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Archiv der Kategorie 'Horror'

HEREDITARY (Splendid )

am 06. November 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Annie Graham lebt zusammen mit ihrem Mann Steve und ihren beiden Kindern Peter und Charlie etwas abgelegen am Waldrand. Als Annies Mutter Ellen, das Oberhaupt der Familie, zu der sie aber keinerlei wirklichen Draht mehr hatte, stirbt, muss sich die Familie danach mit mit mysteriösen und grauenhaften Ereignissen auseinandersetzen. Denn Omi beschäftigte sich mit okkulten Geschichten und Flüchen. Für Annie, Steve, Peter und Charlie beginnt plötzlich ein Wettlauf gegen ihr dunkles und unheilvolles Schicksal, welches ihre Ahnen ihnen hinterlassen haben…dann stirbt Charlie durch einen unglücklichen Unfall. Annie sucht Hilfe bei einer Glaubensgemeinschaft und lernt dabei die liebevolle Joan kennen – doch der Schein trügt.

Der Film stand bei mir etwas länger herum – daher kommt meine Rezension eine Woche nach der Veröffentlichung. Das lag daran, dass ich auf gewisse Filme einfach Lust haben muss und ich ihn schon vorab gesehen hatte und ich wollte, die für einen Horrorfilm ungewöhnlich langen 130 Minuten Laufzeit, noch einmal voll genießen.

Das eigentlich grandiose an dem Streifen ist ja, dass er die ersten 30 Minuten absolut gar nichts mit diesem Genre zu tun hat, sondern man bekommt hier ein Familiendrama kredenzt, das enormen Wert auf ausgearbeitete Charaktere legt.

Danach geht das Grauen dann aber richtig los und die letzte Stunde ist, speziell was Atmosphäre (die mich stark an BABADOOK erinnerte ) und besonders Kameraführung betrifft, mit das beste was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Dazu gesellt sich ein kongenialer Soundtrack, der fast den ganzen Film lang im Hintergrund leise poltert und wabert. Viel besser geht das eigentlich nicht und erinnert fast schon an die guten alten Zeiten eines John Carpenter, wobei HEREDITARY keinesfalls altbacken wirkt.

Gabriel Byrne hat sich in den letzten Jahren rar gemacht, ist aber ein begnadeter Schauspieler, Toni Colette hat man hier mal richtig auf hässlich getrimmt und tritt nach KRAMPUS schon in ihrem zweiten Horrorfilm in kürzester Zeit auf. Beide Darsteller haben in diesem Film auch als Executive Producer mitgewirkt.

Etwas grenzwertig sind die letzten 5 Minuten. Die hätte ich persönlich etwas anders gestaltet oder sie einfach ganz weggelassen, das ist mir persönlich dann einen Tick too much, will aber jetzt nicht spoilern – das soll jeder für sich entscheiden.

Fazit: In Sachen Atmosphäre und Stimmung mit das beste seit des ersten Conjuring-Teils, allerdings mit deutlich weniger Action. Die bereits erwähnte fantastische Kameraarbeit und der Score machen HEREDITARY zu einem DER Horrorhighlights des Jahres 2018.

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WILDLING (Capelight/ALIVE)

am 06. November 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Eingesperrt in einem kleinen Zimmer eines abgelegenen Waldhauses und völlig isoliert von der Außenwelt, wächst Anna, unter der Obhut eines mysteriösen Mannes auf, den sie nur als „Daddy“ kennt, auf Mit schaurigen Geschichten über ein kinderfressendes Ungeheuer schürt er seit jeher ihre Angst vor der Welt außerhalb ihres Gefängnisses, so dass sich das Mädchen, selbst wenn sie könnte, nicht trauen würde, das Haus zu verlassen. Dann entdeckt die Polizei nach einem Schuss, das mittlerweile 16 jährige Mädchen. Der nette weibliche Sheriff Ellen Cooper nimmt den verstörten Teenager fürsorglich bei sich auf. Zunächst läuft alles gut und Anna beginnt das neue und normale Leben zu genießen. Doch schon bald kommt es zu einer Reihe beunruhigender Ereignisse. Zudem spürt sie merkwürdige Veränderungen in und an sich.

Der Film startet großartig. Gerade die ersten 20 Minuten, wird dem Zuschauer sehr schön erzählt, wie „Daddy“ sein Kind ängstigt, er aber versucht irgendwo eine Vaterrolle einzunehmen. Dafür hat man Vorzeige-Psychopath Brad Dourif engagiert, der hier, zumindest in der ersten Phase, mal ein ganz anderes Gesicht zeigen darf. Später mutiert er dann wieder mal zur Furie.

Frau Tyler bemüht sich immerhin ihre 2 Gesichtsausdrücke zu variieren, während Bel Powley mit ihren riesigen Kulleraugen eine hervorragende Leistung abliefert, denn diese Rolle ist schwer zu spielen, wie man auch in den Extras sieht.

Die Geschichte mag den ein oder anderen an WHEN ANIMALS DREAM erinnern. Während dieser allerdings eher als Drama inszeniert wurde, fährt man hier deutlich mehr Horrorelemente auf und für Herrschaften die gerne das rote Zeug spritzen sehen, wird auch die ein oder andere Szene geboten.

Gegen Ende wird, das sonst insgesamt eher subtile Geschehen, dann aber zu sehr mit dem Holzhammer beendet. Nicht das man nach 60 Minuten abschalten muss, aber die Action-Szenen wollen irgendwie nicht ganz zum bis dahin gesehenen Rest passen.

Trotzdem auch aufgrund der guten Darstellerin eine weitere interessante Variante dieses Themas.

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MUSE (Eurovideo)

am 01. November 2018 unter Horror abgelegt

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Seit dem tragischen Tod seiner Freundin, die sich praktisch vor seinen Augen umgebracht hat, leidet der angesehene Literaturprofessor Samuel Solomon an einem Albtraum, in dem eine Frau Opfer eines brutalen Ritualmords wird. Als diese Frau aus seinen Träumen unter exakt denselben Umständen ermordet aufgefunden wird, sucht Samuel den Tatort auf. Dort trifft er auf Rachel , die genau den gleichen Traum hatte. Gemeinsam versuchen sie dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Doch das kann böse Folgen haben, denn sie geraten in eine Welt, die sie nicht kennen und die von Wesen beherrscht wird, die viele Künstler im Laufe der Zeit inspiriert haben: Die Musen. Doch die Damen sind alles andere als freundlich gesinnt.

Wer bislang meinte die Musen waren nur nette Damen, die dazu da waren Künstler zu inspirieren, sieht sich hier eines besseren belehrt. Die 7 Ladys sind nämlich alles andere als harmlos.

Der Streifen ist das neueste Werk von Jaume Balaguero, der in seiner kompletten Vita eigentlich noch keinen richtig schlechten Film stehen hat und auch MUSE ist alles andere als das.

Wie die beiden mit Hilfe einer Freundin, die übrigens von Franka Potente gespielt wird, die relativ viel Screentime hat, aber wenig zeigen kann, die Geschichte nach und nach aufdecken, ist sehr interessant geschildert und vor allem auch mal etwas, was noch nicht 1000 mal in anderen Filmen aufgetaucht ist.

Kurz vor Schluss gibt es dann eine sensationelle Wende, auf die ich ich nun wirklich niemals gekommen wäre und den Film noch besser macht, als er eh schon ist, denn hier gibt es endlich mal wieder  eine wirklich schön entwickelte Geschichte zu sehen. Inwieweit diese Dinge alle wirklich in Büchern belegt sind, kann ich nicht sagen, weil mir dazu einfach das Hintergrundwissen fehlt – wenn nicht ist das ganz auf jeden Fall sehr schön ausgedacht.

Im Netz wird bemängelt, das der Film nicht durchgängig spannend ist, sondern er hier und da den ein oder anderen Durchhänger hat. Ich gebe zu, den machohaften Chef des Nachtclubs hätte man sich echt schenken können, aber ansonsten braucht die Geschichte eben auch Zeit sich zu entwickeln – das ist das Problem wenn man kein 0815 Drehbuch vorliegen hat, und es größeren Ausführungen bedarf, als bei einem Slasher – von daher kann ich mit den kleinen Spannungslücken gut leben.

Fazit: Origineller Horrortrip, der Balagueros Ausnahmestellung im Horrorfilm-Bereich zementiert.

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THE INHABITANT (Capelight/Alive)

am 01. November 2018 unter Horror abgelegt

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Die Schwestern Maria, Camila und Ana brechen mitten in der Nacht in das Haus eines korrupten Senators ein und nehmen ihn und seine Frau gefangen. Die drei haben es auf Erpressungsgeld abgesehen. Doch ihr Raubzug wird plötzlich von seltsamen Geräuschen aus dem Keller gestört. Als Camila nachsieht, findet sie hinter einer verschlossenen Tür die Tochter der Familie an ein Bett gefesselt vor. Die Mädchen wollen das Kind befreien und missachten die nachdrücklichen Warnungen der Eltern, denn Camilla ist alles andere als harmlos und manche Dinge sind eben nicht so wie sie zunächst scheinen.

Man muss dem Film zu Gute halten, dass er keine besonders lange Anlaufzeit braucht, denn eigentlich geht es schon in der ersten Minute los. Leider muss man auch sagen, das die Chose nach 45 Minuten eigentlich auch vorbei ist.

Bis dahin hat man einen durchaus schick gefilmten und nicht unoriginellen Horrorthriller gesehen, bei dem man die Auflösung noch nicht erahnen kann. Ist aber erst einmal klar, was dahintersteckt, mutiert das ganze dann leider im zweiten Abschnitt zum üblichen Exorzismus-Murks, den man so schon oft und auch besser gesehen hat.

Das heißt nicht, das der Streifen jetzt kompletter Mist ist, aber es ist schade das man den wirklich spannenden ersten Abschnitt, mit einem sehr beliebigen zweiten Teil weiterführt.

Ein Horrorfilm aus Uruguay ist selbst für jemanden der schon viel gesehen hat, wie mich, auch mal etwas Neues, zumindest ist der Regisseur in diesem Land geboren. Ob der Film in diesem Land spielt, wird nicht endgültig aufgeklärt – jedenfalls ist es eine Location in Lateinamerika, ich denke Mexiko.

Im Endeffekt reichen aber eben schöne Bilder nicht für einen 90 Minuten Streifen. Dieses Schicksal ereilt THE INHABITANT leider.

Die Darstellerinnen machen ihre Sache hierbei noch recht ordentlich und auch das Mädel, das vom Teufel besessen ist (soviel kann ich wohl dann doch verraten) liefert eine tolle Leistung ab.

45 Minuten lang Spannung, 45 Minuten lang konventionelles Exorzismus-Kino. Da wäre etwas mehr drin gewesen.

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STRANGERS – OPFERNACHT (Universum Film)

am 01. November 2018 unter Horror abgelegt

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Cindy und ihr Ehemann Mike begeben sich mit ihrer rebellischen Teenager-Tochter Kinsey und ihrem Sohn Luke in den kurzen Familienurlaub. Danach jedoch soll Kinsey auf ein Internat, denn die Eltern werden mit der aufmüpfigen Teenagerin nicht mehr fertig, doch soweit kommt es nicht. Nachdem die Vier ihre Unterkunft in einem abgelegenen Trailerpark bezogen haben, beginnt mit einem zarten Klopfen und einer Frage einer jungen Dame an der Tür, eine Nacht, nach der nichts mehr so ist wie es war und die Familie stark dezimiert sein wird.

Bei diesen Streifen ist es immer schon eine Kunst, eine Zusammenfassung hinzubekommen, die länger als ein Satz ist, denn die eigentliche Geschichte gibt jetzt nicht besonders viel her.

Es heißt mal wieder NACH EINER WAHREN BEGEBENHEIT, ein Satz, der mittlerweile genauso nervt wie die Regierungsversprechen, die nie umgesetzt werden. Ich kann mich an keinen Fall erinnern, in dem so etwas, wie hier gezeigt, mal passiert ist.

Ist aber auch wurscht, denn nachdem der erste Teil, der ein Remake des grandiosen THEM (kennt leider kein Mensch) war, komplett öde und mit einer überforderten Liv Tyler dahinplätscherte, wollte ich mir die inoffizielle Fortsetzung gar nicht ansehen, doch siehe da – ich wurde überrascht.

Nicht das die Geschichte einen europäischen Spezialpreis für Innovation bekäme, aber wie es der Regisseur schafft hier eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, ist schon eine Kunst für sich. Auch sieht man immer am Bildrand oder im Hintergrund durch kleine Andeutungen, dass hier gleich etwas passieren wird. Die Kamera ist in diesem Streifen absolut überragend.

Sicher ist vieles nicht ganz logisch und anfangs verhalten sich die Protagonisten auch mal wieder irrational (was sich zum Glück später ändert). Werde nie verstehen, dass, wenn ich die Gelegenheit habe, jemandem das Hirn wegzuballern, der vorher meine Mutter getötet hat, ich diesen verschone und abhaue. Aber wie gesagt, das ändert sich später.

Der große Vorteil den STRANGERS 2 hat ist, das er nicht nur in einer Location spielt wie der Vorgänger. Der Trailerpark ist schick gestaltet und unterstützt, zusammen mit dem gelungen und bedrohlichen Score, die ohnehin schon gelungene Atmosphäre. Mit Blut wird auch nicht gespart.

Fazit Zwar nix wirklich Neues, dafür aber hervorragend und spannend umgesetzt.

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HE’S OUT THERE (Splendid Film)

am 23. Oktober 2018 unter Horror, Suspense abgelegt

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Laura und ihre Kinder wollen ein schönes Wochenende in einem abgelegenen Ferienhaus verbringen. Die anfängliche Idylle wird jedoch durch dunkle Vorzeichen gestört. Nach einem Ausflug der Kinder im Wald bekommt die kleine Maddie plötzlich Fieber und kann kaum noch atmen. Laura ist entsetzt, als sie die Ursache findet: einen Zettel mit Botschaft, der sich in Maddies Speiseröhre befand!  Ein maskierter Störenfried beginnt sich von draußen bemerkbar zu machen. Die Familie will flüchten, doch das Auto ist manipuliert. Zurück im Haus warten Laura und die Kinder auf ihren Ehemann und Vater Shawn. Doch vor dem maskierten Psychopathen scheint niemand sicher zu sein …

Wer die Beschreibung des Films im Internet kennt, wird sehen, dass ich die komplett übernommen habe. Warum? Weil es ein wirkliches Kunststück ist, einen Film der eine Geschichte hat, die auf ein halbes Post-it passt, so ausgiebig zu erzählen. Problemlos hätte man das auch in einem einzigen Satz machen können.

Doch die Herrschaften, die glauben jetzt kommt ein kompletter Verriss, die irren sich, denn hier wird gezeigt, wie man nur mit Atmosphäre und der ein oder anderen Wende, einen durchaus spannenden Film zusammenzimmern kann.

Positiv ist zuerst die anfängliche Charakterzeichnung. Die Familie wird kurz vorgestellt und man weiß genug über die Personen, um sich mit ihnen identifizieren zu können. Und etwa 15 Minuten später geht’s auch schon los mit dem Picknick im Wald, welches den Auftakt zu diesem spannenden Genre-Vertreter bildet.

Herausheben möchte ich vor allem, das hier endlich mal eine Mutter absolut so handelt, wie es ein normaler Mensch tun würde, denn dieses ständige „Hallo und Hilfe“ Geblöke, nervt einfach nur noch. Die Dame hier zeigt Mumm und versucht ihre beiden Töchter zu schützen, was sehr glaubwürdig rüberkommt.

Die Auflösung ist natürlich etwas beliebig, lässt aber immerhin die Möglichkeit für eine Fortsetzung offen. Obwohl der Film teilweise doch recht brutal ist, kann man die FSK 16 durchgehen lassen – zumindest nach heutigen Maßstäben. 1989 wäre er auf dem Index gelandet.

Fazit: Aus einem minimalen Budget mit ordentlichen Darstellern das Optimum herausgeholt – muss man auch erst mal so hinbekommen…

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PROM NIGHT COLLECTION (Koch Media)

am 23. Oktober 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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PROM NIGHT ist eine Serie, die sich bei den Horrorfans einen gewissen Kultstatus erarbeitet hat. Immer (bis auf den Nach-klapp)geht es um die Wahl einer Ballkönigin, die nicht ganz so abläuft wie geplant, da ein Killer dafür sorgt, das diese nicht zustande kommt.

In Teil 1 ist sogar Jamie Lee Curtis dabei. In diesem vertuschen 5 Kids einen tragischen Unfall, werden dafür aber Jahre später von einem Killer zur Rechenschaft gezogen. In Teil 2 der mit Untertitel MARY LOU heißt, kehrt der Geist einer Schönheitskönigin zurück, die während der Wahl durch einen Unfall verbrannte und nun ein Mädel heimsucht. Etwas aus der Art schlägt dann Nummer 3, der deutlich eher in Richtung Komödie tendiert und einige wirklich witzige Szenen hat, vor allem die Nummer mit dem Herz finde ich absolut klasse. Abschließend geht es im letzten Teil dann um einen Priester der von einem Geist besessen ist und in einem Verlies hockt. Durch die Dummheit eines Pfarrers kann er aber fliehen und trifft in einem Sommerhaus auf einige Teenager….mehr muss ich dazu nicht sagen oder?

Teil 1 ist auch heute noch gut ansehbar. Die Geschichte ist nachvollziehbar und war klares Vorbild für ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, ergibt im Gegensatz zu Nummer 4 auch einen Sinn und stammt aus dem Jahre 1980, der Hochzeit von Jamie Lee Curtis in der auch die Halloween Teile und THE FOG mit ihr entstanden. Überraschend sieht man hier Leslie Nielsen, den man eigentlich nur als Klamauker kennt (Nackte Kanone), in einer ernsten Rolle.

Teil 2 geht mehr ins Übersinnliche, ist aber ganz unterhaltsam, auch wenn einige Dialoge teilweise zum Fürchten sind, diese Sprache gebraucht man heute sicherlich so nicht mehr und stammt aus dem Jahre 1987.

Mein persönlicher Favorit, auch wenn da andere nicht mit mir übereinstimmen, ist Teil 3, der wirklich deutlich eher in Richtung Komödie geht und einige wirklich witzige Ideen hat. Er stammt aus dem Jahre 1992.

Teil 4 hat irgendwie nicht wirklich was mit den anderen zu tun und wurde nur mit dem PROM NIGHT Etikett vermarktet und ist daher auch mit Abstand der schwächste.

Kommen wir zum Bild. Erstaunlicherweise hat mir das von Teil 1 am besten gefallen. Gut restauriert und ohne jegliche Blitzer, die bei MARY LOU doch desöfteren auftreten, ebenso wie bei DAS LETZTE KAPITEL. Beim letzten Teil ist das Bild auch mehr als ordentlich, so dass man insgesamt der Box eine durchaus gute Note bescheinigen kann.

Für die vielen Leute die diese Streifen kennen, waren die Beschreibungen jetzt natürlich für die Katz und die werden sich die Box eh zulegen. Ob Menschen die heute 20 Jahre alt sind mit den Filmen etwas anzufangen wissen, wage ich stark zu bezweifeln.

Angeblich sind alle Teile übrigens ungeschnitten, was ich aber nicht so wirklich glauben kann.

SLASHER – STAFFEL 2 (Justbridge)

am 16. Oktober 2018 unter Horror, TV-SERIE abgelegt

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Eine Gruppe Twens hat vor 5 Jahren im Summercamp einen Mord begangen. Nun wurde das Anwesen gekauft und es sollen Tennisplätze errichtet werden. Dumm nur, das dies ausgerechnet dort passieren soll, wo die Leiche vergraben liegt. Also trifft man sich, um das Problem zu beseitigen. Das Haus des ehemaligen Camps bewohnt mittlerweile eine spirituelle Gruppe, die das Quintett aber herzlich aufnimmt. Diese quartiert sich unter dem Vorwand einer Wiedersehensfeier dort ein. Soweit so gut, doch dann kommt es zu den ersten Morden und nach und nach müssen die Herrschaften mit der Wahrheit rausrücken, denn die Schneemobile würden manipuliert und die nächste Station ist satte 30 Meilen entfernt – und das im tiefsten Winter. Doch dann wird einer nach dem anderen ermordet und merkwürdigerweise auch Mitglieder der neuen Bewohner, die ja eigentlich gar nichts mit den damaligen Geschehnissen zu tun haben….

SLASHER geht bereits in die zweite Runde. Witzigerweise hat man, ähnlich wie bei AMERICAN HORROR STORY, einige Darsteller der ersten Staffel wieder mit dabei. Es handelt sich jedoch um eine völlig neue Geschichte, die absolut nichts mit dem Vorgänger zu tun hat, den man nicht kennen muss, um hier mitzukommen.

Und aus meiner Sicht ist die zweite Staffel auch in allen Belangen besser. Zwar

Natürlich kommt einem die Geschichte bekannt vor, da ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST hier als Vorbild dient, doch eine Gulaschsuppe hat ja auch immer die gleichen Zutaten und schmeckt trotzdem lecker. Zudem schafft man es, ähnlich wie im Vorgänger, immer wieder neue Fährten zu legen.

Teil 2 ist schon deshalb spannender, weil sich alles in einer überschaubaren Umgebung abspielt und der tiefe Winter eine Flucht nicht zulässt. So wird also nach und nach einer nach dem anderen ausgeschaltet und irgendwann gehen dem Zuschauer dann auch die Verdächtigen aus. Die Wende gegen Ende ist absolut sensationell und ich muss zugeben, das ich nie und nimmer darauf gekommen wäre, obwohl sie im Nachhinein durchaus Sinn ergibt.

Zum ersten Mal seit langem gebe ich auch der FSK recht, die in den letzten Jahren wieder jeden Mist ab 18 Jahren freigab, obwohl die Filme total harmlos waren. Hier ist das anders, die Morde sind teilweise doch ziemlich derb und auch einige andere Szenen recht deftig. Da spritzt das Kunstblut ganz schön durch die Gegend.

Nochmals, auch wenn diverse Schauspieler der ersten Staffel hier wieder mit an Bord sind – die beiden Teile sind in sich abgeschlossen und man kann problemlos die Fortsetzung schauen ohne jegliches Hintergrundwissen aus dem ersten Teil mitzubringen.

Natürlich gibt es, wie immer bei solchen Filmen, die ein oder andere Logikschwäche und das Verhalten der Protagonisten ist nicht immer nachvollziehbar, aber wenn ich sehe wie ein Schrottfilm wie DONT MOVE überall hochgeschrieben wird, obwohl er mehr Logikfehler hat, als zu ertragen sind, kann man hier über kleinere hinwegsehen. Ich habe die ersten 5 Folgen übrigens am Stück geschaut, was mir nur ganz selten passiert. Fieserweise gibt es aber auch praktisch am Ende jeder Folge einen Cliffhanger.

Fazit: Spannend und sehenswert und deutlich besser als der schon nicht schlechte Vorgänger.

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THE LODGERS (Lighthouse)

am 03. Oktober 2018 unter Horror abgelegt

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Ein alter Familienfluch sperrt die verwaisten Zwillinge Rachel und Edward in ihrem Zuhause ein – als Strafe für die Sünden ihrer Vorfahren. Tagsüber können sie sich frei bewegen, doch ab Mitternacht gehört das Haus den „anderen“. Zudem dürfen keine fremden Menschen das Haus betreten. Als sich Rachel in einen Jungen verliebt, führt das natürlich zu Komplikationen, auch weil die Zwillinge füreinander bestimmt sind. Ebenso wie der Besuch des Anwaltes Birmingham, der den beiden nahelegt, das Haus zu verkaufen, denn es befindet sich in einem miserablen Zustand und auch Geld ist keins mehr vorhanden. Doch beides lassen die „anderen“ nicht zu und es kommt zu einer Katastrophe.

Ein wenig schwierig diesen Film zusammenzufassen, denn man läuft doch Gefahr zu viel zu verraten. Der Streifen erinnert anfangs ein wenig an THE OTHERS, schlägt dann aber doch eine komplett andere Richtung ein und benutzt auch CGIs, die bei dem vermeintlichen Vorbild nicht vorhanden waren. Diese sind allerdings für einen so kleinen Film sehr gelungen.

Das der Film in den 20er Jahren spielt unterstützt die gesamte Atmosphäre und auch die Musik passt sehr schön dazu. Es dauert allerdings ein wenig, bis man versteht worum es eigentlich geht und alles aufgeklärt wird am Ende auch nicht.

Die beiden Schauspieler machen ihre Sache gut, besonders Charlotte Vega spielt Rachel hervorragend und auch glaubwürdig. Sie hatte auch bereits einen kleinen Auftritt in DER BUCHLADEN DER FLORENCE GREEN. Hauptrollen blieben ihr bis zu LODGERS versagt, aber ich denke, das wird sich in Zukunft ändern.

Allerdings ist das hier wirklich ein Film für Menschen, die zum Beispiel Sachen wie THE AWAKENING mochten, denn Blut gibt es fast keines und der Film lebt fast nur durch seine schicke Atmosphäre und der Kamera, die insbesondere in den Innenszenen sehr schöne Schwenks macht.

Unter dem Strich ein recht gelungener Horrorstreifen, dem man das geringe Budget nicht unbedingt ansieht. Das Ende bleibt zwar relativ offen, das hat mich aber nicht wirklich gestört.

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AUDREY ROSE (Alive)

am 25. September 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Das Ehepaar Templeton wird seit mehreren Wochen von einem Mann namens Hoover verfolgt. Eines Tages spricht er die beiden an und erzählt ihnen eine merkwürdige Geschichte. Er versucht sie nämlich davon zu überzeugen, dass seine Tochter Audrey Rose, die vor sieben Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam, in ihrer Tochter Ivy weiterlebt. Audrey starb nämlich nur Minuten vor Ivys Geburt. Als das Mädchen immer häufiger von Alpträumen heimgesucht wird – sie sieht darin den Flammentod im Auto und hat danach auch Brandwunden an den Händen, bekommen die Eltern den Verdacht, dass Hoover gar nicht so falsch liegt.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 40 Jahre hinter sich und das merkt man auch, denn an manchen Stellen wirkt das ganze doch relativ antiquiert. Heute könnte man das ganze doch wesentlich spannender gestalten und vor allem einiges an Effekten einsetzen. So weit mir bekannt, gibt es bislang aber kein Remake und auch keine Ankündigung, dass es zu einem kommen wird.

Anthony Hopkins wirkt irgendwie ein wenig fahrig und bewegt sich nahe am Overacting, während beide Eltern eine solide Leistung abliefern. Das Mädel das Audrey Rose spielt, hat eine unfassbar unpassende Stimme bekommen, so dass man da besser auf den Originalton zurückgreifen sollte.

Das Bild ist insgesamt ganz ordentlich restauriert. Insbesondere in hellen Abschnitten gefällt es gut – in dunkleren Szenen erkennt man aber doch ab und zu Grieseln und einiges an Blitzern. Ich würde sagen gutes DVD-Niveau.

AUDREY ROSE wird von vielen gesucht und die sind sicher froh, diese Lücke jetzt schließen zu können. Die Umsetzung ist für einen 40 Jahre alten Film auch gelungen. Ob er einen noch so fasziniert wie es in den 70ern scher der Fall war, ist jedem selbst überlasen.