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Archiv der Kategorie 'Komödie'

LORO (Universum Film)

am 10. April 2019 unter Biopic, Drama, Komödie abgelegt

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Italien im Jahr 2008: Das Land ist geprägt von der Gier nach Reichtum und Macht und im Mittelpunkt steht natürlich der Besitzer des AC MAILAND und ehemalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi , dem alle in den Hintern kriechen, um ein bisschen Macht und Geld abzubekommen. Sergio zum Beispiel betreibt einen kleinen Callgirl-Ring und will ebenso wie seine Partnerin Tamara endlich auch seine Träume verwirklichen. Doch Berlusconi ist nur scheinbar der mächtigste Mann des Landes und der größte Medienmogul Europas. Er brütet auf seiner Sommerresidenz vor sich hin, ist ausgebrannt und hat mit zahlreichen Klagen zu kämpfen – seine Ehe ist ein Witz. Als ihn dann auch noch ein enger Vertrauter verrät, beschließt Berlusconi, sich nicht weiter dem Schicksal zu ergeben und wieder Ministerpräsident zu werden.

Wie es der beknackte Millionär immer wieder geschafft hat, sich in die Regierung wählen zu lassen, ist bis heute ein größeres Geheimnis als das, wer die Modern Talking Platten gekauft hat. Niemand konnte sie ausstehen, aber jede war auf Nummer Eins in den Charts und so ging es auch mit Berlusconi. Angeblich hassten ihn alle, aber es gelangen ihm mehrere Comebacks. Wenn die Italiener sonst keine Politiker hatten in dieser Zeit dann gute Nacht.

Das Ganze funktioniert als Satire auch recht ordentlich und lange Zeit wird auch der Name des Protagonisten gar nicht verraten, aber es ist eben auch ein Paolo Sorenntino Film. Ein Mann der ohne die sozialkritischen Komponenten nicht auskommt und der seinen Werken immer einen gewissen Anspruch verleiht.

LORO geht aber satte 2 ½ Stunden und irgendwann hat man dann doch die ganzen Intrigen und Ereignisse leid. Natürlich hält sich der Regisseur nur an wahre Geschehnisse und das Leben des Berlusconi kann man auch nicht schnell in einigen Minuten abhandeln – mir persönlich geht das ganze aber viel zu lang und manche Dinge wiederholen sich zu oft, zumal die satirische Komponente gegen Ende auch etwas weniger wird.

Eine Bewertung kann ich hier unmöglich abgeben, denn es wird viele geben die davon schwärmen, einige andere werden das ganze viel zu lang und streckenweise auch öde finden, besonders die, die die Geschichte des Berlusconi nicht kennen.

DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT (Universum Film)

am 19. Februar 2019 unter Drama, Komödie, Reviews abgelegt

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Roxy ist neu in der Klasse und gerade von ihrer alten Schule geflogen. Zudem hat sie null Bock auf die anstehende Klassenfahrt nach Berlin. Im Bus freundet sie sich mit dem sensiblen Außenseiter Cyril an, der sie mit seinem Wortwitz überrascht und den sie auch auf Anhieb gerne hat. Doch aufgrund seiner großen Nase, für die er nahezu täglich verspottet wird, denkt er eh, dass er bei ihr keine Chance hat . Roxy scheint sich außerdem mehr für den gutaussehenden Rick zu interessieren, der allerdings ein wenig hilflos wirkt und nicht gerade Intelligenz ausstrahlt. Als auch noch Aufreißer Benno ein Auge auf Roxy wirft und Cyril mitbekommt, dass es eine Wette gibt, wie schnell Benno sie ins Bett bekommt, versucht er Rick zu helfen und schreibt für ihn coole Songtexte und romantische SMS. Doch das erste Date wird natürlich eine Katastrophe und die Chancen von Benno scheinen wieder zu steigen.

Eine romantische Komödie – na da hat man ja hier den richtigen genommen um eine Bewertung abzugeben, denn das ist ein Genre, das mir normalerweise gar nicht liegt. Aber ich bin großer Kämpfer für den deutschen Film, deshalb habe ich mir diesen Streifen dann doch angesehen und war überrascht.

Die Geschichte ist sehr schön erzählt und die Chemie zwischen Luna Wedler und Aaron Hilmer passt einfach perfekt. Zudem gesellt sich mit Damian Hardung einer aus dem Club der roten Bänder dazu, der hier aber einen völlig anderen Charakter spielt.

In den Nebenrollen ist der Film ebenfalls gut besetzt worden. Insbesondere Heike Makatsch als Lehrerin, hat in ihrer rabiaten Art so manche Lacher auf ihrer Seite und Anke Engelke spielt die Mutter von Cyril überraschend zurückhaltend und glaubwürdig.

Was zudem verwundert ist, das in dem Film tatsächlich Musik aus dem Genre Hip-hop dominiert, was nun wahrlich nicht mein Fall ist. Insbesondere das deutsche dümmliche Aneinanderreihen von Fäkaltexten, welches bei den Kiddies heutzutage angesagt ist, nervt mich seit Jahren. Hier aber hat man wirklich gute Songs geschrieben und die Worte sind sehr poetisch und keinesfalls platt.

Das Ende ist von der Idee zwar sehr gelungen, aber sorry Leute, so läuft das im echten Leben leider nicht ab – dies kann ich aus eigenen Erfahrungen berichten und auch mein Umfeld hat diese gemacht. Mehr kann ich nicht dazu sagen, weil ich sonst spoilern würde.

Unter dem Strich ein durchgängig unterhaltsamer Streifen, der zwar im Grunde eine Komödie ist, untergründig jedoch auch Dinge wie Mobbing oder Verrohung der Jugend aufgreift und diese gut in die Geschichte integriert. Auch wenn mir das Ende einen Tick zu weit hergeholt wirkt, kann man hier trotzdem viele Chuckies vergeben, da der Gesamteindruck hervorragend ist.

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DAS HAUS DER VERGESSENEN/MEDIABOOK (Koch Media)

am 31. Dezember 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Das Ghettokind Poindexter, den alle nur Fool nennen, geht auf Raubzug, um Geld für seine kranke Mutter zu besorgen. Mit zwei schrägen Einbrechern macht er sich auf ins schaurige Haus der reichen Robesons – und damit seinem Spitznamen “Fool” alle Ehre: Es entpuppt sich als regelrechte Festung, aus der es kein Entkommen gibt. Bei den Besitzern handelt es sich offensichtlich um ein mordlüsternes, geisteskrankes Geschwisterpaar. Die beiden Kumpels befinden sich bald auf deren Speisekarte, aber Fool bekommt Hilfe von der Tochter der beiden Irren, die im Haus eingesperrt ist, wie auch viele weitere Kinder im Keller-

Zwischen NIGHTMARE 3 und SCREAM, drehte der leider viel zu früh verstorbene Wes Craven noch diesen kleinen Horrorstreifen, der in weiten Teilen eher eine Komödie ist, die aber immerhin doch auch einiges an Blut parat hält. Dazu kommen wirklich witzige Einlagen (der Hund, der ungewollt durch das Haus „skatet“ schießt dabei den Vogel ab).

Ich fand, dass der Streifen, der mittlerweile ja auch schon 27 Jahre auf dem Buckel hat, die Zeit recht gut überstand, auch wenn manche Dialoge natürlich noch den typischen 80er Slang beinhalten und die Überzeichnung des vermeintlichen Ehepaars an manchen Stellen etwas over the top ist.

Jedoch packt Craven in seinen Streifen jede Menge Sozialkritik dazu, die zwar eher unterschwellig vermittelt wird, aber dennoch einen wichtigen Teil einnimmt.

Die Restauration ist mal wieder gut gelungen. Das Bild liefert satte Farben, keinerlei Rauschen und wirklich nur ganz selten kurze Blitzer, die aber glaube ich anderen Menschen, die nicht so genau hinsehen, gar nicht auffallen. Der Ton ist ebenfalls in Ordnung.

Das schöne Mediabook bietet zudem ein Inlay mit Infos zum Film und einigen Bildern. Als Extras gibt es unter anderem einen Audiokommentar von Wes Craven und ein Making of.

Fazit: Erstaunlich gut gealterte Fingerübung des Horrormeisters in einer technisch sehr zufriedenstellenden Variante. Wieso der der Streifen den dämlichen Titel HAUS DER VERGESSENEN trägt, wissen nur die Leute, die ihn 1991 so tauften – er passt nämlich nicht.

HOUSESITTER (Koch Media)

am 03. Oktober 2018 unter Komödie abgelegt

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Eigentlich hat Architekt Newton Davis alles, was er sich immer wünschte. Einen tollen Job, die große Liebe und sogar schon ein gemeinsames Traumhaus. Und dann kommt der große Knall: Becky hat nämlich überhaupt keine Lust zu heiraten und auch nicht mit ihm in diesem Haus zu wohnen. Da steht er nun – fast pleite, denn in dieses Gebäude hat er fast sein ganzes Geld hineingepumpt. Frustriert kommt es danach zu einem One Night Stand mit der Kellnerin Gwen. Das sieht diese aber ganz anders, denn als sie seine Geschichte hört, fährt sie einfach in die Kleinstadt, gibt sich als Ehefrau von Newton aus und zieht auch sofort ins Haus ein. Bis der „Gatte“ dies mitbekommt, hat sie mit ihrem Charme schon alle angesteckt und es scheint kein zurück mehr zu geben.

Wenn es etwas gibt, wo man immer befürchten muss, das es fürchterlich in die Hose geht, sind es Komödien aus den 80ern und Anfang der 90er. Der Humor hat sich heutzutage einfach zu sehr verändert und von wenigen Beispielen abgesehen („Dream Team“, „Immer Ärger mit Bernie“) fragt man sich immer, wieso man das alles mal lustig fand.

HOUSESITTER jedoch besteht den Test of Time erstaunlich gut. Die Dialoge wirken keinesfalls altmodisch und die Geschichte könnte auch heute so gedreht werden.

Goldie Hawn ist hier natürlich in einer Paraderolle zu sein, denn die quirlige, kleine Gattin von Kurt Russell, war schon immer prädestiniert für Komödien und feierte in diesem Genre auch die größten Erfolge, wie auch Steve Martin.

Um beide ist es aber mittlerweile sehr ruhig geworden. Ich kann mich nicht erinnern, einen in den letzten Jahren mal auf der Leinwand gesehen zu haben – wahrscheinlich genießen sie ihre Rente.

Das Bild des Streifens ist in Ordnung, hat in hellen Szenen jedoch hier und da mit Grieseln zu kämpfen, besonders bei den Außenaufnahmen. Der Ton ist in Ordnung, spielt bei einer Komödie aber auch nicht wirklich eine große Rolle.

Fazit: Spritzige und an machen Stellen wirklich urkomische Komödie, deren Ende allerdings ein wenig arg kitschig gerät. Trotzdem wirklich auch heute noch lustig und sehenswert, alleine schon wegen der beiden Hauptdarsteller.

GRINGO (Universum Film)

am 20. September 2018 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Harold Soyinka ging es blendend, als er morgens zur Arbeit aufbrach, doch dann kommt es knüppeldick. Erst erfährt er, das er faktisch pleite ist, danach scheint sich anzudeuten, dass die Firma verkauft werden soll und er seinen Job verliert und dann stellt er auch noch fest, das seine Frau fremdgeht – und das über Skype. Also übernimmt Harold die Initiative und täuscht eine Entführung vor, denn für gewisse Leute kann der gute durchaus gefährlich werden, denn er hat seit Jahren im Rahmen der Firmentätigkeit mit einem mexikanischen Drogendealer zusammengearbeitet – selbstverständlich ohne das zu wissen. Dieser benötigt aber ebenfalls seine Dienste und hält ihr für den Chef des Unternehmens. Und dann hetzt ihm sein wirklicher Boss auch noch seinen Bruder auf die Pelle, einen ehemaligen Söldner. So wird er plötzlich von der halben Welt gejagt – ohne genau zu wissen warum.

Diese Ausgangslage führt dann zu recht unterhaltsamen Abschnitten, in denen David Oyelowo als harmloser und hilfloser Angestellter, durchaus komödiantisches Talent beweist, obwohl er in der Vergangenheit doch eher anspruchsvolle Filme drehte. (NINA oder SELMA seien hier erwähnt)

Auch der Rest des Castes ist wahrlich hochkarätig. Charlize Theron, Joel Edgerton, Amanda Seyfried und einige andere mehr, tauchen hier teilweise sogar nur in kleineren Rollen auf.

Das Drehbuch ist fein ausgeklügelt, denn die ständig vorhandenen Wendungen sind nur schwer zu erahnen und gerade gegen Ende wird es dann komplett chaotisch, wobei das Wort in diese Fall positiv gemeint ist.

Allerdings dauert es ein wenig bis der Streifen in die Gänge kommt und man auch die Geschichte durchschaut. Zudem ist es gar nicht so einfach GRINGO einem Genre zuzuordnen. Actionkomödie triffts wohl am ehesten, wobei auch durchaus Thrillerelemente vorhanden sind.

Der Film ist an manchen Stellen überraschend brutal. Das fällt einem im ersten Moment gar nicht so sehr auf, doch wenn man mal genauer drüber nachdenkt, gibt es schon einige Szenen (Stichwort Kopfschuss oder großer Fußzeh) die nicht ohne sind. Von daher geht die FSK-Freigabe 16 auch durchaus in Ordnung.

Leider nimmt der Trailer in diesem Fall wieder zu viel vorweg und nahezu alle guten Szenen sind da bereits vorhanden. Ein Phänomen, das sich insbesondere bei Horrorstreifen oft beobachten lässt und da frage ich mich schon, wer so etwas zusammenschneidet.

Ich habe diesen erst im Nachhinein gehen und konnte ohne vorgefertigte Meinung oder Wissen an GRINGO herangehen und bin insgesamt positiv überrascht, denn insbesondere gegen Ende ist das Drehbuch, wie bereits oben kurz erwähnt, extrem pfiffig.

Sehen aber nicht alle so, denn die Durchschnittsbewertungen im Internet sind nicht besonders gut, was ich nicht verstehen kann. Ich fand GRINGO sehr unterhaltsam.

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DER GROSSE EISENBAHNRAUB (Koch Media)

am 24. Mai 2018 unter Klassiker, Komödie, Suspense abgelegt

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Der Londoner Gentleman-Ganove Edward Pierce plant mal wieder einen Coup, diesmal soll dieser aber ein besonderer sein. Als erster Dieb will er Mitte des 19. Jahrhunderts einen fahrenden Zug um eine größere Ladung Goldbarren erleichtern. Hilfe bekommt er hierbei von seinem alten Kumpel Robert Agar und seiner Geliebten Miriam. Doch das Unternehmen gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Was soll ich hier noch mehr schreiben, die meisten dürften diesen Film eh kennen, in dem Michael Crichton, der die Vorlage schrieb, auch selbst Regie führte und einen erstaunlichen Cast auf die Beine stellte.

Sean Connery, Donald Sutherland und die damals noch relativ unbekannte Lesley-Anne Down, die später durch FACKELN IM STURM Berühmtheit erlangte, sind mit dabei.

An manchen Stellen wirkt der Streifen zwar etwas antiquiert (und das nicht nur weil er um 1850 spielt), insgesamt bietet er aber auch nach 40 Jahren noch durchaus solide Unterhaltung mit Sean Connery in einer Paraderolle.

Das Bild ist für Koch-Verhältnisse nicht so gut wie gewohnt. Man sieht doch in vielen Szenen einiges an Grieseln, Filmblitzer sind keine zu erkennen , aber das Ausgangsmaterial scheint in diesem Fall recht schlecht gewesen zu sein. Der Ton hingegen schallt in ordentlichem 2.0 durch die Boxen, was völlig in Ordnung geht, denn die Aufmotzung auf Dolby 5.1 oder noch höher klingt meistens gekünstelt.

Für Freunde des Streifens eine solide Veröffentlichung, mit einem Starensemble der Extra-Klasse.

HOUSE HARKER (Koch Media)

am 02. Mai 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Die Brüder Charlie und Gerry Harker sind direkte Nachkommen des legendären Vampirjägers Jonathan Harker. Doch ihr Glaube an die Familiengeschichte rund um die Jagd auf Vampire macht sie in der heutigen Zeit nicht zu Helden, sondern zum Gespött der Stadt. Zudem gehen die Gelder aus und das Haus soll verkauft werden. Da kommt man auf eine geniale Idee. Mit Hilfe eines Schauspielers soll die Jagd auf einen „echten“ Vampir realisiert und gefilmt werden, was sicherlich mit einer netten finanziellen Spritze verbunden ist. Pech ist aber, das der engagierte Schauspieler wirklich auf der Hinfahrt auf einen Vampir trifft und dieser ihn um die Ecke bringt. Nun wartet eben ein echter Blutsauger auf die ahnungslosen Harkers…

HOUSE HARKER springt so ein wenig auf den Humor von TUCKER UND DALE auf, ohne jedoch dessen Qualität zu erreichen. Dafür sind leider einige Witze ziemliche Rohrkrepierer, andere komischerweise erstaunlich lustig. Ob da wieder die deutsche Synchronisation schale Gags eingebaut hat – es steht zu befürchten?

Die Idee an sich ist ganz putzig und das Finale ist mit der FSK Freigabe 16 fast schon grenzwertig. Vor 10 Jahren wäre der nicht mal ungeschnitten durchgegangen, doch bei Horrorkomödien ist man in der letzten Zeit doch etwas gnädiger geworden.

Die Charaktere sind zwar nicht wirklich glaubwürdig und die Nummer mit dem Stift hinter dem Ohr ziemlich bescheuert, dem entgegen stehen aber auch ein paar wirklich gelungene Einfälle.

Solche Filme sind dann immer schwer zu bewerten. Zudem tue ich mich grundsätzlich schwer mit Komödien aus dem Horrorgenre, weil sie einfach oft zu sehr in Quatsch abdriften. Dieser Film findet eine gesunde Mitte und ist recht unterhaltsam, wenn auch nicht der ganz große Wurf.

Scheinbar sind viele aber nicht meiner Meinung, denn die Kritiken in Internet sind erstaunlich gut.

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AMERICAN PSYCHO 2 (Koch Media)

am 17. April 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Die beinahe tödlich verlaufene Begegnung mit dem Ur-Psycho Patrick Bateman hat die junge Rachael Newman nachhaltig geprägt: Fasziniert von Mördern und deren Taten will sie an der Universität bei Ex-Agent Starkman alles dafür tun, um FBI-Profilerin zu werden. Ein Ziel, für das sie bald schon in die Fußstapfen ihrer Forschungsobjekte tritt und vom Opfer zur atemberaubend schönen Täterin wird…

Soweit der Pressetext, den ich mal dreist übernommen habe, einfach weil er alles gut zusammenfasst und der Streifen auch den meisten bekannt sein dürfte, da er immerhin schon 15 Jahre auf dem Buckel hat.

Das Problem für die damals vernichtenden Kritiken war sicherlich nicht der Film an sich, sondern die völlig beknackte Herleitung zu Bateman. Da wollte man nochmal schnell Geld verdienen und die meisten fielen ja auch darauf rein. Abgesehen von den ersten dusseligen 5 Minuten hat der Film aber GAR nichts mit dem ersten Teil zu tun und die sind auch an den Haaren herbeigezogen.

Betrachtet man den Streifen jedoch als völlig eigenständigen Film ist er durchaus unterhaltsam. Zudem handelt es sich hierbei ganz klar um eine Horrorkomödie, denn hier sind deutlich mehr Gags vorhanden, als das Spannung aufgebaut wird

Sogar Antischauspielerin Mila Kunis macht ihre Sache ganz ordentlich und William Shatner sieht man eh immer wieder gerne. Dazu gibt es ein recht originelles Ende.

Wäre der Film unter einem anderen Namen erschienen, hätte man ihn sicher besser befunden. Daher bezieht sich meine Bewertung auch auf den Streifen selbst und da dieser durchaus unterhaltsam ist gebe ich…

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VICTOR CROWLEY (Tiberius Film)

am 14. Februar 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Zehn Jahre scheint der legendäre Axtmörder Victor Crowley nun tot zu sein. Der damals einzige Überlebende Andrew hat sich ganz gut vermarktet und gerade sein neuestes Buch veröffentlicht. Jedoch denken viele, das Crowley nur eine Erfindung ist, und das Andrew damals die Morde begangen hat. Dann bekommt er ein Angebot, das er nicht ablehnen kann, denn damit sein Buch ein Erfolg wird, fliegt er mit seiner Verlegerin zurück in die Sümpfe. Mit an Bord ist auch seine Ex-Frau, die eine bekannte Moderatorin ist und deren Team. Dann stürzt das Flugzeug ab. Die Passagiere überleben, müssen aber schnell erfahren das Crowley mitnichten nur eine Legende ist.

Eigentlich wollte ich mir diesen Streifen gar nicht ansehen, denn ich fand das Original schon nicht so pralle und die Fortsetzungen habe ich mir auch geschenkt. Aber da die Bewertungen ganz gut waren, hab ich mir das doch gegeben und wurde überrascht, denn der Streifen bietet erstaunlich gute Unterhaltung.

Das liegt ganz einfach daran, das er sich absolut nicht ernst nimmt und eher eine Komödie ist, denn ein Horrorfilm, der mich in Sachen Humor an Tucker und Dale erinnert, allerdings extremst brutal ist. Ob dieser Streifen so über die FSK kommt (ich sah ein Vorabpromo) wage ich noch zu bezweifeln, denn hier geht’s doch heftig zur Sache.

Insbesondere in den letzten 30 Minuten ist die Gagdichte wirklich extrem hoch und ich musste mehrfach laut lachen, insbesondere wenn Dillon, einer der Darsteller seine Bemerkungen abschießt. Auch die Dialoge, der sich teilweise spinnefeinden Anwesenden in dem abgestürzten Flugzeug sind wirklich humorvoll angelegt.

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Wer gerne brutale Horrorkomödien schaut, kann hier eigentlich nichts falsch machen, auch wenn der Streifen nur als solche funktioniert, denn wirklich spannend ist der Film nicht. Da er diesen Anspruch aber auch nicht stellt, gebe ich dafür überraschend gute

GRIDLOCK´D (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Action, Komödie abgelegt

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Als Jazzmusikerin Cookie auch mit Drogen anfängt und sich fast eine Überdosis einwirft, beschließen die beiden Kumpels Spoon und Stretch, nun endlich clean zu werden um nicht so zu enden wie ihre Freundin. Doch so leicht ist das gar nicht, denn in Amerika bekommt man nicht so leicht Hilfe, sondern wird von einem Amt zum nächsten geschickt und keiner fühlt sich richtig zuständig. Noch komplizierter wird es, als das Loser-Pärchen mehr oder minder aus Versehen mit zwei recht fiesen Killern in Kontakt kommt, die ihnen fortan auf der Spur sind.

Was sich nach einem Thriller oder einem Drama anhört, ist in Wirklichkeit eine recht amüsante Komödie, was in diesem Fall auch die Stärke des Streifens ist, der ein ernstes Thema eher locker präsentiert Das ging in der jüngeren Filmhistorie schon öfter schief, doch 1996, als der Film entstand, war das Lebensgefühl auch noch ein etwas anderes als heute.

2 PAC, der kurz nach Drehschluss erschossen wurde, bietet eine erstaunlich gute schauspielerische Leistung, was neben einem so brillanten Mimen wie Tim Roth gar nicht so leicht ist.

Erstaunlich auch, das der Streifen heute noch genauso funktioniert und nicht dem berüchtigten TEST OF TIME zum Opfer fällt, wie es vielen Filmen ergeht. Gerade die Sachen aus den 80er und den frühen 90ern kann man heute teilweise gar nicht mehr anschauen,weil die Dialoge so behämmert sind.

Zu erwähnen ist unbedingt noch, das die Bildqualität sensationell ist und ich in letzter Zeit einige Neuheiten gesehen habe, die da nicht annähernd mithalten können. Die Farben wirken natürlich und es ist nicht der Hauch eines Rauschens zu erkennen. Auch wenn GRIDLOCK`D „erst“ 20 Jahre alt ist habe ich aus dieser Zeit da schon ganz andere Katastrophen auf meinem Plasma ertragen müssen.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, dem die Zeit nichts ausgemacht hat und eine sehr überraschende gute schauspielerische Vorstellung des farbigen Protagonisten. Daher können Fans des Films hier bedenkenlos zugreifen, insbesondere weil die technische Seite absolut hervorragend ist.