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Archiv der Kategorie 'Horror'

VIDEODROME – MEDIABOOK (Koch Media)

am 11. September 2018 unter Horror, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1981 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.
Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1983 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.

REVENGE (Koch Media)

am 30. August 2018 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Die atemberaubende Jen genießt ein luxuriös-romantisches Wochenende in der Villa ihres reichen Lovers Richard , als dessen Geschäftsfreunde zu einem unangekündigten Jagdausflug auftauchen. Im Verlauf einer lockeren Party steigert sich die Spannung unter den Anwesenden ins Unermessliche und entlädt sich in der brutalen Vergewaltigung Jens. Um den Vorfall zu vertuschen, wird sie von Richard eine Klippe in den sicheren Tod hinuntergestoßen. Doch unglücklicherweise für die Männer hat Jen den mörderischen Sturz überlebt – schwer verletzt und aufgespießt von einem Baum. Das vermeintliche Freiwild rettet sich blutüberströmt in die Wüste, versorgt ihre Wunden und macht sich nun selbst unerbittlich auf die Jagd nach ihren Peinigern, mit nur einem Ziel: Rache!

So weit der wirklich gelungene Pressetext. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man es schafft, aus einer praktisch nicht vorhandenen Geschichte, eine so lange Zusammenfassung zu pressen – das hätte ich niemals hinbekommen.

Daher fangen wir auch gleich mit den negativen Dingen an. Wie man einen Sturz aus gefühlten 80 Metern überleben kann und das auch noch aufgespießt von einem Baumstumpf, ist schon reichlich weit hergeholt und Madame ist anscheinend ein anatomisches Wunder. Das hätte man nun wirklich auch logischer präsentieren können. Wie sie die Wunde heilt, schlägt dann dem Fass den Boden aus.

Aber o.k. Es handelt sich hier um einen klassischen REVENGE Film, da muss man über solche Sachen wohl hinwegsehen, zumal der Film wirklich auch einige Stärken zu bieten hat.

Dem Mädel gelingt die Wandlung von der kleinen dummen Blondine zum Racheengel durchaus überzeugend. Regisseurin Coralie Fargeat , die eher aussieht, als würde sie lustige Familienkomödien drehen, lässt ihr dabei auch Platz für Improvisation.

Was die eben erwähnte Dame aber visuell aus ihrem Spielfilmdebüt herauszaubert, ist aller Ehren wert. Im 5 Minuten-Takt streut sie optische Highlights ein, die ich in einem Film aus diesem Genre noch nie gesehen habe und die ein wenig an STAY erinnern. Ich nenne da nur mal Mond, Ameise oder Apfel als Beispiel. Zudem ist alles sehr farbenprächtig inszeniert.

Das wird den Freund von viel Blut wenig beeindrucken, denn der will lieber viele rote Flüssigkeit sehen und bekommt diese auch reichlich geboten. Besonders der Showdown ist doch recht drastisch inszeniert.

Wer also REVENGE als Metzelfilm mit öder Story aburteilt, liegt in meinen Augen falsch. Der Streifen ist durchgehend spannend und man leidet mit der Protagonistin und im Zusammenspiel mit den bereits erwähnten visuellen Spielereien, ergibt sich daraus ein positives Gesamtbild.

Fazit: Die guten Kritiken sind durchaus berechtigt, denn REVENGE ist mehr als ein tumbes Gemetzel, ordentlich besetzt und wird nie langweilig, Über einige doch recht unlogische Szenen muss man in diesem Fall hinwegsehen, die durch grandiose Ideen im visuellen Bereich auch kompensiert werden.

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THELMA (Koch Media)

am 30. August 2018 unter Drama, Horror, mystery abgelegt

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Die eher schüchterne Thelma verlässt ihr streng religiöses Elternhaus, um in Oslo zu studieren. Sie tut sich sehr schwer Freunde zu finden, zumal sie eben auch durch ihre Erziehung nicht zu der heutigen Jugend passt. Dann allerdings lernt sie auf dem Campus ihre Kommilitonin Anja kennen und verliebt sich in sie. Diese Liebe wird erwidert, so dass sie glücklich zu sein scheint. Außerdem nimmt sie nun auch am Osloer Nachleben teil und mutiert zu einer völlig normalen Jugendlichen – oder auch nicht, denn plötzlich erlebt Thelma epilepsieartige Anfälle und es geschehen äußerst merkwürdige Dinge. Sie glaubt, das mit ihrem Entfliehen aus dem religiösen Umfeld auch übersinnliche Fähigkeiten freigesetzt wurden, die in ihrer Familiengeschichte bekannt sind und die sie nicht kontrollieren kann.

Oha, Arthouse-Horror, das ist immer so eine Sache. Wie ich gelesen habe, steht der Film wie Blei in den Regalen, was ich mir fast gedacht habe. Viele wird die FSK Freigabe stören, denn was kann das schon sein, wenn da ein grünes Schildchen draufklebt? Das deutsche Cover ist zudem komplett irreführend und sieht eher nach einem Drama aus. Das hätte man beides etwas besser lösen können.

Viele verpassen nämlich nun ein originelles und äußerst subtiles und gut gespieltes Kleinod, mit hervorragenden Kamerafahrten und vielen Ideen, die man so nicht nicht gesehen hat.

Regisseur Trier ist nicht verwandt mit seinem dänischen Kollegen, versieht THELMA aber auch mit einer künstlerischen Note, die den Film in meinen Augen zu einem Geheimtipp werden lässt. Denn hier kommt das Grauen nicht mit dem Holzhammer, sondern bahnt sich den Weg ganz langsam.

Die Auflösung ist relativ offen und ich muss zugeben, das ich das Ende nicht ganz verstanden habe. Da es anderen Rezensenten aber genauso ging, bin ich ja froh, das ich nicht der einzigste Trottel bin.

Die beiden Hauptdarstellerinnen liefern eine hervorragende Leistung ab, und ihre lesbische Beziehung ist zudem glaubwürdig und auch nicht nur oberflächlich inszeniert. Diese immer wieder garniert mit visuellen Kniffs und einer sich langsam aber stetig entwickelten Geschichte wurde wirklich überzeugend umgesetzt

Fazit. THELMA ist ein echter Geheimtipp, allerdings wirklich nur für Leute, die Streifen wie zum Beispiel DARK SKIES mögen. Metzelfreunde oder Mainstreamhorror-Schauer sind hier leider völlig fehl am Platz.

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WINCHESTER (Spendid)

am 22. August 2018 unter Horror abgelegt

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In einer verlassenen Gegend von San Jose, lebt die Witwe Sarah Winchester in ihrer riesigen Villa. Die Erbin des Waffen-Imperiums von William Winchester lässt das Haus immer mehr erweitern, so das es mittlerweile an die 500 Zimmer hat. Dabei hat das Anwesen keine bestimmte Struktur, sondern wird so erbaut, wie es ihr die Geister, der durch Winchester Gewehre Ermordeten, angeblich vorgeben. Der bekannte Psychologe Dr. Eric Price wird daraufhin beauftragt, den Geisteszustand der Millionenerbin zu untersuchen, denn sie verpulvert immerhin das ganze Vermögen, was den restlichen Mitgliedern des Aufsichtsrates gar nicht passt. Doch nach anfänglichen Zweifeln muss auch Price feststellen, dass es in der Villa tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugeht, und er wird mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Gibt es irgend ein Genre das in den letzten 40 Jahren, beginnend mit AMITYVILLE, durchgenudelter ist als das des Spukhauses? Sicherlich nicht. Es gibt hier wirklich nichts mehr neues zu erzählen und ich habe mir den Streifen nur angesehen, weil Helen Mirren in den letzten 20 Jahren keinen schlechten Film gemacht hat. Und siehe da, ich wurde positiv überrascht.

Das es das WINCHESTER HOUSE tatsächlich gibt, war mir nicht bekannt. Es ist heute wohl auch ein Ausflugsort für viele. Ob das alles wirklich so stattgefunden hat wie in dem vorliegenden Streifen ist Spekulation und eher unwahrscheinlich.

Das man es aber schafft hier wirklich gänzlich neue Aspekte einzubringen, die ich so noch nicht kenne, ist erstaunlich. Alleine die Idee mit dem Abschluss der Zimmer mit 13 Stahlschrauben, damit die Geister nicht rauskönnen habe ich so noch nie gesehen. Auch die architektonischen Kuriositäten sind teilweise wirklich originell und auch noch real, denn Treppen die ins Nichts führen und Serpentinen als Aufgänge, kann man auch heute dort noch bewundern. Auch andere Aspekte sind sehr einfallsreich ,würden aber zu vielen Spoilern führen.

Helen Mirren kann zwar ihre Klasse nicht ganz ausspielen, da sie oft mit einem Schleier bedeckt ist und die Hausbesitzerin wohl auch eine merkwürdige Frau war, die über nur 2 Gesichtsausdrücke verfügte. Die Ähnlichkeit mit der echten Winchester (sieht man in den Extras) ist fast schon erschreckend.

Wer hier aber Blutfontänen erwartet, wird völlig enttäuscht sein, denn der Streifen orientiert sich an Vorbildern wie DIE FRAU IN SCHWARZ oder THE OTHERS. Hier setzt mal vielmehr auf altmodisches wie Türen knarren, vorbeihuschende Gestalten und der Einsatz von CGI ist minimal.

Trotzdem oder aus meiner Sicht gerade deshalb, ist WINCHESTER ein gelungenes Beispiel, wie man einen Film auch so spannend gestalten kann, ohne das man jetzt im 5 Minuten Takt eine zerfetzte Leiche sieht.

Fazit: Eine tolle Atmosphäre, oldschoolig inszeniert, aber eben keine Empfehlung für die Splatterfreunde.

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OPEN THE DOOR (Tiberius)

am 08. August 2018 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Der ehemalige LAPD Cop Brett arbeitet seit kurzem als Security Chef in einem alten historischen Gebäude in Bulgarien. Dort zog es ihn hin, als er seine Frau kennenlernte, die aber verstarb. Das gesamte Haus scheint bis auf den obersten Stock unbewohnt zu sein. Unten im Keller hat er lediglich die Aufgabe auf den Monitoren die Lagerräume zu überwachen und bei etwas ungewöhnlichem eine bestimmte Nummer zu wählen. Ein lockerer Job, wie sich herausstellt, denn viel passiert nicht. Dann sieht er auf einmal einen Schatten durchs Bild huschen. Ein paar Tage später entdeckt er Fußspuren. Langsam wird er neugierig was sich in den riesigen Kellerräumen verbirgt.

Ein Film mit Robert Englund deutet normalerweise immer daraufhin, dass wir es hier mit Schrott zu tun haben, den ich kann mich an keine 3 guten Filme erinnern, außer den Nightmare Teilen, in denen er mitspielte.

OPEN THE DOOR hingegen ist einer seiner besten, denn der Film schafft es, mit sehr wenigen Mitteln eine hervorragende Spannung aufzubauen. Englunds Charakter ist (man möchte sagen wie immer) etwas morbide, wird von ihm aber glücklicherweise nicht übertrieben dargestellt.

Der Streifen schafft es, das man als Zuschauer wirklich mit der Zeit neugierig wird, was denn jetzt in diesem verdammten Keller lauert.

Die Auflösung mit dem Herren im Bett (mehr kann ich leider aus Spoilergründen nicht verraten), ist zudem äußerst originell und hat einen leichten Fantasy-Touch, der aber nur angedeutet wird.

Im letzten Teil gerät OPEN THE DOOR ein wenig konservativ und orientiert sich dann doch stark an Filmen wie INSIDIOUS, denn dann kommen wieder die Toten ins Siel. Das hätte etwas origineller ausfallen können. Auch die Romanze mit der Kellnerin erschließt sich mir nicht, denn sie hat eigentlich keine Auswirkungen auf das Geschehen.

Sehr ansprechend dann die Abschluss-Szenen mit den Gesichtern am Fenster, das hat man toll eingefangen.

Fazit. Durchaus spannender und gar nicht mal dummer Horrorstreifen, der eine ganz nette Geschichte zu bieten hat. Die Schauspieler sind solide, die Kameraführung gefällt. Sehr brutal ist er nicht, so dass die FSK 16 Freigabe in Ordnung geht.

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THE RESURRECTED (Koch Media)

am 20. Juli 2018 unter Horror abgelegt

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Nachdem der wohlhabende Chemiker Charles Dexter Ward eine Kiste mit alten Familienerbstücken erhalten hat, beginnt er sich zusehends zu verändern. Dies beunruhigt seine Ehefrau Clare so sehr dass sie sich an den Privatdetektiv John March wendet, um die Ursache zu ergründen. Die Erkenntnisse, die John im Zuge seiner Ermittlungen gewinnt, sind jedoch alles andere als erfreulich: So lässt sich der immer weiter von der Außenwelt abschottende Charles größere Mengen Blut und Leichenteile in das abgeschiedene Haus seines Vorfahren Joseph Curwen liefern, in das er sich zurückgezogen hat. Es scheint beinahe so, als ob er von dem Geist seines Ahnen besessen sei, der als Alchemist mit Leben und Tod experimentiert hatte…

Ich habe diesen Film 1991 gesehen, konnte mich aber nicht wirklich daran erinnern, da ich seitdem sicherlich weitere 10000 konsumiert habe, verband aber nichts negatives mit ihm und habe ihn mir im Zuge der Neuveröffentlichung von KOCH jetzt noch einmal angeschaut.

Die Geschichte ist zwar grundsätzlich interessant, wird gegen Ende aber relativ krude und gerät auch eine halbe Stunde zu lang. Nicht das man sich in dieser Zeit langweilen würde, aber trotzdem hätten 90 Minuten auch gereicht.

In einer der Hauptrollen ist unter anderem Chris Sarandon zu sehen, der Bruder von Susan, der unter anderem im allerersten CHUCKY mitspielte und Ende der 80er und Anfang der 90er in sehr vielen kleinen B-Movies zu bewundern war.

Die fast 30 Jahre hat der Film aber überraschend gut überstanden, denn die ganze Machart wirkt nicht irgendwie altbacken, sondern man erkennt nur an den Klamotten, das es keine aktuelle Produktion ist zumal das Bild auch klasse restauriert ist. Natürlich geht der Streifen gegen Ende etwas in die Knie, als die Special Effects hinzukommen, die natürlich nicht mehr zeitgemäß sind, wie sollten sie auch?

Wer den Film bislang nicht besitzt, kann hier zuschlagen, zumal dies die ungeschnittene Fassung ist.

MOTHER OF DARKNESS (Tiberius)

am 03. Juli 2018 unter Horror abgelegt

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Madison Shaw kehrt in das Haus zurück, in dem vor Jahren ihre kleine Schwester getötet wurde – von ihrer eigenen Mutter. Dieses wird am nächsten Tag abgerissen und vorher möchte sie es einfach noch einmal sehen, denn sie hatte auch schöne Zeiten dort und zudem will man sich das ein oder andere Souvenir mitnehmen. Zusammen mit ihrem Verlobten Jake und ihrer Cousine Izzy will Madison wandert man also durch die Zimmer und sucht nach Erinnerungsstücken. Das das Haus verflucht ist, halten alle für einen lächerlichen Mythos – tja falsch gedacht denn als sie gehen wollen, stellen sie fest, dass das Haus etwas dagegen hat.

Bei IMDB bekommt dieser Film einen Schnitt von 3,3!. Das ist die schlechteste Note die ich dort je gesehen habe und ich frage mich aller ernstes warum? Die Geschichte ist zwar nicht sonderlich neu, wurde aber gut umgesetzt. Die Art und Weise wie die drei dort gefangen sind, wird ebenfalls interessant geschildert.

Natürlich ist hier wenig Budget im Spiel, welches wohl für die Spezialeffekte draufgingen, die für so eine kleine Produktion völlig in Ordnung sind. Außerdem handelt es sich hier nicht um einen klassischen Spukhaus Film, wie man zuerst meinen könnte, sondern um eine interessante Variante hiervon.

Die drei Schauspieler sind relativ unbekannt, machen aber einen guten Job und auch die Synchronisation ist gelungen.

Natürlich wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber der Film ist praktisch von der ersten Minute an spannend und hat dabei, bis zum gelungenen Ende, keinerlei Durchhänger.

Vielleicht sollten sich manche Leute erstmal informieren, bevor sie sich solche Filme anschauen. Das der hier nicht mit Streifen wie CONJURING mithalten kann, muss einem schon klar sein.

Fazit: Völlig unterschätzter, kleiner Film, der eine schöne Atmosphäre bietet. Die Szene mit den Spielzeugaugen ist sensationell.

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THE CAR (Koch Media)

am 26. Juni 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Der Teufel hat vier Räder, kein Gewissen und mächtig PS unter der Haube. Zumindest beginnen das die Bewohner von Santa Ynez zu glauben, nachdem ein schwarzer und scheinbar führerloser Wagen mit eiskalter Brutalität mehrere Menschen überfährt. Als auch Sheriff Everett in wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder gerät, bleibt nur noch sein Stellvertreter Wade übrig, der den Kampf gegen den übermächtigen Gegner aufnehmen will, doch das kostet ihn auch ein privates Opfer.

Also ich muss zugeben, dass ich den Film noch nie gesehen und auch noch nie etwas davon gehört hatte, bin jetzt aber auch kein ausgewiesener Spezialist der 70er Jahre. Da Koch dem Streifen ein schickes Mediabook spendierte, muss er ja einen gewissen Bekanntheitsgrad haben.

Und ich war überrascht – man kann sich THE CAR auch heute durchaus anschauen, selbst als Erstsichtung, denn abgesehen von einigen typischen Sprüchen aus dem Jahrzehnt (die in den 80ern aber schlimmer waren) ist der Film durchaus spannend und realistisch inszeniert.

Ich habe mir auch die Extras angeschaut, wobei auch der Regisseur zu Wort kommt, der sich praktisch entschuldigt, dass die Effekte nicht so gelungen sind, weil der Streifen eben 20 Jahre zu früh kam, und die Computertechnik daher nicht vorhanden war. Ich würde ihm da widersprechen, denn ich fand alle Stunts sehr realistisch und für die damalige Zeit klasse. Gerade das Ende finde ich bemerkenswert.

Man hat das Gefühl, dass je älter der Film ist, den die Firma Koch in die Hände bekommt, desto besser die Restauration wird. Nicht nur das hier keine Blitzer zu sehen sind, auch leuchtet das Bild in satten Farben und unterscheidet sich nur minimal von neueren Produktionen..

Dazu gibt es ein richtig schönes Booklet, das auf viele Dinge der Entstehung und der Geschichte des Horrorfilms eingeht und somit kann ich für den Streifen eine klare Kaufempfehlung aussprechen – insbesondere für Menschen die Filme wie DUELL oder CHRISTINE mögen.

THE DROWNSMAN (Ion-New-Media/Splendid)

am 14. Juni 2018 unter Horror abgelegt

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Die hübsche Madison leidet seit einem guten Jahr an Wahnvorstellungen und glaubt das sie von einem mysteriösen Wesen verfolgt wird. Das alles begann, als sie bei einer Party einen Unfall hatte und fast im See ertrunken wäre. Sie glaubt nun, das sie einen Blick ins Totenreich werfen durfte und nun von einem der Kreaturen, die dort leben, verfolgt wird. Ihre Freundinnen verzweifeln, zumal sich Madison komplett absondert und die ganze Zeit nur noch Bett verbringt und panische Angst vor Wasser hat. Mit einer gefakten Seance will man sie davon überzeugen, das sie sich alles nur einbildet. Doch eben bei dieser geht alles schief und man lässt dieses Wesen in unsere Welt, was zu einer erheblichen Dezimierung der Clique führt.

Von diesem Streifen habe ich eigentlich nichts erwartet, obwohl der Trailer ganz gut war und ich ihn mir deshalb bestellt habe. Doch was sich nach einem recht banalen Horrorfilmchen anhört, entwickelt sich zu einem durchaus interessanten Genrebeitrag.

Das Wesen (ich nenne es mal so weil ich ansonsten viel spoilern müsste) ist aus einem ganz bestimmten Grund da, den man erst gegen Ende erfährt. Die Idee, das eben dieses immer über das Wasser in unsere Welt kommen kann, ähnlich wie es Freddy Krüger über die Träume der Kinder schafft, ist ein interessanter Schachzug. Ich kann mich nicht erinnern, etwas ähnliches schon mal gesehen zu haben.

Mittendrin eine durchaus begabte Hautdarstellerin, die sonst eher in TV-Serien zu sehen ist, ihre Rolle aber hervorragend ausfüllt und meiner Meinung nach auch zu höherem berufen ist.

Natürlich sieht man dem Streifen irgendwo an, das das Budget etwas limitiert ist, wie alle Filme bei denen Regisseur Chad Archibald beteiligt ist, deren Produktionen anscheinend von ION-NEW-MEDIA exklusiv in Deutschland vermarktet werden, denn auch BITE, HERETICS oder LET HER OUT und einige andere wurden von ihm gedreht oder eben produziert.

Ich habe fast alle gesehen und muss sagen, das man dort immer solide Horrorkost geboten bekam, wobei ich DROWNSMAN als den besten von allen bezeichnen würde, denn auch wenn einiges natürlich nicht logisch erscheint, ist die Geschichte spannend bis zum Schluss, der sogar eine Fortsetzung offenlässt.

Fazit: Spannender kleiner B-Movie der in der Synchronisation etwas steif ist (die englische Fassung ist aber auch dabei), aber eine überraschende Geschichte zu bieten hat. Natürlich muss man beim Budget Abstriche machen, bei der Spannung allerdings nicht.

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SUMMER PARTY MASSACRE (Koch Media)

am 14. Juni 2018 unter Horror abgelegt

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Während einer Segelregatta, zu der sechs Freunde eine überraschende Einladung von einem Unbekannten auf ein schickes Anwesen erhalten, gerät plötzlich alles außer Kontrolle, denn die Herrschaften geraten ins Visier eines Mörders. Einer nach dem anderen wird umgebracht . Schnell dämmert es den Twens, worum es hier geht. Bei einer Clubaufnahme-Party vor 2 Jahren kam bei eine „Eignungstest“ einer der Anwärter uns Leben, und das wurde von den restlichen vertuscht und als Unfall dargestellt. Jetzt scheint der Tag der Rache gekommen, doch wer verbirgt sich hinter dem Killer?

Und genau diese Frage wird erst kurz vor Ende aufgelöst, so dass man die ganze Zeit mitraten kann, wobei der Verdächtige natürlich ständig wechselt. Das ist überraschend gut gemacht, wenn die Auflösung auch etwas weit hergeholt ist.

Natürlich ist das Vorbild ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, hier nicht zu übersehen und man versucht auch erst gar nicht diese Nähe zu verleugnen.

Hierbei handelt es sich um einen holländischen Horrorfilm, meines Wissens nach der erste den ich je gesehen habe, denn aus dem Land der Holzschuhe kenne ich bestenfalls mal eine Komödie oder auch mal einen Thriller, wie zum Beispiel VERFLUCHTES AMSTERDAM.

Das der Streifen nicht zum „08/15 und hab ich schon 1000 mal gesehen Streifen“ verkommt, liegt auch an den ganz ordentlichen Darstellern und an einem nicht untalentierten Regisseur und dem Kameramann, die eine nette Atmosphäre einfangen. Hier und da hätte man einiges straffen können, denn 105 Minuten sind schon relativ lange.

Von MASSACRE, kann allerdings keine Rede sein, denn richtig heftigen Splatter bekommt man nicht geboten, alles bestenfalls soft oder auch nur angedeutet.

Fazit: Nicht besonders origineller, aber durchaus unterhaltsamer Horrorfilm, den man sich ohne Bedenken ansehen kann.

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