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Archiv der Kategorie 'SciFi'

LEVEL 16 (Splendid Film)

am 19. März 2019 unter Drama, SciFi, Suspense abgelegt

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Reinheit, Gehorsamkeit, Bescheidenheit: Diese Tugenden werden in der Vestalis-Akademie nach strengsten Regeln gelehrt. Nur mit Fleiß und Disziplin werden die Mädchen es schaffen, auf Level 16 zu kommen – der letzten Stufe der Akademie – und haben damit die Chance, adoptiert zu werden. Die regeltreue Vivien ist gerade frisch auf Level 16 gekommen und trifft dort auf Sophia. Diese rät auf die ominösen Vitamine zu verzichten, die sie täglich einnehmen müssen. Zögernd beherzigt sie Sophias Rat und kann in der folgenden Nacht nicht einschlafen. Erstmals erlebt sie, wie die Tür des Schlafraums geöffnet und Mädchen mitgenommen werden. Langsam kommt sie den wahren Hintergründen der Akademie auf die Spur – und die sind schlimmer, als alles, was sie dort bislang erlebt hat!

Den Pressetext fand ich hervorragend und habe ihn deshalb übernommen. Das ist zwar auf den meisten Seiten Standard, doch oft sind diese Zusammenfassungen ziemlich dusselig und ich formuliere eine eigene aus – in diesem Fall aber spiegelt das ganze den Ablauf perfekt wieder.

LEVEL 16 ist nur ganz schwer einem Genre zuzuordnen, da hier Elemente von Drama, Thriller und Sci-Fi vorhanden sind – eine recht ungewöhnliche Mischung, wie ich sie bislang nur selten gesehen habe. Eventuell könnte man MOON oder GATTACA als Referenz nehmen, aber lediglich auf die Genre-Kreuzung bezogen, nicht auf die Handlung.

Die ist endlich mal wieder etwas völlig anderes. Vor allem weiß man sowohl als Zuschauer genauso viel oder wenig weiß, wie die dort ansässigen Schülerinnen. Die meisten der Mädels sind dermaßen indoktriniert, dass sie nach so vielen Jahren völlig blindlings den Anweisungen folgen und nichts hinterfragen, weil sie ja schließlich adoptiert werden wollen, was allerdings in keinster Weise das Ziel dieser Einrichtung ist.

Als Chef der Akademie konnte man den von mir hochgeschätzten Peter Outerbridge gewinnen, der in RE GENESIS, in dem er einer der Hauptrollen spielte, in einer der besten Serie des neuen Jahrtausends mitwirkte. Auch die mir völlig unbekannte Katie Douglas liefert eine wirklich hervorragende Leistung ab.

Der Streifen hat sicherlich nicht viel Geld gekostet, denn er spielt meist in einem Gebäude und es sind auch keinerlei Spezialeffekte vorhanden, was aber beweist, dass eine gute Idee oft ausreicht, um einen überraschend gelungenen Film zu produzieren, denn als solchen kann man LEVEL 16 bezeichnen, auf dessen Geschichte man sich aber einlassen muss.

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RADIUS (Lighthouse)

am 19. Februar 2019 unter SciFi, mystery abgelegt

Radius_DVD (1)Nach einem Autounfall hat Liam keinerlei Erinnerung mehr was passiert ist. Er macht sich auf den Weg in die Stadt, um Hilfe zu suchen, doch dort liegen alle leblos herum. Es scheint ein merkwürdiger Virus umzugehen, der die Menschen tötet, doch wieso ist er nicht betroffen? Dann lernt er Jane kennen, die in Sachen Erinnerung das gleiche Schicksal ereilt hat und der in seiner Nähe nichts passiert. Langsam kommen sie dahinter, dass sie zusammen in dem Auto gesessen haben. Doch es kommt noch schlimmer. Sobald sich die beiden etwa 15 Meter voneinander entfernen, stirbt jedes Lebewesen sofort. Ein CT soll Aufschluss bringen, doch es ist nichts auffälliges zu entdecken. Mittlerweile werden die beiden auch schon von der Polizei gesucht, weil man sie für die ganzen Toten verantwortlich macht. Auf der Flucht müssen sie dabei immer zusammenbleiben, weil sich ansonsten die Leichen aneinanderreihen würden, doch das gestaltet sich in manchen Situationen schwierig..

Juhu endlich mal eine Geschichte die noch nicht 1000 mal erzählt wurde. Dem Schreiber des Drehbuchs kann man nur gratulieren. Er hat definitiv alles richtig gemacht. Die reichlichen Wendungen ergeben alle Sinn, und die Schlusspointe setzt dem Ganzen noch die Krone auf, obwohl ich die ganze Zeit befürchtete, das eben das Ende in die Hose geht.

Natürlich ist das ein kleiner Independent-Thriller und man hat keine ganz großen Schauspieler dafür engagieren können, doch meiner Meinung nach erledigen Diego Klattenhoff und die reizende Charlotte Sullivan ihren Job sehr gut. Es muss ja nicht immer Starpower sein, ebenso wenig wie CGIs, die hier nur sehr spärlich zu finden sind.

Dazu gesellt sich ein bedrohlicher Soundtrack, der zwar eher dezent bleibt, aber im Hintergrund immer perfekt zu dem Geschehen elektronisch vor sich hin wabert und sich gut zu dem Gezeigten ergänzt.

Interessanterweise gehen die Meinungen bei diesem Streifen im Netz komplett auseinander.. Während die professionellen Kritiker eher motzen, sind die Rezensionen von privaten Leuten zum Beispiel bei imdb, nahezu alle im hohen Bereich angesiedelt, was dem Film eine ordentliche Durchschnittsnote von 6,3 dort einbringt.

Fazit: Wer auf gute Ideen steht und wem kleinere Filme zusagen, der liegt hier genau richtig. Die Geschichte ist klasse und die Umsetzung für das kleine Budget ebenso hervorragend. Ich bin mir fast sicher, das RADIUS noch einmal erscheinen wird – und zwar dann als A-Movie, wobei ich mir ebenso sicher bin, dass er seinen Charme dabei verlieren wird. Ein kleiner Geheimtipp.

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ELISABETH HARVEST (Capelight/Alive)

am 28. Januar 2019 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Nach ihrer Hochzeit mit dem brillanten und vermögenden Wissenschaftler Henry, zieht die junge Elizabeth in sein luxuriöses Anwesen in den Bergen. Henry legt seiner frisch angetrauten Ehefrau die Welt zu Füßen – ihr Leben scheint perfekt zu sein. Doch Elizabeth spürt, dass etwas nicht stimmt: In dem riesigen Haus gibt es einen verschlossenen Raum, den sie unter keinen Umständen betreten darf. Als sie es eines Tages dennoch wagt, die Tür zu öffnen, stößt sie auf ein dunkles Geheimnis.

Ich übernehme nur selten den Pressetext, aber dieser hat mir sehr gut gefallen, weil er nur sehr wenig verrät und doch das zusammenfasst, was man wissen sollte.

Vordergründig ist ELISABETH HARVEST ein Thriller, der aber auch mit Konventionen des Dramas spielt und die Wissenschaft auf der einen Seite kritisch hinterfragt, der aber auch ihre unglaublichen Möglichkeiten offenbart.

Der Regisseur verhält sich dabei eher neutral und lässt den Zuschauer selbst entscheiden, ob das was man hier sieht jetzt unethisch ist oder ob man die Handlungsweisen des Wissenschaftlers auf der einen Seite auch nachvollziehen kann.

Der Film bekommt einen sehr edlen Look spendiert und in dem Haus würde ich auch gerne wohnen, selbst wenn ich diesen bestimmten Raum nicht betreten dürfte.

Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, besonders Abbey Lee als Elisabeth ist gleich in mehreren Rollen zu sehen, was einen enormen Aufwand bedeutet. Als verzweifelten Ehemann hat man den gern gesehenen Ciran Hinds besetzt.

Warum bleibt dem Film nun eine höhere Wertung versagt? Das ist in der Lauflänge begründet, denn eigentlich ist der Streifen nach 80 Minuten auserzählt. Wieso man das ganze dann immer weiter verlängert und dann noch satte 30 dranhängt, die eigentlich vollkommen unnötig sind, erschließt sich mir nicht.

Auch der Erzählstil ist nicht linear, sondern wechselt ständig zwischen verschiedenen Zeiten hin und her, was es dem Zuschauer teilweise schwer macht zu folgen…..insgesamt wäre hier aufgrund der guten Geschichte etwas mehr drin gewesen.

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SOLIS (Capelght/Alive)

am 22. Januar 2019 unter Drama, SciFi abgelegt

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Der Astronaut Troy Holloway erwacht an Bord einer Raumkapsel und ist alleiniger Überlebender. Schnell weicht die anfängliche Orientierungslosigkeit blanker Panik:Sein Schiff ist fast manövrierunfähig und rast unaufhaltsam auf die Sonne zu. Nur eine instabile Funkverbindung verschafft ihm Kontakt zu einem weit entfernten Rettungsteam, das von Commander Roberts angeführt wird. Die Chancen, dass es rechtzeitig bei ihm eintrifft, sind jedoch verschwindend gering – wenn Holloway nicht bald etwas einfällt, wird er in dem riesigen Feuerball verglühen.

Die Geschichte hat durchaus Potenzial – für einen interessanten und knackigen Kurzfilm. Satte 92 Minuten allerdings sind einfach zu viel und die guten Ansätze werden durch immer wiederkehrende Schleifen leider überreizt.

Geht die Geschichte nicht mehr vorwärts, versucht man die Laufzeit durch Weltraumbilder und einem völlig überzogenen Soundtrack zu verlängern, der selbst für John Williams zu bombastisch wäre.

Der Hauptdarsteller macht seine Sache hierbei gar nicht so schlecht und die Außenaufnahmen sind für einen kleinen B-Movie gelungen. Auch die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten, lässt die Spannung gegen Ende durchaus ansteigen.

Doch dazwischen gibt es einfach zu viel Leerlauf und die Geschichte trägt, wie oben erwähnt, einfach einen Streifen dieser Laufzeit nicht. Zudem ist das Ende recht unrealistisch

Gute Ansätze sind durchaus vorhanden, doch ein Film wird nicht unbedingt besser je länger er ist. Schade, Chance vertan, denn in 30 Minuten hätte man einen wirklich ordentlichen Streifen aus dieser Geschichte zaubern können.

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DEVILS GATE /Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Welche unheilige Macht verbirgt sich in einem maroden, mit Sprengfallen versehenen Bauernhaus abseits jeglicher Zivilisation? Als eine Frau und ihr Sohn auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die FBI-Agentin Daria Francis in die Kleinstadt Devil’s Gate in North Dakota geschickt, um den Hauptverdächtigen ausfindig zu machen: den religiösen Fanatiker Jackson Pritchard, Ehemann und Vater der Vermissten. Aber als Francis und der Hilfssheriff Colt Pritchards ominöses Anwesen erreichen, entdecken sie viel mehr, als sie je erwartet hätten.

Manchmal schaue ich gar nicht auf die Rückseite eines Covers, bevor ich den Film in den Player schiebe, und lasse mich überraschen – so auch in diesem Fall. Nach dem abgedruckten Bild dachte ich, es geht hier sicher um einen Farmer, der sich bedroht sieht oder für irgend etwas rächen will.

Dann bekam ich aber etwas völlig anderes zu sehen. Die Bedrohung stimmte, allerdings geht die hier von etwas übernatürlichem aus, denn der Streifen ist tatsächlich vorrangig ein Science-Fiction Film, was man nach der Covergestaltung nun wahrlich nicht vermutet. Da muss ich sagen, hat man doch ein eher ungeschicktes Motiv gewählt, so das viele sich den Film gar nicht ansehen werden.

Da verpassen sie einen relativ abgedrehten, gegen Ende sogar leicht abstrusen Streifen /wobei das Wort in diesem Fall positiv gemeint ist), der zwar nicht unbedingt eine Geschichte erzählt, die man noch nie gesehen hat, aber die Art und Weise ist schon ungewöhnlich, ohne das ich zuviel verraten will.

Erstaunlich ist, dass der wüste Genre-Mix aus Sci-Fi, Horror, Thriller und Drama erstaunlich gut funktioniert, was auch an der eng gesteckten Location liegt und an den darstellerischen Leistungen, der eher unbekannten Darsteller, wobei das vielleicht das falsche Wort ist, „kenne ich doch irgendwo her“ wäre die bessere Formulierung.

Amanda Schull war zum Beispiel in SUITS oder 12 MONKEYS (der Serie) zu sehen. Shawn Ashmore in X-Men (wenn auch in einer kleineren Rolle) oder allem voran in dem Thriller FROZEN. Beide liefern eine hervorragende Leistung ab als Sheriffgehilfe bzw FBI-Agentin.

Nun ist der Film aufgrund des Genremix gegen Ende, wie bereits erwähnt, schon etwas krude. Erstaunlicherweise sind die Effekte aber für so einen doch eher schmal budgetierten Film hervorragend. Auch die Monsterchen sind durchaus ansehnlich gestaltet.

Die Meinungen hierzu gehen stark auseinander. Ich finde hier hat man aus wenig sehr viel gemacht und einen spannenden Film gezaubert, mit einem richtig schönen fiesen kleinen Schlussgag. In einer Nebenrolle ist übrigens Jonathan Frakes zu sehen – für mich ein kleiner Geheimtipp.

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ANON (Koch Media)

am 15. November 2018 unter SciFi, Thriller abgelegt

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Die totale digitale Überwachung des Menschen sorgt in naher Zukunft für ein Leben ohne Verbrechen, aber auch gänzlich ohne Anonymität und Privatsphäre. Glaubt man zumindest, denn dann geschehen eine Reihe grausamer Morde mit deren Aufklärung Detective Frieland betrauftragt wird. Plötzlich werden die im “Ether” gesammelten Daten systematisch manipuliert, was den Zusammenbruch des gesamten Systems zur Folge haben könnte, wenn man das ganze mal weiterspinnt. Man findet aber mit Hilfe externer Einsatzkräfte eine Spur zur Täterin. Doch die ist mit allen Wassern gewaschen und weiß ihre Spuren zu verwischen.

Wenn Andrew Niccol einen Film dreht werde ich immer hellhörig, denn der Mann hat immerhin mit seinem Debüt GATTACA einen Streifen aus meinen ewigen TOP 5 abgeliefert und ist grundsätzlich meistens im Themengebiet Technik in der Zukunft unterwegs.

Seine Filme sind im Allgemeinen eher ruhig gehalten. Ausnahme stellt hierbei IN TIME dar, der mir auch prompt nicht besonders gefallen hat, weil das tolle Thema zu einer Actionorgie verkam.

Hier kehrt er wieder zu seinem alten Stil zurück. Das mögen viele als etwas langatmig empfinden . Ich persönlich mag das. Gerade optisch wird hier einiges geboten, denn man sieht die Welt aus der Sicht des Polizisten, der automatisch von jedem Fußgänger die komplette Lebensakte eingeblendet bekommt. Eine wirklich interessante Idee. Auch die Nummer, dass man Erinnerungen mit anderen teilen kann, fand ich klasse.

Clive Owen hat zwar schon besser gespielt und wirkt in manchen Teilen des Films sediert, hingegen überrascht Amanda Seyfried mit einer perfekt auf sie zugeschnittenen Rolle. Auch Colm Feore sehe ich immer gerne.

Der Film lässt auch offen, in welchem Jahr die Geschehnisse stattfinden. Seine Hauptdarstellerin vermutet in den Extras sogar, dass es hier um ein Paralleluniversum geht, was man sich durchaus auch denken kann.

Zudem gibt es eine doch überraschende Wende kurz vor Ende des Films, auf die man aber, wenn man nicht wie ich schon hundemüde war, durchaus kommen kann, und die, wenn man im Nachhinein mal über das Verhalten von Seyfrieds Charakter nachdenkt, auch Sinn ergibt.

Fazit: SciFi mit Anspruch. Wer Streifen wie Gattaca vom gleichen Regisseur mochte oder auch Ex-Machina, für den dürfte das hier die richtige Wahl sein. Mit viel Action sollte man wie gesagt nicht rechnen.

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WELTENGÄNGER (Capelight/Alive)

am 03. Oktober 2018 unter SciFi abgelegt

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Kirill ist ein junger und talentierter Computerspiel-Designer mit einem gut bezahlten Job Er führt ein nahezu perfektes Leben – bis zu dem Tag, an dem sich alles ändert: In seiner Wohnung lebt plötzlich eine fremde Frau und weder Freunde noch Verwandte können sich an ihn erinnern. Es scheint, als wäre seine gesamte Existenz ausgelöscht worden. Auf der Suche nach Antworten findet Kirill heraus, dass er als „Weltengänger“, eine Art Wächter zwischen den Parallelwelten, auserwählt worden ist. Um sein früheres Leben zurückzugewinnen, muss Kirill das Rätsel um die geheimnisvollen Welten lösen – und entdeckt dabei etwas, das größer ist als alles, was er sich vorstellen kann …

Ich habe hier mal relativ dreist den Pressetext übernommen, weil er wirklich genau das wiedergibt, was in dem Streifen zu sehen ist, ohne zu viel zu verraten. Von daher fand ich es unsinnig, mir etwas komplett anderes auszudenken.

Der Film spaltet die Gemüter auf so ziemlich jeder Seite, sei es amazon oder imdb oder ofdb. Die russische Produktion ist aber auch wirklich sehr schwierig zu bewerten. Die Geschichte ist durchaus interessant und schreit eigentlich nach einem amerikanischen Remake, das dann vielleicht etwas konventioneller ausfallen dürfte.

Die Schauspieler und auch die Synchronisation wirken an manchen Stellen etwas steif. Das ganze wird aber wieder kompensiert, durch wirklich interessante Ideen, ich nenne als Stichworte nur mal „Funktionale“ oder „die verschiedenen Türen“.

Ich weiß nicht wie hoch das Budget für diesen Streifen war, aber die Effekte sind wirklich gelungen – da haben die Russen doch ganz schön aufgeholt und schafften es auch schon in anderen Filmen mit den Amerikanern gleichzuziehen – und das bei deutlich geringeren Kosten.

WELTENGÄNGER ist aber trotzdem ein schwieriges Thema. Mir persönlich hat der Film gut gefallen, ich kann aber auch verstehen, wenn man hiermit so gar nichts anfangen kann. Die Liebesgeschichte hätte man sich allerdings echt schenken können oder ihr zumindest deutlich weniger Zeit widmen.

Insgesamt ist eine objektive Bewertung schwer, daher lasse ich diese mal offen.

VIDEODROME – MEDIABOOK (Koch Media)

am 11. September 2018 unter Horror, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1981 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.
Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1983 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.

THE ENDLESS (Meteor/Alive)

am 11. September 2018 unter Drama, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Zehn Jahre sind vergangen, seit die Brüder Aaron und Justin den Klauen des religiösen Kults entkommen sind, in dem sie einst aufwuchsen. Doch nun taucht plötzlich ein Videoband auf, durch das die Vergangenheit wieder allgegenwärtig ist. Aaron war damals noch klein und sein Bruder erzählte ihm all die Jahre, dass er ihn aus der Sekte befreit hätte ,die seiner Meinung nach einen kollektiven Selbstmord plante. Trotzdem kann ihn Aaron überreden, der Gemeinschaft einen Besuch abzustatten. Man wird auch erstaunlich freundlich aufgenommen. Zudem scheint es den Mitgliedern gut zu gehen, denn sie wirken gesund und sind kaum gealtert. Doch irgend etwas stimmt nicht, denn wieso fliegen Vögel in merkwürdigen Formationen und man sieht bis zu 3 Monde am Abend? Als das Brüderpaar der Wahrheit auf die Spur kommt, ist diese bitter für alle Beteiligten.

Auch THE ENDLESS ist kein einfacher Film, doch handelt es sich hier explizit nicht um Kunstkino, sondern einen Thriller mit künstlerischem Touch, was bedeutet, das auch der Normalbürger wie ich diesen schauen kann, ohne gleich Roger Ebert zu sein.

Leichte Kost ist THE ENDLESS aber keineswegs, denn auch nach 2-maliger Sichtung des Streifens habe ich noch immer nicht alles verstanden. Ich versuche hier auch bewusst relativ wenig zu verraten – man sollte den Film einfach selbst schauen und ihn auf sich wirken lassen. Einen Referenzfilm hierfür zu finden, ist dabei äußerst schwer, denn THE ENDLESS ist dafür einfach zu speziell.

Auf vielen Seiten wird er aber gut bewertet und auch der Schnitt auf imdb von 7,2 deutet daraufhin, dass auch andere diesen Film mögen, der, das muss man allerdings schon anmerken, sehr langsam beginnt und erst nach einer Weile Fahrt aufnimmt, weil man auch versucht, die damalige Flicht des Brüderpaars herauszuarbeiten.

Selbst die Zuordnung des Genre fällt hier schwer. Ein wenig Sozialdrama, Science Fiction, Thriller – von allem ist etwas dabei.

Fazit: Sicher nicht für jedermann ,ist dieser Streifen mit einigen Preisen ausgezeichnet worden und dies nicht ganz zu Unrecht. Man bekommt zwar keine leichte Kost geboten, doch insbesondere der letzte Abschnitt und einige Ideen sind herausragend, obwohl auch hier nicht viel Budget zur Verfügung stand. Wer allerdings alles erklärt haben möchte, wird enttäuscht werden.

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ORIGIN UNKNOWN (Splendid)

am 30. August 2018 unter SciFi abgelegt

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Nachdem vor ein einigen Jahren der Landeanflug der ersten bemannten Mars-Mission in einer tödlichen Katastrophe endete, werden die Expertin Mackenzie “Mack” Wilson und die künstliche Intelligenz A.R.T.I. damit beauftragt, die Geschehnisse zu rekonstruieren. Da erstere bei dem Unfall ihren Vater verlor, ist sie besonders motiviert, die Geschehnisse aufzuklären. Als eine Raumsonde auf dem Planeten landet, entdecken Sie ein geheimnisvolles Objekt in Form eines Würfels. Nun versucht man von der Erde aus herauszufinden, woher dieses stammt und was es damit auf sich hat, doch von manchen Dingen sollte man besser die Greifarme lassen.

Der Film wird fast überall ziemlich niedergemacht, bei ofdb hat er gar einen Schnitt von unter 3. Also das ist alleine schon deshalb ungerechtfertigt, weil der Regisseur aus seinem durchaus beschränkten Budget, tolle Bilder zaubert.

Zudem ist gerade die erste Stunde recht interessant aufgebaut und die Geschichte deutlich komplexer, als es zunächst scheint. Auch die Wende mir A.R.T.I., die ich jetzt nicht verraten will, hätte ich so nicht erwartet.

Zugegebenerweise verliebt sich Hasraf Dulull dann irgendwann doch sehr in seine eigenen Bilder und opfert die Geschichte eben diesen. Das ist in etwa so wie bei LUCY und den hat ein Herr Besson gedreht, der gegen Ende auch etwas den Überblick verlor.

So ergeht es auch ORIGIN UMKNOWN, denn in der letzten halben Stunde wird die Geschichte doch sehr abgehoben und nur noch schwer nachvollziehbar – alles aber wie gesagt hübsch verpackt in tollen Bildern.

Katee Sackhoff hat den Sprung in die A-Liga immer noch nicht geschafft und das wird wohl auch so bleiben, macht aber wie immer eine gute Figur, da sie bereits in vielen Filmen mitspielte, die überwiegend eine gute Qualität besaßen, wie etwa OCOLUS oder DONT KNOCK TWICE.

Insgesamt finde ich den Streifen bei weitem nicht so schlecht wie er geredet wird. Ich kann mich zugegebenermaßen aber auch für optische Spielereien begeistern und von denen hat ORIGIN UNKNOWN reichlich zu bieten. Gegen Ende ufert alles aber eben doch etwas aus, dennoch:

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