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Archiv der Kategorie 'Action'

RACER AND THE JAILBIRD (Koch Media)

am 25. September 2018 unter Action, Drama abgelegt

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Gino ist ein Gangster in Brüssel, der mit seinen Kumpels regelmäßig Banken überfällt. Als er die Rennfahrerin Bibi kennenlernt, beschließt er, sein Leben komplett zu ändern, denn sie ist seine große Liebe, die diese auch erwidert. Doch bei dem letzten Coup geht etwas schief und er landet im Knast – und das für mindestens 10 Jahre. Vorbei ist es mit dem neuen erträumten Leben. Aber Bibi ist bereit auf ihn zu warten, sehr zum Missmut ihrer Familie. Doch dann tritt eine dramatische Wendung im Leben der beiden ein.

Anscheinend veröffentlicht KOCH nur noch Filme mit Überlange, denn dieser Streifen geht wieder satte 130 Minuten. Allerdings muss man in diesem Fall sagen, das diese nicht langatmig werden. Die Vergleiche mit Bonnie und Clyde, die auf der Rückseite des Covers angestellt werden, sind natürlich kompletter Schwachsinn, denn ich sehe hier und weit und breit keine Bonnie.

Der Film ist eine Mischung aus Drama und Actionanteilen, wobei ersteres Genre klar im Vordergrund steht. Die Beziehung der beiden Protagonisten wird sehr schön herausgearbeitet und da die Chemie zwischen den beiden Darstellern stimmt, auch gut vermittelt.

Überhaupt bin ich überrascht, dass Frauenschwarm Schoenearts so nuanciert und ansprechend agiert, denn die vielen Facetten, die sein Charakter zu bieten hat und auch die innere Zerrissenheit sich zwischen Freunden und einer Frau entscheiden zu müssen, wird von ihm glaubwürdig dargestellt.

Gegen Ende wird das ganze dann doch recht dramatisch und man wandelt als Zuschauer wieder auf dem dünnen Eis, Mitleid mit dem eigentlich „Bösen“ zu haben, denn eigentlich ist Gigi kein schlechter Mensch, der sein Leben ja auch ändern wollte.

Insgesamt hat mir RACING (was sicher darauf anspielt das BIBI Rennfahrerin ist)AN DTHE JAILBIRD sehr gut gefallen. Man sollte nur nicht mit der Erwartung eines Actionfeuerwerks an den Streifen herangehen, dann wird man enttäuscht sein. Wer ein gut gespieltes Drama sehen will, ist hier richtig, Die 130 Minuten vergehen wie im Flug und danach dachte ich sofort, das dem Ganzen sogar eine Miniserie gut getan hätte, um alles komplett auszuerzählen.

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UNDER FIRE (Justbridge)

am 25. September 2018 unter Action, Drama, Klassiker, Suspense abgelegt

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Drei US-amerikanische Journalisten berichten 1979 über die Revolution in Nicaragua. Russell Price ist ein Kriegsfotograf, dekoriert mit vielen Preisen. Mit vor Ort sind auch die Reporterin Claire Stryder und deren Ehemann Alex Grazier. Price versucht sich immer neutral zu verhalten und sich nicht in die Geschehnisse einzumischen, was aber immer schwieriger fällt, da er auch so etwas wie ein Gewissen hat. Im Krieg zwischen den nicaraguanischen Machthabern und den Rebellen wird er vor die Entscheidung gestellt, nicht mehr nur Fotos, sondern Politik zu machen. Als Grazier von Regierungstruppen erschossen wird und er davon Bildmaterial besitzt, gerät er in Lebensgefahr.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 35 Jahren auf dem Buckel. Die Besetzung ist durchaus imposant, denn Nick Nolte, Gene Hackman und Jean-Louis Trintignant sind unter anderem mit dabei.

Der Film hat die Zeit auch sehr gut überstanden. Am Anfang gerät das ganze zwar etwas geschwätzig, aber nach einer guten halben Stunde geht’s dann richtig los und gerade im letzten Abschnitt ist der Streifen richtig spannend und wirkt auch sehr realistisch. Besonders interessant und auch gut herausgearbeitet ist hierbei der Konflikt, in den Russel Price gerät.

Überragend ist hier das Bild. Sollte man Nick Nolte oder Gene Hackman nicht kennen, könnte man meinen, es wäre ein ganz neuer Film, der eben im Jahre 1979 spielt. Das Bild ist auf absolutem TOP-Niveau. Hier ist keinerlei Grieseln zu sehen, auch Blitzer sind nicht vorhanden. Ich kenne mindestens 20 neue Blu Rays von Filmen, die mit so einem grandiosen Transfer nicht aufwarten können. Auch der Ton ist mehr als ordentlich aufgemotzt und die Kampfszenen und Actioneinlagen dröhnen aus den Boxen.

Das ganze erscheint als wunderschön gestaltetes Media-Book mit dem Original Filmplakat als Cover. Noch dazu gibt es ein 20seitiges Booklet, das sich mit den damaligen Geschehnissen in Nicaragua beschäftigt und auch Informationen vom Set liefert.

Merkwürdigerweise war der Streifen damals ein echter Flop und spielte nicht mal sein Geld wieder ein, trotz der guten Besetzung und des hervorragenden Regisseurs Roger Spottiswide, der ja später richtig bekannt wurde und mit Filmen wie SCOTT UND HUTSCH oder AIR AMERICA Erfolge feierte.

Fazit: Eine hervorragende Umsetzung eines ordentlich gealterten Streifens, den man heute auch noch gut schauen kann. Zudem ist das Mediabook sehr schön gestaltet.

GRINGO (Universum Film)

am 20. September 2018 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Harold Soyinka ging es blendend, als er morgens zur Arbeit aufbrach, doch dann kommt es knüppeldick. Erst erfährt er, das er faktisch pleite ist, danach scheint sich anzudeuten, dass die Firma verkauft werden soll und er seinen Job verliert und dann stellt er auch noch fest, das seine Frau fremdgeht – und das über Skype. Also übernimmt Harold die Initiative und täuscht eine Entführung vor, denn für gewisse Leute kann der gute durchaus gefährlich werden, denn er hat seit Jahren im Rahmen der Firmentätigkeit mit einem mexikanischen Drogendealer zusammengearbeitet – selbstverständlich ohne das zu wissen. Dieser benötigt aber ebenfalls seine Dienste und hält ihr für den Chef des Unternehmens. Und dann hetzt ihm sein wirklicher Boss auch noch seinen Bruder auf die Pelle, einen ehemaligen Söldner. So wird er plötzlich von der halben Welt gejagt – ohne genau zu wissen warum.

Diese Ausgangslage führt dann zu recht unterhaltsamen Abschnitten, in denen David Oyelowo als harmloser und hilfloser Angestellter, durchaus komödiantisches Talent beweist, obwohl er in der Vergangenheit doch eher anspruchsvolle Filme drehte. (NINA oder SELMA seien hier erwähnt)

Auch der Rest des Castes ist wahrlich hochkarätig. Charlize Theron, Joel Edgerton, Amanda Seyfried und einige andere mehr, tauchen hier teilweise sogar nur in kleineren Rollen auf.

Das Drehbuch ist fein ausgeklügelt, denn die ständig vorhandenen Wendungen sind nur schwer zu erahnen und gerade gegen Ende wird es dann komplett chaotisch, wobei das Wort in diese Fall positiv gemeint ist.

Allerdings dauert es ein wenig bis der Streifen in die Gänge kommt und man auch die Geschichte durchschaut. Zudem ist es gar nicht so einfach GRINGO einem Genre zuzuordnen. Actionkomödie triffts wohl am ehesten, wobei auch durchaus Thrillerelemente vorhanden sind.

Der Film ist an manchen Stellen überraschend brutal. Das fällt einem im ersten Moment gar nicht so sehr auf, doch wenn man mal genauer drüber nachdenkt, gibt es schon einige Szenen (Stichwort Kopfschuss oder großer Fußzeh) die nicht ohne sind. Von daher geht die FSK-Freigabe 16 auch durchaus in Ordnung.

Leider nimmt der Trailer in diesem Fall wieder zu viel vorweg und nahezu alle guten Szenen sind da bereits vorhanden. Ein Phänomen, das sich insbesondere bei Horrorstreifen oft beobachten lässt und da frage ich mich schon, wer so etwas zusammenschneidet.

Ich habe diesen erst im Nachhinein gehen und konnte ohne vorgefertigte Meinung oder Wissen an GRINGO herangehen und bin insgesamt positiv überrascht, denn insbesondere gegen Ende ist das Drehbuch, wie bereits oben kurz erwähnt, extrem pfiffig.

Sehen aber nicht alle so, denn die Durchschnittsbewertungen im Internet sind nicht besonders gut, was ich nicht verstehen kann. Ich fand GRINGO sehr unterhaltsam.

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DEATH WISH (Universum Film)

am 30. August 2018 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Der Chirurg Dr. Paul Kersey ist Notarzt in Chicago und mit viel Leid vertraut. Eines Tages widerfährt es ihm aber selbst, denn seine Frau und die Tochter werden von Vermummten angegriffen und schwer verletzt. Während der Nachwuchs noch mit dem Leben ringt und im Koma liegt, stirbt die Gattin an ihren Verletzungen. Als die Polizei auch nach Wochen noch keinen Schritt weiter ist, bricht in Kersey eine Bombe los. Er besorgt sich eine Waffe, lernt schießen und streift nachts durch die Straßen und erledigt Räuber, Mörder und anderes Gesindel. Dann wird jedoch ein Video gefunden auf dem er zu sehen ist – wenn auch nur von hinten und er droht aufzufliegen, zumal es in den sozialen Medien rauf und runter gespielt wird. Doch bevor er nicht alle Mörder seiner Frau erledigt hat, wird er nicht aufhören.

Natürlich erzähle ich hier niemandem, der sich auch nur rudimentär mit Filmen auskennt etwas Neues, dass das Ganze ein Remake des Charles Bronson Filmes aus dem Jahre 1974 ist, bei dem allerdings einige Dinge geändert wurden.

Nachdem Bruce Willis irgendwann meinte, seinen Ruf zerstören zu müssen und in einem unnötigen Streifen nach dem anderen mitzuwirken, hat er jetzt mal wieder einen gescheiten Film abgeliefert, was bei dem Regisseur zudem sehr bemerkenswert ist, denn Eli Roth gehört für mich zu den überbewertesten seiner Zunft.

Um so mehr überrascht, das DEATH WISH nicht als Dauergeballer daherkommt, sondern erstaunlich viel Wert auf Charakterzeichnung legt, was in seinen vorherigen filmischen Gurken nun wirklich nicht seine Stärke war.

Insbesondere die Figur von Willis ist sehr gut ausgearbeitet und dieser hat natürlich auch die schauspielerischen Möglichkeiten, sowohl die ernste, als auch die Rolle des Rächers glaubwürdig zu spielen..

Daher kommt der Streifen erstaunlich subtil daher und es dauert auch einige Zeit bis er mal richtig in Fahrt kommt.

Insgesamt gibt es auch deutlich weniger Actioneinlagen, als man bei einem Remake des ultimativen Rächerfilms erwarten durfte, was dann natürlich auch wieder einigen nicht in den Kram passt. Allen kann man es eben nie Recht machen.

Ich muss sagen, das ich bei dem Regisseur über das Resultat überrascht bin Natürlich wird hier nichts umwerfend Neues erzählt, denn rächende Familienväter sind nunmal ein alter Hut. Trotzdem bietet der Streifen 100 Minuten spannende Unterhaltung mit einem sehr gut aufgelegten Willis, der sich anscheinend langsam mal wieder die Drehbücher vorher durchliest.

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LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE (Koch Media)

am 10. Juli 2018 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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An einem flirrend heißen Sommertag auf Korsika treffen in einer Burgruine mit Meerblick aufeinander: Malerin Luce und ihre beiden Lover, ein spleeniges Gangster-Trio, das gerade einen blutigen Überfall auf einen Gold-Transport durchgeführt hat, zwei in schweres dunkles Leder gekleidete Motorrad-Cops und drei scheinbar arglose Touristen. Ohne Rücksicht auf Verluste gehen alle Beteiligten aufeinander los, im Kampf um Leben und Tod – und um 250 Kilo reines Gold. Am nächsten Morgen gleicht das verlassene Örtchen einem blutigen Schlachtfeld…

So (leicht verändert) der Pressetext. Immerhin hat man es geschafft, meine Zusammenfassung, um 2 Zeilen zu übertreffen, denn mir wären definitiv nicht mehr eingefallen. Die Geschichte passt auf ein Post-It, soll aber wohl auch nicht zwingend die Intention sein.

Hier geht es darum in künstlerischen Kameraaufnahmen und Bildverfremdungen zu zeigen, das Arthouse-Kino auch schön brutal sein kann. Zudem bin ich froh, das ich das Internet habe, denn neben dem mir bekannten Giallo, hatte Italien auch den Poliziotti zu bieten, an dem sich dieser Film angeblich orientiert. Na dann.

Nach einer durchaus interessanten Einführung mit 2 pfiffigen Ideen, kommt erst mal Langeweile. Nach dem Überfall und dem Eintreffen der Polizei wird das ganze aber sogar recht spannend und hat in diesem Abschnitt sogar eine stringente und nachvollziehbare Handlung zu bieten.

Leider begeht man am Schluss den Fehler sich zu sehr in seine Bildverfremdungen zu verlieben und so geraten die letzten 10 Minuten leider arg überzogen.

Die beiden Regisseure haben vorher auch schon AMER gedreht und der ist auch perfekt als Referenz geeignet. Wer den mochte dürfte auch hier seine wahre Freude haben. Für Menschen die einen gradlinigen Actionthriller sehen möchten, dürfte das ein wenig too much Arthouse sein.

Ich selbst kann mich auch nicht wirklich entscheiden, denn teilweise waren die verwendeten Ideen (zum Beispiel die ständigen Zeitangaben) originell, manchmal aber übertreibt man es dann wieder total mit den bildlichen Experimenten.

Eine realistische Bewertung kann ich hier nicht geben, denn es wird Leute geben die begeistert aufschreien und von Kunst schwärmen, und andere werden das als kompletten Schrott bezeichnen. Ich liege irgendwo dazwischen.

24 HOURS TO LIVE (Universum Film)

am 10. Mai 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Der ehemalige Elitesoldat Travis Conrad ist nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes zum Wrack geworden und hat seinen Job geschmissen, der eh grenzwertig war, denn er arbeitete als Söldner für ein dubioses Unternehmen. Dann besucht ihn sein alter Weggefährte Jim Morrow, mit dem er für Red Mountain gearbeitet hat und unterbreitet ihm ein millionenschweres Angebot. Travis soll jemanden töten, der das Unternehmen mit seinem Insider-Wissen in den Ruin treiben könnte. Dazu muss er aber zunächst deren Leibwächterin außer Gefecht setzen, was er aber nach einer Liebesnacht nicht übers Herz bringt (klingt kitschiger als es ist). Ein folgenschwerer Fehler wie sich herausstellt, denn sie ist nicht so zimperlich und knallt ihn ab. Doch dann wacht er von den Toten wieder auf. Conrad wurde reanimiert, mit einem völlig neuen Verfahren, um der Firma den Ort zu nennen, an dem sich der Spitzel aufhält. Als er danach wieder ins Jenseits befördert werden soll, kann er sich befreien und wechselt die Seiten. Doch die Reanimation hält nur 24 Stunden.

Filme mit Ethan Hawke schaue ich grundsätzlich. Zum einen, weil ich ihn für einen der besten Schauspieler halte, er mit GATTACA einst einen meiner absoluten Lieblingsfilme ablieferte, und weil er sich praktisch in jedem Genre zuhause fühlt. Sei es Horror (Sinister), Sci-Fi (Gattaca), Action (Getaway, Purge) oder Drama (Boyhood). Ich mag es, wenn sich ein Schauspieler so wandeln kann.

Allerdings muss man fairer halber sagen, das er für diesen Streifen keiner großen darstellerischen Künste bedarf, denn in diesem Film nimmt die Action einfach die größte Zeit ein und die Charakterzeichnung wird größtenteils außen vor gelassen.

Wer hier nach Logik sucht, dem wird schnell schwindlig, die gibt es nämlich nicht. Da der Film aber mit diesem Anspruch auch gar nicht antritt, bewerte ich das nicht als negativ.

Fakt ist, das in diesem Streifen mal richtig die Post abgeht und der Bodycount sicher in der Nähe des vierstelligen Bereiches liegt. Hier wird geballert, erstochen, Genicke gebrochen – allerdings alles nicht übermäßig blutig oder gewalttätig dargestellt, so dass die FSK Freigabe ab 16 gerechtfertigt ist.

Insgesamt hat Ethan Hawke natürlich schon anspruchsvolleres gedreht, aber als sehr gute Unterhaltung geht der Film problemlos durch. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Blade-Runner Gegner und 90er Jahre Videothekenstar Rutger Hauer, der einige Kurzauftritte hat.

Unter dem Strich gibt es hierfür 5 Chuckies und einen halben Sympathiebonus für den Hauptdarsteller.

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SHOCK WAVE (Koch Media)

am 31. März 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Cheung gilt als bester Mann im Polizeidezernat, wenn es um die Entschärfung von Bomben geht. Und seine Qualitäten werden gebraucht, als in Hongkong eine Bombe nach der nächsten gefunden wird. Schnell stellt sich heraus, das dies kein Zufall ist, sondern das der Bandenchef Blast dahinter steckt. In seiner Gang hatte sich Cheung vor Jahren undercover eingeschleust, ihn verraten und dabei seinen Bruder festgenommen. Dieser will jetzt Rache und seinen inhaftierten Verwandten zurück. Für dieses Vorhaben hat er den Cross-Harbour-Tunnel blockiert und hunderte Geiseln genommen. Wenn die Bomben hier hochgehen, liegt die ganze Umgebung in Schutt und Asche und es werden jede Menge Menschen dabei draufgehen.

Ich kann mich nicht erinnern, Andy Lau mal in einem schlechten Film gesehen zu haben. Der beste Schauspieler, den Hongkong zu bieten hat, produzierte SHOCK WAVE auch gleich mit.

Die Filme in denen der beliebte Darsteller mitwirkt sind dafür bekannt, eher amerikanischen Vorbildern zu folgen und so zum Beispiel auch europäischen Sehgewohnheiten gerecht zu werden.

SHOCK WAVE ist ein gradliniger Action-Thriller, mit reichlich Spannungsmomenten und eben einem grandiosen Hauptdarsteller, der, man kann es kann glauben, mittlerweile bereits 56 Jahre alt ist. Wenn man ihn so sieht, könnte man meinen er ist bestenfalls Mitte 30.

Der Unterschied zu den amerikanischen Vorbildern ist wie so oft das Budget, denn hier wurden nur etwa 20 Millionen investiert. Damit wäre Hollywood nicht annähernd ausgekommen, obwohl der Film sich in Sachen Explosionen und Effekten wahrlich nicht verstecken muss.

Sehr gelungen ist die Synchronisation. Auch wenn man das nicht unbedingt erwähnen muss, sondern eigentlich voraussetzen sollte, stellte sich in der Vergangenheit immer wieder heraus, das durch miese Sprecher der ganze Film ruiniert wurde – gerade bei Streifen aus dem asiatischen Raum.

So bleibt unter dem Strich ein actionreicher und unterhaltsamer Streifen, der, wie bereits oben erwähnt, sich eher an westlichen Sehgewohnheiten orientiert.

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WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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BLACK WATER (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter Action abgelegt

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Wheeler ist ein mit allen Wassern gewaschener Geheimagent. Dennoch ist es Unbekannten gelungen, ihn zu überwältigen, die einen Dongel haben möchten, der sich in seinem Besitz befindet und auf dem sich wichtige Informationen befinden: Als er wieder erwacht, befindet er sich an Bord eines Atom-U-Boots, das der CIA als Gefängnis dient. Er versucht herauszufinden, wer ihn in die Falle gelockt hat. Dazu verbündet er sich mit seinem Kollegen aus der Nachbarzelle und einer unerfahrenen Agentin.

Ich muss mir einen Film anschauen, in dem Van Damme und Lundgren mitspielen, daher ahnte ich schlimmes, denn die schauspielerischen Fähigkeiten der beiden ergeben zusammen nicht mal 10 % eines Ryan Gosling.

Allerdings muss ich sagen, das der Streifen gar nicht so übel ist, wie ich gedacht habe. Der Look sieht eher nach einem A-Movie aus und auch die Regie ist durchaus anständig.

Wäre das Ding hier 1995 herausgekommen, hätte man sich bei den beiden Darstellern in der Videothek lange anstellen müssen, um diesen Streifen ausleihen zu können, denn sie sind eben die typischen VHS-Helden gewesen, für die viele damals Schlange standen.

Ganz witzig ist die Besetzung von Patrick Kilpatrick als CIA-Agent – er war nämlich der Gegenspiele von van Damme in dem (für seine Verhältnisse recht gelungenen) MIT STÄHLENER FAUST. Der liefert überraschenderweise eine durchaus ansehnliche darstellerische Leistung ab.

Insgesamt bin ich nun wirklich nicht der richtige Mann um so einen Film zu bewerten, denn dazu bin ich einfach zu sehr vorgeprägt. Ich habe ihn aber durchgeschaut und fühlte mich gut unterhalten. Das sollte Fans der beiden Darsteller dann zumindest genauso gehen.

GRIDLOCK´D (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Action, Komödie abgelegt

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Als Jazzmusikerin Cookie auch mit Drogen anfängt und sich fast eine Überdosis einwirft, beschließen die beiden Kumpels Spoon und Stretch, nun endlich clean zu werden um nicht so zu enden wie ihre Freundin. Doch so leicht ist das gar nicht, denn in Amerika bekommt man nicht so leicht Hilfe, sondern wird von einem Amt zum nächsten geschickt und keiner fühlt sich richtig zuständig. Noch komplizierter wird es, als das Loser-Pärchen mehr oder minder aus Versehen mit zwei recht fiesen Killern in Kontakt kommt, die ihnen fortan auf der Spur sind.

Was sich nach einem Thriller oder einem Drama anhört, ist in Wirklichkeit eine recht amüsante Komödie, was in diesem Fall auch die Stärke des Streifens ist, der ein ernstes Thema eher locker präsentiert Das ging in der jüngeren Filmhistorie schon öfter schief, doch 1996, als der Film entstand, war das Lebensgefühl auch noch ein etwas anderes als heute.

2 PAC, der kurz nach Drehschluss erschossen wurde, bietet eine erstaunlich gute schauspielerische Leistung, was neben einem so brillanten Mimen wie Tim Roth gar nicht so leicht ist.

Erstaunlich auch, das der Streifen heute noch genauso funktioniert und nicht dem berüchtigten TEST OF TIME zum Opfer fällt, wie es vielen Filmen ergeht. Gerade die Sachen aus den 80er und den frühen 90ern kann man heute teilweise gar nicht mehr anschauen,weil die Dialoge so behämmert sind.

Zu erwähnen ist unbedingt noch, das die Bildqualität sensationell ist und ich in letzter Zeit einige Neuheiten gesehen habe, die da nicht annähernd mithalten können. Die Farben wirken natürlich und es ist nicht der Hauch eines Rauschens zu erkennen. Auch wenn GRIDLOCK`D „erst“ 20 Jahre alt ist habe ich aus dieser Zeit da schon ganz andere Katastrophen auf meinem Plasma ertragen müssen.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, dem die Zeit nichts ausgemacht hat und eine sehr überraschende gute schauspielerische Vorstellung des farbigen Protagonisten. Daher können Fans des Films hier bedenkenlos zugreifen, insbesondere weil die technische Seite absolut hervorragend ist.