Kalender

Mai 2019
M D M D F S S
« Apr    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 01. Mai 2019

THE DIAMOND JOB (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

314269

Die New Yorker Kleinganoven Eddie und Paul sind auf Bewährung und arbeiten in einem Diner, dessen Chef ein ziemlich fieser Drecksack ist. Da kommt ihnen das Angebot doch gerade recht nach London zu fliegen um für eine Dame einen Raubzug zu begehen. Zudem sind die 30000 Dollar pro Nase auch kein Pappenstiel. Also ab in die britische Hauptstadt und den Job erledigen. Leider ist dieser nicht ganz so einfach wie gedacht, denn das Objekt der Begierde hat durchaus auch einige andere Interessenten. Und welche Rolle spielt eigentlich ihre Auftraggeberin, de etwas biedere Katherine?

Nun ist die Story jetzt nichts wirklich Neues und der Film ist insgesamt doch deutlich konventioneller gestaltet als zuerst angenommen, denn der Vergleich mit Tarantino und Ritchie auf dem Cover ist schon weit hergeholt, wobei mir das wenig ausmachte, da ich beide nicht besonders mag. Letztgenannten zumindest noch eher, als den für mich völlig überbewerteten Tarantino, der ja immer kurz vor der Heiligsprechung steht.

Die erste Frage die sich mir aber stellt ist, wieso wandelt man den Titel BLUE IGUANA zu „Diamond Job – Gauner. Bomben und Juwelen“ um? Kann mir da jemand mal den Sinn erklären?Das ist ja genauso schlimm wie weiland GOTCHA im TV in „Küsse, Schüsse und SPIONE“ umzubenennen, zumal der Originaltitel auch den Film viel besser repräsentiert.

Zudem muss man schon anmerken, dass der Streifen in der deutschen Synchronisation schon einiges an Humor verliert, nicht weil diese schlecht ist, sondern weil es einfach nicht möglich ist, manche Dialoge so zu übersetzen, wie sie eben im englischen klingen. Insbesondere die Sprüche von Deacon sind da zu nennen. Trotzdem habe ich mehrfach laut gelacht, weil einige Gags doch wirklich saßen und recht trocken kommen.

Sam Rockwell sehe ich eh immer gerne und auch die anderen Darsteller, vor allem Ben Schwartz liefen hier eine durchweg gute Leistung ab. Zudem hat der Film ein paar erstaunlich clevere Wendungen zu bieten und auch der Schluss ist überzeugend – man hatte hier wohl auch Platz für eine Fortsetzung im Auge, die es aber wohl nicht geben wird.

Fazit: Amüsante und teilweise recht brutale Actionkomödie, die man sich aber, wenn man des englischen mächtig ist, im Original anschauen sollte.

5-chucky223312233331111231314231232

05chucky112211121221311

MONSTRUM (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Drama, Horror abgelegt

monstrum-blu-ray-review-cover

Anfang des 16. Jahrhunderts wütet die Pest in Korea – besonders stark betroffen ist die Region um den Berg Ingwansan. Neben der Tod bringenden Seuche muss die Bevölkerung auch eine blutrünstige Bestie fürchten, die sich in der rauen Gebirgslandschaft auf Menschenjagd befinden soll. Als Berichte davon zum Hof von König Jungjong vordringen, schickt dieser seinen Elitesoldaten Jin Yong gemeinsam mit dem erfahrenen Offizier Yoon Gyeom und der geheimnisvollen Myung in die Provinz, um das Monstrum zu jagen und zu töten. Endet das Spezialkommando als Frischfleisch für die Bestie?

Nun ja, hier bekommen wir einen recht wilden Mix aus Martial Arts, Fantasy und Horror geboten, der nur bedingt aufgeht. Was mich persönlich nicht so angesprochen hat ist, dass man hier auch krampfhaft einen gewissen Humor eingebaut hat, der mich einfach störte. Denn so kommt nicht wirklich Spannung auf.

Das Tierchen ist doch sehr CGI-lastig und in manchen Szenen wirkt es doch sehr unecht, zum Beispiel, wenn es in einer Szene eine Höhle zum Einsturz bringt, sieht das doch schon sehr künstlich aus.

Auf der anderen Seite kann man dem ganzen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen und glücklicherweise hat man auf allzu hochgestochene Dialoge verzichtet, wie man sie ja gerne in Streifen einbaut, die vor 500 oder mehr Jahren spielen.

Die Schauspieler sind mir alle nicht bekannt und ich würde sie als unspektakulär, aber nicht störend bezeichnen. Die eigentliche Geschichte könnte man bei einigen Änderungen des Drehbuchs auch in die heutige Zeit verlegen, allerdings fand ich es gar nicht so schlecht, dass man hier mal eine völlig andere Epoche ausgewählt hat, denn man bekommt ja immer das Gefühl, dass es Monster nur im heutigen Zeitalter gibt. Der ähnlich gelagerte BLACK DEATH hat mir aber ein bisschen besser gefallen, eben weil er auch keinen Humor mit eingebracht hat.

So bleibt unter dem Strich ein netter, recht hoch budgetierter Streifen mit durchaus gelungenen Actionszenen. Bei dem Monsterlein hat man allerdings etwas an Geld gespart. Kleiner Insider für Boris: Nichts für Alzey ^^.

4chucky1122111311

UNDER THE SILVER LAKE (Universum Film)

am 01. Mai 2019 unter Drama, mystery abgelegt

299745

Los Angeles. Obwohl die Miete für sein Apartment überfällig ist, hegt Sam keinerlei Ambitionen, einen Job zu finden. Lieber hängt er auf seinem Balkon herum, liest Comics und beobachtet die Nachbarinnen durchs Fernglas. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert. Seine Suche nach Sarah mutiert zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

Das ist der offizielle Pressetext, der auch durchaus dem entspricht, was man zu sehen bekommt. Und jetzt? Was ist daran bitte interessant, unterhaltsam oder gar spannend? Antwort: Nichts. Zumindest aus meiner Sicht.

Der ganze Film ist ein Sammelsurium an abstrusen Szenen und Handlungssträngen, die einen spätestens nach 30 Minuten nicht mehr interessieren. Obwohl der Anfang eigentlich noch ganz gelungen ist und zudem einige ganz gute Gags beinhaltet, aber dann?

Wir sehen den Protagonisten ewig durch die Stadt spazieren und auf Parties rumfallen um diese Tussi wiederzufinden. Das ganze gespickt mit irgendwelchen merkwürdigen Andeutungen oder Rätseln.

Ich hatte mir schon deswegen deutlich mehr erwartet, weil der Regisseur den genialen IT FOLLOWS gedreht hatte, einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre – zudem einer der originellsten.

Hier versucht er wohl mit seinem pseudo-mysteriösen Ansätzen noch einen draufzusetzen und scheitert meiner Meinung nach daran, das UNDER THE SILVER LAKE keinerlei Unterhaltungswert besitzt.

Die Bewertungen gehen auch extremst auseinander, auf vielen Seiten wird der Streifen total niedergemacht, auf anderen wiederum hochgefeiert. Ersteres kann ich verstehen, letzteres nicht. Für mich ist das ein uninspiriertes und langweiliges Experiment – aber jedem das Seine….

Nach den verschiedenen Meinungen, ist hier wohl alles drin zwischen gar keinem und 7 Chuckies, also halte ich mich mal bedeckt.