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THE PRODIGY (Splendid)

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Das beunruhigende Verhalten ihres jungen Sohnes Miles deutet zunächst darauf hin, dass er überdurchschnittlich intelligent ist. Doch mit der Zeit verdichten sich die Anzeichen, dass eine unheimliche Macht Besitz von dem Jungen ergriffen hat. Ein Therapeut findet heraus, dass zur haargenau gleichen Zeit als Miles geboren wurde , ein Massenmörder starb. Dieser kehrt nun durch den Jungen zurück und will etwas zu Ende bringen. So toben in Miles 2 verschiedene Persönlichkeiten und die Seele des Mörders scheint immer mehr die Kontrolle zu übernehmen. Als Mama Sarah herausfindet, was der Killer noch auf dieser Welt zu erledigen hat, trifft sie eine schwere Entscheidung.

Das hört sich jetzt deutlich kruder an als es in Wirklichkeit gezeigt wird, denn auch wenn das natürlich schwer zu glauben ist (es sei denn man ist Reinkarnationsjünger) wird das ganze sehr schön erklärt und nicht einfach als Fakt hingenommen.

PRODIGY ist für mich einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre. Das liegt zum einen an dem hervorragenden Spannungsaufbau und am Erzählstil. Man verstrickt sich nicht in ewigen Einführungen, sondern in weniger als 20 Minuten sind die grundsätzlich wichtigen Dinge erzählt und dann kann es losgehen mit dem Grauen.

Die Darsteller sind nicht wirklich aus der A-Riege – muss aber auch nicht sein. Der bekannteste ist wohl Colm Feore, den man eh immer gerne sieht und die Mutter muss wohl eine Darstellerin aus ORANGE IS THE NEW BLACK sein, eine beliebte Serie, die ich aber nie konsumiert habe.

Eine Oscarnominierung hätte ich dem kleinen Kerl gewünscht, der den Miles spielt und ich denke von dem werden wir noch viel hören. Aufgrund seiner Rolle muss er zwischen Angst, Trauer und auch Rachsucht alle Gefühlszustände darstellen und erledigt das mit Bravour.

Zudem bin ich 3 mal wirklich erschrocken, was mir sehr sehr selten passiert. Der Film ist ja eigentlich vom Budget ein B-Movie, hat aber die optische Eleganz eines Majorfilms, den man ohne Probleme in einer Filmnacht mit High-Budget-Produktionen laufen lassen könnte, ohne das ein Unterschied zu erkennen wäre, was auch an der famosen Regie von Nicholas Mc Carthy liegt, der bislang nur durch THE PACT aufgefallen ist.

Im Vorspann taucht tatsächlich ORION Pictures mit dem alten Logo auf – ich wusste gar nicht, dass es diese Firma noch gibt, denn in den 80ern veröffentlichten sie regelmäßig Filme und waren im VHS Zeitalter sehr präsent.

Fazit: Spannender und teilweise wirklich origineller Horrorfilm, der durch gute Atmosphäre glänzt. Einen besonderen Pluspunkt bekommt das Ende, das glücklicherweise NICHT auf Mainstream gebürstet wurde – insofern unterscheidet sich hier THE PRODIGY doch von üblichen A-Movies.

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