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Archiv der Kategorie 'SciFi'

ANON (Koch Media)

am 15. November 2018 unter SciFi, Thriller abgelegt

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Die totale digitale Überwachung des Menschen sorgt in naher Zukunft für ein Leben ohne Verbrechen, aber auch gänzlich ohne Anonymität und Privatsphäre. Glaubt man zumindest, denn dann geschehen eine Reihe grausamer Morde mit deren Aufklärung Detective Frieland betrauftragt wird. Plötzlich werden die im “Ether” gesammelten Daten systematisch manipuliert, was den Zusammenbruch des gesamten Systems zur Folge haben könnte, wenn man das ganze mal weiterspinnt. Man findet aber mit Hilfe externer Einsatzkräfte eine Spur zur Täterin. Doch die ist mit allen Wassern gewaschen und weiß ihre Spuren zu verwischen.

Wenn Andrew Niccol einen Film dreht werde ich immer hellhörig, denn der Mann hat immerhin mit seinem Debüt GATTACA einen Streifen aus meinen ewigen TOP 5 abgeliefert und ist grundsätzlich meistens im Themengebiet Technik in der Zukunft unterwegs.

Seine Filme sind im Allgemeinen eher ruhig gehalten. Ausnahme stellt hierbei IN TIME dar, der mir auch prompt nicht besonders gefallen hat, weil das tolle Thema zu einer Actionorgie verkam.

Hier kehrt er wieder zu seinem alten Stil zurück. Das mögen viele als etwas langatmig empfinden . Ich persönlich mag das. Gerade optisch wird hier einiges geboten, denn man sieht die Welt aus der Sicht des Polizisten, der automatisch von jedem Fußgänger die komplette Lebensakte eingeblendet bekommt. Eine wirklich interessante Idee. Auch die Nummer, dass man Erinnerungen mit anderen teilen kann, fand ich klasse.

Clive Owen hat zwar schon besser gespielt und wirkt in manchen Teilen des Films sediert, hingegen überrascht Amanda Seyfried mit einer perfekt auf sie zugeschnittenen Rolle. Auch Colm Feore sehe ich immer gerne.

Der Film lässt auch offen, in welchem Jahr die Geschehnisse stattfinden. Seine Hauptdarstellerin vermutet in den Extras sogar, dass es hier um ein Paralleluniversum geht, was man sich durchaus auch denken kann.

Zudem gibt es eine doch überraschende Wende kurz vor Ende des Films, auf die man aber, wenn man nicht wie ich schon hundemüde war, durchaus kommen kann, und die, wenn man im Nachhinein mal über das Verhalten von Seyfrieds Charakter nachdenkt, auch Sinn ergibt.

Fazit: SciFi mit Anspruch. Wer Streifen wie Gattaca vom gleichen Regisseur mochte oder auch Ex-Machina, für den dürfte das hier die richtige Wahl sein. Mit viel Action sollte man wie gesagt nicht rechnen.

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WELTENGÄNGER (Capelight/Alive)

am 03. Oktober 2018 unter SciFi abgelegt

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Kirill ist ein junger und talentierter Computerspiel-Designer mit einem gut bezahlten Job Er führt ein nahezu perfektes Leben – bis zu dem Tag, an dem sich alles ändert: In seiner Wohnung lebt plötzlich eine fremde Frau und weder Freunde noch Verwandte können sich an ihn erinnern. Es scheint, als wäre seine gesamte Existenz ausgelöscht worden. Auf der Suche nach Antworten findet Kirill heraus, dass er als „Weltengänger“, eine Art Wächter zwischen den Parallelwelten, auserwählt worden ist. Um sein früheres Leben zurückzugewinnen, muss Kirill das Rätsel um die geheimnisvollen Welten lösen – und entdeckt dabei etwas, das größer ist als alles, was er sich vorstellen kann …

Ich habe hier mal relativ dreist den Pressetext übernommen, weil er wirklich genau das wiedergibt, was in dem Streifen zu sehen ist, ohne zu viel zu verraten. Von daher fand ich es unsinnig, mir etwas komplett anderes auszudenken.

Der Film spaltet die Gemüter auf so ziemlich jeder Seite, sei es amazon oder imdb oder ofdb. Die russische Produktion ist aber auch wirklich sehr schwierig zu bewerten. Die Geschichte ist durchaus interessant und schreit eigentlich nach einem amerikanischen Remake, das dann vielleicht etwas konventioneller ausfallen dürfte.

Die Schauspieler und auch die Synchronisation wirken an manchen Stellen etwas steif. Das ganze wird aber wieder kompensiert, durch wirklich interessante Ideen, ich nenne als Stichworte nur mal „Funktionale“ oder „die verschiedenen Türen“.

Ich weiß nicht wie hoch das Budget für diesen Streifen war, aber die Effekte sind wirklich gelungen – da haben die Russen doch ganz schön aufgeholt und schafften es auch schon in anderen Filmen mit den Amerikanern gleichzuziehen – und das bei deutlich geringeren Kosten.

WELTENGÄNGER ist aber trotzdem ein schwieriges Thema. Mir persönlich hat der Film gut gefallen, ich kann aber auch verstehen, wenn man hiermit so gar nichts anfangen kann. Die Liebesgeschichte hätte man sich allerdings echt schenken können oder ihr zumindest deutlich weniger Zeit widmen.

Insgesamt ist eine objektive Bewertung schwer, daher lasse ich diese mal offen.

VIDEODROME – MEDIABOOK (Koch Media)

am 11. September 2018 unter Horror, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1981 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.
Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1983 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.

THE ENDLESS (Meteor/Alive)

am 11. September 2018 unter Drama, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Zehn Jahre sind vergangen, seit die Brüder Aaron und Justin den Klauen des religiösen Kults entkommen sind, in dem sie einst aufwuchsen. Doch nun taucht plötzlich ein Videoband auf, durch das die Vergangenheit wieder allgegenwärtig ist. Aaron war damals noch klein und sein Bruder erzählte ihm all die Jahre, dass er ihn aus der Sekte befreit hätte ,die seiner Meinung nach einen kollektiven Selbstmord plante. Trotzdem kann ihn Aaron überreden, der Gemeinschaft einen Besuch abzustatten. Man wird auch erstaunlich freundlich aufgenommen. Zudem scheint es den Mitgliedern gut zu gehen, denn sie wirken gesund und sind kaum gealtert. Doch irgend etwas stimmt nicht, denn wieso fliegen Vögel in merkwürdigen Formationen und man sieht bis zu 3 Monde am Abend? Als das Brüderpaar der Wahrheit auf die Spur kommt, ist diese bitter für alle Beteiligten.

Auch THE ENDLESS ist kein einfacher Film, doch handelt es sich hier explizit nicht um Kunstkino, sondern einen Thriller mit künstlerischem Touch, was bedeutet, das auch der Normalbürger wie ich diesen schauen kann, ohne gleich Roger Ebert zu sein.

Leichte Kost ist THE ENDLESS aber keineswegs, denn auch nach 2-maliger Sichtung des Streifens habe ich noch immer nicht alles verstanden. Ich versuche hier auch bewusst relativ wenig zu verraten – man sollte den Film einfach selbst schauen und ihn auf sich wirken lassen. Einen Referenzfilm hierfür zu finden, ist dabei äußerst schwer, denn THE ENDLESS ist dafür einfach zu speziell.

Auf vielen Seiten wird er aber gut bewertet und auch der Schnitt auf imdb von 7,2 deutet daraufhin, dass auch andere diesen Film mögen, der, das muss man allerdings schon anmerken, sehr langsam beginnt und erst nach einer Weile Fahrt aufnimmt, weil man auch versucht, die damalige Flicht des Brüderpaars herauszuarbeiten.

Selbst die Zuordnung des Genre fällt hier schwer. Ein wenig Sozialdrama, Science Fiction, Thriller – von allem ist etwas dabei.

Fazit: Sicher nicht für jedermann ,ist dieser Streifen mit einigen Preisen ausgezeichnet worden und dies nicht ganz zu Unrecht. Man bekommt zwar keine leichte Kost geboten, doch insbesondere der letzte Abschnitt und einige Ideen sind herausragend, obwohl auch hier nicht viel Budget zur Verfügung stand. Wer allerdings alles erklärt haben möchte, wird enttäuscht werden.

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ORIGIN UNKNOWN (Splendid)

am 30. August 2018 unter SciFi abgelegt

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Nachdem vor ein einigen Jahren der Landeanflug der ersten bemannten Mars-Mission in einer tödlichen Katastrophe endete, werden die Expertin Mackenzie “Mack” Wilson und die künstliche Intelligenz A.R.T.I. damit beauftragt, die Geschehnisse zu rekonstruieren. Da erstere bei dem Unfall ihren Vater verlor, ist sie besonders motiviert, die Geschehnisse aufzuklären. Als eine Raumsonde auf dem Planeten landet, entdecken Sie ein geheimnisvolles Objekt in Form eines Würfels. Nun versucht man von der Erde aus herauszufinden, woher dieses stammt und was es damit auf sich hat, doch von manchen Dingen sollte man besser die Greifarme lassen.

Der Film wird fast überall ziemlich niedergemacht, bei ofdb hat er gar einen Schnitt von unter 3. Also das ist alleine schon deshalb ungerechtfertigt, weil der Regisseur aus seinem durchaus beschränkten Budget, tolle Bilder zaubert.

Zudem ist gerade die erste Stunde recht interessant aufgebaut und die Geschichte deutlich komplexer, als es zunächst scheint. Auch die Wende mir A.R.T.I., die ich jetzt nicht verraten will, hätte ich so nicht erwartet.

Zugegebenerweise verliebt sich Hasraf Dulull dann irgendwann doch sehr in seine eigenen Bilder und opfert die Geschichte eben diesen. Das ist in etwa so wie bei LUCY und den hat ein Herr Besson gedreht, der gegen Ende auch etwas den Überblick verlor.

So ergeht es auch ORIGIN UMKNOWN, denn in der letzten halben Stunde wird die Geschichte doch sehr abgehoben und nur noch schwer nachvollziehbar – alles aber wie gesagt hübsch verpackt in tollen Bildern.

Katee Sackhoff hat den Sprung in die A-Liga immer noch nicht geschafft und das wird wohl auch so bleiben, macht aber wie immer eine gute Figur, da sie bereits in vielen Filmen mitspielte, die überwiegend eine gute Qualität besaßen, wie etwa OCOLUS oder DONT KNOCK TWICE.

Insgesamt finde ich den Streifen bei weitem nicht so schlecht wie er geredet wird. Ich kann mich zugegebenermaßen aber auch für optische Spielereien begeistern und von denen hat ORIGIN UNKNOWN reichlich zu bieten. Gegen Ende ufert alles aber eben doch etwas aus, dennoch:

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I KILL GIANTS (Koch Media)

am 08. August 2018 unter Drama, SciFi abgelegt

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Riesen gibt es wirklich! Sie lauern in den Wäldern und warten nur auf die passende Gelegenheit, um die Heimatstadt der 15-jährigen Barbara anzugreifen. Kein Wunder, dass die neue Schulpsychologin Mrs. Mollé diese Geschichte wenig überzeugend findet. Stattdessen setzt sie alles daran, der cleveren jungen Eigenbrötlerin zu helfen. Doch die fantasievolle Barbara hält weiter an ihrer Mission fest: Gemeinsam mit ihrer einzigen Freundin Sophia will sie die gigantische Bedrohung aufspüren und sich einem finalen Kampf stellen.

Das ist der Pressetext, den ich ganz bewusst hier rein kopiert habe. Nehmen wir mal an, der geneigte Zuschauer liest diese Geschichte und ist zusätzlich noch Fan von Fantasy-Filmen. Zudem steht auf den Cover „von den Produzenten von Harry Potter“. Na dann wird doch sicherlich gerne zugegriffen – und man wird gegen Ende komplett enttäuscht sein, denn die Fantasy-Elemente belaufen sich insgesamt vielleicht auf 10 Minuten.

Auf der anderen Seite – schaut man sich den Streifen nicht an, verpasst man aber auch ein wirklich schön bebildertes und auch glaubwürdiges Drama, das in einer Kleinstadt spielt und mit einer wirklich putzigen Hauptdarstellerin besetzt ist.

Die Auflösung des Ganzen bekommt man erst knapp vor Ende und auch diese hat mir gefallen. Da ich dieses Genre eigentlich gar nicht mag, habe ich mir diesen Film bis zum Schluss aufgehoben von allen Neuheiten, die ich da hatte. Mir hat der Streifen gut gefallen weben weil er ein völlig anderes Genre bedient als man glaubt – bei anderen Menschen dürfte das genau anders herum sein.

Die Effekte sind eigentlich recht gelungen, auch wenn natürlich hier kein Potter-Budget am Start war. Zoe Saldana versucht sich mal wieder als Schauspielerin – mit mittelprächtigem Erfolg. Sorry nix gegen die Dame, aber in Filmen wie COLUMBIANA ist sie einfach besser aufgehoben, die Psychotherapeutin nimmt man ihr nur bedingt ab.

Fazit: Nicht das was man erwartet, aber trotzdem oder deswegen (je nach Sichtweise) gelungen, zumal hier nebenbei auch noch Themen wie Mobbing angesprochen werden. Die neuklugen Sprüche der kleinen Barbara sind außerdem klasse. Aber man darf eben keinen reinen Fantasy-Streifen erwarten.

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LOCKDOWN (Tiberius)

am 03. Juli 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einer Party wacht Liv neben ihrem schwer verletzten Freund Lex auf und weiß nicht wo sie ist. Ihr Nachbar Kurt hat sie bei sich aufgenommen und erzählt eine haarsträubende Geschichte. Angeblich habe es einen Anschlag mit Biowaffen gegeben und er hätte die beiden vor dem sicheren Tod gerettet. Verantwortlich dafür sei ein Virus, das sich aus den Nebenwirkungen eines Medikaments ergeben hätte, welches von Liv und Lex mitentwickelt wurde. Als sich herausstellt das Kurt früher beim BND gearbeitet hat, kommen den beiden immer mehr Zweifel, insbesondere als sie Bilder sieht, auf denen sie überwacht wurde. Anscheinend hält er die beiden aus einem bestimmten Grund fest – aber welchem?

Sollte jemand die Handlung ein bisschen bekannt vorkommen, so liegt das wohl daran, das sie ein wenig 10 CLOVERFIELD LANE ähnelt und die ersten 30 Minuten auch so aufgebaut ist.

Danach entwickelt sich der Streifen aber in eine völlig andere Richtung, als der o.g. vermeintliche Referenzfilm. Es bleibt jedoch die ganze Zeit das Rätselraten, ob die Geschichte von Kurt stimmt oder ob er die beiden unter einem Vorwand eingesperrt hat.

LOCKDOWN ist einer der besten Thriller aus deutschen Landen, den ich seit Jahren gesehen habe. Die Story hält ständig Wendungen bereit und man weiß wirklich bis zum Schluss nicht was die Wahrheit ist.

Auch die darstellerischen Leistungen sind gelungen und ich frage mich, wieso man das ganze im ZDF unter dem „Kleinen Kammerspiel“ gezeigt hat, statt dem Streifen eine Kinoauswertung zu gönnen, denn er ist in allen Bereichen absolut professionell gemacht, auch Kamera und Regie sind neben dem Drehbuch top.

Der Film wurde wohl vor einem Jahr ausgestrahlt, wahrscheinlich irgendwann im ZDF zur Nachtzeit, dass es auch ja keiner mitbekam.

Für mich ein absoluter Geheimtipp, der es auf Anhieb in die TOP 5 meiner deutschen Lieblingsfilme geschafft hat (da befinden sich unter anderem 23, TATTOO und DAS EXPERIMENT). Absolut spannend von Anfang bis Ende und zudem mit einer durchaus interessanten Geschichte ausgestattet, deren Hintergründe einem erst nach und nach klar werden.

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S.U.M.1 (Universum Film)

am 26. Juni 2018 unter Drama, SciFi, Suspense abgelegt

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Außerirdische Kreaturen haben auf der Erde die Macht übernommen und die Menschheit um 90 % reduziert, die nun in einem Versteck aus unterirdischen Bunkersystemen lebt. Der junge Militärrekrut S.U.M. 1 wird zur Erdoberfläche geschickt, um in einem entlegenen Wald von dem Wachturm eines Sicherheitskreises aus, die Aktionen der Außerirdischen zu beobachten und dabei zu helfen, die letzten Überlebenden zu schützen. 100 Tage dauert diese Mission und die können lange sein, ganz alleine in einem Bunker eingesperrt, denn draußen könnten eben die Aliens lauern. Dann erfährt er, dass sein Vorgänger diesen Job wohl nicht überlebt hat. Als er sich mehrmals nach draußen wagt und keinerlei Gefahren entdeckt, manifestiert sich in seinem Kopf der Gedanke, das es vielleicht gar keine Außerirdischen gibt oder sogar gab, sondern das hier ganz andere Mächte am Werk waren.

Anfangs weiß man gar nicht ob unser Protagonist ein Mensch ist, denn aufgrund seiner ganz hellen Haare und Augen glaubt man, er sei ein Cyborg oder Roboter, doch die Erklärung hierfür fand ich sehr gut.

Nach etwas langsamen Beginn entwickelt sich der Streifen dann zu einem spannenden Sci-Fi-Kammerspiel, das man fast auch im Theater hätte verfilmen können, da es nur ganz wenige Außenszenen gibt.

Der Hauptdarsteller ist mir gänzlich unbekannt da ich GAME OF THRONES nicht schaue. Als ich ihn im Interview gesehen habe musste ich aber dann wirklich mal grinsen, denn den haben sie ja in dem Streifen wirklich total entstellt. In einer Nebenrolle ist hier Andre Hennicke zu sehen, der normalerweise eher in deutschen Dramen auftritt.

Erst nach dem Film habe ich in den Extras erfahren, das es sich hier tatsächlich um eine deutsche Produktion handelt, als der Regisseur ein sehr interessantes und unterhaltsames Interview gibt, das die Probleme der Produktion und dem niedrigen Budget erläutert.

Produziert wurde das ganze von Christian Alvert, der sich mit Streifen wie ANTIKÖRPER oder FALL 39 einen Namen gemacht hat.

Wer gerne Filme  mit viele Effekten sieht, ist hier natürlich falsch – natürlich sind diese vorhanden aber nur in kleinem Umfang und auch nicht so wirklich überzeugend. Trotzdem ist die Geschichte bis zum absolut genialen Schluss (wobei man hier vorher ganz geschickt auf eine falsche Fährte gelockt wurde) spannend inszeniert.

Für Freunde des B-Movies ein ganz sicherer Tipp.

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HUMANS – STAFFEL 1 + 2 (Justbridge)

am 16. Mai 2018 unter SciFi, TV-SERIE abgelegt

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Der von Kindern und Stress herausgeforderte Ehemann Joe Hawkins kauft, einen „Synth“, da er den Haushalt nicht mehr alleine schafft. Die Gattin ist davon wenig begeistert, denn sie hat eine Antipathie gegen diese Herrschaften, obwohl sie den Alltag enorm erleichtern können. Sie sehen aus wie Menschen, sie sprechen wie Menschen, aber sie haben eben keinerlei Emotionen – glauben alle!!Sexueller Gebrauch der Synths ist erstaunlicherweise möglich, was auch viele gerne wahrnehmen. Zudem gibt es auch Menschen, die sich in diese verlieben, was durchaus problematisch sein kann. Einige Synths entwickeln jedoch mit der Zeit ein Bewusstsein, aufgrund ihrer fortschrittlichen und sich kontinuierlich weiterentwickelnden Intelligenz. Da droht Ungemach, denn viele der Synths wollen ein eigenes Leben führen und nicht nur Sklaven der Menschen sein. Eine Gruppe von diesen, fliehen vor Leo Elster. Dieser ist der Sohn des Erfinders, der längst verstanden hat, das diese angeeigneten Emotionen auch sehr gefährliche Ausmaße annehmen können.

2 ganze Staffeln sind schwer zusammenzufassen, denn ich will die Leute ja auch nicht langweilen oder zu viel vorweg nehmen, aber ich denke das grobe Gerüst ist hiermit abgedeckt.

HUMANS ist die amerikanische (Co-Produziert von GB) Version der schwedischen Serie REAL HUMANS, die bereits vor einigen Jahren recht erfolgreich lief, allerdings versteckt in kleineren Fernsehanstalten, ich glaube damals war es ARTE.

Erstaunlicherweise unterscheidet sich das Remake nahezu gar nicht vom Original. Insbesondere Staffel Nummer 1 scheint fast eine 1:1 Adaption zu sein, was für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich ist, denn da nimmt man meist nur die Grundidee und wandelt viele der Ereignisse um.

Auch Nummer 2 kam mir in vielen Teilen doch sehr bekannt vor (habe das Original vor einigen Jahren gesehen), ein paar Sachen kannte ich jedoch nicht, da hat man wohl ein paar Dinge etwas umgeschrieben.

Die Gretchenfrage ist jetzt natürlich, welche Version die bessere ist und das vermag ich eigentlich nicht zu sagen. Die Amerikaner und Briten haben natürlich einen ganz anderen Stil als die Schweden, die ruhig die Ereignisse präsentieren, während die Kollegen  deutlich mehr Action in die Serie einbauen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Das ist in meinen Augen reine Geschmackssache.

Einziger Unterschied ist für mich, das im Remake mit Carrie-Ann Moss, Gemma Chan (aus dem grandiosen EXAM) oder auch natürlich William Hurt sehr bekannte Namen dabei sind, deren Gesichter man bestens kennt, während im Original die Schauspieler doch alle sehr unbekannt waren.

Am besten vergleicht man das ganze mit VERGEBUNG. Wer das Original und auch das Remake kennt, wird wissen, welches ihm besser gefiel – und so ähnlich verhält es sich auch hier. Ich denke das die amerikanische Fassung insgesamt mehr interessierte Zuschauer gefunden hat, denn soweit mir bekannt, waren die Verkaufszahlen des Originals, trotz guter Kritiken, eher mau.

Was jedoch wirklich gelungen herausgearbeitet wird, sind die Schwierigkeiten die sich mit solch einer künstlichen Intelligenz ergeben, aber auch ihr enormer Nutzen. Ob diese Spezies insgesamt mehr Vorteile oder Nachteile bringt, muss der Zuschauer für sich selbst entscheiden.

Fazit: Selten kommt es vor, dass Serien sowohl bei den Rezensenten als auch bei den Zuschauern gleich gut ankommen. Die Grundidee ist gelungen, die Schauspieler sind gut ausgewählt. Ob man sich, wenn man das Original kennt, das Remake noch anschauen muss, kann jeder für sich selbst entscheiden.

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IMMIGRATION GAME (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Europa in einer nahen Zukunft: Kein Land nimmt noch Flüchtlinge auf, außer Deutschland, allerdings muss man hierfür erst einen Spießrutenlauf überstehen. Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, wird man in der Fernsehsendung „Immigration Game“ eingesetzt. Wer als „Runner“ bei diesem Spiel mitmacht, wird am Berliner Stadtrand ausgesetzt und muss sich seinen lebensgefährlichen Weg bis zum Fernsehturm bahnen. Besonderen Anreiz für den deutschen Bürger – er kann ein Preisgeld einheimsen, für jeden Flüchtling den er tötet. Als der Versicherungsangestellte Joe einem hilft und dabei in Notwehr einen „Hunter“ tötet, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Es sei denn, er nimmt selbst als „Runner“ teil.

Das hört sich eigentlich ganz interessant an und Potenzial ist durchaus vorhanden, doch leider kein Budget. Auch wenn ich ja normalerweise ein Herz für B-Movies habe, wirkt das hier noch etwas sehr preisgünstig. Zudem haben die Darsteller alle merkwürdige Stimmen, was um so seltsamer ist, da es eine deutsche Produktion ist. Ich habe keinen der Hauptpersonen übrigens jemals vorher gesehen.

Zudem kann sich der Film nicht entscheiden, ob er jetzt ein Drama oder Thriller sein möchte. Und die Systemkritik ist weit hergeholt.

Natürlich sind Bezüge zu aktuellen Ereignissen hier gewollt, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das die neuen Gäste mal so etwas durchmachen müssen, da sie in Deutschland ja doch eher sehr wohlwollend aufgenommen werden.

Bevor ich aber zu politisch werde fasse ich das ganze mal als „netter Versuch einer Zukunftsutopie“ ab, der es aber sowohl an einer guten Kamera (hier wird gewackelt bis einem schwindelig ist) als auch an einem gescheiten Drehbuch fehlt.

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