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Archiv der Kategorie 'Klassiker'

THE SECT (Koch Media)

am 06. Dezember 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Zwei scheinbar unzusammenhängende Ereignisse – ein mysteriöser Besucher in einer Hippie-Kommune der 70er und ein grausamer Mord im Frankfurt der frühen 90er – ebnen der Geburt des Leibhaftigen den Weg. Das weiß die junge Miriam noch nicht, als sie kurz darauf beinahe den mysteriösen Moebius Kelly über den Haufen fährt. Sie nimmt den alten Mann vorübergehend bei sich auf und wird als Werkzeug und Gefäß für die Pläne einer satanischen Sekte zunehmend zwischen Traum und Realität zerrieben.

Das trifft es eigentlich ganz gut und da hat man sich ausnahmsweise auch mal Mühe gegeben, denn viele Pressetexte sind einfach langweilig und hingerotzt.

Zum Thema Mühe geben: Was KOCH MEDIA den Fans von Argento und/oder Soavi hier hinzaubert, ist sensationell:

Das Mediabook sieht toll aus. Schon die Vorderseite wirkt sehr einladend. Doch der Inhalt ist definitiv noch besser. Es gibt, wie üblich, den Film als DVD und als Blu Ray. Zudem hat man wirklich noch eine Bonus DVD zusammenbekommen, in denen es Interviews mit der damaligen Crew zu sehen gibt. Das Highlight ist aber das wunderschöne eingefügte Booklet, das sich mit dem Film und seiner Entstehungsgeschichte befasst.

Das Bild ist spitze. Gestochen scharf, ohne Blitzer, wirkt es fast wie eine neue Produktion. Rauschen ist ebenfalls absolute Fehlanzeige. Nun ist der Streifen ja noch nicht so alt (1991), aber wenn man das mal mit anderen Firmen vergleicht, was die dem Zuschauer teilweise zumuten, hat man hier echt tolle Arbeit geleistet.

Der Ton ist ebenfalls grundsolide, wobei man da keine Wunder erwarten sollte. Der Film ist sowohl in englisch, italienisch und auch deutsch abrufbar.

Ich persönlich bin jetzt weder ein Argento noch ein Giallo-Fan, im allgemeinen und kann eigentlich nur mit SUSPIRIA und PHENOMENA etwas anfangen, daher steht es mir hier irgendwo nicht zu, eine Bewertung für den Films abzugeben.

Für Fans des Streifens, hat jedoch KOCH MEDIA das beste herausgeholt was möglich ist. Daher ist der recht hohe Preis für das Package absolut gerechtfertigt

UNFALL IM WELTRAUM (Koch Media)

am 20. September 2016 unter Klassiker, SciFi abgelegt

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Als Forscher einen neuen Planeten entdecken ist die Überraschung groß. Das Ganze wird um so verwirrender, als man erkennt, dass dieser die gleiche Umlaufbahn wie die Erde hat – nur haargenau gegenüber. Deshalb wurde dieser auch nie entdeckt. Nach einigen Schwierigkeiten mit der Finanzierung werden jedoch der beste Astronaut der Welt und ein Astrophysiker losgeschickt um den neuen Planeten zu erkunden. Nach 3 Wochen im Hyperschlaf steht man kurz davor die zweite Erde zu erreichen. Bei der Landung passiert ein folgenschwerer Unfall. Danach ist nichts mehr wie vorher….

Also dieser Streifen bekommt auf einschlägigen Seiten im Internet durchweg gute Bewertungen, denen ich mich sogar anschließen würde, was ich bei „alten, neuen“ Filmen normalerweise nicht tue, doch auch für meine Person war dieser Streifen eine Neuheit. Ich habe noch nie etwas davon gehört.

Für die damalige Zeit bekommt man sogar sehr anständige Effekte geboten, was mich ebenfalls sehr überrascht hat. Auch die Geschichte ist durchaus originell und mich wundert, dass hiervon nie ein Remake gedreht wurde.

Die Bildqualität ist unglaublich. Besonders in den Szenen die sich in den Räumlichkeiten befinden, ist das Bild glasklar und erreicht hierbei fast die Qualität einer Neuheit. Auch der Ton rummst durchaus ordentlich – dazu gibt es ein sehr schönes Steelbook. Die seltenen kleinen Blitzer kann man getrost bei der Bildbewertung übergehen.

Schauspielerisch ist der Streifen zwar nicht überragend, interessant aber das Loni von Friedl (damals eine wirklich hübsche Person) in diese Produktion geriet: Wie wird wohl auch ihr Geheimnis bleiben.

Auch die Ausstattung weiß zu gefallen und erinnert ein wenig an 2001 oder auch an die Enterprise, irgendwie putzig die Klamotten.

Fazit: Überraschend guter Sci-fi Film, der absolut top restauriert wurde. Aber das ist man von KOCH ja fast schon gewohnt.

PUNISHER (Koch Media)

am 06. September 2016 unter Action, Klassiker abgelegt

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Frank Castle war ein guter und aufrichtiger Polizist, doch dann wird seine komplette Familie ermordet, obwohl der Anschlag der Mafia eigentlich ihm galt. Seitdem kämpft er im Untergrund gegen das Böse in der Stadt und hat bisher 125 Verbrechern das Leben genommen. Nun will er eine große Kokain-Lieferung der Mafia vereiteln, doch plötzlich spielen da noch die Japaner mit, die auch einen Teil der Kohle wollen und Castle steht zwischen allen Fronten.

Die Diskussion, welches die bessere Version des Kultcomics ist, wird nun wohl wieder aufs neue losgehen, denn 2004 erschien ja eine weitere Verfilmung des ganzen, damals mit Thomas Jane und John Travolta.

Allerdings lassen sich die beiden schwer miteinander vergleichen, weil der Lundgren-Streifen eben ein typischer 80er Jahre Film ist, mit den üblichen markanten Sprüchen und auch für dieses Jahrzehnt gängiger Action. Für einen eher kleineren Film geht hier aber immerhin jede Menge zu Bruch. Und das Thomas Jane der bessere Schauspieler ist – darüber braucht man sicherlich nicht streiten.

PUNISHER, SILENT TRIGGER und DARK ANGEL gelten im allgemeinen als seine besten Filme, von daher dürften Fans des kantigen Schweden hier begeistert zugreifen, zumal das ganze auch noch in einem schicken Steelbook daherkommt.

Der Clou ist jedoch die Bildqualität. Auf dem Beamer sieht der Film wirklich nur unwesentlich schlechter aus, als eine neuere Produktion. Zudem hält sich das Niveau des Bildes den ganzen Film durch. Beim Ton hat an sich ebenfalls Mühe gegeben und es knallt recht ordentlich aus den Boxen. Dafür ein Dickes Lob an die Herrschaften von KOCH.

Ob einem der Film knapp 20 Jahre später noch zusagt, muss jeder für sich entscheiden die technischen Voraussetzungen hat das Label jedenfalls geschaffen.

BLOW OUT (Koch Media)

am 28. Juni 2016 unter Klassiker, Thriller abgelegt

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Die Geschichte des Streifens dürfte hinlänglich bekannt sein – daher hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Eigentlich benötigt Tontechniker Jack Terry nur noch Windgeräusche und einen Todesschrei für die Produktion eines Horrorfilmes. Eines Nachts wird er Zeuge eines tödlichen Unfalls, als ein Wagen in den Fluss stürzt. Er rettet zumindest das Leben der weiblichen Person, muss aber bald feststellen, das ihm diese gute Tat noch teuer zu stehen kommen kann, denn das ganze war kein Unfall sondern ein Mord. Als er auf seinen Bandaufnahmen dafür auch noch Beweise findet, stößt er auf eine Mauer des Schweigens und längst ist ein Killer auf ihn und seine neue Freundin angesetzt.

Es gab Zeiten, da hat Brian de Palma echt noch gute Filme gemacht. Schaut man sich seine Vita in den letzten beiden Jahrzehnten an, wird man allerdings kein wirkliches Highlight mehr entdecken. Lediglich 1993 lieferte er mit Carlitos Way nochmal einen brauchbaren Streifen ab.

BLOW OUT jedoch gilt als echter Klassiker. Und das wird Leute jetzt erstaunen, die mich kennen – ich hatte ihn zuvor noch nie gesehen. Als er erschien war ich noch zu klein und später lief er mir nie über den Weg.

Das ist aber auch ganz gut so, denn so kann ich berichten, das der Streifen auch nach 35 Jahren durchaus spannend anzusehen ist. Travolta liefert eine tolle Leistung ab – Nancy Allen hat allerdings eine gar grausige Synchro bekommen (die originale Stimme von damals ist hier vorhanden) und kommt ein bisschen als dummes Gör rüber, obwohl ich nicht glaube, das das so beabsichtigt ist. Daher vielleicht eher zu der Originalspur greifen.

Nun kommen wir zur Technik. Der Ton, der in diesem Streifen ja eine durchaus wichtige Rolle spielt, ist natürlich nicht so gut,wie bei heutigen Filmen Ich denke aber hier hat man das beste herausgeholt.

Beim Bild bin ich zwiegespalten. In den hellen Passagen hat der Film eine absolut glänzende Qualität und sieht beinahe aus wie ein aktueller Streifen. Beim Bild grieselt es in den dunkeln Stellen ab und an heftig, wenn auch immer nur kurz. Das kann allerdings auch an meinem Beamer liegen, der wirklich nichts verzeiht.

Ganz schlimm ist die Szene im Auto, wo das Bild 20 Sekunden katastrophal ist. Auch der Anfang im Tonstudio sieht nicht gut aus. Ob das allerdings nur bei mir so ist oder auch bei anderen, weiß ich nicht – vielleicht kann man mich dbzgl. ja mal anschreiben, denn wenn man sieht, was in den anderen Szenen für ein tolles Bild gezaubert wurde, macht das eigentlich keinen Sinn.

Dazu gibt es ein wunderschönes Mediabook mit einem sehr interessanten Booklet, das alles erzählt, was man über die damaligen Dreharbeiten wissen muss, sowie ein interessantes (neues) Interview mit Nancy Allen.

Ein rundum gelungenes Package mit einem Film, der den Test of Time locker bestanden hat.

BESESSEN (Koch Media)

am 01. Juni 2016 unter Klassiker, Thriller abgelegt

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Rein zufällig findet Medizin-Student Nils Janssen in seinem Apartment ein kleines Loch in der Wand, als das Bild seiner Mutter herunterfällt. Durch dieses Löchlein beobachtet er ein ziemlich merkwürdiges Treiben in der Nachbarstube, denn dort scheinen Frauen mit Drogen vollgepumpt zu werden, um sie hörig zu machen. Eines Tages bricht er daher in der Wohnung ein um nach dem Rechten zu sehen und findet ein merkwürdiges Szenario vor. Als er der Sache nachgeht, begibt er sich in Lebensgefahr.

Ich gebe zu, den Film kannte ich vorher nicht. Er stammt aus dem Jahre 1969, ist für die damalige Zeit doch recht freizügig und geizt daher auch nicht mit nackten Frauenkörpern. Wahrscheinlich war er deshalb eine halbe Ewigkeit verschollen. Die Spezialisten von Koch haben ihn nun wieder neu aufgelegt.

Das Bild ist mittelmäßig. Es gelang nicht wirklich die Grobkörnigkeit zu entfernen. Es flackert doch an manchen Stellen heftig. Der Ton hingegen ist glasklar und kommt sauber aus den Boxen.

Interessant: Am Drehbuch schrieb der junge Martin Scorsese mit, den Soundtrack steuerte Bernhard Hermann bei, der auch für Hitchcock arbeitete und auch Jan de Bont (SPEED) war dabei – in welcher Funktion habe ich allerdings nicht herausfinden können.

In den interessanten Extras kommt der Hauptdarsteller zu Wort, der sich über die Entstehungsgeschichte des Films auslässt, was den ein oder andern Schwank mit sich bringt. Dieter Geissler ist ein sehr sympathischer älterer Herr, der sehr unterhaltsam erzählt, wie es zu dem Streifen kam.

Ich bin nun kein bekennender Fan von so alten Filmen, war aber durchaus überrascht, besonders über das sehr konsequente und gelungene Ende. Sammler und Cineasten, die schon lange auf die Veröffentlichung warten, werden sich eh freuen.

DER GLÄSERNE SCHLÜSSEL (Koch Media)

am 11. Mai 2016 unter Klassiker abgelegt

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Mit der Senatorentochter Janet Henry als künftiger Gattin hofft der schmierige Politiker Paul Madvig , seine kriminelle Vergangenheit gegen eine rosige Zukunft an der Spitze Baltimores eintauschen zu können. Aber Madvigs Berater Ed Beaumont wittert ein doppeltes Spiel, das mörderische Züge annimmt, als man den Mord an Janets Bruder Taylor plötzlich Madvig in die Schuhe schieben möchte.

Teil 22 der mittlerweile beliebten FILM NOIR Reihe von Koch und wie immer bei solch Filmen bin ich ausnahmsweise mal zu jung um diesen zu kennen.

Überraschenderweise kann man diesen aber sehr gut schauen und er wirkt nicht annähernd so alt wie er letztendlich ist, nämlich aus dem Jahre 1942!!!! Ich hätte ihn vom Stil in die 60er gepackt.

Alan Ladd, der den Handlanger des Gangsterbosses gibt, ist sogar mir bekannt, obwohl er sich schon früh, im Alter von gerade mal 50 Jahre mit Schmerzmittel und Alkohol ins Nirwana beamte.

Die Bildqualität ist in einem anständigen Bereich – es grieselt zwar ein bisschen, aber das ist für einen Film der so alt ist absolut in Ordnung und vergleicht man ihm mit dem WARNER-Unverschämtheitsrelease von DIE 12 GESCHWORENEN sieht er sogar brillant aus. Die Stimmen kommen absolut klar und ohne jegliche Nebengeräusche aus den Boxen.

Für Sammler der Reihe sicher wieder eine Perle, zumal meine Recherchen im Internet ergeben haben, das der Film tatsächlich als Klassiker gilt. Dazu gibt es wie immer ein wunderschönes Booklet mit Hintergrundinformationen. Sehr gutes Gesamtpaket.

DER POLYP (Koch Media)

am 26. April 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Koch Media beglückt uns in regelmäßigen Abständen mit seiner Reihe CREATURE FEATURE und buddelt dafür Filme aus, die die meisten schon vergessen haben oder wollten, so wie den trashigen IN DER GEWALT DER RIESENAMEISEN. Auch DER POLYP ist von der gleichen Machart, aber erstaunlicherweise mit John Huston, Bob Hopkins und Henry Fonda gut besetzt. Ob letzterer gerade in Geldnot war ist nicht überliefert, liegt aber nahe.

Ocean Beach ist ein echter Anziehungspunkt für Erholungssuchende, doch dann verschwinden plötzlich viele der Gäste. Meeresbiologe Dr. Turner findet heraus, das ein ziemlich fieser Tintenfisch diese holt und abnagt. Das Tierchen ist etwas aus der Art geschlagen, weil eine Baufirma die Bucht verseucht hat und das Vieh mutiert ist. Gerade jetzt steht die große Segelregatta an…

Über die Qualität dieses Streifens will ich mich nicht auslassen. Das schlimmste ist die grässliche Musik, die man schon aus den Giallos der 70er kennt.

Die technische Seite ist, wie man es von KOCH fast schon kennt, erstaunlich gut. Zwar konnte man einige Blitzer nicht entfernen, aber ansonsten macht das Bild auf dem HD-Beamer eine erstaunlich gute Figur. Sauber, vielleicht einen Tick zu hell, aber nicht schlechter als eine ordentliche DVD. Die Dialoge kommen klar und verständlich aus den Frontboxen

Da ich weiß, das es viele Sammler solch recht kruder Machwerke gibt, können die gerne zuschlagen, denn wie bereits erwähnt ist die Blu Ray technisch absolut in Ordnung. Über die Qualität des Films lasse ich mal nicht aus, aber man sollte schon eine gewisse Vorliebe für extremen Trash mitbringen :o )

PRISON (Koch Media)

am 25. Februar 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Die Handlung dieses Streifens dürfte den meisten hinlänglich bekannt sein. Ein ehemals stillgelegter Gefängniskomplex wird wieder eröffnet und mit neuen Gefangenen belegt. Doch in den Räumlichkeiten geht noch ein böses Etwas um, das hier auf dem elektronischen Stuhl hingerichtet wurde und meuchelt lustig Wärter und Gefangene:

Der Film lief laut Regisseur Harlin, der in einem langen, sehr interessanten Interview, aus dem Nähkästchen plaudert, niemals in irgend einem Kino, gelangte aber durch die VHS-Auswertung zu einer großen Bekanntheit. Für ihn ein Glücksfall, bekam er danach doch fette Aufträge wie DIE HARD 2 oder CLIFFHANGER, die riesige Summen einspielten. Auch heute dreht der Finne noch Filme, die partiell durchaus gelungen sind , aber nicht mehr zu den Blockbustern zählen.

Ebenfalls als Glücksfall erwies sich das ganze für Viggo Mortensen, der hier seine erste Rolle hatte (sieht man von Kurzauftritten ab). Für ihn startete mit PRISON eine erfolgreiche Karriere, die bis heute anhält. Vielleicht wäre er ohne ihn nie entdeckt worden.

Das Mediabook ist sehr schön gestaltet. Das Booklet enthält allerlei Informationen um den Film und den teilweise chaotischen Dreh, da es an Geld mangelte.

Es gibt den Streifen als DVD/BLU RAY und eine Bonus DVD, mit oben erwähntem Interview und einigen weiteren Extras, wie ein Making of und 2 Musikvideos.

Die Bildqualität ist durchwachsen. Positiv ist anzumerken, das es hier nahezu kein Grieseln gibt und auch Filmblitze sind nicht zu erkennen. Insgesamt ist das Bild aber doch sehr weichgezeichnet und partiell übertrieben hell. Vielleicht war dies die einzige Möglichkeit, aus dem Master noch das beste herauszuholen, denn immerhin ist der Film auch schon fast 30 Jahre alt. Solide aber nicht überragend, wobei ich immer wieder dazu sagen muss, das ich Filme auf einem ganz ordentlichen HD-Beamer schaue, was bei solch alten Streifen immer etwas problematisch ist. Ich denke auf einem TV macht er sicher einen deutlich besseren Eindruck.

Der Ton hingegen ist ordentlich. Natürlich kann man hier keine Wunderdinge erwarten, aber gerade in den spannenden Szenen scheppert es ab und an ganz gewaltig in den Boxen. Dazu gesellt sich ein ziemlich cooler Soundtrack, der von keinem geringeren als Charles „PUPPET MASTER“ Band geschrieben wurde. Sein Bruder hat den Streifen auch produziert.

Insgesamt eine durchaus gelungene Veröffentlichung, mit leichten Schwächen beim Bild. An den Extras, dem Ton, der inneren Aufmachung und der schicken Verpackung gibt es allerdings absolut nichts auszusetzen.

80`s SPECIAL / FLETCH 1+2 / STINGRAY (Koch Media)

am 04. Februar 2016 unter Klassiker, Komödie, Thriller, mystery abgelegt

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Und wieder einmal wühlen die Leute von KOCH MEDIA in den Annalen der Filmgeschichte herum. Gefunden hat man diesmal 2 Filme und eine TV-Serie, mit der ich auch beginne.

STINGRAY brachte es damals trotz guter Kritiken nur auf 2 Staffeln. Man wollte eine Serie schaffen, die ein wenig im Fahrwasser von Sachen wie “Hardcastle and Mc Cormick” oder “Trio mit vier Fäusten” mitschwimmen sollte.

Dazu verpflichtete man die damals schwer angesagten Komponisten Post und Carpenter, die den passenden Soundtrack dazu liefern sollten.

Die Grundidee war simpel. Ein geheimnisvoller Fremder der in einem Stingray durch die Gegend kurvt übernimmt Fälle von Klienten, die ein Problem haben . Er verlangt kein Geld, aber irgendwann kommt er wieder auf sie zu, und sie müssen ihm dafür einen Gefallen tun.

Also ich saß damals als Steppke jedes mal vor einer neue Folge. Ob diese heute noch fasziniert, überlasse ich jedem selbst.

Das Bild hat 4:3 Format, was mein Beamer nicht wirklich mag – da wirkt die Quali sehr ordentlich. Vom Ton sollte man keine Wunder erwarten, aber ich finde immer das man bei so alten Sachen auch nicht zu viel rumfummeln sollte, das wollen die Fans meist gar nicht.

FLETCH der Troublemaker, war damals eine Paraderolle für Chevy Chase, der den Reporter zweimal gab.

Der erste Teil war etwas besser als der zweite, weil die Story origineller war.

Obwohl ich mir normalerweise bei so alten Filmen eine Bewertung verkneife, will ich in diesem Fall anmerken, das einige Gags heute absolute Rohrkrepierer sind, andere mich allerdings mehrmals zum Lachen brachten und das in beiden Teilen. Ich denke allerdings, das da damals auch einiges bewusst „witzig“ synchronisiert wurde, ähnlich wie bei „Die 2“.

Das Bild ist ein wenig verwaschen, aber macht eine sehr ordentliche Figur – und das auf einem HD-Beamer. Grieseln ist eigentlich gar keins zu erkennen und die Filme haben sehr gute DVD Qualität.

Für Chevy Chase Fans ein Pflichtkauf. Immer noch lustig: Die Kreditkarte von Mister Underwood :o )

SPUREN AUF DEM MOND (Koch Media)

am 26. Januar 2016 unter Klassiker abgelegt

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SPUREN AUF DEM MOND markiert den Glücksfall eines Giallo, der allein durch seine Stilistik, die träumerischen Bilder von Kameramann Vittorio Storaro (Oscarpreisträger für APOCALYPSE NOW), den Soundtrack von Nicola Piovani und seine fantastische Darstellerin Florinda Bolkan mehr Sogkraft entwickelt, als dies jeder noch so blutige Mord tun könnte. Puzzlestück für Puzzlestück setzt sich dabei die mysteriöse Handlung bis zu einem brillanten Ende zusammen, das noch lange beim Zuschauer nachwirkt.

So der offizielle Pressetext, der den Film als grandioses Meisterwerk darstellt. Ich persönlich habe ihn zum ersten Mal gesehen und fand ihn durchaus spannend, wenn ich auch nicht wirklich auf solch alte Filme stehe und auch dem Genre des Giallo nicht so zugeneigt bin wie viele andere.

Die Geschichte der Dolmetscherin Alice, der 3 Tage ihres Lebens komplett fehlen und die immer wieder von einen merkwürdigen Traum heimgesucht wird, der zeigt, wie ein Astronaut auf dem Mond zurückgelassen und dem sicheren Tod überlassen wird, war für die damalige Zeit sicher ungewöhnlich. Der ganze Film hat teilweise Züge von den nicht ganz so schrägen Lynch-Streifen und eine gute Hauptdarstellerin zu bieten. Dazwischen hat unser Oberirrer Klaus Kinski immer mal wieder prägnante Auftritte. Einige Teile des durchaus komplexen Puzzles muss sich der Zuschauer aber selbst zusammensetzen.

Die Bildqualität ist von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen sehr ordentlich. Nur bei machen Einstellungen grieselt es etwas und die Farben sind ein wenig verwaschen. Alles in allem aber durchaus liebevoll restauriert. Der Ton bietet grundsolides 2.0, die Stimmen sind ganz klar verständlich.

Das Mediabook von KOCH hingegen kann man nur als großartig bezeichnen. Hier gibt es den Film als DVD und BLU RAY, dazu den etwas älteren Streifen des gleichen Regisseurs LA DONNA DEL LAGO ebenfalls in beiden Formaten und als fünfte Disc noch ein ausführliches Interview mit dem damaligen Kameramann Storaro – das ganze in einem sehr schönen Mediabook verpackt und einem informativen Booklet versehen. Mehr geht nun wirklich nicht.

Fans dieses Films werden vielleicht beim Preis erst einmal schlucken, aber ich kann mit Fug und Recht behaupten, das man sich hier bei KOCH extrem viel Mühe gegeben hat, um den Sammler glücklich zu machen.