln..Sehr realistisch. Herr Willis nimmt der zuständigen Chefin einfach mal so das Kommando ab ohne das diese große Gegenwehr leisten würde, es sei denn man wertet grimmige Blicke und EINEN etwas schroffer formulierten Satz als solche.
Am Ende erledigen dann ein schwerverletzter Polizist und ein Buchhalter (!), der 1 Stunde vorher noch unter einem schweren Gehirntrauma litt (!!) und zudem von einer auf die andere Minute vom Buchhalter für Verbrecher zum mitfühlenden Ehrenmann mutiert (!!!!) mehrere angeblich professionelle Gangster, die nebenbei noch seine Auftraggeber sind/waren (!!!!!!). Oha.

Natürlich ist der Film von ordentlichem Unterhaltungswert und Herrn Willis und auch Kevin Pollak sieht man immer wieder gerne, aber das Gezeigte geht dann doch in Sachen Unsinn etwas zu weit.

Ich bewerte hier die remasterte Edition von KOCH MEDIA. Da der Film erst 11 Jahre alt ist und mir die alte Fassung nicht vorliegt, kann ich nun schlecht einen Vergleich ziehen. Wenn ich bedenke, welche Filme noch auf ihre Veröffentlichung warten, weiß ich nicht ob man die Neuauflage hier jetzt unbedingt braucht.

Fakt ist aber andererseits auch, das das Bild gestochen scharf ist und ohne jegliches Grieseln auskommt. Insbesondere die Innenaufnahmen des imposanten Hauses sehen brillant aus. Und auch aus dem Boxen hämmert es gewaltig, besonders wenn es gegen Ende in Sachen Action zur Sache geht. Beide Komponenten stehen neueren Veröffentlichungen in nichts nach..

Zudem gibt es jede Menge Bonusmaterial, um sich nach dem Film noch stundenlang mit Cast und Geschichte zu beschäftigen. Ob dies umfangreicher ist, als das aus dem Jahre 2005 kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Aber hier hat man schon wirklich jede Menge draufgepackt.

Ob sich das Update lohnt, muss aber letztendlich der Käufer entscheiden, Wer den Streifen gerne hätte bekommt hier auf jeden Fall eine würdige Veröffentlichung eines unlogischen, aber unterhaltsamen, ganz auf Willis zugeschnittenen, Films.

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NERVE (Studio Canal)

am 17. Januar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die eher schüchterne Highschool-Schülerin Vee entschließt sich, aufgestachelt von ihrer besten Freundin, bei dem Internetspiel “Nerve” mitzumachen, bei dem man “Player” oder “Watcher” sein kann. Als “Player” muss man aktiv an dem Spiel teilnehmen, als „Watcher“ sieht man zu und votet. Erst fängt alles harmlos an: Vee muss einen völlig fremden Jungen küssen. Sie wählt den attraktiven Ian, mit dem sie fortan gemeinsam zunehmend gefährlichere Mutproben überstehen muss, die von den “Watchern” beobachtet und ausgeheckt werden. Doch deren Einfälle werden immer skurriler und mit der Zeit ist auch der erste Tote nur noch eine Frage der Zeit.

NERVE ist vor allem eins: Bunt. Mir persönlich sind die Farben partiell etwas arg schrill. Das trifft sicherlich den NERVE der Jugendlichen von heute – mir ist das persönlich etwas over the top, genau wie die ganze Geschichte, die insgesamt zwar unterhaltsam, aber doch sehr weit hergeholt ist.

In mitten dieser stürmen und stolpern Roberts und Franco durch die Challenges und verlieben sich ineinander – auch das ist von Anfang an vorhersehbar.

Die leise Gesellschaftskritik ist immerhin erwähnenswert, wenn auch nur angedeutet und auch die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, wobei ich mich immer frage, wieso man für solche Rollen Schauspieler castet, die fast 10 Jahre älter sind als ihr Charakter. Auch wenn man sich bemüht hat, Miss Roberts deutlich jünger aussehen zu lassen, erkenne ich darin keinen Sinn.

So bleibt unter dem Strich ein nettes Filmchen, dessen Zielgruppe allerdings nicht wirklich Leute in meinem Alter sind. Ich denke bei Ende 20 wird das Verständnis für die Handlungsweisen der Protagonisten aufhören. Für die Generation „ohne mein Handy sterbe ich“ allerdings der ideale Streifen. Mit viel gutem Willen und für den Soundtrack:

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PURGE 3 – ELECTION YEAR (Universal Pictures)

am 17. Januar 2017 unter Action, Horror, Suspense abgelegt

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Die neuen Präsidentschaftswahlen stehen in Amerika bevor. Leo Barnes arbeitet mittlerweile für die Senatorin Charlie Roan, die gegen die Purge-Nacht ist und diese, sollte sie gewählt werden, auch umgehend abschaffen würde. Doch ihre politischen Gegner sehen das gar nicht gerne und versuchen sie umzubringen. Leo hat alle Hände voll zu tun, die Dame zu schützen, doch dann entdeckt er, das sich in seinen eigenen Reihen ein Verräter befindet und muss mit Charlie fliehen – was in der Purge-Nacht nicht weniger gefährlich ist, denn draußen warten jede Menge Irre mit Knarren..

Es geht in den dritten Teil der PURGE-Reihe. Nach mäßigen Kritiken, aber einem sehr guten Einspielergebnis, bei geringen Produktionskosten von Teil 1, war es eigentlich klar, das man diese Reihe fortsetzen wird, die sich auch durchaus auch zur Serie eignet. Der Streifen entwickelte sich zudem in der DVD-Szene zum absoluten Geheimtipp.

War Teil 2 allerdings ein wenig uninspiriert und machte sich das Fehlen von Ethan Hawke doch bemerkbar, geht es hier wieder aufwärts, denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist ELECTION YEAR durchaus spannend geworden, auch wenn manche Dinge sich mittlerweile schon wiederholen.

Frank Grillo scheint auch noch für 10 weitere Teile bereitzustehen, während der Rest relativ austauschbar scheint (bezogen auf die Geschichte, nicht auf das schauspielerische Talent). Der von mir äußerst geschätzte Mykelti Williamson bekommt hier endlich mal ordentlich Screentime. Er ist irgendwie das schwarze Pendant zu Ray Liotta, der auch immer nur in der zweiten Reihe agiert, obwohl er wesentlich mehr drauf hätte.

Ob man jetzt noch weitere Fortsetzungen braucht, sei mal dahingestellt, denn eigentlich ist das ganze doch schon relativ auserzählt, doch das war bei SAW nach spätestens Teil 3 auch so und trotzdem ging es immer weiter.

Dieser ist jedenfalls recht gelungen.

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JEDER GEGEN JEDEN (Koch Media)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Sechs Gangster stürmen eine Bank und nehmen Geiseln um die Schließfächer einer Bank in Valencia auszuräumen. Schnell kommt ein Unterhändler dazu und versucht das Vertrauen der Gangster zu gewinnen. Die haben aber nicht vor aufzugeben, denn man hat 2 Monate vorher schon einen Tunnel zur Bank gegraben, durch den man entkommen will. Doch die anhaltenden Regenfälle haben diesen überflutet und nun sieht das Sextett ganz schön alt aus. Dann stellt sich heraus, das einer der Herrschaften namens Urugayo, wesentlich mehr über den Inhalt mancher Bankfächer weiß, als die anderen. Mit der Zeit fangen die sechs an, sich immer mehr zu misstrauen und jeder ist nur auf seinen Vorteil aus.

Das spanische Kino hat in den letzten Jahren enorm aufgeholt und sich insbesondere im Bereich des Thrillers etabliert. Aber auch im Horror-Genre kommen gute Beiträge aus dem Land der Paella.

JEDER GEGEN JEDEN ist ein nettes kleines Gaunerstück. Besonders wenn es damit anfängt, das jeder dem anderen nicht mehr vertraut und diesen versucht auszumanövrieren, wird das ganze doch recht unterhaltsam.

Allerdings ist manches auch wein wenig weit hergeholt. Insbesondere die Telefonate zwischen Urugayo und dem neuen Vermittler sind mir ein bisschen arg realitätsfremd.

Trotzdem ist das ganze kurzweilig und auch nicht sonderlich brutal. Im Gegenteil, desöfteren gibt es auch einmal eine witzige Anekdote, insbesondere weil einer der Gangster einfach nur total bescheuert ist. Bei der Szene mit der Festplatte und der Reaktionen der Kollegen musste ich herzhaft lachen.

Netter Heist-Film mit einigen Überraschungen. Wer solche Streifen mag und kein Problem mit spanischen Filmen hat wird hier ordentlich unterhalten.

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SHADES OF BLUE (Universal Pictures)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Harlee Santos ist alleinerziehende Mutter einer 17-jährigen Tochter und Detective beim NYPD. Ihr korrupter Vorgesetzter Matt Wozniak und sein Team aus dem 64. Bezirk arbeiten nach ihrem ganz eigenen Gerechtigkeitssystem, in das auch Harlee integriert ist . Gegen Bezahlung drücken sie gerne mal ein Auge zu, wenn irgendwo in New York ein Verbrechen geschieht. Als mal wieder so ein Deal ansteht wird Harlee vom FBI festgenommen und als Informantin verpflichtet. Im Gegenzug dafür erhält sie Straffreiheit. Doch Beweise gegen ihren Chef Wozniak zu beschaffen, ist gar nicht so einfach. Zudem ist dieser wie ein Vater für sie und ihre Tochter, und so kommt sie immer wieder ins Zweifeln, ob das was sie hier tut, wirklich das Richtige ist.

Die Geschichte hört sich nicht sonderlich spektakulär an und daraus gleich eine ganze Serie zu zimmern kann ja nur in die Hose gehen – dachte ich.

Doch ich wurde wirklich positiv überrascht. Eigentlich hat man nie das Gefühl, das alles in die Länge gezogen wird – Wozniak ist nur eben ein kluger Kopf, der sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen lässt. Zudem lösen die Cops auch noch „normale „ Fälle, so das sich nicht alles um die Bloßstellung des Bösen dreht.

Ray Liotta ist mal wieder in Bestform. Wenn er die Augen aufreißt, weil er einen Verräter vermutet oder sich anderweitig aufregt, bekommt man richtiggehend Angst. Eine absolute Paraderolle für den, in meine Augen immer noch, underrateten Schauspieler.

Überraschend gut hingegen die Performance von Wackelarsch Lopez, die ich selten so überzeugend gesehen habe. Gerade wenn ich mich an BOY NEXT DOOR erinnere, da war sie absolut grausig. Hier liefert sie aber eine erstaunlich starke Performance ab, die jederzeit glaubwürdig wirkt.

Die Wendungen sind schwer vorhersehbar und fast jede Folge ist mit einem Cliffhanger versehen, was mich lange Nächte gekostet hat, da ich immer wissen wollte, wie es denn nun weitergeht.

Besonders erfolgreich war die Serie nicht, dennoch wird eine zweite Staffel gedreht, was wünschenswert ist, obwohl diese hier auch so etwas wie einen Abschluss hat, wenn auch nicht alle Fragen geklärt sind.

Endlich mal wieder eine unterhaltsame TV-Serie, deren Geschichte gar nicht so weit hergeholt erscheint.

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187 (Capelight/Alive)

am 13. Dezember 2016 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Trevor Garfield ist ein Lehrer aus Überzeugung. Leider bekommt er es nicht gedankt, denn viele der verzogenen Kids, die in Banden sind, interessiert der Unterricht nicht. Als er einen Schüler durchfallen lässt, sticht dieser ihn ab. Er überlebt nur knapp. 15 Monate danach bekommt er eine Vertretungsstelle in einer Schule angeboten. Auch da ist es nicht einfach, aber einige Schüler sind durchaus wissbegierig und werden von Garfield gefördert. Doch leider befinden sich auch hier wieder ziemliche Arschlöcher in der Klasse. Als einer von diesen total überschnappt, sieht Garfield die Zeit gekommen um zu handeln.

Mittlerweile hat der Streifen auch schon wieder 20 Jahre auf dem Buckel. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Bislang gab es keine Ausgabe auf Blu Ray. Diese Lücke schließt jetzt Capelight mit einem sehr schönen Mediabook.

Die Oberfläche ist leicht geriffelt und wirkt dadurch sehr edel. Der Ton ist zweckmäßig, da sollte man keine Wunderdinge erwarten, was bei diesem Film aber auch nicht die große Rolle spielt. Das Bild ist frei von Blitzern, wirkt aber leicht milchig – dafür gibt es keinerlei Rauschen oder Blitzer.

Als Bonus gibt es einen Audiokommentar mit Jackson und Regisseur Reynolds, der durchaus interessant ist.

Das Buch zu dem Film wurde übrigens von einem Lehrer verfasst, der seine eigenen Erlebnisse dort mit einfließen ließ. Erschreckend wie es an Amerikas Schulen zugeht kann man da nur sagen und das war vor 20 Jahren. Ich glaube nicht, das sich das heute groß verbessert hat.

187 gilt für Filme als einer der besten Filme die Samuel Jackson je gedreht hat, auch weil e r viele Teile des Streifens alleine tragen muss. Seine Änderung vom einfühlsamen Lehrer zum verbitterten Mann, wird von ihm exzellent umgesetzt.

Wer den Film nicht hat, ist mit dieser Version sicherlich gut bedient. Das Mediabook ist nicht ganz billig, aber sehr schön aufgemacht. Die technische Seite geht in Ordnung. Dazu gibt es ein sehr schönes und informatives Inlay.

THE NEIGHBOR (Splendid)

am 30. November 2016 unter Suspense, Thriller abgelegt

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John und Rosie wohnen in einer Kleinstadt irgendwo im Nirgendwo. John verdient sich Kohle, in dem er Deals für seinen kriminellen und leicht geisteskranken Onkel durchzieht. Doch die beiden wollen abhauen und sich mit dem verdienten Geld ein besseres Leben gönnen. Eines Tages sieht Rosie zufällig, das Nachbar Troy einen Menschen halb totschlägt und zurück ins Haus schleppt. Es stellt sich heraus, das er und seine beiden Söhne Menschen entführen, um Lösegeld herauszupressen. Als John nach Hause kommt, ist Rosie verschwunden. Als er sie bei Troy sucht, entdeckt er einen Keller, in dem nicht nur lebende Menschen gefangen sind…

Das hört sich nicht besonders spektakulär an, aber was Marcus Danston, der schon mit Collector 2 einen durchaus netten Horrorthriller vorlegte, hier rausholt, ist wirklich erstaunlich.

Die Kamera hält ein paar wirklich nette Spielereien bereit und der Streifen sieht absolut nicht nach einem B-Movie aus und hätte eine Kinoauswertung verdient, die er laut Internet nicht bekommen hat.

Auch die Schauspieler sind durch die Bank ordentlich und man hat auch das eine oder andere bekannte Gesicht parat, ohne das man dieses jetzt wirklich benennen oder zuordnen könnte. Jedenfalls hat man hier keine Laien beschäftigt, wobei mir der Darsteller des Troys am besten gefällt – ein richtig linker Vogel der Typ.

Der Showdown des Films beträgt satte 40 Minuten, in denen die Spannung nicht mehr abfällt und der dann an manchen Stellen auch recht brutal gerät. Aber das passt durchaus zum Rest und die Gewalt dient nicht nur als Mittel zum Zweck.

Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, das sich sämtliche Charaktere genauso verhalten, wie man es in der Situation erwarten würde, statt schreiend nervig durch die Gegend zu laufen wie in diversen Horrorfilmen.

Wer GREEN ROOM machte könnte auch NEIGHBOR mögen, nicht weil sich die Filme gleichen, sondern weil sich alles doch auf sehr begrenztem Raum abspielt und die Möglichkeiten zu entkommen gering sind. Hinzu kommt die ein oder andere überraschende Wende.

Fazit: Thriller Geheim-Tipp.

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THE ONES BELOW (Meteor/Alive)

am 30. November 2016 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Kate und Jack wohnen in einem schönen kleinen Haus in London und sind überglücklich, denn sie erwarten ihr erstes Kind. Als neue Nachbarn ins leerstehende Erdgeschoss ins Untergeschoss einziehen, scheint zunächst alles perfekt, denn auch Theresa ist schwanger. So freunden sich die beiden Frauen schnell an. Man trifft sich dann zu einem gemeinsamen Abendessen, bei dem Theresa ein wenig viel Alkohol trinkt. Als sie und ihr Mann gehen wollen, stolpert Madame über die Katze die vor der Tür sitzt und das Unheil nimmt seinen Lauf. Theresa verliert ihr Kind und sie und ihr Mann geben Kate und Jack die Schuld dafür. Wenige Tage später sind sie ausgezogen, kommen aber nach ein paar Wochen wieder zurück und entschuldigen sich für die bösen Worte und die Anschuldigungen, scheinen jedoch irgend etwas im Schild zu führen.

THE ONES BELOW ist ein kleines, aber feines Drama mit reichlich Thriller-Elementen, das erstaunlich gut besetzt ist. David Morrissey kann sich seit WALKING DEAD vor Angeboten kaum mehr retten und auch Clemence Poesy sehe ich sehr gerne.

Was den Film von vielen anderen Thrillern abhebt ist, das er praktisch NUR im Hellen spielt. Man geht ja immer davon aus, das man im Dunkeln bessere und spannendere Szenen einfangen kann, aber hier ist wirklich nahezu alles am Tag gedreht. Das sieht man so selten.

Die Story ist jetzt nicht sonderlich originell und man ahnt relativ schnell wie der Hase läuft. Das macht aber nichts, da ansonsten das Gesamtpaket absolut stimmig ist.

Das David Farr hier seinen ersten Spielfilm abliefert, sieht man an ihm nun wirklich nicht an. Der Streifen hat meiner Meinung nach den Look eines A-Movies, auch weil die Einrichtungen des Hauses und der Garten sehr edel ausgestattet wurden.

Unter dem Strich ein netter kleiner Thriller für zwischendurch, der zwar nicht lange haften bleibt, aber dennoch erstaunlich gut unterhält.

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