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Archiv der Kategorie 'Klassiker'

DIE UNZERTRENNICHEN (Koch Media)

am 03. Oktober 2018 unter Drama, Klassiker abgelegt

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Beverly und Elliot Mantle sind als eineiige Zwillinge nicht nur in ihrem Beruf als Gynäkologen, sondern auch bei der Damenwelt durchaus erfolgreich. Man teilt sich dabei jede Frau, was denen natürlich gar nicht auffällt, Nur die Schauspielerin Claire durchschaut das Spiel der beiden. Kein Problem für Elliot, dann wird sie halt fallen gelassen und irgendwann kommt die nächste. Doch Beverly hat in diesem Fall damit ein großes Problem, denn für Claire empfindet er deutlich mehr als es ihm lieb ist. Für sie beginnt er sich von seinem Zwilling abzunabeln, was allerdings zu schwerwiegenden Problemen führt und in einer Katastrophe zu enden scheint.

Der Film aus dem Jahre 1987 stammt schon aus einer Zeit, wo Regisseur David Cronenberg, seine schrägsten Stoffe schon hinter sich hatte und mit DIE FLIEGE, dem Remake eines Streifens aus den 50ern sogar einen Kinohit landete.

Ich will jetzt nicht sagen das DIE UNZERTRENNLICHEN nun totales Mainstreamkino sind, aber im Vergleich zu seinen früheren Werken deutlich weniger verstörend.

Ich kann mich noch erinnern, das die Kritiker damals erstaunt waren, wie es dem Regisseur gelang, den guten Jeremy Irons gleich zweimal auf die Leinwand zu bringen, Heute ist das bei der Technik keine Sensation, damals war das deutlich aufwändiger und hatte einen gewissen WOW-Effekt.

Der Streifen selbst hat die 30 Jahre gut überstanden. Das Psychodrama ist auch heute noch sehenswert und Jeremy Irons spielt hier beide Personen fantastisch, was nicht einfach ist, da beide ja völlig unterschiedliche Charaktere sind.

Zudem hat man dem Streifen eine wirklich wunderschönes Mediabook spendiert, mit einem tollen Cover und auch jeder Menge Extras. Es gibt Audiokommentare, Interviews, ein Making of und vieles mehr. Das Bild ist hervorragend, der Ton tut seinen Zweck.

Es gibt schon einige Veröffentlichungen des Streifens, besonders auf DVD, Wenn man Fan des Films ist, sollte man sich aber dieses Mediabook zulegen, denn es lässt wirklich in allen Bereichen keinerlei Wünsche offen.

AUDREY ROSE (Alive)

am 25. September 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Das Ehepaar Templeton wird seit mehreren Wochen von einem Mann namens Hoover verfolgt. Eines Tages spricht er die beiden an und erzählt ihnen eine merkwürdige Geschichte. Er versucht sie nämlich davon zu überzeugen, dass seine Tochter Audrey Rose, die vor sieben Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam, in ihrer Tochter Ivy weiterlebt. Audrey starb nämlich nur Minuten vor Ivys Geburt. Als das Mädchen immer häufiger von Alpträumen heimgesucht wird – sie sieht darin den Flammentod im Auto und hat danach auch Brandwunden an den Händen, bekommen die Eltern den Verdacht, dass Hoover gar nicht so falsch liegt.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 40 Jahre hinter sich und das merkt man auch, denn an manchen Stellen wirkt das ganze doch relativ antiquiert. Heute könnte man das ganze doch wesentlich spannender gestalten und vor allem einiges an Effekten einsetzen. So weit mir bekannt, gibt es bislang aber kein Remake und auch keine Ankündigung, dass es zu einem kommen wird.

Anthony Hopkins wirkt irgendwie ein wenig fahrig und bewegt sich nahe am Overacting, während beide Eltern eine solide Leistung abliefern. Das Mädel das Audrey Rose spielt, hat eine unfassbar unpassende Stimme bekommen, so dass man da besser auf den Originalton zurückgreifen sollte.

Das Bild ist insgesamt ganz ordentlich restauriert. Insbesondere in hellen Abschnitten gefällt es gut – in dunkleren Szenen erkennt man aber doch ab und zu Grieseln und einiges an Blitzern. Ich würde sagen gutes DVD-Niveau.

AUDREY ROSE wird von vielen gesucht und die sind sicher froh, diese Lücke jetzt schließen zu können. Die Umsetzung ist für einen 40 Jahre alten Film auch gelungen. Ob er einen noch so fasziniert wie es in den 70ern scher der Fall war, ist jedem selbst überlasen.

UNDER FIRE (Justbridge)

am 25. September 2018 unter Action, Drama, Klassiker, Suspense abgelegt

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Drei US-amerikanische Journalisten berichten 1979 über die Revolution in Nicaragua. Russell Price ist ein Kriegsfotograf, dekoriert mit vielen Preisen. Mit vor Ort sind auch die Reporterin Claire Stryder und deren Ehemann Alex Grazier. Price versucht sich immer neutral zu verhalten und sich nicht in die Geschehnisse einzumischen, was aber immer schwieriger fällt, da er auch so etwas wie ein Gewissen hat. Im Krieg zwischen den nicaraguanischen Machthabern und den Rebellen wird er vor die Entscheidung gestellt, nicht mehr nur Fotos, sondern Politik zu machen. Als Grazier von Regierungstruppen erschossen wird und er davon Bildmaterial besitzt, gerät er in Lebensgefahr.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 35 Jahren auf dem Buckel. Die Besetzung ist durchaus imposant, denn Nick Nolte, Gene Hackman und Jean-Louis Trintignant sind unter anderem mit dabei.

Der Film hat die Zeit auch sehr gut überstanden. Am Anfang gerät das ganze zwar etwas geschwätzig, aber nach einer guten halben Stunde geht’s dann richtig los und gerade im letzten Abschnitt ist der Streifen richtig spannend und wirkt auch sehr realistisch. Besonders interessant und auch gut herausgearbeitet ist hierbei der Konflikt, in den Russel Price gerät.

Überragend ist hier das Bild. Sollte man Nick Nolte oder Gene Hackman nicht kennen, könnte man meinen, es wäre ein ganz neuer Film, der eben im Jahre 1979 spielt. Das Bild ist auf absolutem TOP-Niveau. Hier ist keinerlei Grieseln zu sehen, auch Blitzer sind nicht vorhanden. Ich kenne mindestens 20 neue Blu Rays von Filmen, die mit so einem grandiosen Transfer nicht aufwarten können. Auch der Ton ist mehr als ordentlich aufgemotzt und die Kampfszenen und Actioneinlagen dröhnen aus den Boxen.

Das ganze erscheint als wunderschön gestaltetes Media-Book mit dem Original Filmplakat als Cover. Noch dazu gibt es ein 20seitiges Booklet, das sich mit den damaligen Geschehnissen in Nicaragua beschäftigt und auch Informationen vom Set liefert.

Merkwürdigerweise war der Streifen damals ein echter Flop und spielte nicht mal sein Geld wieder ein, trotz der guten Besetzung und des hervorragenden Regisseurs Roger Spottiswide, der ja später richtig bekannt wurde und mit Filmen wie SCOTT UND HUTSCH oder AIR AMERICA Erfolge feierte.

Fazit: Eine hervorragende Umsetzung eines ordentlich gealterten Streifens, den man heute auch noch gut schauen kann. Zudem ist das Mediabook sehr schön gestaltet.

VIDEODROME – MEDIABOOK (Koch Media)

am 11. September 2018 unter Horror, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1981 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.
Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1983 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.

BODYCHECK (Justbridge)

am 22. August 2018 unter Drama, Klassiker abgelegt

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Der 17-jährige Farmersohn Dean Youngblood will unbedingt Profi in der kanadischen Eishockey-Junioren-Liga werden. Obwohl sein Vater gegen diese Karriere ist, schließt Dean sich den Hamilton Mustangs an. Auf dem Weg dorthin, bekommt er jedoch ganz schon auf die Fresse, denn in diesen unteren Ligen wird mehr geprügelt als gespielt. Als sein bester Freund Derek bei einem Spiel schwer lebensgefährlich verletzt wird, verlässt er das Team und geht auf die Farm zurück. Das Ende seiner Karriere, bevor sie begonnen hat?

Als ich den Film damals als kleiner Steppke gesehen habe fand ich ihn natürlich toll. Ein Typ der sich durchbeißt, dann natürlich auch noch ein süßes Mädel abbekommt und Karriere macht. Nach diesem Schema liefen alle Filme aus diesem Jahrzehnt ab, durchsetzt mit der „wenn du es willst kannst Du alles schaffen“-Attitüde.

Mittlerweile weiß ich aufgrund meines Alters natürlich das das Käse ist, weil viel zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Deshalb gehe ich an Filme meiner Jugend immer eher mit gemischten Gefühlen heran.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass sich der Streifen erstaunlich gut gehalten hat. Trotz seiner strammen Laufzeit von 105 Minuten kommt nie Langeweile auf und die Geschehnisse sind einigermaßen glaubwürdig. Die Dialoge sind wie immer bei Filmen aus der Zeit, ich formuliere es mal freundlich, „anders als man sie heute führen würde“, aber das war nunmal damals so. Insgesamt war ich aber doch überrascht, das mir der Film auch heute noch gefallen hat. Auch die Szenen auf dem Feld haben die Zeit gut überstanden und wirken nicht antiquiert, sondern dynamisch.

Apropos gefallen. Das kann man auch zur Restauration des Bildes sagen. Das ist nämlich besser, als manche neue Blu-Ray die ich in diesem Jahr gesehen habe. In den Innenaufnahmen ist das Bild im Hintergrund leicht verwaschen, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau. Ansonsten gibt es hier weder Filmblitzer, knackige Farben und nicht den Hauch von irgendwelchem Filmgrieseln. Hier hat man hervorragende Arbeit geleistet.

Dazu gibt es noch ein schickes Mediabook mit einem wunderschönen Inlay von 20 Seiten Geschichte rund um den Film. Der Regisseur war übrigens früher selbst Eishockeyspieler und weiß wovon er spricht.

Wer den Film schon immer haben wollte – hier ist er – in einer wirklich gelungenen Umsetzung.

KNIGHT MOVES (Koch Media)

am 03. Juli 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Geschichte dieses Kult-Thrillers dürfte allgemein bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung.

Während eines Schachturniers an der amerikanischen Westküste wird der Großmeister Peter Sandersen in eine mysteriöse Mordserie verwickelt: Das erste Opfer ist eine junge Frau, mit der er gerade die Nacht verbracht hat. Kurz darauf gibt sich ein Anrufer mit verstellter Stimme als Mörder zu erkennen und kündigt an, das tödliche “Spiel” fortzuführen. Deshalb gerät Peter Sandersen unter Verdacht und die Polizei setzt die Psychologin Kathy auf ihn an. Doch es geschehen weitere Morde..

KNIGHT MOVES gehörte für ich immer zu den besten Thrillern aller Zeiten, allerdings habe ich ihn auch das letzte Mal vor 20 Jahren gesehen und war nicht sicher, ob er mir im  2018 immer noch gefällt.

Die Antwort hierauf ist ein klares JA. Natürlich sind die Frisuren und Klamotten etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Geschichte ist und bleibt weiterhin faszinierend.

Alleine die Idee das der Killer die Mordserie nach einer Eröffnungsvariante des Schachs aufbaut, ist einfach sensationell. Auch wenn man auf die Auflösung nicht wirklich kommen kann, sind die Wendungen in dem Film sehr gelungen. On Top gibt’s noch die geniale Musik von ART OF NOISE Mitglied Anne Dudley.

Damals war die große Zeit von Christopher Lambert, der einen Kinohit nach dem nächsten landete – davon ist er heute meilenweit entfernt und froh, wenn ein Streifen überhaupt mal eine Kinoauswertung schafft. Diane Lane ist auch heute noch gut im Geschäft, während man von dem damals viel beschäftigten Tom Skeritt auch nur noch wenig hört.

Über Bild und Ton müssen wir uns nicht groß unterhalten, da KOCH dort immer Qualität anbietet und das dieser Streifen schon ein Viertel Jahrhundert alt ist, erkennt man wirklich nur an den Klamotten, denn das Bild ist hervorragend.

Endlich gibt es diesen Klassiker auf Blu Ray. Dazu hat man sogar noch einiges an Extras ausgebuddelt, es kommen alle Darsteller und der Regisseur zu Wort und noch einige weitere Schmankerl.

Fazit: Rundum gelungene Veröffentlichung.

THE CAR (Koch Media)

am 26. Juni 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Der Teufel hat vier Räder, kein Gewissen und mächtig PS unter der Haube. Zumindest beginnen das die Bewohner von Santa Ynez zu glauben, nachdem ein schwarzer und scheinbar führerloser Wagen mit eiskalter Brutalität mehrere Menschen überfährt. Als auch Sheriff Everett in wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder gerät, bleibt nur noch sein Stellvertreter Wade übrig, der den Kampf gegen den übermächtigen Gegner aufnehmen will, doch das kostet ihn auch ein privates Opfer.

Also ich muss zugeben, dass ich den Film noch nie gesehen und auch noch nie etwas davon gehört hatte, bin jetzt aber auch kein ausgewiesener Spezialist der 70er Jahre. Da Koch dem Streifen ein schickes Mediabook spendierte, muss er ja einen gewissen Bekanntheitsgrad haben.

Und ich war überrascht – man kann sich THE CAR auch heute durchaus anschauen, selbst als Erstsichtung, denn abgesehen von einigen typischen Sprüchen aus dem Jahrzehnt (die in den 80ern aber schlimmer waren) ist der Film durchaus spannend und realistisch inszeniert.

Ich habe mir auch die Extras angeschaut, wobei auch der Regisseur zu Wort kommt, der sich praktisch entschuldigt, dass die Effekte nicht so gelungen sind, weil der Streifen eben 20 Jahre zu früh kam, und die Computertechnik daher nicht vorhanden war. Ich würde ihm da widersprechen, denn ich fand alle Stunts sehr realistisch und für die damalige Zeit klasse. Gerade das Ende finde ich bemerkenswert.

Man hat das Gefühl, dass je älter der Film ist, den die Firma Koch in die Hände bekommt, desto besser die Restauration wird. Nicht nur das hier keine Blitzer zu sehen sind, auch leuchtet das Bild in satten Farben und unterscheidet sich nur minimal von neueren Produktionen..

Dazu gibt es ein richtig schönes Booklet, das auf viele Dinge der Entstehung und der Geschichte des Horrorfilms eingeht und somit kann ich für den Streifen eine klare Kaufempfehlung aussprechen – insbesondere für Menschen die Filme wie DUELL oder CHRISTINE mögen.

DER GROSSE EISENBAHNRAUB (Koch Media)

am 24. Mai 2018 unter Klassiker, Komödie, Suspense abgelegt

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Der Londoner Gentleman-Ganove Edward Pierce plant mal wieder einen Coup, diesmal soll dieser aber ein besonderer sein. Als erster Dieb will er Mitte des 19. Jahrhunderts einen fahrenden Zug um eine größere Ladung Goldbarren erleichtern. Hilfe bekommt er hierbei von seinem alten Kumpel Robert Agar und seiner Geliebten Miriam. Doch das Unternehmen gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Was soll ich hier noch mehr schreiben, die meisten dürften diesen Film eh kennen, in dem Michael Crichton, der die Vorlage schrieb, auch selbst Regie führte und einen erstaunlichen Cast auf die Beine stellte.

Sean Connery, Donald Sutherland und die damals noch relativ unbekannte Lesley-Anne Down, die später durch FACKELN IM STURM Berühmtheit erlangte, sind mit dabei.

An manchen Stellen wirkt der Streifen zwar etwas antiquiert (und das nicht nur weil er um 1850 spielt), insgesamt bietet er aber auch nach 40 Jahren noch durchaus solide Unterhaltung mit Sean Connery in einer Paraderolle.

Das Bild ist für Koch-Verhältnisse nicht so gut wie gewohnt. Man sieht doch in vielen Szenen einiges an Grieseln, Filmblitzer sind keine zu erkennen , aber das Ausgangsmaterial scheint in diesem Fall recht schlecht gewesen zu sein. Der Ton hingegen schallt in ordentlichem 2.0 durch die Boxen, was völlig in Ordnung geht, denn die Aufmotzung auf Dolby 5.1 oder noch höher klingt meistens gekünstelt.

Für Freunde des Streifens eine solide Veröffentlichung, mit einem Starensemble der Extra-Klasse.

AUF DER FÄHRTE DES ADLERS (Koch Media)

am 16. Mai 2018 unter Klassiker, Suspense abgelegt

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Es scheint ein Morgen wie jeder andere zu sein für Ellen und ihre beiden Kinder. Doch plötzlich fallen Schüsse. Eine Handvoll Terroristen dringt, mit Masken verkleidet, in ihr Haus ein und entführt die drei – ihre Hausangestellten werden mal so nebenbei erschossen. Der Ehemann, der sich zur Tatzeit auf einem Schiff befand und nicht gerade zu den armen Menschen gehört, erhält wenig später die Lösegeldforderung: Waffen und Munition im Wert von 25 Millionen Dollar. McCabe, Abenteurer, Draufgänger und praktischerweise Ellens Ex-Mann, wird ebenfalls über die Entführung informiert und hilft eher widerwillig. Er findet heraus, dass die Entführten auf einem Berg in einem alten griechischen Kloster festgehalten werden. Zusammen mit einer Gruppe von Drachenfliegern schmiedet McCabe einen Befreiungsplan. Der gestaltet sich aber schwierig.

Nun, ich habe den Film heute zum ersten Mal gesehen und muss sagen, dass er die Zeit ganz gut überlebt hat, denn immerhin hat er auch schon über 40 Jahre auf dem Buckel. Einige Handlungsweisen, auch der Entführer sind dabei genauso unsinnig wie in heutigen Filmen – das hat man sich bis in die Neuzeit bewahrt. Zudem sterben die Darsteller erbärmlich schlecht, was aber auch eine Krankheit der 70er Jahre Filme ist.

James Coburn wurde immer gerufen, wenn man einen harten, rauen Typen mit Herz am rechten Fleck zu besetzen hatte. Das war insgesamt seine Paraderolle,obwohl er in sehr vielen verschiedenen Genres daheim war.

Er ist auch der bekannteste Darsteller in dem Streifen, zusammen mit Robert Culp, der in den 60ern mit Bill Cosby in der Serie „Mit Tennisschläger und Kanonen“ (einer der blödesten Titel aller Zeiten) agierte. Zum Glück kann er die Demontage seines Freundes heute nicht mehr miterleben.

Der Ton macht einen ordentlichen Eindruck, auch wenn es manchmal in lauten Szenen etwas scheppert in den Boxen. Das Bild ist durchwachsen. Anfangs grieselt es gewaltig, wird aber dann nach einigen Minuten besser, hat aber im Laufe des Films immer wieder kleine Probleme in dieser Richtung,

Insgesamt ordentlich umgesetzte Veröffentlichung eines angeblichen Klassikers, den ich aber noch nie zuvor gehört hatte. Aber ich bin nun auch kein ausgewiesener 70er Jahre Experte. Kollege Halmer wird ihn sicherlich kennen^^.

ENTITY (Koch Media)

am 31. März 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Was kann schlimmer sein als die Angst vor dem nicht Sichtbaren? Die alleinerziehende Carla Moran führt ein beschauliches Leben, mit ihren 3 Kindern, bis sie eines Nachts von einem unsichtbaren Wesen vergewaltigt wird. Natürlich glaubt ihr das niemand und auch sie selbst vermutet, dass es nur ein schrecklicher Albtraum war, doch als sich diese Ereignisse häufen, sucht sie einen Psychiater auf, der natürlich ganz anders ansetzt und vieles auf ihr schwieriges Leben zurückführt, das sie in der Kindheit hatte. Als das Wesen dann auch noch die ganze Wohnung verwüstet und die sexuellen Attacken unerträglich werden, sucht Carla Experten für Parapsychologie auf.

Es gibt Filme die stehen schon ewig lange auf meiner Wunschliste. Das Versprechen der Firmen, das alle Streifen, die es mal auf DVD gab, bis Ende 2017 auch im Handel als Blu Ray erhältlich sein werden, erwies sich dabei als Schwachsinn, da gerade die Majors an so Kleinkrams gar nicht interessiert sind.

ENTITY ist aber immerhin 35 Jahre alt und solche Streifen fallen leider sehr oft durch den TEST OF TIME, weil sie einfach nicht mehr das nötige Grauen vermitteln, wie es viele der Filme heute tun. THE FOG ist zB ein Beispiel, das dieses Problem nicht hat, den kann man auch heute noch super schauen und so auch ENTITY.

Das liegt vor allem an der guten Darstellung der Barbara Hershey und an dem genialen Soundtrack, der die spannenden Szenen und die Angriffe perfekt untermalt. Auch die Synchronisation wirkt nicht so altbacken wie bei vielen Filmen dieser Dekade.

Das es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, ist natürlich unglaublich, doch man kann dies überall nachlesen und auch die damaligen Parapsychologen äußern sich im Internet dazu und können es sich bis heute nicht erklären.

Nach dem Umzug der Familie wurden die Attacken sanfter und seltener, warum? Das weiß auch bis heute niemand…..

Fazit: Unbedingt kaufen, da auch das Bild, abgesehen von einigen Blitzern, sehr gut restauriert wurde.