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Archiv der Kategorie 'Drama'

TEXAS KILLING FIELDS (Ascot Elite)

am 14. Mai 2012 unter Drama, Suspense abgelegt

TEXAS

Mike Souder und Brian Heigh sind Partner beim Texas City Police Department. Der früher in New York aktive Brian ist der eher ruhigere Part, während sein Kollege ab und schon einmal über das Ziel hinaus schießt. Ein besonderes Verhältnis pflegt erstgenannter zur jungen Anne Sliger, weil das Mädchen ihm leid tut, da es aus miesen Verhältnissen stammt, denen es eigentlich nicht entfliehen kann. Binnen weniger Tage werden diverse Mädchenleichen gefunden, jedoch fällt nur eine in den Zuständigkeitsbereich des Cop-Duos. Es scheint als wüsste der Mörder eben dies, doch Brian setzt sich gegen den Willen seines Kollegen über diese Zuständigkeit hinweg und kommt dem Killer gefährlich nahe. Dann verschwindet auch Anne.

TKF wird zwar überall als Thriller verkauft, weckt damit aber völlig falsche Erwartungen, denn abgesehen von einigen wenigen Action-Szenen erwartet den Zuschauer hier ein Drama, dass gute 20 Minuten zu lange dauert. Andererseits werden die seelischen Konflikte der Protagonisten gut herausgearbeitet. Selten hat man in einem Cop-Streifen eine so gute Charakterzeichnung gesehen, unterstützt von einem gelungen Score.

Die Atmosphäre von TKF ist so auch seine größte Stärke, neben seinen durchweg guten Darstellern, allen voran Jeffrey Dean Morgan. „Kickass Girl“ Chloe Grace Moretz spielt zwar ebenfalls gut, wird mir persönlich aber etwas zu sehr verheizt und ist so etwas wie die inoffizielle Nachfolge von Dakota Fanning, wenn eine 11-13-jährige Darstellerin gesucht wird.

Wer nicht mit der Erwartungshaltung an dem Film geht, die unter anderem auch der Trailer suggeriert, wird mit einem stimmigen Drama belohnt. Doch leider tun das sehr viele Menschen und ich denke eben diese werden nach dem Anschauen enttäuscht sein.

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IDES OF MARCH (Universal Pictures)

am 14. Mai 2012 unter Drama abgelegt

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Gouverneur Mike Morris besitzt alles was ein Präsidentschaftskandidat in Amerika braucht. Intelligenz, Souveränität, Rhetorik und Charisma. Unterstützt wird er hierbei von seinem Wahlkampfhelfer Stephen Myers, der Morris eher aus ideologischen denn aus finanziellen Gründen unterstützt. Doch der Gegenkandidat liegt gleichauf und man versucht dort Stephen abzuwerben. Der lehnt ab, doch als herauskommt, dass er sich mit dem Chefwahlkämpfer der Gegenseite getroffen hat, ist er seinen Job los, da ihm sein Vorgesetzter Paul nicht mehr vertraut. Dann findet Stephen durch seine Bettgefährtin Molly heraus, dass sein Vorbild Morris ebenfalls Leichen im Keller versteckt hat und geht zum Angriff über.

IDES OF MARCH ist ein klassischer Polit-Drama der alten Schule. Allerdings, und das sei hier für diejenigen erwähnt die etwas ungeduldig beim Filme schauen sind, ist der Streifen die ersten 25 Minuten sterbenslangweilig. Im Nachhinein benötigt man diese Zeit aber um mit den Charakteren vertraut zu werden und zu begreifen was sie antreibt und wie sie ticken.

Danach nimmt der Film Fahrt auf und mutiert im Mittelteil gar zu einem Thriller. Gosling überzeugt wie immer, genau wie Clooney, dem die Rolle aber auch wirklich auf den Leib geschrieben ist und ich denke dass ihn tatsächlich viele Amerikaner wählen würden.

In den Extras erfährt man, dass er gar nicht die Doppelfunktion Regisseur/Schauspieler übernehmen wollte, doch finanziell ließ sich das nicht anders handeln. Der Regisseur Clooney bleibt seinem Stil treu. Keine Sperenzien was die Kamera eingeht und relativ lange Einstellungen, die ein wenig an THE AMERICAN erinnern, in dem er ja auch die Hautrolle spielte.

Wer Filme wie STATE OF PLAY oder auch FAIR GAME mag liegt hier genau richtig. Wer aber einen durchgehend hochspannenden Thriller erwartet wird enttäuscht sein, da es sich hier größtenteils um ein amerikanische Sittengemälde handelt – und das ist eben nicht immer spannend.

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SPECIAL FORCES (Universum Film)

am 14. Mai 2012 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Die Journalistin Elsa Casanova (was ein Name) und ihr afghanischer Freund Amin werden bei einem Rechercheauftrag für eine Reportage von Taliban überfallen und entführt. Diese wollen Elsa vor laufender Kamera hinrichten. Die französische Regierung weiß genau, dass dies für ihren Ruf eine Katastrophe bedeuten würde und schickt eine Spezialeinheit los, um sie zu befreien. Die Aktion gelingt, doch auf dem Rückweg gerät das Team unter Beschuss und erreicht die Rettungshelikopter nicht. Die einzige Möglichkeit ist eine Flucht über die Berge, doch dieser Weg ist extrem weit und kräfteraubend und die Taliban sind ihnen schon auf den Fersen.

Grundsätzlich ist das nicht wirklich meine Art von Film. Aufgrund der Besetzung und des guten Rufs des französischen Films, habe ich ihn mir dennoch angesehen und war positiv überrascht, Der Streifen ist durchweg spannend und die Protagonisten sehen auch richtig fertig aus – wahrscheinlich hat man sie den Strapazen einige Tage wirklich ausgesetzt.

Inmitten des Geschehens macht die von mir nicht sonderlich geschätzte Frau Kruger eine erstaunlich gute Figur, denn die Darstellung ihres Charakters bewegt sich durchaus in einem glaubwürdigen Rahmen.

Allerdings gibt es doch die ein oder andere Einzelheit die etwas merkwürdig wirkt, denn es ist schon erstaunlich wie die Gruppe von den Taliban immer wieder aufgespürt wird, in einem Land, das dermaßen riesig ist. Vor allem ist es etwas unverständlich, dass man sich tagelang über einen Berg quält und die Feinde ihnen danach sofort auflauern. Hatten die ne Abkürzung oder wie?

Trotzdem ein spannender Streifen, den man gleich in mehrere Genre stecken kann. Auch Menschen die dieser Thematik sonst nichts abgewinnen können, dürfen einen Blick riskieren.

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PERFECT SENSE (Universum Film)

am 30. April 2012 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Michael ist der Chefkoch eines Gourmet-Restaurants, Susan eine Wissenschaftlerin die sich mit Epidemien beschäftigt. Obwohl beide emotional verkümmert sind, kommt man sich langsam näher und lernt den anderen schätzen. Dann bricht eine Epidemie über die Welt herein. Zuerst fangen die Menschen an zu weinen, um danach ihren Geruchssinn zu verlieren. Doch das ist erst der Anfang, denn mit fortlaufender Dauer gehen auch noch andere Sinne verloren und die Welt droht im Chaos zu versinken.

Diese sehr ungewöhnliche Mixtur aus Liebesfilm und Thriller funktioniert überraschenderweise perfe(c)kt. Das hängt auch mit der unglaublich ausdrucksstarken Bildersprache zusammen, die zusammen mit dem grandiosen Soundtrack eine faszinierende Mixtur ergibt. Leider gibt es letzteren nicht käuflich zu erwerben, was eine Schande ist.

Im Internet gibt es viele gute Kritiken, aber auch einige die sich beschweren, dass der Streifen recht langweilig ist. Das kann man durchaus so sehen, denn spannend ist PERFECT SENSE eigentlich nicht und gegen das hier vorhandene Erzähltempo wirkt ein Streifen wie CONTAGION mit ähnlicher Thematik wie ein Action-Thriller. Man muss sich auf diese Bildersprache einlassen.

Auch die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern passt, wobei insbesondere Eva Green eine wirklich außergewöhnliche Vorstellung abgibt.

Interessanterweise wird hier auch beleuchtet was mit den Menschen passiert, wenn ihnen einer ihrer Sinne verlorengeht – man konzentriert sich halt auf die anderen und irgendwann hat man dann den abhanden gekommenen vollends vergessen. Ob die Menschheit so wirklich reagieren würde bleibt mal dahin gestellt, ist aber eine sehr interessante These.

Fazit: Einer der ungewöhnlichsten Streifen der letzten Jahre, was auch an der strangen Genremischung liegt. Lässt man sich auf die Bildersprache des Streifens ein bekommt man ein kleines Meisterwerk geboten. Kann man dies jedoch nicht, sollte man lieber auf die Mainstream-Varianten des Themas ausweichen.

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SCHLAFKRANKHEIT (Lighthouse)

am 18. April 2012 unter Drama abgelegt

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Der deutsche Entwicklungshelfer Ebbo Velten arbeitet schon seit Jahren in Kamerun und befasst sich mit der Erforschung der Schlafkrankheit. Doch jetzt will er nach Deutschland zurückkehren auch weil die Gelder gekürzt wurden, da es immer wenige Fälle dieser Erkrankung gibt und seine Frau zurück in die Heimat will, denn Tochter Helen ist in einem Internat untergebracht und sie will sich mehr um sie kümmern. Nach einem Besuch bei ihren Eltern steigt sie mit ihrer Mutter ins Flugzeug – ihr Vater will einige Tage später nachkommen – doch so weit kommt es nicht.

Drei Jahre später begibt sich der französische Arzt Alex Nzila nach Kamerun um zu überprüfen, ob die verwendeten Forschungsgelder überhaupt noch sinnvoll angelegt sind, muss aber feststellen , dass es kaum mehr Patienten gibt, die wegen der Schlafkrankheit behandelt werden müssen. Also sucht er das Gespräch mit Velten, doch der ist unauffindbar.

Es ist schwer den Streifen zusammenzufassen, da er keine stringente Story bietet. Zudem wirken viele Teile des Films etwas willkürlich aneinander gesetzt und eher wie einzelne Episoden.

Auch über den Sinn von SCHLAFKRANKHEIT lässt sich trefflich streiten. Soll er uns ein Bild des bedürftigen Kameruns bieten oder soll er beleuchten wieviele Gelder unnütz in Entwicklungshilfe gesteckt werden, die dann aber für ganz andere Dinge verwendet werden? Oder ist es einfach nur die Geschichte eines Arztes, den eine Hassliebe mit diesem Land verbindet und der sich nicht aufraffen kann seiner Familie nach Deutschland zu folgen.

Trotz all dieser Fragen ist SCHLAFKRANKHEIT ein interessanter Film, der es schafft den Zuschauer bei der Stange zu halten, auch wenn es schwer zu erklären ist wie, da Teile des Streifens doch sehr langatmig erzählt sind.

Fazit: Für Freunde des anspruchsvollen Dramas durchaus eine Empfehlung wert, unterlasse ich hier aber eine endgültige Chucky-Bewertung, da eine klassische Noteneinordnung dem Film nicht wirklich gerecht wird.

SLEEPING BEAUTY (Capelight)

am 18. April 2012 unter Drama abgelegt

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Lucy ist Studentin und nimmt, um ihr Studium zu finanzieren, so ziemlich jeden Job an. Bürogehilfin, Versuchskaninchen in einem Labor und Putzfrau in einer Bar. Da flattert ihr eines Tages ein Angebot der ganz besonderen Art ins Haus. Sie soll, nur in Dessous bekleidet, alten Herrschaften Essen servieren. Dann gibt es aber noch die Möglichkeit einer wesentlich lukrativeren Beschäftigung. Betäubt mit einem speziellen Trunk steht sie den Opas schlafend als Sexobjekt zur Verfügung, wobei diese sie zwar anfassen dürfen, aber sexueller Verkehr ist untersagt.

Wie und das wars werden jetzt viele denken? Tja mehr passiert in dem Streifen eben nicht. Was andere in Rezensionen als schockierend bezeichnen, nämlich das Frauen als willenlose Sexobjekte behandelt werden kann ich nicht nachvollziehen, denn sie machen es ja gegen Bezahlung und wissen worauf sie sich einlassen. Zudem scheint mir das ganze doch sehr weit hergeholt.

Emily Browning liefert schauspielerisch eine gute Leistung ab, sollte sich aber vielleicht einen anderen Agenten suchen, der ihr gescheite Rollen besorgt (ich sag nur „Soccer Punch“).

Zwischendurch gibt es noch ein paar sensationell dusselige Oneliner („Ihre Vagina ist ein Tempel“) und jede Menge Leerlauf.

Trotzdem hat der Film einen gewissen Unterhaltungswert was insbesondere auf den edlen Look zurückzuführen ist. Insbesondere die Szenerie wenn Lucy schlafend im Bett liegt und auf ihre Kundschaft wartet ist sehr schick eingefangen.

So bleibt unter dem Strich hübsch photographierter Unsinn mit fragwürdigen Inhalt. Bewertung entfällt.


TICKET OUT (Eurovideo)

am 02. April 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Jocelyn hat gerade einen Gerichtsstreit verloren, der es ihrem Mann nun wieder erlaubt, die beiden Kinder regelmäßig zu sehen, auch wenn Indizien vorlagen, dass Dennis, zumindest den Jungen, körperlich misshandelt hat. Der will nicht zu seinem Vater, doch dieser hat nunmal ein Besuchsrecht, Als die Mutter die beiden Kinder abholen will und erkennen muss, dass ihr Ex wieder gewalttätig wurde, flieht sie mit den Kids zu einer Untergrundorganisation, die in solchen Fällen eingreift. Doch Dennis setzt einen Privatdetektiv auf das Trio an und auch das FBI ist hinter den Flüchtlingen her.

TICKET OUT hat eine ungewöhnliche Story zu bieten, denn besonders im Verlauf der Flucht kommt es zu viele Situationen, die man so noch nicht gesehen hat. Zudem bleibt die ganze Zeit die Frage offen, welche Rolle der von Ray Liotta verkörperte Charakter denn nun spielt.

So weit mir bekannt handelt es sich hierbei um einen TV-Film, der aber durchaus das Zeug für eine Kinoauswertung gehabt hätte, denn diese Geschichten sehen viele Menschen gerne.

Der Ausgang ist zudem einigermaßen überraschend und zeigt mal wieder, dass das amerikanische Rechtssystem nicht annähernd so gut ist wie es gerne wäre.

Fazit: Kleiner, feiner Thriller mit guten Darstellern und eher spärlich gestreuten Action-Szenen, dafür aber gespickt mit jeder Menge kleiner Wendungen.

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SIEBEN TAGE SONNTAG (Lighthouse)

am 02. April 2012 unter Drama abgelegt

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Der 16 jährige Adam wohnt bei seiner Oma in einem der typischen Plattenbauten. Während er eher zurückhaltend ist, glänzt sein Kumpel Tomekk mit coolen Sprüchen. Beide sind in Sarah verschossen, doch die fühlt sich zu Adam hingezogen, der aber Angst davor hat eine Beziehung mit ihr einzugehen. Der triste und öde Alltag verleitet die Jugendlichen zu allerlei Blödsinn, bis es eines Abends zu einer Katastrophe kommt.

Die Geschichte wird einigen bekannt vorkommen, denn dieser Fall ging damals durch die Presse. SIEBEN TAGE SONNTAG ist eine ausgezeichnete Milieustudie, die die Tristheit und Sinnlosigkeit die in dieser Gegend herrscht, perfekt widerspiegelt.

Ludwig Trepte, der bereits in KOMABT SECHZEHN eine sehr gute Figur machte, verleiht seinem Charakter durchaus Glaubwürdigkeit und spielt den Adam als desillusionierten Jungen der nichts mit sich anzufangen weiß und der sich auch keine Gedanken darüber macht, was die Zukunft so bringt. Als Oma gibt es ein Wiedersehen mit der aus vielen 60er Jahre Produktionen bekannten Karin Baal.

Natürlich ist der Streifen keine leichte Kost, zumal er auch einen leicht dokumentarischen Touch hat, dem es aber zu verdanken ist, dass der Zuschauer sich mit in das Geschehen integriert fühlt.

Wer gerne anspruchsvollere Dramen aus deutschen Landen sieht kann hier bedenkenlos zugreifen. Eine Lösung für das Problem der Menschen dieser Gegend wird allerdings auch nicht angeboten, aber das soll wohl auch so sein.

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MARGIN CALL (Koch Media)

am 14. März 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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In einer Investmentbank stehen Massenentlassungen an. Es trifft auch den Chef des Risikomanagements Eric Dane, der seinem Kollegen Peter Sullivan noch einen USB Stick übergibt, der die Ereignisse der nächsten 24 Stunden nachhaltig beeinflussen wird. Sollte das Unternehmen nämlich nur einen geringen Kursverlust erleiden, bricht das ganze Kartenhaus zusammen. Nun versucht man mit allen Mitteln das Unternehmen noch zu retten, was wie sich herausstellt, nur mit halblegalen Mitteln funktioniert und zudem an den Finanzmärkten weltweit ein Chaos auslösen könnte.

Das gute an dem Streifen ist, dass man das Fachchinesisch einigermaßen heraushält und auch ein „normaler“ Bürger dem Geschehen folgen kann. Doch der Crash des Unternehmens und dessen Rettung steht gar nicht im Mittelpunkt. Hier wird aufgezeigt, dass der einzelne Mensch nichts mehr zählt und nur der Profit im Vordergrund steht. Es gibt Gewinner, aber auch jede Menge Verlierer. Ob menschliche Schicksale durch das Vorgehen zerstört werden ist vollkommen nebensächlich und wird als Kollateralschaden verbucht.

In der Werbung wird der Film oft mit WALL STREET verglichen. Ich finde jedoch dass der Steifen viel eher an den genialen GLENGARRY GLENN ROSS erinnert, indem Kevin Spacey ja auch eine Hauptrolle spielt. Obwohl der Streifen schon 20 Jahre alt ist, wird auch dort aufgezeigt, wie unwichtig der einzelne Mensch für ein Unternehmen geworden ist.

Die beste Rolle in MARGIN CALL gebührt allerdings Jeremy Irons, der den obersten Chef genauso spielt wie man sich so ein Arschloch eben vorstellt.

Fazit: Wer die Thematik mag wird hier keinesfalls enttäuscht werden. Allerdings ist der Streifen eher kammerspielartig angelegt, was vielen nicht unbedingt zusagen wird. Da sag noch einer Unterhaltungsfilme sind niveaulos, denn MARGIN CALL schafft den schwierigen Spagat zwischen Anspruch und eben Unterhaltung hervorragend.

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CONTAGION (Warner Home Video)

am 14. März 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Wenn Soderbergh ruft kommen sie alle. Der Cast dieses Streifens reicht normalerweise für 3 große Hollywood-Produktionen aus. Kate Winslet, Matt Damon, Larry Fishburne, Jude Law, Gwyneth Paltrow und noch einige mehr geben sich im neusten Werk des Hollywood-Wunderkindes ein Stelldichein. Ich persönlich finde den Mann schon seit Jahren gänzlich überbewertet und ging daher mit eher gemischten Gefühlen an den Streifen heran und wurde überrascht.

Als Beth mit einer starken Erkältung von ihrem Hongkong-Trip in die Staaten zurückkehrt ahnt noch niemand, dass sie eine der schlimmsten Seuchen der letzten Jahrhunderte mit ins Land gebracht hat. Das Virus breitet sich rasant aus und führt in 40 Prozent der Fälle dann auch zum Tod. Verzweifelt versucht man in verschiedenen Teilen des Landes ein Heilmittel zu finden, was sich allerdings schwierig gestaltet, da man nicht ergründen kann wie dieser entstanden ist. Erschwert wird die Arbeit durch umgreifende Panik und dem Blogger Allen, der die Bürger des Landes mit falschen bzw. halbwahren Informationen versorgt. Der Wettlauf mit der Zeit scheint aussichtslos.

Was mir an Contagion sehr gut gefallen hat ist das ständige Switchen zwischen verschiedenen Plätzen, so dass der Zuschauer nachvollziehen kann, wie man auf der ganzen Welt versucht die Quelle des Virus zu finden und dessen Herr zu werden. So bekommt man viele Einzelschicksale geschildert, die allesamt ihre Momente haben. Unterstützt wird das ganze durch einen phänomenal-guten Soundtrack, den es leider nicht zu kaufen gibt. Die elektronischen Töne unterstützen das Szenario kongenial in seiner Bedrohlichkeit.

Fazit: Mehr Drama als Thriller, aber durchweg spannender Streifen. Wer allerdings jede Menge Action erwartet wird hier gnadenlos enttäuscht. Das Grauen schleicht hier langsam. Respekt Herr Soderbergh.

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