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Archiv der Kategorie 'Reviews'

DIE FARBEN DES HERBSTES (Sunfilm)

am 29. Januar 2012 unter Reviews abgelegt

farbe

John Talia ist begeisterter Maler und das als Teenager, was ihm schon den ein oder anderen dummen Spruch der Gleichaltrigen bringt. Als er erfährt, das der berühmte Maler Nicoli Seroff in seiner Stadt wohnt ist er begeistert. Doch dieser denkt erst mal gar nicht daran John in irgend einer Weise zu unterstützen. Der dem Alkohol verfallene alte Mann, der auch noch Jahrzehnte nach dem Tod seiner Frau um sie trauert, hat seinen Lebenswillen verloren. Es gelingt John jedoch Nicolai aus seiner Lethargie zu reißen und verbringt mit ihm ein paar Tage auf dem Land…. langsam taut Nicolai auf und findet neuen Spaß am Leben.

Solche Filme stehen und fallen eigentlich immer mit den Darstellern, da sie von Dialogen leben und natürlich, ob man sich als Zuschauer mit den Protagonisten identifizieren kann. Hier hat der Caster alles richtig gemacht.

Armin Müller Stahl ist die ideale Besetzung für den verbiesterten Maler der an einem Tag öfters Scheiße sagt als Eddie Murphy in allen Filmen zusammen. Auch Trevor Morgan erweist sich als perfekt für die Rolle des introvertierten Nachwuchsmalers. Wenn er von der Kunst spricht sieht man es in seinen Augen richtig leuchten und man denkt wirklich das man hier einen engagierten Künstler vor sich hat.

Auch der schöne Piano-Score trägt zum Gelingen bei, wie auch die sehr guten Nebendarsteller die mit Ray Liotta, Samantha Mathis und Ron Pearlman auch nicht gerade mit No Names besetzt wurden.

Dennoch lebt der Streifen von den Dialogen der beiden Hauptdarsteller und vom griesgrämigen alten Nicolai der mich ab und an auch an Eastwood in Gran Torino erinnert.

Fazit. Sehenswertes, ruhiges Drama mit exzellenter Besetzung. Muss man aber in der Stimmung für sein.

6-chucky1

AS GOOD AS DEAD (Kinowelt)

am 26. März 2010 unter Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

ass

Ein schlechter Tag für Ethan, einen alleinerziehenden Fotojournalisten. Zuerst macht ihm sein Vermieter die Hölle heiß und droht damit, ihn aus der Wohnung zu werfen und dann stehen plötzlich auch noch 2 zwielichtige Gestalten vor der Tür, die ihm ans Leder wollen. Diese behaupten nämlich, das er an dem Mord ihres Sektenführers beteiligt war und wollen aus ihm herausquetschen, wer noch eine Mitschuld trägt. Als Ethans Nachbarin und seine Familie mit ins Spiel kommen, scheint der Journalist alles zu sagen was sie von ihm hören wollen. Doch es kommt ganz anders.

Allerdings erst nach ermüdenden 60 Minuten, in denen eigentlich nichts passiert als Folterungen, garniert mit teilweise sehr aufgesetzt wirkenden Dialogen, die nicht unbedingt glaubwürdig erscheinen.

Ungewöhnlich allerdings ist die Rolle von Andie Mac Dowell, als Witwe des Sektenführers, da sie ja sonst auf Komödien gebucht ist und in letzter Zeit eher weniger im Kino zu sehen war. Cary Elwes kennt sich ja durch SAW bereits aus in Sachen Folterungen und spult die gleiche Mimik ab wie damals.

Fazit: Als 30minütiger Kurzfilm hätte das durchaus was werden können, doch so zieht sich das ganze endlos lange hin, bis es dann zur (eigentlich nicht wirklich) überraschenden Auflösung kommt. Keine Zeitverschwendung, aber wenn man den Streifen verpasst, hat man auch nichts versäumt.

3chuckys

NICHTS ALS DIE WAHRHEIT (Capelight)

am 26. März 2010 unter Drama, Reviews abgelegt

wahrei

Peter Rohm ist aufstrebender Anwalt und befasst sich nebenbei mit der Geschichte des Josef Mengele, der während des Naziregimes grausame Experimente an Menschen durchführte und sie auch umbringen ließ. Zudem will er über dieses Thema ein Buch veröffentlichen. Dann wird Rohm verschleppt und trifft einen alten Mann, der behauptet eben dieser Mengele zu sein. Doch wie ist das möglich? Laut medizinischen Unterlagen kam der Schwerverbrecher bereits 1979 um. Doch es wird noch perfider. Der Greis reist nämlich in Deutschland ein und verkündet lauthals, dass er sich dem deutschen Gericht stellen wird und in Rohm bereits einen Verteidiger gefunden habe. Natürlich lehnt dieser zunächst ab, doch sein Interesse, mehr über die damalige Zeit und die Beweggründe von Mengeles Handlungsweisen zu erfahren, lassen ihn das Mandat doch übernehmen. Aber sein Klient denkt gar nicht daran, auf „schuldig“ zu plädieren.

Der Streifen ist zwar neu auf DVD erschienen, wurde aber bereits 1999 gedreht – zu einem Zeitpunkt, als es auch einigermaßen realistisch erschien, das Mengele noch leben könnte. Trotzdem ist die Geschichte relativ zeitlos und wurde mit Kai Wiesinger und Götz George exquisit besetzt.

Insbesondere letzterer macht einen tollen Job, auch wenn er mal wieder die Hälfte des Films nur nuschelt, was es durchaus erschwert, alles zu verstehen. Er spielt den Kriegsverbrecher mit einer beeindruckenden Leinwandpräsenz und es gelingt ihm, dem Zuschauer ab und an sogar so etwas wie ein wenig Verständnis für seine Taten zu vermitteln, was eigentlich gar nicht möglich ist.

Fazit: Interessante Story, gute Dialoge und ein starkes Ensemble zeigen, das die Deutschen nicht nur Komödien drehen können.

6chuckys

FINAL DESTINATION (Warner Home Video)

am 12. Februar 2010 unter Horror, Reviews abgelegt

final

Braucht noch jemand die vierte Ausgabe eines Konzepts das schon nach dem zweiten Teil durchgenudelt war? Klare Antwort: Jein.

Auch in Teil 4 hat einer der Herrschaften vorab eine Vision – diesmal passiert auf einer Rennstrecke ein furchtbarer Unfall, bei dem viele Menschen ihr Leben lassen. Doch als der gute Mann eingreift und vielen Leuten eben dieses rettet, weil sie durch seine Panik vorzeitig das Stadion verlassen, ist Gevatter Tod erneut ungehalten und hetzt die dem Tod entronnenen.

Eigentlich gibt es hier gar nichts neues zu bewundern, das haben wir alles so oder so ähnlich schon in den Vorgängerteilen miterleben dürfen. Die Schauspieler sind aber auch hier für einen Splatterstreifen recht ordentlich und die Todesarten mal wieder ziemlich eklig, was ja im Endeffekt auch die einzige Daseinsberechtigung dieser Streifen ist. In 3-D erlebt man das Ableben der Darsteller noch realer mit.

Das sich der Beelzebubb immer so komplizierte Sachen einfallen lässt, um die Herrschaften ihres Lebens zu berauben ist natürlich totaler Nonsens, aber bei normalen Unfällen hätten wir als Zuschauer ja keinen Spaß..

Man muss dem Streifen zudem aber zu Gute halten, dass er sich zu keinem Zeitpunkt ernst nimmt und das es schon lustig anzusehen ist, welche schrägen Todesarten sich die Autoren wieder haben einfallen lassen.

Fazit: Vollkommen unoriginell, aber unterhaltsam.

4chuckys

HOUSE OF THE DEVIL (Busch Productions/Alive)

am 27. Januar 2010 unter Reviews abgelegt

house

Nachdem der gute Ti West im Internet ziemlich üble Schelte für seinen neuen Cabin Fever hinnehmen musste, habe ich das ja bereits in meiner Review etwas relativiert. Der Mann hat aber anscheinend viel Arbeitsdrang und legt hier schon wieder einen neuen Streifen nach.

Der wird bei allen Menschen die nicht in den 80ern groß geworden sind doch einiges Kopfschütteln hervorrufen, denn die Sehgewohnheiten haben sich in den letzten zwanzig Jahren doch stark verändert. West inszenierte seinen Film nämlich im Stile der Slasher Filme aus den späten 70ern und frühen 80ern und da gab es eben noch nicht reihenweise schnelle Cuts.

Die Story ist recht schnell erzählt. Die junge Studentin Samantha leidet an akuter Geldnot. Also ruft sie aufgrund eines Aushangs am schwarzen Brett in der Schule bei einer Familie an, die einen Babysitter sucht. Der etwas merkwürdige Herr engagiert sie auch vom Fleck weg. Dort angekommen hat Sam gleich ein merkwürdiges Gefühl, genauso wie ihre beste Freundin, die sie zum Haus gefahren hat. Doch das Geld lockt zu sehr, also lässt sie sich darauf ein, obwohl der skurille Hausherr ihr mitteilt, dass es sich bei dem Aufpasserjob nicht um ein Kind, sondern um eine ältere Dame handelt. Anfangs scheint es sich dann auch um leicht verdientes Geld zu handeln, doch im Laufe des Abends häufen sich die merkwürdigen Ereignisse. Zudem ist Samantha zu neugierig und beginnt im Haus herumzustöbern. Das hätte sie besser mal lassen sollen.

Wie bereits erzählt gibt die Story nicht allzu viel her. So muss sich der Film auf seine Atmosphäre verlassen und das gelingt ihm auch. Ti West ist sicherlich auch in den 80ern groß geworden, denn er hat sich akribische Mühe gegeben, den kompletten Film so aussehen zu lassen wie damals. Hier stimmt jedes Detail. Von den Autos bis zu den Klamotten und auch Vor- und Abspann wurden in diesem Stile gehalten. Das macht Spaß und lässt eine gewisse Wehmut an diese schöne Zeit aufkommen.

Das Ende ist dann allerdings ein wenig unspektakulär und nicht sonderlich innovativ. Immerhin wehrt sich die Protagonistin, um dem Grauen zu entkommen, was die Damen in den frühen Slasherfilmen eher unterlassen haben, denn ihre Rollen waren meistens eh nur als Schlachtvieh angelegt.

Fazit: Schöne Atmo und spannende Abschnitte, die ohne große Effekte realisiert wurden, überdecken die maue Story und sorgen für wohligen Grusel.

6chuckys

incl. einem Nostalgiechucky

A PERFECT GETAWAY (Universum Film)

am 20. Januar 2010 unter Reviews, Thriller abgelegt

perfect

Cliff und Cydney sind frisch vermählt und wollen ihre Flitterwochen in Hawaii verbringen, fernab von überlaufenen Touristenstränden. Also macht man sich auf, eine abgelegene Stelle der Insel zu erkunden und lässt auch zwei Anhalter stehen, die darüber nicht gerade entzückt sind und die man später noch wiedersehen wird. Bei der Wanderung durch die Berge lernt man ein weiteres Pärchen kennen und freundet sich ein wenig an. Als Cliff erfährt, dass, dass kürzlich ein frisch angetrautes Ehepaar auf der Nachbarinsel grausam ermordet wurde, steigen die Verdachtsmomente, dass es sich um die neuen Freunde handeln könnte. Doch es kommt anders als man denkt.

Schwierig hier nicht zu viel zu verraten, denn im zweiten Abschnitt nimmt der Film eine durchaus überraschende Wende, die man so nicht vermuten konnte.

Für einen völlig unbekannten B-Movie ist die Besetzung formidabel. Unter der Regie von Pitch Black Regisseur David Twohy (!) agieren der immer überzeugende Steve Zahn, sowie „Stirb Langsam 4“- Bösewicht Tim Olyphant. Sogar Milla „hätte ich nicht mit Luc Besson gevögelt wäre ich jetzt immer noch in der Gosse“ Jovovich spielt passabel, und das bedarf nun wirklich einer besonderen Erwähnung.

Das Drehbuch ist recht clever und die Landschaftsaufnahmen und Kamerafahrten sind wunderschön und man wünscht sich auch an diesen Ort, obwohl gar nicht an Originalschauplätzen gedreht wurde. Die Wendung im Mittelteil dürfte andererseits nicht jedermanns Fall sein und wirkt schon einen Tick überkonstruiert, aber darüber kann man durchaus hinwegsehen. Fazit:

Fazit: Überraschend unterhaltsamer Thriller mit guten Darstellern in ungewöhnlichem Ambiente.

6chuckys

THE HILLSIDE STRANGLER (Ascot Elite)

am 20. Januar 2010 unter Reviews, Thriller abgelegt

HILL

Wir schreiben das Jahr 1977. Kenneth Bianci wurde soeben bei der Polizei abgelehnt und ist frustriert. Seine Mutter hat ebenfalls keine Lust mehr auf seine Anwesenheit, denn ein Mann über 30 sollte nicht mehr zu Hause wohnen. Also zieht er kurzerhand zu seinem Cousin Angelo. Dieser verdient sich mit dubiosen Geschäften den ein oder anderen Dollar nebenbei und kommt eines Tages auf die grandios originelle Idee, Nutten zu beschäftigen. Also sorgt man mit eher nicht legalen Mitteln für weibliches Personal. Doch die Konkurrenz schläft nicht und verpasst den beiden einen Denkzettel. Das ist der Auslöser für eine grausame Mordserie, denn die beiden rächen sich nun.

Hört sich interessant an, ist aber vollkommen einschläfernd und ich verstehe nicht ganz, wieso dieser Langweiler überall gute Kritiken bekommt. Auch die Darstellung von Herrn Howell finde ich ziemlich mau, aber der dümpelt ja schon seit Jahren in C-Movies herum, die nicht mal den Sprung in Provinzkinos schaffen.

Die Morde sind wohl auch geschnitten, interessieren aber auch niemanden mehr, denn als der erste passiert, sind bereits qüalend langweilige 40 Minuten vergangen, in denen man jede Menge „coole“ typische 70er Jahre Sprüche erdulden muss, die einem irgendwann am Hals raushängen.

Fazit: Vollkommen langweilige Mischung aus Drama und Thriller (wobei das Wort schon fast ein Hohn ist), die weder spannend noch unterhaltsam oder sonst irgendwas ist. Der Streifen ist bereits aus dem Jahre 2004, war aber verschollen – das wäre er besser mal geblieben. Gääääääääääääähn.

1chuckys

DIE ERPRESSER (Ascot Elite)

am 03. Januar 2010 unter Reviews abgelegt

erpresser

Aus Versehen beobachtet Mark einen Unbekannten beim Vergraben eines Gegenstandes im nahe gelegenen Wald. Als er später mit Kumpel James und Freundin die Stelle wieder aufsucht, ist seine Vermutung wahr geworden. Es handelte sich um einen Killer, der eine Leiche entsorgt hat. Doch statt das ganze der Polizei zu melden haben die Freunde eine perfide Idee. Da sie jahrelang von einem Asozialen namens Gary vergewaltigt und gepiesackt wurden, finden sie die Adresse des Killers heraus und drohen die Polizei zu verständigen, falls er ihren Peiniger nicht auch tötet. Doch da spielt der gute Mann nicht mit und der Schuss geht nach hinten los.

Eine wirklich interessante Story und absolut superbe Darsteller, von denen zwei sogar ihr Filmdebüt abliefern, machen “Die Erpresser” zu einem echten Thriller-Highlight weit ab der leicht verdaulichen Mainstreamkost.

Zudem gibt’s gegen Ende noch die ein oder andere Wendung mit der niemand rechnen kann, die zwar ein wenig konstruiert wirkt, dem Überraschungseffekt aber keinen Abbruch tut.

Fazit: Grandios.

7chuckys