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Archiv der Kategorie 'Horror'

BLUE MY MIND (Meteor/Alive)

am 27. Februar 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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Die 15-jährige Mia hat die typischen Teenagerprobleme, nachdem sie in eine neue Stadt umgezogen ist. Doch da es gibt noch etwas, was ihr sehr zu schaffen macht, denn ihr Körper scheint zu mutieren – langsam aber stetig. Ihre Eltern sind ihr von jeher fremd gewesen und sie glaubt schon lange, dass sie eigentlich adoptiert wurde. Mia stürzt sich daraufhin ins wilde Teenagerleben um Anschluss zu finden und auch das bisschen Jugend, was ihr noch bleibt, auszuleben. Doch der Körper verändert sich immer weiter. In ihrer Verzweiflung versucht sie sich mit Sex und Drogen zu betäuben, um aufzuhalten, was nicht aufzuhalten ist, denn die Natur ist stärker und Mias Verwandlung schreitet immer weiter voran.

BLUE MY MIND wurde auf sehr vielen Festivals gezeigt und bekam durchweg gute Kritiken – denen ich mich anschließe. Allerdings wird es auch Menschen geben, die diesen Streifen nicht mögen – weil er insgesamt doch sehr außergewöhnlich ist.

Der Film wird getragen von einer absolut herausragenden Luna Wedler, die die verschiedenen Facetten, die ihre Figur zu bieten hat, absolut superb beherrscht. Sie überzeugte kürzlich schon in dem ebenfalls gelungenen DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT, der ja in einem komplett anderen Genre beheimatet war. Respekt! Völlig verdient gab es hierfür den Schweizer Filmpreis

Die Verwandlung von Mia ist eingebunden in eine Rahmenhandlung, die auch als Teenagerdrama funktioniert und in dem ebenfalls Themen wie „ich möchte dazugehören“ und „Probleme mit der Pubertät“ mit abgehandelt werden. Man konnte befürchten das dieser Genremix voll in die Hose geht – tut er aber nicht, denn die sanften Horrorelemente fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein.

Wer allerdings für alles eine Erklärung haben will, der ist hier leider Fehl am Platze. Es werden zwar einige kleinere Dinge angedeutet, doch eine restlose Auflösung kann man hier nicht erwarten – die lässt der Streifen wohl extra offen, was im Endeffekt vielleicht auch ganz gut ist, denn das hätte auch in Schwachsinn enden können. Das Ende rundet den Film schön ab.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Film mit einer tollen Schauspielerin, der sowohl Arthouse-Fans, als auch Freunden von Jugenddramen gefallen könnte. Alleine die Performance der Hauptdarstellerin lohnt schon eine Sichtung.

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DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT (Koch Media)

am 12. Februar 2019 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Anthropologie-Professor Donald Blake bekommt für seine Forschungsarbeit einen seltenen vorzeitlichen Fisch geliefert, der nur noch in den Gewässern vor Madagaskar zu finden ist. Während seiner Arbeit an dem Fisch verletzt sich Blake und es gelangen radioaktiv verseuchte Bakterien in seine Blutbahn. Als die Assistentin des Professors kurz darauf ermordet in seinem verwüsteten Büro aufgefunden wird, stößt die Polizei bei ihren Ermittlungen auf ungewöhnliche Fuß – und Fingerabdrücke. Es beginnt eine Jagd nach dem Unbekannten.

Dieser Film von Jack Arnold, der sein letzter werden sollte – zumindest im Horrorbereich, zählt zu den eher unbekannten Arbeiten des Regisseurs. In den sehr interessanten Extras erzählt er in einem langen und gut geführten Interview, dass er den Film eigentlich nicht drehen wollte, weil ihm viele Stellen des Drehbuchs nicht gefielen, er aber keine Zeit bekam, diese abzuändern.

Dafür ist der Streifen erstaunlich gut geworden. Heutzutage wäre eine solche Geschichte sicher etwas Normales, aber man muss sich überlegen, dass das Drehbuch mittlerweile 60 Jahre auf dem Buckel hat, insofern war das damals schon sehr innovativ.

Das Monster ist natürlich insgesamt eher bescheiden getrickst, erstaunlich aber, wie man die Rückverwandlung zum Menschen damals gefilmt hat, mit den bescheidenen Möglichkeiten die zur Verfügung standen.

Das Bild des Streifens ist exzellent und sollte man mal der Firma WARNER schicken, um denen zu zeigen, wie ein Film, Ende der 50er gedreht, aussehen KANN, wenn man nur will, wenn man bedenkt was für eine katastrophale Blu Ray diese mit DIE 12 GESCHWORENEN auf den Markt brachten.

Das Bild ist nahezu komplett frei von Bildrauschen, Blitzer habe ich gar keine gesehen und auch die Schärfe passt. Dazu kommt ein blitzsauberer Ton ohne jegliches Rauschen oder andere Hintergeräusche.

Für Sammler eine absolut würdige Veröffentlichung eines etwas unterschätzten Streifens, den man heute auch noch gut schauen kann – wie eigentlich alle Filme von Arnold.

ELMER (Koch Media)

am 06. Februar 2019 unter Horror abgelegt

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Als der junge Brian eines morgens erwacht, ist in seinem Leben buchstäblich der Wurm drin. Dessen Name: Elmer – ein bösartiger Parasit, der sich Brians Körper als menschlichen Wirt ausgesucht hat und ihn nur dann weiter mit einer süchtig machenden Droge versorgt, wenn dieser ihm menschliche Hirne zum Verzehr vorsetzt. Was mit ein paar blutigen Streifzügen beginnt, endet im Mord an der eigenen Freundin. Und in der Erkenntnis, dass er seinen parasitären Drogenlieferanten schnellstmöglich loswerden muss.

Eine Bewertung dieses Streifens erspare ich mir komplett, denn das ist wirklich ein „love it or hate it“-Ding, denn als der Film erschien, war er im Jahre 1988 schon trashig – dass sich das 30 Jahre später nicht geändert hat, sondern eher noch einen draufsetzt ist dabei wohl klar. Trotzdem hat er einen riesigen Fankreis und man schaue sich nur mal die Bewertungen bei ofdb an, die sind alle im oberen Bereich.

Regisseur Frank Henenlotter schuf mit diesem Streifen einen kleinen Kultfilm, der insbesondere auf VHS seine Popularität erlangte. Das war ihm vorher schon mit BASKET CASE gelungen – insofern hat der Mann durchaus seinen Platz in der Filmgeschichte verdient. Er hat jedoch schon lange aufgehört zu drehen und ist nun unter anderem Filmkritiker!!! Da würde mich mal interessieren, was der Mann so bewertet :o ).

Die Veröffentlichung von KOCH ist selbstredend sehr schön gestaltet. Es gibt einen dicken Einband und ein Heft mit Infos und Bilder vom Set, das alles hübsch verpackt in einem schicken Mediabook, das den Streifen als DVD und Blu Ray enthält. Dazu hat man auch noch jede Menge Extras ausgegraben, unter anderem eine lustige Featurette zu den Effekten, die heute natürlich komplett antiquarisch wirkt.

Das Bild des Streifens ist zwischen DVD und Blu Ray nur marginal unterschiedlich Die Farben kommen sehr gut rüber, aber insgesamt hat man das Gefühl, dass sich ein leichter Schleier über das Bild zieht und deshalb alles etwas verwaschen aussieht. Grieseln ist kaum zu erkennen und Blitzer sind auch rar. Der Ton dröhnt ein wenig, aber nicht so das es stören würde, zumal der bei dem Film eh nicht so wichtig ist.

Fazit: Eine qualitativ gute Veröffentlichung eines Kultstreifens, auf den viele gewartet haben. Ob er den berüchtigten Test of Time besteht, muss jeder für sich entscheiden.

PATIENT 7 (Splendid)

am 28. Januar 2019 unter Horror abgelegt

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Der bekannte Psychiater Dr. Marcus möchte ein neues Buch schreiben und will als Inspiration hierfür 6 Patienten einer Nervenheilanstalt befragen, die alle merkwürdige Geschichten erzählen, von denen selbst die Klinik nicht weiß, ob sie stimmen. Allerdings geht er hierbei nicht gerade einfühlsam vor, was der Anstaltsleiter allerdings durchgehen lässt, denn er profitiert auch finanziell von Marcus, der in seinem Buch explizit die Klinik erwähnen will, was neue Gelder generiert. So interviewt der Psychiater hintereinander die 6 Patienten und wendet dabei ganz eigene Methoden ein, um herauszufinden ,was die Herrschaften wirklich wissen und/oder verschweigen. Bleibt nur eine Frage zum Schluss. Wer ist Patient 7?

Diese habe ich mir den ganzen Streifen lang gestellt, denn der Titel muss ja irgend einen Sinn ergeben. Und am Ende wird das auch alles erklärt – mit einem netten Twist.

Zuerst einmal ist die Klientel, die diesen Streifen gut finden wird, begrenzt. Ob jüngeren das hier zusagt, wage ich zu bezweifeln, aber ich denke ´nahezu allen Leute wie ich, die in den 80ern und 90ern aufgewachsen sind, wird dieser fiese, kleine B-Movie (der allerdings keinesfalls billig aussieht) Freude bereiten. Leute die lieber Produktionen im teuren Horrorbereich mögen wie etwa CONJURING sind hier eher falsch, obwohl es sicher auch da eine Schnittmenge gibt.

Das fängt schon mit dem Hauptdarsteller an. Wer von den jüngeren kennt denn schon den Kultfiesling Michael Ironside, der in den o.g. Jahrzehnten wirklich JEDEM ein Begriff war, der Stunden in der Videothek verbrachte. Der Mann sieht immer noch so aus wie 1980, als er in SCANNERS Köpfe platzen ließ, obwohl er mittlerweile knapp 70 Jahre alt ist.

Auch der ganze Stil von PATIENT 7 orientiert sich ein wenig an den Kurzgeschichten, wie man sie aus TALES FROM THE CRYPT oder BORDELLO OF BLOOD kennt. Allerdings hängen diese in diesem Kontext alle doch zusammen. Weil sie sich eben mit den Geschichten der Patienten auseinandersetzen, ergeben sie gegen Ende eine gemeinsame Komponente. Das wurde sehr schön umgesetzt. Alleine die Idee, das so zu machen, hat mir gut gefallen.

Zudem hat der Drehbuchautor jede Menge originelle Einfälle – gerade in den Einzelschicksalen der Patienten, die Leute meines Alters schmunzeln lassen. Alleine wie das eine Mädchen in der Folge die Kohle verdient, um sich davon eine Schaufel zu kaufen und damit die von ihr ermordete Schwester zu verbuddeln (!), ist hier das Geld schon wert. Von diesen skurrilen Ideen hat der gute Mann jede Menge zu bieten.

Trotz der sehr langen Laufzeit von 120 Minuten kommt durch die unterschiedlichen Geschichten der Patienten nie Langeweile auf und gegen Ende verschmelzen diese wie oben erwähnt auch sehr geschickt miteinander.

Fazit: Fans des heutigen Horrorkinos werden vielleicht nicht unbedingt Klientel hierfür sein, aber jederm im Alter 35 +, der auch einen Hang zu B-Movies hat, wird PATIENT 7 gefallen. Für diese ist das hier auch ein absoluter Geheimtipp.

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MANDY (Koch Media)

am 31. Dezember 2018 unter Action, Drama, Horror abgelegt

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Shadow Mountains, 1983: Der friedliebende Holzfäller Red Miller kocht vor Wut und Trauer. Hilflos musste er mitansehen, wie seine große Liebe Mandy verbrannt wurde. Jeremiah Sand, der charismatische Führer der religiösen Sekte “Children of the New Dawn” hatte sie sich geschnappt und eiskalt in Flammen gesteckt – nur weil Mandy ihm nicht gefügig war. Red hat nun nichts mehr zu verlieren. Mit einer eigenhändig geschmiedeten Kriegsaxt in der Hand und einer Teufelsdroge in den Adern, die ihm übermenschliche Kräfte verleiht, macht er sich auf den Weg in einen blutigen Albtraum. Von wahnsinnigem Rachedurst getrieben, wird Red nicht eher ruhen, bis er Jeremiah und seine Jünger zur Strecke gebracht hat.

Und wieder einmal gratuliere ich Koch zu einem wirklich gelungenen Pressetext. Denn so viel wäre mir erst gar nicht eingefallen, da die eigentliche Geschichte dieses Streifens wirklich nicht viel hergibt.

Und hierüber soll ich jetzt auch noch eine Kritik schreiben – was eine wahrlich schwierige Aufgabe ist, denn hier bewegen wir uns weitab des Mainstreams auf den Spuren des berühmt-berüchtigten Kunstkinos.

In sämtlichen Magazinen wird der Film als Meisterwerk gelobt und die Filmstudenten diverser Unis können sich hier sicher nicht sattsehen und bekommen einen Orgasmus. Wobei einige Dinge wirklich gelungen sind, wie zum Beispiel die Farbgebung. Die ungewöhnlichen Rotfilter schaffen, in Verbindung mit den verzerrten Kamerabildern, eine durchaus bemerkenswerte Stimmung. Die kurzen Zeichentricksequenzen hätte ich persönlich aber nicht verwendet.

Überraschenderweise spielt Cage, der König des Overactings insgesamt eher zurückhaltend, während der Typ der den Jeremiah verkörpert, dann diese Rolle einnimmt. Ich kannte den nicht und habe wirklich gegoogelt, ob das ein Schauspieler ist, denn es hätte wirklich auch einer sein können, den man direkt aus der Klapse ans Set gebracht hat. Und diese Figur geht mir mit seinen Monologen teilweise auch mächtig auf den Zeiger.

Der zweite Teil des Streifens ist der etwas konventionellere und dürfte den meisten Zuschauern, die einen Unterhaltungsfilm sehen wollten, eher zusagen – falls sie bis dahin durchhalten. Zusätzlich gibt es ordentlich Blut zu sehen und ein paar durchaus cool choreographierte Szenen.

Ob man diese merkwürdigen Rocker jetzt unbedingt gebraucht hätte, weiß ich auch nicht, die wirken irgendwie etwas deplatziert, obwohl die Kostümbildner sich wirklich Mühe gegeben haben und die Typen irgendwas von Pinhead und Friends haben.

Insgesamt ist dieser Film nicht bewertbar. Viele Leute werden ihn bescheuert finden und einige ihn hochstilisieren. Ich liege eher in der Mitte, denn einiges hat mir gut gefallen, anderes wiederum fand ich dämlich. Nach Logik darf man hier natürlich auf keinen Fall fragen.

Eine Erwähnung wert sei aber noch der hervorragende Auftritt von Andrea Riseborough, die eine tolle Vorstellung abliefert, was dem Mainstreampublikum aber auch nicht helfen wird. Das wird diesen Streifen gänzlich niedermachen.

FLATLINERS (Sony Pictures)

am 31. Dezember 2018 unter Horror abgelegt

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Fünf Medizinstudenten wollen dem Geheimnis auf den Grund gehen, ob es wirklich ein Leben nach dem Tod gibt. Sie lassen sich auf ein gewagtes und gefährliches Experiment ein: Sie stoppen ihren Herzschlag für einige Minuten, um eine Nahtoderfahrung zu erleben, und ins Jenseits blicken zu können. Doch ihre Experimente werden immer gefährlicher. Weil sie das Risiko erhöhen und die Todesdauer immer mehr verlängern . Die Fünf erfahren schon sehr bald, dass das Spiel mit dem Blick ins Jenseits Konsequenzen hat und werden im realen Leben von ihren früheren Sünden heimgesucht.

Gegen Ende des Jahres schaue ich meistens noch einmal zurück und nehme den ein oder anderen etwas älteren Streifen auf, den ich nun nach einer Preisreduzierung gekauft habe. Die jeweiligen Verleih-Firmen sind für Vorab-Promos zu geizig – dafür können aber die Filme nichts und ein Remake von diesem Kultfilm gehört nun mal auf meine Seite.

Oha, eine Neuauflage eines solchen Streifens ist natürlich immer so eine Sache. Andererseits bot es sich auch an, da die Medizin heute wesentlich weiter ist und die Maßnahmen zur Wiederbelebung sich verbessert haben. Zudem könnte man meinen, dass man durch die Computereffekte viel mehr Möglichkeiten hat, die Erlebnisse der Protagonisten zu visualisieren – leider geht das eher in die Hose.

Die jungen Ärzte sind diesmal unter anderem Diego Luna und Ellen Page, die beide mit Abstand auch die besten Darstellungen bieten, während die drei anderen austauschbar wirken. Diesmal sind es 3 Mädels und 2 Typen, im Original ist nur einer der Beteiligten weiblich und das war Julia Roberts, die ich nicht ausstehen kann, dort aber eine gute Leistung bot.

In den Extras scheiden sich bei den verschiedenen Interviewten auch die Geister, ob das ganze nun wirklich ein Remake ist oder ein eigenständiger Film, denn schließlich könnten ja im Jahre 2018 auch andere auf die Idee kommen, diese Experimente zu versuchen. Auch dafür spricht, dass Kiefer Sutherland mit dabei ist. Wieso er allerdings nicht mit eingebunden wird in die waghalsigen Versuche, zumindest wenigstens gegen Ende, verstehe ich nicht. So bleibt es eigentlich nur ein netter Cameo Auftritt für Insider.

Alles in allem kann die Neuverfilmung nicht mit dem Original mithalten, weil die Vielzahl der neuen technischen Möglichkeiten hier nicht gut genutzt wurde und eher zum optischen Overkill führen.

Für Menschen die das Original nicht kennen sicherlich ein durchaus netter kleiner Horrorstreifen . Nicht mehr, aber immerhin auch nicht weniger.

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DAS HAUS DER VERGESSENEN/MEDIABOOK (Koch Media)

am 31. Dezember 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Das Ghettokind Poindexter, den alle nur Fool nennen, geht auf Raubzug, um Geld für seine kranke Mutter zu besorgen. Mit zwei schrägen Einbrechern macht er sich auf ins schaurige Haus der reichen Robesons – und damit seinem Spitznamen “Fool” alle Ehre: Es entpuppt sich als regelrechte Festung, aus der es kein Entkommen gibt. Bei den Besitzern handelt es sich offensichtlich um ein mordlüsternes, geisteskrankes Geschwisterpaar. Die beiden Kumpels befinden sich bald auf deren Speisekarte, aber Fool bekommt Hilfe von der Tochter der beiden Irren, die im Haus eingesperrt ist, wie auch viele weitere Kinder im Keller-

Zwischen NIGHTMARE 3 und SCREAM, drehte der leider viel zu früh verstorbene Wes Craven noch diesen kleinen Horrorstreifen, der in weiten Teilen eher eine Komödie ist, die aber immerhin doch auch einiges an Blut parat hält. Dazu kommen wirklich witzige Einlagen (der Hund, der ungewollt durch das Haus „skatet“ schießt dabei den Vogel ab).

Ich fand, dass der Streifen, der mittlerweile ja auch schon 27 Jahre auf dem Buckel hat, die Zeit recht gut überstand, auch wenn manche Dialoge natürlich noch den typischen 80er Slang beinhalten und die Überzeichnung des vermeintlichen Ehepaars an manchen Stellen etwas over the top ist.

Jedoch packt Craven in seinen Streifen jede Menge Sozialkritik dazu, die zwar eher unterschwellig vermittelt wird, aber dennoch einen wichtigen Teil einnimmt.

Die Restauration ist mal wieder gut gelungen. Das Bild liefert satte Farben, keinerlei Rauschen und wirklich nur ganz selten kurze Blitzer, die aber glaube ich anderen Menschen, die nicht so genau hinsehen, gar nicht auffallen. Der Ton ist ebenfalls in Ordnung.

Das schöne Mediabook bietet zudem ein Inlay mit Infos zum Film und einigen Bildern. Als Extras gibt es unter anderem einen Audiokommentar von Wes Craven und ein Making of.

Fazit: Erstaunlich gut gealterte Fingerübung des Horrormeisters in einer technisch sehr zufriedenstellenden Variante. Wieso der der Streifen den dämlichen Titel HAUS DER VERGESSENEN trägt, wissen nur die Leute, die ihn 1991 so tauften – er passt nämlich nicht.

MARA (Universum Film)

am 11. Dezember 2018 unter Horror, Suspense abgelegt

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Kriminalpsychologin Kate Fuller untersucht einen Mordfall, bei dem es so aussieht, als wäre ein Mann offenbar im Schlaf von seiner Frau erwürgt worden. Einzige Zeugin der Tat ist die achtjährige Tochter Sophie, die sich aber nicht ausdrücken kann und Angst hat. Als sie den Täter identifizieren soll, nennt Sophie nämlich nur einen Namen – MARA. Während ihrer Recherchen stößt Kate auf ähnliche Todesfälle und eine Gruppe, die behauptet, dass es sich um eine uralte Dämonin handelt, die seine Opfer im Schlaf heimsucht und tötet. Als Kate versucht, dem Geheimnis von MARA auf die Spur zu kommen, zeigen sich bei ihr plötzlich die gleichen Symptome wie bei anderen Opfern….

So, so, eine böse Dämonin die im Schlaf erscheint. Erst markiert sie dich, dann tötet sie dich. Grundsätzlich ganz spannende Voraussetzungen und irgendwann muss der Mensch eben einfach mal schlafen. Aus diesem Fakt bezieht der Film seine durchaus ordentliche Spannung, denn immer wenn jemand einnickt, kann Madame sofort erscheinen – ein wenig wie der gute alte Freddy.

Frau Kurylenko als Psychologin zu besetzen – na ja, also da wären mir aber 20 andere zuvor eingefallen. Nicht das ich sie nicht mag, gerade in Filmen wie MOMENTUM hat sie durchaus ihre Daseinsberechtigung, ähnlich wie Frau Jovovich, die eigentlich nur bekannt wurde, weil sie mit Luc Besson vögelte. Aber in RESIDENT EVIL war sie dann doch perfekt besetzt. Und auch Frau K. eignet sich als Actionfigur.

Der Streifen ist aber insgesamt recht gelungen, was am kontinuierlichen Spannungsaufbau liegt und auch den verschiedenen Schauplätzen, an denen die Handlung spielt. Auch wie Kate die Hintergründe herausfindet ,ist durchaus interessant gemacht und nicht irgendwie lieblos heruntergekurbelt. Zudem gibt es noch einen wirklich gelungenen Schlussgag.

Dazu ist es das Erstlingswerk von Clive Tonge, der außer einem älteren Kurzfilm noch nichts veröffentlicht hat. Dafür wirkt sein Langfilmdebut durchaus überzeugend und professionell, denn der Spannungsbogen fällt selten ab.

Fazit: Die Hauptdarstellerin ist zwar etwas überfordert, fällt aber durch die recht originelle Geschichte und den reichlichen Wendungen nicht so ins Gewicht. Besonders der Teil mit der Schlafklinik ist sehr spannend.

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TERRIFIER (Tiberius)

am 04. Dezember 2018 unter Horror abgelegt

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Es ist Halloween, in der Dawn und Tara ziellos durch die Straßen latschen und irgendwann in einen Diner abbiegen.. Die beiden Freundinnen sind auf der Suche nach der besten Party in der Stadt, doch irgendwie ist da wenig los. Umso mehr dafür in dem Diner, denn dort betritt ein Typ in Clownskostüm die Szenerie, der ein merkwürdiges Karma hat. Die beiden Damen verschwinden daraufhin, doch in dieser Nacht werden sie dem gar nicht so netten Gesellen noch mehrfach begegnen und einige Körperteile werden danach auch etwas verändert aussehen.

Nun kommt wieder das große Problem für den Rezensenten. Denn die vorliegende Version ist leider ziemlich zerhackstückt. Nachdem man es ein paar Jahre lang mal lockerer sah bei der FSK, fallen in letzter Zeit wieder ungewöhnlich viele Streifen auf, die nicht in der originalen Fassung den Weg ins Heimkino schaffen. Da Zensur in Deutschland ja mittlerweile salonfähig geworden ist (man darf nichts gegen Pakte sagen, Sperrungen bei Facebok, wenn man die Einwanderung hinterfragt ist man Nazi usw. usw.), passt es natürlich perfekt das der deutsche Zuschauer wieder bevormundet wird.

Das schwierige daran ist nun einen Film zu bewerten. Man kann diesem ja nicht die Blödheit und Borniertheit unserer Regierung vorwerfen, denn als der gute Mann diesen Streifen gedreht hat, dachte er sicher nicht an die deutschen Praktiken.

Um so ärgerlicher gestaltet sich das ganze, da TERRIFIER zwar nicht das Genre neu erfindet, aber über die ganze Laufzeit wirklich spannend gestaltet ist. Der Clown der hier auftritt, hatte bereits in ALL HALLOWS EVE, einem kleinen B-Movie, der eher unbekannt, ist eine gewisse Screentime und anscheinend kam er so gut an, das man hier einen kompletten Film um diesen Herrn gestaltete.

In der jetzigen Version ist der Film zwar auch nicht unbedingt für Kinder geeignet, doch manche Schnitte schon sehr auffällig. Am ärgerlichsten gerät hierbei eine gewisse Stelle, die durch die Cutterei überhaupt keinen Sinn mehr ergibt und da werde ich dann echt stinkig.

Insgesamt fand ich, lassen wie die Cuts mal beiseite, den Film für einen Slasher, was nun nicht wirklich mein Genre ist, überaus gelungen, da spannend und die Hauptfigur wirklich furchteinflößend ist. Ich bewerte daher den Film auch demnach und lasse die Schnitte aus o.g. Gründen unbewertet. Dem Film selbst würde ich daher (für das Slahergenre wohlgemerkt), folgende Note geben:

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Übrigens gibt es die ungeschnittene Fassung problemlos in Österreich zu kaufen, was den ganzen Unsinn dieser Schneiderei nur noch verstärkt.

DEVILS GATE /Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Welche unheilige Macht verbirgt sich in einem maroden, mit Sprengfallen versehenen Bauernhaus abseits jeglicher Zivilisation? Als eine Frau und ihr Sohn auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die FBI-Agentin Daria Francis in die Kleinstadt Devil’s Gate in North Dakota geschickt, um den Hauptverdächtigen ausfindig zu machen: den religiösen Fanatiker Jackson Pritchard, Ehemann und Vater der Vermissten. Aber als Francis und der Hilfssheriff Colt Pritchards ominöses Anwesen erreichen, entdecken sie viel mehr, als sie je erwartet hätten.

Manchmal schaue ich gar nicht auf die Rückseite eines Covers, bevor ich den Film in den Player schiebe, und lasse mich überraschen – so auch in diesem Fall. Nach dem abgedruckten Bild dachte ich, es geht hier sicher um einen Farmer, der sich bedroht sieht oder für irgend etwas rächen will.

Dann bekam ich aber etwas völlig anderes zu sehen. Die Bedrohung stimmte, allerdings geht die hier von etwas übernatürlichem aus, denn der Streifen ist tatsächlich vorrangig ein Science-Fiction Film, was man nach der Covergestaltung nun wahrlich nicht vermutet. Da muss ich sagen, hat man doch ein eher ungeschicktes Motiv gewählt, so das viele sich den Film gar nicht ansehen werden.

Da verpassen sie einen relativ abgedrehten, gegen Ende sogar leicht abstrusen Streifen /wobei das Wort in diesem Fall positiv gemeint ist), der zwar nicht unbedingt eine Geschichte erzählt, die man noch nie gesehen hat, aber die Art und Weise ist schon ungewöhnlich, ohne das ich zuviel verraten will.

Erstaunlich ist, dass der wüste Genre-Mix aus Sci-Fi, Horror, Thriller und Drama erstaunlich gut funktioniert, was auch an der eng gesteckten Location liegt und an den darstellerischen Leistungen, der eher unbekannten Darsteller, wobei das vielleicht das falsche Wort ist, „kenne ich doch irgendwo her“ wäre die bessere Formulierung.

Amanda Schull war zum Beispiel in SUITS oder 12 MONKEYS (der Serie) zu sehen. Shawn Ashmore in X-Men (wenn auch in einer kleineren Rolle) oder allem voran in dem Thriller FROZEN. Beide liefern eine hervorragende Leistung ab als Sheriffgehilfe bzw FBI-Agentin.

Nun ist der Film aufgrund des Genremix gegen Ende, wie bereits erwähnt, schon etwas krude. Erstaunlicherweise sind die Effekte aber für so einen doch eher schmal budgetierten Film hervorragend. Auch die Monsterchen sind durchaus ansehnlich gestaltet.

Die Meinungen hierzu gehen stark auseinander. Ich finde hier hat man aus wenig sehr viel gemacht und einen spannenden Film gezaubert, mit einem richtig schönen fiesen kleinen Schlussgag. In einer Nebenrolle ist übrigens Jonathan Frakes zu sehen – für mich ein kleiner Geheimtipp.

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