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Archiv der Kategorie 'Drama'

LEVEL 16 (Splendid Film)

am 19. März 2019 unter Drama, SciFi, Suspense abgelegt

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Reinheit, Gehorsamkeit, Bescheidenheit: Diese Tugenden werden in der Vestalis-Akademie nach strengsten Regeln gelehrt. Nur mit Fleiß und Disziplin werden die Mädchen es schaffen, auf Level 16 zu kommen – der letzten Stufe der Akademie – und haben damit die Chance, adoptiert zu werden. Die regeltreue Vivien ist gerade frisch auf Level 16 gekommen und trifft dort auf Sophia. Diese rät auf die ominösen Vitamine zu verzichten, die sie täglich einnehmen müssen. Zögernd beherzigt sie Sophias Rat und kann in der folgenden Nacht nicht einschlafen. Erstmals erlebt sie, wie die Tür des Schlafraums geöffnet und Mädchen mitgenommen werden. Langsam kommt sie den wahren Hintergründen der Akademie auf die Spur – und die sind schlimmer, als alles, was sie dort bislang erlebt hat!

Den Pressetext fand ich hervorragend und habe ihn deshalb übernommen. Das ist zwar auf den meisten Seiten Standard, doch oft sind diese Zusammenfassungen ziemlich dusselig und ich formuliere eine eigene aus – in diesem Fall aber spiegelt das ganze den Ablauf perfekt wieder.

LEVEL 16 ist nur ganz schwer einem Genre zuzuordnen, da hier Elemente von Drama, Thriller und Sci-Fi vorhanden sind – eine recht ungewöhnliche Mischung, wie ich sie bislang nur selten gesehen habe. Eventuell könnte man MOON oder GATTACA als Referenz nehmen, aber lediglich auf die Genre-Kreuzung bezogen, nicht auf die Handlung.

Die ist endlich mal wieder etwas völlig anderes. Vor allem weiß man sowohl als Zuschauer genauso viel oder wenig weiß, wie die dort ansässigen Schülerinnen. Die meisten der Mädels sind dermaßen indoktriniert, dass sie nach so vielen Jahren völlig blindlings den Anweisungen folgen und nichts hinterfragen, weil sie ja schließlich adoptiert werden wollen, was allerdings in keinster Weise das Ziel dieser Einrichtung ist.

Als Chef der Akademie konnte man den von mir hochgeschätzten Peter Outerbridge gewinnen, der in RE GENESIS, in dem er einer der Hauptrollen spielte, in einer der besten Serie des neuen Jahrtausends mitwirkte. Auch die mir völlig unbekannte Katie Douglas liefert eine wirklich hervorragende Leistung ab.

Der Streifen hat sicherlich nicht viel Geld gekostet, denn er spielt meist in einem Gebäude und es sind auch keinerlei Spezialeffekte vorhanden, was aber beweist, dass eine gute Idee oft ausreicht, um einen überraschend gelungenen Film zu produzieren, denn als solchen kann man LEVEL 16 bezeichnen, auf dessen Geschichte man sich aber einlassen muss.

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LOOK AWAY (Splendid Film)

am 19. März 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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Die 18-jährige Maria hat es wahrlich nicht leicht. In der Schule wird sie von ihren Mitschülern gemobbt, und auch zu Hause fühlt sie sich bei ihren Eltern nicht wirklich wohl, zumal die beiden eine eher ausgelutschte Ehe führen. Eines Tages entdeckt sie in ihrem Spiegelbild ein Mädchen, das genau aussieht wie sie selbst. Sie bekommt heraus, das sie eigentlich ursprünglich noch eine Zwillingsschwester hatte. Diese taucht nun auf und will ihr in ihrem verpfuschten Dasein helfen. Maria lässt sich darauf ein und nun übernimmt Airam die Position im Leben, indem die die Rollen tauschen. Während Maria nun im Spiegel verweilt, regelt ihre Schwester die Angelegenheiten draußen – allerdings auf recht rabiate Weise.

Ich gebe zu, wenn man sich das durchliest, klingt das erst einmal ziemlich beknackt. Ist es aber gar nicht, denn wie die beiden zueinander finden, und wie sich langsam das Geheimnis hinter dem Spiegelbild zusammensetzt, wird hier sehr schön erklärt.

Das absolute Pluspunkt dieses Horrorstreifens ist allerdings sein Look. Alleine das Haus in dem Maria lebt ist ein Palast. Doch das ist nicht alles. Der Kameramann schafft es, aus dieser doch eher kleinen Produktion, einen Look zu zaubern, dass man meinen kann, der Film sei 10 Mal so teuer gewesen.

Ok. Mira Sorvino, Jason Isaacs und auch die grandios aufspielende India Eisley, der ich eine große Karriere voraussage (allerdings nur wenn sie sich gescheite Filme heraussucht, denn LOOK AWAY ist der erste gute in ihrer Vita), werden sicherlich nicht für nen Appel und nen Ei dort mitgewirkt haben.Trotzdem handelt es sich doch um eine kleinere Produktion, die aber wahrlich nicht danach aussieht.

In Sachen Gewalt ist der Streifen allerdings eher mild, so dass Splatterfreunde nicht wirklich auf ihre Kosten kommen. Das hat der Film aber auch nicht nötig, denn er lebt von der Atmosphäre.

Dazu gibt es eine der besten Schlusseinstellungen, die ich je gesehen habe. Während der Streifen sonst eher ruhig und stilvoll inszeniert wurde, bekommt man gegen Ende 20 Sekunden im Stakkato und mit lauter Musik präsentiert, die noch einmal des Rätsels Lösung verdeutlichen.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Horrorfilm mit Niveau, der eine hervorragende Atmosphäre und eine exzellente Hauptdarstellerin zu bieten hat. Ein kleiner Geheimtipp für Menschen, die Filme wie GLASSHOUSE oder CARRIE mochten

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24 HOURS – TWO SIDES OF CRIME (Justbridge)

am 19. März 2019 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Ein Banküberfall in einer Kleinstadt lauft völlig aus dem Ruder. Polizei und Geiselnehmer beginnen ein nervenzerfetzendes Katz- und Mausspiel, das die Stadt einen ganzen Tag lang in Atem halt. Es werden 2 erfahrene Ermittler eingesetzt, um mit den beiden Verbrechern per Handy zu verhandeln, doch mit der Zeit bekommen diese den Eindruck das die Täter gar nicht an dem geforderten Lösegeld interessiert sind, sondern einen völlig anderen Plan verfolgen.

Die Geschehnisse in dieser 12-teiligen TV Serie werden abwechselnd aus der Perspektive der Polizei, der Presse sowie auch aus der Sicht der Bankräuber, der Opfer und ihrer Familien gezeigt. Jede neue Folge lüftet dabei ein kleines Stuck des Geheimnisses und der Zuschauer erkennt allmählich, dass mehr dahinter steckt als zuerst angenommen.

Und genau dafür sind auch heute noch Rezensionen sehr wichtig, denn die ersten beiden Folgen sind, nun ja sagen wir mal, leidlich spannend. Denn zunächst bekommt man den Eindruck vermittelt, dass man hier einem ganz normalen Banküberfall mit Geiselnahme beiwohnt, wie man es schon zig Male gesehen hat.

Doch ab Folge 3 ändert sich dies komplett, denn es geht, wie bereits oben angedeutet, mitnichten um Lösegeld, sondern die Geiselnehmer haben sich etwas völlig anderes ausgedacht, weil sie über Insiderinformationen verfügen. Was genau das ist, lasse ich hier mal unbeantwortet, weil ich die Idee wirklich klasse fand.

Überhaupt schafft man es, immer wieder neue Wendungen einzustreuen, die ich so noch nicht gesehen habe und welche die Handlung interessant halten. Auch das sich die Folgen aus der Sicht der Polizei und dann aus der der Täter abwechseln, ist ein durchaus interessanter Schachzug, da man häufig erkennt, das die Polizei etwas ganz anderes vorhat oder denkt als die Täter und umgekehrt.

Fazit. Durchaus spannende Serie, die man vielleicht um 2 Folgen hätte kürzen können, da einige Seitenhandlungen nicht unbedingt notwendig gewesen werden. Ansonsten aber ein durchaus interessantes Konzept.

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GALVESTON (Koch Media)

am 12. März 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Profikiller Roy hat nicht mehr lange zu leben, denn seine Lunge ist komplett hinüber. Für den in schmutzige Geschäfte verwickelten Stan erledigt er die Drecksarbeit. Bei einem Auftrag den er von ihm erhält, wird ihm im Nachhinein bewusst, das er dabei draufgehen sollte. Doch er kann fliehen: zusammen mit der jungen Prostituierten Rocky und deren kleiner Schwester finden sie sich bald in Roys Heimatstadt Galveston wieder. Doch die Schergen seines Bosses sind schon unterwegs, denn nicht nur er, sondern auch Rocky verfügen über Informationen die Stan zu Fall bringen können.

Jetzt werden viele sagen, das die Geschichte doch reichlich unspektakulär ist und ähnliches doch nun wahrlich schon oft erzählt wurde. Diese Kritiker liegen richtig, doch trotzdem lohnt es sich den Streifen anzuschauen.

Da sind zum einen die hervorragenden Schauspieler. Ben Foster liefert als zum Tode Geweihter, der sein Herz entdeckt , eine absolut hervorragende Leistung ab. Das ist man von ihm aber gewohnt. Das jedoch Elle Fanning so gut sein kann, hätte ich nicht gedacht, denn eigentlich war sie bislang immer nur die kleine Schwester von Dakota, die für die gleiche Rolle vor 5 Jahren besetzt worden wäre. Als Stan ist in einer kleinen Nebenrolle übrigens Beau Bridges zu sehen.

Das absolute Highlight des Streifens sind allerdings die letzten 20 Minuten, auf die ich jedoch nicht wirklich eingehen kann, weil ich dann zu viel spoilern würde. Ich kann aber so viel sagen, dass ich selten einen so gelungenen Abschluss eines Films gesehen habe.

GALVESTON ist ein gut gespielter und vor allem glaubwürdiger Streifen, der insgesamt am ehesten im Drama-Genre beheimatet ist, wenn auch hier und da Actionszenen und leichte Thrillerelemente hinzukommen. Die Geschichte ist nachvollziehbar und wirkt nicht wie am Reißbrett konstruiert. Meiner Meinung nach sehr gelungen, an manchen Stellen allerdings auch ein wenig langatmig. Das wird von den anderen Pluspunkten jedoch locker kaschiert.

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DEUTSCHLAND 86 (Universum Film)

am 12. März 2019 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Nach den Ereignissen 1983 hat man Martin Rauch zu seinem Schutz nach Angola verbannt. Dort unterrichtet er Kinder in der deutschen Sprache und hat seine Vergangenheit fast schon vergessen, wäre da nicht sein Sohn Max, der weiterhin in der DDR lebt. Dann jedoch taucht seine ignorante und vollkommen linientreue Tante Lenora wieder bei ihm auf und bittet ihn ihr zu helfen. Als Belohnung dafür würde sie dafür sorgen, dass er zurück in die DDR kann, um bei seinem Sohn leben. Auch wenn er ihr nicht vertraut, lässt er sich auf den Deal ein. Dieser scheitert jedoch und Martin muss umdisponieren. Das macht er jedoch sehr geschickt in dem er sich mit der Frau eines einflussreichen Arztes einlässt. Mit ihrer Hilfe versucht er zurück in die DDR zu gelangen – dann erfährt er jedoch, dass diese für den BND arbeitet und sie versucht, ihn umzudrehen. Wird das gelingen und Martin seine alten Ideale verraten?

Die erste Staffel, die ja 3 Jahre zuvor spielte, war einer der besten deutschen Serien aller Zeiten. Da noch einen drauf zu setzen oder zumindest das Niveau zu halten, war natürlich eingermaßen schwierig, gelingt im Endeffekt aber fast – wenn auch nicht von Beginn an.

Denn die ersten Folgen die sich in Afrika abspielen, haben wenig mit der ersten Staffel zu tun und dienen eigentlich nur als Aufhänger, dass man Martin wieder zurück in die DDR schicken möchte und man hat sich dafür eine etwas haarsträubende Geschichte ausgedacht.

Als es beginnt wieder in Europa zu spielen und die DDR mehr zurück ins Spiel kommt, knüpft die Serie wieder nahtlos an die Vorgängerstaffel an, wenn es auch etwas schade ist, das der Kampf der beiden deutschen Seiten nicht mehr wirklich im Mittelpunkt steht, denn daraus bezog DEUTSCHLAND 83 ja seine hauptsächliche Faszination.

Sehr schön ist, das wirklich alle aus dem ersten Teil wieder dabei sind, mit Ausnahme von Ulrich Noethen, dessen Rolle eben nicht mehr in die jetzige Geschichte gepasst hätte. Ich halte sowohl Jonas Nay als auch Ludwig Trepte, der in einem Seitenstrang versucht ,die AIDS Krankheit an die Öffentlichkeit zu bringen, für 2 der besten Nachwuchsdarsteller, die wir haben. Beide sind Ende Zwanzig, Anfang 30 und haben schon sehr viele überzeugende Rollen gespielt. Zu dieser Kategorie zähle ich auch Frederik Lau und Tim Oliver Schulz.

Was mich persönlich etwas gestört hat, ist das doch sehr versöhnliche Ende, was ich nicht so gestaltet hätte. Allerdings bietet es anderseits auch eine ideale Vorlage für eine weitere Fortsetzung, die ja dann sicherlich DEUTSCHLAND 89 beleuchten wird, was ein interessantes Thema sein würde, denn da fiel ja schließlich die Mauer, was man sicher hervorragend in die Serie integrieren könnte. Ob diese Fortsetzung geplant ist, weiß ich allerdings nicht,

Fazit: Mit kleinen Abzügen in der B-Note eine gelungene Fortsetzung einer genialen Serie. Sehr schön herausgearbeitet wird auch, das man immer über die deutschen Kapitalisten schimpft, sich aber selbst zu Erhaltung der DDR zu solchen prostituiert. Weitere Folgen erwünscht.

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SPURLOS (Koch Media)

am 12. März 2019 unter Drama abgelegt

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Catherine und Matthew Parker ziehen gezwungenermaßen mit ihren beiden Kindern Lily und Tom nach Nathgari, in das australische Hinterland. Die beiden Kids haben Schwierigkeiten sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden. In der Nacht, bevor ein alles verdeckender Sandsturm über die Region herzieht, verschwinden Lily und Tom spurlos. Angeführt von Cop Rae, stehen die Bewohner des Ortes dem Paar zunächst bei der Suche zur Seite. Doch diese bleibt ergebnislos. Catherine wird daraufhin immer fragiler und verletzlicher und zwischen dem Paar kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen und Schuldzuweisungen und auch die vormals hilfreichen Nachbarn wenden sich gegen die Eheluet, welche ein dunkles Geheimnis hüten.

Was entsteht, wenn man eine insgesamt eher einfach gestrickte Geschichte um das Verschwinden zweier Kids, mit Kunstkino mischt? Das, was hier bei SPURLOS herauskommt.

Der Film ist bereits 3 Jahre alt und fand lange keinen Vertrieb, weil er doch partiell sehr sperrig ist. Trotzdem verwundert es, wenn man sich mal die imposante Besetzungsliste ansieht, die problemlos einen A-Film stemmen könnte.

Das Hauptproblem jedoch ist, das die Chemie zwischen Nicole Kidman und Joseph Fiennes nicht stimmt. Man kann sich die beiden einfach nicht als Ehepaar vorstellen, was natürlich bei einer Geschichte, die sich um die Probleme eines eben solchen dreht, nicht besonders hilfreich ist. Ich hätte die Rollen eher vertauscht, denn die Szenen zwischen Kidman und Weaving sind wesentlich harmonischer und glaubwürdiger.

Nun kommen wir aber zur Kunst. Da die Geschichte insgesamt nicht so viel hergibt, versucht die Regisseurin Kim Farrant, sehr viele surreale Szenen und künstlerische Bilder mit einfließen zu lassen. Das ist zwar nicht wirklich unterhaltsam, partiell aber optisch durchaus beeindruckend.

Zudem lässt sie allen Darstellern reichlich Raum für Interpretation, was ihr insbesondere von Kidman, die sich in den letzten 20 Jahren enorm entwickelt hat, was ihre Fähigkeiten betrifft, genutzt wird, um groß aufzudrehen. Insbesondere die Szenen in denen sie alleine zu sehen ist sind recht intensiv.

Jetzt soll ich zu diesem Streifen auch noch eine Bewertung abgeben, was reichlich schwierig ist. Ich kann mich für solche künstlerischen Elemente durchaus begeistern, zumal diese bei weitem nicht so überzogen sind wie etwa in MANDY, der ja ebenfalls bei KOCH MEDIA erscheinen ist. Viele jedoch empfinden solche Einflüsse als störend. Zudem ist der Film mit 112 Minuten auch reichlich lange, was vor allem die eigentliche Geschichte nicht hergibt.

Eine Bewertung ist eigentlich nicht möglich, zumindest keine einigermaßen objektive und auch im Internet habe ich zwischen „Genial“ und „totaler Schrott“ alles gefunden. Daher alles drin zwischen:

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und

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BLUE MY MIND (Meteor/Alive)

am 27. Februar 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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Die 15-jährige Mia hat die typischen Teenagerprobleme, nachdem sie in eine neue Stadt umgezogen ist. Doch da es gibt noch etwas, was ihr sehr zu schaffen macht, denn ihr Körper scheint zu mutieren – langsam aber stetig. Ihre Eltern sind ihr von jeher fremd gewesen und sie glaubt schon lange, dass sie eigentlich adoptiert wurde. Mia stürzt sich daraufhin ins wilde Teenagerleben um Anschluss zu finden und auch das bisschen Jugend, was ihr noch bleibt, auszuleben. Doch der Körper verändert sich immer weiter. In ihrer Verzweiflung versucht sie sich mit Sex und Drogen zu betäuben, um aufzuhalten, was nicht aufzuhalten ist, denn die Natur ist stärker und Mias Verwandlung schreitet immer weiter voran.

BLUE MY MIND wurde auf sehr vielen Festivals gezeigt und bekam durchweg gute Kritiken – denen ich mich anschließe. Allerdings wird es auch Menschen geben, die diesen Streifen nicht mögen – weil er insgesamt doch sehr außergewöhnlich ist.

Der Film wird getragen von einer absolut herausragenden Luna Wedler, die die verschiedenen Facetten, die ihre Figur zu bieten hat, absolut superb beherrscht. Sie überzeugte kürzlich schon in dem ebenfalls gelungenen DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT, der ja in einem komplett anderen Genre beheimatet war. Respekt! Völlig verdient gab es hierfür den Schweizer Filmpreis

Die Verwandlung von Mia ist eingebunden in eine Rahmenhandlung, die auch als Teenagerdrama funktioniert und in dem ebenfalls Themen wie „ich möchte dazugehören“ und „Probleme mit der Pubertät“ mit abgehandelt werden. Man konnte befürchten das dieser Genremix voll in die Hose geht – tut er aber nicht, denn die sanften Horrorelemente fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein.

Wer allerdings für alles eine Erklärung haben will, der ist hier leider Fehl am Platze. Es werden zwar einige kleinere Dinge angedeutet, doch eine restlose Auflösung kann man hier nicht erwarten – die lässt der Streifen wohl extra offen, was im Endeffekt vielleicht auch ganz gut ist, denn das hätte auch in Schwachsinn enden können. Das Ende rundet den Film schön ab.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Film mit einer tollen Schauspielerin, der sowohl Arthouse-Fans, als auch Freunden von Jugenddramen gefallen könnte. Alleine die Performance der Hauptdarstellerin lohnt schon eine Sichtung.

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DER SIZILIANER (Koch Media)

am 27. Februar 2019 unter Drama abgelegt

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Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schwingt sich ein Mann mit seiner Bande zum Retter der Armen und Entrechteten und zum Kämpfer für die Unabhängigkeit seiner Heimat auf: Salvatore Guiliano – der Sizilianer. Indem er den Reichen nimmt und den Armen gibt, wird er von der einfachen Bevölkerung wie ein Held verehrt, gerät allerdings auch zwischen die Fronten von Mafia, Politik und Kirche, denen sein segensreiches Wirken zunehmend ein Dorn im Auge ist. Mit tragischen Konsequenzen.

Kurz bevor Christopher Lambert mit HIGHLANDER den ganz großen Durchbruch schaffte, nachdem er als schielender Tarzan schon Aufmerksamkeit erlangt hatte, drehte er diesen Film, der neben ihm noch mit Terence Stamp und John Turturro besetzt wurde.

Der Film ist auch heute noch ganz ordentlich ansehbar – leider gilt das nur für den Streifen selbst. Die Umsetzung ist katastrophal. Ich habe selten so viel Bildrauschen auf einer Blu Ray gesehen, von einem Film, der ja gerade einmal 30 Jahre alt ist – jede Veröffentlichung der Jack Arnold Reihe ist gelungener. Immerhin ist der Ton ordentlich geworden.

Nach Rückfrage bei KOCH MEDIA teilte man mir mit, dass es sich hier um ein Produkt handele, das sie nur im Vertrieb hätten, aber selbst an der Restauration (wobei ich hier keine sehe) beteiligt waren.

Meiner Meinung nach schneidet man sich hier ins eigene Fleisch, denn man weiß als Käufer normalerweise, dass man von der Firma gute Qualität bekommt. Nimmt man mal als Gegenbeispiel den etwa gleich alten EXTREMITIES, den Koch selbst restaurierte, kommt man sich vor als vergleiche man eine Blu Ray mit einem VHS Tape.

Fazit: Auch wenn es einige Leute gibt, die auf diesen Film warten – diese Umsetzung wird sie nicht zufriedenstellen. Ich rate Koch Media mit Hinsicht auf den eigenen Ruf auf solche Sachen zu verzichten, gerade eben, weil man sich so ein exzellentes Standing aufgebaut hat.

DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT (Universum Film)

am 19. Februar 2019 unter Drama, Komödie, Reviews abgelegt

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Roxy ist neu in der Klasse und gerade von ihrer alten Schule geflogen. Zudem hat sie null Bock auf die anstehende Klassenfahrt nach Berlin. Im Bus freundet sie sich mit dem sensiblen Außenseiter Cyril an, der sie mit seinem Wortwitz überrascht und den sie auch auf Anhieb gerne hat. Doch aufgrund seiner großen Nase, für die er nahezu täglich verspottet wird, denkt er eh, dass er bei ihr keine Chance hat . Roxy scheint sich außerdem mehr für den gutaussehenden Rick zu interessieren, der allerdings ein wenig hilflos wirkt und nicht gerade Intelligenz ausstrahlt. Als auch noch Aufreißer Benno ein Auge auf Roxy wirft und Cyril mitbekommt, dass es eine Wette gibt, wie schnell Benno sie ins Bett bekommt, versucht er Rick zu helfen und schreibt für ihn coole Songtexte und romantische SMS. Doch das erste Date wird natürlich eine Katastrophe und die Chancen von Benno scheinen wieder zu steigen.

Eine romantische Komödie – na da hat man ja hier den richtigen genommen um eine Bewertung abzugeben, denn das ist ein Genre, das mir normalerweise gar nicht liegt. Aber ich bin großer Kämpfer für den deutschen Film, deshalb habe ich mir diesen Streifen dann doch angesehen und war überrascht.

Die Geschichte ist sehr schön erzählt und die Chemie zwischen Luna Wedler und Aaron Hilmer passt einfach perfekt. Zudem gesellt sich mit Damian Hardung einer aus dem Club der roten Bänder dazu, der hier aber einen völlig anderen Charakter spielt.

In den Nebenrollen ist der Film ebenfalls gut besetzt worden. Insbesondere Heike Makatsch als Lehrerin, hat in ihrer rabiaten Art so manche Lacher auf ihrer Seite und Anke Engelke spielt die Mutter von Cyril überraschend zurückhaltend und glaubwürdig.

Was zudem verwundert ist, das in dem Film tatsächlich Musik aus dem Genre Hip-hop dominiert, was nun wahrlich nicht mein Fall ist. Insbesondere das deutsche dümmliche Aneinanderreihen von Fäkaltexten, welches bei den Kiddies heutzutage angesagt ist, nervt mich seit Jahren. Hier aber hat man wirklich gute Songs geschrieben und die Worte sind sehr poetisch und keinesfalls platt.

Das Ende ist von der Idee zwar sehr gelungen, aber sorry Leute, so läuft das im echten Leben leider nicht ab – dies kann ich aus eigenen Erfahrungen berichten und auch mein Umfeld hat diese gemacht. Mehr kann ich nicht dazu sagen, weil ich sonst spoilern würde.

Unter dem Strich ein durchgängig unterhaltsamer Streifen, der zwar im Grunde eine Komödie ist, untergründig jedoch auch Dinge wie Mobbing oder Verrohung der Jugend aufgreift und diese gut in die Geschichte integriert. Auch wenn mir das Ende einen Tick zu weit hergeholt wirkt, kann man hier trotzdem viele Chuckies vergeben, da der Gesamteindruck hervorragend ist.

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UTOYA 22. JULI (Universum Film)

am 12. Februar 2019 unter Biopic, Drama abgelegt

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Die 18-jährige Kaja verbringt mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar Ferientage in einem Sommercamp auf der norwegischen Insel Utøya. Angeregt diskutieren die Jugendlichen über aktuelle politische Entwicklungen, denn in Oslo Stadt ist eine Bombe explodiert. Dann fallen plötzlich Schüsse. Erschrocken suchen Kaja und die anderen Schutz im Wald. Kein Versteck scheint sicher zu sein. Doch die Hoffnung auf Rettung bleibt. Und Kaja setzt alles daran, Emilie zu finden, die sie in dem Chaos aus den Augen verloren hat.

Utoya ist eine kleine Insel im Tyrifjord, dem fünftgrößten Binnensee Norwegens. Sie liegt nahe dem Eingang zum Holsfjord, einem der vier Hauptarme des Sees, rund 500 m vom Seeufer entfernt. Beim Anschlag durch Anders Behring Breivikam 22. Juli 2011 starben auf der Insel 69 Menschen.

Soweit zu den Fakten, die ich bei Wikipedia gefunden habe. Die Ereignisse fanden damals also tatsächlich statt und der Bekloppte, der vor ein paar Jahren in München um sich ballerte, war Fan von diesem Breivikam und tat es ihm gleich.

Nun gibt es natürlich 2 Möglichkeiten so einen Film zu realisieren. Entweder als Dokumentation oder als normalen Spielfilm. Der Regisseur entschied sich für letzteres, wählte dabei allerdings die subjektive Kamera als Stilmittel und entschied sich für einen Onecutter. Das ist ein Film, der an einem Stück durchgedreht wird ohne einen Schnitt vorzunehmen.

Das selbe Prinzip verfolgte auch schon VICTORIA, ebenfalls bei Universum Film erschienen. Nun hatte dieser aber den Vorteil, das in den guten 2 Stunden sehr viele verschiedene Schauplätze vorkamen und es immer wieder überraschende Wendungen gab. Dies ist bei UTOYA nicht der Fall, was einfach daran liegt, das die damals nicht passierten.

Deshalb gerät das Ganze in meinen Augen einfach zu langatmig. Gefühlte 20 Minuten am Stück liegt zum Beispiel ein Gruppe der vermeintlichen Opfer an einer Stelle, zittern, quatschen, es fällt ein Schuss, es wird weiter gequatscht und gezittert und wieder fallen Schüsse. Auch wenn das sicherlich in der Realität so passiert ist, gestaltet es sich einfach zu monoton.

Es gibt aber auch gelungene Stellen, wie zum Beispiel die Flucht ins Gebäude, die hervorragend eingefangen wurde. Am besten ist jedoch die Schlusspointe, die allerdings so nicht stattgefunden hat, wie der Film im Abspann betont.

Das Mädel, das die Hauptrolle spielt und danach ein sehr sympathisches Interview in den Extras gibt, ist in ihrer darstellerischen Leistung auch durchaus glaubwürdig, wenn man bedenkt, dass es noch dazu ihre erste Rolle war.

Eine Bewertung ist hier nicht möglich, zumindest keine relativ objektive. Leute die Filme wie BLAIR WITCH 1 mögen, dürften hier auch Gefallen finden. Menschen die die Wackelkamera hassen, sollten eine großen Bogen machen, auch wenn sie in diesem Kontext ja durchaus Sinn macht.