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Archiv der Kategorie 'Action'

DIE VERDAMMTEN DES KRIEGES (Koch Media)

am 13. Dezember 2016 unter Action, Drama abgelegt

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Gerade drei Wochen ist Eriksson an der Front, als er von seinem leicht gestörten Sergeant Meserve aus einer Falle des Vietcong gerettet wird. Der erwartet von ihm nun absolute Loyalität. Als jedoch Meserve in ein Dorf marschiert um eine junges Mädchen zu entführen, damit die Gruppe es danach vergewaltigen kann, hat Eriksson Probleme wegzuschauen, denn selbst der Krieg erlaubt nicht alles. Doch da der Rest der Truppe diese Idee unterstützt, ist er völlig auf sich alleine gestellt und hat bald neben den Bomben und Kugeln die ihm um die Ohren fliegen, noch ein ganz anderes Problem.

Ich bin nun wirklich kein glühender Fan von Brian de Palma. Hier begab er sich auf recht unbekanntes Terrain, denn einen Kriegsfilm hatte er bislang noch nicht gedreht, sondern war eher auf Psychothriller oder Charakterstudien abonniert (von ihm stammt auch der weltberühmte SCARFACE).

Noch dazu schaue ich auch nicht besonders gerne Kriegsfilme, doch diesen hier muss man einfach gesehen haben, weil er die Grausamkeiten, die sich dort ereignen, recht schonungslos darstellt.

Beim Bild bleibt einem wirklich die Spucke weg. Hätte ich den Film nicht gekannt und wüsste ich nicht, dass Fox und Penn mittlerweile viel älter sind und aussehen, könnte man wirklich meinen, es handele sich um eine neue Produktion.

Das Bild ist glasklar und besser als 50% der Neuerscheinungen. Da muss man wirklich extrem gutes Ausgangsmaterial gehabt haben. Auch der Ton rumpelt gewaltig durch die Boxen.

Ob man jetzt die EXTENDED Version unbedingt haben muss, sei dahingestellt, da sie eigentlich kaum Mehrwert bietet und überwiegend aus Verhören besteht, die damals herausgeschnitten wurden um die Laufzeit zu verkürzen. Diese sind jetzt mit deutschen Untertiteln eingefügt.

Ein rundum gelungenes Package, das KOCH hier wieder mal zusammengeschnürt hat.


GREEN ROOM (Universum Film)

am 11. Oktober 2016 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Den Rockn Rollern von Ain’t Rights wurde ein Gig in einer Kneipe in einem amerikanischen Kaff vermittelt. Dort angekommen fühlt man sich nicht gerade wohl, denn das Publikum besteht nur aus Skinheads, viele davon den Nazis nicht gerade abgeneigt. Aber die Bezahlung ist gut, also quält man sich durch den Auftritt. Als man die Location wieder verlassen will, fällt der einzigen Dame des Quartetts auf, das sie ihr Handy vergessen hat. Ihr Kumpel will es schnell holen, doch als er die Tür öffnet sieht er eine Tote dort liegen, der ein Messer in den Schädel gerammt wurde. Zeugen kann man hierfür nicht gebrauchen und auch wenn der Obermacker Darcie verspricht die Band nach dem alles „erledigt ist“ gehen zu lassen verbarrikadiert sich die Kombo gemeinsam mit der Skin-Braut Amber, der besten Freundin des Opfers, im Backstageraum. Doch eigentlich können sie ihr Testament machen, denn wie sollen sie hier wieder rauskommen?

Aus dieser eigentlich sehr simplen Grundstory zaubert Regisseur Saulnier einen kleinen, wirklich fiesen Thriller, der insbesondere gegen Ende auch noch extrem brutal wird.

Nach 20 Minuten fragte ich mich, wie man diesen Streifen nun noch auf Filmlänge bekommen will. Zu begrenzt schienen mir die Möglichkeiten. Doch das durchaus clevere Drehbuch hält einiges an Wendungen bereit.

Patrick Stewart als Obergangster, eine Rolle, die wir von ihm ja nun gar nicht kennen, liefert einen tollen Job ab, ebenso, die Jungs und Mädels der Band, die trotz der Gefahr die lauert, immer noch so agieren, wie man es sich vorstellt, wenn es ums nackte Überleben geht und nicht nur panisch rumblöken.

Unter ihnen auch der mit 27 Jahren verstorbene Anton Yelchin, der (wie immer) grandios aufspielt. Eine absolute Schande, das der Kerl so früh von uns ging und dann auch noch durch einen so dämlichen Tod (wurde von seinem eigenen Auto eingequetscht).

Die Farben sind zudem sehr trist gehalten, es gibt hier keine einzige wirklich bunte Szene und unterstreichen damit das rundum gelungene Ambiente. Auch das Porträt der Skinheads, die in vielen Film ja als hohl und doof präsentiert werden, ist hier absolut gelungen.

Fazit: Einer der besten Filme die ich dieses Jahr gesehen habe. Spannend, brutal und durchaus clever, gespickt mit morbiden Einfällen. Klasse!!!

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DER GEIST UND DIE DUNKELHEIT (Splendid)

am 11. Oktober 2016 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Obwohl der Film sicherlich den meisten bekannt sein dürfte, hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung:

Im Jahre 1898 soll der junge Architekt John Patterson im Auftrag einer englischen Eisenbahngesellschaft eine Brücke über den Fluss von Tsavo bauen. Die Briten haben dabei Konkurrenz von anderen Staaten, denn das Projekt beinhaltet sehr viel Prestige. Allerdings ist das vor Ort noch das kleinste Problem, denn dort richten zwei menschenfressende Löwen ein enormes Chaos an und hinterlassen eine blutige Spur, so dass die Arbeiter ihren Job hinwerfen. Mit der Unterstützung des grantigen Jägers Remington versucht Patterson das Problem zu lösen. Doch die Viecher sind ziemlich schlau.

DER GEIST UND DIE DUNKELHEIT ist einer der Filme die auf meiner Warteliste standen (da befinden sich allerdings immer noch gefühlt 200 andere Streifen). Diese Lücke wäre jetzt auch gefüllt und zwar wesentlich besser als gedacht.

Das Bild ist fast schon sensationell zu nennen – an manchen Stellen schon fast plastisch. Vor allem in den dunklen Einstellungen sieht man nicht einen Hauch von Grieseln – da gibt es neuere Produktionen deren Schwarzwerte wesentlich schlechter sind.

Auch beim Ton rummst es gewaltig. Insbesondere wenn die Löwen auf den Plan treten, haben die Boxen gut zu tun. Auch wenn das heute bei neuen Produktionen natürlich noch etwas mehr Power hätte, ist auch der Ton als sehr gut zu bewerten.

Allerdings meckern einige Leute in den Foren das der Originalton nicht dabei ist. Warum das so ist vermag ich nicht zu sagen, aber es stört mich eben auch nicht, zumal die Synchronisation absolut gelungen ist und beide Hauptdarsteller ihre bekannten Sprecher haben.

Zudem hat man tatsächlich auch noch ein wenig Bonusmaterial ausgegraben. Es gibt eine B-Roll, den Trailer und Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur Stephen Hopkins, der sich mittlerweile mehr der Arbeit beim TV verschrieben hat. Kilmer wirkt allerdings, als hätte er ein wenig viel gekokst.

Zudem wurde der Film auf diversen Seiten schon für 10 EURO gesichtet.

Daher kann ich hier nur sagen, das es sich um sehr gutes Gesamtpaket handelt. Jeder der den Film nicht besitzt, sollte ihn sich in dieser Version zulegen. Doch es lohnt sich für den Preis auch ein Update, denn das Bild ist schon sehr gelungen und damals gab es auch keinerlei Bonusmaterial. Zugreifen!!!!

DAS JERICO PROJEKT (Splendid)

am 06. Oktober 2016 unter Action, SciFi, Thriller abgelegt

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Einen Großteil seines Lebens hat Jerico im Knast verbracht. Durch eine seltene Gehirnkrankheit ist er nicht in der Lage Empathie für jemanden oder etwas zu entwickeln. Da er den Staat schon ne Menge Geld gekostet hat, beschließt man, dass er nun mal etwas davon zurückgeben sollte. Durch eine neuartige Operation soll es gelingen, das Wissen des verstorbenen Agent Pope auf ihn zu übertragen, der als einziger den Aufenthaltsort von Jan Stroop kannte, der eine gefährliche Software entwickelt hat, die in den falschen Händen zu einem Weltkrieg führen könnte. Da Jerico auch die emotionalen Verhaltensweisen von Pope mit übertragen bekommt, stürzt ihn das in ein totales mentales Chaos. Mit der Zeit jedoch lernt er diese neuen Dinge zu kontrollieren. Doch es steckt trotzdem noch immer sehr viel von Jerico in ihm – und das ist nicht gut.

Diese Geschichte als hirnverbrannt zu bezeichnen, wäre noch deutlich untertrieben. Aber wenn man das im Vorfeld weiß und das einfach als gegebene Tatsache hinnimmt, bekommt man einen grundsoliden Thriller geboten, der allerdings meiner Meinung richtig falsch besetzt ist.

Costner als Schwerverbrecher? Sorry aber das passt einfach nicht. Da hätte ich lieber Gary Oldman genommen, der hier den Geheimdienst-Direktor gibt. Und Tommy Lee Jones hätte bei mir dessen Part bekommen und Costner den des Arztes, den Jones spielt. Meiner Meinung nach wäre das die ideale Besetzung für die Personen gewesen, denn keiner kann einen Psychopathen so gut spielen wie Oldman und Costner in der Rolle eines empathielosen Verbrechers? Naja.

Zu diesen drei Hochkarätern gesellen sich auch noch Ryan Reynolds und Gal Gadot. Das reicht normalerweise für 3 Filme und vielleicht ist das auch mit der Grund wieso der Film in meinen Augen solide aber nicht überragend ist.

Die ohnehin schwer verdauliche Geschichte wird zudem noch mit teilweise etwas wirren Twists unnötig verlängert. So gerät der Streifen mit fast zwei Stunden zudem etwas zu lang.

Fazit: Gut anschaubar und grundsolide erwartet man bei der Besetzung insgesamt aber doch etwas mehr, als das was unter dem Strich bei rauskommt. Den ähnlich gelagerten FACE OFF schlägt er jedoch um Längen.

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MADE IN FRANCE (Universum Film)

am 27. September 2016 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Sam ist ein investigativer Journalist, der es geschafft hat, in die Zelle einer islamistischen Vereinigung in einem Pariser Vorort aufgenommen zu werden. Im Laufe seiner Recherche nähert er sich einer Gruppe von vier fanatischen Jugendlichen an, die für den Dschihad töten wollen. Der Anführer ist ein gewisser Hassan, dessen Skrupellosigkeit Sam erschrecken lässt. Er will sich zurückziehen, doch die Polizei beschuldigt ihn der Beihilfe und zwingt ihn in der Zelle zu bleiben und mögliche Attentate zu verhindern. Doch sein Undercover-Einsatz wird immer gefährlicher und langsam beginnen ihm die Kollegen zu misstrauen.

Diese Geschichten sind im Moment natürlich aktueller denn je und werden gerne als Thema genommen. So ist MADE IN FRANCE aber anfangs deutlich mehr Drama als Thriller, welches die Hintergrunde beleuchtetet wie junge Menschen zu Dschihadisten werden können.

Das Milieu ist stimmig, die Darsteller sind mir unbekannt, aber durchaus anständig und der Film ist zügig gedreht ohne das es viele langweilige Leerzeiten gebe….

Nun muss ich aber mal kurz etwas machen, was ich sonst versuche zu vermeiden, nämlich spoilern. Wenn ein Journalist zur Polizei geht und denen ein Video von einer Zelle kredenzt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das die ihn dann zwingt weiterhin dort zu bleiben, weil er sich damit angeblich strafbar gemacht hat. Das halte ich für sehr weit hergeholt, die sollen doch froh drüber sein, das sie diese Informationen überhaupt bekommen haben.

Das war die einzigste Stelle im Film, die ich als recht unglaubwürdig empfand. Ansonsten erhält man als Außenstehender durchaus interessante Einblicke, in das Innenleben einer solchen Zelle und auch, dass die Mitglieder ihr Aussehen verändern, um nicht aufzufallen, war mir neu.

Die Wende am Schluss ist zudem sehr gelungen und ich muss zugeben, ich hätte mit dieser auch nicht gerechnet, obwohl sie im Gesamtbild durchaus logisch erscheint.

Man sollte aber wie gesagt nicht an den Film herangehen mit der Prämisse, das es hier ständig knallt. Natürlich sind auch einige Action-Szenen dabei, aber nicht annähernd so viele, wie der Trailer uns suggeriert.

Trotzdem gerade im zweiten Teil sehr spannend inszeniert und daher durchaus empfehlenswert, wenn man dieser Thematik zugeneigt ist

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THE ARDENNES (Meteor/ALIVE)

am 20. September 2016 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Dave und sein großer Bruder Kenny haben gemeinsam einen Überfall verübt, der allerdings letzteren 4 Jahre seines Lebens kostete, denn er wurde von der Polizei geschnappt. Als er wieder aus dem Gefängnis kommt, hat sich vieles verändert. Zudem hat sich bei ihm allerlei Frust gestaut und er haut daher ganz schön auf die Kacke. Auch seine Mutter hat ihm nicht wirklich verziehen. Dave hat sich mittlerweile ehrlicher Arbeit gewidmet und arbeitet als Autowäscher. Er schleust seinen Bruder dort auch ein, doch nach einer Schlägerei werden beide entlassen. Zudem ist Dave nun mit der ehemaligen Freundin seines Bruders zusammen. Als der das herausfindet kommt es zu einem tödlichen Kampf.

Aus Belgien fallen mir genau zwei gute Filme ein, nämlich das Original von LOFT, sowie der grandiose ALZHEIMER CASE. Ansonsten bekommt man von der Filmindustrie in dem 11 Millionen Einwohner-Land wenig mit.

The Ardennes ist ein zweischneidiges Schwert, denn anfangs zieht sich das doch etwas hin und hat mit einem Thriller nur sehr wenig zu tun. Hier steht die Wiedereingliederung Kennys im Vordergrund. Das ist zwar ordentlich erzählt, aber bisweilen etwas langatmig.

Nach ca. 50 Minuten jedoch fiel Regisseur Pront dann aber mal auf, das er seinem Steifen mal etwas mehr Tempo mit auf den Weg geben sollte und präsentiert uns dann plötzlich 40 fulminante Minuten in den Ardennen (daher der Name), die mit einem absolut gelungenen Schlusstwist enden.

Wir wünschen uns ja immer Charakterzeichnung, aber hier ist das ganze wirklich etwas lahm in Szene gesetzt. Der zweite Teil des Streifens entschädigt jedoch wirklich für sehr vieles und beschert dem Film doch noch 5 Chuckies.

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MEKONG RUSH (Universum Film)

am 20. September 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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In einem Krankenhaus in Laos hilft Dr. John Lake der armen Bevölkerung. Eines Abends findet er ein Mädchen am Strand, welches offensichtlich missbraucht wurde. Bei der Schlägerei mit dem vermeintlichen Vergewaltiger, kommt dieser um. Nachdem die Leiche des Herren von Dorfbewohnern gefunden wird, sperrt die Polizei die Ausreisemöglichkeiten der Insel. Dann stellt sich heraus, das der Tote auch noch der Sohn des australischen Senators ist und John erkennt, das er hier in eine ziemlich große Scheiße geraten ist. Also flieht er aus seinem Quartier, doch schnell hat die Polizei die Verfolgung aufgenommen. John muss über den Mekong und versuchen Thailand zu erreichen, doch das ist nicht so einfach.

Und wieder einmal taucht ein neuer Sutherland in den Credits auf, ebenfalls mit einem merkwürdigen Vornamen namens Riff. Ich kannte ihn nicht, ist aber wohl der Halbbruder von Kiefer. Schauspielerisch kann er ihm allerdings nicht im Ansatz das Wasser reichen.

Der Film insgesamt ist eigentlich recht gelungen. Im Internet wird gemeckert, das die Handlungsweisen des Protagonisten teilweise dämlich wären. Ich finde gerade das gut, denn welcher Mensch verhält sich in denn in so einer Situation schon rational?

Im Endeffekt konzentriert sich der Film die ganze restliche Laufzeit nach der Vergewaltigung auf die Flucht des Protagonisten, was an der einen oder anderen Stelle ein wenig langatmig gerät. Dafür bekommt man gegen Ende eine wirklich überraschende Wende kredenzt.

Vielleicht hätte sich der Regisseur entscheiden sollen, was er nun möchte. Ein Drama, einen Thriller oder einen Actionfilm, denn so ganz klappt die Fusion der Genre nicht, was allerdings nicht heißt das der Film nicht unterhaltsam wäre.

Zudem gibt es schöne Aufnahmen von Laos…..

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PUNISHER (Koch Media)

am 06. September 2016 unter Action, Klassiker abgelegt

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Frank Castle war ein guter und aufrichtiger Polizist, doch dann wird seine komplette Familie ermordet, obwohl der Anschlag der Mafia eigentlich ihm galt. Seitdem kämpft er im Untergrund gegen das Böse in der Stadt und hat bisher 125 Verbrechern das Leben genommen. Nun will er eine große Kokain-Lieferung der Mafia vereiteln, doch plötzlich spielen da noch die Japaner mit, die auch einen Teil der Kohle wollen und Castle steht zwischen allen Fronten.

Die Diskussion, welches die bessere Version des Kultcomics ist, wird nun wohl wieder aufs neue losgehen, denn 2004 erschien ja eine weitere Verfilmung des ganzen, damals mit Thomas Jane und John Travolta.

Allerdings lassen sich die beiden schwer miteinander vergleichen, weil der Lundgren-Streifen eben ein typischer 80er Jahre Film ist, mit den üblichen markanten Sprüchen und auch für dieses Jahrzehnt gängiger Action. Für einen eher kleineren Film geht hier aber immerhin jede Menge zu Bruch. Und das Thomas Jane der bessere Schauspieler ist – darüber braucht man sicherlich nicht streiten.

PUNISHER, SILENT TRIGGER und DARK ANGEL gelten im allgemeinen als seine besten Filme, von daher dürften Fans des kantigen Schweden hier begeistert zugreifen, zumal das ganze auch noch in einem schicken Steelbook daherkommt.

Der Clou ist jedoch die Bildqualität. Auf dem Beamer sieht der Film wirklich nur unwesentlich schlechter aus, als eine neuere Produktion. Zudem hält sich das Niveau des Bildes den ganzen Film durch. Beim Ton hat an sich ebenfalls Mühe gegeben und es knallt recht ordentlich aus den Boxen. Dafür ein Dickes Lob an die Herrschaften von KOCH.

Ob einem der Film knapp 20 Jahre später noch zusagt, muss jeder für sich entscheiden die technischen Voraussetzungen hat das Label jedenfalls geschaffen.

DER BODYGUARD – SEIN LETZTER AUFTRAG (Koch Media)

am 26. Juli 2016 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Kriegsveteran Vincent hatte mehrere heftige Kampfeinsätze in Afghanistan und ist nervlich am Ende. Angstzustände, Halluzinationen und Alpträume lassen ihn kaum zur Ruhe kommen. Trotzdem möchte er wieder in den Einsatz zurück. Da bekommt er ein recht lukratives Angebot, nämlich auf die Gattin und den Sohn eines reichen Libanesen aufzupassen, während er auf Geschäftsreise ist. Doch immer wieder hat er Halluzinationen und denkt, das die Familie und er verfolgt werden, bis es beinahe zu einem tödlichen Unfall kommt. Doch bildet er sich das wirklich nur alles ein oder besteht tatsächlich eine Bedrohung für seine Schützlinge?

Normalerweise orientiere ich mich bei der Zusammenfassung immer ein wenig am Pressetext. Dieser hatte aber mit dem Film gar nichts zu tun. Beispiel: „Trotzdem tritt er den knallharten Security-Job auf dessen ultraluxuriösem Anwesen an“? War das ein anderer Film? Wo war der Job bitte knallhart?

Zudem frage ich mich was der Titel soll! Vincent ist kein Bodyguard, sondern Soldat und sein letzter Auftrag ist das sicherlich auch nicht. Eine merkwürdige Auswahl des Titels.

Doch nun zu dem Film selbst: Den Streifen würde man am ehesten in die Arthouse-Thriller Ecke einordnen, denn die Regie ist äußerst gelungen, die Dialoge recht scharfsinnig und die Geschichte durchaus glaubwürdig.

Hier muss man den großartigen Darsteller Matthias Schoenaerts hervorheben, der dem niedergeschlagenen Soldaten ein glaubwürdiges Profil verleiht. Madame Krüger wird in diesem Leben keine gute Schauspielerin mehr – trotzdem sehe ich sie recht gerne, da sie (auch privat) eine sehr sympathische Person ist.

Leute die allerdings erwarten, das es hier von Anfang an kracht, werden enttäuscht sein, denn der Streifen benötigt schon eine recht lange Anlaufzeit, was eben auch der Charakterzeichnung des Soldaten geschuldet ist. Trotzdem lohnt es sich weiter zu schauen, denn im letzten Teil wird der Film zu einem spannenden Thriller.

Unbedingt erwähnen möchte ich noch den grandiosen Soundtrack von GESTAFFELSTEIN (arbeitete kürzlich mit Jean Michel Jarre zusammen) der eine geniale Vertonung des geistigen Zustandes von Vincent schuf. Zudem ist der Song im Menü und Abspann klasse.

Fazit: Interessanter, gut gespielter Streifen, der allerdings etwas braucht um in die Gänge zu kommen. Die Schluss-Szene ist zudem sehr gelungen!!!!

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SCHACHMATT (Tiberius Film)

am 28. Juni 2016 unter Action abgelegt

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Was denkt man sich wenn man das liest:

Eine Gruppe nicht besonders intelligenter Räuber plant den perfekten Bankraub, aber während der Durchführung kommt es zu internem Kompetenzgerangel. Draußen vor der Tür marschiert die Polizei auf, doch wird der Erstürmung des Gebäudes durch Geiselnahmen erschwert. Unter den Geiseln befinden sich eine werdende Mutter, ein Vater, dessen Sohn im Sterben liegt, und eine Kundin, die mit den Räubern unter einer Decke steckt. Sie alle aber ahnen nicht, dass sie nur Schachfiguren sind in einem Spiel zwischen Gott und Satan.

Man könnte doch meinen, das man daraus einen durchaus interessanten Film gestalten könnte. Dazu hat man nun nicht die schlechteste Besetzung an Land gezogen: Sean Astin, Danny Glover, Mischa Barton und Vinnie „ich wär gerne so cool wie Michael Madsen“ Jones sind hier unter anderem mit an Bord.

Doch alle verkommen bei diesem völlig dusseligen Streifen zu uninteressanten Staffagen. Die Dialoge sind an der Grenze der Körperverletzung.

Wenn allerdings Kraftausdrücke wie „Wichser“ oder Fick dich“ für Qualität sprechen, dann ist das hier ein Meisterwerk. Irgendwann gehen einem diese dermaßen auf den Zeiger, das man sich das Ende herbeisehnt.

SPIEL Ohne AUSWEG ist der deutsche Untertitel. Gott sei Dank habe ich einen gefunden – nämlich die Fernbedienung. Mehr gibts dazu nicht zu sagen. Grausig.

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