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Archiv der Kategorie 'SciFi'

DEN STERNEN SO NAH (Universum Film)

am 25. Juli 2017 unter Komödie, SciFi abgelegt

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Gardner und Tulsa kennen sich aus einem Chatroom und hätten gerne mal ein Date. Das gestaltet sich allerdings schwierig, denn ersterer lebt ein wenig weit weg. Seine Mutter, eine Astronautin, war damals mit ihm schwanger und entband auf dem Mars ihren Sohn, verstarb allerdings dabei. Nun lebt Gardner schon seit 16 Jahren auf den langweiligen Planeten und möchte so gerne die Erde und natürlich Tulsa kennenlernen. Zudem hat er sich in den Kopf gesetzt, seinen Vater zu finden. Eines Tages bekommt er dann wirklich die Einwilligung, den Planeten zu besuchen, allerdings nur unter Sicherheitsauflagen, denn Gardner ist natürlich eine ganz andere Atmosphäre gewöhnt und leidet zudem an einer Herzkrankheit. Also ist Vorsicht geboten. Diese wirft er allerdings auf der Erde komplett über Bord, da er von den neuen Eindrücken überwältigt ist, sucht und findet Tulsa und erlebt mit ihr ein tolles Abenteuer auf der Suche nach seinem Dad.

Die Grundidee des Streifens ist, das muss man wirklich sagen, klasse. Ich kann mich auch nicht erinnern, das so etwas schon einmal so oder so ähnlich verfilmt wurde.

Das die beiden sich ineinander verlieben und der Streifen einige Male nur haarscharf am Kitsch vorbeischrammt, ist eigentlich vorprogrammiert. Dennoch machen Regisseur und Drehbuchautor hier vieles richtig, mit Abzügen in der B-Note.

Da hätten wir erstmal die Besetzung. Zwar stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, doch als Liebespaar gehen sie irgendwie nicht durch. Asa Butterfield nimmt man den 16-jährigen noch ab, doch Britt Robertson ist zum Zeitpunkt der Entstehung des Filme schon 26 Jahre alt und das sieht man meiner Meinung nach auch. Nicht das sie eine schlechte Leistung abliefert, aber für die Rolle ist sie meiner Meinung einfach etwas zu alt. Gary Oldman ist schauspielerisch zwar etwas unterfordert, sieht man aber trotzdem immer wieder gerne.

Sehr schön hingegen ist, wie man es schafft die Hilflosigkeit und Tollpatschigkeit des Hauptdarstellers als Fremder auf einem Planeten darzustellen. Immer wieder kommt er in Situationen mit denen er überfordert ist (sei es optisch oder zwischenmenschlich). Das hat man wirklich sehr gut hinbekommen. Auch den Twist kurz vor Ende hätte man so sicherlich nicht erwartet.

DEN STERNEN SO NAH hat allerdings insgesamt ein Problem und das ist, das er den Konventionen eines Spielfilms folgen muss und trotz der staatlichen Laufzeit von 120 Minuten, kommen viele Aspekt einfach zu kurz. Aus dieser Geschichte hätte man besser eine Serie gemacht, denn vieles muss an vielen Stellen einfach zu sehr gestrafft werden, und das ist leider sehr schade.

Trotzdem ein schöner, etwas sentimentaler Streifen, der einem am Ende doch bewegt.

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TELL ME HOW I DIE (Alive)

am 20. Juni 2017 unter Horror, SciFi, Suspense abgelegt

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Einige Studenten, unter anderem die sympathische Anna, nehmen an einem Medikamenten-Test in einer Forschungsstation teil, welche mitten in der Pampa liegt, aber 2000 Dollar sind durchaus ein Anreiz an dem ganzen teilzunehmen. Getestet wird ein Mittel, welches die Alzheimer-Krankheit heilen soll. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Wirkungen – allerdings anders als angenommen. Einige der Teilnehmer haben Visionen und können Dinge sehen, die, wie sich später zeigt, auch wirklich passieren. Anfangs finden das einige ziemlich cool, denn zum Beispiel in einem Kasino kann man damit gut Geld scheffeln. Doch als der erste der Herrschaften das Zeitliche segnet und dies Anna in einer Vision erschien, wird den Teilnehmern mulmig. Zudem hat sich anscheinend ein Killer Zugang verschafft und dezimiert ordentlich Teilnehmer der Studien, als auch Personal.

Das hört sich jetzt insgesamt banaler an als es eigentlich ist, denn nach ca. 45 Minuten gibt es erste Anzeichen einer Wendung, die mir extrem gut gefallen hat, denn daraus resultiert, das die Überlebenden nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Leider kann ich nicht sagen , warum das so ist, denn das wäre wirklich zu krass gespoilert und würde hier doch zu viel vorwegnehmen.

Wer meint, man bekommt hier einen billig aussehenden B-Movie zu sein, der wird überrascht sein. Alleine die Forschungsstation macht optisch richtig was her und auch der komplette Look des Films sieht nun wahrlich nicht nach einer billigen Produktion aus. Respekt, was der völlig unbekannte Regisseur D.J Viola hier aus dem mickrigen Budget herausgeholt hat.

Die Schauspieler sind auch weitestgehend unbekannt, bestenfalls William Mapother, der den behandelnden Arzt spielt, kennt man aus recht vielen Filmen.

Wieso TELL ME HOW I DIE teilweise vernichtende Kritiken bekommt, ist für mich nicht nachvollziehbar – teilweise mit der Begründung der fehlenden Logik. Da frage ich mich, wie ein Film der mit einem Thema experimentiert, das so noch nie verfilmt wurde und in dem es um ein Medikament geht, das diverse Nebenwirkungen hat, dass es so aber gar nicht gibt, logisch sein kann?

Das sind dann aber komischerweise die gleichen Menschen, die den schlimmsten Rohrkrepierer der letzten 3 Jahre namens DONT BREATHE gut finden. DER war mal unlogisch, weil es da nicht um Experimente sondern nur um reale Dinge ging, und die waren völlig bescheuert konstruiert.

Ok, gegen Ende übertreibt es der Drehbuchautor ein wenig selbstverliebt mit seinen Visionen und Voraussagen und 107 Minuten sind auch eine stramme Laufzeit – da hätten es 25 Minuten weniger auch getan.

Trotzdem bleibe ich im Gegensatz zu den meisten (Ausnahmen sind einige Kritiken bei imdb) dabei, das TELL ME HOW I DIE einer der spannendsten Filme des Jahres ist. Wer zum Beispiel MORGAN Project mochte, wird auch hier Gefallen finden, weil es auch da um eine Mischung aus Horror und Sci-Fi ging. Zudem gibt es auch noch einiges an recht originellen Mordarten zu sehen. Was will man noch?

GEHEIMTIPP!

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DAS MORGAN PROJECT (Fox)

am 08. Juni 2017 unter Drama, Horror, SciFi abgelegt

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Die toughe Krisenmanagerin Lee wird zu einem abgelegenen Ort geschickt, an dem sie die Fortschritte eines geheimen Experiments begutachten soll. Zudem kam es zu einem Vorfall, denn Morgan, eine gerade mal 5 jährige, künstlich erschaffene, aber humanoide Lebensform, hat eine Mitarbeiterin des Labors schwer verletzt. Lee soll prüfen, ob das Experiment außer Kontrolle geraten ist und abgebrochen werden muss – was zur Folge hätte, das auch Morgan nicht überleben darf. Zudem wird noch ein Psychologe dazu geholt. Bei dessen aggressiver Befragung rastet „es“ komplett aus und Lee ist sich nun sicher, das man es eliminieren muss, doch die Mitarbeiter die das menschliche Wesen ins Herz geschlossen haben, bereitet dieser Gedanke Probleme. Eben diese bekommen sie aber auch, als Morgan abhauen will.

Ridley Scott hat diesen Film produziert, was nicht weiter verwunderlich ist, denn sein Sohn Luke liefert hier seinen ersten Langfilm ab und bewegt sich dabei durchaus auf den Spuren des Vaters, der ja dem Science-Fiction Genre auch nicht unbedingt abgeneigt ist.

Zwar ist MORGAN PROJECT nicht zwingend logisch (man könnte hier einiges aufführen); dafür aber von enormer Intensität. Die beiden vermeintlichen Hauptdarsteller Kate Mara (was eine coole Sau) und Anna Taylor Joy (genauso cool und hübsch) liefern sich ein fulminantes Duell, sowohl verbal als auch körperlich, Zudem sind die Nebenrollen mit Prominenz bestückt. Paul Giamatti, Jennifer Jason Leigh und Toby Jones sind unter anderem mit an Bord.

Anfangs braucht man allerdings ein wenig Geduld, den der Steifen beginnt mit einem relativ langen Prolog. Dieser ist aber notwendig, da man hier auf viele Punkte des Experiments detailliert eingeht. Hätte man das kürzer gestaltet wären die „hier wird ja nix erklärt“-Stimmen sicher wieder laut geworden.

Das ich einen Film der Firma FOX bewerte kommt eher selten vor, denn als riesiger Major tut man sich mit Bemusterungen, vorsichtig formuliert, etwas schwer. Zudem sind die Budgets der Filme weit über denen die eigentlich auf meiner Seite besprochen werden sollen.

MORGAN PROJECT hat aber trotz des coolen Looks, auch durch seine etwas krude Story, eher einen B-Movie Charme, wenn er auch sehr professionell in Szene gesetzt wurde. Die Effekte sind gut dosiert und auch gelungen.

Fazit: Ein kleiner Geheimtipp, der allerdings nicht allen zusagen wird, auch weil die Action nicht zwingend im Vordergrund steht.

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PASSENGERS (Sony Pictures)

am 14. März 2017 unter SciFi abgelegt

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Weltraumreisen zu neuen Planeten sind in de Zukunft kein Problem mehr, da man mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und daher auch ferne Galaxien mühelos erreichen kann. Da dies aber trotzdem eine Weile dauert werden die Reisenden in einen künstlichen Kälteschlaf versetzt. Als Jim aufwacht ist er zunächst erfreut, denn schon bald kann er sein neues Zuhause sehen. Dafür müsste er aber ziemlich alt werden, denn die Kammer hat einen Defekt und er wurde 90 Jahre zu früh geweckt. Da er der einzige der 500 Passagiere ist, dem dieses Missgeschick passierte, wird das Leben für ihn trotz anfänglicher Freuden bald zur Qual, und er steht kurz vor dem Suizid. Dann entdeckt er Aurora in einer der Schlafkabinen und holt Erkundigungen über sie ein. Nach und nach verliebt er sich und fasst den für sie folgenschweren Entschluss, sie vorher aufzuwecken, wohl wissend, das das auch für sie bedeutet, das sie ihr restliches Leben im Weltraum verbringen muss. Doch das ist bald nicht das einzigste Problem, denn so wie es aussieht, wird das Schiff seinen Zielort niemals erreichen.

PASSENGERS beginnt richtig stark. Die erste habe Stunde erinnert von der Geschichte ein wenig an MOON. Hier findet man sogar ernste Töne, denn die folgenschwere Entscheidung Aurora aufzuwecken, stellt den Protagonisten vor eine große Gewissensfrage. Zudem zeigt der Film eben auch auf, das der Mensch nicht fürs Alleinsein geschaffen ist.

Nach diesem überraschend tiefgründigem Beginn folgt PASSENGERS dann aber doch den üblichen Hollyood-Gesetzen, bleibt aber trotzdem weiterhin unterhaltsam. Die Wende mit dem „dritten“ Passagier der aufwacht, ist ebenfalls gelungen.

Alles in allem hätte ich dem Streifen, der eine wirklich fantastische Optik auf den Beamer zaubert, durchaus eine sehr hohe Bewertung gegeben. Leider tue ich mich aber wieder schwer mit den letzten 10 Minuten. Muss das denn immer alles so glattgebügelt werden? Kann man nicht einfach mal einen Film ohne komplettes Happy-End lassen? Anscheinend nicht.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, wobei mich vor allem Chris Pratt überrascht, der ja weite Teil des Films im Alleingang tragen muss. Das Lawrence gut schauspielern kann, nur meist die falschen Rollen annimmt, die sie unterfordern (ich sage nur Panem) ist nichts Neues.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, mit tollen Effekten und einigen originellen Zukunftsideen (der Barkeeper sorgt immer wieder für ein Lächeln), dessen Gesamteindruck durch die typischen Gesetze eines A-Movies leicht getrübt wird. Trotzdem:

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RUPTURE (Splendid)

am 28. Februar 2017 unter Horror, SciFi, Thriller, mystery abgelegt

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Renee ist mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert, seit sie sich von ihrem Gatten getrennt hat. Als sie ihren Filius bei ihrem Ex abliefert wird sie auf dem Weg zu einem Fallschirmkurs entführt und wacht gefesselt in einem mysteriösen Gebäudekomplex wieder auf. Anscheinend werden hier Versuche an Menschen durchgeführt, in dem man sie mit ihren Ängsten konfrontiert. Bald schon bekommt Renee Besuch von einer recht unsympathischen Spinne, denn ihre größte Angst ist eben die vor diesen Tierchen. Doch zu welchem Zweck setzen die angeblichen Forscher diese Qualen ein?

Der Streifen macht eigentlich nichts falsch. Ein solider Spannungsaufbau, ein wenig Horror, ein bisschen Mystery und einige Wendungen. So wirkt das ganze wie eine überlange Folge von Akte X, in der nur Scully und Mulder fehlen.

Dazu ist der Streifen mit Noomi Rapace und Peter Stormare mehr als ordentlich besetzt. Überhaupt spielt Madame gerne in kleinen Independent-Movies mit, statt sich in Groß-Produktionen zu verschwenden.

Die Auflösung ist weit hergeholt, aber eigentlich gar nicht mal so unclever. Der Schluss lässt dann mehrere Interpretationsmöglichkeiten zu und schreit eigentlich nach einer Fortsetzung.

Ob diese kommt, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn dazu müsste der Streifen schon richtigen Kultstatus erlangen, was ich bei den durchwachsenen Kritiken nicht glaube.

Ich persönlich fand RUPTURE durchaus unterhaltsam und zudem überwiegend spannend. Allerdings, wie bereits erwähnt, eher für Fans von AKTE-X geeignet, denn für Leute, die hier einen Horrorfilm erwarten. Das Cover suggeriert allerdings etwas anderes.

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INTO THE FOREST (Capelight/Alive)

am 28. Februar 2017 unter Drama, SciFi, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Als plötzlich der Strom ausfällt, glaubt man nur an ein kurzfristiges Phänomen, doch als das ganze über Wochen und Monate anhält, machen sich die beiden ungleichen Schwestern Nell, Eva und ihr Dad, die mitten im Nirgendwo im Wald leben doch langsam Gedanken, zumal die Lebensmittel ausgehen. Insbesondere für die wissbegierige und vom Internet abhängige Nell ist das ganze nur schwer zu verkraften. Auch weitere Ausflüge in die weit entfernte Stadt gestalten sich schwierig, da kein Benzin mehr vorhanden ist. Als dann noch der Vater der beiden bei einem Unfall stirbt, sind die beiden völlig auf sich alleine gestellt und müssen von dem leben, was der Wald hergibt.

Das Problem das INTO THE FOREST hat ist ganz einfach, das diese Geschichte keinen Stoff für einen sage und schreibe 106 Minuten lang Film hergibt, denn irgendwann wird das ganze langweilig. Die Grundidee ist gelungen und auch das Verhalten der Menschen (will nicht spoilern) scheint mir nicht allzu weit hergeholt.

Doch irgendwann geht der Streifen einfach nicht mehr vorwärts und man sieht den beiden Schwestern nur noch zu, wie Sie langsam dahinvegetieren. Auch der Handlungsstrang mit Nells Freund wirkt etwas aufgesetzt, und wieso sie ihr Vorhaben mit ihm nicht in die Tat umsetzt nur weil sich ihre Schwester bockig stellt, ist ebenfalls nicht wirklich nachvollziehbar.

Schauspielerisch ist hier natürlich alles über jeden Zweifel erhaben, denn Ellen Page (die das Buch entdeckte und auch als Produzentin fungierte) und Evan Rachel Wood (sonst nicht wirklich mein Fall) spielen hier absolut überzeugend auf und helfen dem Streifen über die ein oder andere Länge hinweg.

Das funktioniert auch sechzig Minuten lang, doch spätestens mit der Wende, das die beiden noch einen dritten Mitbewohner bekommen, wird mir das alles etwas zu abstrus. Zudem kann dieser neue Handlungsstrang keine neuen Spannungs-Impulse setzen.

So bleibt unter dem Strich ein gut gemeinter Ansatz, mit tadellosen Darstellern, der sich allerdings, besonders gegen Ende, doch etwas zieht.

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DIE ERSTE FAHRT ZUM MOND (Koch Media)

am 28. Februar 2017 unter Klassiker, SciFi abgelegt

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Einem Raumschiff gelingt die erste Landung auf dem Mond – dachte man zumindest, denn ein Astronaut findet eine britische Flagge und eine Urkunde in der steht, das ein gewisser Mr. Bedford den Erdtrabanten bereits 1899 besucht hat und dieser nun Königin Viktoria gehört. Nach seiner Rückkehr auf die Erde, versucht man herauszufinden, wie das möglich sein kann, das bereits vor so vielen Jahren eine Weltraumexpedition stattgefunden hat. Die Spur führt in ein Seniorenheim in England.

Also ich finde es schon erstaunlich, das jeder Mist ein Remake erhält, solch eine putzige Idee aber nicht. Dabei würde sich das doch gerade zu anbieten, denn sind wir mal ehrlich – das die Effekte die damals sicherlich als toll galten, heutzutage nach Mottenkiste aussehen, kann man einem Film aus dem Jahre 1964 nun wirklich kaum übel nehmen.

Das ganze erscheint in der Ray Harryhausen Effects Collection, die Koch bereits vor einigen Jahren gestartet hat und die skurrile Dinge an die Oberfläche fördert. DEN Streifen hab ich jedenfalls noch nie gehört, geschweige denn gesehen.

Insgesamt unterhält das Gezeigte durchaus, wenn man natürlich auch völlig andere Maßstäbe anlegen muss, als bei heutigen Produktionen.

Dafür gibt es aber von technischer Seite, wie fast schon normal, bei Veröffentlichungen von KOCH, absolut nichts auszusetzen. Als Ton wird hier DTS HD 4.0 angegeben, was in Wahrheit aber nichts anderes ist als solides Stereo, aber das geht vollkommen in Ordnung.

Das Bild ist für einen über 50 Jahre alten Film allerdings ein Knaller. Kaum sind Blitzer oder Unschärfen auszumachen und so sieht der Streifen wie eine Produktion der letzten 10 Jahre aus. Immer wieder erstaunlich was man aus so ollen Kamellen rausholen kann, wenn man sich Mühe gibt und nicht wie Warner alles einfach auf DVD presst (ich sage nur immer wieder „die 12 Geschworenen“).

Wer den Streifen schon immer sei Eigen nennen wollte, kann hier nichts falsch machen.

ARRIVAL (Studio Canal)

am 03. Februar 2017 unter Drama, SciFi abgelegt

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Außerirdische Raumschiffe landen an zwölf anscheinend willkürlichen Stellen auf der Erde Die Linguistin Dr. Louise Brooks wird vom Militär eingesetzt und soll gemeinsam mit einem Kollegen versuchen, die Sprache der Aliens zu entschlüsseln um herauszufinden, wozu sie hier sind…aber viele Menschen können damit nicht umgehen und erwarten eine Invasion, was zu Panik, Plünderungen und ähnlichem führt. Zudem will China angreifen. So rennt Brooks die Zeit weg.

Die Grundidee ist gar nicht übel – auch wie sich die Sprachwissenschaftler dem ganzen nähern ist eigentlich recht nachvollziehbar in Szene gesetzt und die Optik ist eh gelungen.

Trotzdem bin ich der Meinung, das sich diese Geschichte eher als Serie eignen würde. Obwohl der Film eigentlich eher langatmig wirkt, geht das alles doch sehr schnell vor sich, denn im Endeffekt brauchen die Herrschaften doch relativ wenig Zeit das ganze zu entschlüsseln.

Zudem würde in einer Serie auch die Möglichkeit bestehen, einige Wendungen einzubauen, von denen ARRIVAL leider weitgehend verschont bleibt. Zudem ist mir der esoterische Schnick Schnack doch etwas weit hergeholt und auch das Mutter-Tochter-Drama hätte man sich schenken können.

Da Amy Adams 80 % des Films alleine zu tragen hat, sind sowohl Forest Whittaker, als auch der blasse Jeremy Renner völlig unterfordert und dienen nur als Staffage.

Am Ende will der Film dann etwas zu viel (kann nicht genau schreiben was, ohne zu viel zu verraten) und wird dadurch eher schwächer als besser.

Optisch ansprechend ist die Grundidee, wie bereits erwähnt, zumindest interessant, die filmische Umsetzung, abgesehen von der Optik, allerdings nur bedingt gelungen, auch weil größtenteils einfach die Spannung fehlt.

Wohlwollende:

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EQUALS (Koch Media)

am 22. November 2016 unter Drama, SciFi abgelegt

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Nachdem die Welt von einem atomaren Krieg heimgesucht wurde, schalteten Wissenschaftler bei Menschen die Emotionen ab. Diese arbeiten, essen, gehen nach Hause und schlafen. Eine recht unbefriedigende Existenz, die viele das Leben kostet, da sie in ihrem Dasein keinen Sinn erkennen und sich das Leben nehmen. Auch Silas und Nia gehören zu dieser Gattung. Doch beide verspüren mit der Zeit eine gewisse Anziehungskraft. Als sie sich heimlich treffen, lernen sie kennen, wie schön es ist, einen anderen Menschen zu berühren und ihm nahe zu sein. Diese Treffen häufen sich, sind aber sehr gefährlich, denn werden sie entdeckt gelten sie als „infiziert“ und werden aus dem Verkehr gezogen. Dann wird Nia schwanger….

In diversen Foren habe ich nun schon mehrmals gelesen, das EQUALS eine Kopie von Equilibrium darstellt. Das einzige was die Filme gemeinsam haben ist, das man die Emotionen der Menschen unterdrückt. Ansonsten hat letztgenannter, auch mit der Verbrennung der Bücher und dem extra entwickelten Kampfstil meiner Meinung nach einen ganz anderen Ansatz und gehört nicht einmal dem gleichen Genre an.

Stilistisch erinnert EQUALS stark an den von mir sehr geschätzten GATTACA, verfeinert jedoch noch dessen Look, was wohl auch daran liegt, das man heute technisch mehr Möglichkeiten hat.

Wenn man schon Vergleiche zieht, dann fällt mir eine Platte von Mike Batt namens ZERO ZERO ein, die es auch als Video gibt. Diese könnte durchaus Vorbild für EQUALS gewesen sein. Auch da verliebt sich ein Mann in ein Mädchen, obwohl dies eigentlich gar nicht mehr möglich scheint.

Meine Begeisterung für Kristen Stewart und Nicholas Hoult hält sich eigentlich stark in Grenzen, doch was die beiden hier bieten, besonders in den Szenen, in denen sich beide annähern, ist emotional fast schon ergreifend.

Frau Stewart ist in der letzten Zeit eher in kleineren Filmen zu sehen, was ihr sichtlich guttut. Auch in CAMP-X-RAY lieferte sie bereits eine sehr gute Leistung ab.

EQUALS ist ein hervorragendes Drama mit tollen Schauspielern und einer subtilen Handlung. Wer hier viel Action erwartet, wird gänzlich enttäuscht.

Mich persönlich hat das nicht im Geringsten gestört, es wird aber auch Leute geben die maulen „da passiert doch nix“. Tut es wohl, nur eben auf einer anderen Ebene. Nichts für das Mainstream-Publikum.

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REAL HUMANS – STAFFEL 2 (WVG)

am 08. November 2016 unter SciFi, Suspense, TV-SERIE abgelegt

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Da jeder der Staffel 2 schaut auch den ersten Teil gesehen hat, hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung: Menschliche Roboter, sogenannte Hubots, gehören (ähnlich wie in I ROBOT) zum Alltag der Menschen, weil sie ihnen viel Arbeit abnehmen und sich z.B. auch in der Krankenpflege bewährt haben. Doch unter den Robotern gibt es auch einige, die sogenannte freie Hubots sind, also keinem Menschen gehören und die haben ein Eigenleben entwickelt und keine Lust mehr den Hampelmann für andere zu spielen…

Soweit eine allgemeine Kurzfassung. Jetzt zur Staffel: Die befreiten Hubots haben sich in alle Winde zerstreut. Mimi lebt inzwischen recht glücklich bei einer Familie, die sie nicht als Haushaltshilfe, sondern als vollwertiges Familienmitglied sieht. Flash hat sich sogar verliebt und heiratet ihren Liebsten, obwohl dieser weiß, das sie ein Hubot ist. Gordon irrt nach dem Ableben seiner Freundin in der Gegend herum, während Bea weiterhin den Code ihres Schöpfers sucht, damit sie endlich ein richtiger Mensch sein kann und durchaus auch ihre dadurch gewinnende Macht zu Gunsten der Hubots einsetzen will.

Wer die erste Staffel nicht gesehen hat, der versteht in der Fortsetzung absolut nichts, denn alles baut auf dieser auf. Selbst ich hatte erst Probleme dem Geschehen zu folgen, da die Veröffentlichungs-Zeitpunkte der beiden Staffeln doch recht lange auseinander lagen.

Die Ereignisse setzen etwa ein halbes Jahr später an und immer wieder schaffen es die Macher besonders originelle Ideen einzubauen. Es gibt zum Beispiel mittlerweile Menschen die sind „Trans-Human-Sexuell“, verlieben sich also nur in Hubots, wie etwa Tobbe.

Es gibt eine Partei die gegen die Hubots kämpft und Jugendliche rekrutiert, die gegen diese Spezies sind und sie gnadenlos bekämpfen.

Zudem wird die Frage gestellt,ob ein freier Hubot in der Lage ist, ein Kind alleine zu erziehen.

Da haben sich die Macher wieder jede Menge interessanter Dinge einfallen lassen und schaffen es, die recht hohe Qualität des Vorgängers zu halten. Lediglich das Camp, in dem Menschen gegen Hubots Paintball spielen, finde ich etwas weit hergeholt.

Wir warten auf Staffel 3, denn diese hier endet mit einem derben Cliffhanger. Hoffentlich geht es diesmal etwas schneller….

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