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Archiv der Kategorie 'Action'

FREE FIRE (Splendid)

am 18. September 2017 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Boston in den späten 1970ern: In einer verlassenen Lagerhalle soll ein umfangreicher Waffendeal über die Bühne gebracht werden. Eigentlich kein großes Ding. Ware gegen Geld. Doch leider sind beide Seiten nicht wirklich Profis und nach nur wenigen Worten und einer falschen Lieferung ist man sich spinnefeind. Als dann noch herauskommt, dass einer der Handlanger der Käufer, die Schwester einer der Handlanger des Verkäufers missbraucht hat, ist der Deal vergessen und man beginnt sich gegenseitig abzuknallen.

Sorry, aber viel mehr kann ich hier zu nicht berichten, denn der Film hat an Story nicht wirklich viel zu bieten. Zudem ist der Streifen von vorne bis hinten kompletter Schwachsinn (wenn ich hier alle Logikfehler aufführe, wird das ein Referat). Aber in diesem Fall passiert etwas, was ich normalerweise eher nicht mag, denn weil das eben alles so blödsinnig ist, ist es erstaunlich unterhaltsam und auch keineswegs dämlich wie Zeugs a la CRANK.

Alleine die Dialoge zwischen den beiden Lagern und die wirklich geschickt ausgesuchten Charaktere (der Elegante, der Proll, der Arbeiter, der Assi, der Blödmann usw. usw.) bilden jede Menge Stoff für absurde Komik und markante Sprüche.

Der Streifen ist hochkarätig besetzt. Neben Brie Larson, Cilian Murphy und Sharlto Copley geht jedoch die beste Darstellung an Sam Riley, der bei mir seit CONTROL (hätte einen Oscar verdient) eh einen Stein im Brett hat. Den Charakter, den er hier verkörpert ist so schön abgefuckt, obwohl er nicht wirklich eine Hauptrolle inne hat. Riley fühlt sich in der Rolle des prolligen Assis und Vorzeige-Losers auch sichtlich wohl und haut seine Oneliner mit coolem Gesichtsausdruck raus.

Wenn man, wie gesagt, weiß, dass ich dieses Genre und diese total übertriebenen Sprüche gar nicht mag, mich FREE FIRE aber blendend unterhalten hat, dann sollte er Action-Fans, die eh auf sowas stehen, ebenso zusagen.

Und an dem JOHN DENVER Running-Gag hätte sicherlich auch der leider früh verstorbene Sänger seine helle Freunde gehabt – alleine der ist schon sein Geld wert

Fazit: Eine skurrile Mischung aus Thriller, Action und Komödie mit guten Darstellern und einer völlig absurden Geschichte.

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STRATTON (Universum Film)

am 12. September 2017 unter Action abgelegt

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John Stratton, Mitglied des Special Boat Service (SBS), einer Elite-Spezialeinheit des MI6, wird zusammen mit seinem amerikanischen Kumpel Marty in den Irak geschickt, um dort biochemische Waffen sicherzustellen. Dort angekommen, stellt man allerdings fest, das man zu spät dran ist und die ganzen Mitarbeiter getötet wurden. Beim Rückzug wird Marty von einem der Diebe, die noch auf der Insel verweilten, erschossen. Schnell findet man heraus, das der skrupellose Geheimagent Barovski hinter der Sache steckt und man ist sich sicher, das er die gestohlene Ware auch schnell einsetzen wird und zwar mit Hilfe von Drohnen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei der Barovski den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Nun ist Dominic Cooper jetzt nicht zwingend einer meiner Lieblingsdarsteller, da er schauspielerisch doch sehr limitiert ist. In der Rolle des Spezialagenten, bei dem keine überragenden Fähigkeiten gefordert sind, gibt er jedoch ein gutes Bild ab. Das ist ähnlich wie bei Frau Jovovich, die auch keine Schauspielerin ist, aber in Resident Evil immer gut reinpasste.

STRATTON ist ein klassischer Actionfilm, der sich auch nicht mit sehr vielen Dialogen aufhält, aber erstaunlich spannend gerät. Mittendrin Thomas Kretschmann, der mal wieder das Arschloch geben darf, aber das kann er bekanntlich eher gut.

Natürlich muss man hier an einigen Stellen über Logikfehler hinwegsehen (alleine, wie man mal so eben in die Wohnung eines Drohnennherstellers hereinspaziert ist schon sehr weit hergeholt), aber ich denke nicht das die Klientel des Films darauf großen Wert legt.

Ganz erstaunlich hierbei war für mich die Laufzeit von 95 Minuten, denn als der Streifen dem Ende zuging war ich komplett überrascht und dachte bestenfalls eine Stunde gesehen zu haben. Das ist aber im allgemeinen ein Kunststück, das Simon West als Regisseur oft vollbringt, denn das ging mir bei vielen seiner Filme so (Übrigens ein Skandal das es seinen besten WEHRLOS nicht auf Blu ray gibt)

Das liegt daran das der Film wirklich extrem kurzweilig ist und kaum Ruhepausen hat. Die FSk Freigabe 12 halte ich nebenbei für grenzwertig, nicht nur wegen der Thematik, sondern auch aufgrund einiger doch recht harter Szenen.

Fazit: Gradliniger Actionstreifen mit einer etwas beliebigen Geschichte, aber sehr hohem Unterhaltungswert .Und das reicht doch auch ab und an für einen netten Abend.

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ZWEI MINUTEN WARNUNG (Koch Media)

am 12. September 2017 unter Action, Klassiker, Suspense abgelegt

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Ich muss zugeben, dass ich von dem Streifen noch nie etwa gehört hatte, kannte aber die Regelung (2 Minute Warning) beim Football, da ich mich mal für den Sport interessiert habe. Grundsätzlich sind zumindest rudimentäre Kenntnisse nicht schlecht, denn neben der Krimi-Handlung geht man auch sehr viel auf die Sportart an sich ein und Menschen, die das Spiel nicht kennen werden die Zählweise als etwas merkwürdig empfinden.

Im voll besetzten Football-Stadion in Los Angeles hat sich ein eiskalter Killer eingeschleust. Als dieser entdeckt wird, versuchen Polizeichef Holly und SWAT-Einsatzleiter Button das Unglück abzuwenden. Jedoch kennt man das Ziel des vermeintlichen Killers nicht und geht davon aus, das es der Präsident der USA ist, der auch zu dem Spiel erscheinen will. Zudem ist seine Position dermaßen gut abgesichert, das man nur schwer an ihn drankommt. Eine Evakuierung scheint bei 100000 Menschen ebenfalls sinnlos. Die Zeit tickt….

Wie bereits erwähnt, kannte ich den Film nicht, war aber über dessen Qualität überrascht, denn die Mischung aus Krimi und Sportfilm kommt erstaunlich interessant daher, denn große Teile befassen sich eben auch mit Football an sich.

Die eigentliche Spannung bezieht sich aber darauf, wen der Schütze denn nun abknallen will, denn im Endeffekt ist das mit dem Präsident nur eine Vermutung.  Daher hat man vorher einige Charaktere eingeführt, deren Schicksale man begleitet und auf die der Schütze auch anhält – aber nicht abdrückt.

Das Bild ist sehr ordentlich, geht nur in die Knie, wenn zum Beispiel blauer Himmel gezeigt wird, da rauscht es doch im Blätterwald. Ansonsten aber eine gelungene Restauration. Der Ton geht ebenfalls in Ordnung – insbesondere die Spielszenen kommen recht dynamisch rüber.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus spannender Krimi, der vielleicht aber 20 Minuten zu lang gerät. Mit Charlton Heston, Jack Klugman, John Cassavettes und dem jungen Beau Bridges zudem sehr gut besetzt. Freunde des Streifens dürften mit der Umsetzung sehr zufrieden sein.

AMERICAN VIOLENCE (Lighthouse)

am 25. Juli 2017 unter Action, Drama abgelegt

American Violence DVDJackson Shea wurde zum Tode verurteilt. Bevor die Hinrichtung jedoch durchgeführt wird, zieht man die bekannte Psychologin Amanda Tyler hinzu. Diese soll den kompletten Fall nochmals überprüfen und feststellen, woher die Gewalttaten ihren Ursprung haben. Anfangs ist sie von der Schuld des Angeklagten überzeugt, doch als er ihr nach und nach seine Lebensgeschichte erzählt, bekommt sie wirkliche Zweifel, ob er etwas für sein verkorkstes Leben kann. Wird sie jedoch die Hinrichtung aufhalten?

Das Cover offeriert einem etwas völlig anderes als das, was man im Endeffekt zu sehen bekommt, denn es handelt sich hier eher um ein Drama, denn einen Actionfilm. Natürlich ist Action vorhanden, denn bei seinen Taten kam es natürlich auch zu Schießereien und ähnlichem, doch hier steht der psychologische Ansatz im Vordergrund.

Denise Richards, einst gefeierter Nachwuchsstar ist ganz schön alt geworden. Die Rolle der Psychologin nimmt man ihr nur bedingt ab. Sehr gut und glaubwürdig ist die Darstellung von Kaiwi Lyman-Mersereau (wie kommt man an so einen Namen?), der dem Gewalttäter ein, ja fast sympathisches Profil verleiht.

In weiteren Rolle sind unter anderem Michael Pare und Bruce Dern zu sehen – nicht schlecht für so einen kleinen, doch recht unbekannten Film. Es fällt allerdings auf, das die Nebendarsteller ziemlich chargieren und sich nahezu alle am Overacting bewegen, als wären sie mit ihren kleinen Rollen unzufrieden und meinen so Eindruck zu hinterlassen. Das habe ich in einem Streifen so geballt selten gesehen. Vielleicht fällt das aber auch nur durch das der eher zurückhaltende, sehr nuancierte Spiel des Hauptdarstellers so sehr auf.

Wer einen Actionfilm erwartet, wird hier relativ enttäuscht sein. Dieser Streifen geht eher in Richtung LAST DANCE, damals mit Sharon Stone, der eine ähnliche Handlung hatte. Als Drama funktioniert AMERICAN VIOLENCE allerdings erstaunlich gut.


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FORTRESS (Koch Media)

am 05. Juli 2017 unter Action, Klassiker abgelegt

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Die Geschichte dieses Kultfilms dürfte allgemein bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung:

Amerika in der Zukunft: Die Rohstoffe sind erschöpft und pro Elternpaar ist nur noch ein Kind erlaubt. Karen und ihr Mann John Brennick verstoßen gegen diese Auflage und werden bei einer Kontrolle geschnappt.. Brennick muss daraufhin für läppische 31 Jahre in die „Festung“, dem sichersten Gefängnis der Welt. Es gibt Schmerzsonden für Gefangene und Zonen in denen einen der Tod erwartet. Dazu noch einen sadistischen Knastchef, der zudem ein Auge auf Karen geworfen hat, die dort ebenfalls eingesperrt ist. Gegen gewisse „Dienstleistungen“ verspricht er, ihren Mann in Ruhe zu lassen. Doch ist die FESTUNG wirklich komplett ausbruchssicher?

Fortress im Jahre 2017 hat das gleiche Problem wie so viele andere Filme die in den 80ern und 90ern produziert wurden. Heutzutage wirken insbesondere die CGIs doch extrem altbacken. Insbesondere Ende der 90er und im neuen Jahrtausend wurden in diesem Bereich, rasend schnell, enorme Fortschritte erzielt. Das wird allerdings Fans des Streifens nicht wirklich interessieren.

Christopher Lambert war nach seiner Rolle in Highlander schwer angesagt und spielte dann auch in ziemlichem Schrott mit. Fortress, Roadflower und der leider immer noch nicht auf BR erschienene KNIGHT MOVES, für mich einer der besten Thriller aller Zeiten, bildeten da eher die Ausnahme.

Laut Cover ist dies die erste UNRATED Fassung auf der ganzen Welt. Ich muss aber zugeben, das ich das nicht wirklich untermauern kann, denn ich glaube diesen Streifen gibt es in gefühlt 25 Versionen. Im Zuge der großzügigeren FSK kommt so etwas heutzutage ab 16 auf den Markt, wobei der Film an machen Stellen durchaus recht derb ist.

Das Master dürfte allerdings nicht so toll gewesen sein, denn KOCH MEDIA, bekannt dafür selbst aus alten Schinken noch bildtechnisch alles herauszuholen, schaffen es auch hier nicht über solide DVD Qualität. Der Ton macht da einen besseren Eindruck und knallt in 5.1. ganz ordentlich aus den Boxen.

Fazit: Aus vielen Foren weiß ich, das FORTRESS sehnlichst erwartet wurde. Die Umsetzung ist insgesamt durchaus gelungen. Als Bonus gibt es auch noch ein alternatives Ende (keine Ahnung wo man das ausgebuddelt hat) und den irgendwie lustig-altmodisch anmutenden Trailer.

TAKEN IN MAROKKO (Lighthouse)

am 05. Juli 2017 unter Action, Thriller abgelegt

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Bei einem Spaziergang in Marokko, wird Sophies Tochter entführt. Die Homeland Security Mitarbeiterin nimmt sofort die Verfolgung auf und tötet dabei versehentlich einen der vermeintlichen Entführer. Selbstverständlich glauben ihr die dortigen Behörden nicht und so muss sie nicht nur ihr Kind finden, sondern auch noch vor der örtlichen Polizei fliehen. Sie weiß genau, das die ersten Stunden entscheidend sind, denn danach schwinden die Chancen bei einer Entführung auf ein Minimum.

Das der Streifen versucht auf den TAKEN-Zug aufzuspringen, sagt ja schon der Titel, wobei das eher der Verleih tut, denn im Original sucht der Film nicht wirklich die Nähe, denn da heißt er NEVER LET GO.

Im Endeffekt ähneln sich die 3 Taken Teile und dieser hier in ihrer Handlung schon sehr, nur das eben nun ein Baby entführt wird und die Heldin eine Frau ist. So weit so bekannt.

Auch wenn der TAKEN IN MAROKKO an sein Vorbild natürlich nicht heranreicht, ist er zumindest actionreich. Ich glaube in dem Film gibt es zusammenaddiert insgesamt keine 20 Minuten, bei der nicht irgendwer vor irgendwem flieht oder eine Verfolgungsjagd stattfindet. Mehr Action geht eigentlich kaum.

Angela Dixon als Agentin bei Homeland ist allerdings nur bedingt glaubwürdig, da war Liam Neeson eben schon ne Ecke cooler. Zudem bekam sie in der deutschen Synchro eine Stimme, die nicht wirklich zu ihr passt. Merkwürdigerweise sind die anderen Rollen sehe gut gesprochen. Da aber in dem Film nicht wirklich viel kommuniziert wird, kann man sich diesen selbst mit schwachen Kenntnissen der Sprache im Original ansehen, denn da macht er meiner Meinung nach mehr Spaß.

Fazit: Taken in Marokko ist ein solider Action-Thriller mit einer reizvollen Location. Auch wenn die Story nicht wirklich innovativ ist, wird man hier gut unterhalten und die 90 Minuten sind auch Ruck-zuck vorbei.

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HEADSHOT (Koch Media)

am 08. Juni 2017 unter Action abgelegt

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Der noch sehr jungen Profikiller Abdi will aus dem Geschäft aussteigen, doch das bekommt ihm nicht besonders gut, denn er hat bald eine Kugel im Schädel. Schwer verletzt wird er am Strand angespült und dort von der jungen Medizinstudentin Ailin, wieder aufgepeppt. Seine Erinnerungen sind allerdings sehr lückenhaft. Zudem hat sein ehemaliger Chef ihn nicht vergessen und entführt Ailin. Abdi versucht sie aus den Klauen des fiesen Typen zu befreien…

So weit so wenig innovativ. Die Geschichte interessiert im Endeffekt aber auch niemanden, denn eigentlich ist das alles nur ein Aufhänger, um uns einen ganzen Katalog aufzuzeigen, wie man Menschen auf alle erdenkliche Weisen umbringen kann oder deren Knochen zerlegen.

Was das angeht überschreitet man hier fast schon die Grenze des guten Geschmacks und HEADSHOT ist brutaler als jeder Horrorfilm der letzten 20 Jahre. Dagegen sind die beiden RAID Teile, in denen der gleiche Hautdarsteller mitspielte, Kinderkrams.

Ich muss dazu sagen, das ich nicht wirklich was mit diesen Gewaltorgien anfangen kann (John Wick sei hier auch erwähnt), ich aber weiß das es jede Menge Menschen gibt, die das total klasse finden, wenn massenhaft Knochen brechen und Menschen verstümmelt oder ermordet werden, was die durchweg positiven Bewertungen auch belegen.

Da ich mich nicht wirklich in der Lage sehe diesen Streifen so zu beurteilen, wie es ein Fan tun würde, enthalte ich mich der Bewertung, merke aber an, das die schauspielerischen Leistungen für dieses Genre eigentlich ganz passabel sind. Tiefgang darf man nicht erwarten und niemand wird diesen Anspruch an HEADSHOT stellen.

COLLIDE (Universum Film)

am 28. Februar 2017 unter Action, Suspense abgelegt

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Casey ist aus den USA geflohen, weil er dort diverse Probleme mit dem Rechtssystem bekam, denn Autoknacker ist nicht wirklich ein angesehener Job. Seine Wahlheimat Deutschland erweist sich jedoch als Glücksfall, denn hier lernt er die große Liebe seines Lebens kennen. Doch nach einer schönen Zeit bekommt Juliette die erschütternde Diagnose, das ihre Nieren nicht wirklich mehr funktionieren und sie dringend, zumindest eine neue braucht. Obwohl er dem kriminellen Leben eigentlich abgeschworen hat, steigt Casey wieder ein, um seine Freundin zu retten. Als er für den Gangster Geran einen Drogentransport überfallen soll, geht leider alles schief und Juliette scheint dem Tode geweiht, wie auch Casey, denn er hat sich hier mit dem falschen angelegt.

COLLIDE ist gar nicht so blöd, wie man nach dem Cover glauben könnte. Natürlich gibt es hier im Mittelteil Action ohne Ende, doch die Grundgeschichte ist durchaus nachvollziehbar und das Pärchen mit Nicholas Hoult und Felicity Jones auch glaubwürdig besetzt.

Auch Anthony Hopkins nimmt man seine Rolle als fiesem Drogenhändler mit Stil durchaus ab, doch was Ben Kingsley geritten hat diese Rolle anzunehmen, wird er wohl für sich behalten, denn in der undankbaren Rolle des Verbrechers Geran mutiert er zur Selbstkarikatur. Hat er das wirklich nötig?

COLLIDE ist einer der Filme, bei dem man mit dem Hauptdarsteller fiebert, obwohl er ja eigentlich Verbrechen begeht. Da dies aber im Namen der Liebe passiert, hat man als Zuschauer dann doch Verständnis für sein Tun, ähnlich wie bei Streifen wie SET IT OFF.

Natürlich sind die Verfolgungsjagden total übertrieben und die Gangster schießen grundsätzlich auch immer daneben, obwohl sie sonst alles treffen, aber der Unfall auf der Autobahn zum Beispiel ist wirklich spektakulär inszeniert.

Dadurch, das der Film die ersten 20 und die letzten 10 Minuten in ein Storygerüst eingebettet ist, wirkt er auch nicht so banal wie man zunächst glauben mag, denn die Grundgeschichte gefällt.

Fazit: Unterhaltsamer Streifen, dem natürlich partiell die Logik abgeht, aber bei dem man richtig gut abschalten kann.

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HARTE ZIELE (Koch Media)

am 08. Februar 2017 unter Action abgelegt

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Ich schreibe eine Kritik über einen Van-Damme Film – das ist in etwa so, als würde Angela Merkel ein Referat über sozial gerechte Politik halten. Da ich dafür eigentlich nicht prädestiniert bin, diesen Film aber in meinem Briefkasten hatte und die Firma KOCH eh sehr freundlich in Sachen Bemusterung ist, werde ich nach kurzer Zusammenfassung der Handlung, mich überwiegend über die technische Seite des Streifens auslassen.

In New Orleans kann man seinem Spieltrieb nachgehen – so er denn makaber ist, denn ein Verbrechersyndikat veranstaltet eine gnadenlose Jagd auf Obdachlose, bei der man sich 10.000 Dollar verdienen kann – aber nur wenn man als Opfer einen bestimmten Ort lebend erreicht. Als ihr Dad bei einer dieser Jagden ums Leben kommt untersucht Natasha Binder. Unterstützung erhält sie dabei überraschenderweise von dem Hafenarbeiter Chance.

Wer nicht wusste, das Lance Henrisksen auch mal Haare hatte (oder ist das ein Toupet?) und den Film nicht kennt wird überrascht sein, ebenso wie von der (bescheuerten) Frisur von Van Damme.

Nun muss ich trotzdem anmerken, das der Streifen eigentlich ganz ordentlich ist. Auch wenn noch ein Rest Spät 80er Mief vorhanden, gehört dieser Film sicher zu den besseren des Belgiers.

Besonders erwähnenswert ist hier aber definitiv die technische Umsetzung. Der Ton könnte an manchen Stellen noch etwas mehr krachen, ist aber grundsolide. Aber die Nachbearbeitung diesbezüglich ist nunmal immer schwierig und der Streifen hat mittlerweile immerhin ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel.

Das Bild ist gestochen scharf und würde man nicht wissen, wie alt HARTE ZIELE ist, könnte man wirklich meinen, das dies ein Film ist, der in den 90ern spielt, aber neu gedreht wurde. Fast schon plastisch und auch in den dunklen Szenen absolut rauschfrei. Gelegentliche kleine Blitzer nimmt man wirklich nur wahr, wen man den Film auf dem Beamer schaut. Viel mehr geht eigentlich nicht und jeder Van Damme Film sollte bei dieser Umsetzung einen Orgasmus bekommen.

Der Film erscheint zudem das erste mal ungekürzt, wobei man das dann wieder relativeren muss – was nämlich 1992 als Indexreif galt, bekommt man heute in jedem Action-Film zu sehen (man schaue sich nur mal John Wick an, der ab 16!! freigegeben ist)

Zudem spendierte man ein schickes Steelbook und ein paar wenige Extras hat man auch noch ausgebuddelt. Für Fans des Belgiers sicherlich ein Grund zuzugreifen.

HOSTAGE (Koch Media)

am 25. Januar 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Man muss sich das mal überlegen. Zufällig sehen die Täter ihre Opfer an einer Tankstelle und fahren diesen hinterher, brechen dann auch zufällig genau an dem Tag ein, um das Auto von Daddy zu klauen, an dem dieser eine CD mit frisierten Daten für eine Verbrecherbande fertigstellt. Zufällig ist in diesem Kaff der zuständige Polizeichef ein ehemaliger Vermittler, der natürlich, zufällig wieder Eheprobleme und aufgrund seines letzten Auftrages genauso zufällig ein Trauma hat, bei dem ihm alle Beteiligten wegstarben. Und was soll der jetzt machen? Natürlich vermitteln..Sehr realistisch. Herr Willis nimmt der zuständigen Chefin einfach mal so das Kommando ab ohne das diese große Gegenwehr leisten würde, es sei denn man wertet grimmige Blicke und EINEN etwas schroffer formulierten Satz als solche.
Am Ende erledigen dann ein schwerverletzter Polizist und ein Buchhalter (!), der 1 Stunde vorher noch unter einem schweren Gehirntrauma litt (!!) und zudem von einer auf die andere Minute vom Buchhalter für Verbrecher zum mitfühlenden Ehrenmann mutiert (!!!!) mehrere angeblich professionelle Gangster, die nebenbei noch seine Auftraggeber sind/waren (!!!!!!). Oha.

Natürlich ist der Film von ordentlichem Unterhaltungswert und Herrn Willis und auch Kevin Pollak sieht man immer wieder gerne, aber das Gezeigte geht dann doch in Sachen Unsinn etwas zu weit.

Ich bewerte hier die remasterte Edition von KOCH MEDIA. Da der Film erst 11 Jahre alt ist und mir die alte Fassung nicht vorliegt, kann ich nun schlecht einen Vergleich ziehen. Wenn ich bedenke, welche Filme noch auf ihre Veröffentlichung warten, weiß ich nicht ob man die Neuauflage hier jetzt unbedingt braucht.

Fakt ist aber andererseits auch, das das Bild gestochen scharf ist und ohne jegliches Grieseln auskommt. Insbesondere die Innenaufnahmen des imposanten Hauses sehen brillant aus. Und auch aus dem Boxen hämmert es gewaltig, besonders wenn es gegen Ende in Sachen Action zur Sache geht. Beide Komponenten stehen neueren Veröffentlichungen in nichts nach..

Zudem gibt es jede Menge Bonusmaterial, um sich nach dem Film noch stundenlang mit Cast und Geschichte zu beschäftigen. Ob dies umfangreicher ist, als das aus dem Jahre 2005 kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Aber hier hat man schon wirklich jede Menge draufgepackt.

Ob sich das Update lohnt, muss aber letztendlich der Käufer entscheiden, Wer den Streifen gerne hätte bekommt hier auf jeden Fall eine würdige Veröffentlichung eines unlogischen, aber unterhaltsamen, ganz auf Willis zugeschnittenen, Films.

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