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KANSAS CITY – MEDIABOOK (Koch Media)

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Die Telegrafistin Blondie O’Hare entführt die Frau eines angesehenen Politikers. Sie will auf diesem Wege Hilfe erpressen für ihren Mann, einen kleinen Ganoven, der sich mit dem schwarzen Establishments angelegte und nun in der Klemme steckt. Der Film beobachtet die 24stündige Odyssee der beiden ungleichen Frauen durch eine Stadt, wo eine Kommunalwahl und ein Jazz-Wettbewerb die Gemüter bis zum Siedepunkt erhitzen…

Der letzte Satz sagt alles…man sollte schon eine gewisse Affinität zum Jazz mitbringen, die ich leider nicht besitze – bei mir geht das doch eher in Richtung Elektronik oder Gitarren-Pop. Von daher kann ich die reichlich vorhandene Musik nur bedingt beurteilen.

Altman hatte früher den gleichen Status wie Clint Eastwood heute. Wenn er rief, kamen sie alle, es traute sich fast keiner abzusagen, denn jeder wollte mit dem Altmeister zusammenarbeiten und er hatte in seinen Schaffensjahren so ziemlich jeden, in der jeweiligen Dekade bekannten Star, vor seiner Linse.

Das Mediabook ist sehr schon gestaltet. Neben einem schicken Inlay, in dem es Hintergründe zum Film gibt, hat man auch noch jede Menge Extras mit draufgepackt. Es gibt eine eigene Dokumentation über die Entstehung des Streifens, einen kurzen Blick hinter die Kulissen, Interviews mit vielen der Beteiligten und eine hübsche Bildergalerie.

Ich persönlich fand den Film sogar recht unterhaltsam, obwohl ich grundsätzlich eher nicht der Fan von Streifen bin, die in den 20ern und 30ern spielen. Aber die Kulissen wirken sehr authentisch und schick.

Neben Harry Belafonte in einer völlig ungewohnten Rolle, stehen unter anderem Jennifer Jason Leigh, Miranda Richardson und Steve Buscemi (der darf bei sowas nicht fehlen) auf der imposanten Besetzungsliste.

Der Film hat mittlerweile auch ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel, was aber nichts an der sehr guten Bildqualität ändert. Ob hier restauriert wurde weiß ich nicht, aber das Bild ist glasklar, vielleicht an manchen Stellen einen Tick zu hell. Die Jazzmusik und die Dialoge schallen satt aus den Boxen und werden Fans dieser Musik begeistern.

Ich habe hier eher die Qualität der Veröffentlichung an sich beurteilt, da ich wie gesagt mit Streifen, die in diesen Jahrzehnten spielen, wenig anfangen kann. Trotzdem habe ich ihn mir komplett angesehen und fand ihn durchaus unterhaltsam. Das sollte Fans dieses Films und der Jazzmusik erst recht animieren, diesen zu kaufen.

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