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Archiv der Kategorie 'Suspense'

Darkweb – Kontrolle ist eine Illusion (Koch Media)

am 20. Oktober 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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In Sachen Computerhacking ist Alex ein wahrer Meister auf seinem Gebiet. Irgendwann fällt ihm dann auf, das man mit diesem Hobby ja auch mal etwas Geld verdienen könnte. An Anfang bleibt es bei kleineren Dingen, bis er irgendwann ins DARKWEB eintaucht. Dort werden die Summen, die man verdienen kann, schon wesentlich beträchtlicher, aber auch risikoreicher. Mit Hilfe seines Freundes Sye sowie der Hackerin Keira geht’s jetzt ran an die großen Pötte. Doch das bleibt natürlich nicht unentdeckt. Und einer im Bund spielt zudem falsch.

Hackerfilme waren Ende der 90er/Anfang 2000 extrem angesagt, als das Internet noch eher eine neue Welt war. Im Moment erleben Sie wieder Hochkonjunktur, da die Smartphones und PCs mittlerweile so einen riesigen Stellenwert einnehmen, das das Thema des Missbrauchs nun auch wieder interessant geworden ist.

Hier kredenzt man uns einen sehr stimmigen Streifen, der zwar, bis auf die letzten 20 Minuten, nun nicht hochspannend, aber trotzdem sehr kurzweilig ist. Die Schnitte sind schnell gesetzt (aber nicht übertrieben hektisch) und der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, denn nach gerade einmal 10 Minuten weiß man alles Wichtige und dann geht’s auch schon mit der eigentlichen Geschichte los.

Bei den Worten „Basierend auf wahren Begebenheiten“ werde ich allerdings in letzter Zeit sehr hellhörig, denn was da alles angeblich immer so passiert ist, kann man anhand der Tatsache, dass man von den Ereignissen vorher noch nie was gehört hat, schon teilweise schwer glauben.

Das ist das was ich auch in DARKWEB auszusetzen habe. Das geht mir alles doch etwas zu einfach: Hier nen Code knacken, da mal ne Kreditkarte fälschen, im Darknet herumspazieren…usw.

Dennoch bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer (aber nie brutaler) kleiner Thriller, mit einem  Hauptdarsteller, den man gleich gern hat. Überraschend gut.

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IM AUGE DES WOLFES (Koch Media)

am 26. September 2017 unter Action, Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

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Yanis Zeri und sein Team, bestehend aus seinem jüngeren Bruder Amine, Eric, Yasser und Franck, haben sich auf Überfälle von Transportern spezialisiert. Davon kann man ganz gut leben. Leider begeht jedoch Amine in seiner Gier einen schweren Fehler und man steht plötzlich in der Schuld einer großen Gang, mit denen nicht zu spaßen ist. Die verlangt von Yanis das er einen weiteren Überfall auf einen Transporter mit Drogen durchführt – erst dann ist seine Schuld getilgt. Zunächst scheint alles glatt zu laufen, doch dann kommt es zu einer Katastrophe.

Die Geschichte hört sich im ersten Moment etwas beliebig und bekannt an, hat aber doch einige Facetten, die man so noch nicht gesehen hat.

Zum Beispiel spielt die Polizei in diesem Streifen eigentlich gar keine Rolle, sondern es geht um 2 Verbrecherbanden, die ihre Coups aus völlig unterschiedlichen Motiven durchführen und die sich plötzlich im persönlichen Krieg befinden,

Obwohl auch Yanis Bande natürlich nicht wirklich zu den Guten gehört, ergreift man doch automatisch Partei als Zuschauer für diese, was einen interessanten Schachzug des Drehbuchs darstellt.

Zudem werden im Laufe des Films auch die Familienmitglieder der kleinen Gang vorgestellt. Dies passiert aber auf sehr geschickte Weise, denn statt den Zuschauer mit ewig langen Einführungen der Charaktere zu langweilen, baut man die Vorstellung der Figuren, die gegen Ende alle eine wichtige Rolle übernehmen, nebenbei und ohne viel Zeitaufwand ein.

Sami Bouajila sieht man eigentlich immer gerne. Kaum einer verkörpert den bedächtigen, französischen Gangster mit Migrationshintergrund (huch das darf man ja heute gar nicht sagen) so gut wie er. Er muss jedoch auch etwas aufpassen, das er auf diese Rolle nicht zu sehr reduziert wird, denn viele seiner Charaktere sind doch recht ähnlich. Die anderen Schauspieler sagen mir persönlich nichts, bieten aber gute Leistungen.

Frankreich hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem wirklich guten Land gemausert, was das Genre Action-Thriller angeht. Das fing eigentlich mit DAS TÖDLICHE WESPENNEST an. Seitdem schwappen immer wieder spannende und meist sehr kurzweilige Streifen zu uns herüber.

Fazit: Auch durch die recht knackige Laufzeit gibt es hier kaum Längen und die Story ist nicht uninteressant. Zudem geht es hier an manchen Stellen recht heftig zur Sache. Die Figuren wirken für einen Film dieses Genres überraschend glaubwürdig.

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BLACK BUTTERFLY (Eurovideo)

am 26. September 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Der Schriftsteller Paul hatte schon bessere Zeiten, denn seine Bücher will niemand mehr haben. Mittlerweile lebt er zurückgezogen in einem kleinen Bergdorf und muss sich langsam damit anfreunden, sein Haus zu verkaufen, denn die Kohle ist alle. In einem Schnellimbiss lernt er den merkwürdigen Jack kennen, der ihm aber bei einem Streit aus der Patsche hilft. Als kleines Dankeschön lädt er ihn zu sich ein und bietet ihm eine Übernachtung an. Doch Paul stellt fest, das mit dem Gast etwas nicht stimmt. Wieso sammelt er zum Beispiel Zeitungsausschnitte von Morden, die in letzter Zeit in der Umgebung passiert sind?

Ja die Firma Eurovideo gibt es noch, wenn sie auf meiner Seite auch wenig präsent ist. Trotz teilweise durchaus guter Filme, ist man beim Versenden von Mustern, ich will es mal vorsichtig formulieren, sehr sparsam und so rutschen natürlich auch mir immer wieder Filme durch.

Die Geschichte dieses recht unbekannten Streifens hat durchaus Potenzial, das allerdings nicht ganz ausgenutzt wird. An manchen Stellen hätte man das alles etwas spannender gestalten können. Gerade am Anfang dauert es doch eine Weile bis die Chose in die Gänge kommt.

Allerdings ist besonders der Mittelteil gelungen und die überraschende Wende inmitten des Films erscheint zunächst etwas blödsinnig, macht dann aber durchaus Laune, da man mit zunehmender Spieldauer immer mehr an diese neuen Entwicklungen glaubt. Von da an legt auch der Streifen selbst deutlich an Qualität zu.

Banderas spielt souverän wie immer, während Jonathan Rhys Meyers irgendwie langsam das gleiche Problem hat wie Daniel Craig oder auch damals David Duchovny – man sieht in ihm immer seinen Charakter aus den TUDORS. Es wird schwierig für ihn, dieses Problem abzulegen. Zudem hat man ihm einen dämlichen Schnurrbart verpasst.

Der absolute Knackpunkt von BLACK BUTTERFLY ist dann sicherlich die Schlusspointe. Die kann man genial, aber auch total beschissen finden. Ich persönlich lasse diese aus Spoilergründen mal offen und bewerte sie auch nicht mit, denn ein guter oder schlechter Schluss, kann einen Film schon mal in der Bewertung stark verändern und über dieses Ende wird es viele verschiedene Ansichten geben.

Daher ist unten genannte Bewertung für die Zeit bis zur vorletzten Filmminute :o )

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GET OUT (Universal Pictures)

am 26. September 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Mit eher gemischten Gefühlen fährt Chris in die Heimatstadt seiner Freundin Rose, denn sie möchte ihn ihren Eltern vorstellen. Eigentlich kein Problem, doch er ist Schwarzer und da weiß man eben nie, was einen so erwartet. Dort angekommen wird er allerdings herzlich empfangen und seine Bedenken legen sich schnell. Allerdings fallen ihm einige merkwürdige Dinge auf. Die Familie beschäftigt nur schwarze Menschen, die sich teilweise auch extrem merkwürdig verhalten, wie die mysteriöse Haushälterin oder der spinnerte Gärtner. Als Chris eines Morgens aufwacht, scheint irgend etwas verändert. War der merkwürdige Traum, den er hatte vielleicht gar keiner, in dem er hypnotisiert und manipuliert wurde?

Wenn man überall nachliest, wird der Streifen in den meisten Fällen als Horror-Satire bezeichnet. Dem würde ich nicht zustimmen, denn ich finde gerade sein Problem ist, das er sich an vielen Stellen viel zu ernst nimmt.

Zudem überzeugt mich Daniel Kaluuya, eigentlich ja eher für komische Rollen vorgesehen, nicht wirklich, denn außer 2 verschiedenen Gesichtsausdrücken hat er nicht viel zu bieten und immer die „ich bin doch eigentlich der coole Nigger hier“ -Masche, nutzt sich mit der Zeit ab (um besonders feinfühligen Herrschaften hier gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, die Bezeichnung Nigger wird von denen selbst verwendet und soll keine Beleidigung sein).

Da erledigen insbesondere Catherine Keener, die sich auf der Leinwand relativ rar gemacht hat, als schrullige Mum und Bradley Whiford, als ihr nicht minder skurriler Gatte, eigentlich ihre Jobs besser, wobei natürlich auch ihre Rollen interessanter sind.

Wirklich spannend wird das ganze erst gegen Ende, dazwischen gibt es doch hin und wieder Leerlauf, insbesondere die Party, auf der man zig Gäste vorgestellt bekommt, von denen einige zwar später eine Rolle spielen werden, zieht sich aber doch sehr lange hin. Zudem ist die Auflösung doch ein wenig arg weit hergeholt.

Unter dem Strich nette Unterhaltung für zwischendurch, im A-Movie-Look, obwohl die Geschichte eher an einen Independent-Film erinnert, aber der Hype um diesen Streifen und die extrem guten Bewertungen halte ich für etwas übertrieben.

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ERPRESSUNG – WIE VIEL IST DEINE FAMIIE WERT? (Universum Film)

am 26. September 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Es sollte ein lustiger kleiner Trip in die Karibik werden. Kevin Riley reist mit Frau und seinem kleinen Sohn dorthin. Als sie eine Bootsfahrt unternehmen und an einer der vielen Inseln anlegen, haben sie kurz darauf ein Problem – der Motor springt nicht mehr an. Kurz bevor die Familie dem sicheren Tod ins Auge sieht, naht Rettung. Doch diese gibt es nicht umsonst. Der gute Mann, ein armer Fischer, will richtig viel Kohle haben. Obwohl Riley nicht so viel Vermögen besitzt, willigt er zunächst ein. Nach der Geldübergabe (per Überweisung) will ihn der Fischer zu seiner Familie führen, doch natürlich hat er Angst verraten zu werden und versucht Riley umzubringen. Dieser überlebt und wendet sich an die Polizei, Diese will ihm zunächst helfen doch der misstrauische Detektive glaubt mit der Zeit, das Kevin die Geschichte nur erfunden hat um eine Versicherungssumme zu kassieren.

Und wieder ein Film mit einem dämlichen Namen. Wer denkt sich so etwa eigentlich aus? Zudem bekommt der Streifen im Netz überwiegend schlechte Kritiken, die ich nicht nachvollziehen kann.

ERPRESSNUG hat jede Menge Wendungen, einen glaubwürdigen Hauptdarsteller und ist auch in den Nebenrollen (unter andrem mit Danny Clover) gut besetzt.

Beginnt das ganze zunächst wie ein nettes kleines Urlaubsfilmchen, mit beeindruckenden Bildern der Karibik, mausert sich das ganze dann zunächst zu einem Überlebensdrama, um dann zu einem Thriller zu mutieren. Und das durchaus gekonnt.

Zudem gerät der Film sehr kurzweilig, denn hätte ich nach dem Abspann tippen müssen, wäre ich nie darauf gekommen, das ich hier 109 Minuten hinter mir habe, auch das spricht ja für den Unterhaltungswert.

Während manche Filme merkwürdigerweise überragend bewertet werden und mich eher langweilen, fand ich ERPRESSUNG gelungen und ich würde ihn mir auch noch ein weiteres Mal anschauen, daher:

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ZWEI MINUTEN WARNUNG (Koch Media)

am 12. September 2017 unter Action, Klassiker, Suspense abgelegt

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Ich muss zugeben, dass ich von dem Streifen noch nie etwa gehört hatte, kannte aber die Regelung (2 Minute Warning) beim Football, da ich mich mal für den Sport interessiert habe. Grundsätzlich sind zumindest rudimentäre Kenntnisse nicht schlecht, denn neben der Krimi-Handlung geht man auch sehr viel auf die Sportart an sich ein und Menschen, die das Spiel nicht kennen werden die Zählweise als etwas merkwürdig empfinden.

Im voll besetzten Football-Stadion in Los Angeles hat sich ein eiskalter Killer eingeschleust. Als dieser entdeckt wird, versuchen Polizeichef Holly und SWAT-Einsatzleiter Button das Unglück abzuwenden. Jedoch kennt man das Ziel des vermeintlichen Killers nicht und geht davon aus, das es der Präsident der USA ist, der auch zu dem Spiel erscheinen will. Zudem ist seine Position dermaßen gut abgesichert, das man nur schwer an ihn drankommt. Eine Evakuierung scheint bei 100000 Menschen ebenfalls sinnlos. Die Zeit tickt….

Wie bereits erwähnt, kannte ich den Film nicht, war aber über dessen Qualität überrascht, denn die Mischung aus Krimi und Sportfilm kommt erstaunlich interessant daher, denn große Teile befassen sich eben auch mit Football an sich.

Die eigentliche Spannung bezieht sich aber darauf, wen der Schütze denn nun abknallen will, denn im Endeffekt ist das mit dem Präsident nur eine Vermutung.  Daher hat man vorher einige Charaktere eingeführt, deren Schicksale man begleitet und auf die der Schütze auch anhält – aber nicht abdrückt.

Das Bild ist sehr ordentlich, geht nur in die Knie, wenn zum Beispiel blauer Himmel gezeigt wird, da rauscht es doch im Blätterwald. Ansonsten aber eine gelungene Restauration. Der Ton geht ebenfalls in Ordnung – insbesondere die Spielszenen kommen recht dynamisch rüber.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus spannender Krimi, der vielleicht aber 20 Minuten zu lang gerät. Mit Charlton Heston, Jack Klugman, John Cassavettes und dem jungen Beau Bridges zudem sehr gut besetzt. Freunde des Streifens dürften mit der Umsetzung sehr zufrieden sein.

EL BAR (Koch Media)

am 01. September 2017 unter Komödie, Suspense abgelegt

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Eine kleine, eher heruntergekommene Bar in Madrid, wird plötzlich zum Schauplatz eines Verbrechens, denn als ein Gast diese verlassen will ,wird er mit einem Kopfschuss ins Jenseits befördert. Als ihm ein anderer helfen will, ereilt diesen das gleiche Schicksal. Nun traut sich keiner der anderen Gäste mehr die Location zu verlassen, denn einige hängen an ihrem Leben. Je mehr die restlichen Herrschaften darüber sinnieren, was denn da passiert ist, desto krasser werden die Verdächtigungen. Was ist z.B, in dem Koffer des einen? Hat der islamisch aussehende Bartträger etwas damit zu tun? Als man auf dem Klo einen übel zugerichteten Soldaten findet, dessen Handynachrichten darauf hindeuten, das sich eine Seuche ausbreitet, eskaliert die Lage.

Aber es handelt sich hierbei eben um einen Alex de la Iglesia Film, was uns gleich sagt, das hier kein Horrorfilm, sondern eine tiefschwarze Komödie, das Spezialgebiet des renommierten Spaniers, aus den Ereignissen entsteht.

Dessen besten Streifen ALLEIN UNTER NACHBARN gibt es immer noch nicht auf Blu Ray, was eigentlich eine Frechheit ist. Auf diese Veröffentlichung warte ich schon seit Jahren. Vielleicht kann KOCH MEDIA sich ja dieser annehmen.

EL BAR wird gegen Ende dann doch sehr skurril und natürlich sind die Charaktere überzeichnet. Zudem nervt der Bettler etwas mit seinen Bibelsprüchen.

Da ich aber nun wahrlich kein Fan der Komödie bin, ist es ein gutes Zeichen, das ich mindestens 4 mal laut gelacht und mehrfach gegrinst habe, was mir nur sehr selten passiert.

Die Schauspieler sind alle in Deutschland nicht so bekannt, aber die Synchronisation ist glücklicherweise sehr gelungen, was insbesondere bei Streifen aus Italien und Spanien oft nicht der Fall ist.

So bleibt unter dem Strich ein typischer De La Iglesia mit überzogenen Charakteren und einem doch recht amüsanten Plot. Zum Schluss hätte ich mir jedoch eine etwas spektakuläre Auflösung gewünscht. Aber man kann nicht alles haben.

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INFERNAL AFFAIRS – TRILOGIE (Splendid)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

Steel Front

TEIL 1

Cop Yan arbeitet bereits seit Jahren undercover beim Drogenbaron Sam und versorgt seinen Chef mit Informationen, um dem Gangster endgültig das Handwerk zu legen. Das gestaltet sich jedoch nicht ganz einfach, denn auch bei der Polizei hat man einen Spitzel eingeschleust. Der engagierte und scheinbar gesetzestreue Lau warnt seinen heimlichen Boss vor anstehenden Polizeiaktionen. Als sich deren Wege kreuzen, wird es gefährlich und zwar für beide Parteien.

TEIL 2

Wong und Sam sind eigentlich befreundet, stehen aber auf verschiedenen Seite des Gesetztes. Während ersterer ein hohes Tier bei der Polizei ist, arbeitet Sam im kriminellen Gewerbe und ist sich auch nicht zu schade für Oberboss Ngai die Drecksarbeit zu machen. Als deren Familienoberhaupt ermordet wird, droht die Lage zu eskalieren und Wong bittet seinen Freund um Hilfe.

TEIL 3

10 Monate sind vergangen seit Lau den Cop Yan erschossen hat. Eine interne Untersuchung ergab jedoch, das man den Polizisten hierfür nicht verantwortlich machen kann. Auch seine Arbeit für den Gangster Sam blieb unbemerkt, und so wird er wieder für den aktiven Dienst rekrutiert. Lau hat sich geschworen, nun ein besserer Mensch zu werden und gesetzestreu zu handeln – was nicht immer einfach fällt.

So weit die kurzen Zusammenfassungen der 3 Teile, die mittlerweile enormen Kultstatus erreicht haben.

Sollte es noch Menschen geben, die nicht wissen, das Teil 1 einige Jahre später ein amerikanisches Remake namens DEPARTED erhielt (bei dem man eine Besetzungsliste auffuhr, die ihresgleichen suchte) sei dies noch einmal kurz erwähnt. Über die Qualität des Streifens, der bei imdb einen Schnitt von über 8 hat gibt es sicherlich auch keinen Zweifel.

Die Ereignisse des zweiten Teils spielen hingegen in der Vergangenheit, als Sam und Wong noch gut befreundet waren. Der Streifen geht als eigenständiger Film durch und hat außer der Machart und den beiden Darstellern eigentlich nicht sehr viel mit dem Vorgänger zu tun. Andy Lau und Tony Chiu-Wai Leung fehlen natürlich hier zwangsläufig, weil sie da noch nicht im Dienst waren.

Teil 3 hingegen schließt direkt am Debüt an und spielt 10 Monate später. Dies ist auch der schwächste Teil der Trilogie was damit zusammenhängt, das hier dermaßen viele Zeitsprünge dabei sind, bei denen man doch den Überblick verliert. Dem fällt besonders schwer zu folgen, wenn Menschen auftauchen, die vorher schon verstarben. Kennt man Teil 1 nicht braucht man Nummer 3 erst gar nicht schauen sonst versteht man gar nichts.

Den Filmen wurde ein sehr schönes Steelbook kredenzt, das nur unwesentlich teurer ist als die normale Variante, aber ordentlich was hermacht. Die Discs sind glücklicherweise einzeln dabei und die Filme wurden daher nicht komprimiert-gequetscht, um irgendwie Geld zu sparen, was mir bei vielen Veröffentlichungen der letzten Zeit tierisch auf den Zeiger ging.

Bild und Ton stehen aktuellen Produktionen in nichts nach. Ob hier eine Bearbeitung erfolgte ist mir nicht bekannt, spielt im Endeffekt aufgrund der guten Qualität keine Rolle.

Endlich ist auch diese Lücke im Filmregal vieler Sammler geschlossen worden.

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UNTERNEHMEN CAPRICORN (Koch Media)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1977. Der erste bemannte Flug zum Mars steht bevor und die ganze Welt schaut auf Amerika. Doch dann stellt sich heraus, das die Lebenserhaltungssysteme einen Defekt haben und die Astronauten den Flug niemals überleben würden. Also werden sie heimlich aus dem Raumschiff geholt und das Ganze per Fernsteuerung gelenkt. Da die Finanzierung des Raumfahrtprogramms jedoch auf der Kippe steht, hat man ein riesiges Studio gebaut und dort die Oberfläche des Mars nachgestellt. Die Astronauten sollen hier eines der größten Täuschungsmanöver in der Geschichte der Menschheit durchführen und so tun, als wären sie auf dem roten Planeten. Als sie sich weigern, droht man ihnen, ihre Familien umzubringen. Zunächst klappt der Schwindel, doch so langsam fallen einigen Leuten Ungereimtheiten auf – und man kann nicht alle verschwinden lassen…

UNTERNEHMEN CAPRICORN gehört sicherlich zu einem der besten Filme der 70er Jahre und mich wundert, wieso hier noch nie ein Remake gedreht wurde, denn die Möglichkeiten dazu sind gegeben, denn man träumt ja noch immer vom Flug zum Nachbarplaneten

Ob allerdings bei den ganzen technischen Möglichkeiten ein Schwindel so durchführbar wäre, steht wiederum auf einem anderen Blatt. In den Zeiten von Internet, Smartphones und hochentwickelten Computern, wäre das dem Zuschauer vielleicht auch schwer zu vermitteln.

Zudem gab es damals auch noch den Wettlauf der beiden Großmächte USA und RUSSLAND. Zwar mischen heute die Chinesen mit, doch diese berühmte Kalte Krieg-Rivalität existiert, zumindest in der Raumfahrt, heute einfach nicht mehr.

Regisseur Peter Hyams gelang mit einem seiner ersten Filme ein absoluter Hit. Das schaffte er auch noch an anderer Stelle denn EIN RICHTER SIEHT ROT und insbesondere der geniale DAS RELIKT sind auch von ihm.

Die Besetzung ist zudem großartig, James Brolin, Sam Watesrston, Hal Holbrook, Elliot Gould, und viele bekannte Gesichter wirken hier mit.Bis in die Nebenrollen hat man hier bekanntes Personal aufgefahren.

Das Steelbook ist, wie man es von KOCH kennt, sehr hübsch gestaltet. Die Bildqualität ist für so einen alten Film sehr ordentlich, es grieselt an manchen Stellen schon etwas, was aber irgendwie nicht wirklich stört. Dafür ist der Streifen ja auch 40 Jahre alt. Den Ton hat man so gut es ging aufgemotzt und er erfüllt seinen Zweck, besonders beim Start der Rakete dröhnt es recht mächtig aus den Boxen.

Dazu hat man tatsächlich noch Bonusmaterial aufgetrieben, es gibt diverse Interviews unter anderem mit dem Regisseur, den Trailer, Setimpressionen und sogar einen Radio-Spot.

Insgesamt ein rundum gelungenes Gesamtpaketes eines Filmes, der diese Qualität allerdings auch verdient.

LIFJORD – STAFFEL 2 (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Am Ende der ersten Staffel war eigentlich alles geklärt, daher war ich gespannt, wie es denn nun weiter gehen würde. Doch man bediente sich hier eines recht einfachen Kniffs, denn der „Geständige“ widerruft seine Aussage einfach und schon geht wieder alles von vorne los. Das ist zwar nicht wirklich originell, doch da die zweite Staffel erheblich besser ist als der Vorgänger, im Nachhinein begrüßenswert. Wer Nummer 1 nicht gesehen hat versteht hier nichts, denn die Ereignisse gehen direkt am Schauplatz der letzten Szene weiter.

Aksel klagt William wegen Mordes an. Mit der Zeit jedoch tun sich einige Abgründe auf, denn er kann sich nicht wirklich erinnern, was in der Mordnacht passiert ist und auch sein Alibi gerät erheblich ins Wanken. Das er dafür verantwortlich ist, das die meisten Einwohner in der Stadt ihren Job verlieren, macht ihn zudem auch nicht wirklich beliebter. Im Laufe des Prozesses muss er feststellen, das er die Sache lieber hätte ruhen lassen sollen, denn es kommen Wahrheiten ans Licht, auf die er hätte verzichten können.

Es ist unmöglich die ganze Handlung hier zu besprechen, denn dazu ist diese einfach zu komplex. Dazu gibt es reichlich Wendungen, die zwar an manchen Stellen zunächst etwas weit hergeholt scheinen, dann aber doch durchaus einen Sinn ergeben.

Der Vorteil der zweiten Staffel ist einfach, das man die Charaktere alle kennt. Bis man die im Vorgänger eingeführt hatte, waren schon mal 90 Minuten vorbei. Zudem mutiert die Geschichte immer mehr zu einem Thriller mit Drama-Elementen, während Nummer eins eher spärlich spannend war.

Die Schauspieler sind natürlich alle gleich geblieben und so muss ich mein Lob nicht noch einmal wiederholen, wobei ich doch die Leistung von Lena Endre herausheben möchte, die als intrigante und doch familienbewusste Eva eine hervorragende Leistung abliefert.

Auch dieses Mal kann ich mir nur schwer vorstellen, das es noch eine nächste Staffel geben wird, denn wieder scheint so weit alles geklärt, aber da habe ich mich ja schon einmal getäuscht. Der Schnitt von 7,6 bei imdb ist durchaus gerechtfertigt. Klare Steigerung zum soliden Vorgänger.

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