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Archiv der Kategorie 'Klassiker'

DER GLÄSERNE SCHLÜSSEL (Koch Media)

am 11. Mai 2016 unter Klassiker abgelegt

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Mit der Senatorentochter Janet Henry als künftiger Gattin hofft der schmierige Politiker Paul Madvig , seine kriminelle Vergangenheit gegen eine rosige Zukunft an der Spitze Baltimores eintauschen zu können. Aber Madvigs Berater Ed Beaumont wittert ein doppeltes Spiel, das mörderische Züge annimmt, als man den Mord an Janets Bruder Taylor plötzlich Madvig in die Schuhe schieben möchte.

Teil 22 der mittlerweile beliebten FILM NOIR Reihe von Koch und wie immer bei solch Filmen bin ich ausnahmsweise mal zu jung um diesen zu kennen.

Überraschenderweise kann man diesen aber sehr gut schauen und er wirkt nicht annähernd so alt wie er letztendlich ist, nämlich aus dem Jahre 1942!!!! Ich hätte ihn vom Stil in die 60er gepackt.

Alan Ladd, der den Handlanger des Gangsterbosses gibt, ist sogar mir bekannt, obwohl er sich schon früh, im Alter von gerade mal 50 Jahre mit Schmerzmittel und Alkohol ins Nirwana beamte.

Die Bildqualität ist in einem anständigen Bereich – es grieselt zwar ein bisschen, aber das ist für einen Film der so alt ist absolut in Ordnung und vergleicht man ihm mit dem WARNER-Unverschämtheitsrelease von DIE 12 GESCHWORENEN sieht er sogar brillant aus. Die Stimmen kommen absolut klar und ohne jegliche Nebengeräusche aus den Boxen.

Für Sammler der Reihe sicher wieder eine Perle, zumal meine Recherchen im Internet ergeben haben, das der Film tatsächlich als Klassiker gilt. Dazu gibt es wie immer ein wunderschönes Booklet mit Hintergrundinformationen. Sehr gutes Gesamtpaket.

DER POLYP (Koch Media)

am 26. April 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Koch Media beglückt uns in regelmäßigen Abständen mit seiner Reihe CREATURE FEATURE und buddelt dafür Filme aus, die die meisten schon vergessen haben oder wollten, so wie den trashigen IN DER GEWALT DER RIESENAMEISEN. Auch DER POLYP ist von der gleichen Machart, aber erstaunlicherweise mit John Huston, Bob Hopkins und Henry Fonda gut besetzt. Ob letzterer gerade in Geldnot war ist nicht überliefert, liegt aber nahe.

Ocean Beach ist ein echter Anziehungspunkt für Erholungssuchende, doch dann verschwinden plötzlich viele der Gäste. Meeresbiologe Dr. Turner findet heraus, das ein ziemlich fieser Tintenfisch diese holt und abnagt. Das Tierchen ist etwas aus der Art geschlagen, weil eine Baufirma die Bucht verseucht hat und das Vieh mutiert ist. Gerade jetzt steht die große Segelregatta an…

Über die Qualität dieses Streifens will ich mich nicht auslassen. Das schlimmste ist die grässliche Musik, die man schon aus den Giallos der 70er kennt.

Die technische Seite ist, wie man es von KOCH fast schon kennt, erstaunlich gut. Zwar konnte man einige Blitzer nicht entfernen, aber ansonsten macht das Bild auf dem HD-Beamer eine erstaunlich gute Figur. Sauber, vielleicht einen Tick zu hell, aber nicht schlechter als eine ordentliche DVD. Die Dialoge kommen klar und verständlich aus den Frontboxen

Da ich weiß, das es viele Sammler solch recht kruder Machwerke gibt, können die gerne zuschlagen, denn wie bereits erwähnt ist die Blu Ray technisch absolut in Ordnung. Über die Qualität des Films lasse ich mal nicht aus, aber man sollte schon eine gewisse Vorliebe für extremen Trash mitbringen :o )

PRISON (Koch Media)

am 25. Februar 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Die Handlung dieses Streifens dürfte den meisten hinlänglich bekannt sein. Ein ehemals stillgelegter Gefängniskomplex wird wieder eröffnet und mit neuen Gefangenen belegt. Doch in den Räumlichkeiten geht noch ein böses Etwas um, das hier auf dem elektronischen Stuhl hingerichtet wurde und meuchelt lustig Wärter und Gefangene:

Der Film lief laut Regisseur Harlin, der in einem langen, sehr interessanten Interview, aus dem Nähkästchen plaudert, niemals in irgend einem Kino, gelangte aber durch die VHS-Auswertung zu einer großen Bekanntheit. Für ihn ein Glücksfall, bekam er danach doch fette Aufträge wie DIE HARD 2 oder CLIFFHANGER, die riesige Summen einspielten. Auch heute dreht der Finne noch Filme, die partiell durchaus gelungen sind , aber nicht mehr zu den Blockbustern zählen.

Ebenfalls als Glücksfall erwies sich das ganze für Viggo Mortensen, der hier seine erste Rolle hatte (sieht man von Kurzauftritten ab). Für ihn startete mit PRISON eine erfolgreiche Karriere, die bis heute anhält. Vielleicht wäre er ohne ihn nie entdeckt worden.

Das Mediabook ist sehr schön gestaltet. Das Booklet enthält allerlei Informationen um den Film und den teilweise chaotischen Dreh, da es an Geld mangelte.

Es gibt den Streifen als DVD/BLU RAY und eine Bonus DVD, mit oben erwähntem Interview und einigen weiteren Extras, wie ein Making of und 2 Musikvideos.

Die Bildqualität ist durchwachsen. Positiv ist anzumerken, das es hier nahezu kein Grieseln gibt und auch Filmblitze sind nicht zu erkennen. Insgesamt ist das Bild aber doch sehr weichgezeichnet und partiell übertrieben hell. Vielleicht war dies die einzige Möglichkeit, aus dem Master noch das beste herauszuholen, denn immerhin ist der Film auch schon fast 30 Jahre alt. Solide aber nicht überragend, wobei ich immer wieder dazu sagen muss, das ich Filme auf einem ganz ordentlichen HD-Beamer schaue, was bei solch alten Streifen immer etwas problematisch ist. Ich denke auf einem TV macht er sicher einen deutlich besseren Eindruck.

Der Ton hingegen ist ordentlich. Natürlich kann man hier keine Wunderdinge erwarten, aber gerade in den spannenden Szenen scheppert es ab und an ganz gewaltig in den Boxen. Dazu gesellt sich ein ziemlich cooler Soundtrack, der von keinem geringeren als Charles „PUPPET MASTER“ Band geschrieben wurde. Sein Bruder hat den Streifen auch produziert.

Insgesamt eine durchaus gelungene Veröffentlichung, mit leichten Schwächen beim Bild. An den Extras, dem Ton, der inneren Aufmachung und der schicken Verpackung gibt es allerdings absolut nichts auszusetzen.

80`s SPECIAL / FLETCH 1+2 / STINGRAY (Koch Media)

am 04. Februar 2016 unter Klassiker, Komödie, Thriller, mystery abgelegt

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Und wieder einmal wühlen die Leute von KOCH MEDIA in den Annalen der Filmgeschichte herum. Gefunden hat man diesmal 2 Filme und eine TV-Serie, mit der ich auch beginne.

STINGRAY brachte es damals trotz guter Kritiken nur auf 2 Staffeln. Man wollte eine Serie schaffen, die ein wenig im Fahrwasser von Sachen wie “Hardcastle and Mc Cormick” oder “Trio mit vier Fäusten” mitschwimmen sollte.

Dazu verpflichtete man die damals schwer angesagten Komponisten Post und Carpenter, die den passenden Soundtrack dazu liefern sollten.

Die Grundidee war simpel. Ein geheimnisvoller Fremder der in einem Stingray durch die Gegend kurvt übernimmt Fälle von Klienten, die ein Problem haben . Er verlangt kein Geld, aber irgendwann kommt er wieder auf sie zu, und sie müssen ihm dafür einen Gefallen tun.

Also ich saß damals als Steppke jedes mal vor einer neue Folge. Ob diese heute noch fasziniert, überlasse ich jedem selbst.

Das Bild hat 4:3 Format, was mein Beamer nicht wirklich mag – da wirkt die Quali sehr ordentlich. Vom Ton sollte man keine Wunder erwarten, aber ich finde immer das man bei so alten Sachen auch nicht zu viel rumfummeln sollte, das wollen die Fans meist gar nicht.

FLETCH der Troublemaker, war damals eine Paraderolle für Chevy Chase, der den Reporter zweimal gab.

Der erste Teil war etwas besser als der zweite, weil die Story origineller war.

Obwohl ich mir normalerweise bei so alten Filmen eine Bewertung verkneife, will ich in diesem Fall anmerken, das einige Gags heute absolute Rohrkrepierer sind, andere mich allerdings mehrmals zum Lachen brachten und das in beiden Teilen. Ich denke allerdings, das da damals auch einiges bewusst „witzig“ synchronisiert wurde, ähnlich wie bei „Die 2“.

Das Bild ist ein wenig verwaschen, aber macht eine sehr ordentliche Figur – und das auf einem HD-Beamer. Grieseln ist eigentlich gar keins zu erkennen und die Filme haben sehr gute DVD Qualität.

Für Chevy Chase Fans ein Pflichtkauf. Immer noch lustig: Die Kreditkarte von Mister Underwood :o )

SPUREN AUF DEM MOND (Koch Media)

am 26. Januar 2016 unter Klassiker abgelegt

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SPUREN AUF DEM MOND markiert den Glücksfall eines Giallo, der allein durch seine Stilistik, die träumerischen Bilder von Kameramann Vittorio Storaro (Oscarpreisträger für APOCALYPSE NOW), den Soundtrack von Nicola Piovani und seine fantastische Darstellerin Florinda Bolkan mehr Sogkraft entwickelt, als dies jeder noch so blutige Mord tun könnte. Puzzlestück für Puzzlestück setzt sich dabei die mysteriöse Handlung bis zu einem brillanten Ende zusammen, das noch lange beim Zuschauer nachwirkt.

So der offizielle Pressetext, der den Film als grandioses Meisterwerk darstellt. Ich persönlich habe ihn zum ersten Mal gesehen und fand ihn durchaus spannend, wenn ich auch nicht wirklich auf solch alte Filme stehe und auch dem Genre des Giallo nicht so zugeneigt bin wie viele andere.

Die Geschichte der Dolmetscherin Alice, der 3 Tage ihres Lebens komplett fehlen und die immer wieder von einen merkwürdigen Traum heimgesucht wird, der zeigt, wie ein Astronaut auf dem Mond zurückgelassen und dem sicheren Tod überlassen wird, war für die damalige Zeit sicher ungewöhnlich. Der ganze Film hat teilweise Züge von den nicht ganz so schrägen Lynch-Streifen und eine gute Hauptdarstellerin zu bieten. Dazwischen hat unser Oberirrer Klaus Kinski immer mal wieder prägnante Auftritte. Einige Teile des durchaus komplexen Puzzles muss sich der Zuschauer aber selbst zusammensetzen.

Die Bildqualität ist von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen sehr ordentlich. Nur bei machen Einstellungen grieselt es etwas und die Farben sind ein wenig verwaschen. Alles in allem aber durchaus liebevoll restauriert. Der Ton bietet grundsolides 2.0, die Stimmen sind ganz klar verständlich.

Das Mediabook von KOCH hingegen kann man nur als großartig bezeichnen. Hier gibt es den Film als DVD und BLU RAY, dazu den etwas älteren Streifen des gleichen Regisseurs LA DONNA DEL LAGO ebenfalls in beiden Formaten und als fünfte Disc noch ein ausführliches Interview mit dem damaligen Kameramann Storaro – das ganze in einem sehr schönen Mediabook verpackt und einem informativen Booklet versehen. Mehr geht nun wirklich nicht.

Fans dieses Films werden vielleicht beim Preis erst einmal schlucken, aber ich kann mit Fug und Recht behaupten, das man sich hier bei KOCH extrem viel Mühe gegeben hat, um den Sammler glücklich zu machen.

KAMPFSTERN GALACTICA – PILOTFILM /SATURN 3 /ZARDOZ (Koch Media)

am 13. Oktober 2015 unter Klassiker abgelegt

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KOCH MEDIA hat sich gedacht, mal wieder 3 Klassiker der Filmgeschichte im schicken Steelbook auf Blu Ray zu veröffentlichen.

Der erste ist der Pilotfilm der erfolgreichen Fernsehserie KAMPFSTERN GALACTICA, den es vorher wohl in der kompletten Synchro noch nicht gab. Das Bild wurde hierbei ordentlich aufgearbeitet, besonders in den Szenen im Innenraum ist die Qualität gelungen. Der Ton ist ebenfalls ansprechend und wurde ein wenig aufgemotzt. Die Dialoge kommen klar aus den Lautsprechern. Putzig sind die Knallgeräusche im Weltraum, wenn Raumschiffe explodieren. Das es dort keinen Schall gibt, wusste man wohl 1978 noch nicht :o )

Im Sachen Ton weiß auch ZARDOZ zu überzeugen, ein etwas kruder Endzeitfilm, der allerdings Kultcharakter besitzt und mit Sean Connery und einer sehr jungen Charlotte Rampling außergewöhnlich gut besetzt ist. Regisseur war John Boorman, dessen bekannteste Werke wohl Exorzist 2, Beim Sterben ist jeder der erste und der tolle, leider nie veröffentlichte Rangoon sein dürften, mit einer ebenfalls jungen Patricia Arquette. Das Bild ist in Außenaufnahmen besonders am Himmel etwas grieselig, hat aber keine Aussetzer in Form von Blitzern oder Dreck.

SATURN 3 gilt ebenfalls als Kultstreifen und ist mit Kirk Douglas, Farrah Fawcett und einem jungen Harvey Keitel, mit einer seiner blödesten Frisuren ebenfalls erstaunlich gut besetzt. Von den dreien hat an diesem der Zahn der Zeit am wenigsten genagt, denn der Film ist auch heute noch gut anschaubar, ohne das man dauernd aufgrund der Effekte grinsen muss. Die Klamotten sind allerdings unterirdisch. Der Ton ist solide. Das angegebene DTS darf man natürlich nicht mit dem der heutigen Zeit vergleichen. Das Bild ist relativ gut, an manchen Stellen ein wenig verschwommen, aber überwiegend mehr als ordentlich restauriert.

Die 3 Steelbooks sind alle schick aufgemacht und ein Hingucker in der Sammlung. Ob man diese Filme heute noch braucht/mag sei allerdings jedem selbst überlassen, da mische ich mich nicht ein, sonst wird der Chucky noch selbst gekillt. Die technischen Voraussetzungen sind zumindest überdurchschnittlich, insbesondere wenn man das Alter der Filme zugrunde legt.

DOOGIE HOWER STAFFEL 1 – 4 (Koch Media)

am 13. Oktober 2015 unter Klassiker, TV-SERIE abgelegt

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Douglas „Doogie“ Howser ist ein Genie und Wunderkind. Für die Highschool hat er gerade mal 9 Wochen gebraucht und nach gelungenem Medizinstudium praktiziert er als Arzt. mit gerade mal 16 Jahren, bereits im Eastman Medical Center in Los Angeles. Obwohl er in seinem jungen Alter schon sehr viele Menschen behandelt und/oder ihnen das Leben gerettet hat, ist und bleibt er trotzdem ein ganz normaler Teenager mit den banalen Problemen, die eben jemand in dem Alter so hat. Die erste Freundin, der erste Kuss, der erste Sex……sein bester Kumpel ist der von sich selbst überzeugte, aber im Endeffekt in Sachen Frauen meist versagende Vinnie Delphino. Jeden Abend hält Doogie in seinem elektronischen Tagebuch fest, was er erlebt hat – und das ist eine Menge, denn insgesamt brachte es die Serie auf fast 100 Folgen.

Das lag vielleicht auch daran, das jede Episode nur etwa 25 Minuten lang ist, und man in dieser Zeit so viel nicht erzählen kann.

Ich habe in der Jugend fast alle Folgen gesehen. Die ersten beiden Staffeln sind super, die Staffeln 3 und 4 einen Tick schlechter, weil den Autoren ein wenig die Ideen ausgingen und sich das ein oder andere dann eben doch wiederholte.

Trotzdem schaffte es die Serie damals auf Platz 1 meiner persönlichen Hitliste, weil die Grundidee eines Teenagers mit all seinen kleinen und großen Problemen und der Verbindung des Arztseins viel Potenzial beinhalte.

Doogie wird von Neil Patrick Harris gespielt, um den es danach etwas ruhiger wurde, der aber immerhin Nebenrollen in Filmen bekam, bevor er in HOW I MET YOUR MOTHER wieder riesige Triumphe verbuchen konnte und gar einen Stern auf dem HALL OF FAME bekam.

Sein Kumpel Max Casella sah man eigentlich auch nur noch in Nebenrollen, bis er in den SOPRANOS auftauchte und dort 29 Folgen dabei war. Beide sind mittlerweile deutlich über 40 Jahre alt (hach wie die Zeit vergeht).

Der Ton der Serien ist grundsolide und klar verständlich, während das Bild doch bestenfalls gutes VHS-Niveau besitzt und auf meinem Beamer komplett untergeht – auf meinem Fernseher ist es noch erträglich. Da hätte man doch noch ein bisschen was rausholen können. Auf der anderen Seite bringt das auch den Charme der späten 80er wieder zurück ins Wohnzimmer.

Ob man die Serie heute mag, wenn man sie zum ersten Mal sieht, vermag ich nicht zu beurteilen. Fans von damals wird sie auch jetzt noch gefallen.

DUELL (Universal Pictures)

am 09. Juni 2015 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Wie jeden Tag ist Mr. Mann unterwegs um Geschäfte unter Dach und Fach zu bringen und fährt auf einer dieser endlosen,einsamen Straßen. Dabei überholt er einen riesigen Laster, dem das gar nicht gefällt, denn der lässt sich nicht abschütteln und ist durchaus nachtragend. Bald wird Mann von dem Truck gejagt, der anscheinend auch bereit ist, ihn umzubringen…

Dies nur als kurze Zusammenfassung, denn diesen Streifen dürfte sicher jeder kennen- so oft wie er schon im TV kam.

Hier liegt allerdings die deutlich längere Fassung vor. DUELL war nur auf 73 Minuten ausgelegt, weil er für eine Reihe von TV-Filmen vorgesehen war, die eben damals immer die Laufzeit haben sollten.

Die zusätzlichen Szenen wurden im Nachhinein für die DVD-Auswertung hinzugefügt.

In Sachen Ton ist das ganze überraschend gut gelungen und wurde auf 5.1. aufgemotzt, wobei auch dies natürlich nur bedingt stimmt und nicht mit heutigen Filmen zu vergleichen ist. Vielen wird jedoch missfallen, das es sich hier um eine Synchronisation handelt, die noch recht neueren Datums ist. Das gleiche Problem hatte Universal auch schon bei DER WEISSE HAI, bei der auch viele rummotzten. Das Bild ist ordentlich, hat aber doch mit einiger Körnung zu kämpfen, geht für einen 42 Jahre alten Streifen jedoch absolut in Ordnung.

In den Extras erfährt man von Steven Spielberg persönlich witzige und unterhaltsame Infos zu dem damaligen Dreh und er verrät uns Tricks, wie man einen Film mit nur wenigen Handgriffen deutlich verlängern kann. Diese Doku ist für Filmfreaks durchaus interessant, wie eben auch die lobenswerte Langfassung, die doch einige Szenen mehr (zum Beispiel die am Bahnübergang) bereithält.

Für Fans des Streifens eine absolut würdige Veröffentlichung.

PIRANHAS (Koch Media)

am 09. Juni 2015 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Die Geschichte dieses Streifens ist zwar hinreichend bekannt, dennoch hier noch eine kurze Zusammenfassung:

Auf der Suche nach zwei verschwundenen Personen stoßen Paul und Meggie auf ein geheimes Regierungsprojekt und lösen versehentlich eine Katastrophe aus, als sie in einem Becken das Wasser ablaufen lassen, denn nun wurden eine Menge netter Piranhas ins Freie gelassen, die mächtig Appetit haben. Da kommen Ihnen doch die vielen Besucher einer Freizeitanlage gerade gelegen. Die beiden versuchen das schlimmste zu verhindern.

Der damals noch komplett unbekannte Joe Dante wurde mit der Regie beauftragt. Produzent war Roger Corman, so das man schon erahnen kann, das der Streifen eher ein kleiner B-Movie war, der es jedoch zu überraschendem Kultstatus brachte.

Die vorliegende LIMITED COLLECTORS EDITION von KOCH bietet jede Menge fürs Geld.

Neben dem ungeschnittenen Streifen gibt es eine unterhaltsame Dokumentation über Roger Corman, den König der B-Movies.

Auf Disc 3 befinden sich:

    Exklusives Featurette “They are eating the guests” mit Regisseur Joe Dante
    Exklusives Featurette “Piranha-Symphonie” mit Komponist Pino Donaggio
    Audiokommentar von Joe Dante und Produzent Jon Davison
    Making of
    Outtakes
    Deutscher und englischer Trailer
    „Trailers from Hell”-Kommentar von Jon Davison
    Preisverleihung auf dem Festival von Sitges mit Joe Dante und Darsteller Dick Miller
    Radio- und TV-Spots
    Geschnittene Szenen
    Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

Das alles in einem wunderschönen Mediabook mit einem dicken Inlay mit weiteren Infos.

Die Aufbereitung des Tons ist alles in allem solide, aber nicht überragend. Das Bild macht da schon einen besseren Eindruck. Die Farben sind zwar etwas blass, aber das Hintergrundrauschen hält sich in Grenzen. Natürlich ist das keine Blu Ray, die man mit heutigen vergleichen kann, aber für so einen alten Film gut restauriert.

Es gibt auch eine abgespeckte Variante, aber Sammler sollten hier zugreifen, da das Gesamtpaket wirklich gelungen ist.

DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR C. (Koch Media)

am 20. Mai 2015 unter Klassiker abgelegt

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Während eines Booturlaubes gerät Scott Carey in radioaktiven Nebel. Einige Wochen später beginnt er plötzlich zu schrumpfen. Seine Kleider werden ihm zu groß, seine Gattin überragt ihn bald und wiederum einige Wochen später ist er so klein, das eine Puppenstube sein neuer Wohnsitz wird. Doch eines Tages kommt die böse Katze und fummelt an seinem Domizil herum. Er flüchtet in den Keller. Doch da warten weitere Gefahren auf ihn – zudem hat er bald extremen Hunger doch der einzige Weg zu etwas essbarem führt vorbei an einer riesigen Spinne.

Jack Arnold war ja in den 50ern ein absoluter Meister des Horrorfilms und viele seiner Streifen sind Kult geworden, So auch dieser hier, der aufgrund seiner Geschichte und der Dramatik, eigentlich als sein bester gilt.

Was mir an einem 60 Jahre altem Film extrem imponierte war, das die Effekte auch heute auf keinen Fall lächerlich wirken. Natürlich ginge das heute alles perfekter und einigen Stop/Motion Sequenzen sieht man das Alter schon an, aber im Gesamteindruck ist es fast unfassbar das dieser Streifen schon so alt ist. Damals gab es noch keine Effekte am Computer, also musste man sich die Arbeit machen, die Gegenstände um den Hauptdarsteller herum riesig zu bauen.

Auch der Kampf mit der Spinne wirkt nicht so antiquiert wie man meinen sollte und zählt auch zum Highlight des Streifens. Das Vieh ist wirklich ekelhaft.

Tonal präsentiert man das ganze in ordentlichem Stereo, die Stimmen dringen klar und deutlich aus den Boxen. Das Bild eines so alten Filmes auf einem Beamer zu beurteilen ist eigentlich unfair und griselt anfangs stark, doch nach etwa 15 Minuten wird die Qualität immer besser und sieht zum Beispiel wesentlich detailreicher aus, als so mancher lieblos restaurierte WARNER Titel.

Ob einem der Streifen heute noch zusagt muss jeder für sich entschieden. ich war sehr überrascht, wie gut er gealtert ist.