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Archiv der Kategorie 'Komödie'

HOUSESITTER (Koch Media)

am 03. Oktober 2018 unter Komödie abgelegt

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Eigentlich hat Architekt Newton Davis alles, was er sich immer wünschte. Einen tollen Job, die große Liebe und sogar schon ein gemeinsames Traumhaus. Und dann kommt der große Knall: Becky hat nämlich überhaupt keine Lust zu heiraten und auch nicht mit ihm in diesem Haus zu wohnen. Da steht er nun – fast pleite, denn in dieses Gebäude hat er fast sein ganzes Geld hineingepumpt. Frustriert kommt es danach zu einem One Night Stand mit der Kellnerin Gwen. Das sieht diese aber ganz anders, denn als sie seine Geschichte hört, fährt sie einfach in die Kleinstadt, gibt sich als Ehefrau von Newton aus und zieht auch sofort ins Haus ein. Bis der „Gatte“ dies mitbekommt, hat sie mit ihrem Charme schon alle angesteckt und es scheint kein zurück mehr zu geben.

Wenn es etwas gibt, wo man immer befürchten muss, das es fürchterlich in die Hose geht, sind es Komödien aus den 80ern und Anfang der 90er. Der Humor hat sich heutzutage einfach zu sehr verändert und von wenigen Beispielen abgesehen („Dream Team“, „Immer Ärger mit Bernie“) fragt man sich immer, wieso man das alles mal lustig fand.

HOUSESITTER jedoch besteht den Test of Time erstaunlich gut. Die Dialoge wirken keinesfalls altmodisch und die Geschichte könnte auch heute so gedreht werden.

Goldie Hawn ist hier natürlich in einer Paraderolle zu sein, denn die quirlige, kleine Gattin von Kurt Russell, war schon immer prädestiniert für Komödien und feierte in diesem Genre auch die größten Erfolge, wie auch Steve Martin.

Um beide ist es aber mittlerweile sehr ruhig geworden. Ich kann mich nicht erinnern, einen in den letzten Jahren mal auf der Leinwand gesehen zu haben – wahrscheinlich genießen sie ihre Rente.

Das Bild des Streifens ist in Ordnung, hat in hellen Szenen jedoch hier und da mit Grieseln zu kämpfen, besonders bei den Außenaufnahmen. Der Ton ist in Ordnung, spielt bei einer Komödie aber auch nicht wirklich eine große Rolle.

Fazit: Spritzige und an machen Stellen wirklich urkomische Komödie, deren Ende allerdings ein wenig arg kitschig gerät. Trotzdem wirklich auch heute noch lustig und sehenswert, alleine schon wegen der beiden Hauptdarsteller.

GRINGO (Universum Film)

am 20. September 2018 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Harold Soyinka ging es blendend, als er morgens zur Arbeit aufbrach, doch dann kommt es knüppeldick. Erst erfährt er, das er faktisch pleite ist, danach scheint sich anzudeuten, dass die Firma verkauft werden soll und er seinen Job verliert und dann stellt er auch noch fest, das seine Frau fremdgeht – und das über Skype. Also übernimmt Harold die Initiative und täuscht eine Entführung vor, denn für gewisse Leute kann der gute durchaus gefährlich werden, denn er hat seit Jahren im Rahmen der Firmentätigkeit mit einem mexikanischen Drogendealer zusammengearbeitet – selbstverständlich ohne das zu wissen. Dieser benötigt aber ebenfalls seine Dienste und hält ihr für den Chef des Unternehmens. Und dann hetzt ihm sein wirklicher Boss auch noch seinen Bruder auf die Pelle, einen ehemaligen Söldner. So wird er plötzlich von der halben Welt gejagt – ohne genau zu wissen warum.

Diese Ausgangslage führt dann zu recht unterhaltsamen Abschnitten, in denen David Oyelowo als harmloser und hilfloser Angestellter, durchaus komödiantisches Talent beweist, obwohl er in der Vergangenheit doch eher anspruchsvolle Filme drehte. (NINA oder SELMA seien hier erwähnt)

Auch der Rest des Castes ist wahrlich hochkarätig. Charlize Theron, Joel Edgerton, Amanda Seyfried und einige andere mehr, tauchen hier teilweise sogar nur in kleineren Rollen auf.

Das Drehbuch ist fein ausgeklügelt, denn die ständig vorhandenen Wendungen sind nur schwer zu erahnen und gerade gegen Ende wird es dann komplett chaotisch, wobei das Wort in diese Fall positiv gemeint ist.

Allerdings dauert es ein wenig bis der Streifen in die Gänge kommt und man auch die Geschichte durchschaut. Zudem ist es gar nicht so einfach GRINGO einem Genre zuzuordnen. Actionkomödie triffts wohl am ehesten, wobei auch durchaus Thrillerelemente vorhanden sind.

Der Film ist an manchen Stellen überraschend brutal. Das fällt einem im ersten Moment gar nicht so sehr auf, doch wenn man mal genauer drüber nachdenkt, gibt es schon einige Szenen (Stichwort Kopfschuss oder großer Fußzeh) die nicht ohne sind. Von daher geht die FSK-Freigabe 16 auch durchaus in Ordnung.

Leider nimmt der Trailer in diesem Fall wieder zu viel vorweg und nahezu alle guten Szenen sind da bereits vorhanden. Ein Phänomen, das sich insbesondere bei Horrorstreifen oft beobachten lässt und da frage ich mich schon, wer so etwas zusammenschneidet.

Ich habe diesen erst im Nachhinein gehen und konnte ohne vorgefertigte Meinung oder Wissen an GRINGO herangehen und bin insgesamt positiv überrascht, denn insbesondere gegen Ende ist das Drehbuch, wie bereits oben kurz erwähnt, extrem pfiffig.

Sehen aber nicht alle so, denn die Durchschnittsbewertungen im Internet sind nicht besonders gut, was ich nicht verstehen kann. Ich fand GRINGO sehr unterhaltsam.

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DER GROSSE EISENBAHNRAUB (Koch Media)

am 24. Mai 2018 unter Klassiker, Komödie, Suspense abgelegt

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Der Londoner Gentleman-Ganove Edward Pierce plant mal wieder einen Coup, diesmal soll dieser aber ein besonderer sein. Als erster Dieb will er Mitte des 19. Jahrhunderts einen fahrenden Zug um eine größere Ladung Goldbarren erleichtern. Hilfe bekommt er hierbei von seinem alten Kumpel Robert Agar und seiner Geliebten Miriam. Doch das Unternehmen gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Was soll ich hier noch mehr schreiben, die meisten dürften diesen Film eh kennen, in dem Michael Crichton, der die Vorlage schrieb, auch selbst Regie führte und einen erstaunlichen Cast auf die Beine stellte.

Sean Connery, Donald Sutherland und die damals noch relativ unbekannte Lesley-Anne Down, die später durch FACKELN IM STURM Berühmtheit erlangte, sind mit dabei.

An manchen Stellen wirkt der Streifen zwar etwas antiquiert (und das nicht nur weil er um 1850 spielt), insgesamt bietet er aber auch nach 40 Jahren noch durchaus solide Unterhaltung mit Sean Connery in einer Paraderolle.

Das Bild ist für Koch-Verhältnisse nicht so gut wie gewohnt. Man sieht doch in vielen Szenen einiges an Grieseln, Filmblitzer sind keine zu erkennen , aber das Ausgangsmaterial scheint in diesem Fall recht schlecht gewesen zu sein. Der Ton hingegen schallt in ordentlichem 2.0 durch die Boxen, was völlig in Ordnung geht, denn die Aufmotzung auf Dolby 5.1 oder noch höher klingt meistens gekünstelt.

Für Freunde des Streifens eine solide Veröffentlichung, mit einem Starensemble der Extra-Klasse.

HOUSE HARKER (Koch Media)

am 02. Mai 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Die Brüder Charlie und Gerry Harker sind direkte Nachkommen des legendären Vampirjägers Jonathan Harker. Doch ihr Glaube an die Familiengeschichte rund um die Jagd auf Vampire macht sie in der heutigen Zeit nicht zu Helden, sondern zum Gespött der Stadt. Zudem gehen die Gelder aus und das Haus soll verkauft werden. Da kommt man auf eine geniale Idee. Mit Hilfe eines Schauspielers soll die Jagd auf einen „echten“ Vampir realisiert und gefilmt werden, was sicherlich mit einer netten finanziellen Spritze verbunden ist. Pech ist aber, das der engagierte Schauspieler wirklich auf der Hinfahrt auf einen Vampir trifft und dieser ihn um die Ecke bringt. Nun wartet eben ein echter Blutsauger auf die ahnungslosen Harkers…

HOUSE HARKER springt so ein wenig auf den Humor von TUCKER UND DALE auf, ohne jedoch dessen Qualität zu erreichen. Dafür sind leider einige Witze ziemliche Rohrkrepierer, andere komischerweise erstaunlich lustig. Ob da wieder die deutsche Synchronisation schale Gags eingebaut hat – es steht zu befürchten?

Die Idee an sich ist ganz putzig und das Finale ist mit der FSK Freigabe 16 fast schon grenzwertig. Vor 10 Jahren wäre der nicht mal ungeschnitten durchgegangen, doch bei Horrorkomödien ist man in der letzten Zeit doch etwas gnädiger geworden.

Die Charaktere sind zwar nicht wirklich glaubwürdig und die Nummer mit dem Stift hinter dem Ohr ziemlich bescheuert, dem entgegen stehen aber auch ein paar wirklich gelungene Einfälle.

Solche Filme sind dann immer schwer zu bewerten. Zudem tue ich mich grundsätzlich schwer mit Komödien aus dem Horrorgenre, weil sie einfach oft zu sehr in Quatsch abdriften. Dieser Film findet eine gesunde Mitte und ist recht unterhaltsam, wenn auch nicht der ganz große Wurf.

Scheinbar sind viele aber nicht meiner Meinung, denn die Kritiken in Internet sind erstaunlich gut.

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AMERICAN PSYCHO 2 (Koch Media)

am 17. April 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Die beinahe tödlich verlaufene Begegnung mit dem Ur-Psycho Patrick Bateman hat die junge Rachael Newman nachhaltig geprägt: Fasziniert von Mördern und deren Taten will sie an der Universität bei Ex-Agent Starkman alles dafür tun, um FBI-Profilerin zu werden. Ein Ziel, für das sie bald schon in die Fußstapfen ihrer Forschungsobjekte tritt und vom Opfer zur atemberaubend schönen Täterin wird…

Soweit der Pressetext, den ich mal dreist übernommen habe, einfach weil er alles gut zusammenfasst und der Streifen auch den meisten bekannt sein dürfte, da er immerhin schon 15 Jahre auf dem Buckel hat.

Das Problem für die damals vernichtenden Kritiken war sicherlich nicht der Film an sich, sondern die völlig beknackte Herleitung zu Bateman. Da wollte man nochmal schnell Geld verdienen und die meisten fielen ja auch darauf rein. Abgesehen von den ersten dusseligen 5 Minuten hat der Film aber GAR nichts mit dem ersten Teil zu tun und die sind auch an den Haaren herbeigezogen.

Betrachtet man den Streifen jedoch als völlig eigenständigen Film ist er durchaus unterhaltsam. Zudem handelt es sich hierbei ganz klar um eine Horrorkomödie, denn hier sind deutlich mehr Gags vorhanden, als das Spannung aufgebaut wird

Sogar Antischauspielerin Mila Kunis macht ihre Sache ganz ordentlich und William Shatner sieht man eh immer wieder gerne. Dazu gibt es ein recht originelles Ende.

Wäre der Film unter einem anderen Namen erschienen, hätte man ihn sicher besser befunden. Daher bezieht sich meine Bewertung auch auf den Streifen selbst und da dieser durchaus unterhaltsam ist gebe ich…

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VICTOR CROWLEY (Tiberius Film)

am 14. Februar 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Zehn Jahre scheint der legendäre Axtmörder Victor Crowley nun tot zu sein. Der damals einzige Überlebende Andrew hat sich ganz gut vermarktet und gerade sein neuestes Buch veröffentlicht. Jedoch denken viele, das Crowley nur eine Erfindung ist, und das Andrew damals die Morde begangen hat. Dann bekommt er ein Angebot, das er nicht ablehnen kann, denn damit sein Buch ein Erfolg wird, fliegt er mit seiner Verlegerin zurück in die Sümpfe. Mit an Bord ist auch seine Ex-Frau, die eine bekannte Moderatorin ist und deren Team. Dann stürzt das Flugzeug ab. Die Passagiere überleben, müssen aber schnell erfahren das Crowley mitnichten nur eine Legende ist.

Eigentlich wollte ich mir diesen Streifen gar nicht ansehen, denn ich fand das Original schon nicht so pralle und die Fortsetzungen habe ich mir auch geschenkt. Aber da die Bewertungen ganz gut waren, hab ich mir das doch gegeben und wurde überrascht, denn der Streifen bietet erstaunlich gute Unterhaltung.

Das liegt ganz einfach daran, das er sich absolut nicht ernst nimmt und eher eine Komödie ist, denn ein Horrorfilm, der mich in Sachen Humor an Tucker und Dale erinnert, allerdings extremst brutal ist. Ob dieser Streifen so über die FSK kommt (ich sah ein Vorabpromo) wage ich noch zu bezweifeln, denn hier geht’s doch heftig zur Sache.

Insbesondere in den letzten 30 Minuten ist die Gagdichte wirklich extrem hoch und ich musste mehrfach laut lachen, insbesondere wenn Dillon, einer der Darsteller seine Bemerkungen abschießt. Auch die Dialoge, der sich teilweise spinnefeinden Anwesenden in dem abgestürzten Flugzeug sind wirklich humorvoll angelegt.

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Wer gerne brutale Horrorkomödien schaut, kann hier eigentlich nichts falsch machen, auch wenn der Streifen nur als solche funktioniert, denn wirklich spannend ist der Film nicht. Da er diesen Anspruch aber auch nicht stellt, gebe ich dafür überraschend gute

GRIDLOCK´D (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Action, Komödie abgelegt

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Als Jazzmusikerin Cookie auch mit Drogen anfängt und sich fast eine Überdosis einwirft, beschließen die beiden Kumpels Spoon und Stretch, nun endlich clean zu werden um nicht so zu enden wie ihre Freundin. Doch so leicht ist das gar nicht, denn in Amerika bekommt man nicht so leicht Hilfe, sondern wird von einem Amt zum nächsten geschickt und keiner fühlt sich richtig zuständig. Noch komplizierter wird es, als das Loser-Pärchen mehr oder minder aus Versehen mit zwei recht fiesen Killern in Kontakt kommt, die ihnen fortan auf der Spur sind.

Was sich nach einem Thriller oder einem Drama anhört, ist in Wirklichkeit eine recht amüsante Komödie, was in diesem Fall auch die Stärke des Streifens ist, der ein ernstes Thema eher locker präsentiert Das ging in der jüngeren Filmhistorie schon öfter schief, doch 1996, als der Film entstand, war das Lebensgefühl auch noch ein etwas anderes als heute.

2 PAC, der kurz nach Drehschluss erschossen wurde, bietet eine erstaunlich gute schauspielerische Leistung, was neben einem so brillanten Mimen wie Tim Roth gar nicht so leicht ist.

Erstaunlich auch, das der Streifen heute noch genauso funktioniert und nicht dem berüchtigten TEST OF TIME zum Opfer fällt, wie es vielen Filmen ergeht. Gerade die Sachen aus den 80er und den frühen 90ern kann man heute teilweise gar nicht mehr anschauen,weil die Dialoge so behämmert sind.

Zu erwähnen ist unbedingt noch, das die Bildqualität sensationell ist und ich in letzter Zeit einige Neuheiten gesehen habe, die da nicht annähernd mithalten können. Die Farben wirken natürlich und es ist nicht der Hauch eines Rauschens zu erkennen. Auch wenn GRIDLOCK`D „erst“ 20 Jahre alt ist habe ich aus dieser Zeit da schon ganz andere Katastrophen auf meinem Plasma ertragen müssen.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, dem die Zeit nichts ausgemacht hat und eine sehr überraschende gute schauspielerische Vorstellung des farbigen Protagonisten. Daher können Fans des Films hier bedenkenlos zugreifen, insbesondere weil die technische Seite absolut hervorragend ist.

FREE FIRE (Splendid)

am 18. September 2017 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Boston in den späten 1970ern: In einer verlassenen Lagerhalle soll ein umfangreicher Waffendeal über die Bühne gebracht werden. Eigentlich kein großes Ding. Ware gegen Geld. Doch leider sind beide Seiten nicht wirklich Profis und nach nur wenigen Worten und einer falschen Lieferung ist man sich spinnefeind. Als dann noch herauskommt, dass einer der Handlanger der Käufer, die Schwester einer der Handlanger des Verkäufers missbraucht hat, ist der Deal vergessen und man beginnt sich gegenseitig abzuknallen.

Sorry, aber viel mehr kann ich hier zu nicht berichten, denn der Film hat an Story nicht wirklich viel zu bieten. Zudem ist der Streifen von vorne bis hinten kompletter Schwachsinn (wenn ich hier alle Logikfehler aufführe, wird das ein Referat). Aber in diesem Fall passiert etwas, was ich normalerweise eher nicht mag, denn weil das eben alles so blödsinnig ist, ist es erstaunlich unterhaltsam und auch keineswegs dämlich wie Zeugs a la CRANK.

Alleine die Dialoge zwischen den beiden Lagern und die wirklich geschickt ausgesuchten Charaktere (der Elegante, der Proll, der Arbeiter, der Assi, der Blödmann usw. usw.) bilden jede Menge Stoff für absurde Komik und markante Sprüche.

Der Streifen ist hochkarätig besetzt. Neben Brie Larson, Cilian Murphy und Sharlto Copley geht jedoch die beste Darstellung an Sam Riley, der bei mir seit CONTROL (hätte einen Oscar verdient) eh einen Stein im Brett hat. Den Charakter, den er hier verkörpert ist so schön abgefuckt, obwohl er nicht wirklich eine Hauptrolle inne hat. Riley fühlt sich in der Rolle des prolligen Assis und Vorzeige-Losers auch sichtlich wohl und haut seine Oneliner mit coolem Gesichtsausdruck raus.

Wenn man, wie gesagt, weiß, dass ich dieses Genre und diese total übertriebenen Sprüche gar nicht mag, mich FREE FIRE aber blendend unterhalten hat, dann sollte er Action-Fans, die eh auf sowas stehen, ebenso zusagen.

Und an dem JOHN DENVER Running-Gag hätte sicherlich auch der leider früh verstorbene Sänger seine helle Freunde gehabt – alleine der ist schon sein Geld wert

Fazit: Eine skurrile Mischung aus Thriller, Action und Komödie mit guten Darstellern und einer völlig absurden Geschichte.

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EL BAR (Koch Media)

am 01. September 2017 unter Komödie, Suspense abgelegt

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Eine kleine, eher heruntergekommene Bar in Madrid, wird plötzlich zum Schauplatz eines Verbrechens, denn als ein Gast diese verlassen will ,wird er mit einem Kopfschuss ins Jenseits befördert. Als ihm ein anderer helfen will, ereilt diesen das gleiche Schicksal. Nun traut sich keiner der anderen Gäste mehr die Location zu verlassen, denn einige hängen an ihrem Leben. Je mehr die restlichen Herrschaften darüber sinnieren, was denn da passiert ist, desto krasser werden die Verdächtigungen. Was ist z.B, in dem Koffer des einen? Hat der islamisch aussehende Bartträger etwas damit zu tun? Als man auf dem Klo einen übel zugerichteten Soldaten findet, dessen Handynachrichten darauf hindeuten, das sich eine Seuche ausbreitet, eskaliert die Lage.

Aber es handelt sich hierbei eben um einen Alex de la Iglesia Film, was uns gleich sagt, das hier kein Horrorfilm, sondern eine tiefschwarze Komödie, das Spezialgebiet des renommierten Spaniers, aus den Ereignissen entsteht.

Dessen besten Streifen ALLEIN UNTER NACHBARN gibt es immer noch nicht auf Blu Ray, was eigentlich eine Frechheit ist. Auf diese Veröffentlichung warte ich schon seit Jahren. Vielleicht kann KOCH MEDIA sich ja dieser annehmen.

EL BAR wird gegen Ende dann doch sehr skurril und natürlich sind die Charaktere überzeichnet. Zudem nervt der Bettler etwas mit seinen Bibelsprüchen.

Da ich aber nun wahrlich kein Fan der Komödie bin, ist es ein gutes Zeichen, das ich mindestens 4 mal laut gelacht und mehrfach gegrinst habe, was mir nur sehr selten passiert.

Die Schauspieler sind alle in Deutschland nicht so bekannt, aber die Synchronisation ist glücklicherweise sehr gelungen, was insbesondere bei Streifen aus Italien und Spanien oft nicht der Fall ist.

So bleibt unter dem Strich ein typischer De La Iglesia mit überzogenen Charakteren und einem doch recht amüsanten Plot. Zum Schluss hätte ich mir jedoch eine etwas spektakuläre Auflösung gewünscht. Aber man kann nicht alles haben.

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DEN STERNEN SO NAH (Universum Film)

am 25. Juli 2017 unter Komödie, SciFi abgelegt

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Gardner und Tulsa kennen sich aus einem Chatroom und hätten gerne mal ein Date. Das gestaltet sich allerdings schwierig, denn ersterer lebt ein wenig weit weg. Seine Mutter, eine Astronautin, war damals mit ihm schwanger und entband auf dem Mars ihren Sohn, verstarb allerdings dabei. Nun lebt Gardner schon seit 16 Jahren auf den langweiligen Planeten und möchte so gerne die Erde und natürlich Tulsa kennenlernen. Zudem hat er sich in den Kopf gesetzt, seinen Vater zu finden. Eines Tages bekommt er dann wirklich die Einwilligung, den Planeten zu besuchen, allerdings nur unter Sicherheitsauflagen, denn Gardner ist natürlich eine ganz andere Atmosphäre gewöhnt und leidet zudem an einer Herzkrankheit. Also ist Vorsicht geboten. Diese wirft er allerdings auf der Erde komplett über Bord, da er von den neuen Eindrücken überwältigt ist, sucht und findet Tulsa und erlebt mit ihr ein tolles Abenteuer auf der Suche nach seinem Dad.

Die Grundidee des Streifens ist, das muss man wirklich sagen, klasse. Ich kann mich auch nicht erinnern, das so etwas schon einmal so oder so ähnlich verfilmt wurde.

Das die beiden sich ineinander verlieben und der Streifen einige Male nur haarscharf am Kitsch vorbeischrammt, ist eigentlich vorprogrammiert. Dennoch machen Regisseur und Drehbuchautor hier vieles richtig, mit Abzügen in der B-Note.

Da hätten wir erstmal die Besetzung. Zwar stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, doch als Liebespaar gehen sie irgendwie nicht durch. Asa Butterfield nimmt man den 16-jährigen noch ab, doch Britt Robertson ist zum Zeitpunkt der Entstehung des Filme schon 26 Jahre alt und das sieht man meiner Meinung nach auch. Nicht das sie eine schlechte Leistung abliefert, aber für die Rolle ist sie meiner Meinung einfach etwas zu alt. Gary Oldman ist schauspielerisch zwar etwas unterfordert, sieht man aber trotzdem immer wieder gerne.

Sehr schön hingegen ist, wie man es schafft die Hilflosigkeit und Tollpatschigkeit des Hauptdarstellers als Fremder auf einem Planeten darzustellen. Immer wieder kommt er in Situationen mit denen er überfordert ist (sei es optisch oder zwischenmenschlich). Das hat man wirklich sehr gut hinbekommen. Auch den Twist kurz vor Ende hätte man so sicherlich nicht erwartet.

DEN STERNEN SO NAH hat allerdings insgesamt ein Problem und das ist, das er den Konventionen eines Spielfilms folgen muss und trotz der staatlichen Laufzeit von 120 Minuten, kommen viele Aspekt einfach zu kurz. Aus dieser Geschichte hätte man besser eine Serie gemacht, denn vieles muss an vielen Stellen einfach zu sehr gestrafft werden, und das ist leider sehr schade.

Trotzdem ein schöner, etwas sentimentaler Streifen, der einem am Ende doch bewegt.

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