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Archiv der Kategorie 'Klassiker'

DOG SOLDIERS – MEDIABOOK (Koch Media)

am 26. März 2019 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Es ist eine eigentlich sinnlose Übung, die die paar Soldaten abhalten. Die meisten ärgern sich eher darüber, das sie das Fußballspiel zwischen England und Deutschland verpassen. Doch das ist bald ihr kleinstes Problem, denn sie werden plötzlich von merkwürdigen Wesen attackiert, die aussehen wie Werwölfe. Als eine zweite Einheit hinzukommt, sind bis auf den Captain alle tot. Und auch die neue Truppe macht schnell Bekanntschaft mit den Viechern. Glücklicherweise werden sie von einer Forscherin gerettet, die sie auf ihren Bauernhof bringt. Doch bald werden sie auch dort überfallen und müssen um ihr Leben kämpfen.

Der Streifen hat über die Jahre absoluten Kultstatus erlangt und bekam auch auf mehreren Festivals Preise. Es war das Erstlingswerk von Neil Marshall, der danach als Regisseur von THE DESCENT voll durchstartete, sich aber später eher auf Fernseharbeiten konzentrierte.

Es handelt sich hierbei um die erste Veröffentlichung als Blu Ray und natürlich als UHD, die es 2002 beim Release noch nicht gab, über deren Qualität ich jedoch nichts aussagen kann, da ich keinen solchen Player besitze.

Das Mediabook lässt definitiv keinerlei Wünsche offen. In einem festen und schicken Einband gibt es ein toll gestaltetes Inlay, das sich mit der Geschichte des Werwolf-Genre beschäftigt und dabei auf wirklich alle Facetten eingeht – sowohl was die Anfänge betrifft, als auch neuere Streifen wie WHEN ANIMALS DREAM erwähnt. Geschrieben von einem wirklich guten Experten, der jede Menge Filme aufführt, die ich auch nicht kannte.

Die Extras dieser Veröffentlichung sprengen hier fast den Rahmen, daher seien nur einige genannt. Es gibt 3 Audiokommentare, einen davon unter anderem mit Marshall, entfallene Szenen, den Kurzfilm „Combat“ vom gleichen Regisseur, eine Gag-Reel, Interviews und vieles andere, so dass man sich auch nach Sichtung des Streifens wirklich noch stundenlang mit dem Film und auch eben der Geschichte des Genres beschäftigen kann.

Der Streifen ist wie oben erwähnt als UHD, Blu Ray und DVD vorhanden, so das im Falle eines späteres Updates (wenn man sich einen Player anschaffen sollte) hier auch gleich die passende Disc dafür griffbereit ist.

So bleibt unter dem Strich eine mehr als würdige Veröffentlichung eines Kultstreifens, der das muss man aber dazu sagen, damals schon die Geister scheidete. Die überwiegende Zahl der Kritiker fand ihn klasse und auch viele Zuschauer. Da der Film im Endeffekt aber doch eine eher kleinere Produktion ist/war, gab es auch welche, die ihn nicht mochten. Daher sollten Nichtkenner, sich den Film vielleicht erstmal ausleihen, Der Rest wird mit der Veröffentlichung hoch zufrieden sein.


EXTREMITIES (Koch Media)

am 19. Februar 2019 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Nachdem sie nur um Haaresbreite einer versuchten Vergewaltigung entgangen ist, wird Marjorie verständlicherweise von dem Gedanken verfolgt, dass der Angreifer ihr wieder auflauern wird, denn er hat ihr Portemonnaie gestohlen und weiß wo sie wohnt. Die Polizei jedoch will ihr keinen Schutz gewähren.Und tatsächlich bricht dieser kurz darauf bei ihr ein und misshandelt sie. Doch ihr gelingt es, den Spieß umzudrehen, sich zu befreien und ihren Peiniger zu überwältigen. Das Problem ist nur, dass man ihm natürlich keine versuchte Vergewaltigung nachweisen kann und er ruckzuck wieder auf freiem Fuß wäre. Ihre beide nach Hause gekommenen Mitbewohnerinnen wehren sich allerdings dagegen,Selbstjustiz zu üben.

Damals war dieser Film fast so etwas wie ein Skandal, da man das Thema gerne kleinredete. Heute sieht das natürlich, bei allem was in den letzten 30 Jahren so passiert ist, etwas anders aus.

Trotzdem (und das tue ich bei Filmen dieses Alters eher selten, sondern konzentriere mich auf die Restauration), bewerte ich den Film, denn ich finde, er hat die Zeit insgesamt sehr gut überstanden. Der Titeltrack ist ein typischer 80er Jahre Song und die Klamotten sind natürlich grausig, aber der komplette Film, die Handlung und die Dialoge funktionieren auch heute noch erstaunlich gut.

Fehlt nur noch die passende Umsetzung dazu und da KOCH MEDIA den Film restaurierte, weiß man sofort, das gute Arbeit abgeliefert wurde, denn die Bildqualität ist hervorragend. Schöne Farben, nahezu keinerlei Rauschen (zumindest nicht mehr als ab und an bei aktuelle Streifen auch) und keine Blitzer sind zu sehen.

Der Ton ist insgesamt natürlich etwas leise und hat bei weitem nicht die Power wie bei heutigen Produktionen. Ich persönlich finde es aber besser, wenn man das so lässt und nicht künstlich auf 6.1 hochsteuert, denn das hört sich dann meist grausig an.

So bleibt unter dem Strich in allen Punkten eine klare Kaufempfehlung.

DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT (Koch Media)

am 12. Februar 2019 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Anthropologie-Professor Donald Blake bekommt für seine Forschungsarbeit einen seltenen vorzeitlichen Fisch geliefert, der nur noch in den Gewässern vor Madagaskar zu finden ist. Während seiner Arbeit an dem Fisch verletzt sich Blake und es gelangen radioaktiv verseuchte Bakterien in seine Blutbahn. Als die Assistentin des Professors kurz darauf ermordet in seinem verwüsteten Büro aufgefunden wird, stößt die Polizei bei ihren Ermittlungen auf ungewöhnliche Fuß – und Fingerabdrücke. Es beginnt eine Jagd nach dem Unbekannten.

Dieser Film von Jack Arnold, der sein letzter werden sollte – zumindest im Horrorbereich, zählt zu den eher unbekannten Arbeiten des Regisseurs. In den sehr interessanten Extras erzählt er in einem langen und gut geführten Interview, dass er den Film eigentlich nicht drehen wollte, weil ihm viele Stellen des Drehbuchs nicht gefielen, er aber keine Zeit bekam, diese abzuändern.

Dafür ist der Streifen erstaunlich gut geworden. Heutzutage wäre eine solche Geschichte sicher etwas Normales, aber man muss sich überlegen, dass das Drehbuch mittlerweile 60 Jahre auf dem Buckel hat, insofern war das damals schon sehr innovativ.

Das Monster ist natürlich insgesamt eher bescheiden getrickst, erstaunlich aber, wie man die Rückverwandlung zum Menschen damals gefilmt hat, mit den bescheidenen Möglichkeiten die zur Verfügung standen.

Das Bild des Streifens ist exzellent und sollte man mal der Firma WARNER schicken, um denen zu zeigen, wie ein Film, Ende der 50er gedreht, aussehen KANN, wenn man nur will, wenn man bedenkt was für eine katastrophale Blu Ray diese mit DIE 12 GESCHWORENEN auf den Markt brachten.

Das Bild ist nahezu komplett frei von Bildrauschen, Blitzer habe ich gar keine gesehen und auch die Schärfe passt. Dazu kommt ein blitzsauberer Ton ohne jegliches Rauschen oder andere Hintergeräusche.

Für Sammler eine absolut würdige Veröffentlichung eines etwas unterschätzten Streifens, den man heute auch noch gut schauen kann – wie eigentlich alle Filme von Arnold.

HAVANNA (Koch Media)

am 22. Januar 2019 unter Drama, Klassiker abgelegt

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Mitten in den Wirren der kubanischen Revolution gegen General Batista wendet sich das Blatt für US-Pokerprofi Jack Weil. Auf dem Weg zu einer Pokerrunde nach Havanna verliebt er sich unsterblich in die Revolutionärsgattin Roberta, die mit ihrem Ehemann kurz darauf festgenommen und gefoltert wird. Tatsächlich gelingt es Jack dank seiner Verbindungen, sie freizubekommen. Während ihr Mann für tot gehalten wird und die Revolutionäre nach der Macht greifen, beginnen Jack und Roberta eine leidenschaftliche Affäre. Doch ausgerechnet am Vorabend von Castros Machtübernahme wird Jack zu einer folgenschweren Entscheidung gezwungen.

Damals waren große Epen gerade wieder in. JENSEITS VON AFRIKA, DER MIT DEM WOLF TANZT und auch HAVANNA waren in etwa in der gleichen Zeit aktuell, wobei letzterer mit 144 Minuten fast noch moderat ausfällt und Regisseur Pollack schon immer einen Faible für Filme mit Überlänge hatte.

Aber auch hier gilt : In späteren Rollen gefiel mir Redford wesentlich besser, da er damals sehr oft auf den Liebhaber reduziert wurde, lassen wir mal den grandiosen DIE DREI TAG DES CONDOR außen vor. Seine späteren Arbeiten gefielen mir oftmals besser, zu nennen sind Filme wie SPY GAME, MOMENT DER WAHRHEIT oder auch DIE LETZTE FESTUNG. Dennoch bekam Havanna damals durchweg gute Kritiken und viele warten auf die Blu Ray

Aber auch hier gilt das gleiche wie für den HONORARKONSUL. Die Umsetzung des Streifens auf Blu Ray ist mies. Das Bild hat bestenfalls niedriges DVD Niveau, der Ton ist immerhin noch einigermaßen in Ordnung.

Auf Anfrage bei KOCH MEDIA, die ja dafür bekannt sind ihre Filme hervorragend zu restaurieren, teilte man mir auch hier mit, dass sie diesen Streifen nur im Vertrieb und keine Einwirkung auf die Umsetzung hatten.

Leider wissen das aber die normalen Käufer nicht und werden ganz schön schimpfen. Koch sollte in Zukunft keine Produkte mehr vertreiben, an deren Restauration sie nicht beteiligt waren, das schadet nur dem eigenen Ruf.

DER HONORARAKONSUL (Koch Media)

am 22. Januar 2019 unter Drama, Klassiker abgelegt

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In der argentinischen Stadt Corrientes, wo Gewalt, Intrigen und Verrat an der Tagesordnung sind, lebt der Arzt Eduardo Plarr. In einem eleganten Club lernt er den britischen und betrunkenen Honorarkonsul Charley Fortnum kennen. Eduardo versucht seit längerer Zeit, Informationen über den Verbleib seines vermissten Vaters zu bekommen und schaltet Fortnum daraufhin ein. Beim Besuch eines alten Freundes erfährt Plarr zufällig, dass die Guerillas einen Anschlag auf den amerikanischen Botschafter planen. Zwischen der Ehefrau des Konsuls und Eduardo kommt es zu einer leidenschaftlichen Affäre. Der Konflikt der beiden Rivalen erfährt seinen Höhepunkt, als die Guerillas den Falschen, nämlich den Honorarkonsul entführen. Umzingelt von Polizeichef Colonel Perez und seinen Regierungstruppen beginnt ein tödlicher Wettlauf.

Der Honorarkonsul ist ein hervorragend besetzter und durchaus auch heute noch gut ansehbarer Film, auch wenn mir Richard Geres spätere Arbeiten wie FLOCK, MOTHMAN PROHECIES oder GESETZ DER STRASSE wesentlich besser gefielen, da er den Traumlover einfach zu oft gab und schauspielerisch eher wenig zeigen konnte.

Michael Caine sieht man eh immer gerne (auch wenn es Leute gibt die sagen „den Schauspieler kennt doch kein Mensch“ Gruß nach Alzey). Auch Bob Hoskins macht seine Sache als linker Colonel gut.

Doch jetzt kommt das große ABER. Die Umsetzung des Streifens auf Blu Ray bewegt sich nahe der Unverschämtheit. Das Bild hat bestenfalls VHS Niveau, der Ton scheppert durch die Boxen und auch Blitzer sind hier minütlich zu sehen.

Auf Anfrage bei KOCH MEDIA, die ja dafür bekannt sind ihre Filme hervorragend zu restaurieren, teilte man mir mit, dass sie diesen Streifen nur im Vertrieb und keine Einwirkung auf die Umsetzung hatten. Das merkt man.

So gut der Film, so katastrophal der Rest. Wer die VHS hat braucht hier nicht updaten, denn schlechter kann die auch nicht sein.

SQUIRM (Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Im beschaulichen Südstaaten-Kaff Fly Creek herrscht Hochwasser, alles ist überschwemmt. Und damit kommen auch einige eher unsympathische Kriechtierchen zum Vorschein. Ein Gewitter hat die Starkstrommasten ins morastige Sumpfland stürzen lassen. Die Elektrizität hat die sonst so possierlichen Herrschaften zu fleischfressenden Bestien umgewandelt, die im wahrsten Sinne unter die Haut gehen! Natürlich ignoriert der Sheriff die Warnungen der Bewohner, weil die für ihn unglaubwürdig erscheinen. Tja manchmal hört man besser auf Zeugen.

Den Film gab es jahrelang ab 18 und dann auch noch geschnitten. Warum dies der Fall war, erschließt sich mir nach der Sichtung gar nicht, denn die jetzige Version ist uncut, sagt zumindest die Seite, die ich immer hinzuziehe. Ein, zwei Szenen sind ein bisschen eklig, aber ab 18? Na ja, da gab es auch in den 70ern schlimmeres.

Die Bildqualität ist hervorragend. Ich habe gestern einen Film aus dem Jahre 2018 gesehen, dessen Optik schlechter war, als bei diesem Streifen. Da hat man echt alles herausgeholt was ging. Der Ton ist etwas krachig und schrill, aber im normalen Bereich, denn gerade in den 60ern und 70ern waren die Filme, insbesondere aus dem Horrorbereich, alle so vertont.

Ich kannte den Streifen bisher noch nicht, muss aber sagen, das er den Test Of Time gut bestanden hat. Man kann ihn sich auch heute gut anschauen ohne ihn albern oder irgendwie sehr antiquiert zu finden. De Schauspieler sind mir jedoch alle unbekannt.

Für alle die SQUIRM schon immer wollten, eine sehr zufriedenstellende Veröffentlichung was Bild und Ton angeht.

THE BOYS FROM BRAZIL (Koch Media)

am 22. November 2018 unter Drama, Klassiker, Suspense abgelegt

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Der junge Nazi-Jäger Kohler deckt in Paraguay eine Verschwörung von Alt-Nazis unter der Führung des Wissenschaftlers Josef Mengele auf. Er findet bei dem Hauptverfolger der Nazis Ezra Lieberman zunächst jedoch kein Gehör. Als Kohler jedoch ermordet wird und weltweit Männer umgebracht werden, wird Lieberman aufmerksam. Er geht Kohlers Hinweisen nach und entdeckt eine Liste von Adolf Hitler-Klonen, die auf der ganzen Welt verteilt leben und jetzt ins Teenageralter kommen. Doch jetzt ist auch Mengele aufmerksam geworden..

Was für eine Geschichte. Unglaublich, dass man sich bereits im Jahre 1978 mit dem Thema klonen beschäftigte und da natürlich seiner Zeit weit voraus war. Auch wird dort bereits erklärt, wie der ganze Vorgang funktioniert und zwar vom jungen Bruno Ganz, der den Wissenschaftler spielt, welcher von dem Gedanken fasziniert ist.

Anscheinend fanden diese Idee viele interessant, denn was hier an bekannten Darstellern mitwirkt ist unglaublich. Neben Ganz und dem jungen Steve Guttenberg als Kohler, sind auch noch James Mason, Laurence Olivier, Gregory Peck (als Mengele), Lilli Palmer und der ganz junge Sky Dumont, im Abspann noch als Guy Dumont geführt, dabei. Das nenne ich mal eine Besetzung.

Mich wundert es, das es bislang noch kein Remake gab oder zumindest einen Film mit einer ähnlichen Handlung neueren Datums. Zudem hat der Streifen die Zeit sehr gut überstanden, denn die Dialoge wirken keinesfalls altbacken.

Das Bild ist absolut erstklassig, ganz wenige Blitzer sind zu sehen, ansonsten ist hier alles glasklar und sieht aus, als wäre es ein neuer Film. Etwas merkwürdig finde ich nur das Vollbildformat. Auf diversen Internetseiten wird gemeckert, das der Film immer nur geschnitten zu haben war. Diese Version ist 122 Minuten lang und dürfte somit vollständig sein. Man kann mir aber auch schreiben, wenn ich damit falsch liege.

Fazit: Eine echte Lücke in meinem Wissensbereich, denn ich hatte den Streifen nie vorher gesehen und mir auch nicht furchtbar viel davon erwartet, da gerade Filme aus den 70ern natürlich dem Zeitgeist von heute nicht wirklich widerspiegeln. Dieser hier ist eine absolute Ausnahme und wandert in die Sammlung :o ).

8 MILLIONEN WEGE ZU STERBEN (Koch Media)

am 15. November 2018 unter Drama, Klassiker, Thriller abgelegt

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Der Polizist Matthew Scudder erschießt im Dienst einen Unschuldigen. Er stürzt in eine Krise, die in einer Depression und schweren Alkoholkrankheit mündet und ihn seinen Job sowie seine Familie kostet. Als vor seinen Augen ein Callgirl erschossen wird, ermittelt er auf eigene Faust. Schnell findet Matthew heraus, dass hinter dem Mord der Drogenbaron Angel steht, der alles daran setzt, ihn ebenfalls tot zu sehen. Es kommt zu einem unerbittlichen Showdown…

Der Film ist mehr als ordentlich besetzt. Neben Jeff Bridges in der Hauptrolle sind unter anderem Andy Garcia und Rosanna Arquette zu sehen. Im Jahre 1986 war der Film ein mittelmäßiger Erfolg. Die Synchronisation hat man nicht verändert, aber es ist immer das gleiche. Haben wir wirklich in diesem Jahrzehnt so dumme Sprüche gemacht? Switcht man auf den englischen Ton um, ist das ganze wesentlich erträglicher.

Die Restauration ist mal wieder sehr gelungen, Man wiederholt sich da ständig, aber KOCHs Restaurator holt wirklich immer jede Menge aus den Streifen heraus. Der Ton ist solide, aber das Bild ist klasse. Die Farben sind intensiv, grieseln sieht man kaum, genauso wenig wie Blitzer. Da sollte sich WARNER mal ein Beispiel dran nehmen,

Auf mich persönlich wirkt der Streifen ein wenig in die Jahre gekommen, heute würde man vieles mit deutlich mehr Action versehen. Die vielen guten Bewertungen auf diversen Seiten allerdings zeigen, das der Film durchaus seine Anhänger hat

Diese können mit der Umsetzung absolut zufrieden sein. Diesbezüglich eine wirklich klare Kaufempfehlung.

DER FALKE UND DER SCHNEEMANN – MEDIABOOK (Koch Media)

am 06. November 2018 unter Klassiker abgelegt

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Ein Film nach einer wahren Begebenheit: Der Amerikaner Christopher Boyce hat beruflich Zugang zu streng geheimen Dokumenten. Als er auf sehr brisantes Material im Zusammenhang mit der CIA und Rüstungsgeschäften stößt, ist er entsetzt und von seinem Land enttäuscht. Christopher beschließt daraufhin, diese Informationen an die Sowjets zu verkaufen. Hilfe dabei bekommt er von seinem Freund Daulton Lee, der dank seiner Drogenkarriere über nützliche Kontakte verfügt. Doch Christopher und Daulton finden relativ schnell heraus, dass man sich mit Geheimdiensten lieber nicht anlegen sollte. Einmal ins Visier von CIA und KGB geraten, gibt es so schnell kein Entrinnen mehr.

Mittlerweile hat der Streifen auch schon über 30 Jahre auf dem Buckel. Himmel, wie die Zeit vergeht. Sean Penn ist mittlerweile ein gefragter Charakterdarsteller, während es um Timothy Hutton etwas ruhiger geworden ist und er eher in kleineren Produktionen zu sehen ist.

Der Film war damals ein großer Erfolg an den Kinokassen, auch wegen dem Soundtrack von Pat Metheny und dem dazugehörigen Titelsong THIS IS NOT AMERICA zusammen mit David Bowie, welcher zu einem Welthit wurde und im Abspann läuft.

Natürlich hat, ähnlich wie bei WARGAMES oder auch DAS NETZ, die Zeit den Streifen etwas überholt, aber das weiß man ja, wenn man sich auf diesen einlässt oder ihn noch von früher kennt. Zudem wirken die 134 Minuten einen Tick aufgebläht und Penn hat die bescheuertste Frisur seine gesamten Kariere.

Das Bild hat nicht viel Rauschen und nur einige seltene Blitzer, mit denen man durchaus leben kann. Es ist zwar klar, aber die Farben wirken etwas verwaschen und dürften etwas intensiver sein. Der Ton ist bei diesem Film nicht wirklich entscheidend.

Sehr schön ist die Beilage in dem Mediabook. Dort wird nämlich genau erzählt, was damals am Set ablief und das Hutton und Penn sich nicht besonders leiden konnten. Auch Regisseur Frankenheimer hatte wohl so einige Probleme mit seinem exzentrischen Jungstars.

An Extras hat man erstaunlich viel ausgebuddelt:

Kinotrailer; TV-Spot; Bildergalerie; Vintage Electronic Press Kit; Vintage Featurettes: America’s Most Unlikely Spies, Creating The Characters, Falconry – The Deadly Sport; Vintage Profile: John Schlesinger, Timothy Hutton, Sean Penn; Vintage Interviews: Timothy Hutton, John Schlesinger – das kann sich für so einen alten Streifen absolut sehen lassen.

Etwas in die Jahre gekommen, ist die technische Umsetzung jedoch sehr gut. Fans des Films können sich nach Sichtung des Streifens noch stundenlang mit Extras und dem Inlay beschäftigen. Eine mehr als gelungene Veröffentlichung. Die beiden „echten“ Stars sind seit einigen Jahren wieder auf freiem Fuß.

DER AUGENZEUGE (Koch Media)

am 23. Oktober 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Der Vietnamveteran Daryll arbeitet mittlerweile als Hausmeister in einem New Yorker Bürohochhaus. Eines Tages stolpert er bei einem Rundgang im Gebäude über die Leiche seines Chefs, einen asiatischen, eher zwielichtigen Geschäftsmann. Als eine Fernsehreporterin, in die er verliebt ist, sich für den Fall beginnt zu interessieren, gibt er vor mehr zu wissen, als es eigentlich der Fall ist. Ohne es zu ahnen, bringt er sich und die Dame in höchste Gefahr, denn der Mord hatte einen schwerwiegenden Hintergrund.

DER AUGENZEUGE stammt bereits aus dem Jahre 1980 und hat, für diejenigen, die ihn nicht kennen, eine geradezu unfassbare Besetzung an Bord. Sigourney Weaver, William Hurt, James Woods, Morgan Freeman – das ist mal ein Cast, wobei die letzteren beiden eigentlich erst später richtig bekannt wurden.

Der Film hat die Zeit ganz ordentlich überstanden und auch die Dialoge sind ok, die in vielen Werken aus dieser Zeit heute nur noch bescheuert wirken. Über die Qualität der Hauptdarsteller gibt es eh keine Zweifel.

Das Bild ist auf gutem DVD-Niveau. Insgesamt kommt es auf meinem Plasma TV farblich sehr ordentlich rüber, vor allem in den dunklen Szenen, die bei Filmen, die schon so alt sind meistens miserabel sind – hier kann man nichts negatives sagen. Ab und an sind kleine Blitzer zu sehen, die aber verschmerzbar sind.

So bekommt man den Streifen wohl in fast bestmöglicher Qualität geboten, was natürlich immer davon abhängig ist, wie gut das Ausgangsmaterial war. Liebhaber des Films können zugreifen, sollte der Preis erschwinglich sein.