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Archiv der Kategorie 'Drama'

BOYS IN THE TREES (Lighthouse)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Corey, Jango und ihre Skater-Clique, genannt ‘Die Gromits’, feiern ihren Abschied von der High-School – nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Herrschaften, die sich das aber selbst nicht eingestehen wollen. Eines Abends trifft Corey seinen ehemals besten Freund Jonah wieder. Dieser wird von den Skatern gemobbt und als Schwächling bezeichnet, und eigentlich will auch Corey, der eben jetzt zu den „Coolen“ gehört nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch an diesem Abend kommen, als sie zusammen nach Hause gehen, alte Erlebnisse wieder hoch und die beiden nähern sich wieder an, erinnern sich an frühere gemeinsame Momente und Zeiten. Jonah entführt seinen ehemaligen besten Kumpel in eine merkwürdige, imaginäre Wunderwelt – doch auch diese Nacht ist irgendwann vorbei.

Normalerweise brauche ich für eine Zusammenfassung eines Filmes nur wenige Minuten, da sie ja nur kurz wiedergeben soll, was dort passiert und das erfordert nun wahrlich kein großes journalistisches Können. Hier habe ich mich aber dermaßen schwer getan, denn BOYS IN THE TREES ist einer der ungewöhnlichsten Filme die ich seit langem gesehen habe.

Was als Drama um ein paar Jugendliche beginnt, wandelt sich im Laufe des Films, unterstützt durch Mystery und Fantasy-Einflüsse zu einer Parabel über wahre Freundschaft.

Wenn man sich das Cover ansieht könnte man meinen, das das hier eher Richtung Horror geht, doch das ist mitnichten der Fall.

Die Dialoge sind teilweise hochklassig und die beiden Hauptdarsteller liefern eine grandiose Leistung ab.

Normalerweise gebe ich bei solchen Filmen gerne eine Referenz an, damit der Zuschauer weiß, auf was er sich hier einlässt, doch das fällt in diesem Falle extrem schwierig, weil sich der Film auch in kein Korsett zwängen lässt und viele Genre auf einmal bedient.

Zudem hat das ganze einen sehr stimmigen Schluss, der allerdings nichts für Freunde des gepflegten Happy-Ends ist und das einen ein wenig traurig zurück lässt.

Fazit: Ein faszinierender Mix aus Drama, Mystery, Thriller und weiteren Elementen diverser Genre, den man sich auf jeden Fall mal ansehen sollte. Selbst wenn man den Film nicht mag, kann man danach sagen, das man so etwas noch nie gesehen hat. Die Bewertungen bei imdb sind zudem recht hoch, was mir zeigt, das noch andere von diesem Streifen beeindruckt waren, dem zudem eine sehr gute Synchro spendiert wurde.

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OHNE JEDE GNADE (Koch Media)

am 17. August 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

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Mimmo ist nach außen eher der gemütliche Typ und arbeitet als Bauarbeiter – jedoch nur offiziell, denn nebenbei treibt er für seinen Onkel Schulden ein und ist dabei nicht wirklich zimperlich.Eines Tages lernt er die Prostituierte Tanja kennen, Er soll einen Tag auf das Mädel aufpassen. Als er mit ansehen muss, wie sie vergewaltigt wird, rastet er aus und tötet den Täter, der leider der Sohn seines Onkels ist. Nun steht er auf der Abschussliste. Er plant mit Tanja zu fliehen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Der Titel des Films ist etwas weit hergeholt und weckt auch andere Vorstellungen, denn im Grunde ist dieser Streifen eine Charakterstudie und kein Mafia-Thriller, als der er verkauft wird, was aber natürlich verkaufsfördernder ist.

Inmitten dieses Szenarios wandert Pierfrancesco Favino , den man in diesem Streifen 20 Jahre älter aussehen lässt als er wirklich ist (und der mir auch unheimlich dick vorkommt im Vergleich zu seinen Auftritten in RUSH oder WORLD WAR Z), auf den Spuren De Niros, denn das wäre auch eine Rolle für den vielleicht besten Schauspieler aller Zeiten gewesen.

Wer sich auf den Film einlassen kann, der wie gesagt eher ein Drama denn ein Thriller ist, wird mit guten Darstellern (auch die Nebenrollen sind ordentlich besetzt) und einem durchaus realistischen Plot belohnt, der mir persönlich gegen Ende aber ein wenig zu melodramatisch ausfällt.

Insgesamt unterscheidet sich OHNE JEDE GNADE enorm von den üblichem Mafia- bzw. Camorrafilmen und auch die üblichen Klischees werden nicht so stark bedient wie in Streifen dieser Genre üblich.

So bleibt ein gut gespieltes Drama mit einem sehr präsenten Hauptdarsteller, der ein wenig aussieht wie Bud Spencers kleiner Bruder, was aber perfekt zur Rolle passt.

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VIRAL (Capelight/ALIVE)

am 17. August 2017 unter Drama, Horror abgelegt

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Emma und Stacey sind gerade in eine öde Kleinstadt umgezogen und nicht  begeistert. Das ist jedoch das kleinere Übel zu dem was dann passiert. Eine geheimnisvolle Seuche scheint sich rasend schnell zu verbreiten und verwandelt Menschen in recht blutgierige Wesen. Diese Epidemie macht auch vor der Kleinstadt nicht halt – und sie kommt ganz plötzlich. Schon nach kurzer Zeit wird alles unter Quarantäne gestellt. Ansteckungen sind sofort zu melden. Leider ist auch Stacey von dem Mist infiziert worden, doch es fällt Emma sehr schwer, sie den Behörden zu überlassen. Sie versucht sie zu schützen und hofft das das ganze verschwindet, wenn sie den Parasit selbst entfernt…

VIRAL ist ein durchaus gelungener Horrorstreifen, der das ganze mit ein wenig Teenie-Romanze würzt, was aber nicht wirklich störend ist. Der Look entspricht zudem nicht wirklich dem eines B-Movies. Da sieht man schon, das hier Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen. Der Regisseur hat zuletzt NERVE abgeliefert der auch günstiger war, als er aussah.

Die beiden Schwestern kommen mir irgendwie bekannt vor, ich kann sie aber nicht wirklich zuordnen. Ihre Leistungen sind ansehnlich. In einer relativ kleinen Rolle agiert Michael Kelly, der Berater von Kevin Spacey in HOUSE OF CARDS, als deren Vater.

Etwas unbefriedigend fällt das Ende aus, denn irgendwie erwartet man doch noch irgend etwas, was dann doch nicht passiert. Meiner Meinung nach hat man dies bewusst offen gelassen, um sich die Chance einer Fortsetzung zu erhalten.

Ob diese kommen wird bleibt unwahrscheinlich, denn einen riesigen Erfolg konnte VIRAL nun nicht verbuchen. Zudem ist die Thematik auch nicht mehr wirklich neu oder gar innovativ.

Trotzdem ein insgesamt unterhaltsamer Streifen mit, insbesondere für dieses Genre, guten Schauspielern, die einem als Zuschauer auch gleich sympathisch sind und mit denen man deswegen auch mitfiebert.

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AMERICAN VIOLENCE (Lighthouse)

am 25. Juli 2017 unter Action, Drama abgelegt

American Violence DVDJackson Shea wurde zum Tode verurteilt. Bevor die Hinrichtung jedoch durchgeführt wird, zieht man die bekannte Psychologin Amanda Tyler hinzu. Diese soll den kompletten Fall nochmals überprüfen und feststellen, woher die Gewalttaten ihren Ursprung haben. Anfangs ist sie von der Schuld des Angeklagten überzeugt, doch als er ihr nach und nach seine Lebensgeschichte erzählt, bekommt sie wirkliche Zweifel, ob er etwas für sein verkorkstes Leben kann. Wird sie jedoch die Hinrichtung aufhalten?

Das Cover offeriert einem etwas völlig anderes als das, was man im Endeffekt zu sehen bekommt, denn es handelt sich hier eher um ein Drama, denn einen Actionfilm. Natürlich ist Action vorhanden, denn bei seinen Taten kam es natürlich auch zu Schießereien und ähnlichem, doch hier steht der psychologische Ansatz im Vordergrund.

Denise Richards, einst gefeierter Nachwuchsstar ist ganz schön alt geworden. Die Rolle der Psychologin nimmt man ihr nur bedingt ab. Sehr gut und glaubwürdig ist die Darstellung von Kaiwi Lyman-Mersereau (wie kommt man an so einen Namen?), der dem Gewalttäter ein, ja fast sympathisches Profil verleiht.

In weiteren Rolle sind unter anderem Michael Pare und Bruce Dern zu sehen – nicht schlecht für so einen kleinen, doch recht unbekannten Film. Es fällt allerdings auf, das die Nebendarsteller ziemlich chargieren und sich nahezu alle am Overacting bewegen, als wären sie mit ihren kleinen Rollen unzufrieden und meinen so Eindruck zu hinterlassen. Das habe ich in einem Streifen so geballt selten gesehen. Vielleicht fällt das aber auch nur durch das der eher zurückhaltende, sehr nuancierte Spiel des Hauptdarstellers so sehr auf.

Wer einen Actionfilm erwartet, wird hier relativ enttäuscht sein. Dieser Streifen geht eher in Richtung LAST DANCE, damals mit Sharon Stone, der eine ähnliche Handlung hatte. Als Drama funktioniert AMERICAN VIOLENCE allerdings erstaunlich gut.


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LIFJORD – STAFFEL 2 (Koch Media)

am 11. Juli 2017 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Am Ende der ersten Staffel war eigentlich alles geklärt, daher war ich gespannt, wie es denn nun weiter gehen würde. Doch man bediente sich hier eines recht einfachen Kniffs, denn der „Geständige“ widerruft seine Aussage einfach und schon geht wieder alles von vorne los. Das ist zwar nicht wirklich originell, doch da die zweite Staffel erheblich besser ist als der Vorgänger, im Nachhinein begrüßenswert. Wer Nummer 1 nicht gesehen hat versteht hier nichts, denn die Ereignisse gehen direkt am Schauplatz der letzten Szene weiter.

Aksel klagt William wegen Mordes an. Mit der Zeit jedoch tun sich einige Abgründe auf, denn er kann sich nicht wirklich erinnern, was in der Mordnacht passiert ist und auch sein Alibi gerät erheblich ins Wanken. Das er dafür verantwortlich ist, das die meisten Einwohner in der Stadt ihren Job verlieren, macht ihn zudem auch nicht wirklich beliebter. Im Laufe des Prozesses muss er feststellen, das er die Sache lieber hätte ruhen lassen sollen, denn es kommen Wahrheiten ans Licht, auf die er hätte verzichten können.

Es ist unmöglich die ganze Handlung hier zu besprechen, denn dazu ist diese einfach zu komplex. Dazu gibt es reichlich Wendungen, die zwar an manchen Stellen zunächst etwas weit hergeholt scheinen, dann aber doch durchaus einen Sinn ergeben.

Der Vorteil der zweiten Staffel ist einfach, das man die Charaktere alle kennt. Bis man die im Vorgänger eingeführt hatte, waren schon mal 90 Minuten vorbei. Zudem mutiert die Geschichte immer mehr zu einem Thriller mit Drama-Elementen, während Nummer eins eher spärlich spannend war.

Die Schauspieler sind natürlich alle gleich geblieben und so muss ich mein Lob nicht noch einmal wiederholen, wobei ich doch die Leistung von Lena Endre herausheben möchte, die als intrigante und doch familienbewusste Eva eine hervorragende Leistung abliefert.

Auch dieses Mal kann ich mir nur schwer vorstellen, das es noch eine nächste Staffel geben wird, denn wieder scheint so weit alles geklärt, aber da habe ich mich ja schon einmal getäuscht. Der Schnitt von 7,6 bei imdb ist durchaus gerechtfertigt. Klare Steigerung zum soliden Vorgänger.

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DIE HÄNDE MEINER MUTTER (Lighthouse)

am 11. Juli 2017 unter Drama abgelegt

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Markus ist 40 Jahre alt, beruflich mäßig erfolgreich und mit Monika verheiratet. Zusammen haben sie einen Sohn. Am Geburtstag seines Vaters wird er durch einen blöden Zufall von seiner Vergangenheit eingeholt. Seine Mutter Renate hat ihn als Kind sehr oft sexuell missbraucht. Zuerst versucht er das ganze abermals zu verdrängen, doch dann geht er in die Offensive und besucht einen Psychologen. Als er seiner Mutter einen Brief schreibt und sie damit konfrontiert, bittet sie ihn um Verzeihung. Doch das reicht Markus nicht und erst recht nicht seiner Gattin, die Renate zwingt, dieses Geheimnis öffentlich zu machen und sich damit selbst anzuklagen.

Starken Tobak bekommt der Zuschauer hier geboten. Nun ist Florian Eichinger auch nicht wirklich für Filme bekannt, die als lockere Unterhaltung durchgehen, doch dieser Streifen ist schon sehr sperrig.

Einige Handlungen der Protagonisten sind für mich nur schwer nachvollziehbar. Zudem finde ich die vermeintlichen Rückblenden etwas gewöhnungsbedürftig, denn in diesen wird der erwachsene Markus gezeigt, der die sexuellen Handlungen über sich ergehen lassen muss.

Natürlich kann man hier schlecht einen 9jährigen einsetzen, der an den Genitalien der Mutter herumspielt. Stattdessen aber den erwachsenen Markus mit Kindessprache zu versehen, wirkt auf mich eher ungewollt komisch, denn bewegend.

Auf der Habenseite stehen allerdings die schauspielerischen Leistungen, wobei man im Besonderen anmerken muss, zu welch guter Darstellerin sich Jessica Schwarz gemausert hat, die immerhin mal „nur“ als Viva Moderatorin angefangen hat.

Die Zielgruppe für diesen Film ist mehr als überschaubar, zumal Eichinger seinen Film auch ohne jeglichen Einsatz von Musik gedreht hat, was das ganze noch sperriger macht. Im TV wäre er am besten bei Arthaus aufgehoben. Zur Primetime im ZDF kann ich mir DIE HÄNDE MEINR MUTTER nur schwerlich vorstellen.

Fazit: Das Thema ist interessant und sicher auch wichtig und die Geschichte glaubwürdig erzählt. Trotzdem bleibe ich dabei das ich die „sexuellen Übergriffe“ nicht mit einem erwachsenen Hautdarsteller gezeigt hätte – dann lieber nur das Kopfkino bedienen…

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THE GIRL WITH ALL THE GIFTS (Universum Film)

am 05. Juli 2017 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Eine Pilzinfektion hat große Teile der Menschheit ausgerottet. Daher laufen nun die sogenannten Hungries durch die Gegend, die wie der Name schon sagt, ständig Hunger haben und sich von Blut und Fleisch ernähren. Hoffnung scheint es nur durch eine kleine Anzahl infizierter Kinder zu geben, die dabei helfen sollen, einen Impfstoff zu finden. Größtenteils können Sie ihren Fressimpuls unterdrücken. Besonders in ein Mädchen setzt man große Erwartungen – Melanie ist intelligent und auch erstaunlich emphatisch für eine Infizierte. Als jedoch die Basis von einer riesigen Horde Hungries überrannt wird, können außer ihr nur ihre Lehrerin Helen, Sergeant Parks, ein Soldat und Dr. Caldwell entkommen. Melanie muss vor allem geschützt werden, denn sie ist wohl die letzte Hoffnung der restlichen Menschheit.

Oh man, schon wieder ein Zombiefilm werden viele sagen und ehrlich gesagt war das auch mein erster Gedanke Hätte mir jemand diesen Streifen nicht wärmstens ans Herz gelegt, hätte ich ihn mir wahrscheinlich gar nicht angeschaut, denn das Thema ist allerspätestens seit WALKING DEAD jetzt echt auserzählt.

Überraschenderweise schafft GIRL WITH ALL THE GIFTS es aber, neue Aspekte einzubringen. Die Idee mit den Zombiekindern ist durchaus originell. Auch das Melanie erstaunlich viel Empathie zeigt, aber dennoch, wenn sie Hunger hat, ihrem Fressreiz nicht widerstehen kann, sonst aber fast ein normales Kind ist, kannte man zumindest aus anderen Streifen mit der Thematik noch nicht.

Das Glenn Close mal in einem Horrorfilm inklusive Untoten mitspielen wird, hätte sie wahrscheinlich vor 10 Jahren auch noch nicht vermutet. Sie liefert eine überraschend starke Leistung ab und ist, neben Melanie, der mit Abstand interessanteste Charakter.

Mitte des Films geht ihm mal kurzfristig etwas die Luft aus und insgesamt hätten 20 Minuten weniger wohl auch gereicht. Trotzdem bleibt er, auch weil man nie weiß, was denn nun als nächstes passieren wird, durchaus spannend und zieht in den letzten 30 Minuten dann wieder enorm an.

Das Ende ist dann sicherlich Geschmackssache. Wer hier ein klassisches Happy-End erwartet wird enttäuscht sein. Zudem kann ich die Reaktion bzw Aktion von Melanie kurz vor Ende des Streifens nicht wirklich nachvollziehen. (mehr geht aus Spoilerrgründen nicht)

Wer dachte das wirklich das Genre tot ist, wird hier positiv überrascht, auch weil man es schafft, einen Horrorfilm mit einem Drama zu kombinieren, was nur ganz selten funktioniert.

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PERSONAL SHOPPER (Universum Film)

am 05. Juli 2017 unter Drama abgelegt

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Maureen, hat keine Lust mehr auf Amerika. Daher lebt sie in Paris, doch das ist ein teures Pflaster, also verdient sie sich ihren Lebensunterhalt als sogenannter Personal Shopper für die exzentrische, aber gut betuchte Kyra. Kürzlich verstarb ihr Bruder und beide hatten ausgemacht, das der, der zuerst verstirbt, dem anderen aus dem Jenseits eine Nachricht zukommen lässt. Also wartet Sie nun auf Zeichen und bald kommen die auch in Form von seltsamen Botschaften.

Wie kann man aus so einer Geschichte einen Film machen? Das fragt sich sicherlich der Zuschauer auch – zumindest so lange bis er vor dem Fernseher weggedöst ist.

Es ist eigentlich komplett uninteressant, Madame Stewart die ganze Zeit beim Shoppen zu beobachten und der Handlungsstrang mit dem Bruder passt überhaupt nicht dazu. Eigentlich erschließt sich mir der komplette Sinn des Films nicht, es sei denn man möchte endlich mal die Titten von Stewart sehen, die dem geifernden männlichen Zuschauer dann auch präsentiert werden.

Manchen mag das reichen, doch mir ist das leider etwas zu wenig, denn der Film weiß nicht mal, in welches Genre er gehört. Drama? Na ja dramatisch langweilig stimmt schon. Thriller? Da sollte zumindest ab und an mal Spannung aufkommen.

Da ich mir nicht vorstellen kann, das Stewart Geld benötigt, bleiben mir daher die Gründe in diesem kruden Streifen mitzuwirken, unklar. Vielleicht war sie jemandem noch einen Gefallen schuldig.

So bleibt unter dem Strich ein gut besetztes Kleinod der gepflegten Langeweile….

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MEAN DREAMS (Meteor/Alive)

am 28. Juni 2017 unter Drama abgelegt

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Jonas wächst in einem sehr ländlichen Teil Amerikas auf einer Farm auf und arbeitet trotz seiner erst 15 Jahre im eigenen Betrieb mit. Eigentlich führt er aber ein recht langweiliges Leben bis er Casey kennenlernt. Die Gleichaltrige ist mit ihrem Vater Wayne, der bei der örtlichen Polizei arbeitet, gerade erst hergezogen. Anfangs gibt sich ihr Dad als freundlich und gelassen. Doch bald merkt Jonas, das dieser Mann seine Tochter mies behandelt. Als er ihn bei einem illegalen Geschäft beobachtet und feststellen muss, das der liebe Papa auch über Leichen geht, versucht er Casey aus dessen Klauen zu befreien – und entwendet die Kohle aus dem Drogendeal, was natürlich nicht ohne Folgen bleibt.

Die Geschichte hört sich im ersten Moment relativ unspektakulär an. Junge lernt Mädchen kennen, verliebt sich und haut mit ihr ab. Doch MEAN DREAMS hat mir insgesamt außerordentlich gut gefallen.

Das liegt erst einmal an den beiden grandiosen Hauptdarstellern. Die mir persönlich vollkommen unbekannten Sophie Nelisse und Josh Wiggins liefern hier eine tolle Leistung ab. Gerade das sehr nuancierte Spiel der beiden, das zudem extrem glaubwürdig wirkt, hievt den Streifen auch über die ein oder andere kleine Länge. Zudem gefällt, das hier nicht völlig unrealistische Sexszenen gezeigt werden, sondern das die Verliebtheit sich mehr im Kopf der Zuschauers abspielt.

Dazu gesellt sich eine fantastische Kameraführung. Leider weiß ich den Namen des Verantwortlichen nicht mehr, aber was dieser hier für Bildkompositionen, insbesondere auch mit Licht und Schattenspielen, zaubert ist klasse. Der Regisseur hat auch erkannt, was er hier für ein Talent an der Kamera hat. Denn in den Extras geht man eben auf dessen Arbeit explizit ein.

Bill Paxton, der dieses Jahr doch einigermaßen überraschend verstarb, liefert als sadistischer Vater ebenfalls eine gute Performance ab. Colm Feore sieht man eh immer gern.

Zudem ist MEAN DREAMS für einen Streifen, der eigentlich eher dem Drama zuzuordnen ist sehr spannend und mutiert teilweise zum Thriller. Die Flucht der beiden Kids ist zudem realistisch geschildert und nicht mit irgendwelchen dämlichen Actionszenen vollgepackt.

Für mich ist das hier ein Geheimtipp. Nicht weil der Film jetzt eine unfassbar innovative Handlung hat, aber die schauspielerischen Leistungen, die kleinen Wendungen und die tolle Kamera sind im Gesamtbild komplett stimmig.

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DAS MORGAN PROJECT (Fox)

am 08. Juni 2017 unter Drama, Horror, SciFi abgelegt

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Die toughe Krisenmanagerin Lee wird zu einem abgelegenen Ort geschickt, an dem sie die Fortschritte eines geheimen Experiments begutachten soll. Zudem kam es zu einem Vorfall, denn Morgan, eine gerade mal 5 jährige, künstlich erschaffene, aber humanoide Lebensform, hat eine Mitarbeiterin des Labors schwer verletzt. Lee soll prüfen, ob das Experiment außer Kontrolle geraten ist und abgebrochen werden muss – was zur Folge hätte, das auch Morgan nicht überleben darf. Zudem wird noch ein Psychologe dazu geholt. Bei dessen aggressiver Befragung rastet „es“ komplett aus und Lee ist sich nun sicher, das man es eliminieren muss, doch die Mitarbeiter die das menschliche Wesen ins Herz geschlossen haben, bereitet dieser Gedanke Probleme. Eben diese bekommen sie aber auch, als Morgan abhauen will.

Ridley Scott hat diesen Film produziert, was nicht weiter verwunderlich ist, denn sein Sohn Luke liefert hier seinen ersten Langfilm ab und bewegt sich dabei durchaus auf den Spuren des Vaters, der ja dem Science-Fiction Genre auch nicht unbedingt abgeneigt ist.

Zwar ist MORGAN PROJECT nicht zwingend logisch (man könnte hier einiges aufführen); dafür aber von enormer Intensität. Die beiden vermeintlichen Hauptdarsteller Kate Mara (was eine coole Sau) und Anna Taylor Joy (genauso cool und hübsch) liefern sich ein fulminantes Duell, sowohl verbal als auch körperlich, Zudem sind die Nebenrollen mit Prominenz bestückt. Paul Giamatti, Jennifer Jason Leigh und Toby Jones sind unter anderem mit an Bord.

Anfangs braucht man allerdings ein wenig Geduld, den der Steifen beginnt mit einem relativ langen Prolog. Dieser ist aber notwendig, da man hier auf viele Punkte des Experiments detailliert eingeht. Hätte man das kürzer gestaltet wären die „hier wird ja nix erklärt“-Stimmen sicher wieder laut geworden.

Das ich einen Film der Firma FOX bewerte kommt eher selten vor, denn als riesiger Major tut man sich mit Bemusterungen, vorsichtig formuliert, etwas schwer. Zudem sind die Budgets der Filme weit über denen die eigentlich auf meiner Seite besprochen werden sollen.

MORGAN PROJECT hat aber trotz des coolen Looks, auch durch seine etwas krude Story, eher einen B-Movie Charme, wenn er auch sehr professionell in Szene gesetzt wurde. Die Effekte sind gut dosiert und auch gelungen.

Fazit: Ein kleiner Geheimtipp, der allerdings nicht allen zusagen wird, auch weil die Action nicht zwingend im Vordergrund steht.

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