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Archiv der Kategorie 'Suspense'

STARTUP (Filmjuwelen/Alive)

am 10. Juli 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die beiden idealistischen Programmierer Milo und Teddy gründen ein Startup-Unternehmen, mit dem sie Anfang des neuen Jahrtausends, durch den großen Internet-Boom ihre Open-Source-Softwares unter die Menschen bringen wollen. Natürlich bleiben die beiden brillanten Computerfreaks im Silicon Valley nicht lange unentdeckt und der charismatische Gary Winston, Vorstand des mächtigsten IT-Konzerns weit und breit, bietet ihnen verlockende Jobs an. Teddy lehnt ab, doch Milo steigt bei N.U.R.V. ein.
Nach und nach fallen ihm jedoch merkwürdige Dinge auf. Nicht nur das alle Mitarbeiter strengstens kontrolliert werden. Immer wenn Milo nicht weiterkommt, zaubert sein Chef neue Software aus dem Hut. So langsam dämmert es ihm, dass man hier von anderen Programmierern klaut. Als sein Freund Teddy umgebracht wird, muss er feststellen, das stehlen nicht das einzige ist, was Winston so anstellt.

STARTUP ist mein absoluter Lieblingsfilm mit Ryan Phillipe, den ich grundsätzlich sehr gerne sehe. Damals schon 27!! geht er locker als 18 durch und auch heute sieht der mittlerweile 43-jährige noch aus wie ein Twen.

Ihm zur Seite stehen mit Rachel Leigh Cook und Claire Forlani zwei ebenfalls begabte Darstellerinnen, die den ganz großen Durchbruch aber bis heute nicht geschafft haben. Beide sind selten in größeren Filmen zu sehen, sondern eher in kleinen B-Movies. Dazu zeigt sich Tim Robbins als eine Art Bill Gates Verschnitt in Höchstform und spielt den vordergründig netten, aber doch gewieften Unternehmer, einfach grandios.

Natürlich hat die Zeit den Streifen etwas eingeholt, denn das was Winston da erschaffen will, ist inzwischen Realität geworden und stellt kein großes Problem mehr da. Aber danach darf ich den Film nicht bewerten, denn dann müsste ich ja auch den tollen WARGMES niedermachen.

STARTUP ist jedenfalls ein spannender Computerthriller, der gleich mehrere interessante Wendungen bereithält, auf die man meiner Meinung nach kaum kommen kann. Die Idee mit dem Kinderhaus ist zudem genial (würde spoilern) und fantastisch designt.

So bleibt unter dem Strich ein Film, der ohne eigenes Verschulden etwas antiquiert wirkt, dessen Thrillerelemente dieses Manko aber locker ausgleichen. Die guten Kritiken im Internet sind durchaus berechtigt.

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LOCKDOWN (Tiberius)

am 03. Juli 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einer Party wacht Liv neben ihrem schwer verletzten Freund Lex auf und weiß nicht wo sie ist. Ihr Nachbar Kurt hat sie bei sich aufgenommen und erzählt eine haarsträubende Geschichte. Angeblich habe es einen Anschlag mit Biowaffen gegeben und er hätte die beiden vor dem sicheren Tod gerettet. Verantwortlich dafür sei ein Virus, das sich aus den Nebenwirkungen eines Medikaments ergeben hätte, welches von Liv und Lex mitentwickelt wurde. Als sich herausstellt das Kurt früher beim BND gearbeitet hat, kommen den beiden immer mehr Zweifel, insbesondere als sie Bilder sieht, auf denen sie überwacht wurde. Anscheinend hält er die beiden aus einem bestimmten Grund fest – aber welchem?

Sollte jemand die Handlung ein bisschen bekannt vorkommen, so liegt das wohl daran, das sie ein wenig 10 CLOVERFIELD LANE ähnelt und die ersten 30 Minuten auch so aufgebaut ist.

Danach entwickelt sich der Streifen aber in eine völlig andere Richtung, als der o.g. vermeintliche Referenzfilm. Es bleibt jedoch die ganze Zeit das Rätselraten, ob die Geschichte von Kurt stimmt oder ob er die beiden unter einem Vorwand eingesperrt hat.

LOCKDOWN ist einer der besten Thriller aus deutschen Landen, den ich seit Jahren gesehen habe. Die Story hält ständig Wendungen bereit und man weiß wirklich bis zum Schluss nicht was die Wahrheit ist.

Auch die darstellerischen Leistungen sind gelungen und ich frage mich, wieso man das ganze im ZDF unter dem „Kleinen Kammerspiel“ gezeigt hat, statt dem Streifen eine Kinoauswertung zu gönnen, denn er ist in allen Bereichen absolut professionell gemacht, auch Kamera und Regie sind neben dem Drehbuch top.

Der Film wurde wohl vor einem Jahr ausgestrahlt, wahrscheinlich irgendwann im ZDF zur Nachtzeit, dass es auch ja keiner mitbekam.

Für mich ein absoluter Geheimtipp, der es auf Anhieb in die TOP 5 meiner deutschen Lieblingsfilme geschafft hat (da befinden sich unter anderem 23, TATTOO und DAS EXPERIMENT). Absolut spannend von Anfang bis Ende und zudem mit einer durchaus interessanten Geschichte ausgestattet, deren Hintergründe einem erst nach und nach klar werden.

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KNIGHT MOVES (Koch Media)

am 03. Juli 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Geschichte dieses Kult-Thrillers dürfte allgemein bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung.

Während eines Schachturniers an der amerikanischen Westküste wird der Großmeister Peter Sandersen in eine mysteriöse Mordserie verwickelt: Das erste Opfer ist eine junge Frau, mit der er gerade die Nacht verbracht hat. Kurz darauf gibt sich ein Anrufer mit verstellter Stimme als Mörder zu erkennen und kündigt an, das tödliche “Spiel” fortzuführen. Deshalb gerät Peter Sandersen unter Verdacht und die Polizei setzt die Psychologin Kathy auf ihn an. Doch es geschehen weitere Morde..

KNIGHT MOVES gehörte für ich immer zu den besten Thrillern aller Zeiten, allerdings habe ich ihn auch das letzte Mal vor 20 Jahren gesehen und war nicht sicher, ob er mir im  2018 immer noch gefällt.

Die Antwort hierauf ist ein klares JA. Natürlich sind die Frisuren und Klamotten etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Geschichte ist und bleibt weiterhin faszinierend.

Alleine die Idee das der Killer die Mordserie nach einer Eröffnungsvariante des Schachs aufbaut, ist einfach sensationell. Auch wenn man auf die Auflösung nicht wirklich kommen kann, sind die Wendungen in dem Film sehr gelungen. On Top gibt’s noch die geniale Musik von ART OF NOISE Mitglied Anne Dudley.

Damals war die große Zeit von Christopher Lambert, der einen Kinohit nach dem nächsten landete – davon ist er heute meilenweit entfernt und froh, wenn ein Streifen überhaupt mal eine Kinoauswertung schafft. Diane Lane ist auch heute noch gut im Geschäft, während man von dem damals viel beschäftigten Tom Skeritt auch nur noch wenig hört.

Über Bild und Ton müssen wir uns nicht groß unterhalten, da KOCH dort immer Qualität anbietet und das dieser Streifen schon ein Viertel Jahrhundert alt ist, erkennt man wirklich nur an den Klamotten, denn das Bild ist hervorragend.

Endlich gibt es diesen Klassiker auf Blu Ray. Dazu hat man sogar noch einiges an Extras ausgebuddelt, es kommen alle Darsteller und der Regisseur zu Wort und noch einige weitere Schmankerl.

Fazit: Rundum gelungene Veröffentlichung.

S.U.M.1 (Universum Film)

am 26. Juni 2018 unter Drama, SciFi, Suspense abgelegt

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Außerirdische Kreaturen haben auf der Erde die Macht übernommen und die Menschheit um 90 % reduziert, die nun in einem Versteck aus unterirdischen Bunkersystemen lebt. Der junge Militärrekrut S.U.M. 1 wird zur Erdoberfläche geschickt, um in einem entlegenen Wald von dem Wachturm eines Sicherheitskreises aus, die Aktionen der Außerirdischen zu beobachten und dabei zu helfen, die letzten Überlebenden zu schützen. 100 Tage dauert diese Mission und die können lange sein, ganz alleine in einem Bunker eingesperrt, denn draußen könnten eben die Aliens lauern. Dann erfährt er, dass sein Vorgänger diesen Job wohl nicht überlebt hat. Als er sich mehrmals nach draußen wagt und keinerlei Gefahren entdeckt, manifestiert sich in seinem Kopf der Gedanke, das es vielleicht gar keine Außerirdischen gibt oder sogar gab, sondern das hier ganz andere Mächte am Werk waren.

Anfangs weiß man gar nicht ob unser Protagonist ein Mensch ist, denn aufgrund seiner ganz hellen Haare und Augen glaubt man, er sei ein Cyborg oder Roboter, doch die Erklärung hierfür fand ich sehr gut.

Nach etwas langsamen Beginn entwickelt sich der Streifen dann zu einem spannenden Sci-Fi-Kammerspiel, das man fast auch im Theater hätte verfilmen können, da es nur ganz wenige Außenszenen gibt.

Der Hauptdarsteller ist mir gänzlich unbekannt da ich GAME OF THRONES nicht schaue. Als ich ihn im Interview gesehen habe musste ich aber dann wirklich mal grinsen, denn den haben sie ja in dem Streifen wirklich total entstellt. In einer Nebenrolle ist hier Andre Hennicke zu sehen, der normalerweise eher in deutschen Dramen auftritt.

Erst nach dem Film habe ich in den Extras erfahren, das es sich hier tatsächlich um eine deutsche Produktion handelt, als der Regisseur ein sehr interessantes und unterhaltsames Interview gibt, das die Probleme der Produktion und dem niedrigen Budget erläutert.

Produziert wurde das ganze von Christian Alvert, der sich mit Streifen wie ANTIKÖRPER oder FALL 39 einen Namen gemacht hat.

Wer gerne Filme  mit viele Effekten sieht, ist hier natürlich falsch – natürlich sind diese vorhanden aber nur in kleinem Umfang und auch nicht so wirklich überzeugend. Trotzdem ist die Geschichte bis zum absolut genialen Schluss (wobei man hier vorher ganz geschickt auf eine falsche Fährte gelockt wurde) spannend inszeniert.

Für Freunde des B-Movies ein ganz sicherer Tipp.

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OPERATION DUVAL (Lighthouse)

am 14. Juni 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einem überstandenen Burn-Out versucht der ehemalige Unternehmensberater Duval wieder einen Job zu finden, was sich allerdings auf Grund seines Alters als schwierig erweist. Das er ehemaliger Alkoholiker ist, kommt noch erschwerend hinzu. Doch dann bekommt er eines Abends per Telefon ein völlig überraschendes und auch gut bezahltes Angebot. In einer leerstehenden Wohnung soll er heimlich den ganzen Tag aufgezeichnete Telefongespräche auf einer Schreibmaschine abtippen. Anfangs scheint das ein lockerer Job zu sein, doch bei manchen Telefonaten wird Duval hellhörig. Zu spät erkennt er, das er mittendrin in einer großen Verschwörung steckt.

Ich würde die Bezeichnung Thriller für diesen Streifen nicht verwenden, da dieser Begriff, gerade in den letzten Jahren, eher für eine andere Art Film steht. OPERATION DUVAL ist eigentlich ein klassischer Krimi, der auch in den 70er Jahren spielen könnte – von den Handyszenen mal abgesehen.

Daher ist der Streifen auch nichts für Schnellschnitt-Stakkato Freaks, denn der ruhige Erzählstil orientiert sich ganz klar an Filmen aus oben genannter Zeit. Mir würde da zum Beispiel DIE 3 TAGE DES CONDOR einfallen, der hier als Referenzfilm perfekt geeignet ist.

Mittendrin ein gut aufgelegter Hautdarsteller, der den einfachen Angestellten, der plötzlich in ein unglaubliches Komplett gerät, sehr überzeugend und auch mit Zurückhaltung spielt, was dem Streifen zu Gute kommt, denn ihn als Superheld darzustellen, wäre völlig fehl am Platz gewesen.

Die Wendungen des Films sind meiner Meinung nach nahezu nicht vorhersehbar und am Ende merkt man dann, das praktisch alle Dreck am Stecken haben, mit Ausnahme des Protagonisten, der einfach nur einen Job haben wollte.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Film im Jahre 2018, denn der Erzählstil ist gänzlich anders, als in sonstigen Produktionen. Freunde der 70er Jahre Krimis dürften begeistert sein – Jason Bourne Fans eher nicht.

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BRIMSTONE (Koch Media)

am 07. Juni 2018 unter Drama, Horror, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Ende des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Westen: Die junge Liz hat einen älteren Witwer geheiratet, der sie aufnahm, obwohl sie keine Zunge mehr hat und nicht sprechen kann. Sie kümmert sich auch rührend um die beiden Kinder. Eines Tages jedoch kommt ein neuer Referent in die Stadt, den Liz nur allzu gut kennt. Als sich verschiedene merkwürdige Dinge ereignen und Madame dafür verantwortlich gemacht wird, verschwindet sie. Doch das Grauen ist damit nicht zu Ende.

Die Zusammenfassung habe ich bewusst kurz gehalten, denn man könnte diese fast zu einem Roman ausarten lassen, denn das o.g ist nur die Essenz von eines der 4 Kapiteln, die dieser Streifen beinhaltet. Diese nennen sich

Offenbarung, Exodus und Genese  und Rache.

Jetzt werden einige erschrocken zusammenzucken und denken es handelt sich hier um einen biblischen Film mit viel Gottgelaber und Metaphern. Sicherlich spielt Religion in diesem Film eine Rolle, aber nur eine insgesamt eher untergeordnete.

Hauptsächlich geht es darum zu zeigen, wie die Frauen zu dieser Zeit behandelt wurden und nahezu keine Rechte hatten und entweder von ihren Männern geschlagen wurden oder als Nutten in einem Bordell endeten. Das ist zwar etwas dick aufgetragen, aber in vielen Fällen war das eben so.

In allen 4 Kapiteln spielen die Charaktere der Liz und des Referent die Haupttrolle. Es dauert ein wenig bis man erkennt, das die Geschichten zusammengehören, aber nicht in der zeitlichen Reihenfolge erzählt werden (da kennt Pearce sich ja seit Memento aus).Normalerweise ein Stilmittel, welches mir nicht unbedingt zusagt, das aber hier hervorragend umgesetzt wurde.

Ich habe auf meiner Seite bei einem einzigem Film noch nie so viele Genre markiert, aber BRIMSTONE bietet wirklich sowohl Drama, Mystery, Thriller als auch Horrorelemente. Sehr gut passt hierzu, dass der Streifen, gerade in den dunklen Szenen, fantastisch ausgeleuchtet wurde.

Weder Dakota Fanning (ging mir früher auf den Nerv, weil sie in jedem Film mitspielte, in dem man ein 8-13 jähriges Mädchen zu besetzen hatte), als auch Guy Pearce (teilweise grottenschlechte Filmauswahl) sind besondere Favoriten von mir, spielen aber hervorragend. Insbesondere der normal eher smarte Pearce hat sichtlich Spaß an der Rolle des dämonischen Referents.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Genre-Misch-Masch der aber erstaunlich gut funktioniert und das sagt jemand, der Geschichten, die in anderen Jahrhunderten spielen, eigentlich grundsätzlich erst gar nicht schaut. Daher eine klare Empfehlung von meiner Seite. Die FSK Freigabe ist fast grenzwertig…eine 18er Einstufung hätte ich auch verstanden, denn der Streifen hat schon üble Szenen.

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RED SPARROW (Fox)

am 24. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Nicht das jemand glaubt, ich wäre nun plötzlich ein Fan von FOX, aber im Moment kommt so wenig interessantes auf den Markt, dass ich heute gleich 2 Filme bespreche.

Die russische Tänzerin Dominika Egorova (so Namen kann man sich echt nur ausdenken) hat eine große Karriere vor sich. Nach einem Unfall auf der Bühne wird sie jedoch nie wieder tanzen können. Was passiert nun mit ihrer Mutter und der Wohnung die von ihrem Arbeitgeber bezahlt wird? Ihr Onkel macht ihr daraufhin ein Angebot. Sie soll nach einer gründlichen Ausbildung den CIA-Agenten Nathaniel Nash (unfassbar solche Namen) infiltrieren. Dazu wird sie in allerlei Verführungskünsten geschult. Nach dem harten Training nimmt sie auch Kontakt mit ihm auf, doch wird er ihr Spiel nicht durchschauen?

Tja und wir dürfen Jennifer Lawrence zusehen, wie sie eben dieses undurchsichtige Spiel satte 136 Minuten spielt. Und das sind definitiv 20 Minuten zu viel. Das liegt auch daran, das man ihre Geschichte am Anfang relativ ausführlich erzählt, was aber gar nicht zwingend nötig gewesen wäre.

Trotzdem fand ich den Streifen recht unterhaltsam und zudem bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt. Den Höhepunkt hierbei stellt Charlotte Rampling dar, die als gefühllose Leiterin des Sparrow-Lagers, mit knallharter Miene und krassen Methoden, eine tolle Leistung abliefert. Joel Edgerton sieht man eh immer gerne und Jeremy Irons Rolle fällt etwas klein aus.

Allerdings hätte es auch gereicht statt dreißig Russenklischees nur zehn zu bedienen, denn das geht einem mit der Zeit dann doch auf den Zeiger und man sieht, dass der Film von einem amerikanischen Regisseur gedreht wurde. Mit dem arbeitete Lawrence auch schon in den (aus meiner Sicht eher mäßigen) Panem-Filmen zusammen. Man könnte meinen, wir befinden uns noch im Kalten Krieg, denn die Russen werden hier wirklich arg negativ dargestellt. (wobei das ja wieder in Mode ist)

Immerhin weiß der Genre-Mix aus Spionage-Film, Thriller und Drama zu überzeugen und auch sonst kann man dem Film eigentlich nichts vorwerfen, wenn man über die v.g. Dinge hinwegsieht Das Ende ist zudem recht pfiffig und man weiß wirklich nicht, auf welcher Seite die Hauptdarstellerin nun steht – eigentlich zu fast keinem Zeitpunkt des Films.

So bleibt unter dem Strich ein grundsolider, an manchen Stellen jedoch nicht ganz logischer Streifen, in dem nur die Russenklischees ab und an überhand nehmen.

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DER GROSSE EISENBAHNRAUB (Koch Media)

am 24. Mai 2018 unter Klassiker, Komödie, Suspense abgelegt

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Der Londoner Gentleman-Ganove Edward Pierce plant mal wieder einen Coup, diesmal soll dieser aber ein besonderer sein. Als erster Dieb will er Mitte des 19. Jahrhunderts einen fahrenden Zug um eine größere Ladung Goldbarren erleichtern. Hilfe bekommt er hierbei von seinem alten Kumpel Robert Agar und seiner Geliebten Miriam. Doch das Unternehmen gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Was soll ich hier noch mehr schreiben, die meisten dürften diesen Film eh kennen, in dem Michael Crichton, der die Vorlage schrieb, auch selbst Regie führte und einen erstaunlichen Cast auf die Beine stellte.

Sean Connery, Donald Sutherland und die damals noch relativ unbekannte Lesley-Anne Down, die später durch FACKELN IM STURM Berühmtheit erlangte, sind mit dabei.

An manchen Stellen wirkt der Streifen zwar etwas antiquiert (und das nicht nur weil er um 1850 spielt), insgesamt bietet er aber auch nach 40 Jahren noch durchaus solide Unterhaltung mit Sean Connery in einer Paraderolle.

Das Bild ist für Koch-Verhältnisse nicht so gut wie gewohnt. Man sieht doch in vielen Szenen einiges an Grieseln, Filmblitzer sind keine zu erkennen , aber das Ausgangsmaterial scheint in diesem Fall recht schlecht gewesen zu sein. Der Ton hingegen schallt in ordentlichem 2.0 durch die Boxen, was völlig in Ordnung geht, denn die Aufmotzung auf Dolby 5.1 oder noch höher klingt meistens gekünstelt.

Für Freunde des Streifens eine solide Veröffentlichung, mit einem Starensemble der Extra-Klasse.

AUF DER FÄHRTE DES ADLERS (Koch Media)

am 16. Mai 2018 unter Klassiker, Suspense abgelegt

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Es scheint ein Morgen wie jeder andere zu sein für Ellen und ihre beiden Kinder. Doch plötzlich fallen Schüsse. Eine Handvoll Terroristen dringt, mit Masken verkleidet, in ihr Haus ein und entführt die drei – ihre Hausangestellten werden mal so nebenbei erschossen. Der Ehemann, der sich zur Tatzeit auf einem Schiff befand und nicht gerade zu den armen Menschen gehört, erhält wenig später die Lösegeldforderung: Waffen und Munition im Wert von 25 Millionen Dollar. McCabe, Abenteurer, Draufgänger und praktischerweise Ellens Ex-Mann, wird ebenfalls über die Entführung informiert und hilft eher widerwillig. Er findet heraus, dass die Entführten auf einem Berg in einem alten griechischen Kloster festgehalten werden. Zusammen mit einer Gruppe von Drachenfliegern schmiedet McCabe einen Befreiungsplan. Der gestaltet sich aber schwierig.

Nun, ich habe den Film heute zum ersten Mal gesehen und muss sagen, dass er die Zeit ganz gut überlebt hat, denn immerhin hat er auch schon über 40 Jahre auf dem Buckel. Einige Handlungsweisen, auch der Entführer sind dabei genauso unsinnig wie in heutigen Filmen – das hat man sich bis in die Neuzeit bewahrt. Zudem sterben die Darsteller erbärmlich schlecht, was aber auch eine Krankheit der 70er Jahre Filme ist.

James Coburn wurde immer gerufen, wenn man einen harten, rauen Typen mit Herz am rechten Fleck zu besetzen hatte. Das war insgesamt seine Paraderolle,obwohl er in sehr vielen verschiedenen Genres daheim war.

Er ist auch der bekannteste Darsteller in dem Streifen, zusammen mit Robert Culp, der in den 60ern mit Bill Cosby in der Serie „Mit Tennisschläger und Kanonen“ (einer der blödesten Titel aller Zeiten) agierte. Zum Glück kann er die Demontage seines Freundes heute nicht mehr miterleben.

Der Ton macht einen ordentlichen Eindruck, auch wenn es manchmal in lauten Szenen etwas scheppert in den Boxen. Das Bild ist durchwachsen. Anfangs grieselt es gewaltig, wird aber dann nach einigen Minuten besser, hat aber im Laufe des Films immer wieder kleine Probleme in dieser Richtung,

Insgesamt ordentlich umgesetzte Veröffentlichung eines angeblichen Klassikers, den ich aber noch nie zuvor gehört hatte. Aber ich bin nun auch kein ausgewiesener 70er Jahre Experte. Kollege Halmer wird ihn sicherlich kennen^^.

COMMUTER (Studio Canal)

am 16. Mai 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ja auch die Firma StudioCanal gibt es noch. Da diese mit Promos aber extrem geizig ist und mal zu mir sagte „wir brauchen keine Rezensionen, unsere Filme laufen von alleine“, stehen sie bei mir nicht wirklich im Focus. Aber da ich eigentlich jeden Film von Liam Neeson bespreche, mache ich hier mal eine Ausnahme.

Der sympathische Ire spielt den Versicherungsmakler Michael MacCauley, der seit 10 Jahren hin und her pendelt. Doch als er nach einem harten Tag und der gerade erhaltenen Kündigung, mal wieder in den ewig gleichen Zug einsteigt, ist alles anders. Eine Fremde setzt sich zu ihm und verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er für sie einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas sehr Ungewöhnliches transportieren soll. Da Michael früher Polizist war, glaubt sie, mit ihm den richtigen gefunden zu haben. Der nimmt das erst nicht ernst, doch als er auf der Toilette die angekündigten 25000 Dollar findet und danach einen Anruf bekommt, dass seine Familie unter Beobachtung steht und er die Person finden soll, da anderseits denen etwas zustoßen wird, muss er handeln. Doch wie soll er einen Mann erkenen, von dem er nur weiß, wann er aussteigt und das er eine Tasche mitführt?

Liam Neeson und Jaume-Collet Serra, der Regisseur, haben sich gesucht und gefunden, denn letzterer besetzt Neeson in praktisch alle seinen Filmen, denn auch NONSTOP und UNKNOW IDENTITY waren eine Zusammenarbeit der beiden.

Nun erinnert COMMUTER durchaus an NONSTOP, denn einige Handlungsstränge sind schon etwas ähnlich, nur eben diesmal in einem Zug. Dennoch ist die Grundidee ganz interessant und spannend, wenn auch nicht immer logisch umgesetzt. In weiteren kurzen Rollen sind unter anderem die von mir geschätzte Vera Farmiga, Sam Neill und Patrick Wilson zu sehen. Eine mehr als ordentliche Besetzung.

Das Problem bei den Filmen des Iren ist, das sie sich eben schon immer etwas ähneln. Dafür hat er aber in den letzten Jahren auch keinen einzigen schlechten Film abgeliefert. Das kann man dann als solide bezeichnen, wobei es in diesem Kontext eher ein positiv besetztes Wort ist.

Finde zumindest ich, denn wie oben erwähnt schaue ich mir jeden Film des Darstellers an, weil man einfach immer weiß, das man auf jeden Fall gut unterhalten wird, auch mal mit Ausschlägen nach oben, aber nie nach unten (UI fand ich genial).

Fazit. Netter kleiner Thriller mit guten Darstellern und einer recht pfiffigen Story. Das Ende hätte etwas origineller ausfallen können.

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