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Archiv der Kategorie 'Drama'

COME AND FIND ME (Splendid)

am 19. April 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Es ist mittlerweile ein Jahr her, das Claire verschwand. Eines Morgens wachte David auf uns eine Freundin lag nicht neben ihm. Nach einigen Tagen realisierte er, das sie sich aus dem Staub gemacht hat. Doch warum? Es gab keinen größeren Streit und die beiden passten auch gut zusammen. Oder wurde sie entführt? Auch nach dieser langen Zeit kann sich David mit den offenen Fragen nicht abfinden und forscht weiter nach ihrem Verbleib. Doch die Angelegenheit wird immer mysteriöser, zumal sich herausstellt, das Madame weder Claire hieß und auch nicht an das College ging das sie ihm genannt hat. Als er einen unentwickelten Film findet, gibt es neue Hinweise, denen er nachgeht. Doch langsam dämmert ihm, das er sich damit auch in Lebensgefahr begibt, denn einige der Bilder führen ihn in dubiose Kreise.

Ich habe die Zusammenfassung gefühlte 20 Mal umgeschrieben, weil ich immer wieder der Meinung war, zu viel zu verraten. Für den Rezensenten eher nervig, bedeutet das aber meist, das der Film gelungen ist – so auch in diesem Fall.

Die Art und Weise wie man in Rückblenden, während der Nachforschungen die David betreibt, das Verhältnis der beiden erzählt bekommt, ist sehr schön inszeniert. Das nimmt zwar immer wieder etwas Tempo aus dem Streifen, schadet ihm aber in keinster Weise, wie es vielen Filmen geht, die sich in diesen Rückblenden gerne verhaspeln. Hier wirkt das alles komplett stimmig.

Noch dazu ist David kein Superheld. Seine Handlungsweisen sind absolut nachvollziehbar und er mutiert auch nicht innerhalb der ungewöhnlich langen 112 Minuten zu einem Superagent, wie es ja in vielen Streifen der Fall ist, in denen sich die Protagonisten dann plötzlich cool aus den größten Gefahren befreien. Das wird hier komplett vermieden. Das macht den Charakter nicht nur glaubwürdig, sondern auch sympathisch.

Aaron Paul sagt mir erstmal gar nichts. Kann mich auch nicht erinnern, ihn mal in irgend einem Film gesehen zu haben, liefert aber eine tolle Leistung ab. Ebenso Annabelle Wallis, die aber auch einen interessanten Charakter gezeichnet bekommen hat.

Die letzten 20 Minuten sind zwar ein wenig konfus und die Wende zum Schluss ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre. Zudem bekommt der Zuschauer nicht alles erklärt, sondern muss sich das ein oder andere selbst zusammenreimen. Klasse hingegen jedoch wieder das Ende, bei dem der Regisseur statt einer wüsten Ballerorgie (die sich angeboten hätte) einen fast schon romantischen Ausklang findet.

COME AND FIND ME ist für mich ein kleiner Geheimtipp. Der eher schmal budgetierte Film hat eine sehr eigenwillige Struktur. Dazu gibt es passend noch einen elektronischen, aber eher zurückhaltenden Soundtrack, der das Gesehene angemessen untermalt.

Fazit: Wirklich interessante Mischung aus Thriller und Drama mit einer schönen Atmosphäre und einem ungewöhnlichen Erzählstil. Auf den muss man sich allerdings einlassen.

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SHUT IN (Universum Film)

am 19. April 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Mary Portman ist eine anerkannte Kinderpsychologin, benötigt aber selbst Unterstützung, seit ihr Mann und ihr Sohn einen Autounfall hatten, Ersterer starb dabei, letzterer liegt bewegungsunfähig im Bett und muss von ihr betreut werden. Besonders den gehörlosen 9 jährigen Tom hat sie in ihr Herz geschlossen, doch die Therapie mit ihm soll abgebrochen werden. Zudem leidet Mary an Halluzinationen, hört Geräusche, hat das Gefühl, das Personen in Zimmern herumlaufen. Dann zieht auch noch ein Sturm auf und sie und ihr Sohn sind völlig von er Außenwelt abgeschnitten. Anscheinend befindet sich aber ein ungebetener Gast im Haus – und der hat schlechte Laune.

Selten ist es der Fall, das gleich 2 meiner Lieblingsschauspieler in einem Thriller zu sehen sind.. Naomi Watts rettet selbst die größte Gülle mit ihrer Präsenz und Oliver Platt mochte ich schon immer.

Dazu gesellt sich der kleine Jacob Tremblay der schon BEFORE I WAKE vorm Absturz bewahrte und Charlie Heaton aus STRANGER THINGS (wo bleibt da bitte die Fortsetzung???). Nicht die schlechteste Besetzung für eine eher kleine Produktion.

Skandalös ist es aber, das der von mir so geschätzte Peter Outerbridge (RE-GENESIS in der er die Hauptrolle spielte, ist für mich eine der besten Serien aller Zeiten) nur so eine kleine Rolle hat.

Der Film wird in allen Foren komplett niedergemacht und zerrissen. Das kann ich leider nur bedingt nachvollziehen. Die ersten 60 Minuten ist das Ganze ein sehr behutsam aufgebautes Drama mit Thriller-Elementen – ohne Blut, ein wenig wie THE OTHERS in der Neuzeit.

Ok, pünktlich zum Showdown packt der Regisseur dann den Holzhammer aus und sein Film mutiert in einem sehr konventionellen Finale, das aber nun auch nicht so schlecht ist das man dem Film weniger Punkte geben muss, als Schrott wie ID2.

Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, SHUT IN hätte seinen ruhigen Erzählstil beibehalten. Die Wende kurz vor Schluss ist zudem gelungen und wie diese dem Zuschauer (über einen Skype-Anruf) vermittelt wird, erst recht.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus gelungener Streifen, der im letzten Drittel seine Linie leider etwas verlässt. An den schauspielerischen Leistungen gibt es gar nichts auszusetzen. Für meinen Geschmack reicht das für

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SNOWDEN (Universum Film)

am 07. April 2017 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Worum es in diesem Film geht, und wer dieser Mann ist, dürfte wohl so ziemlich jedem bekannt sein, der die letzten 10 Jahre nicht in einem Bunker gelebt hat, daher hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung. Nachdem seine militärische Karriere an einem komplizierten Beinbruch scheitert, wechselt der geniale Programmierer Edward Snowden zur CIA. Für diese schreibt er Programme, die es der Regierung ermöglichen, andere auszuspionieren. Doch mit der Zeit kommen ihm Zweifel an dem was er da tut, erst recht als er entdeckt, das auch die eigene Bevölkerung vor der Überwachung nicht mehr sicher ist. Zudem ist er erschüttert, wie Menschen per Drohnenangriffe eben mal andere töten und dann gemütlich nach Hause gehen. Nach einiger Zeit hat er so viele skandalöse Dinge gesehen, das er sich genötigt sieht, diese zu veröffentlichen. Auch wenn ihm bewusst ist, das sein Leben, wie er es kennt, vorbei sein wird.

Wer anders außer Oliver Stone kann so etwas verfilmen? Eigentlich keiner. Das Gewissen der USA, hat schon mit JFK bewiesen, das er einen an sich recht trockenen Stoff, interessant umzusetzen vermag. Auf der anderen Seite weiß man natürlich bei ihm auch nie genau, was wahr ist und was er dazugedichtet hat. Daher bekommt man am Anfang des Streifens gleich den Hinweis, das einige Dinge etwas dramatischer gezeigt werden, als die in der Realität wirklich waren.

Das liegt aber meiner Meinung nach durchaus im Ermessensspielraums eines Regisseurs, der die Leute ja auch unterhalten will, und SNOWDEN ist nunmal keine Dokumentation.

Bei Stone ist es wie bei Soderbergh – wenn der Mann ruft, kommen sie alle und belegen dafür selbst kleine Nebenrollen wie etwa Timothy Olyphant oder Nic Cage. Mit Lewitt hat er zudem den perfekten Snowden gefunden, der seinem Original sogar ein bisschen ähnlich sieht.

In den sehr interessanten Interviews bekommt man sogar erklärt, das der Hauptdarsteller die Gestik, den Gang und sogar die Sprache seines lebenden Vorbildes imitiert. Respekt!! Oliver Stone äußerst sich in den Extras noch ausführlich zu seinen Beweggründen den Film zu machen und wie seine Meinung zu Snowden ist, der am Ende des Films tatsächlich noch einige Minuten sich selbst spielt – eine gelungene Idee.

Fazit: Bei dieser realen Vorlage kann man als Regisseur nicht viel falsch machen und so hat Stone hier einen spannenden und hervorragend gespielten Streifen hingelegt.. Auch wenn einige Dinge etwas verändert wurden, damit das Geschehene unterhaltsamer wird, hält er sich wohl doch weitestgehend an die Fakten. An die Nummer mit dem Zauberwürfel glaube ich jedoch nicht.

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EIN AMERIKANISCHES IDYLL (Splendid)

am 07. April 2017 unter Drama abgelegt

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Seymour Levov, von allen nur der „Schwede“ genannt ist ein herausragender Footballspieler. Er heiratet seine Traumfrau Dawn und übernimmt in den späten Fünfzigern die Fabrik seines Vaters. Also dann noch ein Kind geboren wird, scheint das Glück perfekt. Doch als Merry erwachsen wird, ist der Vietnamkrieg in vollem Gange. Sie bekennt sich ganz klar dagegen und hat auch kein Problem damit, ihren Protest offen zu zeigen. Als Sie in Verdacht gerät eine Bombe gezündet und Menschen getötet zu haben, verschwindet sie aus dem Leben ihrer Eltern. Nach einigen Jahren ist die Ehe der beiden am Ende und Dawn hat kein Interesse daran ihre Tochter zu finden, nur Seymour sucht weiterhin nach ihr und glaubt die vielen bösen Dinge nicht, die über sein kein Kind verbreitet werden.

Ewan Mc Gregor hat in den letzten 10 Jahren nicht einen wirklich schlechten Film gedreht und sich als Schauspieler hervorragend entwickelt. Wer hätte nach Trainspotting gedacht, das er überwiegend in anspruchsvolleren Rollen zu sehen sein wird? Ein amerikanisches Idyll ist nun sei Regiedebüt – und es ist sehr schwer zu bewerten.

Der Streifen hat zwar eine gute Geschichte, gerät an manchen Stellen aber etwas geschwätzig. Die Besetzung ist hervorragend, doch insbesondere die von mir eigentlich sehr geschätzte Jennifer Connelly verfällt im Laufe des Films ins Chargieren, was man von ihr überhaupt nicht gewohnt ist. Dakota Fanning ist einigermaßen glaubwürdig, bekommt aber teilweise vom Drehbuch recht überkandidelte Sätze vorgeschrieben. Am besten schneidet diesbezüglich hierbei der Regisseur und Hauptdarsteller ab, sowie David Straithairn, der den Rahmen der Geschichte bildet, als er den Bruder von Seymour auf einer Klassenfeier widertrifft.

Der Film kann sich nicht entscheiden, ob er nun ein Drama oder doch lieber Krimi (Thriller möchte ich hier nicht verwenden) sein will und hat diverse Unterbrechungen im Tempo, was doch stört und droht in manchen Passagen an seinem eigenen Anspruch zu ersticken. Dennoch ist er natürlich edel bebildert und geschnitten.

Ganz schwer zu bewerten dieser Streifen. Ich denke der normale Zuschauer wird sich langweilen, der Arthouse Fan wird hieran Gefallen finden und das Feuilleton mit Sicherheit in Euphorie verfallen. Daher ist alles drin zwischen:

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und

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BEFORE I WAKE (Capelight)

am 07. April 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Nachdem Jessie und Mark durch einen Unfall ihren Sohn verloren haben, entscheiden Sie sich, den 8-jährigen Cody zu adoptieren, einen lieben Jungen, der Schmetterlinge liebt und schon in einigen Pflegefamilien war. Doch er versucht alles um nicht einzuschlafen, hat sich sogar Koffeintabletten besorgt. Irgendwann schafft es natürlich auch er nicht diesem natürlichen Bedürfnis zu entgehen. Dann passiert seltsames. Es tauchen mysteriöse Schmetterlinge in bunten Farben im Wohnzimmer auf. So gestaltet sich eine wundervolle Welt während er schläft und auch der verstorbene Sohn des Ehepaars erscheint. Nur hat der kleine leider nicht immer positive Gedanken, und so manifestieren sich seine Alpträume ebenfalls und bringen sich und seine neue Familie in Gefahr.

Der subtile Horrorstreifen beginnt ganz stark. Die ersten 45 Minuten sind richtig gut und die dort gezeigten Bilder entfalten eine enorme Faszination. Doch irgendwann bekommt der Film die Kurve nicht mehr und wird mit zunehmender Spieldauer immer obskurer und auch langweiliger, was im zweiten Abschnitt eines Filmes grundsätzlich tödlich ist.

Die Auflösung ist zwar einigermaßen gelungen, doch der Weg dahin gestaltet sich zäh. Zudem sind einige Handlungsweisen der Protagonisten nicht oder nur bedingt nachvollziehbar, insbesondere die von Jessie. (kann nicht mehr schreiben wegen Spoilergefahr)

Der kleine Jacob Trambley liefert eine hervorragende Performance ab und spielt alle gegen die Wand, was jedoch bei den eher bescheidenen Fähigkeiten von Frau Bosworth, (die sich aber immerhin müht) auch nicht schwierig ist. Thomas Jane ist wie immer solide.

Nachdem Regisseur Flanegan mit OCCOLUS einen originellen, mit OUIJA einen zumindest spannenden Horrorfilm abgeliefert hat, schwächelt sein Drehbuch hier etwas. Das soll jetzt nicht heißen das BEFORE I WAKE ein Reinfall ist, aber irgendwie erwartet man sich nach dem starken Auftakt etwas mehr. Die Bilder allerdings bleiben bis zum Schluss faszinierend.

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INTO THE FOREST (Capelight/Alive)

am 28. Februar 2017 unter Drama, SciFi, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Als plötzlich der Strom ausfällt, glaubt man nur an ein kurzfristiges Phänomen, doch als das ganze über Wochen und Monate anhält, machen sich die beiden ungleichen Schwestern Nell, Eva und ihr Dad, die mitten im Nirgendwo im Wald leben doch langsam Gedanken, zumal die Lebensmittel ausgehen. Insbesondere für die wissbegierige und vom Internet abhängige Nell ist das ganze nur schwer zu verkraften. Auch weitere Ausflüge in die weit entfernte Stadt gestalten sich schwierig, da kein Benzin mehr vorhanden ist. Als dann noch der Vater der beiden bei einem Unfall stirbt, sind die beiden völlig auf sich alleine gestellt und müssen von dem leben, was der Wald hergibt.

Das Problem das INTO THE FOREST hat ist ganz einfach, das diese Geschichte keinen Stoff für einen sage und schreibe 106 Minuten lang Film hergibt, denn irgendwann wird das ganze langweilig. Die Grundidee ist gelungen und auch das Verhalten der Menschen (will nicht spoilern) scheint mir nicht allzu weit hergeholt.

Doch irgendwann geht der Streifen einfach nicht mehr vorwärts und man sieht den beiden Schwestern nur noch zu, wie Sie langsam dahinvegetieren. Auch der Handlungsstrang mit Nells Freund wirkt etwas aufgesetzt, und wieso sie ihr Vorhaben mit ihm nicht in die Tat umsetzt nur weil sich ihre Schwester bockig stellt, ist ebenfalls nicht wirklich nachvollziehbar.

Schauspielerisch ist hier natürlich alles über jeden Zweifel erhaben, denn Ellen Page (die das Buch entdeckte und auch als Produzentin fungierte) und Evan Rachel Wood (sonst nicht wirklich mein Fall) spielen hier absolut überzeugend auf und helfen dem Streifen über die ein oder andere Länge hinweg.

Das funktioniert auch sechzig Minuten lang, doch spätestens mit der Wende, das die beiden noch einen dritten Mitbewohner bekommen, wird mir das alles etwas zu abstrus. Zudem kann dieser neue Handlungsstrang keine neuen Spannungs-Impulse setzen.

So bleibt unter dem Strich ein gut gemeinter Ansatz, mit tadellosen Darstellern, der sich allerdings, besonders gegen Ende, doch etwas zieht.

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IM NOT A SERIAL KILLER (Indeed/ALIVE)

am 21. Februar 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Der im tristen Clayton lebende John, stellt an sich selbst soziopathische Züge fest und glaubt, das er alle Anlagen hat, ein Serienkiller zu werden. Zudem ist er in der Schule ein Außenseiter. Er arbeitet im Bestattungsinstitut seiner Mutter, wo er ständig mit irgendwelchen Leichen in Berührung kommt. Zudem häufen sich eben diese in letzter Zeit, denn in Clayton scheint tatsächlich ein Serienkiller umzugehen, der über Johns „Entwicklungsstatus“ schon hinaus ist. Könnte es der eigentlich liebenswerte Mr Crowley von neben an sein? John ist davon überzeugt und observiert den alten Herrn.

Das hört sich alles nach einem durchaus interessanten Horrorfilm an, ist aber letztendlich ein Drama geworden, dem einfach die Spannung fehlt.

Der Hauptdarsteller macht seine Sache wirklich gut und Christopher Lloyd, mittlerweile auch schon 78 Jahre alt, sieht man eh immer gerne, wenn einem auch automatisch immer seine Rolle als Doc in „Back to the future“ in den Sinn kommt. Beim Cast hat man daher nichts falsch gemacht.

Doch gerade am Anfang gibt es einfach zu viel Leerlauf. Später werden dann Handlungsstränge eingestreut, die den Film nicht voran bringen, sondern ihn verlangsamen und partiell auch im Nichts verlaufen.

So bleibt unter dem Strich ein netter Film mit einem durchaus gelungenen Ansatz, der aber einfach an fehlender Spannung leidet.

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OPERATION ANTHROPOID (Universum Film)

am 08. Februar 2017 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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Die zwei tschechischen Soldaten Josef Gabcík und Jan Kubiš kehren im Dezember 1941 in ihre Heimat zurück, die mittlerweile unter der Besatzung der Deutschen steht. Sie haben den Auftrag, den SS-Obergruppenführer und Vorzeigesadisten Reinhard Heydrich zu ermorden und finden Unterschlupf bei einer Familie, bei der sie zusammen mit einigen anderen des Widerstands das Attentat planen. Doch selbst wenn dieses gelingen sollte ist es nicht sicher, ob Hitler nicht Rache im tschechischen Volk nehmen wird. Doch das Risiko ist die Gruppe bereit einzugehen.

Diese Ereignisse haben so oder so ähnlich wirklich stattgefunden und auch die beiden oben erwähnten Freiheitskämpfer gab es – das kann man überall nachlesen.

Cilian Murphy sieht man zudem immer gerne, zumal er sich in den letzten Jahren etwas rar gemacht hat. Ob man sich mit Herrn Dorman, der sich immerhin leidlich müht, einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln. Man hat einfach jedes Mal Mister Grey vor Augen, der nun als tschechischer Freiheitskämpfer durchgehen soll – so wirklich klappt das nicht.

Der Film ist allerdings durchaus spannend, hat aber den Nachteil, das man, wenn man die Thematik kennt, schon nach siebzig Minuten weiß, wie er ausgeht – danach folgen aber noch weitere fünfzig. Manchmal ist es gut nicht alles zu wissen, wenn man Filme mit historischen Bezügen schaut. Aber Regisseur Ellis kann ja nichts dafür, das ich, ansonsten die absolute Geschichtsniete, das zufällig wusste.

Ansonsten wird  der Streifen gegen Ende hin partiell ziemlich brutal und ich muss die Gottesgläubigen immer wieder fragen – dafür hat der Herr den Menschen erschaffen? Das der eine so mit den anderen umgeht, quält und/oder abschlachtet? Bis heute konnte mir niemand der Bibelfesten hierfür eine gescheite Antwort geben.

Vielleicht war der Sinn meiner Geburt aber zum Beispiel einfach nur, das ich über diesen Streifen am heutigen Tage eine Review schreiben sollte, was ich hiermit getan habe :o ).

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THE INFILTRATOR (Paramount)

am 08. Februar 2017 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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Mitte der 80er übernimmt Special Agent Robert Mazur einen heiklen Auftrag. Er schlüpft in die Rolle des angeblichen Geschäftsmannes Bob Musella um das Kartell von Pablo Escobar zu infiltrieren, das die USA mit Drogen überschwemmt. Mithilfe des leicht gestörten Kollegen Emir sowie dem Grünschnabel Kathy, die sich als seine Verlobte ausgibt, fasst er auch schon bald Fuß in der Szene. Besonders die Freundschaft zu Roberto Alcaino, Escobars rechter Hand, bringt den Ermittler ein ganzes Stück vorwärts. Doch je weiter er vordringt, dessen gefährlicher wird es für ihn. Zudem befreunden sich die beiden Familien miteinander, was insbesondere Kathy in eine Sinnkrise stürzt.

Filme um und über den Drogenkönig gibt es mittlerweile doch einige. Insbesondere die, in der Benicio del Toro den scheinbar skrupellosen Boss spielt, ist sehr gelungen, aber Infiltrator bietet ebenso spannende Unterhaltung, auch wenn Escobar hier nie persönlich auftaucht.

Ich habe Cranston noch nie zuvor in einem Film gesehen und auch keine Folge Breaking Bad – er spielt seine Rolle aber sehr facettenreich und überzeugend. Überraschend stark trumpft auch Diane Kruger auf, deren schauspielerische Qualitäten ich sonst eher für bescheiden halte, obwohl ihre Filmauswahl in den letzten Jahren eigentlich ganz gut ist. Vielleicht zusammen mit RUN FOR HER LIFE (ein Klasse-Film, den leider fast niemand kennt) ihre beste Leistung

Fast so spannend wie der Film sind die Extras, in denen wirklich alle damals Beteiligten zu Wort kommen, wobei Mazur sich nicht im Licht filmen ließ, sondern im Dunkeln sitzt – wer mag es ihm verdenken? Selten habe ich so viel Zeit mit zusätzlichen Informationen zum Film verbracht, weil insbesondere die Making Ofs eh immer nur langweilige Lobhudeleien sind. In diesem Fall ist das anders.

Escobar wurde zwar 1993 erschossen, genießt in seinem Land aber, so bescheuert das klingt, immer noch Heldenstatus, da er sich trotz aller Geldgier, auch um viele Armen in seinem Land kümmerte und diverse soziale Projekte anschob. Vielleicht ist er deshalb als Person auch so interessant, weil die Widersprüchlichkeit seiner Handlungen einfach so groß ist.

Fazit: Es dauert ein wenig bis der Streifen in Fahrt kommt – danach bekommt man aber durchaus spannende Unterhaltung geboten. Die Darsteller sind, bis in die Nebenrollen, durch die Bank überzeugend.

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ARRIVAL (Studio Canal)

am 03. Februar 2017 unter Drama, SciFi abgelegt

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Außerirdische Raumschiffe landen an zwölf anscheinend willkürlichen Stellen auf der Erde Die Linguistin Dr. Louise Brooks wird vom Militär eingesetzt und soll gemeinsam mit einem Kollegen versuchen, die Sprache der Aliens zu entschlüsseln um herauszufinden, wozu sie hier sind…aber viele Menschen können damit nicht umgehen und erwarten eine Invasion, was zu Panik, Plünderungen und ähnlichem führt. Zudem will China angreifen. So rennt Brooks die Zeit weg.

Die Grundidee ist gar nicht übel – auch wie sich die Sprachwissenschaftler dem ganzen nähern ist eigentlich recht nachvollziehbar in Szene gesetzt und die Optik ist eh gelungen.

Trotzdem bin ich der Meinung, das sich diese Geschichte eher als Serie eignen würde. Obwohl der Film eigentlich eher langatmig wirkt, geht das alles doch sehr schnell vor sich, denn im Endeffekt brauchen die Herrschaften doch relativ wenig Zeit das ganze zu entschlüsseln.

Zudem würde in einer Serie auch die Möglichkeit bestehen, einige Wendungen einzubauen, von denen ARRIVAL leider weitgehend verschont bleibt. Zudem ist mir der esoterische Schnick Schnack doch etwas weit hergeholt und auch das Mutter-Tochter-Drama hätte man sich schenken können.

Da Amy Adams 80 % des Films alleine zu tragen hat, sind sowohl Forest Whittaker, als auch der blasse Jeremy Renner völlig unterfordert und dienen nur als Staffage.

Am Ende will der Film dann etwas zu viel (kann nicht genau schreiben was, ohne zu viel zu verraten) und wird dadurch eher schwächer als besser.

Optisch ansprechend ist die Grundidee, wie bereits erwähnt, zumindest interessant, die filmische Umsetzung, abgesehen von der Optik, allerdings nur bedingt gelungen, auch weil größtenteils einfach die Spannung fehlt.

Wohlwollende:

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