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Archiv der Kategorie 'Horror'

TRAIN TO BUSAN (Splendid)

am 21. Februar 2017 unter Horror abgelegt

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Sok-woo denkt nur an seine Arbeit. Daran zerbrach letztendlich auch die Ehe. Seine Tochter Soo-ahn wünscht sich, an ihrem Geburtstag bei ihrer Mutter zu sein. Da er gegenüber ihr ein schlechtes Gewissen hat, akzeptiert er dies und die beiden begeben sich am nächsten Tag in den Schnellzug nach Busan. Doch leider schlüpft kurz vor Abfahrt noch ein Passagier in den hinteren Wagon, auf den man hätte verzichten können. Dieser ist nämlich mit etwas infiziert, das Menschen binnen kurzer Zeit zu Monstern werden lässt. Das Virus scheint sich auch außerhalb des Zuges schnell auszubreiten und auch drinnen wird es eng, da sich die Untoten häufen und ein Wagon nach dem anderen von ihnen eingenommen wird.

Und genau daraus ergeben sich jede Menge origineller Situationen, weil den nicht Infizierten selbst in einem so riesigen Zug irgendwann der Platz ausgeht, in denen es noch sicher ist. Das erinnert ein wenig an SNOWPIERCER, der jedoch bei weitem nicht so spannend war und natürlich auch einen anderen Ansatz verfolgte.

Fakt ist – die Idee ist sehr gelungen und auch an der Umsetzung gibt es nichts zu mäkeln. Insbesondere daraus, dass die Untoten auf Geräusche reagieren, resultieren schon jede Menge Einfälle, die ich so noch nicht gesehen habe. Stichwort: Handyklingeln.

Zudem verzichtet man Gott sei Dank auf humoristische Einlagen und den typischen Pseudo-Spaßmacher, der einem in Filmen aus dem Land so oft auf den Zeiger geht.

Zum Bild eines neues Films äußere ich mich normalerweise nicht, weil ich einfach davon ausgehe, das dies ordentlich ist. TRAIN TO BUSAN allerdings bewegt sich im Referenzbereich. Die Bilder sind gestochen scharf und insbesondere in den hellen Aufnahmen habe ich außer LUCY noch nie etwas besseres auf meinem Beamer gesehen. Das steigert das Filmvergnügen natürlich noch.

Leichte Kritikpunkte wären das etwas melodramatische Ende, und das 20 Minuten weniger auch gereicht hätten. Das allerdings ist jammern auf ganz hohem Niveau – selbst die mir unbekannten Darsteller, die bei solchen Filmen ja eigentlich nie groß eine Rolle spielen, weil sie nix zu tun haben als vor der Horde zu fliehen oder ihnen die Birne einzuschlagen, überzeugen, zumal man insbesondere die Hauptfiguren, für dieses Genre untypisch, mit erstaunlich viel Charakterzeichnung versehen hat.

Fazit: Rundum gelungenes Filmvergnügen. Der Film kopiert nicht simpel Dinge die es schon 1000 mal gab, sondern bringt jede Menge neue Ideen mit ein. Alleine dafür lohnt sich die Sichtung schon. Wer noch immer eine Aversion gegen asiatische Filme hat, sollte diese nun langsam mal ablegen.

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IM NOT A SERIAL KILLER (Indeed/ALIVE)

am 21. Februar 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Der im tristen Clayton lebende John, stellt an sich selbst soziopathische Züge fest und glaubt, das er alle Anlagen hat, ein Serienkiller zu werden. Zudem ist er in der Schule ein Außenseiter. Er arbeitet im Bestattungsinstitut seiner Mutter, wo er ständig mit irgendwelchen Leichen in Berührung kommt. Zudem häufen sich eben diese in letzter Zeit, denn in Clayton scheint tatsächlich ein Serienkiller umzugehen, der über Johns „Entwicklungsstatus“ schon hinaus ist. Könnte es der eigentlich liebenswerte Mr Crowley von neben an sein? John ist davon überzeugt und observiert den alten Herrn.

Das hört sich alles nach einem durchaus interessanten Horrorfilm an, ist aber letztendlich ein Drama geworden, dem einfach die Spannung fehlt.

Der Hauptdarsteller macht seine Sache wirklich gut und Christopher Lloyd, mittlerweile auch schon 78 Jahre alt, sieht man eh immer gerne, wenn einem auch automatisch immer seine Rolle als Doc in „Back to the future“ in den Sinn kommt. Beim Cast hat man daher nichts falsch gemacht.

Doch gerade am Anfang gibt es einfach zu viel Leerlauf. Später werden dann Handlungsstränge eingestreut, die den Film nicht voran bringen, sondern ihn verlangsamen und partiell auch im Nichts verlaufen.

So bleibt unter dem Strich ein netter Film mit einem durchaus gelungenen Ansatz, der aber einfach an fehlender Spannung leidet.

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DONT BREATHE (Sony Pictures)

am 03. Februar 2017 unter Horror abgelegt

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Was macht man, wenn man aus seiner Stadt weg will und keine Kohle hat (kommt mir sehr bekannt vor)? Man bricht bei einem blinden Kriegsveteranen ein und versucht, ihn um seine Kohle zu erleichtern. Das gelingt zwar anfangs auch, doch der Rückweg ist leider etwas kompliziert, da der Alte gar nicht so hilflos ist, wie die Herrschaften glauben.

Mehr sei an dieser Stelle nicht erwähnt, da in Folge noch genug gespoilert wird:

Wenn ich einen Film wie TRANSPORTER sehe, erwarte ich nicht, 90 Minuten logisch unterhalten zu werden. Bei einem Thriller jedoch, bei dem auch nichts übersinnliches dabei ist, sondern der Streifen nur von den Handlungsweisen der Protagonisten abhängig ist, jedoch schon.

Was hier allerdings an Schwachsinn geboten wird, lässt gleich 10 Hutschnüre platzen:

Es fängt schon nach einigen Minuten an, wenn der Satz „Mein Akku ist alle“ kommt. Natürlich sollte man bei einem Einbruch mit 5 % Akkuleistung starten, so dass, wenn etwas schiefgeht, man auch ja nicht um Hilfe rufen kann. Das kann durchaus passieren, wenn der „Gegner“ ein völlig neues Revolver-Modell der amerikanischen Waffenlobby besitzt. Mit diesem kann er 50  Mal ohne nachzuladen in der Gegend rumballern. Klasse. Sieht zwar sehr oldschoolig aus, ist aber totaler High-Tech.

Als wenn das noch nicht genug wäre, sieht man Menschen die zweimal angeschossen werden, aus 10 Metern auf eine Glasplatte flatschen, mit einer Heckenschere erstochen werden, aber 5 Minuten später recht gesund und munter durch die Gegend latschen.

Völlig aus der Kontrolle gerät der Humbug dann, als aus Versehen die Gebärmaschine des Veteranen erschossen wird. Diese war dazu da, ihm das Kind zu schenken, das er verloren hat und man erfährt auch noch, das eben diese, seine Tochter aus Versehen getötet hat. Wie er diese blind gefangen und in den Keller gesperrt hat? Uninteressant also erklärt man es nicht. Zudem hat man ja jetzt mit Rocky, der einzigen weiblichen Komponente des Einbrecher-Trios ein neues Opfer, das ein Kind gebären kann. Also rennt man schnell zum kleinen, gut gefüllten Sperma-Silo!!!! und entnimmt mit einer Spritze die nötige Menge (alles wie gesagt blind) um sie der Probandin einzupflanzen!!!!!! Denn man hat, in weiser Voraussicht, bereits monatelang vorgewichst!!!!!!!!!! Denn gönnerhaft wie der Herr ist, vergewaltigt er seine Opfer nicht.

Es wäre problemlos möglich, diese Ansammlung von Doofheiten noch zu erweitern, doch irgendwann muss auch eine Rezension mal zu Ende sein, besonders eine für solch unfassbaren Schrott, der noch dazu im Internet totgehypt wird. Unglaublich.

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PULS (Concorde)

am 03. Februar 2017 unter Horror, Suspense abgelegt

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Clay Riddell ist gerade geschäftlich in Boston auf dem Flughafen unterwegs und telefoniert mit seiner Familie. Dann ist der Akku alle, was normalerweise ärgerlich ist, in diesem Fall aber günstig, denn aus dem Nichts bricht plötzlich eine Massenpanik aus und Menschen die eben noch telefonierten, mutieren zu blutrünstigen Wahnsinnigen. Clay kann sich zusammen mit dem U-Bahnfahrer Tom und seiner Nachbarin Alice zunächst in seine Wohnung retten. Am nächsten Tag will er sich aufmachen seine Familie zu suchen. Doch die Seuche hat sich schon enorm verbreitet…..

Die ganz leise Gesellschaftskritik ist durchaus lobenswert. Ebenso die ersten 15 Minuten, als ich der Illusion verfiel, hier einen wirklich guten Film kredenzt zu bekommen, denn die sind wirklich spannend inszeniert und der Flugzeugcrash bis in die Wartehallen sieht richtig gut aus.

Dann ist aber leider auch Schuss. Bald latschen die 3 durch die Gegend und werden immer wieder von den Handyzombies angegriffen. Das sieht aus und ist zudem so innovativ wie Staffel 24 von WALKING DEAD.

Ab und zu streut man eine kleine Wendung ein und integriert neue Figuren, die dann aber doch schnell das Zeitliche segnen. Zudem ist das alles einfach so unfassbar unspannend und wird gekörnt mit einem völlig versauten Schluss.

Inmitten dieses Szenarios stolpern immerhin John Cusack und Samuel Jackson durch die Walachei, wobei man sich bei beiden fragt, ob sie Geld benötigen, denn für diese Rollen hätte man jeden Trottel casten können, da schauspielerisch beide absolut null gefordert werden. Cusack hat den Mist auch noch mitproduziert und dreht leider in den letzten Jahren zu viel Unsinn.

Stephen King hat hier sogar das Drehbuch mitgeschrieben – er sollte vielleicht besser in Rente gehen, denn für diesen Stuss muss man nun echt kein Starautor sein. So etwas kann jeder Depp abliefern.

Fazit: Eine an sich gute Grundidee mit unterschwelliger Gesellschaftskritik, verkommt zum langweiligen Zombiegemetzel. Gääähn.

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THE LAST SHIFT (Ion New Media)

am 25. Januar 2017 unter Horror abgelegt

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Die Handlung dieses Streifens kann man eigentlich in einem Satz zusammenfassen – ich bemühe mich aber trotzdem, das ganze etwas auszuschmücken.

Die junge Polizistin Jessica wurde dazu verdonnert, die allerletzte Schicht in einer verlassenen Polizeiwache zu übernehmen, die am nächsten Tag endgültig geschlossen wird. Eigentlich eine recht öde Aufgabe. So fühlt sich Jessica auch unterfordert und langweilt sich mit der Zeit. Doch dann bekommt sie einen Anruf, bei dem ein junges Mädchen um Hilfe fleht. Sie versucht auch so viele Informationen wie möglich zu bekommen, doch die Verbindung reißt ab. Zudem ereignen sich auf der Wache plötzlich sehr merkwürdige und auch gefährliche Dinge und Jesscia erhält Besuch von einem netten Polizisten – mit einem dicken Loch im Hinterkopf versehen. Plötzlich mutiert die vermeintliche Routine zur Lebensgefahr.

Leider konnte ich nirgends eine Information finden, wie hoch das Budget für diesen kleinen Streifen war. Viel kann das wahrlich nicht gewesen sein, denn eigentlich spielt sich der ganze Film nur auf der Polizeiwache oder vor der Tür dieser ab. Man nehme noch eine ordentliche Schauspielerin, reiche das ganze mit mysteriösen Geschehnissen an und fertig ist der Low Budget Grusler.

Wer aber jetzt glaubt, das ich den Film niedermache, der sieht bzw. liest sich gleich eines Besseren belehrt, denn was sich im vorigen Abschnitt eher negativ anzuhören scheint, wird hier zum absoluten Glücksfall.

Gerade durch die beschränkte Location und Personenanzahl entsteht eine unheimliche Atmosphäre. Zudem startet der Film von Anfang an durch und hat keinerlei Leerlauf. Die „Erscheinungen“ wirken zudem keineswegs billig – da floss wohl der größte Teil des Budgets hinein.

Natürlich ist die Geschichte nicht wirklich neu, sondern eher der Ort, an dem sie spielt. Trotzdem ein dickes Lob an den Regisseur. Wie man es schafft hier aus so wenig Geschichte durch kleine Wendungen und einer latent unheimlichen Atmosphäre so viel herauszuholen verdient Respekt! Noch dazu gibt es ein cooles Ende.

Da es sich hier um übernatürliche Dinge handelt, sollte man natürlich nicht nach Logik fragen. Wer aber mal wieder einen Film sehen will, mit einer wirklich gelungenen Atmo und teilweise recht garstigen Ideen, ist hier genau richtig. Für mich ein kleiner Geheimtipp.

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PURGE 3 – ELECTION YEAR (Universal Pictures)

am 17. Januar 2017 unter Action, Horror, Suspense abgelegt

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Die neuen Präsidentschaftswahlen stehen in Amerika bevor. Leo Barnes arbeitet mittlerweile für die Senatorin Charlie Roan, die gegen die Purge-Nacht ist und diese, sollte sie gewählt werden, auch umgehend abschaffen würde. Doch ihre politischen Gegner sehen das gar nicht gerne und versuchen sie umzubringen. Leo hat alle Hände voll zu tun, die Dame zu schützen, doch dann entdeckt er, das sich in seinen eigenen Reihen ein Verräter befindet und muss mit Charlie fliehen – was in der Purge-Nacht nicht weniger gefährlich ist, denn draußen warten jede Menge Irre mit Knarren..

Es geht in den dritten Teil der PURGE-Reihe. Nach mäßigen Kritiken, aber einem sehr guten Einspielergebnis, bei geringen Produktionskosten von Teil 1, war es eigentlich klar, das man diese Reihe fortsetzen wird, die sich auch durchaus auch zur Serie eignet. Der Streifen entwickelte sich zudem in der DVD-Szene zum absoluten Geheimtipp.

War Teil 2 allerdings ein wenig uninspiriert und machte sich das Fehlen von Ethan Hawke doch bemerkbar, geht es hier wieder aufwärts, denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist ELECTION YEAR durchaus spannend geworden, auch wenn manche Dinge sich mittlerweile schon wiederholen.

Frank Grillo scheint auch noch für 10 weitere Teile bereitzustehen, während der Rest relativ austauschbar scheint (bezogen auf die Geschichte, nicht auf das schauspielerische Talent). Der von mir äußerst geschätzte Mykelti Williamson bekommt hier endlich mal ordentlich Screentime. Er ist irgendwie das schwarze Pendant zu Ray Liotta, der auch immer nur in der zweiten Reihe agiert, obwohl er wesentlich mehr drauf hätte.

Ob man jetzt noch weitere Fortsetzungen braucht, sei mal dahingestellt, denn eigentlich ist das ganze doch schon relativ auserzählt, doch das war bei SAW nach spätestens Teil 3 auch so und trotzdem ging es immer weiter.

Dieser ist jedenfalls recht gelungen.

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THE DEVILS HAND (Tiberius)

am 13. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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In der streng gläubigen Gemeinde New Bethlehem herrscht seit Jahren ein seltsamer Glaube. Sechs Mädchen wurden am sechsten Tag im sechsten Monat geboren. Sobald eine der Damen volljährig wird, soll angeblich der Teufel in sie fahren. Diese These vertritt zumindest der örtliche Pfarrer. Der Vater von Mary, einem der sechs Kinder, hält das alles für komplette Spinnerei. Als der 18. Geburtstag näher rückt, versucht er seine Tochter zu schützen, denn ein Killer läuft durch die Gegend und schlachtet ein Mädchen nach dem nächsten ab und hinterlässt dabei auch jede Menge Kollateralschäden. Zudem opfern sich die Eltern der Kinder und wählen den Freitod. Schlechte Zeit sich ausgerechnet jetzt in den Sohn des Sheriffs zu verlieben, wie es Mary passiert, denn der religiöse Pfarrer ist fest überzeugt von seinem Glauben und lässt die letzten zwei verbliebenen, geflohenen Mädchen suchen..doch was ist mit dem Fluch? Realität oder Unsinn?

Diese Frage stellt sich auch der Zuschauer den kompletten Streifen lang, dessen Durchschnittsnote von 5.1 bei imdb für mich unerklärlich ist, denn ich fand THE DEVILS HAND sehr gelungen.

Die Geschichte ist interessant, der Film hat eine schön schaurige Atmosphäre, und ein bisschen Blutzoll gibt es auch.

Dazu ist der Streifen mt Rufus Sewell (DARK CITY), Colm Meaney (Star Trek) und Alycia Debnam-Carey (Unreal) für einen kleinen B-Movie erstaunlich gut besetzt, was auch der Qualität des Streifens zu Gute kommt, denn man hat hier nie das Gefühl, dass, wie in so vielen Produktionen dieser Art, nur Laien herumfallen.

Zudem finde ich das Ende, das ich natürlich nicht verrate, sehr gelungen. Der Film nimmt in den letzten 30 Minuten noch einmal erneut an Fahrt auf und ist, zumindest aus meiner Sicht, sauspannend.

Auch die Lovestory, die man hier eingefügt hat, ist, wie so oft, nicht dazu da, den Film länger zu ziehen, sondern ergibt hier durchaus einen Sinn.

Auch wenn einen die Bibelsprüche von Meaney und der Gemeinde irgendwann ein wenig auf den Zeiger gehen, bleibt unter dem Strich ein sehr gelungener Horrorstreifen mit einer wirklich interessanten Ausgangsbasis und einer sehr guten Besetzung. Das der Streifen kein komplettes Low-Budget Ding ist, sieht man deutlich (7 Millionen Budget) und hebt ihn weit über die ganzen Veröffentlichungen heraus, die einem im Horrorbereich teilweise zugemutet werden.

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WHAT WE BECOME (Capelight/Alive)

am 13. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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In einer Vorstadt von Kopenhagen bricht plötzlich eine Seuche aus, die die Einwohner zu Menschenfressern mutieren lässt. Die Medizin ist ratlos. Gustav und seine Familie werden, wie die ganze Ortschaft, unter Quarantäne gestellt und das Haus mit einer Folie abgedeckt. Das Militär läuft schwerbewaffnet durch die Gegend und erschießt jeden, der fliehen will. Eines Abends schleicht sich Gustav raus und macht eine grauenhafte Entdeckung.

Auch die Dänen wollten mal einen Zombiefilm drehen und liefern hier ihren Beitrag ab.

So hat WHAT WE BECOME einen durchaus ordentlichen Unterhaltungswert, krankt aber etwas an neuen Ideen. Nicht wirklich viel, was wir noch nicht gesehen haben.

Dennoch gibt es positives zu berichten. Die Darsteller sind glaubwürdig, der Soundtrack ist absolut klasse (80s Style) und auch die Untoten sehen nicht billig aus, sondern ich denke, das dieser Streifen sicherlich nicht ganz billig war und in Dänemark in die A-Kategorie eingeordnet wird.

Die übliche Wackelkamera bleibt uns größtenteils erspart. Ob man die Liebesgeschichte hätte einstreuen müssen, weiß ich nicht wirklich, sie wirkt für mich ein wenig deplatziert, insbesondere in der Phase, wo die Seuche schon fortgeschritten ist.

Fazit: Grundsolider dänischer Beitrag zum Zombie-Genre, dessen größtes Problem es ist, das er überall klaut und nichts selbst kreiert. Gute Unterhaltung ist der Streifen allerdings allemal.

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THE SECT (Koch Media)

am 06. Dezember 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Zwei scheinbar unzusammenhängende Ereignisse – ein mysteriöser Besucher in einer Hippie-Kommune der 70er und ein grausamer Mord im Frankfurt der frühen 90er – ebnen der Geburt des Leibhaftigen den Weg. Das weiß die junge Miriam noch nicht, als sie kurz darauf beinahe den mysteriösen Moebius Kelly über den Haufen fährt. Sie nimmt den alten Mann vorübergehend bei sich auf und wird als Werkzeug und Gefäß für die Pläne einer satanischen Sekte zunehmend zwischen Traum und Realität zerrieben.

Das trifft es eigentlich ganz gut und da hat man sich ausnahmsweise auch mal Mühe gegeben, denn viele Pressetexte sind einfach langweilig und hingerotzt.

Zum Thema Mühe geben: Was KOCH MEDIA den Fans von Argento und/oder Soavi hier hinzaubert, ist sensationell:

Das Mediabook sieht toll aus. Schon die Vorderseite wirkt sehr einladend. Doch der Inhalt ist definitiv noch besser. Es gibt, wie üblich, den Film als DVD und als Blu Ray. Zudem hat man wirklich noch eine Bonus DVD zusammenbekommen, in denen es Interviews mit der damaligen Crew zu sehen gibt. Das Highlight ist aber das wunderschöne eingefügte Booklet, das sich mit dem Film und seiner Entstehungsgeschichte befasst.

Das Bild ist spitze. Gestochen scharf, ohne Blitzer, wirkt es fast wie eine neue Produktion. Rauschen ist ebenfalls absolute Fehlanzeige. Nun ist der Streifen ja noch nicht so alt (1991), aber wenn man das mal mit anderen Firmen vergleicht, was die dem Zuschauer teilweise zumuten, hat man hier echt tolle Arbeit geleistet.

Der Ton ist ebenfalls grundsolide, wobei man da keine Wunder erwarten sollte. Der Film ist sowohl in englisch, italienisch und auch deutsch abrufbar.

Ich persönlich bin jetzt weder ein Argento noch ein Giallo-Fan, im allgemeinen und kann eigentlich nur mit SUSPIRIA und PHENOMENA etwas anfangen, daher steht es mir hier irgendwo nicht zu, eine Bewertung für den Films abzugeben.

Für Fans des Streifens, hat jedoch KOCH MEDIA das beste herausgeholt was möglich ist. Daher ist der recht hohe Preis für das Package absolut gerechtfertigt

REMAINS (Splendid)

am 06. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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John hat es nicht leicht. Kürzlich erst hat er seine Frau verloren und zieht mit seinen 3 Kindern nun in ein neues Haus ein, dessen Preis erstaunlich niedrig war. Was er allerdings nicht weiß ist, das sich vor ca. 100 Jahren dort schreckliche Dinge ereigneten, wobei es im Zuge einer Seance zu einem Blutbad kam. So kommt es wie es kommen muss, denn schon bald werden die Kids von merkwürdigen Erscheinungen heimgesucht und verändern sich.. Besonders betroffen sind seine beiden jungen Kinder, die auf dem Dachboden Dinge finden, von denen sie hätten besser die Finger lassen sollen.

Spukhausfilme haben es schwer. Das liegt zum einen daran, dass es einfach schon zu viele gibt und wenn sich mal ein Major an so ein Projekt traut (CONJURING) ist die Sache natürlich deutlich professioneller und aufwändiger inszeniert.

Ich persönlich halte REMAINS, der bei imdb schlecht wegkommt, allerdings für unterschätzt. Das Grauen kommt hier nicht mit brachialer Gewalt, sondern eher subtil. Die beiden kleinen Kids spielen hervorragend – zudem gibt es ein gelungenes Ende.

Dazu kommt, das der Streifen keinerlei großen Leerlauf besitzt und durchgehend gut unterhält. Natürlich ist die ein oder andere Sache auch schon in der Vergangenheit in Spukhausfilmen aufgetaucht. Aber das ist bei Filmreihen wie SAW oder HALLOWEEN doch genauso.

Ich finde Thomas Della Bella (kann man wirklich so heißen?) hat hier einen grundsoliden Horrorstreifen hingelegt, bei dem wenig Blut fließt, aber durchaus Spannung vorhanden ist.

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