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Archiv der Kategorie 'Horror'

MOTHER OF DARKNESS (Tiberius)

am 03. Juli 2018 unter Horror abgelegt

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Madison Shaw kehrt in das Haus zurück, in dem vor Jahren ihre kleine Schwester getötet wurde – von ihrer eigenen Mutter. Dieses wird am nächsten Tag abgerissen und vorher möchte sie es einfach noch einmal sehen, denn sie hatte auch schöne Zeiten dort und zudem will man sich das ein oder andere Souvenir mitnehmen. Zusammen mit ihrem Verlobten Jake und ihrer Cousine Izzy will Madison wandert man also durch die Zimmer und sucht nach Erinnerungsstücken. Das das Haus verflucht ist, halten alle für einen lächerlichen Mythos – tja falsch gedacht denn als sie gehen wollen, stellen sie fest, dass das Haus etwas dagegen hat.

Bei IMDB bekommt dieser Film einen Schnitt von 3,3!. Das ist die schlechteste Note die ich dort je gesehen habe und ich frage mich aller ernstes warum? Die Geschichte ist zwar nicht sonderlich neu, wurde aber gut umgesetzt. Die Art und Weise wie die drei dort gefangen sind, wird ebenfalls interessant geschildert.

Natürlich ist hier wenig Budget im Spiel, welches wohl für die Spezialeffekte draufgingen, die für so eine kleine Produktion völlig in Ordnung sind. Außerdem handelt es sich hier nicht um einen klassischen Spukhaus Film, wie man zuerst meinen könnte, sondern um eine interessante Variante hiervon.

Die drei Schauspieler sind relativ unbekannt, machen aber einen guten Job und auch die Synchronisation ist gelungen.

Natürlich wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber der Film ist praktisch von der ersten Minute an spannend und hat dabei, bis zum gelungenen Ende, keinerlei Durchhänger.

Vielleicht sollten sich manche Leute erstmal informieren, bevor sie sich solche Filme anschauen. Das der hier nicht mit Streifen wie CONJURING mithalten kann, muss einem schon klar sein.

Fazit: Völlig unterschätzter, kleiner Film, der eine schöne Atmosphäre bietet. Die Szene mit den Spielzeugaugen ist sensationell.

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THE CAR (Koch Media)

am 26. Juni 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Der Teufel hat vier Räder, kein Gewissen und mächtig PS unter der Haube. Zumindest beginnen das die Bewohner von Santa Ynez zu glauben, nachdem ein schwarzer und scheinbar führerloser Wagen mit eiskalter Brutalität mehrere Menschen überfährt. Als auch Sheriff Everett in wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder gerät, bleibt nur noch sein Stellvertreter Wade übrig, der den Kampf gegen den übermächtigen Gegner aufnehmen will, doch das kostet ihn auch ein privates Opfer.

Also ich muss zugeben, dass ich den Film noch nie gesehen und auch noch nie etwas davon gehört hatte, bin jetzt aber auch kein ausgewiesener Spezialist der 70er Jahre. Da Koch dem Streifen ein schickes Mediabook spendierte, muss er ja einen gewissen Bekanntheitsgrad haben.

Und ich war überrascht – man kann sich THE CAR auch heute durchaus anschauen, selbst als Erstsichtung, denn abgesehen von einigen typischen Sprüchen aus dem Jahrzehnt (die in den 80ern aber schlimmer waren) ist der Film durchaus spannend und realistisch inszeniert.

Ich habe mir auch die Extras angeschaut, wobei auch der Regisseur zu Wort kommt, der sich praktisch entschuldigt, dass die Effekte nicht so gelungen sind, weil der Streifen eben 20 Jahre zu früh kam, und die Computertechnik daher nicht vorhanden war. Ich würde ihm da widersprechen, denn ich fand alle Stunts sehr realistisch und für die damalige Zeit klasse. Gerade das Ende finde ich bemerkenswert.

Man hat das Gefühl, dass je älter der Film ist, den die Firma Koch in die Hände bekommt, desto besser die Restauration wird. Nicht nur das hier keine Blitzer zu sehen sind, auch leuchtet das Bild in satten Farben und unterscheidet sich nur minimal von neueren Produktionen..

Dazu gibt es ein richtig schönes Booklet, das auf viele Dinge der Entstehung und der Geschichte des Horrorfilms eingeht und somit kann ich für den Streifen eine klare Kaufempfehlung aussprechen – insbesondere für Menschen die Filme wie DUELL oder CHRISTINE mögen.

THE DROWNSMAN (Ion-New-Media/Splendid)

am 14. Juni 2018 unter Horror abgelegt

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Die hübsche Madison leidet seit einem guten Jahr an Wahnvorstellungen und glaubt das sie von einem mysteriösen Wesen verfolgt wird. Das alles begann, als sie bei einer Party einen Unfall hatte und fast im See ertrunken wäre. Sie glaubt nun, das sie einen Blick ins Totenreich werfen durfte und nun von einem der Kreaturen, die dort leben, verfolgt wird. Ihre Freundinnen verzweifeln, zumal sich Madison komplett absondert und die ganze Zeit nur noch Bett verbringt und panische Angst vor Wasser hat. Mit einer gefakten Seance will man sie davon überzeugen, das sie sich alles nur einbildet. Doch eben bei dieser geht alles schief und man lässt dieses Wesen in unsere Welt, was zu einer erheblichen Dezimierung der Clique führt.

Von diesem Streifen habe ich eigentlich nichts erwartet, obwohl der Trailer ganz gut war und ich ihn mir deshalb bestellt habe. Doch was sich nach einem recht banalen Horrorfilmchen anhört, entwickelt sich zu einem durchaus interessanten Genrebeitrag.

Das Wesen (ich nenne es mal so weil ich ansonsten viel spoilern müsste) ist aus einem ganz bestimmten Grund da, den man erst gegen Ende erfährt. Die Idee, das eben dieses immer über das Wasser in unsere Welt kommen kann, ähnlich wie es Freddy Krüger über die Träume der Kinder schafft, ist ein interessanter Schachzug. Ich kann mich nicht erinnern, etwas ähnliches schon mal gesehen zu haben.

Mittendrin eine durchaus begabte Hautdarstellerin, die sonst eher in TV-Serien zu sehen ist, ihre Rolle aber hervorragend ausfüllt und meiner Meinung nach auch zu höherem berufen ist.

Natürlich sieht man dem Streifen irgendwo an, das das Budget etwas limitiert ist, wie alle Filme bei denen Regisseur Chad Archibald beteiligt ist, deren Produktionen anscheinend von ION-NEW-MEDIA exklusiv in Deutschland vermarktet werden, denn auch BITE, HERETICS oder LET HER OUT und einige andere wurden von ihm gedreht oder eben produziert.

Ich habe fast alle gesehen und muss sagen, das man dort immer solide Horrorkost geboten bekam, wobei ich DROWNSMAN als den besten von allen bezeichnen würde, denn auch wenn einiges natürlich nicht logisch erscheint, ist die Geschichte spannend bis zum Schluss, der sogar eine Fortsetzung offenlässt.

Fazit: Spannender kleiner B-Movie der in der Synchronisation etwas steif ist (die englische Fassung ist aber auch dabei), aber eine überraschende Geschichte zu bieten hat. Natürlich muss man beim Budget Abstriche machen, bei der Spannung allerdings nicht.

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SUMMER PARTY MASSACRE (Koch Media)

am 14. Juni 2018 unter Horror abgelegt

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Während einer Segelregatta, zu der sechs Freunde eine überraschende Einladung von einem Unbekannten auf ein schickes Anwesen erhalten, gerät plötzlich alles außer Kontrolle, denn die Herrschaften geraten ins Visier eines Mörders. Einer nach dem anderen wird umgebracht . Schnell dämmert es den Twens, worum es hier geht. Bei einer Clubaufnahme-Party vor 2 Jahren kam bei eine „Eignungstest“ einer der Anwärter uns Leben, und das wurde von den restlichen vertuscht und als Unfall dargestellt. Jetzt scheint der Tag der Rache gekommen, doch wer verbirgt sich hinter dem Killer?

Und genau diese Frage wird erst kurz vor Ende aufgelöst, so dass man die ganze Zeit mitraten kann, wobei der Verdächtige natürlich ständig wechselt. Das ist überraschend gut gemacht, wenn die Auflösung auch etwas weit hergeholt ist.

Natürlich ist das Vorbild ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, hier nicht zu übersehen und man versucht auch erst gar nicht diese Nähe zu verleugnen.

Hierbei handelt es sich um einen holländischen Horrorfilm, meines Wissens nach der erste den ich je gesehen habe, denn aus dem Land der Holzschuhe kenne ich bestenfalls mal eine Komödie oder auch mal einen Thriller, wie zum Beispiel VERFLUCHTES AMSTERDAM.

Das der Streifen nicht zum „08/15 und hab ich schon 1000 mal gesehen Streifen“ verkommt, liegt auch an den ganz ordentlichen Darstellern und an einem nicht untalentierten Regisseur und dem Kameramann, die eine nette Atmosphäre einfangen. Hier und da hätte man einiges straffen können, denn 105 Minuten sind schon relativ lange.

Von MASSACRE, kann allerdings keine Rede sein, denn richtig heftigen Splatter bekommt man nicht geboten, alles bestenfalls soft oder auch nur angedeutet.

Fazit: Nicht besonders origineller, aber durchaus unterhaltsamer Horrorfilm, den man sich ohne Bedenken ansehen kann.

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BRIMSTONE (Koch Media)

am 07. Juni 2018 unter Drama, Horror, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Ende des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Westen: Die junge Liz hat einen älteren Witwer geheiratet, der sie aufnahm, obwohl sie keine Zunge mehr hat und nicht sprechen kann. Sie kümmert sich auch rührend um die beiden Kinder. Eines Tages jedoch kommt ein neuer Referent in die Stadt, den Liz nur allzu gut kennt. Als sich verschiedene merkwürdige Dinge ereignen und Madame dafür verantwortlich gemacht wird, verschwindet sie. Doch das Grauen ist damit nicht zu Ende.

Die Zusammenfassung habe ich bewusst kurz gehalten, denn man könnte diese fast zu einem Roman ausarten lassen, denn das o.g ist nur die Essenz von eines der 4 Kapiteln, die dieser Streifen beinhaltet. Diese nennen sich

Offenbarung, Exodus und Genese  und Rache.

Jetzt werden einige erschrocken zusammenzucken und denken es handelt sich hier um einen biblischen Film mit viel Gottgelaber und Metaphern. Sicherlich spielt Religion in diesem Film eine Rolle, aber nur eine insgesamt eher untergeordnete.

Hauptsächlich geht es darum zu zeigen, wie die Frauen zu dieser Zeit behandelt wurden und nahezu keine Rechte hatten und entweder von ihren Männern geschlagen wurden oder als Nutten in einem Bordell endeten. Das ist zwar etwas dick aufgetragen, aber in vielen Fällen war das eben so.

In allen 4 Kapiteln spielen die Charaktere der Liz und des Referent die Haupttrolle. Es dauert ein wenig bis man erkennt, das die Geschichten zusammengehören, aber nicht in der zeitlichen Reihenfolge erzählt werden (da kennt Pearce sich ja seit Memento aus).Normalerweise ein Stilmittel, welches mir nicht unbedingt zusagt, das aber hier hervorragend umgesetzt wurde.

Ich habe auf meiner Seite bei einem einzigem Film noch nie so viele Genre markiert, aber BRIMSTONE bietet wirklich sowohl Drama, Mystery, Thriller als auch Horrorelemente. Sehr gut passt hierzu, dass der Streifen, gerade in den dunklen Szenen, fantastisch ausgeleuchtet wurde.

Weder Dakota Fanning (ging mir früher auf den Nerv, weil sie in jedem Film mitspielte, in dem man ein 8-13 jähriges Mädchen zu besetzen hatte), als auch Guy Pearce (teilweise grottenschlechte Filmauswahl) sind besondere Favoriten von mir, spielen aber hervorragend. Insbesondere der normal eher smarte Pearce hat sichtlich Spaß an der Rolle des dämonischen Referents.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Genre-Misch-Masch der aber erstaunlich gut funktioniert und das sagt jemand, der Geschichten, die in anderen Jahrhunderten spielen, eigentlich grundsätzlich erst gar nicht schaut. Daher eine klare Empfehlung von meiner Seite. Die FSK Freigabe ist fast grenzwertig…eine 18er Einstufung hätte ich auch verstanden, denn der Streifen hat schon üble Szenen.

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IT COMES AT NIGHT (Universum Film)

am 31. Mai 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Der siebzehnjährige Travis und seine Eltern Paul und Sarah gehören zu den letzten Überlebenden einer Seuche, die auf der Erde grassierte. Sie leben zusammen in einem einsamen Haus im tiefsten Wald und versuchen zu überleben, was sich mit immer mehr zur Neige gehenden Lebensmittel und Wasser nicht leicht gestaltet. Eins Tages will jemand bei Ihnen einbrechen. Nachdem Travis sich vergewissert hat, das dieser Herr nicht erkrankt ist, nimmt er ihn und seine Familie bei sich auf, zumal die drei einiges an Nahrungsvorräten zur Verfügung haben. Als Travis den kleinen Sohn der Gäste nachts findet und dieser wohl mit der Krankheit in Berührung kam, wächst das Misstrauen immer weiter.

Hier hat man ganze Arbeit geleistet. Filmtitel irreführend, Cover irreführend, Trailer irreführend, denn man bekommt im Gesamteindruck suggeriert, dass es sich hier um einen blutigen Horrorstreifen handelt – das ist allerdings völlig falsch.

Es ist vielmehr ein Drama, ja fast ein Kammerspiel, das sich damit auseinandersetzt, wie Menschen in gewissen Situationen (in diesem Fall die schlimme Seuche) verhalten, um ihr Weiterleben zu gewährleisten.

Wenn man mit dieser Prämisse an diesen Film herangeht, würde ich ihn auch als gelungen bezeichnen, wobei ich Joel Edgerton noch nie in dem Genre gesehen habe. Er war übrigens als ausführender Produzent mit an Bord.

Allgemein gefällt was die Schauspieler abliefern und die Enge des Hauses verstärkt das beängstigende Gefühl noch. Außenszenen sind relativ rar.

KEINER, der den Trailer hierzu gesehen hat, wird nachher positiv über diesen Film sprechen. Das Ganze erinnert mich an wenig an INTO THE FOREST mit Ellen Page, der als „postapokalyptischer Thriller“ verkauft wurde, dann aber im Grunde genommen einen ähnlichen Ansatz hatte, wie dieser Streifen hier:

Wer sich auf diesen Film einlassen kann dem dürfte er gut gefallen, auch wenn ich nicht wirklich verstanden habe was denn jetzt eigentlich AT NIGHT kommt……

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PYEWACKET (Alive)

am 31. Mai 2018 unter Horror abgelegt

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Nach dem Tod ihres Vaters wird die Teenagerin Leah von ihrer Mutter gezwungen umzuziehen und sich von ihren einzigen Freunden zu trennen. Die neue Bleibe ist irgendwo im Nirgendwo. Ihre Mutter ist nach dem Tod ihres Mannes ziemlich fertig und lässt ihren Frust an der Tochter aus. Als sie ihr dann noch den Umgang mit ihren Freunden verbieten will, bekommt sie einen richtigen Hass auf ihre Mum und würde sie am liebsten tot sehen. Als sie ein Buch über Schwarze Magie findet, ist sie Feuer und Flamme für diese Idee, denn darin findet man eine Anleitung, wie man andere ins Jenseits befördert. Doch vieles was man denkt, will man ja eigentlich nicht in die Tat umsetzen. Als es ihr dann doch wieder leid tut, ist es bereits zu spät und der Fluch kann nicht mehr aufgehalten werden. Oder doch?

DER INBEGRIFF DES HORRORFILMS las ich irgendwo. Ob die Person in ihrem Leben schon einmal einen anderen gesehen hat, wage ich dann doch stark zu bezweifeln, denn davon ist das Ding hier meilenweit entfernt.

Das Problem bei solchen Aussagen ist eben, das man automatisch die Erwartungen immer gleich hochschraubt und diese dann enttäuscht werden. Das war auch nicht die einzigste Review, die ich im Vorfeld gelesen hatte – nahezu alle waren durchweg positiv.

Nun will ich auch nicht sagen, das man hier totalen Schrott zu sehen bekommt, doch wirklich neu ist das nun nicht. Auch wenn die Schauspieler einen ordentlichen Job machen, dauert es einfach erstmal sehr lange bis das Ding in die Gänge kommt. Der Schluss hingegen gerät zu kurz und man versteht leider nicht wirklich, was jetzt gerade passiert ist. Zumindest ging es mir so.

Mit dabei sind unter anderem Laurie Holden, die Dame aus WALKING DEAD und die durchaus begabte Nicole Munoz. Sie spielen beide gegen ein sehr einfach gestricktes Drehbuch an, dessen Überraschungsmomente überschaubar sind.

So bleibt unter dem Strich ein glasklares „Solide“, nicht weniger aber auch auf keinen Fall mehr.

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DIE HEXE – SIE WAR VOR EUCH HIER (Tiberius)

am 31. Mai 2018 unter Horror abgelegt

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Jess hat sich zusammen mit ihrem Ehemann einen Traum erfüllt und ein etwas heruntergekommenes Bed&Breakfast-Hotel erworben. Die Freude währt jedoch nicht lange, denn schon nach kurzer Zeit bemerkt sie, das hier etwas nicht stimmt. Als sie in der Bibliothek nachforscht, findet sie heraus, das die ehemalige Besitzerin angeblich dort Kinder umgebracht hat und zum Tode verurteilt wurde. Madame scheint aber leider immer noch im dem Haus zu wohnen und zwar als Geist und setzt Jess zu. Als ihr Mann Dan verreist, eskalieren die Dinge.

Es handelt sich bei dem Film nicht, wie man bei den Titel vermuten könnte, um eine Dokumentation über Angela Merkel, sondern um einen Horrorstreifen, der im Internet mal richtig unschön niedergemacht wird.

Ich frage mich immer, was Leute von Filmen erwarten, die mit einem ganz kleinen Budget gedreht werden – etwa Hochglanzhorror wie CONJURING? (Nicht das letztgenannter schlecht wäre, aber da war sicherlich die Gage für Farmiga und Wilson schon teurer als hier die gesamte Produktion).

Ich persönlich finde, das man hier eine wirklich schöne Atmosphäre aufbaut und die Szenen mit der Hexe wirken gar nicht mal billig, so das das davon auszugehen ist, das hier das meiste Budget hineinfloss. Die Schauspieler sind gänzlich unbekannt, aber beide Hauptdarsteller sympathisch.

Ich gebe zu gegen Ende wird es dann ein wenig konfus und alles wird auch nicht wirklich aufgeklärt. Dafür gibt es dann eine witzige Schlusspointe.

Wer weiß, dass es sich hier um eine ganz kleinen B-Movie handelt und ein Herz für solche Produktionen hat, wird hier nicht falsch liegen. Wer glaubt hier bekommt er etwas wie INSIDIOUS oder POLTERGEIST (Remake) oder noch teurere Streifen geboten, ist leider im falschen Film und sollte davon Abstand nehmen, aber diesen im Internet nicht niedermachen, das ist nämlich in diesem Fall echt unfair.

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CHILD EATER (Splendid)

am 16. Mai 2018 unter Horror abgelegt

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Augen auf bei der Jobwahl. Helen will sich etwas dazuverdienen und nimmt eine Arbeit als Babysitter für den kleinen Lucas an. Er und sein Vater wohnen außerhalb der Stadt, in einer Gegend, die nicht unbedingt den besten Ruf genießt, denn angeblich wohnte dort früher ein Serienkiller, der es auf die Augen von Kindern abgesehen hatte, weil der Bekloppte dachte, er könnte damit seine eigenen, kaputten Sehorgane wieder reparieren. Als Lucas nachts verschwindet, geraten er und Helen in tödliche Gefahr, denn der Killer scheint nämlich durchaus noch lebendig zu sein und mittlerweile ist er auch bei dem einsammeln der Augenpaare nicht mehr so wählerisch, was das Alter der Opfer angeht.

Eine etwas krude Geschichte die uns hier präsentiert wird, die aber, für einen doch schmal budgetierten Film, ordentlich umgesetzt wurde.

Zimperlich geht der Mann nicht gerade zur Sache, so dass hier auch die Splatterfreunde durchaus an manchen Stellen auf ihre Kosten kommen. Einige Effekte erinnerten mich ein wenig an STITCH.

Für einen B-Movie sind auch die Schauspieler in Ordnung und der Spannungsbogen wird recht gut aufrecht erhalten. Die sehr gute Musik (von Soundtrack möchte ich hier nicht sprechen, da es eher wiederkehrende Themen sind) untermalt das Geschehen dabei sehr gut, besonders gegen Ende, als es dann zur Sache geht.

Das Cover, das man sich für CHILDEATER ausgesucht hat, ist allerdings mal richtig gelungen, auch wenn er später nicht nur Kinderäuglein klaut, finde ich dies für einen Horrorfilm extrem ansprechend und aufgrund von diesem, werden sich auch viele diesen Streifen zulegen ohne ihn zu kennen, denn ansonsten habe ich über den Titel recht wenig im Internet gefunden.

Die werden auch nicht enttäuscht sein, wenn man jetzt keinen Überfilm erwartet, sondern einen soliden, kleinen Horrorfilm mit einer erstaunlich konsequenten Hauptdarstellerin. Das Ende lässt einen zweiten Teil offen.

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THE CURED (Splendid)

am 10. Mai 2018 unter Drama, Horror, Reviews abgelegt

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Wieder einmal hat ein tödlicher Virus ein ganzes Land dahingerafft, in diesem Fall Irland. Glücklicherweise wurde ein Heilmittel gefunden, das 75 % der Menschen, die damit infiziert wurden, wieder zu normalen Lebewesen macht. Doch diese sind in der Bevölkerung nicht gerade willkommen, da man Angst vor ihnen hat. Zudem können sie sich an alle Gräueltaten, die sie während der Krankheit begingen, erinnern. Auch Senan ist einer von ihnen, hat aber Glück im Unglück, denn seine Schwägerin Abbie nimmt ihn bei sich auf. Zudem war das Heilmittel wie erwähnt nur bei 75 % der Menschen erfolgreich und die Regierung berät nun, was mit dem Rest passieren soll, die in unterirdischen Zellen eingesperrt sind. Von den ewigen Schikanen und dem Hass der ihnen entgegenschlägt angewidert, schließen sich zudem die Geheilten zusammen und wollen für ihre Rechte kämpfen. Doch das führt zu einer weiteren Katastrophe.

Wie man an der Zusammenfassung deutlich erkennen kann, handelt es sich hierbei nicht um einen Horrorfilm, sondern um ein Drama, das im Horror-Genre spielt,was ein großer Unterschied ist. Eigentlich ist das ganze sogar eher ein sozialkritischer Film.

Wieso Ellen Page in einen Streifen auftaucht, der in Irland gedreht wurde, ist mir nicht bekannt. Noch dazu hat sie diesen mitproduziert, was auch ungewöhnlich ist, denn sie ist nun nicht wirklich bekannt dafür, dieses Genre zu bedienen.

Für ein Regiedebüt sieht das ganze auch sehr ordentlich aus. Mit vielen Blaufiltern und tristen Kulissen wird eine trostlose Atmosphäre erzeugt, die die Geschichte sehr gut unterstützt.

Mit Ausnahmen der letzten 20 Minuten fehlen hier allerdings nahezu jegliche Action-Elemente und auch die Horrorfreaks kommen nicht wirklich auf ihre Kosten. Das erinnert mich ein wenig an ARRIVAL, von dem viele enttäuscht waren, weil er eben doch weitestgehend kein Science-Fiction-Film, sondern ein Drama war.

Daher ist die Zielgruppe für CURED sehr schwierig. Dem Freund des Massakers wird zu wenig Blut geboten und Fans des Drama-Genres mögen im Allgemeinen keine Filme über Zombies.

So bleibt unter dem Strich ein gut gefilmtes und gespieltes Sozialdrama, mit einigen kleinen Längen, das aber, wie bereits erwähnt, nicht sehr viele Menschen ansprechen wird, was schade ist, denn am Film selbst gibt es wenig zu meckern.

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