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Archiv der Kategorie 'Reviews'

BEVOR DER WINTER KOMMT (Polyband/WVG)

am 05. August 2015 unter Reviews abgelegt

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Paul ist ein erfolgreicher Arzt und seit 30 Jahren glücklich mit Lucie verheiratet. Doch in einer Bar lernt er die junge und unkomplizierte Lou kennen. Sie versucht auch, sich ihm anzunähern, doch Paul wehrt dies ab. Als der Arzt plötzlich täglich Blumen geschickt bekommt, ist er sich sicher, das diese von ihr stammen. Als er bei einer OP einen Zusammenbruch erleidet wird er beurlaubt. In dieser Zeit macht er sich viele Gedanken. Ist seine Ehe noch in Ordnung? Wieso ist ihm sein Sohn so fremd geworden? Als Paul Lou wiedertrifft, kommen ihm immer mehr Zweifel an seinem Leben…

Selten habe ich einen Film gesehen, der in der A-Note fast nichts richtig macht, in der B-Note aber eigentlich die volle Punktzahl erhalten müsste.

Erstere verteile ich immer für die Geschichte und die ist hier einfach zu langatmig erzählt, zumindest für einen Film der auf eine satte Laufzeit von 110 Minuten kommt. Zu viele Dinge wiederholen sich und die Story geht nicht wirklich nach vorne. Als man nach einer guten haben Stunde glaubt, das der Film nun ein wenig Spannung bekommt, bremst Regisseur Phillippe Claudel diese sofort wieder aus.

Das ist schade, denn sonst macht er hier wirklich alles richtig. Der Cast ist brillant. Insbesondere Frau Scott Thomas spielt ihre Rolle überragend. Daniel Auteil ist ganz schön rund geworden, schauspielerisch aber natürlich über jeden Zweifel erhaben.

Dazu gesellen sich schöne Kameraaufnahmen, ein glasklares Bild und ein wirklich gelungener Soundtrack. Hier kann man echt nicht den Ansatz eines negativen Punktes vergeben.

Doch leider zieht sich eben die Geschichte zu sehr.

Trotzdem gebe ich dem Film im Gesamteindruck noch eine gute Bewertung, wobei hier mit etwas mehr Spannung und einer Straffung der Laufzeit deutlich mehr möglich gewesen wäre.

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ANOMALIE (Maritim/Alive)

am 07. Juli 2015 unter Reviews abgelegt

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Christy ist eine sogenannte Träumerin. Sie sieht dort sowohl Dinge die bereits passiert sind, als auch welche die in der Zukunft passieren werden. Eines Tages taucht in einem Traum ein kleiner Junge auf, der sehr traurig zu sein scheint. Mit zunehmender Dauer sieht sie diesen auch im realen Leben als Flashback. Als die ersten ihrer Freunde tot aufgefunden werden, vermutet sie, das dieser Junge damit etwas zu tun hat und forscht nach…

ANOMALIE schreit praktisch in jeder Minute „ich hätte ein toller Film werden können wenn….“, doch leider bleibt es nur bei Durchschnitt.

Die Schauspieler agieren teilweise auf eher bescheidenem Niveau, wobei die beiden Hauptcharaktere ihre Sache gut machen. Der Junge hingegen sieht klasse aus, richtig spooky gestylt, hat aber für meine Begriffe zu wenig Screentime. Die Wende am Ende ist durchaus gelungen, wenn auch nicht ganz unvorhersehbar.

Die Synchronisation befindet sich wieder eher in der unteren Qualitätsskala, wobei ich mir abgewöhnt habe, das in die Bewertung einfließen zu lassen, weil da ja weder Regisseur noch der Film etwas für können.

Allerdings habe ich mich die 90 Minuten auch nicht gelangweilt, nur wären eben noch sehr viel mehr Möglichkeiten da gewesen, das ganze etwas gruseliger zu gestalten.

Fazit: Solider kleiner Horrorfilm mit geringem Budget aber einem wirklich gruseligen Geist. Die FSK 18 Freigabe ist ein Witz.

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FREEDOM WRITERS (Paramount)

am 02. April 2015 unter Reviews abgelegt

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Man kann sie mögen oder nicht – Hilary Swank hat schon sehr viele verschiedene Rollen verkörpert, die andere ihrer Zunft in ihrem ganzen Leben wohl nicht schaffen werden. Das spricht für sie. Außerdem hat sie ein wirklich gutes Gespür bei ihrer Rollenauswahl.

In „Freedom Writers” verkörpert Swank die unerfahrene, aber dennoch engagierte Lehrerin Erin Gruwell, die einer hoffnungslosen Klasse zugeteilt wird. Die unterschiedlichen Rassen mögen sich nicht und der Unterricht ist eigentlich nur eine Farce. Doch eines Tages ändert eine kleine Zeichnung die festgefahrene Meinung der Kids. Als „Miss G” diese einem Schüler entwendet und darauf einen Afroamerikaner erkennt, mit den für ihn typischen Merkmalen wie die dicken Lippen, schafft sie es der Klasse klarzumachen, dass sie auch in ihrer Gang nichts sind – sollten sie erschossen werden, sind sie keine Helden, sondern nach einigen Wochen einfach nur vergessen. Das rüttelt die Schüler erstmals wach. Dann beginnt sie über das Dritte Reich und den Holocaust zu erzählen und schafft es die Jugendlichen für die Geschichte zu interessieren. Da die Schulleitung allerdings nicht gewillt ist, sie in ihren außergewöhnlichen Methoden zu unterstützen, nimmt Gruwell noch zwei Nebenjobs an, um den Jugendlichen Büchern zu kaufen und ihnen einen Ausflug ins Museum für Geschichte zu ermöglichen. Daran geht letztendlich auch ihre Ehe kaputt. Doch Gruwell kämpft weiter für ihre Klasse. Die Schüler sollen fortan Tagebücher schreiben, die sich die Lehrerin (wenn die Person es möchte) ansehen wird. Was sie da teilweise zu lesen bekommt, schockiert sie zutiefst. Ihre ungewöhnlichen Maßnahmen an die Kids heranzukommen, stoßen zudem nicht auf viel Gegenliebe bei dem Direktor und seiner Assistentin. Zudem hat „Miss G” nicht die Befähigung, die Klasse auch noch in den nächsten Jahren zu unterrichten, da sie keine Erfahrung mit Elftklässlern hat und auch nicht die nötigen Voraussetzungen mitbringt. Doch die Schüler kämpfen um ihre Lehrerin, die sie aus der Lethargie und ihren festgefahrenen Meinungen und Vorurteilen herausgerissen hat.

Der Inhalt dieses Films ist wesentlich komplexer als es zunächst den Anschein hat. Insbesondere die Geschichte über Hitler und den Holocaust nimmt eine große Zeit des Films in Anspruch und bewirkt den Wandel in den Köpfen der Schüler.

Jeder, der sich die Geschichte des Films auf der Cover-Rückseite durchliest, wird sofort sagen „Ach nee, wieder ein dämlicher Dangerous Minds-Abklatsch”. Doch das Gegenteil ist der Fall. Da, wo der Film mit Michelle Pfeiffer nur an der Oberfläche kratzte, sticht „Freedom Writers” tief hinein.

Sowohl die Lehrerin als auch das „Freedom Writers”- Projekt (welches beinhaltete, dass alle Schüler ihre Tagebücher am Ende des Schuljahres in eine Buchform brachten) sind keine erfundenen Figuren – die Personen gab es allesamt wirklich. Die echte Erin Gruwell kommt auch in den Extras zu Wort und zeigt sich beeindruckt von dem Film. Auch Hillary Swank schiessen beim Abschied nach den Dreharbeiten tatsächlich Tränen in die Augen. Das fand ich schon sehr ergreifend. Überhaupt lohnen sich bei diesem Film die Extras, da man dort die wahren Hintergründe genauestens geschildert bekommt.

Dass es ein Film dieses Genres schafft, bei mir an manchen Stellen Gänsehaut hervorzurufen, rechne ich dem Streifen hoch an. Die einfühlsame Erzählweise von Regisseur La Gravenese und das unbedarfte Spiel der Kids, die alle null schauspielerische Erfahrung mitbrachten, ergeben im Gesamtbild ein überzeugendes Werk, das zum Nachdenken anregt und nachhaltig Rassismus anprangert.

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HOME SWEET HOME (Mad Dimension/ALIVE)

am 19. November 2013 unter Horror, Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

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Sarah und Frank kommen von einer Party zurück in ihr schickes Zuhause. Dort sind sie allerdings nicht alleine, denn bereits seit Stunden lungert dort ein recht fieser Verbrecher herum, der mal Lust hat ein paar Menschen zu quälen.

Das wars. Mehr gibt es nicht zu erzählen, denn dieser Film bietet einfach nicht mehr Handlung. Was sich jetzt allerdings relativ banal anhört, ist durchaus raffiniert inszeniert.

Alleine schon die 15-minütige Anfangssequenz, in der man den Eindringling in dem Haus herumlaufen sieht, wie er dieses ausspioniert und sich auf seine Bluttaten vorbereitet, sind durchaus atmosphärisch in Szene gesetzt und auch mal etwas Neues.

Überhaupt lebt der Film von der filigranen Kameraarbeit und den durchaus ordentlichen Schauspielern. Dazu gibt es gegen Ende noch eine kleine fiese Überraschung.

Der Splattergehalt ist nicht allzu hoch, die FSK Freigabe geht aber trotzdem in Ordnung.

Ein kleiner, feiner Thriller, der aus einer Minimal-Story fast das Maximum herausholt.

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OLYMPUS HAS FALLEN (Universum Film)

am 19. November 2013 unter Action, Reviews, Thriller abgelegt

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Ich warne gleich vor, hier wird gleich gespoilert ohne Ende. Wenn man sich diesen Film anschaut und ihn auch noch bis zum Ende durchhält, hat man wirklich eine besondere Leistung vollbracht oder man beherrscht es sein Gehirn wirklich bis auf das letzte Fünkchen Verstand abzuschalten.

Nachdem er bei einem Unfall die Frau des Präsidenten nicht retten konnte, wird Agent Manning aus dem aktiven Dienst versetzt. Aber seine Stunde soll noch kommen.

Wie immer wollen gemeine Menschen die USA ärgern. Diesmal sind die Bösewichte aus Nordkorea. Der Südkoreanische Premier-Minister ist gerade zu Gast im Weißen Haus, da bietet sich das ja auch an. Also dringt man erstmal unbehelligt in den amerikanischen Luftraum und wird dabei auch nicht gestoppt, obwohl man auf amerikanischer Seite weiß, das dieser Flug nirgends registriert ist. Kurz bevor die Koreaner das Weisse Haus erreichen gedenkt man dann mal anzugreifen, doch die schlagen zurück. Huch.

Immerhin registriert man, das dies ja auf einen Anschlag auf den Präsidenten herauslaufen könnte und bringt ihn mitsamt den südkoreanischen Gästen in den Schutzbunker. Doch jetzt kommt die ganz böse Überraschung. Der Berater (oder war es sein Sicherheitschef, hab ich vergessen, spielt auch keine Rolle) ist ein böser Terrorist der mit einigen Komplizen die hohen Herrschaften als Geisel nimmt.

Natürlich hat sich niemand die Mühe gemacht, ihn und seine Gefolgsleute mal auf Waffen zu untersuchen, ist ja nur das Weiße Haus. Da macht man sowas nicht, sondern vertraut den Menschen die es betreten, blind. Soweit schon bescheuert genug, aber dann geht’s erst richtig los.

Von außen eröffnen die Komplizen des Bösewichts das Feuer auf den Secret Service und wollen das Gebäude einnehmen, was auch recht einfach gelingt, denn statt aus sicherer Deckung zu feuern, laufen alle sinnlos und ungeschützt durch den Eingang und lassen sich umnieten. Außer Herrn Butler, der schafft es natürlich problemlos den Feinden zu entkommen.

Im Gebäude angekommen besorgt er sich erst einmal ein Telefon und Waffen und fummelt an der Videoüberwachung rum. Selbstverständlich kennt er noch alle geheimen Codes auswendig und die wurden natürlich auch nicht geändert in seiner Abwesenheit. Wieso auch?

Nachdem er den Sohn des Präsidenten in Sicherheit gebracht hat (der einzige akzeptable Handlungsstrang des ganzen Streifens) geht die Jagd auf den Bösewicht weiter, der wie sich mittlerweile herausgestellt hat „einer der meist gesuchtesten Terroristen der Welt ist“ und dieser spaziert lustig als Vertrauter neben dem südkoreanischen Premier ins Weiße Haus?? Ja is klar. War bestimmt die Brille, die dafür sorgte, dass ihn niemand erkannte.

Und nun bekommen wir die schlimme Wahrheit präsentiert. Der Oberterrorist will Amerika vernichten, in dem er ein Programm aktivieren will, welches alle Atomraketen Amerikas auf einmal hochgehen lassen soll!!!!!??????? Spätestens an dieser Stelle MUSS man als normal denkender Mensch ausschalten. Viel verpasst man auch nicht mehr, außer das der Präsident natürlich gerettet, der Terrorist gestoppt wird und Amerika nochmal davon kommt. Puh, Glück gehabt.

Zum Abschluss gibt es dann eine tolle Rede vor dem amerikanischen Volk, aufgebauscht mit pathetisch-schleimiger Musik und wir vernehmen: „Das Land ist durch diesen Anschlag nur noch stärker geworden“. Unfassbar was für eine Grottenkacke.

Ein kurzes Wort zu den Schauspielern: Butler mag sich ja als Actionheld, von einem Bruce Willis ist er aber weit entfernt. Aaron Eckart der als Kassengift gilt, wollte auch mal in einem Film mitmachen, der versprach erfolgreich zu werden. Angela Bassett und Robert Forster hatten schon lange nicht mehr so viel Screentime. Radha Mitchell wollte auch mal in einem Blockbuster mitspielen und Morgen Freeman wusste zwar wie grottig dieses Werk wird, aber dachte sich, das Milliönchen Gage nehme ich noch in die Rente mit.

Fazit: Ein unfassbar schlechtes Machwerk mit amerikanischem Hurra-Patriotismus und mehr Logiklöchern als ein Käse in einem Raum mit 100 Mäusen.

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THE CURSE OF CHUCKY (Universal Pictures)

am 11. November 2013 unter Horror, Reviews abgelegt

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Die querschnittgelähmte Nica lebt mit ihrer Mutter in einer riesigen Villa in England. Ihr Leben ist eher bescheiden, zumal ihre Mum wie eine Glucke über sie wacht. Dann flattert eines Tages ein Paket in Haus und was ist da drinne? Eine Good Guy Puppe. Keiner weiß wer der Absender ist und so landet diese schnell im Müll. Ein grober Fehler, denn am nächsten Tag hat Mutti das Zeitliche gesegnet. Zur Beerdigung erscheinen dann Nicas Schwester, deren Mann, ihre Nichte und die Nanny. Die Kleine ist sofort begeistert von der Puppe und schleppt sie überall mithin. Doch dann häufen sich die Todesfälle und so langsam dämmert es Nica, dass der kleine Good Guy durchaus etwas damit zu tun haben könnte.

Na endlich, werden die Old-School-Fans sagen, denn die letzten beiden Teile der Mörderpuppe waren einfach nur schlecht und dermaßen ins Lächerliche gezogen, dass einem das nackte Grausen kam. Daher war auch für mich Chucky immer nur eine Trilogie. Der neue Teil ist allerdings wieder gelungen, auch weil man sich in der ganzen Machart viel eher an die 80er Jahre hielt, denn an neue Gepflogenheiten.

Sehr schön ist die Auflösung des Ganzen und die Hinleitung zum ersten Teil und auch die Schlussszene entlockt einem ein gewisses Schmunzeln und lässt einen auf den nächsten Part gespannt sein.

Ein weiterer Coup ist, dass man als Hauptdarstellerin doch tatsächlich die Tochter von Brad Dourif verpflichtet hat, der im Original den bösen Serienmörder spielt, der dann in die Puppe reinschlüpft und ihr in den anderen Teilen im Original auch weiterhin die Stimme verleiht.

Fazit: Ein erfrischender Neuaufguss für Fans der alten Teile, der zudem geschickt alte Handlungsstränge integriert. Allerdings kann es sein, dass Leute die Chucky zum ersten Mal sehen einiges nicht verstehen werden. Für die Fans jedenfalls ist dieser Teil endlich wieder eine Besinnung zu alten Tugenden.

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ACCUSED – STAFFEL 1 (Justbridge)

am 11. November 2013 unter Reviews, TV-SERIE abgelegt

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Wie ich ja schon öfters betonte, kann man bei Serien der BBC eigentlich kaum was falsch machen. Wenn einem in groben Zügen die Handlung gefällt, die auf dem Cover steht, bekommt man eigentlich nie Mist geboten.

ACCUSED allerdings reiht sich sogar in Ausnahmeserien wie SPOOKS oder SHERLOCK ein, denn hier hat man sich ein wirklich interessantes Konzept einfallen lassen.

Die ersten Minuten der 6 Folgen sind eigentlich immer ähnlich. Der Gefangene wird kurz vorgestellt und in den Gerichtssaal geführt. Danach bekommt der Zuschauer die Vorgeschichte erzählt, wobei man immer mal wieder kurz ins Diesseits abschweift.

Jetzt könnte man ja meinen, das das auf Dauer langweilig wird – dem ist aber nicht so. Dafür sorgen schon die sehr abwechslungsreichen Fälle und, das man anfangs auch nie weiß, wessen Straftat der Angeklagte nun bezichtigt wird.

Insgesamt gibt es 6 Protagonisten, nämlich Will, Liam, Franky, Alison, Kenny und Helen. Ihre Geschichten werden in jeweils einer Folge erzählt. Zum Schluss bekommt man dann die Verkündung des Urteils mit und man ertappt sich dabei, dass man sehr oft eben nicht der gleichen Meinung wie die Geschworenen ist, denn Schuld und Unschuld bzw. nachvollziehbares Verständnis für die Tat sind hier wirklich fließend.

Keiner der 6 Geschichten fällt in irgendeiner Form ab, alle sind interessant und vor allem lebensnah erzählt, und schildern Situationen in die jeder von uns geraten könnte (vielleicht bis auf die Folge mit Franky, weil diese nicht im Alltag, sondern beim Militär spielt).

So mausert sich ACCUSED zu eine der besten Serien die ich den letzten Jahren gesehen habe und ist dazu mit Christopher Eccelston, Andy Serskis, Naomie Harris oder Juliet Stevenson auch noch hochkarätig besetzt.

Fazit: 6 x 1 Chucky für jeden Fall und noch einen Zusatzpunkt für die tollen Dialoge und die Grundidee. Ich hoffe, das wir Staffel 2 auch noch zu sehen bekommen, Nur schade, das es die Serie lediglich auf DVD gibt.

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VIOLET AND DAISY (Capelight/ALIVE)

am 11. November 2013 unter Komödie, Reviews, Thriller abgelegt

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Violet und Daisy sind zwei ganz normale Teenager, mit dem kleinen Unterschied, das sie statt zu kellnern oder Regale in Supermärkten aufzufüllen ihre Einnahmen eben mit Auftragsmorden verdienen. Warum auch nicht? Ist ja schließlich ehrliche Arbeit. Auch Mr. Russ, der ihren Auftraggeber beklaut hat, stellt da zunächst keine besondere Herausforderung da, als man in seine Wohnung einbricht. Doch dieser ist gar nicht interessant darin weiterzuleben, was die beiden Damen doch ziemlich verwirrt. Und je intensiver sie den Mann kennenlernen, desto schwerer fällt es, den Auftrag durchzuführen.

Der Streifen hat durchaus seine Momente. Vor allem wenn die 4 obercoolen Gangster bei Russ eindringen ist das schon sehr amüsant. Überhaupt ist durch die abstrakte Grundidee Potenzial vorhanden, das aber leider nicht wirklich ausgeschöpft wird, was an manchen etwas langatmigen Passagen liegt.

Auch die beiden Mädels (insbesondere Saorise Ronan, die sich aber mal einen Künstlernamen zulegen könnte, denn den kann sich echt niemand merken) und James Gandolfini als Mr. Russ sind ideal besetzt, doch zwischen einem guten Gag oder einer interessanten Action-Sequenz liegt immer Leerlauf. Das macht den Film irgendwie zu einem unvollständigen Ganzen.

So verpufft die gute Grundidee insgesamt zu einem durchschnittlichen Gangsterkrimi mit einigen humorvollen Einlagen, bei dem man nach dem Abspann unweigerlich denkt „Da wäre doch irgendwie mehr drin gewesen“

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DAS PENTHOUSE (Universum Film)

am 11. November 2013 unter Reviews, Thriller abgelegt

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Sara ist eine talentierte Foto-Reporterin, die allerdings bei einem Auftrag in einem Kriegsgebiet durch eine Bombe ihr Augenlicht verliert. Doch mittlerweile führt sie mit ihrem neureichen Freund Ryan ein sorgenfreies Leben in einem Appartement in der Heimat. Als sie eines Tages vom Einkaufen nach Hause kommt, ist Ryan ermordet worden und sein Mörder noch in der Wohnung, sie schafft es zwar diesem zu entkommen, doch danach fängt der Alptraum erst so richtig an.

Der Streifen kommt im Internet nicht wirklich gut weg, was ich nicht nachvollziehen kann. Denn neben der wirklich exzellenten Besetzung, mit dem (in die Jahre gekommenen) Michael Keaton und Michelle Monaghan, hat die Story durchaus einige wirklich interessante Wendungen zu bieten. Insbesondere der Showdown ist sehr originell aufgezogen, wobei ich ohne zu spoilern dazu nicht mehr sagen kann.

Schenken können hätte man sich allerdings die Aufschrift „Vom Regisseur von DER FEIND IN MEINEM BETT“, denn das ist der schlechteste Film, den ich von Joseph Ruben kenne. Den hat man aber wohl genommen, weil Breitmaulfrosch Julia Roberts Anfang der 90er damit groß rauskam. Seine wirklichen Highlights hat Ruben aber mit „DAS ZWEITE GESICHT“ und dem absolut genialen „DIE VERGESSENEN“ abgeliefert, der mittlerweile aber auch schon satte 8 Jahre zurückliegt.

Aber auch DAS PENTHOUSE ist deutlich besser als der Referenzfilm, weil die 90 Minuten rasend schnell vorbeigehen, was ich schon länger so nicht mehr bei  einem Film wahrgenommen habe. Zudem unterscheidet er sich in seiner ganzen Machart deutlich von dem mittlerweile auch öde gewordenen Home-Invasion Einerlei.

Fazit: Im Internet völlig unterrated dürfte DAS PENTHOUSE“ Freunden gute Thrillern auf jeden Fall zusagen. Auch das Wiedersehen mit Keaton erfreut den Cineasten.

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FRESH MEAT (Capelight/ALIVE)

am 01. November 2013 unter Horror, Komödie, Reviews abgelegt

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Rina besucht in den Ferien ihre Maori-Eltern und freut sich auf das Wiedersehen. Leider hat sich aber insbesondere kulinarisch einiges geändert, denn die Mutter, eine Fernsehköchin und ihr Gatte, haben eine recht krasse Ernährungsumstellung vorgenommen und verspeisen nun Menschenfleisch. Da trifft es sich ganz gut, dass eine Killerbande die Familie als Geiseln nimmt, denn da ist der Frischfleischbestand wieder gesichert. Die ahnen natürlich nichts davon und machen auf coole Gangster. Das allerdings ändert sich als sie auf der Liege Platz genommen haben, die dazu da ist, Körperteile abzutrennen.

Das hört sich jetzt extrem trashig und auch doof an, ist es aber gar nicht, sondern wirklich an manchen Stellen extrem witzig. Die Idee Menschenfresser und Killer aufeinandertreffen zu lassen und den Zuschauer miterleben zu lassen, wer denn nun gewinnt, ist grundsätzlich schon mal eine witzige Idee, die hier auch teilweise sehr geschmacklos umgesetzt wurde.

Wenn auch nicht jeder Gag zündet und einiges ein wenig übertrieben ist, geht insbesondere gegen Ende richtig der Punk ab und auch Splatterfans kommen auf ihre Kosten.

Dem neuseeländischen Film wurde noch dazu eine erstaunlich gute Synchronisation verpasst, was die Qualität des Streifens steigert.

Tamuera Morrison ist wohl DER Kino-Star der Maoris. Ich kannte ihn nicht, er spielt die Rolle des Familienoberhauptes aber mit Verve, Ebenso Kate Elliott, deren bekannteste Rolle wohl die einer Vampirin im genialen 30 DAYS OF NIGHT sein dürfte, als Gegenpart.

Fazit: Auch wenn sich das alles recht chaotisch anhört, gleitet der Streifen nie ins dümmliche ab, sondern hält ein erstaunlich hohes Niveau. Menschen die Filme wie TUCKER UND DALE gut finden, könnten hieran auch Gefallen finden, Könnte ein Kultfilm werden und ihr habts dann auf Videotie als erstes gelesen :o )

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