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Archiv der Kategorie 'Klassiker'

STEPHEN KING SPECIAL: KATZENAUGE/WERWOLF VON TARKER MILLS (Koch Media)

am 18. September 2017 unter Horror, Klassiker, Reviews abgelegt

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Mitte und Ende der 80er erlebten KING Verfilmungen ihre absolute Hochzeit. Ich glaube kein Autor wurde so oft in Bildern umgesetzt, wie der Meister des Grauens.

KOCH veröffentlicht nun 2 dieser Streifen, von denen insbesondere der eine Kultstatus genießt.

KATZENAUGE sind 3 Kurzgeschichten, die eigentlich nur lose verbunden sind, eben durch ein Kätzchen das 3 Abenteuer erlebt. Die beiden ersten Geschichten sind auch heute noch sehr unterhaltsam.

James Woods versucht sich, das Rauchen abzugewöhnen und sucht dabei professionelle Hilfe auf. Diese Firma greift jedoch zu recht unorthodoxen Methoden, um dem Kunden die Sucht auszutreiben.

Im Zweiten Teil begeht Robert Hays den Fehler mit der Frau eines Millionärs und Zockers anzubandeln. Der kommt beiden auf die Schliche und bietet dem Nebenbuhler einen perfiden Deal an.

Dia letzte Geschichte hat das Problem, das die Effekte überholt sind, denn der kleine Schurke, der die kleine Drew Barrymore heimsucht, wirkt heute doch sehr antiquiert.

DER WERWOLF VON TARKER MILLS hat ein ähnliches Problem, denn natürlich sind über 30 Jahre später in Sachen Effekte ganz andere Dinge möglich. Dennoch ist die Geschichte spannend erzählt und mit Gary Busey und Corey Haim (den ich früher unheimlich gern gesehen habe, der aber leider Suizid beging) auch ordentlich besetzt.

Das kleine Städtchen TARKER MILLS wird von einer grauenhaften Mordserie erschüttert. Menschen werden auf bestialische Weise abgeschlachtet. Nur der an den Rollstuhl gefesselte Marty glaubt zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Doch niemand hört ihm zu – außer seiner Schwester, mit der er den Kampf gegen das Wesen aufnimmt.

Für Sammler der Verfilmungen sind beide Veröffentlichungen sicherlich Pflicht. Denjenigen kann ich auch gutes berichten, denn was hier in Sachen Bild herausgeholt wurde, ist schon fast sensationell, zumindest auf meinem Plasma-TV.

KATZENAUGE unterschiedet sich von neueren Produktionen lediglich durch die etwas blasseren Farben, ansonsten ist Bildrauschen nahezu nicht vorhanden. Ebenso gelungen auch die andere Restauration. Dort blitzt es anfangs ein paar Mal, danach ist das Bild aber genauso gut. Da hat man wirklich tolle Arbeit geleistet.

Fazit: 2 Veröffentlichungen für King Fans. Die Umsetzung ins Jahr 2017 ist hervorragend gelungen. Zudem sind beide Streifen, wenn man bei den Effekten Abstriche macht, auch heute noch gut ansehbar.

ZWEI MINUTEN WARNUNG (Koch Media)

am 12. September 2017 unter Action, Klassiker, Suspense abgelegt

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Ich muss zugeben, dass ich von dem Streifen noch nie etwa gehört hatte, kannte aber die Regelung (2 Minute Warning) beim Football, da ich mich mal für den Sport interessiert habe. Grundsätzlich sind zumindest rudimentäre Kenntnisse nicht schlecht, denn neben der Krimi-Handlung geht man auch sehr viel auf die Sportart an sich ein und Menschen, die das Spiel nicht kennen werden die Zählweise als etwas merkwürdig empfinden.

Im voll besetzten Football-Stadion in Los Angeles hat sich ein eiskalter Killer eingeschleust. Als dieser entdeckt wird, versuchen Polizeichef Holly und SWAT-Einsatzleiter Button das Unglück abzuwenden. Jedoch kennt man das Ziel des vermeintlichen Killers nicht und geht davon aus, das es der Präsident der USA ist, der auch zu dem Spiel erscheinen will. Zudem ist seine Position dermaßen gut abgesichert, das man nur schwer an ihn drankommt. Eine Evakuierung scheint bei 100000 Menschen ebenfalls sinnlos. Die Zeit tickt….

Wie bereits erwähnt, kannte ich den Film nicht, war aber über dessen Qualität überrascht, denn die Mischung aus Krimi und Sportfilm kommt erstaunlich interessant daher, denn große Teile befassen sich eben auch mit Football an sich.

Die eigentliche Spannung bezieht sich aber darauf, wen der Schütze denn nun abknallen will, denn im Endeffekt ist das mit dem Präsident nur eine Vermutung.  Daher hat man vorher einige Charaktere eingeführt, deren Schicksale man begleitet und auf die der Schütze auch anhält – aber nicht abdrückt.

Das Bild ist sehr ordentlich, geht nur in die Knie, wenn zum Beispiel blauer Himmel gezeigt wird, da rauscht es doch im Blätterwald. Ansonsten aber eine gelungene Restauration. Der Ton geht ebenfalls in Ordnung – insbesondere die Spielszenen kommen recht dynamisch rüber.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus spannender Krimi, der vielleicht aber 20 Minuten zu lang gerät. Mit Charlton Heston, Jack Klugman, John Cassavettes und dem jungen Beau Bridges zudem sehr gut besetzt. Freunde des Streifens dürften mit der Umsetzung sehr zufrieden sein.

INFERNAL AFFAIRS – TRILOGIE (Splendid)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

Steel Front

TEIL 1

Cop Yan arbeitet bereits seit Jahren undercover beim Drogenbaron Sam und versorgt seinen Chef mit Informationen, um dem Gangster endgültig das Handwerk zu legen. Das gestaltet sich jedoch nicht ganz einfach, denn auch bei der Polizei hat man einen Spitzel eingeschleust. Der engagierte und scheinbar gesetzestreue Lau warnt seinen heimlichen Boss vor anstehenden Polizeiaktionen. Als sich deren Wege kreuzen, wird es gefährlich und zwar für beide Parteien.

TEIL 2

Wong und Sam sind eigentlich befreundet, stehen aber auf verschiedenen Seite des Gesetztes. Während ersterer ein hohes Tier bei der Polizei ist, arbeitet Sam im kriminellen Gewerbe und ist sich auch nicht zu schade für Oberboss Ngai die Drecksarbeit zu machen. Als deren Familienoberhaupt ermordet wird, droht die Lage zu eskalieren und Wong bittet seinen Freund um Hilfe.

TEIL 3

10 Monate sind vergangen seit Lau den Cop Yan erschossen hat. Eine interne Untersuchung ergab jedoch, das man den Polizisten hierfür nicht verantwortlich machen kann. Auch seine Arbeit für den Gangster Sam blieb unbemerkt, und so wird er wieder für den aktiven Dienst rekrutiert. Lau hat sich geschworen, nun ein besserer Mensch zu werden und gesetzestreu zu handeln – was nicht immer einfach fällt.

So weit die kurzen Zusammenfassungen der 3 Teile, die mittlerweile enormen Kultstatus erreicht haben.

Sollte es noch Menschen geben, die nicht wissen, das Teil 1 einige Jahre später ein amerikanisches Remake namens DEPARTED erhielt (bei dem man eine Besetzungsliste auffuhr, die ihresgleichen suchte) sei dies noch einmal kurz erwähnt. Über die Qualität des Streifens, der bei imdb einen Schnitt von über 8 hat gibt es sicherlich auch keinen Zweifel.

Die Ereignisse des zweiten Teils spielen hingegen in der Vergangenheit, als Sam und Wong noch gut befreundet waren. Der Streifen geht als eigenständiger Film durch und hat außer der Machart und den beiden Darstellern eigentlich nicht sehr viel mit dem Vorgänger zu tun. Andy Lau und Tony Chiu-Wai Leung fehlen natürlich hier zwangsläufig, weil sie da noch nicht im Dienst waren.

Teil 3 hingegen schließt direkt am Debüt an und spielt 10 Monate später. Dies ist auch der schwächste Teil der Trilogie was damit zusammenhängt, das hier dermaßen viele Zeitsprünge dabei sind, bei denen man doch den Überblick verliert. Dem fällt besonders schwer zu folgen, wenn Menschen auftauchen, die vorher schon verstarben. Kennt man Teil 1 nicht braucht man Nummer 3 erst gar nicht schauen sonst versteht man gar nichts.

Den Filmen wurde ein sehr schönes Steelbook kredenzt, das nur unwesentlich teurer ist als die normale Variante, aber ordentlich was hermacht. Die Discs sind glücklicherweise einzeln dabei und die Filme wurden daher nicht komprimiert-gequetscht, um irgendwie Geld zu sparen, was mir bei vielen Veröffentlichungen der letzten Zeit tierisch auf den Zeiger ging.

Bild und Ton stehen aktuellen Produktionen in nichts nach. Ob hier eine Bearbeitung erfolgte ist mir nicht bekannt, spielt im Endeffekt aufgrund der guten Qualität keine Rolle.

Endlich ist auch diese Lücke im Filmregal vieler Sammler geschlossen worden.

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UNTERNEHMEN CAPRICORN (Koch Media)

am 23. August 2017 unter Drama, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1977. Der erste bemannte Flug zum Mars steht bevor und die ganze Welt schaut auf Amerika. Doch dann stellt sich heraus, das die Lebenserhaltungssysteme einen Defekt haben und die Astronauten den Flug niemals überleben würden. Also werden sie heimlich aus dem Raumschiff geholt und das Ganze per Fernsteuerung gelenkt. Da die Finanzierung des Raumfahrtprogramms jedoch auf der Kippe steht, hat man ein riesiges Studio gebaut und dort die Oberfläche des Mars nachgestellt. Die Astronauten sollen hier eines der größten Täuschungsmanöver in der Geschichte der Menschheit durchführen und so tun, als wären sie auf dem roten Planeten. Als sie sich weigern, droht man ihnen, ihre Familien umzubringen. Zunächst klappt der Schwindel, doch so langsam fallen einigen Leuten Ungereimtheiten auf – und man kann nicht alle verschwinden lassen…

UNTERNEHMEN CAPRICORN gehört sicherlich zu einem der besten Filme der 70er Jahre und mich wundert, wieso hier noch nie ein Remake gedreht wurde, denn die Möglichkeiten dazu sind gegeben, denn man träumt ja noch immer vom Flug zum Nachbarplaneten

Ob allerdings bei den ganzen technischen Möglichkeiten ein Schwindel so durchführbar wäre, steht wiederum auf einem anderen Blatt. In den Zeiten von Internet, Smartphones und hochentwickelten Computern, wäre das dem Zuschauer vielleicht auch schwer zu vermitteln.

Zudem gab es damals auch noch den Wettlauf der beiden Großmächte USA und RUSSLAND. Zwar mischen heute die Chinesen mit, doch diese berühmte Kalte Krieg-Rivalität existiert, zumindest in der Raumfahrt, heute einfach nicht mehr.

Regisseur Peter Hyams gelang mit einem seiner ersten Filme ein absoluter Hit. Das schaffte er auch noch an anderer Stelle denn EIN RICHTER SIEHT ROT und insbesondere der geniale DAS RELIKT sind auch von ihm.

Die Besetzung ist zudem großartig, James Brolin, Sam Watesrston, Hal Holbrook, Elliot Gould, und viele bekannte Gesichter wirken hier mit.Bis in die Nebenrollen hat man hier bekanntes Personal aufgefahren.

Das Steelbook ist, wie man es von KOCH kennt, sehr hübsch gestaltet. Die Bildqualität ist für so einen alten Film sehr ordentlich, es grieselt an manchen Stellen schon etwas, was aber irgendwie nicht wirklich stört. Dafür ist der Streifen ja auch 40 Jahre alt. Den Ton hat man so gut es ging aufgemotzt und er erfüllt seinen Zweck, besonders beim Start der Rakete dröhnt es recht mächtig aus den Boxen.

Dazu hat man tatsächlich noch Bonusmaterial aufgetrieben, es gibt diverse Interviews unter anderem mit dem Regisseur, den Trailer, Setimpressionen und sogar einen Radio-Spot.

Insgesamt ein rundum gelungenes Gesamtpaketes eines Filmes, der diese Qualität allerdings auch verdient.

SCHLACHTHOF 5 (Koch Media)

am 17. August 2017 unter Klassiker abgelegt

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Billy Pilgrim, seines Zeichens amerikanischer Optiker in den besten Jahren, muss plötzlich feststellen, dass er zwischen den Zeiten ins Schwimmen geraten ist. In wirrer Abfolge muss er Ereignisse seiner Vergangenheit, Gegenwart und vermeintlichen Zukunft durchleben. So übersteht er noch einmal als amerikanischer Kriegsgefangener die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg und findet sich im nächsten Moment von Außerirdischen entführt als Ausstellungsobjekt im Zoo auf dem Planeten Tralfamadore.

Da ist die insgesamt doch recht krude Geschichte eines Streifens aus dem Jahre 1972, der in gewissen Kreisen Kultstatus genießt, allerdings wahrlich nicht für jedermann geeignet ist. Das liegt auch an dem sehr holprigen Erzählstil und den vielen Zeitsprüngen.

Hier wäre ein Remake durchaus interessant, da die Geschichte an sich durchaus reizvoll ist, aber vor 45 Jahren drehte man eben Film noch ganz anders als heute und das merkt man hier auch.

Zur technischen Seite gibt es zu sagen, das mitunter doch ein recht starkes Flimmern auftritt, das sich aber im Laufe des Films gibt. Das Bild ist solide, jedoch war das Ausgangsmaterial wohl nicht gut genug, denn KOCH MEDIA sind bekannt dafür, das die auch aus ollen Kamellen noch viel herausholen. Der Ton hingegen wirkt homogen, wenn natürlich auch kein wirkliches Highlight, da nur in 2.0 vorhanden.

Menschen die diesen Film schon immer mochten (und davon gibt es im Internet sehr viele) dürften sich über die Veröffentlichung freuen, deren Qualität ich als solide bezeichnen würde. Ich selbst tue mich mit diesem Streifen allerdings auch schwer.

DAS KINDERMÄDCHEN/WAXWORK (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Koch veröffentlicht 2 relativ bekannte Horrorfilme, die Ende der 80er auf VHS erschienen sind.

DAS KINDERMÄDCHEN stammt aus dem Jahre 1990 und ist von William Friedkin, der 18 Jahre zuvor mit DER EXORZIST einen absoluten Kultfilm erschuf, und in seiner Vita einige gute Filme stehen hat. Da wären zum Beispiel JADE oder RULES zu nennen.

Kate und Phil sind ein erfolgreiches Ehepaar, das aber wegen seines Jobs nach Los Angeles ziehen muss. Kurz darauf engagieren sie die sympathische Camilla als Kindermädchen für den Nachwuchs – um den sie sich auch rührend kümmert. Doch Madame gehört einer uralten Religion an, die Kinder an einen Baumgott opfert.

Ein weiterer, zumindest in Fachkreisen recht bekannter Regisseur ist Anthony Hickox, Sohn von Douglas, der mit THEATER DES GRAUENS und BRANNIGAN, 2 Kultfilme im Gepäck hat. Der bekannteste Streifen des Sohnes dürfte wohl HELLRAISER 3 sein. Später aber fabrizierte er leider ziemlichen Mist.

In einer amerikanischen Kleinstadt eröffnet eines Tages ein geheimnisvolles Wachsfigurenkabinett, in dem verschiedene populäre Horrorszenarien dargestellt sind. Bei einem Mitternachtsbesuch merken 6 Jugendliche schnell, das es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, als sie plötzlich in der Vergangenheit landen und die oben erwähnten Szenarien live nochmal erleben, was zwangsläufig Opfer kostet.

Beide Streifen wirken heutzutage von der Geschichte ziemlich krude. Damals war das extrem originell und sowohl KINDERMÄDCHEN als auch WAXWORK erlangten in VHS Kreisen Kultstatus, wobei von letzterem sogar noch eine Fortsetzung folgte.

Menschen die diese Filme heute zum ersten Mal sehen, werden wohl eher erschrecken, aufgrund der Naivität , wobei „Das Kindermädchen“ die Zeit noch etwas besser überstanden hat. Daher sind beide Veröffentlichungen definitiv nur für Menschen geeignet, die sich gerne an Relikte aus der Jugend erinnern.

In Sachen Bild macht WAXWORK den besseren Eindruck. Natürlich liegt das nicht im Bereich einer heutigen Blu-Ray Produktion, doch der Streifen ist rauschfrei und auch Blitzer sieht man keine. Von denen gibt es bei KINDERMÄDCHEN einige, dafür wirkt der Ton etwas homogener und insgesamt ist auch der Film deutlich gruseliger, da einige Effekte bei WAXWORK doch mittlerweile sehr angestaubt wirken. Mit dabei ist übrigens Zach Galligan, den man aus GREMLINS kennt.

Bei beiden hat man immerhin auch einiges an Bonusmaterial dazugepackt. Bei WAXWORK gibt ein recht aktuelles Interview mit dem Regisseur und eine Art Making of.. Beim KINDERMÄDCHEN sage und schreibe 2 Stunden Interviews, sowie ein kurzes Making of und Infos zu Cast und Crew.

Fazit: Für Sammler der 80er und 90er Kultstreifen ist das sicherlich eine Freudentag. Ein 18 Jähriger der diese beiden Produktionen heute sieht, wird bestenfalls mit dem Kopf schütteln und nach 20 Minuten anfangen mit dem Handy zu spielen.

FORTRESS (Koch Media)

am 05. Juli 2017 unter Action, Klassiker abgelegt

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Die Geschichte dieses Kultfilms dürfte allgemein bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung:

Amerika in der Zukunft: Die Rohstoffe sind erschöpft und pro Elternpaar ist nur noch ein Kind erlaubt. Karen und ihr Mann John Brennick verstoßen gegen diese Auflage und werden bei einer Kontrolle geschnappt.. Brennick muss daraufhin für läppische 31 Jahre in die „Festung“, dem sichersten Gefängnis der Welt. Es gibt Schmerzsonden für Gefangene und Zonen in denen einen der Tod erwartet. Dazu noch einen sadistischen Knastchef, der zudem ein Auge auf Karen geworfen hat, die dort ebenfalls eingesperrt ist. Gegen gewisse „Dienstleistungen“ verspricht er, ihren Mann in Ruhe zu lassen. Doch ist die FESTUNG wirklich komplett ausbruchssicher?

Fortress im Jahre 2017 hat das gleiche Problem wie so viele andere Filme die in den 80ern und 90ern produziert wurden. Heutzutage wirken insbesondere die CGIs doch extrem altbacken. Insbesondere Ende der 90er und im neuen Jahrtausend wurden in diesem Bereich, rasend schnell, enorme Fortschritte erzielt. Das wird allerdings Fans des Streifens nicht wirklich interessieren.

Christopher Lambert war nach seiner Rolle in Highlander schwer angesagt und spielte dann auch in ziemlichem Schrott mit. Fortress, Roadflower und der leider immer noch nicht auf BR erschienene KNIGHT MOVES, für mich einer der besten Thriller aller Zeiten, bildeten da eher die Ausnahme.

Laut Cover ist dies die erste UNRATED Fassung auf der ganzen Welt. Ich muss aber zugeben, das ich das nicht wirklich untermauern kann, denn ich glaube diesen Streifen gibt es in gefühlt 25 Versionen. Im Zuge der großzügigeren FSK kommt so etwas heutzutage ab 16 auf den Markt, wobei der Film an machen Stellen durchaus recht derb ist.

Das Master dürfte allerdings nicht so toll gewesen sein, denn KOCH MEDIA, bekannt dafür selbst aus alten Schinken noch bildtechnisch alles herauszuholen, schaffen es auch hier nicht über solide DVD Qualität. Der Ton macht da einen besseren Eindruck und knallt in 5.1. ganz ordentlich aus den Boxen.

Fazit: Aus vielen Foren weiß ich, das FORTRESS sehnlichst erwartet wurde. Die Umsetzung ist insgesamt durchaus gelungen. Als Bonus gibt es auch noch ein alternatives Ende (keine Ahnung wo man das ausgebuddelt hat) und den irgendwie lustig-altmodisch anmutenden Trailer.

AMBULANCE (KOCH MEDIA)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Comiczeichner Josh spricht in New York auf der Straße seine Traumfrau Cheryl, an, der er schon wochenlang hinterherhechelt. Doch plötzlich hat sie einen Schwächeanfall und wird von einem Krankenwagen abgeholt. Als Josh sie im Krankenhaus besuchen will, wurde sie weder da, noch in irgend einem anderen New Yorks eingeliefert. Dann findet er heraus das dieser Krankenwagen anscheinend Diabetiker entführt, doch der ermittelnde Detective glaubt ihm nicht. Lediglich die Streifenpolizistin Dandra versucht ihm zu helfen und bald geraten beide in akute Gefahr.

Ich glaube 1990 kannte diesen Film so ziemlich jeder Videothekengänger. Im Kino nicht wirklich ein Hit, entwickelte sich der Streifen auf VHS zu einem Renner, für den man dann auch mal anstand, um ihn zu bekommen (so war das früher).

Doch wie das oft bei solchen Produktionen ist, kann man solche Filme 25 Jahre später nicht mehr schauen, weil die Dialoge heutzutage total beknackt wirken. AMBULANCE hat den Test of Time überraschend gut bestanden. Die Story ist originell, die Konversationen sind zwar nicht mehr zeitgemäß, aber auch nicht zu lächerlich. Lediglich die vollkommen bescheuerten Klamotten und Frisuren sind schauderhaft.

Doch das soll hier nichts zur Sache tun. Kümmern wir uns also um die technische Seite. Wie man das von KOCH gewohnt ist, bekommt man ein hervorragendes Bild geboten. Die Blu Ray hat eine ordentliche Qualität und kann mit B-Movies von heute durchaus mithalten. Der Ton ist in 2.0 und erfüllt seine Pflicht.

Das Mediabook enthält ein wunderschönes Inlay das die Geschichte und die Hintergründe der damaligen Produktion beleuchtet. Dazu gibt es die DVD und auch einiges an Bonusmaterial hat man noch ausgegraben, unter anderem Hintergründe zum Film die bestimmt genauso lange sind wie der Streifen selbst und einen Audiokommentar von Larry Cohen, dem Regisseur, der uns in den 80er und 90ern so viele gute Filme kredenzte – meist als Drehbuchautor. Unter anderem wären da MANIAC COP, NICHT AUFLEGEN und der leider völlig unbekannte DONOR (deutscher beknackter Titel : Skalpell des Schreckens) zu nennen.

Fazit: Ein sehr schönes Gesamtpaket, wie man es von Koch gewohnt ist. Natürlich ist das auch nicht ganz billig, aber Qualität hat eben ihren Preis.

PHANTASM RAVAGER (Koch Media)

am 08. Juni 2017 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Der unheimliche “Tall Man” macht seit Jahren mit seinen kleinen, fiesen Helfern und seinen mörderischen Silberkugeln die Welt unsicher. Reggie ist ihm immer noch auf den Fersen, seit er mit seinem Freund Jody und dessen jüngerem Bruder Mike das Geheimnis des angeblichen Bestatters entdeckt hatte: Durch die Dimensionstore die er geschaffen hat, ist er zudem sehr schwer zu fangen. Reggie ist des Jagens müde, muss jedoch noch ein letztes Mal den Kampf aufnehmen.

Teil 5 der Phantasm-Reihe wird definitiv der letzte sein. Man hat ihn aber gerade noch rechtzeitig fertigbekommen, denn Angus Scrumm, verstarb kurz nach dem Dreh im Alter von fast 90 Jahren. Reggie Bannister hat mittlerweile die 70 überschritten und sollte die Waffen nun auch endgültig niederlegen.

Was erwartet uns zum Schluss? Ein Wiedersehen mit jede Menge alter Bekannter, den berühmten Todeskugeln und Rückblicke auf die Vorgängerteile. Die ersten beiden der Serie waren die absoluten Höhepunkte..

Während Nummer 1 mehr von Spannung lebte, kam im Nachfolger durch die bösen Kügelchen noch einiges an Blutzoll dabei. Nummer 3 war durchaus auch noch gelungen, während man den letzten Teil vergessen konnte und nur noch mal schnell Geld auf dem Videomarkt machen wollte. Legendär ist die Titelmelodie, die ein wenig an einen Score von John Carpenter erinnert.

Nun die Recken sind in die Jahre gekommen und die Geschichte ist jetzt auch nicht wirklich innovativ. Zudem hat der TALL MAN fast ein wenig zu viel Screentime, denn das interessante waren eigentlich immer die Kurzauftritte, die besonders prägnant waren.

Im letzten Abschnitt gibt es eine Menge CGIs, die leider nur partiell in Ordnung gehen, aber das Budget war auch nicht besonders hoch. Zudem sieht das Blut doch sehr unecht aus.

Positiv anzumerken sind die Todeskugeln, die natürlich durch die technischen Errungenschaften heute viel mehr hermachen als noch vor 30 Jahren und zudem auch noch besonders fies drauf sind. Eine von denen geht mal richtig derb ab.

Auch wenn der letzte Teil nicht wirklich etwas Neues erzählt, so freut man sich doch noch einmal die ganzen bekannten Gesichter wiederzusehen. Da sieht man über die ein oder andere Länge hinweg. Ruhe in Frieden Angus.

Mit etwas Sympathiebonus:

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DIE ERSTE FAHRT ZUM MOND (Koch Media)

am 28. Februar 2017 unter Klassiker, SciFi abgelegt

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Einem Raumschiff gelingt die erste Landung auf dem Mond – dachte man zumindest, denn ein Astronaut findet eine britische Flagge und eine Urkunde in der steht, das ein gewisser Mr. Bedford den Erdtrabanten bereits 1899 besucht hat und dieser nun Königin Viktoria gehört. Nach seiner Rückkehr auf die Erde, versucht man herauszufinden, wie das möglich sein kann, das bereits vor so vielen Jahren eine Weltraumexpedition stattgefunden hat. Die Spur führt in ein Seniorenheim in England.

Also ich finde es schon erstaunlich, das jeder Mist ein Remake erhält, solch eine putzige Idee aber nicht. Dabei würde sich das doch gerade zu anbieten, denn sind wir mal ehrlich – das die Effekte die damals sicherlich als toll galten, heutzutage nach Mottenkiste aussehen, kann man einem Film aus dem Jahre 1964 nun wirklich kaum übel nehmen.

Das ganze erscheint in der Ray Harryhausen Effects Collection, die Koch bereits vor einigen Jahren gestartet hat und die skurrile Dinge an die Oberfläche fördert. DEN Streifen hab ich jedenfalls noch nie gehört, geschweige denn gesehen.

Insgesamt unterhält das Gezeigte durchaus, wenn man natürlich auch völlig andere Maßstäbe anlegen muss, als bei heutigen Produktionen.

Dafür gibt es aber von technischer Seite, wie fast schon normal, bei Veröffentlichungen von KOCH, absolut nichts auszusetzen. Als Ton wird hier DTS HD 4.0 angegeben, was in Wahrheit aber nichts anderes ist als solides Stereo, aber das geht vollkommen in Ordnung.

Das Bild ist für einen über 50 Jahre alten Film allerdings ein Knaller. Kaum sind Blitzer oder Unschärfen auszumachen und so sieht der Streifen wie eine Produktion der letzten 10 Jahre aus. Immer wieder erstaunlich was man aus so ollen Kamellen rausholen kann, wenn man sich Mühe gibt und nicht wie Warner alles einfach auf DVD presst (ich sage nur immer wieder „die 12 Geschworenen“).

Wer den Streifen schon immer sei Eigen nennen wollte, kann hier nichts falsch machen.