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Archiv der Kategorie 'Horror'

DÄMONISCH (Koch Media)

am 06. Juni 2019 unter Drama, Horror, Thriller abgelegt

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Seit Jahren ist FBI-Agent Wesley Doyle auf der Jagd nach einem Serienmörder, der sich “Die Hand Gottes” nennt – jetzt verspricht ein junger Mann, der ihn abends in seinem Büro besucht, Aufklärung: Nach einer vermeintlichen Engelserscheinung habe sein Vater nicht nur die Fähigkeit erhalten, Dämonen zu erkennen, sondern auch den Auftrag, diese zu töten. Zudem soll sein jüngerer Bruder ebenfalls daran beteiligt sein. Also nimmt der junge Mann den Agenten mit zu dem Friedhof, wo alle Leichen liegen und erzählt ihm die ganze Geschichte.

DÄMONISCH lief, als er damals erschien, komplett an mir vorbei – keine Ahnung warum. Ich habe ihn wirklich zum ersten mal gesehen und war positiv überrascht, denn abgesehen davon, dass die Gottessprüche ab und an nerven, ist Bill Paxton in seinem Regiedebüt ein cleverer kleiner Streifen gelungen.

Leider ist er ja vor nicht allzu langer Zeit verstorben, ebenso wie Powers Boothe, der hier den US-Agenten mimt. In einer weiteren Rolle ist Matthew Mc Conaughey zu sehen, der auch knapp 20 Jahre nach DÄMONISCH immer noch recht dicke im Geschäft ist.

Das Bild ist hervorragend und entspricht der heutigen gängigen Blu Ray Qualität. Ob hier Hand angelegt wurde kann ich nicht wirklich sagen, spielt aber auch keine Rolle.

Überrascht war ich vom Ton, der in den spannenden Momenten in denen zum Beispiel der Vater die vermeintlichen Dämonen berührt, heftig durch die Boxen donnert und ich 2 mal regulieren musste, damit mein Nachbar nicht aus dem Bett fliegt.

Das Ganze erscheint in einem schönen Mediabook, in dem der Film sowohl als Blu Ray und DVD vorhanden ist. Dazu hat man noch jede Menge Extras dazugepackt. Viele Interviews, Audiokommentare und kurze Making-ofs runden das hervorragende Gesamtbild ab.

Allerdings ist DÄMONISCH ein eher ruhigerer Film. Hier geht nicht dauernd die Post ab, denn viele Dinge werden eben auch aus der Vergangenheit erzählt und gezeigt, was dem Streifen an manchen Stellen ein wenig das Tempo nimmt, was mich persönlich aber nicht störte, zumal die bedrohliche Grundstimmung über den ganzen Film anhält.

Sehr gute Veröffentlichung eines mir damals durchgegangen Horrorthrillers, der vor allem mit der Wende am Schluss nochmals punktet. Technisch ist hier eh alles gelungen, auch wenn es fast ermüdet, das bei Koch Veröffentlichungen immer zu erwähnen :o )

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ST. AGATHA (Ion New Media/Splendid)

am 29. Mai 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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1957, eine Kleinstadt in Georgia: Die schwangere Mary ist nach der Trennung von ihrem Freund alleine. Zu ihrem gewalttätigen Vater will sie nicht gehen und ihre Mutter lebt nicht mehr. Daher sucht sie Zuflucht in einem Kloster, wo man ihr den Namen Agatha gibt und sich die Nonnen etwas dominant, aber zumindest besorgt um sie kümmern. Doch bald ahnt sie, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Mutter Oberin ist eine reichlich sadistische Zecke und die anderen Nonnen trauen sich nicht gegen sie aufzubegehren. Zudem stellt sich sehr schnell heraus, wie sich das Kloster finanziert. Zeit schnell abzuhauen, doch das gestaltet sich nicht ganz so einfach.

Herr Bousman ist zurück auf dem Regiestuhl – genauer gesagt war er dort nie weg, doch seit seinen SAW Filmen hat man nicht wirklich mehr etwa spektakuläres von ihm gehört. Galt er damals noch als große Nachwuchshoffnung, hat sich das in den letzten Jahren doch etwas relativiert. Hier liefert er jedoch einen wirklich hübsch garstigen Streifen ab.

ST AGATHA ist, im Gegensatz zu dem was der Trailer suggeriert, kein reiner Horrorfilm, sondern eher ein Drama mit vielen Horrorelementen, in denen geschildert wird, wie verzweifelte Mädchen ausgenutzt werden.

Es gibt hier auch nichts übernatürliches zu sehen, sondern das Grauen ist komplett real, wobei man das wörtlich nehmen kann, denn anscheinend hat Bousman sich wieder an die SAW Filme zurückerinnert und auch hier jede Menge Geschmacklosigkeiten eingebaut. Das ist nicht immer zwingend blutig, aber teilweise, auch in Sachen Kopfkino, relativ extrem.

Im letzten Abschnitt, wird’s dann partiell auch blutig und in einer Szene (will nicht spoilern) herrlich abstrus, denn ich glaube so wurde noch nie ein Mensch umgebracht. Zumindest habe ich es noch nie gesehen.

Eine grandiose Leistung bietet hier Carolyn Hennesy als Mutter Oberin, der es sichtlich Spaß macht, die sadistische Nonne heraushängen zu lassen und wenn sie zu einem ihrer Monologe ansetzt, in dem sie mal eben 5 bis 6 Beleidigungen raushaut, ist das zudem auch noch amüsant.

Fazit: Ein kleiner, feiner B-Movie – gegen Ende vielleicht einen Tick zu lang (Laufzeit über 100 Minuten), der aber, wie oben erwähnt, nicht zwingend dem klassischen Horrorbereich zuzuordnen ist, teilweise aber mehr eklige Szenen enthält, als andere Genrestreifen. Zudem schafft es Bousman hier eine schick düster-bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, daher gibt es:

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DUST DEVIL – LIMITED EDITION (Koch Media)

am 29. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Ein dämonischer Gestaltwandler durchstreift die Wüste Namibias auf der Suche nach neuen Opfern – denn mit jedem Mord wachsen auch seine teuflischen Kräfte. Als sich Wendy, die gerade ihren Mann verlassen hat in den geheimnisvollen Wanderer verliebt, scheint sie die einzige zu sein, die seinem grausamen Tun ein Ende setzen kann. Unterstützt wird sie dabei von einem örtlichen Cop – und schamanischer Magie… denn wenn der DUST DEVIL erst einmal menschlich geworden ist, kann man ihn auch wie eben einen solchen bekämpfen.

Ich habe einen recht guten Kontakt zu der Firma KOCH MEDIA und schlage denen ab und an auch mal Filme vor, die man  auf Blu Ray veröffentlichen könnte. Doch auf diesen wäre ich nicht gekommen, denn mir persönlich hat der damals zwar super gefallen, ist aber doch ein eher gewöhnungsbedürftiger Streifen, von dem ich der Meinung bin, dass er sich schwierig verkaufen wird.

Bereits als der Film in den 90ern erschien, war er in der Wahrnehmung schon sehr elegisch. Damals war das kein Problem, doch heute haben sich die Sehgewohnheiten drastisch verändert und ich denke in einer Minute John Wick gibt es mehr Schnitte zu sehen als hier in 108 Minuten. Daher bin ich mir nicht sicher, ob DUST DEVIL Menschen gefällt, die ihn heute das erste Mal sehen.

Die Grundlage die KOCH MEDIA gelegt hat, ist jedoch perfekt. Der Film kommt in einer wunderschön gestalteten Buchform auf den Markt und hat neben den beiden verschiedenen Versionen (Kinofassung und lange Version, die es soweit ich weiß, bisher noch nicht gab) auf den Markt. Dazu gibt es den Soundtrack auf einer Extra CD und eine Flut an Extras, die gar nicht aufhören will. Selbst auf der Homepage von KOCH sind nicht mal alle aufgeführt, diese sei hier mal verlinkt, da das sonst meinen Rahmen sprengen würde :

https://shop.kochmedia.com/shop/de_AT/productdetail.html?fmt=list&psize=12&entryPoint=FILM&page=0&nav1=FILM&id=1017581

Doch die VÖ steht und fällt natürlich mit dem Bild, denn was nützen Extras wenn die Bildqualität schlecht ist – dem ist aber nicht so. Die ersten Minuten gibt es leichtes Grieseln, das aber auch dem starken Einsatz des Rotfilters geschuldet ist, den DUST DEVIL als Stilmittel einsetzt. Danach wird das Bild aber deutlich besser und befindet sich auf sehr gutem Niveau. Der Ton ist nicht wirklich entscheidend.

Sehr schön auch, dass man hier die Original Synchronisation beibelassen hat, in der der geheimnisvolle Sprecher aus dem OFF schon damals das Highlight darstellte – das funktioniert auch heute noch.

Fazit: Ich wüsste nicht, was man hier noch hätte verbessern können. Gutes Bild, sehr schöne Gestaltung, Extras in Hülle und Fülle – dennoch glaube ich nicht, das der Streifen ein großer Verkaufsschlager wird – dafür ist er einerseits zu unbekannt und anderseits doch sehr sperrig.

ONE CUT OF THE DEAD (Koch Media)

am 29. Mai 2019 unter Horror, Komödie abgelegt

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In Panik und mit einer Axt in den zitternden Händen, versucht die junge Frau, sich ihren zombiefizierten (klasse Wortwahl) Freund vom Leib zu halten. Leider vergebens. Da stürmt plötzlich Higurashi wutentbrannt heran: Schon wieder hat sein semi-talentierter Cast eine Szene versaut – im 42. Take! Der Nachwuchsregisseur will doch einfach nur einen blutigen Zombiefilm drehen. Als aus heiterem Himmel echte Zombies auf der Bildfläche erscheinen, sind Higurashis Probleme gelöst. Flugs schnappt er sich die Kamera und hält damit auf seine Crew und die Schauspieler, die endlich in echter Panik vor den realen Untoten Reißaus nehmen.

Der Pressetext ist in diesem Fall mal wirklich gelungen – ich hätte es nicht besser schreiben können und wie man an diesen Zeilen erkennen kann, hat der Streifen eine wirklich witzige Grundidee.

Als ich auf imdb nachschaute strahlte mich hier eine 7,8 als Durchschnittsbewertung an, mit der ich so meine Probleme habe, denn seit wann mag man dort asiatische Horrorfilme mit Trash-Appeal?

Auch wenn ONE CUT OF THE DEAD durchaus unterhaltsame Momente hat, finde ich persönlich, das sich die Grundidee mit zunehmender Spieldauer ein wenig erschöpft. Als Kurzfilm, von sagen wir mal 30 Minuten, wäre das hier wirklich amüsant geworden, doch irgendwann ist es etwas ermüdend, den dauernd weglaufenden Darstellern beizuwohnen, zumal sich in der Geschichte auch nicht wirklich mehr was tut.

In den letzten Jahren fiel mir nun schon öfters auf, das viele neue Ideen auf den Markt kamen, die aber eben eher nicht geeignet sind für 90 Minuten oder deren Regisseure es nicht schaffen, eben diese unterhaltsam zu füllen. Ein Beispiel hierfür ist auch POLAROID, zudem es aber immerhin einen Kurzfilm gibt. Auch da ging die Langfassung nicht wirklich auf.

Fazit: Ich liege mit meiner Bewertung etwas unter dem allgemeinen Feedback. Die teilweise überragenden Kritiken im Internet, sowohl auf imdb als auch auf amazon, kann ich so nicht nachvollziehen. Habe ich da ein Kunstwerk verschlafen?

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POLAROID (Capelight/Alive)

am 21. Mai 2019 unter Horror abgelegt

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Bird Fitcher arbeitet neben der Highschool in einem Antiquitätenladen und ist eher ein graues Mäuschen. Als sie von einem Kollegen eine alte Sofortbildkamera geschenkt bekommt, ist die Freude groß, denn es handelt sich um ein echtes Sammlerstück. Doch schnell muss Bird erkennen, dass die Schnappschüsse, die sie mit ihrem neuen Apparat aufnimmt, tödliche Folgen haben, denn jeder der von ihr abgelichtet wird, findet schon bald ein grauenvolles Ende. Nachdem sie auf einer Party mehrere Mitschüler fotografiert hat, beginnt für alle ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Geheimnis der Kamera zu lüften und dem Tod zu entkommen. Als ein Freund sieht, das auch Bird sich auf der Fensterscheibe des Fotos spiegelt, hat auch sie ein Problem.

Apropos Problem – das hat auch der Streifen, und zwar mit seiner Besetzung, denn schauspielerisch ist das hier, und das ist freundlich formuliert, mehr als überschaubar. Lediglich die Hauptdarstellerin liefert eine ordentliche Leistung ab. Über den Rest hüllen wir den Mantel des Schweigens.

Das ist eigentlich schade, denn die Grundidee des Films ist originell und auch einige andere Dinge habe ich so noch nicht gesehen. Kleiner Spoiler: Zum Beispiel dass das mordende Wesen die gleichen Eigenschaften eines Fotos hat…also zum Beispiel leicht brennbar ist, finde ich durchaus pfiffig.

Ich muss dazu sagen, das ich den Kurzfilm, der die Grundlage für POLAROID bildete, leider nicht kenne, denn der könnte durchaus gelungen sein, doch auf Spielfilmlänge will der Streifen irgendwie nicht ganz funktionieren.

Auf der Habenseite stehen aber immerhin durchaus ordentliche Schockmomente und, wie bereits erwähnt, einige wirklich gelungene Ideen.

So ist das Gesehene hier echt schwer zu beurteilen, dennoch kann ich mich aufgrund meines latenten B-Movie Hangs zu der unteren Bewertung hinreißen lassen, zumal der Film mich auch nicht gelangweilt hat.

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LA ZONA – STAFFEL 1 (AV Visionen)

am 08. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Drei Jahre sind vergangen, seit es zu einer Reaktorkatastrophe im Norden Spaniens kam Immer noch dekontaminieren Spezialkommandos im kilometerweiten Umkreis eine menschenleere Zone, während erste Rückkehrer in nicht allzu weiter Entfernung vorsichtig wieder angesiedelt werden sollen. In der Sperrzone nimmt ein Einsatzkommando die Schmugglerin Zoe fest. Die junge Frau ist mit ihrem Onkel Esteban verabredet gewesen, doch ihr und den Polizisten bietet sich nun ein Bild des Grauens: Wölfe umkreisen Estebans verstümmelten Leichnam. Der Polizist Hector kehrt zurück in die No-Go-Area, in die er einst als einer der ersten Helfer vorstieß, und nimmt die Ermittlungen auf. Wieso er damals überlebte, obwohl er der vollen Strahlung ausgesetzt war, kann sich keiner erklären. Laut Bericht des Gerichtsmediziners haben nicht nur die Wölfe Estebans Leichnam gefressen – es gibt außerdem Bissspuren eines Menschen. Es scheinen also noch ziemlich kranke Gesellen in den Wäldern herumzulaufen, Bei seinen Nachforschungen stellt er fest, dass die Menschheit sich nicht wirklich verändert hat. Immer noch geht es noch um den größten Profit. Zudem scheint auch ein Kollege korrumpiert.

LA ZONA ist eine eine spanische Produktion, bei der ZDF-Neo als Co-Produzent eingestiegen ist. . Im Mittelpunkt steht die Polizeiarbeit von Hector und die Umstände, die zu dem katastrophalen Unfall geführt haben.

Wer allerdings hier nun ein Actionspektakel erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn LA ZONA ist deutlich mehr dem Drama-Genre zuzuordnen und daher auch extrem dialoglastig, was einige Menschen, die solche Szenarien mögen, etwas abschrecken könnte. Es gibt zwar die ein oder andere kleinere Verfolgungsjagd, aber insgesamt ist die Serie in sehr ruhigem Erzählstil gedreht.

Die Produzenten legen hier sehr viel Wert auf Charakterzeichnung, denn im Laufe der ersten Staffel bekommt man alle Hintergründe der Hauptdarsteller, bzw. ihre Motivation das zu tun was sie tun, nähergebracht.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchaus in Ordnung. Da ich aus Spanien eigentlich nur Horrorfilme kenne, muss ich zu meiner Schande gestehen, keinen der Hauptdarsteller zu kennen aber Hector wird gespielt von Eduard Fernandez, der im kultigen EL NINO mitwirkte, den ich aber nie gesehen habe. Er erledigt seinen Part sehr glaubwürdig und besonnen.

Man lässt sich natürlich gleich mehrere Hintertürchen für eine Fortsetzung offen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es weitergehen wird. Ich persönlich bin ja ein Fan des Drama-Genres, doch viele, die diese Endzeitszenarien mögen, wollen dann doch lieber mehr Explosionen und Horrorelemente sehen, die es hier nur sehr bedingt gibt.

Fazit: Wer auf ein ruhiges Erzählformat steht (vielleicht etwas vergleichbar mit der französischen Serie THE RETUREND, dem dürfte auch LA ZONA zusagen. Beim Rest bin ich mir da nicht sicher. Daher scheint mir hier in Sachen Bewertung alles drin zwischen

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MONSTRUM (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Drama, Horror abgelegt

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Anfang des 16. Jahrhunderts wütet die Pest in Korea – besonders stark betroffen ist die Region um den Berg Ingwansan. Neben der Tod bringenden Seuche muss die Bevölkerung auch eine blutrünstige Bestie fürchten, die sich in der rauen Gebirgslandschaft auf Menschenjagd befinden soll. Als Berichte davon zum Hof von König Jungjong vordringen, schickt dieser seinen Elitesoldaten Jin Yong gemeinsam mit dem erfahrenen Offizier Yoon Gyeom und der geheimnisvollen Myung in die Provinz, um das Monstrum zu jagen und zu töten. Endet das Spezialkommando als Frischfleisch für die Bestie?

Nun ja, hier bekommen wir einen recht wilden Mix aus Martial Arts, Fantasy und Horror geboten, der nur bedingt aufgeht. Was mich persönlich nicht so angesprochen hat ist, dass man hier auch krampfhaft einen gewissen Humor eingebaut hat, der mich einfach störte. Denn so kommt nicht wirklich Spannung auf.

Das Tierchen ist doch sehr CGI-lastig und in manchen Szenen wirkt es doch sehr unecht, zum Beispiel, wenn es in einer Szene eine Höhle zum Einsturz bringt, sieht das doch schon sehr künstlich aus.

Auf der anderen Seite kann man dem ganzen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen und glücklicherweise hat man auf allzu hochgestochene Dialoge verzichtet, wie man sie ja gerne in Streifen einbaut, die vor 500 oder mehr Jahren spielen.

Die Schauspieler sind mir alle nicht bekannt und ich würde sie als unspektakulär, aber nicht störend bezeichnen. Die eigentliche Geschichte könnte man bei einigen Änderungen des Drehbuchs auch in die heutige Zeit verlegen, allerdings fand ich es gar nicht so schlecht, dass man hier mal eine völlig andere Epoche ausgewählt hat, denn man bekommt ja immer das Gefühl, dass es Monster nur im heutigen Zeitalter gibt. Der ähnlich gelagerte BLACK DEATH hat mir aber ein bisschen besser gefallen, eben weil er auch keinen Humor mit eingebracht hat.

So bleibt unter dem Strich ein netter, recht hoch budgetierter Streifen mit durchaus gelungenen Actionszenen. Bei dem Monsterlein hat man allerdings etwas an Geld gespart. Kleiner Insider für Boris: Nichts für Alzey ^^.

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SUSPIRIA (Koch Media)

am 19. April 2019 unter Horror abgelegt

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Die junge Amerikanerin Susie Bannion schließt sich 1977 dem renommierten Markos Tanzensemble in Berlin an. Während sie unter der künstlerischen Leiterin Madame Blanc außergewöhnliche Fortschritte macht, freundet sie sich mit der Tänzerin Sara an. Als Patricia, ebenfalls Mitglied des Ensembles, unter mysteriösen Umständen verschwindet, kommt der Psychotherapeut der jungen Tanzschülerin, Dr. Josef Klemperer, einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Auch Susie und Sara ahnen, dass sich hinter der Fassade von Madame Blanc und ihrer Tanzschule noch etwas anderes verbirgt. Doch zu viel Neugier kann tödlich enden.

Für die wenigen die es nicht wissen: Es handelt sich hierbei um ein Remake des kultigen Streifens von Dario Argento, der damals wirklich im Jahre 1977 gedreht wurde. Mit dem Original konnte ich wenig anfangen, mit dem Remake auch nicht wirklich mehr.

Zuerst einmal zieht sich das ganze am Anfang doch ziemlich in die Länge. Bis es endlich mal losgeht sind bereits 30 Minuten vergangen. Und auch danach hat der Film immer wieder Durchhänger und es kommt nie zu einem einheitlichen Fluss. Zudem ist die Geschichte teilweise doch arg wirr.

Schauspielerisch ist das gar nicht mal übel. Tilda Swinton ist die Rolle der extravaganten Madame Blanc auf den Leib geschrieben und Frau Grey äh Johnson spielt auch im Rahmen ihrer eher bescheidenen Möglichkeiten.

Zudem hat der Film einige wirklich gute Ansätze. Alleine die Einblendung des Filmtitels im Vorspann habe ich so noch nie gesehen. Zudem ist die Idee das eine Ballettschülerin stirbt und zwar parallel zu der Choreographie einer anderen, auch so noch nie gezeigt worden. Und von solch netten Ideen hat der Film noch einige zu bieten.

Für einen Horrorfilm und das soll SUSPIRIA im Endeffekt ja sein, ist das aber ein bisschen wenig und der bereits erwähnte nicht vorhandene Flow trägt sein übriges dazu bei.

Schaut man aber mal bei den renommierten Seiten imdb und ofdb vorbei, bekommt man tatsächlich einen Schnitt von 6.35 bei ersteren sogar einen von fast 7 geboten? Ist mir das ein Kunstwerk entgangen oder habe ich da einen komplett konträren Geschmack zum Rest der Seher?

Eine Bewertung ist grundsätzlich schon schwer genug, allerdings mit den v.g. Durchschnitten noch schwieriger, denn ich will ja einigermaßen objektiv bleiben. Daher enthalte ich mich der Wertung, da der Streifen wohl einfach aus irgend einem Grund nicht meinen Geschmack trifft. Kann vorkommen.

CENTRAL PARK (Pierrot le Fou)

am 19. April 2019 unter Horror abgelegt

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Die Schule ist langweilig und das Familienleben unerträglich – anstatt Zeit zu Hause zu verbringen, hängt eine High-School-Clique um Harold und seine Freundin Leyla lieber im berühmten New Yorker Central Park ab. Sie ahnen jedoch nicht, dass ihr kommender Ausflug dorthin das absolute Grauen bereithält, denn ein rachsüchtiger Killer wartet nur darauf, sie für die Sünden ihrer Väter bezahlen zu lassen! “Central Park”, das Regie-Erstlingswerk des Schauspielers Justin Reinsilber, lässt das Herz von Fans von Slasher-Filmen wie “Halloween” oder “Freitag, der 13.” höherschlagen. Blutig, angsteinflößend und mit einem brutalen Killer, der keine Gnade kennt.

Also der Pressetext gefällt mir ja wieder, denn nach diesem könnte man meinen, man bekommt hier einen hochspannenden Slasher und blutigen Film serviert – dem ist allerdings mitnichten so, auch wenn man ihn nicht ganz niedermachen kann.

Wer ist denn bitte der Schauspieler Reinsilber? Ich denke mal das ich mich ganz ordentlich auskenne, aber der Name ist mir noch nie untergekommen. Anscheinend hat es damit nicht geklappt, also versucht er sich nun als Regisseur.

Der Film soll eine Hommage an John Carpenter Filme Ende der 70er darstellen – das ist immerhin klar erkennbar und in manchen Einstellungen klappt das sogar, nämlich in dem man dumpfe Synthietöne spielt, manchmal auch nur einen einzigen langen Ton, und dann auf dem Bild für ca. 10 Sekunden verharrt. Das hat der Meister genau so gemacht und diese Szenen sind auch Reinsilber sehr gelungen.

Leider ist das auch das einzigste, denn ansonsten ist das hier eine 0815 Story mit überschaubarem Gemetzelfaktor und somit auch für die Blutfraktion nur bedingt geeignet. Als der Film dann langsam in die Gänge kommt, ist er auch schon wieder vorbei.

Die Darsteller sind alle Mittelmaß, bis auf einen – der wäre nicht mal bis zu GZSZ gekommen. Zum Glück wird der als erstes niedergemetzelt, denn sein chargieren, geht einem tierisch auf die Nüsse.

Trash ist es sicherlich nicht, aber von einem gelungenen Werk kann man natürlich auch nicht sprechen. Trotz teilweise wirklich guter Ansätze ist hier noch sehr viel Luft nach oben für den Nachwuchsregisseur.

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DOG SOLDIERS – MEDIABOOK (Koch Media)

am 26. März 2019 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Es ist eine eigentlich sinnlose Übung, die die paar Soldaten abhalten. Die meisten ärgern sich eher darüber, das sie das Fußballspiel zwischen England und Deutschland verpassen. Doch das ist bald ihr kleinstes Problem, denn sie werden plötzlich von merkwürdigen Wesen attackiert, die aussehen wie Werwölfe. Als eine zweite Einheit hinzukommt, sind bis auf den Captain alle tot. Und auch die neue Truppe macht schnell Bekanntschaft mit den Viechern. Glücklicherweise werden sie von einer Forscherin gerettet, die sie auf ihren Bauernhof bringt. Doch bald werden sie auch dort überfallen und müssen um ihr Leben kämpfen.

Der Streifen hat über die Jahre absoluten Kultstatus erlangt und bekam auch auf mehreren Festivals Preise. Es war das Erstlingswerk von Neil Marshall, der danach als Regisseur von THE DESCENT voll durchstartete, sich aber später eher auf Fernseharbeiten konzentrierte.

Es handelt sich hierbei um die erste Veröffentlichung als Blu Ray und natürlich als UHD, die es 2002 beim Release noch nicht gab, über deren Qualität ich jedoch nichts aussagen kann, da ich keinen solchen Player besitze.

Das Mediabook lässt definitiv keinerlei Wünsche offen. In einem festen und schicken Einband gibt es ein toll gestaltetes Inlay, das sich mit der Geschichte des Werwolf-Genre beschäftigt und dabei auf wirklich alle Facetten eingeht – sowohl was die Anfänge betrifft, als auch neuere Streifen wie WHEN ANIMALS DREAM erwähnt. Geschrieben von einem wirklich guten Experten, der jede Menge Filme aufführt, die ich auch nicht kannte.

Die Extras dieser Veröffentlichung sprengen hier fast den Rahmen, daher seien nur einige genannt. Es gibt 3 Audiokommentare, einen davon unter anderem mit Marshall, entfallene Szenen, den Kurzfilm „Combat“ vom gleichen Regisseur, eine Gag-Reel, Interviews und vieles andere, so dass man sich auch nach Sichtung des Streifens wirklich noch stundenlang mit dem Film und auch eben der Geschichte des Genres beschäftigen kann.

Der Streifen ist wie oben erwähnt als UHD, Blu Ray und DVD vorhanden, so das im Falle eines späteres Updates (wenn man sich einen Player anschaffen sollte) hier auch gleich die passende Disc dafür griffbereit ist.

So bleibt unter dem Strich eine mehr als würdige Veröffentlichung eines Kultstreifens, der das muss man aber dazu sagen, damals schon die Geister scheidete. Die überwiegende Zahl der Kritiker fand ihn klasse und auch viele Zuschauer. Da der Film im Endeffekt aber doch eine eher kleinere Produktion ist/war, gab es auch welche, die ihn nicht mochten. Daher sollten Nichtkenner, sich den Film vielleicht erstmal ausleihen, Der Rest wird mit der Veröffentlichung hoch zufrieden sein.