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Archiv der Kategorie 'mystery'

BRIMSTONE (Koch Media)

am 07. Juni 2018 unter Drama, Horror, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Ende des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Westen: Die junge Liz hat einen älteren Witwer geheiratet, der sie aufnahm, obwohl sie keine Zunge mehr hat und nicht sprechen kann. Sie kümmert sich auch rührend um die beiden Kinder. Eines Tages jedoch kommt ein neuer Referent in die Stadt, den Liz nur allzu gut kennt. Als sich verschiedene merkwürdige Dinge ereignen und Madame dafür verantwortlich gemacht wird, verschwindet sie. Doch das Grauen ist damit nicht zu Ende.

Die Zusammenfassung habe ich bewusst kurz gehalten, denn man könnte diese fast zu einem Roman ausarten lassen, denn das o.g ist nur die Essenz von eines der 4 Kapiteln, die dieser Streifen beinhaltet. Diese nennen sich

Offenbarung, Exodus und Genese  und Rache.

Jetzt werden einige erschrocken zusammenzucken und denken es handelt sich hier um einen biblischen Film mit viel Gottgelaber und Metaphern. Sicherlich spielt Religion in diesem Film eine Rolle, aber nur eine insgesamt eher untergeordnete.

Hauptsächlich geht es darum zu zeigen, wie die Frauen zu dieser Zeit behandelt wurden und nahezu keine Rechte hatten und entweder von ihren Männern geschlagen wurden oder als Nutten in einem Bordell endeten. Das ist zwar etwas dick aufgetragen, aber in vielen Fällen war das eben so.

In allen 4 Kapiteln spielen die Charaktere der Liz und des Referent die Haupttrolle. Es dauert ein wenig bis man erkennt, das die Geschichten zusammengehören, aber nicht in der zeitlichen Reihenfolge erzählt werden (da kennt Pearce sich ja seit Memento aus).Normalerweise ein Stilmittel, welches mir nicht unbedingt zusagt, das aber hier hervorragend umgesetzt wurde.

Ich habe auf meiner Seite bei einem einzigem Film noch nie so viele Genre markiert, aber BRIMSTONE bietet wirklich sowohl Drama, Mystery, Thriller als auch Horrorelemente. Sehr gut passt hierzu, dass der Streifen, gerade in den dunklen Szenen, fantastisch ausgeleuchtet wurde.

Weder Dakota Fanning (ging mir früher auf den Nerv, weil sie in jedem Film mitspielte, in dem man ein 8-13 jähriges Mädchen zu besetzen hatte), als auch Guy Pearce (teilweise grottenschlechte Filmauswahl) sind besondere Favoriten von mir, spielen aber hervorragend. Insbesondere der normal eher smarte Pearce hat sichtlich Spaß an der Rolle des dämonischen Referents.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Genre-Misch-Masch der aber erstaunlich gut funktioniert und das sagt jemand, der Geschichten, die in anderen Jahrhunderten spielen, eigentlich grundsätzlich erst gar nicht schaut. Daher eine klare Empfehlung von meiner Seite. Die FSK Freigabe ist fast grenzwertig…eine 18er Einstufung hätte ich auch verstanden, denn der Streifen hat schon üble Szenen.

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DAS LETZTE ABTEIL (Falcom Media/Alive)

am 02. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Gretas Mutter ist weder tot noch lebendig. Seit vielen Jahren liegt sie im Koma und wird künstlich am Leben gehalten. Doch was ist das Leben wert, wenn es keine Hoffnung mehr gibt?  Diese Frage stellt sich auch ihre Tochter die gerade auf dem Weg nach Graz ins Krankenhaus ist, als plötzlich der Zug von einer Lawine erfasst wird und das letzte Abteil wegreißt. Nun sitzt sie dort in klirrender Kälte mit 5 anderen Herrschaften, die sich in diesem befanden und sucht verzweifelt einen Ausweg. Als dann plötzlich der Kopf eines Verblichenen gefunden wird, spitzt sich die Lage zu. Man versucht über die Kamera und das Telefon Hilfe zu rufen, die zunächst auch zugesagt wird, doch nach einer gewissen Zeit stellt man fest, das diese nie kommen wird. Doch warum?

Diese Zusammenfassung beschreibt nur etwa die Hälfte des Films, der danach eine überraschende Wendung bekommt, obwohl ich mir so etwas ähnliches schon gedacht hatte.

Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden vom Krankenhaus, in dem Gretas Mutter liegt und sie erzählt aus dem Off über sie. Das wirkt zunächst etwas störend, ergibt im Verlaufe des Streifens aber durchaus einen Sinn.

Regisseur Andreas Schaap will allerdings ein wenig zuviel. Neben einem Thriller und einem Drama, wollte er auch noch ein bisschen Mystery und Arthaus einbauen, was den Film dann im Endeffekt ein wenig zu gewollt künstlerisch aussehen lässt.

Das klingt allerdings schlechter als es tatsächlich ist, denn insgesamt hat der Streifen wirklich Potenzial. Aber es ist aufgrund der vielen Wendungen und Zeitsprüngen nicht einfach, den Geschehnissen zu folgen und man sollte den Film nicht schauen, wenn man schon müde ist, so wie das getan habe und dann irgendwann kapitulierte.

Deshalb habe ich ihn mir am nächsten Tag noch einmal von vorne angesehen und dann auch die Zusammenhänge begriffen.Trotzdem hat sich mir nicht alles erschlossen, was mich dazu ermutigt, diesen in einem halben Jahr nochmals herauszukramen

Fazit. Beginnt als normaler Thriller, ändert dann aber die Richtung. Wer meint, hier zwischendurch eine Toilettenpause machen zu können, ohne die Pause-Taste zu betätigen hat verloren. Hier ist 100%ige Aufmerksamkeit gefordert.

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WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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SADIE (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Die aufstrebende Autorin Sadie trifft auf einer Lesung ihren Exfreund Alex wieder, mit dem sie ein dunkles Geheimnis verbindet, denn beide stehen auf sehr ausgefallene Sexpraktiken im SM-Bereich. Er lädt sie zu seiner Party auf einem nahegelegenen Schloss ein – sie sagt trotz Bedenken zu. Dort befreundet sie sich mit der geheimnisvollen Francesca, mit der sie eine sexuelle Affäre beginnt. Zwischendurch wird sie aber immer wieder von merkwürdigen Alpträumen geplagt und kann bald Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden. Als in einem dieser Träume, ein Mädchen getötet wird versucht sie zu fliehen, doch das lässt die geschlossene Gesellschaft nicht zu.

Puh, die Geschichte ist nicht gerade einfach zusammenzufassen, da sie doch recht ungewöhnlich ist und wohl am besten im Bereich Erotikhorror einzuordnen ist – ein Genre das es früher zu VHS Zeiten deutlich öfters gab.

Der Film ist daher auch arge Geschmackssache. Menschen die meinen, das ihr wöchentlicher Hausfrauensex schon unfassbar gewagt ist, werden hier schreiend davonlaufen. Da ich jahrelang in der Gothic Szene unterwegs war und diese mit den SM-lern ja schon zusammenhängt, kann ich mich da etwas besser hineinversetzen.

Optisch hat man hier ein fantastisches Werk abgeliefert. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal solch ästhetische Kamerafahrten und Bilder gesehen habe. Besonders die Aufnahmen im Schloss sind überwältigend – ebenso die Traumsequenzen.

Die Hauptdarstellerin ist mir gänzlich unbekannt, spielt aber durchaus überzeugend, was bei dieser doch ungewöhnlichen Geschichte gar nicht so einfach ist.

Ein wenig schwierig ist die Zielgruppe dieses Streifens festzulegen, denn dieser Mix und die teilweise doch etwas schrägen Phantasien und Bilder werden nicht jedem zusagen, wobei hier keine Hardcore-Erotik gezeigt wird.

Daher ist je nach Geschmackssache hier wirklich jede Bewertung möglich. Mir persönlich hat der Streifen gut gefallen, da ich aber hier immer versuche objektiv zu bewerten und das bei diesem Streifen einfach nicht möglich ist, verzichte ich darauf.

DEAD ZONE – MEDIABOOK (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter Drama, Klassiker, mystery abgelegt

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Die Geschichte dieses Streifens dürfte den meisten bekannt sein, daher nur eine kurze Zusammenfassung.

Fünf lange Jahre lag der Englischlehrer Johnny Smith nach einem Unfall im Koma, bevor er mit einer besonderen Gabe erwacht: Berührt er andere Menschen, kann er in deren Zukunft sehen – und diese auch verändern. Doch je öfter er diese benutzt, desto schwächer wird sein Körper. Als er nach einem Händeschütteln mit dem Präsidentschaftskandidaten Greg Stillson sieht, dass dieser einen Atomkrieg mit der Sowjetunion anzetteln wird, will er diesen stoppen und riskiert dafür sein eigenes Leben.

Der Film erscheint von Koch Media in einem wunderschönen Mediabook, wie man es von der Firma gewohnt ist. Das Wort BOOK passt hier wirklich gut, denn man hat sich hier eine unglaubliche Mühe gegeben und beleuchtet in dem Einband viele Dinge und Hintergründe des Films.

Auch die Extras sind gelungen, denn dort gibt es Interviews unter anderem mit Regisseur Cronenberg, die neueren Datums zu sein scheinen. Dessen damalige Besetzung war doch eher überraschend, da der Kanadier eigentlich dafür bekannt ist, nur eigene Geschichten zu verfilmen und zudem DEAD ZONE für seine Verhältnisse ein recht konventioneller Film ist.

Das Beste kommt jedoch zum Schuss und das ist das Bild. Ich habe schon viele Filme gesehen, die neu abgetastet wurden, aber die Qualität dieses immerhin 35 Jahre alten Streifens ist grandios. Keine Blitzer, keine Körner, keine Schlieren, hier findet sich wirklich nichts was man aussetzen könnte. Anscheinend war das Ausgangsmaterial extrem gut, denn wenn man an den Klamotten nicht erkennen könnte, dass das hier ein älterer Streifen sein muss, könnte man meinen er wäre gerade gedreht worden. Hervorragende Arbeit.

So lohnt sich die Anschaffung des Mediabooks und des Filmsauf jeden Fall, zumal er die Zeit erstaunlich gut überstanden hat und man sich DEAD ZONE auch heute noch gut anschauen kann, was nicht bei vielen Filmen aus den 80ern der Fall ist.

I REMEMBER YOU (Concorde)

am 06. Februar 2018 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Der Isländer Garðar kommt eigentlich aus der Stadt, doch auf einer abgelegenen Insel mitten im Nirgendwo hat er ein altes Haus erstanden, das er jetzt auf Vordermann bringen will. Seine Frau Katrin und ihre gemeinsame Freundin Líf wollen ihm dabei helfen und zunächst sieht es danach aus, als würde alles nach Plan verlaufen. Doch dann geschehen mysteriöse Dinge. Parallel dazu bekommt man die Geschichte des Psychologen Freyr erzählt, der seinen Sohn verloren hat und in der Einsamkeit nun schon Jahre versucht, den Schicksalsschlag zu überwinden. Die beiden Handlungsstränge laufen langsam ineinander über, denn die Geschichten sind eng miteinander verwoben.

Die Isländer können mittlerweile auch ganz ordentliche Filme drehen. Überhaut haben alle Länder aus dem hohen Norden enorm aufgeholt. Nicht nur gute Spielfilme, sondern vor allem tolle Serien wie DIE BRÜCKE, LIFJORD oder KOMMISSARIN LUND kommen aus dem Norden Europas.

I REMEMBER YOU macht aber wieder einmal den Fehler, im Trailer einen Horrorfilm anzukündigen, was dieser Streifen einfach nicht ist. Eher ein Kriminalfilm mit einigen übernatürlichen Elementen. Grundsätzlich ist das ja nicht schlimm, doch warum man immer falsche Erwartungen weckt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Der Film hat eine sehr schöne Atmosphäre, ist an manchen Stellen aber etwas langatmig gestaltet. Gegen Ende bekommt das ganze mehr Fahrt und besonders ab dem Zeitpunkt, wo beide Geschichten zusammenlaufen, wird er dann richtig gut.

Wem es nichts ausmacht, dass es sich hier nicht wirklich um einen Horrorfilm handelt, kann durchaus einen Blick riskieren, denn insgesamt würde ich I REMEMBER YOU als gelungen bezeichnen, dem aber an manchen Stellen ein bisschen weniger Blaufilter gut getan hätte.

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AMERICAN PSYCHO – MEDIABOOK (Koch Media)

am 06. Februar 2018 unter Horror, Klassiker, Thriller, mystery abgelegt

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Was soll ich mir zu diesem Kultfilm noch eine große Beschreibung ausdenken, also übernehme ich, leicht abgeändert, den Pressetext. Patrick Bateman hat im New York der 80er alles: Geld, gutes Aussehen, jeden erdenklichen Luxus… und einen unstillbaren Hass auf sein Umfeld. Diesen kompensiert er mit sadistischen Morden an jungen Frauen, für die ihm bald schon die Polizei auf der Spur ist. Aber Schein und Sein liegen nahe beieinander in der trügerischen Welt des Yuppie-Killers und er stellt fest, das man nicht mal die Namen und Gesichter seiner besten Freunde kennt – so oberflächlich ist deren Leben.

Der Film erschien bereits bei CONCORDE Film, wurde aber hier neu abgetastet und liegt daher in einem exzellenten Bild vor. Der Ton ist bei diesem Streifen nicht wirklich entscheidend, kommt aber bei den Musikeinlagen sehr homogen rüber.

Das Mediabook ist wunderschön gestaltet und lohnt die Investition. Alleine schon der Einband ist wesentlich attraktiver als die o.g. Veröffentlichung und man hat auch ein dickes Booklet mit verschiedenen Szenen des Films hereingepackt.

Dazu gibt es jede Menge Extras, die allerdings auch schon bei der vorigen Veröffentlichung enthalten waren.

Meine persönlichen Lieblingsszenen sind diese, wo er seinen Gästen Musik vorspielt und dazu jeweils eine ausführliche Beschreibung gibt, und mit seinem Wissen prahlt, welches aber außer ihm nicht wirklich jemanden interessiert. Das der Streifen in den 80ern spielt ist hierbei natürlich auch nicht uninteressant, da zu dieser Zeit nunmal sehr viel gute Musik entstand.

Ursprünglich war ja Leonardo di Caprio für die Rolle vorgesehen, doch die Regisseurin Mary Harron wollte unbedingt den damals recht unbekannten Christian Bale für die Hauptrolle. Was danach passierte und wie er in den Olymp Hollywoods aufstieg ist bekannt.

Wer den Film noch nicht sein eigen nennt, sollte hier zugreifen. Aufgrund der neuen Abtastung und der wunderschönen Verpackung lohnt sich allerdings auch ein Update.

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THE 4400 – KOMPLETTBESPRECHUNG (Koch Media)

am 19. Dezember 2017 unter SciFi, TV-SERIE, mystery abgelegt

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Im letzten Jahrhundert verschwanden Tausende von Menschen, anscheinend ohne jeglichen Grund. Im Jahre 2004 tauchen diese alle spektakulär wieder auf, denn eine riesige Leuchtkugel bringt die 4400 Personen an einen See und verschwindet danach, wie sie gekommen war. Mit der Zeit stellt sich heraus, das alle diese Leute eine besondere neue Fähigkeit haben, sei es in die Zukunft sehen, telepathische Kräfte oder sonstiges. Nachdem man sie alle eingehend untersucht hat ,kommt die Regierung zu dem Schluss, diese wieder in die Freiheit zu entlassen, nachdem sie monatelang unter Quarantäne standen. Viele nutzen ihre Fähigkeiten zum guten, einige jedoch gehen nicht sehr sorgsam damit um. Darum wird eine Spezialeinheit gebildet, die nur an den Fällen arbeitet, in denen die 4400 involviert sind. Der Zuschauer bekommt in diesem Fall die Ermittlungen der Agents Diana Skouris und Tom Baldwin erzählt. Letzterer ist auch persönlich betroffen, denn sein Sohn Kyle liegt seit dem Tag des Verschwindens im Koma und sein Neffe Shaun ist einer der 4400. Zudem waren beide, als dieser verschwand, am See feiern und Tom erhofft sich neue Erkenntnisse zu bekommen, was seinen Sohn in diesen Zustand versetzte. Mit der Zeit lüften sich einige Geheimnisse und einer der Entführten namens Jordan Collier gründet ein Zentrum für die Verschwundenen, in dem alle wohnen können, denn die Bevölkerung steht den Neuankömmlingen teilweise eher skeptisch gegenüber und Shaun wird sein Assistent.

Ich könnte natürlich hier noch viel mehr zusammenfassen, doch dann hätte ich ja die ganze Serie vorweggenommen. Erwähnen sollte ich vielleicht noch die beiden Charaktere Richard und Lily, denn diese kommen als einzige der 4400 zusammen und letztere ist nach der Rückkehr überraschend schwanger – beide, als auch ihr Kind, werden noch eine größere Rolle spielen.

Grundsätzlich geht man in dieser Serie ein wenig den Weg den auch AKTE X und FRINGE beschreiteten. Es gibt eine durchgängige Geschichte die sich um das Zentrum, Collier und den allgemeinen Entwicklungen dreht und dann gibt es einzelne Fälle, die die beiden Agenten lösen. Dieses Konzept funktionierte schon immer gut, hat aber jedoch das Problem, das man nur sehr schwer einzelne Folgen schauen kann, weil man dann viele Dinge, die angesprochen werden, nicht versteht.

Die Darsteller sind mit Ausnahme von PETER COYOTE eigentlich recht unbekannt und wenn man man ein wenig recherchiert auch eher für das Fernsehen tätig, statt Kinofilme zu drehen, wurden aber gut ausgewählt und man baut als Zuschauer schon nach kurzer Zeit ein Verhältnis zu ihnen auf, was für eine Serie immer wichtig ist.

STAFFEL 1 beschäftigt sich überwiegend mit der Ankunft der 4400 und den Schicksalen von Shaun und Kyle. In Nummer 2 sieht man die beiden Ermittler Fälle lösen die mit den Verschwundenen zusammenhängen, wobei diese, wie bereits erwähnt, immer wieder von dem einen durchgängigen Plot unterbrochen werden, der in Staffel 3 eigentlich fast 80 % der Folgen bildet. Daher ist für mich diese auch die schwächste, denn da übertreibt man es doch etwas mit Verschwörungstheorien und auch einige Handlungsstränge erschließen sich einem nur bedingt. Nummer 4 ist dann wieder ganz stark, weil sie eine überraschende Wende bringt, denn nun können auch Personen, die nicht entführt wurden, eine Fähigkeit erlangen.

Insgesamt kann man sagen, das man hier eine spannende Serie kredenzt bekommt, der man aber, so verrückt das klingt, ansieht, dass sie schon 13 Jahre alt ist, denn die Effekte sind heute teilweise schon überholt, da in diesem Bereich die Fortschritte enorm waren.

Trotzdem kann ich THE 4400 jedem empfehlen, der gerne gute Mystery/Science-Fiction sieht.

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BOYS IN THE TREES (Lighthouse)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Corey, Jango und ihre Skater-Clique, genannt ‘Die Gromits’, feiern ihren Abschied von der High-School – nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Herrschaften, die sich das aber selbst nicht eingestehen wollen. Eines Abends trifft Corey seinen ehemals besten Freund Jonah wieder. Dieser wird von den Skatern gemobbt und als Schwächling bezeichnet, und eigentlich will auch Corey, der eben jetzt zu den „Coolen“ gehört nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch an diesem Abend kommen, als sie zusammen nach Hause gehen, alte Erlebnisse wieder hoch und die beiden nähern sich wieder an, erinnern sich an frühere gemeinsame Momente und Zeiten. Jonah entführt seinen ehemaligen besten Kumpel in eine merkwürdige, imaginäre Wunderwelt – doch auch diese Nacht ist irgendwann vorbei.

Normalerweise brauche ich für eine Zusammenfassung eines Filmes nur wenige Minuten, da sie ja nur kurz wiedergeben soll, was dort passiert und das erfordert nun wahrlich kein großes journalistisches Können. Hier habe ich mich aber dermaßen schwer getan, denn BOYS IN THE TREES ist einer der ungewöhnlichsten Filme die ich seit langem gesehen habe.

Was als Drama um ein paar Jugendliche beginnt, wandelt sich im Laufe des Films, unterstützt durch Mystery und Fantasy-Einflüsse zu einer Parabel über wahre Freundschaft.

Wenn man sich das Cover ansieht könnte man meinen, das das hier eher Richtung Horror geht, doch das ist mitnichten der Fall.

Die Dialoge sind teilweise hochklassig und die beiden Hauptdarsteller liefern eine grandiose Leistung ab.

Normalerweise gebe ich bei solchen Filmen gerne eine Referenz an, damit der Zuschauer weiß, auf was er sich hier einlässt, doch das fällt in diesem Falle extrem schwierig, weil sich der Film auch in kein Korsett zwängen lässt und viele Genre auf einmal bedient.

Zudem hat das ganze einen sehr stimmigen Schluss, der allerdings nichts für Freunde des gepflegten Happy-Ends ist und das einen ein wenig traurig zurück lässt.

Fazit: Ein faszinierender Mix aus Drama, Mystery, Thriller und weiteren Elementen diverser Genre, den man sich auf jeden Fall mal ansehen sollte. Selbst wenn man den Film nicht mag, kann man danach sagen, das man so etwas noch nie gesehen hat. Die Bewertungen bei imdb sind zudem recht hoch, was mir zeigt, das noch andere von diesem Streifen beeindruckt waren, dem zudem eine sehr gute Synchro spendiert wurde.

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ZIMMER 108 (Universum Film)

am 30. Mai 2017 unter TV-SERIE, mystery abgelegt

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Die 19-jährige Kato Hoeven wacht eines Morgens blutüberströmt in einem Hotelzimmer auf – ohne zu wissen was passiert ist. Das ist allerdings der eher harmlosere Teil, denn als sie ihren Körper in der Badewanne sieht, realisiert sie, das sie tot ist. Nun versucht sie als Geist ihren eigenen Mord aufzuklären. Überraschenderweise stellt sie allerdings fest, das einige Leute sie sehen können – anscheinend alle, die am Abend ihres Todes mit ihr in Kontakt kamen. Mit Hilfe ihrer Stiefschwester, dem Cousin ihres Ex, sowie ihrer besten Freundin, versucht sie herauszufinden, was an dem Abend passiert ist und ihren Mörder zu finden.

Die Grundidee dieser 10-teiligen Serie ist auf jeden Fall originell. Auch das einige Kato sehen können, die meisten aber nicht, sorgt für interessante Wendungen und spannende Momente – zudem liefert Lynn Van Royen als Hauptdarstellerin eine sehr gute Leistung ab.

Auf den ersten Blick erscheint die kleine Gemeinde in Belgien als uninteressant, doch viele der dort Lebenden verbergen ein Geheimnis. Zum Beispiel der Polizeichef, der von Anfang an als einer der Hauptverdächtigen für den Zuschauer gilt, da er Kato nicht leiden konnte. Im Laufe der Geschichte kommt es immer wieder zu überraschenden kleinen Wendungen, die man so nur schwer voraussehen kann.

Die Auflösung bzw. das Ende und damit auch das Schicksal von Katos Geist wird in vielen Foren bemängelt. Das wiederum kann ich nicht nachvollziehen, denn gerade diesen Abschluss finde ich sehr stimmig.

Abzüge gibt es hier in der B-Note, denn man hätte das ganze auch in 8 Folgen erzählen können. Einige Handlungsstränge laufen ins Leere, andere bringen die Geschichte nicht wirklich voran.

Trotzdem bleibt insgesamt ein positiver Gesamteindruck. Wer allerdings hier eine Special-Effects Orgie erwartet, die man nach der Geschichte durchaus vermuten könnte wird enttäuscht werden. Die Geistergeschichte ist eigentlich nur eine zusätzliche Komponente zu eigentlichen Krimihandlung und nicht dazu gedacht mit Effekten zu glänzen.

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