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Archiv der Kategorie 'Drama'

LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE (Koch Media)

am 10. Juli 2018 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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An einem flirrend heißen Sommertag auf Korsika treffen in einer Burgruine mit Meerblick aufeinander: Malerin Luce und ihre beiden Lover, ein spleeniges Gangster-Trio, das gerade einen blutigen Überfall auf einen Gold-Transport durchgeführt hat, zwei in schweres dunkles Leder gekleidete Motorrad-Cops und drei scheinbar arglose Touristen. Ohne Rücksicht auf Verluste gehen alle Beteiligten aufeinander los, im Kampf um Leben und Tod – und um 250 Kilo reines Gold. Am nächsten Morgen gleicht das verlassene Örtchen einem blutigen Schlachtfeld…

So (leicht verändert) der Pressetext. Immerhin hat man es geschafft, meine Zusammenfassung, um 2 Zeilen zu übertreffen, denn mir wären definitiv nicht mehr eingefallen. Die Geschichte passt auf ein Post-It, soll aber wohl auch nicht zwingend die Intention sein.

Hier geht es darum in künstlerischen Kameraaufnahmen und Bildverfremdungen zu zeigen, das Arthouse-Kino auch schön brutal sein kann. Zudem bin ich froh, das ich das Internet habe, denn neben dem mir bekannten Giallo, hatte Italien auch den Poliziotti zu bieten, an dem sich dieser Film angeblich orientiert. Na dann.

Nach einer durchaus interessanten Einführung mit 2 pfiffigen Ideen, kommt erst mal Langeweile. Nach dem Überfall und dem Eintreffen der Polizei wird das ganze aber sogar recht spannend und hat in diesem Abschnitt sogar eine stringente und nachvollziehbare Handlung zu bieten.

Leider begeht man am Schluss den Fehler sich zu sehr in seine Bildverfremdungen zu verlieben und so geraten die letzten 10 Minuten leider arg überzogen.

Die beiden Regisseure haben vorher auch schon AMER gedreht und der ist auch perfekt als Referenz geeignet. Wer den mochte dürfte auch hier seine wahre Freude haben. Für Menschen die einen gradlinigen Actionthriller sehen möchten, dürfte das ein wenig too much Arthouse sein.

Ich selbst kann mich auch nicht wirklich entscheiden, denn teilweise waren die verwendeten Ideen (zum Beispiel die ständigen Zeitangaben) originell, manchmal aber übertreibt man es dann wieder total mit den bildlichen Experimenten.

Eine realistische Bewertung kann ich hier nicht geben, denn es wird Leute geben die begeistert aufschreien und von Kunst schwärmen, und andere werden das als kompletten Schrott bezeichnen. Ich liege irgendwo dazwischen.

SUGAR MOUNTAIN (Lighthouse)

am 03. Juli 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Miles hat ein Suchtproblem, er zockt einfach gerne. Als er das Erbe der Mutter durchgebracht hat und noch dazu bei dem brutalen Ganoven Joe Bright in der Kreide steht, kommt ihm eine Idee. In der öden Wildnis von Alaska wollen sie (seine Freundin und sein Bruder) sein Verschwinden vortäuschen. Daraufhin wird die ganze Stadt nach ihm suchen und es wird eine große Publicity geben, durch die man, per Rechteverkauf, an der Geschichte richtig viel Geld verdienen kann. Keine schlechte Idee, wie sich herausstellt, doch dann taucht Miles nicht mehr auf. Hat er sich verirrt und lebt er gar nicht mehr?

Juhu es gibt Geschichten, die noch nicht 100 mal erzählt wurden und diese findet man meistens immer in kleineren B-Movies, weil die Majors alles was man eh schon oft gesehen hat, immer wieder durchkauen.

Allerdings muss man sagen, das es sich hierbei mitnichten um einen Thriller handelt, wie der Trailer suggeriert, sondern eher um ein Drama mit spannenden Momenten und einigen, recht intelligenten Wendungen.

Der einzige mir bekannte Darsteller ist SAW 1 Opfer Cary Elwes, der den Sheriff spielt – die anderen Darsteller habe ich noch nie gesehen, aber insbesondere das Brüderpaar wurde sehr gut besetzt.

Dazu gibt es schöne Landschaftsaufnahmen, wobei ich nicht weiß, ob diese wirklich in Alaska gedreht wurden, denn da ist es doch sehr kalt. Der Titel des Films bezieht sich übrigens auf den Namen der Kleinstadt, in der der Film spielt.

Es müssen nicht immer 100 Millionen Dollar zur Verfügung stehen und Megastars, um einen feinen Film abzuliefern. Auch wenn SUGAR MOUNTAIN insgesamt einen Tick zu lang ausfällt, mit seinen fast 2 Stunden, ist die Geschichte gut und interessant bis zum Ende, welches auch logisch erscheint.

Zudem ist der Streifen hervorragend synchronisiert, was mich bei dem kleinen Label Lighthouse eh immer wundert, denn wenn man sich mal andere Indie-Produktionen anschaut, muss man auf das englische Original umswitchen, da die deutschen Stimmen nicht zu ertragen sind.

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THE CAVE (Lighthouse)

am 26. Juni 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Es ist sehr lange her, das das Pärchen Charlotte und Adrian ihren besten Kumpel Viktor gesehen hat, also beschließen sie ihn, spontan zu einer Höhlentour einzuladen, denn das ist das gemeinsame Hobby der 3 Protagonisten. Man trifft sich also um die Unternehmung zu starten und das in einer Höhle die noch ziemlich unerforscht ist. Als man entdeckt, dass hier schon vorher jemand war und ein Zelt zurückgelassen hat, ist man überrascht, macht sich aber keine weiteren Gedanken und erforscht weiterhin das Umfeld. Vor Adrian war Charlotte mit Viktor zusammen, der dies ihrer Meinung nach aber längst vergessen und überwunden hat – wenn sie sich mal da nicht täuscht. Als ein schmaler Gang einstürzt, gerät man in große Gefahr und auch die Stimmung unter den Herrschaften wird immer schlechter.

THE CAVE bekommt im Internet sehr gemischte Kritiken. Natürlich ist die Geschichte, dass die eine die Ex-Freundin des anderen ist etwas weit hergeholt – auf der anderen Seite ist es aber auch erfrischend, endlich mal wieder einen Thriller zu sehen, bei dem es keine Aliens, Mutanten, Monster oder sonstiges gibt.

Die Spannung wird nur aus der Lage der drei Darsteller und deren gegenseitiges Misstrauen bezogen und das erweist sich als genialer Schachzug, denn die Umgebung und menschliche Gefühle können auch reichen, um einen spannenden Thriller zu inszenieren.. Es müssen nicht immer Mutierte sei wie in dem (wenngleich auch gelungenen) DESCENT.

Der Streifen kommt mal wieder aus dem hohen Norden, wo man für Subtilität bekannt ist, allerdings nicht aus Schweden, das Vorreiter dieser Art Filme war, sondern aus Norwegen, wo auch schon sehr gute Produktionen entstanden, zum Beispiel die COLD PREY Teile.

Die Darsteller sind dem Zuschauer unbekannt, liefern aber eine sehr gute Leistung ab, zudem bleibt das Ende irgendwie offen, ein Nachklapp ist durchaus noch möglich, was ich begrüßen würde.

Fazit: Ein Film der seine Hauptspannung nur aus der räumlichen Enge bezieht, ist mal was ganz anderes. Da er nur knackige 78 Minuten geht, gibt es hier auch fast keinen Leerlauf. Mir hat der Streifen sehr gut gefallen, kann mir aber auch vorstellen dass es Menschen gibt, die das Nichtvorhandensein von Übersinnlichem stört.

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S.U.M.1 (Universum Film)

am 26. Juni 2018 unter Drama, SciFi, Suspense abgelegt

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Außerirdische Kreaturen haben auf der Erde die Macht übernommen und die Menschheit um 90 % reduziert, die nun in einem Versteck aus unterirdischen Bunkersystemen lebt. Der junge Militärrekrut S.U.M. 1 wird zur Erdoberfläche geschickt, um in einem entlegenen Wald von dem Wachturm eines Sicherheitskreises aus, die Aktionen der Außerirdischen zu beobachten und dabei zu helfen, die letzten Überlebenden zu schützen. 100 Tage dauert diese Mission und die können lange sein, ganz alleine in einem Bunker eingesperrt, denn draußen könnten eben die Aliens lauern. Dann erfährt er, dass sein Vorgänger diesen Job wohl nicht überlebt hat. Als er sich mehrmals nach draußen wagt und keinerlei Gefahren entdeckt, manifestiert sich in seinem Kopf der Gedanke, das es vielleicht gar keine Außerirdischen gibt oder sogar gab, sondern das hier ganz andere Mächte am Werk waren.

Anfangs weiß man gar nicht ob unser Protagonist ein Mensch ist, denn aufgrund seiner ganz hellen Haare und Augen glaubt man, er sei ein Cyborg oder Roboter, doch die Erklärung hierfür fand ich sehr gut.

Nach etwas langsamen Beginn entwickelt sich der Streifen dann zu einem spannenden Sci-Fi-Kammerspiel, das man fast auch im Theater hätte verfilmen können, da es nur ganz wenige Außenszenen gibt.

Der Hauptdarsteller ist mir gänzlich unbekannt da ich GAME OF THRONES nicht schaue. Als ich ihn im Interview gesehen habe musste ich aber dann wirklich mal grinsen, denn den haben sie ja in dem Streifen wirklich total entstellt. In einer Nebenrolle ist hier Andre Hennicke zu sehen, der normalerweise eher in deutschen Dramen auftritt.

Erst nach dem Film habe ich in den Extras erfahren, das es sich hier tatsächlich um eine deutsche Produktion handelt, als der Regisseur ein sehr interessantes und unterhaltsames Interview gibt, das die Probleme der Produktion und dem niedrigen Budget erläutert.

Produziert wurde das ganze von Christian Alvert, der sich mit Streifen wie ANTIKÖRPER oder FALL 39 einen Namen gemacht hat.

Wer gerne Filme  mit viele Effekten sieht, ist hier natürlich falsch – natürlich sind diese vorhanden aber nur in kleinem Umfang und auch nicht so wirklich überzeugend. Trotzdem ist die Geschichte bis zum absolut genialen Schluss (wobei man hier vorher ganz geschickt auf eine falsche Fährte gelockt wurde) spannend inszeniert.

Für Freunde des B-Movies ein ganz sicherer Tipp.

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WIND RIVER (Universum Film)

am 26. Juni 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Auf der Jagd nach Pumas findet Fährtenleser Cory Lambert in der Wildnis des kleinen Indianer-Reservats “Wind River” die Leiche einer jungen Frau. Ähnliches passierte seiner Tochter ein paar Jahre zuvor, woran seine Ehe zerbrach. Um der Sache auf den Grund zu gehen schickt das FBI die komplett unerfahrene Jane Banner an den Tatort, einfach nur weil sie am nächsten dran war. Sie engagiert daraufhin Lambert, der das Gebiet kennt und einen guten Riecher hat. Auch die Polizei unterstützt sie bei den Ermittlungen und bald führen sie Spuren zu einem Täter. Doch der hatte bei seinem Verbrechen rege Mithilfe von anderen.

Der Film bekommt in nahezu allen Foren überragende Bewertungen, denen ich mich in dieser Form nicht anschließen kann. Sicherlich ist die Idee in dieser Umgebung einen Thriller zu drehen reizvoll und die Naturaufnahmen sind auch wirklich gelungen.

Bis das ganze mal ins Rollen kommt, vergeht allerdings jede Menge Zeit. Auch das der Protagonist schon einmal so eine ähnliche Erfahrung mit seiner Tochter machte, ist mir zu sehr aus dem Klischeebuch für traumatisierte Polizisten entnommen (auch wenn er in dem Fall ein Jäger ist)

Als der Fall in die Gänge kommt und sich langsam die Hintergründe herausstellen, wird es dann auch spannender und besser und der Showdown ist in meinen Augen auch sehr gelungen.

Jeremy Renner versucht extrem zurückhaltend zu spielen, was man ihm aber nur bedingt abnimmt, während Elizabeth Olsen als Greenhorn des FBI überzeugt. In einer Nebenrolle ist der unverwüstliche Graham Greene zu sehen, der schon in HALBBLUT, der auch in einem Reservat spielte, zu überzeugen wusste. Das war die Zeit in der Val Kilmer noch gute Filme drehte.

Nicht das ich WIND RIVER jetzt schlecht reden möchte. Die Geschichte ist aufgrund des Ortes interessant, aber mir zieht sich das alles ein wenig und der Regisseur verlässt sich zu sehr auf die Kraft seiner Naturbilder. Für mich zudem eher ein Drama als ein Thriller…

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DER CLUB DER ROTEN BÄNDER – FINALE STAFFEL (Universum Film)

am 14. Juni 2018 unter Drama, TV-SERIE abgelegt

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Wie? So spät kommt der mit der Bewertung der dritten Staffel werden sich jetzt einige denken – die gibt es doch schon ewig auf dem Markt. Stimmt, aber ich hatte ein großes Problem, nämlich das ich die letzten beiden Folgen lange vor mir hergeschoben habe, weil ich wusste, es sind die letzten die ich zu sehen bekomme. Auf diesen Umstand gehe ich später noch mal ein.

Der Club hat Benito beerdigt und kehrt in das Krankenhaus zurück. Leo unterzieht sich erneut einer Operation. Während Jonas sich in seine Schwimmlehrerin verliebt, die nur leider doppelt so alt ist wie er. Hugo versucht, ein normales Leben zu führen, was allerdings nicht gelingt, da er in der Schule gehänselt wird. Emma hat ihre Krankheit im Griff, lebt aber in ständiger Sorge um Leo und während Alex weiterhin als Gast kurze Einsätze hat, lernt Toni die Liebe kennen, ein Gefühl, mit dem er als Autist nur schwer umgehen kann.

Man sieht also, hier ist noch jede Menge Raum für weitere Geschichten rund um den Club, zumal nur die erste Staffel vom Original adaptiert wurde, während die Nachfolger von 2 deutschen Autoren geschrieben wurden.

Auch wenn ich vorher schon volle Punktzahl vergab, setzt diese Staffel nochmal einen drauf. Das liegt vor allem daran, das die Darsteller, die sich wohl auch privat extrem gut verstanden haben sollen, so aufeinander eingespielt sind, das das ganze nicht mehr wirkt wie eine gespielte TV-Produktion, sondern eher wie eine reale Dokumentation.

Insbesondere Nick Julius Schuck muss ich hierbei hervorheben, der ja nun eine gänzlich andere Rolle spielt, als nur im Bett rumzudösen, und das wirklich klasse erledigt.

Soweit mein Lob und jetzt kommt mein Gemecker. Niemand kann mir erklären, wieso diese Serie eingestellt wird. Auch von VOX habe ich dazu keinerlei Information bekommen, während visueller Sondermüll wie GZSZ oder BERLIN TAG UND NACHT hier Jahre lang jeden Tag ausgestrahlt wird.

Und man schaue sich mal die Kritiken an – egal ob bei amazon oder von Rezensenten, die das beruflich tun – alle sind begeistert. Anscheinend hat man das nun gemerkt und will nächstes Jahr einen Spielfilm hinterherschießen der VOR den Ereignissen, der ersten Staffel spielt. Das sehe ich mehr als kritisch. Tim Oliver Schulz ist dann 31 und soll einen 15 jährigen spielen? Und der oben erwähnte Herr Schuck ist ja mittlerweile vom Kind zum Teenager geworden, wie soll das gehen? Ich befürchte da großen Murks.

Fazit: Leider geht einer der besten Serien nun zu Ende – meiner Meinung nach ungerechtfertigt, zumal ja auch die Einschaltquoten stimmten. Fast alle Charaktere sind noch nicht auserzählt und wenn man die Geschichten eh selbst schreibt und nicht adaptiert, dann wäre doch hier noch einiges möglich gewesen. Natürlich volle Punktzahl, aber mit erheblichem Unmut..

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BRIMSTONE (Koch Media)

am 07. Juni 2018 unter Drama, Horror, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Ende des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Westen: Die junge Liz hat einen älteren Witwer geheiratet, der sie aufnahm, obwohl sie keine Zunge mehr hat und nicht sprechen kann. Sie kümmert sich auch rührend um die beiden Kinder. Eines Tages jedoch kommt ein neuer Referent in die Stadt, den Liz nur allzu gut kennt. Als sich verschiedene merkwürdige Dinge ereignen und Madame dafür verantwortlich gemacht wird, verschwindet sie. Doch das Grauen ist damit nicht zu Ende.

Die Zusammenfassung habe ich bewusst kurz gehalten, denn man könnte diese fast zu einem Roman ausarten lassen, denn das o.g ist nur die Essenz von eines der 4 Kapiteln, die dieser Streifen beinhaltet. Diese nennen sich

Offenbarung, Exodus und Genese  und Rache.

Jetzt werden einige erschrocken zusammenzucken und denken es handelt sich hier um einen biblischen Film mit viel Gottgelaber und Metaphern. Sicherlich spielt Religion in diesem Film eine Rolle, aber nur eine insgesamt eher untergeordnete.

Hauptsächlich geht es darum zu zeigen, wie die Frauen zu dieser Zeit behandelt wurden und nahezu keine Rechte hatten und entweder von ihren Männern geschlagen wurden oder als Nutten in einem Bordell endeten. Das ist zwar etwas dick aufgetragen, aber in vielen Fällen war das eben so.

In allen 4 Kapiteln spielen die Charaktere der Liz und des Referent die Haupttrolle. Es dauert ein wenig bis man erkennt, das die Geschichten zusammengehören, aber nicht in der zeitlichen Reihenfolge erzählt werden (da kennt Pearce sich ja seit Memento aus).Normalerweise ein Stilmittel, welches mir nicht unbedingt zusagt, das aber hier hervorragend umgesetzt wurde.

Ich habe auf meiner Seite bei einem einzigem Film noch nie so viele Genre markiert, aber BRIMSTONE bietet wirklich sowohl Drama, Mystery, Thriller als auch Horrorelemente. Sehr gut passt hierzu, dass der Streifen, gerade in den dunklen Szenen, fantastisch ausgeleuchtet wurde.

Weder Dakota Fanning (ging mir früher auf den Nerv, weil sie in jedem Film mitspielte, in dem man ein 8-13 jähriges Mädchen zu besetzen hatte), als auch Guy Pearce (teilweise grottenschlechte Filmauswahl) sind besondere Favoriten von mir, spielen aber hervorragend. Insbesondere der normal eher smarte Pearce hat sichtlich Spaß an der Rolle des dämonischen Referents.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Genre-Misch-Masch der aber erstaunlich gut funktioniert und das sagt jemand, der Geschichten, die in anderen Jahrhunderten spielen, eigentlich grundsätzlich erst gar nicht schaut. Daher eine klare Empfehlung von meiner Seite. Die FSK Freigabe ist fast grenzwertig…eine 18er Einstufung hätte ich auch verstanden, denn der Streifen hat schon üble Szenen.

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IT COMES AT NIGHT (Universum Film)

am 31. Mai 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Der siebzehnjährige Travis und seine Eltern Paul und Sarah gehören zu den letzten Überlebenden einer Seuche, die auf der Erde grassierte. Sie leben zusammen in einem einsamen Haus im tiefsten Wald und versuchen zu überleben, was sich mit immer mehr zur Neige gehenden Lebensmittel und Wasser nicht leicht gestaltet. Eins Tages will jemand bei Ihnen einbrechen. Nachdem Travis sich vergewissert hat, das dieser Herr nicht erkrankt ist, nimmt er ihn und seine Familie bei sich auf, zumal die drei einiges an Nahrungsvorräten zur Verfügung haben. Als Travis den kleinen Sohn der Gäste nachts findet und dieser wohl mit der Krankheit in Berührung kam, wächst das Misstrauen immer weiter.

Hier hat man ganze Arbeit geleistet. Filmtitel irreführend, Cover irreführend, Trailer irreführend, denn man bekommt im Gesamteindruck suggeriert, dass es sich hier um einen blutigen Horrorstreifen handelt – das ist allerdings völlig falsch.

Es ist vielmehr ein Drama, ja fast ein Kammerspiel, das sich damit auseinandersetzt, wie Menschen in gewissen Situationen (in diesem Fall die schlimme Seuche) verhalten, um ihr Weiterleben zu gewährleisten.

Wenn man mit dieser Prämisse an diesen Film herangeht, würde ich ihn auch als gelungen bezeichnen, wobei ich Joel Edgerton noch nie in dem Genre gesehen habe. Er war übrigens als ausführender Produzent mit an Bord.

Allgemein gefällt was die Schauspieler abliefern und die Enge des Hauses verstärkt das beängstigende Gefühl noch. Außenszenen sind relativ rar.

KEINER, der den Trailer hierzu gesehen hat, wird nachher positiv über diesen Film sprechen. Das Ganze erinnert mich an wenig an INTO THE FOREST mit Ellen Page, der als „postapokalyptischer Thriller“ verkauft wurde, dann aber im Grunde genommen einen ähnlichen Ansatz hatte, wie dieser Streifen hier:

Wer sich auf diesen Film einlassen kann dem dürfte er gut gefallen, auch wenn ich nicht wirklich verstanden habe was denn jetzt eigentlich AT NIGHT kommt……

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RED SPARROW (Fox)

am 24. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Nicht das jemand glaubt, ich wäre nun plötzlich ein Fan von FOX, aber im Moment kommt so wenig interessantes auf den Markt, dass ich heute gleich 2 Filme bespreche.

Die russische Tänzerin Dominika Egorova (so Namen kann man sich echt nur ausdenken) hat eine große Karriere vor sich. Nach einem Unfall auf der Bühne wird sie jedoch nie wieder tanzen können. Was passiert nun mit ihrer Mutter und der Wohnung die von ihrem Arbeitgeber bezahlt wird? Ihr Onkel macht ihr daraufhin ein Angebot. Sie soll nach einer gründlichen Ausbildung den CIA-Agenten Nathaniel Nash (unfassbar solche Namen) infiltrieren. Dazu wird sie in allerlei Verführungskünsten geschult. Nach dem harten Training nimmt sie auch Kontakt mit ihm auf, doch wird er ihr Spiel nicht durchschauen?

Tja und wir dürfen Jennifer Lawrence zusehen, wie sie eben dieses undurchsichtige Spiel satte 136 Minuten spielt. Und das sind definitiv 20 Minuten zu viel. Das liegt auch daran, das man ihre Geschichte am Anfang relativ ausführlich erzählt, was aber gar nicht zwingend nötig gewesen wäre.

Trotzdem fand ich den Streifen recht unterhaltsam und zudem bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt. Den Höhepunkt hierbei stellt Charlotte Rampling dar, die als gefühllose Leiterin des Sparrow-Lagers, mit knallharter Miene und krassen Methoden, eine tolle Leistung abliefert. Joel Edgerton sieht man eh immer gerne und Jeremy Irons Rolle fällt etwas klein aus.

Allerdings hätte es auch gereicht statt dreißig Russenklischees nur zehn zu bedienen, denn das geht einem mit der Zeit dann doch auf den Zeiger und man sieht, dass der Film von einem amerikanischen Regisseur gedreht wurde. Mit dem arbeitete Lawrence auch schon in den (aus meiner Sicht eher mäßigen) Panem-Filmen zusammen. Man könnte meinen, wir befinden uns noch im Kalten Krieg, denn die Russen werden hier wirklich arg negativ dargestellt. (wobei das ja wieder in Mode ist)

Immerhin weiß der Genre-Mix aus Spionage-Film, Thriller und Drama zu überzeugen und auch sonst kann man dem Film eigentlich nichts vorwerfen, wenn man über die v.g. Dinge hinwegsieht Das Ende ist zudem recht pfiffig und man weiß wirklich nicht, auf welcher Seite die Hauptdarstellerin nun steht – eigentlich zu fast keinem Zeitpunkt des Films.

So bleibt unter dem Strich ein grundsolider, an manchen Stellen jedoch nicht ganz logischer Streifen, in dem nur die Russenklischees ab und an überhand nehmen.

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THE WHISKEY BANDIT (Koch Media)

am 24. Mai 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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In den 90er Jahren wird Ungarn von einer Reihe Banküberfälle erschüttert, für die Attila Ambrus zuständig ist. Nachdem er in seinem Leben viel Mist erlebt und sich mit Bestechungsgeld die ungarische Staatsbürgerschaft ergaunert hat, ist die Kohle komplett alle. Er weiß sich nicht mehr zu helfen, zumal er auch gerade die große Liebe kennengelernt hat. Also beginnt er, Banken auszurauben, um das Leben zu finanzieren. Eines Tages erzählt ein Opfer, das er nach Whiskey gerochen haben soll, und daraufhin bekommt er den Stempel „Whiskey Bandit“ aufgedrückt, der in der Öffentlichkeit auf deutlich mehr Zuneigung als Abneigung stößt, was dem zuständigen Ermittler gar nicht passt.

Nimród E. Antal ist wieder in seiner Heimat angekommen. Der Regisseur der mit KONTROLL damals einen Geheimtipp landete, wurde daraufhin für Hollywood „gecastet“ und durfte da ein paar Filme drehen. Außer dem soliden MOTEL kam dabei aber nur ziemlicher Mist heraus, denn PREDATORS kann man nun wirklich nicht anders bezeichnen.

Hier setzt er nun dem ungarischen Dieb Attila Ambrus so etwas wie ein kleines Denkmal. Der Mann ist in Ungarn bekannt wie ein bunter Hund, was Antal dazu veranlasste, seinen Film in Rückblenden zu erzählen. Aus Sicht der Ungarn, die die Geschichte um den Räuber, der gleichzeitig professioneller Eishockeyspieler war, (!) sicherlich kein Problem.

Für Menschen wie mich oder andere Leute die diesen Herren nicht kennen, erweist sich dieser Erzählstil allerdings als etwas unglücklich, denn eigentlich weiß man nach nur wenigen Minuten, wie der Film ausgeht, abgesehen von einer kleineren Überraschung gegen Ende. Das hätte ich anders gedreht.

Ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Antal legt sehr viel Wert auf Charakterzeichnung und resümiert punktgenau, wie sein „Held“ in diese Situation geriet – mit Rückblicken in die Kindheit und seiner Jugend. So ist das ganze auch deutlich mehr ein Drama. Welchen Film der Kritiker der den Film als „ Ein Actionspektakel, wie man es noch nie gesehen hat” (Filmtett)“ bezeichnete, weiß ich daher nicht.

Das heißt nicht, da der Film schlecht wäre, aber mit der Beschreibung hat er nun gar nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um die Lebensgeschichte eines Mannes, der nicht gerade viel Glück hatte und als es dann mal auf seiner Seite war, er den Bogen überspannte.

Fazit: Fein gezeichnetes Portrait, das jedoch NICHTS mit einem Thriller oder Actionfilm zu tun hat, sondern ein ordentlich gespieltes Drama ist…

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