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Archiv der Kategorie 'Reviews'

VIOLET AND DAISY (Capelight/ALIVE)

am 11. November 2013 unter Komödie, Reviews, Thriller abgelegt

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Violet und Daisy sind zwei ganz normale Teenager, mit dem kleinen Unterschied, das sie statt zu kellnern oder Regale in Supermärkten aufzufüllen ihre Einnahmen eben mit Auftragsmorden verdienen. Warum auch nicht? Ist ja schließlich ehrliche Arbeit. Auch Mr. Russ, der ihren Auftraggeber beklaut hat, stellt da zunächst keine besondere Herausforderung da, als man in seine Wohnung einbricht. Doch dieser ist gar nicht interessant darin weiterzuleben, was die beiden Damen doch ziemlich verwirrt. Und je intensiver sie den Mann kennenlernen, desto schwerer fällt es, den Auftrag durchzuführen.

Der Streifen hat durchaus seine Momente. Vor allem wenn die 4 obercoolen Gangster bei Russ eindringen ist das schon sehr amüsant. Überhaupt ist durch die abstrakte Grundidee Potenzial vorhanden, das aber leider nicht wirklich ausgeschöpft wird, was an manchen etwas langatmigen Passagen liegt.

Auch die beiden Mädels (insbesondere Saorise Ronan, die sich aber mal einen Künstlernamen zulegen könnte, denn den kann sich echt niemand merken) und James Gandolfini als Mr. Russ sind ideal besetzt, doch zwischen einem guten Gag oder einer interessanten Action-Sequenz liegt immer Leerlauf. Das macht den Film irgendwie zu einem unvollständigen Ganzen.

So verpufft die gute Grundidee insgesamt zu einem durchschnittlichen Gangsterkrimi mit einigen humorvollen Einlagen, bei dem man nach dem Abspann unweigerlich denkt „Da wäre doch irgendwie mehr drin gewesen“

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DAS PENTHOUSE (Universum Film)

am 11. November 2013 unter Reviews, Thriller abgelegt

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Sara ist eine talentierte Foto-Reporterin, die allerdings bei einem Auftrag in einem Kriegsgebiet durch eine Bombe ihr Augenlicht verliert. Doch mittlerweile führt sie mit ihrem neureichen Freund Ryan ein sorgenfreies Leben in einem Appartement in der Heimat. Als sie eines Tages vom Einkaufen nach Hause kommt, ist Ryan ermordet worden und sein Mörder noch in der Wohnung, sie schafft es zwar diesem zu entkommen, doch danach fängt der Alptraum erst so richtig an.

Der Streifen kommt im Internet nicht wirklich gut weg, was ich nicht nachvollziehen kann. Denn neben der wirklich exzellenten Besetzung, mit dem (in die Jahre gekommenen) Michael Keaton und Michelle Monaghan, hat die Story durchaus einige wirklich interessante Wendungen zu bieten. Insbesondere der Showdown ist sehr originell aufgezogen, wobei ich ohne zu spoilern dazu nicht mehr sagen kann.

Schenken können hätte man sich allerdings die Aufschrift „Vom Regisseur von DER FEIND IN MEINEM BETT“, denn das ist der schlechteste Film, den ich von Joseph Ruben kenne. Den hat man aber wohl genommen, weil Breitmaulfrosch Julia Roberts Anfang der 90er damit groß rauskam. Seine wirklichen Highlights hat Ruben aber mit „DAS ZWEITE GESICHT“ und dem absolut genialen „DIE VERGESSENEN“ abgeliefert, der mittlerweile aber auch schon satte 8 Jahre zurückliegt.

Aber auch DAS PENTHOUSE ist deutlich besser als der Referenzfilm, weil die 90 Minuten rasend schnell vorbeigehen, was ich schon länger so nicht mehr bei  einem Film wahrgenommen habe. Zudem unterscheidet er sich in seiner ganzen Machart deutlich von dem mittlerweile auch öde gewordenen Home-Invasion Einerlei.

Fazit: Im Internet völlig unterrated dürfte DAS PENTHOUSE“ Freunden gute Thrillern auf jeden Fall zusagen. Auch das Wiedersehen mit Keaton erfreut den Cineasten.

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FRESH MEAT (Capelight/ALIVE)

am 01. November 2013 unter Horror, Komödie, Reviews abgelegt

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Rina besucht in den Ferien ihre Maori-Eltern und freut sich auf das Wiedersehen. Leider hat sich aber insbesondere kulinarisch einiges geändert, denn die Mutter, eine Fernsehköchin und ihr Gatte, haben eine recht krasse Ernährungsumstellung vorgenommen und verspeisen nun Menschenfleisch. Da trifft es sich ganz gut, dass eine Killerbande die Familie als Geiseln nimmt, denn da ist der Frischfleischbestand wieder gesichert. Die ahnen natürlich nichts davon und machen auf coole Gangster. Das allerdings ändert sich als sie auf der Liege Platz genommen haben, die dazu da ist, Körperteile abzutrennen.

Das hört sich jetzt extrem trashig und auch doof an, ist es aber gar nicht, sondern wirklich an manchen Stellen extrem witzig. Die Idee Menschenfresser und Killer aufeinandertreffen zu lassen und den Zuschauer miterleben zu lassen, wer denn nun gewinnt, ist grundsätzlich schon mal eine witzige Idee, die hier auch teilweise sehr geschmacklos umgesetzt wurde.

Wenn auch nicht jeder Gag zündet und einiges ein wenig übertrieben ist, geht insbesondere gegen Ende richtig der Punk ab und auch Splatterfans kommen auf ihre Kosten.

Dem neuseeländischen Film wurde noch dazu eine erstaunlich gute Synchronisation verpasst, was die Qualität des Streifens steigert.

Tamuera Morrison ist wohl DER Kino-Star der Maoris. Ich kannte ihn nicht, er spielt die Rolle des Familienoberhauptes aber mit Verve, Ebenso Kate Elliott, deren bekannteste Rolle wohl die einer Vampirin im genialen 30 DAYS OF NIGHT sein dürfte, als Gegenpart.

Fazit: Auch wenn sich das alles recht chaotisch anhört, gleitet der Streifen nie ins dümmliche ab, sondern hält ein erstaunlich hohes Niveau. Menschen die Filme wie TUCKER UND DALE gut finden, könnten hieran auch Gefallen finden, Könnte ein Kultfilm werden und ihr habts dann auf Videotie als erstes gelesen :o )

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COMPLEX (Koch Media)

am 01. November 2013 unter Drama, Horror, Reviews abgelegt

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Es gibt Regisseure die landen einen Kulthit, danach versinken sie in der Versenkung. So auch Hideo Nakata, der 1998 mit THE RING eine ganze Invasion von Horrorfilmen aus Asien auslöste, meistens mit Mädels inklusive schwarzen langen Haaren in der Hauptrolle. Danach aber kam nicht mehr viel. Der respektable DARK WATER und die Fortsetzung des o.g. Streifens, der (insbesondere im amerikanischen Remake, das Nakata selbst drehte) aber deutlich schlechter war.

Nun ist er also wieder da und bietet uns mit COMPLEX durchaus ansprechende Genrekost.

Asuka ist soeben mit ihrer Familie in einen GebäudeCOMPLEX eingezogen. Jeden Morgen wird sie gegen 5.30 Uhr von einem Wecker aus dem Schlaf gerissen. Als sie ihren Nachbarn daraufhin ansprechen will, findet sie ihn tot in seiner Wohnung auf. Kurz nach dem Schock lernt sie im Park einen kleinen Jungen kennen, der ihr ans Herz wächst und der den Verstorbenen kannte. Doch diese Freundschaft steht unter gar keinem guten Stern….

Mehr kann ich nicht verraten, denn dann würde ich zu sehr spoilern. COMPLEX fängt sehr langsam an, weil sich Nakata für die Charakterzeichnung seiner Hauptfigur recht viel Zeit gönnt. Das ist aber in Ordnung. Die Wende gegen Mitte des Films ist zwar nett, aber selbst der dümmste wird diese erkennen, da Nakata einen mehrmals richtiggehend drauf stößt.

Die letzte halbe Stunde ist dann richtig schön spooky und das Ende ziemlich gemein, zumindest für die beteiligte Person.

Es fragt sich jedoch ob alle diesen Streifen bis zum Schluss sehen werden, da es teilweise schon sehr langsam vorangeht und viele diesen Stil nicht mögen, den man von Nakata aber eigentlich gewohnt ist.

Die beste Rolle hat der kleine Junge (man verzeihe mir, dass ich nicht weiß wie er heißt), der gegen Ende wirklich die Sau rauslässt. ^^

Insgesamt ein solider Genrebeitrag von Nakata, den man sich durchaus ansehen kann, wenn man keinen zweiten RING erwartet.

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THE PLACE BEYOND THE PINES (Kinowelt)

am 01. November 2013 unter Drama, Reviews abgelegt

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Luke ist Motorradstuntman, arbeitet auf einem Jahrmarkt und zieht mit diesem von Ort zu Ort, Eines Tages trifft er Romina wieder, mit der er einen One Night Stand hatte. Eher aus Versehen erfährt er, dass er einen Sohn hat. Luke ist bereit sich der Verantwortung zu stellen und kündigt. Doch die Versorgung der Familie ist schwer und so begeht er Bankeinbrüche. Doch irgendwann geht einer davon schief und er wird von Avery Cross, einem ehrgeizigen Cop gestellt.

Mehr an Beschreibung ist nicht drinne, weil ich ansonsten den ganzen Film verraten würde. Sicherlich für andere Rezensenten auch nicht gerade einfach einen Film zusammenzufassen, der eigentlich aus drei Abschnitten besteht, die miteinander zu tun haben, aber in der Zeitfolge hintereinander passieren.

Fakt ist aber, dass THE PLACE BEYOND THE PINES ein wirklich toller Film geworden ist. Das liegt unter anderem an der exzellenten Besetzung, wobei Gosling mal wieder eine Meisterleistung abliefert, obwohl er ja grundsätzlich eher mit ausufernder Mimik geizt. Zudem sind auch die Nebenrollen hochkarätig besetzt.

Der Film dauert zwar 141 Minuten, hat aber einen sehr schönen Fluss, so dass diese erstaunlich schnell vorbeigehen. Der letzte der drei Handlungsstränge ist, und das ist der einzige kleine Kritikpunkt schon ein wenig konstruiert. Zumindest das Zusammentreffen der Protagonisten ist schon weit hergeholt, aber da kann man natürlich auch mit Sprüchen wie „So klein ist die Welt“ oder „Wie das Schicksal so spielt“ argumentieren.

Am Ende stellt man sich zwangsläufig die Frage, wer hier der gute und der Böse ist, da man für beide Parteien irgendwie Verständnis aufbringt und die Grenzen verschwimmen.

Wer DRIVE mochte wird auch diesen Film gut finden, da die Stimmung sehr ähnlich ist. Zwar gibt es hier auch einige Actionsequenzen, doch insgesamt ist das hier doch ein stilles Drama, das mehr Zuschauer im Kino verdient gehabt hätte.

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DARK ROOM (Justbridge)

am 01. November 2013 unter Reviews, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Jinx erwacht nach einem Autounfall aus dem Koma und kann sich an nichts erinnern. Daher geht ihr Psychologe zunächst von einem Selbstmordversuch aus. Kurze Zeit später findet man in einem abgelegenen Waldstück zwei Leichen, die sich als Jinx’ beste Freunde Meg und Leo herausstellen. Als die Polizei herausfindet, das Leo sich kurze Zeit vorher von Jinx getrennt hatte, und das auch noch wegen Mag, verdichtet sich der Verdacht, das die junge Millionenerbin bei dem Mord die Finger im Spiel haben könnte, denn Eifersucht ist immer ein gutes Motiv. Mit Hilfe des freundlichen Psychologen Alan versucht sie auf eigene Faust zu ermitteln, was passiert ist. Doch dann wird auch dieser im Schlaf attackiert und die Verdachtsmomente gegen Jinx erhärten sich.

Die Miniserie ist bereits aus dem Jahre 1999, aber erst letztes Jahr bei uns auf DVD erschienen. Bei einer Veröffentlichung der BBC kann man eigentlich immer sicher sein, dass man keinen Mist geboten bekommt. Ich kann mich nicht an eine einzige Produktion erinnern, die richtig schlecht war. Im Gegenteil – mit den brillanten SHERLOCK, HAUTNAH und SPOOKS hat man drei absolute Highlights im Repertoire.

Aber auch DARK ROOM lohnt sich durchaus. Das Alter sieht man dem Streifen auch nur an den Computern und den Frisuren an. Eine gute Geschichte ist schließlich nicht vom Alter abhängig und wer mir jetzt erzählt, dass er auf diese Auflösung kommt, den muss ich leider auslachen, denn darauf KANN man nicht kommen. Trotzdem wirkt diese aber gar nicht mal zu sehr konstruiert und somit bleibt der Streifen auch bis zum Ende spannend..

Die Darsteller, die ich alle nicht kenne, erledigen ihren Job durchweg gut, wobei mir insbesondere der verbissene Detektive gefallen hat, aber auch Dervla Kerwin als Jinx, weil sich ihr Charakter im Laufe des Streifens stark verändert und sie diese Gratwanderung problemlos hinbekommt.

Fazit: Wer auf gute Fernsehunterhaltung aus dem Mutterland des Fußballs steht, kann hier bedenkenlos zugreifen.

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ZIMMER 205 (Eurovideo)

am 01. November 2013 unter Horror, Reviews abgelegt

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Katrin steht kurz davor ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und mit dem Studium zu beginnen, denn sie hat ein schreckliches Erlebnis hinter sich bringen müssen, als sie ihre Mutter tot auffand, Seitdem muss sie auch starke Psychopharmaka nehmen und wird von ihrem Vater wie ein rohes Ei angepackt. Doch damit ist es in der Studentenbude endlich vorbei. Schnell lernt sie auch einen süßen Typen kennen und alles scheint sich zum Besseren zu wenden. Doch dann erfährt sie, dass ihre Vorgängerin spurlos verschwand. Als sie deren Videotagebuch entdeckt, versucht sie herauszufinden, was damals passiert ist. Doch diese Aufklärungsversuche kosten jede Menge Menschenleben.

Die Deutschen und Horrorfilme – ein leidiges Thema. Thriller können wir ja, aber bei Horror hört es dann meistens auf und man muss sich echt schon anstrengen, dass einem ein wirklich guter Horrorfilm aus diesem Land einfällt. Entweder endet das in bemühtem Unsinn (ANATOMIE) oder in Gewaltorgien der Herren Ittenbach und Schnaas. Daher ist man als Rezensent immer besonders gespannt, was einen erwartet und ich wurde einigermaßen überrascht denn im Grunde macht Regisseur Matsutanin nicht wirklich viel falsch.

Ein solider Spannungsaufbau, eine gute Hauptdarstellerin und einige wirklich gelungene Kameraspielchen (ich sage nur Loch in der Wand/Wäschetrommel) sorgen für ordentlichen Grusel. Einen richtig dicken Pluspunkt verdient sich ZIMMER 205 mit dem Schluss, der auch optisch ideenreich in Szene gesetzt wurde.

Zudem sieht der Streifen auch wirklich wie ein Kinofilm aus und nicht wie eine Fernsehproduktion, obwohl Matsutanin eher vom TV kommt.

Auch wenn Jennifer Ulrich ihre Rolle gut spielt – wie eine Studentin Anfang 20 sieht sie dann doch nicht aus, aber das stört nicht wirklich. Unbedingt erwähnenswert sei hier auch wieder der geniale Andre Hennicke, der im Allgemeinen viel zu wenig Gelegenheit erhält sein Können zu zeigen und hier als ermittelnder Kommissar agiert.

Fazit: Durchaus anständiger Horrorbeitrag aus deutschen Landen, mit einigen wirklich netten Einfällen.

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TOWER BLOCK (Universum Film)

am 23. Oktober 2013 unter Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

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Becky und alle anderen Hochhausbewohner des letzten Stocks im Serenity Tower Blocks, werden unfreiwillig Zeugen eines brutalen Mordes. Doch statt dem Jungen zu helfen verschließen alle lieber die Tür. Nur Becky versucht es, ist aber nicht stark genug die beiden Peiniger aufzuhalten. Auch als die Polizei im Haus eine Befragung durchführt, schweigen alle. Seitdem ist ein Jahr vergangen. Aus dem Nichts eröffnet plötzlich ein Scharfschütze das Feuer auf die Bewohner, sobald sie in der Nähe des Fensters auftauchen. Und da das Hochhaus aufgrund seines anstehenden Verkaufes längst in den unteren Etagen unbewohnt ist, gibt es keinerlei Möglichkeiten zu fliehen – dafür hat der Killer gesorgt. Obwohl man sich gegenseitig nicht besonders mag, muss man sich zusammenschließen um zu überleben.

Sicherlich eine durchaus interessante Ausgangslage, die der Regisseur auch weitgehend anständig nutzt. Die Darstellerleistungen sind leider nur partiell überzeugend. Insbesondere einige Nebenrollen sind ziemlich schlecht besetzt, aber diese segnen eh schnell das Zeitliche.

Wie sich die Hausbewohner versuchen dem Killer zu entziehen, ist aber durchaus spannend inszeniert und vor allem sind die Reaktionen der Eingeschlossenen nachvollziehbar, was auch daran liegt, das es sich hier nicht um eine irgendeine überirdische Macht als böses Element handelt.

Das Ende ist allerdings nicht ganz so überraschend wie es gerne wäre, denn der Täter ist für den geübten Thriller-Fan doch absehbar, weil es eben auch nicht viele Verdächtige gibt.

Fazit: Solider englischer Thriller, mit einigen geschickten Kameraeinstellungen und überwiegend ordentlichen Darstellern, der relativ langsam anfängt, sich dann aber stetig steigert.

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PASSION (Ascot Elite)

am 23. Oktober 2013 unter Drama, Reviews, Thriller abgelegt

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Christine ist die Managerin eines Filiale eines amerikanischen Unternehmens in Berlin. Doch mittlerweile tut sie nicht mehr wirklich viel dafür, sondern lässt vor allem ihre emsige Assistentin für sie schuften und Ideen ausarbeiten, die sie dann aber als ihre eigenen verkauft. Unterstützt von einer ihr wohlgesonnen Kolleginnen, die Christines Spiel schon lange durchschaut hat, führt Isabelle eines Tages eine Präsentation im Internet ohne das Wissen ihrer Chefin durch. Das schmeckt Madame gar nicht und so beginnt sie Isabelle zu diskreditieren und vor den anderen Angestellten bloßzustellen. Doch die schlägt zurück.

Wenn dem einen oder anderen, der diese Seite ab und an besucht diese Geschichte bekannt vorkommt – der Streifen ist ein Remake von LOVE/CRIME. Das wissen aber wohl die wenigsten, denn auch im Internet wird das so gut wie nie erwähnt, was vielleicht daran liegt, dass das Original von UNIVERSUM FILM recht unbekannt blieb.

Der ehemalige Starregisseur Brian de Palma, der in den letzten Jahren allerdings durchweg nur Flops ablieferte und selbst den ihm immer wohl gesonnenen Kritikern desöfteren vor den Kopf stieß, nahm sich des Stoffes neu an.

In meiner Review zum Original schrieb ich „Die erste Stunde des Streifens ist glänzend. Hier weht ein starker Hauch von Hitchcock durch die Büroräume“. Da hatte ich ja mal ein gutes Näschen, denn de Palma gilt als der vielleicht glühendste Verehrer des Jahrhundertregisseurs und so lag es irgendwo nahe ein Remake von LOVE/CRIME zu drehen.

Der erste Teil des Films hält sich auch sehr nahe am Original auf, doch dann setzt De Palma andere Prioritäten. Die Zeit in der Isabelle als schuldig gilt, hält er extrem kurz, während er das Finale dann geradezu zelebriert, was im Original so nicht stattfand. Zudem gibt es da auch einige, teils sogar starke inhaltliche Änderungen.

Noomi Rapace, die man mittlerweile fast ein wenig zu oft sieht, ist auf hässlich getrimmt, während Rachel Mc Adams den strahlenden und hübschen Gegenpart gibt. Dieser Kontrast sticht hier deutlich intensiver hervor als beim Original.

Fazit: Ein Remake der besseren Sorte, das die Vorlage aufgrund des wirklich originellen Schlussparts, der fast an wenig an die klassischen Giallos erinnert, sogar leicht überholt. Trotzdem bleibt immer wieder der Gedanke, das bei beiden Versionen ein wenig mehr möglich gewesen wäre.

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FAHRENHEIT 451 (Koch Media)

am 23. Oktober 2013 unter Drama, Klassiker, Reviews abgelegt

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Die Geschichte dieses Streifens dürfte bekannt sein, daher bin ich mal so dreist und kopiere den offiziellen Pressetext hier rein. “Francois Truffaut prophezeit in “Fahrenheit 451″ eine Welt, in der kein gedrucktes Wort mehr existiert. Feuerwehreinheiten überwachen Verdächtige, stöbern verbotene Buchbesitzer auf und zerstören jedes bedruckte Papier. Zu einer dieser gehaßten Einheiten gehört auch Montag, der seine Arbeit liebt und seit 5 Jahren nie eine Frage gestellt hat. Da lernt er eines Tages Clarisse kennen, und plötzlich kommt ihm seine Ehefrau Linda, die ihre Tage mit Tabletten- und Fernsehkonsum verbringt, entsetzlich langweilig vor. Heimlich entflieht er dieser kontrollierten Welt und beginnt nachts zu lesen, obgleich er weiß, daß dies tödliche Konsequenzen haben kann…”

Das trifft es nämlich wirklich auch haargenau, aber ich denke es gibt wohl keinen Cineasten, der diesen Streifen nicht kennt. Ich bin wahrlich kein Truffaut-Fan, weil mir seine Geschichten meistens zu konstruiert und seine Filme in meinen Augen schlichtweg langweilig sind, daher halte ich FAHRENHEIT 451 auch für eines seiner besten Werke.

Alleine die Idee keinen Vorspann ablaufen zu lassen, sondern die Schauspieler und Verantwortlichen nur aufzusagen (weil ja nichts geschriebenes mehr erlaubt ist), ist ein genialer Schachzug. Das wir alle irgendwann mal Flachbildschirme im Haus stehen haben, hätte sicherlich 1966 niemand gedacht, es wird in dem Film aber gezeigt.

Und natürlich der Abschluss, in dem Bücher auswendig gelernt werden um sie weiterzugeben ist eine tolle Idee und wurde sehr schön stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Das Bild der Blu Ray entspricht der einer guten DVD. Immerhin ist der Streifen ja auch schon fast 50 Jahre alt. Der Ton ist passend aber eben nicht überragend, was sicherlich auch keiner verlangt. Enorme Mühe gab man sich im Hause KOCH wieder bei der wirklich schönen Gestaltung des Booklets, das in einem edlen Umschlag integriert ist. Dazu hat man wirklich unglaubliche Extras ausgegraben unter anderem Interviews mit der jungen Julie Christie, die damals ja noch kein Mensch kannte und die erst danach zum Weltstar avancierte.

Fazit: Wie immer liefert KOCH tadellose Arbeit ab. Das Bild ist gut restauriert, die Verpackung mehr als ansprechend und die Extras erfreuen. Noch dazu für einen fairen Preis.