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Archiv der Kategorie 'Suspense'

REPLICAS (Concorde)

am 21. Juni 2019 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Der Neurowissenschaftler Will Foster befindet sich kurz vor dem Durchbruch, einem Computer menschliches Bewusstsein übertragen zu können. Da sterben sowohl seine Frau als auch die drei Kinder bei einem tragischen Verkehrsunfall.
Völlig verzweifelt zwingt Will seinen Labor-Kollegen Ed, ihm dabei zu helfen die Körper seiner Liebsten zu klonen und Replikate mit allen alten Erinnerungen herzustellen. Schnell kommt die Aufsichtsbehörde der Regierung auf die Spur seiner verbotenen und höchst umstrittenen Machenschaften …

Soweit die Zusammenfassung des Streifens, bei dem sich jetzt wieder die Gretchenfrage stellt. Sieht man ihn als reinen Unterhaltungsfilm oder nimmt man das was hier gezeigt wird ernst? In den Extras quasseln alle davon, dass das Gezeigte wissenschaftlich fundiert sei!! Dann wissen die definitiv mehr als ich, denn ich habe noch nicht gehört, das man in 17 Tagen einen Menschen klonen kann, der verstorben ist.

Bleibt man auf der Unterhaltungsebene kann man über REPLICAS wenig negatives sagen. Der Film ist spannend, wendungsreich und hat ein recht hohes Tempo. Dazu ordentlich besetzt, wobei Reeves jetzt für die traurigen Momente eher nicht wirklich die richtige Besetzung ist – aber den Wissenschaftler nimmt man ihm auf jeden Fall ab.

Wenn man dann aber mal auf Logik zu sprechen kommt, braucht man nicht einmal in die Klongeschichte einzusteigen. Herr Reeves, entwendet mal eben für 17 Tage 4 Behälter für schlappe 10 Millionen Dollar um seine Versuche durchzuführen und in der Firma fällt das niemandem auf? Zudem bleibt er auch mal eben so lange von der Arbeit fern ohne dass es groß jemanden interessiert. Die Sicherheitsvorkehrungen scheinen dort ebenfalls sehr locker zu sein, denn er und sein Assistent spazieren rein und raus wie es ihnen gerade passt, mal mit nem vollen LKW, mal mit dem Privatauto. Sorry, das ist alles ein bisschen arg weit hergeholt.

Und dabei habe ich jetzt die wissenschaftliche Seite noch gar nicht betrachtet, für die mir aber auch etwas das Hintergrundwissen fehlt, doch manche Dinge scheinen mir, ich formuliere es mal vorsichtig, sehr weit hergeholt.

So bleibt unter dem Strich ein Sci-Fi Thriller der durchgehend spannend ist und als Unterhaltungsfilm sehr gut funktioniert. Und ich denke NUR so kann man ihn auch sehen…

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JOYRIDE (NSM/Alive)

am 13. Juni 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die Brüder Lewis und Fuller sind mit ihrem Wagen auf dem Weg zu Lewis Freundin Veena . Während der Fahrt auf dem einsamen Highway ist es ihnen ziemlich langweilig, also spielt Fuller dem Trucker “Rusty Nail” über CB-Funk einen Streich. Er gibt sich als Frau aus und vereinbart ein Treffen mit ihm in einem nahegelegenen Motel. Als herauskommt, dass der Trucker ziemlich unwirsch auf das geplatzte Date reagierte (er reißt dem eigentlichen Bewohner des Zimmers nämlich einfach den Kiefer raus) bekommen die beiden ziemliches Muffensausen. Rachsüchtig beginnt das unsichtbare Phantom, die Brüder mit seinem schwarzen Truck zu jagen. Als Veena zu ihnen stößt, dreht Rusty dann richtig durch.

JOYRIDE ist mittlerweile auch schon fast 20 Jahre alt und zeigt die 3 Hauptdarsteller in recht jungem Alter, wobei Paul Walker ja leider mittlerweile verstorben ist und man von den anderen beiden nicht mehr so wirklich viel hört.

Damals war der Streifen im Kino kein großer Erfolg, entwickelte sich aber im Heimkinoverleih zu einem echten Geheimtipp. Kein Wunder, denn bis heute zählt er für mich zu den, zumindest 20 besten Thrillern aller Zeiten, denn viel spannender kann man einen Film kaum gestalten.

Ja,ja ich weiß, ausgerechnet ich, der oft auf Logik beharrt, wenn nichts Übersinnliches im Spiel ist, lobt einen Film, der schon so einiges an unlogischem zu bieten hat. Ich finde aber nicht, das das ganze hier übertrieben wird, wie etwa bei meinem „Lieblingsfilm“ „Dont breathe“. Zudem ist das Gesehene hier einfach sehr wendungsreich inszeniert.

Wenn man sich mal die Extra anschaut kann man dort sehen, das es zig verschiedene alternative Enden gab und der Streifen eigentlich einen völlig anderen Ausgang hatte – zumindest in der Ursprungsfassung und sich hier ab Minute 60 ein ganz neuer Film ergibt. Wer sich dafür interessiert sollte unbedingt mal in die Extras schauen, auch wenn man das sonst eher nicht tut.

Das Drehbuch hierfür stammt im Übrigen von J.J. Abrams, damals noch eher unbekannt, mittlerweile längst in den Hollywood-Olymp aufgestiegen und hier besonders als Rebooter der STAR TREK FILME positiv aufgefallen.

Ob am Bild etwas bearbeitet wurde weiß ich nicht, jedenfalls ist es gestochen scharf und steht einer heutigen Veröffentlichung in nichts nach. Der Ton ist ebenfalls sehr aggressiv abgemischt und die Musik dröhnt passend zu den Geräuschen des Trucks, wuchtig durch die Boxen.

Fazit: Es wurde Zeit, das dieser Film endlich auf Blu Ray erscheint – die Umsetzung ist gelungen. Fehlen nur noch gefühlte 2000 andere Titel die längst hätten veröffentlicht werden müssen.

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DUST DEVIL – LIMITED EDITION (Koch Media)

am 29. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Ein dämonischer Gestaltwandler durchstreift die Wüste Namibias auf der Suche nach neuen Opfern – denn mit jedem Mord wachsen auch seine teuflischen Kräfte. Als sich Wendy, die gerade ihren Mann verlassen hat in den geheimnisvollen Wanderer verliebt, scheint sie die einzige zu sein, die seinem grausamen Tun ein Ende setzen kann. Unterstützt wird sie dabei von einem örtlichen Cop – und schamanischer Magie… denn wenn der DUST DEVIL erst einmal menschlich geworden ist, kann man ihn auch wie eben einen solchen bekämpfen.

Ich habe einen recht guten Kontakt zu der Firma KOCH MEDIA und schlage denen ab und an auch mal Filme vor, die man  auf Blu Ray veröffentlichen könnte. Doch auf diesen wäre ich nicht gekommen, denn mir persönlich hat der damals zwar super gefallen, ist aber doch ein eher gewöhnungsbedürftiger Streifen, von dem ich der Meinung bin, dass er sich schwierig verkaufen wird.

Bereits als der Film in den 90ern erschien, war er in der Wahrnehmung schon sehr elegisch. Damals war das kein Problem, doch heute haben sich die Sehgewohnheiten drastisch verändert und ich denke in einer Minute John Wick gibt es mehr Schnitte zu sehen als hier in 108 Minuten. Daher bin ich mir nicht sicher, ob DUST DEVIL Menschen gefällt, die ihn heute das erste Mal sehen.

Die Grundlage die KOCH MEDIA gelegt hat, ist jedoch perfekt. Der Film kommt in einer wunderschön gestalteten Buchform auf den Markt und hat neben den beiden verschiedenen Versionen (Kinofassung und lange Version, die es soweit ich weiß, bisher noch nicht gab) auf den Markt. Dazu gibt es den Soundtrack auf einer Extra CD und eine Flut an Extras, die gar nicht aufhören will. Selbst auf der Homepage von KOCH sind nicht mal alle aufgeführt, diese sei hier mal verlinkt, da das sonst meinen Rahmen sprengen würde :

https://shop.kochmedia.com/shop/de_AT/productdetail.html?fmt=list&psize=12&entryPoint=FILM&page=0&nav1=FILM&id=1017581

Doch die VÖ steht und fällt natürlich mit dem Bild, denn was nützen Extras wenn die Bildqualität schlecht ist – dem ist aber nicht so. Die ersten Minuten gibt es leichtes Grieseln, das aber auch dem starken Einsatz des Rotfilters geschuldet ist, den DUST DEVIL als Stilmittel einsetzt. Danach wird das Bild aber deutlich besser und befindet sich auf sehr gutem Niveau. Der Ton ist nicht wirklich entscheidend.

Sehr schön auch, dass man hier die Original Synchronisation beibelassen hat, in der der geheimnisvolle Sprecher aus dem OFF schon damals das Highlight darstellte – das funktioniert auch heute noch.

Fazit: Ich wüsste nicht, was man hier noch hätte verbessern können. Gutes Bild, sehr schöne Gestaltung, Extras in Hülle und Fülle – dennoch glaube ich nicht, das der Streifen ein großer Verkaufsschlager wird – dafür ist er einerseits zu unbekannt und anderseits doch sehr sperrig.

THE HAUNTING OF SHARON TATE (Universum Film)

am 29. Mai 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Beverly Hills 1969: Frustriert über die Abwesenheit ihres Mannes Roman Polanski bezieht die schwangere Sharon Tate mit ihren Freunden ein abgelegenes Haus in den Hollywood Hills. Verfolgt von Visionen ihres Bevorstehenden Todes versucht sie ihre Freunde davon zu überzeugen, dass etwas schreckliches passieren wird und es besser wäre abzureisen. Doch die Hoffnung ihr Schicksal zu ändern findet ein jähes Ende.

Diese Visionen soll Frau Tate angeblich wirklich gehabt haben – zumindest stützt der Streifen sich auf diese Behauptung, was natürlich insgesamt ein wenig dünn, aber auch nicht widerlegbar ist.

Wie man es schafft in einem Film vieles richtig und vieles falsch zu machen – dafür ist THE HAUNTING OF SHARON TATE ein Paradebeispiel. Fangen wir mal mit der Besetzung an:

Frau Tate galt damals als eine der schönsten Frauen der Welt und das soll nun Frau Duff sein? Nun ja da wären mir auf Anhieb aber 100 andere eingefallen, obwohl sie ihre schauspielerische Limitierung überraschend gut kaschieren kann.

In der Mitte des Films schafft der Streifen eine nahezu sensationell gute Atmosphäre, die vor allem durch den bedrohlichen Soundtrack untermauert wird. Der „Überfall“ ist hervorragend und extrem spooky inszeniert.

Doch jetzt kommt das aber. Wer die Geschichte um Sharon Tate noch nicht kennt und das sind sicher viele Horrorfans jüngeren Alters, der bekommt den Ausgang sofort am Anfang des Streifens erzählt und ich kann mir keinen Reim darauf machen, wieso der Regisseur dies tut, denn nun gibt es eigentlich keine Zielgruppe, die nicht weiß, wie die kommenden 80 Minuten enden. Was soll das?

Die Gewaltszenen sind teilweise sehr explizit und den Film ab 16 freizugeben ist schon grenzwertig, wobei hier weniger das Blut spritzt, sondern eher die Intensität der Brutalität heraussticht.

Fazit: Für mich nicht nachvollziehbar, wieso man den Ausgang des Streifens schon am Anfang verkündet – und das auch noch in aller Ausführlichkeit. Dafür sind die Thriller und Horrorelemente sehr gelungen, doch was nützt das wenn man den Ausgang kennt? Ein merkwürdig unentschlossener und konfuser Streifen, mit aber durchaus guten Ansätzen.

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LA ZONA – STAFFEL 1 (AV Visionen)

am 08. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Drei Jahre sind vergangen, seit es zu einer Reaktorkatastrophe im Norden Spaniens kam Immer noch dekontaminieren Spezialkommandos im kilometerweiten Umkreis eine menschenleere Zone, während erste Rückkehrer in nicht allzu weiter Entfernung vorsichtig wieder angesiedelt werden sollen. In der Sperrzone nimmt ein Einsatzkommando die Schmugglerin Zoe fest. Die junge Frau ist mit ihrem Onkel Esteban verabredet gewesen, doch ihr und den Polizisten bietet sich nun ein Bild des Grauens: Wölfe umkreisen Estebans verstümmelten Leichnam. Der Polizist Hector kehrt zurück in die No-Go-Area, in die er einst als einer der ersten Helfer vorstieß, und nimmt die Ermittlungen auf. Wieso er damals überlebte, obwohl er der vollen Strahlung ausgesetzt war, kann sich keiner erklären. Laut Bericht des Gerichtsmediziners haben nicht nur die Wölfe Estebans Leichnam gefressen – es gibt außerdem Bissspuren eines Menschen. Es scheinen also noch ziemlich kranke Gesellen in den Wäldern herumzulaufen, Bei seinen Nachforschungen stellt er fest, dass die Menschheit sich nicht wirklich verändert hat. Immer noch geht es noch um den größten Profit. Zudem scheint auch ein Kollege korrumpiert.

LA ZONA ist eine eine spanische Produktion, bei der ZDF-Neo als Co-Produzent eingestiegen ist. . Im Mittelpunkt steht die Polizeiarbeit von Hector und die Umstände, die zu dem katastrophalen Unfall geführt haben.

Wer allerdings hier nun ein Actionspektakel erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn LA ZONA ist deutlich mehr dem Drama-Genre zuzuordnen und daher auch extrem dialoglastig, was einige Menschen, die solche Szenarien mögen, etwas abschrecken könnte. Es gibt zwar die ein oder andere kleinere Verfolgungsjagd, aber insgesamt ist die Serie in sehr ruhigem Erzählstil gedreht.

Die Produzenten legen hier sehr viel Wert auf Charakterzeichnung, denn im Laufe der ersten Staffel bekommt man alle Hintergründe der Hauptdarsteller, bzw. ihre Motivation das zu tun was sie tun, nähergebracht.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchaus in Ordnung. Da ich aus Spanien eigentlich nur Horrorfilme kenne, muss ich zu meiner Schande gestehen, keinen der Hauptdarsteller zu kennen aber Hector wird gespielt von Eduard Fernandez, der im kultigen EL NINO mitwirkte, den ich aber nie gesehen habe. Er erledigt seinen Part sehr glaubwürdig und besonnen.

Man lässt sich natürlich gleich mehrere Hintertürchen für eine Fortsetzung offen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es weitergehen wird. Ich persönlich bin ja ein Fan des Drama-Genres, doch viele, die diese Endzeitszenarien mögen, wollen dann doch lieber mehr Explosionen und Horrorelemente sehen, die es hier nur sehr bedingt gibt.

Fazit: Wer auf ein ruhiges Erzählformat steht (vielleicht etwas vergleichbar mit der französischen Serie THE RETUREND, dem dürfte auch LA ZONA zusagen. Beim Rest bin ich mir da nicht sicher. Daher scheint mir hier in Sachen Bewertung alles drin zwischen

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PEPPERMINT – ANGEL OF VENGEANCE (Universum Film)

am 19. April 2019 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einem brutalen Überfall auf ihre Familie, bei dem ihr Mann und ihre Tochter ums Leben kommen, liegt Riley North im Koma. Aus diesem erwacht, muss sie in einem lächerlichen Prozess mit ansehen, wie die Killer freikommen. Also beschließt Madame die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Nachdem sie 5 Jahre komplett verschwunden war, kehrt sie dann als Racheengel zurück und zieht alle zur Rechenschaft, die für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind. Im Internet und bei der Bevölkerung wird sie als Heldin gefeiert, die Polizei jedoch sieht das anders und macht sich auf die Suche nach ihr.

Innovation geht anders wird einem sicherlich bei dieser Geschichte sofort in den Kopf kommen, denn die Selbstjustizfilme können einfach keine neuen Aspekte mehr zeigen, weil es sie schon zu oft gab. Von Bronson bis Willis und jetzt ist Frau Garner angetreten um Rache zu üben.

Doch jetzt kommt das aber. Dieser Film will keinen Originalitätspreis gewinnen, sondern ist angetreten um zu unterhalten – und das tut er über die gesamte Laufzeit.

Natürlich sind hier einige Gangsterklischees zu viel dabei und auch was die Protagonistin so alles auf die Beine stellt und wen sie umnietet, lässt einen dann doch die Frage stellen Wie sind diese Gangster so weit gekommen, wenn sie mit gefühlten 50 Mann nicht einmal mit einer Frau fertigwerden? Und was die so alles kann ist schon faszinierend. Wirkt wie ne Mischung aus John Wick, Mac Gyver und Neo.

Aber wie gesagt, hier geht es weniger um Logik, sondern einfach um pure Unterhaltung. Jennifer Garner halte ich nicht wirklich für eine überragende Schauspielerin, lässt aber hier mal richtig die Sau raus und gefällt in dieser Rolle. Gegen Ende darf sie dann auch Gefühle zeigen und überzeugt auch da. Insgesamt eine positive Überraschung.

In Sachen Action geht’s hier mächtig zur Sache und ich musste 2 mal den Ton leiser stellen, weil ich Bedenken hatte, das sich die Nachbarn beschweren. Insbesondere in den letzten 30 Minuten werden mehr Kugeln verballert als in allen gefühlt 1000 TATORTen in den letzten 50 Jahren zusammen.

Das Pierre Morel das perfekt inszeniert hat, kann man natürlich unterschreiben, denn Actionfilme sind sein Spezialgebiet – unter anderem hat er auch TAKEN mit Liam Neeson abgedreht, dessen Geschichte nicht weit weg ist von dieser hier.

Fazit: Wer nach Logik fragt wird blass. Wer aber gut unterhalten werden will und im Vorfeld auch weiß, das dieser Film nur eben das will, der liegt hier genau richtig. Besser als der Willis Streifen.

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DIE FRAU IM EIS (Koch Media)

am 10. April 2019 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Rechtsanwalt Eriks wohl situiertes Leben gerät aus den Fugen, als sein Arbeitgeber ihn für das Fehlen von 30 Millionen Euro verantwortlich macht. Dabei ist die Kohle schon längst unterwegs und zwar in kleinen Dosen, die Sofia in ihrem Bauch trägt und die sie nach Island schmuggelt. Eriks vorbestrafter Bruder sorgt dafür, das Madame gut ankommt und betreut sie im Hotel so gut es geht, doch leider wollen die Zäpfchen nicht raus und Sofia geht es immer schlechter. So langsam kommen Erik auch die Polizei und sein Kollege auf die Spur und es wird eng. Bald gibt es die ersten Toten…

Die Geschichte hört sich nun nicht sonderlich innovativ an. Herrschaften die Kohle brauchen und Drogenkuriere, die den Mist schlucken, um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen, wurden nun schon öfters präsentiert.

Der Film beginnt eigentlich als lupenreines Familiendrama, denn man bekommt erst einmal aufgezeigt, wie mies es der Familie eigentlich geht – nur Erik hat Karriere gemacht, kann den Hals aber nicht voll bekommen. Auch die Beweggründe der Kurierin kann man gut nachvollziehen.

Im zweiten Teil wandelt sich das ganze dann zu einem Thriller, der, insbesondere gegen Ende doch richtig unterhaltsam wird.

Sieht man vielleicht mal von Sofia ab (und da auch nur bedingt) gibt es in dem Streifen zudem keinen einzigen wirklich sympathischen Charakter, was es dem Zuschauer erschwert, mit irgend einem der Darsteller mitzuleiden, da sie sich den Mist alle selbst eingebrockt haben.

Schauspielerisch ist das ganze durchaus in Ordnung und sehr viel Mühe hat man sich gegeben, den Film in recht schickem Look zu präsentieren, aber ohne das das ganze jetzt in Kunst übergeht. Hier sind zudem glücklicherweise eher langsame oder normale Schnitte angesagt, denn das Highspeed-Geschnippsel nervt mich in letzter Zeit etwas.

Mir erschließt sich allerdings nicht eine Minute, wieso dieser Streifen DIE FRAU IM EIS heißt, denn das hat mit diesem Film absolut gar nichts zu tun. Leider ist mein isländisch nicht besonders gut, so weiß ich nicht wie der Originaltitel ist, doch dieser ist jedenfalls dusselig.

Trotzdem ein gut gespielter und recht spannender und optisch ansprechend in Szene gesetzter Film, der langsam beginnt und gegen Ende deutlich Tempo aufnimmt. Zudem hat mir der Abschluss gut gefallen, denn das erwartet man so sicherlich nicht.

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THE GUILTY (Ascot Elite/Alive)

am 10. April 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ganz klein und zitternd ist Ibens Stimme am Telefon. Unter Todesangst tut sie so, als würde sie mit ihrer Tochter telefonieren. Ihr Entführer sitzt neben ihr im Wagen und darf unter keinen Umständen bemerken, dass sie den Notruf der Polizei gewählt hat. Dort nimmt Asger Holm Ibens Anruf entgegen. Er weckt alle Polizisteninstinkte in ihm. Er will ihr helfen! Sofort! Aber dafür hat er nur sein Telefon und keine Zeit zu verlieren..

Hervorragend. Diese Zusammenfassung lasse ich gerade so stehen, denn besser hätte ich sie auch nicht schreiben können. Die meisten Presseinfos sind teilweise dermaßen behämmert, dass man sie einfach umändern muss, obwohl das eigentlich nicht Aufgabe des Kritikers ist, der den Film ja bewerten soll. Diese hier ist genau richtig, sowohl in Inhalt und Länge.

Apropos Länge. Mir persönlich geht der Streifen einen Tick zu lang, denn irgendwann ist die grundsätzlich interessante Idee mal aufgebraucht, zumal man ja praktisch nur einen Raum sieht und den Telefonaten des Polizisten lauscht. Zudem ist sein „Geständnis“ gegen Ende meiner Meinung etwas dick aufgetragen und auch nicht realistisch.

Trotzdem gelingt es dem Film, mit insgesamt schmalem Budget und wenigen Mitteln, mit dem Telefon als klassischem Suspense-Stifter, größtenteils für interessante Unterhaltung zu sorgen. Ich muss aber zugeben, das ich die Wende in der Mitte des Film vorausgeahnt hatte, denn ausnahmsweise hatte ich bei den Dialogen vorher mal gut aufgepasst.^^

Die Schauspieler, insbesondere Herrn Jacob Cedergren habe ich auch noch nie vorher gesehen oder er ist mir nicht aufgefallen.

Allerdings muss ich dazu sagen, das ich ja immer versuche, eine relativ neutrale Wertung vorzunehmen und der Schnitt von unfassbaren 7,5 Punkten bei imdb überrascht mich nun doch etwas, denn wenn ich bedenke, was dort sonst viel schlechter wegkommt, ist das ein wenig hoch.

Nochmals. Insgesamt gut gemacht, auch durchgehend recht spannend, aber für meinen persönlichen Geschmack insgesamt doch zu lang. Daher würde ich sagen, dass hier alles drin ist zwischen

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DAS GESETZ IST DER TOD (Koch Media)

am 03. April 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ein grausamer Mordfall erschüttert eine verschlafene Kleinstadt in Colorado. Die Opfer: Drei Frauen und die Kinder eines örtlichen Mormonen, der zu seiner eigenen Sicherheit in eine Zelle verbracht wird. Was für den in der Sache recherchierenden Reporter Garret Smith zunächst wie ein sich gefährlich zuspitzender religiöser Familienzwist aussieht, entpuppt sich als mörderische Verschwörung, in deren Kontext auch Smith bald zu den Opfern gehören könnte.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Streifen nicht kannte, bin aber auch nun kein ausgewiesener Bronson Experte, da der Mann mit den 2 Gesichtsausdrücken, mir immer zu viel gleich geartete Filme drehte. Hier ist er schon 66 Jahre alt und spielt, für seine Verhältnisse, erstaunlich nuanciert, was vielleicht auch daran liegt, dass er im Gegensatz zu vielen seiner Rollen hier extrem viel Text hat.

Die Geschichte ist eigentlich ganz interessant und die Wende gegen Mitte des Films habe ich so nicht erwartet. Ansonsten kann der Streifen natürlich seine 80er Jahre Herkunft nicht verbergen und ich frage mich jedes Mal, wie wir damals in so bescheuerten Klamotten rumlaufen konnten?

Erinnerungen an die Jugend kommt auch mit dem Vorspann auf, denn da steht CANNON, einer DER Marken aus dem VHS Zeitalter, die fast jede Woche einen neuen Film herausbrachte, der meist in Richtung Action ging, selten auch mal Horror.

Das Bild ist sehr gut restauriert. Anfangs sieht man hier und da einige Blitzer, die sich aber nach wenigen Minuten verabschieden. Die Farben sind klar und satt, das Bild wirkt relativ frisch. Der Ton ist angemessen.

Das ganze wird geliefert in einem sehr schönen Hardcover mit dem damaligen Kinoplakat als Außenfront. Im Inlay geht man noch ein wenig auf die Filme des Hauptdarstellers ein und die Zusammenarbeit mit seinem Hausregisseur.

Fazit: Ordentlich gealterter Actionfilm mit einem erstaunlich guten Bronson und einer sehr guten Umsetzung ins neue Jahrtausend.

ROAD GAMES (Lighthouse Film)

am 26. März 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Jack hat keinen guten Lauf. Seine Freundin hat ihn verlassen und mit ihr auch gleich Geld und alle seine Klamotten. Er versucht nun per Anhalter irgendwie in Richtung England zu kommen. Da lernt er zufällig die hübsche Veronique kennen. Beide trampen nun zusammen und glücklicherweise hält auch ein Auto an. Der etwas merkwürdige Grizard bietet den beiden an, bei ihm im Haus zu übernachten. Obwohl er ein komischer Kauz ist, stimmen beiden zu, auch weil bekannt ist, dass im Moment ein Killer sein Unwesen treibt und da ist man doch lieber in einem warmen Bett in einem Haus untergebracht, als im Freien zu schlafen. Als Jack beobachtet, das Grizard nachts etwas aus dem Auto lädt, das die Größe eines Menschen hat, kommt ihm ein schrecklicher Verdacht.

Der Film beginnt langsam. Man legt durchaus Wert darauf, dem Zuschauer die Charaktere von Jack und Veronique näher zu bringen. Das ist aber alles durchaus interessant geschildert und keineswegs langweilig, hat aber mit einem Thriller nichts zu tun.

Das ändert sich dann aber im zweiten Teil, in dem der Film wirklich spannend wird. Der Zuschauer ist dabei hin und hergerissen. Ist dieser Grizard nun wirklich der Mörder? Oder hat gar seine komische Gattin damit etwas zu tun? Zudem kann man auch Jack durchaus in Betracht ziehen. Denn stimmt die Geschichte mit der Freundin wirklich?

Aus diesen ganzen Verdachtsmomenten und den Verhaltensweisen der Protagonisten bezieht der Film seine Stärke. Unterstützt wird das ganze durch einen Soundtrack, der einen an die 80er Jahre erinnert und klingt, als hätten Jean Michel Jarre und Trevor Horn zusammengearbeitet. Das gefällt dem Retrofan natürlich ebenfalls sehr.

Und auch als man sich dann später sicher ist, wer nun hier der Böse ist (weil es anscheinend eindeutig belegt wird) kommt trotzdem noch eine Wendung, die, und das ist das Schöne, nie und nimmer jemand vorausahnen kann, welche aber, wenn man den ganzen Film Revue passieren lässt, durchaus Sinn ergibt.

So bleibt unter dem Strich ein wirklich gelungener kleiner B-Movie,ohne jegliche Spezialeffekte, bei dem auffällt, dass er überwiegend im Hellen spielt, was ungewöhnlich ist für das Genre – zudem versehen mit einem Klasse-Drehbuch. Für mich ein kleiner Geheimtipp.

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