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Archiv des Monats Mai 2019

ST. AGATHA (Ion New Media/Splendid)

am 29. Mai 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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1957, eine Kleinstadt in Georgia: Die schwangere Mary ist nach der Trennung von ihrem Freund alleine. Zu ihrem gewalttätigen Vater will sie nicht gehen und ihre Mutter lebt nicht mehr. Daher sucht sie Zuflucht in einem Kloster, wo man ihr den Namen Agatha gibt und sich die Nonnen etwas dominant, aber zumindest besorgt um sie kümmern. Doch bald ahnt sie, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Mutter Oberin ist eine reichlich sadistische Zecke und die anderen Nonnen trauen sich nicht gegen sie aufzubegehren. Zudem stellt sich sehr schnell heraus, wie sich das Kloster finanziert. Zeit schnell abzuhauen, doch das gestaltet sich nicht ganz so einfach.

Herr Bousman ist zurück auf dem Regiestuhl – genauer gesagt war er dort nie weg, doch seit seinen SAW Filmen hat man nicht wirklich mehr etwa spektakuläres von ihm gehört. Galt er damals noch als große Nachwuchshoffnung, hat sich das in den letzten Jahren doch etwas relativiert. Hier liefert er jedoch einen wirklich hübsch garstigen Streifen ab.

ST AGATHA ist, im Gegensatz zu dem was der Trailer suggeriert, kein reiner Horrorfilm, sondern eher ein Drama mit vielen Horrorelementen, in denen geschildert wird, wie verzweifelte Mädchen ausgenutzt werden.

Es gibt hier auch nichts übernatürliches zu sehen, sondern das Grauen ist komplett real, wobei man das wörtlich nehmen kann, denn anscheinend hat Bousman sich wieder an die SAW Filme zurückerinnert und auch hier jede Menge Geschmacklosigkeiten eingebaut. Das ist nicht immer zwingend blutig, aber teilweise, auch in Sachen Kopfkino, relativ extrem.

Im letzten Abschnitt, wird’s dann partiell auch blutig und in einer Szene (will nicht spoilern) herrlich abstrus, denn ich glaube so wurde noch nie ein Mensch umgebracht. Zumindest habe ich es noch nie gesehen.

Eine grandiose Leistung bietet hier Carolyn Hennesy als Mutter Oberin, der es sichtlich Spaß macht, die sadistische Nonne heraushängen zu lassen und wenn sie zu einem ihrer Monologe ansetzt, in dem sie mal eben 5 bis 6 Beleidigungen raushaut, ist das zudem auch noch amüsant.

Fazit: Ein kleiner, feiner B-Movie – gegen Ende vielleicht einen Tick zu lang (Laufzeit über 100 Minuten), der aber, wie oben erwähnt, nicht zwingend dem klassischen Horrorbereich zuzuordnen ist, teilweise aber mehr eklige Szenen enthält, als andere Genrestreifen. Zudem schafft es Bousman hier eine schick düster-bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, daher gibt es:

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DUST DEVIL – LIMITED EDITION (Koch Media)

am 29. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Ein dämonischer Gestaltwandler durchstreift die Wüste Namibias auf der Suche nach neuen Opfern – denn mit jedem Mord wachsen auch seine teuflischen Kräfte. Als sich Wendy, die gerade ihren Mann verlassen hat in den geheimnisvollen Wanderer verliebt, scheint sie die einzige zu sein, die seinem grausamen Tun ein Ende setzen kann. Unterstützt wird sie dabei von einem örtlichen Cop – und schamanischer Magie… denn wenn der DUST DEVIL erst einmal menschlich geworden ist, kann man ihn auch wie eben einen solchen bekämpfen.

Ich habe einen recht guten Kontakt zu der Firma KOCH MEDIA und schlage denen ab und an auch mal Filme vor, die man  auf Blu Ray veröffentlichen könnte. Doch auf diesen wäre ich nicht gekommen, denn mir persönlich hat der damals zwar super gefallen, ist aber doch ein eher gewöhnungsbedürftiger Streifen, von dem ich der Meinung bin, dass er sich schwierig verkaufen wird.

Bereits als der Film in den 90ern erschien, war er in der Wahrnehmung schon sehr elegisch. Damals war das kein Problem, doch heute haben sich die Sehgewohnheiten drastisch verändert und ich denke in einer Minute John Wick gibt es mehr Schnitte zu sehen als hier in 108 Minuten. Daher bin ich mir nicht sicher, ob DUST DEVIL Menschen gefällt, die ihn heute das erste Mal sehen.

Die Grundlage die KOCH MEDIA gelegt hat, ist jedoch perfekt. Der Film kommt in einer wunderschön gestalteten Buchform auf den Markt und hat neben den beiden verschiedenen Versionen (Kinofassung und lange Version, die es soweit ich weiß, bisher noch nicht gab) auf den Markt. Dazu gibt es den Soundtrack auf einer Extra CD und eine Flut an Extras, die gar nicht aufhören will. Selbst auf der Homepage von KOCH sind nicht mal alle aufgeführt, diese sei hier mal verlinkt, da das sonst meinen Rahmen sprengen würde :

https://shop.kochmedia.com/shop/de_AT/productdetail.html?fmt=list&psize=12&entryPoint=FILM&page=0&nav1=FILM&id=1017581

Doch die VÖ steht und fällt natürlich mit dem Bild, denn was nützen Extras wenn die Bildqualität schlecht ist – dem ist aber nicht so. Die ersten Minuten gibt es leichtes Grieseln, das aber auch dem starken Einsatz des Rotfilters geschuldet ist, den DUST DEVIL als Stilmittel einsetzt. Danach wird das Bild aber deutlich besser und befindet sich auf sehr gutem Niveau. Der Ton ist nicht wirklich entscheidend.

Sehr schön auch, dass man hier die Original Synchronisation beibelassen hat, in der der geheimnisvolle Sprecher aus dem OFF schon damals das Highlight darstellte – das funktioniert auch heute noch.

Fazit: Ich wüsste nicht, was man hier noch hätte verbessern können. Gutes Bild, sehr schöne Gestaltung, Extras in Hülle und Fülle – dennoch glaube ich nicht, das der Streifen ein großer Verkaufsschlager wird – dafür ist er einerseits zu unbekannt und anderseits doch sehr sperrig.

THE HAUNTING OF SHARON TATE (Universum Film)

am 29. Mai 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Beverly Hills 1969: Frustriert über die Abwesenheit ihres Mannes Roman Polanski bezieht die schwangere Sharon Tate mit ihren Freunden ein abgelegenes Haus in den Hollywood Hills. Verfolgt von Visionen ihres Bevorstehenden Todes versucht sie ihre Freunde davon zu überzeugen, dass etwas schreckliches passieren wird und es besser wäre abzureisen. Doch die Hoffnung ihr Schicksal zu ändern findet ein jähes Ende.

Diese Visionen soll Frau Tate angeblich wirklich gehabt haben – zumindest stützt der Streifen sich auf diese Behauptung, was natürlich insgesamt ein wenig dünn, aber auch nicht widerlegbar ist.

Wie man es schafft in einem Film vieles richtig und vieles falsch zu machen – dafür ist THE HAUNTING OF SHARON TATE ein Paradebeispiel. Fangen wir mal mit der Besetzung an:

Frau Tate galt damals als eine der schönsten Frauen der Welt und das soll nun Frau Duff sein? Nun ja da wären mir auf Anhieb aber 100 andere eingefallen, obwohl sie ihre schauspielerische Limitierung überraschend gut kaschieren kann.

In der Mitte des Films schafft der Streifen eine nahezu sensationell gute Atmosphäre, die vor allem durch den bedrohlichen Soundtrack untermauert wird. Der „Überfall“ ist hervorragend und extrem spooky inszeniert.

Doch jetzt kommt das aber. Wer die Geschichte um Sharon Tate noch nicht kennt und das sind sicher viele Horrorfans jüngeren Alters, der bekommt den Ausgang sofort am Anfang des Streifens erzählt und ich kann mir keinen Reim darauf machen, wieso der Regisseur dies tut, denn nun gibt es eigentlich keine Zielgruppe, die nicht weiß, wie die kommenden 80 Minuten enden. Was soll das?

Die Gewaltszenen sind teilweise sehr explizit und den Film ab 16 freizugeben ist schon grenzwertig, wobei hier weniger das Blut spritzt, sondern eher die Intensität der Brutalität heraussticht.

Fazit: Für mich nicht nachvollziehbar, wieso man den Ausgang des Streifens schon am Anfang verkündet – und das auch noch in aller Ausführlichkeit. Dafür sind die Thriller und Horrorelemente sehr gelungen, doch was nützt das wenn man den Ausgang kennt? Ein merkwürdig unentschlossener und konfuser Streifen, mit aber durchaus guten Ansätzen.

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ONE CUT OF THE DEAD (Koch Media)

am 29. Mai 2019 unter Horror, Komödie abgelegt

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In Panik und mit einer Axt in den zitternden Händen, versucht die junge Frau, sich ihren zombiefizierten (klasse Wortwahl) Freund vom Leib zu halten. Leider vergebens. Da stürmt plötzlich Higurashi wutentbrannt heran: Schon wieder hat sein semi-talentierter Cast eine Szene versaut – im 42. Take! Der Nachwuchsregisseur will doch einfach nur einen blutigen Zombiefilm drehen. Als aus heiterem Himmel echte Zombies auf der Bildfläche erscheinen, sind Higurashis Probleme gelöst. Flugs schnappt er sich die Kamera und hält damit auf seine Crew und die Schauspieler, die endlich in echter Panik vor den realen Untoten Reißaus nehmen.

Der Pressetext ist in diesem Fall mal wirklich gelungen – ich hätte es nicht besser schreiben können und wie man an diesen Zeilen erkennen kann, hat der Streifen eine wirklich witzige Grundidee.

Als ich auf imdb nachschaute strahlte mich hier eine 7,8 als Durchschnittsbewertung an, mit der ich so meine Probleme habe, denn seit wann mag man dort asiatische Horrorfilme mit Trash-Appeal?

Auch wenn ONE CUT OF THE DEAD durchaus unterhaltsame Momente hat, finde ich persönlich, das sich die Grundidee mit zunehmender Spieldauer ein wenig erschöpft. Als Kurzfilm, von sagen wir mal 30 Minuten, wäre das hier wirklich amüsant geworden, doch irgendwann ist es etwas ermüdend, den dauernd weglaufenden Darstellern beizuwohnen, zumal sich in der Geschichte auch nicht wirklich mehr was tut.

In den letzten Jahren fiel mir nun schon öfters auf, das viele neue Ideen auf den Markt kamen, die aber eben eher nicht geeignet sind für 90 Minuten oder deren Regisseure es nicht schaffen, eben diese unterhaltsam zu füllen. Ein Beispiel hierfür ist auch POLAROID, zudem es aber immerhin einen Kurzfilm gibt. Auch da ging die Langfassung nicht wirklich auf.

Fazit: Ich liege mit meiner Bewertung etwas unter dem allgemeinen Feedback. Die teilweise überragenden Kritiken im Internet, sowohl auf imdb als auch auf amazon, kann ich so nicht nachvollziehen. Habe ich da ein Kunstwerk verschlafen?

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POLAROID (Capelight/Alive)

am 21. Mai 2019 unter Horror abgelegt

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Bird Fitcher arbeitet neben der Highschool in einem Antiquitätenladen und ist eher ein graues Mäuschen. Als sie von einem Kollegen eine alte Sofortbildkamera geschenkt bekommt, ist die Freude groß, denn es handelt sich um ein echtes Sammlerstück. Doch schnell muss Bird erkennen, dass die Schnappschüsse, die sie mit ihrem neuen Apparat aufnimmt, tödliche Folgen haben, denn jeder der von ihr abgelichtet wird, findet schon bald ein grauenvolles Ende. Nachdem sie auf einer Party mehrere Mitschüler fotografiert hat, beginnt für alle ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Geheimnis der Kamera zu lüften und dem Tod zu entkommen. Als ein Freund sieht, das auch Bird sich auf der Fensterscheibe des Fotos spiegelt, hat auch sie ein Problem.

Apropos Problem – das hat auch der Streifen, und zwar mit seiner Besetzung, denn schauspielerisch ist das hier, und das ist freundlich formuliert, mehr als überschaubar. Lediglich die Hauptdarstellerin liefert eine ordentliche Leistung ab. Über den Rest hüllen wir den Mantel des Schweigens.

Das ist eigentlich schade, denn die Grundidee des Films ist originell und auch einige andere Dinge habe ich so noch nicht gesehen. Kleiner Spoiler: Zum Beispiel dass das mordende Wesen die gleichen Eigenschaften eines Fotos hat…also zum Beispiel leicht brennbar ist, finde ich durchaus pfiffig.

Ich muss dazu sagen, das ich den Kurzfilm, der die Grundlage für POLAROID bildete, leider nicht kenne, denn der könnte durchaus gelungen sein, doch auf Spielfilmlänge will der Streifen irgendwie nicht ganz funktionieren.

Auf der Habenseite stehen aber immerhin durchaus ordentliche Schockmomente und, wie bereits erwähnt, einige wirklich gelungene Ideen.

So ist das Gesehene hier echt schwer zu beurteilen, dennoch kann ich mich aufgrund meines latenten B-Movie Hangs zu der unteren Bewertung hinreißen lassen, zumal der Film mich auch nicht gelangweilt hat.

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A VIGILANTE (Splendid Video)

am 21. Mai 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Hinter vorgehaltener Hand wird in Selbsthilfegruppen die Nummer einer geheimnisvollen Frau weitergereicht: Sadie soll anscheinend helfen können, wo hilflose Opfer häuslicher Gewalt keinen Ausweg mehr sehen. Und tatsächlich: Mit gnadenloser Härte geht sie gegen Täter vor und stellt sicher, dass diese ihre Lektion lernen. Dabei verliert Sadie ihre ganz eigene Mission nie aus den Augen, ahnt allerdings nicht, dass die Schatten ihrer Vergangenheit sie schneller einholen werden, als ihr lieb ist …

Ich finde es eigentlich unsinnig als Rezensent Inhaltsangaben zu schreiben, denn dafür gibt es ja die Pressetexte. Die sind teilweise aber so miserabel, dass es mir einfach weh tut und ich meist nochmals umformuliere. Bei A VIGILANTE konnte ich mir das sparen, denn die Zusammenfassung ist auf den Punkt und verrät weder zuviel noch zu wenig.

Olivia Wilde ist jetzt nun nicht unbedingt einer meiner Lieblingsdarstellerinnen und schrammt mehrfach nur knapp am Overacting vorbei. Dennoch spielt sie sich die Seele aus dem Leib, was man ihr zu Gute halten muss.

Der Streifen hat einen ungewöhnlichen Stil, gerade anfangs, als man Sadie sieht, wie sie Menschen hilft,wirkt das ganze nicht wie ein einheitlicher, durchgängiger Film, sondern eher wie einzelne Episoden einer Serie. Das ist nicht jedermanns Sache, weil die Regisseurin hier bewusst mit üblichen Sehgewohnheiten bricht.

Zudem wird hier Musik nahezu gar nicht eingesetzt – mit Ausnahme von einigen bedrohlichen und monotonen Tönen, die aber hervorragend zu dem was man sieht, passen.

Auch wenn hier explizite Gewaltdarstellungen eigentlich ausbleiben, finde ich den Film sehr strange und hätte ihm keine 16er Freigabe verteilt. Da die FSK aber schon seit Bestehen nur nach Blutzoll bewertet, statt auch psychologische Härte mit einzubeziehen, hat man einem der krassesten Filme der letzten Jahre, wirklich die 16er Freigabe erteilt.

Unter dem Strich ein sehr ungewöhnlicher Streifen, dessen Stil man mögen muss. Daher erfolgt keine Bewertung meinerseits auf meiner eigenen Seite, da objektiv schwer zu beurteilen. Die Amazon-Bewertung, die ich ja abgeben muss, ist daher sehr subjektiv.

DIE FRAU DES NOBELPREISTRÄGERS (Capelight/Alive)

am 21. Mai 2019 unter Biopic, Drama abgelegt

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Joan und Joe Castleman sind nun seit fast 40 Jahren verheiratet. Joe gefällt sich als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Er genießt in vollen Zügen die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird. Als er für sein literarisches Gesamtwerk mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden soll, reisen sie gemeinsam nach Schweden. Begleitet werden sie dabei unter anderem von ihrem Sohn David – selbst angehender Schriftsteller, der jedoch unter der Last des Vaters erdrückt wird. Zwischen hochoffiziellen Empfängen, werden die Risse der Ehe sichtbar und Joans Unzufriedenheit wird immer intensiver, zumal sie selbst auf eine durchaus erfolgreiche Karriere, die sie hätte haben können, verzichtete.

Juhu, da schreit das Feuilleton aus allen Rohren. Grandios, Weltklasse. Großes Kino. Nun das trifft auf die schauspielerische Leistung von Frau Close durchaus zu – das ist aber dann auch schon alles, denn die Geschichte gibt einfach keine fast 100 Minuten her.

So zeigt man immer wieder die eigentlichen charakterlichen Schwächen, des in der Öffentlichkeit so anerkannten Autors auf, was irgendwann aber etwas ermüdet. Gelungen hingegen sind die Rückblicke, die erzählen, wie die beiden sich kennenlernten, und worauf Joan in ihrem Leben für die Liebe alles verzichtete.

DIE Überraschung ist hier aber, dass Christian Slater, von dem ich dachte er hätte die Schauspielerei an den Nagel gehängt, in einem Film mit so großen Namen, so viel Screentime bekommt und diese auch gut nutzt um zu zeigen, dass er es doch eigentlich kann. Hierbei möchte ich erwähnen, das es nach wie vor 2 seiner besten Filme (MURDER IN THE FIRST und HART AUF SENDUNG) nicht auf BR gibt.

Natürlich kann man diesen Streifen nicht niedermachen, dafür sind die Schauspieler zu gut und auch die Dialoge zu geschliffen. Ein bisschen mehr Spannung oder Dramatik hätte man dann aber doch einbauen können, denn so zieht sich das alles in manchen Abschnitten doch sehr in die Länge.

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DIE GRELLEN LICHTER DER GROßSTADT (Koch Media)

am 21. Mai 2019 unter Drama abgelegt

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Der talentierte, aber noch auf den Durchbruch wartende Schriftsteller Jamie Conway ist neu in New York und hält sich mit korrigieren von Zeitungsartikeln vor deren Veröffentlichung über Wasser. Nachdem sich auch noch seine Freundin von ihm getrennt hat, zieht er gemeinsam mit seinem Kumpel Ted um die Häuser, besäuft sich in Bars, Diskotheken und Nachtclubs. Drogen, eine Frau nach der anderen – schneller Sex statt große Liebe. Doch sein wie im Rausch konstruiertes Kartenhaus beginnt zu wackeln. Der Einsturz scheint gewiss.

Mit DIE GRELLEN LICHTER DER GROßSTADT probierte Michael J. Fox so etwas wie einen Imagewechsel. Spielte er vorher größtenteils in eher unterhaltsamen Streifen mit, versucht er sich hier in einer wesentlich ernsteren Rolle und zeigt, dass er auch dieses Metier beherrscht.

Ihm zur Seite ein blutjunger Kiefer Sutherland, welcher fast schon irgendwie putzig wirkt, wenn man ihn aus den letzten vergangen „24“-Jahren kennt. In weiteren Nebenrollen sind die damals durchaus bekannte Phoebe Cates und John Houseman zu sehen.

Den Film kann man sich heute noch gut anschauen, auch wenn natürlich das Lebensgefühl der 80er ein anderes war, ist so eine Sinnkrise heute auch noch möglich, wenn auch eher durch andere Faktoren hervorgerufen.

Was allerdings KOCH MEDIA aus diesem Bild gemacht hat, ist unfassbar. Schon in der Vergangenheit fand ich oft viel Lob für die grandiosen Restaurierungen, doch hier schießen sie den Vogel ab. Wenn man nicht wüsste, dass die beiden Hauptdarsteller mittlerweile wesentlich älter sind, könnte man echt meinen, dieser Streifen wäre brandneu und würde eben nur 1988 spielen. Das Bild sieht besser aus, als 70 % neuer Veröffentlichungen. Da lohnt sich dann auch ein Update von DVD.

Fazit: Erstaunlich gut gealtert, ist hier von technischer Seite alles perfekt.

HEARTS BEAT LOUD (Sony Pictures)

am 08. Mai 2019 unter Drama, Komödie abgelegt

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Der alleinerziehende Vater Frank Fisher bereitet sich seelisch und moralisch darauf vor, seine Tochter Sam aufs College zu schicken, denn sie möchte unbedingt Ärztin werden. Zur selben Zeit wird er gezwungen, seinen seit Jahrzehnten bestehenden Plattenladen zu schließen, mit dem er sehr schöne Erinnerungen verbindet. Frank überredet Sam dazu, ihre wöchentlichen Jamsessions in eine Vater-Tochter-Band umzuwandeln, in der Hoffnung, durch die Liebe zur Musik den Kontakt zu ihr aufrechterhalten zu können. Diese zögert zunächst, doch als ihre erster Song ein kleiner Hit wird und auf einer Indie-Playliste von Spotify erscheint, begeben die beiden sich auf eine musikalische Reise und mittlerweile ist sich auch Sam nicht mehr sicher, ob sie den Schritt noch vollziehen will, denn sie hat sich mittlerweile in Rose verliebt.

So ein wenig könnte man den Streifen als eine Mischung aus ONCE und HIGH FIDELITY beschreiben. Zudem ist er mir insgesamt ein wenig zu kurz. Viele Dinge werden nur grob angerissen und eigentlich gäbe die Geschichte Stoff für zumindest eine Mini TV-Serie her.

Das wäre alleine schon wünschenswert gewesen, wegen den hervorragenden Darstellern. Den grummeligen alten Rockvater, der den schönen Zeiten von früher hinterher trauert und der den Laden eigentlich nur noch aus Erinnerung führt, nimmt man Nick Offermann jederzeit ab. Auch Toni Colette sieht man immer wieder gerne, ebenso Sasha Lane.

Den absoluten Höhepunkt des Streifens stellt allerdings die unglaublich knuffige Kiersey Clemons dar, die eine sensationelle Leistung abliefert und noch dazu mehr als ordentlich singen kann, denn die Gesangsparts wurden von ihr selbst übernommen.

Der Soundtrack zu dem Streifen wird zudem so ziemlich jedem gefallen, der Musik von U2 (eher die früheren Sachen) und New Order mag. Hier wird zwar überall mächtig geklaut, dies jedoch auf eine dermaßen charmante Art und Weise, dass man dem Songschreiber Keegan De Witt (mir völlig unbekannt) das überhaupt nicht krumm nimmt. Der performt den Titelsong schon seit Jahren, allerdings gefällt mir die Version im Film deutlich besser.

Insgesamt ein schöner Film, der zwar anfangs den ein oder anderen kleinen Hänger hat, später dann aber zur Höchstform aufläuft. Trotzdem bin ich wie bereits erwähnt der Meinung, dass man viele Dinge noch etwas ausführlicher hätte erzählen können, obwohl der Streifen immerhin doch 93 Minuten geht. Vielleicht wollte ich aber auch nur einfach noch mehr von den Darstellern sehen und gute Musik hören.

Hätte Herr H. den Titelsong nicht zufällig auf seiner Facebook-Seite gepostet, wären mir Musik und Film nie über den Weg gelaufen. Daher ein Gruß. Wieso man allerdings im Zeitalter der BLU RAY und sogar 4K, diesen Streifen nur auf DVD veröffentlicht, wird wohl das Geheimnis der Firma SONY bleiben.

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LA ZONA – STAFFEL 1 (AV Visionen)

am 08. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Drei Jahre sind vergangen, seit es zu einer Reaktorkatastrophe im Norden Spaniens kam Immer noch dekontaminieren Spezialkommandos im kilometerweiten Umkreis eine menschenleere Zone, während erste Rückkehrer in nicht allzu weiter Entfernung vorsichtig wieder angesiedelt werden sollen. In der Sperrzone nimmt ein Einsatzkommando die Schmugglerin Zoe fest. Die junge Frau ist mit ihrem Onkel Esteban verabredet gewesen, doch ihr und den Polizisten bietet sich nun ein Bild des Grauens: Wölfe umkreisen Estebans verstümmelten Leichnam. Der Polizist Hector kehrt zurück in die No-Go-Area, in die er einst als einer der ersten Helfer vorstieß, und nimmt die Ermittlungen auf. Wieso er damals überlebte, obwohl er der vollen Strahlung ausgesetzt war, kann sich keiner erklären. Laut Bericht des Gerichtsmediziners haben nicht nur die Wölfe Estebans Leichnam gefressen – es gibt außerdem Bissspuren eines Menschen. Es scheinen also noch ziemlich kranke Gesellen in den Wäldern herumzulaufen, Bei seinen Nachforschungen stellt er fest, dass die Menschheit sich nicht wirklich verändert hat. Immer noch geht es noch um den größten Profit. Zudem scheint auch ein Kollege korrumpiert.

LA ZONA ist eine eine spanische Produktion, bei der ZDF-Neo als Co-Produzent eingestiegen ist. . Im Mittelpunkt steht die Polizeiarbeit von Hector und die Umstände, die zu dem katastrophalen Unfall geführt haben.

Wer allerdings hier nun ein Actionspektakel erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn LA ZONA ist deutlich mehr dem Drama-Genre zuzuordnen und daher auch extrem dialoglastig, was einige Menschen, die solche Szenarien mögen, etwas abschrecken könnte. Es gibt zwar die ein oder andere kleinere Verfolgungsjagd, aber insgesamt ist die Serie in sehr ruhigem Erzählstil gedreht.

Die Produzenten legen hier sehr viel Wert auf Charakterzeichnung, denn im Laufe der ersten Staffel bekommt man alle Hintergründe der Hauptdarsteller, bzw. ihre Motivation das zu tun was sie tun, nähergebracht.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchaus in Ordnung. Da ich aus Spanien eigentlich nur Horrorfilme kenne, muss ich zu meiner Schande gestehen, keinen der Hauptdarsteller zu kennen aber Hector wird gespielt von Eduard Fernandez, der im kultigen EL NINO mitwirkte, den ich aber nie gesehen habe. Er erledigt seinen Part sehr glaubwürdig und besonnen.

Man lässt sich natürlich gleich mehrere Hintertürchen für eine Fortsetzung offen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es weitergehen wird. Ich persönlich bin ja ein Fan des Drama-Genres, doch viele, die diese Endzeitszenarien mögen, wollen dann doch lieber mehr Explosionen und Horrorelemente sehen, die es hier nur sehr bedingt gibt.

Fazit: Wer auf ein ruhiges Erzählformat steht (vielleicht etwas vergleichbar mit der französischen Serie THE RETUREND, dem dürfte auch LA ZONA zusagen. Beim Rest bin ich mir da nicht sicher. Daher scheint mir hier in Sachen Bewertung alles drin zwischen

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