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Archiv der Kategorie 'Horror'

THE VOID (Universum Film)

am 16. Mai 2017 unter Horror abgelegt

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In Sheriff Carters Nachtschicht rennt ihm ein blutender Mann vors Auto, der einen ziemlich Unsinn faselt. Er bringt ihn daraufhin schnellstens ins Krankenhaus. Doch vielleicht hätte er in diesem Fall mal besser Hilfe unterlassen sollen, denn der Typ wird nicht nur von 2 Hinterwäldlern verfolgt, die ihm ans Leder wollen, sondern anscheinend auch von mysteriösen Kuttenträgern. Da diese das Krankenhaus umgeben, ist es nicht möglich dieses zu verlassen, zumal diese schwerbewaffnet sind. Zudem scheinen einige Patienten und Ärzte den Verstand zu verlieren und fangen plötzlich an wirres Zeug zu faseln und zu morden – mehr möchte ich hier mal nicht verraten, auch wenn noch jede Menge passiert.

Eins vorweg: ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren so einen brutalen Streifen gesehen zu haben. Hier werden Augen ausgestochen, Bäuche aufgeschlitzt und wirklich eklige Kreaturen präsentiert. Wie dieser Film, der nach meinen Angaben ungeschnitten ist, in dieser Fassung über die FSK kam, ist mir ein Rätsel. Anscheinend hat man dort mittlerweile die Rentner, die früher jeden Mist auf den Index setzten, entfernt, denn THE VOID hätte vor 20 Jahren eine FSK 18 bekommen und wäre noch dazu totgeschnitten worden.

Überhaupt orientiert sich der Streifen in seiner ganzen Machart auch eher an den oldschooligen Splatterfilmen der 80er und 90er und die meisten Effekte sind hier handgemacht. Die wenigen digitalen die gegen Ende zum Einsatz kommen, sind aber für einen Film mit doch eher kleinem Budget ebenfalls erstaunlich gelungen.

Auch wenn die Story im letzten Abschnitt etwas wirr wird und man ein wenig den Überblick verliert, bleibt THE VOID durchgehend spannend und hat eine gelungene Atmosphäre, klaut natürlich aber auch schamlos bei allen möglichen Kultstreifen. Ein bisschen THE THING hier, ein bisschen VIRUS da, garniert mit den frühen Hellraisern, macht er das aber erstaunlich gut.

Schauspielerisch ist das ganze überschaubar, hierfür muss man aber auch keinen Star aus der A-Riege verpflichten, weil die meisten eh schnell das Zeitliche segnen. Die Synchronisation wirkt an machen Stellen ein wenig steif, was aber nicht wirklich stört.

Fazit: Der brutalste Horrorstreifen den ich in den letzten Jahren gesehen habe, ist einer mit einer FSK 16. Was hier an Blut spritzt ist schon unglaublich. Dennoch ist das hier kein dummes C-Movie, sondern ein durchaus atmosphärisch gelungenes Kleinod, das gegen Ende einen Tick zu sehr ins Esoterische abdriftet.

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ALONE (Capelight/Alive)

am 03. Mai 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Auf einer abgelegenen Kanalinsel stellt eine Gruppe Teenager in einem Jugendheim fest, dass alle Erwachsenen verschwunden sind. Das ist zunächst sehr angenehm, kann man sich doch nach Lust und Laune in der Einrichtung austoben. Doch irgendwann gehen die Lebensmittel aus und man fährt in die Stadt. Doch dort geht Angst und Panik um, denn anscheinend sind alle Erwachsenen zu Bestien mutiert, die auch nicht davor zurückschrecken, ihre eigenen Kinder zu töten. Als jedoch einer der Jugendlichen ebenfalls an der mysteriösen Krankheit erkrankt und mutiert, bekommt die Theorie, das dieses Virus nur Erwachsene betrifft, Risse…..wem kann man noch trauen?

Der Streifen fängt ein wenig klischeebeladen an. Viel Gelaber über Alkohol und Sex wie man es aus so vielen Splatterfilmen kennt, da Teenager anscheinend keine anderen Gesprächsthemen zu haben scheinen. Doch nach 20 Minuten bekommt ALONE Gott sei Dank die Kurve und wird zu richtig interessantem Genrekino, das Drama und Horror miteinander vermengt.

Der mit Abstand interessanteste Einfall ist jedoch hierbei die fast schon philosophische Frage: Wann ist ein Mensch erwachsen? Dieser Streifen zeigt, das dies nicht unbedingt vom Alter, sondern vom der Lebenserfahrung abhängig ist. Diese kluge Idee erweist sich als Glücksgriff, denn so weiß man nie, wer als nächster betroffen ist.

In den wirklich interessanten Extras erfährt man, das ALLE Jugendlichen zum ersten Mal vor der Kamera standen. Insbesondere bei dem Darsteller des Bastian ist das eigentlich unfassbar, denn er agiert hier, als hätte er nie etwas anderes getan, zumal seine Figur sehr viele verschiedene Nuancen und Gefühle darstellen muss. Auch seine Film-Freundin spielt extrem glaubwürdig.

Ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich sage das es hier kein Happy-End gibt. Eines möchte ich aber unbedingt herausheben. Mich stören in Filmen oft Liebesszenen weil diese einfach die Handlung nicht voranbringen und gerne ausführlich gezeigt werden. Wie der Regisseur aber den ersten Sex der beiden Hauptdarsteller in Szene gesetzt hat, mit geschickter Ausleuchtung und Kameraführung, dazu mit einfühlsamer Musik unterlegt ist absolut virtuos. Selten habe ich eine solch schöne Liebesszene gesehen.

Alles in allem ist ALONE ein Streifen der noch lange nachwirkt, weil er sehr intensiv ist. Die Kritik die ich mancherorts gelesen habe, das das Gesehene langweilig ist, kann ich nicht nachvollziehen, es muss ja nicht immer Dauergemetzel sein. Ebenso wenig wie den vollkommen bescheuerten deutschen Titel denn DONT GROW UP, passt viel besser zu dem Streifen. Aber das macht den Film ja nicht schlechter.GEHEIMTIPP

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RITTER DER DÄMONEN/BORDELLO OF BLOOD (Koch Media)

am 26. April 2017 unter Horror abgelegt

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Was in den 80er und 90ern alles geschnitten auf den Markt kam ist unfassbar. Die FSK und ihre scheintoten Angestellten hatten viel Spaß daran alle möglichen Streifen zu verunstalten. Die beiden vorliegenden Filme landeten auf den Index UND waren noch geschnitten (zumindest die frei zugänglichen Versionen). Wieso lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen und jetzt wo ich sie mir nochmal angeschaut habe verstehe ich es erst recht nicht, obwohl natürlich der ein oder andere Splattereffekt vorhanden ist. Trotzdem ist ein JOHN WICK deutlich brutaler als das hier.

Beide Filme liefen zwar unter der TALES FROM THE CRYPT Reihe, hatten aber  damit nicht wirklich viel zu tun, denn eigentlich waren das normalerweise Kurzgeschichten, während diese beiden Teile ja komplette Spielfilme waren.

RITTER DER DÄMONEN (1994)

Sechs der Schlüssel zum Tor der Hölle haben die bösen Dämonen schon in ihrem Besitz., der siebte scheint auch nur noch eine Frage der Zeit, denn der Collector hat den Besitzer des letzten Schlüssels bereits aufgespürt. Zudem hält man Bryker bei der Polizei für den Bösen. Glücklicherweise greifen toughe Bürger ein.

BORDELLO OF BLOOD (1996)

Rock’n'Roll-TV-Evangelist Current betreibt nebenher ein florierendes Bordell, dessen Madame die blutsaugende Vampirin Lilith ist. Dort verlieren die Gäste jedoch nicht nur ihre Kohle sondern auch jede Menge Blut. Genau dorthin verschlägt es Privatdetektiv Guttman, der den verschollenen Bruder seiner Klientin Katherine sucht. Schnell findet dieser heraus, das sich die Damen des Etablissements eben vom Blut ihrer Freier ernähren und er beschließt, das ganze zu beenden.

Ersterer hat die Zeit etwas besser überstanden. RITTER DER DÄMONEN lässt sich auch heute nach gut schauen, während an Teil 2 ein wenig der Zahn der Zeit genagt hat. Dennoch werden sich Fans über diese Veröffentlichung sehr freuen, zumal beide Filme wirklich Kultstatus erlangten. Bei den Effekten muss man im Jahr 2017 natürlich Abstriche machen.

Die Bildqualität ist bei beiden Teilen durchaus gut. Ein ganz leichtes Rauschen stört nicht wirklich, zumal es im Laufe der beiden Filme auch nachlässt. Der Ton ist ebenfalls ordentlich, auch wenn man natürlich keine Wunder erwarten kann.

Sehr viel Mühe hat man sich noch bei dem Bonusmaterial gegeben, denn die beiden Featurettes sind noch relativ neu.

Fazit: Es bleibt zu hoffen, das so langsam aber sicher noch mehr Filme von diesem unsäglichen Index heruntergeholt werden. Die Sehgewohnheiten haben sich nunmal geändert – siehe TANZ DER TEUFEL.

THE ELOISE ASYLUM (Universum)

am 19. April 2017 unter Horror abgelegt

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Jacob Martin erfährt, dass sein Vater gestorben ist, zu dem er nie viel Kontakt hatte. Erfreulich hingegen ist, das er Alleinerbe ist und bald 1,2 Millionen Dollar auf ihn warten. Leider gibt es da noch ein kleines Problem, denn seine Tante von der er nichts wusste, könnte auch noch unter den Lebenden weilen, was aber unwahrscheinlich ist, da sie damals im gefürchteten Eloise Asylum untergebracht war, welches eine recht hohe Sterberate aufwies. Also bricht er mit einigen Freunden in diese stillgelegte Nervenklinik ein um einen Beweis dafür zu finden, das seine Tante nicht mehr lebt. Keine gute Idee, denn in dem Etablissement finden gruselige Dinge statt, die die Herrschaften durch ihre Anwesenheit auslösen.

Hurra, Horror mit Handlung. Die Geschichte, die sich der Drehbuchautor hier ausgedacht hat, ist nicht unoriginell. Allerdings wird der Erklärungsnotstand im Laufe des Streifens immer größer und auch wenn einige Ideen wirklich gelungen sind, verliert man irgendwann den Faden.

Auch scheinen die Herrschaften sich gar nicht darüber zu wundern, das sie sich plötzlich 40 Jahre zurückgesetzt, in der Klinik mit realen Personen befinden. Ich würde darüber zumindest mal etwas staunen. Wie einem die Lebensgeschichte des Hauptdarstellers erzählt wird, ist wiederum sehr gut gelungen.

Sollte sich das jetzt recht chaotisch anhören – das war genau meine Absicht, denn bei diesem Film ist man ständig hin und hergerissen. Mal staunt man über pfiffige Drehbuchtwists, dann wiederum wird es einige Minuten wieder total unsinnig.

Frau Dushku wird auch nicht jünger, bleibt aber immerhin ihrem Lieblingsgenre HORROR treu. (hat die auch mal nen anderen Film gedreht?) und Robert Patrick (ganz schön in die Jahre gekommen) spielt den sadistischen Arzt mit Verve.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus atmosphärischer Horrorstreifen, der aber in der ganzen Inszenierung sehr holprig daher kommt, und die ein oder andere Drehbuchschwäche aufweist. Dafür sieht er erstaunlich teuer aus.

Wie oben bereits erwähnt, wechseln gelungene mit mauen Sequenzen, die andere Zuschauer aber vielleicht weniger so empfinden. Daher gebe ich auch mal eine Spannweite in Sachen Bewertung an, statt mich auf eine bestimmte Note festzulegen.

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und

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SHUT IN (Universum Film)

am 19. April 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Mary Portman ist eine anerkannte Kinderpsychologin, benötigt aber selbst Unterstützung, seit ihr Mann und ihr Sohn einen Autounfall hatten, Ersterer starb dabei, letzterer liegt bewegungsunfähig im Bett und muss von ihr betreut werden. Besonders den gehörlosen 9 jährigen Tom hat sie in ihr Herz geschlossen, doch die Therapie mit ihm soll abgebrochen werden. Zudem leidet Mary an Halluzinationen, hört Geräusche, hat das Gefühl, das Personen in Zimmern herumlaufen. Dann zieht auch noch ein Sturm auf und sie und ihr Sohn sind völlig von er Außenwelt abgeschnitten. Anscheinend befindet sich aber ein ungebetener Gast im Haus – und der hat schlechte Laune.

Selten ist es der Fall, das gleich 2 meiner Lieblingsschauspieler in einem Thriller zu sehen sind.. Naomi Watts rettet selbst die größte Gülle mit ihrer Präsenz und Oliver Platt mochte ich schon immer.

Dazu gesellt sich der kleine Jacob Tremblay der schon BEFORE I WAKE vorm Absturz bewahrte und Charlie Heaton aus STRANGER THINGS (wo bleibt da bitte die Fortsetzung???). Nicht die schlechteste Besetzung für eine eher kleine Produktion.

Skandalös ist es aber, das der von mir so geschätzte Peter Outerbridge (RE-GENESIS in der er die Hauptrolle spielte, ist für mich eine der besten Serien aller Zeiten) nur so eine kleine Rolle hat.

Der Film wird in allen Foren komplett niedergemacht und zerrissen. Das kann ich leider nur bedingt nachvollziehen. Die ersten 60 Minuten ist das Ganze ein sehr behutsam aufgebautes Drama mit Thriller-Elementen – ohne Blut, ein wenig wie THE OTHERS in der Neuzeit.

Ok, pünktlich zum Showdown packt der Regisseur dann den Holzhammer aus und sein Film mutiert in einem sehr konventionellen Finale, das aber nun auch nicht so schlecht ist das man dem Film weniger Punkte geben muss, als Schrott wie ID2.

Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, SHUT IN hätte seinen ruhigen Erzählstil beibehalten. Die Wende kurz vor Schluss ist zudem gelungen und wie diese dem Zuschauer (über einen Skype-Anruf) vermittelt wird, erst recht.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus gelungener Streifen, der im letzten Drittel seine Linie leider etwas verlässt. An den schauspielerischen Leistungen gibt es gar nichts auszusetzen. Für meinen Geschmack reicht das für

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BEFORE I WAKE (Capelight)

am 07. April 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Nachdem Jessie und Mark durch einen Unfall ihren Sohn verloren haben, entscheiden Sie sich, den 8-jährigen Cody zu adoptieren, einen lieben Jungen, der Schmetterlinge liebt und schon in einigen Pflegefamilien war. Doch er versucht alles um nicht einzuschlafen, hat sich sogar Koffeintabletten besorgt. Irgendwann schafft es natürlich auch er nicht diesem natürlichen Bedürfnis zu entgehen. Dann passiert seltsames. Es tauchen mysteriöse Schmetterlinge in bunten Farben im Wohnzimmer auf. So gestaltet sich eine wundervolle Welt während er schläft und auch der verstorbene Sohn des Ehepaars erscheint. Nur hat der kleine leider nicht immer positive Gedanken, und so manifestieren sich seine Alpträume ebenfalls und bringen sich und seine neue Familie in Gefahr.

Der subtile Horrorstreifen beginnt ganz stark. Die ersten 45 Minuten sind richtig gut und die dort gezeigten Bilder entfalten eine enorme Faszination. Doch irgendwann bekommt der Film die Kurve nicht mehr und wird mit zunehmender Spieldauer immer obskurer und auch langweiliger, was im zweiten Abschnitt eines Filmes grundsätzlich tödlich ist.

Die Auflösung ist zwar einigermaßen gelungen, doch der Weg dahin gestaltet sich zäh. Zudem sind einige Handlungsweisen der Protagonisten nicht oder nur bedingt nachvollziehbar, insbesondere die von Jessie. (kann nicht mehr schreiben wegen Spoilergefahr)

Der kleine Jacob Trambley liefert eine hervorragende Performance ab und spielt alle gegen die Wand, was jedoch bei den eher bescheidenen Fähigkeiten von Frau Bosworth, (die sich aber immerhin müht) auch nicht schwierig ist. Thomas Jane ist wie immer solide.

Nachdem Regisseur Flanegan mit OCCOLUS einen originellen, mit OUIJA einen zumindest spannenden Horrorfilm abgeliefert hat, schwächelt sein Drehbuch hier etwas. Das soll jetzt nicht heißen das BEFORE I WAKE ein Reinfall ist, aber irgendwie erwartet man sich nach dem starken Auftakt etwas mehr. Die Bilder allerdings bleiben bis zum Schluss faszinierend.

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DONT KNOCK TWICE (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror abgelegt

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Chloe wohnt im Jugendheim, in das sie ihre Mutter vor vielen Jahren weggegeben hatte, weil sie der Erziehung, aufgrund ihrer Alkoholsucht, nicht mehr gewachsen war. Als sie mit ihrem Kumpel zweimal an die Tür eines leerstehenden Hauses, das den Ruf genießt, verflucht zu sein, klopft, werden die beiden kurz danach von Visionen heimgesucht. Diese werden jedoch bald bittere Realität. Chloe flüchtet zu ihrer Mutter, die versucht, ihrer Tochter Halt zu geben und sich ihr wieder anzunähern. Das Böse ist in diesem Fall aber leider nicht ortsgebunden und so wird Chloe weiterhin verfolgt. Als auch ihre Mum die merkwürdigen Geschehnisse nicht mehr ignorieren kann und versucht Aufklärung zu schaffen, kommen beide hinter ein düsteres Geheimnis.

Nun könnte man sagen, das diese Story nicht wirklich einen Originalitätspreis bekommt, denn das Ganze wurde so schon öfters gezeigt und erinnert insbesondere an CANDYMAN, da durfte man eben nicht dreimal den Namen sagen – hier darf man nicht zweimal klopfen. Wieso man es dann trotzdem tut ist eben immer die Frage, aber sonst würde der Film ja erst gar nicht beginnen.

Was den Streifen aber wohltuend von vielen Filmen ähnlicher Machart unterschiedet, sind die beiden wirklich ausgezeichneten Schauspieler. Hätte man diese Rollen mit irgendwelchen Nichtskönnern besetzt, hätte sich das Ganze sicher negativ auf die Bewertung ausgewirkt, doch die beiden Damen spielen wirklich hervorragend.

Bemerkenswert auch, das der Blutzoll hier gegen Null tendiert. Die einzige Szene, in der man mal ein wenig, von der von so vielen Horrorfans geliebten, roten Flüssigkeit sieht, ist nicht einmal real. Daher wird DONT KNOCK TWICE auch deutlich eher Freunde von Filmen wie THE OTHERS ansprechen, als Menschen, die lieber Gemetzel statt Spannung möchten.

Letztere kann man dem Streifen nämlich nicht absprechen. Eben diese Spannung bezieht der Film fast ausschließlich durch Atmosphäre, was mir persönlich immer am liebsten ist. Dazu gesellt sich ein fantastisches Bild. Überhaupt fallen Filme von SPLENDID in letzter Zeit diesbezüglich extrem positiv aus, denn auch TRAIN TO BUSAN lag fast im Referenzbereich.

Fazit: Oldschool-Gruseler, der durch subtile Spannung zu punkten weiß. Zudem liegen die Darstellerinnen für einen Horrorfilm weit über dem üblichen Niveau.

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THE MONSTER (Koch Media)

am 14. März 2017 unter Horror abgelegt

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Eigentlich wollte die geschiedene und alkoholkranke Kathy ihre junge Tochter Lizzy bei ihrem Ex-Mann abliefern, mit dem Wissen, dass diese nie wieder zurückkommen wird. In einem einsamen Waldabschnitt läuft den beiden plötzlich ein Wolf vors Auto und Kathy muss bremsen. Die beiden verletzen sich nur leicht, hocken jedoch im Nirgendwo fest. Glücklicherweise naht in Form von Jessie und seinem Abschleppwagen bald Hilfe – sollte man meinen, denn als der das Auto der beiden wieder fit machen will, taucht ein recht unfreundliches Tierchen auf, das ihm unsanft die Eingeweide entnimmt. Nun setzen auch Mutter und Tochter in der Falle, denn das Vieh kann jederzeit wieder zuschlagen.

Grundsätzlich ist diese Geschichte natürlich in Ordnung und bietet zumindest Potenzial für Spannung. Diese kommt jedoch nur bedingt auf, was auch daran liegt, das Regisseur Bertino die eigentliche Geschichte immer wieder mit Rückblenden unterbricht, in denen man zu sehen bekommt, wieso das Verhältnis von Mutter und Tochter so schlecht ist.

Das mag in einem Drama funktionieren, in einem Monsterfilm zieht es leider die Spannung ab und an in den Keller. Zudem bringen die in der Vergangenheit passierten Sachen die eigentlichen Geschichte kein Stück weiter, sondern dienen gefühlt eher dazu, die Laufzeit des Streifens zu verlängern.

Das Vieh ist eigentlich recht ordentlich getrickst und auch die Atmosphäre passt, denn auf der einsamen Landstraße bieten sich natürlich die idealen Möglichkeiten.

Schauspielerisch ist das insgesamt überschaubar, wobei Frau Kazan mir eh etwas überbewertet ist und eigentlich auch nicht ganz in die Rolle hereinpasst. Das kann aber auch daran liegen, das ich sie bislang eher aus lustigen Filmen kenne.

So bleibt unter dem Strich ein netter kleiner Film, der sein Potential aber nicht komplett ausreizt, das durchaus vorhanden gewesen wäre. Übrigens hatte der Regisseur das gleiche Problem auch schon bei STRANGERS.

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RECOVERY (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Diese Party hatte sich Jessie sicherlich anders vorgestellt, denn ihr Freund geht vor ihren Augen fremd. Dann wird sie von einer gleichaltrigen namens Kim angesprochen, die gleich sieht was da läuft und rät ihr, die Party zu verlassen, um mit ihr in einem Klub zu gehen. Vorher sammelt man noch Jessies Bruder und einen schnuckeligen Typen aus dem Internet auf und dann geht’s ab zum Feiern. Doch plötzlich ist Kim verschwunden. Und mit ihr Jessies Handy, das sie ihr geliehen hatte. Glücklicherweise hat ihr Bruder eine App installiert, mit der man dieses überall orten kann. Bald stellt sich jedoch heraus, das man das Handy besser Handy hätte sein lassen sollen, denn das Leben ist doch etwas kostbarer als ein Stück Elektronik.

RECOVERY beginnt etwas konfus. Irgendwie wirken die ersten 20 Minuten etwas unbeholfen chaotisch und ohne eine klare Linie. Mit Verlassen des Clubs allerdings ändert sich dies, was auch damit zusammenhängt das der Streifen erst von einem Jugendfilm zu einem Thriller und später zum Horrorfilm mutiert.

Die Wende in der Mitte des Streifens ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre, das Ende ist aber mit einer wirklich fiesen (wenn auch nicht zwingend logischen) Schlusspointe versehen. Das zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht.

Schauspielerisch ist das ganze durhsccnittlich. Lediglich Samuel Larsen, der durch die Serie GLEE bekannt wurde, sticht ein wenig hervor und war auch kürzlich schon in REMAINS zu sehen, der ebenfalls über Splendid vertrieben wird.

Spannend ist der Streifen allemal und, das muss ich jetzt wirklich explizit erwähnen, die Handlungsweisen der Protagonisten sind hier ausnahmsweise wirklich mal nachvollziehbar. Hier wird nicht nur dumm herumgeschrien und um Gnade gewinselt. Man wehrt sich gegen den vermeintlich lauernden Tod. Das muss man heutzutage schon gesondert erwähnen, denn normalerweise sind solche Gestalten ja immer nur dankbares Schlachtvieh.

Apropos Blut: Der Streifen ist an manchen Stellen durchaus etwas brutaler, aber eine FSK 16 hätte es meiner Meinung nach auch getan, aber das 18er Logo macht es eben immer noch etwas interessanter für den geneigten Käufer.

Fazit: Wenig Tiefgang, aber ordentliche Spannung.

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RUPTURE (Splendid)

am 28. Februar 2017 unter Horror, SciFi, Thriller, mystery abgelegt

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Renee ist mit der Erziehung ihres Sohnes überfordert, seit sie sich von ihrem Gatten getrennt hat. Als sie ihren Filius bei ihrem Ex abliefert wird sie auf dem Weg zu einem Fallschirmkurs entführt und wacht gefesselt in einem mysteriösen Gebäudekomplex wieder auf. Anscheinend werden hier Versuche an Menschen durchgeführt, in dem man sie mit ihren Ängsten konfrontiert. Bald schon bekommt Renee Besuch von einer recht unsympathischen Spinne, denn ihre größte Angst ist eben die vor diesen Tierchen. Doch zu welchem Zweck setzen die angeblichen Forscher diese Qualen ein?

Der Streifen macht eigentlich nichts falsch. Ein solider Spannungsaufbau, ein wenig Horror, ein bisschen Mystery und einige Wendungen. So wirkt das ganze wie eine überlange Folge von Akte X, in der nur Scully und Mulder fehlen.

Dazu ist der Streifen mit Noomi Rapace und Peter Stormare mehr als ordentlich besetzt. Überhaupt spielt Madame gerne in kleinen Independent-Movies mit, statt sich in Groß-Produktionen zu verschwenden.

Die Auflösung ist weit hergeholt, aber eigentlich gar nicht mal so unclever. Der Schluss lässt dann mehrere Interpretationsmöglichkeiten zu und schreit eigentlich nach einer Fortsetzung.

Ob diese kommt, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn dazu müsste der Streifen schon richtigen Kultstatus erlangen, was ich bei den durchwachsenen Kritiken nicht glaube.

Ich persönlich fand RUPTURE durchaus unterhaltsam und zudem überwiegend spannend. Allerdings, wie bereits erwähnt, eher für Fans von AKTE-X geeignet, denn für Leute, die hier einen Horrorfilm erwarten. Das Cover suggeriert allerdings etwas anderes.

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