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Archiv der Kategorie 'Dokumentation'

DEEP WEB (Koch Media)

am 12. April 2016 unter Dokumentation abgelegt

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Wie viele sicher wissen, gibt es außer dem Internet auch noch das Dark Web, in das ich mich aber auch noch nicht getraut habe, da es Gerüchte gibt, das dort heftige Viren durch die Leitungen ziehen und das will ich mir nicht wirklich antun.

Diese Doku beschäftigt sich mit den Schattenseiten dieses Webs, denn da es da nicht annähernd so viele User hat wie das normale Internet, gibt es hier auch viele Dinge zu erwerben, die auf dem freien Markt nicht erhältlich sind, wie Drogen oder sogar Auftragsmorde. Hinter allem steckt das Gehirn des Ganzen – ein Typ der unter dem Pseudonym DPR – Dread Pirate Roberts – bekannt ist . Als das FBI im Oktober 2013 bekannt gibt, DPR alias Ross Ulbricht festgenommen zu haben, ist die Sache jedoch nicht vorbei, denn es taucht ein weiterer unter diesem Nickname im Web auf. Gibt es mehrere dieser Administratoren oder hat man einfach nur den falschen festgenommen?

Ich bin nun nicht der absolute Spezialist für Dokumentationen, schaue mir aber hin und wieder gerne eine an, wenn mich das Thema interessiert, was hier der Fall war.

In weiten Teilen ist die Geschichte von Ross Ulbricht spannend erzählt und zwar im Original von Keanu Reeves (passt ja auch wegen Matrix). Im Deutschen hat man freundlicherweise seine übliche Synchronstimme genommen.

Ob Ulbricht nun wirklich dahintersteckt, kann diese Dokumentation aber auch nicht auflösen – es bleiben zumindest doch einige Fragen offen.

Desweiteren hätte ich mir gewünscht, noch einige weitere Informationen über das DARK NET zu bekommen, denn hier werden eigentlich nur die negativen Dinge gezeigt, die dort vorhanden sind. Faszinierend bleibt es allemal und ich werde auch irgendwann mal den Schritt wagen mich da einzuloggen, was ja nicht wirklich ein größeres Problem darstellt.

So bleibt unter dem Strich eine spannende Aufbereitung des Themas, das sich aber eben hauptsächlich auf den Protagonisten konzentriert und weniger auf das Dark Web selbst. Viele Szenen beschäftigen sich auch mit den Eltern Ulbrichts, die vehement für eine Freilassung ihres Sohnes kämpfen.

Wenn man den Werdegang des Ross Ulbricht sieht, kann man durchaus anzweifeln, das er dafür (alleine) verantwortlich zeichnet, da ihm doch einiges an Fachkenntnis fehlte. Ist er also nur ein Bauernopfer?

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COBAIN – Tod einer Ikone (Ascot Elite)

am 16. Juni 2015 unter Biopic, Dokumentation, Drama abgelegt

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Der Pressetext liefert zu diesem Streifen eine vorzügliche Zusammenfassung die ich hier übernehme und mich eher auf die Kritik, denn auf die Geschichte konzentriere.

Wenn ein Rock-Idol wie Kurt Cobain, der Anfang der 1990er Jahre das Lebensgefühl einer ganzen Generation prägte, unter zweifelhaften Umständen stirbt, beginnt die Gerüchteküche schnell zu brodeln. Verschwörungstheoretiker treten mit oft wilden Theorien auf den Plan. Doch Tom Grant ist ein ernsthafter, seriöser Mann – Absolvent der Polizeiakademie, verdienter Detective und ein Privatermittler, dem selbst Hollywood-Stars vertrauen. Ein Mann wie Tom Grant spinnt keine Verschwörungstheorien. Und trotzdem ist er nach ausgiebigen Recherchen zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen als das Seattle Police Department. Auch 20 Jahre nach Cobains Tod wird Grant nicht müde, öffentlich zu beteuern: Kurt Cobain wurde das Opfer eines Mordkomplotts. Diese packende Dokumentation zeichnet Grants Ermittlungen und die Geschehnisse zwischen dem 1. und dem 8. April 1994 nach. Man kann verstehen, warum Grant der Fall Kurt Cobain nicht mehr losließ und er auf eigene Faust weiter ermittelte. Namhafte Experten bestätigen seine Zweifel und die Ungereimtheiten bei den polizeilichen Ermittlungen…

Normalerweise steht in Presseinfos immer ziemlicher Schwachsinn, doch das hier trifft es wirklich Exzellent.

Natürlich sollte man schon wissen, wer Cobain war, weil ansonsten das Interesse an dem Film eher gering sein dürfte. Anfang der 90er entstand eine neue Musikrichtung namens GRUNGE und DAS Aushängeschild dieser neuen Bewegung war die Band NIRVANA. Und Cobain eben deren Sänger, der für viele Teens und Twens schnell zu einem Idol wurde, was er aber niemals sein wollte.

1994 wurde er tot in seiner Garage aufgefunden – angeblich Selbstmord. Doch diese Dokumentation, wirft doch arge Zweifel auf, ob seine Ex-Gattin hier nicht dahintersteckte. Zu den realen Spielszenen werden immer wieder Original-Tonband-Aufnahmen aus der damaligen Zeit eingespielt, die Tom Grant aufgenommen hat und die das ganze enorm spannend gestalten, weil man eben weiß, das man hier die Originalstimmen der Protagonisten hört.

Was ich nicht wusste ist, das viele Kids auf der Welt ihrem Idol folgten und ebenfalls Selbstmord begingen, was unter dem Gesichtspunkt, das es vielleicht gar keiner war, noch viel erschreckender ist.

Cobains E-Frau kommt in dem Streifen mehr als schlecht weg und es wundert mich, das sie nicht versucht hat, diese Dokumentation zu verhindern, denn indirekt wird sie schon beschuldigt, an dessen Tod beteiligt gewesen zu sein.

Fazit. Die Kombination aus realen Spielszenen, Tonbandaufnahmen und immer wieder eingespielten Interviews mit Cobain gestalten sich zu einem überraschend spannenden Szenario. Manche Geschichten, die das Leben schreibt, können spannender sein als Dinge die sich Drehbuchautoren ausdenken – dies hier ist so ein Fall.

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KATAKOMBEN (Universal Pictures)

am 17. Februar 2015 unter Dokumentation, Horror abgelegt

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Scarlett Marlowe ist die Tochter eines bekannten Archäologen und führt dessen Arbeit nach seinem Selbstmord weiter. Er war besessen davon den Stein der Weisen zu finden. Die Spur führt zu den unterirdischen Katakomben in Paris, wo sie auch eine berühmte Grabkammer zu finden glaubt. Also macht sie sich zusammen mit einem Freund, einem Kameramann und drei jungen französischen Katakomben-Spezialisten auf den Weg. Doch schon nach kurzer Zeit treten Seltsame Erscheinungen und Dinge auf, die ihr Leben in Gefahr bringen.

Da haben wir sie wieder, die berüchtigte Wackel-Kamera. Zwar ist das hier kein FOUND FOOTAGE-Streifen, weil hier eben keine Footage gefoundet wird, aber trotzdem wurde das ganze in dokumentarischem Stil gedreht.

Ich hätte den Streifen lieber als „normalen“ Film gehabt, denn das Gewackele geht mir eben schon iwann auf den Zeiger. Trotzdem hat der Streifen einige wirklich spookige Momente – gerade gegen Ende.

Zudem ist die Hauptdarstellerin wirklich gut, die hätte man auch problemlos in einem Film ohne Dauergeruckel einsetzen können.

Positiv: Es geht relativ schnell los und die Grundidee ist recht originell. Daher kann man sich den Streifen durchaus mal anschauen.

Was einem aber tierisch auf den Zeiger geht ist das „Oh mein Gott“. Wenn diese Formulierung ein Garant für einen guten Film ist, wäre KATAKOMBEN ein Oscar-Kandidat.

Die Bewertung hierfür ist eine Bewertung innerhalb des FF Genres, da ich finde, man kann so einen Streifen einfach schwerlich mit einem „normal“ gedrehten Horrorfilm vergleichen.

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DER RÜCKTRITT (Koch Media)

am 07. April 2014 unter Biopic, Dokumentation, Drama abgelegt

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In vielen Filmen bekommt man ja mittlerweile alles als wahre Begebenheit verkauft. In diesem Falle ist das aber auch so, denn dieses Drama erzählt die Geschichte unseres ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff und legt dabei natürlich besonderen Wert auf seine diversen Verfehlungen.

Zwischendurch gibt es immer wieder Einspielungen des Originals, die mich seltsamerweise in diesem Streifen gar nicht gestört haben, obwohl mir das Subgenre Doku-Drama eigentlich weniger zusagt.

Zudem gelingt es den Machern, einen Film bei dem man eigentlich alle Details kennt, so zu gestalten, das er spannender ist als die meisten Thriller, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Mit Kai Wiesinger und Anja Kling in den Haupt- und bis in die kleinste Nebenrolle vorzüglich besetzt, entstand dieser Film in Zusammenarbeit mit Jan Fleischhauer, Redakteur des SPIEGELS, so dass man davon ausgehen kann, dass dies hier alles ausgezeichnet recherchiert wurde.

So ist dieser Streifen sowohl für Menschen interessant, die die Geschichte in den Medien verfolgt haben, als auch für die, denen diese Affäre bislang am Allerwertesten vorbeiging.

Auf der anderen Seite zeigt er aber auch auf, wegen welchen Nichtigkeiten Wulff gehen musste und wie seine Privatsphäre von der Presse komplett ignoriert wurde. Ich bin politisch nun wahrlich nicht auf der rechten Seite angesiedelt, doch was man da mit dem Mann veranstaltet hat, war wirklich unter aller Sau. Aber dazu hat sicher jeder eine andere Meinung – insbesondere nach diesem äußerst gelungenen Streifen.

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DIRTY WARS (Koch Media)

am 25. Februar 2014 unter Dokumentation abgelegt

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Irgendwann ist immer das erste Mal, denn mit dieser Review zu einer Dokumentation findet auf der Seite videotie.de ein Novum statt. Dafür habe ich sogar extra ein neues Genre angelegt. Denn den Streifen hier sollte man wirklich gesehen haben

Es geht um Kriegseinsätze der USA in Gebieten, mit denen die Großmacht aber gar nicht im Krieg liegt. Diese Dokumentation zeigt auf, dass DIE Spezialeinheit DIE Bin Laden damals geschnappt hat, schon vorher verdeckte Operationen in vielen Ländern durchgeführt hat wie zum Beispiel im Jemen oder Somalia. Offiziell gibt es diese Spezialeinheit gar nicht und auch das WEISSE HAUS bestritt jegliche Kenntnisse. Doch in dieser Dokumentation wird deutlich dass Herr Obama und Herr Bush durchaus über deren Einsätze informiert sind und waren.

Diese Einheit mit Namen „Joint Special Operations Command (JSOC)“ ist sogar für den Tod vieler Frauen und Kinder verantwortlich, die in deren Akten bestenfalls als Kollateralschäden geführt werden.

Diese Doku schafft es aufzuzeigen, dass die nach außen hin doch integer wirkende amerikanische Regierung jede Menge Dreck am Stecken hat und es würde mich auch nicht wundern, wenn der Streifen in Amerika verboten werden würde, denn die Anschuldigungen die hier erhoben werden sind schon eklatant.

Fazit: Teilweise spannend wie ein Thriller, sollte man sich diese Dokumentation zumindest einmal ansehen. Es lohnt sich.

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