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Archiv der Kategorie 'Suspense'

STEIG NICHT AUS (Eurovideo)

am 26. Dezember 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Auf dem Weg zur Arbeit will der Berliner Bauunternehmer Karl Brendt noch schnell seine Kinder Josefine und Marius zur Schule bringen. Doch bereits kurz nachdem er das Auto startet, erhält er einen seltsamen Anruf: Ein Unbekannter droht damit, das Auto mit einer Bombe, die angeblich unter dem Sitz versteckt ist, in die Luft zu sprengen, sollten Karl oder die Kinder versuchen auszusteigen! Vom Auto aus soll Karl in kürzester Zeit eine große Summe Geld beschaffen. Als seine Ehefrau Simone  ihn verdächtigt, die gemeinsamen Kinder entführt zu haben, da ihre Ehe am Ende ist, nimmt auch die Polizei die Verfolgung von Karl auf und schaltet Sprengstoffexpertin Pia Zach ein. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit: Der Bombe ausgeliefert und von der Polizei verfolgt, versucht Karl verzweifelt, seine Kinder und sich zu retten.
Gegen Ende des Jahres schaue ich meistens noch einmal zurück und nehme den ein oder anderen etwas älteren Streifen auf, den ich nun nach einer Preisreduzierung gekauft habe. Die jeweiligen Verleih-Firmen sind für Vorab-Promos zu geizig – dafür können aber nun mal die Filme nichts und dieser hier hat mich wirklich überrascht und soll daher Erwähnung finden.
Mal wieder habe ich Gelegenheit eine Lanze für den deutschen Film zu brechen. Sicherlich ist der Markt überflutet von nervigen Til Schweiger Wohlfühl-Komödien und Schweighofers Gute Laune Streifen oder noch schlimmer die infantilen „Fack ju göthe“ Teile. Aber es gibt sie, die guten Filme und auch guten Regisseure in diesem Land. Christian Alvert ist einer davon.
Der Hesse, dem nach seinem international gefeierten ANTIKÖRPER die Wege nach Amerika offenstanden und der mit FALL 39 oder PANDORUM recht hoch budgetierte Filme drehen durfte, ist mittlerweile wieder in Deutschland zurück und hat oft bei (guten)Tatorten Regie geführt.
Nun hat er mal wieder einen Kinofilm in seiner Heimat abgedreht, in dem er seinen Darsteller aus ANTIKÖRPER erneut besetzte und der von mir durchaus geschätzte Wotan Wilke Möhring liefert auch eine hervorragende Leistung ab, zumal er den größten Teil des Films alleine tragen muss.
Der Streifen geht bereits nach wenigen Minuten voll los und bleibt durchgehend spannend,  wenn der Geschichte gegen Ende auch etwas die Luft ausgeht und der Showdown ein wenig sehr konventionell gerät.
Natürlich wirkt einiges etwas konstruiert, aber seien wir doch mal ehrlich, in den amerikanischen Produktionen stört uns das doch meistens auch nicht.
Zwar kommt STEIG NICHT AUS nicht ganz an die Oberliga des deutschen Filme heran ,deren Latte mit DAS EXPERIMENT, 23 oder TATTOO auch sehr hoch liegt, unter dem Strich bleibt aber ein spannender und zügig inszenierter Thriller, der beweist das der deutsche Film nicht nur oben genannten Nonsens zu Tage bringt.
Auf dem Weg zur Arbeit will der Berliner Bauunternehmer Karl Brendt noch schnell seine Kinder Josefine und Marius zur Schule bringen. Doch bereits kurz nachdem er das Auto startet, erhält er einen seltsamen Anruf: Ein Unbekannter droht damit, das Auto mit einer Bombe, die angeblich unter dem Sitz versteckt ist, in die Luft zu sprengen, sollten Karl oder die Kinder versuchen auszusteigen! Vom Auto aus soll Karl in kürzester Zeit eine große Summe Geld beschaffen. Als seine Ehefrau Simone  ihn verdächtigt, die gemeinsamen Kinder entführt zu haben, da ihre Ehe am Ende ist, nimmt auch die Polizei die Verfolgung von Karl auf und schaltet Sprengstoffexpertin Pia Zach ein. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit: Der Bombe ausgeliefert und von der Polizei verfolgt, versucht Karl verzweifelt, seine Kinder und sich zu retten.
Gegen Ende des Jahres schaue ich meistens noch einmal zurück und nehme den ein oder anderen etwas älteren Streifen auf, den ich nun nach einer Preisreduzierung gekauft habe. Die jeweiligen Verleih-Firmen sind für Vorab-Promos zu geizig – dafür können aber nun mal die Filme nichts und dieser hier hat mich wirklich überrascht und soll daher Erwähnung finden.
Mal wieder habe ich Gelegenheit eine Lanze für den deutschen Film zu brechen. Sicherlich ist der Markt überflutet von nervigen Til Schweiger Wohlfühl-Komödien und Schweighofers Gute Laune Streifen oder noch schlimmer die infantilen „Fack ju göthe“ Teile. Aber es gibt sie, die guten Filme und auch guten Regisseure in diesem Land. Christian Alvert ist einer davon.
Der Hesse, dem nach seinem international gefeierten ANTIKÖRPER die Wege nach Amerika offenstanden und der mit FALL 39 oder PANDORUM recht hoch budgetierte Filme drehen durfte, ist mittlerweile wieder in Deutschland zurück und hat oft bei (guten)Tatorten Regie geführt.
Nun hat er mal wieder einen Kinofilm in seiner Heimat abgedreht, in dem er seinen Darsteller aus ANTIKÖRPER erneut besetzte und der von mir durchaus geschätzte Wotan Wilke Möhring liefert auch eine hervorragende Leistung ab, zumal er den größten Teil des Films alleine tragen muss.
Der Streifen geht bereits nach wenigen Minuten voll los und bleibt durchgehend spannend,  wenn der Geschichte gegen Ende auch etwas die Luft ausgeht und der Showdown ein wenig sehr konventionell gerät.
Natürlich wirkt einiges etwas konstruiert, aber seien wir doch mal ehrlich, in den amerikanischen Produktionen stört uns das doch meistens auch nicht.
Zwar kommt STEIG NICHT AUS nicht ganz an die Oberliga des deutschen Filme heran ,deren Latte mit DAS EXPERIMENT, 23 oder TATTOO auch sehr hoch liegt, unter dem Strich bleibt aber ein spannender und zügig inszenierter Thriller, der beweist das der deutsche Film nicht nur oben genannten Nonsens zu Tage bringt.

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GEJAGT (Koch Media)

am 26. Dezember 2018 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Kriegsfotografin Avery Taggert wird im kolumbianischen Dschungel mit den Gräueltaten von Missionaren unter dem Kommando “El Gueros” konfrontiert. Als sie durch ein Foto zwischen die Fronten gerät, muss sie in den unwirtlichen Urwald fliehen. Eine unerbittlich brutale Verfolgungsjagd beginnt.
Das reicht  auch als kurze Zusammenfassung denn viel mehr passiert dann auch nicht. Die ersten 30 Minuten sind gar nicht so übel. Man lernt Avery näher kennen und merkt ihr an, das sie doch ziemlich mitgenommen von ihrem Job und ausgebrannt ist. Doch dieser Auftrag ist eben sehr verlockend.
Dann allerdings kann man mit Freunde (oder auch nicht, wenn man hierfür Geld bezahlt hat), beobachten, wie der Film einen Logikfehler nach dem anderen begeht und teilweise dabei sogar unfreiwillig komisch wird.
Eine Profi-Fotografin weiß zum Beispiel nicht, wann ihr Blitzlicht angeht und genau in dem Moment, als sie das entscheidende Foto macht, springt der Blitz an. Ja klar. Bei der Verfolgung trifft sie zuerst auf einen Typen, der, das wird noch extra betont, bei der CIA eine Ausbildung genossen hat! Sie aber macht ihn mit einem recht einfachen Trick platt und das als Fotografin!!!
So geht das dann immer weiter und ein Stuss jagt den nächsten. Dazu kommen noch grandiose Dialoge wie „sie ist da lang gegangen“, „dann gehen wir da auch lang“.
Hauptdarstellerin Zoe Bell ist im „normalen“ Beruf Stuntfrau und hat schon für Tarantino gearbeitet, als sie Uma Thurman in KILL BILL in den gefährlichen Szenen vertrat. Nun hatte sie Lust mal einem Film mit sich in der Hauptrolle beizuwohnen – sie selbst spielt das gar nicht mal schlecht, hätte sich aber mal ein besseres Drehbuch dafür raussuchen lassen.
Wer mal wieder Spaß hat Logikfehler zu zählen wie in DONT MOVE, der kommt hier voll auf seine Kosten – aber auch NUR der. (videotie.de)

Die Kriegsfotografin Avery Taggert wird im kolumbianischen Dschungel mit den Gräueltaten von Missionaren unter dem Kommando “El Gueros” konfrontiert. Als sie durch ein Foto zwischen die Fronten gerät, muss sie in den unwirtlichen Urwald fliehen. Eine unerbittlich brutale Verfolgungsjagd beginnt.

Das reicht  auch als kurze Zusammenfassung denn viel mehr passiert dann auch nicht. Die ersten 30 Minuten sind gar nicht so übel. Man lernt Avery näher kennen und merkt ihr an, das sie doch ziemlich mitgenommen von ihrem Job und ausgebrannt ist. Doch dieser Auftrag ist eben sehr verlockend.

Dann allerdings kann man mit Freunde (oder auch nicht, wenn man hierfür Geld bezahlt hat), beobachten, wie der Film einen Logikfehler nach dem anderen begeht und teilweise dabei sogar unfreiwillig komisch wird.

Eine Profi-Fotografin weiß zum Beispiel nicht, wann ihr Blitzlicht angeht und genau in dem Moment, als sie das entscheidende Foto macht, springt der Blitz an. Ja klar. Bei der Verfolgung trifft sie zuerst auf einen Typen, der, das wird noch extra betont, bei der CIA eine Ausbildung genossen hat! Sie aber macht ihn mit einem recht einfachen Trick platt und das als Fotografin!!!

So geht das dann immer weiter und ein Stuss jagt den nächsten. Dazu kommen noch grandiose Dialoge wie „sie ist da lang gegangen“, „dann gehen wir da auch lang“.

Hauptdarstellerin Zoe Bell ist im „normalen“ Beruf Stuntfrau und hat schon für Tarantino gearbeitet, als sie Uma Thurman in KILL BILL in den gefährlichen Szenen vertrat. Nun hatte sie Lust mal einem Film mit sich in der Hauptrolle beizuwohnen – sie selbst spielt das gar nicht mal schlecht, hätte sich aber mal ein besseres Drehbuch dafür raussuchen lassen.

Wer mal wieder Spaß hat Logikfehler zu zählen wie in DONT MOVE, der kommt hier voll auf seine Kosten – aber auch NUR der.

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DAS ZWEITE GESICHT (Koch Media)

am 26. Dezember 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Nach dem Tod seiner Mutter kommt der junge Mark vorübergehend in die Obhut von Tante und Onkel, da sein Vater eine dringende Geschäftsreise nicht verschieben kann. Dort lernt er seinen Cousin Henry kennen und freundet sich schnell mit dem gleichaltrigen Jungen an. Doch Henry, der mit seinem unschuldigen Gesicht alle täuscht, entpuppt sich als recht gefährlicher Zeitgenosse: Was lediglich als Mutproben und Streiche beginnt, artet bald in tödliche Aktionen aus. Als Mark versucht, Henrys Eltern zu warnen, wollen die zunächst nicht auf ihn hören, doch der Mutter fallen mit der Zeit auch merkwürdige Sachen auf. Hat Henry vielleicht sogar seinen kleinen Bruder vor Jahren ermordet?

Mit DAS ZWEITE GESICHT wollte man Macaulay Culkin bewusst vom Klamauk-Image befreien, welches immerhin zur Folge hatte, dass der Name KEVIN einen wahren Boom erlebte, gerade in Deutschland.

Und in dieser ernsten Rolle macht er auch eine erstaunlich gute Figur, denn den kleinen Psychopathen, der mit seinem Engelsgesicht alle hinters Licht führt, spielt er wirklich absolut hervorragend. Geholfen hats ihm zwar nichts, denn was aus ihm wurde ist bekannt.

Sein Kumpel in dem Film wird vom kleinen Frodo gespielt und war einer der ersten Rollen von Elijah Wood, dem man ebenfalls eine gute Leistung bescheinigen kann.

Überhaupt hat der Film die 25 Jahre sehr gut überstanden. Er wirkt auch heute noch aktuell und keineswegs hausbacken und Thriller Spezialist Joseph Ruben (DER FEIND IN MEINEM BETT und der grandiose DIE VERGESSENEN sind zum Beispiel von ihm) liefert hier einen spannenden Thriller ab.

Das Beste aber ist der Showdown und die damit verbundene Entscheidung der Mutter, bei der sich sich jede Frau, die selbst ein Kind hat, fragen wird, ob sie so handeln würde (mehr möchte ich nicht verraten).

Bild und Ton sind wie immer in Ordnung bei Koch-Veröffentlichungen und hier hat man ein echtes Kleinod ausgebuddelt, welches schon fast in Vergessenheit geraten war. Durchaus auch heute noch empfehlenswert.

BRAVEN (Universum Film)

am 11. Dezember 2018 unter Action, Suspense abgelegt

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Joe Braven und sein Vater fahren zu ihrer abgelegenen Jagdhütte, um ein entspanntes Wochenende zu verbringen. Doch dann finden sie eine Tasche voller Heroin, welche offensichtlich von Drogenschmugglern dort versteckt wurde. Als diese plötzlich bei der Hütte auftauchen, gilt für Joe und seinen Vater nur noch eins – töten oder getötet werden …

Soweit der Pressetext, der die Geschichte gut zusammenfasst, denn eigentlich hat der Streifen nicht mehr zu erzählen. Der Rest ist eine DIE HARD Kopie, in der der schauspielerisch limitierte Jason Mamoa den edlen Helden spielt und die Familie rettet.

So weit so vorhersehbar. Interessant macht das ganze die Winterlandschaft und sich daraus ergebende Umstände. Die Actionszenen sind grundsolide, doch man weiß nach 30 Minuten schon genau wie der Film ausgeht, da alles am Reißbrett konstruiert wurde und zwar an einem, das schon viele vorher benutzt haben.

Immerhin rehabilitiert sich Stephen Lang für seinen geradezu lächerlichen Auftritt in DONT BREATHE, der im Moment tatsächlich bei imdb eine 7,1 als Bewertung inne hat. Dabei ist BRAVEN dagegen ein Meisterwerk, weil er zwar auch nicht zwingend logisch, aber zumindest einigermaßen unterhaltsam ist. Zudem handeln die Protagonisten hier auch, statt zu schreien und zu flüchten.

Grundsolide, ohne große Überraschungen kann man sich den Streifen problemlos anschauen. Zuviel sollte man nicht erwarten, aber für einen entspannenden Abend reicht er allemal.

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MARA (Universum Film)

am 11. Dezember 2018 unter Horror, Suspense abgelegt

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Kriminalpsychologin Kate Fuller untersucht einen Mordfall, bei dem es so aussieht, als wäre ein Mann offenbar im Schlaf von seiner Frau erwürgt worden. Einzige Zeugin der Tat ist die achtjährige Tochter Sophie, die sich aber nicht ausdrücken kann und Angst hat. Als sie den Täter identifizieren soll, nennt Sophie nämlich nur einen Namen – MARA. Während ihrer Recherchen stößt Kate auf ähnliche Todesfälle und eine Gruppe, die behauptet, dass es sich um eine uralte Dämonin handelt, die seine Opfer im Schlaf heimsucht und tötet. Als Kate versucht, dem Geheimnis von MARA auf die Spur zu kommen, zeigen sich bei ihr plötzlich die gleichen Symptome wie bei anderen Opfern….

So, so, eine böse Dämonin die im Schlaf erscheint. Erst markiert sie dich, dann tötet sie dich. Grundsätzlich ganz spannende Voraussetzungen und irgendwann muss der Mensch eben einfach mal schlafen. Aus diesem Fakt bezieht der Film seine durchaus ordentliche Spannung, denn immer wenn jemand einnickt, kann Madame sofort erscheinen – ein wenig wie der gute alte Freddy.

Frau Kurylenko als Psychologin zu besetzen – na ja, also da wären mir aber 20 andere zuvor eingefallen. Nicht das ich sie nicht mag, gerade in Filmen wie MOMENTUM hat sie durchaus ihre Daseinsberechtigung, ähnlich wie Frau Jovovich, die eigentlich nur bekannt wurde, weil sie mit Luc Besson vögelte. Aber in RESIDENT EVIL war sie dann doch perfekt besetzt. Und auch Frau K. eignet sich als Actionfigur.

Der Streifen ist aber insgesamt recht gelungen, was am kontinuierlichen Spannungsaufbau liegt und auch den verschiedenen Schauplätzen, an denen die Handlung spielt. Auch wie Kate die Hintergründe herausfindet ,ist durchaus interessant gemacht und nicht irgendwie lieblos heruntergekurbelt. Zudem gibt es noch einen wirklich gelungenen Schlussgag.

Dazu ist es das Erstlingswerk von Clive Tonge, der außer einem älteren Kurzfilm noch nichts veröffentlicht hat. Dafür wirkt sein Langfilmdebut durchaus überzeugend und professionell, denn der Spannungsbogen fällt selten ab.

Fazit: Die Hauptdarstellerin ist zwar etwas überfordert, fällt aber durch die recht originelle Geschichte und den reichlichen Wendungen nicht so ins Gewicht. Besonders der Teil mit der Schlafklinik ist sehr spannend.

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DEVILS GATE /Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Welche unheilige Macht verbirgt sich in einem maroden, mit Sprengfallen versehenen Bauernhaus abseits jeglicher Zivilisation? Als eine Frau und ihr Sohn auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die FBI-Agentin Daria Francis in die Kleinstadt Devil’s Gate in North Dakota geschickt, um den Hauptverdächtigen ausfindig zu machen: den religiösen Fanatiker Jackson Pritchard, Ehemann und Vater der Vermissten. Aber als Francis und der Hilfssheriff Colt Pritchards ominöses Anwesen erreichen, entdecken sie viel mehr, als sie je erwartet hätten.

Manchmal schaue ich gar nicht auf die Rückseite eines Covers, bevor ich den Film in den Player schiebe, und lasse mich überraschen – so auch in diesem Fall. Nach dem abgedruckten Bild dachte ich, es geht hier sicher um einen Farmer, der sich bedroht sieht oder für irgend etwas rächen will.

Dann bekam ich aber etwas völlig anderes zu sehen. Die Bedrohung stimmte, allerdings geht die hier von etwas übernatürlichem aus, denn der Streifen ist tatsächlich vorrangig ein Science-Fiction Film, was man nach der Covergestaltung nun wahrlich nicht vermutet. Da muss ich sagen, hat man doch ein eher ungeschicktes Motiv gewählt, so das viele sich den Film gar nicht ansehen werden.

Da verpassen sie einen relativ abgedrehten, gegen Ende sogar leicht abstrusen Streifen /wobei das Wort in diesem Fall positiv gemeint ist), der zwar nicht unbedingt eine Geschichte erzählt, die man noch nie gesehen hat, aber die Art und Weise ist schon ungewöhnlich, ohne das ich zuviel verraten will.

Erstaunlich ist, dass der wüste Genre-Mix aus Sci-Fi, Horror, Thriller und Drama erstaunlich gut funktioniert, was auch an der eng gesteckten Location liegt und an den darstellerischen Leistungen, der eher unbekannten Darsteller, wobei das vielleicht das falsche Wort ist, „kenne ich doch irgendwo her“ wäre die bessere Formulierung.

Amanda Schull war zum Beispiel in SUITS oder 12 MONKEYS (der Serie) zu sehen. Shawn Ashmore in X-Men (wenn auch in einer kleineren Rolle) oder allem voran in dem Thriller FROZEN. Beide liefern eine hervorragende Leistung ab als Sheriffgehilfe bzw FBI-Agentin.

Nun ist der Film aufgrund des Genremix gegen Ende, wie bereits erwähnt, schon etwas krude. Erstaunlicherweise sind die Effekte aber für so einen doch eher schmal budgetierten Film hervorragend. Auch die Monsterchen sind durchaus ansehnlich gestaltet.

Die Meinungen hierzu gehen stark auseinander. Ich finde hier hat man aus wenig sehr viel gemacht und einen spannenden Film gezaubert, mit einem richtig schönen fiesen kleinen Schlussgag. In einer Nebenrolle ist übrigens Jonathan Frakes zu sehen – für mich ein kleiner Geheimtipp.

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BOARDING SCHOOL (Capelight/Alive)

am 27. November 2018 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Die nächtlichen Albträume ihres 12-jährigen Sohnes Jacob gehen den Eltern auf den Nerv. Als seine Großmutter stirbt, wird das Verhalten des ohnehin schon hochsensiblen Jungen immer sonderbarer und er kleidet sich mit den alten Sachen der Oma und findet Gefallen daran. Daher suchen Jacobs Eltern Hilfe bei dem strengen Schuldirektor Dr. Sherman der gemeinsam mit seiner Frau ein exklusives Internat für Problemkinder leitet. Das nächste Schuljahr soll Jacob an dieser Lehranstalt verbringen, die aber alles andere als eine normale Schule zu sein scheint. Als ein Mitschüler unter seltsamen Umständen ums Leben kommt und eine Reihe weiterer merkwürdiger Ereignisse geschehen, kommt Jacob allmählich hinter den wahren Grund für seinen Aufenthalt an der Boarding School – denn von hier scheint es keinen Rückweg nach Haue mehr zu geben.

Wenn man auf einschlägigen Seiten nachsieht, steht überall, dass es sich hierbei um einen Horrorfilm handelt – dem ist mitnichten so. Eigentlich ist das ganze nämlich ein Drama mit leichten Thriller und Horrorelementen.

Der Regisseur hat sich dabei allerdings viel vorgenommen. Er versucht hier so viele Themen auf einmal unterzubringen, dass vieles nicht komplett ausgearbeitet ist. Mobbing, Transsexualität, Schönheitsideale, erste Liebe, Tourett-Syndrom, Angst vorm Versagen usw. und dann auch noch Horror dazu, wirkt doch etwas überladen.

Trotzdem hat mir Boarding school gut gefallen, was vor allem den Darstellern geschuldet ist, denn die beiden Jungmimen Jacob Felsen und Christine Holcomb liefern hier geradezu sensationelle Leistungen ab. Dazu gesellt sich Will Patton, dem seine Rolle als strenger und auch durchgeknallter Lehrer sichtlich Spaß bereitet.

Erst gegen Ende mutiert das Geschehen dann zu einem Horrorfilm und gelegentlich kommt sogar mal ein wirklich trockener Spruch, so dass ich zweimal laut lachen musste. Der Abschluss ist zudem extrem gelungen und rundet das Geschehen ab. Schade nur, das es hiervon keine Fortsetzung geben kann.

Trotzdem hätte man vielleicht einige Dinge weglassen können, denn dadurch wirkt der Film thematisch eben etwas over the top. Gut unterhalten hat mich BOARDING SCHOOL jedoch allemal.

Fazit: Ein Streifen weit entfernt vom Mainstream. Meine Bewertung ist daher in diesem Fall auch eher subjektiv, denn Menschen die sich auf den Film nicht einlassen können und ihn nicht mögen, kann ich durchaus verstehen.

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HÖRE DIE STILLE (Tiberius)

am 27. November 2018 unter Drama, Suspense abgelegt

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Ukraine 1941: Eine Gruppe deutscher Soldaten sucht tief in feindlichem Gebiet nach Schutz und Essen. Gestrandet in einem kleinen Dorf finden sie dort zu ihrer Überraschung fast nur Frauen vor, die alle auch der deutschen Sprache mächtig sind. Ihre Männer wurden nach Ausbruch des Krieges deportiert oder ermordet. Die Frauen und Soldaten kommen sich voller Hoffnung rasch näher, aber nach einem Mord ändert sich die Stimmung schlagartig. Als ein zweiter Mord passiert kommt es zu einer Eskalation, die viele Leben kostet.

Wenn es nun jemanden gibt der KEIN Experte für Schreiben von Kritiken im Genre Kriegsfilm ist, dann bin ich das. Eigentlich habe ich mir den Streifen nur angeschaut, weil er eine Abschlussarbeit von 20 Filmstudenten einer Filmhochschule ist und mich interessiert immer, wer denn in Zukunft auf deutschen Bildschirmen zu sehen sein wird.

Der Film beginnt etwas schleppend. Man zeigt das Leiden der Soldaten und wie sie das Dorf relativ friedlich einnehmen, sich aber dann langsam mit den Damen anfreunden. Tempo bekommt der Film dann nach dem bereits erwähnten Todesopfer – dann wird der Streifen sogar richtig gut, auch wenn sich mir das Motiv des Mordes nicht ganz erschließt.

Denn aus dem etwas lahmen Kriegsdrama wird dann fast ein Thriller, denn die Soldaten versuchen herauszufinden, wer ihren Leutnant umgebracht hat und sind dabei nicht gerade zimperlich, doch die Damen lassen sich das nicht bieten und als eine von ihnen aufgehängt werden soll, nur aufgrund eines Verdachts, eskaliert die Situation dann völlig.

Das ist überraschend spannend und gegen Ende stapeln sich dann auch die Leichen und der Bodycount ist hier höher als bei einem Slasher.

Der weibliche Nachwuchs hat mir insgesamt etwas besser gefallen. Ihre darstellerischen Leistungen sind gelungen, während manche der Männer doch noch etwas steif und unbeholfen wirken. Der Regisseur hat bislang nichts außer TV-Serien inszeniert und da auch nicht gerade hochwertigen Stoff. Insofern ist es überraschend, das er das Szenario optisch schön einfängt.

Fazit: Nach etwas langsamen Beginn wird HÖRE DIE STILLE richtig gut, auch weil er das Genre wechselt. Man muss auch nicht unbedingt Fan von Kriegsfilmen sein um den Streifen gut zu finden. Hat mich überrascht.

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IN DARKNESS (Universum Film)

am 22. November 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die blinde Pianistin Sofia wird eher zufällig Ohrenzeugin eines Streits in dem über ihrer Wohnung liegenden Apartment, denn die Wände sind dünn und ihr Gehör ist sehr gut Kurz darauf wird ihre Nachbarin Veronique tot aufgefunden.. Daraufhin gibt Sofia ihr zurückgezogenes Leben auf und nimmt Kontakt zu Veroniques Vater, Zoran Radic auf. Bei dem serbischen Geschäftsmann handelt es sich allerdings um einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher, dem vorgeworfen wird, während des Bosnienkriegs Völkermorde begangen zu haben. Doch dann erfahren wir, das dies nicht der einzige Grund ist, wieso sie den Herren aufsucht, sie hat auch noch eine persönliche Rechnung mit ihm offen.

Die ersten 45 Minuten sind sensationell – da stimmt einfach alles. Insbesondere die Geschichte und die Optik sind hervorragend. Danach wird es leider dann doch etwas konventioneller und gegen Ende wirkt alles ein wenig konstruiert, auch wenn es trotzdem spannend ist. Die Schlusswende ist auch nicht so überraschend, wie sie gerne wäre.

Trotzdem weiß IN DARKNESS zu überzeugen, was vor allem an der großartigen Hauptdarstellerin Natalie Dormer liegt, die ich bislang überhaupt nicht auf den Schirm hatte. In den (wieder einmal nicht deutsch untertitelten Extras, ich schreib das jetzt so oft bis es Universum einführt) erzählt sie auch, das sie sich auf diese Rolle besonderes vorbereiten musste, denn eine Blinde zu spielen ist einfach schwierig. Das hat sie allerdings wirklich hervorragend hinbekommen.

In manchen Teilen des Filmes weht sogar ein Hauch von Hitchcock durch die Szenerie, denn insbesondere manche Kameraaufnahmen und Winkel erinnern doch sehr an den Altmeister, dem dieser Film, zumindest optisch, sicherlich gefallen hätte.

Regisseur Anthony Byrne hat bislang fast ausschließlich für das TV gearbeitet, wobei er aber mit der viel beachteten Serie RIPPER STREET gerade in England schon bekannt wurde – auch von LAST KINGDOM hat er einige Folgen inszeniert.

Fazit: Optisch ansprechend ,mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und durchweg guten Nebenakteuren ist IN DARKNESS ein ungewöhnlicher Streifen, der am Ende vielleicht einen Tick zu viel will. Trotzdem sehenswert wie ich finde.

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THE SWELL – WENN DIE DEICHE BRECHEN (Justbridge)

am 22. November 2018 unter Drama, Suspense, TV-SERIE abgelegt

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Nachdem der Sturm vorbei ist, stehen die Überlebenden vor der erschütternden Tatsache, dass nichts mehr in ihrem Leben so sein wird wie es einmal war. In sechs aufregenden Episoden entdeckt der Zuschauer Momente der Freude, Trauer, rasender Wut, Güte, und in der gegebenen Situation am wichtigsten, Widerstandsfähigkeit. Das ist der offizielle Pressetext, den ich doch ein wenig kurz und auch nicht wirklich ansprechend finde. Daher eine kleine Ergänzung. Nach dem erwähnten Sturm wurden weite Teile von Belgien und vor allem der Niederlande vollkommen überschwemmt und zig Tausende Menschen verloren ihr Leben. Wir sehen nun sowohl verschiedene Einzelschicksale, als auch die Reaktionen der Politik auf dieses Desaster, das man durch eine Evakuierung zumindest im Ausmaß hätte eindämmen können.

Gerade die politischen Passagen sind meiner Meinung nach die gelungensten der Serie, die in 6 Folgen a 45 Minuten aufgeteilt wurde. Denn wie man selbst in der Not noch versucht, den anderen über den Tisch zu ziehen, um einen eigenen Vorteil aus der Katastrophe zu schöpfen, passt genau zu dem Bild, das ich von der EU habe. Hier geht es nur noch um Geld und die Macht. Das wurde sehr schön herausgearbeitet und ist insbesondere in den letzten beiden Folgen sehr gut umgesetzt worden.

Aber auch einige der Einzelschicksale, die uns präsentiert werden, sind nicht unoriginell. Wer denkt zum Beispiel daran, dass bei einer solchen Überschwemmung schließlich alle Typen die im Knast sitzen, da drinne ersaufen? Was macht ein Wärter in dieser Situation? Insbesondere wenn zu wenig Personal da ist? Lässt er sie laufen oder riskiert er sein Leben wenn 20 Gefangene gegen einen stehen? Auch dieser Abschnitt ist sehr interessant geschildert.

Insgesamt hat die Serie optisch gutes TV-Niveau, die Stürme und Überflutungen sehen durchaus realistisch aus und auch die Kulissen wurden sehr gut hergerichtet.

Zwar hätte man die letzten 3 Folgen auch auf 2 kürzen können, weil es dort an manchen Stellen etwas zu melodramatisch wird, aber das gehört wohl zu einem Katastrophenszenario irgendwie dazu.

Der Geschichte mit der zerbrochenen Familie wird meiner Meinung etwas zu viel Zeit gewidmet. Sehr schön jedoch íst der Part, in dem ein alter Mann, der sich gerade umbringen wollte, ein Kind rettet und dadurch neuen Lebensmut erhält.

So bleibt unter dem Strich eine sehenswerte TV-Miniserie, die viele Aspekte einer solchen Katastrophe zeigt, besonders wenn man als Land darauf nicht vorbereitet ist. Die Darsteller sind überwiegend gehobenes TV-Niveau, der Look ansprechend.

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