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Archiv der Kategorie 'Suspense'

Der Holcroft-Vertrag (Koch Media)

am 27. März 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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40 Jahre nach Kriegsende soll die unvorstellbare Summe von satten 4 Billionen Dollar an den New Yorker Architekten Noel Holcroft übergehen, dessen Vater einer der Finanzberater Hitlers war. Angeblich soll das Geld dazu dienen, Opfer des Holocausts zu unterstützen. Als diverse Attentate auf ihn verübt werden, beginnt er schon zu ahnen, das die Kohle für ganz andere Dinge verwendet werden soll und Leute etwas dagegen haben, das er die Summe bekommt. Nach diversen Nachforschungen kommt heraus, das es dafür gedacht ist, ein Viertes Reich zu schaffen.

Die Geschichte dieses Streifens ist wirklich originell. Zudem muss ich zugeben, den Film noch niemals gehört, geschweige denn gesehen zu haben und war doch sehr überrascht, denn statt einem altbackenen Krimi gibt es hier wirklich einen interessanten und wendungsreichen Thriller zu sehen, von dem ich allerdings, wenn man die Kleidung und ähnliches betrachtet, davon ausging, das er aus den 70ern stammt. Er entstand jedoch 1985.

Michael Caine sieht man eh immer gerne und auch die Nebendarsteller, die mir allerdings größtenteils ebenso unbekannt sind wie der Streifen selbst, spielen überzeugend. Einer der seltenen Fälle in denen ein Film aus den 80ern die Zeit gut überstanden hat, denn auch die Dialoge sind nicht so grässlich wie bei vielen Filmen, die, wenn man sie heute sieht, einfach nur bescheuert wirken, obwohl man diese mal toll fand.

Die vorliegende Blu Ray weist ein hervorragendes Bild auf. Hier sieht man nicht das geringste Rauschen oder Grieseln – würde man die Klamotten und die Synchronisation verändern, würde man nicht glauben, dass dieser Streifen schon 33 Jahre auf dem Buckel hat.

So ist dieser Film im Gesamtpaket nicht nur für diejenigen interessant, die ihn schon immer gut fanden, sondern auch für Freunde ungewöhnlicher Geschichten, die ihn eben noch nicht kennen.

Vielleicht kann mir mal jemand erklären, wieso der Film auch schon unter dem Namen 40 Millionen Dollar-Mann vor einigen Jahren erschien…

DIE KILLERBRIGADE (Koch Media)

am 07. März 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Ende der 80er Jahre beginnt der Kalte Krieg langsam abzunehmen, was einigen Herrschaften gar nicht passt, denn Sergeant Gallagher findet heraus, das ein Attentat auf den russischen Generalsekretär verübt werden soll, während er den amerikanischen Präsidenten trifft. Gallagher versucht das mit Hilfe einer Freundin zu verhindern, doch das Komplott reicht bis in die höchsten Kreise, und bald weiß er nicht mehr, wem er noch trauen kann.

Der Streifen ist aus dem Jahre 1989 und spielt im noch zweigeteilten Berlin. Daher sind einige Aufnahmen sehr interessant.

Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, gerade aus dieser Zeit, ist KILLERBRIGADE auch heute noch sehr gut ansehbar, wenn auch einige Sprüche etwas altbacken wirken und man sich so heute nicht mehr ausdrücken würde.

Doch die Geschichte ist irgendwie immer noch aktuell und auch heute ist das Verhältnis zu Russland, auch von Seiten Deutschlands, ja durchaus wieder angespannter.

Regisseur Andrew Davis hatte wenige Jahre später seinen großen Durchbruch mit AUF DER FLUCHT und AUF DER JAGD, zeigte hier aber schon was er kann, denn der Streifen ist durchaus spannend.

Gene Hackman ist hier mal wieder in einer Paraderolle zu sehen. Ich finde irgendwie, das der Mann in die Rolle eines Militärangestellten einfach am besten passt. Tommy Lee Jones spielt eine kleine, aber wichtige Nebenrolle.

Das Bild des Films wurde ausgezeichnet restauriert, nur ganz am Anfang ist er etwas grobkörnig, danach sieht er aber beinahe aus wie eine neuere Produktion, der Ton ist angemessen.

Ich muss zugeben, das ich den Streifen noch nie gesehen hatte, von daher war ich doch überrascht, wie gut er die Zeit überlebt hat.

BAD BANKS (Av Visionen)

am 07. März 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Im Zentrum der Geschichte steht die junge, hochbegabte Investmentbankerin Jana Liekam, die bei einer internationalen Großbank in Luxemburg arbeitet. Als sie für den Fehler eines anderen gefeuert wird, vermittelt ihre Ex-Chefin Christelle Leblanc ihr einen Job bei einer Bank in Frankfurt. Leblanc ist es auch, die Jana den Tipp für ein hochattraktives, aber äußerst riskantes Geschäft gibt, mit dem sie ihren neuen Chef Gabriel Fenger so sehr beeindruckt, dass er ihr die Leitung des Projektes überträgt. Allerdings tut die Dame das alles nicht ohne Gegenleistung, denn Jana soll Beweise dafür sammeln, dass die Firma Dreck am Stecken hat. So wird der Druck auf sie immer größer, denn das Projekt muss in wenigen Wochen fertig sein und die Zeit rinnt unaufhaltsam weiter. Zudem muss sie sich irgendwann entscheiden, ob sie ihrem Chef treu bleibt oder Leblanc ihre Geheimnisse preisgibt.

Ich hätte mir die Serie gar nicht angesehen, wäre sie mir nicht von Helmut M. empfohlen worden, den ich hiermit ganz herzlich grüße.

Auch wenn man in einigen Abschnitten nicht ganz folgen kann, weil man eben kein Insider ist und viele Fachbegriffe und Gespräche nicht versteht, ist die Serie durchweg spannend.

Als Glücksgriff erweist sich die Besetzung von Desiree Nosbusch, die als leicht angegraute Eminenz dem ganzen einen enormen Stil verleiht. Auch das Kommissar Rex Herrchen Tobias Moretti habe ich noch nie so gut gesehen. Die Hauptdarstellerin Paula Beer hat zwar schon in einigen Filmen mitgewirkt, die habe ich aber alle nicht gesehen und auch sie hat mich vollkommen überzeugt.

Selten hat man aus deutschen Landen ein so gutes Drehbuch mit ständigen Wendungen verfilmt gesehen, das mit großer Suchtgefahr einhergeht, denn eigentlich will man immer wieder sofort wissen, wie es weitergeht, doch 5 Stunden am Stück waren mir dann doch zu lang.

Das Ende hat man ebenfalls geschickt offen gelassen und zwar so, das die Geschichte zwar abgeschlossen, aber eine zweite Staffel durchaus noch im Bereich des Möglichen liegt, was sehr wünschenswert wäre, denn nachdem man schon die genialen CLUB DER ROTEN BÄNDER eingestellt hat (warum verstehe ich bis heute nicht) gibt es hier auch mal wieder Thrillerkost, die weit über Tatort-Niveau hinausgeht.

Fazit: So gut kann deutsches Fernsehen sein, was man eigentlich gar nicht mehr gewohnt ist. Menschen die sich diese Serie nicht gleich kaufen möchten, können sie in der Mediathek der ZDF abrufen. Eine Anschaffung lohnt sich aber definitiv. In wie weit das alles realistisch ist, vermag ich jedoch nicht zu sagen.

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WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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SADIE (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Die aufstrebende Autorin Sadie trifft auf einer Lesung ihren Exfreund Alex wieder, mit dem sie ein dunkles Geheimnis verbindet, denn beide stehen auf sehr ausgefallene Sexpraktiken im SM-Bereich. Er lädt sie zu seiner Party auf einem nahegelegenen Schloss ein – sie sagt trotz Bedenken zu. Dort befreundet sie sich mit der geheimnisvollen Francesca, mit der sie eine sexuelle Affäre beginnt. Zwischendurch wird sie aber immer wieder von merkwürdigen Alpträumen geplagt und kann bald Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden. Als in einem dieser Träume, ein Mädchen getötet wird versucht sie zu fliehen, doch das lässt die geschlossene Gesellschaft nicht zu.

Puh, die Geschichte ist nicht gerade einfach zusammenzufassen, da sie doch recht ungewöhnlich ist und wohl am besten im Bereich Erotikhorror einzuordnen ist – ein Genre das es früher zu VHS Zeiten deutlich öfters gab.

Der Film ist daher auch arge Geschmackssache. Menschen die meinen, das ihr wöchentlicher Hausfrauensex schon unfassbar gewagt ist, werden hier schreiend davonlaufen. Da ich jahrelang in der Gothic Szene unterwegs war und diese mit den SM-lern ja schon zusammenhängt, kann ich mich da etwas besser hineinversetzen.

Optisch hat man hier ein fantastisches Werk abgeliefert. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal solch ästhetische Kamerafahrten und Bilder gesehen habe. Besonders die Aufnahmen im Schloss sind überwältigend – ebenso die Traumsequenzen.

Die Hauptdarstellerin ist mir gänzlich unbekannt, spielt aber durchaus überzeugend, was bei dieser doch ungewöhnlichen Geschichte gar nicht so einfach ist.

Ein wenig schwierig ist die Zielgruppe dieses Streifens festzulegen, denn dieser Mix und die teilweise doch etwas schrägen Phantasien und Bilder werden nicht jedem zusagen, wobei hier keine Hardcore-Erotik gezeigt wird.

Daher ist je nach Geschmackssache hier wirklich jede Bewertung möglich. Mir persönlich hat der Streifen gut gefallen, da ich aber hier immer versuche objektiv zu bewerten und das bei diesem Streifen einfach nicht möglich ist, verzichte ich darauf.

RESET (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Zwei konkurrierende Konzerne stehen kurz vor dem Durchbruch auf dem Gebiet der Zeitreise und Erforschung von Paralleluniversen. Einer der beiden hat einen Zwischenfall, der sie weit zurückwirft. Also versucht man die Konkurrenz auszuspionieren Dazu entführt man den fünfjährigen Sohn der am Projekt beteiligten jungen Wissenschaftlerin Xia Tian, um aus ihr Informationen zu bekommen. Sie geht darauf ein, doch der Gangster tötet ihren Sohn trotzdem. In Ihrer Verzweiflung benutzt sie die Zeitmaschine, um die Ereignisse zu verändern. Doch diese wurde noch nie an einem Menschen versucht.

Zeitreisen und Paralleluniversen sind schon immer beliebt gewesen in der Vergangenheit. Hier liefern auch die Chinesen einen Beitrag zu dem Thema. Der Film wurde übrigens von Jackie Chan produziert, ist aber nicht, wie man befürchten konnte, eine Actionkomödie, sondern ein rasanter Sci-Fi Thriller mit einer enorm begabten Hauptdarstellerin.

Es dauert nur wenige Minuten bis RESET richtig loslegt. Die Mischung aus Actioneinlagen und dem Science Fiction Elementen stimmt und auch der futuristische Look braucht sich wahrlich nicht vor amerikanischen Streifen zu verstecken.

Dann kommt natürlich wieder die Frage nach der Logik. Da setze ich immer dagegen, das man ja gar nicht wissen kann ob hier Logikfehler vorhanden sind, denn ich wüsste nicht das es eine Maschine gibt, die Zeitreisen ermöglicht. Also kann man hier nicht von Unlogik sprechen, auch wenn einiges natürlich doch sehr hypothetisch erscheint.

Nochmal kurz zu den beiden Hauptdarstellern. Die Dame muss insgesamt 3 verschiedene, komplett anders geartete Charaktere spielen und erledigt das erstaunlich gut. Auch ihr Gegenspieler wurde perfekt ausgewählt und erinnert mich in seiner Art des Schauspiels ein wenig an Andy Lau.

So bleibt unter dem Strich ein sehr unterhaltsamer Streifen, der besonders gegen Ende einige Überraschungen bereithält. Ein wenig pathetisch gerät der Schluss, aber das kennt man irgendwie aus Filmen die aus China oder Südkorea kommen. Das schmälert den Gesamteindruck allerdings bestenfalls minimal.

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FROZEN MONEY (Lighthouse Film)

am 23. Januar 2018 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Das Pärchen William und Dawn ist auf dem Heimweg von einem geschäftlichen Gespräch, das leider anders verlief als gedacht, denn er hat den Job nicht bekommen, was er ihr aber verheimlicht. Das Geld geht zur Neige und Dawn, Tochter aus reichem Haus hat auch relativ hohe Ansprüche. Da das Wetter mies ist, nehmen sie 2 Anhalter mit, die angeblich Geschwister sind. Das ungleiche Quartett trifft einige Kilometer später auf einen völlig durchgefrorenen Mann, der blind durch die Gegend tappt. Man packt ihn in den Wagen und fährt ihn in die nächste Rettungsstelle, doch es ist zu spät. In seinem Mantel findet sich eine Zeichnung mit mysteriösen GPS-Koordinaten sowie eine Goldmünze. Da in der Nähe in den letzten Jahren mehrere Raube stattgefunden haben, liegt die Vermutung nahe, dass diese Koordinaten auf die Beute hindeuten. Nachdem man eine Nacht drüber geschlafen hat, begibt man sich zu viert auf die Suche, ist jedoch für so etwas zu schlecht ausgestattet, denn der Winter zeigt seine raue Seite. Die Gier nach dem Gold treibt die vier allerdings voran und natürlich beginnt jeder dem anderen zu misstrauen.

FROZEN MONEY ist vor allem eines: Mal etwas völlig anderes. Die Mischung aus Drama, Thriller und, ja man kann fast sagen Abenteuer-Film, ist sehr unterhaltsam und hält einige überraschende Wendungen parat.

Zudem ist der Streifen exzellent gedreht. Der noch recht unbekannte Regisseur wird in Zukunft sicherlich noch zu beachten sein, denn er schafft es (wie auch immer) dem Zuschauer die eisige Kälte und die Leiden der Protagonisten so zu vermitteln, das man beim zusehen fast mitfriert. Das gelingt unter anderem mit vielen Bildern aus der Höhe, die die frostige Atmosphäre wunderschön unterstreichen.

Die Besetzung ist für einen kleinen Independent-Film zudem ordentlich. Jamie Bamber und Marie Avgeropoulos sind unter anderem mit dabei, wobei letztere sichtlich Spaß an der Rolle der rotzigen Göre hat.

Zudem ist der Streifen exzellent synchronisiert. Normalerweise sollte man das nicht extra erwähnen müssen, doch in letzter Zeit kommt es immer öfter vor, das diese den ganzen Film zerstört. Schon mehrfach habe ich in jüngster Vergangenheit auf den englischen Ton umgeschaltet, weil die deutschen Stimmern nicht zu ertragen waren.

Mit FROZEN MONEY beweist das kleine Label Lighthouse mal wieder gutes Gespür für gelungenes Independent-Kino. Der Streifen wirkt in Sachen Professionalität auch eher wie ein A-Movie, obwohl das Budget gering war. Eine besondere Erwähnung soll hier noch die mehr als originelle Schlusspointe finden, die man nie und nimmer voraussehen kann.

Fazit: Ein gelungener Genre-Mix, mit einem guten Regisseur und Darstellern ergibt in der Summe spannende Unterhaltung.

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THE GOOD NEIGHBOR (Koch Media)

am 05. Dezember 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die beiden Teenager Ethan und Sean haben sich ein merkwürdiges Experiment ausgedacht, mit dem sie glauben bei YouTube nen Kracher zu landen: Der unsympathische alte Nachbar, von dem man munkelt, dass er seine Frau umgebracht hat, soll Tag und Nacht beobachtet und obendrein erschreckt und drangsaliert werden. Dazu präpariert man das Haus dementsprechend und legt sich dann auf die Lauer, um das Treiben zu beobachten. Nach einer gewissen Zeit haben sie den alten Mann mürbe gemacht, doch dann tritt eine entscheidende Wende ein, mit der beide nicht gerechnet haben. Und was befindet sich eigentlich im Keller, in dem keine Kamera installiert wurde und in dem er sich ständig aufhält?

Die grundsätzliche Idee des Thrillers ist originell. Wie man es heute ohne große Probleme schaffen kann, seine Mitmenschen auszuspionieren, wird sehr gut erklärt und umgesetzt. Zudem nimmt man den beiden Jungs ihre Rollen durchaus ab, wobei einer der beiden ein Motiv hat, welches erst spät ans Licht kommt.

Ich wusste gar nicht das James Caan noch unter uns weilt. Kann mich an keinen Film der letzten Jahre erinnern, in denen ich ihn gesehen hätte. Zudem hat er in seiner langen Karriere eher selten in kleinen Independent-Produktionen wie dieser mitgewirkt, sondern war eher in Majors zu sehen.

Das Problem, das der Streifen hat, liegt auf der Hand. Die gute Idee trägt keinen kompletten Film, da sich viele Dinge wiederholen. Deshalb streut man immer wieder Szenen vom anschließenden Gerichtsprozess ein, um dem ganzen ein wenig Abwechslung zu geben, was partiell ganz gut gelingt, ohne das Ende hierbei zu verraten.

Der absolute Höhepunkt jedoch sind die letzten 20 Minuten, denn nach einem wirklich völlig überraschendem Twist (Stichwort Glöckchen) bekommt man in Rückblenden kurz und knapp die Geschichte des alten Mannes erzählt, die dann völlig anders aussieht, als das was man sich so im Kopf ausgemalt hat.

Grundsätzlich ein interessantes Experiment mit viel subjektiver Kamera, aber glücklicherweise ohne Gewackel. Besonders das Ende ist extrem gelungen und die beiden Jungs (die auch im realen Leben beste Freunde sind, wie man in den Extras erfährt) spielen ebenso wie Caan glaubwürdig. Durchaus sehenswert.

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GSI-GÖTEBORG STAFFEL 3 (EuroVideo)

am 05. Dezember 2017 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Seit Jahren schläft Polizist Johan Falk schlecht. Denn eine Frage lässt ihm keine Ruhe: Wie gelang es der estnischen Mafia, ihn und seine Kollegen vor drei Jahren so einfach aufzuspüren? Als plötzlich die Witwe des Mafiabosses auftaucht, geht das Ganze wieder von vorne los und Falk und auch seine Familie geraten abermals in Gefahr, denn er wird erpresst bei einem großen Deal zu helfen, da man ihm sonst einen Mord anhängen kann, indem man bei einer Leiche seine DNA platziert.Die gegen organisiertes Verbrechen vorgehende GSI ist mehr denn je auf ihre Informanten angewiesen und muss bei den geheimen Operationen noch erfinderischer vorgehen als zuvor, zumal Franck, ihr verdeckter Spitzel geflohen ist, nachdem er aufgeflogen war. Zudem bekommt Seth Rydell, seit ein paar Jahren der beste Informant der GSI, gewaltig Ärger, als die Mitglieder seiner alten Verbrecherbande aus dem Knast kommen. Denn die alte Rydell-Gang ist mittlerweile enorm gewachsen. Als auch noch andere Gruppen mitmischen, gerät das ganze außer Kontrolle.

Mittlerweile ist der gute Johan Falk bzw. sein Darsteller Jakob Eklund etwas in die Jahre gekommen. Für diejenigen, die es nicht wissen: Ursprünglich waren die Geschichten um den Cop drei Spielfilme nämlich ZERO TOLERANCE/EXECUTIVE PROTECTION und THE THIRD WAVE.

Da die Filme großen Anklang in Europa fanden, beschloss man damit in Serie zu gehen . Allerdings funktionierte insbesondere die letzte Staffel nicht besonders gut, denn die Geschichte zog sich unheimlich in die Länge.

Nummer 3 jedoch schafft es jedoch, trotz der insgesamt enormen Lauflänge den Zuschauer bei der Stange zu halten, zumal sie mit extrem vielen Wendungen und auch Charakteren gespickt ist und man nie weiß, was als nächstes kommt, während der Vorgänger doch reichlich vorhersehbar war.

Trotzdem kommt auch diese Staffel nicht an die 3 exzellenten Spielfilme heran, die es bis heute immer noch nicht auf Blu Ray gibt. KOCH MEDIA hat lediglich eine DVD mit allen Teilen veröffentlicht. Da hoffe ich noch immer eine Auswertung auf Blu Ray, denn insbesondere THE THIRD WAVE ist einer der besten europäischen Thriller ever.

Fazit: Auf Johan Falk ist Verlass, auch wenn die letzten beiden Staffeln nicht so gut waren, schafft man es hier endlich den Spannungsbogen auch über lange Zeit hoch zu halten. Ob es eine Fortsetzung gibt, wage ich aufgrund des Endes zu bezweifeln. Zudem können aufgrund der Geschehnisse zwei der bekannten Darsteller nicht mehr dabei sein..

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UNLOCKED (Universum Film)

am 14. November 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Die CIA-Agentin Alice Racine hat den aktiven Dienst vor einiger Zeit quittiert. Während sie nun undercover in London arbeitet, kommandiert man sie plötzlich ab und reaktiviert sie, denn die CIA hat einen Verdächtigen festgenommen, der Informationen zu einem bevorstehenden Anschlag auf London haben soll. Alice gilt als beste Verhörspezialistin und verfügt über enorme Sprachkenntnisse. Nach kurzer Zeit hat sie die Wahrheit aus dem jungen Mann herausgepresst. Doch dann bekommt sie einen Anruf, dass eben die CIA diesen Mann gefangenhält und sie bitte das Verhör übernehmen soll. Wer sind dann bitte die Herrschaften im Nebenraum? Sie versucht zu flüchten – der Verdächtige wird dabei niedergeschossen. Offensichtlich ist Alice in ein übles Komplott geraten. Wem kann Sie jetzt noch trauen?

Der Film beginnt etwas lahm. Zudem scheint die Geschichte etwas beliebig, denn das Vernehmen von irgendwelchen Arabern ,hat man nun doch zu Genüge gesehen.

Doch mit dem Anruf tritt die entscheidende Wende sehr früh ein und der Film wird zu einem durchaus spannenden und recht actionreichem Werk, in dem Frau Rapace mal richtig die Sau rauslassen kann. An manchen Stellen scheinen mir ihre Fähigkeiten allerdings arg übertrieben.

Da aber ansonsten mit Ausnahme von Orlando Bloom, der zum Glück nur eine Nebenrolle hat, ausnahmslos Schauspieler agieren, die ich mag, konnte da wenig schiefgehen. In Nebenrollen sind nämlich unter anderem John Malkovich (genialer Auftritt) die latent unterschätzte Toni Colette und Michael Douglas zu sehen.

An manchen Stellen wirkt der Streifen aber etwas wirr und man weiß gar nicht mehr wer hier gut und böse ist. Das hat man dann allerdings mit der Hauptdarstellerin gemein.

Das Ende ist leider zu kurz, denn nach dem vermeintlichen Showdown geht es nämlich noch weiter, aber diesen Handlungsstrang hätte ich gerne etwas weiter ausgebaut gesehen, denn das geht mir dann doch etwas arg schnell.

Unter dem Strich für Freunde von Agentenfilms ein recht sicherer Tipp, auch wenn mir Rapace als Gothic-Braut äußerlich in den Stieg Larsson Filmen besser gefallen hat. Aber das ist natürlich Geschmackssache :o ).

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