Kalender

Oktober 2018
M D M D F S S
« Sep    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv der Kategorie 'SciFi'

RESET (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

4391388.jpg-c_300_300_x-f_jpg-q_x-xxyxx

Zwei konkurrierende Konzerne stehen kurz vor dem Durchbruch auf dem Gebiet der Zeitreise und Erforschung von Paralleluniversen. Einer der beiden hat einen Zwischenfall, der sie weit zurückwirft. Also versucht man die Konkurrenz auszuspionieren Dazu entführt man den fünfjährigen Sohn der am Projekt beteiligten jungen Wissenschaftlerin Xia Tian, um aus ihr Informationen zu bekommen. Sie geht darauf ein, doch der Gangster tötet ihren Sohn trotzdem. In Ihrer Verzweiflung benutzt sie die Zeitmaschine, um die Ereignisse zu verändern. Doch diese wurde noch nie an einem Menschen versucht.

Zeitreisen und Paralleluniversen sind schon immer beliebt gewesen in der Vergangenheit. Hier liefern auch die Chinesen einen Beitrag zu dem Thema. Der Film wurde übrigens von Jackie Chan produziert, ist aber nicht, wie man befürchten konnte, eine Actionkomödie, sondern ein rasanter Sci-Fi Thriller mit einer enorm begabten Hauptdarstellerin.

Es dauert nur wenige Minuten bis RESET richtig loslegt. Die Mischung aus Actioneinlagen und dem Science Fiction Elementen stimmt und auch der futuristische Look braucht sich wahrlich nicht vor amerikanischen Streifen zu verstecken.

Dann kommt natürlich wieder die Frage nach der Logik. Da setze ich immer dagegen, das man ja gar nicht wissen kann ob hier Logikfehler vorhanden sind, denn ich wüsste nicht das es eine Maschine gibt, die Zeitreisen ermöglicht. Also kann man hier nicht von Unlogik sprechen, auch wenn einiges natürlich doch sehr hypothetisch erscheint.

Nochmal kurz zu den beiden Hauptdarstellern. Die Dame muss insgesamt 3 verschiedene, komplett anders geartete Charaktere spielen und erledigt das erstaunlich gut. Auch ihr Gegenspieler wurde perfekt ausgewählt und erinnert mich in seiner Art des Schauspiels ein wenig an Andy Lau.

So bleibt unter dem Strich ein sehr unterhaltsamer Streifen, der besonders gegen Ende einige Überraschungen bereithält. Ein wenig pathetisch gerät der Schluss, aber das kennt man irgendwie aus Filmen die aus China oder Südkorea kommen. Das schmälert den Gesamteindruck allerdings bestenfalls minimal.

6-chucky1212222411341162224453222

ORBITER 9 (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Drama, SciFi abgelegt

297550

Die junge Helena lebt isoliert auf einem interplanetaren Kolonialschiff. Nachdem ihre Eltern dieses vor einigen Jahren verlassen haben, hatte sie keinerlei Kontakt mehr zu einem anderen menschlichen Wesen. Doch die Motivation, auf einem neuen Planeten eine Kolonie zu gründen, treibt sie weiterhin an. Eines Tages hat das Schiff ein Problem und so wird ein Techniker von einer nahegelegenen Raumstation gerufen um den Fehler zu beheben. Für Helena natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. In den 2 Tagen in denen Alex bei ihr ist bauen die beiden so etwas wie eine Freundschaft auf, die auch etwas weitergeht und in der Kiste endet. Als Alex sich verabschiedet, denkt Helena das dies für immer so sein wird, doch nichts ist so wie es scheint und die beiden werden sich bald wiedersehen.

Schwierig, schwierig diesen Film zusammenzufassen ohne zu viel zu verraten, denn die Wende nach etwa 30 Minuten ist nicht vorhersehbar und hat mich komplett überrascht. Die Mischung aus Liebesgeschichte und Sciencefiction funktioniert allerdings erstaunlich gut, was angesichts des Herstellungslandes auch erwähnenswert ist, denn ich kenne auf Anhieb keinen einzigen Sci-Fi Film aus Spanien.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache sehr gut und auch die zweite Wende kurz vor Schluss wirkt glaubwürdig und gelungen. Clara Lago die Helena darstellt, hat anscheinend einen Faible für extravagante Geschichten denn auch ENDE in dem sie eine Hauptrolle spielte, wandelte auf sehr ungewöhnlichen Genrepfaden.

Allerdings darf man hier eines nicht erwarten: Rasante Actioneinlagen. Der Film hat eher ruhigere Streifen wie GATTACA oder MOON zum Vorbild, bei denen es mehr um die Charaktere geht, die hier auch sehr gut herausgearbeitet werden.

Dennoch oder gerade deswegen ist ORBITER 9 meiner Meinung nach ein LOVE IT OR HATE IT Film. Menschen die oben genannte Vorbilder gut fanden, dürften auch diesen hier mögen, andere werden das Ganze einfach schlichtweg als langweilig empfinden.

Ich zähle allerdings definitiv zu ersteren, weshalb ich dem Streifen auch eine recht hohe Note verteile, aber auch Verständnis dafür habe, wenn es Menschen gibt, die ORBITER 9 nicht mögen werden.

6-chucky1212222411341162224453222

THE 4400 – KOMPLETTBESPRECHUNG (Koch Media)

am 19. Dezember 2017 unter SciFi, TV-SERIE, mystery abgelegt

67279

Im letzten Jahrhundert verschwanden Tausende von Menschen, anscheinend ohne jeglichen Grund. Im Jahre 2004 tauchen diese alle spektakulär wieder auf, denn eine riesige Leuchtkugel bringt die 4400 Personen an einen See und verschwindet danach, wie sie gekommen war. Mit der Zeit stellt sich heraus, das alle diese Leute eine besondere neue Fähigkeit haben, sei es in die Zukunft sehen, telepathische Kräfte oder sonstiges. Nachdem man sie alle eingehend untersucht hat ,kommt die Regierung zu dem Schluss, diese wieder in die Freiheit zu entlassen, nachdem sie monatelang unter Quarantäne standen. Viele nutzen ihre Fähigkeiten zum guten, einige jedoch gehen nicht sehr sorgsam damit um. Darum wird eine Spezialeinheit gebildet, die nur an den Fällen arbeitet, in denen die 4400 involviert sind. Der Zuschauer bekommt in diesem Fall die Ermittlungen der Agents Diana Skouris und Tom Baldwin erzählt. Letzterer ist auch persönlich betroffen, denn sein Sohn Kyle liegt seit dem Tag des Verschwindens im Koma und sein Neffe Shaun ist einer der 4400. Zudem waren beide, als dieser verschwand, am See feiern und Tom erhofft sich neue Erkenntnisse zu bekommen, was seinen Sohn in diesen Zustand versetzte. Mit der Zeit lüften sich einige Geheimnisse und einer der Entführten namens Jordan Collier gründet ein Zentrum für die Verschwundenen, in dem alle wohnen können, denn die Bevölkerung steht den Neuankömmlingen teilweise eher skeptisch gegenüber und Shaun wird sein Assistent.

Ich könnte natürlich hier noch viel mehr zusammenfassen, doch dann hätte ich ja die ganze Serie vorweggenommen. Erwähnen sollte ich vielleicht noch die beiden Charaktere Richard und Lily, denn diese kommen als einzige der 4400 zusammen und letztere ist nach der Rückkehr überraschend schwanger – beide, als auch ihr Kind, werden noch eine größere Rolle spielen.

Grundsätzlich geht man in dieser Serie ein wenig den Weg den auch AKTE X und FRINGE beschreiteten. Es gibt eine durchgängige Geschichte die sich um das Zentrum, Collier und den allgemeinen Entwicklungen dreht und dann gibt es einzelne Fälle, die die beiden Agenten lösen. Dieses Konzept funktionierte schon immer gut, hat aber jedoch das Problem, das man nur sehr schwer einzelne Folgen schauen kann, weil man dann viele Dinge, die angesprochen werden, nicht versteht.

Die Darsteller sind mit Ausnahme von PETER COYOTE eigentlich recht unbekannt und wenn man man ein wenig recherchiert auch eher für das Fernsehen tätig, statt Kinofilme zu drehen, wurden aber gut ausgewählt und man baut als Zuschauer schon nach kurzer Zeit ein Verhältnis zu ihnen auf, was für eine Serie immer wichtig ist.

STAFFEL 1 beschäftigt sich überwiegend mit der Ankunft der 4400 und den Schicksalen von Shaun und Kyle. In Nummer 2 sieht man die beiden Ermittler Fälle lösen die mit den Verschwundenen zusammenhängen, wobei diese, wie bereits erwähnt, immer wieder von dem einen durchgängigen Plot unterbrochen werden, der in Staffel 3 eigentlich fast 80 % der Folgen bildet. Daher ist für mich diese auch die schwächste, denn da übertreibt man es doch etwas mit Verschwörungstheorien und auch einige Handlungsstränge erschließen sich einem nur bedingt. Nummer 4 ist dann wieder ganz stark, weil sie eine überraschende Wende bringt, denn nun können auch Personen, die nicht entführt wurden, eine Fähigkeit erlangen.

Insgesamt kann man sagen, das man hier eine spannende Serie kredenzt bekommt, der man aber, so verrückt das klingt, ansieht, dass sie schon 13 Jahre alt ist, denn die Effekte sind heute teilweise schon überholt, da in diesem Bereich die Fortschritte enorm waren.

Trotzdem kann ich THE 4400 jedem empfehlen, der gerne gute Mystery/Science-Fiction sieht.

6-chucky1212222411341162224453222

SPACEWALKER (Capelight/Alive)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, SciFi abgelegt

298901 (1)

Im Zuge des Kalten Krieges kämpfen die UdSSR und die USA im Jahr 1965 erbittert um die Führung im kosmischen Rennen. Die Sowjetunion steht kurz vor dem historischen Versuch, den ersten Menschen auf einen Weltraumspaziergang zu schicken. Allerdings planen die Amerikaner ähnliches, also hetzt man die Konstrukteure, es statt 1967 wie geplant, schon 2 Jahre früher möglich zu machen. Als dann das Prüfungsraumschiff in die Luft fliegt, scheint das Rennen erst mal verloren. Doch die beiden Kampfflieger Pavel Beljajev und sein jüngerer Partner Aleksej Leonov sind trotzdem bereit, trotz aller Gefahren den Schritt ins Unbekannte zu wagen…

Letzterer lebt heute noch und war als Berater des Films tätig, was dem Ganzen natürlich eine große Authentizität verleiht. Auch wenn man weiß, wie die Geschichte ausgeht, ist SPACEWALKER dennoch spannend.

Die Effekte sind großartig und stehen amerikanischen Produktionen wirklich in nichts nach. Insbesondere die Szenen im Weltraum sind richtig gut.

Ein wenig nervt aber das patriotische Geplapper zwischendurch, auch diesbezüglich ähnelt der Streifen den amerikanischen Vorbildern. Genosse hier Genosse da, und die bösen Amerikaner finden oft Erwähnung, aber das muss man wohl so hinnehmen, da es zu der Zeit eben diesen Kalten Krieg gab.

Allerdings wird einem der Streifen als Thriller im All verkauft, was er nun wahrlich nicht ist. Ich würde das ganze eher als ein Drama mit stark biografischen Zügen und Spannungsmomenten bezeichnen. Zudem hätten es 20 Minuten weniger auch getan, denn gegen Ende zieht es sich dann doch ein wenig.

Ich bin kein Kenner des russischen Films, daher kann ich zu den Darstellern wenig sagen, diese erledigen ihren Job jedoch gut. Insbesondere der Chef des Ganzen spielt seine Rolle sehr überzeugend und ist eigentlich auch die sympathischste Figur, weil er zuerst an das Überleben seiner beiden Schützlinge denkt. Der „Held“ und Weltraumspaziergänger wird mir insgesamt etwas zu pathetisch dargestellt.

So bleibt unter dem Strich ein interessantes Drama mit wirklich gelungenen Effekte, nach wahren Begebenheiten. In den Extras erwähnt der originale Leonov nochmals, das sich das alles genauso abgespielt hat.

5-chucky223312233331111231314231232

SUBTERRANEA (Lighthouse)

am 18. September 2017 unter Drama, SciFi abgelegt

Subterranea-DVD-250x353

1997 erschien ein Album der Band IQ mit dem Namen des Filmtitels. Dieses fand ich auch damals schon brillant, und das, obwohl Prog-Rock nun nicht wirklich zu meinen musikalischen Vorlieben gehört. Doch die Geschichte und das Konzept des Albums, sowie die sehr melodiösen Keyboard-Passagen gefielen mir richtig gut.

Fast 20 Jahre hat es allerdings gedauert, bis nun jemand diesen „Soundtrack“ verfilmt hat.

Die Geschichte ist recht schnell erzählt. Als Opfer eines sozialen Experimentes wächst ein Kind in kompletter Einsamkeit in einem kleinen Zimmer unter der Erde auf. Es bekommt zwar regelmäßig Essen und erlernt auch das Sprechen, doch Licht ist ihm völlig unbekannt. Nun ist jedoch die Zeit gekommen, dass sein Peiniger ihn in die Öffentlichkeit entlässt. Anfangs völlig auf sich alleine gestellt und in ihm unbekannter Helle, hat er Probleme, sich zurecht zu finden. Die nette Maya erkennt, dass er ein Problem hat und nimmt sich seiner an. Gemeinsam mit ihr versucht er nun herauszufinden, wer er wirklich ist. Doch manche Geheimnisse sollten besser nicht gelüftet werden.

Wer hier nun einen High Budget Streifen erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn mit eher geringen Mitteln hat Regisseur Matthew Miller einen seiner ersten Langfilme veröffentlicht. Das passt allerdings auch zum Soundtrack, denn obwohl das Album der Band IQ in Insiderkreisen zum Kultstatus avancierte, verkaufte es sich nicht sonderlich oft.

Leider sind im Film auch keine Songs zu hören, was ich etwas schade finde, denn involviert schienen die Herrschaften schon zu sein, denn die Musik in dem Streifen stammt von Michael Holmes, dem Keyboarder der Band. Die Geschichte von Peter Nicholls, dem Sänger, ist ja so gesehen bereits 1997 erschienen und wurde nur etwas umgeschrieben, dass sie in einem Film funktioniert.

Wer gerne kleine Independentstreifen mit leichtem Sci-Fi-Touch mag, die allerdings deutlich eher in Richtung Drama tendieren, denn mit reichlich Krawall inszeniert sind, dem dürfte Subterrenea gefallen.

Ein ganz leiser Film, der durch den sehr guten Hauptdarsteller getragen wird, der die Hilflosigkeit seines Protagonisten gut rüberbringt.

Mich würde mal interessieren, ob er auch Fans des Albums zusagt. Man möge mir bitte kurz schreiben.

Die Bewertung bei imdb ist mit 7,4 ebenfalls sehr hoch. Das zeigt mir, das es viele Menschen gibt, die auch Filme mit schmalem Budget zu schätzen wissen. Eine relativ neutrale Bewertung ist aufgrund des recht ungewöhnlichem Films und des Hintergrunds, das ich das Album dazu schon ewig kenne, wirklich schwierig. Daher lasse ich diese mal weg und verweise auf imdb.

LIFE (Sony Pictures)

am 01. September 2017 unter Horror, SciFi abgelegt

296631

Die Forschungsmission einer Gruppe Wissenschaftler auf einer internationalen Raumstation hat den Beweis für Leben auf dem Mars gefunden. Das Kerlchen, bei dem man sich auf den Namen Kelvin (oder Calvin?) einigt, ist zwar nur ganz klein, aber es lebt. Leider bleibt es nicht so niedlich und entwickelt sich mit steigender Größe auch zu einer echten Gefahr für die Crew, die natürlich nicht voraussehen konnte, was sie sich hier an Bord geholt hat.

Es wurden ja nun schon genug Zusammenfassungen dieses Films geschrieben, ich denke da kann ich mich kurz halten, will aber dennoch meine Meinung kundtun, denn ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Film gesehen habe, bei dem soviel Potenzial verschenkt wurde.

Die erste halbe Stunde ist absolut gelungen. Wie man sich dem ganzen nähert und den fremden Organismus erforscht, ist glaubwürdig geschildert und auch faszinierend bebildert.

Aber genau diese Glaubwürdigkeit geht dem Film bald komplett verloren. Die Handlungsweisen der Wissenschaftler und Raumfahrer sind teilweise dermaßen bescheuert, das man meint, man hätte hier Ahnungslose ins All geschickt.

Dazu gesellen sich dann natürlich wieder völlig unglaubwürdige Zufälle, da man diese benötigt, weil die Geschichte sonst nicht vorwärts gegangen wäre.

Mittendrin ein völlig unterforderter Jake Gyllenhaal, der wohl aus irgendeinem Grund Geld brauchte, denn seine Rollenauswahl ist ansonsten doch sehr gut. Ryan Reynolds darf den coolen Ami spielen und dazu gibt es noch den Asiaten und die Russin und schon ist die Klischeeparade perfekt.

Natürlich gibt es hier technisch nichts zu meckern, und auch die Weltraumbilder sind fantastisch, aber das Drehbuch ist eine einzige Katastrophe. Lediglich das wirklich überraschende Ende sammelt dann wieder einen Pluspunkt.

Ein Film der mich extrem an SPLICE erinnerte, denn auch da näherte man sich der Thematik anfangs sehr interessant und subtil, um am Schluss in Monsteraction zu ersticken. Dieses Schicksal ereilt auch LIFE.

4chucky112211131

UNTERNEHMEN CAPRICORN (Koch Media)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

capricorn

Wir schreiben das Jahr 1977. Der erste bemannte Flug zum Mars steht bevor und die ganze Welt schaut auf Amerika. Doch dann stellt sich heraus, das die Lebenserhaltungssysteme einen Defekt haben und die Astronauten den Flug niemals überleben würden. Also werden sie heimlich aus dem Raumschiff geholt und das Ganze per Fernsteuerung gelenkt. Da die Finanzierung des Raumfahrtprogramms jedoch auf der Kippe steht, hat man ein riesiges Studio gebaut und dort die Oberfläche des Mars nachgestellt. Die Astronauten sollen hier eines der größten Täuschungsmanöver in der Geschichte der Menschheit durchführen und so tun, als wären sie auf dem roten Planeten. Als sie sich weigern, droht man ihnen, ihre Familien umzubringen. Zunächst klappt der Schwindel, doch so langsam fallen einigen Leuten Ungereimtheiten auf – und man kann nicht alle verschwinden lassen…

UNTERNEHMEN CAPRICORN gehört sicherlich zu einem der besten Filme der 70er Jahre und mich wundert, wieso hier noch nie ein Remake gedreht wurde, denn die Möglichkeiten dazu sind gegeben, denn man träumt ja noch immer vom Flug zum Nachbarplaneten

Ob allerdings bei den ganzen technischen Möglichkeiten ein Schwindel so durchführbar wäre, steht wiederum auf einem anderen Blatt. In den Zeiten von Internet, Smartphones und hochentwickelten Computern, wäre das dem Zuschauer vielleicht auch schwer zu vermitteln.

Zudem gab es damals auch noch den Wettlauf der beiden Großmächte USA und RUSSLAND. Zwar mischen heute die Chinesen mit, doch diese berühmte Kalte Krieg-Rivalität existiert, zumindest in der Raumfahrt, heute einfach nicht mehr.

Regisseur Peter Hyams gelang mit einem seiner ersten Filme ein absoluter Hit. Das schaffte er auch noch an anderer Stelle denn EIN RICHTER SIEHT ROT und insbesondere der geniale DAS RELIKT sind auch von ihm.

Die Besetzung ist zudem großartig, James Brolin, Sam Watesrston, Hal Holbrook, Elliot Gould, und viele bekannte Gesichter wirken hier mit.Bis in die Nebenrollen hat man hier bekanntes Personal aufgefahren.

Das Steelbook ist, wie man es von KOCH kennt, sehr hübsch gestaltet. Die Bildqualität ist für so einen alten Film sehr ordentlich, es grieselt an manchen Stellen schon etwas, was aber irgendwie nicht wirklich stört. Dafür ist der Streifen ja auch 40 Jahre alt. Den Ton hat man so gut es ging aufgemotzt und er erfüllt seinen Zweck, besonders beim Start der Rakete dröhnt es recht mächtig aus den Boxen.

Dazu hat man tatsächlich noch Bonusmaterial aufgetrieben, es gibt diverse Interviews unter anderem mit dem Regisseur, den Trailer, Setimpressionen und sogar einen Radio-Spot.

Insgesamt ein rundum gelungenes Gesamtpaketes eines Filmes, der diese Qualität allerdings auch verdient.

DEN STERNEN SO NAH (Universum Film)

am 25. Juli 2017 unter Komödie, SciFi abgelegt

289827

Gardner und Tulsa kennen sich aus einem Chatroom und hätten gerne mal ein Date. Das gestaltet sich allerdings schwierig, denn ersterer lebt ein wenig weit weg. Seine Mutter, eine Astronautin, war damals mit ihm schwanger und entband auf dem Mars ihren Sohn, verstarb allerdings dabei. Nun lebt Gardner schon seit 16 Jahren auf den langweiligen Planeten und möchte so gerne die Erde und natürlich Tulsa kennenlernen. Zudem hat er sich in den Kopf gesetzt, seinen Vater zu finden. Eines Tages bekommt er dann wirklich die Einwilligung, den Planeten zu besuchen, allerdings nur unter Sicherheitsauflagen, denn Gardner ist natürlich eine ganz andere Atmosphäre gewöhnt und leidet zudem an einer Herzkrankheit. Also ist Vorsicht geboten. Diese wirft er allerdings auf der Erde komplett über Bord, da er von den neuen Eindrücken überwältigt ist, sucht und findet Tulsa und erlebt mit ihr ein tolles Abenteuer auf der Suche nach seinem Dad.

Die Grundidee des Streifens ist, das muss man wirklich sagen, klasse. Ich kann mich auch nicht erinnern, das so etwas schon einmal so oder so ähnlich verfilmt wurde.

Das die beiden sich ineinander verlieben und der Streifen einige Male nur haarscharf am Kitsch vorbeischrammt, ist eigentlich vorprogrammiert. Dennoch machen Regisseur und Drehbuchautor hier vieles richtig, mit Abzügen in der B-Note.

Da hätten wir erstmal die Besetzung. Zwar stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, doch als Liebespaar gehen sie irgendwie nicht durch. Asa Butterfield nimmt man den 16-jährigen noch ab, doch Britt Robertson ist zum Zeitpunkt der Entstehung des Filme schon 26 Jahre alt und das sieht man meiner Meinung nach auch. Nicht das sie eine schlechte Leistung abliefert, aber für die Rolle ist sie meiner Meinung einfach etwas zu alt. Gary Oldman ist schauspielerisch zwar etwas unterfordert, sieht man aber trotzdem immer wieder gerne.

Sehr schön hingegen ist, wie man es schafft die Hilflosigkeit und Tollpatschigkeit des Hauptdarstellers als Fremder auf einem Planeten darzustellen. Immer wieder kommt er in Situationen mit denen er überfordert ist (sei es optisch oder zwischenmenschlich). Das hat man wirklich sehr gut hinbekommen. Auch den Twist kurz vor Ende hätte man so sicherlich nicht erwartet.

DEN STERNEN SO NAH hat allerdings insgesamt ein Problem und das ist, das er den Konventionen eines Spielfilms folgen muss und trotz der staatlichen Laufzeit von 120 Minuten, kommen viele Aspekt einfach zu kurz. Aus dieser Geschichte hätte man besser eine Serie gemacht, denn vieles muss an vielen Stellen einfach zu sehr gestrafft werden, und das ist leider sehr schade.

Trotzdem ein schöner, etwas sentimentaler Streifen, der einem am Ende doch bewegt.

6-chucky1212222411341162224453222

TELL ME HOW I DIE (Alive)

am 20. Juni 2017 unter Horror, SciFi, Suspense abgelegt

293003

Einige Studenten, unter anderem die sympathische Anna, nehmen an einem Medikamenten-Test in einer Forschungsstation teil, welche mitten in der Pampa liegt, aber 2000 Dollar sind durchaus ein Anreiz an dem ganzen teilzunehmen. Getestet wird ein Mittel, welches die Alzheimer-Krankheit heilen soll. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Wirkungen – allerdings anders als angenommen. Einige der Teilnehmer haben Visionen und können Dinge sehen, die, wie sich später zeigt, auch wirklich passieren. Anfangs finden das einige ziemlich cool, denn zum Beispiel in einem Kasino kann man damit gut Geld scheffeln. Doch als der erste der Herrschaften das Zeitliche segnet und dies Anna in einer Vision erschien, wird den Teilnehmern mulmig. Zudem hat sich anscheinend ein Killer Zugang verschafft und dezimiert ordentlich Teilnehmer der Studien, als auch Personal.

Das hört sich jetzt insgesamt banaler an als es eigentlich ist, denn nach ca. 45 Minuten gibt es erste Anzeichen einer Wendung, die mir extrem gut gefallen hat, denn daraus resultiert, das die Überlebenden nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Leider kann ich nicht sagen , warum das so ist, denn das wäre wirklich zu krass gespoilert und würde hier doch zu viel vorwegnehmen.

Wer meint, man bekommt hier einen billig aussehenden B-Movie zu sein, der wird überrascht sein. Alleine die Forschungsstation macht optisch richtig was her und auch der komplette Look des Films sieht nun wahrlich nicht nach einer billigen Produktion aus. Respekt, was der völlig unbekannte Regisseur D.J Viola hier aus dem mickrigen Budget herausgeholt hat.

Die Schauspieler sind auch weitestgehend unbekannt, bestenfalls William Mapother, der den behandelnden Arzt spielt, kennt man aus recht vielen Filmen.

Wieso TELL ME HOW I DIE teilweise vernichtende Kritiken bekommt, ist für mich nicht nachvollziehbar – teilweise mit der Begründung der fehlenden Logik. Da frage ich mich, wie ein Film der mit einem Thema experimentiert, das so noch nie verfilmt wurde und in dem es um ein Medikament geht, das diverse Nebenwirkungen hat, dass es so aber gar nicht gibt, logisch sein kann?

Das sind dann aber komischerweise die gleichen Menschen, die den schlimmsten Rohrkrepierer der letzten 3 Jahre namens DONT BREATHE gut finden. DER war mal unlogisch, weil es da nicht um Experimente sondern nur um reale Dinge ging, und die waren völlig bescheuert konstruiert.

Ok, gegen Ende übertreibt es der Drehbuchautor ein wenig selbstverliebt mit seinen Visionen und Voraussagen und 107 Minuten sind auch eine stramme Laufzeit – da hätten es 25 Minuten weniger auch getan.

Trotzdem bleibe ich im Gegensatz zu den meisten (Ausnahmen sind einige Kritiken bei imdb) dabei, das TELL ME HOW I DIE einer der spannendsten Filme des Jahres ist. Wer zum Beispiel MORGAN Project mochte, wird auch hier Gefallen finden, weil es auch da um eine Mischung aus Horror und Sci-Fi ging. Zudem gibt es auch noch einiges an recht originellen Mordarten zu sehen. Was will man noch?

GEHEIMTIPP!

712

DAS MORGAN PROJECT (Fox)

am 08. Juni 2017 unter Drama, Horror, SciFi abgelegt

images

Die toughe Krisenmanagerin Lee wird zu einem abgelegenen Ort geschickt, an dem sie die Fortschritte eines geheimen Experiments begutachten soll. Zudem kam es zu einem Vorfall, denn Morgan, eine gerade mal 5 jährige, künstlich erschaffene, aber humanoide Lebensform, hat eine Mitarbeiterin des Labors schwer verletzt. Lee soll prüfen, ob das Experiment außer Kontrolle geraten ist und abgebrochen werden muss – was zur Folge hätte, das auch Morgan nicht überleben darf. Zudem wird noch ein Psychologe dazu geholt. Bei dessen aggressiver Befragung rastet „es“ komplett aus und Lee ist sich nun sicher, das man es eliminieren muss, doch die Mitarbeiter die das menschliche Wesen ins Herz geschlossen haben, bereitet dieser Gedanke Probleme. Eben diese bekommen sie aber auch, als Morgan abhauen will.

Ridley Scott hat diesen Film produziert, was nicht weiter verwunderlich ist, denn sein Sohn Luke liefert hier seinen ersten Langfilm ab und bewegt sich dabei durchaus auf den Spuren des Vaters, der ja dem Science-Fiction Genre auch nicht unbedingt abgeneigt ist.

Zwar ist MORGAN PROJECT nicht zwingend logisch (man könnte hier einiges aufführen); dafür aber von enormer Intensität. Die beiden vermeintlichen Hauptdarsteller Kate Mara (was eine coole Sau) und Anna Taylor Joy (genauso cool und hübsch) liefern sich ein fulminantes Duell, sowohl verbal als auch körperlich, Zudem sind die Nebenrollen mit Prominenz bestückt. Paul Giamatti, Jennifer Jason Leigh und Toby Jones sind unter anderem mit an Bord.

Anfangs braucht man allerdings ein wenig Geduld, den der Steifen beginnt mit einem relativ langen Prolog. Dieser ist aber notwendig, da man hier auf viele Punkte des Experiments detailliert eingeht. Hätte man das kürzer gestaltet wären die „hier wird ja nix erklärt“-Stimmen sicher wieder laut geworden.

Das ich einen Film der Firma FOX bewerte kommt eher selten vor, denn als riesiger Major tut man sich mit Bemusterungen, vorsichtig formuliert, etwas schwer. Zudem sind die Budgets der Filme weit über denen die eigentlich auf meiner Seite besprochen werden sollen.

MORGAN PROJECT hat aber trotz des coolen Looks, auch durch seine etwas krude Story, eher einen B-Movie Charme, wenn er auch sehr professionell in Szene gesetzt wurde. Die Effekte sind gut dosiert und auch gelungen.

Fazit: Ein kleiner Geheimtipp, der allerdings nicht allen zusagen wird, auch weil die Action nicht zwingend im Vordergrund steht.

6-chucky1212222411341162224453222

05chucky11221112122131