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Archiv der Kategorie 'Drama'

SCHEINWELT (Lighthouse)

am 25. Januar 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Nachdem sie eine lange Haftstrafe abgesessen hat, wird Jenny endlich in die Freiheit entlassen. Zehn Jahre vorher verübte sie mit ihrem Freund einen Raubüberfall, der komplett schiefging. Sie war von ihm schwanger und nach der Geburt gezwungen, das Kind in die Obhut einer Pflegefamilie zu geben. Nun hat sie natürlich Sehnsucht nach der Kleinen. Doch deren „neuer“ Mutter passt das überhaupt nicht. Es dauert auch nicht lange, da holen Jenny die Schatten der Vergangenheit wieder ein und ihr Leben gerät abermals außer Kontrolle.

Filme aus dem hohen Norden haben immer noch Hochkonjunktur. Seit Jahren liefern die Schweden und Norweger wirklich interessante Streifen ab. Und auch die Dänen haben einige sehr gute Filme am Start und dazu die brillante BORGEN Serie.

Wer allerdings erwartet, das SCHWEINWELT in die gewöhnte Thrillerkerbe schlägt, wird eher überrascht sein, denn der Streifen ist in seiner Machart völlig anders, als zum Beispiel doch recht gestylte Veröffentlichungen wie ERBARMEN oder SCHÄNDUNG.

Es handelt sich nämlich hier mitnichten um eine klassischen Thriller, sondern eher um ein Drama mit Spannungsmomenten, welches an manchen Stellen durchaus etwas sperrig gerät und ganz klar dem Independent-Film zugehörig ist.

Inmitten dieses Szenarios agiert die mir völlig unbekannte Silje Salomonson sehr glaubwürdig und passt auch perfekt in die Rolle, da sie so ein Typ Frau ist, der sowohl eine 20 als auch eine 30 Jährige darstellen kann.

Trotzdem sollte man hier mit anderen Erwartungen herangehen, sonst könnte man enttäuscht werden, denn als Drama funktioniert der Film wirklich ordentlich – für einen Thriller fehlt einfach die Spannung.

Schwierig hier eine Bewertung abzugeben. Für Freunde des schwedischen Independent-Kinos sicherlich geeignet, wird er dem Mainstream-Publikum eher nicht zusagen. Daher lasse ich die Bewertung hier mal offen….

DER CLUB DER ROTEN BÄNDER / STAFFEL 2 (Universum Film)

am 17. Januar 2017 unter Drama, TV-SERIE abgelegt

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Nachdem Staffel 1 bei mir großen Anklang fand und ich das ganze als das beste, was ich seit langem aus deutschen Lande gesehen habe, befand, war ich natürlich erfreut, dass die Geschichte und die Serie fortgesetzt werden, da wohl auch andere meiner Meinung waren und VOX fantastische Zuschauerzahlen bescherte. Meine Befürchtungen, dass die Serie nun deutlich schwächer wird, weil man schnell uninspiriert etwas hinterherschießt, bewahrheiten sich nicht – ganz im Gegenteil!

Leo und Hugo sind die einzigen beiden übrig gebliebenen Patienten des Clubs. Aber Toni ist immer in der Nähe, wenn man ihn braucht, denn er heuert als Praktikant an, um seinen beiden Freunden nahe zu sein. Jonas hingegen versucht seine Kumpels zu vergessen und wieder den Einstieg ins normale Leben zu finden und mutiert dabei zu einem richtigen Arschloch. Emma beginnt eine Beziehung mit Leo, doch diese hält nicht lange und sie flüchtet nach Berlin und scheint sich dort auch gut zurechtzufinden. Doch das ist nicht von langer Dauer.

Was die zweite Staffel besser macht als den Vorgänger (obwohl das kaum möglich war) ist, das der Szenen-Wechsel zwischen den Ereignissen im Krankenhaus und die Probleme der beiden, die nun in „Freiheit“ leben, deutlich mehr Abwechslung bringt und eine Seite beleuchtet, die es in der ersten Staffel noch nicht gab. Auch die Rolle des Benito wird weiter ausgebaut.

Äußerste ich an der Besetzung von Tim Oliver Schultz in der ersten Review noch Kritik, weil er einfach nicht als 17-jähriger durchgeht, ziehe ich diese nun zurück. Denn seine Rolle wurde noch etwas ausgebaut und er muss eine enorme Bandbreite von Emotionen durchleben, die ein 17-jähriger sicherlich nicht so intensiv dargestellt hätte.

Und ich bleibe dabei, das sich das Casting als Glücksfall erweist. Hier hat man wirklich die perfekte Auswahl an Darstellern getroffen, besonders Nick Julius Schick ist so knuffig, das ich ihn sofort adoptieren würde.

Wer glaubt das Alex gänzlich von der Bildfläche verschwunden ist, wird eines Besseren belehrt. Ähnlich wie das Schwimmbad in Staffel 1 als Zwischenwelt fungiert, taucht der Verstorbene den verbliebenen Klubmitgliedern als sehr lebendig aussehender Geist auf und redet ihnen ins Gewissen. Diese übernatürliche Komponente war in Teil 1 schon so eine Sache für sich. Macht es Sinn eine Serie, die ansonsten so auf Realismus bedacht ist, mit sowas auszuschmücken? Mich hat es diesmal nicht so gestört, wie bei der vorherigen Staffel.

Alles in allem eine grandiose Fortsetzung mit gewohnt tollen Darstellern und interessanten Geschichten, die manchmal zum Lachen aber auch oft zum Weinen sind. Leider soll nach Staffel 3 Schluss sein, was wirklich schade wäre, denn hier gibt es wirklich noch jede Menge zu erzählen. Gruß an die Macher: Falls ihr Leo sterben lasst werde ich sauer :o )

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187 (Capelight/Alive)

am 13. Dezember 2016 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Trevor Garfield ist ein Lehrer aus Überzeugung. Leider bekommt er es nicht gedankt, denn viele der verzogenen Kids, die in Banden sind, interessiert der Unterricht nicht. Als er einen Schüler durchfallen lässt, sticht dieser ihn ab. Er überlebt nur knapp. 15 Monate danach bekommt er eine Vertretungsstelle in einer Schule angeboten. Auch da ist es nicht einfach, aber einige Schüler sind durchaus wissbegierig und werden von Garfield gefördert. Doch leider befinden sich auch hier wieder ziemliche Arschlöcher in der Klasse. Als einer von diesen total überschnappt, sieht Garfield die Zeit gekommen um zu handeln.

Mittlerweile hat der Streifen auch schon wieder 20 Jahre auf dem Buckel. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Bislang gab es keine Ausgabe auf Blu Ray. Diese Lücke schließt jetzt Capelight mit einem sehr schönen Mediabook.

Die Oberfläche ist leicht geriffelt und wirkt dadurch sehr edel. Der Ton ist zweckmäßig, da sollte man keine Wunderdinge erwarten, was bei diesem Film aber auch nicht die große Rolle spielt. Das Bild ist frei von Blitzern, wirkt aber leicht milchig – dafür gibt es keinerlei Rauschen oder Blitzer.

Als Bonus gibt es einen Audiokommentar mit Jackson und Regisseur Reynolds, der durchaus interessant ist.

Das Buch zu dem Film wurde übrigens von einem Lehrer verfasst, der seine eigenen Erlebnisse dort mit einfließen ließ. Erschreckend wie es an Amerikas Schulen zugeht kann man da nur sagen und das war vor 20 Jahren. Ich glaube nicht, das sich das heute groß verbessert hat.

187 gilt für Filme als einer der besten Filme die Samuel Jackson je gedreht hat, auch weil e r viele Teile des Streifens alleine tragen muss. Seine Änderung vom einfühlsamen Lehrer zum verbitterten Mann, wird von ihm exzellent umgesetzt.

Wer den Film nicht hat, ist mit dieser Version sicherlich gut bedient. Das Mediabook ist nicht ganz billig, aber sehr schön aufgemacht. Die technische Seite geht in Ordnung. Dazu gibt es ein sehr schönes und informatives Inlay.

DIE VERDAMMTEN DES KRIEGES (Koch Media)

am 13. Dezember 2016 unter Action, Drama abgelegt

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Gerade drei Wochen ist Eriksson an der Front, als er von seinem leicht gestörten Sergeant Meserve aus einer Falle des Vietcong gerettet wird. Der erwartet von ihm nun absolute Loyalität. Als jedoch Meserve in ein Dorf marschiert um eine junges Mädchen zu entführen, damit die Gruppe es danach vergewaltigen kann, hat Eriksson Probleme wegzuschauen, denn selbst der Krieg erlaubt nicht alles. Doch da der Rest der Truppe diese Idee unterstützt, ist er völlig auf sich alleine gestellt und hat bald neben den Bomben und Kugeln die ihm um die Ohren fliegen, noch ein ganz anderes Problem.

Ich bin nun wirklich kein glühender Fan von Brian de Palma. Hier begab er sich auf recht unbekanntes Terrain, denn einen Kriegsfilm hatte er bislang noch nicht gedreht, sondern war eher auf Psychothriller oder Charakterstudien abonniert (von ihm stammt auch der weltberühmte SCARFACE).

Noch dazu schaue ich auch nicht besonders gerne Kriegsfilme, doch diesen hier muss man einfach gesehen haben, weil er die Grausamkeiten, die sich dort ereignen, recht schonungslos darstellt.

Beim Bild bleibt einem wirklich die Spucke weg. Hätte ich den Film nicht gekannt und wüsste ich nicht, dass Fox und Penn mittlerweile viel älter sind und aussehen, könnte man wirklich meinen, es handele sich um eine neue Produktion.

Das Bild ist glasklar und besser als 50% der Neuerscheinungen. Da muss man wirklich extrem gutes Ausgangsmaterial gehabt haben. Auch der Ton rumpelt gewaltig durch die Boxen.

Ob man jetzt die EXTENDED Version unbedingt haben muss, sei dahingestellt, da sie eigentlich kaum Mehrwert bietet und überwiegend aus Verhören besteht, die damals herausgeschnitten wurden um die Laufzeit zu verkürzen. Diese sind jetzt mit deutschen Untertiteln eingefügt.

Ein rundum gelungenes Package, das KOCH hier wieder mal zusammengeschnürt hat.


THE GIRL IN THE BOOK (Lighthouse)

am 06. Dezember 2016 unter Drama abgelegt

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Alice Harvey ist Redaktionsassistentin in einem angesehenen New Yorker Buchverlag. Allerdings ist ihr Job weit unter dem was sie wirklich kann, denn sie hatte einmal das Potenzial selbst Bücher zu schreiben. Dies änderte sich als sie 13 war. Da lernt sie den Schriftsteller Milan Daneker (wer denkt sich eigentlich solche Namen aus?), kennen, der vorgab, ihr helfen zu wollen. In Wahrheit benutze er sie für seine Zwecke und baute ihre Gefühle und Erlebnisse und auch seine sexuellen Übergriffe in sein Buch ein, das ein Bestseller wurde. Nun soll ausgerechnet Alice das Rerelease vermarkten. Zudem treffen sich die beiden wieder und wissen beide nicht recht mit der Situation umzugehen, zudem Alice durch die früheren Erlebnisse emotional abgestumpft ist und jede Nacht mit einem anderen ins Bett steigt.

Endlich mal eine Geschichte die noch nicht tausend mal verfilmt wurde. Anfangs weiß man nicht auf was das ganze hinausläuft, doch mit weiterer Spieldauer des Films wird alles aufgeklärt.

Ich bin nun kein Fan von ständigen Zeitsprüngen, doch hier sind sie absolut gelungen, weil die Übergänge nicht durch harte Cuts dargestellt werden, sondern bildlich ganz weich ineinander übergehen. Dieses Stilmittel hat die Regisseurin wirklich drauf, so das man sich auf einer ständigen Zeitreise zwischen heute und damals befindet.

Revenge-Darstellerin Emily Van Camp spielt absolut überragend und zeigt, das sie auch andere Rollen beherrscht. Nyqvist ist sowieso immer gut und auch die Nebendarsteller sind absolut überzeugend.

Dazu bekommt man hier einige wirklich interessante Einblicke, wie die Arbeit in einem Buchverlag funktioniert.

Der Höhepunkt ist aber die TOP 100 Liste (möchte nicht spoilern), wer sich das ausgedacht hat, ist eigentlich zu höherem berufen und auch die optische Darstellung ist so gelungen, das dieser Handlungsstrang fast den Höhepunkt eines insgesamt rundum stimmigen Streifens darstellt – wenn man sich darauf einlassen kann, denn die Geschichte ist schon außergewöhnlich.

Für mich ein kleiner Geheimtipp für Freunde des anspruchsvolleren Kinos.

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IMPERIUM (Universum Film)

am 06. Dezember 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Nate Foster ist ein junger FBI-Agent, der allerdings nur im Innendienst eingesetzt wird. Seine Kollegin Angela glaubt jedoch, das er für einen Undercover-Auftrag bestens geeignet ist. Es geht ein Gerücht um, dass bald ein Anschlag vorgesehen ist, der von einer rechten Neonazi-Organisation durchgeführt werden soll. Gegen den Willen seines Chefs begibt sich Nate in diese Szene und muss neben dem Äußeren auch seine kompletten Gewohnheiten ändern. Mit Ausnahme von Angela weiß niemand, das er nun dort undercover ermittelt. Es gelingt ihm jedoch relativ schnell Fuß zu fassen, wobei ihm sein breites Wissen hilft. Je weiter er jedoch zu den hohen Tieren der Szene gelangt, desto gefährlicher wird es für ihn.

IMPERIUM ist der erste Film den ich mit Radcliffe sehe, bei dem ich nicht immer gleich an Harry Potter denken muss. Das liegt sicher zum einen an seinem Äußeren, als auch seiner Rolle, in der er natürlich komplett gegen den Strich besetzt ist. Seine Darstellung ist, das kann ich nicht anders sagen, grandios. Ihm zur Seite steht Toni Colette, über deren Qualitäten sich eh nicht streiten lässt.

Nun sollte man aber etwas aufpassen, denn der Trailer lockt einen ein wenig auf die falsche Fährte, denn IMPERIUM ist kein Thriller, sondern ein Drama mit vielen spannenden Momenten. Der oft genannte Vergleich mit AMERICAN HISTORY hinkt dabei doch stark, denn der Ansatz ist hier ein völlig anderer.

Was hier sehr gut herausgearbeitet wurde ist, das es in der rechten Szene sowohl totale Hohlbratzen gibt, die es einfach geil finden da mitzulaufen, sowie auch hochintelligente Menschen, die die deutlich größere Gefahr darstellen. Denn ein unauffälliger Familienvater ist hier eigentlich der größte Drecksack, obwohl er nach außen ein unscheinbares Leben führt, während ein Hassprediger nicht mal im Ansatz so gefährlich ist, wie er scheint.

Fazit: Spannendes Drama, mit hervorragenden Darstellern. Insbesondere Radcliffe habe ich noch nie so gut gesehen. Wen die Thematik interessiert, kann bedenkenlos zugreifen.

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CARACAS, EINE LIEBE (Universum Film)

am 06. Dezember 2016 unter Drama abgelegt

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Als der Zahntechniker Armando von der Rückkehr seines Vaters erfährt, gerät sein geordnetes Leben aus der Bahn. Beide verbindet ein traumatisches Kindheitserlebnis, über das Armando nicht sprechen will. Zudem holt er sich regelmäßig junge Kerle ins Haus, um sich vor ihnen zu befriedigen. So auch Elder, einen kriminellen Straßenjungen, den Armando kurz zuvor kennengelernt hat und der sich zusehends in ihn verliebt. Um ihm zu gefallen und nah zu sein, ist Elder bereit, dessen Vater zu töten.

Juhu Kunst, Endlich mal wieder ein Film für sämtliche Feuilleton-Seiten der TAZ, WELT oder sonstigen Gazetten.

Ich persönlich habe es wirklich geschafft, den Film komplett durchzuhalten, was meiner Meinung nach einer meiner größten Leistungen der letzten zwanzig Jahre darstellte.

Der Film ergibt (für Kunstbanausen wie mich) überhaupt keinen Sinn. Wieso Armando so handelt ist schon nicht nachvollziehbar, warum sich allerdings ein Stock-Hetero ausgerechnet in einen 30 Jahre älteren Mann verliebt, bleibt komplett ungeklärt.

Ebenso wirr ist es, das Elder Armando beim ersten Treffen zusammenschlägt, letzterer ihn aber wieder und wieder aufsucht. Wo liegt da bitte der Sinn, zumal Armando ja doch gar nicht schwul zu sein scheint. Jetzt komplett verwirrt? So gings mir auch.

Die Goldene Palme gabs für diesen Streifen, was eigentlich unfassbar ist, Anscheinend muss man für so einen Preis nur einen wirren Film einreichen, der zudem teilweise auf einer Szene die 10fache Zeit verharrt, als notwendig und man dadurch ständig gegen den Schlaf ankämpft.

Für mich ist das hier Caracas, eine Grütze.

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THE ONES BELOW (Meteor/Alive)

am 30. November 2016 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Kate und Jack wohnen in einem schönen kleinen Haus in London und sind überglücklich, denn sie erwarten ihr erstes Kind. Als neue Nachbarn ins leerstehende Erdgeschoss ins Untergeschoss einziehen, scheint zunächst alles perfekt, denn auch Theresa ist schwanger. So freunden sich die beiden Frauen schnell an. Man trifft sich dann zu einem gemeinsamen Abendessen, bei dem Theresa ein wenig viel Alkohol trinkt. Als sie und ihr Mann gehen wollen, stolpert Madame über die Katze die vor der Tür sitzt und das Unheil nimmt seinen Lauf. Theresa verliert ihr Kind und sie und ihr Mann geben Kate und Jack die Schuld dafür. Wenige Tage später sind sie ausgezogen, kommen aber nach ein paar Wochen wieder zurück und entschuldigen sich für die bösen Worte und die Anschuldigungen, scheinen jedoch irgend etwas im Schild zu führen.

THE ONES BELOW ist ein kleines, aber feines Drama mit reichlich Thriller-Elementen, das erstaunlich gut besetzt ist. David Morrissey kann sich seit WALKING DEAD vor Angeboten kaum mehr retten und auch Clemence Poesy sehe ich sehr gerne.

Was den Film von vielen anderen Thrillern abhebt ist, das er praktisch NUR im Hellen spielt. Man geht ja immer davon aus, das man im Dunkeln bessere und spannendere Szenen einfangen kann, aber hier ist wirklich nahezu alles am Tag gedreht. Das sieht man so selten.

Die Story ist jetzt nicht sonderlich originell und man ahnt relativ schnell wie der Hase läuft. Das macht aber nichts, da ansonsten das Gesamtpaket absolut stimmig ist.

Das David Farr hier seinen ersten Spielfilm abliefert, sieht man an ihm nun wirklich nicht an. Der Streifen hat meiner Meinung nach den Look eines A-Movies, auch weil die Einrichtungen des Hauses und der Garten sehr edel ausgestattet wurden.

Unter dem Strich ein netter kleiner Thriller für zwischendurch, der zwar nicht lange haften bleibt, aber dennoch erstaunlich gut unterhält.

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EQUALS (Koch Media)

am 22. November 2016 unter Drama, SciFi abgelegt

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Nachdem die Welt von einem atomaren Krieg heimgesucht wurde, schalteten Wissenschaftler bei Menschen die Emotionen ab. Diese arbeiten, essen, gehen nach Hause und schlafen. Eine recht unbefriedigende Existenz, die viele das Leben kostet, da sie in ihrem Dasein keinen Sinn erkennen und sich das Leben nehmen. Auch Silas und Nia gehören zu dieser Gattung. Doch beide verspüren mit der Zeit eine gewisse Anziehungskraft. Als sie sich heimlich treffen, lernen sie kennen, wie schön es ist, einen anderen Menschen zu berühren und ihm nahe zu sein. Diese Treffen häufen sich, sind aber sehr gefährlich, denn werden sie entdeckt gelten sie als „infiziert“ und werden aus dem Verkehr gezogen. Dann wird Nia schwanger….

In diversen Foren habe ich nun schon mehrmals gelesen, das EQUALS eine Kopie von Equilibrium darstellt. Das einzige was die Filme gemeinsam haben ist, das man die Emotionen der Menschen unterdrückt. Ansonsten hat letztgenannter, auch mit der Verbrennung der Bücher und dem extra entwickelten Kampfstil meiner Meinung nach einen ganz anderen Ansatz und gehört nicht einmal dem gleichen Genre an.

Stilistisch erinnert EQUALS stark an den von mir sehr geschätzten GATTACA, verfeinert jedoch noch dessen Look, was wohl auch daran liegt, das man heute technisch mehr Möglichkeiten hat.

Wenn man schon Vergleiche zieht, dann fällt mir eine Platte von Mike Batt namens ZERO ZERO ein, die es auch als Video gibt. Diese könnte durchaus Vorbild für EQUALS gewesen sein. Auch da verliebt sich ein Mann in ein Mädchen, obwohl dies eigentlich gar nicht mehr möglich scheint.

Meine Begeisterung für Kristen Stewart und Nicholas Hoult hält sich eigentlich stark in Grenzen, doch was die beiden hier bieten, besonders in den Szenen, in denen sich beide annähern, ist emotional fast schon ergreifend.

Frau Stewart ist in der letzten Zeit eher in kleineren Filmen zu sehen, was ihr sichtlich guttut. Auch in CAMP-X-RAY lieferte sie bereits eine sehr gute Leistung ab.

EQUALS ist ein hervorragendes Drama mit tollen Schauspielern und einer subtilen Handlung. Wer hier viel Action erwartet, wird gänzlich enttäuscht.

Mich persönlich hat das nicht im Geringsten gestört, es wird aber auch Leute geben die maulen „da passiert doch nix“. Tut es wohl, nur eben auf einer anderen Ebene. Nichts für das Mainstream-Publikum.

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DER NACHTMAHR (Koch Media)

am 22. November 2016 unter Drama, Horror abgelegt

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Tina ist 17 Jahre alt und ständig in den Berliner Discotheken unterwegs. Doch bei einer Poolparty bricht sie zusammen. Danach ist nichts mehr so wie es war, denn sie hat nun einen Begleiter. Ein kleines merkwürdiges Wesen, das aber anscheinend nur sie sehen kann. Ihre Eltern halten sie für verrückt und überlegen sie in die Klapse zu stecken. Mit der Zeit jedoch gewöhnt sich Tina an ihren neuen Freund, und spürt eine seltsame Nähe, denn seinen Schmerz fühlt auch sie. Doch kann wirklich nur sie dieses Kreatur sehen?

Mit dieser Frage spielt der Film eigentlich die komplette Laufzeit und bildet den zentralen Kernpunkt der Geschichte.

Für einen deutschen Streifen ist DER NACHTMAHR schon reichlich skurril und bricht Genre-Konventionen, wobei ich dieses Tierchen von Anfang an eher putzig, denn abstoßend finde.

Die mir komplett unbekannte Carolyn Genzkow meistert ihre schwierige Rolle hervorragend, denn sie muss gerade im emotionalen Bereich viele verschiedene Facetten zeigen. Das sie im ganzen Film recht heiße Klamotten trägt, dürfte den männlichen Zuschauern zudem gefallen.

Der Film gibt im Vorspann schon eine Warnung, das er ziemlich laut ist und das nervt manchmal wirklich ein bisschen. Am besten sollte man die Fernbedienung bereithalten, denn von einem leisen Gespräch springt der Ton plötzlich auf Hardcore-Techno um – teils ohne Vorwarnung.

Im Internet habe ich gelesen, das der Film gerade einmal 100.000 EURO gekostet hat. Das sieht man ihm nun wirklich nicht an, und so richtig glauben kann ich es auch nicht, denn das ganze wirkt wirklich wie ein professioneller A-Film, nur eben aus deutschen Landen.

Leider fällt es mir schwer eine Bewertung zu verteilen, da ich ja immer versuche, diese einigermaßen neutral zu halten. Ich persönlich finde den Film gelungen, bin aber auch Fan des deutschen Independent-Kinos. Ich bin mir sicher viele werden hier den Kopf schütteln. Ein klassisches Love it or hate it Ding. Daher entfällt die Bewertung.