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Archiv der Kategorie 'Action'

MADE IN FRANCE (Universum Film)

am 27. September 2016 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Sam ist ein investigativer Journalist, der es geschafft hat, in die Zelle einer islamistischen Vereinigung in einem Pariser Vorort aufgenommen zu werden. Im Laufe seiner Recherche nähert er sich einer Gruppe von vier fanatischen Jugendlichen an, die für den Dschihad töten wollen. Der Anführer ist ein gewisser Hassan, dessen Skrupellosigkeit Sam erschrecken lässt. Er will sich zurückziehen, doch die Polizei beschuldigt ihn der Beihilfe und zwingt ihn in der Zelle zu bleiben und mögliche Attentate zu verhindern. Doch sein Undercover-Einsatz wird immer gefährlicher und langsam beginnen ihm die Kollegen zu misstrauen.

Diese Geschichten sind im Moment natürlich aktueller denn je und werden gerne als Thema genommen. So ist MADE IN FRANCE aber anfangs deutlich mehr Drama als Thriller, welches die Hintergrunde beleuchtetet wie junge Menschen zu Dschihadisten werden können.

Das Milieu ist stimmig, die Darsteller sind mir unbekannt, aber durchaus anständig und der Film ist zügig gedreht ohne das es viele langweilige Leerzeiten gebe….

Nun muss ich aber mal kurz etwas machen, was ich sonst versuche zu vermeiden, nämlich spoilern. Wenn ein Journalist zur Polizei geht und denen ein Video von einer Zelle kredenzt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das die ihn dann zwingt weiterhin dort zu bleiben, weil er sich damit angeblich strafbar gemacht hat. Das halte ich für sehr weit hergeholt, die sollen doch froh drüber sein, das sie diese Informationen überhaupt bekommen haben.

Das war die einzigste Stelle im Film, die ich als recht unglaubwürdig empfand. Ansonsten erhält man als Außenstehender durchaus interessante Einblicke, in das Innenleben einer solchen Zelle und auch, dass die Mitglieder ihr Aussehen verändern, um nicht aufzufallen, war mir neu.

Die Wende am Schluss ist zudem sehr gelungen und ich muss zugeben, ich hätte mit dieser auch nicht gerechnet, obwohl sie im Gesamtbild durchaus logisch erscheint.

Man sollte aber wie gesagt nicht an den Film herangehen mit der Prämisse, das es hier ständig knallt. Natürlich sind auch einige Action-Szenen dabei, aber nicht annähernd so viele, wie der Trailer uns suggeriert.

Trotzdem gerade im zweiten Teil sehr spannend inszeniert und daher durchaus empfehlenswert, wenn man dieser Thematik zugeneigt ist

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THE ARDENNES (Meteor/ALIVE)

am 20. September 2016 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Dave und sein großer Bruder Kenny haben gemeinsam einen Überfall verübt, der allerdings letzteren 4 Jahre seines Lebens kostete, denn er wurde von der Polizei geschnappt. Als er wieder aus dem Gefängnis kommt, hat sich vieles verändert. Zudem hat sich bei ihm allerlei Frust gestaut und er haut daher ganz schön auf die Kacke. Auch seine Mutter hat ihm nicht wirklich verziehen. Dave hat sich mittlerweile ehrlicher Arbeit gewidmet und arbeitet als Autowäscher. Er schleust seinen Bruder dort auch ein, doch nach einer Schlägerei werden beide entlassen. Zudem ist Dave nun mit der ehemaligen Freundin seines Bruders zusammen. Als der das herausfindet kommt es zu einem tödlichen Kampf.

Aus Belgien fallen mir genau zwei gute Filme ein, nämlich das Original von LOFT, sowie der grandiose ALZHEIMER CASE. Ansonsten bekommt man von der Filmindustrie in dem 11 Millionen Einwohner-Land wenig mit.

The Ardennes ist ein zweischneidiges Schwert, denn anfangs zieht sich das doch etwas hin und hat mit einem Thriller nur sehr wenig zu tun. Hier steht die Wiedereingliederung Kennys im Vordergrund. Das ist zwar ordentlich erzählt, aber bisweilen etwas langatmig.

Nach ca. 50 Minuten jedoch fiel Regisseur Pront dann aber mal auf, das er seinem Steifen mal etwas mehr Tempo mit auf den Weg geben sollte und präsentiert uns dann plötzlich 40 fulminante Minuten in den Ardennen (daher der Name), die mit einem absolut gelungenen Schlusstwist enden.

Wir wünschen uns ja immer Charakterzeichnung, aber hier ist das ganze wirklich etwas lahm in Szene gesetzt. Der zweite Teil des Streifens entschädigt jedoch wirklich für sehr vieles und beschert dem Film doch noch 5 Chuckies.

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MEKONG RUSH (Universum Film)

am 20. September 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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In einem Krankenhaus in Laos hilft Dr. John Lake der armen Bevölkerung. Eines Abends findet er ein Mädchen am Strand, welches offensichtlich missbraucht wurde. Bei der Schlägerei mit dem vermeintlichen Vergewaltiger, kommt dieser um. Nachdem die Leiche des Herren von Dorfbewohnern gefunden wird, sperrt die Polizei die Ausreisemöglichkeiten der Insel. Dann stellt sich heraus, das der Tote auch noch der Sohn des australischen Senators ist und John erkennt, das er hier in eine ziemlich große Scheiße geraten ist. Also flieht er aus seinem Quartier, doch schnell hat die Polizei die Verfolgung aufgenommen. John muss über den Mekong und versuchen Thailand zu erreichen, doch das ist nicht so einfach.

Und wieder einmal taucht ein neuer Sutherland in den Credits auf, ebenfalls mit einem merkwürdigen Vornamen namens Riff. Ich kannte ihn nicht, ist aber wohl der Halbbruder von Kiefer. Schauspielerisch kann er ihm allerdings nicht im Ansatz das Wasser reichen.

Der Film insgesamt ist eigentlich recht gelungen. Im Internet wird gemeckert, das die Handlungsweisen des Protagonisten teilweise dämlich wären. Ich finde gerade das gut, denn welcher Mensch verhält sich in denn in so einer Situation schon rational?

Im Endeffekt konzentriert sich der Film die ganze restliche Laufzeit nach der Vergewaltigung auf die Flucht des Protagonisten, was an der einen oder anderen Stelle ein wenig langatmig gerät. Dafür bekommt man gegen Ende eine wirklich überraschende Wende kredenzt.

Vielleicht hätte sich der Regisseur entscheiden sollen, was er nun möchte. Ein Drama, einen Thriller oder einen Actionfilm, denn so ganz klappt die Fusion der Genre nicht, was allerdings nicht heißt das der Film nicht unterhaltsam wäre.

Zudem gibt es schöne Aufnahmen von Laos…..

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PUNISHER (Koch Media)

am 06. September 2016 unter Action, Klassiker abgelegt

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Frank Castle war ein guter und aufrichtiger Polizist, doch dann wird seine komplette Familie ermordet, obwohl der Anschlag der Mafia eigentlich ihm galt. Seitdem kämpft er im Untergrund gegen das Böse in der Stadt und hat bisher 125 Verbrechern das Leben genommen. Nun will er eine große Kokain-Lieferung der Mafia vereiteln, doch plötzlich spielen da noch die Japaner mit, die auch einen Teil der Kohle wollen und Castle steht zwischen allen Fronten.

Die Diskussion, welches die bessere Version des Kultcomics ist, wird nun wohl wieder aufs neue losgehen, denn 2004 erschien ja eine weitere Verfilmung des ganzen, damals mit Thomas Jane und John Travolta.

Allerdings lassen sich die beiden schwer miteinander vergleichen, weil der Lundgren-Streifen eben ein typischer 80er Jahre Film ist, mit den üblichen markanten Sprüchen und auch für dieses Jahrzehnt gängiger Action. Für einen eher kleineren Film geht hier aber immerhin jede Menge zu Bruch. Und das Thomas Jane der bessere Schauspieler ist – darüber braucht man sicherlich nicht streiten.

PUNISHER, SILENT TRIGGER und DARK ANGEL gelten im allgemeinen als seine besten Filme, von daher dürften Fans des kantigen Schweden hier begeistert zugreifen, zumal das ganze auch noch in einem schicken Steelbook daherkommt.

Der Clou ist jedoch die Bildqualität. Auf dem Beamer sieht der Film wirklich nur unwesentlich schlechter aus, als eine neuere Produktion. Zudem hält sich das Niveau des Bildes den ganzen Film durch. Beim Ton hat an sich ebenfalls Mühe gegeben und es knallt recht ordentlich aus den Boxen. Dafür ein Dickes Lob an die Herrschaften von KOCH.

Ob einem der Film knapp 20 Jahre später noch zusagt, muss jeder für sich entscheiden die technischen Voraussetzungen hat das Label jedenfalls geschaffen.

DER BODYGUARD – SEIN LETZTER AUFTRAG (Koch Media)

am 26. Juli 2016 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Kriegsveteran Vincent hatte mehrere heftige Kampfeinsätze in Afghanistan und ist nervlich am Ende. Angstzustände, Halluzinationen und Alpträume lassen ihn kaum zur Ruhe kommen. Trotzdem möchte er wieder in den Einsatz zurück. Da bekommt er ein recht lukratives Angebot, nämlich auf die Gattin und den Sohn eines reichen Libanesen aufzupassen, während er auf Geschäftsreise ist. Doch immer wieder hat er Halluzinationen und denkt, das die Familie und er verfolgt werden, bis es beinahe zu einem tödlichen Unfall kommt. Doch bildet er sich das wirklich nur alles ein oder besteht tatsächlich eine Bedrohung für seine Schützlinge?

Normalerweise orientiere ich mich bei der Zusammenfassung immer ein wenig am Pressetext. Dieser hatte aber mit dem Film gar nichts zu tun. Beispiel: „Trotzdem tritt er den knallharten Security-Job auf dessen ultraluxuriösem Anwesen an“? War das ein anderer Film? Wo war der Job bitte knallhart?

Zudem frage ich mich was der Titel soll! Vincent ist kein Bodyguard, sondern Soldat und sein letzter Auftrag ist das sicherlich auch nicht. Eine merkwürdige Auswahl des Titels.

Doch nun zu dem Film selbst: Den Streifen würde man am ehesten in die Arthouse-Thriller Ecke einordnen, denn die Regie ist äußerst gelungen, die Dialoge recht scharfsinnig und die Geschichte durchaus glaubwürdig.

Hier muss man den großartigen Darsteller Matthias Schoenaerts hervorheben, der dem niedergeschlagenen Soldaten ein glaubwürdiges Profil verleiht. Madame Krüger wird in diesem Leben keine gute Schauspielerin mehr – trotzdem sehe ich sie recht gerne, da sie (auch privat) eine sehr sympathische Person ist.

Leute die allerdings erwarten, das es hier von Anfang an kracht, werden enttäuscht sein, denn der Streifen benötigt schon eine recht lange Anlaufzeit, was eben auch der Charakterzeichnung des Soldaten geschuldet ist. Trotzdem lohnt es sich weiter zu schauen, denn im letzten Teil wird der Film zu einem spannenden Thriller.

Unbedingt erwähnen möchte ich noch den grandiosen Soundtrack von GESTAFFELSTEIN (arbeitete kürzlich mit Jean Michel Jarre zusammen) der eine geniale Vertonung des geistigen Zustandes von Vincent schuf. Zudem ist der Song im Menü und Abspann klasse.

Fazit: Interessanter, gut gespielter Streifen, der allerdings etwas braucht um in die Gänge zu kommen. Die Schluss-Szene ist zudem sehr gelungen!!!!

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SCHACHMATT (Tiberius Film)

am 28. Juni 2016 unter Action abgelegt

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Was denkt man sich wenn man das liest:

Eine Gruppe nicht besonders intelligenter Räuber plant den perfekten Bankraub, aber während der Durchführung kommt es zu internem Kompetenzgerangel. Draußen vor der Tür marschiert die Polizei auf, doch wird der Erstürmung des Gebäudes durch Geiselnahmen erschwert. Unter den Geiseln befinden sich eine werdende Mutter, ein Vater, dessen Sohn im Sterben liegt, und eine Kundin, die mit den Räubern unter einer Decke steckt. Sie alle aber ahnen nicht, dass sie nur Schachfiguren sind in einem Spiel zwischen Gott und Satan.

Man könnte doch meinen, das man daraus einen durchaus interessanten Film gestalten könnte. Dazu hat man nun nicht die schlechteste Besetzung an Land gezogen: Sean Astin, Danny Glover, Mischa Barton und Vinnie „ich wär gerne so cool wie Michael Madsen“ Jones sind hier unter anderem mit an Bord.

Doch alle verkommen bei diesem völlig dusseligen Streifen zu uninteressanten Staffagen. Die Dialoge sind an der Grenze der Körperverletzung.

Wenn allerdings Kraftausdrücke wie „Wichser“ oder Fick dich“ für Qualität sprechen, dann ist das hier ein Meisterwerk. Irgendwann gehen einem diese dermaßen auf den Zeiger, das man sich das Ende herbeisehnt.

SPIEL Ohne AUSWEG ist der deutsche Untertitel. Gott sei Dank habe ich einen gefunden – nämlich die Fernbedienung. Mehr gibts dazu nicht zu sagen. Grausig.

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RETROACTIVE (Koch Media)

am 01. Juni 2016 unter Action, SciFi, Thriller abgelegt

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Die Polizeipsychologin Karen hat mitten in der menschenleeren Wüste eine Autopanne. Zum Glück (oder auch nicht) wird sie von Frank Lloyd und seiner Frau Rayanne aufgegabelt. Im Laufe der Fahrt entpuppt sich Frank jedoch als eher unangenehmer Geselle mit psychopathischen Zügen. Erst tötet er mal eben seine Frau, dann macht er Jagd auf Karen. Die kann in ein abgelegenes Labor flüchten, in dem Brian an einem Zeit-Experiment arbeitet. Karen wird von ihm in die Vergangenheit zurückversetzt, landet aber erneut auf Franks Rücksitz und der Spuk geht von vorne los,

Diese Zeitreisegeschichten und auch das der Protagonist immer wieder aufwacht und den Tag von neuem erlebt sind ja nun nicht wirklich neu. Es begann wohl so richtig alles Anfang der 90er mit UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER. Danach wurden dieses Thema oft variiert. Dieser Streifen hier ist bereits aus dem Jahre 1997 – aber erst jetzt erscheint er auf Blu Ray.

Wenn man davon absieht das 20 Jahre später die Effekte natürlich um einiges besser wären, bekommt man einen extrem spannenden und sehr originellen Streifen geboten. Karens Versuche die Geschehnisse durch ihre Zeitreisen zu verbessern scheitern meist kläglich und machen alles noch viel schlimmer. Und genau da liegt der Reiz des Films, der eigentlich immer die gleiche Story erzählt, aber mit neuen Varianten und Wendungen überrascht.

Inmitten des Szenarios ein James Belushi, den man in seiner Filmgeschichte nur ganz selten als bösen Psychopathen erlebt hat. Auch Kyle Travis als Gegenspielerin liefert einen sehr guten Job ab.- sie hat allerdings die Schauspielerei mittlerweile an den Nagel gehängt.

Das Bild der Blu Ray ist sehr gut und unterscheidet sich kaum von neueren Produktionen. Hier und da mal ein kleiner Blitzer aber das kann man nun wirklich vernachlässigen. Der Ton ist grundsolide und ab und zu schepperts auch mal in den hinteren Boxen.

Fazit: Origineller und spannender sowie gut durchdachter Streifen mit tollen Darstellern. Normalerweise bewerte ich ja erst Filme ab dem Jahre 200, aber hier mache ich mal eine Ausnahme (fehlen ja auch nur 3 Jahre).

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THE WAVE (Universum Film)

am 19. April 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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Der Geologe Kristian hat seinen letzten Arbeitstag im beschaulichen Geiranger bevor er mit seiner Familie in die Stadt ziehen will. Ausgerechnet an diesem zeigen die Messgeräte im Frühwarnzentrum für Erdrutschgefahr merkwürdige Werte. Doch seine Kollegen überzeugen ihn davon, dass das nur eine kleine Unregelmäßigkeit ist und Kristian gibt sich damit zufrieden. Als er mit seiner Tochter seine Gattin abholen will, die in einem Hotel arbeitet, entdeckt er jedoch einige ungewöhnliche Vorgänge am Berg. Wieder will man ihm nicht glauben, doch er soll recht behalten.

THE WAVE ist ein klassischer Katastrophenfilm, der aber interessanterweise aus Norwegen stammt. Sah man über Filme aus dem hohen Norden noch vor 10 Jahren eher lächelnd hinweg, haben sich die Länder, insbesondere die Schweden und die Dänen als richtig gute Filmemacher etabliert.

Der Streifen bietet natürlich nichts wirklich Neues, da sollte man schon ehrlich sein, aber Filme mit Naturkatastrophen laufen eben immer ähnlich ab, was eben in der „Natur“ der Sache liegt (hach welch ein tolles Wortspiel o)).

Die Effekte befinden sich im Mittelfeld, ebenso die Darsteller. Thomas Bo Larsen ist der einzige mir bekannte, da ich mir kürzlich auch THE IDEALIST angeschaut habe und soweit mir bekannt spielte er auch eine kleine Rolle in DIE JAGD. Ab und an steht er aber schon kurz vorm Overacting, wenn er den Mund mal wieder weit und die Augen noch weiter aufreißt.

Sehr positiv fällt der sehr schöne Soundtrack auf der in den ruhigen Phasen des Films sehr dezent im Hintergrund läuft und in den Actionszenen dann auch gewaltig mit anzieht. Dieser ist wirklich stimmig.

Insgesamt ist THE WAVE für Freunde dieses Genres eigentlich ein sicherer Tipp. Besondere Originalität sollte man nicht erwarten, und es dauert auch ein wenig bis das Ganze in die Gänge kommt – dann bekommt der Zuschauer aber genau das was er gerne sehen will…..allerdings einen Tick schlechter als der ähnlich gelagerte IMPOSSIBLE.

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NO ESCAPE (Euro Video)

am 08. März 2016 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Ingenieur Jack Dwyer zieht mit seiner Frau Anni und seinen zwei Töchtern ins weit entfernte Südostasien, um dort für ein amerikanisches Unternehmen die Produktion von Trinkwasser zu überwachen. Für seine Familie ein großer Schritt, denn nach einem geschäftlichen Misserfolg die letzte Chance, die er auf eine erfolgreiche Karriere in seinem Job noch hat. Schon im Flugzeug lernt man den ergrauten Hammond kennen, der später noch eine wichtige Rolle in Leben der Familie spielen soll. Als Jack die Stadt besichtigt kommt es nämlich zu einer Straßenschlacht zwischen Polizei und Aufständischen, die nicht wollen, das man die Wasserversorgung in die Hände der Amerikaner legt. Gerade so kann Jack seine Familie noch aus dem Hotel holen, während die Aufständischen alles abknallen was ihnen vor die Flinte kommt und nicht asiatisch aussieht. Es beginnt eine atemlose Flucht, bei der Hammond ihnen zur Hilfe eilt.

Eigentlich bestehen mindestens 45 Minuten des Streifens nur aus eben dieser Flucht und Hinrichtungen. Die FSK 16 Freigabe ist meiner Meinung nach hart an der Grenze, denn hier wird schon mit recht heftiger Gewalt vorgegangen, wenn sie auch nicht ganz so explizit gezeigt wird.

Obwohl die Story eigentlich recht simpel ist, kann man NO ESCAPE eine enorme Spannung nicht absprechen. Zudem hat man einige sehr originelle Verstecke eingebaut und obendrein ein wirklich sarkastisches Ende, das ich aber nicht verraten will.

Die eigentliche Überraschung ist aber Owen Wilson, den ich außer IM FADENKREUZ noch nie in einer ernsthaften Rolle gesehen habe und ein Grund war, das ich mir den Streifen erst gar nicht ansehen wollte. Doch seine Darstellung gerät erstaunlich gut und authentisch.

Seit Pierce Brosnan sich darauf konzentriert, kleinere Rollen anzunehmen, um Filme zu veredeln, statt sie zu dominieren, werden seine Auftritte immer besser. Schon in SURVIVOR war seine Präsenz als Killer das Highlight. Auch als Regierungsagent mit ungeklärtem Hintergrund liefert er hier eine wirklich gute Show ab.

Viele werden sicherlich sagen, das der Streifen nichts zeigt, was man nicht schon in anderen Filmen genauso gesehen hat, nur eben mit einem anderen Hintergrund. Das ist zwar korrekt, aber wenn das ganze so spannend und kurzweilig inszeniert ist wie NO ESCAPE stört mich das nicht im Geringsten.

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THE DEMOLISHER (Meteor/ALIVE)

am 08. März 2016 unter Action, Drama abgelegt

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Die Beschreibung dieses Films ist wieder einmal interessant geworden, denn eigentlich gibt der Pressetext eine durchaus gelungene Zusammenfassung:

Skrupellose Anhänger eines kriminellen Kults haben seine Frau in den Rollstuhl geprügelt – und Bruce sieht rot. Tiefschwarz verborgen unter Helm und undurchdringlicher Schutzausrüstung durchstreift der unscheinbare Kabeltechniker fortan jede Nacht die heruntergekommenen Straßen seiner Stadt. Traumatisiert übt er Rache an denen, die er für schuldig hält, und gerät immer tiefer in einen dunklen Sog aus Wahnsinn und Besessenheit. Wartend auf eine Erlösung, die niemals kommt, kreuzen sich Bruces Wege mit denen von Marie, einer jungen Frau, die nur durch ein Missverständnis zum Ziel seines blutigen Kreuzzugs wird. In der fast menschenleeren Düsternis einer einzigen Großstadtnacht entspinnt sich ein atemloses Katz-und-Maus-Spiel auf Leben und Tod, das schon bald völlig außer Kontrolle gerät…

Was hier aber nicht steht, dass es sich bei DEMOLISHER mitnichten um eine gradlinigen, stringenten Actionfilm handelt, sondern eher um ein Kunstdrama. In der ersten halben Stunde wird so gut wie nichts gesprochen. Der Zuschauer wird nur durch Bilder über die Geschehnisse der Vergangenheit informiert. Das ist anstrengend, aber filmisch durchaus interessant angelegt.

Und so geht es auch weiter, in einem Streifen, der eigentlich nie den konventionellen Weg wählt. Ich vermute, das sich der Regisseur, bei der Vorbereitung nahezu jeden Schnipsel von Nikolas Wending Refn angeschaut hat, denn sein Inszenierungsstil ist schon sehr nahe an dem des vermeintlichen Vorbildes.

Auch der elektronische Soundtrack ähnelt an manchen Stellen schon dem eines John Carpenter-Films aus den 80ern, allerdings etwas moderner gehalten.

Allerdings sind auch die Filme von Refn eher umstritten, sieht man vielleicht mal von DRIVE ab – seinem insgesamt wohl kommerziellsten Streifen. Und so wird es den Leuten auch bei DEMOLISHER gehen, da er eben mit den konventionellen Sehgewohnheiten bricht. Daher gehen die Kritiken auch extrem auseinander, was zu erwarten war.

Eine allgemeine Bewertung ist absolut unmöglich – ich würde aber sagen das hier alles drin ist zwischen

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und

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