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Archiv der Kategorie 'Drama'

A VIGILANTE (Splendid Video)

am 21. Mai 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Hinter vorgehaltener Hand wird in Selbsthilfegruppen die Nummer einer geheimnisvollen Frau weitergereicht: Sadie soll anscheinend helfen können, wo hilflose Opfer häuslicher Gewalt keinen Ausweg mehr sehen. Und tatsächlich: Mit gnadenloser Härte geht sie gegen Täter vor und stellt sicher, dass diese ihre Lektion lernen. Dabei verliert Sadie ihre ganz eigene Mission nie aus den Augen, ahnt allerdings nicht, dass die Schatten ihrer Vergangenheit sie schneller einholen werden, als ihr lieb ist …

Ich finde es eigentlich unsinnig als Rezensent Inhaltsangaben zu schreiben, denn dafür gibt es ja die Pressetexte. Die sind teilweise aber so miserabel, dass es mir einfach weh tut und ich meist nochmals umformuliere. Bei A VIGILANTE konnte ich mir das sparen, denn die Zusammenfassung ist auf den Punkt und verrät weder zuviel noch zu wenig.

Olivia Wilde ist jetzt nun nicht unbedingt einer meiner Lieblingsdarstellerinnen und schrammt mehrfach nur knapp am Overacting vorbei. Dennoch spielt sie sich die Seele aus dem Leib, was man ihr zu Gute halten muss.

Der Streifen hat einen ungewöhnlichen Stil, gerade anfangs, als man Sadie sieht, wie sie Menschen hilft,wirkt das ganze nicht wie ein einheitlicher, durchgängiger Film, sondern eher wie einzelne Episoden einer Serie. Das ist nicht jedermanns Sache, weil die Regisseurin hier bewusst mit üblichen Sehgewohnheiten bricht.

Zudem wird hier Musik nahezu gar nicht eingesetzt – mit Ausnahme von einigen bedrohlichen und monotonen Tönen, die aber hervorragend zu dem was man sieht, passen.

Auch wenn hier explizite Gewaltdarstellungen eigentlich ausbleiben, finde ich den Film sehr strange und hätte ihm keine 16er Freigabe verteilt. Da die FSK aber schon seit Bestehen nur nach Blutzoll bewertet, statt auch psychologische Härte mit einzubeziehen, hat man einem der krassesten Filme der letzten Jahre, wirklich die 16er Freigabe erteilt.

Unter dem Strich ein sehr ungewöhnlicher Streifen, dessen Stil man mögen muss. Daher erfolgt keine Bewertung meinerseits auf meiner eigenen Seite, da objektiv schwer zu beurteilen. Die Amazon-Bewertung, die ich ja abgeben muss, ist daher sehr subjektiv.

DIE FRAU DES NOBELPREISTRÄGERS (Capelight/Alive)

am 21. Mai 2019 unter Biopic, Drama abgelegt

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Joan und Joe Castleman sind nun seit fast 40 Jahren verheiratet. Joe gefällt sich als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Er genießt in vollen Zügen die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird. Als er für sein literarisches Gesamtwerk mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden soll, reisen sie gemeinsam nach Schweden. Begleitet werden sie dabei unter anderem von ihrem Sohn David – selbst angehender Schriftsteller, der jedoch unter der Last des Vaters erdrückt wird. Zwischen hochoffiziellen Empfängen, werden die Risse der Ehe sichtbar und Joans Unzufriedenheit wird immer intensiver, zumal sie selbst auf eine durchaus erfolgreiche Karriere, die sie hätte haben können, verzichtete.

Juhu, da schreit das Feuilleton aus allen Rohren. Grandios, Weltklasse. Großes Kino. Nun das trifft auf die schauspielerische Leistung von Frau Close durchaus zu – das ist aber dann auch schon alles, denn die Geschichte gibt einfach keine fast 100 Minuten her.

So zeigt man immer wieder die eigentlichen charakterlichen Schwächen, des in der Öffentlichkeit so anerkannten Autors auf, was irgendwann aber etwas ermüdet. Gelungen hingegen sind die Rückblicke, die erzählen, wie die beiden sich kennenlernten, und worauf Joan in ihrem Leben für die Liebe alles verzichtete.

DIE Überraschung ist hier aber, dass Christian Slater, von dem ich dachte er hätte die Schauspielerei an den Nagel gehängt, in einem Film mit so großen Namen, so viel Screentime bekommt und diese auch gut nutzt um zu zeigen, dass er es doch eigentlich kann. Hierbei möchte ich erwähnen, das es nach wie vor 2 seiner besten Filme (MURDER IN THE FIRST und HART AUF SENDUNG) nicht auf BR gibt.

Natürlich kann man diesen Streifen nicht niedermachen, dafür sind die Schauspieler zu gut und auch die Dialoge zu geschliffen. Ein bisschen mehr Spannung oder Dramatik hätte man dann aber doch einbauen können, denn so zieht sich das alles in manchen Abschnitten doch sehr in die Länge.

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DIE GRELLEN LICHTER DER GROßSTADT (Koch Media)

am 21. Mai 2019 unter Drama abgelegt

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Der talentierte, aber noch auf den Durchbruch wartende Schriftsteller Jamie Conway ist neu in New York und hält sich mit korrigieren von Zeitungsartikeln vor deren Veröffentlichung über Wasser. Nachdem sich auch noch seine Freundin von ihm getrennt hat, zieht er gemeinsam mit seinem Kumpel Ted um die Häuser, besäuft sich in Bars, Diskotheken und Nachtclubs. Drogen, eine Frau nach der anderen – schneller Sex statt große Liebe. Doch sein wie im Rausch konstruiertes Kartenhaus beginnt zu wackeln. Der Einsturz scheint gewiss.

Mit DIE GRELLEN LICHTER DER GROßSTADT probierte Michael J. Fox so etwas wie einen Imagewechsel. Spielte er vorher größtenteils in eher unterhaltsamen Streifen mit, versucht er sich hier in einer wesentlich ernsteren Rolle und zeigt, dass er auch dieses Metier beherrscht.

Ihm zur Seite ein blutjunger Kiefer Sutherland, welcher fast schon irgendwie putzig wirkt, wenn man ihn aus den letzten vergangen „24“-Jahren kennt. In weiteren Nebenrollen sind die damals durchaus bekannte Phoebe Cates und John Houseman zu sehen.

Den Film kann man sich heute noch gut anschauen, auch wenn natürlich das Lebensgefühl der 80er ein anderes war, ist so eine Sinnkrise heute auch noch möglich, wenn auch eher durch andere Faktoren hervorgerufen.

Was allerdings KOCH MEDIA aus diesem Bild gemacht hat, ist unfassbar. Schon in der Vergangenheit fand ich oft viel Lob für die grandiosen Restaurierungen, doch hier schießen sie den Vogel ab. Wenn man nicht wüsste, dass die beiden Hauptdarsteller mittlerweile wesentlich älter sind, könnte man echt meinen, dieser Streifen wäre brandneu und würde eben nur 1988 spielen. Das Bild sieht besser aus, als 70 % neuer Veröffentlichungen. Da lohnt sich dann auch ein Update von DVD.

Fazit: Erstaunlich gut gealtert, ist hier von technischer Seite alles perfekt.

HEARTS BEAT LOUD (Sony Pictures)

am 08. Mai 2019 unter Drama, Komödie abgelegt

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Der alleinerziehende Vater Frank Fisher bereitet sich seelisch und moralisch darauf vor, seine Tochter Sam aufs College zu schicken, denn sie möchte unbedingt Ärztin werden. Zur selben Zeit wird er gezwungen, seinen seit Jahrzehnten bestehenden Plattenladen zu schließen, mit dem er sehr schöne Erinnerungen verbindet. Frank überredet Sam dazu, ihre wöchentlichen Jamsessions in eine Vater-Tochter-Band umzuwandeln, in der Hoffnung, durch die Liebe zur Musik den Kontakt zu ihr aufrechterhalten zu können. Diese zögert zunächst, doch als ihre erster Song ein kleiner Hit wird und auf einer Indie-Playliste von Spotify erscheint, begeben die beiden sich auf eine musikalische Reise und mittlerweile ist sich auch Sam nicht mehr sicher, ob sie den Schritt noch vollziehen will, denn sie hat sich mittlerweile in Rose verliebt.

So ein wenig könnte man den Streifen als eine Mischung aus ONCE und HIGH FIDELITY beschreiben. Zudem ist er mir insgesamt ein wenig zu kurz. Viele Dinge werden nur grob angerissen und eigentlich gäbe die Geschichte Stoff für zumindest eine Mini TV-Serie her.

Das wäre alleine schon wünschenswert gewesen, wegen den hervorragenden Darstellern. Den grummeligen alten Rockvater, der den schönen Zeiten von früher hinterher trauert und der den Laden eigentlich nur noch aus Erinnerung führt, nimmt man Nick Offermann jederzeit ab. Auch Toni Colette sieht man immer wieder gerne, ebenso Sasha Lane.

Den absoluten Höhepunkt des Streifens stellt allerdings die unglaublich knuffige Kiersey Clemons dar, die eine sensationelle Leistung abliefert und noch dazu mehr als ordentlich singen kann, denn die Gesangsparts wurden von ihr selbst übernommen.

Der Soundtrack zu dem Streifen wird zudem so ziemlich jedem gefallen, der Musik von U2 (eher die früheren Sachen) und New Order mag. Hier wird zwar überall mächtig geklaut, dies jedoch auf eine dermaßen charmante Art und Weise, dass man dem Songschreiber Keegan De Witt (mir völlig unbekannt) das überhaupt nicht krumm nimmt. Der performt den Titelsong schon seit Jahren, allerdings gefällt mir die Version im Film deutlich besser.

Insgesamt ein schöner Film, der zwar anfangs den ein oder anderen kleinen Hänger hat, später dann aber zur Höchstform aufläuft. Trotzdem bin ich wie bereits erwähnt der Meinung, dass man viele Dinge noch etwas ausführlicher hätte erzählen können, obwohl der Streifen immerhin doch 93 Minuten geht. Vielleicht wollte ich aber auch nur einfach noch mehr von den Darstellern sehen und gute Musik hören.

Hätte Herr H. den Titelsong nicht zufällig auf seiner Facebook-Seite gepostet, wären mir Musik und Film nie über den Weg gelaufen. Daher ein Gruß. Wieso man allerdings im Zeitalter der BLU RAY und sogar 4K, diesen Streifen nur auf DVD veröffentlicht, wird wohl das Geheimnis der Firma SONY bleiben.

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LA ZONA – STAFFEL 1 (AV Visionen)

am 08. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Drei Jahre sind vergangen, seit es zu einer Reaktorkatastrophe im Norden Spaniens kam Immer noch dekontaminieren Spezialkommandos im kilometerweiten Umkreis eine menschenleere Zone, während erste Rückkehrer in nicht allzu weiter Entfernung vorsichtig wieder angesiedelt werden sollen. In der Sperrzone nimmt ein Einsatzkommando die Schmugglerin Zoe fest. Die junge Frau ist mit ihrem Onkel Esteban verabredet gewesen, doch ihr und den Polizisten bietet sich nun ein Bild des Grauens: Wölfe umkreisen Estebans verstümmelten Leichnam. Der Polizist Hector kehrt zurück in die No-Go-Area, in die er einst als einer der ersten Helfer vorstieß, und nimmt die Ermittlungen auf. Wieso er damals überlebte, obwohl er der vollen Strahlung ausgesetzt war, kann sich keiner erklären. Laut Bericht des Gerichtsmediziners haben nicht nur die Wölfe Estebans Leichnam gefressen – es gibt außerdem Bissspuren eines Menschen. Es scheinen also noch ziemlich kranke Gesellen in den Wäldern herumzulaufen, Bei seinen Nachforschungen stellt er fest, dass die Menschheit sich nicht wirklich verändert hat. Immer noch geht es noch um den größten Profit. Zudem scheint auch ein Kollege korrumpiert.

LA ZONA ist eine eine spanische Produktion, bei der ZDF-Neo als Co-Produzent eingestiegen ist. . Im Mittelpunkt steht die Polizeiarbeit von Hector und die Umstände, die zu dem katastrophalen Unfall geführt haben.

Wer allerdings hier nun ein Actionspektakel erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn LA ZONA ist deutlich mehr dem Drama-Genre zuzuordnen und daher auch extrem dialoglastig, was einige Menschen, die solche Szenarien mögen, etwas abschrecken könnte. Es gibt zwar die ein oder andere kleinere Verfolgungsjagd, aber insgesamt ist die Serie in sehr ruhigem Erzählstil gedreht.

Die Produzenten legen hier sehr viel Wert auf Charakterzeichnung, denn im Laufe der ersten Staffel bekommt man alle Hintergründe der Hauptdarsteller, bzw. ihre Motivation das zu tun was sie tun, nähergebracht.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchaus in Ordnung. Da ich aus Spanien eigentlich nur Horrorfilme kenne, muss ich zu meiner Schande gestehen, keinen der Hauptdarsteller zu kennen aber Hector wird gespielt von Eduard Fernandez, der im kultigen EL NINO mitwirkte, den ich aber nie gesehen habe. Er erledigt seinen Part sehr glaubwürdig und besonnen.

Man lässt sich natürlich gleich mehrere Hintertürchen für eine Fortsetzung offen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es weitergehen wird. Ich persönlich bin ja ein Fan des Drama-Genres, doch viele, die diese Endzeitszenarien mögen, wollen dann doch lieber mehr Explosionen und Horrorelemente sehen, die es hier nur sehr bedingt gibt.

Fazit: Wer auf ein ruhiges Erzählformat steht (vielleicht etwas vergleichbar mit der französischen Serie THE RETUREND, dem dürfte auch LA ZONA zusagen. Beim Rest bin ich mir da nicht sicher. Daher scheint mir hier in Sachen Bewertung alles drin zwischen

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und

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MONSTRUM (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Drama, Horror abgelegt

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Anfang des 16. Jahrhunderts wütet die Pest in Korea – besonders stark betroffen ist die Region um den Berg Ingwansan. Neben der Tod bringenden Seuche muss die Bevölkerung auch eine blutrünstige Bestie fürchten, die sich in der rauen Gebirgslandschaft auf Menschenjagd befinden soll. Als Berichte davon zum Hof von König Jungjong vordringen, schickt dieser seinen Elitesoldaten Jin Yong gemeinsam mit dem erfahrenen Offizier Yoon Gyeom und der geheimnisvollen Myung in die Provinz, um das Monstrum zu jagen und zu töten. Endet das Spezialkommando als Frischfleisch für die Bestie?

Nun ja, hier bekommen wir einen recht wilden Mix aus Martial Arts, Fantasy und Horror geboten, der nur bedingt aufgeht. Was mich persönlich nicht so angesprochen hat ist, dass man hier auch krampfhaft einen gewissen Humor eingebaut hat, der mich einfach störte. Denn so kommt nicht wirklich Spannung auf.

Das Tierchen ist doch sehr CGI-lastig und in manchen Szenen wirkt es doch sehr unecht, zum Beispiel, wenn es in einer Szene eine Höhle zum Einsturz bringt, sieht das doch schon sehr künstlich aus.

Auf der anderen Seite kann man dem ganzen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen und glücklicherweise hat man auf allzu hochgestochene Dialoge verzichtet, wie man sie ja gerne in Streifen einbaut, die vor 500 oder mehr Jahren spielen.

Die Schauspieler sind mir alle nicht bekannt und ich würde sie als unspektakulär, aber nicht störend bezeichnen. Die eigentliche Geschichte könnte man bei einigen Änderungen des Drehbuchs auch in die heutige Zeit verlegen, allerdings fand ich es gar nicht so schlecht, dass man hier mal eine völlig andere Epoche ausgewählt hat, denn man bekommt ja immer das Gefühl, dass es Monster nur im heutigen Zeitalter gibt. Der ähnlich gelagerte BLACK DEATH hat mir aber ein bisschen besser gefallen, eben weil er auch keinen Humor mit eingebracht hat.

So bleibt unter dem Strich ein netter, recht hoch budgetierter Streifen mit durchaus gelungenen Actionszenen. Bei dem Monsterlein hat man allerdings etwas an Geld gespart. Kleiner Insider für Boris: Nichts für Alzey ^^.

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UNDER THE SILVER LAKE (Universum Film)

am 01. Mai 2019 unter Drama, mystery abgelegt

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Los Angeles. Obwohl die Miete für sein Apartment überfällig ist, hegt Sam keinerlei Ambitionen, einen Job zu finden. Lieber hängt er auf seinem Balkon herum, liest Comics und beobachtet die Nachbarinnen durchs Fernglas. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert. Seine Suche nach Sarah mutiert zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

Das ist der offizielle Pressetext, der auch durchaus dem entspricht, was man zu sehen bekommt. Und jetzt? Was ist daran bitte interessant, unterhaltsam oder gar spannend? Antwort: Nichts. Zumindest aus meiner Sicht.

Der ganze Film ist ein Sammelsurium an abstrusen Szenen und Handlungssträngen, die einen spätestens nach 30 Minuten nicht mehr interessieren. Obwohl der Anfang eigentlich noch ganz gelungen ist und zudem einige ganz gute Gags beinhaltet, aber dann?

Wir sehen den Protagonisten ewig durch die Stadt spazieren und auf Parties rumfallen um diese Tussi wiederzufinden. Das ganze gespickt mit irgendwelchen merkwürdigen Andeutungen oder Rätseln.

Ich hatte mir schon deswegen deutlich mehr erwartet, weil der Regisseur den genialen IT FOLLOWS gedreht hatte, einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre – zudem einer der originellsten.

Hier versucht er wohl mit seinem pseudo-mysteriösen Ansätzen noch einen draufzusetzen und scheitert meiner Meinung nach daran, das UNDER THE SILVER LAKE keinerlei Unterhaltungswert besitzt.

Die Bewertungen gehen auch extremst auseinander, auf vielen Seiten wird der Streifen total niedergemacht, auf anderen wiederum hochgefeiert. Ersteres kann ich verstehen, letzteres nicht. Für mich ist das ein uninspiriertes und langweiliges Experiment – aber jedem das Seine….

Nach den verschiedenen Meinungen, ist hier wohl alles drin zwischen gar keinem und 7 Chuckies, also halte ich mich mal bedeckt.

DIE FRAU IM EIS (Koch Media)

am 10. April 2019 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Rechtsanwalt Eriks wohl situiertes Leben gerät aus den Fugen, als sein Arbeitgeber ihn für das Fehlen von 30 Millionen Euro verantwortlich macht. Dabei ist die Kohle schon längst unterwegs und zwar in kleinen Dosen, die Sofia in ihrem Bauch trägt und die sie nach Island schmuggelt. Eriks vorbestrafter Bruder sorgt dafür, das Madame gut ankommt und betreut sie im Hotel so gut es geht, doch leider wollen die Zäpfchen nicht raus und Sofia geht es immer schlechter. So langsam kommen Erik auch die Polizei und sein Kollege auf die Spur und es wird eng. Bald gibt es die ersten Toten…

Die Geschichte hört sich nun nicht sonderlich innovativ an. Herrschaften die Kohle brauchen und Drogenkuriere, die den Mist schlucken, um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen, wurden nun schon öfters präsentiert.

Der Film beginnt eigentlich als lupenreines Familiendrama, denn man bekommt erst einmal aufgezeigt, wie mies es der Familie eigentlich geht – nur Erik hat Karriere gemacht, kann den Hals aber nicht voll bekommen. Auch die Beweggründe der Kurierin kann man gut nachvollziehen.

Im zweiten Teil wandelt sich das ganze dann zu einem Thriller, der, insbesondere gegen Ende doch richtig unterhaltsam wird.

Sieht man vielleicht mal von Sofia ab (und da auch nur bedingt) gibt es in dem Streifen zudem keinen einzigen wirklich sympathischen Charakter, was es dem Zuschauer erschwert, mit irgend einem der Darsteller mitzuleiden, da sie sich den Mist alle selbst eingebrockt haben.

Schauspielerisch ist das ganze durchaus in Ordnung und sehr viel Mühe hat man sich gegeben, den Film in recht schickem Look zu präsentieren, aber ohne das das ganze jetzt in Kunst übergeht. Hier sind zudem glücklicherweise eher langsame oder normale Schnitte angesagt, denn das Highspeed-Geschnippsel nervt mich in letzter Zeit etwas.

Mir erschließt sich allerdings nicht eine Minute, wieso dieser Streifen DIE FRAU IM EIS heißt, denn das hat mit diesem Film absolut gar nichts zu tun. Leider ist mein isländisch nicht besonders gut, so weiß ich nicht wie der Originaltitel ist, doch dieser ist jedenfalls dusselig.

Trotzdem ein gut gespielter und recht spannender und optisch ansprechend in Szene gesetzter Film, der langsam beginnt und gegen Ende deutlich Tempo aufnimmt. Zudem hat mir der Abschluss gut gefallen, denn das erwartet man so sicherlich nicht.

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A PRIVATE WAR (Ascot Elite/Alive)

am 10. April 2019 unter Biopic, Drama abgelegt

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Marie Colvin, ist einer der berühmtesten Kriegsreporterin unserer Zeit. Als sie in Sri Lanka einem Anschlag zum Opfer fällt und ihr linkes Auge dabei draufgeht, verfällt sie in Lethargie, doch die hält nicht lange an, denn sie ist für eine Leben in einem schicken Heim einfach nicht geboren und es zieht sie wieder in die Ferne – diesmal nach Syrien. Der Reporter Paul Conroy, der mittlerweile zu einem sehr guten Freund geworden ist, begleitet sie dabei. Doch hier muss Marie einsehen, dass sie an ihre Grenzen stößt und gerät in Lebensgefahr.

Ich muss zugeben, das ich diese Reporterin nicht kannte, bin aber auch nicht wirklich firm in diesem Bereich, denn ich beschäftige mich auch selten mit dieser Materie, kannte aber immerhin den BANG BANG CLUB und hatte auch den hervorragenden Film dazu gesehen.

Trotzdem standen die Vorzeichen für eine gute Bewertung schlecht. Dies ist einfach nicht mein Genre und Rosamund Pike finde ich ziemlich überbewertet, während Jamie Dorman eigentlich spielen kann was er will – die Rolle des Mister Grey wird ihn ein Leben lang verfolgen.

Das unten jedoch eine sehr gute Bewertung aufgeführt ist, liegt an eben den überraschend guten Darbietungen und dem sehr authentischem Filmstil. Frau Pike liefert eine unglaubliche Leistung ab, denn vergleicht man mal ihr Spiel mit dem Verhalten und der Mimik der echten Reporterin in den Extras, da ist dort schon eine verblüffende Ähnlichkeit zu sehen. In einer Nebenrolle ist Stanley Tucchi mit dabei.

Für mich war das ganze natürlich auch zu dem noch interessant, weil ich keinerlei Vorkennrisse besaß und auch nicht wusste, wie der Streifen endet. Wer ein Happy End erwartet, kann hier gleich abschalten.

In den Extras gibt es die preisgekrönte Dokumentation UNDER THE WIRE zu sehen, die hervorragende Kritiken bekommt und sich mit dem Leben der Reporterin und den verschiedenen Schauplätzen, bei denen sie zugegen war, beschäftigt. Werde ich mir die Tage auch noch anschauen.

So bleibt unter dem Strich ein interessantes Biopic, bei der die Beweggründe für die Einsätze von Colvin auch gut herausgearbeitet werden. Diesmal ist der Hinweis „nach einer wahren Geschichte“ auch wirklich mal angemessen.

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LORO (Universum Film)

am 10. April 2019 unter Biopic, Drama, Komödie abgelegt

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Italien im Jahr 2008: Das Land ist geprägt von der Gier nach Reichtum und Macht und im Mittelpunkt steht natürlich der Besitzer des AC MAILAND und ehemalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi , dem alle in den Hintern kriechen, um ein bisschen Macht und Geld abzubekommen. Sergio zum Beispiel betreibt einen kleinen Callgirl-Ring und will ebenso wie seine Partnerin Tamara endlich auch seine Träume verwirklichen. Doch Berlusconi ist nur scheinbar der mächtigste Mann des Landes und der größte Medienmogul Europas. Er brütet auf seiner Sommerresidenz vor sich hin, ist ausgebrannt und hat mit zahlreichen Klagen zu kämpfen – seine Ehe ist ein Witz. Als ihn dann auch noch ein enger Vertrauter verrät, beschließt Berlusconi, sich nicht weiter dem Schicksal zu ergeben und wieder Ministerpräsident zu werden.

Wie es der beknackte Millionär immer wieder geschafft hat, sich in die Regierung wählen zu lassen, ist bis heute ein größeres Geheimnis als das, wer die Modern Talking Platten gekauft hat. Niemand konnte sie ausstehen, aber jede war auf Nummer Eins in den Charts und so ging es auch mit Berlusconi. Angeblich hassten ihn alle, aber es gelangen ihm mehrere Comebacks. Wenn die Italiener sonst keine Politiker hatten in dieser Zeit dann gute Nacht.

Das Ganze funktioniert als Satire auch recht ordentlich und lange Zeit wird auch der Name des Protagonisten gar nicht verraten, aber es ist eben auch ein Paolo Sorenntino Film. Ein Mann der ohne die sozialkritischen Komponenten nicht auskommt und der seinen Werken immer einen gewissen Anspruch verleiht.

LORO geht aber satte 2 ½ Stunden und irgendwann hat man dann doch die ganzen Intrigen und Ereignisse leid. Natürlich hält sich der Regisseur nur an wahre Geschehnisse und das Leben des Berlusconi kann man auch nicht schnell in einigen Minuten abhandeln – mir persönlich geht das ganze aber viel zu lang und manche Dinge wiederholen sich zu oft, zumal die satirische Komponente gegen Ende auch etwas weniger wird.

Eine Bewertung kann ich hier unmöglich abgeben, denn es wird viele geben die davon schwärmen, einige andere werden das ganze viel zu lang und streckenweise auch öde finden, besonders die, die die Geschichte des Berlusconi nicht kennen.