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Archiv der Kategorie 'mystery'

DUST DEVIL – LIMITED EDITION (Koch Media)

am 29. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Ein dämonischer Gestaltwandler durchstreift die Wüste Namibias auf der Suche nach neuen Opfern – denn mit jedem Mord wachsen auch seine teuflischen Kräfte. Als sich Wendy, die gerade ihren Mann verlassen hat in den geheimnisvollen Wanderer verliebt, scheint sie die einzige zu sein, die seinem grausamen Tun ein Ende setzen kann. Unterstützt wird sie dabei von einem örtlichen Cop – und schamanischer Magie… denn wenn der DUST DEVIL erst einmal menschlich geworden ist, kann man ihn auch wie eben einen solchen bekämpfen.

Ich habe einen recht guten Kontakt zu der Firma KOCH MEDIA und schlage denen ab und an auch mal Filme vor, die man  auf Blu Ray veröffentlichen könnte. Doch auf diesen wäre ich nicht gekommen, denn mir persönlich hat der damals zwar super gefallen, ist aber doch ein eher gewöhnungsbedürftiger Streifen, von dem ich der Meinung bin, dass er sich schwierig verkaufen wird.

Bereits als der Film in den 90ern erschien, war er in der Wahrnehmung schon sehr elegisch. Damals war das kein Problem, doch heute haben sich die Sehgewohnheiten drastisch verändert und ich denke in einer Minute John Wick gibt es mehr Schnitte zu sehen als hier in 108 Minuten. Daher bin ich mir nicht sicher, ob DUST DEVIL Menschen gefällt, die ihn heute das erste Mal sehen.

Die Grundlage die KOCH MEDIA gelegt hat, ist jedoch perfekt. Der Film kommt in einer wunderschön gestalteten Buchform auf den Markt und hat neben den beiden verschiedenen Versionen (Kinofassung und lange Version, die es soweit ich weiß, bisher noch nicht gab) auf den Markt. Dazu gibt es den Soundtrack auf einer Extra CD und eine Flut an Extras, die gar nicht aufhören will. Selbst auf der Homepage von KOCH sind nicht mal alle aufgeführt, diese sei hier mal verlinkt, da das sonst meinen Rahmen sprengen würde :

https://shop.kochmedia.com/shop/de_AT/productdetail.html?fmt=list&psize=12&entryPoint=FILM&page=0&nav1=FILM&id=1017581

Doch die VÖ steht und fällt natürlich mit dem Bild, denn was nützen Extras wenn die Bildqualität schlecht ist – dem ist aber nicht so. Die ersten Minuten gibt es leichtes Grieseln, das aber auch dem starken Einsatz des Rotfilters geschuldet ist, den DUST DEVIL als Stilmittel einsetzt. Danach wird das Bild aber deutlich besser und befindet sich auf sehr gutem Niveau. Der Ton ist nicht wirklich entscheidend.

Sehr schön auch, dass man hier die Original Synchronisation beibelassen hat, in der der geheimnisvolle Sprecher aus dem OFF schon damals das Highlight darstellte – das funktioniert auch heute noch.

Fazit: Ich wüsste nicht, was man hier noch hätte verbessern können. Gutes Bild, sehr schöne Gestaltung, Extras in Hülle und Fülle – dennoch glaube ich nicht, das der Streifen ein großer Verkaufsschlager wird – dafür ist er einerseits zu unbekannt und anderseits doch sehr sperrig.

UNDER THE SILVER LAKE (Universum Film)

am 01. Mai 2019 unter Drama, mystery abgelegt

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Los Angeles. Obwohl die Miete für sein Apartment überfällig ist, hegt Sam keinerlei Ambitionen, einen Job zu finden. Lieber hängt er auf seinem Balkon herum, liest Comics und beobachtet die Nachbarinnen durchs Fernglas. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert. Seine Suche nach Sarah mutiert zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

Das ist der offizielle Pressetext, der auch durchaus dem entspricht, was man zu sehen bekommt. Und jetzt? Was ist daran bitte interessant, unterhaltsam oder gar spannend? Antwort: Nichts. Zumindest aus meiner Sicht.

Der ganze Film ist ein Sammelsurium an abstrusen Szenen und Handlungssträngen, die einen spätestens nach 30 Minuten nicht mehr interessieren. Obwohl der Anfang eigentlich noch ganz gelungen ist und zudem einige ganz gute Gags beinhaltet, aber dann?

Wir sehen den Protagonisten ewig durch die Stadt spazieren und auf Parties rumfallen um diese Tussi wiederzufinden. Das ganze gespickt mit irgendwelchen merkwürdigen Andeutungen oder Rätseln.

Ich hatte mir schon deswegen deutlich mehr erwartet, weil der Regisseur den genialen IT FOLLOWS gedreht hatte, einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre – zudem einer der originellsten.

Hier versucht er wohl mit seinem pseudo-mysteriösen Ansätzen noch einen draufzusetzen und scheitert meiner Meinung nach daran, das UNDER THE SILVER LAKE keinerlei Unterhaltungswert besitzt.

Die Bewertungen gehen auch extremst auseinander, auf vielen Seiten wird der Streifen total niedergemacht, auf anderen wiederum hochgefeiert. Ersteres kann ich verstehen, letzteres nicht. Für mich ist das ein uninspiriertes und langweiliges Experiment – aber jedem das Seine….

Nach den verschiedenen Meinungen, ist hier wohl alles drin zwischen gar keinem und 7 Chuckies, also halte ich mich mal bedeckt.

RADIUS (Lighthouse)

am 19. Februar 2019 unter SciFi, mystery abgelegt

Radius_DVD (1)Nach einem Autounfall hat Liam keinerlei Erinnerung mehr was passiert ist. Er macht sich auf den Weg in die Stadt, um Hilfe zu suchen, doch dort liegen alle leblos herum. Es scheint ein merkwürdiger Virus umzugehen, der die Menschen tötet, doch wieso ist er nicht betroffen? Dann lernt er Jane kennen, die in Sachen Erinnerung das gleiche Schicksal ereilt hat und der in seiner Nähe nichts passiert. Langsam kommen sie dahinter, dass sie zusammen in dem Auto gesessen haben. Doch es kommt noch schlimmer. Sobald sich die beiden etwa 15 Meter voneinander entfernen, stirbt jedes Lebewesen sofort. Ein CT soll Aufschluss bringen, doch es ist nichts auffälliges zu entdecken. Mittlerweile werden die beiden auch schon von der Polizei gesucht, weil man sie für die ganzen Toten verantwortlich macht. Auf der Flucht müssen sie dabei immer zusammenbleiben, weil sich ansonsten die Leichen aneinanderreihen würden, doch das gestaltet sich in manchen Situationen schwierig..

Juhu endlich mal eine Geschichte die noch nicht 1000 mal erzählt wurde. Dem Schreiber des Drehbuchs kann man nur gratulieren. Er hat definitiv alles richtig gemacht. Die reichlichen Wendungen ergeben alle Sinn, und die Schlusspointe setzt dem Ganzen noch die Krone auf, obwohl ich die ganze Zeit befürchtete, das eben das Ende in die Hose geht.

Natürlich ist das ein kleiner Independent-Thriller und man hat keine ganz großen Schauspieler dafür engagieren können, doch meiner Meinung nach erledigen Diego Klattenhoff und die reizende Charlotte Sullivan ihren Job sehr gut. Es muss ja nicht immer Starpower sein, ebenso wenig wie CGIs, die hier nur sehr spärlich zu finden sind.

Dazu gesellt sich ein bedrohlicher Soundtrack, der zwar eher dezent bleibt, aber im Hintergrund immer perfekt zu dem Geschehen elektronisch vor sich hin wabert und sich gut zu dem Gezeigten ergänzt.

Interessanterweise gehen die Meinungen bei diesem Streifen im Netz komplett auseinander.. Während die professionellen Kritiker eher motzen, sind die Rezensionen von privaten Leuten zum Beispiel bei imdb, nahezu alle im hohen Bereich angesiedelt, was dem Film eine ordentliche Durchschnittsnote von 6,3 dort einbringt.

Fazit: Wer auf gute Ideen steht und wem kleinere Filme zusagen, der liegt hier genau richtig. Die Geschichte ist klasse und die Umsetzung für das kleine Budget ebenso hervorragend. Ich bin mir fast sicher, das RADIUS noch einmal erscheinen wird – und zwar dann als A-Movie, wobei ich mir ebenso sicher bin, dass er seinen Charme dabei verlieren wird. Ein kleiner Geheimtipp.

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THELMA (Koch Media)

am 30. August 2018 unter Drama, Horror, mystery abgelegt

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Die eher schüchterne Thelma verlässt ihr streng religiöses Elternhaus, um in Oslo zu studieren. Sie tut sich sehr schwer Freunde zu finden, zumal sie eben auch durch ihre Erziehung nicht zu der heutigen Jugend passt. Dann allerdings lernt sie auf dem Campus ihre Kommilitonin Anja kennen und verliebt sich in sie. Diese Liebe wird erwidert, so dass sie glücklich zu sein scheint. Außerdem nimmt sie nun auch am Osloer Nachleben teil und mutiert zu einer völlig normalen Jugendlichen – oder auch nicht, denn plötzlich erlebt Thelma epilepsieartige Anfälle und es geschehen äußerst merkwürdige Dinge. Sie glaubt, das mit ihrem Entfliehen aus dem religiösen Umfeld auch übersinnliche Fähigkeiten freigesetzt wurden, die in ihrer Familiengeschichte bekannt sind und die sie nicht kontrollieren kann.

Oha, Arthouse-Horror, das ist immer so eine Sache. Wie ich gelesen habe, steht der Film wie Blei in den Regalen, was ich mir fast gedacht habe. Viele wird die FSK Freigabe stören, denn was kann das schon sein, wenn da ein grünes Schildchen draufklebt? Das deutsche Cover ist zudem komplett irreführend und sieht eher nach einem Drama aus. Das hätte man beides etwas besser lösen können.

Viele verpassen nämlich nun ein originelles und äußerst subtiles und gut gespieltes Kleinod, mit hervorragenden Kamerafahrten und vielen Ideen, die man so nicht nicht gesehen hat.

Regisseur Trier ist nicht verwandt mit seinem dänischen Kollegen, versieht THELMA aber auch mit einer künstlerischen Note, die den Film in meinen Augen zu einem Geheimtipp werden lässt. Denn hier kommt das Grauen nicht mit dem Holzhammer, sondern bahnt sich den Weg ganz langsam.

Die Auflösung ist relativ offen und ich muss zugeben, das ich das Ende nicht ganz verstanden habe. Da es anderen Rezensenten aber genauso ging, bin ich ja froh, das ich nicht der einzigste Trottel bin.

Die beiden Hauptdarstellerinnen liefern eine hervorragende Leistung ab, und ihre lesbische Beziehung ist zudem glaubwürdig und auch nicht nur oberflächlich inszeniert. Diese immer wieder garniert mit visuellen Kniffs und einer sich langsam aber stetig entwickelten Geschichte wurde wirklich überzeugend umgesetzt

Fazit. THELMA ist ein echter Geheimtipp, allerdings wirklich nur für Leute, die Streifen wie zum Beispiel DARK SKIES mögen. Metzelfreunde oder Mainstreamhorror-Schauer sind hier leider völlig fehl am Platz.

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BRIMSTONE (Koch Media)

am 07. Juni 2018 unter Drama, Horror, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Ende des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Westen: Die junge Liz hat einen älteren Witwer geheiratet, der sie aufnahm, obwohl sie keine Zunge mehr hat und nicht sprechen kann. Sie kümmert sich auch rührend um die beiden Kinder. Eines Tages jedoch kommt ein neuer Referent in die Stadt, den Liz nur allzu gut kennt. Als sich verschiedene merkwürdige Dinge ereignen und Madame dafür verantwortlich gemacht wird, verschwindet sie. Doch das Grauen ist damit nicht zu Ende.

Die Zusammenfassung habe ich bewusst kurz gehalten, denn man könnte diese fast zu einem Roman ausarten lassen, denn das o.g ist nur die Essenz von eines der 4 Kapiteln, die dieser Streifen beinhaltet. Diese nennen sich

Offenbarung, Exodus und Genese  und Rache.

Jetzt werden einige erschrocken zusammenzucken und denken es handelt sich hier um einen biblischen Film mit viel Gottgelaber und Metaphern. Sicherlich spielt Religion in diesem Film eine Rolle, aber nur eine insgesamt eher untergeordnete.

Hauptsächlich geht es darum zu zeigen, wie die Frauen zu dieser Zeit behandelt wurden und nahezu keine Rechte hatten und entweder von ihren Männern geschlagen wurden oder als Nutten in einem Bordell endeten. Das ist zwar etwas dick aufgetragen, aber in vielen Fällen war das eben so.

In allen 4 Kapiteln spielen die Charaktere der Liz und des Referent die Haupttrolle. Es dauert ein wenig bis man erkennt, das die Geschichten zusammengehören, aber nicht in der zeitlichen Reihenfolge erzählt werden (da kennt Pearce sich ja seit Memento aus).Normalerweise ein Stilmittel, welches mir nicht unbedingt zusagt, das aber hier hervorragend umgesetzt wurde.

Ich habe auf meiner Seite bei einem einzigem Film noch nie so viele Genre markiert, aber BRIMSTONE bietet wirklich sowohl Drama, Mystery, Thriller als auch Horrorelemente. Sehr gut passt hierzu, dass der Streifen, gerade in den dunklen Szenen, fantastisch ausgeleuchtet wurde.

Weder Dakota Fanning (ging mir früher auf den Nerv, weil sie in jedem Film mitspielte, in dem man ein 8-13 jähriges Mädchen zu besetzen hatte), als auch Guy Pearce (teilweise grottenschlechte Filmauswahl) sind besondere Favoriten von mir, spielen aber hervorragend. Insbesondere der normal eher smarte Pearce hat sichtlich Spaß an der Rolle des dämonischen Referents.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Genre-Misch-Masch der aber erstaunlich gut funktioniert und das sagt jemand, der Geschichten, die in anderen Jahrhunderten spielen, eigentlich grundsätzlich erst gar nicht schaut. Daher eine klare Empfehlung von meiner Seite. Die FSK Freigabe ist fast grenzwertig…eine 18er Einstufung hätte ich auch verstanden, denn der Streifen hat schon üble Szenen.

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DAS LETZTE ABTEIL (Falcom Media/Alive)

am 02. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Gretas Mutter ist weder tot noch lebendig. Seit vielen Jahren liegt sie im Koma und wird künstlich am Leben gehalten. Doch was ist das Leben wert, wenn es keine Hoffnung mehr gibt?  Diese Frage stellt sich auch ihre Tochter die gerade auf dem Weg nach Graz ins Krankenhaus ist, als plötzlich der Zug von einer Lawine erfasst wird und das letzte Abteil wegreißt. Nun sitzt sie dort in klirrender Kälte mit 5 anderen Herrschaften, die sich in diesem befanden und sucht verzweifelt einen Ausweg. Als dann plötzlich der Kopf eines Verblichenen gefunden wird, spitzt sich die Lage zu. Man versucht über die Kamera und das Telefon Hilfe zu rufen, die zunächst auch zugesagt wird, doch nach einer gewissen Zeit stellt man fest, das diese nie kommen wird. Doch warum?

Diese Zusammenfassung beschreibt nur etwa die Hälfte des Films, der danach eine überraschende Wendung bekommt, obwohl ich mir so etwas ähnliches schon gedacht hatte.

Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden vom Krankenhaus, in dem Gretas Mutter liegt und sie erzählt aus dem Off über sie. Das wirkt zunächst etwas störend, ergibt im Verlaufe des Streifens aber durchaus einen Sinn.

Regisseur Andreas Schaap will allerdings ein wenig zuviel. Neben einem Thriller und einem Drama, wollte er auch noch ein bisschen Mystery und Arthaus einbauen, was den Film dann im Endeffekt ein wenig zu gewollt künstlerisch aussehen lässt.

Das klingt allerdings schlechter als es tatsächlich ist, denn insgesamt hat der Streifen wirklich Potenzial. Aber es ist aufgrund der vielen Wendungen und Zeitsprüngen nicht einfach, den Geschehnissen zu folgen und man sollte den Film nicht schauen, wenn man schon müde ist, so wie das getan habe und dann irgendwann kapitulierte.

Deshalb habe ich ihn mir am nächsten Tag noch einmal von vorne angesehen und dann auch die Zusammenhänge begriffen.Trotzdem hat sich mir nicht alles erschlossen, was mich dazu ermutigt, diesen in einem halben Jahr nochmals herauszukramen

Fazit. Beginnt als normaler Thriller, ändert dann aber die Richtung. Wer meint, hier zwischendurch eine Toilettenpause machen zu können, ohne die Pause-Taste zu betätigen hat verloren. Hier ist 100%ige Aufmerksamkeit gefordert.

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WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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SADIE (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Die aufstrebende Autorin Sadie trifft auf einer Lesung ihren Exfreund Alex wieder, mit dem sie ein dunkles Geheimnis verbindet, denn beide stehen auf sehr ausgefallene Sexpraktiken im SM-Bereich. Er lädt sie zu seiner Party auf einem nahegelegenen Schloss ein – sie sagt trotz Bedenken zu. Dort befreundet sie sich mit der geheimnisvollen Francesca, mit der sie eine sexuelle Affäre beginnt. Zwischendurch wird sie aber immer wieder von merkwürdigen Alpträumen geplagt und kann bald Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden. Als in einem dieser Träume, ein Mädchen getötet wird versucht sie zu fliehen, doch das lässt die geschlossene Gesellschaft nicht zu.

Puh, die Geschichte ist nicht gerade einfach zusammenzufassen, da sie doch recht ungewöhnlich ist und wohl am besten im Bereich Erotikhorror einzuordnen ist – ein Genre das es früher zu VHS Zeiten deutlich öfters gab.

Der Film ist daher auch arge Geschmackssache. Menschen die meinen, das ihr wöchentlicher Hausfrauensex schon unfassbar gewagt ist, werden hier schreiend davonlaufen. Da ich jahrelang in der Gothic Szene unterwegs war und diese mit den SM-lern ja schon zusammenhängt, kann ich mich da etwas besser hineinversetzen.

Optisch hat man hier ein fantastisches Werk abgeliefert. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal solch ästhetische Kamerafahrten und Bilder gesehen habe. Besonders die Aufnahmen im Schloss sind überwältigend – ebenso die Traumsequenzen.

Die Hauptdarstellerin ist mir gänzlich unbekannt, spielt aber durchaus überzeugend, was bei dieser doch ungewöhnlichen Geschichte gar nicht so einfach ist.

Ein wenig schwierig ist die Zielgruppe dieses Streifens festzulegen, denn dieser Mix und die teilweise doch etwas schrägen Phantasien und Bilder werden nicht jedem zusagen, wobei hier keine Hardcore-Erotik gezeigt wird.

Daher ist je nach Geschmackssache hier wirklich jede Bewertung möglich. Mir persönlich hat der Streifen gut gefallen, da ich aber hier immer versuche objektiv zu bewerten und das bei diesem Streifen einfach nicht möglich ist, verzichte ich darauf.

DEAD ZONE – MEDIABOOK (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter Drama, Klassiker, mystery abgelegt

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Die Geschichte dieses Streifens dürfte den meisten bekannt sein, daher nur eine kurze Zusammenfassung.

Fünf lange Jahre lag der Englischlehrer Johnny Smith nach einem Unfall im Koma, bevor er mit einer besonderen Gabe erwacht: Berührt er andere Menschen, kann er in deren Zukunft sehen – und diese auch verändern. Doch je öfter er diese benutzt, desto schwächer wird sein Körper. Als er nach einem Händeschütteln mit dem Präsidentschaftskandidaten Greg Stillson sieht, dass dieser einen Atomkrieg mit der Sowjetunion anzetteln wird, will er diesen stoppen und riskiert dafür sein eigenes Leben.

Der Film erscheint von Koch Media in einem wunderschönen Mediabook, wie man es von der Firma gewohnt ist. Das Wort BOOK passt hier wirklich gut, denn man hat sich hier eine unglaubliche Mühe gegeben und beleuchtet in dem Einband viele Dinge und Hintergründe des Films.

Auch die Extras sind gelungen, denn dort gibt es Interviews unter anderem mit Regisseur Cronenberg, die neueren Datums zu sein scheinen. Dessen damalige Besetzung war doch eher überraschend, da der Kanadier eigentlich dafür bekannt ist, nur eigene Geschichten zu verfilmen und zudem DEAD ZONE für seine Verhältnisse ein recht konventioneller Film ist.

Das Beste kommt jedoch zum Schuss und das ist das Bild. Ich habe schon viele Filme gesehen, die neu abgetastet wurden, aber die Qualität dieses immerhin 35 Jahre alten Streifens ist grandios. Keine Blitzer, keine Körner, keine Schlieren, hier findet sich wirklich nichts was man aussetzen könnte. Anscheinend war das Ausgangsmaterial extrem gut, denn wenn man an den Klamotten nicht erkennen könnte, dass das hier ein älterer Streifen sein muss, könnte man meinen er wäre gerade gedreht worden. Hervorragende Arbeit.

So lohnt sich die Anschaffung des Mediabooks und des Filmsauf jeden Fall, zumal er die Zeit erstaunlich gut überstanden hat und man sich DEAD ZONE auch heute noch gut anschauen kann, was nicht bei vielen Filmen aus den 80ern der Fall ist.

I REMEMBER YOU (Concorde)

am 06. Februar 2018 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Der Isländer Garðar kommt eigentlich aus der Stadt, doch auf einer abgelegenen Insel mitten im Nirgendwo hat er ein altes Haus erstanden, das er jetzt auf Vordermann bringen will. Seine Frau Katrin und ihre gemeinsame Freundin Líf wollen ihm dabei helfen und zunächst sieht es danach aus, als würde alles nach Plan verlaufen. Doch dann geschehen mysteriöse Dinge. Parallel dazu bekommt man die Geschichte des Psychologen Freyr erzählt, der seinen Sohn verloren hat und in der Einsamkeit nun schon Jahre versucht, den Schicksalsschlag zu überwinden. Die beiden Handlungsstränge laufen langsam ineinander über, denn die Geschichten sind eng miteinander verwoben.

Die Isländer können mittlerweile auch ganz ordentliche Filme drehen. Überhaut haben alle Länder aus dem hohen Norden enorm aufgeholt. Nicht nur gute Spielfilme, sondern vor allem tolle Serien wie DIE BRÜCKE, LIFJORD oder KOMMISSARIN LUND kommen aus dem Norden Europas.

I REMEMBER YOU macht aber wieder einmal den Fehler, im Trailer einen Horrorfilm anzukündigen, was dieser Streifen einfach nicht ist. Eher ein Kriminalfilm mit einigen übernatürlichen Elementen. Grundsätzlich ist das ja nicht schlimm, doch warum man immer falsche Erwartungen weckt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Der Film hat eine sehr schöne Atmosphäre, ist an manchen Stellen aber etwas langatmig gestaltet. Gegen Ende bekommt das ganze mehr Fahrt und besonders ab dem Zeitpunkt, wo beide Geschichten zusammenlaufen, wird er dann richtig gut.

Wem es nichts ausmacht, dass es sich hier nicht wirklich um einen Horrorfilm handelt, kann durchaus einen Blick riskieren, denn insgesamt würde ich I REMEMBER YOU als gelungen bezeichnen, dem aber an manchen Stellen ein bisschen weniger Blaufilter gut getan hätte.

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