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Archiv der Kategorie 'Klassiker'

DAS KINDERMÄDCHEN/WAXWORK (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Koch veröffentlicht 2 relativ bekannte Horrorfilme, die Ende der 80er auf VHS erschienen sind.

DAS KINDERMÄDCHEN stammt aus dem Jahre 1990 und ist von William Friedkin, der 18 Jahre zuvor mit DER EXORZIST einen absoluten Kultfilm erschuf, und in seiner Vita einige gute Filme stehen hat. Da wären zum Beispiel JADE oder RULES zu nennen.

Kate und Phil sind ein erfolgreiches Ehepaar, das aber wegen seines Jobs nach Los Angeles ziehen muss. Kurz darauf engagieren sie die sympathische Camilla als Kindermädchen für den Nachwuchs – um den sie sich auch rührend kümmert. Doch Madame gehört einer uralten Religion an, die Kinder an einen Baumgott opfert.

Ein weiterer, zumindest in Fachkreisen recht bekannter Regisseur ist Anthony Hickox, Sohn von Douglas, der mit THEATER DES GRAUENS und BRANNIGAN, 2 Kultfilme im Gepäck hat. Der bekannteste Streifen des Sohnes dürfte wohl HELLRAISER 3 sein. Später aber fabrizierte er leider ziemlichen Mist.

In einer amerikanischen Kleinstadt eröffnet eines Tages ein geheimnisvolles Wachsfigurenkabinett, in dem verschiedene populäre Horrorszenarien dargestellt sind. Bei einem Mitternachtsbesuch merken 6 Jugendliche schnell, das es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, als sie plötzlich in der Vergangenheit landen und die oben erwähnten Szenarien live nochmal erleben, was zwangsläufig Opfer kostet.

Beide Streifen wirken heutzutage von der Geschichte ziemlich krude. Damals war das extrem originell und sowohl KINDERMÄDCHEN als auch WAXWORK erlangten in VHS Kreisen Kultstatus, wobei von letzterem sogar noch eine Fortsetzung folgte.

Menschen die diese Filme heute zum ersten Mal sehen, werden wohl eher erschrecken, aufgrund der Naivität , wobei „Das Kindermädchen“ die Zeit noch etwas besser überstanden hat. Daher sind beide Veröffentlichungen definitiv nur für Menschen geeignet, die sich gerne an Relikte aus der Jugend erinnern.

In Sachen Bild macht WAXWORK den besseren Eindruck. Natürlich liegt das nicht im Bereich einer heutigen Blu-Ray Produktion, doch der Streifen ist rauschfrei und auch Blitzer sieht man keine. Von denen gibt es bei KINDERMÄDCHEN einige, dafür wirkt der Ton etwas homogener und insgesamt ist auch der Film deutlich gruseliger, da einige Effekte bei WAXWORK doch mittlerweile sehr angestaubt wirken. Mit dabei ist übrigens Zach Galligan, den man aus GREMLINS kennt.

Bei beiden hat man immerhin auch einiges an Bonusmaterial dazugepackt. Bei WAXWORK gibt ein recht aktuelles Interview mit dem Regisseur und eine Art Making of.. Beim KINDERMÄDCHEN sage und schreibe 2 Stunden Interviews, sowie ein kurzes Making of und Infos zu Cast und Crew.

Fazit: Für Sammler der 80er und 90er Kultstreifen ist das sicherlich eine Freudentag. Ein 18 Jähriger der diese beiden Produktionen heute sieht, wird bestenfalls mit dem Kopf schütteln und nach 20 Minuten anfangen mit dem Handy zu spielen.

FORTRESS (Koch Media)

am 05. Juli 2017 unter Action, Klassiker abgelegt

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Die Geschichte dieses Kultfilms dürfte allgemein bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung:

Amerika in der Zukunft: Die Rohstoffe sind erschöpft und pro Elternpaar ist nur noch ein Kind erlaubt. Karen und ihr Mann John Brennick verstoßen gegen diese Auflage und werden bei einer Kontrolle geschnappt.. Brennick muss daraufhin für läppische 31 Jahre in die „Festung“, dem sichersten Gefängnis der Welt. Es gibt Schmerzsonden für Gefangene und Zonen in denen einen der Tod erwartet. Dazu noch einen sadistischen Knastchef, der zudem ein Auge auf Karen geworfen hat, die dort ebenfalls eingesperrt ist. Gegen gewisse „Dienstleistungen“ verspricht er, ihren Mann in Ruhe zu lassen. Doch ist die FESTUNG wirklich komplett ausbruchssicher?

Fortress im Jahre 2017 hat das gleiche Problem wie so viele andere Filme die in den 80ern und 90ern produziert wurden. Heutzutage wirken insbesondere die CGIs doch extrem altbacken. Insbesondere Ende der 90er und im neuen Jahrtausend wurden in diesem Bereich, rasend schnell, enorme Fortschritte erzielt. Das wird allerdings Fans des Streifens nicht wirklich interessieren.

Christopher Lambert war nach seiner Rolle in Highlander schwer angesagt und spielte dann auch in ziemlichem Schrott mit. Fortress, Roadflower und der leider immer noch nicht auf BR erschienene KNIGHT MOVES, für mich einer der besten Thriller aller Zeiten, bildeten da eher die Ausnahme.

Laut Cover ist dies die erste UNRATED Fassung auf der ganzen Welt. Ich muss aber zugeben, das ich das nicht wirklich untermauern kann, denn ich glaube diesen Streifen gibt es in gefühlt 25 Versionen. Im Zuge der großzügigeren FSK kommt so etwas heutzutage ab 16 auf den Markt, wobei der Film an machen Stellen durchaus recht derb ist.

Das Master dürfte allerdings nicht so toll gewesen sein, denn KOCH MEDIA, bekannt dafür selbst aus alten Schinken noch bildtechnisch alles herauszuholen, schaffen es auch hier nicht über solide DVD Qualität. Der Ton macht da einen besseren Eindruck und knallt in 5.1. ganz ordentlich aus den Boxen.

Fazit: Aus vielen Foren weiß ich, das FORTRESS sehnlichst erwartet wurde. Die Umsetzung ist insgesamt durchaus gelungen. Als Bonus gibt es auch noch ein alternatives Ende (keine Ahnung wo man das ausgebuddelt hat) und den irgendwie lustig-altmodisch anmutenden Trailer.

AMBULANCE (KOCH MEDIA)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Comiczeichner Josh spricht in New York auf der Straße seine Traumfrau Cheryl, an, der er schon wochenlang hinterherhechelt. Doch plötzlich hat sie einen Schwächeanfall und wird von einem Krankenwagen abgeholt. Als Josh sie im Krankenhaus besuchen will, wurde sie weder da, noch in irgend einem anderen New Yorks eingeliefert. Dann findet er heraus das dieser Krankenwagen anscheinend Diabetiker entführt, doch der ermittelnde Detective glaubt ihm nicht. Lediglich die Streifenpolizistin Dandra versucht ihm zu helfen und bald geraten beide in akute Gefahr.

Ich glaube 1990 kannte diesen Film so ziemlich jeder Videothekengänger. Im Kino nicht wirklich ein Hit, entwickelte sich der Streifen auf VHS zu einem Renner, für den man dann auch mal anstand, um ihn zu bekommen (so war das früher).

Doch wie das oft bei solchen Produktionen ist, kann man solche Filme 25 Jahre später nicht mehr schauen, weil die Dialoge heutzutage total beknackt wirken. AMBULANCE hat den Test of Time überraschend gut bestanden. Die Story ist originell, die Konversationen sind zwar nicht mehr zeitgemäß, aber auch nicht zu lächerlich. Lediglich die vollkommen bescheuerten Klamotten und Frisuren sind schauderhaft.

Doch das soll hier nichts zur Sache tun. Kümmern wir uns also um die technische Seite. Wie man das von KOCH gewohnt ist, bekommt man ein hervorragendes Bild geboten. Die Blu Ray hat eine ordentliche Qualität und kann mit B-Movies von heute durchaus mithalten. Der Ton ist in 2.0 und erfüllt seine Pflicht.

Das Mediabook enthält ein wunderschönes Inlay das die Geschichte und die Hintergründe der damaligen Produktion beleuchtet. Dazu gibt es die DVD und auch einiges an Bonusmaterial hat man noch ausgegraben, unter anderem Hintergründe zum Film die bestimmt genauso lange sind wie der Streifen selbst und einen Audiokommentar von Larry Cohen, dem Regisseur, der uns in den 80er und 90ern so viele gute Filme kredenzte – meist als Drehbuchautor. Unter anderem wären da MANIAC COP, NICHT AUFLEGEN und der leider völlig unbekannte DONOR (deutscher beknackter Titel : Skalpell des Schreckens) zu nennen.

Fazit: Ein sehr schönes Gesamtpaket, wie man es von Koch gewohnt ist. Natürlich ist das auch nicht ganz billig, aber Qualität hat eben ihren Preis.

PHANTASM RAVAGER (Koch Media)

am 08. Juni 2017 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Der unheimliche “Tall Man” macht seit Jahren mit seinen kleinen, fiesen Helfern und seinen mörderischen Silberkugeln die Welt unsicher. Reggie ist ihm immer noch auf den Fersen, seit er mit seinem Freund Jody und dessen jüngerem Bruder Mike das Geheimnis des angeblichen Bestatters entdeckt hatte: Durch die Dimensionstore die er geschaffen hat, ist er zudem sehr schwer zu fangen. Reggie ist des Jagens müde, muss jedoch noch ein letztes Mal den Kampf aufnehmen.

Teil 5 der Phantasm-Reihe wird definitiv der letzte sein. Man hat ihn aber gerade noch rechtzeitig fertigbekommen, denn Angus Scrumm, verstarb kurz nach dem Dreh im Alter von fast 90 Jahren. Reggie Bannister hat mittlerweile die 70 überschritten und sollte die Waffen nun auch endgültig niederlegen.

Was erwartet uns zum Schluss? Ein Wiedersehen mit jede Menge alter Bekannter, den berühmten Todeskugeln und Rückblicke auf die Vorgängerteile. Die ersten beiden der Serie waren die absoluten Höhepunkte..

Während Nummer 1 mehr von Spannung lebte, kam im Nachfolger durch die bösen Kügelchen noch einiges an Blutzoll dabei. Nummer 3 war durchaus auch noch gelungen, während man den letzten Teil vergessen konnte und nur noch mal schnell Geld auf dem Videomarkt machen wollte. Legendär ist die Titelmelodie, die ein wenig an einen Score von John Carpenter erinnert.

Nun die Recken sind in die Jahre gekommen und die Geschichte ist jetzt auch nicht wirklich innovativ. Zudem hat der TALL MAN fast ein wenig zu viel Screentime, denn das interessante waren eigentlich immer die Kurzauftritte, die besonders prägnant waren.

Im letzten Abschnitt gibt es eine Menge CGIs, die leider nur partiell in Ordnung gehen, aber das Budget war auch nicht besonders hoch. Zudem sieht das Blut doch sehr unecht aus.

Positiv anzumerken sind die Todeskugeln, die natürlich durch die technischen Errungenschaften heute viel mehr hermachen als noch vor 30 Jahren und zudem auch noch besonders fies drauf sind. Eine von denen geht mal richtig derb ab.

Auch wenn der letzte Teil nicht wirklich etwas Neues erzählt, so freut man sich doch noch einmal die ganzen bekannten Gesichter wiederzusehen. Da sieht man über die ein oder andere Länge hinweg. Ruhe in Frieden Angus.

Mit etwas Sympathiebonus:

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DIE ERSTE FAHRT ZUM MOND (Koch Media)

am 28. Februar 2017 unter Klassiker, SciFi abgelegt

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Einem Raumschiff gelingt die erste Landung auf dem Mond – dachte man zumindest, denn ein Astronaut findet eine britische Flagge und eine Urkunde in der steht, das ein gewisser Mr. Bedford den Erdtrabanten bereits 1899 besucht hat und dieser nun Königin Viktoria gehört. Nach seiner Rückkehr auf die Erde, versucht man herauszufinden, wie das möglich sein kann, das bereits vor so vielen Jahren eine Weltraumexpedition stattgefunden hat. Die Spur führt in ein Seniorenheim in England.

Also ich finde es schon erstaunlich, das jeder Mist ein Remake erhält, solch eine putzige Idee aber nicht. Dabei würde sich das doch gerade zu anbieten, denn sind wir mal ehrlich – das die Effekte die damals sicherlich als toll galten, heutzutage nach Mottenkiste aussehen, kann man einem Film aus dem Jahre 1964 nun wirklich kaum übel nehmen.

Das ganze erscheint in der Ray Harryhausen Effects Collection, die Koch bereits vor einigen Jahren gestartet hat und die skurrile Dinge an die Oberfläche fördert. DEN Streifen hab ich jedenfalls noch nie gehört, geschweige denn gesehen.

Insgesamt unterhält das Gezeigte durchaus, wenn man natürlich auch völlig andere Maßstäbe anlegen muss, als bei heutigen Produktionen.

Dafür gibt es aber von technischer Seite, wie fast schon normal, bei Veröffentlichungen von KOCH, absolut nichts auszusetzen. Als Ton wird hier DTS HD 4.0 angegeben, was in Wahrheit aber nichts anderes ist als solides Stereo, aber das geht vollkommen in Ordnung.

Das Bild ist für einen über 50 Jahre alten Film allerdings ein Knaller. Kaum sind Blitzer oder Unschärfen auszumachen und so sieht der Streifen wie eine Produktion der letzten 10 Jahre aus. Immer wieder erstaunlich was man aus so ollen Kamellen rausholen kann, wenn man sich Mühe gibt und nicht wie Warner alles einfach auf DVD presst (ich sage nur immer wieder „die 12 Geschworenen“).

Wer den Streifen schon immer sei Eigen nennen wollte, kann hier nichts falsch machen.

THE SECT (Koch Media)

am 06. Dezember 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Zwei scheinbar unzusammenhängende Ereignisse – ein mysteriöser Besucher in einer Hippie-Kommune der 70er und ein grausamer Mord im Frankfurt der frühen 90er – ebnen der Geburt des Leibhaftigen den Weg. Das weiß die junge Miriam noch nicht, als sie kurz darauf beinahe den mysteriösen Moebius Kelly über den Haufen fährt. Sie nimmt den alten Mann vorübergehend bei sich auf und wird als Werkzeug und Gefäß für die Pläne einer satanischen Sekte zunehmend zwischen Traum und Realität zerrieben.

Das trifft es eigentlich ganz gut und da hat man sich ausnahmsweise auch mal Mühe gegeben, denn viele Pressetexte sind einfach langweilig und hingerotzt.

Zum Thema Mühe geben: Was KOCH MEDIA den Fans von Argento und/oder Soavi hier hinzaubert, ist sensationell:

Das Mediabook sieht toll aus. Schon die Vorderseite wirkt sehr einladend. Doch der Inhalt ist definitiv noch besser. Es gibt, wie üblich, den Film als DVD und als Blu Ray. Zudem hat man wirklich noch eine Bonus DVD zusammenbekommen, in denen es Interviews mit der damaligen Crew zu sehen gibt. Das Highlight ist aber das wunderschöne eingefügte Booklet, das sich mit dem Film und seiner Entstehungsgeschichte befasst.

Das Bild ist spitze. Gestochen scharf, ohne Blitzer, wirkt es fast wie eine neue Produktion. Rauschen ist ebenfalls absolute Fehlanzeige. Nun ist der Streifen ja noch nicht so alt (1991), aber wenn man das mal mit anderen Firmen vergleicht, was die dem Zuschauer teilweise zumuten, hat man hier echt tolle Arbeit geleistet.

Der Ton ist ebenfalls grundsolide, wobei man da keine Wunder erwarten sollte. Der Film ist sowohl in englisch, italienisch und auch deutsch abrufbar.

Ich persönlich bin jetzt weder ein Argento noch ein Giallo-Fan, im allgemeinen und kann eigentlich nur mit SUSPIRIA und PHENOMENA etwas anfangen, daher steht es mir hier irgendwo nicht zu, eine Bewertung für den Films abzugeben.

Für Fans des Streifens, hat jedoch KOCH MEDIA das beste herausgeholt was möglich ist. Daher ist der recht hohe Preis für das Package absolut gerechtfertigt

UNFALL IM WELTRAUM (Koch Media)

am 20. September 2016 unter Klassiker, SciFi abgelegt

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Als Forscher einen neuen Planeten entdecken ist die Überraschung groß. Das Ganze wird um so verwirrender, als man erkennt, dass dieser die gleiche Umlaufbahn wie die Erde hat – nur haargenau gegenüber. Deshalb wurde dieser auch nie entdeckt. Nach einigen Schwierigkeiten mit der Finanzierung werden jedoch der beste Astronaut der Welt und ein Astrophysiker losgeschickt um den neuen Planeten zu erkunden. Nach 3 Wochen im Hyperschlaf steht man kurz davor die zweite Erde zu erreichen. Bei der Landung passiert ein folgenschwerer Unfall. Danach ist nichts mehr wie vorher….

Also dieser Streifen bekommt auf einschlägigen Seiten im Internet durchweg gute Bewertungen, denen ich mich sogar anschließen würde, was ich bei „alten, neuen“ Filmen normalerweise nicht tue, doch auch für meine Person war dieser Streifen eine Neuheit. Ich habe noch nie etwas davon gehört.

Für die damalige Zeit bekommt man sogar sehr anständige Effekte geboten, was mich ebenfalls sehr überrascht hat. Auch die Geschichte ist durchaus originell und mich wundert, dass hiervon nie ein Remake gedreht wurde.

Die Bildqualität ist unglaublich. Besonders in den Szenen die sich in den Räumlichkeiten befinden, ist das Bild glasklar und erreicht hierbei fast die Qualität einer Neuheit. Auch der Ton rummst durchaus ordentlich – dazu gibt es ein sehr schönes Steelbook. Die seltenen kleinen Blitzer kann man getrost bei der Bildbewertung übergehen.

Schauspielerisch ist der Streifen zwar nicht überragend, interessant aber das Loni von Friedl (damals eine wirklich hübsche Person) in diese Produktion geriet: Wie wird wohl auch ihr Geheimnis bleiben.

Auch die Ausstattung weiß zu gefallen und erinnert ein wenig an 2001 oder auch an die Enterprise, irgendwie putzig die Klamotten.

Fazit: Überraschend guter Sci-fi Film, der absolut top restauriert wurde. Aber das ist man von KOCH ja fast schon gewohnt.

PUNISHER (Koch Media)

am 06. September 2016 unter Action, Klassiker abgelegt

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Frank Castle war ein guter und aufrichtiger Polizist, doch dann wird seine komplette Familie ermordet, obwohl der Anschlag der Mafia eigentlich ihm galt. Seitdem kämpft er im Untergrund gegen das Böse in der Stadt und hat bisher 125 Verbrechern das Leben genommen. Nun will er eine große Kokain-Lieferung der Mafia vereiteln, doch plötzlich spielen da noch die Japaner mit, die auch einen Teil der Kohle wollen und Castle steht zwischen allen Fronten.

Die Diskussion, welches die bessere Version des Kultcomics ist, wird nun wohl wieder aufs neue losgehen, denn 2004 erschien ja eine weitere Verfilmung des ganzen, damals mit Thomas Jane und John Travolta.

Allerdings lassen sich die beiden schwer miteinander vergleichen, weil der Lundgren-Streifen eben ein typischer 80er Jahre Film ist, mit den üblichen markanten Sprüchen und auch für dieses Jahrzehnt gängiger Action. Für einen eher kleineren Film geht hier aber immerhin jede Menge zu Bruch. Und das Thomas Jane der bessere Schauspieler ist – darüber braucht man sicherlich nicht streiten.

PUNISHER, SILENT TRIGGER und DARK ANGEL gelten im allgemeinen als seine besten Filme, von daher dürften Fans des kantigen Schweden hier begeistert zugreifen, zumal das ganze auch noch in einem schicken Steelbook daherkommt.

Der Clou ist jedoch die Bildqualität. Auf dem Beamer sieht der Film wirklich nur unwesentlich schlechter aus, als eine neuere Produktion. Zudem hält sich das Niveau des Bildes den ganzen Film durch. Beim Ton hat an sich ebenfalls Mühe gegeben und es knallt recht ordentlich aus den Boxen. Dafür ein Dickes Lob an die Herrschaften von KOCH.

Ob einem der Film knapp 20 Jahre später noch zusagt, muss jeder für sich entscheiden die technischen Voraussetzungen hat das Label jedenfalls geschaffen.

BLOW OUT (Koch Media)

am 28. Juni 2016 unter Klassiker, Thriller abgelegt

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Die Geschichte des Streifens dürfte hinlänglich bekannt sein – daher hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Eigentlich benötigt Tontechniker Jack Terry nur noch Windgeräusche und einen Todesschrei für die Produktion eines Horrorfilmes. Eines Nachts wird er Zeuge eines tödlichen Unfalls, als ein Wagen in den Fluss stürzt. Er rettet zumindest das Leben der weiblichen Person, muss aber bald feststellen, das ihm diese gute Tat noch teuer zu stehen kommen kann, denn das ganze war kein Unfall sondern ein Mord. Als er auf seinen Bandaufnahmen dafür auch noch Beweise findet, stößt er auf eine Mauer des Schweigens und längst ist ein Killer auf ihn und seine neue Freundin angesetzt.

Es gab Zeiten, da hat Brian de Palma echt noch gute Filme gemacht. Schaut man sich seine Vita in den letzten beiden Jahrzehnten an, wird man allerdings kein wirkliches Highlight mehr entdecken. Lediglich 1993 lieferte er mit Carlitos Way nochmal einen brauchbaren Streifen ab.

BLOW OUT jedoch gilt als echter Klassiker. Und das wird Leute jetzt erstaunen, die mich kennen – ich hatte ihn zuvor noch nie gesehen. Als er erschien war ich noch zu klein und später lief er mir nie über den Weg.

Das ist aber auch ganz gut so, denn so kann ich berichten, das der Streifen auch nach 35 Jahren durchaus spannend anzusehen ist. Travolta liefert eine tolle Leistung ab – Nancy Allen hat allerdings eine gar grausige Synchro bekommen (die originale Stimme von damals ist hier vorhanden) und kommt ein bisschen als dummes Gör rüber, obwohl ich nicht glaube, das das so beabsichtigt ist. Daher vielleicht eher zu der Originalspur greifen.

Nun kommen wir zur Technik. Der Ton, der in diesem Streifen ja eine durchaus wichtige Rolle spielt, ist natürlich nicht so gut,wie bei heutigen Filmen Ich denke aber hier hat man das beste herausgeholt.

Beim Bild bin ich zwiegespalten. In den hellen Passagen hat der Film eine absolut glänzende Qualität und sieht beinahe aus wie ein aktueller Streifen. Beim Bild grieselt es in den dunkeln Stellen ab und an heftig, wenn auch immer nur kurz. Das kann allerdings auch an meinem Beamer liegen, der wirklich nichts verzeiht.

Ganz schlimm ist die Szene im Auto, wo das Bild 20 Sekunden katastrophal ist. Auch der Anfang im Tonstudio sieht nicht gut aus. Ob das allerdings nur bei mir so ist oder auch bei anderen, weiß ich nicht – vielleicht kann man mich dbzgl. ja mal anschreiben, denn wenn man sieht, was in den anderen Szenen für ein tolles Bild gezaubert wurde, macht das eigentlich keinen Sinn.

Dazu gibt es ein wunderschönes Mediabook mit einem sehr interessanten Booklet, das alles erzählt, was man über die damaligen Dreharbeiten wissen muss, sowie ein interessantes (neues) Interview mit Nancy Allen.

Ein rundum gelungenes Package mit einem Film, der den Test of Time locker bestanden hat.

BESESSEN (Koch Media)

am 01. Juni 2016 unter Klassiker, Thriller abgelegt

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Rein zufällig findet Medizin-Student Nils Janssen in seinem Apartment ein kleines Loch in der Wand, als das Bild seiner Mutter herunterfällt. Durch dieses Löchlein beobachtet er ein ziemlich merkwürdiges Treiben in der Nachbarstube, denn dort scheinen Frauen mit Drogen vollgepumpt zu werden, um sie hörig zu machen. Eines Tages bricht er daher in der Wohnung ein um nach dem Rechten zu sehen und findet ein merkwürdiges Szenario vor. Als er der Sache nachgeht, begibt er sich in Lebensgefahr.

Ich gebe zu, den Film kannte ich vorher nicht. Er stammt aus dem Jahre 1969, ist für die damalige Zeit doch recht freizügig und geizt daher auch nicht mit nackten Frauenkörpern. Wahrscheinlich war er deshalb eine halbe Ewigkeit verschollen. Die Spezialisten von Koch haben ihn nun wieder neu aufgelegt.

Das Bild ist mittelmäßig. Es gelang nicht wirklich die Grobkörnigkeit zu entfernen. Es flackert doch an manchen Stellen heftig. Der Ton hingegen ist glasklar und kommt sauber aus den Boxen.

Interessant: Am Drehbuch schrieb der junge Martin Scorsese mit, den Soundtrack steuerte Bernhard Hermann bei, der auch für Hitchcock arbeitete und auch Jan de Bont (SPEED) war dabei – in welcher Funktion habe ich allerdings nicht herausfinden können.

In den interessanten Extras kommt der Hauptdarsteller zu Wort, der sich über die Entstehungsgeschichte des Films auslässt, was den ein oder andern Schwank mit sich bringt. Dieter Geissler ist ein sehr sympathischer älterer Herr, der sehr unterhaltsam erzählt, wie es zu dem Streifen kam.

Ich bin nun kein bekennender Fan von so alten Filmen, war aber durchaus überrascht, besonders über das sehr konsequente und gelungene Ende. Sammler und Cineasten, die schon lange auf die Veröffentlichung warten, werden sich eh freuen.