Kalender

September 2017
M D M D F S S
« Aug    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv der Kategorie 'Horror'

STEPHEN KING SPECIAL: KATZENAUGE/WERWOLF VON TARKER MILLS (Koch Media)

am 18. September 2017 unter Horror, Klassiker, Reviews abgelegt

81DxXOhnJCL._SL1500_81J8UC7kkAL._SL1500_

Mitte und Ende der 80er erlebten KING Verfilmungen ihre absolute Hochzeit. Ich glaube kein Autor wurde so oft in Bildern umgesetzt, wie der Meister des Grauens.

KOCH veröffentlicht nun 2 dieser Streifen, von denen insbesondere der eine Kultstatus genießt.

KATZENAUGE sind 3 Kurzgeschichten, die eigentlich nur lose verbunden sind, eben durch ein Kätzchen das 3 Abenteuer erlebt. Die beiden ersten Geschichten sind auch heute noch sehr unterhaltsam.

James Woods versucht sich, das Rauchen abzugewöhnen und sucht dabei professionelle Hilfe auf. Diese Firma greift jedoch zu recht unorthodoxen Methoden, um dem Kunden die Sucht auszutreiben.

Im Zweiten Teil begeht Robert Hays den Fehler mit der Frau eines Millionärs und Zockers anzubandeln. Der kommt beiden auf die Schliche und bietet dem Nebenbuhler einen perfiden Deal an.

Dia letzte Geschichte hat das Problem, das die Effekte überholt sind, denn der kleine Schurke, der die kleine Drew Barrymore heimsucht, wirkt heute doch sehr antiquiert.

DER WERWOLF VON TARKER MILLS hat ein ähnliches Problem, denn natürlich sind über 30 Jahre später in Sachen Effekte ganz andere Dinge möglich. Dennoch ist die Geschichte spannend erzählt und mit Gary Busey und Corey Haim (den ich früher unheimlich gern gesehen habe, der aber leider Suizid beging) auch ordentlich besetzt.

Das kleine Städtchen TARKER MILLS wird von einer grauenhaften Mordserie erschüttert. Menschen werden auf bestialische Weise abgeschlachtet. Nur der an den Rollstuhl gefesselte Marty glaubt zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Doch niemand hört ihm zu – außer seiner Schwester, mit der er den Kampf gegen das Wesen aufnimmt.

Für Sammler der Verfilmungen sind beide Veröffentlichungen sicherlich Pflicht. Denjenigen kann ich auch gutes berichten, denn was hier in Sachen Bild herausgeholt wurde, ist schon fast sensationell, zumindest auf meinem Plasma-TV.

KATZENAUGE unterschiedet sich von neueren Produktionen lediglich durch die etwas blasseren Farben, ansonsten ist Bildrauschen nahezu nicht vorhanden. Ebenso gelungen auch die andere Restauration. Dort blitzt es anfangs ein paar Mal, danach ist das Bild aber genauso gut. Da hat man wirklich tolle Arbeit geleistet.

Fazit: 2 Veröffentlichungen für King Fans. Die Umsetzung ins Jahr 2017 ist hervorragend gelungen. Zudem sind beide Streifen, wenn man bei den Effekten Abstriche macht, auch heute noch gut ansehbar.

LIFE (Sony Pictures)

am 01. September 2017 unter Horror, SciFi abgelegt

296631

Die Forschungsmission einer Gruppe Wissenschaftler auf einer internationalen Raumstation hat den Beweis für Leben auf dem Mars gefunden. Das Kerlchen, bei dem man sich auf den Namen Kelvin (oder Calvin?) einigt, ist zwar nur ganz klein, aber es lebt. Leider bleibt es nicht so niedlich und entwickelt sich mit steigender Größe auch zu einer echten Gefahr für die Crew, die natürlich nicht voraussehen konnte, was sie sich hier an Bord geholt hat.

Es wurden ja nun schon genug Zusammenfassungen dieses Films geschrieben, ich denke da kann ich mich kurz halten, will aber dennoch meine Meinung kundtun, denn ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Film gesehen habe, bei dem soviel Potenzial verschenkt wurde.

Die erste halbe Stunde ist absolut gelungen. Wie man sich dem ganzen nähert und den fremden Organismus erforscht, ist glaubwürdig geschildert und auch faszinierend bebildert.

Aber genau diese Glaubwürdigkeit geht dem Film bald komplett verloren. Die Handlungsweisen der Wissenschaftler und Raumfahrer sind teilweise dermaßen bescheuert, das man meint, man hätte hier Ahnungslose ins All geschickt.

Dazu gesellen sich dann natürlich wieder völlig unglaubwürdige Zufälle, da man diese benötigt, weil die Geschichte sonst nicht vorwärts gegangen wäre.

Mittendrin ein völlig unterforderter Jake Gyllenhaal, der wohl aus irgendeinem Grund Geld brauchte, denn seine Rollenauswahl ist ansonsten doch sehr gut. Ryan Reynolds darf den coolen Ami spielen und dazu gibt es noch den Asiaten und die Russin und schon ist die Klischeeparade perfekt.

Natürlich gibt es hier technisch nichts zu meckern, und auch die Weltraumbilder sind fantastisch, aber das Drehbuch ist eine einzige Katastrophe. Lediglich das wirklich überraschende Ende sammelt dann wieder einen Pluspunkt.

Ein Film der mich extrem an SPLICE erinnerte, denn auch da näherte man sich der Thematik anfangs sehr interessant und subtil, um am Schluss in Monsteraction zu ersticken. Dieses Schicksal ereilt auch LIFE.

4chucky112211131

IN THE DARK (Splendid Film)

am 01. September 2017 unter Horror abgelegt

295800

Die junge Mutter Joanna zieht gemeinsam mit ihrem Mann, einem Schauspieler, der auch schon bessere Zeiten gesehen hat, sowie ihrem kleinen Sohn, in eine neue Wohnung. Die Vermieterin jedoch bekommen die neuen Gäste nie zu sehen. Dafür merkt Joanna aber schnell, das in diesem Haus etwas nicht stimmt. Neben unheimlichen Geräuschen und verrückten (nein die sind nicht bescheuert, befinden sich aber an anderen Stellen als zuvor) Möbeln, zieht es ihr kleines Kind latent zu dem Zimmer, das für sie eigentlich tabu ist. Nur dort schläft er ruhig, während er sonst den ganzen Tag plärrt. Während ihr Mann kaum zu Hause ist findet die junge Mutter heraus, das in diesen Räumlichkeiten schreckliche Dinge passiert sind, die auch Auswirkungen auf die junge Familie haben werden.

Normalerweise sind es ja eher Häuser die spuken, hier ist es eben eine Wohnung, wobei IN THE DARK jetzt auch nicht wirklich ein klassischer Film dieses Genres ist und einen anderen Ansatz hat.

Die Bewertung für diesen Streifen fällt unheimlich schwer, denn hier gibt es einige sehr weit hergeholte und selbst für das Genre, unglaubwürdige Dinge zu sehen (wieso zieht sie sich z.B. die Klamotten der Frau an die vorher dort lebte), während auf der anderen Seite durchaus pfiffige Momente vorhanden sind.

Insbesondere die Nummer mit dem Telefon und den Danksagungskarten finde ich sehr gelungen. Das blutige Ende ist zwar relativ vorhersehbar, dafür weiß der Schlussgag wiederum zu überzeugen.

Die Hauptdarstellerin wirkt manchmal ein wenig überfordert, da sie den überwiegenden Teil des Streifens alleine tragen muss (sieht man mal vom schreienden Kind ab), was ihr nur bedingt gelingt..

Eine abschließende Note muss ich aber ja verteilen. Da ich ihn sehr spät gesichtet habe und auch nicht abgeschaltet habe, um ihm am nächsten Tag zu Ende zu schauen (passiert mir öfters in der letzten Zeit, muss am Alter liegen) hat er mich doch irgendwo gefesselt.

4chucky112211131

05chucky11221112122131

VIRAL (Capelight/ALIVE)

am 17. August 2017 unter Drama, Horror abgelegt

287322

Emma und Stacey sind gerade in eine öde Kleinstadt umgezogen und nicht  begeistert. Das ist jedoch das kleinere Übel zu dem was dann passiert. Eine geheimnisvolle Seuche scheint sich rasend schnell zu verbreiten und verwandelt Menschen in recht blutgierige Wesen. Diese Epidemie macht auch vor der Kleinstadt nicht halt – und sie kommt ganz plötzlich. Schon nach kurzer Zeit wird alles unter Quarantäne gestellt. Ansteckungen sind sofort zu melden. Leider ist auch Stacey von dem Mist infiziert worden, doch es fällt Emma sehr schwer, sie den Behörden zu überlassen. Sie versucht sie zu schützen und hofft das das ganze verschwindet, wenn sie den Parasit selbst entfernt…

VIRAL ist ein durchaus gelungener Horrorstreifen, der das ganze mit ein wenig Teenie-Romanze würzt, was aber nicht wirklich störend ist. Der Look entspricht zudem nicht wirklich dem eines B-Movies. Da sieht man schon, das hier Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen. Der Regisseur hat zuletzt NERVE abgeliefert der auch günstiger war, als er aussah.

Die beiden Schwestern kommen mir irgendwie bekannt vor, ich kann sie aber nicht wirklich zuordnen. Ihre Leistungen sind ansehnlich. In einer relativ kleinen Rolle agiert Michael Kelly, der Berater von Kevin Spacey in HOUSE OF CARDS, als deren Vater.

Etwas unbefriedigend fällt das Ende aus, denn irgendwie erwartet man doch noch irgend etwas, was dann doch nicht passiert. Meiner Meinung nach hat man dies bewusst offen gelassen, um sich die Chance einer Fortsetzung zu erhalten.

Ob diese kommen wird bleibt unwahrscheinlich, denn einen riesigen Erfolg konnte VIRAL nun nicht verbuchen. Zudem ist die Thematik auch nicht mehr wirklich neu oder gar innovativ.

Trotzdem ein insgesamt unterhaltsamer Streifen mit, insbesondere für dieses Genre, guten Schauspielern, die einem als Zuschauer auch gleich sympathisch sind und mit denen man deswegen auch mitfiebert.

5-chucky223312233331111231314231232

LAKE BODOM (Koch Media)

am 25. Juli 2017 unter Horror abgelegt

292257

Die beiden Freunde Elias und Atte überreden die Mädels Ida und Nora, zu einem Trip an den legendären See Bodom. Dort fanden 1960 grauenhafte Morde statt, die nie aufgeklärt wurden. Das verschweigt man den Damen allerdings. Es kommt wie es kommen muss, kurz darauf ist man nur noch zu dritt. Aber der Täter kann doch nicht wirklich nach so langer Zeit noch am Leben sein?

Kurze Zusammenfassung, weil der Steifen zwar mehr hergäbe, ich dann aber grauenhaft spoilern müsste, denn auf die Wende nach 35 Minuten kommt nun wirklich kein Mensch. Diese ist zwar nur bedingt logisch, aber immerhin interessant.

Im Internet wird der Film in vielen Foren heftig verrissen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn das Hauptargument ist, das LAKE BODOM den typischen Teenie-Slasher-Vorbildern folgt, was ich so gar nicht unterschreibe, denn das was nach der oben angesprochenen Wende passiert, habe ich so noch nie gesehen. Ich gebe aber zu, die letzten 30 Minuten geraten dann doch sehr konventionell.

Insbesondere die beiden Mädels machen schauspielerisch einen sehr guten Job und wirken glaubwürdig, im Gegensatz zum Drehbuch, das an manchen Stellen doch etwas über das Ziel hinausschießt.

Interessant hier bei ist, das diese Morde tatsächlich stattgefunden haben und das Internet voll von Berichten zu den damaligen Ereignissen ist. Das Verbrechen wurde niemals aufgeklärt – zwischenzeitlich stand sogar mal der einzige Überlebende des Massakers unter Verdacht, wurde jedoch freigesprochen. Die Hintergrundgeschichte ist hier also sehr interessant.

Fazit: Neben einem wirklich guten Bild, bekam der Streifen auch eine sehr gute Synchronisation verpasst. Insgesamt ein solider Beitrag, dessen Hintergrund allerdings fast interessanter ist, als der Streifen selbst, der aber über die ganze Laufzeit spannend bleibt.

5-chucky223312233331111231314231232

DAS KINDERMÄDCHEN/WAXWORK (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Horror, Klassiker abgelegt

36132

Koch veröffentlicht 2 relativ bekannte Horrorfilme, die Ende der 80er auf VHS erschienen sind.

DAS KINDERMÄDCHEN stammt aus dem Jahre 1990 und ist von William Friedkin, der 18 Jahre zuvor mit DER EXORZIST einen absoluten Kultfilm erschuf, und in seiner Vita einige gute Filme stehen hat. Da wären zum Beispiel JADE oder RULES zu nennen.

Kate und Phil sind ein erfolgreiches Ehepaar, das aber wegen seines Jobs nach Los Angeles ziehen muss. Kurz darauf engagieren sie die sympathische Camilla als Kindermädchen für den Nachwuchs – um den sie sich auch rührend kümmert. Doch Madame gehört einer uralten Religion an, die Kinder an einen Baumgott opfert.

Ein weiterer, zumindest in Fachkreisen recht bekannter Regisseur ist Anthony Hickox, Sohn von Douglas, der mit THEATER DES GRAUENS und BRANNIGAN, 2 Kultfilme im Gepäck hat. Der bekannteste Streifen des Sohnes dürfte wohl HELLRAISER 3 sein. Später aber fabrizierte er leider ziemlichen Mist.

In einer amerikanischen Kleinstadt eröffnet eines Tages ein geheimnisvolles Wachsfigurenkabinett, in dem verschiedene populäre Horrorszenarien dargestellt sind. Bei einem Mitternachtsbesuch merken 6 Jugendliche schnell, das es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, als sie plötzlich in der Vergangenheit landen und die oben erwähnten Szenarien live nochmal erleben, was zwangsläufig Opfer kostet.

Beide Streifen wirken heutzutage von der Geschichte ziemlich krude. Damals war das extrem originell und sowohl KINDERMÄDCHEN als auch WAXWORK erlangten in VHS Kreisen Kultstatus, wobei von letzterem sogar noch eine Fortsetzung folgte.

Menschen die diese Filme heute zum ersten Mal sehen, werden wohl eher erschrecken, aufgrund der Naivität , wobei „Das Kindermädchen“ die Zeit noch etwas besser überstanden hat. Daher sind beide Veröffentlichungen definitiv nur für Menschen geeignet, die sich gerne an Relikte aus der Jugend erinnern.

In Sachen Bild macht WAXWORK den besseren Eindruck. Natürlich liegt das nicht im Bereich einer heutigen Blu-Ray Produktion, doch der Streifen ist rauschfrei und auch Blitzer sieht man keine. Von denen gibt es bei KINDERMÄDCHEN einige, dafür wirkt der Ton etwas homogener und insgesamt ist auch der Film deutlich gruseliger, da einige Effekte bei WAXWORK doch mittlerweile sehr angestaubt wirken. Mit dabei ist übrigens Zach Galligan, den man aus GREMLINS kennt.

Bei beiden hat man immerhin auch einiges an Bonusmaterial dazugepackt. Bei WAXWORK gibt ein recht aktuelles Interview mit dem Regisseur und eine Art Making of.. Beim KINDERMÄDCHEN sage und schreibe 2 Stunden Interviews, sowie ein kurzes Making of und Infos zu Cast und Crew.

Fazit: Für Sammler der 80er und 90er Kultstreifen ist das sicherlich eine Freudentag. Ein 18 Jähriger der diese beiden Produktionen heute sieht, wird bestenfalls mit dem Kopf schütteln und nach 20 Minuten anfangen mit dem Handy zu spielen.

THE GIRL WITH ALL THE GIFTS (Universum Film)

am 05. Juli 2017 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

289979

Eine Pilzinfektion hat große Teile der Menschheit ausgerottet. Daher laufen nun die sogenannten Hungries durch die Gegend, die wie der Name schon sagt, ständig Hunger haben und sich von Blut und Fleisch ernähren. Hoffnung scheint es nur durch eine kleine Anzahl infizierter Kinder zu geben, die dabei helfen sollen, einen Impfstoff zu finden. Größtenteils können Sie ihren Fressimpuls unterdrücken. Besonders in ein Mädchen setzt man große Erwartungen – Melanie ist intelligent und auch erstaunlich emphatisch für eine Infizierte. Als jedoch die Basis von einer riesigen Horde Hungries überrannt wird, können außer ihr nur ihre Lehrerin Helen, Sergeant Parks, ein Soldat und Dr. Caldwell entkommen. Melanie muss vor allem geschützt werden, denn sie ist wohl die letzte Hoffnung der restlichen Menschheit.

Oh man, schon wieder ein Zombiefilm werden viele sagen und ehrlich gesagt war das auch mein erster Gedanke Hätte mir jemand diesen Streifen nicht wärmstens ans Herz gelegt, hätte ich ihn mir wahrscheinlich gar nicht angeschaut, denn das Thema ist allerspätestens seit WALKING DEAD jetzt echt auserzählt.

Überraschenderweise schafft GIRL WITH ALL THE GIFTS es aber, neue Aspekte einzubringen. Die Idee mit den Zombiekindern ist durchaus originell. Auch das Melanie erstaunlich viel Empathie zeigt, aber dennoch, wenn sie Hunger hat, ihrem Fressreiz nicht widerstehen kann, sonst aber fast ein normales Kind ist, kannte man zumindest aus anderen Streifen mit der Thematik noch nicht.

Das Glenn Close mal in einem Horrorfilm inklusive Untoten mitspielen wird, hätte sie wahrscheinlich vor 10 Jahren auch noch nicht vermutet. Sie liefert eine überraschend starke Leistung ab und ist, neben Melanie, der mit Abstand interessanteste Charakter.

Mitte des Films geht ihm mal kurzfristig etwas die Luft aus und insgesamt hätten 20 Minuten weniger wohl auch gereicht. Trotzdem bleibt er, auch weil man nie weiß, was denn nun als nächstes passieren wird, durchaus spannend und zieht in den letzten 30 Minuten dann wieder enorm an.

Das Ende ist dann sicherlich Geschmackssache. Wer hier ein klassisches Happy-End erwartet wird enttäuscht sein. Zudem kann ich die Reaktion bzw Aktion von Melanie kurz vor Ende des Streifens nicht wirklich nachvollziehen. (mehr geht aus Spoilerrgründen nicht)

Wer dachte das wirklich das Genre tot ist, wird hier positiv überrascht, auch weil man es schafft, einen Horrorfilm mit einem Drama zu kombinieren, was nur ganz selten funktioniert.

6-chucky1212222411341162224453222

RINGS (Universal Pictures)

am 28. Juni 2017 unter Horror abgelegt

286866

Julias Freund Holt, hat sich lange nicht mehr gemeldet, was für ihn ungewöhnlich ist. Kurzerhand fährt sie zu seiner Universität und sucht ihn. Dort lernt sie Professor Gabriel kennen, der ihn aber angeblich noch nie gesehen hat. Doch Julia merkt das der Herr lügt und folgt ihm in einen Gebäudetrakt, der nur bestimmten Leuten zugänglich ist. Hätte sie besser lassen sollen, denn sie findet heraus, das ihr Freund wohl ein Video gesehen hat, das ihm innerhalb der nächsten 7 tage den Tod bringen wird – es sei denn er reicht den Fluch weiter. Doch die Zeit wird knapp. Als sie die Freundin des Professors mit nach Hause nimmt begreift Sie erst, das sie die nächste ist.

RINGS ist sehr schwer zu bewerten und zwar weil man eben die Originale kennt, wobei ich jetzt von dem amerikanischen Verfilmungen spreche, die einen etwas anderen Ansatz als die japanischen RINGU verfolgten.

Hätte man diese nicht gesehen, fände man den Streifen sicherlich besser, denn wenn man RINGS insbesondere mit Nummer 1 (damals mit Naomi Watts) vergleicht, liegen da doch Welten dazwischen.

Die ersten 45 Minuten sind eigentlich noch recht gelungen. Wie man das VHS-Video ins Computerzeitalter rüberzieht ist eigentlich ganz pfiffig gelöst. Zudem baut sich eine gewisse Spannung auf, die aber verschwindet, als Holt und Julia versuchen das Schicksal von Samara, dem Mädchen aus dem Video herauszufinden. Das wird im Laufe der zweiten Hälfte immer abstruser und unglaubwürdiger.

Sehr gelungen hingegen die Auflösung und das Ende. Trotzdem herrscht dazwischen einfach zu viel Leerlauf und ihre ständigen Visionen gehen einem auch auf den Zeiger. Zudem weiß der Streifen nicht, ob er etwas Neues kreieren oder sich doch mehr an die alten Teile halten will.

Würde man die Vorgänger nicht kennen würde die Bewertung höher ausfallen. So bleibt bestenfalls ein „solide“, mit, das muss man allerdings sagen, gelungenen Effekten und einigen durchaus interessanten Neuerungen.

4chucky112211131

LET HER OUT (I-on New Media)

am 28. Juni 2017 unter Horror abgelegt

MV5BNTIxMzkzYWMtNzJkMC00Nzk1LThmNDAtNTZlYmJhZDg0ZmQ2XkEyXkFqcGdeQXVyMjM3MzE2Mjc@._V1_UX182_CR0,0,182,268_AL_

Nach einem schweren Unfall leidet Helen plötzlich an merkwürdigen Halluzinationen. Zudem wacht sie an Orten auf, von denen sie nicht weiß, wie sie dort hinkam. Als ein MRT durchgeführt wird, entdeckt die Ärztin etwas seltsames. Noch im Mutterleib hat Helen anscheinend ihren Zwilling absorbiert, der nun aber keine Lust mehr hat dort zu bleiben und ein eigenständiges Leben führen will. Immer mehr nimmt er Besitz von seiner Schwester, die langsam aber sicher zu einem gefährlichen Monster mutiert und anderen Gewalt antut.

Jetzt werden einige den Kopf schütteln und sich fragen wie man denn auf so einen Unsinn kommt. Die gleichen werden sich aber wundern, das es diese Merkwürdigkeit der Natur wirklich gibt. Foetus in foeto nennt sich das Ganze.

Natürlich wird die Geschichte, so wie sie hier dargestellt ist, nicht passieren. Trotzdem ist die Grundidee nicht frei erfunden, was ich aber auch erst herausbekommen habe, als ich nach dem Film zum Spaß mal googlte.

Die kanadische Produktion bietet durchaus spannenden Horror mit, insbesondere gegen Ende, recht gewalttätigen Abschnitten, wobei mich hier, ähnlich wie bei anderen Streifen der letzten Monate, die FSK-Freigabe 16 erstaunt. Man scheint dort bei Filmen mit übernatürlichen Handlungen milde geworden zu sein.

Obwohl es sich hier um eine kanadische Produktion handelt, erinnert die Machart eher an Filme aus GB. Auch diese arbeiten meistens mit einem etwas verwaschenen Bild. Die Darsteller sind solide, der Soundtrack (insbesondere der Abspann) ist sehr gelungen, und im Stile eines typischen Horrofilm-Scores.

Die 89 Minuten vergehen wie im Flug, da der Streifen recht schnell geschnitten ist und die Einführung der Charaktere knapp ausfällt, was mich bei Horrorfilmen allerdings weniger stört als bei Dramen. Gegen Ende hätte ich mir noch eine kleine Wende gewünscht .

Fazit: Durchaus spannender und recht brutaler Streifen, der für jeden Horrorfan eine sichere Empfehlung ist. Wer dem englischen mächtig ist, sollte den Film im Originalton schauen, da die Synchro an manchen Stellen etwas steif wirkt und das Grauen im Originalton etwas heftiger rüberkommt.

5-chucky223312233331111231314231232

TELL ME HOW I DIE (Alive)

am 20. Juni 2017 unter Horror, SciFi, Suspense abgelegt

293003

Einige Studenten, unter anderem die sympathische Anna, nehmen an einem Medikamenten-Test in einer Forschungsstation teil, welche mitten in der Pampa liegt, aber 2000 Dollar sind durchaus ein Anreiz an dem ganzen teilzunehmen. Getestet wird ein Mittel, welches die Alzheimer-Krankheit heilen soll. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Wirkungen – allerdings anders als angenommen. Einige der Teilnehmer haben Visionen und können Dinge sehen, die, wie sich später zeigt, auch wirklich passieren. Anfangs finden das einige ziemlich cool, denn zum Beispiel in einem Kasino kann man damit gut Geld scheffeln. Doch als der erste der Herrschaften das Zeitliche segnet und dies Anna in einer Vision erschien, wird den Teilnehmern mulmig. Zudem hat sich anscheinend ein Killer Zugang verschafft und dezimiert ordentlich Teilnehmer der Studien, als auch Personal.

Das hört sich jetzt insgesamt banaler an als es eigentlich ist, denn nach ca. 45 Minuten gibt es erste Anzeichen einer Wendung, die mir extrem gut gefallen hat, denn daraus resultiert, das die Überlebenden nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Leider kann ich nicht sagen , warum das so ist, denn das wäre wirklich zu krass gespoilert und würde hier doch zu viel vorwegnehmen.

Wer meint, man bekommt hier einen billig aussehenden B-Movie zu sein, der wird überrascht sein. Alleine die Forschungsstation macht optisch richtig was her und auch der komplette Look des Films sieht nun wahrlich nicht nach einer billigen Produktion aus. Respekt, was der völlig unbekannte Regisseur D.J Viola hier aus dem mickrigen Budget herausgeholt hat.

Die Schauspieler sind auch weitestgehend unbekannt, bestenfalls William Mapother, der den behandelnden Arzt spielt, kennt man aus recht vielen Filmen.

Wieso TELL ME HOW I DIE teilweise vernichtende Kritiken bekommt, ist für mich nicht nachvollziehbar – teilweise mit der Begründung der fehlenden Logik. Da frage ich mich, wie ein Film der mit einem Thema experimentiert, das so noch nie verfilmt wurde und in dem es um ein Medikament geht, das diverse Nebenwirkungen hat, dass es so aber gar nicht gibt, logisch sein kann?

Das sind dann aber komischerweise die gleichen Menschen, die den schlimmsten Rohrkrepierer der letzten 3 Jahre namens DONT BREATHE gut finden. DER war mal unlogisch, weil es da nicht um Experimente sondern nur um reale Dinge ging, und die waren völlig bescheuert konstruiert.

Ok, gegen Ende übertreibt es der Drehbuchautor ein wenig selbstverliebt mit seinen Visionen und Voraussagen und 107 Minuten sind auch eine stramme Laufzeit – da hätten es 25 Minuten weniger auch getan.

Trotzdem bleibe ich im Gegensatz zu den meisten (Ausnahmen sind einige Kritiken bei imdb) dabei, das TELL ME HOW I DIE einer der spannendsten Filme des Jahres ist. Wer zum Beispiel MORGAN Project mochte, wird auch hier Gefallen finden, weil es auch da um eine Mischung aus Horror und Sci-Fi ging. Zudem gibt es auch noch einiges an recht originellen Mordarten zu sehen. Was will man noch?

GEHEIMTIPP!

712