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Archiv der Kategorie 'Horror'

MARA (Universum Film)

am 11. Dezember 2018 unter Horror, Suspense abgelegt

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Kriminalpsychologin Kate Fuller untersucht einen Mordfall, bei dem es so aussieht, als wäre ein Mann offenbar im Schlaf von seiner Frau erwürgt worden. Einzige Zeugin der Tat ist die achtjährige Tochter Sophie, die sich aber nicht ausdrücken kann und Angst hat. Als sie den Täter identifizieren soll, nennt Sophie nämlich nur einen Namen – MARA. Während ihrer Recherchen stößt Kate auf ähnliche Todesfälle und eine Gruppe, die behauptet, dass es sich um eine uralte Dämonin handelt, die seine Opfer im Schlaf heimsucht und tötet. Als Kate versucht, dem Geheimnis von MARA auf die Spur zu kommen, zeigen sich bei ihr plötzlich die gleichen Symptome wie bei anderen Opfern….

So, so, eine böse Dämonin die im Schlaf erscheint. Erst markiert sie dich, dann tötet sie dich. Grundsätzlich ganz spannende Voraussetzungen und irgendwann muss der Mensch eben einfach mal schlafen. Aus diesem Fakt bezieht der Film seine durchaus ordentliche Spannung, denn immer wenn jemand einnickt, kann Madame sofort erscheinen – ein wenig wie der gute alte Freddy.

Frau Kurylenko als Psychologin zu besetzen – na ja, also da wären mir aber 20 andere zuvor eingefallen. Nicht das ich sie nicht mag, gerade in Filmen wie MOMENTUM hat sie durchaus ihre Daseinsberechtigung, ähnlich wie Frau Jovovich, die eigentlich nur bekannt wurde, weil sie mit Luc Besson vögelte. Aber in RESIDENT EVIL war sie dann doch perfekt besetzt. Und auch Frau K. eignet sich als Actionfigur.

Der Streifen ist aber insgesamt recht gelungen, was am kontinuierlichen Spannungsaufbau liegt und auch den verschiedenen Schauplätzen, an denen die Handlung spielt. Auch wie Kate die Hintergründe herausfindet ,ist durchaus interessant gemacht und nicht irgendwie lieblos heruntergekurbelt. Zudem gibt es noch einen wirklich gelungenen Schlussgag.

Dazu ist es das Erstlingswerk von Clive Tonge, der außer einem älteren Kurzfilm noch nichts veröffentlicht hat. Dafür wirkt sein Langfilmdebut durchaus überzeugend und professionell, denn der Spannungsbogen fällt selten ab.

Fazit: Die Hauptdarstellerin ist zwar etwas überfordert, fällt aber durch die recht originelle Geschichte und den reichlichen Wendungen nicht so ins Gewicht. Besonders der Teil mit der Schlafklinik ist sehr spannend.

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TERRIFIER (Tiberius)

am 04. Dezember 2018 unter Horror abgelegt

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Es ist Halloween, in der Dawn und Tara ziellos durch die Straßen latschen und irgendwann in einen Diner abbiegen.. Die beiden Freundinnen sind auf der Suche nach der besten Party in der Stadt, doch irgendwie ist da wenig los. Umso mehr dafür in dem Diner, denn dort betritt ein Typ in Clownskostüm die Szenerie, der ein merkwürdiges Karma hat. Die beiden Damen verschwinden daraufhin, doch in dieser Nacht werden sie dem gar nicht so netten Gesellen noch mehrfach begegnen und einige Körperteile werden danach auch etwas verändert aussehen.

Nun kommt wieder das große Problem für den Rezensenten. Denn die vorliegende Version ist leider ziemlich zerhackstückt. Nachdem man es ein paar Jahre lang mal lockerer sah bei der FSK, fallen in letzter Zeit wieder ungewöhnlich viele Streifen auf, die nicht in der originalen Fassung den Weg ins Heimkino schaffen. Da Zensur in Deutschland ja mittlerweile salonfähig geworden ist (man darf nichts gegen Pakte sagen, Sperrungen bei Facebok, wenn man die Einwanderung hinterfragt ist man Nazi usw. usw.), passt es natürlich perfekt das der deutsche Zuschauer wieder bevormundet wird.

Das schwierige daran ist nun einen Film zu bewerten. Man kann diesem ja nicht die Blödheit und Borniertheit unserer Regierung vorwerfen, denn als der gute Mann diesen Streifen gedreht hat, dachte er sicher nicht an die deutschen Praktiken.

Um so ärgerlicher gestaltet sich das ganze, da TERRIFIER zwar nicht das Genre neu erfindet, aber über die ganze Laufzeit wirklich spannend gestaltet ist. Der Clown der hier auftritt, hatte bereits in ALL HALLOWS EVE, einem kleinen B-Movie, der eher unbekannt, ist eine gewisse Screentime und anscheinend kam er so gut an, das man hier einen kompletten Film um diesen Herrn gestaltete.

In der jetzigen Version ist der Film zwar auch nicht unbedingt für Kinder geeignet, doch manche Schnitte schon sehr auffällig. Am ärgerlichsten gerät hierbei eine gewisse Stelle, die durch die Cutterei überhaupt keinen Sinn mehr ergibt und da werde ich dann echt stinkig.

Insgesamt fand ich, lassen wie die Cuts mal beiseite, den Film für einen Slasher, was nun nicht wirklich mein Genre ist, überaus gelungen, da spannend und die Hauptfigur wirklich furchteinflößend ist. Ich bewerte daher den Film auch demnach und lasse die Schnitte aus o.g. Gründen unbewertet. Dem Film selbst würde ich daher (für das Slahergenre wohlgemerkt), folgende Note geben:

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Übrigens gibt es die ungeschnittene Fassung problemlos in Österreich zu kaufen, was den ganzen Unsinn dieser Schneiderei nur noch verstärkt.

DEVILS GATE /Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Welche unheilige Macht verbirgt sich in einem maroden, mit Sprengfallen versehenen Bauernhaus abseits jeglicher Zivilisation? Als eine Frau und ihr Sohn auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die FBI-Agentin Daria Francis in die Kleinstadt Devil’s Gate in North Dakota geschickt, um den Hauptverdächtigen ausfindig zu machen: den religiösen Fanatiker Jackson Pritchard, Ehemann und Vater der Vermissten. Aber als Francis und der Hilfssheriff Colt Pritchards ominöses Anwesen erreichen, entdecken sie viel mehr, als sie je erwartet hätten.

Manchmal schaue ich gar nicht auf die Rückseite eines Covers, bevor ich den Film in den Player schiebe, und lasse mich überraschen – so auch in diesem Fall. Nach dem abgedruckten Bild dachte ich, es geht hier sicher um einen Farmer, der sich bedroht sieht oder für irgend etwas rächen will.

Dann bekam ich aber etwas völlig anderes zu sehen. Die Bedrohung stimmte, allerdings geht die hier von etwas übernatürlichem aus, denn der Streifen ist tatsächlich vorrangig ein Science-Fiction Film, was man nach der Covergestaltung nun wahrlich nicht vermutet. Da muss ich sagen, hat man doch ein eher ungeschicktes Motiv gewählt, so das viele sich den Film gar nicht ansehen werden.

Da verpassen sie einen relativ abgedrehten, gegen Ende sogar leicht abstrusen Streifen /wobei das Wort in diesem Fall positiv gemeint ist), der zwar nicht unbedingt eine Geschichte erzählt, die man noch nie gesehen hat, aber die Art und Weise ist schon ungewöhnlich, ohne das ich zuviel verraten will.

Erstaunlich ist, dass der wüste Genre-Mix aus Sci-Fi, Horror, Thriller und Drama erstaunlich gut funktioniert, was auch an der eng gesteckten Location liegt und an den darstellerischen Leistungen, der eher unbekannten Darsteller, wobei das vielleicht das falsche Wort ist, „kenne ich doch irgendwo her“ wäre die bessere Formulierung.

Amanda Schull war zum Beispiel in SUITS oder 12 MONKEYS (der Serie) zu sehen. Shawn Ashmore in X-Men (wenn auch in einer kleineren Rolle) oder allem voran in dem Thriller FROZEN. Beide liefern eine hervorragende Leistung ab als Sheriffgehilfe bzw FBI-Agentin.

Nun ist der Film aufgrund des Genremix gegen Ende, wie bereits erwähnt, schon etwas krude. Erstaunlicherweise sind die Effekte aber für so einen doch eher schmal budgetierten Film hervorragend. Auch die Monsterchen sind durchaus ansehnlich gestaltet.

Die Meinungen hierzu gehen stark auseinander. Ich finde hier hat man aus wenig sehr viel gemacht und einen spannenden Film gezaubert, mit einem richtig schönen fiesen kleinen Schlussgag. In einer Nebenrolle ist übrigens Jonathan Frakes zu sehen – für mich ein kleiner Geheimtipp.

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SQUIRM (Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Im beschaulichen Südstaaten-Kaff Fly Creek herrscht Hochwasser, alles ist überschwemmt. Und damit kommen auch einige eher unsympathische Kriechtierchen zum Vorschein. Ein Gewitter hat die Starkstrommasten ins morastige Sumpfland stürzen lassen. Die Elektrizität hat die sonst so possierlichen Herrschaften zu fleischfressenden Bestien umgewandelt, die im wahrsten Sinne unter die Haut gehen! Natürlich ignoriert der Sheriff die Warnungen der Bewohner, weil die für ihn unglaubwürdig erscheinen. Tja manchmal hört man besser auf Zeugen.

Den Film gab es jahrelang ab 18 und dann auch noch geschnitten. Warum dies der Fall war, erschließt sich mir nach der Sichtung gar nicht, denn die jetzige Version ist uncut, sagt zumindest die Seite, die ich immer hinzuziehe. Ein, zwei Szenen sind ein bisschen eklig, aber ab 18? Na ja, da gab es auch in den 70ern schlimmeres.

Die Bildqualität ist hervorragend. Ich habe gestern einen Film aus dem Jahre 2018 gesehen, dessen Optik schlechter war, als bei diesem Streifen. Da hat man echt alles herausgeholt was ging. Der Ton ist etwas krachig und schrill, aber im normalen Bereich, denn gerade in den 60ern und 70ern waren die Filme, insbesondere aus dem Horrorbereich, alle so vertont.

Ich kannte den Streifen bisher noch nicht, muss aber sagen, das er den Test Of Time gut bestanden hat. Man kann ihn sich auch heute gut anschauen ohne ihn albern oder irgendwie sehr antiquiert zu finden. De Schauspieler sind mir jedoch alle unbekannt.

Für alle die SQUIRM schon immer wollten, eine sehr zufriedenstellende Veröffentlichung was Bild und Ton angeht.

BOARDING SCHOOL (Capelight/Alive)

am 27. November 2018 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Die nächtlichen Albträume ihres 12-jährigen Sohnes Jacob gehen den Eltern auf den Nerv. Als seine Großmutter stirbt, wird das Verhalten des ohnehin schon hochsensiblen Jungen immer sonderbarer und er kleidet sich mit den alten Sachen der Oma und findet Gefallen daran. Daher suchen Jacobs Eltern Hilfe bei dem strengen Schuldirektor Dr. Sherman der gemeinsam mit seiner Frau ein exklusives Internat für Problemkinder leitet. Das nächste Schuljahr soll Jacob an dieser Lehranstalt verbringen, die aber alles andere als eine normale Schule zu sein scheint. Als ein Mitschüler unter seltsamen Umständen ums Leben kommt und eine Reihe weiterer merkwürdiger Ereignisse geschehen, kommt Jacob allmählich hinter den wahren Grund für seinen Aufenthalt an der Boarding School – denn von hier scheint es keinen Rückweg nach Haue mehr zu geben.

Wenn man auf einschlägigen Seiten nachsieht, steht überall, dass es sich hierbei um einen Horrorfilm handelt – dem ist mitnichten so. Eigentlich ist das ganze nämlich ein Drama mit leichten Thriller und Horrorelementen.

Der Regisseur hat sich dabei allerdings viel vorgenommen. Er versucht hier so viele Themen auf einmal unterzubringen, dass vieles nicht komplett ausgearbeitet ist. Mobbing, Transsexualität, Schönheitsideale, erste Liebe, Tourett-Syndrom, Angst vorm Versagen usw. und dann auch noch Horror dazu, wirkt doch etwas überladen.

Trotzdem hat mir Boarding school gut gefallen, was vor allem den Darstellern geschuldet ist, denn die beiden Jungmimen Jacob Felsen und Christine Holcomb liefern hier geradezu sensationelle Leistungen ab. Dazu gesellt sich Will Patton, dem seine Rolle als strenger und auch durchgeknallter Lehrer sichtlich Spaß bereitet.

Erst gegen Ende mutiert das Geschehen dann zu einem Horrorfilm und gelegentlich kommt sogar mal ein wirklich trockener Spruch, so dass ich zweimal laut lachen musste. Der Abschluss ist zudem extrem gelungen und rundet das Geschehen ab. Schade nur, das es hiervon keine Fortsetzung geben kann.

Trotzdem hätte man vielleicht einige Dinge weglassen können, denn dadurch wirkt der Film thematisch eben etwas over the top. Gut unterhalten hat mich BOARDING SCHOOL jedoch allemal.

Fazit: Ein Streifen weit entfernt vom Mainstream. Meine Bewertung ist daher in diesem Fall auch eher subjektiv, denn Menschen die sich auf den Film nicht einlassen können und ihn nicht mögen, kann ich durchaus verstehen.

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THE MERMAID (Splendid)

am 27. November 2018 unter Horror abgelegt

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Roma und Marina sind ein glückliches junges Paar und wollen demnächst sogar heiraten, Vorher wird der Bräutigam aber von seinem besten Kumpel noch einmal „entführt“ um eine große Party zu machen – außerhalb der Stadt. Da hat Roma allerdings keine Lust drauf und geht am See schwimmen. Da hätte er mal lieber saufen sollen, denn in diesem haust eine Mermaid, die den Menschen gar nicht freundlich gesinnt ist. Sie zieht auch Roman in ihren Bann und nach einem Kuss ist die Sache besiegelt. Er gehört nun ihr. Marina versucht nun mit Hilfe ihrer Schwester verzweifelt, ihn aus den Klauen der Dame zu befreien, doch das gestaltet sich schwierig, denn die Familie ist vorbelastet. Schon der Vater hatte das gleiche Problem, was seiner Gattin das Leben kostete.

Und schon der zweite Film aus Russland, den im am heutigen Tag bespreche, das kommt auch nur sehr selten vor. Allerdings ist MERMAID sehr amerikanisch gedreht. Wenn man an den Namen und den Schauspielern nicht deutlich erkennen könnte, dass es sich es hier um einen Film aus dem Kreml-Land handelt, könnte man wirklich meinen, es sei eine Produktion aus den USA. In diesem Falle ist das aber positiv gemeint.

Der Film hat einen sehr schönen Look. Das sieht nicht nach irgend einer Billigproduktion aus, sondern nach einem gut budgetierten B-Movie. Insbesondere die Kamera liefert schöne Bilder und der, mir natürlich unbekannte Regisseur, hat einen guten Blick für interessante Einstellungen.

Auch die Schauspieler wissen durchweg zu überzeugen. Besonders gut hat mir die Darstellerin der Marina gefallen, der ich durchaus eine größere Karriere zutraue. Viktoriya Agalakova heißt die junge Dame, deren Name man sich merken sollte.

Nun strotzt der Streifen natürlich nicht vor Innovation, denn böse Menschen oder eben auch Geister, die aus dem See kommen sind nun nichts Neues. Aber der Film bringt ein paar sehr schöne Ideen ein (Stichwort Haarspange, Haare) und sieht, ich muss es nochmal erwähnen, richtig teuer aus. Optisch hat man hier wirklich alles herausgeholt was ging.

Fazit: Ein gelungener kleiner Horrorfilm, der mit bei imdb viel zu schlecht wegkommt. Ich weiß nicht was es daran auszusetzen gibt, denn der Streifen ist nicht nur schick gedreht, sondern auch durchgehend spannend. Russische Filme haben einfach kein Standing.

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THE NIGHT TRAIN (Tiberius)

am 27. November 2018 unter Horror abgelegt

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Etwas Tödliches lauert in den Tiefen des undurchsichtigen Moskauer U-Bahnnetzes. Eines Nachts verschwindet ein ganzer Zug spurlos. Artem und Dasha, die beide eine Station vorher ausgestiegen waren, wollen ihre eigenen Nachforschungen starten um ihre Freunde zu finden. Mit Hilfe eines gewöhnungsbedürftigen, aber erfahrenen Fachmannes wagen sie sich tief in das dunkle labyrinthartige System der Metro vor. Der Legende nach sollen schreckenerregende Monster in der Tiefe hausen. Natürlich wird das als Märchen abgetan, aber an manchen Märchen soll ja etwas dran sein…

Hierbei handelt es sich um eine russische Produktion und diese sind meistens mit Vorsicht zu genießen, da sie doch einen ganz anderen Stil haben, als etwa amerikanische Filme.

Die Grundidee ist auch nicht schlecht und die unterirdischen Gänge bilden eine hübsche Location, ähnlich wie das bei dem hervorragenden URBAN EXPLORER, der ja im Untergrund von Berlin spielt, der Fall ist.

An dessen Klasse kommt NIGHT TRAIN allerdings nicht heran. Das liegt zu einem an dem Monster, das, ich sage es mal vorsichtig, eher wie aus den 80ern aussieht – also altbacken. Da war wohl nicht allzu viel Geld für Effekte vorhanden. Zum anderen wirken einige Handlungsweisen der Protagonisten sehr weit hergeholt und kein normaler Mensch würde sich in der Situation so verhalten.

Gelungen allerdings ist, dass man zwischen den Abläufen der Verschwundenen und der Suchenden immer hin und herwechselt. Das sorgt nämlich dafür, das durch die wechselnden Orte und Figuren, das ganze in Bewegung bleibt. Das wiederum wurde hervorragend gelöst.

Unter dem Strich wäre hier mehr möglich gewesen, denn die Location ist stimmig und die Idee auch nicht schlecht. Hier fehlt s an manchen Stelen wirklich etwas an Budget.

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DIE LETZTE PARTY DEINES LEBENS (Koch Media)

am 22. November 2018 unter Horror abgelegt

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Party, Sex, Alkohol und Drogen: Nach absolviertem Abitur verspricht der Trip auf eine

Insel für Julia und ihre Freunde den Aufbruch in ein neues freies Leben. Bis plötzlich eine ihrer Freundinnen verschwindet und eine andere ums Leben kommt. Abgeschottet von der Außenwelt sieht sich die Clique einem durchtriebenen Killer ausgesetzt. Der damit beginnt, das ausgelassene Jungvolk zu dezimieren und dem Begriff “Partyleichen” eine völlig neue Bedeutung zu geben…

Ich muss sagen, ich fand den Pressetext wirklich so lustig, dass ich keine Änderung vorgenommen habe, denn die Nummer mit der Partyleiche ist einfach großartig, das wäre mir nicht eingefallen.

Der Film ist aber vor allen Dingen eines: Anstrengend. Denn DIE LETZTE PARTY ist ein Film aus unserem Nachbarland und auf Dauer geht einem das Geplapper doch auf den Zeiger. Ich habe auch einen Österreicher im Bekanntenkreis, den kann man sehr gut verstehen, doch diese Herrschaften hier sprechen wirklich teilweise übelsten Dialekt und dann auch noch so leise, das man sich einiges nur denken kann – und 90 Minuten lang dann Sätze wie „Hobts ihr die Matura oll gpackt“, zehren irgendwann an den Nerven.

Da ist man richtig froh, wenn der Killer zuschlägt, denn da halten die wenigstens die Klappe. Das tut er übrigens höchst unblutig und die FSK Freigabe ab 18 ist der Witz des Jahres. Mal von einer kleinen Szene abgesehen, kann man diese nette Filmchen problemlos ab 12 freigeben, aber das rote Schild sieht natürlich immer gut aus.

Die Schlusswende ist immerhin eine kleine Überraschung und auch der Showdown ist gelungen und entschädigt ein wenig für teilweise doch recht unspannende Abschnitte.

Kann man schauen, muss man aber nicht. Bitte an die Firma Koch: Bitte das nächste mal bei einem österreichischen Film deutsche Untertitel mit als Option angeben, das hilft enorm.

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HEREDITARY (Splendid )

am 06. November 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Annie Graham lebt zusammen mit ihrem Mann Steve und ihren beiden Kindern Peter und Charlie etwas abgelegen am Waldrand. Als Annies Mutter Ellen, das Oberhaupt der Familie, zu der sie aber keinerlei wirklichen Draht mehr hatte, stirbt, muss sich die Familie danach mit mit mysteriösen und grauenhaften Ereignissen auseinandersetzen. Denn Omi beschäftigte sich mit okkulten Geschichten und Flüchen. Für Annie, Steve, Peter und Charlie beginnt plötzlich ein Wettlauf gegen ihr dunkles und unheilvolles Schicksal, welches ihre Ahnen ihnen hinterlassen haben…dann stirbt Charlie durch einen unglücklichen Unfall. Annie sucht Hilfe bei einer Glaubensgemeinschaft und lernt dabei die liebevolle Joan kennen – doch der Schein trügt.

Der Film stand bei mir etwas länger herum – daher kommt meine Rezension eine Woche nach der Veröffentlichung. Das lag daran, dass ich auf gewisse Filme einfach Lust haben muss und ich ihn schon vorab gesehen hatte und ich wollte, die für einen Horrorfilm ungewöhnlich langen 130 Minuten Laufzeit, noch einmal voll genießen.

Das eigentlich grandiose an dem Streifen ist ja, dass er die ersten 30 Minuten absolut gar nichts mit diesem Genre zu tun hat, sondern man bekommt hier ein Familiendrama kredenzt, das enormen Wert auf ausgearbeitete Charaktere legt.

Danach geht das Grauen dann aber richtig los und die letzte Stunde ist, speziell was Atmosphäre (die mich stark an BABADOOK erinnerte ) und besonders Kameraführung betrifft, mit das beste was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Dazu gesellt sich ein kongenialer Soundtrack, der fast den ganzen Film lang im Hintergrund leise poltert und wabert. Viel besser geht das eigentlich nicht und erinnert fast schon an die guten alten Zeiten eines John Carpenter, wobei HEREDITARY keinesfalls altbacken wirkt.

Gabriel Byrne hat sich in den letzten Jahren rar gemacht, ist aber ein begnadeter Schauspieler, Toni Colette hat man hier mal richtig auf hässlich getrimmt und tritt nach KRAMPUS schon in ihrem zweiten Horrorfilm in kürzester Zeit auf. Beide Darsteller haben in diesem Film auch als Executive Producer mitgewirkt.

Etwas grenzwertig sind die letzten 5 Minuten. Die hätte ich persönlich etwas anders gestaltet oder sie einfach ganz weggelassen, das ist mir persönlich dann einen Tick too much, will aber jetzt nicht spoilern – das soll jeder für sich entscheiden.

Fazit: In Sachen Atmosphäre und Stimmung mit das beste seit des ersten Conjuring-Teils, allerdings mit deutlich weniger Action. Die bereits erwähnte fantastische Kameraarbeit und der Score machen HEREDITARY zu einem DER Horrorhighlights des Jahres 2018.

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WILDLING (Capelight/ALIVE)

am 06. November 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Eingesperrt in einem kleinen Zimmer eines abgelegenen Waldhauses und völlig isoliert von der Außenwelt, wächst Anna, unter der Obhut eines mysteriösen Mannes auf, den sie nur als „Daddy“ kennt, auf Mit schaurigen Geschichten über ein kinderfressendes Ungeheuer schürt er seit jeher ihre Angst vor der Welt außerhalb ihres Gefängnisses, so dass sich das Mädchen, selbst wenn sie könnte, nicht trauen würde, das Haus zu verlassen. Dann entdeckt die Polizei nach einem Schuss, das mittlerweile 16 jährige Mädchen. Der nette weibliche Sheriff Ellen Cooper nimmt den verstörten Teenager fürsorglich bei sich auf. Zunächst läuft alles gut und Anna beginnt das neue und normale Leben zu genießen. Doch schon bald kommt es zu einer Reihe beunruhigender Ereignisse. Zudem spürt sie merkwürdige Veränderungen in und an sich.

Der Film startet großartig. Gerade die ersten 20 Minuten, wird dem Zuschauer sehr schön erzählt, wie „Daddy“ sein Kind ängstigt, er aber versucht irgendwo eine Vaterrolle einzunehmen. Dafür hat man Vorzeige-Psychopath Brad Dourif engagiert, der hier, zumindest in der ersten Phase, mal ein ganz anderes Gesicht zeigen darf. Später mutiert er dann wieder mal zur Furie.

Frau Tyler bemüht sich immerhin ihre 2 Gesichtsausdrücke zu variieren, während Bel Powley mit ihren riesigen Kulleraugen eine hervorragende Leistung abliefert, denn diese Rolle ist schwer zu spielen, wie man auch in den Extras sieht.

Die Geschichte mag den ein oder anderen an WHEN ANIMALS DREAM erinnern. Während dieser allerdings eher als Drama inszeniert wurde, fährt man hier deutlich mehr Horrorelemente auf und für Herrschaften die gerne das rote Zeug spritzen sehen, wird auch die ein oder andere Szene geboten.

Gegen Ende wird, das sonst insgesamt eher subtile Geschehen, dann aber zu sehr mit dem Holzhammer beendet. Nicht das man nach 60 Minuten abschalten muss, aber die Action-Szenen wollen irgendwie nicht ganz zum bis dahin gesehenen Rest passen.

Trotzdem auch aufgrund der guten Darstellerin eine weitere interessante Variante dieses Themas.

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