Kalender

April 2019
M D M D F S S
« Mrz    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv der Kategorie 'Reviews'

RIDE (Universum Film)

am 03. April 2019 unter Reviews abgelegt

314293

James träumt von einer Schauspielkarriere und hält sich als Fahrer für einen Taxi-Share-Anbieter in L.A. über Wasser. Sein erster Gast an diesem Abend ist die attraktive Jessica, die er zu einer Party bringt. Da die Chemie zwischen den beiden sofort stimmt, lädt sie ihn ein, nach seiner Schicht doch nachzukommen. Was er dann auch tut, er hat jedoch seinen nächsten Fahrgast namens Bruno dabei, der mit Geld um sich wirft und ihn für den ganzen Abend mietet. Als die drei zusammen unterwegs sind, mutiert der anfangs zwar geschwätzige, aber eher harmlos wirkende Bruno zum ziemlich fiesen Charakter.

Die Grundidee hat mir gut gefallen. Ich wusste auch gar nicht, dass es diese Art von Unternehmen gibt, die in den USA Menschen befördern – neben den klassischen Taxiunternehmen.

Frau Thorne versucht sich ja mittlerweile auch als Schauspielerin, nachdem sie mit ihrer, na ja „Musik“ schon reichlich Kohle verdient hat und hat den Streifen auch mitproduziert. Ihre Fähigkeiten sind zwar limitiert – aber es gibt schlimmere Damen, die meinen sie könnten schauspielern. Zudem hat sie mit den beiden anderen Protagonisten zwei ordentliche Mimen an ihrer Seite.

Der Film hat nur ein Problem. Für einen Thriller, setzt die Spannung einfach zu spät ein. Nicht das der Streifen bis dahin grottenschlecht oder langweilig wäre, nur ist es eben eine nette Alltagsstudie eines Fahrers mit seinen verrückten Gästen.

Nach sage und schreibe 44 Minuten beginnt RIDE dann Fahrt aufzunehmen. Das wäre auch noch in Ordnung, doch in Minute 73 !!! beginnt schon der Abspann, nach einem relativ abrupten Ende, das man etwas spannender hätte gestalten können.

So bleibt unter dem Strich nette Unterhaltung, doch das eigentliche Potenzial wird nicht völlig ausgereizt. Auf der Habenseite stehen ein schicker Look und ein sehr gelungener, elektronischer Soundtrack.

4chucky1122111311

NACHTFALKEN – MEDIABOOK (Koch Media)

am 03. April 2019 unter Reviews abgelegt

3794

Eigentlich sind die beiden Cops Deke DaSilva (was ein Name) und Matthew Fox als Lockvögel der New Yorker Polizei meist nachts auf Verbrecherjagd. Als aber der gefährliche Terrorist Heymar Wulfgar (schlimmer geht immer) nach einem verheerenden Anschlag in London nun den Big Apple heimsucht, sind sie plötzlich auch als Anti-Terror-Experten gefragt. Denn der skrupellose Wulfgar hat es auf Angestellte der Vereinten Nationen abgesehen und zwingt die beiden “Nachtfalken” in einen atemberaubenden Showdown, der neben konventionellen Waffen auch ihre Fähigkeiten zur Tarnung erforderlich macht.

Die ersten Veröffentlichungen dieses Streifens waren am Rande der Körperverletzung. Das Bild war teilweise auf VHS Niveau und es gab mehr Blitzer, als bei 100 Gewittern zusammen. Da der Streifen aber insbesondere in der Videogemeinde einen gewissen Kultstatus besitzt, brachte KOCH MEDIA ihn nun als sehr schönes Mediabook heraus, welches neben den unglaublichen Extras, besonders durch sein grandioses Bild besticht.

Der Film hat eine richtige Frischzellenkur erfahren und wüsste man nicht um das Alter von NIGHTHAWKS könnte man meinen, dies ist eine neue Produktion, die in den 80ern spielt. Hier gibt es wirklich nicht das kleinste Rauschen zu sehen und ich schaue die Filme auf einem Plasma, der besonders meckert, wenn in dieser Richtung etwas zu sehen ist.

Sylvester Stallone (mit beknackter Brille) hatte damals die beiden Rocky Filme abgedreht und war schon ein Star, doch dieser kleine Reißer wurde kein besonders großer Kinohit und spielte nur etwas mehr als sein Geld ein, war aber wohl eine Herzensangelegenheit des mittlerweile 72 Jahren alten Mimen.

Die Extras die man ausgebuddelt hat alle aufzuzählen, würde definitiv den Rahmen meiner Rezension sprengen, denn was man hier alles ans Tageslicht geholt hat, ist unglaublich,

Es gibt unter anderem, neben dem von Koch-VÖs bekannt schönen Inlay, eine alternative TV Fassung, Interviews, Trailer, und weitere Featurettes, die insgesamt länger gehen als der Streifen selbst. Der Film liegt sowohl als DVD als auch als Blu Ray vor.

Fazit: Endlich können die Fans des Streifens mit der Veröffentlichung zufrieden sein. Neben dem tollen Bild, fällt besonders die unfassbare Menge an Extras auf. So soll es sein.

DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT (Universum Film)

am 19. Februar 2019 unter Drama, Komödie, Reviews abgelegt

312315

Roxy ist neu in der Klasse und gerade von ihrer alten Schule geflogen. Zudem hat sie null Bock auf die anstehende Klassenfahrt nach Berlin. Im Bus freundet sie sich mit dem sensiblen Außenseiter Cyril an, der sie mit seinem Wortwitz überrascht und den sie auch auf Anhieb gerne hat. Doch aufgrund seiner großen Nase, für die er nahezu täglich verspottet wird, denkt er eh, dass er bei ihr keine Chance hat . Roxy scheint sich außerdem mehr für den gutaussehenden Rick zu interessieren, der allerdings ein wenig hilflos wirkt und nicht gerade Intelligenz ausstrahlt. Als auch noch Aufreißer Benno ein Auge auf Roxy wirft und Cyril mitbekommt, dass es eine Wette gibt, wie schnell Benno sie ins Bett bekommt, versucht er Rick zu helfen und schreibt für ihn coole Songtexte und romantische SMS. Doch das erste Date wird natürlich eine Katastrophe und die Chancen von Benno scheinen wieder zu steigen.

Eine romantische Komödie – na da hat man ja hier den richtigen genommen um eine Bewertung abzugeben, denn das ist ein Genre, das mir normalerweise gar nicht liegt. Aber ich bin großer Kämpfer für den deutschen Film, deshalb habe ich mir diesen Streifen dann doch angesehen und war überrascht.

Die Geschichte ist sehr schön erzählt und die Chemie zwischen Luna Wedler und Aaron Hilmer passt einfach perfekt. Zudem gesellt sich mit Damian Hardung einer aus dem Club der roten Bänder dazu, der hier aber einen völlig anderen Charakter spielt.

In den Nebenrollen ist der Film ebenfalls gut besetzt worden. Insbesondere Heike Makatsch als Lehrerin, hat in ihrer rabiaten Art so manche Lacher auf ihrer Seite und Anke Engelke spielt die Mutter von Cyril überraschend zurückhaltend und glaubwürdig.

Was zudem verwundert ist, das in dem Film tatsächlich Musik aus dem Genre Hip-hop dominiert, was nun wahrlich nicht mein Fall ist. Insbesondere das deutsche dümmliche Aneinanderreihen von Fäkaltexten, welches bei den Kiddies heutzutage angesagt ist, nervt mich seit Jahren. Hier aber hat man wirklich gute Songs geschrieben und die Worte sind sehr poetisch und keinesfalls platt.

Das Ende ist von der Idee zwar sehr gelungen, aber sorry Leute, so läuft das im echten Leben leider nicht ab – dies kann ich aus eigenen Erfahrungen berichten und auch mein Umfeld hat diese gemacht. Mehr kann ich nicht dazu sagen, weil ich sonst spoilern würde.

Unter dem Strich ein durchgängig unterhaltsamer Streifen, der zwar im Grunde eine Komödie ist, untergründig jedoch auch Dinge wie Mobbing oder Verrohung der Jugend aufgreift und diese gut in die Geschichte integriert. Auch wenn mir das Ende einen Tick zu weit hergeholt wirkt, kann man hier trotzdem viele Chuckies vergeben, da der Gesamteindruck hervorragend ist.

6-chucky1212222411341162224453222

05chucky112211121221311

MILE 22 (Universum Film)

am 06. Februar 2019 unter Reviews abgelegt

313432

Sie arbeiten außerhalb staatlicher Grenzen, in einer Welt ohne greifbare Gegner. Für die Regierung sind sie „Geister“ – sie erledigen die Jobs, von denen keiner etwas weiß, so auch in diesem Fall: Elite-Agent James Silva wird in die Botschaft eines südostasiatischen Landes einberufen, um eine gefährlich hohe Menge an verschwundenem radioaktiven Material wiederzubeschaffen. Als plötzlich der mysteriöse Spion Li Noor auftaucht und Silva einen Deal vorschlägt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn es gibt eine Bedingung für den Geheimnisaustausch: Li Noor will schnellstmöglich außer Landes gebracht werden. Das hört sich einfacher an, als es ist, denn schließlich sind auch andere Parteien an den Informationen des Herrn interessiert.

Filme mit Wahlberg gehen eigentlich immer. Zumindest weiß man, dass gute Unterhaltung geboten wird, wenn auch selten sehr niveauvoll. So ähnlich verhält es sich auch mit diesem Streifen.

Man kann hier wirklich sagen, dass der Film ab der ersten Minute spannend uns actionreich ist und einen schönen Abend mit Popcorn vor der Glotze beschert, wenn man die Erwartungen nicht ganz so hoch steckt.

Abermals arbeitete der ehemalige Sänger mit seinem Kumpel Peter Berg zusammen, den viele noch aus dem Kultstreifen SHOCKER kennen, in dem er als Schauspieler die Hauptrolle besetzte. Später verlegte er sich dann aufs Filme machen und besetze Wahlberg unter anderem für BOSTON und DEEPWATER HORIZON, ebenfalls Streifen der Marke „sehr gute Unterhaltung“. Hier spielt er übrigens eine kleine Nebenrolle

Fairerhalber muss man aber sagen, dass man viele Dinge nicht versteht. Da müsste man schon echt ein Agent der oben genannten Einheit sein, die regelmäßig mit irgendwelchen Begriffen um sich feuert, die man als Normalsterblicher gar nicht kennt.

Die Besetzung ist dabei ziemlich hochkarätig. Neben Wahlberg agieren unter anderem Lauren Cohan, der neue Star aus Indonesien Iko Uwais, der sich bereits mit THE RAID 2 und HEADSHOT einen Namen machte und John Malkovich, der, das muss man allerdings so hart sagen, hier schauspielerisch gnadenlos unterfordert ist.

Ein wenig zu viel bekommt man gegen Ende von asiatischer Kampfkunst geboten, die in diesem Kontext ein wenig übertrieben scheint und sich nicht so ganz in den sonst eher typisch amerikanischen Streifen einfügt.

Freuen wird es aber vor allem Fans der etwas härteren Gangart, denn die FSK Freigabe ist an manchen Stellen fast schon grenzwertig, denn hier geht es ganz schön heftig zur Sache und vor 20 Jahren wäre der Streifen niemals so von unseren geliebten Jugendschützern genehmigt worden.

Fazit: Sehr amerikanisch, aber absolut gute Unterhaltung – und das ist genau das, was man von dem Team Wahlberg/Berg eben erwartet. Wer ein anspruchsvolles Drama sehen will, schaut sich sicherlich eh andere Filme an.

5-chucky223312233331111231314231232

05chucky112211121221311

GHOSTLAND (Capelight/Alive)

am 02. August 2018 unter Reviews abgelegt

307381

Nach dem Tod ihrer Tante bezieht Colleen mit ihren Töchtern Beth und Vera, das alte, leer stehende Haus der Verstorbenen, das sich als sehr unheimlich erweist. Es wimmelt von Spielzeug und Puppen. Gleich in der ersten Nacht werden sie von brutalen Einbrechern überfallen. Das Trauma sitzt tief und prägt die Schwestern bis ins Erwachsenenalter.  Beth hat ihre persönliche Bewältigung im Schreiben gefunden und ist mittlerweile erfolgreiche Autorin von Horrorliteratur. Vera hingegen lebt immer noch mit der Mutter in dem alten Haus und leidet unter schlimmer Paranoia. Als Beth von ihrer Schwester einen seltsamen Anruf bekommt, eilt sie zu ihr.
Das hätte sie mal besser gelassen…..

ICH bespreche einen Film von Pascal Laugier. Leute die mich kennen, halten das sicher für keine gute Idee, denn im Gegensatz zu der allgemeinen Meinung vieler Horrorfans, halte ich dessen Kultstreifen MÄRTYRS für absoluten Müll, bei dem es wirklich an allem fehlt – besonders an Atmosphäre.

Aber hee, der Mann kann ja doch was. Dies bewiest er uns jetzt mit dem wirklich gelungenen Ghostland, der eigentlich eine im Grundsatz eher simple Houseterror-Geschichte erzählt, die aber im Verlaufe des Films eine sensationelle Wende erfährt, die dem Film richtig Pluspunkte beschert.

Im Gegensatz zu Märtyrs gelingt dem Regisseur hier auch eine schöne Atmosphäre, unterlegt von einem kongenialen Soundtrack, aufzubauen, an dem Mylene Farmer, die die Mutter der beiden Kids spielt, übrigens nicht mitgeschrieben hat. Die „Madonna“-Frankreichs, die dort Stadien füllt und hier kaum bekannt ist, spielt die Rolle auch durchaus ansprechend.

Zwar bleibt hier auch jegliches Motiv der Einbrecher im Unklaren und die beiden sind zudem schon morbide Figuren – das ist aber immer noch 1000 mal besser als dieses unsägliche Sado-maso-alter-Leute Geschwurbel wie in Märtyrs.

Sehr stimmig auch der Abschluss. Die Szene in der Mylene Farmer sagt „willst du das wirklich tun“ und das darauffolgende Geschehen ist nicht nur von der Idee grandios, sondern auch toll bebildert.

Zudem hat man beim Casting alles richtig gemacht. Da die Ereignisse schließlich 16 Jahre auseinander liegen, brauchte man für Beth und Vera natürlich 2 verschiedene Schauspielerinnen. Besonders gelang das mit der Besetzung von Crystal Reed und Emilia Jones, die sich im normalen Leben wirklich NULL ähnlich sehen, hier aber tatsächlich die gleiche Person sein könnten.

Insgesamt ist die Geschichte aber nicht wirklich neu. Dennoch ist das eben alles spannend inszeniert und die beiden Wendungen sind klasse – genau wie die Ausstattung des Hauses und des „Wagens“

Wie der Film es geschafft hat, in dieser Version ungeschnitten ab 16 durch die FSK zu kommen, ist mir unbegreiflich. Insbesondere die seelischen Grausamkeiten sind doch teilweise sehr verstörend, und auch sonst gibt es einige deftige Gewalteinlagen.

In einem ändere ich meine Meinung jedoch nicht, denn Laugier hat definitiv einen an der Klatsche und wirkt im Interview, als hätte er sich 1 Kilo Speed reingepfiffen. Wahrscheinlich kann man aber auch nur so solche Drehbücher schreiben. In diesem Film ist es überraschend gut umgesetzt worden.

6-chucky1212222411341162224453222

05chucky11221112122131

THE CURED (Splendid)

am 10. Mai 2018 unter Drama, Horror, Reviews abgelegt

302032

Wieder einmal hat ein tödlicher Virus ein ganzes Land dahingerafft, in diesem Fall Irland. Glücklicherweise wurde ein Heilmittel gefunden, das 75 % der Menschen, die damit infiziert wurden, wieder zu normalen Lebewesen macht. Doch diese sind in der Bevölkerung nicht gerade willkommen, da man Angst vor ihnen hat. Zudem können sie sich an alle Gräueltaten, die sie während der Krankheit begingen, erinnern. Auch Senan ist einer von ihnen, hat aber Glück im Unglück, denn seine Schwägerin Abbie nimmt ihn bei sich auf. Zudem war das Heilmittel wie erwähnt nur bei 75 % der Menschen erfolgreich und die Regierung berät nun, was mit dem Rest passieren soll, die in unterirdischen Zellen eingesperrt sind. Von den ewigen Schikanen und dem Hass der ihnen entgegenschlägt angewidert, schließen sich zudem die Geheilten zusammen und wollen für ihre Rechte kämpfen. Doch das führt zu einer weiteren Katastrophe.

Wie man an der Zusammenfassung deutlich erkennen kann, handelt es sich hierbei nicht um einen Horrorfilm, sondern um ein Drama, das im Horror-Genre spielt,was ein großer Unterschied ist. Eigentlich ist das ganze sogar eher ein sozialkritischer Film.

Wieso Ellen Page in einen Streifen auftaucht, der in Irland gedreht wurde, ist mir nicht bekannt. Noch dazu hat sie diesen mitproduziert, was auch ungewöhnlich ist, denn sie ist nun nicht wirklich bekannt dafür, dieses Genre zu bedienen.

Für ein Regiedebüt sieht das ganze auch sehr ordentlich aus. Mit vielen Blaufiltern und tristen Kulissen wird eine trostlose Atmosphäre erzeugt, die die Geschichte sehr gut unterstützt.

Mit Ausnahmen der letzten 20 Minuten fehlen hier allerdings nahezu jegliche Action-Elemente und auch die Horrorfreaks kommen nicht wirklich auf ihre Kosten. Das erinnert mich ein wenig an ARRIVAL, von dem viele enttäuscht waren, weil er eben doch weitestgehend kein Science-Fiction-Film, sondern ein Drama war.

Daher ist die Zielgruppe für CURED sehr schwierig. Dem Freund des Massakers wird zu wenig Blut geboten und Fans des Drama-Genres mögen im Allgemeinen keine Filme über Zombies.

So bleibt unter dem Strich ein gut gefilmtes und gespieltes Sozialdrama, mit einigen kleinen Längen, das aber, wie bereits erwähnt, nicht sehr viele Menschen ansprechen wird, was schade ist, denn am Film selbst gibt es wenig zu meckern.

5-chucky223312233331111231314231232

THE ARRIVAL (NSM/Alive)

am 10. Mai 2018 unter Reviews abgelegt

1727

Charlie Sheen spielt in dem spannenden Sci-Fi Thriller den Astronomen Zane Zaminksi (wer um Himmels willen läßt sich dermaßen beknackte Namen einfallen?), der ähnlich wie Jodie Foster in “Contact”, der festen Meinung ist, das es außerirdisches Leben gibt. Als er eines Nachts extraterrestische Signale auffängt, will ihm keiner glauben, erst recht nicht sein Chef, der ihn zur Belohnung auch noch entläßt. Als Zane aber hartnäckig weiterforscht, in dem er alle umliegenden Satelitenschüsseln als Empfänger “mißbraucht” hört er die gleichen Signale wieder, stellt allerdings fest, das diese aus Mexico stammen. Trotzdem ist er überzeugt davon, das diese nicht irdischen Ursprungs sind. Daraufhin versucht er vor Ort herauszufinden, was sich dahinter verbirgt. Doch die Wahrheit ist viel weitgreifender und erschreckender als angenommen.

Dawid Twohy, der mit “Pitch Black” zeigte, das er es versteht, aus wenig Budget viel zu machen und danach bewies, das man ihm auch besser nicht mehr Geld zur Verfügung stellen sollte (”Riddick”), schrieb auch gleich das Drehbuch zu dem spannenden, wenn auch nicht immer ganz logischn Streifen.Bild hinzufügen

Charlie Sheen sieht man eh immer gerne und auch Ron Silver, der meiner Meinung viel zu wenig gute Rollenangeote in Majorfilmen bekam, spielt seine Rolle als zwielichtiger Chef, der ein Geheimnis verbirgt, absolut überzeugend.

Sicher, die Effekte würden heute deutlich besser aussehen und an manchen Stellen merkt man dem Film das eher geringe Budget auch an, das macht ihn auf der anderen Seite aber auch symphatisch, zumal Twohy das durch gute Einfälle (ich sage nur “Staubsauger” und “Badewanne”) und ständig wechselnde Schauplätze wettmacht.

Die 110 Minuten gehen rum wie im Flug und man bekommt sofort Lust auf die Fortsetzung, die allerdings bei weitem nicht so gut ist wie der Vorgänger .

Wer diesen Film noch nicht gesehen hat und auf Geschichten um Außerirdische steht, kann getrost zugreifen.

IM AUGE DES WOLFES (Koch Media)

am 26. September 2017 unter Action, Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

227x227bb

Yanis Zeri und sein Team, bestehend aus seinem jüngeren Bruder Amine, Eric, Yasser und Franck, haben sich auf Überfälle von Transportern spezialisiert. Davon kann man ganz gut leben. Leider begeht jedoch Amine in seiner Gier einen schweren Fehler und man steht plötzlich in der Schuld einer großen Gang, mit denen nicht zu spaßen ist. Die verlangt von Yanis das er einen weiteren Überfall auf einen Transporter mit Drogen durchführt – erst dann ist seine Schuld getilgt. Zunächst scheint alles glatt zu laufen, doch dann kommt es zu einer Katastrophe.

Die Geschichte hört sich im ersten Moment etwas beliebig und bekannt an, hat aber doch einige Facetten, die man so noch nicht gesehen hat.

Zum Beispiel spielt die Polizei in diesem Streifen eigentlich gar keine Rolle, sondern es geht um 2 Verbrecherbanden, die ihre Coups aus völlig unterschiedlichen Motiven durchführen und die sich plötzlich im persönlichen Krieg befinden,

Obwohl auch Yanis Bande natürlich nicht wirklich zu den Guten gehört, ergreift man doch automatisch Partei als Zuschauer für diese, was einen interessanten Schachzug des Drehbuchs darstellt.

Zudem werden im Laufe des Films auch die Familienmitglieder der kleinen Gang vorgestellt. Dies passiert aber auf sehr geschickte Weise, denn statt den Zuschauer mit ewig langen Einführungen der Charaktere zu langweilen, baut man die Vorstellung der Figuren, die gegen Ende alle eine wichtige Rolle übernehmen, nebenbei und ohne viel Zeitaufwand ein.

Sami Bouajila sieht man eigentlich immer gerne. Kaum einer verkörpert den bedächtigen, französischen Gangster mit Migrationshintergrund (huch das darf man ja heute gar nicht sagen) so gut wie er. Er muss jedoch auch etwas aufpassen, das er auf diese Rolle nicht zu sehr reduziert wird, denn viele seiner Charaktere sind doch recht ähnlich. Die anderen Schauspieler sagen mir persönlich nichts, bieten aber gute Leistungen.

Frankreich hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem wirklich guten Land gemausert, was das Genre Action-Thriller angeht. Das fing eigentlich mit DAS TÖDLICHE WESPENNEST an. Seitdem schwappen immer wieder spannende und meist sehr kurzweilige Streifen zu uns herüber.

Fazit: Auch durch die recht knackige Laufzeit gibt es hier kaum Längen und die Story ist nicht uninteressant. Zudem geht es hier an manchen Stellen recht heftig zur Sache. Die Figuren wirken für einen Film dieses Genres überraschend glaubwürdig.

6-chucky1212222411341162224453222

EINER GEGEN ALLE (Koch Media)

am 26. September 2017 unter Reviews abgelegt

1022636

Die russische Mafia plant ein großes Ding, nämlich den Einbruch in eine Bank mit einer ganz sicheren Rückzugsmöglichkeit. Dazu heuert man Victor an, der bekannt dafür ist, auch komplizierte Safes zu knacken. Für diesen hat man sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Mit dabei ist auch Rapido, ein guter Freund des Diebes, der sich aber mittlerweile mehr den Drogen hingibt, statt konstruktiv etwas zu leisten und das schlimmste daran ist, dass er das Geheimnis von Victor kennt. . Der ist nämlich Undercover-Agent der Polizei.

Nichts Neues an der verdeckten Ermittler-Front. Das haben wir so oder so ähnlich nun wirklich schon sehr oft gesehen. Der letzte Teil des Films bringt aber immerhin eine interessante Wende, mit der man nicht wirklich rechnen kann.

Schauspielerisch liefert Javier Gutiérrez mal wieder die beste Leistung ab. Der Rest des Castes ist solide, aber nicht wirklich überragend. Dazu gesellen sich mal wieder jede Menge Russenklischees – das dürfte Putin nicht gefallen.

Wieso der Film übrigens EINER GEGEN ALLE heißt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn der Titel passt eigentlich gar nicht zu dem was man hier sieht. Wer ist denn der eine? Victor? Und was ist dann mit Rapido und dem Chef der Polizei? Na gut, über die dusselige deutsche Namensgebung habe ich mich ja schon oft genug aufgeregt, diese ändert ja auch nicht wirklich was an der Qualität des Films und die ist ok.

Denn unter dem Strich bleibt ein grundsolides Drama mit Thriller-Elementen und ein wenig klassischer Polizei-Arbeit. Der Streifen hat mich einigermaßen unterhalten und ist für eine einmalige Sichtung in Ordnung, nur sind eben die Geschichten um verdeckte Vermittler-Einsätze zu oft erzählt worden und können, wenn man dann als Zuschauer erfährt, das der eigentlich böse Kerl ja ein Cop ist, nicht mehr wirklich überraschen und genau dieses Problem hat auch dieser Streifen.

4chucky112211131

STEPHEN KING SPECIAL: KATZENAUGE/WERWOLF VON TARKER MILLS (Koch Media)

am 18. September 2017 unter Horror, Klassiker, Reviews abgelegt

81DxXOhnJCL._SL1500_81J8UC7kkAL._SL1500_

Mitte und Ende der 80er erlebten KING Verfilmungen ihre absolute Hochzeit. Ich glaube kein Autor wurde so oft in Bildern umgesetzt, wie der Meister des Grauens.

KOCH veröffentlicht nun 2 dieser Streifen, von denen insbesondere der eine Kultstatus genießt.

KATZENAUGE sind 3 Kurzgeschichten, die eigentlich nur lose verbunden sind, eben durch ein Kätzchen das 3 Abenteuer erlebt. Die beiden ersten Geschichten sind auch heute noch sehr unterhaltsam.

James Woods versucht sich, das Rauchen abzugewöhnen und sucht dabei professionelle Hilfe auf. Diese Firma greift jedoch zu recht unorthodoxen Methoden, um dem Kunden die Sucht auszutreiben.

Im Zweiten Teil begeht Robert Hays den Fehler mit der Frau eines Millionärs und Zockers anzubandeln. Der kommt beiden auf die Schliche und bietet dem Nebenbuhler einen perfiden Deal an.

Dia letzte Geschichte hat das Problem, das die Effekte überholt sind, denn der kleine Schurke, der die kleine Drew Barrymore heimsucht, wirkt heute doch sehr antiquiert.

DER WERWOLF VON TARKER MILLS hat ein ähnliches Problem, denn natürlich sind über 30 Jahre später in Sachen Effekte ganz andere Dinge möglich. Dennoch ist die Geschichte spannend erzählt und mit Gary Busey und Corey Haim (den ich früher unheimlich gern gesehen habe, der aber leider Suizid beging) auch ordentlich besetzt.

Das kleine Städtchen TARKER MILLS wird von einer grauenhaften Mordserie erschüttert. Menschen werden auf bestialische Weise abgeschlachtet. Nur der an den Rollstuhl gefesselte Marty glaubt zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Doch niemand hört ihm zu – außer seiner Schwester, mit der er den Kampf gegen das Wesen aufnimmt.

Für Sammler der Verfilmungen sind beide Veröffentlichungen sicherlich Pflicht. Denjenigen kann ich auch gutes berichten, denn was hier in Sachen Bild herausgeholt wurde, ist schon fast sensationell, zumindest auf meinem Plasma-TV.

KATZENAUGE unterschiedet sich von neueren Produktionen lediglich durch die etwas blasseren Farben, ansonsten ist Bildrauschen nahezu nicht vorhanden. Ebenso gelungen auch die andere Restauration. Dort blitzt es anfangs ein paar Mal, danach ist das Bild aber genauso gut. Da hat man wirklich tolle Arbeit geleistet.

Fazit: 2 Veröffentlichungen für King Fans. Die Umsetzung ins Jahr 2017 ist hervorragend gelungen. Zudem sind beide Streifen, wenn man bei den Effekten Abstriche macht, auch heute noch gut ansehbar.