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Archiv der Kategorie 'SciFi'

LOCKDOWN (Tiberius)

am 03. Juli 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einer Party wacht Liv neben ihrem schwer verletzten Freund Lex auf und weiß nicht wo sie ist. Ihr Nachbar Kurt hat sie bei sich aufgenommen und erzählt eine haarsträubende Geschichte. Angeblich habe es einen Anschlag mit Biowaffen gegeben und er hätte die beiden vor dem sicheren Tod gerettet. Verantwortlich dafür sei ein Virus, das sich aus den Nebenwirkungen eines Medikaments ergeben hätte, welches von Liv und Lex mitentwickelt wurde. Als sich herausstellt das Kurt früher beim BND gearbeitet hat, kommen den beiden immer mehr Zweifel, insbesondere als sie Bilder sieht, auf denen sie überwacht wurde. Anscheinend hält er die beiden aus einem bestimmten Grund fest – aber welchem?

Sollte jemand die Handlung ein bisschen bekannt vorkommen, so liegt das wohl daran, das sie ein wenig 10 CLOVERFIELD LANE ähnelt und die ersten 30 Minuten auch so aufgebaut ist.

Danach entwickelt sich der Streifen aber in eine völlig andere Richtung, als der o.g. vermeintliche Referenzfilm. Es bleibt jedoch die ganze Zeit das Rätselraten, ob die Geschichte von Kurt stimmt oder ob er die beiden unter einem Vorwand eingesperrt hat.

LOCKDOWN ist einer der besten Thriller aus deutschen Landen, den ich seit Jahren gesehen habe. Die Story hält ständig Wendungen bereit und man weiß wirklich bis zum Schluss nicht was die Wahrheit ist.

Auch die darstellerischen Leistungen sind gelungen und ich frage mich, wieso man das ganze im ZDF unter dem „Kleinen Kammerspiel“ gezeigt hat, statt dem Streifen eine Kinoauswertung zu gönnen, denn er ist in allen Bereichen absolut professionell gemacht, auch Kamera und Regie sind neben dem Drehbuch top.

Der Film wurde wohl vor einem Jahr ausgestrahlt, wahrscheinlich irgendwann im ZDF zur Nachtzeit, dass es auch ja keiner mitbekam.

Für mich ein absoluter Geheimtipp, der es auf Anhieb in die TOP 5 meiner deutschen Lieblingsfilme geschafft hat (da befinden sich unter anderem 23, TATTOO und DAS EXPERIMENT). Absolut spannend von Anfang bis Ende und zudem mit einer durchaus interessanten Geschichte ausgestattet, deren Hintergründe einem erst nach und nach klar werden.

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S.U.M.1 (Universum Film)

am 26. Juni 2018 unter Drama, SciFi, Suspense abgelegt

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Außerirdische Kreaturen haben auf der Erde die Macht übernommen und die Menschheit um 90 % reduziert, die nun in einem Versteck aus unterirdischen Bunkersystemen lebt. Der junge Militärrekrut S.U.M. 1 wird zur Erdoberfläche geschickt, um in einem entlegenen Wald von dem Wachturm eines Sicherheitskreises aus, die Aktionen der Außerirdischen zu beobachten und dabei zu helfen, die letzten Überlebenden zu schützen. 100 Tage dauert diese Mission und die können lange sein, ganz alleine in einem Bunker eingesperrt, denn draußen könnten eben die Aliens lauern. Dann erfährt er, dass sein Vorgänger diesen Job wohl nicht überlebt hat. Als er sich mehrmals nach draußen wagt und keinerlei Gefahren entdeckt, manifestiert sich in seinem Kopf der Gedanke, das es vielleicht gar keine Außerirdischen gibt oder sogar gab, sondern das hier ganz andere Mächte am Werk waren.

Anfangs weiß man gar nicht ob unser Protagonist ein Mensch ist, denn aufgrund seiner ganz hellen Haare und Augen glaubt man, er sei ein Cyborg oder Roboter, doch die Erklärung hierfür fand ich sehr gut.

Nach etwas langsamen Beginn entwickelt sich der Streifen dann zu einem spannenden Sci-Fi-Kammerspiel, das man fast auch im Theater hätte verfilmen können, da es nur ganz wenige Außenszenen gibt.

Der Hauptdarsteller ist mir gänzlich unbekannt da ich GAME OF THRONES nicht schaue. Als ich ihn im Interview gesehen habe musste ich aber dann wirklich mal grinsen, denn den haben sie ja in dem Streifen wirklich total entstellt. In einer Nebenrolle ist hier Andre Hennicke zu sehen, der normalerweise eher in deutschen Dramen auftritt.

Erst nach dem Film habe ich in den Extras erfahren, das es sich hier tatsächlich um eine deutsche Produktion handelt, als der Regisseur ein sehr interessantes und unterhaltsames Interview gibt, das die Probleme der Produktion und dem niedrigen Budget erläutert.

Produziert wurde das ganze von Christian Alvert, der sich mit Streifen wie ANTIKÖRPER oder FALL 39 einen Namen gemacht hat.

Wer gerne Filme  mit viele Effekten sieht, ist hier natürlich falsch – natürlich sind diese vorhanden aber nur in kleinem Umfang und auch nicht so wirklich überzeugend. Trotzdem ist die Geschichte bis zum absolut genialen Schluss (wobei man hier vorher ganz geschickt auf eine falsche Fährte gelockt wurde) spannend inszeniert.

Für Freunde des B-Movies ein ganz sicherer Tipp.

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HUMANS – STAFFEL 1 + 2 (Justbridge)

am 16. Mai 2018 unter SciFi, TV-SERIE abgelegt

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Der von Kindern und Stress herausgeforderte Ehemann Joe Hawkins kauft, einen „Synth“, da er den Haushalt nicht mehr alleine schafft. Die Gattin ist davon wenig begeistert, denn sie hat eine Antipathie gegen diese Herrschaften, obwohl sie den Alltag enorm erleichtern können. Sie sehen aus wie Menschen, sie sprechen wie Menschen, aber sie haben eben keinerlei Emotionen – glauben alle!!Sexueller Gebrauch der Synths ist erstaunlicherweise möglich, was auch viele gerne wahrnehmen. Zudem gibt es auch Menschen, die sich in diese verlieben, was durchaus problematisch sein kann. Einige Synths entwickeln jedoch mit der Zeit ein Bewusstsein, aufgrund ihrer fortschrittlichen und sich kontinuierlich weiterentwickelnden Intelligenz. Da droht Ungemach, denn viele der Synths wollen ein eigenes Leben führen und nicht nur Sklaven der Menschen sein. Eine Gruppe von diesen, fliehen vor Leo Elster. Dieser ist der Sohn des Erfinders, der längst verstanden hat, das diese angeeigneten Emotionen auch sehr gefährliche Ausmaße annehmen können.

2 ganze Staffeln sind schwer zusammenzufassen, denn ich will die Leute ja auch nicht langweilen oder zu viel vorweg nehmen, aber ich denke das grobe Gerüst ist hiermit abgedeckt.

HUMANS ist die amerikanische (Co-Produziert von GB) Version der schwedischen Serie REAL HUMANS, die bereits vor einigen Jahren recht erfolgreich lief, allerdings versteckt in kleineren Fernsehanstalten, ich glaube damals war es ARTE.

Erstaunlicherweise unterscheidet sich das Remake nahezu gar nicht vom Original. Insbesondere Staffel Nummer 1 scheint fast eine 1:1 Adaption zu sein, was für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich ist, denn da nimmt man meist nur die Grundidee und wandelt viele der Ereignisse um.

Auch Nummer 2 kam mir in vielen Teilen doch sehr bekannt vor (habe das Original vor einigen Jahren gesehen), ein paar Sachen kannte ich jedoch nicht, da hat man wohl ein paar Dinge etwas umgeschrieben.

Die Gretchenfrage ist jetzt natürlich, welche Version die bessere ist und das vermag ich eigentlich nicht zu sagen. Die Amerikaner und Briten haben natürlich einen ganz anderen Stil als die Schweden, die ruhig die Ereignisse präsentieren, während die Kollegen  deutlich mehr Action in die Serie einbauen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Das ist in meinen Augen reine Geschmackssache.

Einziger Unterschied ist für mich, das im Remake mit Carrie-Ann Moss, Gemma Chan (aus dem grandiosen EXAM) oder auch natürlich William Hurt sehr bekannte Namen dabei sind, deren Gesichter man bestens kennt, während im Original die Schauspieler doch alle sehr unbekannt waren.

Am besten vergleicht man das ganze mit VERGEBUNG. Wer das Original und auch das Remake kennt, wird wissen, welches ihm besser gefiel – und so ähnlich verhält es sich auch hier. Ich denke das die amerikanische Fassung insgesamt mehr interessierte Zuschauer gefunden hat, denn soweit mir bekannt, waren die Verkaufszahlen des Originals, trotz guter Kritiken, eher mau.

Was jedoch wirklich gelungen herausgearbeitet wird, sind die Schwierigkeiten die sich mit solch einer künstlichen Intelligenz ergeben, aber auch ihr enormer Nutzen. Ob diese Spezies insgesamt mehr Vorteile oder Nachteile bringt, muss der Zuschauer für sich selbst entscheiden.

Fazit: Selten kommt es vor, dass Serien sowohl bei den Rezensenten als auch bei den Zuschauern gleich gut ankommen. Die Grundidee ist gelungen, die Schauspieler sind gut ausgewählt. Ob man sich, wenn man das Original kennt, das Remake noch anschauen muss, kann jeder für sich selbst entscheiden.

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IMMIGRATION GAME (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Europa in einer nahen Zukunft: Kein Land nimmt noch Flüchtlinge auf, außer Deutschland, allerdings muss man hierfür erst einen Spießrutenlauf überstehen. Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, wird man in der Fernsehsendung „Immigration Game“ eingesetzt. Wer als „Runner“ bei diesem Spiel mitmacht, wird am Berliner Stadtrand ausgesetzt und muss sich seinen lebensgefährlichen Weg bis zum Fernsehturm bahnen. Besonderen Anreiz für den deutschen Bürger – er kann ein Preisgeld einheimsen, für jeden Flüchtling den er tötet. Als der Versicherungsangestellte Joe einem hilft und dabei in Notwehr einen „Hunter“ tötet, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Es sei denn, er nimmt selbst als „Runner“ teil.

Das hört sich eigentlich ganz interessant an und Potenzial ist durchaus vorhanden, doch leider kein Budget. Auch wenn ich ja normalerweise ein Herz für B-Movies habe, wirkt das hier noch etwas sehr preisgünstig. Zudem haben die Darsteller alle merkwürdige Stimmen, was um so seltsamer ist, da es eine deutsche Produktion ist. Ich habe keinen der Hauptpersonen übrigens jemals vorher gesehen.

Zudem kann sich der Film nicht entscheiden, ob er jetzt ein Drama oder Thriller sein möchte. Und die Systemkritik ist weit hergeholt.

Natürlich sind Bezüge zu aktuellen Ereignissen hier gewollt, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das die neuen Gäste mal so etwas durchmachen müssen, da sie in Deutschland ja doch eher sehr wohlwollend aufgenommen werden.

Bevor ich aber zu politisch werde fasse ich das ganze mal als „netter Versuch einer Zukunftsutopie“ ab, der es aber sowohl an einer guten Kamera (hier wird gewackelt bis einem schwindelig ist) als auch an einem gescheiten Drehbuch fehlt.

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WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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RESET (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Zwei konkurrierende Konzerne stehen kurz vor dem Durchbruch auf dem Gebiet der Zeitreise und Erforschung von Paralleluniversen. Einer der beiden hat einen Zwischenfall, der sie weit zurückwirft. Also versucht man die Konkurrenz auszuspionieren Dazu entführt man den fünfjährigen Sohn der am Projekt beteiligten jungen Wissenschaftlerin Xia Tian, um aus ihr Informationen zu bekommen. Sie geht darauf ein, doch der Gangster tötet ihren Sohn trotzdem. In Ihrer Verzweiflung benutzt sie die Zeitmaschine, um die Ereignisse zu verändern. Doch diese wurde noch nie an einem Menschen versucht.

Zeitreisen und Paralleluniversen sind schon immer beliebt gewesen in der Vergangenheit. Hier liefern auch die Chinesen einen Beitrag zu dem Thema. Der Film wurde übrigens von Jackie Chan produziert, ist aber nicht, wie man befürchten konnte, eine Actionkomödie, sondern ein rasanter Sci-Fi Thriller mit einer enorm begabten Hauptdarstellerin.

Es dauert nur wenige Minuten bis RESET richtig loslegt. Die Mischung aus Actioneinlagen und dem Science Fiction Elementen stimmt und auch der futuristische Look braucht sich wahrlich nicht vor amerikanischen Streifen zu verstecken.

Dann kommt natürlich wieder die Frage nach der Logik. Da setze ich immer dagegen, das man ja gar nicht wissen kann ob hier Logikfehler vorhanden sind, denn ich wüsste nicht das es eine Maschine gibt, die Zeitreisen ermöglicht. Also kann man hier nicht von Unlogik sprechen, auch wenn einiges natürlich doch sehr hypothetisch erscheint.

Nochmal kurz zu den beiden Hauptdarstellern. Die Dame muss insgesamt 3 verschiedene, komplett anders geartete Charaktere spielen und erledigt das erstaunlich gut. Auch ihr Gegenspieler wurde perfekt ausgewählt und erinnert mich in seiner Art des Schauspiels ein wenig an Andy Lau.

So bleibt unter dem Strich ein sehr unterhaltsamer Streifen, der besonders gegen Ende einige Überraschungen bereithält. Ein wenig pathetisch gerät der Schluss, aber das kennt man irgendwie aus Filmen die aus China oder Südkorea kommen. Das schmälert den Gesamteindruck allerdings bestenfalls minimal.

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ORBITER 9 (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Drama, SciFi abgelegt

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Die junge Helena lebt isoliert auf einem interplanetaren Kolonialschiff. Nachdem ihre Eltern dieses vor einigen Jahren verlassen haben, hatte sie keinerlei Kontakt mehr zu einem anderen menschlichen Wesen. Doch die Motivation, auf einem neuen Planeten eine Kolonie zu gründen, treibt sie weiterhin an. Eines Tages hat das Schiff ein Problem und so wird ein Techniker von einer nahegelegenen Raumstation gerufen um den Fehler zu beheben. Für Helena natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. In den 2 Tagen in denen Alex bei ihr ist bauen die beiden so etwas wie eine Freundschaft auf, die auch etwas weitergeht und in der Kiste endet. Als Alex sich verabschiedet, denkt Helena das dies für immer so sein wird, doch nichts ist so wie es scheint und die beiden werden sich bald wiedersehen.

Schwierig, schwierig diesen Film zusammenzufassen ohne zu viel zu verraten, denn die Wende nach etwa 30 Minuten ist nicht vorhersehbar und hat mich komplett überrascht. Die Mischung aus Liebesgeschichte und Sciencefiction funktioniert allerdings erstaunlich gut, was angesichts des Herstellungslandes auch erwähnenswert ist, denn ich kenne auf Anhieb keinen einzigen Sci-Fi Film aus Spanien.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache sehr gut und auch die zweite Wende kurz vor Schluss wirkt glaubwürdig und gelungen. Clara Lago die Helena darstellt, hat anscheinend einen Faible für extravagante Geschichten denn auch ENDE in dem sie eine Hauptrolle spielte, wandelte auf sehr ungewöhnlichen Genrepfaden.

Allerdings darf man hier eines nicht erwarten: Rasante Actioneinlagen. Der Film hat eher ruhigere Streifen wie GATTACA oder MOON zum Vorbild, bei denen es mehr um die Charaktere geht, die hier auch sehr gut herausgearbeitet werden.

Dennoch oder gerade deswegen ist ORBITER 9 meiner Meinung nach ein LOVE IT OR HATE IT Film. Menschen die oben genannte Vorbilder gut fanden, dürften auch diesen hier mögen, andere werden das Ganze einfach schlichtweg als langweilig empfinden.

Ich zähle allerdings definitiv zu ersteren, weshalb ich dem Streifen auch eine recht hohe Note verteile, aber auch Verständnis dafür habe, wenn es Menschen gibt, die ORBITER 9 nicht mögen werden.

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THE 4400 – KOMPLETTBESPRECHUNG (Koch Media)

am 19. Dezember 2017 unter SciFi, TV-SERIE, mystery abgelegt

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Im letzten Jahrhundert verschwanden Tausende von Menschen, anscheinend ohne jeglichen Grund. Im Jahre 2004 tauchen diese alle spektakulär wieder auf, denn eine riesige Leuchtkugel bringt die 4400 Personen an einen See und verschwindet danach, wie sie gekommen war. Mit der Zeit stellt sich heraus, das alle diese Leute eine besondere neue Fähigkeit haben, sei es in die Zukunft sehen, telepathische Kräfte oder sonstiges. Nachdem man sie alle eingehend untersucht hat ,kommt die Regierung zu dem Schluss, diese wieder in die Freiheit zu entlassen, nachdem sie monatelang unter Quarantäne standen. Viele nutzen ihre Fähigkeiten zum guten, einige jedoch gehen nicht sehr sorgsam damit um. Darum wird eine Spezialeinheit gebildet, die nur an den Fällen arbeitet, in denen die 4400 involviert sind. Der Zuschauer bekommt in diesem Fall die Ermittlungen der Agents Diana Skouris und Tom Baldwin erzählt. Letzterer ist auch persönlich betroffen, denn sein Sohn Kyle liegt seit dem Tag des Verschwindens im Koma und sein Neffe Shaun ist einer der 4400. Zudem waren beide, als dieser verschwand, am See feiern und Tom erhofft sich neue Erkenntnisse zu bekommen, was seinen Sohn in diesen Zustand versetzte. Mit der Zeit lüften sich einige Geheimnisse und einer der Entführten namens Jordan Collier gründet ein Zentrum für die Verschwundenen, in dem alle wohnen können, denn die Bevölkerung steht den Neuankömmlingen teilweise eher skeptisch gegenüber und Shaun wird sein Assistent.

Ich könnte natürlich hier noch viel mehr zusammenfassen, doch dann hätte ich ja die ganze Serie vorweggenommen. Erwähnen sollte ich vielleicht noch die beiden Charaktere Richard und Lily, denn diese kommen als einzige der 4400 zusammen und letztere ist nach der Rückkehr überraschend schwanger – beide, als auch ihr Kind, werden noch eine größere Rolle spielen.

Grundsätzlich geht man in dieser Serie ein wenig den Weg den auch AKTE X und FRINGE beschreiteten. Es gibt eine durchgängige Geschichte die sich um das Zentrum, Collier und den allgemeinen Entwicklungen dreht und dann gibt es einzelne Fälle, die die beiden Agenten lösen. Dieses Konzept funktionierte schon immer gut, hat aber jedoch das Problem, das man nur sehr schwer einzelne Folgen schauen kann, weil man dann viele Dinge, die angesprochen werden, nicht versteht.

Die Darsteller sind mit Ausnahme von PETER COYOTE eigentlich recht unbekannt und wenn man man ein wenig recherchiert auch eher für das Fernsehen tätig, statt Kinofilme zu drehen, wurden aber gut ausgewählt und man baut als Zuschauer schon nach kurzer Zeit ein Verhältnis zu ihnen auf, was für eine Serie immer wichtig ist.

STAFFEL 1 beschäftigt sich überwiegend mit der Ankunft der 4400 und den Schicksalen von Shaun und Kyle. In Nummer 2 sieht man die beiden Ermittler Fälle lösen die mit den Verschwundenen zusammenhängen, wobei diese, wie bereits erwähnt, immer wieder von dem einen durchgängigen Plot unterbrochen werden, der in Staffel 3 eigentlich fast 80 % der Folgen bildet. Daher ist für mich diese auch die schwächste, denn da übertreibt man es doch etwas mit Verschwörungstheorien und auch einige Handlungsstränge erschließen sich einem nur bedingt. Nummer 4 ist dann wieder ganz stark, weil sie eine überraschende Wende bringt, denn nun können auch Personen, die nicht entführt wurden, eine Fähigkeit erlangen.

Insgesamt kann man sagen, das man hier eine spannende Serie kredenzt bekommt, der man aber, so verrückt das klingt, ansieht, dass sie schon 13 Jahre alt ist, denn die Effekte sind heute teilweise schon überholt, da in diesem Bereich die Fortschritte enorm waren.

Trotzdem kann ich THE 4400 jedem empfehlen, der gerne gute Mystery/Science-Fiction sieht.

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SPACEWALKER (Capelight/Alive)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, SciFi abgelegt

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Im Zuge des Kalten Krieges kämpfen die UdSSR und die USA im Jahr 1965 erbittert um die Führung im kosmischen Rennen. Die Sowjetunion steht kurz vor dem historischen Versuch, den ersten Menschen auf einen Weltraumspaziergang zu schicken. Allerdings planen die Amerikaner ähnliches, also hetzt man die Konstrukteure, es statt 1967 wie geplant, schon 2 Jahre früher möglich zu machen. Als dann das Prüfungsraumschiff in die Luft fliegt, scheint das Rennen erst mal verloren. Doch die beiden Kampfflieger Pavel Beljajev und sein jüngerer Partner Aleksej Leonov sind trotzdem bereit, trotz aller Gefahren den Schritt ins Unbekannte zu wagen…

Letzterer lebt heute noch und war als Berater des Films tätig, was dem Ganzen natürlich eine große Authentizität verleiht. Auch wenn man weiß, wie die Geschichte ausgeht, ist SPACEWALKER dennoch spannend.

Die Effekte sind großartig und stehen amerikanischen Produktionen wirklich in nichts nach. Insbesondere die Szenen im Weltraum sind richtig gut.

Ein wenig nervt aber das patriotische Geplapper zwischendurch, auch diesbezüglich ähnelt der Streifen den amerikanischen Vorbildern. Genosse hier Genosse da, und die bösen Amerikaner finden oft Erwähnung, aber das muss man wohl so hinnehmen, da es zu der Zeit eben diesen Kalten Krieg gab.

Allerdings wird einem der Streifen als Thriller im All verkauft, was er nun wahrlich nicht ist. Ich würde das ganze eher als ein Drama mit stark biografischen Zügen und Spannungsmomenten bezeichnen. Zudem hätten es 20 Minuten weniger auch getan, denn gegen Ende zieht es sich dann doch ein wenig.

Ich bin kein Kenner des russischen Films, daher kann ich zu den Darstellern wenig sagen, diese erledigen ihren Job jedoch gut. Insbesondere der Chef des Ganzen spielt seine Rolle sehr überzeugend und ist eigentlich auch die sympathischste Figur, weil er zuerst an das Überleben seiner beiden Schützlinge denkt. Der „Held“ und Weltraumspaziergänger wird mir insgesamt etwas zu pathetisch dargestellt.

So bleibt unter dem Strich ein interessantes Drama mit wirklich gelungenen Effekte, nach wahren Begebenheiten. In den Extras erwähnt der originale Leonov nochmals, das sich das alles genauso abgespielt hat.

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SUBTERRANEA (Lighthouse)

am 18. September 2017 unter Drama, SciFi abgelegt

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1997 erschien ein Album der Band IQ mit dem Namen des Filmtitels. Dieses fand ich auch damals schon brillant, und das, obwohl Prog-Rock nun nicht wirklich zu meinen musikalischen Vorlieben gehört. Doch die Geschichte und das Konzept des Albums, sowie die sehr melodiösen Keyboard-Passagen gefielen mir richtig gut.

Fast 20 Jahre hat es allerdings gedauert, bis nun jemand diesen „Soundtrack“ verfilmt hat.

Die Geschichte ist recht schnell erzählt. Als Opfer eines sozialen Experimentes wächst ein Kind in kompletter Einsamkeit in einem kleinen Zimmer unter der Erde auf. Es bekommt zwar regelmäßig Essen und erlernt auch das Sprechen, doch Licht ist ihm völlig unbekannt. Nun ist jedoch die Zeit gekommen, dass sein Peiniger ihn in die Öffentlichkeit entlässt. Anfangs völlig auf sich alleine gestellt und in ihm unbekannter Helle, hat er Probleme, sich zurecht zu finden. Die nette Maya erkennt, dass er ein Problem hat und nimmt sich seiner an. Gemeinsam mit ihr versucht er nun herauszufinden, wer er wirklich ist. Doch manche Geheimnisse sollten besser nicht gelüftet werden.

Wer hier nun einen High Budget Streifen erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn mit eher geringen Mitteln hat Regisseur Matthew Miller einen seiner ersten Langfilme veröffentlicht. Das passt allerdings auch zum Soundtrack, denn obwohl das Album der Band IQ in Insiderkreisen zum Kultstatus avancierte, verkaufte es sich nicht sonderlich oft.

Leider sind im Film auch keine Songs zu hören, was ich etwas schade finde, denn involviert schienen die Herrschaften schon zu sein, denn die Musik in dem Streifen stammt von Michael Holmes, dem Keyboarder der Band. Die Geschichte von Peter Nicholls, dem Sänger, ist ja so gesehen bereits 1997 erschienen und wurde nur etwas umgeschrieben, dass sie in einem Film funktioniert.

Wer gerne kleine Independentstreifen mit leichtem Sci-Fi-Touch mag, die allerdings deutlich eher in Richtung Drama tendieren, denn mit reichlich Krawall inszeniert sind, dem dürfte Subterrenea gefallen.

Ein ganz leiser Film, der durch den sehr guten Hauptdarsteller getragen wird, der die Hilflosigkeit seines Protagonisten gut rüberbringt.

Mich würde mal interessieren, ob er auch Fans des Albums zusagt. Man möge mir bitte kurz schreiben.

Die Bewertung bei imdb ist mit 7,4 ebenfalls sehr hoch. Das zeigt mir, das es viele Menschen gibt, die auch Filme mit schmalem Budget zu schätzen wissen. Eine relativ neutrale Bewertung ist aufgrund des recht ungewöhnlichem Films und des Hintergrunds, das ich das Album dazu schon ewig kenne, wirklich schwierig. Daher lasse ich diese mal weg und verweise auf imdb.