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Archiv der Kategorie 'Drama'

BLUE MY MIND (Meteor/Alive)

am 27. Februar 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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Die 15-jährige Mia hat die typischen Teenagerprobleme, nachdem sie in eine neue Stadt umgezogen ist. Doch da es gibt noch etwas, was ihr sehr zu schaffen macht, denn ihr Körper scheint zu mutieren – langsam aber stetig. Ihre Eltern sind ihr von jeher fremd gewesen und sie glaubt schon lange, dass sie eigentlich adoptiert wurde. Mia stürzt sich daraufhin ins wilde Teenagerleben um Anschluss zu finden und auch das bisschen Jugend, was ihr noch bleibt, auszuleben. Doch der Körper verändert sich immer weiter. In ihrer Verzweiflung versucht sie sich mit Sex und Drogen zu betäuben, um aufzuhalten, was nicht aufzuhalten ist, denn die Natur ist stärker und Mias Verwandlung schreitet immer weiter voran.

BLUE MY MIND wurde auf sehr vielen Festivals gezeigt und bekam durchweg gute Kritiken – denen ich mich anschließe. Allerdings wird es auch Menschen geben, die diesen Streifen nicht mögen – weil er insgesamt doch sehr außergewöhnlich ist.

Der Film wird getragen von einer absolut herausragenden Luna Wedler, die die verschiedenen Facetten, die ihre Figur zu bieten hat, absolut superb beherrscht. Sie überzeugte kürzlich schon in dem ebenfalls gelungenen DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT, der ja in einem komplett anderen Genre beheimatet war. Respekt! Völlig verdient gab es hierfür den Schweizer Filmpreis

Die Verwandlung von Mia ist eingebunden in eine Rahmenhandlung, die auch als Teenagerdrama funktioniert und in dem ebenfalls Themen wie „ich möchte dazugehören“ und „Probleme mit der Pubertät“ mit abgehandelt werden. Man konnte befürchten das dieser Genremix voll in die Hose geht – tut er aber nicht, denn die sanften Horrorelemente fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein.

Wer allerdings für alles eine Erklärung haben will, der ist hier leider Fehl am Platze. Es werden zwar einige kleinere Dinge angedeutet, doch eine restlose Auflösung kann man hier nicht erwarten – die lässt der Streifen wohl extra offen, was im Endeffekt vielleicht auch ganz gut ist, denn das hätte auch in Schwachsinn enden können. Das Ende rundet den Film schön ab.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Film mit einer tollen Schauspielerin, der sowohl Arthouse-Fans, als auch Freunden von Jugenddramen gefallen könnte. Alleine die Performance der Hauptdarstellerin lohnt schon eine Sichtung.

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DER SIZILIANER (Koch Media)

am 27. Februar 2019 unter Drama abgelegt

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Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schwingt sich ein Mann mit seiner Bande zum Retter der Armen und Entrechteten und zum Kämpfer für die Unabhängigkeit seiner Heimat auf: Salvatore Guiliano – der Sizilianer. Indem er den Reichen nimmt und den Armen gibt, wird er von der einfachen Bevölkerung wie ein Held verehrt, gerät allerdings auch zwischen die Fronten von Mafia, Politik und Kirche, denen sein segensreiches Wirken zunehmend ein Dorn im Auge ist. Mit tragischen Konsequenzen.

Kurz bevor Christopher Lambert mit HIGHLANDER den ganz großen Durchbruch schaffte, nachdem er als schielender Tarzan schon Aufmerksamkeit erlangt hatte, drehte er diesen Film, der neben ihm noch mit Terence Stamp und John Turturro besetzt wurde.

Der Film ist auch heute noch ganz ordentlich ansehbar – leider gilt das nur für den Streifen selbst. Die Umsetzung ist katastrophal. Ich habe selten so viel Bildrauschen auf einer Blu Ray gesehen, von einem Film, der ja gerade einmal 30 Jahre alt ist – jede Veröffentlichung der Jack Arnold Reihe ist gelungener. Immerhin ist der Ton ordentlich geworden.

Nach Rückfrage bei KOCH MEDIA teilte man mir mit, dass es sich hier um ein Produkt handele, das sie nur im Vertrieb hätten, aber selbst an der Restauration (wobei ich hier keine sehe) beteiligt waren.

Meiner Meinung nach schneidet man sich hier ins eigene Fleisch, denn man weiß als Käufer normalerweise, dass man von der Firma gute Qualität bekommt. Nimmt man mal als Gegenbeispiel den etwa gleich alten EXTREMITIES, den Koch selbst restaurierte, kommt man sich vor als vergleiche man eine Blu Ray mit einem VHS Tape.

Fazit: Auch wenn es einige Leute gibt, die auf diesen Film warten – diese Umsetzung wird sie nicht zufriedenstellen. Ich rate Koch Media mit Hinsicht auf den eigenen Ruf auf solche Sachen zu verzichten, gerade eben, weil man sich so ein exzellentes Standing aufgebaut hat.

DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT (Universum Film)

am 19. Februar 2019 unter Drama, Komödie, Reviews abgelegt

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Roxy ist neu in der Klasse und gerade von ihrer alten Schule geflogen. Zudem hat sie null Bock auf die anstehende Klassenfahrt nach Berlin. Im Bus freundet sie sich mit dem sensiblen Außenseiter Cyril an, der sie mit seinem Wortwitz überrascht und den sie auch auf Anhieb gerne hat. Doch aufgrund seiner großen Nase, für die er nahezu täglich verspottet wird, denkt er eh, dass er bei ihr keine Chance hat . Roxy scheint sich außerdem mehr für den gutaussehenden Rick zu interessieren, der allerdings ein wenig hilflos wirkt und nicht gerade Intelligenz ausstrahlt. Als auch noch Aufreißer Benno ein Auge auf Roxy wirft und Cyril mitbekommt, dass es eine Wette gibt, wie schnell Benno sie ins Bett bekommt, versucht er Rick zu helfen und schreibt für ihn coole Songtexte und romantische SMS. Doch das erste Date wird natürlich eine Katastrophe und die Chancen von Benno scheinen wieder zu steigen.

Eine romantische Komödie – na da hat man ja hier den richtigen genommen um eine Bewertung abzugeben, denn das ist ein Genre, das mir normalerweise gar nicht liegt. Aber ich bin großer Kämpfer für den deutschen Film, deshalb habe ich mir diesen Streifen dann doch angesehen und war überrascht.

Die Geschichte ist sehr schön erzählt und die Chemie zwischen Luna Wedler und Aaron Hilmer passt einfach perfekt. Zudem gesellt sich mit Damian Hardung einer aus dem Club der roten Bänder dazu, der hier aber einen völlig anderen Charakter spielt.

In den Nebenrollen ist der Film ebenfalls gut besetzt worden. Insbesondere Heike Makatsch als Lehrerin, hat in ihrer rabiaten Art so manche Lacher auf ihrer Seite und Anke Engelke spielt die Mutter von Cyril überraschend zurückhaltend und glaubwürdig.

Was zudem verwundert ist, das in dem Film tatsächlich Musik aus dem Genre Hip-hop dominiert, was nun wahrlich nicht mein Fall ist. Insbesondere das deutsche dümmliche Aneinanderreihen von Fäkaltexten, welches bei den Kiddies heutzutage angesagt ist, nervt mich seit Jahren. Hier aber hat man wirklich gute Songs geschrieben und die Worte sind sehr poetisch und keinesfalls platt.

Das Ende ist von der Idee zwar sehr gelungen, aber sorry Leute, so läuft das im echten Leben leider nicht ab – dies kann ich aus eigenen Erfahrungen berichten und auch mein Umfeld hat diese gemacht. Mehr kann ich nicht dazu sagen, weil ich sonst spoilern würde.

Unter dem Strich ein durchgängig unterhaltsamer Streifen, der zwar im Grunde eine Komödie ist, untergründig jedoch auch Dinge wie Mobbing oder Verrohung der Jugend aufgreift und diese gut in die Geschichte integriert. Auch wenn mir das Ende einen Tick zu weit hergeholt wirkt, kann man hier trotzdem viele Chuckies vergeben, da der Gesamteindruck hervorragend ist.

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UTOYA 22. JULI (Universum Film)

am 12. Februar 2019 unter Biopic, Drama abgelegt

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Die 18-jährige Kaja verbringt mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar Ferientage in einem Sommercamp auf der norwegischen Insel Utøya. Angeregt diskutieren die Jugendlichen über aktuelle politische Entwicklungen, denn in Oslo Stadt ist eine Bombe explodiert. Dann fallen plötzlich Schüsse. Erschrocken suchen Kaja und die anderen Schutz im Wald. Kein Versteck scheint sicher zu sein. Doch die Hoffnung auf Rettung bleibt. Und Kaja setzt alles daran, Emilie zu finden, die sie in dem Chaos aus den Augen verloren hat.

Utoya ist eine kleine Insel im Tyrifjord, dem fünftgrößten Binnensee Norwegens. Sie liegt nahe dem Eingang zum Holsfjord, einem der vier Hauptarme des Sees, rund 500 m vom Seeufer entfernt. Beim Anschlag durch Anders Behring Breivikam 22. Juli 2011 starben auf der Insel 69 Menschen.

Soweit zu den Fakten, die ich bei Wikipedia gefunden habe. Die Ereignisse fanden damals also tatsächlich statt und der Bekloppte, der vor ein paar Jahren in München um sich ballerte, war Fan von diesem Breivikam und tat es ihm gleich.

Nun gibt es natürlich 2 Möglichkeiten so einen Film zu realisieren. Entweder als Dokumentation oder als normalen Spielfilm. Der Regisseur entschied sich für letzteres, wählte dabei allerdings die subjektive Kamera als Stilmittel und entschied sich für einen Onecutter. Das ist ein Film, der an einem Stück durchgedreht wird ohne einen Schnitt vorzunehmen.

Das selbe Prinzip verfolgte auch schon VICTORIA, ebenfalls bei Universum Film erschienen. Nun hatte dieser aber den Vorteil, das in den guten 2 Stunden sehr viele verschiedene Schauplätze vorkamen und es immer wieder überraschende Wendungen gab. Dies ist bei UTOYA nicht der Fall, was einfach daran liegt, das die damals nicht passierten.

Deshalb gerät das Ganze in meinen Augen einfach zu langatmig. Gefühlte 20 Minuten am Stück liegt zum Beispiel ein Gruppe der vermeintlichen Opfer an einer Stelle, zittern, quatschen, es fällt ein Schuss, es wird weiter gequatscht und gezittert und wieder fallen Schüsse. Auch wenn das sicherlich in der Realität so passiert ist, gestaltet es sich einfach zu monoton.

Es gibt aber auch gelungene Stellen, wie zum Beispiel die Flucht ins Gebäude, die hervorragend eingefangen wurde. Am besten ist jedoch die Schlusspointe, die allerdings so nicht stattgefunden hat, wie der Film im Abspann betont.

Das Mädel, das die Hauptrolle spielt und danach ein sehr sympathisches Interview in den Extras gibt, ist in ihrer darstellerischen Leistung auch durchaus glaubwürdig, wenn man bedenkt, dass es noch dazu ihre erste Rolle war.

Eine Bewertung ist hier nicht möglich, zumindest keine relativ objektive. Leute die Filme wie BLAIR WITCH 1 mögen, dürften hier auch Gefallen finden. Menschen die die Wackelkamera hassen, sollten eine großen Bogen machen, auch wenn sie in diesem Kontext ja durchaus Sinn macht.

DIE GEISELNAHME (Universum Film)

am 12. Februar 2019 unter Drama abgelegt

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Die berühmte amerikanische Sopranistin Roxanne Coss reist nach Südamerika in eine vom Militär beherrschte Diktatur um auf einer Feier des japanischen Industriellen Katsumi Hosokawa ein Privatkonzert zu geben. Dieser soll dort eine Fabrik errichten um den armen Leuten Arbeit zu geben. Doch dann taucht eine Gruppe von Guerillas auf und nimmt die illustre Gesellschaft als Geiseln, um alle ihre inhaftierten Kameraden freizupressen. Eine einen Monat andauernde Odysee beginnt, in der die Geiseln und ihre Geiselnehmer mit auseinander auskommen müssen und in der es natürlich zu reichlich Spannungen kommt.

Ich kann nahezu sämtliche Beweggründe der Darsteller verstehen in diesem Streifen mitzuwirken.

Die von mir sehr geschätzte Julianne Moore bekommt die Chance eine Opernsängerin zu spielen – sicherlich ein sehr seltenes Angebot. Ken Watanabe hat man mittlerweile in Amerika vergessen und so bringt er sich wieder ins Gespräch. Sebastian Koch, will weg von deutschen Produktionen und nahm die Gelegenheit natürlich sofort wahr, wie auch schon im „Fall Kalinka“ und Christopher Lambert hatte seit Einführung des EUROS, in keinem Film in dem er mitspielte, so viel Screentime wie hier.

Leider gerät die Inszenierung doch einigermaßen zäh. Der Film will eigentlich ein Thriller sein, doch dazu fehlen ihm die spannenden Momente. Also entwickelt man merkwürdige Konstellationen, wie zum Beispiel eine völlig schwachsinnige Love Story.

Zugute halten muss man DER GEISELNAHME einen sehr schönen Look und eine gut aufgelegte Julianne Moore, die verzweifelt gegen das maue Drehbuch ankämpft. Zudem ist der Streifen deutlich zu lang, denn gerade gegen Ende hat man das Gefühl, das die eigentlich sehr simple Geschichte endlos in die Länge gezogen wird.

Fazit: Aufgrund der guten Darsteller und des edlen Looks sicher kein Totalausfall – andererseits verpasst man auch nichts, wenn man BEL CANTO (der deutlich bessere Originaltitel) von seiner Wunschliste streicht.

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BROKEDOWN PALACE (Koch Media)

am 06. Februar 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Zwei Mädels, die sich vor dem Gang zum College noch einmal amüsieren wollen, unternehmen einen Trip nach Bangkok, erzählen den Eltern aber das sie in Hawaii unterwegs sind. Dort lernen sie den netten Nick kennen, mit dem sich eine dann natürlich einlässt. Doch der hat nur eines im Sinn: Die beiden als Drogenkuriere zu benutzen. Sie werden am Flughafen geschnappt und kommen in einem Frauenknast, in dem es nicht gerade freundlich zugeht. Auch wenn beide nichts von der Ware wussten, die sie mitführten, droht ihnen lebenslanger Aufenthalt dort. Ein ortsansässiger amerikanischer Anwalt übernimmt ihren Fall, ist anfangs aber eher an dem Geld interessiert, das er dafür bekommt, doch dann kommt er allmählich einer Verschwörung auf die Spur und beißt sich fest.

Ich hatte den Film, der bereits 1999 gedreht wurde, bislang noch nie gesehen, was auch damit zusammenhängt, dass sich meine Liebe für Frau Beckinsale in Grenzen hält. Dementsprechend wird sie hier von ihrer Mitstreiterin Claire Danes auch ganz schön übel an die Wand gespielt. Beide sind aber auch heute noch gut im Geschäft, insbesondere Daines ist ja mit HOMELAND noch mal richtig durchgestartet.

Der Film ist überraschend gut. Auch wenn manche Dialoge heute etwas altbacken wirken, ist das Schicksal der Mädels interessant geschildert, wobei der Streifen meines Wissens NICHT auf einer wahren Begebenheit beruht.

BP funktioniert sowohl als Thriller, als auch Drama das gegen Ende zwar ein bisschen übertrieben gerät, aber dennoch zu überzeugen weiß, was auch an den sehr guten Leistungen von Daines und Pullman liegt. In einer Nebenrolle ist übrigens Lou Diamond Phillips zu sehen.

Das Bild liegt auf gutem DVD Niveau. Die Farben sind schön satt und nur an manchen Stellen sieht man leichtes Grieseln, besonders in den dunkleren Stellen, aber das fällt wohl auch nur Leuten wie mir auf, die auch gezielt auf so etwas achten. Daher ist das dann eher Jammern auf sehr hohem Niveau. So alt ist der Streifen ja nun nicht, so dass man hier sicher nicht groß nachbearbeiten musste.

Insgesamt für mich, der den Film noch nie vorher gesehen hatte, eine positive Überraschung. Eine glaubwürdige Geschichte mit interessanten Wendungen, die man so auch nachvollziehen kann und die nicht übertrieben dargestellt wird.

THE KEEPERS (Universum Film)

am 28. Januar 2019 unter Drama abgelegt

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Auf einer unbewohnten Insel im Norden Schottlands treten die Leuchtturmwärter Thomas, James und Donald wie gewohnt ihre sechswöchige Schicht an. Doch ihre übliche Routine wird durchbrochen, als sie auf einen verwundeten Schiffbrüchigen treffen, der eine Kiste Gold bei sich hat. Wie nicht anders zu erwarten interessieren sich aber bald auch andere für das wertvolle Metall. Als die drei Wächter in der Ferne ein Boot entdecken, ist ihnen klar was nun passieren wird. Die Besatzung weiß Bescheid und will das Gold zurück, doch es gibt ein weiteres Problem: Auch unter den 3 Männern wächst das Misstrauen immer weiter.

Fangen wir mal dem positiven an. Die Location ist toll gewählt und die Außenaufnahmen sind wirklich hervorragend gefilmt. Der Look ist schön altmodisch und Spezialeffekte werden hier auch keine gebraucht.

Die Geschichte gewinnt nun keinen Originalitätspreis, bezieht aber ihre Spannung hauptsächlich daraus, dass es schwer ist eine Insel zu verteidigen, wenn Angreifer lauern. Es dauert zwar etwas bis der Streifen in die Gänge kommt, aber die Atmo rettet hier vieles.

Dann allerdings wird’s grotesk. Das Verhalten des Charakters von Gerard Butler ist komplett überzogen und wird von ihm auch noch grausam overacted. Das passt auch nicht wirklich zum Rest des Streifens, denn hier wird plötzlich die Psychologie-Keule ausgepackt, welche im krassen Gegensatz zu dem ansonsten Oldschool gehaltenen Thriller steht und bemüht wirkt.

Das ganze gipfelt dann aber in einem Ende, in dem Butler den Märtyrer gibt, was komplett bescheuert ist. Zudem ist die Laufzeit des Streifens recht lang – deutlich länger als das, was die Geschichte eigentlich hergibt.

So bleiben unter dem Strich gute Ansätze, schöne Aufnahmen, aber eine Story die mit zunehmendem Verlauf immer abstruser wird.

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ELISABETH HARVEST (Capelight/Alive)

am 28. Januar 2019 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Nach ihrer Hochzeit mit dem brillanten und vermögenden Wissenschaftler Henry, zieht die junge Elizabeth in sein luxuriöses Anwesen in den Bergen. Henry legt seiner frisch angetrauten Ehefrau die Welt zu Füßen – ihr Leben scheint perfekt zu sein. Doch Elizabeth spürt, dass etwas nicht stimmt: In dem riesigen Haus gibt es einen verschlossenen Raum, den sie unter keinen Umständen betreten darf. Als sie es eines Tages dennoch wagt, die Tür zu öffnen, stößt sie auf ein dunkles Geheimnis.

Ich übernehme nur selten den Pressetext, aber dieser hat mir sehr gut gefallen, weil er nur sehr wenig verrät und doch das zusammenfasst, was man wissen sollte.

Vordergründig ist ELISABETH HARVEST ein Thriller, der aber auch mit Konventionen des Dramas spielt und die Wissenschaft auf der einen Seite kritisch hinterfragt, der aber auch ihre unglaublichen Möglichkeiten offenbart.

Der Regisseur verhält sich dabei eher neutral und lässt den Zuschauer selbst entscheiden, ob das was man hier sieht jetzt unethisch ist oder ob man die Handlungsweisen des Wissenschaftlers auf der einen Seite auch nachvollziehen kann.

Der Film bekommt einen sehr edlen Look spendiert und in dem Haus würde ich auch gerne wohnen, selbst wenn ich diesen bestimmten Raum nicht betreten dürfte.

Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, besonders Abbey Lee als Elisabeth ist gleich in mehreren Rollen zu sehen, was einen enormen Aufwand bedeutet. Als verzweifelten Ehemann hat man den gern gesehenen Ciran Hinds besetzt.

Warum bleibt dem Film nun eine höhere Wertung versagt? Das ist in der Lauflänge begründet, denn eigentlich ist der Streifen nach 80 Minuten auserzählt. Wieso man das ganze dann immer weiter verlängert und dann noch satte 30 dranhängt, die eigentlich vollkommen unnötig sind, erschließt sich mir nicht.

Auch der Erzählstil ist nicht linear, sondern wechselt ständig zwischen verschiedenen Zeiten hin und her, was es dem Zuschauer teilweise schwer macht zu folgen…..insgesamt wäre hier aufgrund der guten Geschichte etwas mehr drin gewesen.

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THE UNTHINKABLE (Ascot/Alive)

am 28. Januar 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Sprengsätze explodieren in Stockholm, es gibt Tote! Dann häufen sich mysteriöse Vorfälle, Menschen drehen durch. Es wirkt wie ein systematischer Angriff, aber durch wen? Selbst die Armee ist ratlos. Innerhalb von Stunden versinkt das Land im Chaos. Der junge Musiker Alex ist vor Jahren vor dem jähzornigen Vater aus seinem Heimatdorf geflohen. Ausgerechnet jetzt ist er zurückgekehrt, um nach dem Klavier zu suchen, auf dem er oft zusammen mit seiner großen Liebe Anna gespielt hat. Unverhofft trifft er Anna wieder, doch es ist nicht die Zeit für romantische Erinnerungen. Es geht ums Überleben!

Ist das nicht eine Zusammenfassung, die Lust darauf macht, den Film zu sehen? Ich finde schon, doch leider sieht die Realität ein wenig anders aus.

Da ich gar nicht wusste worum es in dem Film geht, ließ ich mich überraschen und bekam anfangs eine sehr schön gestaltete Liebesgeschichte zu sehen. Die beiden Protagonisten spielen toll und auch die weitere Entwicklung des Hauptdarstellers ist gelungen.

Doch kurz nach dem Wiedersehen der beiden, einige Jahre später, verfällt der Film dann plötzlich in ein Katastrophenszenario, das überhaupt nicht zu der zuvor gezeigten Geschichte der beiden passen will. Nun ist das ja normal, eine Liebesgeschichte in einen solchen Film einzubauen, doch nicht hintereinander und schon gar nicht dermaßen disharmonisch.

Es macht fast den Eindruck, als wären dem Regisseur die Ideen für eine Weiterentwicklung der Romanze ausgegangen und um weitere Laufzeit zu generieren, schiebt er dann diesen krassen Genrewandel ein. Und das ganze dauert dann auch noch 130 Minuten.

So bekommt man hier 2 Filme in einem, die jedoch überhaupt nicht miteinander harmonieren und so fragt man sich letztendlich nach Sichtung des Streifens – Was soll das?

Fazit: Hier bleibt der Rezensent mit einem Fragezeichen zurück.

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SOLIS (Capelght/Alive)

am 22. Januar 2019 unter Drama, SciFi abgelegt

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Der Astronaut Troy Holloway erwacht an Bord einer Raumkapsel und ist alleiniger Überlebender. Schnell weicht die anfängliche Orientierungslosigkeit blanker Panik:Sein Schiff ist fast manövrierunfähig und rast unaufhaltsam auf die Sonne zu. Nur eine instabile Funkverbindung verschafft ihm Kontakt zu einem weit entfernten Rettungsteam, das von Commander Roberts angeführt wird. Die Chancen, dass es rechtzeitig bei ihm eintrifft, sind jedoch verschwindend gering – wenn Holloway nicht bald etwas einfällt, wird er in dem riesigen Feuerball verglühen.

Die Geschichte hat durchaus Potenzial – für einen interessanten und knackigen Kurzfilm. Satte 92 Minuten allerdings sind einfach zu viel und die guten Ansätze werden durch immer wiederkehrende Schleifen leider überreizt.

Geht die Geschichte nicht mehr vorwärts, versucht man die Laufzeit durch Weltraumbilder und einem völlig überzogenen Soundtrack zu verlängern, der selbst für John Williams zu bombastisch wäre.

Der Hauptdarsteller macht seine Sache hierbei gar nicht so schlecht und die Außenaufnahmen sind für einen kleinen B-Movie gelungen. Auch die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten, lässt die Spannung gegen Ende durchaus ansteigen.

Doch dazwischen gibt es einfach zu viel Leerlauf und die Geschichte trägt, wie oben erwähnt, einfach einen Streifen dieser Laufzeit nicht. Zudem ist das Ende recht unrealistisch

Gute Ansätze sind durchaus vorhanden, doch ein Film wird nicht unbedingt besser je länger er ist. Schade, Chance vertan, denn in 30 Minuten hätte man einen wirklich ordentlichen Streifen aus dieser Geschichte zaubern können.

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