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Archiv der Kategorie 'Biopic'

THE MIRACLE SEASON (Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Caroline und Kelley sind nicht nur beste Freundinnen, sondern auch beide begeisterte Volleyball-Spielerinnen. Als Teamleaderin hat die lebensfrohe und bei allen beliebte Caroline die Mannschaft der Highschool zum Meistertitel geführt und nun träumen die beiden davon, das Kunststück in der neuen Saison zu wiederholen, was vor ihnen ganz wenige erreicht haben. Doch dann kommt Caroline bei einem Unfall ums Leben. Die taffe, aber warmherzige Trainerin Kathy Bresnahan will, dass die schüchterne Kelley auf dem Platz in Carolines große Fußstapfen tritt. Doch die ist dafür gar nicht der Typ, zudem trauert sie zu sehr um ihre Freundin, die sie schon im Kindergarten kannte. Doch sie weiß auch, dass sie sich zusammenreißen muss – schon für Caroline.

Hach ja, Geschichten aus dem wahren Leben sind dann doch immer wieder die herzergreifensten, denn die Ereignisse haben so wirklich stattgefunden und sorgten wohl damals in Amerika auch für eine große Betroffenheit.

Man muss aber sagen, das der Film es schafft, den typisch amerikanischen Kitsch, der gerne bei solchen Geschichten herauskommt, ganz gut zu umgehen. Natürlich gibt es hier wieder die „Du kannst alles schaffen“-Attitüde, die bei solchen Dramen nie fehlen darf.

Letztendlich funktioniert der Streifen aber auch als reiner Unterhaltungsfilm, was unter anderem an der herausragenden Besetzung liegt, die für einen doch eher kleinen Film erstaunlich ist.

Die Trainerin wird von Helen Hunt gespielt, um die es in den letzten Jahren recht ruhig gewesen ist. Als Vater der verunglückten Caroline ist William Hurt zu sehen und auch für die beiden Rollen der Teenagerinnen wurden mit Danika Yarosh und Erin Moriarty 2 Damen verpflichtet, die reichlich Erfahrung mitbringen.

Herausragend sind hier außerdem die Extras. In den Interviews erläutern alle Darsteller, wieso sie ihre Rollen unbedingt spielen wollten und das die beiden Mädels wochenlanges Training absolvierten. Da die Geschehnisse erst wenige Jahre her sind, leben auch alle Beteiligten wie der Vater und die Trainerin noch und halfen dabei, den Film mitzugestalten und das merkt man auch. Da ist viel Liebe zum Detail vorhanden.

Da sich der Herz-Schmerz-Anteil glücklicherweise doch stark in Grenzen hält und man zudem interessante Einblicke in das amerikanische Jugendsport-System erhält, lohnt der Film durchaus. Der Unterhaltungsfaktor und die Authentizität stören sich auch in diese Falle nicht, was bei vielen Streifen dieses Genres oft der Fall ist.

An manchen Stellen lebensbejahend, an anderen traurig, bietet der Film sehr gute, ich würde sogar sagen partiell erstaunlich anspruchsvolle Unterhaltung und wird zarten Gemütern ein Tränchen ins Auge zaubern.

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DIE FARBE DES HORIZONTS (Universum Film)

am 15. November 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Die lebenslustige Tami möchte am liebsten die ganze Welt erkunden. Kaum hat die junge Kalifornierin ihren Abschluss in der Tasche, fährt sie einfach mal nach Tahiti. Dort lernt sie den etwas älteren Segler Richard kennen und lieben. Ein befreundetes Ehepaar bietet den beiden an, ihr Boot gegen eine hohe Aufwandsentschädigung zu überführen, was den beiden natürlich gut gefällt, denn so kann man mit dem Hobby noch etwas Geld verdienen. Doch mitten auf dem Pazifik, mittlerweile 2000 Seemeilen vom nächsten Festland entfernt, geraten sie plötzlich in einen gewaltigen Hurrikan. Als Tami aus ihrer Ohnmacht erwacht, ist ihr Boot nur noch ein Wrack und Richard schwer verletzt – sie kann ihn zwar retten, aber er ist ihr keine große Hilfe. Schafft sie alleine den Kampf gegen die hohe See zu gewinnen?

Am besten weiß man über diese Geschichte gar nichts, denn dann sind einige interessante Wendungen noch spannend. Ich kannte diese schon, weil ich sie mal in der Presse gelesen hatte. Daher war mir bekannt wie das ganze endete.

Da ich Shailene Wodley extrem gerne mag. habe ich mir den Streifen dann doch angesehen. Zuerst die positive Nachricht: Es ist kein Liebesfilm, auch wenn Madame in der ersten halben Stunde wie ein Honigkuchenpferd dauergrinst und damit wirklich kurz vorm Chargieren steht, ändert sich das aber glücklicherweise mit zunehmender Spieldauer und das Überleben der beiden auf dem Meer gewinnt die Oberhand in der Geschichte.

Baltasar Kormakur hat als Regisseur ja schon jede Menge Erfahrung mit der Arbeit auf hoher See, denn einer seiner ersten Filme war ebenfalls ein Drama auf dem Ozean – der vielgelobte THE DEEP, der mir aber ein wenig zu elegisch geriet. Aber durch die nötigen Vorkenntnisse schaffte er hier mit speziellen Aufnahmen, oft halb aus dem Wasser, halb an der Oberfläche, teilweise sehr interessante Perspektiven.

Nach dem Film kann man sich noch mit den Hintergründen befassen, denn es gibt zahlreiche Extras, wobei ich immer noch nicht verstehe, wieso UNIVERSUM diese nie deutsch untertitelt. Die wahre Geschichte ist bei Wikipedia einsehbar.

Fazit. Grundsolides Drama mit ordentlichen Darstellern und ganz gutem Spannungsaufbau – sehr schön ist die Wende gegen Mitte des Streifens. Trotzdem gefällt mir Frau Wodley mit kurzen Haaren besser, was aber nichts an der Qualität des Films ändert :o ).

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ALLES GELD DER WELT (Universum Film)

am 02. August 2018 unter Biopic, Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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1973 wird der 16-jährige Paul, Enkel des milliardenschweren Öl-Magnaten J. Paul Getty, in Rom entführt. Die Kidnapper verlangen läppische 17 Millionen Dollar Lösegeld, doch Opa denkt nicht im Traum daran dieses zu bezahlen. Der moderne Dagobert Duck und Griesgram hält das Ganze für eine Inszenierung und fürchtet Nachahmer – schließlich hat er 13 weitere Enkel und wäre danach (wenn er jedes Mal zahlen würde) pleite. Nur Pauls verzweifelte Mutter Gail kämpft weiter um das Leben ihres Sohnes. Unermüdlich versucht sie, den alten Getty umzustimmen und verbündet sich schließlich mit dem Sicherheitsberater, dem Ex-CIA Mann Fletcher Chase. Dieser steht eigentlich auf der Gehaltsliste von Getty, doch dessen Verhalten widert ihn an und so versucht er seine Kontakte spielen zu lassen ….Den beiden bleibt aber nur noch wenig Zeit, bis das Ultimatum abläuft – und ein Ohr fehlt dem Jungen bereits….

Anscheinend war es jedem außer mir bekannt, dass der Film schon fertig gedreht war und dann die Szenen mit Christopher Plummer komplett nochmal eingespielt wurden, da dessen Rolle mit Kevin Spacey besetzt war, der aber nach seinen Skandalen (die ich persönlich aber völlig überbewertet finde und nicht rechtfertigen den Mann dermaßen niederzumachen) nicht mehr Ridley Scotts Vertrauen besaß, bzw. man fürchtete, dass der Film an den Kinokassen abschmiert.

Obwohl Spacey eigentlich eh viel zu jung war, hat man diesbezüglich mit Christopher Plummer, der Zeit seines Lebens für meine Begriffe als einer der unterschätztesten Schauspieler in die Filmgeschichte eingehen wird, die perfekte Besetzung gefunden.

Allerdings (und dafür habe ich Zeugen^^), war mein erster Eindruck nach dem Film, dass er dramaturgisch doch merkwürdig daherkommt und zusätzlich einen mauen Spannungsbogen hat. Alles wirkt irgendwie zusammengestückelt und passt nicht zur bekannten Professionalität des Regisseurs. Aber die Erklärung woran das liegt, habe ich ja jetzt hierfür bekommen.

Zwar wird der Streifen im zweiten Abschnitt deutlich besser, bis dahin zieht sich das Ganze aber ganz schön in die Länge und Mark Wahlberg finde ich irgendwie fehlbesetzt, ohne dass dies an seiner schauspielerischen Leistung läge, aber irgendwie kaufe ich ihm das Ganze nicht ab.

Auch hier wird wieder behauptet, das sich das Gezeigte ganz nahe an den tatsächlichen Ereignissen des Jahres 1973 bewegt, was ich in manchen Punkten aber nur bedingt glauben kann, weil mir viele Dinge recht unglaubwürdig erscheinen (würde zu vielen Spoilern führen).

Wer sich für die Geschichte interessiert, kann das ganze bei Wikipedia nachlesen, da gibt es einen sehr interessanten Bericht.

Eine echte Entdeckung in diesem Streifen ist Charlie Plummer, der mit seinem nuancierten Spiel und den Kulleraugen alle aussticht und, so weit mir bekannt, nicht mit Christopher verwandt ist.

So bleibt unter den Strich ein grundsolides Entführungsdrama. Aber man hat von Scott schon besseres gesehen. Die Oscar-Nominierung für den mittlerweile 88-jährigen Christopher Plummer halte ich allerdings für vollkommen gerechtfertigt – nicht nur weil er die Rolle perfekt verkörpert, sondern weil er auch innerhalb weniger Wochen die ganzen Nachdrehs schaffte – und das in diesem Alter.

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MOLLYS GAME (Universum Film)

am 20. Juli 2018 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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MOLLY’S GAME beruht auf einer recht obskuren, realen Geschichte. Für den Zuschauer beginnt alles als sie eines Nachts von schwer bewaffneten FBI-Agenten festgenommen wird. Sie ist sich keiner Schuld bewusst, denn sie organisierte zwar Poker-Runden für reiche Gäste unter anderem Schauspieler oder Sportler. Sie nahm sich aber kein Geld von den Einsätzen und Gewinnen, denn das wäre strafbar gewesen,.Leider stellte sich heraus, das auch die russische Mafia an diesen Spielen teilnahm, was dem FBI gar nicht gefiel. Merkwürdig wird es, als Molly die Namen ihre Gäste verschweigt und sich damit noch tiefer in die Misere reitet, aus der sie der renommierte Anwalt Jaaffey nun herauspauken soll, Kein leichtes Unterfangen.

Molly gibt es wirklich und beim googeln kann man eine recht ausführliche Biographie nachlesen – wenn ich das nun alles auch erzählen würde, könnte das zu Langeweile des Lesers führen.Wenn man keine Ahnung hat, wer die Dame ist, sollte man sich meiner Meinung nach aber vorher gar nicht informieren, sondern einfach den Film genießen, der laut der echten Molly Bloom, ganz nahe an der Realität ist, wie sie in den Extras bestätigt.

Da mittlerweile bekannt sein sollte, das ich Jessica Chastain extrem gerne sehe, weil sie irgendwie in jeder Rolle überzeugt, war der Film für mich eh schon Pflicht, hätte aber nicht gedacht, dass er so spannend ausfällt.

Großartig auch die tollen Wortduelle zwischen Chastain und ihrem Anwalt Idris Elba, die sich bei ihren Begegnungen einen gekonnten Schlagabtausch liefern. Ich bleibe auch dabei, das der Mann einfach für positive Rollen geschaffen ist. Die beiden Filme, in denen er den vermeintlich Bösen spielte, fand ich kompletten Müll.

So ist aufgrund der spannenden Erzählweise der Film auch für Menschen interessant, die von Poker nichts verstehen. Die wenigen Szenen, bei denen man die Karten sieht, werden zudem sehr gut von Molly aus dem Off erklärt, so das auch jeder problemlos mitkommt, der dieses Spiel nicht beherrscht.

So bleibt unter dem Strich ein hervorragend gespieltes Drama, mit vielen spannenden, aber auch einigen amüsanten Momenten. Auf jeden Fall sehenswert.

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THE WHISKEY BANDIT (Koch Media)

am 24. Mai 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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In den 90er Jahren wird Ungarn von einer Reihe Banküberfälle erschüttert, für die Attila Ambrus zuständig ist. Nachdem er in seinem Leben viel Mist erlebt und sich mit Bestechungsgeld die ungarische Staatsbürgerschaft ergaunert hat, ist die Kohle komplett alle. Er weiß sich nicht mehr zu helfen, zumal er auch gerade die große Liebe kennengelernt hat. Also beginnt er, Banken auszurauben, um das Leben zu finanzieren. Eines Tages erzählt ein Opfer, das er nach Whiskey gerochen haben soll, und daraufhin bekommt er den Stempel „Whiskey Bandit“ aufgedrückt, der in der Öffentlichkeit auf deutlich mehr Zuneigung als Abneigung stößt, was dem zuständigen Ermittler gar nicht passt.

Nimród E. Antal ist wieder in seiner Heimat angekommen. Der Regisseur der mit KONTROLL damals einen Geheimtipp landete, wurde daraufhin für Hollywood „gecastet“ und durfte da ein paar Filme drehen. Außer dem soliden MOTEL kam dabei aber nur ziemlicher Mist heraus, denn PREDATORS kann man nun wirklich nicht anders bezeichnen.

Hier setzt er nun dem ungarischen Dieb Attila Ambrus so etwas wie ein kleines Denkmal. Der Mann ist in Ungarn bekannt wie ein bunter Hund, was Antal dazu veranlasste, seinen Film in Rückblenden zu erzählen. Aus Sicht der Ungarn, die die Geschichte um den Räuber, der gleichzeitig professioneller Eishockeyspieler war, (!) sicherlich kein Problem.

Für Menschen wie mich oder andere Leute die diesen Herren nicht kennen, erweist sich dieser Erzählstil allerdings als etwas unglücklich, denn eigentlich weiß man nach nur wenigen Minuten, wie der Film ausgeht, abgesehen von einer kleineren Überraschung gegen Ende. Das hätte ich anders gedreht.

Ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Antal legt sehr viel Wert auf Charakterzeichnung und resümiert punktgenau, wie sein „Held“ in diese Situation geriet – mit Rückblicken in die Kindheit und seiner Jugend. So ist das ganze auch deutlich mehr ein Drama. Welchen Film der Kritiker der den Film als „ Ein Actionspektakel, wie man es noch nie gesehen hat” (Filmtett)“ bezeichnete, weiß ich daher nicht.

Das heißt nicht, da der Film schlecht wäre, aber mit der Beschreibung hat er nun gar nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um die Lebensgeschichte eines Mannes, der nicht gerade viel Glück hatte und als es dann mal auf seiner Seite war, er den Bogen überspannte.

Fazit: Fein gezeichnetes Portrait, das jedoch NICHTS mit einem Thriller oder Actionfilm zu tun hat, sondern ein ordentlich gespieltes Drama ist…

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BORG VS. MCENROE (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1980: Das Wimbledon-Endspiel steht an und könnte für den amtierenden Champion Borg ein Triumphzug werden, da 5 Siege noch nie jemand vor ihm geschafft hat. Borg jedoch ist ausgebrannt und obwohl erst 24, denkt er bereits ans Aufhören. Ihm im Nacken sitzt ein junger, aufstrebender Amerikaner Namens Mc Enroe, der hungrig auf seinen ersten großen Titel ist. Im Gegensatz zu dem eher introvertierten Borg, ist dieser ein Schreihals und legt sich ständig mit dem Schiedsrichter und den Zuschauern an. Es beginnt nicht nur ein sportliches Endspiel, sondern auch ein Psychoduell zwischen den beiden Kontrahenten.

Sportfilme sind eigentlich meistens interessant, weil man viele Geschichten eben nicht so gut kennt. Da ich selbst als kleiner Steppke immerhin mal Nummer 3 in meinem Bundesland meines Altersjahresganges war, habe ich zum Tennis natürlich einen besonderen Bezug. Zudem war ich immer Mc Enroe-Fan, weil ich es liebte, das mal jemand Krawall machte und nicht immer, wie die meisten, reglos über den Platz schlich.

In Sachen Besetzung hat man hier alles richtig gemacht, denn sowohl Shia LaBeauf (der privat auch nicht gerade als Leisetreter gilt) als auch Sverrir Gudnason sind perfekt besetzt und haben sich im Vorfeld gut mit ihren Charakteren auseinandergesetzt, denn sie ahmen deren Eigenarten und zum Beispiel die Aufschlagbewegungen perfekt nach. Auch optisch hat man das (insbesondere bei Gudnason) gut hinbekommen.

Beide Sportler, die damals als große Rivalen galten und in der Presse sogar als Feinde dargestellt wurden, verstehen sich heute blendend, denn Borg ist sogar Mc Enroes Trauzeuge. Letzterer war mit dem Streifen auch nicht zufrieden, weil er die Dinge nicht so empfand, wie sie dargestellt wurden, während Borg meinte, das dies doch der Realität schon sehr nahekam.

Ein bisschen stressig sind die Schnitte während des Tennisspiels. Klar man schneidet immer wieder Originalszenen und nachgestellte dazu und muss da natürlich schnell cutten, damit man keinen Unterschied sieht, aber manchmal ist mir das zu hektisch.

Unter dem Strich ein interessantes Sportlerdrama, das allerdings doch eher Tennisfans interessieren dürfte. Einige Nebenfiguren wie zum Beispiel Peter Flemming, der später Doppelpartner Mc Enroes wurde und mit ihm totel auf Titel holte, werden nur kurz angeschnitten und wenn jemand sich nicht auskennt, weiß er gar nicht wer diejenige Person nun gerade ist und welchen Stellenwert sie hat. Zudem ist die Geschichte insgesamt etwas sehr auf den Schweden fixiert und nicht ganz ausgewogen. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert, alleine wegen des Flairs.

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6 BELOW (Universum Film)

am 06. Februar 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Im Februar 2004 startet Ex-Eishockeyspieler Eric LeMarque eine Snowboardtour durch die höchsten Gipfel der Sierra Nevada. Auf ihn wartet ein Prozess wegen eines Unfalls. Bis dahin will er nochmal den Kopf freikriegen, denn eigentlich steht er vor einem Scherbenhaufen. Seine Karriere hat er durch Drogen und seinen Dickkopf ruiniert und auch zu seinen Eltern hat er ein schlechtes Verhältnis. Als er trotz miesen Wetters eine Abfahrt herunterboardet verirrt er sich irgendwann im Schneegestöber und irrt tagelang, fernab jeglicher Zivilisation, umher und kämpft ums Überleben.

Da es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, ist es wohl erlaubt zu spoilern, denn wenn Eric nicht überlebt hätte, gäbe es diesen Film ja nicht. Sein Leben läuft mittlerweile in geordneten Bahnen, obwohl er beide Beine verlor, was sowohl im Abspann, als auch den Extras gezeigt wird. Allerdings finde ich es etwas merkwürdig das es bei Universum Film im Jahre 2018 bei allen Extras keine deutschen Untertitel gibt – das sollte man doch ändern.

Grundsätzlich ähnelt der Streifen dann auch Filmen wie Jungle oder 127 Hours, in dem Menschen unfassbares erlebt und überlebt haben.

Eigentlich nicht so mein Genre. Ich habe mir den Film eher wegen des Hauptdarstellers angeschaut, denn Josh Hartnett mochte ich schon immer. Um ihn ist es in den letzten Jahren ziemlich ruhig geworden, nachdem er mit genialen Streifen wie FACULTY oder 30 DAYS OF NIGHT recht viel Geschick bei seiner Filmauswahl bewies.

Trotz der recht langen Laufzeit halten sich die langatmigen Abschnitte die mich z.B. bei 127 Hours störten hier in Grenzen, zumal mal in Rückblenden die Geschichte des Hauptdarstellers erzählt bekommt.

In der Rolle seiner Mutter ist übrigens die von mir eh geschätzte Mira Sorvino zu sehen, wobei sie ihren Sohn dann schon mit 11 Jahren entband, denn Hartnett ist eben nur soviel jünger als Sorvino, was aber nicht wirklich stört.

Insgesamt ein unterhaltsamer und gut gespielter Film mit beeindruckender Naturkulisse. Wer solche Filme mag, kann bedenkenlos zugreifen.

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RILLINGTON PLACE (Polyband/WVG)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1938. Die Eheleute Ethel und John haben sich jahrelang nicht gesehen und beschließen, es nochmal miteinander zu versuchen. Letzterer wohnt in einem ziemlich maroden Haus im Rillington Place. Zuerst verläuft alles sehr harmonisch, doch dann entdeckt Ethel, das ihr Gatte anderen Frauen nachstellt – und es kommt noch schlimmer. Immer mehr beschleicht sie der Verdacht, das er diese auch noch umbringt. Als er gegenüber ihr gewalttätig wird verlässt sie ihn. Doch nach einem mitleiderregenden Brief kehrt sie wieder zurück. Ein schwerer Fehler wie sich herausstellen sollte.

Und wieder haben wir hier eine wahre Geschichte, denn diesen Herren gab es wirklich. Wie nahe sich der Film an der Realität befindet, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen, da ich die Hintergründe nicht kenne und von dem Fall noch nie etwas gehört habe.

Sehr wohl beurteilen kann ich aber die schauspielerische Leistung von Tim Roth, die hier absolut herausragend ist. Wie er den Spagat schafft, zwischen dem Killer und dem nett aussehenden Herren von nebenan, ist einfach grandios. Man hat ihn hier auch 20 Jahre älter aussehen lassen. Auch Samatha Morton ist wie immer souverän und ihre Darstellung der Ethel hat mir ebenso gefallen.

Allerdings ist RILLINGTON PLACE eher Drama denn Thriller und wer hier Horror erwartet, liegt komplett daneben. Das heißt jedoch nicht, das die Miniserie (3 x 50 Minuten) nicht unterhaltsam wäre, aber hier wird eher mit leisen Tönen gearbeitet, als das man einem Serienkiller beim Abschlachten seiner Opfer beiwohnt.

London in den Spätdreißigern ist ebenfalls gut getroffen und der Film hat dadurch eine schöne Atmosphäre. Bei diesen Streifen achte ich immer ganz genau darauf, ob ich nicht irgendwelche Filmfehler erkenne, doch mir ist keiner aufgefallen.

Wer sich für diese Thematik interessiert kann hier nicht falsch liegen. Ich muss aber anmerken, das man durchaus sieht, das es sich um eine TV Serie und nicht um einen Spielfilm handelt. Aber das ist heutzutage ja kein Problem mehr, da sich Fernsehproduktionen qualitativ immer mehr Spielfilmen annähern.

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SPACEWALKER (Capelight/Alive)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, SciFi abgelegt

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Im Zuge des Kalten Krieges kämpfen die UdSSR und die USA im Jahr 1965 erbittert um die Führung im kosmischen Rennen. Die Sowjetunion steht kurz vor dem historischen Versuch, den ersten Menschen auf einen Weltraumspaziergang zu schicken. Allerdings planen die Amerikaner ähnliches, also hetzt man die Konstrukteure, es statt 1967 wie geplant, schon 2 Jahre früher möglich zu machen. Als dann das Prüfungsraumschiff in die Luft fliegt, scheint das Rennen erst mal verloren. Doch die beiden Kampfflieger Pavel Beljajev und sein jüngerer Partner Aleksej Leonov sind trotzdem bereit, trotz aller Gefahren den Schritt ins Unbekannte zu wagen…

Letzterer lebt heute noch und war als Berater des Films tätig, was dem Ganzen natürlich eine große Authentizität verleiht. Auch wenn man weiß, wie die Geschichte ausgeht, ist SPACEWALKER dennoch spannend.

Die Effekte sind großartig und stehen amerikanischen Produktionen wirklich in nichts nach. Insbesondere die Szenen im Weltraum sind richtig gut.

Ein wenig nervt aber das patriotische Geplapper zwischendurch, auch diesbezüglich ähnelt der Streifen den amerikanischen Vorbildern. Genosse hier Genosse da, und die bösen Amerikaner finden oft Erwähnung, aber das muss man wohl so hinnehmen, da es zu der Zeit eben diesen Kalten Krieg gab.

Allerdings wird einem der Streifen als Thriller im All verkauft, was er nun wahrlich nicht ist. Ich würde das ganze eher als ein Drama mit stark biografischen Zügen und Spannungsmomenten bezeichnen. Zudem hätten es 20 Minuten weniger auch getan, denn gegen Ende zieht es sich dann doch ein wenig.

Ich bin kein Kenner des russischen Films, daher kann ich zu den Darstellern wenig sagen, diese erledigen ihren Job jedoch gut. Insbesondere der Chef des Ganzen spielt seine Rolle sehr überzeugend und ist eigentlich auch die sympathischste Figur, weil er zuerst an das Überleben seiner beiden Schützlinge denkt. Der „Held“ und Weltraumspaziergänger wird mir insgesamt etwas zu pathetisch dargestellt.

So bleibt unter dem Strich ein interessantes Drama mit wirklich gelungenen Effekte, nach wahren Begebenheiten. In den Extras erwähnt der originale Leonov nochmals, das sich das alles genauso abgespielt hat.

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JUNGLE (Splendid)

am 31. Oktober 2017 unter Biopic, Drama abgelegt

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Der junge Israeli Yossi reist seit Monaten durch Lateinamerika. Als er eines Tages nach Bolivien kommt, lernt er zwei junge Amerikaner Namens Kevin und Marcus kennen, mit denen er sich anfreundet. Auch die sind auf der Suche nach einem Abenteuer. Da kommt den Herrschaften der Goldsucher Karl gerade recht, der die Gegend wie seine Westentasche kennt. Gemeinsam brechen Sie auf, um kaum erforschtes Gebiet zu erkunden. Mit der Zeit stellt sich allerdings heraus, das Karl ein ziemlicher Egomane ist. Zudem sind von Marcus die Füße dermaßen kaputt, das es für ihn nicht mehr weitergeht. So brechen Joschi und Kevin alleine auf, während die anderen beiden den Rückweg angehen. Doch als sie auf einem Floß in eine Stromschnelle geraten werden die beiden getrennt. Tagelang irrt Joshi nun im Dschungel herum. Vorräte hat er keine mehr, das Ende scheint nahe.

Und wieder haben wie hier eine wahre Geschichte die verfilmt wurde. Laut den Extras soll der Film sich wohl wirklich sehr nahe am Erlebten aufhalten und die beiden Hauptdarsteller bzw. dessen Charaktere leben auch beide noch, da die Ereignisse Anfang der 80er Jahre stattfanden.

Ich wage jedoch zu bezweifeln, das jemand, selbst wenn er hungrig und fertig ist, so reale Visionen hat, wie sie Yossi durchlebt. An diesen Stellen geht mit dem Regisseur der Gaul etwas durch. Ich hätte diese besser weggelassen und mehr von der natürlichen Bedrohung dafür gezeigt, denn irgendwie empfand ich sie als störend.

Insgesamt kann man dem Film aber eine gute Note geben, Mal keine Monster oder Untote, sondern einfach mal ein Abenteuerfilm, ja fast schon der alten Schule (denkt man sich die Spezialeffekte weg)

Radcliffe mit Vollbart passt zwar nicht wirklich, aber man wollte ihn eben aussehen lassen wie den wahren Joshi. Gegen Ende verfällt er etwas ins Overacting, liefert aber sonst genau wie Alex Russell als Kevin eine gute Leistung ab. Thomas Kretschmann sieht man eh immer gerne und der kennt sich ja im Urwald auch bestens aus, drehte ja bereits den (übrigens tollen) DSCHUNGELKIND.

Mal ein überraschend anderer Film möchte man sagen, denn die Reizüberflutung mit Zombies oder anderen Kreaturen ist im Moment schon ziemlich hoch. Daher eine willkommene Abwechslung im Blu Ray Player, für Menschen, die sich für solch eine Art Film und das Genre begeistern können. Die Naturaufnahmen sind zudem absolut großartig.

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