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Archiv der Kategorie 'Reviews'

IM AUGE DES WOLFES (Koch Media)

am 26. September 2017 unter Action, Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

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Yanis Zeri und sein Team, bestehend aus seinem jüngeren Bruder Amine, Eric, Yasser und Franck, haben sich auf Überfälle von Transportern spezialisiert. Davon kann man ganz gut leben. Leider begeht jedoch Amine in seiner Gier einen schweren Fehler und man steht plötzlich in der Schuld einer großen Gang, mit denen nicht zu spaßen ist. Die verlangt von Yanis das er einen weiteren Überfall auf einen Transporter mit Drogen durchführt – erst dann ist seine Schuld getilgt. Zunächst scheint alles glatt zu laufen, doch dann kommt es zu einer Katastrophe.

Die Geschichte hört sich im ersten Moment etwas beliebig und bekannt an, hat aber doch einige Facetten, die man so noch nicht gesehen hat.

Zum Beispiel spielt die Polizei in diesem Streifen eigentlich gar keine Rolle, sondern es geht um 2 Verbrecherbanden, die ihre Coups aus völlig unterschiedlichen Motiven durchführen und die sich plötzlich im persönlichen Krieg befinden,

Obwohl auch Yanis Bande natürlich nicht wirklich zu den Guten gehört, ergreift man doch automatisch Partei als Zuschauer für diese, was einen interessanten Schachzug des Drehbuchs darstellt.

Zudem werden im Laufe des Films auch die Familienmitglieder der kleinen Gang vorgestellt. Dies passiert aber auf sehr geschickte Weise, denn statt den Zuschauer mit ewig langen Einführungen der Charaktere zu langweilen, baut man die Vorstellung der Figuren, die gegen Ende alle eine wichtige Rolle übernehmen, nebenbei und ohne viel Zeitaufwand ein.

Sami Bouajila sieht man eigentlich immer gerne. Kaum einer verkörpert den bedächtigen, französischen Gangster mit Migrationshintergrund (huch das darf man ja heute gar nicht sagen) so gut wie er. Er muss jedoch auch etwas aufpassen, das er auf diese Rolle nicht zu sehr reduziert wird, denn viele seiner Charaktere sind doch recht ähnlich. Die anderen Schauspieler sagen mir persönlich nichts, bieten aber gute Leistungen.

Frankreich hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem wirklich guten Land gemausert, was das Genre Action-Thriller angeht. Das fing eigentlich mit DAS TÖDLICHE WESPENNEST an. Seitdem schwappen immer wieder spannende und meist sehr kurzweilige Streifen zu uns herüber.

Fazit: Auch durch die recht knackige Laufzeit gibt es hier kaum Längen und die Story ist nicht uninteressant. Zudem geht es hier an manchen Stellen recht heftig zur Sache. Die Figuren wirken für einen Film dieses Genres überraschend glaubwürdig.

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EINER GEGEN ALLE (Koch Media)

am 26. September 2017 unter Reviews abgelegt

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Die russische Mafia plant ein großes Ding, nämlich den Einbruch in eine Bank mit einer ganz sicheren Rückzugsmöglichkeit. Dazu heuert man Victor an, der bekannt dafür ist, auch komplizierte Safes zu knacken. Für diesen hat man sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Mit dabei ist auch Rapido, ein guter Freund des Diebes, der sich aber mittlerweile mehr den Drogen hingibt, statt konstruktiv etwas zu leisten und das schlimmste daran ist, dass er das Geheimnis von Victor kennt. . Der ist nämlich Undercover-Agent der Polizei.

Nichts Neues an der verdeckten Ermittler-Front. Das haben wir so oder so ähnlich nun wirklich schon sehr oft gesehen. Der letzte Teil des Films bringt aber immerhin eine interessante Wende, mit der man nicht wirklich rechnen kann.

Schauspielerisch liefert Javier Gutiérrez mal wieder die beste Leistung ab. Der Rest des Castes ist solide, aber nicht wirklich überragend. Dazu gesellen sich mal wieder jede Menge Russenklischees – das dürfte Putin nicht gefallen.

Wieso der Film übrigens EINER GEGEN ALLE heißt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn der Titel passt eigentlich gar nicht zu dem was man hier sieht. Wer ist denn der eine? Victor? Und was ist dann mit Rapido und dem Chef der Polizei? Na gut, über die dusselige deutsche Namensgebung habe ich mich ja schon oft genug aufgeregt, diese ändert ja auch nicht wirklich was an der Qualität des Films und die ist ok.

Denn unter dem Strich bleibt ein grundsolides Drama mit Thriller-Elementen und ein wenig klassischer Polizei-Arbeit. Der Streifen hat mich einigermaßen unterhalten und ist für eine einmalige Sichtung in Ordnung, nur sind eben die Geschichten um verdeckte Vermittler-Einsätze zu oft erzählt worden und können, wenn man dann als Zuschauer erfährt, das der eigentlich böse Kerl ja ein Cop ist, nicht mehr wirklich überraschen und genau dieses Problem hat auch dieser Streifen.

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STEPHEN KING SPECIAL: KATZENAUGE/WERWOLF VON TARKER MILLS (Koch Media)

am 18. September 2017 unter Horror, Klassiker, Reviews abgelegt

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Mitte und Ende der 80er erlebten KING Verfilmungen ihre absolute Hochzeit. Ich glaube kein Autor wurde so oft in Bildern umgesetzt, wie der Meister des Grauens.

KOCH veröffentlicht nun 2 dieser Streifen, von denen insbesondere der eine Kultstatus genießt.

KATZENAUGE sind 3 Kurzgeschichten, die eigentlich nur lose verbunden sind, eben durch ein Kätzchen das 3 Abenteuer erlebt. Die beiden ersten Geschichten sind auch heute noch sehr unterhaltsam.

James Woods versucht sich, das Rauchen abzugewöhnen und sucht dabei professionelle Hilfe auf. Diese Firma greift jedoch zu recht unorthodoxen Methoden, um dem Kunden die Sucht auszutreiben.

Im Zweiten Teil begeht Robert Hays den Fehler mit der Frau eines Millionärs und Zockers anzubandeln. Der kommt beiden auf die Schliche und bietet dem Nebenbuhler einen perfiden Deal an.

Dia letzte Geschichte hat das Problem, das die Effekte überholt sind, denn der kleine Schurke, der die kleine Drew Barrymore heimsucht, wirkt heute doch sehr antiquiert.

DER WERWOLF VON TARKER MILLS hat ein ähnliches Problem, denn natürlich sind über 30 Jahre später in Sachen Effekte ganz andere Dinge möglich. Dennoch ist die Geschichte spannend erzählt und mit Gary Busey und Corey Haim (den ich früher unheimlich gern gesehen habe, der aber leider Suizid beging) auch ordentlich besetzt.

Das kleine Städtchen TARKER MILLS wird von einer grauenhaften Mordserie erschüttert. Menschen werden auf bestialische Weise abgeschlachtet. Nur der an den Rollstuhl gefesselte Marty glaubt zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Doch niemand hört ihm zu – außer seiner Schwester, mit der er den Kampf gegen das Wesen aufnimmt.

Für Sammler der Verfilmungen sind beide Veröffentlichungen sicherlich Pflicht. Denjenigen kann ich auch gutes berichten, denn was hier in Sachen Bild herausgeholt wurde, ist schon fast sensationell, zumindest auf meinem Plasma-TV.

KATZENAUGE unterschiedet sich von neueren Produktionen lediglich durch die etwas blasseren Farben, ansonsten ist Bildrauschen nahezu nicht vorhanden. Ebenso gelungen auch die andere Restauration. Dort blitzt es anfangs ein paar Mal, danach ist das Bild aber genauso gut. Da hat man wirklich tolle Arbeit geleistet.

Fazit: 2 Veröffentlichungen für King Fans. Die Umsetzung ins Jahr 2017 ist hervorragend gelungen. Zudem sind beide Streifen, wenn man bei den Effekten Abstriche macht, auch heute noch gut ansehbar.

BEVOR DER WINTER KOMMT (Polyband/WVG)

am 05. August 2015 unter Reviews abgelegt

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Paul ist ein erfolgreicher Arzt und seit 30 Jahren glücklich mit Lucie verheiratet. Doch in einer Bar lernt er die junge und unkomplizierte Lou kennen. Sie versucht auch, sich ihm anzunähern, doch Paul wehrt dies ab. Als der Arzt plötzlich täglich Blumen geschickt bekommt, ist er sich sicher, das diese von ihr stammen. Als er bei einer OP einen Zusammenbruch erleidet wird er beurlaubt. In dieser Zeit macht er sich viele Gedanken. Ist seine Ehe noch in Ordnung? Wieso ist ihm sein Sohn so fremd geworden? Als Paul Lou wiedertrifft, kommen ihm immer mehr Zweifel an seinem Leben…

Selten habe ich einen Film gesehen, der in der A-Note fast nichts richtig macht, in der B-Note aber eigentlich die volle Punktzahl erhalten müsste.

Erstere verteile ich immer für die Geschichte und die ist hier einfach zu langatmig erzählt, zumindest für einen Film der auf eine satte Laufzeit von 110 Minuten kommt. Zu viele Dinge wiederholen sich und die Story geht nicht wirklich nach vorne. Als man nach einer guten haben Stunde glaubt, das der Film nun ein wenig Spannung bekommt, bremst Regisseur Phillippe Claudel diese sofort wieder aus.

Das ist schade, denn sonst macht er hier wirklich alles richtig. Der Cast ist brillant. Insbesondere Frau Scott Thomas spielt ihre Rolle überragend. Daniel Auteil ist ganz schön rund geworden, schauspielerisch aber natürlich über jeden Zweifel erhaben.

Dazu gesellen sich schöne Kameraaufnahmen, ein glasklares Bild und ein wirklich gelungener Soundtrack. Hier kann man echt nicht den Ansatz eines negativen Punktes vergeben.

Doch leider zieht sich eben die Geschichte zu sehr.

Trotzdem gebe ich dem Film im Gesamteindruck noch eine gute Bewertung, wobei hier mit etwas mehr Spannung und einer Straffung der Laufzeit deutlich mehr möglich gewesen wäre.

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ANOMALIE (Maritim/Alive)

am 07. Juli 2015 unter Reviews abgelegt

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Christy ist eine sogenannte Träumerin. Sie sieht dort sowohl Dinge die bereits passiert sind, als auch welche die in der Zukunft passieren werden. Eines Tages taucht in einem Traum ein kleiner Junge auf, der sehr traurig zu sein scheint. Mit zunehmender Dauer sieht sie diesen auch im realen Leben als Flashback. Als die ersten ihrer Freunde tot aufgefunden werden, vermutet sie, das dieser Junge damit etwas zu tun hat und forscht nach…

ANOMALIE schreit praktisch in jeder Minute „ich hätte ein toller Film werden können wenn….“, doch leider bleibt es nur bei Durchschnitt.

Die Schauspieler agieren teilweise auf eher bescheidenem Niveau, wobei die beiden Hauptcharaktere ihre Sache gut machen. Der Junge hingegen sieht klasse aus, richtig spooky gestylt, hat aber für meine Begriffe zu wenig Screentime. Die Wende am Ende ist durchaus gelungen, wenn auch nicht ganz unvorhersehbar.

Die Synchronisation befindet sich wieder eher in der unteren Qualitätsskala, wobei ich mir abgewöhnt habe, das in die Bewertung einfließen zu lassen, weil da ja weder Regisseur noch der Film etwas für können.

Allerdings habe ich mich die 90 Minuten auch nicht gelangweilt, nur wären eben noch sehr viel mehr Möglichkeiten da gewesen, das ganze etwas gruseliger zu gestalten.

Fazit: Solider kleiner Horrorfilm mit geringem Budget aber einem wirklich gruseligen Geist. Die FSK 18 Freigabe ist ein Witz.

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FREEDOM WRITERS (Paramount)

am 02. April 2015 unter Reviews abgelegt

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Man kann sie mögen oder nicht – Hilary Swank hat schon sehr viele verschiedene Rollen verkörpert, die andere ihrer Zunft in ihrem ganzen Leben wohl nicht schaffen werden. Das spricht für sie. Außerdem hat sie ein wirklich gutes Gespür bei ihrer Rollenauswahl.

In „Freedom Writers” verkörpert Swank die unerfahrene, aber dennoch engagierte Lehrerin Erin Gruwell, die einer hoffnungslosen Klasse zugeteilt wird. Die unterschiedlichen Rassen mögen sich nicht und der Unterricht ist eigentlich nur eine Farce. Doch eines Tages ändert eine kleine Zeichnung die festgefahrene Meinung der Kids. Als „Miss G” diese einem Schüler entwendet und darauf einen Afroamerikaner erkennt, mit den für ihn typischen Merkmalen wie die dicken Lippen, schafft sie es der Klasse klarzumachen, dass sie auch in ihrer Gang nichts sind – sollten sie erschossen werden, sind sie keine Helden, sondern nach einigen Wochen einfach nur vergessen. Das rüttelt die Schüler erstmals wach. Dann beginnt sie über das Dritte Reich und den Holocaust zu erzählen und schafft es die Jugendlichen für die Geschichte zu interessieren. Da die Schulleitung allerdings nicht gewillt ist, sie in ihren außergewöhnlichen Methoden zu unterstützen, nimmt Gruwell noch zwei Nebenjobs an, um den Jugendlichen Büchern zu kaufen und ihnen einen Ausflug ins Museum für Geschichte zu ermöglichen. Daran geht letztendlich auch ihre Ehe kaputt. Doch Gruwell kämpft weiter für ihre Klasse. Die Schüler sollen fortan Tagebücher schreiben, die sich die Lehrerin (wenn die Person es möchte) ansehen wird. Was sie da teilweise zu lesen bekommt, schockiert sie zutiefst. Ihre ungewöhnlichen Maßnahmen an die Kids heranzukommen, stoßen zudem nicht auf viel Gegenliebe bei dem Direktor und seiner Assistentin. Zudem hat „Miss G” nicht die Befähigung, die Klasse auch noch in den nächsten Jahren zu unterrichten, da sie keine Erfahrung mit Elftklässlern hat und auch nicht die nötigen Voraussetzungen mitbringt. Doch die Schüler kämpfen um ihre Lehrerin, die sie aus der Lethargie und ihren festgefahrenen Meinungen und Vorurteilen herausgerissen hat.

Der Inhalt dieses Films ist wesentlich komplexer als es zunächst den Anschein hat. Insbesondere die Geschichte über Hitler und den Holocaust nimmt eine große Zeit des Films in Anspruch und bewirkt den Wandel in den Köpfen der Schüler.

Jeder, der sich die Geschichte des Films auf der Cover-Rückseite durchliest, wird sofort sagen „Ach nee, wieder ein dämlicher Dangerous Minds-Abklatsch”. Doch das Gegenteil ist der Fall. Da, wo der Film mit Michelle Pfeiffer nur an der Oberfläche kratzte, sticht „Freedom Writers” tief hinein.

Sowohl die Lehrerin als auch das „Freedom Writers”- Projekt (welches beinhaltete, dass alle Schüler ihre Tagebücher am Ende des Schuljahres in eine Buchform brachten) sind keine erfundenen Figuren – die Personen gab es allesamt wirklich. Die echte Erin Gruwell kommt auch in den Extras zu Wort und zeigt sich beeindruckt von dem Film. Auch Hillary Swank schiessen beim Abschied nach den Dreharbeiten tatsächlich Tränen in die Augen. Das fand ich schon sehr ergreifend. Überhaupt lohnen sich bei diesem Film die Extras, da man dort die wahren Hintergründe genauestens geschildert bekommt.

Dass es ein Film dieses Genres schafft, bei mir an manchen Stellen Gänsehaut hervorzurufen, rechne ich dem Streifen hoch an. Die einfühlsame Erzählweise von Regisseur La Gravenese und das unbedarfte Spiel der Kids, die alle null schauspielerische Erfahrung mitbrachten, ergeben im Gesamtbild ein überzeugendes Werk, das zum Nachdenken anregt und nachhaltig Rassismus anprangert.

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HOME SWEET HOME (Mad Dimension/ALIVE)

am 19. November 2013 unter Horror, Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

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Sarah und Frank kommen von einer Party zurück in ihr schickes Zuhause. Dort sind sie allerdings nicht alleine, denn bereits seit Stunden lungert dort ein recht fieser Verbrecher herum, der mal Lust hat ein paar Menschen zu quälen.

Das wars. Mehr gibt es nicht zu erzählen, denn dieser Film bietet einfach nicht mehr Handlung. Was sich jetzt allerdings relativ banal anhört, ist durchaus raffiniert inszeniert.

Alleine schon die 15-minütige Anfangssequenz, in der man den Eindringling in dem Haus herumlaufen sieht, wie er dieses ausspioniert und sich auf seine Bluttaten vorbereitet, sind durchaus atmosphärisch in Szene gesetzt und auch mal etwas Neues.

Überhaupt lebt der Film von der filigranen Kameraarbeit und den durchaus ordentlichen Schauspielern. Dazu gibt es gegen Ende noch eine kleine fiese Überraschung.

Der Splattergehalt ist nicht allzu hoch, die FSK Freigabe geht aber trotzdem in Ordnung.

Ein kleiner, feiner Thriller, der aus einer Minimal-Story fast das Maximum herausholt.

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OLYMPUS HAS FALLEN (Universum Film)

am 19. November 2013 unter Action, Reviews, Thriller abgelegt

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Ich warne gleich vor, hier wird gleich gespoilert ohne Ende. Wenn man sich diesen Film anschaut und ihn auch noch bis zum Ende durchhält, hat man wirklich eine besondere Leistung vollbracht oder man beherrscht es sein Gehirn wirklich bis auf das letzte Fünkchen Verstand abzuschalten.

Nachdem er bei einem Unfall die Frau des Präsidenten nicht retten konnte, wird Agent Manning aus dem aktiven Dienst versetzt. Aber seine Stunde soll noch kommen.

Wie immer wollen gemeine Menschen die USA ärgern. Diesmal sind die Bösewichte aus Nordkorea. Der Südkoreanische Premier-Minister ist gerade zu Gast im Weißen Haus, da bietet sich das ja auch an. Also dringt man erstmal unbehelligt in den amerikanischen Luftraum und wird dabei auch nicht gestoppt, obwohl man auf amerikanischer Seite weiß, das dieser Flug nirgends registriert ist. Kurz bevor die Koreaner das Weisse Haus erreichen gedenkt man dann mal anzugreifen, doch die schlagen zurück. Huch.

Immerhin registriert man, das dies ja auf einen Anschlag auf den Präsidenten herauslaufen könnte und bringt ihn mitsamt den südkoreanischen Gästen in den Schutzbunker. Doch jetzt kommt die ganz böse Überraschung. Der Berater (oder war es sein Sicherheitschef, hab ich vergessen, spielt auch keine Rolle) ist ein böser Terrorist der mit einigen Komplizen die hohen Herrschaften als Geisel nimmt.

Natürlich hat sich niemand die Mühe gemacht, ihn und seine Gefolgsleute mal auf Waffen zu untersuchen, ist ja nur das Weiße Haus. Da macht man sowas nicht, sondern vertraut den Menschen die es betreten, blind. Soweit schon bescheuert genug, aber dann geht’s erst richtig los.

Von außen eröffnen die Komplizen des Bösewichts das Feuer auf den Secret Service und wollen das Gebäude einnehmen, was auch recht einfach gelingt, denn statt aus sicherer Deckung zu feuern, laufen alle sinnlos und ungeschützt durch den Eingang und lassen sich umnieten. Außer Herrn Butler, der schafft es natürlich problemlos den Feinden zu entkommen.

Im Gebäude angekommen besorgt er sich erst einmal ein Telefon und Waffen und fummelt an der Videoüberwachung rum. Selbstverständlich kennt er noch alle geheimen Codes auswendig und die wurden natürlich auch nicht geändert in seiner Abwesenheit. Wieso auch?

Nachdem er den Sohn des Präsidenten in Sicherheit gebracht hat (der einzige akzeptable Handlungsstrang des ganzen Streifens) geht die Jagd auf den Bösewicht weiter, der wie sich mittlerweile herausgestellt hat „einer der meist gesuchtesten Terroristen der Welt ist“ und dieser spaziert lustig als Vertrauter neben dem südkoreanischen Premier ins Weiße Haus?? Ja is klar. War bestimmt die Brille, die dafür sorgte, dass ihn niemand erkannte.

Und nun bekommen wir die schlimme Wahrheit präsentiert. Der Oberterrorist will Amerika vernichten, in dem er ein Programm aktivieren will, welches alle Atomraketen Amerikas auf einmal hochgehen lassen soll!!!!!??????? Spätestens an dieser Stelle MUSS man als normal denkender Mensch ausschalten. Viel verpasst man auch nicht mehr, außer das der Präsident natürlich gerettet, der Terrorist gestoppt wird und Amerika nochmal davon kommt. Puh, Glück gehabt.

Zum Abschluss gibt es dann eine tolle Rede vor dem amerikanischen Volk, aufgebauscht mit pathetisch-schleimiger Musik und wir vernehmen: „Das Land ist durch diesen Anschlag nur noch stärker geworden“. Unfassbar was für eine Grottenkacke.

Ein kurzes Wort zu den Schauspielern: Butler mag sich ja als Actionheld, von einem Bruce Willis ist er aber weit entfernt. Aaron Eckart der als Kassengift gilt, wollte auch mal in einem Film mitmachen, der versprach erfolgreich zu werden. Angela Bassett und Robert Forster hatten schon lange nicht mehr so viel Screentime. Radha Mitchell wollte auch mal in einem Blockbuster mitspielen und Morgen Freeman wusste zwar wie grottig dieses Werk wird, aber dachte sich, das Milliönchen Gage nehme ich noch in die Rente mit.

Fazit: Ein unfassbar schlechtes Machwerk mit amerikanischem Hurra-Patriotismus und mehr Logiklöchern als ein Käse in einem Raum mit 100 Mäusen.

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THE CURSE OF CHUCKY (Universal Pictures)

am 11. November 2013 unter Horror, Reviews abgelegt

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Die querschnittgelähmte Nica lebt mit ihrer Mutter in einer riesigen Villa in England. Ihr Leben ist eher bescheiden, zumal ihre Mum wie eine Glucke über sie wacht. Dann flattert eines Tages ein Paket in Haus und was ist da drinne? Eine Good Guy Puppe. Keiner weiß wer der Absender ist und so landet diese schnell im Müll. Ein grober Fehler, denn am nächsten Tag hat Mutti das Zeitliche gesegnet. Zur Beerdigung erscheinen dann Nicas Schwester, deren Mann, ihre Nichte und die Nanny. Die Kleine ist sofort begeistert von der Puppe und schleppt sie überall mithin. Doch dann häufen sich die Todesfälle und so langsam dämmert es Nica, dass der kleine Good Guy durchaus etwas damit zu tun haben könnte.

Na endlich, werden die Old-School-Fans sagen, denn die letzten beiden Teile der Mörderpuppe waren einfach nur schlecht und dermaßen ins Lächerliche gezogen, dass einem das nackte Grausen kam. Daher war auch für mich Chucky immer nur eine Trilogie. Der neue Teil ist allerdings wieder gelungen, auch weil man sich in der ganzen Machart viel eher an die 80er Jahre hielt, denn an neue Gepflogenheiten.

Sehr schön ist die Auflösung des Ganzen und die Hinleitung zum ersten Teil und auch die Schlussszene entlockt einem ein gewisses Schmunzeln und lässt einen auf den nächsten Part gespannt sein.

Ein weiterer Coup ist, dass man als Hauptdarstellerin doch tatsächlich die Tochter von Brad Dourif verpflichtet hat, der im Original den bösen Serienmörder spielt, der dann in die Puppe reinschlüpft und ihr in den anderen Teilen im Original auch weiterhin die Stimme verleiht.

Fazit: Ein erfrischender Neuaufguss für Fans der alten Teile, der zudem geschickt alte Handlungsstränge integriert. Allerdings kann es sein, dass Leute die Chucky zum ersten Mal sehen einiges nicht verstehen werden. Für die Fans jedenfalls ist dieser Teil endlich wieder eine Besinnung zu alten Tugenden.

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ACCUSED – STAFFEL 1 (Justbridge)

am 11. November 2013 unter Reviews, TV-SERIE abgelegt

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Wie ich ja schon öfters betonte, kann man bei Serien der BBC eigentlich kaum was falsch machen. Wenn einem in groben Zügen die Handlung gefällt, die auf dem Cover steht, bekommt man eigentlich nie Mist geboten.

ACCUSED allerdings reiht sich sogar in Ausnahmeserien wie SPOOKS oder SHERLOCK ein, denn hier hat man sich ein wirklich interessantes Konzept einfallen lassen.

Die ersten Minuten der 6 Folgen sind eigentlich immer ähnlich. Der Gefangene wird kurz vorgestellt und in den Gerichtssaal geführt. Danach bekommt der Zuschauer die Vorgeschichte erzählt, wobei man immer mal wieder kurz ins Diesseits abschweift.

Jetzt könnte man ja meinen, das das auf Dauer langweilig wird – dem ist aber nicht so. Dafür sorgen schon die sehr abwechslungsreichen Fälle und, das man anfangs auch nie weiß, wessen Straftat der Angeklagte nun bezichtigt wird.

Insgesamt gibt es 6 Protagonisten, nämlich Will, Liam, Franky, Alison, Kenny und Helen. Ihre Geschichten werden in jeweils einer Folge erzählt. Zum Schluss bekommt man dann die Verkündung des Urteils mit und man ertappt sich dabei, dass man sehr oft eben nicht der gleichen Meinung wie die Geschworenen ist, denn Schuld und Unschuld bzw. nachvollziehbares Verständnis für die Tat sind hier wirklich fließend.

Keiner der 6 Geschichten fällt in irgendeiner Form ab, alle sind interessant und vor allem lebensnah erzählt, und schildern Situationen in die jeder von uns geraten könnte (vielleicht bis auf die Folge mit Franky, weil diese nicht im Alltag, sondern beim Militär spielt).

So mausert sich ACCUSED zu eine der besten Serien die ich den letzten Jahren gesehen habe und ist dazu mit Christopher Eccelston, Andy Serskis, Naomie Harris oder Juliet Stevenson auch noch hochkarätig besetzt.

Fazit: 6 x 1 Chucky für jeden Fall und noch einen Zusatzpunkt für die tollen Dialoge und die Grundidee. Ich hoffe, das wir Staffel 2 auch noch zu sehen bekommen, Nur schade, das es die Serie lediglich auf DVD gibt.

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