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Archiv der Kategorie 'Action'

24 HOURS TO LIVE (Universum Film)

am 10. Mai 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Der ehemalige Elitesoldat Travis Conrad ist nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes zum Wrack geworden und hat seinen Job geschmissen, der eh grenzwertig war, denn er arbeitete als Söldner für ein dubioses Unternehmen. Dann besucht ihn sein alter Weggefährte Jim Morrow, mit dem er für Red Mountain gearbeitet hat und unterbreitet ihm ein millionenschweres Angebot. Travis soll jemanden töten, der das Unternehmen mit seinem Insider-Wissen in den Ruin treiben könnte. Dazu muss er aber zunächst deren Leibwächterin außer Gefecht setzen, was er aber nach einer Liebesnacht nicht übers Herz bringt (klingt kitschiger als es ist). Ein folgenschwerer Fehler wie sich herausstellt, denn sie ist nicht so zimperlich und knallt ihn ab. Doch dann wacht er von den Toten wieder auf. Conrad wurde reanimiert, mit einem völlig neuen Verfahren, um der Firma den Ort zu nennen, an dem sich der Spitzel aufhält. Als er danach wieder ins Jenseits befördert werden soll, kann er sich befreien und wechselt die Seiten. Doch die Reanimation hält nur 24 Stunden.

Filme mit Ethan Hawke schaue ich grundsätzlich. Zum einen, weil ich ihn für einen der besten Schauspieler halte, er mit GATTACA einst einen meiner absoluten Lieblingsfilme ablieferte, und weil er sich praktisch in jedem Genre zuhause fühlt. Sei es Horror (Sinister), Sci-Fi (Gattaca), Action (Getaway, Purge) oder Drama (Boyhood). Ich mag es, wenn sich ein Schauspieler so wandeln kann.

Allerdings muss man fairer halber sagen, das er für diesen Streifen keiner großen darstellerischen Künste bedarf, denn in diesem Film nimmt die Action einfach die größte Zeit ein und die Charakterzeichnung wird größtenteils außen vor gelassen.

Wer hier nach Logik sucht, dem wird schnell schwindlig, die gibt es nämlich nicht. Da der Film aber mit diesem Anspruch auch gar nicht antritt, bewerte ich das nicht als negativ.

Fakt ist, das in diesem Streifen mal richtig die Post abgeht und der Bodycount sicher in der Nähe des vierstelligen Bereiches liegt. Hier wird geballert, erstochen, Genicke gebrochen – allerdings alles nicht übermäßig blutig oder gewalttätig dargestellt, so dass die FSK Freigabe ab 16 gerechtfertigt ist.

Insgesamt hat Ethan Hawke natürlich schon anspruchsvolleres gedreht, aber als sehr gute Unterhaltung geht der Film problemlos durch. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Blade-Runner Gegner und 90er Jahre Videothekenstar Rutger Hauer, der einige Kurzauftritte hat.

Unter dem Strich gibt es hierfür 5 Chuckies und einen halben Sympathiebonus für den Hauptdarsteller.

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SHOCK WAVE (Koch Media)

am 31. März 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Cheung gilt als bester Mann im Polizeidezernat, wenn es um die Entschärfung von Bomben geht. Und seine Qualitäten werden gebraucht, als in Hongkong eine Bombe nach der nächsten gefunden wird. Schnell stellt sich heraus, das dies kein Zufall ist, sondern das der Bandenchef Blast dahinter steckt. In seiner Gang hatte sich Cheung vor Jahren undercover eingeschleust, ihn verraten und dabei seinen Bruder festgenommen. Dieser will jetzt Rache und seinen inhaftierten Verwandten zurück. Für dieses Vorhaben hat er den Cross-Harbour-Tunnel blockiert und hunderte Geiseln genommen. Wenn die Bomben hier hochgehen, liegt die ganze Umgebung in Schutt und Asche und es werden jede Menge Menschen dabei draufgehen.

Ich kann mich nicht erinnern, Andy Lau mal in einem schlechten Film gesehen zu haben. Der beste Schauspieler, den Hongkong zu bieten hat, produzierte SHOCK WAVE auch gleich mit.

Die Filme in denen der beliebte Darsteller mitwirkt sind dafür bekannt, eher amerikanischen Vorbildern zu folgen und so zum Beispiel auch europäischen Sehgewohnheiten gerecht zu werden.

SHOCK WAVE ist ein gradliniger Action-Thriller, mit reichlich Spannungsmomenten und eben einem grandiosen Hauptdarsteller, der, man kann es kann glauben, mittlerweile bereits 56 Jahre alt ist. Wenn man ihn so sieht, könnte man meinen er ist bestenfalls Mitte 30.

Der Unterschied zu den amerikanischen Vorbildern ist wie so oft das Budget, denn hier wurden nur etwa 20 Millionen investiert. Damit wäre Hollywood nicht annähernd ausgekommen, obwohl der Film sich in Sachen Explosionen und Effekten wahrlich nicht verstecken muss.

Sehr gelungen ist die Synchronisation. Auch wenn man das nicht unbedingt erwähnen muss, sondern eigentlich voraussetzen sollte, stellte sich in der Vergangenheit immer wieder heraus, das durch miese Sprecher der ganze Film ruiniert wurde – gerade bei Streifen aus dem asiatischen Raum.

So bleibt unter dem Strich ein actionreicher und unterhaltsamer Streifen, der, wie bereits oben erwähnt, sich eher an westlichen Sehgewohnheiten orientiert.

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WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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BLACK WATER (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter Action abgelegt

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Wheeler ist ein mit allen Wassern gewaschener Geheimagent. Dennoch ist es Unbekannten gelungen, ihn zu überwältigen, die einen Dongel haben möchten, der sich in seinem Besitz befindet und auf dem sich wichtige Informationen befinden: Als er wieder erwacht, befindet er sich an Bord eines Atom-U-Boots, das der CIA als Gefängnis dient. Er versucht herauszufinden, wer ihn in die Falle gelockt hat. Dazu verbündet er sich mit seinem Kollegen aus der Nachbarzelle und einer unerfahrenen Agentin.

Ich muss mir einen Film anschauen, in dem Van Damme und Lundgren mitspielen, daher ahnte ich schlimmes, denn die schauspielerischen Fähigkeiten der beiden ergeben zusammen nicht mal 10 % eines Ryan Gosling.

Allerdings muss ich sagen, das der Streifen gar nicht so übel ist, wie ich gedacht habe. Der Look sieht eher nach einem A-Movie aus und auch die Regie ist durchaus anständig.

Wäre das Ding hier 1995 herausgekommen, hätte man sich bei den beiden Darstellern in der Videothek lange anstellen müssen, um diesen Streifen ausleihen zu können, denn sie sind eben die typischen VHS-Helden gewesen, für die viele damals Schlange standen.

Ganz witzig ist die Besetzung von Patrick Kilpatrick als CIA-Agent – er war nämlich der Gegenspiele von van Damme in dem (für seine Verhältnisse recht gelungenen) MIT STÄHLENER FAUST. Der liefert überraschenderweise eine durchaus ansehnliche darstellerische Leistung ab.

Insgesamt bin ich nun wirklich nicht der richtige Mann um so einen Film zu bewerten, denn dazu bin ich einfach zu sehr vorgeprägt. Ich habe ihn aber durchgeschaut und fühlte mich gut unterhalten. Das sollte Fans der beiden Darsteller dann zumindest genauso gehen.

GRIDLOCK´D (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Action, Komödie abgelegt

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Als Jazzmusikerin Cookie auch mit Drogen anfängt und sich fast eine Überdosis einwirft, beschließen die beiden Kumpels Spoon und Stretch, nun endlich clean zu werden um nicht so zu enden wie ihre Freundin. Doch so leicht ist das gar nicht, denn in Amerika bekommt man nicht so leicht Hilfe, sondern wird von einem Amt zum nächsten geschickt und keiner fühlt sich richtig zuständig. Noch komplizierter wird es, als das Loser-Pärchen mehr oder minder aus Versehen mit zwei recht fiesen Killern in Kontakt kommt, die ihnen fortan auf der Spur sind.

Was sich nach einem Thriller oder einem Drama anhört, ist in Wirklichkeit eine recht amüsante Komödie, was in diesem Fall auch die Stärke des Streifens ist, der ein ernstes Thema eher locker präsentiert Das ging in der jüngeren Filmhistorie schon öfter schief, doch 1996, als der Film entstand, war das Lebensgefühl auch noch ein etwas anderes als heute.

2 PAC, der kurz nach Drehschluss erschossen wurde, bietet eine erstaunlich gute schauspielerische Leistung, was neben einem so brillanten Mimen wie Tim Roth gar nicht so leicht ist.

Erstaunlich auch, das der Streifen heute noch genauso funktioniert und nicht dem berüchtigten TEST OF TIME zum Opfer fällt, wie es vielen Filmen ergeht. Gerade die Sachen aus den 80er und den frühen 90ern kann man heute teilweise gar nicht mehr anschauen,weil die Dialoge so behämmert sind.

Zu erwähnen ist unbedingt noch, das die Bildqualität sensationell ist und ich in letzter Zeit einige Neuheiten gesehen habe, die da nicht annähernd mithalten können. Die Farben wirken natürlich und es ist nicht der Hauch eines Rauschens zu erkennen. Auch wenn GRIDLOCK`D „erst“ 20 Jahre alt ist habe ich aus dieser Zeit da schon ganz andere Katastrophen auf meinem Plasma ertragen müssen.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, dem die Zeit nichts ausgemacht hat und eine sehr überraschende gute schauspielerische Vorstellung des farbigen Protagonisten. Daher können Fans des Films hier bedenkenlos zugreifen, insbesondere weil die technische Seite absolut hervorragend ist.

UNLOCKED (Universum Film)

am 14. November 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Die CIA-Agentin Alice Racine hat den aktiven Dienst vor einiger Zeit quittiert. Während sie nun undercover in London arbeitet, kommandiert man sie plötzlich ab und reaktiviert sie, denn die CIA hat einen Verdächtigen festgenommen, der Informationen zu einem bevorstehenden Anschlag auf London haben soll. Alice gilt als beste Verhörspezialistin und verfügt über enorme Sprachkenntnisse. Nach kurzer Zeit hat sie die Wahrheit aus dem jungen Mann herausgepresst. Doch dann bekommt sie einen Anruf, dass eben die CIA diesen Mann gefangenhält und sie bitte das Verhör übernehmen soll. Wer sind dann bitte die Herrschaften im Nebenraum? Sie versucht zu flüchten – der Verdächtige wird dabei niedergeschossen. Offensichtlich ist Alice in ein übles Komplott geraten. Wem kann Sie jetzt noch trauen?

Der Film beginnt etwas lahm. Zudem scheint die Geschichte etwas beliebig, denn das Vernehmen von irgendwelchen Arabern ,hat man nun doch zu Genüge gesehen.

Doch mit dem Anruf tritt die entscheidende Wende sehr früh ein und der Film wird zu einem durchaus spannenden und recht actionreichem Werk, in dem Frau Rapace mal richtig die Sau rauslassen kann. An manchen Stellen scheinen mir ihre Fähigkeiten allerdings arg übertrieben.

Da aber ansonsten mit Ausnahme von Orlando Bloom, der zum Glück nur eine Nebenrolle hat, ausnahmslos Schauspieler agieren, die ich mag, konnte da wenig schiefgehen. In Nebenrollen sind nämlich unter anderem John Malkovich (genialer Auftritt) die latent unterschätzte Toni Colette und Michael Douglas zu sehen.

An manchen Stellen wirkt der Streifen aber etwas wirr und man weiß gar nicht mehr wer hier gut und böse ist. Das hat man dann allerdings mit der Hauptdarstellerin gemein.

Das Ende ist leider zu kurz, denn nach dem vermeintlichen Showdown geht es nämlich noch weiter, aber diesen Handlungsstrang hätte ich gerne etwas weiter ausgebaut gesehen, denn das geht mir dann doch etwas arg schnell.

Unter dem Strich für Freunde von Agentenfilms ein recht sicherer Tipp, auch wenn mir Rapace als Gothic-Braut äußerlich in den Stieg Larsson Filmen besser gefallen hat. Aber das ist natürlich Geschmackssache :o ).

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ARSENAL (Universum Film)

am 14. November 2017 unter Action, Drama abgelegt

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Die Brüder Mike und JP sind unzertrennlich, doch ihre Entwicklungen verlaufen unterschiedlich. Der eine wird zum erfolgreichen Unternehmer, während der andere durch Alkohol und Drogenmissbrauch in der Gosse landet. Eines Tages bekommt JP einen Anruf, das sein Bruder in der Gewalt eines Kidnappers sei und dieser 350.000 Dollar fordert. Zunächst verdichten sich die Zeichen das Mike und der Ganove die Sache zusammen ausgeheckt haben, doch JP ist überzeugt, das ihm das sein Bruder nicht antun würde. Dann wird auch noch die Tochter von Mike entführt. Jetzt wird das ganze zur Familiensache und zudem äußerst blutig.

ARSENAL wird die Lager sicherlich spalten. Die einen werden sagen, es handelt sich hier um ein furioses Actiondrama, die anderen werden sagen, das ist ziemlicher Stuss. Ich befinde mich in der Mitte dieser beiden Ansichten, denn unterhaltsam ist der Streifen durchaus und noch dazu mehr als ordentlich besetzt.

Neben Jonathan Scheach agieren sowohl John Cusack, als auch Adrian Grenier. Mit dabei auch mein Freund Nicolas Cage, der nach einigen durchaus wieder gelungenen Streifen, mit subtileren Auftritten wie PAY THE GHOST oder PAKT DER RACHE, hier wieder den Affen raushängen lässt. Wieso er sich für diese Rollen hergibt, bleibt für mich unverständlich, denn sein Toupet und die behämmerte Sonnenbrille sind noch doofer als der Charakter den er verkörpert. Aber irgendwie braucht der Mann das oder er muss echt jeden Cent mitnehmen, da er ja pleite zu sein scheint, wie die Presse mitteilte.

Mit Kunstblut wird hier nicht gespart und die Brutalität ist hier doch sehr hoch – da werden Köpfe mit Schlagringen bearbeitet oder platzen und das Blut spritzt teilweise in Fontänen durch die Gegend, was den Herrschaften, die auf so etwas stehen, durchaus gefallen wird.

Hin und wieder wird dass Stilmittel der Zeitlupe benutzt, was jedoch nicht immer so wirklich passt, im Showdown aber sehr gut wirkt.

So bleibt am Ende eine recht interessante Geschichte mit guten Darstellern (Cage mal ausgenommen) und mehr Blutzoll als in jedem Horrorfilm. Die Meinungen dürften unterschiedlich ausfallen, daher ist hier alles drin zwischen

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und

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THE SAFE (Splendid)

am 01. November 2017 unter Action, Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Schwestern Leah und Vee benötigen dringend Kohle. Also rauben sie mit ein paar Komplizen eine Bank aus. Leider befinden sich aber im Safe lediglich 70.000 Dollar mit denen man nicht wirklich viel anfangen kann. Doch ein Bankangestellter erzählt den Gangstern, das es im Untergeschoss noch einen Safe gibt, in dem mehrere Millionen Dollar herumliegen. Also wirft man den ursprünglichen Plan über Bord und schaut dort mal nach, was sich allerdings als größerer Fehler herausstellt. Manchmal kann Gier nämlich tödlich enden.

Und wieder einmal bin ich absolut nicht der Meinung vieler User im Internet, denn der Streifen wird relativ schlecht bewertet, was ich für mich absolut nicht nachvollziehen kann, denn ich finde THE SAFE rockt mal richtig.

Normalerweise bin ich nicht wirklich Fan von Streifen die mittendrin das Genre wechseln, wie es THE SAFE tut, weil das fast immer in die Hose geht, aber hier finde ich das ganze wirklich gelungen und beide Abschnitte des Films sehr unterhaltsam – und zwar von der ersten Minute an.

Dazu ist THE SAFE der im Original THE VAULT heißt, immerhin mit James Franco, Clifton Collins und Francesca Eastwood (die definitiv die coolste Rolle erwischt hat) für einen kleinen B-Movie außerordentlich gut besetzt.

Manchmal macht es auch Sinn, sich die Geschichte die man so auf dem Cover zu sehen bekommt gar nicht durchzulesen, denn in diesen Fall wird da relativ viel verraten. Ich hatte nur den Trailer gesehen und wusste sonst gar nichts. Der hatte mir gefallen, genau wie der komplette Streifen selbst, der es auf erstaunliche 92 Minuten bringt. Das ist zwar normale Lauflänge, aber diese hier gingen im Flug vorbei.

Dazu gesellen sich einige recht derbe Splatterszenen und schön-schaurige, gruselige Momente, besonders in der Location im Keller. Abgerundet wird das ganze durch ein sehr stimmiges Ende.

Wie bereits erwähnt, erschließen sich mir die recht schlechten Kritiken gar nicht. Wenn ich allerdings sehe, das Leute sich darüber echauffieren das der Streifen unlogisch sei, dann so einem Schwachsinn wie DONT BREATHE aber volle Punktzahl verteilen, obwohl der an Unlogik nicht zu überbieten ist, relativiert sich das alles auch wieder.

Ich würde THE SAFE sogar als kleinen Geheimtipp ansehen, aber das muss dann jeder für sich selbst entscheiden.

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IM AUGE DES WOLFES (Koch Media)

am 26. September 2017 unter Action, Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

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Yanis Zeri und sein Team, bestehend aus seinem jüngeren Bruder Amine, Eric, Yasser und Franck, haben sich auf Überfälle von Transportern spezialisiert. Davon kann man ganz gut leben. Leider begeht jedoch Amine in seiner Gier einen schweren Fehler und man steht plötzlich in der Schuld einer großen Gang, mit denen nicht zu spaßen ist. Die verlangt von Yanis das er einen weiteren Überfall auf einen Transporter mit Drogen durchführt – erst dann ist seine Schuld getilgt. Zunächst scheint alles glatt zu laufen, doch dann kommt es zu einer Katastrophe.

Die Geschichte hört sich im ersten Moment etwas beliebig und bekannt an, hat aber doch einige Facetten, die man so noch nicht gesehen hat.

Zum Beispiel spielt die Polizei in diesem Streifen eigentlich gar keine Rolle, sondern es geht um 2 Verbrecherbanden, die ihre Coups aus völlig unterschiedlichen Motiven durchführen und die sich plötzlich im persönlichen Krieg befinden,

Obwohl auch Yanis Bande natürlich nicht wirklich zu den Guten gehört, ergreift man doch automatisch Partei als Zuschauer für diese, was einen interessanten Schachzug des Drehbuchs darstellt.

Zudem werden im Laufe des Films auch die Familienmitglieder der kleinen Gang vorgestellt. Dies passiert aber auf sehr geschickte Weise, denn statt den Zuschauer mit ewig langen Einführungen der Charaktere zu langweilen, baut man die Vorstellung der Figuren, die gegen Ende alle eine wichtige Rolle übernehmen, nebenbei und ohne viel Zeitaufwand ein.

Sami Bouajila sieht man eigentlich immer gerne. Kaum einer verkörpert den bedächtigen, französischen Gangster mit Migrationshintergrund (huch das darf man ja heute gar nicht sagen) so gut wie er. Er muss jedoch auch etwas aufpassen, das er auf diese Rolle nicht zu sehr reduziert wird, denn viele seiner Charaktere sind doch recht ähnlich. Die anderen Schauspieler sagen mir persönlich nichts, bieten aber gute Leistungen.

Frankreich hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem wirklich guten Land gemausert, was das Genre Action-Thriller angeht. Das fing eigentlich mit DAS TÖDLICHE WESPENNEST an. Seitdem schwappen immer wieder spannende und meist sehr kurzweilige Streifen zu uns herüber.

Fazit: Auch durch die recht knackige Laufzeit gibt es hier kaum Längen und die Story ist nicht uninteressant. Zudem geht es hier an manchen Stellen recht heftig zur Sache. Die Figuren wirken für einen Film dieses Genres überraschend glaubwürdig.

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FREE FIRE (Splendid)

am 18. September 2017 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Boston in den späten 1970ern: In einer verlassenen Lagerhalle soll ein umfangreicher Waffendeal über die Bühne gebracht werden. Eigentlich kein großes Ding. Ware gegen Geld. Doch leider sind beide Seiten nicht wirklich Profis und nach nur wenigen Worten und einer falschen Lieferung ist man sich spinnefeind. Als dann noch herauskommt, dass einer der Handlanger der Käufer, die Schwester einer der Handlanger des Verkäufers missbraucht hat, ist der Deal vergessen und man beginnt sich gegenseitig abzuknallen.

Sorry, aber viel mehr kann ich hier zu nicht berichten, denn der Film hat an Story nicht wirklich viel zu bieten. Zudem ist der Streifen von vorne bis hinten kompletter Schwachsinn (wenn ich hier alle Logikfehler aufführe, wird das ein Referat). Aber in diesem Fall passiert etwas, was ich normalerweise eher nicht mag, denn weil das eben alles so blödsinnig ist, ist es erstaunlich unterhaltsam und auch keineswegs dämlich wie Zeugs a la CRANK.

Alleine die Dialoge zwischen den beiden Lagern und die wirklich geschickt ausgesuchten Charaktere (der Elegante, der Proll, der Arbeiter, der Assi, der Blödmann usw. usw.) bilden jede Menge Stoff für absurde Komik und markante Sprüche.

Der Streifen ist hochkarätig besetzt. Neben Brie Larson, Cilian Murphy und Sharlto Copley geht jedoch die beste Darstellung an Sam Riley, der bei mir seit CONTROL (hätte einen Oscar verdient) eh einen Stein im Brett hat. Den Charakter, den er hier verkörpert ist so schön abgefuckt, obwohl er nicht wirklich eine Hauptrolle inne hat. Riley fühlt sich in der Rolle des prolligen Assis und Vorzeige-Losers auch sichtlich wohl und haut seine Oneliner mit coolem Gesichtsausdruck raus.

Wenn man, wie gesagt, weiß, dass ich dieses Genre und diese total übertriebenen Sprüche gar nicht mag, mich FREE FIRE aber blendend unterhalten hat, dann sollte er Action-Fans, die eh auf sowas stehen, ebenso zusagen.

Und an dem JOHN DENVER Running-Gag hätte sicherlich auch der leider früh verstorbene Sänger seine helle Freunde gehabt – alleine der ist schon sein Geld wert

Fazit: Eine skurrile Mischung aus Thriller, Action und Komödie mit guten Darstellern und einer völlig absurden Geschichte.

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