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Archiv der Kategorie 'Drama'

LADY MACBETH (Koch Media)

am 17. April 2018 unter Drama abgelegt

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Im Jahr 1856 wird die Waise Katherine mit einem älteren Mann verheiratet, der jedoch wenig Interesse an ihr zeigt und sie bei jeder Gelegenheit drangsaliert, genau wie sein herrischer Vater. Als beide auf eine längere Reise gehen, blüht Katherine auf und begeht eine Affäre mit den Gutsarbeiter Sebastian. Doch als ihr Schwiegervater wieder auftaucht, weiß er darüber Bescheid. Damit das ganze nicht publik wird, sorgt sie dafür, dass er schnell aus dem Leben scheidet. Dann kehrt ihr Mann wieder zurück und auch den kann sie jetzt nicht gebrauchen. Nach und nach beseitigt sie alle, die ihr im Wege stehen, ihren Traum weiter zu leben, doch auch ihre Affäre beginnt an der Richtigkeit der Handlungen seiner Geliebten zu zweifeln.

Nun bin ich wahrlich nicht der Experte für klassische Verfilmungen, die einige Jahrhunderte zuvor spielen. Ich habe den Roman nicht gelesen und auch noch nie eine Verfilmung gesehen. Daher bezieht sich diese Rezension praktisch ohne jegliches Vorwissen auf diesen Streifen alleine.

Der Film kommt etwas schwer in die Gänge, was aber nicht ungewöhnlich ist, denn schließlich muss man als Zuschauer erst einmal die Verhältnisse durchschauen. Anscheinend war es üblich, das man sich im Mittelalter solche Frauen kaufte. Wieso ihr tyrannischer Ehemann allerdings kein Gefallen an ihr findet, erschließt sich mir nicht.

Jedoch ist LADY MACBETH auch kein reines Historiendrama, sondern streut hier und da auch einige Thrillerelemente ein. Das macht den Streifen in der zweiten Hälfte wesentlich interessanter.

Die mir komplett unbekannte Florence Pugh liefert hierbei eine hervorragende Leistung ab, denn sie muss schließlich 3 gänzlich unterschiedliche Phasen spielen. Erst die ungeliebte Ehefrau, dann das Aufblühen und danach auch noch die kühle und abgebrühte Mörderin und erledigt das alles sehr gut.

So bleibt unter dem Strich ein Historiendrama, das im Internet hoch gelobt wird. Ob diese Verfilmung mit anderen Mithalten kann oder wesentlich besser oder schlechter ist, kann ich, wie bereits erwähnt, nicht sagen. Jedenfalls ist der Streifen an sich sehenswert.

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SHORTWAVE (Ion New Media)

am 10. April 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Josh und Isabel können das spurlose Verschwinden ihrer kleinen Tochter auch nach 2 Jahren nicht verarbeiten und ziehen in ein abgelegenes Landhaus, das Joshs Chef ihnen zur Verfügung gestellt hat. Ihr Mann arbeitet an etwas sehr speziellem. Mit Hilfe von Radiokurzwellensignalen will er beweisen, das es Außerirdische gibt, die so über die Erde miteinander kommunizieren. Rein zufällig stellt sich heraus, das Isabel sehr zugänglich für diese Sache ist und bei Abhören dieser Signale von Visionen eingeholt wird, die teilweise recht schmerzhaft sind, ihr aber auch verraten, dass sie ihre Tochter wiedersehen kann. Doch so einfach ist das nicht, denn diese Experimente haben ungeahnte Auswirkungen auf alle Beteiligten.

Die Geschichte dieses Streifens ist so ziemlich das schrägste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Alleine schon die Idee dass man mit Hilfe von Radiogeräten erforschen will, das Außerirdische Signale schicken und so kommunizieren ist schon reichlich abstrus..Dennoch macht der Film vieles richtig.

Da wäre zuerst der geniale elektronische Score zu nennen, der die Ereignisse geschickt untermalt. Die surrealistischen Elemente und die teilweise extrem schräge Geräuschkulisse tun ihr übriges.

Zudem baut der Regisseur hier ein interessantes Stilmittel ein. Jedesmal wenn man von diesen eben genannten Geräuschen heimgesucht wird (auch als Zuschauer), schwenkt er kurz darauf zum Beispiel auf den Wald, so dass auf diese nervigen Töne plötzlich totale Ruhe folgt. .

Angereichert ist das ganze mit surrealistischen Elementen. Allerdings muss man auch sagen, das gegen Ende doch einige Fragen offen bleiben, denn die Geschichte ist insgesamt wesentlich komplexer, als sie im ersten Moment scheint. Daher werde ich mir SHORTWAVE auch noch einmal anschauen, denn ich muss zugeben, das ich ein paar Sachen nicht verstanden habe. Der Showdown allerdings ist richtig gut.

Für Leute des stringenten Mainstreamkinos ist der Film daher auch ungeeignet, und auch den Zeitsprüngen ist teilweise nicht einfach zu folgen. Der Film beginnt als Drama und wandelt sich dann zu einem Horrorfilm, was er aber auch recht gut hinbekommt.

Fazit: Nicht so schräg wie ein Lynch Film, aber doch ungewöhnlich. Hier ist viel eigene Vorstellungskraft gefragt.

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KICKS (Universum Film)

am 10. April 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Kicks ist das authentische und eindringliche Porträt eines Jungen, der ein Mann werden muss, um auf der Straße zu überleben. Seien Familie ist sehr arm und er kann sich keine gescheiten Klamotten und im speziellen Schuhe leisten. Doch eines Tages erhält er die Möglichkeit an seine Traumboots zu kommen. Danach fühlt er sich wie ein anderer Mensch. Doch diese Freude ist nur von kurzer Dauer, denn ein paar Halbstarke verprügeln den schmächtigen Jungen und nehmen ihm die Schuhe wieder ab. Doch er ist fest entschlossen diese wiederzuholen, koste es was es wolle. Hilfe bekommt er hierbei von seinen beiden besten Freunden und seinen Cousins. Doch der Dieb ist nicht gerade ein netter Kerl und geht auch mal über Leichen.

Dass Markenschuhe ein Statussymbol sind, ist in Deutschland auch ein Phänomen. Wer hier keine Nike, Adidas oder Vans trägt, braucht sich in der Schule nicht blicken lassen, was ich als eine erschreckende Entwicklung empfinde.

In Amerika ist das ganze aber noch eine Spur schlimmer – hast du da keinen gescheiten Style, hast Du keine Chance bei einem Mädchen zu landen.

Als Hauptdarsteller hat man sich einen knuffigen Kerl besorgt, mit dem man mitfiebert und das nur weil er seine Schuhe haben will. Das klingt extrem banal, ist aber interessant und auch glaubwürdig erzählt. Gerade die Beweggründe werden deutlich herausgearbeitet.

Der Film besteht auch nur aus schwarzen Darstellern – ich kann mich zumindest nicht erinnern, eine weiße Person gesehen zu haben, auch das ist sicherlich genau so gewollt.

Was allerdings bei einem, nennen wir es mal Schwarzendrama, völlig überrascht, sind die eingefügten, surrealen Elemente mit dem Astronauten, der die Gefühle und die Wünsche des Jungen parallel aufzeigt. Ein wirklich interessantes Experiment, das sich aber überraschend gut in den Film einfügt.

So bleibt unter dem Strich eine eigentlich simple, ja fast schon zu simple Story, die aber smart und interessant umgesetzt wurde.

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A SILENT VOICE (Themroc/Av-Visionen)

am 10. April 2018 unter Drama abgelegt

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In der Grundschule ist Shoya Ishida ein recht fieses Kerlchen und ärgert gerne andere. Da kommt ihm die gehörlose Shoko Nishimiya, die neu in seine Klasse kommt, gerade recht und er mobbt sie nach Strich und Faden. Auch ihre Hörgeräte verschwinden, genau wie auch das Mädchen bald von der Schule. Wer diese entwendet hat, liegt auf der Hand. Seine Mutter muss sämtliche Kosten für die von ihrem Sohn zerstörten Hörgeräte tragen. Einige Jahre später, ist Shoya erwachsen geworden und in der höheren Stufe. Mittlerweile plagen ihn auch seine damaligen Taten so sehr, dass er sich sogar umbringen will. Doch dann beginnt Shoya zu arbeiten, um der Mutter den Schaden zu ersetzen und macht sich auf die Suche nach dem gemobbten Mädchen. Als er sie findet, will sie zunächst nichts von ihm wissen, doch er bleibt am Ball, denn er möchte unbedingt sein schlechtes Gewissen bereinigen. Doch ist eine Freundschaft zwischen den beiden möglich?

Ich bin nun wahrlich kein ANIME-Experte und kenne nur die Basics, die jeder so gesehen hat.Von daher ist so eine Review schon eine Herausforderung, da ich nahezu keine Vergleichswerte habe und mich aber auch nicht blamieren will.

Fangen wir also mit dem naheliegenden an: Der Streifen wäre auch sehr gut als Realfilm vorstellbar, denn das Thema Mobbing ist immer wieder aktuell und die Charaktere sind schon im Anime sehr gut ausgearbeitet – da bräuchte man gar nicht viel umschreiben.

Was mir auffiel ist, das die Stimmen extrem gut gewählt waren. In asiatischen Filmen allgemein sind die deutschen Sprecher teilweise so unterirdisch schlecht, dass sie einem den ganzen Film versauen. Hier ist das wirklich gelungen. Ob das der Standard bei Animes ist, vermag ich nicht zu sagen.

Gerade die Figur der Shoko ist meiner Meinung nach in ihrer Darstellung sehr gut gezeichnet und wenn sie ein Tränchen vergießt, wirkt das erschreckend echt. Auch die Idee mit den Kreuzen, also das der Junge um sich herum einfach keinen mehr wahrnimmt, fand ich sehr gelungen.

So bleibt unter dem Strich ein schöner, teilweiser herzzerreißender Streifen, der aber meiner Meinung nach 20 Minuten hätte kürzer ausfallen können.

Da ich im Internet überwiegend positives lese, kann ich mit meiner Bewertung nicht so falsch liegen. Da ich aber keine Vergleichsmöglichkeit habe entfällt her die typische Chucky Richtlinie, aber ich spreche dennoch eine klare Kaufempfehlung für den Streifen aus.

4 BLOCKS (AV Visionen)

am 31. März 2018 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Ali “Toni” Hamady ist der Anführer eines arabischen Familienclans, bei dem alle Fäden des organisierten Verbrechens in Neukölln und Umgebung zusammenlaufen. Eigentlich möchte er aber mit dem ganzen Mist aufhören und ein friedliches Leben mit Frau und Kind verbringen. Ganz anders sein Bruder, der gewalttätige Abbas, dem das Leben sehr viel Spaß bereitet. Dann trifft Toni seinen alten Freund Vince wieder und integriert ihn als Person seines Vertrauens in die Organisation. Er weiß jedoch nicht, das dieser ein Undercoverspitzel der Polizei ist. Abbas begegnet ihm auch mit Misstrauen. Als der Schwager der beiden verhaftet wird, und es auch noch einen Krieg mit einer Rockerbande gibt, die ebenfalls den Bezirk für sich beansprucht, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, bei denen es auch Tote gibt.

Als ich mehrfach las DIE BESTE DEUTSCHE SERIE ALLER ZEITEN wurde ich schon stutzig, denn das ist nun schon ein hoher Anspruch. Nicht das die Deutschen jetzt bekannt dafür wären originelle und spannende Serien zu produzieren (müsste echt überlegen ob ich 5 zusammenbekomme) aber das Wort „beste“ schreckt mich immer ab, weil man dann oft enttäuscht wird. In diesem Fall nicht.

4 Blocks ist spannende Unterhaltung mit exzellenten Schauspielern, von denen vor allem Frederick Lau in einer für ihn ungewöhnlichen Rolle zu sehen ist, da er sonst eher viel quatscht und zappelt, wie z.b. in VICTORIA. Hier spielt er sehr zurückhaltend und kommt mit wenigen Worten aus.

Natürlich kann 4 Blocks einige Klischees nicht umschiffen. Alle Araber hören deutschen Hiphop oder sagen 10 mal am Tag „Bruder“ und „ich schwöre“ usw. Auch das Aussehen mancher Darsteller wirkt etwas aufgesetzt.

Das sind jedoch nur Abzüge in der B-Note. Die ersten 4 Folgen sind sehr gelungen, die letzten beiden würde ich wirklich als das beste bezeichnen, was ich aus Deutschland seit langem gesehen habe, denn da spitzt sich die Lage zu und es wird richtig spannend.

Angeblich soll es eine Fortsetzung geben, wobei ich mir das nur schwer vorstellen kann, wenn ich mir so die Entwicklungen gegen Ende anschaue und ob diese so gut wird wie der Vorgänger, bleibt dann auch abzuwarten.

Insgesamt vergebe ich 7 Chuckies, und das obwohl ich die ganze Zeit mit deutschem Hiphop vollgenudelt wurde, für den es normalerweise schon 3 Abzug gäbe – einfach nur grauslig diese Musik. In diesem Kontext passt sie aber eben gut und stört nicht wirklich, sondern untermauert das Geschehen.

Eine Warnung noch. Die FSK 16 Freigabe ist grenzwertig, denn der Streifen ist an manchen Stellen extrem brutal und sogar teilweise sadistisch. Also zartbesaitete Gemüter sollten besser beim Tatort bleiben.

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BORG VS. MCENROE (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1980: Das Wimbledon-Endspiel steht an und könnte für den amtierenden Champion Borg ein Triumphzug werden, da 5 Siege noch nie jemand vor ihm geschafft hat. Borg jedoch ist ausgebrannt und obwohl erst 24, denkt er bereits ans Aufhören. Ihm im Nacken sitzt ein junger, aufstrebender Amerikaner Namens Mc Enroe, der hungrig auf seinen ersten großen Titel ist. Im Gegensatz zu dem eher introvertierten Borg, ist dieser ein Schreihals und legt sich ständig mit dem Schiedsrichter und den Zuschauern an. Es beginnt nicht nur ein sportliches Endspiel, sondern auch ein Psychoduell zwischen den beiden Kontrahenten.

Sportfilme sind eigentlich meistens interessant, weil man viele Geschichten eben nicht so gut kennt. Da ich selbst als kleiner Steppke immerhin mal Nummer 3 in meinem Bundesland meines Altersjahresganges war, habe ich zum Tennis natürlich einen besonderen Bezug. Zudem war ich immer Mc Enroe-Fan, weil ich es liebte, das mal jemand Krawall machte und nicht immer, wie die meisten, reglos über den Platz schlich.

In Sachen Besetzung hat man hier alles richtig gemacht, denn sowohl Shia LaBeauf (der privat auch nicht gerade als Leisetreter gilt) als auch Sverrir Gudnason sind perfekt besetzt und haben sich im Vorfeld gut mit ihren Charakteren auseinandergesetzt, denn sie ahmen deren Eigenarten und zum Beispiel die Aufschlagbewegungen perfekt nach. Auch optisch hat man das (insbesondere bei Gudnason) gut hinbekommen.

Beide Sportler, die damals als große Rivalen galten und in der Presse sogar als Feinde dargestellt wurden, verstehen sich heute blendend, denn Borg ist sogar Mc Enroes Trauzeuge. Letzterer war mit dem Streifen auch nicht zufrieden, weil er die Dinge nicht so empfand, wie sie dargestellt wurden, während Borg meinte, das dies doch der Realität schon sehr nahekam.

Ein bisschen stressig sind die Schnitte während des Tennisspiels. Klar man schneidet immer wieder Originalszenen und nachgestellte dazu und muss da natürlich schnell cutten, damit man keinen Unterschied sieht, aber manchmal ist mir das zu hektisch.

Unter dem Strich ein interessantes Sportlerdrama, das allerdings doch eher Tennisfans interessieren dürfte. Einige Nebenfiguren wie zum Beispiel Peter Flemming, der später Doppelpartner Mc Enroes wurde und mit ihm totel auf Titel holte, werden nur kurz angeschnitten und wenn jemand sich nicht auskennt, weiß er gar nicht wer diejenige Person nun gerade ist und welchen Stellenwert sie hat. Zudem ist die Geschichte insgesamt etwas sehr auf den Schweden fixiert und nicht ganz ausgewogen. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert, alleine wegen des Flairs.

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IMMIGRATION GAME (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Europa in einer nahen Zukunft: Kein Land nimmt noch Flüchtlinge auf, außer Deutschland, allerdings muss man hierfür erst einen Spießrutenlauf überstehen. Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, wird man in der Fernsehsendung „Immigration Game“ eingesetzt. Wer als „Runner“ bei diesem Spiel mitmacht, wird am Berliner Stadtrand ausgesetzt und muss sich seinen lebensgefährlichen Weg bis zum Fernsehturm bahnen. Besonderen Anreiz für den deutschen Bürger – er kann ein Preisgeld einheimsen, für jeden Flüchtling den er tötet. Als der Versicherungsangestellte Joe einem hilft und dabei in Notwehr einen „Hunter“ tötet, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Es sei denn, er nimmt selbst als „Runner“ teil.

Das hört sich eigentlich ganz interessant an und Potenzial ist durchaus vorhanden, doch leider kein Budget. Auch wenn ich ja normalerweise ein Herz für B-Movies habe, wirkt das hier noch etwas sehr preisgünstig. Zudem haben die Darsteller alle merkwürdige Stimmen, was um so seltsamer ist, da es eine deutsche Produktion ist. Ich habe keinen der Hauptpersonen übrigens jemals vorher gesehen.

Zudem kann sich der Film nicht entscheiden, ob er jetzt ein Drama oder Thriller sein möchte. Und die Systemkritik ist weit hergeholt.

Natürlich sind Bezüge zu aktuellen Ereignissen hier gewollt, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das die neuen Gäste mal so etwas durchmachen müssen, da sie in Deutschland ja doch eher sehr wohlwollend aufgenommen werden.

Bevor ich aber zu politisch werde fasse ich das ganze mal als „netter Versuch einer Zukunftsutopie“ ab, der es aber sowohl an einer guten Kamera (hier wird gewackelt bis einem schwindelig ist) als auch an einem gescheiten Drehbuch fehlt.

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THE ART OF REVENGE (MFA/Alive)

am 01. März 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Als die junge Kunststudentin Noelle von ihrem charmanten Kommilitonen Luke auf eine Party eingeladen wird, ist sie zunächst hocherfreut, denn auf den steht sie schon ziemlich lange. Als man sich dann auf ein Zimmer begibt und mit dem Vorspiel beginnt, merkt sie aber, das sie doch noch nicht bereit dazu ist, was den Herren aber wenig stört, also vergewaltigt er sie. Jedoch glaubt ihr danach niemand unter anderem, weil man denkt, das Luke jede haben könne. Im Internet stößt sie auf einen ähnlichen Fall und nimmt mit der jungen Frau Kontakt auf. Ihr Hass gegenüber Männern wird daraufhin so groß, das sie beginnt einen nach dem anderen zu entsorgen.

Und wieder mal eine Eastwood, die die Hauptrolle spielt. Wie viele Kinder hat der Mann in seinem Leben eigentlich gezeugt, ich kenne ja schon alleine 3 die in der Schauspielerei tätig sind? Ähnlichkeit mit ihrem Vater hat sie allerdings überhaupt keine, insbesondere die Kulleraugen verbindet man nun wahrlich nicht mit Daddy Clint.

Und ich bin überrascht – das Mädel bringt durchaus schauspielerisches Talent mit, denn ihre Rolle als Kunststudentin ist durchaus facettenreich. Anfangs eher das unscheinbare Mauerblümchen, nimmt man ihr die Wandlung zum mordendem Vamp durchaus ab. Das aber alle Typen plötzlich auf sie stehen halte ich für etwas weit hergeholt.

Interessant ist die Verbindung zur Kunst, denn ist sie am Anfang eher eine mittelmäßig begabte Malerin, wächst die Qualität ihrer Bilder mit jeder ihrer Gewalttaten. Die Assoziation dieser beiden Dinge hat mir gut gefallen und kannte ich so noch nicht.. Allerdings hätte ich den Film anders enden lassen.

ART OF REVENGE ist eher ein Drama mit Thrillerelementen, auch wenn der Trailer etwas anderes vermuten lässt. Trotzdem unterhaltsam und an manchen Stellen auch recht morbide.

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THE FOREIGNER (Universum Film)

am 01. März 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Durch einen unglücklichen Zufall wird Fan, die Tochter des Lokalbesitzers Quan, bei einem Bombenattentat getötet. Sie war die letzte verbliebene Verwandte, nachdem er im Krieg schon Frau und die beiden anderen Kinder verlor. Nun sinnt er auf Rache. Dazu versucht er vom britischen Regierungsbeamten Liam Hennessy Namen der Täter zu bekommen, die für diesen Anschlag verantwortlich sind. Doch dieser verweigert die Aussage. Als Quan ihn mit kleinen Attacken wie zum Beispiel einer Bombe in der Toilette, zum Reden bringen will, fährt dieser schwere Geschütze auf, denn auch er hat einiges zu verbergen.

Ich muss mir einen Film mit Jackie Chan ansehen – das ist schon starker Tobak, denn dieser Mann geht eigentlich gar nicht, bezogen auf die Rollen die er in seinem Leben so gespielt hat. Alles recht dämliche Buddy-Komödien gepaart mit Astronauten-Kung-Fu.

Doch was ist denn mit dem passiert? Hat er eine Schauspielschule besucht? Er spielt die Rolle des verbitterten Vaters, der nichts weiter will, als seine Tochter zu rächen, erstaunlich nuanciert und glaubwürdig.

Zur Seite steht ihm Pierce Brosnan, der momentan anscheinend jedes Quartal einen neuen Film dreht und dabei kaum mal einen Ausfall hat, denn die letzten Streifen wie NOVEMBER MAN oder auch NO ESCAPE waren allesamt sehr gelungen. Da er genug Kohle hat, spielt er nun wohl die Rollen, auf die er Lust hat.

Insgesamt ist es an manchen Stellen allerdings etwas schwierig dem Film zu folgen, es sei denn man ist Fachmann im Bereich der IRA-Geschichte. Ich weiß darüber nur grob Bescheid und musste an manchen Stellen dann einfach über manche Dinge hinwegsehen, die allerdings auch nicht wirklich entscheidend für den Film an sich sind, dessen Grundgeschichte sich dann doch eher um die Rache Chans geht.

Nun kann man natürlich auch wieder sagen, dass es weit hergeholt ist, das ein 60-jähriger Mann, mal so eben einige trainierte Spezialisten ausschaltet – da diese Szenen aber eher begrenzt sind kann man damit auch leben.

So bleibt unter dem Strich ein durchweg spannender Streifen, in dem wie bereits erwähnt die Darstellung des Jackie Chan erstaunt. Brosnan ist eh immer gut. Längen gibt es so gut wie keine, trotz langer Laufzeit.

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WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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