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Archiv der Kategorie 'Suspense'

ZWEI MINUTEN WARNUNG (Koch Media)

am 12. September 2017 unter Action, Klassiker, Suspense abgelegt

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Ich muss zugeben, dass ich von dem Streifen noch nie etwa gehört hatte, kannte aber die Regelung (2 Minute Warning) beim Football, da ich mich mal für den Sport interessiert habe. Grundsätzlich sind zumindest rudimentäre Kenntnisse nicht schlecht, denn neben der Krimi-Handlung geht man auch sehr viel auf die Sportart an sich ein und Menschen, die das Spiel nicht kennen werden die Zählweise als etwas merkwürdig empfinden.

Im voll besetzten Football-Stadion in Los Angeles hat sich ein eiskalter Killer eingeschleust. Als dieser entdeckt wird, versuchen Polizeichef Holly und SWAT-Einsatzleiter Button das Unglück abzuwenden. Jedoch kennt man das Ziel des vermeintlichen Killers nicht und geht davon aus, das es der Präsident der USA ist, der auch zu dem Spiel erscheinen will. Zudem ist seine Position dermaßen gut abgesichert, das man nur schwer an ihn drankommt. Eine Evakuierung scheint bei 100000 Menschen ebenfalls sinnlos. Die Zeit tickt….

Wie bereits erwähnt, kannte ich den Film nicht, war aber über dessen Qualität überrascht, denn die Mischung aus Krimi und Sportfilm kommt erstaunlich interessant daher, denn große Teile befassen sich eben auch mit Football an sich.

Die eigentliche Spannung bezieht sich aber darauf, wen der Schütze denn nun abknallen will, denn im Endeffekt ist das mit dem Präsident nur eine Vermutung.  Daher hat man vorher einige Charaktere eingeführt, deren Schicksale man begleitet und auf die der Schütze auch anhält – aber nicht abdrückt.

Das Bild ist sehr ordentlich, geht nur in die Knie, wenn zum Beispiel blauer Himmel gezeigt wird, da rauscht es doch im Blätterwald. Ansonsten aber eine gelungene Restauration. Der Ton geht ebenfalls in Ordnung – insbesondere die Spielszenen kommen recht dynamisch rüber.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus spannender Krimi, der vielleicht aber 20 Minuten zu lang gerät. Mit Charlton Heston, Jack Klugman, John Cassavettes und dem jungen Beau Bridges zudem sehr gut besetzt. Freunde des Streifens dürften mit der Umsetzung sehr zufrieden sein.

EL BAR (Koch Media)

am 01. September 2017 unter Komödie, Suspense abgelegt

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Eine kleine, eher heruntergekommene Bar in Madrid, wird plötzlich zum Schauplatz eines Verbrechens, denn als ein Gast diese verlassen will ,wird er mit einem Kopfschuss ins Jenseits befördert. Als ihm ein anderer helfen will, ereilt diesen das gleiche Schicksal. Nun traut sich keiner der anderen Gäste mehr die Location zu verlassen, denn einige hängen an ihrem Leben. Je mehr die restlichen Herrschaften darüber sinnieren, was denn da passiert ist, desto krasser werden die Verdächtigungen. Was ist z.B, in dem Koffer des einen? Hat der islamisch aussehende Bartträger etwas damit zu tun? Als man auf dem Klo einen übel zugerichteten Soldaten findet, dessen Handynachrichten darauf hindeuten, das sich eine Seuche ausbreitet, eskaliert die Lage.

Aber es handelt sich hierbei eben um einen Alex de la Iglesia Film, was uns gleich sagt, das hier kein Horrorfilm, sondern eine tiefschwarze Komödie, das Spezialgebiet des renommierten Spaniers, aus den Ereignissen entsteht.

Dessen besten Streifen ALLEIN UNTER NACHBARN gibt es immer noch nicht auf Blu Ray, was eigentlich eine Frechheit ist. Auf diese Veröffentlichung warte ich schon seit Jahren. Vielleicht kann KOCH MEDIA sich ja dieser annehmen.

EL BAR wird gegen Ende dann doch sehr skurril und natürlich sind die Charaktere überzeichnet. Zudem nervt der Bettler etwas mit seinen Bibelsprüchen.

Da ich aber nun wahrlich kein Fan der Komödie bin, ist es ein gutes Zeichen, das ich mindestens 4 mal laut gelacht und mehrfach gegrinst habe, was mir nur sehr selten passiert.

Die Schauspieler sind alle in Deutschland nicht so bekannt, aber die Synchronisation ist glücklicherweise sehr gelungen, was insbesondere bei Streifen aus Italien und Spanien oft nicht der Fall ist.

So bleibt unter dem Strich ein typischer De La Iglesia mit überzogenen Charakteren und einem doch recht amüsanten Plot. Zum Schluss hätte ich mir jedoch eine etwas spektakuläre Auflösung gewünscht. Aber man kann nicht alles haben.

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INFERNAL AFFAIRS – TRILOGIE (Splendid)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

Steel Front

TEIL 1

Cop Yan arbeitet bereits seit Jahren undercover beim Drogenbaron Sam und versorgt seinen Chef mit Informationen, um dem Gangster endgültig das Handwerk zu legen. Das gestaltet sich jedoch nicht ganz einfach, denn auch bei der Polizei hat man einen Spitzel eingeschleust. Der engagierte und scheinbar gesetzestreue Lau warnt seinen heimlichen Boss vor anstehenden Polizeiaktionen. Als sich deren Wege kreuzen, wird es gefährlich und zwar für beide Parteien.

TEIL 2

Wong und Sam sind eigentlich befreundet, stehen aber auf verschiedenen Seite des Gesetztes. Während ersterer ein hohes Tier bei der Polizei ist, arbeitet Sam im kriminellen Gewerbe und ist sich auch nicht zu schade für Oberboss Ngai die Drecksarbeit zu machen. Als deren Familienoberhaupt ermordet wird, droht die Lage zu eskalieren und Wong bittet seinen Freund um Hilfe.

TEIL 3

10 Monate sind vergangen seit Lau den Cop Yan erschossen hat. Eine interne Untersuchung ergab jedoch, das man den Polizisten hierfür nicht verantwortlich machen kann. Auch seine Arbeit für den Gangster Sam blieb unbemerkt, und so wird er wieder für den aktiven Dienst rekrutiert. Lau hat sich geschworen, nun ein besserer Mensch zu werden und gesetzestreu zu handeln – was nicht immer einfach fällt.

So weit die kurzen Zusammenfassungen der 3 Teile, die mittlerweile enormen Kultstatus erreicht haben.

Sollte es noch Menschen geben, die nicht wissen, das Teil 1 einige Jahre später ein amerikanisches Remake namens DEPARTED erhielt (bei dem man eine Besetzungsliste auffuhr, die ihresgleichen suchte) sei dies noch einmal kurz erwähnt. Über die Qualität des Streifens, der bei imdb einen Schnitt von über 8 hat gibt es sicherlich auch keinen Zweifel.

Die Ereignisse des zweiten Teils spielen hingegen in der Vergangenheit, als Sam und Wong noch gut befreundet waren. Der Streifen geht als eigenständiger Film durch und hat außer der Machart und den beiden Darstellern eigentlich nicht sehr viel mit dem Vorgänger zu tun. Andy Lau und Tony Chiu-Wai Leung fehlen natürlich hier zwangsläufig, weil sie da noch nicht im Dienst waren.

Teil 3 hingegen schließt direkt am Debüt an und spielt 10 Monate später. Dies ist auch der schwächste Teil der Trilogie was damit zusammenhängt, das hier dermaßen viele Zeitsprünge dabei sind, bei denen man doch den Überblick verliert. Dem fällt besonders schwer zu folgen, wenn Menschen auftauchen, die vorher schon verstarben. Kennt man Teil 1 nicht braucht man Nummer 3 erst gar nicht schauen sonst versteht man gar nichts.

Den Filmen wurde ein sehr schönes Steelbook kredenzt, das nur unwesentlich teurer ist als die normale Variante, aber ordentlich was hermacht. Die Discs sind glücklicherweise einzeln dabei und die Filme wurden daher nicht komprimiert-gequetscht, um irgendwie Geld zu sparen, was mir bei vielen Veröffentlichungen der letzten Zeit tierisch auf den Zeiger ging.

Bild und Ton stehen aktuellen Produktionen in nichts nach. Ob hier eine Bearbeitung erfolgte ist mir nicht bekannt, spielt im Endeffekt aufgrund der guten Qualität keine Rolle.

Endlich ist auch diese Lücke im Filmregal vieler Sammler geschlossen worden.

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UNTERNEHMEN CAPRICORN (Koch Media)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1977. Der erste bemannte Flug zum Mars steht bevor und die ganze Welt schaut auf Amerika. Doch dann stellt sich heraus, das die Lebenserhaltungssysteme einen Defekt haben und die Astronauten den Flug niemals überleben würden. Also werden sie heimlich aus dem Raumschiff geholt und das Ganze per Fernsteuerung gelenkt. Da die Finanzierung des Raumfahrtprogramms jedoch auf der Kippe steht, hat man ein riesiges Studio gebaut und dort die Oberfläche des Mars nachgestellt. Die Astronauten sollen hier eines der größten Täuschungsmanöver in der Geschichte der Menschheit durchführen und so tun, als wären sie auf dem roten Planeten. Als sie sich weigern, droht man ihnen, ihre Familien umzubringen. Zunächst klappt der Schwindel, doch so langsam fallen einigen Leuten Ungereimtheiten auf – und man kann nicht alle verschwinden lassen…

UNTERNEHMEN CAPRICORN gehört sicherlich zu einem der besten Filme der 70er Jahre und mich wundert, wieso hier noch nie ein Remake gedreht wurde, denn die Möglichkeiten dazu sind gegeben, denn man träumt ja noch immer vom Flug zum Nachbarplaneten

Ob allerdings bei den ganzen technischen Möglichkeiten ein Schwindel so durchführbar wäre, steht wiederum auf einem anderen Blatt. In den Zeiten von Internet, Smartphones und hochentwickelten Computern, wäre das dem Zuschauer vielleicht auch schwer zu vermitteln.

Zudem gab es damals auch noch den Wettlauf der beiden Großmächte USA und RUSSLAND. Zwar mischen heute die Chinesen mit, doch diese berühmte Kalte Krieg-Rivalität existiert, zumindest in der Raumfahrt, heute einfach nicht mehr.

Regisseur Peter Hyams gelang mit einem seiner ersten Filme ein absoluter Hit. Das schaffte er auch noch an anderer Stelle denn EIN RICHTER SIEHT ROT und insbesondere der geniale DAS RELIKT sind auch von ihm.

Die Besetzung ist zudem großartig, James Brolin, Sam Watesrston, Hal Holbrook, Elliot Gould, und viele bekannte Gesichter wirken hier mit.Bis in die Nebenrollen hat man hier bekanntes Personal aufgefahren.

Das Steelbook ist, wie man es von KOCH kennt, sehr hübsch gestaltet. Die Bildqualität ist für so einen alten Film sehr ordentlich, es grieselt an manchen Stellen schon etwas, was aber irgendwie nicht wirklich stört. Dafür ist der Streifen ja auch 40 Jahre alt. Den Ton hat man so gut es ging aufgemotzt und er erfüllt seinen Zweck, besonders beim Start der Rakete dröhnt es recht mächtig aus den Boxen.

Dazu hat man tatsächlich noch Bonusmaterial aufgetrieben, es gibt diverse Interviews unter anderem mit dem Regisseur, den Trailer, Setimpressionen und sogar einen Radio-Spot.

Insgesamt ein rundum gelungenes Gesamtpaketes eines Filmes, der diese Qualität allerdings auch verdient.

LIFJORD – STAFFEL 2 (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Am Ende der ersten Staffel war eigentlich alles geklärt, daher war ich gespannt, wie es denn nun weiter gehen würde. Doch man bediente sich hier eines recht einfachen Kniffs, denn der „Geständige“ widerruft seine Aussage einfach und schon geht wieder alles von vorne los. Das ist zwar nicht wirklich originell, doch da die zweite Staffel erheblich besser ist als der Vorgänger, im Nachhinein begrüßenswert. Wer Nummer 1 nicht gesehen hat versteht hier nichts, denn die Ereignisse gehen direkt am Schauplatz der letzten Szene weiter.

Aksel klagt William wegen Mordes an. Mit der Zeit jedoch tun sich einige Abgründe auf, denn er kann sich nicht wirklich erinnern, was in der Mordnacht passiert ist und auch sein Alibi gerät erheblich ins Wanken. Das er dafür verantwortlich ist, das die meisten Einwohner in der Stadt ihren Job verlieren, macht ihn zudem auch nicht wirklich beliebter. Im Laufe des Prozesses muss er feststellen, das er die Sache lieber hätte ruhen lassen sollen, denn es kommen Wahrheiten ans Licht, auf die er hätte verzichten können.

Es ist unmöglich die ganze Handlung hier zu besprechen, denn dazu ist diese einfach zu komplex. Dazu gibt es reichlich Wendungen, die zwar an manchen Stellen zunächst etwas weit hergeholt scheinen, dann aber doch durchaus einen Sinn ergeben.

Der Vorteil der zweiten Staffel ist einfach, das man die Charaktere alle kennt. Bis man die im Vorgänger eingeführt hatte, waren schon mal 90 Minuten vorbei. Zudem mutiert die Geschichte immer mehr zu einem Thriller mit Drama-Elementen, während Nummer eins eher spärlich spannend war.

Die Schauspieler sind natürlich alle gleich geblieben und so muss ich mein Lob nicht noch einmal wiederholen, wobei ich doch die Leistung von Lena Endre herausheben möchte, die als intrigante und doch familienbewusste Eva eine hervorragende Leistung abliefert.

Auch dieses Mal kann ich mir nur schwer vorstellen, das es noch eine nächste Staffel geben wird, denn wieder scheint so weit alles geklärt, aber da habe ich mich ja schon einmal getäuscht. Der Schnitt von 7,6 bei imdb ist durchaus gerechtfertigt. Klare Steigerung zum soliden Vorgänger.

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THE GIRL WITH ALL THE GIFTS (Universum Film)

am 05. Juli 2017 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Eine Pilzinfektion hat große Teile der Menschheit ausgerottet. Daher laufen nun die sogenannten Hungries durch die Gegend, die wie der Name schon sagt, ständig Hunger haben und sich von Blut und Fleisch ernähren. Hoffnung scheint es nur durch eine kleine Anzahl infizierter Kinder zu geben, die dabei helfen sollen, einen Impfstoff zu finden. Größtenteils können Sie ihren Fressimpuls unterdrücken. Besonders in ein Mädchen setzt man große Erwartungen – Melanie ist intelligent und auch erstaunlich emphatisch für eine Infizierte. Als jedoch die Basis von einer riesigen Horde Hungries überrannt wird, können außer ihr nur ihre Lehrerin Helen, Sergeant Parks, ein Soldat und Dr. Caldwell entkommen. Melanie muss vor allem geschützt werden, denn sie ist wohl die letzte Hoffnung der restlichen Menschheit.

Oh man, schon wieder ein Zombiefilm werden viele sagen und ehrlich gesagt war das auch mein erster Gedanke Hätte mir jemand diesen Streifen nicht wärmstens ans Herz gelegt, hätte ich ihn mir wahrscheinlich gar nicht angeschaut, denn das Thema ist allerspätestens seit WALKING DEAD jetzt echt auserzählt.

Überraschenderweise schafft GIRL WITH ALL THE GIFTS es aber, neue Aspekte einzubringen. Die Idee mit den Zombiekindern ist durchaus originell. Auch das Melanie erstaunlich viel Empathie zeigt, aber dennoch, wenn sie Hunger hat, ihrem Fressreiz nicht widerstehen kann, sonst aber fast ein normales Kind ist, kannte man zumindest aus anderen Streifen mit der Thematik noch nicht.

Das Glenn Close mal in einem Horrorfilm inklusive Untoten mitspielen wird, hätte sie wahrscheinlich vor 10 Jahren auch noch nicht vermutet. Sie liefert eine überraschend starke Leistung ab und ist, neben Melanie, der mit Abstand interessanteste Charakter.

Mitte des Films geht ihm mal kurzfristig etwas die Luft aus und insgesamt hätten 20 Minuten weniger wohl auch gereicht. Trotzdem bleibt er, auch weil man nie weiß, was denn nun als nächstes passieren wird, durchaus spannend und zieht in den letzten 30 Minuten dann wieder enorm an.

Das Ende ist dann sicherlich Geschmackssache. Wer hier ein klassisches Happy-End erwartet wird enttäuscht sein. Zudem kann ich die Reaktion bzw Aktion von Melanie kurz vor Ende des Streifens nicht wirklich nachvollziehen. (mehr geht aus Spoilerrgründen nicht)

Wer dachte das wirklich das Genre tot ist, wird hier positiv überrascht, auch weil man es schafft, einen Horrorfilm mit einem Drama zu kombinieren, was nur ganz selten funktioniert.

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TELL ME HOW I DIE (Alive)

am 20. Juni 2017 unter Horror, SciFi, Suspense abgelegt

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Einige Studenten, unter anderem die sympathische Anna, nehmen an einem Medikamenten-Test in einer Forschungsstation teil, welche mitten in der Pampa liegt, aber 2000 Dollar sind durchaus ein Anreiz an dem ganzen teilzunehmen. Getestet wird ein Mittel, welches die Alzheimer-Krankheit heilen soll. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Wirkungen – allerdings anders als angenommen. Einige der Teilnehmer haben Visionen und können Dinge sehen, die, wie sich später zeigt, auch wirklich passieren. Anfangs finden das einige ziemlich cool, denn zum Beispiel in einem Kasino kann man damit gut Geld scheffeln. Doch als der erste der Herrschaften das Zeitliche segnet und dies Anna in einer Vision erschien, wird den Teilnehmern mulmig. Zudem hat sich anscheinend ein Killer Zugang verschafft und dezimiert ordentlich Teilnehmer der Studien, als auch Personal.

Das hört sich jetzt insgesamt banaler an als es eigentlich ist, denn nach ca. 45 Minuten gibt es erste Anzeichen einer Wendung, die mir extrem gut gefallen hat, denn daraus resultiert, das die Überlebenden nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Leider kann ich nicht sagen , warum das so ist, denn das wäre wirklich zu krass gespoilert und würde hier doch zu viel vorwegnehmen.

Wer meint, man bekommt hier einen billig aussehenden B-Movie zu sein, der wird überrascht sein. Alleine die Forschungsstation macht optisch richtig was her und auch der komplette Look des Films sieht nun wahrlich nicht nach einer billigen Produktion aus. Respekt, was der völlig unbekannte Regisseur D.J Viola hier aus dem mickrigen Budget herausgeholt hat.

Die Schauspieler sind auch weitestgehend unbekannt, bestenfalls William Mapother, der den behandelnden Arzt spielt, kennt man aus recht vielen Filmen.

Wieso TELL ME HOW I DIE teilweise vernichtende Kritiken bekommt, ist für mich nicht nachvollziehbar – teilweise mit der Begründung der fehlenden Logik. Da frage ich mich, wie ein Film der mit einem Thema experimentiert, das so noch nie verfilmt wurde und in dem es um ein Medikament geht, das diverse Nebenwirkungen hat, dass es so aber gar nicht gibt, logisch sein kann?

Das sind dann aber komischerweise die gleichen Menschen, die den schlimmsten Rohrkrepierer der letzten 3 Jahre namens DONT BREATHE gut finden. DER war mal unlogisch, weil es da nicht um Experimente sondern nur um reale Dinge ging, und die waren völlig bescheuert konstruiert.

Ok, gegen Ende übertreibt es der Drehbuchautor ein wenig selbstverliebt mit seinen Visionen und Voraussagen und 107 Minuten sind auch eine stramme Laufzeit – da hätten es 25 Minuten weniger auch getan.

Trotzdem bleibe ich im Gegensatz zu den meisten (Ausnahmen sind einige Kritiken bei imdb) dabei, das TELL ME HOW I DIE einer der spannendsten Filme des Jahres ist. Wer zum Beispiel MORGAN Project mochte, wird auch hier Gefallen finden, weil es auch da um eine Mischung aus Horror und Sci-Fi ging. Zudem gibt es auch noch einiges an recht originellen Mordarten zu sehen. Was will man noch?

GEHEIMTIPP!

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AMBULANCE (KOCH MEDIA)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Comiczeichner Josh spricht in New York auf der Straße seine Traumfrau Cheryl, an, der er schon wochenlang hinterherhechelt. Doch plötzlich hat sie einen Schwächeanfall und wird von einem Krankenwagen abgeholt. Als Josh sie im Krankenhaus besuchen will, wurde sie weder da, noch in irgend einem anderen New Yorks eingeliefert. Dann findet er heraus das dieser Krankenwagen anscheinend Diabetiker entführt, doch der ermittelnde Detective glaubt ihm nicht. Lediglich die Streifenpolizistin Dandra versucht ihm zu helfen und bald geraten beide in akute Gefahr.

Ich glaube 1990 kannte diesen Film so ziemlich jeder Videothekengänger. Im Kino nicht wirklich ein Hit, entwickelte sich der Streifen auf VHS zu einem Renner, für den man dann auch mal anstand, um ihn zu bekommen (so war das früher).

Doch wie das oft bei solchen Produktionen ist, kann man solche Filme 25 Jahre später nicht mehr schauen, weil die Dialoge heutzutage total beknackt wirken. AMBULANCE hat den Test of Time überraschend gut bestanden. Die Story ist originell, die Konversationen sind zwar nicht mehr zeitgemäß, aber auch nicht zu lächerlich. Lediglich die vollkommen bescheuerten Klamotten und Frisuren sind schauderhaft.

Doch das soll hier nichts zur Sache tun. Kümmern wir uns also um die technische Seite. Wie man das von KOCH gewohnt ist, bekommt man ein hervorragendes Bild geboten. Die Blu Ray hat eine ordentliche Qualität und kann mit B-Movies von heute durchaus mithalten. Der Ton ist in 2.0 und erfüllt seine Pflicht.

Das Mediabook enthält ein wunderschönes Inlay das die Geschichte und die Hintergründe der damaligen Produktion beleuchtet. Dazu gibt es die DVD und auch einiges an Bonusmaterial hat man noch ausgegraben, unter anderem Hintergründe zum Film die bestimmt genauso lange sind wie der Streifen selbst und einen Audiokommentar von Larry Cohen, dem Regisseur, der uns in den 80er und 90ern so viele gute Filme kredenzte – meist als Drehbuchautor. Unter anderem wären da MANIAC COP, NICHT AUFLEGEN und der leider völlig unbekannte DONOR (deutscher beknackter Titel : Skalpell des Schreckens) zu nennen.

Fazit: Ein sehr schönes Gesamtpaket, wie man es von Koch gewohnt ist. Natürlich ist das auch nicht ganz billig, aber Qualität hat eben ihren Preis.

ALLIED (Paramount/Universal Pictures)

am 08. Juni 2017 unter Drama, Suspense abgelegt

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In ALLIED wird und die Geschichte des des englischen Geheimdienstoffiziers Max Vatan und der französischen Résistance-Kämpferin Marianne Beausejour erzählt, die sich im geheimen Auftrag der Alliierten in Casablanca zusammentun, um ein Attentat zu verüben. Offiziell sind sie da schon verheiratet. Dies passiert später jedoch auch wirklich, denn das Paar hat sich beim Auftrag ineinander verliebt. Doch dann wird Marianne verdächtigt, eine verdeckte deutsche Agentin zu sein. Sollte sich dies als wahr herausstellen, weiß Max, was er zu tun hat – sie umgehend zu eliminieren.

Einen Film mit einem doch sehr großen Budget bespreche ich selten, denn er ist eigentlich nicht wirklich das was ich auf meiner Seite so präsentiere. In diesem Fall mache ich jedoch mal eine Ausnahme, weil mit der Streifen sehr gut gefallen hat.

Zwar ist das Ende doch relativ leicht abzusehen, doch bis dahin bekommt man einen stilsicheren und hervorragend gespielten Krimi der alten Schule zu sehen, in der die Hauptdarsteller überraschend gut aufspielen, zumal beide nicht wirklich zu meinen Favoriten gehören. Besonders Frau Cotillard, deren latenter Hang zum Overacting mich meist nervt, spiet erstaunlich nuanciert.

Robert Zemeckis, der legendäre Macher von Back to the future meldet sich nach längerer Abstinenz (obwohl so alt ist THE WALK ja auch noch nicht) mal wieder als Regisseur zurück und hat sich dafür ein sehr gutes Drehbuch ausgesucht. Die Figuren und die Konflikte, in denen sie sich bewegen sind glaubwürdig und nicht immer durchschaubar. Die Geschichte ist interessant und Menschen die sich gar nicht in den Wirren des zweiten Weltkrieges auskennen, bekommen sogar noch ein wenig Wissen vermittelt.

Dabei halten sich Liebesgeschichte und Krimihandlung einigermaßen die Waage, so das das Pendel nicht zu stark in eine Richtung ausschlägt. Die 2 Stunden kamen mir zudem relativ kurz vor.

Wer gerne alte Spionagestreifen wie etwa ENIGMA zu seinen Favoriten zählt, kann hier eigentlich bedenkenlos zugreifen.

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A KIND OF MURDER (Universum Film)

am 30. Mai 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Walter Stackhouse ist ein erfolgreicher Architekt im New York der Sechzigerjahre, verheiratet mit der schönen Clara und führt ein vermeintlich perfektes Leben. Zumindest nach außen hin, denn seine Gattin hat schwere Depressionen und ist krampfhaft eifersüchtig. Da Stackhouse schon immer einen Hang zu spannenden Kriminalfällen hat und selbst gerne Autor wäre, kommt ihm ein Mord in der Umgebung gerade recht. Der Tatverdächtige ist der Ehemann, den er in dessen Buchladen unter einem Vorwand aufsucht. Kurz darauf bekommt der Architekt jedoch selbst Probleme. Seine Gattin wird ebenfalls tot aufgefunden. Als ans Licht kommt das er eine Affäre mit einer Barsängerin hatte, gerät er plötzlich ebenfalls unter Mordverdacht.

Das der Streifen sich an Hitchcock-Vorbildern orientiert ist offensichtlich. Leider erreicht er natürlich nicht annähernd die Qualität, wobei das nicht unbedingt an der Qualität des Regisseurs liegt, sondern an dem etwas holprigen Drehbuch.

Zudem dauert es recht lange, bis die eigentliche Krimihandlung mal ins Rollen kommt, davor ist der Streifen an manchen Stellen doch etwas geschwätzig.

Gelungen hingegen ist das coole 60s Flair und auch die Darsteller machen keinen schlechten Job, wobei Wilson sichtlich Spaß an seiner Rolle hat und den Hobby-Detektiv mit Verve verkörpert.

Hätte man die Geschichte etwas verschachtelter erzählt und die ein oder andere Wende eingebaut, wäre hier deutlich mehr möglich gewesen, als ein solider Genre Beitrag. Denn eigentlich gibt es hier einfach keine möglichen Verdächtigen, so dass der Ausgang im Grunde von vornherein klar ist.

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