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Archiv der Kategorie 'Suspense'

COLLIDE (Universum Film)

am 28. Februar 2017 unter Action, Suspense abgelegt

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Casey ist aus den USA geflohen, weil er dort diverse Probleme mit dem Rechtssystem bekam, denn Autoknacker ist nicht wirklich ein angesehener Job. Seine Wahlheimat Deutschland erweist sich jedoch als Glücksfall, denn hier lernt er die große Liebe seines Lebens kennen. Doch nach einer schönen Zeit bekommt Juliette die erschütternde Diagnose, das ihre Nieren nicht wirklich mehr funktionieren und sie dringend, zumindest eine neue braucht. Obwohl er dem kriminellen Leben eigentlich abgeschworen hat, steigt Casey wieder ein, um seine Freundin zu retten. Als er für den Gangster Geran einen Drogentransport überfallen soll, geht leider alles schief und Juliette scheint dem Tode geweiht, wie auch Casey, denn er hat sich hier mit dem falschen angelegt.

COLLIDE ist gar nicht so blöd, wie man nach dem Cover glauben könnte. Natürlich gibt es hier im Mittelteil Action ohne Ende, doch die Grundgeschichte ist durchaus nachvollziehbar und das Pärchen mit Nicholas Hoult und Felicity Jones auch glaubwürdig besetzt.

Auch Anthony Hopkins nimmt man seine Rolle als fiesem Drogenhändler mit Stil durchaus ab, doch was Ben Kingsley geritten hat diese Rolle anzunehmen, wird er wohl für sich behalten, denn in der undankbaren Rolle des Verbrechers Geran mutiert er zur Selbstkarikatur. Hat er das wirklich nötig?

COLLIDE ist einer der Filme, bei dem man mit dem Hauptdarsteller fiebert, obwohl er ja eigentlich Verbrechen begeht. Da dies aber im Namen der Liebe passiert, hat man als Zuschauer dann doch Verständnis für sein Tun, ähnlich wie bei Streifen wie SET IT OFF.

Natürlich sind die Verfolgungsjagden total übertrieben und die Gangster schießen grundsätzlich auch immer daneben, obwohl sie sonst alles treffen, aber der Unfall auf der Autobahn zum Beispiel ist wirklich spektakulär inszeniert.

Dadurch, das der Film die ersten 20 und die letzten 10 Minuten in ein Storygerüst eingebettet ist, wirkt er auch nicht so banal wie man zunächst glauben mag, denn die Grundgeschichte gefällt.

Fazit: Unterhaltsamer Streifen, dem natürlich partiell die Logik abgeht, aber bei dem man richtig gut abschalten kann.

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DER UNSICHTBARE GAST (Koch Media)

am 21. Februar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Der erfolgreiche Geschäftsmann Adrian gönnt sich nebenbei noch eine Affäre, die ihn aber ins Verderben zu stürzen scheint, denn anscheinend blieb das einem Herren nicht verborgen, der ihn nun erpresst und 100000 EURO will. Dazu lotst er ihn und eine Femme fatale in ein Hotelzimmer, wo sie auf weitere Anweisungen warten sollen. Doch dann wird Adrian niedergeschlagen. Als er aufwacht findet er seine Geliebte tot im Bad. Kurz darauf wird er festgenommen. Die renommierte Anwältin Virginia Goodman soll ihm nun aus der Patsche helfen und geht mit ihm die Ereignisse nochmals durch. Bald stellt sich heraus, das die Affäre nicht der einzige Schwachpunkt in seinem Leben darstellt und er und seine Geliebte einen Autounfall mit Todesfolge vertuschten. Die Luft für Adrian wird mit zunehmender Gesprächsdauer immer dünner.

Ich habe mich nun 20 Minuten gequält, um den Streifen dem Leser einigermaßen schmackhaft zu machen, doch wirklich gelungen ist es mir immer noch nicht, denn diese Zusammenfassung wird dem Film nicht gerecht, da hier nicht mal 10 % dessen aufgeführt ist, was man in den sensationellen 106 Minuten zu sehen bekommt. Es ist einfach nicht möglich, das Ganze gescheit zu komprimieren, weil einfach so viel passiert und ich ja auch nicht den halben Film vorweg nehmen will.

Ständig wird die Geschichte um weitere Geschehnisse ergänzt und parallel dazu (ähnlich wie in dem ebenfalls grandiosen THE BODY) entwickelt die Anwältin weitere Theorien wie alles abgelaufen sein könnte. Auch diese werden, wie die Geschichte die uns Adrian auftischt, filmisch präsentiert, so dass man als Zuschauer nie weiß, ob das was der vermeintliche Mörder erzählt die Ereignisse wiedergibt oder die Szenarien die Goodman entwickelt der Wahrheit entsprechen.

Das man hier nicht den Überblick verliert, liegt am genialen Drehbuch, das, wenn es ein Amerikaner geschrieben hätte, mit Sicherheit für einen Oskar nominiert worden wäre, denn dies ist so vielfältig, wendungsreich und überraschend, das man sogar den eigentlich nötigen Gang zur Toilette immer wieder hinauszögert, weil man wissen will, wie es weitergeht. Das hatte ich lange nicht mehr.

Zudem hat man hier wirklich gute Schauspieler engagiert. Insbesondere die Darstellerin der Anwältin Woodward ist sensationell. Wie sie ständig mit grimmiger Mine, die Aussagen ihres Mandanten in Frage stellt und seziert ist grandios.

Normalerweise sollte man bei Filmen, die auf dem Cover mit Hitchcock verglichen werden vorsichtig sein – in diesem Fall ist dieser Hinweis aber vollkommen gerechtfertigt – und auch noch untertrieben. Ich habe viele Filme des Altmeisters gesehen, doch einen so vielschichtigen wie diesen kenne ich von ihm nicht.

Für mich der beste Thriller, den ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe. Hier passt einfach alles. Darsteller, Drehbuch, Spannung, Wendungen und die Auflösung. Ein absoluter Geheimtipp. Volle Chuckies!!!!

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OPERATION ANTHROPOID (Universum Film)

am 08. Februar 2017 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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Die zwei tschechischen Soldaten Josef Gabcík und Jan Kubiš kehren im Dezember 1941 in ihre Heimat zurück, die mittlerweile unter der Besatzung der Deutschen steht. Sie haben den Auftrag, den SS-Obergruppenführer und Vorzeigesadisten Reinhard Heydrich zu ermorden und finden Unterschlupf bei einer Familie, bei der sie zusammen mit einigen anderen des Widerstands das Attentat planen. Doch selbst wenn dieses gelingen sollte ist es nicht sicher, ob Hitler nicht Rache im tschechischen Volk nehmen wird. Doch das Risiko ist die Gruppe bereit einzugehen.

Diese Ereignisse haben so oder so ähnlich wirklich stattgefunden und auch die beiden oben erwähnten Freiheitskämpfer gab es – das kann man überall nachlesen.

Cilian Murphy sieht man zudem immer gerne, zumal er sich in den letzten Jahren etwas rar gemacht hat. Ob man sich mit Herrn Dorman, der sich immerhin leidlich müht, einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln. Man hat einfach jedes Mal Mister Grey vor Augen, der nun als tschechischer Freiheitskämpfer durchgehen soll – so wirklich klappt das nicht.

Der Film ist allerdings durchaus spannend, hat aber den Nachteil, das man, wenn man die Thematik kennt, schon nach siebzig Minuten weiß, wie er ausgeht – danach folgen aber noch weitere fünfzig. Manchmal ist es gut nicht alles zu wissen, wenn man Filme mit historischen Bezügen schaut. Aber Regisseur Ellis kann ja nichts dafür, das ich, ansonsten die absolute Geschichtsniete, das zufällig wusste.

Ansonsten wird  der Streifen gegen Ende hin partiell ziemlich brutal und ich muss die Gottesgläubigen immer wieder fragen – dafür hat der Herr den Menschen erschaffen? Das der eine so mit den anderen umgeht, quält und/oder abschlachtet? Bis heute konnte mir niemand der Bibelfesten hierfür eine gescheite Antwort geben.

Vielleicht war der Sinn meiner Geburt aber zum Beispiel einfach nur, das ich über diesen Streifen am heutigen Tage eine Review schreiben sollte, was ich hiermit getan habe :o ).

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THE INFILTRATOR (Paramount)

am 08. Februar 2017 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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Mitte der 80er übernimmt Special Agent Robert Mazur einen heiklen Auftrag. Er schlüpft in die Rolle des angeblichen Geschäftsmannes Bob Musella um das Kartell von Pablo Escobar zu infiltrieren, das die USA mit Drogen überschwemmt. Mithilfe des leicht gestörten Kollegen Emir sowie dem Grünschnabel Kathy, die sich als seine Verlobte ausgibt, fasst er auch schon bald Fuß in der Szene. Besonders die Freundschaft zu Roberto Alcaino, Escobars rechter Hand, bringt den Ermittler ein ganzes Stück vorwärts. Doch je weiter er vordringt, dessen gefährlicher wird es für ihn. Zudem befreunden sich die beiden Familien miteinander, was insbesondere Kathy in eine Sinnkrise stürzt.

Filme um und über den Drogenkönig gibt es mittlerweile doch einige. Insbesondere die, in der Benicio del Toro den scheinbar skrupellosen Boss spielt, ist sehr gelungen, aber Infiltrator bietet ebenso spannende Unterhaltung, auch wenn Escobar hier nie persönlich auftaucht.

Ich habe Cranston noch nie zuvor in einem Film gesehen und auch keine Folge Breaking Bad – er spielt seine Rolle aber sehr facettenreich und überzeugend. Überraschend stark trumpft auch Diane Kruger auf, deren schauspielerische Qualitäten ich sonst eher für bescheiden halte, obwohl ihre Filmauswahl in den letzten Jahren eigentlich ganz gut ist. Vielleicht zusammen mit RUN FOR HER LIFE (ein Klasse-Film, den leider fast niemand kennt) ihre beste Leistung

Fast so spannend wie der Film sind die Extras, in denen wirklich alle damals Beteiligten zu Wort kommen, wobei Mazur sich nicht im Licht filmen ließ, sondern im Dunkeln sitzt – wer mag es ihm verdenken? Selten habe ich so viel Zeit mit zusätzlichen Informationen zum Film verbracht, weil insbesondere die Making Ofs eh immer nur langweilige Lobhudeleien sind. In diesem Fall ist das anders.

Escobar wurde zwar 1993 erschossen, genießt in seinem Land aber, so bescheuert das klingt, immer noch Heldenstatus, da er sich trotz aller Geldgier, auch um viele Armen in seinem Land kümmerte und diverse soziale Projekte anschob. Vielleicht ist er deshalb als Person auch so interessant, weil die Widersprüchlichkeit seiner Handlungen einfach so groß ist.

Fazit: Es dauert ein wenig bis der Streifen in Fahrt kommt – danach bekommt man aber durchaus spannende Unterhaltung geboten. Die Darsteller sind, bis in die Nebenrollen, durch die Bank überzeugend.

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PULS (Concorde)

am 03. Februar 2017 unter Horror, Suspense abgelegt

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Clay Riddell ist gerade geschäftlich in Boston auf dem Flughafen unterwegs und telefoniert mit seiner Familie. Dann ist der Akku alle, was normalerweise ärgerlich ist, in diesem Fall aber günstig, denn aus dem Nichts bricht plötzlich eine Massenpanik aus und Menschen die eben noch telefonierten, mutieren zu blutrünstigen Wahnsinnigen. Clay kann sich zusammen mit dem U-Bahnfahrer Tom und seiner Nachbarin Alice zunächst in seine Wohnung retten. Am nächsten Tag will er sich aufmachen seine Familie zu suchen. Doch die Seuche hat sich schon enorm verbreitet…..

Die ganz leise Gesellschaftskritik ist durchaus lobenswert. Ebenso die ersten 15 Minuten, als ich der Illusion verfiel, hier einen wirklich guten Film kredenzt zu bekommen, denn die sind wirklich spannend inszeniert und der Flugzeugcrash bis in die Wartehallen sieht richtig gut aus.

Dann ist aber leider auch Schuss. Bald latschen die 3 durch die Gegend und werden immer wieder von den Handyzombies angegriffen. Das sieht aus und ist zudem so innovativ wie Staffel 24 von WALKING DEAD.

Ab und zu streut man eine kleine Wendung ein und integriert neue Figuren, die dann aber doch schnell das Zeitliche segnen. Zudem ist das alles einfach so unfassbar unspannend und wird gekörnt mit einem völlig versauten Schluss.

Inmitten dieses Szenarios stolpern immerhin John Cusack und Samuel Jackson durch die Walachei, wobei man sich bei beiden fragt, ob sie Geld benötigen, denn für diese Rollen hätte man jeden Trottel casten können, da schauspielerisch beide absolut null gefordert werden. Cusack hat den Mist auch noch mitproduziert und dreht leider in den letzten Jahren zu viel Unsinn.

Stephen King hat hier sogar das Drehbuch mitgeschrieben – er sollte vielleicht besser in Rente gehen, denn für diesen Stuss muss man nun echt kein Starautor sein. So etwas kann jeder Depp abliefern.

Fazit: Eine an sich gute Grundidee mit unterschwelliger Gesellschaftskritik, verkommt zum langweiligen Zombiegemetzel. Gääähn.

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HACKED (Koch Media)

am 25. Januar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Mike Regan führt ein luxuriöses Leben und wohnt mit der Familie in einem recht futuristischen Haus. Seine Firma hat eine neue App entwickelt, die für den Durchbruch im Privatjet-Sektor sorgen soll. Doch bei der Vorführung geht alles schief. Der IT-Fachmann Ben rettet die Situation und erhält in Folge dessen eine Festanstellung. Er deutet dies jedoch auch als Freifahrtschein um sich in der Familie einzuschleimen und Regans Tochter anzubaggern. Als dem das zu bunt wird, wirft er ihn raus. Doch Ben hat sowohl im Haus der Regans als auch in der Firma alle Dinge verbessert und installiert und übernimmt per Computer nun die Kontrolle…..

Pierce Brosnan hat anscheinend sämtliche Millionen aus seiner James Bond Reihe verfeuert oder will seine letzten guten Jahre als Charmeur genießen, denn mittlerweile erscheinen im Schnitt drei Filme pro Jahr mit ihm, die in manchen Fällen völliger Mist sind (URGE), aber teilweise auch wirklich überzeugen (NOVEMBER MAN).

Auch HACKED würde ich auf jeden Fall zu den gelungenen zählen, denn der Streifen ist nachvollziehbar erzählt und das Szenario gar nicht mal weit hergeholt, da unsere Technik uns heutzutage sehr verwundbar macht. Könnte mir durchaus vorstellen, das sich ähnliches wie hier gezeigt, schon desöfteren so ereignet hat.

Dabei überzieht der Film aber nie, wie das etwa in Majorfilmen so üblich ist, wo irgendwelche Hacker eben mal in 5 Sekunden Amerika lahmlegen, sondern bleibt im kleinen, geschäftlichen und privaten Bereich von Brosnans Charakter.

Die überwiegend vernichtenden Kritiken kann ich nicht nachvollziehen, denn der Film baut die Charaktere sehr sorgfältig auf und steigert sich mit zunehmender Laufzeit auch in Sachen Spannung.

Wenn ich allerdings sehe das Rezensenten hier von Unlogik sprechen, während sie OLYMPUS HAS FALLEN die Höchstpunktzahl geben, sollten manche doch vielleicht aufhören, Kritiken zu schreiben.

Fazit: Spannender kleiner Thriller mit einem gut aufgelegten Hauptdarsteller und einem ordentlichen Gegenspieler…

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HOSTAGE (Koch Media)

am 25. Januar 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Man muss sich das mal überlegen. Zufällig sehen die Täter ihre Opfer an einer Tankstelle und fahren diesen hinterher, brechen dann auch zufällig genau an dem Tag ein, um das Auto von Daddy zu klauen, an dem dieser eine CD mit frisierten Daten für eine Verbrecherbande fertigstellt. Zufällig ist in diesem Kaff der zuständige Polizeichef ein ehemaliger Vermittler, der natürlich, zufällig wieder Eheprobleme und aufgrund seines letzten Auftrages genauso zufällig ein Trauma hat, bei dem ihm alle Beteiligten wegstarben. Und was soll der jetzt machen? Natürlich vermitteln..Sehr realistisch. Herr Willis nimmt der zuständigen Chefin einfach mal so das Kommando ab ohne das diese große Gegenwehr leisten würde, es sei denn man wertet grimmige Blicke und EINEN etwas schroffer formulierten Satz als solche.
Am Ende erledigen dann ein schwerverletzter Polizist und ein Buchhalter (!), der 1 Stunde vorher noch unter einem schweren Gehirntrauma litt (!!) und zudem von einer auf die andere Minute vom Buchhalter für Verbrecher zum mitfühlenden Ehrenmann mutiert (!!!!) mehrere angeblich professionelle Gangster, die nebenbei noch seine Auftraggeber sind/waren (!!!!!!). Oha.

Natürlich ist der Film von ordentlichem Unterhaltungswert und Herrn Willis und auch Kevin Pollak sieht man immer wieder gerne, aber das Gezeigte geht dann doch in Sachen Unsinn etwas zu weit.

Ich bewerte hier die remasterte Edition von KOCH MEDIA. Da der Film erst 11 Jahre alt ist und mir die alte Fassung nicht vorliegt, kann ich nun schlecht einen Vergleich ziehen. Wenn ich bedenke, welche Filme noch auf ihre Veröffentlichung warten, weiß ich nicht ob man die Neuauflage hier jetzt unbedingt braucht.

Fakt ist aber andererseits auch, das das Bild gestochen scharf ist und ohne jegliches Grieseln auskommt. Insbesondere die Innenaufnahmen des imposanten Hauses sehen brillant aus. Und auch aus dem Boxen hämmert es gewaltig, besonders wenn es gegen Ende in Sachen Action zur Sache geht. Beide Komponenten stehen neueren Veröffentlichungen in nichts nach..

Zudem gibt es jede Menge Bonusmaterial, um sich nach dem Film noch stundenlang mit Cast und Geschichte zu beschäftigen. Ob dies umfangreicher ist, als das aus dem Jahre 2005 kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Aber hier hat man schon wirklich jede Menge draufgepackt.

Ob sich das Update lohnt, muss aber letztendlich der Käufer entscheiden, Wer den Streifen gerne hätte bekommt hier auf jeden Fall eine würdige Veröffentlichung eines unlogischen, aber unterhaltsamen, ganz auf Willis zugeschnittenen, Films.

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NERVE (Studio Canal)

am 17. Januar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die eher schüchterne Highschool-Schülerin Vee entschließt sich, aufgestachelt von ihrer besten Freundin, bei dem Internetspiel “Nerve” mitzumachen, bei dem man “Player” oder “Watcher” sein kann. Als “Player” muss man aktiv an dem Spiel teilnehmen, als „Watcher“ sieht man zu und votet. Erst fängt alles harmlos an: Vee muss einen völlig fremden Jungen küssen. Sie wählt den attraktiven Ian, mit dem sie fortan gemeinsam zunehmend gefährlichere Mutproben überstehen muss, die von den “Watchern” beobachtet und ausgeheckt werden. Doch deren Einfälle werden immer skurriler und mit der Zeit ist auch der erste Tote nur noch eine Frage der Zeit.

NERVE ist vor allem eins: Bunt. Mir persönlich sind die Farben partiell etwas arg schrill. Das trifft sicherlich den NERVE der Jugendlichen von heute – mir ist das persönlich etwas over the top, genau wie die ganze Geschichte, die insgesamt zwar unterhaltsam, aber doch sehr weit hergeholt ist.

In mitten dieser stürmen und stolpern Roberts und Franco durch die Challenges und verlieben sich ineinander – auch das ist von Anfang an vorhersehbar.

Die leise Gesellschaftskritik ist immerhin erwähnenswert, wenn auch nur angedeutet und auch die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, wobei ich mich immer frage, wieso man für solche Rollen Schauspieler castet, die fast 10 Jahre älter sind als ihr Charakter. Auch wenn man sich bemüht hat, Miss Roberts deutlich jünger aussehen zu lassen, erkenne ich darin keinen Sinn.

So bleibt unter dem Strich ein nettes Filmchen, dessen Zielgruppe allerdings nicht wirklich Leute in meinem Alter sind. Ich denke bei Ende 20 wird das Verständnis für die Handlungsweisen der Protagonisten aufhören. Für die Generation „ohne mein Handy sterbe ich“ allerdings der ideale Streifen. Mit viel gutem Willen und für den Soundtrack:

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PURGE 3 – ELECTION YEAR (Universal Pictures)

am 17. Januar 2017 unter Action, Horror, Suspense abgelegt

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Die neuen Präsidentschaftswahlen stehen in Amerika bevor. Leo Barnes arbeitet mittlerweile für die Senatorin Charlie Roan, die gegen die Purge-Nacht ist und diese, sollte sie gewählt werden, auch umgehend abschaffen würde. Doch ihre politischen Gegner sehen das gar nicht gerne und versuchen sie umzubringen. Leo hat alle Hände voll zu tun, die Dame zu schützen, doch dann entdeckt er, das sich in seinen eigenen Reihen ein Verräter befindet und muss mit Charlie fliehen – was in der Purge-Nacht nicht weniger gefährlich ist, denn draußen warten jede Menge Irre mit Knarren..

Es geht in den dritten Teil der PURGE-Reihe. Nach mäßigen Kritiken, aber einem sehr guten Einspielergebnis, bei geringen Produktionskosten von Teil 1, war es eigentlich klar, das man diese Reihe fortsetzen wird, die sich auch durchaus auch zur Serie eignet. Der Streifen entwickelte sich zudem in der DVD-Szene zum absoluten Geheimtipp.

War Teil 2 allerdings ein wenig uninspiriert und machte sich das Fehlen von Ethan Hawke doch bemerkbar, geht es hier wieder aufwärts, denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist ELECTION YEAR durchaus spannend geworden, auch wenn manche Dinge sich mittlerweile schon wiederholen.

Frank Grillo scheint auch noch für 10 weitere Teile bereitzustehen, während der Rest relativ austauschbar scheint (bezogen auf die Geschichte, nicht auf das schauspielerische Talent). Der von mir äußerst geschätzte Mykelti Williamson bekommt hier endlich mal ordentlich Screentime. Er ist irgendwie das schwarze Pendant zu Ray Liotta, der auch immer nur in der zweiten Reihe agiert, obwohl er wesentlich mehr drauf hätte.

Ob man jetzt noch weitere Fortsetzungen braucht, sei mal dahingestellt, denn eigentlich ist das ganze doch schon relativ auserzählt, doch das war bei SAW nach spätestens Teil 3 auch so und trotzdem ging es immer weiter.

Dieser ist jedenfalls recht gelungen.

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JEDER GEGEN JEDEN (Koch Media)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Sechs Gangster stürmen eine Bank und nehmen Geiseln um die Schließfächer einer Bank in Valencia auszuräumen. Schnell kommt ein Unterhändler dazu und versucht das Vertrauen der Gangster zu gewinnen. Die haben aber nicht vor aufzugeben, denn man hat 2 Monate vorher schon einen Tunnel zur Bank gegraben, durch den man entkommen will. Doch die anhaltenden Regenfälle haben diesen überflutet und nun sieht das Sextett ganz schön alt aus. Dann stellt sich heraus, das einer der Herrschaften namens Urugayo, wesentlich mehr über den Inhalt mancher Bankfächer weiß, als die anderen. Mit der Zeit fangen die sechs an, sich immer mehr zu misstrauen und jeder ist nur auf seinen Vorteil aus.

Das spanische Kino hat in den letzten Jahren enorm aufgeholt und sich insbesondere im Bereich des Thrillers etabliert. Aber auch im Horror-Genre kommen gute Beiträge aus dem Land der Paella.

JEDER GEGEN JEDEN ist ein nettes kleines Gaunerstück. Besonders wenn es damit anfängt, das jeder dem anderen nicht mehr vertraut und diesen versucht auszumanövrieren, wird das ganze doch recht unterhaltsam.

Allerdings ist manches auch wein wenig weit hergeholt. Insbesondere die Telefonate zwischen Urugayo und dem neuen Vermittler sind mir ein bisschen arg realitätsfremd.

Trotzdem ist das ganze kurzweilig und auch nicht sonderlich brutal. Im Gegenteil, desöfteren gibt es auch einmal eine witzige Anekdote, insbesondere weil einer der Gangster einfach nur total bescheuert ist. Bei der Szene mit der Festplatte und der Reaktionen der Kollegen musste ich herzhaft lachen.

Netter Heist-Film mit einigen Überraschungen. Wer solche Streifen mag und kein Problem mit spanischen Filmen hat wird hier ordentlich unterhalten.

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