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Archiv der Kategorie 'Horror'

MONSTRUM (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Drama, Horror abgelegt

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Anfang des 16. Jahrhunderts wütet die Pest in Korea – besonders stark betroffen ist die Region um den Berg Ingwansan. Neben der Tod bringenden Seuche muss die Bevölkerung auch eine blutrünstige Bestie fürchten, die sich in der rauen Gebirgslandschaft auf Menschenjagd befinden soll. Als Berichte davon zum Hof von König Jungjong vordringen, schickt dieser seinen Elitesoldaten Jin Yong gemeinsam mit dem erfahrenen Offizier Yoon Gyeom und der geheimnisvollen Myung in die Provinz, um das Monstrum zu jagen und zu töten. Endet das Spezialkommando als Frischfleisch für die Bestie?

Nun ja, hier bekommen wir einen recht wilden Mix aus Martial Arts, Fantasy und Horror geboten, der nur bedingt aufgeht. Was mich persönlich nicht so angesprochen hat ist, dass man hier auch krampfhaft einen gewissen Humor eingebaut hat, der mich einfach störte. Denn so kommt nicht wirklich Spannung auf.

Das Tierchen ist doch sehr CGI-lastig und in manchen Szenen wirkt es doch sehr unecht, zum Beispiel, wenn es in einer Szene eine Höhle zum Einsturz bringt, sieht das doch schon sehr künstlich aus.

Auf der anderen Seite kann man dem ganzen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen und glücklicherweise hat man auf allzu hochgestochene Dialoge verzichtet, wie man sie ja gerne in Streifen einbaut, die vor 500 oder mehr Jahren spielen.

Die Schauspieler sind mir alle nicht bekannt und ich würde sie als unspektakulär, aber nicht störend bezeichnen. Die eigentliche Geschichte könnte man bei einigen Änderungen des Drehbuchs auch in die heutige Zeit verlegen, allerdings fand ich es gar nicht so schlecht, dass man hier mal eine völlig andere Epoche ausgewählt hat, denn man bekommt ja immer das Gefühl, dass es Monster nur im heutigen Zeitalter gibt. Der ähnlich gelagerte BLACK DEATH hat mir aber ein bisschen besser gefallen, eben weil er auch keinen Humor mit eingebracht hat.

So bleibt unter dem Strich ein netter, recht hoch budgetierter Streifen mit durchaus gelungenen Actionszenen. Bei dem Monsterlein hat man allerdings etwas an Geld gespart. Kleiner Insider für Boris: Nichts für Alzey ^^.

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SUSPIRIA (Koch Media)

am 19. April 2019 unter Horror abgelegt

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Die junge Amerikanerin Susie Bannion schließt sich 1977 dem renommierten Markos Tanzensemble in Berlin an. Während sie unter der künstlerischen Leiterin Madame Blanc außergewöhnliche Fortschritte macht, freundet sie sich mit der Tänzerin Sara an. Als Patricia, ebenfalls Mitglied des Ensembles, unter mysteriösen Umständen verschwindet, kommt der Psychotherapeut der jungen Tanzschülerin, Dr. Josef Klemperer, einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Auch Susie und Sara ahnen, dass sich hinter der Fassade von Madame Blanc und ihrer Tanzschule noch etwas anderes verbirgt. Doch zu viel Neugier kann tödlich enden.

Für die wenigen die es nicht wissen: Es handelt sich hierbei um ein Remake des kultigen Streifens von Dario Argento, der damals wirklich im Jahre 1977 gedreht wurde. Mit dem Original konnte ich wenig anfangen, mit dem Remake auch nicht wirklich mehr.

Zuerst einmal zieht sich das ganze am Anfang doch ziemlich in die Länge. Bis es endlich mal losgeht sind bereits 30 Minuten vergangen. Und auch danach hat der Film immer wieder Durchhänger und es kommt nie zu einem einheitlichen Fluss. Zudem ist die Geschichte teilweise doch arg wirr.

Schauspielerisch ist das gar nicht mal übel. Tilda Swinton ist die Rolle der extravaganten Madame Blanc auf den Leib geschrieben und Frau Grey äh Johnson spielt auch im Rahmen ihrer eher bescheidenen Möglichkeiten.

Zudem hat der Film einige wirklich gute Ansätze. Alleine die Einblendung des Filmtitels im Vorspann habe ich so noch nie gesehen. Zudem ist die Idee das eine Ballettschülerin stirbt und zwar parallel zu der Choreographie einer anderen, auch so noch nie gezeigt worden. Und von solch netten Ideen hat der Film noch einige zu bieten.

Für einen Horrorfilm und das soll SUSPIRIA im Endeffekt ja sein, ist das aber ein bisschen wenig und der bereits erwähnte nicht vorhandene Flow trägt sein übriges dazu bei.

Schaut man aber mal bei den renommierten Seiten imdb und ofdb vorbei, bekommt man tatsächlich einen Schnitt von 6.35 bei ersteren sogar einen von fast 7 geboten? Ist mir das ein Kunstwerk entgangen oder habe ich da einen komplett konträren Geschmack zum Rest der Seher?

Eine Bewertung ist grundsätzlich schon schwer genug, allerdings mit den v.g. Durchschnitten noch schwieriger, denn ich will ja einigermaßen objektiv bleiben. Daher enthalte ich mich der Wertung, da der Streifen wohl einfach aus irgend einem Grund nicht meinen Geschmack trifft. Kann vorkommen.

CENTRAL PARK (Pierrot le Fou)

am 19. April 2019 unter Horror abgelegt

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Die Schule ist langweilig und das Familienleben unerträglich – anstatt Zeit zu Hause zu verbringen, hängt eine High-School-Clique um Harold und seine Freundin Leyla lieber im berühmten New Yorker Central Park ab. Sie ahnen jedoch nicht, dass ihr kommender Ausflug dorthin das absolute Grauen bereithält, denn ein rachsüchtiger Killer wartet nur darauf, sie für die Sünden ihrer Väter bezahlen zu lassen! “Central Park”, das Regie-Erstlingswerk des Schauspielers Justin Reinsilber, lässt das Herz von Fans von Slasher-Filmen wie “Halloween” oder “Freitag, der 13.” höherschlagen. Blutig, angsteinflößend und mit einem brutalen Killer, der keine Gnade kennt.

Also der Pressetext gefällt mir ja wieder, denn nach diesem könnte man meinen, man bekommt hier einen hochspannenden Slasher und blutigen Film serviert – dem ist allerdings mitnichten so, auch wenn man ihn nicht ganz niedermachen kann.

Wer ist denn bitte der Schauspieler Reinsilber? Ich denke mal das ich mich ganz ordentlich auskenne, aber der Name ist mir noch nie untergekommen. Anscheinend hat es damit nicht geklappt, also versucht er sich nun als Regisseur.

Der Film soll eine Hommage an John Carpenter Filme Ende der 70er darstellen – das ist immerhin klar erkennbar und in manchen Einstellungen klappt das sogar, nämlich in dem man dumpfe Synthietöne spielt, manchmal auch nur einen einzigen langen Ton, und dann auf dem Bild für ca. 10 Sekunden verharrt. Das hat der Meister genau so gemacht und diese Szenen sind auch Reinsilber sehr gelungen.

Leider ist das auch das einzigste, denn ansonsten ist das hier eine 0815 Story mit überschaubarem Gemetzelfaktor und somit auch für die Blutfraktion nur bedingt geeignet. Als der Film dann langsam in die Gänge kommt, ist er auch schon wieder vorbei.

Die Darsteller sind alle Mittelmaß, bis auf einen – der wäre nicht mal bis zu GZSZ gekommen. Zum Glück wird der als erstes niedergemetzelt, denn sein chargieren, geht einem tierisch auf die Nüsse.

Trash ist es sicherlich nicht, aber von einem gelungenen Werk kann man natürlich auch nicht sprechen. Trotz teilweise wirklich guter Ansätze ist hier noch sehr viel Luft nach oben für den Nachwuchsregisseur.

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DOG SOLDIERS – MEDIABOOK (Koch Media)

am 26. März 2019 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Es ist eine eigentlich sinnlose Übung, die die paar Soldaten abhalten. Die meisten ärgern sich eher darüber, das sie das Fußballspiel zwischen England und Deutschland verpassen. Doch das ist bald ihr kleinstes Problem, denn sie werden plötzlich von merkwürdigen Wesen attackiert, die aussehen wie Werwölfe. Als eine zweite Einheit hinzukommt, sind bis auf den Captain alle tot. Und auch die neue Truppe macht schnell Bekanntschaft mit den Viechern. Glücklicherweise werden sie von einer Forscherin gerettet, die sie auf ihren Bauernhof bringt. Doch bald werden sie auch dort überfallen und müssen um ihr Leben kämpfen.

Der Streifen hat über die Jahre absoluten Kultstatus erlangt und bekam auch auf mehreren Festivals Preise. Es war das Erstlingswerk von Neil Marshall, der danach als Regisseur von THE DESCENT voll durchstartete, sich aber später eher auf Fernseharbeiten konzentrierte.

Es handelt sich hierbei um die erste Veröffentlichung als Blu Ray und natürlich als UHD, die es 2002 beim Release noch nicht gab, über deren Qualität ich jedoch nichts aussagen kann, da ich keinen solchen Player besitze.

Das Mediabook lässt definitiv keinerlei Wünsche offen. In einem festen und schicken Einband gibt es ein toll gestaltetes Inlay, das sich mit der Geschichte des Werwolf-Genre beschäftigt und dabei auf wirklich alle Facetten eingeht – sowohl was die Anfänge betrifft, als auch neuere Streifen wie WHEN ANIMALS DREAM erwähnt. Geschrieben von einem wirklich guten Experten, der jede Menge Filme aufführt, die ich auch nicht kannte.

Die Extras dieser Veröffentlichung sprengen hier fast den Rahmen, daher seien nur einige genannt. Es gibt 3 Audiokommentare, einen davon unter anderem mit Marshall, entfallene Szenen, den Kurzfilm „Combat“ vom gleichen Regisseur, eine Gag-Reel, Interviews und vieles andere, so dass man sich auch nach Sichtung des Streifens wirklich noch stundenlang mit dem Film und auch eben der Geschichte des Genres beschäftigen kann.

Der Streifen ist wie oben erwähnt als UHD, Blu Ray und DVD vorhanden, so das im Falle eines späteres Updates (wenn man sich einen Player anschaffen sollte) hier auch gleich die passende Disc dafür griffbereit ist.

So bleibt unter dem Strich eine mehr als würdige Veröffentlichung eines Kultstreifens, der das muss man aber dazu sagen, damals schon die Geister scheidete. Die überwiegende Zahl der Kritiker fand ihn klasse und auch viele Zuschauer. Da der Film im Endeffekt aber doch eine eher kleinere Produktion ist/war, gab es auch welche, die ihn nicht mochten. Daher sollten Nichtkenner, sich den Film vielleicht erstmal ausleihen, Der Rest wird mit der Veröffentlichung hoch zufrieden sein.


ALONG CAME THE DEVIL (Ion-New-Media/Splendid)

am 26. März 2019 unter Horror abgelegt

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Ashley zieht zu ihrer Tante Tanya zurück in ihre alte Heimatstadt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Hannah, die sie noch aus Kindheitstagen kennt, sieht sie in einer Séance ihre verstorbene Mutter. Doch das war leider nicht alles, denn fortan folgt Ashley eine dunkle Macht auf Schritt und Tritt und sorgt dafür, das das Mädchen unschöne Sachen tut. Mithilfe des jungen Pastors John und seinem Mentor, bemüht sich Tante Tanya herauszufinden, was mit ihrer Nichte geschehen ist. Schnell scheint klar, dass nur ein Exorzismus helfen kann.

Jetzt ist das natürlich wahrlich nichts Neues, was man hier präsentiert bekommt, denn die Mischung „Jugendliche kommt in ein neues Umfeld und wird dann von Geistern heimgesucht“ wird gerne benutzt.

Erstaunlicherweise funktioniert der Streifen aber sehr gut. Auch wenn das Monsterchen einen nun nicht vom Hocker reißt und etwas kindisch wirkt, ist das Drumherum schick gemacht. Vor allem der vollelektronische Soundtrack sorgt für wohliges Unbehagen und die Idee mit der Geister-App fand ich auch ganz amüsant.

Die Hauptdarsteller sind mir alle gänzlich unbekannt, liefern aber eine gute Leistung ab, besonders die hübsche Sydney Sweeney hat mir gut gefallen. Ihre Filmographie ist allerdings bislang noch eher bescheiden.

Wieso der Film bei imdb gerade mal auf einen Schnitt von 4.0 kommt, erschließt sich mir nicht und manchmal glaube ich, das B-Movies einfach dort keine Lobby haben, denn auch wenn der Film jetzt nicht überragendes Neuland betritt, ist er doch grundsolides Genrekino. Bei Amazon kommt er übrigens deutlich besser weg.

Fazit: Nichts neues, aber altes spannend erzählt. Das abrupte Ende werden einige bemängeln – gerade das fand ich sehr gelungen. Wieso der Streifen allerdings eine FSK 18 hat verstehe ich nun gar nicht, denn brutal ist das ganze hier nicht.

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SHAPESHIFTER (Eurovideo)

am 26. März 2019 unter Horror abgelegt

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Nach dem tragischen Tod seiner Familie, entwickelt der Neurowissenschaftler Dr. Andre Mason ein bewusstseinserweiterndes Serum, das den Kontakt mit dem Totenreich ermöglichen soll. In einer abgelegenen Villa injiziert er sich und seinem Wissenschaftler-Team die Droge. Das Serum beginnt zu wirken und erlaubt ihnen mit übernatürlichen Erscheinungen zu interagieren. Doch mit ihrem Experiment haben sie auch die Aufmerksamkeit von weit dunkleren Wesen auf sich gezogen – sogenannten Formwandlern. Andre muss sich entscheiden: entweder für seine tote Familie oder sein Team, das ohne seine Hilfe diesem Experiment nicht lebend entkommen wird.

Die Firma Eurovideo gibt es noch, wenn auch sehr selten auf meiner Seite, denn dort tut man sich (ich sage es vorsichtig) etwas schwer, kleinere Seiten wie meine zu bemustern. Kann man ja auch verstehen, denn schließlich kostet so eine Presse-DVD auch etwa 10 Cent plus das teure Porto!!

SHAPESHFTER habe ich mir in einer Aktion mitbestellt, weil er ganz interessant klang und ich Thomas Kretschmann mag. Erst im Nachhinein habe ich gesehen, das der Streifen auf imdb übelst niedergemacht wird. Aber so schlecht finde ich ihn gar nicht.

Zwar ist die Geschichte nicht sonderlich originell, doch der Regisseur schafft es mit einigen Kniffen in der Kameraführung dem Ganzen eine schicke Atmosphäre zu geben. Die Tricks sind für einen kleinen Film auch in Ordnung und das Vieh sieht gar nicht mal schlecht aus.

Auch die anderen Schauspieler neben Kretschmann spielen überzeugend und gerade im zweiten Abschnitt sind einige Schockmomente durchaus gelungen und erinnern mich ein wenig an ISOLATION, einem ewigen Geheimtipp von mir, so das ich dem ganzen durchaus ein „ganz gut“ attestieren würde. Und das heißt bei mir 4 Chuckies. Auf weiterhin gute Zusammenarbeit….

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LOOK AWAY (Splendid Film)

am 19. März 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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Die 18-jährige Maria hat es wahrlich nicht leicht. In der Schule wird sie von ihren Mitschülern gemobbt, und auch zu Hause fühlt sie sich bei ihren Eltern nicht wirklich wohl, zumal die beiden eine eher ausgelutschte Ehe führen. Eines Tages entdeckt sie in ihrem Spiegelbild ein Mädchen, das genau aussieht wie sie selbst. Sie bekommt heraus, das sie eigentlich ursprünglich noch eine Zwillingsschwester hatte. Diese taucht nun auf und will ihr in ihrem verpfuschten Dasein helfen. Maria lässt sich darauf ein und nun übernimmt Airam die Position im Leben, indem die die Rollen tauschen. Während Maria nun im Spiegel verweilt, regelt ihre Schwester die Angelegenheiten draußen – allerdings auf recht rabiate Weise.

Ich gebe zu, wenn man sich das durchliest, klingt das erst einmal ziemlich beknackt. Ist es aber gar nicht, denn wie die beiden zueinander finden, und wie sich langsam das Geheimnis hinter dem Spiegelbild zusammensetzt, wird hier sehr schön erklärt.

Das absolute Pluspunkt dieses Horrorstreifens ist allerdings sein Look. Alleine das Haus in dem Maria lebt ist ein Palast. Doch das ist nicht alles. Der Kameramann schafft es, aus dieser doch eher kleinen Produktion, einen Look zu zaubern, dass man meinen kann, der Film sei 10 Mal so teuer gewesen.

Ok. Mira Sorvino, Jason Isaacs und auch die grandios aufspielende India Eisley, der ich eine große Karriere voraussage (allerdings nur wenn sie sich gescheite Filme heraussucht, denn LOOK AWAY ist der erste gute in ihrer Vita), werden sicherlich nicht für nen Appel und nen Ei dort mitgewirkt haben.Trotzdem handelt es sich doch um eine kleinere Produktion, die aber wahrlich nicht danach aussieht.

In Sachen Gewalt ist der Streifen allerdings eher mild, so dass Splatterfreunde nicht wirklich auf ihre Kosten kommen. Das hat der Film aber auch nicht nötig, denn er lebt von der Atmosphäre.

Dazu gibt es eine der besten Schlusseinstellungen, die ich je gesehen habe. Während der Streifen sonst eher ruhig und stilvoll inszeniert wurde, bekommt man gegen Ende 20 Sekunden im Stakkato und mit lauter Musik präsentiert, die noch einmal des Rätsels Lösung verdeutlichen.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Horrorfilm mit Niveau, der eine hervorragende Atmosphäre und eine exzellente Hauptdarstellerin zu bieten hat. Ein kleiner Geheimtipp für Menschen, die Filme wie GLASSHOUSE oder CARRIE mochten

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AGAINST THE NIGHT (Lighthouse)

am 19. März 2019 unter Horror abgelegt

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Ein paar Freunde feiern ausgelassen eine Party. Einer von ihnen, der gerne mal Filmregisseur werden will, kommt auf die Idee, doch mal das nahegelegene und schon lange geschlossene Gefängnis zu besuchen. Da man in guter Stimmung ist, nimmt man den Vorschlag auch an. Zwar hat man kurz vor Eintritt zu dem Ort doch einiges an Muffensausen, aber was soll denn schon passieren? Dort wohnt ja niemand mehr. Tja falsch gedacht, denn plötzlich wird einer nach dem anderen ermordet und leider sind alle Auswege plötzlich versperrt.

Zwar bekommt die Geschichte nun keinen Innovationspreis, denn das Eindringen in geschlossene Gebäude war schon öfters Thematik eines Horrorfilms. Das einiges durch Sicht der subjektiven Kamera des kommenden Regisseurs gezeigt wird, mag den ein oder anderen stören, wird aber wirklich nur in manchen Szenen als Stilmittel eingesetzt – der größte Teil ist als normaler Film aufgezogen – also keine Angst vor Dauergewackel.

Die Atmosphäre in dem Laden ist durchaus gruselig und den Darstellern, nimmt man ihre Angst auch ab. Soweit so bekannt. Doch dann kommt in der Mitte des Streifens eine höchst interessante Wendung hinzu, auf die ich niemals gekommen wäre. Leider würde ich zu viel spoilern wenn ich diese jetzt heraus posaunen würde, aber man kommt dahinter, wer den nun in den Gemäuern herumwandert.

Das Ende des Films ist ebenfalls gelungen und die letzte Szene bleibt einem noch lange in Erinnerung, denn sie bestätigt das, was ich oben angedeutet habe.

Interessant hierbei sind die Bewertungen. Während der Film bei IMDB in den Rezensionen niedergemacht wird, bekommt er bei amazon durchweg gute Kritiken. So eine Streuung habe ich vorher bei noch keinem einzigen Film gesehen und ist auch eher ungewöhnlich.

Ich persönlich würde mich hierbei in der Mitte einordnen, denn auch wenn das alles nicht sonderlich originell ist, wurden einige gute Schockeffekte platziert und die Handlung ist dazu durchgehend spannend. Daher gibt’s hierfür:

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BLUE MY MIND (Meteor/Alive)

am 27. Februar 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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Die 15-jährige Mia hat die typischen Teenagerprobleme, nachdem sie in eine neue Stadt umgezogen ist. Doch da es gibt noch etwas, was ihr sehr zu schaffen macht, denn ihr Körper scheint zu mutieren – langsam aber stetig. Ihre Eltern sind ihr von jeher fremd gewesen und sie glaubt schon lange, dass sie eigentlich adoptiert wurde. Mia stürzt sich daraufhin ins wilde Teenagerleben um Anschluss zu finden und auch das bisschen Jugend, was ihr noch bleibt, auszuleben. Doch der Körper verändert sich immer weiter. In ihrer Verzweiflung versucht sie sich mit Sex und Drogen zu betäuben, um aufzuhalten, was nicht aufzuhalten ist, denn die Natur ist stärker und Mias Verwandlung schreitet immer weiter voran.

BLUE MY MIND wurde auf sehr vielen Festivals gezeigt und bekam durchweg gute Kritiken – denen ich mich anschließe. Allerdings wird es auch Menschen geben, die diesen Streifen nicht mögen – weil er insgesamt doch sehr außergewöhnlich ist.

Der Film wird getragen von einer absolut herausragenden Luna Wedler, die die verschiedenen Facetten, die ihre Figur zu bieten hat, absolut superb beherrscht. Sie überzeugte kürzlich schon in dem ebenfalls gelungenen DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT, der ja in einem komplett anderen Genre beheimatet war. Respekt! Völlig verdient gab es hierfür den Schweizer Filmpreis

Die Verwandlung von Mia ist eingebunden in eine Rahmenhandlung, die auch als Teenagerdrama funktioniert und in dem ebenfalls Themen wie „ich möchte dazugehören“ und „Probleme mit der Pubertät“ mit abgehandelt werden. Man konnte befürchten das dieser Genremix voll in die Hose geht – tut er aber nicht, denn die sanften Horrorelemente fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein.

Wer allerdings für alles eine Erklärung haben will, der ist hier leider Fehl am Platze. Es werden zwar einige kleinere Dinge angedeutet, doch eine restlose Auflösung kann man hier nicht erwarten – die lässt der Streifen wohl extra offen, was im Endeffekt vielleicht auch ganz gut ist, denn das hätte auch in Schwachsinn enden können. Das Ende rundet den Film schön ab.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Film mit einer tollen Schauspielerin, der sowohl Arthouse-Fans, als auch Freunden von Jugenddramen gefallen könnte. Alleine die Performance der Hauptdarstellerin lohnt schon eine Sichtung.

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DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT (Koch Media)

am 12. Februar 2019 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Anthropologie-Professor Donald Blake bekommt für seine Forschungsarbeit einen seltenen vorzeitlichen Fisch geliefert, der nur noch in den Gewässern vor Madagaskar zu finden ist. Während seiner Arbeit an dem Fisch verletzt sich Blake und es gelangen radioaktiv verseuchte Bakterien in seine Blutbahn. Als die Assistentin des Professors kurz darauf ermordet in seinem verwüsteten Büro aufgefunden wird, stößt die Polizei bei ihren Ermittlungen auf ungewöhnliche Fuß – und Fingerabdrücke. Es beginnt eine Jagd nach dem Unbekannten.

Dieser Film von Jack Arnold, der sein letzter werden sollte – zumindest im Horrorbereich, zählt zu den eher unbekannten Arbeiten des Regisseurs. In den sehr interessanten Extras erzählt er in einem langen und gut geführten Interview, dass er den Film eigentlich nicht drehen wollte, weil ihm viele Stellen des Drehbuchs nicht gefielen, er aber keine Zeit bekam, diese abzuändern.

Dafür ist der Streifen erstaunlich gut geworden. Heutzutage wäre eine solche Geschichte sicher etwas Normales, aber man muss sich überlegen, dass das Drehbuch mittlerweile 60 Jahre auf dem Buckel hat, insofern war das damals schon sehr innovativ.

Das Monster ist natürlich insgesamt eher bescheiden getrickst, erstaunlich aber, wie man die Rückverwandlung zum Menschen damals gefilmt hat, mit den bescheidenen Möglichkeiten die zur Verfügung standen.

Das Bild des Streifens ist exzellent und sollte man mal der Firma WARNER schicken, um denen zu zeigen, wie ein Film, Ende der 50er gedreht, aussehen KANN, wenn man nur will, wenn man bedenkt was für eine katastrophale Blu Ray diese mit DIE 12 GESCHWORENEN auf den Markt brachten.

Das Bild ist nahezu komplett frei von Bildrauschen, Blitzer habe ich gar keine gesehen und auch die Schärfe passt. Dazu kommt ein blitzsauberer Ton ohne jegliches Rauschen oder andere Hintergeräusche.

Für Sammler eine absolut würdige Veröffentlichung eines etwas unterschätzten Streifens, den man heute auch noch gut schauen kann – wie eigentlich alle Filme von Arnold.