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Archiv der Kategorie 'Horror'

DAS KINDERMÄDCHEN/WAXWORK (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Koch veröffentlicht 2 relativ bekannte Horrorfilme, die Ende der 80er auf VHS erschienen sind.

DAS KINDERMÄDCHEN stammt aus dem Jahre 1990 und ist von William Friedkin, der 18 Jahre zuvor mit DER EXORZIST einen absoluten Kultfilm erschuf, und in seiner Vita einige gute Filme stehen hat. Da wären zum Beispiel JADE oder RULES zu nennen.

Kate und Phil sind ein erfolgreiches Ehepaar, das aber wegen seines Jobs nach Los Angeles ziehen muss. Kurz darauf engagieren sie die sympathische Camilla als Kindermädchen für den Nachwuchs – um den sie sich auch rührend kümmert. Doch Madame gehört einer uralten Religion an, die Kinder an einen Baumgott opfert.

Ein weiterer, zumindest in Fachkreisen recht bekannter Regisseur ist Anthony Hickox, Sohn von Douglas, der mit THEATER DES GRAUENS und BRANNIGAN, 2 Kultfilme im Gepäck hat. Der bekannteste Streifen des Sohnes dürfte wohl HELLRAISER 3 sein. Später aber fabrizierte er leider ziemlichen Mist.

In einer amerikanischen Kleinstadt eröffnet eines Tages ein geheimnisvolles Wachsfigurenkabinett, in dem verschiedene populäre Horrorszenarien dargestellt sind. Bei einem Mitternachtsbesuch merken 6 Jugendliche schnell, das es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, als sie plötzlich in der Vergangenheit landen und die oben erwähnten Szenarien live nochmal erleben, was zwangsläufig Opfer kostet.

Beide Streifen wirken heutzutage von der Geschichte ziemlich krude. Damals war das extrem originell und sowohl KINDERMÄDCHEN als auch WAXWORK erlangten in VHS Kreisen Kultstatus, wobei von letzterem sogar noch eine Fortsetzung folgte.

Menschen die diese Filme heute zum ersten Mal sehen, werden wohl eher erschrecken, aufgrund der Naivität , wobei „Das Kindermädchen“ die Zeit noch etwas besser überstanden hat. Daher sind beide Veröffentlichungen definitiv nur für Menschen geeignet, die sich gerne an Relikte aus der Jugend erinnern.

In Sachen Bild macht WAXWORK den besseren Eindruck. Natürlich liegt das nicht im Bereich einer heutigen Blu-Ray Produktion, doch der Streifen ist rauschfrei und auch Blitzer sieht man keine. Von denen gibt es bei KINDERMÄDCHEN einige, dafür wirkt der Ton etwas homogener und insgesamt ist auch der Film deutlich gruseliger, da einige Effekte bei WAXWORK doch mittlerweile sehr angestaubt wirken. Mit dabei ist übrigens Zach Galligan, den man aus GREMLINS kennt.

Bei beiden hat man immerhin auch einiges an Bonusmaterial dazugepackt. Bei WAXWORK gibt ein recht aktuelles Interview mit dem Regisseur und eine Art Making of.. Beim KINDERMÄDCHEN sage und schreibe 2 Stunden Interviews, sowie ein kurzes Making of und Infos zu Cast und Crew.

Fazit: Für Sammler der 80er und 90er Kultstreifen ist das sicherlich eine Freudentag. Ein 18 Jähriger der diese beiden Produktionen heute sieht, wird bestenfalls mit dem Kopf schütteln und nach 20 Minuten anfangen mit dem Handy zu spielen.

THE GIRL WITH ALL THE GIFTS (Universum Film)

am 05. Juli 2017 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Eine Pilzinfektion hat große Teile der Menschheit ausgerottet. Daher laufen nun die sogenannten Hungries durch die Gegend, die wie der Name schon sagt, ständig Hunger haben und sich von Blut und Fleisch ernähren. Hoffnung scheint es nur durch eine kleine Anzahl infizierter Kinder zu geben, die dabei helfen sollen, einen Impfstoff zu finden. Größtenteils können Sie ihren Fressimpuls unterdrücken. Besonders in ein Mädchen setzt man große Erwartungen – Melanie ist intelligent und auch erstaunlich emphatisch für eine Infizierte. Als jedoch die Basis von einer riesigen Horde Hungries überrannt wird, können außer ihr nur ihre Lehrerin Helen, Sergeant Parks, ein Soldat und Dr. Caldwell entkommen. Melanie muss vor allem geschützt werden, denn sie ist wohl die letzte Hoffnung der restlichen Menschheit.

Oh man, schon wieder ein Zombiefilm werden viele sagen und ehrlich gesagt war das auch mein erster Gedanke Hätte mir jemand diesen Streifen nicht wärmstens ans Herz gelegt, hätte ich ihn mir wahrscheinlich gar nicht angeschaut, denn das Thema ist allerspätestens seit WALKING DEAD jetzt echt auserzählt.

Überraschenderweise schafft GIRL WITH ALL THE GIFTS es aber, neue Aspekte einzubringen. Die Idee mit den Zombiekindern ist durchaus originell. Auch das Melanie erstaunlich viel Empathie zeigt, aber dennoch, wenn sie Hunger hat, ihrem Fressreiz nicht widerstehen kann, sonst aber fast ein normales Kind ist, kannte man zumindest aus anderen Streifen mit der Thematik noch nicht.

Das Glenn Close mal in einem Horrorfilm inklusive Untoten mitspielen wird, hätte sie wahrscheinlich vor 10 Jahren auch noch nicht vermutet. Sie liefert eine überraschend starke Leistung ab und ist, neben Melanie, der mit Abstand interessanteste Charakter.

Mitte des Films geht ihm mal kurzfristig etwas die Luft aus und insgesamt hätten 20 Minuten weniger wohl auch gereicht. Trotzdem bleibt er, auch weil man nie weiß, was denn nun als nächstes passieren wird, durchaus spannend und zieht in den letzten 30 Minuten dann wieder enorm an.

Das Ende ist dann sicherlich Geschmackssache. Wer hier ein klassisches Happy-End erwartet wird enttäuscht sein. Zudem kann ich die Reaktion bzw Aktion von Melanie kurz vor Ende des Streifens nicht wirklich nachvollziehen. (mehr geht aus Spoilerrgründen nicht)

Wer dachte das wirklich das Genre tot ist, wird hier positiv überrascht, auch weil man es schafft, einen Horrorfilm mit einem Drama zu kombinieren, was nur ganz selten funktioniert.

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RINGS (Universal Pictures)

am 28. Juni 2017 unter Horror abgelegt

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Julias Freund Holt, hat sich lange nicht mehr gemeldet, was für ihn ungewöhnlich ist. Kurzerhand fährt sie zu seiner Universität und sucht ihn. Dort lernt sie Professor Gabriel kennen, der ihn aber angeblich noch nie gesehen hat. Doch Julia merkt das der Herr lügt und folgt ihm in einen Gebäudetrakt, der nur bestimmten Leuten zugänglich ist. Hätte sie besser lassen sollen, denn sie findet heraus, das ihr Freund wohl ein Video gesehen hat, das ihm innerhalb der nächsten 7 tage den Tod bringen wird – es sei denn er reicht den Fluch weiter. Doch die Zeit wird knapp. Als sie die Freundin des Professors mit nach Hause nimmt begreift Sie erst, das sie die nächste ist.

RINGS ist sehr schwer zu bewerten und zwar weil man eben die Originale kennt, wobei ich jetzt von dem amerikanischen Verfilmungen spreche, die einen etwas anderen Ansatz als die japanischen RINGU verfolgten.

Hätte man diese nicht gesehen, fände man den Streifen sicherlich besser, denn wenn man RINGS insbesondere mit Nummer 1 (damals mit Naomi Watts) vergleicht, liegen da doch Welten dazwischen.

Die ersten 45 Minuten sind eigentlich noch recht gelungen. Wie man das VHS-Video ins Computerzeitalter rüberzieht ist eigentlich ganz pfiffig gelöst. Zudem baut sich eine gewisse Spannung auf, die aber verschwindet, als Holt und Julia versuchen das Schicksal von Samara, dem Mädchen aus dem Video herauszufinden. Das wird im Laufe der zweiten Hälfte immer abstruser und unglaubwürdiger.

Sehr gelungen hingegen die Auflösung und das Ende. Trotzdem herrscht dazwischen einfach zu viel Leerlauf und ihre ständigen Visionen gehen einem auch auf den Zeiger. Zudem weiß der Streifen nicht, ob er etwas Neues kreieren oder sich doch mehr an die alten Teile halten will.

Würde man die Vorgänger nicht kennen würde die Bewertung höher ausfallen. So bleibt bestenfalls ein „solide“, mit, das muss man allerdings sagen, gelungenen Effekten und einigen durchaus interessanten Neuerungen.

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LET HER OUT (I-on New Media)

am 28. Juni 2017 unter Horror abgelegt

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Nach einem schweren Unfall leidet Helen plötzlich an merkwürdigen Halluzinationen. Zudem wacht sie an Orten auf, von denen sie nicht weiß, wie sie dort hinkam. Als ein MRT durchgeführt wird, entdeckt die Ärztin etwas seltsames. Noch im Mutterleib hat Helen anscheinend ihren Zwilling absorbiert, der nun aber keine Lust mehr hat dort zu bleiben und ein eigenständiges Leben führen will. Immer mehr nimmt er Besitz von seiner Schwester, die langsam aber sicher zu einem gefährlichen Monster mutiert und anderen Gewalt antut.

Jetzt werden einige den Kopf schütteln und sich fragen wie man denn auf so einen Unsinn kommt. Die gleichen werden sich aber wundern, das es diese Merkwürdigkeit der Natur wirklich gibt. Foetus in foeto nennt sich das Ganze.

Natürlich wird die Geschichte, so wie sie hier dargestellt ist, nicht passieren. Trotzdem ist die Grundidee nicht frei erfunden, was ich aber auch erst herausbekommen habe, als ich nach dem Film zum Spaß mal googlte.

Die kanadische Produktion bietet durchaus spannenden Horror mit, insbesondere gegen Ende, recht gewalttätigen Abschnitten, wobei mich hier, ähnlich wie bei anderen Streifen der letzten Monate, die FSK-Freigabe 16 erstaunt. Man scheint dort bei Filmen mit übernatürlichen Handlungen milde geworden zu sein.

Obwohl es sich hier um eine kanadische Produktion handelt, erinnert die Machart eher an Filme aus GB. Auch diese arbeiten meistens mit einem etwas verwaschenen Bild. Die Darsteller sind solide, der Soundtrack (insbesondere der Abspann) ist sehr gelungen, und im Stile eines typischen Horrofilm-Scores.

Die 89 Minuten vergehen wie im Flug, da der Streifen recht schnell geschnitten ist und die Einführung der Charaktere knapp ausfällt, was mich bei Horrorfilmen allerdings weniger stört als bei Dramen. Gegen Ende hätte ich mir noch eine kleine Wende gewünscht .

Fazit: Durchaus spannender und recht brutaler Streifen, der für jeden Horrorfan eine sichere Empfehlung ist. Wer dem englischen mächtig ist, sollte den Film im Originalton schauen, da die Synchro an manchen Stellen etwas steif wirkt und das Grauen im Originalton etwas heftiger rüberkommt.

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TELL ME HOW I DIE (Alive)

am 20. Juni 2017 unter Horror, SciFi, Suspense abgelegt

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Einige Studenten, unter anderem die sympathische Anna, nehmen an einem Medikamenten-Test in einer Forschungsstation teil, welche mitten in der Pampa liegt, aber 2000 Dollar sind durchaus ein Anreiz an dem ganzen teilzunehmen. Getestet wird ein Mittel, welches die Alzheimer-Krankheit heilen soll. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Wirkungen – allerdings anders als angenommen. Einige der Teilnehmer haben Visionen und können Dinge sehen, die, wie sich später zeigt, auch wirklich passieren. Anfangs finden das einige ziemlich cool, denn zum Beispiel in einem Kasino kann man damit gut Geld scheffeln. Doch als der erste der Herrschaften das Zeitliche segnet und dies Anna in einer Vision erschien, wird den Teilnehmern mulmig. Zudem hat sich anscheinend ein Killer Zugang verschafft und dezimiert ordentlich Teilnehmer der Studien, als auch Personal.

Das hört sich jetzt insgesamt banaler an als es eigentlich ist, denn nach ca. 45 Minuten gibt es erste Anzeichen einer Wendung, die mir extrem gut gefallen hat, denn daraus resultiert, das die Überlebenden nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Leider kann ich nicht sagen , warum das so ist, denn das wäre wirklich zu krass gespoilert und würde hier doch zu viel vorwegnehmen.

Wer meint, man bekommt hier einen billig aussehenden B-Movie zu sein, der wird überrascht sein. Alleine die Forschungsstation macht optisch richtig was her und auch der komplette Look des Films sieht nun wahrlich nicht nach einer billigen Produktion aus. Respekt, was der völlig unbekannte Regisseur D.J Viola hier aus dem mickrigen Budget herausgeholt hat.

Die Schauspieler sind auch weitestgehend unbekannt, bestenfalls William Mapother, der den behandelnden Arzt spielt, kennt man aus recht vielen Filmen.

Wieso TELL ME HOW I DIE teilweise vernichtende Kritiken bekommt, ist für mich nicht nachvollziehbar – teilweise mit der Begründung der fehlenden Logik. Da frage ich mich, wie ein Film der mit einem Thema experimentiert, das so noch nie verfilmt wurde und in dem es um ein Medikament geht, das diverse Nebenwirkungen hat, dass es so aber gar nicht gibt, logisch sein kann?

Das sind dann aber komischerweise die gleichen Menschen, die den schlimmsten Rohrkrepierer der letzten 3 Jahre namens DONT BREATHE gut finden. DER war mal unlogisch, weil es da nicht um Experimente sondern nur um reale Dinge ging, und die waren völlig bescheuert konstruiert.

Ok, gegen Ende übertreibt es der Drehbuchautor ein wenig selbstverliebt mit seinen Visionen und Voraussagen und 107 Minuten sind auch eine stramme Laufzeit – da hätten es 25 Minuten weniger auch getan.

Trotzdem bleibe ich im Gegensatz zu den meisten (Ausnahmen sind einige Kritiken bei imdb) dabei, das TELL ME HOW I DIE einer der spannendsten Filme des Jahres ist. Wer zum Beispiel MORGAN Project mochte, wird auch hier Gefallen finden, weil es auch da um eine Mischung aus Horror und Sci-Fi ging. Zudem gibt es auch noch einiges an recht originellen Mordarten zu sehen. Was will man noch?

GEHEIMTIPP!

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DONT HANG UP (Splendid Film)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Sam und Brady suchen sich wahllos Opfer für Telefonstreiche aus, die teilweise schon die Grenze des guten Geschmacks überschreiten, zumal sie das ganze auch noch online stellen. Eines Abends bekommen aber auch die beiden mal einen Anruf, von dem beide denken, das es sich nur um einen harmlosen Irren handelt. Doch dem ist mitnichten so, denn kurz darauf sieht Brady seine Eltern gefesselt in einem Video. Der anonyme Wahnsinnige scheint alles über die beiden zu wissen und bald gibt es auch den ersten Toten. Als Sams Freundin entführt wird, wissen sie, das das hier wesentlich böser enden kann, als ihre Streiche, die sie sich erlauben – doch warum tut der Fremde das?

Wer mal wieder 90 Minuten richtig gut unterhalten werden will, ist mit DONT HANG UP genau an der richtigen Adresse. Wenn natürlich auch nicht alles wirklich Sinn ergibt (was der anonyme Anrufer an technischen Finessen so alles drauf hat, ist selbst im Computerzeitalter reichlich übertrieben).

Natürlich klaut DONT HANG UP auch bei bekannten Vorbildern wie SCREAM oder SAW – das aber erstaunlich clever. Nie hat man irgendwie das Gefühl, hier ein dumpfes Plagiat zu sehen, denn es gibt jede Menge wirklich gelungener Einfälle und Wendungen, die ich aber aus Spoilergründen nicht angeben kann.

Die beiden Jungs sind durchaus talentiert und obwohl der Darsteller des Sam eigentlich keine Horrorfilme mag, wie er in den Extras betont, war er für dieses Projekt Feuer und Flamme. Schaut man in die Biographie der beiden entdeckt man auch nicht wirklich Highlights – im Gegenteil. Insbesondere Garrett Clayton hat bislang ganz schönen Mist gedreht.

Auch die beiden Regisseure haben bis auf nen Kurzfilm noch nichts wirkliches auf die Leinwand gezaubert – was anhand teilweise wirklich gelungener Kamerafahrten (alleine die Nummer durch das Schlüsselloch ist schon origineller als andere Filme komplett) und vor allem dem sehr guten Timing, relativ erstaunlich ist.

Wie gesagt, man sollte bei diesem Film jetzt nicht alles logisch hinterfragen, denn dann verdirbt man sich den Spaß, den ich zumindest 90 Minuten lang hatte. Das Bild und der Ton und auch die Synchronisation sind bei Splendid eh meist außerordentlich gelungen und spielen fast schon in der Major-Liga. Wie immer beweist man bei den B-Movies, die man so einkauft, ein gutes Händchen.

Menschen die diesem Genre zugeneigt sind können bedenkenlos zugreifen, denn nach einem etwas chaotischen Anfang wird der Streifen schon nach 20 Minuten richtig spannend. Die Wende gegen Ende ist zudem sowohl gelungen als auch glaubwürdig.

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AMBULANCE (KOCH MEDIA)

am 20. Juni 2017 unter Horror, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Comiczeichner Josh spricht in New York auf der Straße seine Traumfrau Cheryl, an, der er schon wochenlang hinterherhechelt. Doch plötzlich hat sie einen Schwächeanfall und wird von einem Krankenwagen abgeholt. Als Josh sie im Krankenhaus besuchen will, wurde sie weder da, noch in irgend einem anderen New Yorks eingeliefert. Dann findet er heraus das dieser Krankenwagen anscheinend Diabetiker entführt, doch der ermittelnde Detective glaubt ihm nicht. Lediglich die Streifenpolizistin Dandra versucht ihm zu helfen und bald geraten beide in akute Gefahr.

Ich glaube 1990 kannte diesen Film so ziemlich jeder Videothekengänger. Im Kino nicht wirklich ein Hit, entwickelte sich der Streifen auf VHS zu einem Renner, für den man dann auch mal anstand, um ihn zu bekommen (so war das früher).

Doch wie das oft bei solchen Produktionen ist, kann man solche Filme 25 Jahre später nicht mehr schauen, weil die Dialoge heutzutage total beknackt wirken. AMBULANCE hat den Test of Time überraschend gut bestanden. Die Story ist originell, die Konversationen sind zwar nicht mehr zeitgemäß, aber auch nicht zu lächerlich. Lediglich die vollkommen bescheuerten Klamotten und Frisuren sind schauderhaft.

Doch das soll hier nichts zur Sache tun. Kümmern wir uns also um die technische Seite. Wie man das von KOCH gewohnt ist, bekommt man ein hervorragendes Bild geboten. Die Blu Ray hat eine ordentliche Qualität und kann mit B-Movies von heute durchaus mithalten. Der Ton ist in 2.0 und erfüllt seine Pflicht.

Das Mediabook enthält ein wunderschönes Inlay das die Geschichte und die Hintergründe der damaligen Produktion beleuchtet. Dazu gibt es die DVD und auch einiges an Bonusmaterial hat man noch ausgegraben, unter anderem Hintergründe zum Film die bestimmt genauso lange sind wie der Streifen selbst und einen Audiokommentar von Larry Cohen, dem Regisseur, der uns in den 80er und 90ern so viele gute Filme kredenzte – meist als Drehbuchautor. Unter anderem wären da MANIAC COP, NICHT AUFLEGEN und der leider völlig unbekannte DONOR (deutscher beknackter Titel : Skalpell des Schreckens) zu nennen.

Fazit: Ein sehr schönes Gesamtpaket, wie man es von Koch gewohnt ist. Natürlich ist das auch nicht ganz billig, aber Qualität hat eben ihren Preis.

DAS MORGAN PROJECT (Fox)

am 08. Juni 2017 unter Drama, Horror, SciFi abgelegt

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Die toughe Krisenmanagerin Lee wird zu einem abgelegenen Ort geschickt, an dem sie die Fortschritte eines geheimen Experiments begutachten soll. Zudem kam es zu einem Vorfall, denn Morgan, eine gerade mal 5 jährige, künstlich erschaffene, aber humanoide Lebensform, hat eine Mitarbeiterin des Labors schwer verletzt. Lee soll prüfen, ob das Experiment außer Kontrolle geraten ist und abgebrochen werden muss – was zur Folge hätte, das auch Morgan nicht überleben darf. Zudem wird noch ein Psychologe dazu geholt. Bei dessen aggressiver Befragung rastet „es“ komplett aus und Lee ist sich nun sicher, das man es eliminieren muss, doch die Mitarbeiter die das menschliche Wesen ins Herz geschlossen haben, bereitet dieser Gedanke Probleme. Eben diese bekommen sie aber auch, als Morgan abhauen will.

Ridley Scott hat diesen Film produziert, was nicht weiter verwunderlich ist, denn sein Sohn Luke liefert hier seinen ersten Langfilm ab und bewegt sich dabei durchaus auf den Spuren des Vaters, der ja dem Science-Fiction Genre auch nicht unbedingt abgeneigt ist.

Zwar ist MORGAN PROJECT nicht zwingend logisch (man könnte hier einiges aufführen); dafür aber von enormer Intensität. Die beiden vermeintlichen Hauptdarsteller Kate Mara (was eine coole Sau) und Anna Taylor Joy (genauso cool und hübsch) liefern sich ein fulminantes Duell, sowohl verbal als auch körperlich, Zudem sind die Nebenrollen mit Prominenz bestückt. Paul Giamatti, Jennifer Jason Leigh und Toby Jones sind unter anderem mit an Bord.

Anfangs braucht man allerdings ein wenig Geduld, den der Steifen beginnt mit einem relativ langen Prolog. Dieser ist aber notwendig, da man hier auf viele Punkte des Experiments detailliert eingeht. Hätte man das kürzer gestaltet wären die „hier wird ja nix erklärt“-Stimmen sicher wieder laut geworden.

Das ich einen Film der Firma FOX bewerte kommt eher selten vor, denn als riesiger Major tut man sich mit Bemusterungen, vorsichtig formuliert, etwas schwer. Zudem sind die Budgets der Filme weit über denen die eigentlich auf meiner Seite besprochen werden sollen.

MORGAN PROJECT hat aber trotz des coolen Looks, auch durch seine etwas krude Story, eher einen B-Movie Charme, wenn er auch sehr professionell in Szene gesetzt wurde. Die Effekte sind gut dosiert und auch gelungen.

Fazit: Ein kleiner Geheimtipp, der allerdings nicht allen zusagen wird, auch weil die Action nicht zwingend im Vordergrund steht.

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PHANTASM RAVAGER (Koch Media)

am 08. Juni 2017 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Der unheimliche “Tall Man” macht seit Jahren mit seinen kleinen, fiesen Helfern und seinen mörderischen Silberkugeln die Welt unsicher. Reggie ist ihm immer noch auf den Fersen, seit er mit seinem Freund Jody und dessen jüngerem Bruder Mike das Geheimnis des angeblichen Bestatters entdeckt hatte: Durch die Dimensionstore die er geschaffen hat, ist er zudem sehr schwer zu fangen. Reggie ist des Jagens müde, muss jedoch noch ein letztes Mal den Kampf aufnehmen.

Teil 5 der Phantasm-Reihe wird definitiv der letzte sein. Man hat ihn aber gerade noch rechtzeitig fertigbekommen, denn Angus Scrumm, verstarb kurz nach dem Dreh im Alter von fast 90 Jahren. Reggie Bannister hat mittlerweile die 70 überschritten und sollte die Waffen nun auch endgültig niederlegen.

Was erwartet uns zum Schluss? Ein Wiedersehen mit jede Menge alter Bekannter, den berühmten Todeskugeln und Rückblicke auf die Vorgängerteile. Die ersten beiden der Serie waren die absoluten Höhepunkte..

Während Nummer 1 mehr von Spannung lebte, kam im Nachfolger durch die bösen Kügelchen noch einiges an Blutzoll dabei. Nummer 3 war durchaus auch noch gelungen, während man den letzten Teil vergessen konnte und nur noch mal schnell Geld auf dem Videomarkt machen wollte. Legendär ist die Titelmelodie, die ein wenig an einen Score von John Carpenter erinnert.

Nun die Recken sind in die Jahre gekommen und die Geschichte ist jetzt auch nicht wirklich innovativ. Zudem hat der TALL MAN fast ein wenig zu viel Screentime, denn das interessante waren eigentlich immer die Kurzauftritte, die besonders prägnant waren.

Im letzten Abschnitt gibt es eine Menge CGIs, die leider nur partiell in Ordnung gehen, aber das Budget war auch nicht besonders hoch. Zudem sieht das Blut doch sehr unecht aus.

Positiv anzumerken sind die Todeskugeln, die natürlich durch die technischen Errungenschaften heute viel mehr hermachen als noch vor 30 Jahren und zudem auch noch besonders fies drauf sind. Eine von denen geht mal richtig derb ab.

Auch wenn der letzte Teil nicht wirklich etwas Neues erzählt, so freut man sich doch noch einmal die ganzen bekannten Gesichter wiederzusehen. Da sieht man über die ein oder andere Länge hinweg. Ruhe in Frieden Angus.

Mit etwas Sympathiebonus:

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XX (Koch Media)

am 30. Mai 2017 unter Horror abgelegt

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Wer in diversen Internetforen unterwegs ist wird wissen, das die Bezeichnung XX oft für das männliche Genital gebraucht wird. Wer aber glaubt, es handele sich hier um einen erotischen Streifen, den muss ich enttäuschen. Vielmehr sind es 4 Kurzgeschichten, die allesamt von Frauen inszeniert wurden und dem Horror-Genre zuzuordnen sind.

THE BOX: Nachdem ein Junge in der U-Bahn in die Geschenkbox eines Passagiers gesehen hat, verweigert er die komplette Nahrungsaufnahme.

BIRTHDAY PARTY: Es soll eine lustige Geburtstagsparty werden, doch Papa beschließt am gleichen Tag sich umzubringen. Aber man will ja dem Kleinen nicht seinen schönsten Tag versauen…

DONT FALL: In der Wildnis werden ein paar Freunde im Urlaub von einem mysteriösen Vieh angegriffen, was einigen gar nicht gut bekommt.

OLNY LIVING SON: Ihr Sohn weiß schon lange das mit ihm etwas nicht stimmt und das seine Herkunft nicht die ist, die ihm erzählt wurde. Seine Mutter versucht die Wahrheit zu vertuschen..

Wie immer bei diesen Kurzgeschichten steht und fällt das Ganze natürlich mit der Grundidee. Im Falle von BOX ist diese wirklich gelungen. Auch wenn nicht alles aufgeklärt wird, ist das ganze vom Prinzip die interessanteste Folge. Birthday Party ist eher schwarzhumorig aber dennoch unterhaltsam, während die dritte Folge leider sehr beliebig wirkt. Nummer 4 weiß zu unterhalten und hat ein gelungenes Ende.

Eingerahmt wird das ganze von einer schönen Animation.

Insgesamt kann man dem Ganzen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Potenzial für einen kompletten Film hätte allerdings wirklich nur THE BOX.

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