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Archiv des Monats Mai 2019

POLAROID (Capelight/Alive)

am 21. Mai 2019 unter Horror abgelegt

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Bird Fitcher arbeitet neben der Highschool in einem Antiquitätenladen und ist eher ein graues Mäuschen. Als sie von einem Kollegen eine alte Sofortbildkamera geschenkt bekommt, ist die Freude groß, denn es handelt sich um ein echtes Sammlerstück. Doch schnell muss Bird erkennen, dass die Schnappschüsse, die sie mit ihrem neuen Apparat aufnimmt, tödliche Folgen haben, denn jeder der von ihr abgelichtet wird, findet schon bald ein grauenvolles Ende. Nachdem sie auf einer Party mehrere Mitschüler fotografiert hat, beginnt für alle ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Geheimnis der Kamera zu lüften und dem Tod zu entkommen. Als ein Freund sieht, das auch Bird sich auf der Fensterscheibe des Fotos spiegelt, hat auch sie ein Problem.

Apropos Problem – das hat auch der Streifen, und zwar mit seiner Besetzung, denn schauspielerisch ist das hier, und das ist freundlich formuliert, mehr als überschaubar. Lediglich die Hauptdarstellerin liefert eine ordentliche Leistung ab. Über den Rest hüllen wir den Mantel des Schweigens.

Das ist eigentlich schade, denn die Grundidee des Films ist originell und auch einige andere Dinge habe ich so noch nicht gesehen. Kleiner Spoiler: Zum Beispiel dass das mordende Wesen die gleichen Eigenschaften eines Fotos hat…also zum Beispiel leicht brennbar ist, finde ich durchaus pfiffig.

Ich muss dazu sagen, das ich den Kurzfilm, der die Grundlage für POLAROID bildete, leider nicht kenne, denn der könnte durchaus gelungen sein, doch auf Spielfilmlänge will der Streifen irgendwie nicht ganz funktionieren.

Auf der Habenseite stehen aber immerhin durchaus ordentliche Schockmomente und, wie bereits erwähnt, einige wirklich gelungene Ideen.

So ist das Gesehene hier echt schwer zu beurteilen, dennoch kann ich mich aufgrund meines latenten B-Movie Hangs zu der unteren Bewertung hinreißen lassen, zumal der Film mich auch nicht gelangweilt hat.

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A VIGILANTE (Splendid Video)

am 21. Mai 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Hinter vorgehaltener Hand wird in Selbsthilfegruppen die Nummer einer geheimnisvollen Frau weitergereicht: Sadie soll anscheinend helfen können, wo hilflose Opfer häuslicher Gewalt keinen Ausweg mehr sehen. Und tatsächlich: Mit gnadenloser Härte geht sie gegen Täter vor und stellt sicher, dass diese ihre Lektion lernen. Dabei verliert Sadie ihre ganz eigene Mission nie aus den Augen, ahnt allerdings nicht, dass die Schatten ihrer Vergangenheit sie schneller einholen werden, als ihr lieb ist …

Ich finde es eigentlich unsinnig als Rezensent Inhaltsangaben zu schreiben, denn dafür gibt es ja die Pressetexte. Die sind teilweise aber so miserabel, dass es mir einfach weh tut und ich meist nochmals umformuliere. Bei A VIGILANTE konnte ich mir das sparen, denn die Zusammenfassung ist auf den Punkt und verrät weder zuviel noch zu wenig.

Olivia Wilde ist jetzt nun nicht unbedingt einer meiner Lieblingsdarstellerinnen und schrammt mehrfach nur knapp am Overacting vorbei. Dennoch spielt sie sich die Seele aus dem Leib, was man ihr zu Gute halten muss.

Der Streifen hat einen ungewöhnlichen Stil, gerade anfangs, als man Sadie sieht, wie sie Menschen hilft,wirkt das ganze nicht wie ein einheitlicher, durchgängiger Film, sondern eher wie einzelne Episoden einer Serie. Das ist nicht jedermanns Sache, weil die Regisseurin hier bewusst mit üblichen Sehgewohnheiten bricht.

Zudem wird hier Musik nahezu gar nicht eingesetzt – mit Ausnahme von einigen bedrohlichen und monotonen Tönen, die aber hervorragend zu dem was man sieht, passen.

Auch wenn hier explizite Gewaltdarstellungen eigentlich ausbleiben, finde ich den Film sehr strange und hätte ihm keine 16er Freigabe verteilt. Da die FSK aber schon seit Bestehen nur nach Blutzoll bewertet, statt auch psychologische Härte mit einzubeziehen, hat man einem der krassesten Filme der letzten Jahre, wirklich die 16er Freigabe erteilt.

Unter dem Strich ein sehr ungewöhnlicher Streifen, dessen Stil man mögen muss. Daher erfolgt keine Bewertung meinerseits auf meiner eigenen Seite, da objektiv schwer zu beurteilen. Die Amazon-Bewertung, die ich ja abgeben muss, ist daher sehr subjektiv.

DIE FRAU DES NOBELPREISTRÄGERS (Capelight/Alive)

am 21. Mai 2019 unter Biopic, Drama abgelegt

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Joan und Joe Castleman sind nun seit fast 40 Jahren verheiratet. Joe gefällt sich als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Er genießt in vollen Zügen die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird. Als er für sein literarisches Gesamtwerk mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden soll, reisen sie gemeinsam nach Schweden. Begleitet werden sie dabei unter anderem von ihrem Sohn David – selbst angehender Schriftsteller, der jedoch unter der Last des Vaters erdrückt wird. Zwischen hochoffiziellen Empfängen, werden die Risse der Ehe sichtbar und Joans Unzufriedenheit wird immer intensiver, zumal sie selbst auf eine durchaus erfolgreiche Karriere, die sie hätte haben können, verzichtete.

Juhu, da schreit das Feuilleton aus allen Rohren. Grandios, Weltklasse. Großes Kino. Nun das trifft auf die schauspielerische Leistung von Frau Close durchaus zu – das ist aber dann auch schon alles, denn die Geschichte gibt einfach keine fast 100 Minuten her.

So zeigt man immer wieder die eigentlichen charakterlichen Schwächen, des in der Öffentlichkeit so anerkannten Autors auf, was irgendwann aber etwas ermüdet. Gelungen hingegen sind die Rückblicke, die erzählen, wie die beiden sich kennenlernten, und worauf Joan in ihrem Leben für die Liebe alles verzichtete.

DIE Überraschung ist hier aber, dass Christian Slater, von dem ich dachte er hätte die Schauspielerei an den Nagel gehängt, in einem Film mit so großen Namen, so viel Screentime bekommt und diese auch gut nutzt um zu zeigen, dass er es doch eigentlich kann. Hierbei möchte ich erwähnen, das es nach wie vor 2 seiner besten Filme (MURDER IN THE FIRST und HART AUF SENDUNG) nicht auf BR gibt.

Natürlich kann man diesen Streifen nicht niedermachen, dafür sind die Schauspieler zu gut und auch die Dialoge zu geschliffen. Ein bisschen mehr Spannung oder Dramatik hätte man dann aber doch einbauen können, denn so zieht sich das alles in manchen Abschnitten doch sehr in die Länge.

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DIE GRELLEN LICHTER DER GROßSTADT (Koch Media)

am 21. Mai 2019 unter Drama abgelegt

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Der talentierte, aber noch auf den Durchbruch wartende Schriftsteller Jamie Conway ist neu in New York und hält sich mit korrigieren von Zeitungsartikeln vor deren Veröffentlichung über Wasser. Nachdem sich auch noch seine Freundin von ihm getrennt hat, zieht er gemeinsam mit seinem Kumpel Ted um die Häuser, besäuft sich in Bars, Diskotheken und Nachtclubs. Drogen, eine Frau nach der anderen – schneller Sex statt große Liebe. Doch sein wie im Rausch konstruiertes Kartenhaus beginnt zu wackeln. Der Einsturz scheint gewiss.

Mit DIE GRELLEN LICHTER DER GROßSTADT probierte Michael J. Fox so etwas wie einen Imagewechsel. Spielte er vorher größtenteils in eher unterhaltsamen Streifen mit, versucht er sich hier in einer wesentlich ernsteren Rolle und zeigt, dass er auch dieses Metier beherrscht.

Ihm zur Seite ein blutjunger Kiefer Sutherland, welcher fast schon irgendwie putzig wirkt, wenn man ihn aus den letzten vergangen „24“-Jahren kennt. In weiteren Nebenrollen sind die damals durchaus bekannte Phoebe Cates und John Houseman zu sehen.

Den Film kann man sich heute noch gut anschauen, auch wenn natürlich das Lebensgefühl der 80er ein anderes war, ist so eine Sinnkrise heute auch noch möglich, wenn auch eher durch andere Faktoren hervorgerufen.

Was allerdings KOCH MEDIA aus diesem Bild gemacht hat, ist unfassbar. Schon in der Vergangenheit fand ich oft viel Lob für die grandiosen Restaurierungen, doch hier schießen sie den Vogel ab. Wenn man nicht wüsste, dass die beiden Hauptdarsteller mittlerweile wesentlich älter sind, könnte man echt meinen, dieser Streifen wäre brandneu und würde eben nur 1988 spielen. Das Bild sieht besser aus, als 70 % neuer Veröffentlichungen. Da lohnt sich dann auch ein Update von DVD.

Fazit: Erstaunlich gut gealtert, ist hier von technischer Seite alles perfekt.

HEARTS BEAT LOUD (Sony Pictures)

am 08. Mai 2019 unter Drama, Komödie abgelegt

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Der alleinerziehende Vater Frank Fisher bereitet sich seelisch und moralisch darauf vor, seine Tochter Sam aufs College zu schicken, denn sie möchte unbedingt Ärztin werden. Zur selben Zeit wird er gezwungen, seinen seit Jahrzehnten bestehenden Plattenladen zu schließen, mit dem er sehr schöne Erinnerungen verbindet. Frank überredet Sam dazu, ihre wöchentlichen Jamsessions in eine Vater-Tochter-Band umzuwandeln, in der Hoffnung, durch die Liebe zur Musik den Kontakt zu ihr aufrechterhalten zu können. Diese zögert zunächst, doch als ihre erster Song ein kleiner Hit wird und auf einer Indie-Playliste von Spotify erscheint, begeben die beiden sich auf eine musikalische Reise und mittlerweile ist sich auch Sam nicht mehr sicher, ob sie den Schritt noch vollziehen will, denn sie hat sich mittlerweile in Rose verliebt.

So ein wenig könnte man den Streifen als eine Mischung aus ONCE und HIGH FIDELITY beschreiben. Zudem ist er mir insgesamt ein wenig zu kurz. Viele Dinge werden nur grob angerissen und eigentlich gäbe die Geschichte Stoff für zumindest eine Mini TV-Serie her.

Das wäre alleine schon wünschenswert gewesen, wegen den hervorragenden Darstellern. Den grummeligen alten Rockvater, der den schönen Zeiten von früher hinterher trauert und der den Laden eigentlich nur noch aus Erinnerung führt, nimmt man Nick Offermann jederzeit ab. Auch Toni Colette sieht man immer wieder gerne, ebenso Sasha Lane.

Den absoluten Höhepunkt des Streifens stellt allerdings die unglaublich knuffige Kiersey Clemons dar, die eine sensationelle Leistung abliefert und noch dazu mehr als ordentlich singen kann, denn die Gesangsparts wurden von ihr selbst übernommen.

Der Soundtrack zu dem Streifen wird zudem so ziemlich jedem gefallen, der Musik von U2 (eher die früheren Sachen) und New Order mag. Hier wird zwar überall mächtig geklaut, dies jedoch auf eine dermaßen charmante Art und Weise, dass man dem Songschreiber Keegan De Witt (mir völlig unbekannt) das überhaupt nicht krumm nimmt. Der performt den Titelsong schon seit Jahren, allerdings gefällt mir die Version im Film deutlich besser.

Insgesamt ein schöner Film, der zwar anfangs den ein oder anderen kleinen Hänger hat, später dann aber zur Höchstform aufläuft. Trotzdem bin ich wie bereits erwähnt der Meinung, dass man viele Dinge noch etwas ausführlicher hätte erzählen können, obwohl der Streifen immerhin doch 93 Minuten geht. Vielleicht wollte ich aber auch nur einfach noch mehr von den Darstellern sehen und gute Musik hören.

Hätte Herr H. den Titelsong nicht zufällig auf seiner Facebook-Seite gepostet, wären mir Musik und Film nie über den Weg gelaufen. Daher ein Gruß. Wieso man allerdings im Zeitalter der BLU RAY und sogar 4K, diesen Streifen nur auf DVD veröffentlicht, wird wohl das Geheimnis der Firma SONY bleiben.

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LA ZONA – STAFFEL 1 (AV Visionen)

am 08. Mai 2019 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Drei Jahre sind vergangen, seit es zu einer Reaktorkatastrophe im Norden Spaniens kam Immer noch dekontaminieren Spezialkommandos im kilometerweiten Umkreis eine menschenleere Zone, während erste Rückkehrer in nicht allzu weiter Entfernung vorsichtig wieder angesiedelt werden sollen. In der Sperrzone nimmt ein Einsatzkommando die Schmugglerin Zoe fest. Die junge Frau ist mit ihrem Onkel Esteban verabredet gewesen, doch ihr und den Polizisten bietet sich nun ein Bild des Grauens: Wölfe umkreisen Estebans verstümmelten Leichnam. Der Polizist Hector kehrt zurück in die No-Go-Area, in die er einst als einer der ersten Helfer vorstieß, und nimmt die Ermittlungen auf. Wieso er damals überlebte, obwohl er der vollen Strahlung ausgesetzt war, kann sich keiner erklären. Laut Bericht des Gerichtsmediziners haben nicht nur die Wölfe Estebans Leichnam gefressen – es gibt außerdem Bissspuren eines Menschen. Es scheinen also noch ziemlich kranke Gesellen in den Wäldern herumzulaufen, Bei seinen Nachforschungen stellt er fest, dass die Menschheit sich nicht wirklich verändert hat. Immer noch geht es noch um den größten Profit. Zudem scheint auch ein Kollege korrumpiert.

LA ZONA ist eine eine spanische Produktion, bei der ZDF-Neo als Co-Produzent eingestiegen ist. . Im Mittelpunkt steht die Polizeiarbeit von Hector und die Umstände, die zu dem katastrophalen Unfall geführt haben.

Wer allerdings hier nun ein Actionspektakel erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, denn LA ZONA ist deutlich mehr dem Drama-Genre zuzuordnen und daher auch extrem dialoglastig, was einige Menschen, die solche Szenarien mögen, etwas abschrecken könnte. Es gibt zwar die ein oder andere kleinere Verfolgungsjagd, aber insgesamt ist die Serie in sehr ruhigem Erzählstil gedreht.

Die Produzenten legen hier sehr viel Wert auf Charakterzeichnung, denn im Laufe der ersten Staffel bekommt man alle Hintergründe der Hauptdarsteller, bzw. ihre Motivation das zu tun was sie tun, nähergebracht.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchaus in Ordnung. Da ich aus Spanien eigentlich nur Horrorfilme kenne, muss ich zu meiner Schande gestehen, keinen der Hauptdarsteller zu kennen aber Hector wird gespielt von Eduard Fernandez, der im kultigen EL NINO mitwirkte, den ich aber nie gesehen habe. Er erledigt seinen Part sehr glaubwürdig und besonnen.

Man lässt sich natürlich gleich mehrere Hintertürchen für eine Fortsetzung offen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es weitergehen wird. Ich persönlich bin ja ein Fan des Drama-Genres, doch viele, die diese Endzeitszenarien mögen, wollen dann doch lieber mehr Explosionen und Horrorelemente sehen, die es hier nur sehr bedingt gibt.

Fazit: Wer auf ein ruhiges Erzählformat steht (vielleicht etwas vergleichbar mit der französischen Serie THE RETUREND, dem dürfte auch LA ZONA zusagen. Beim Rest bin ich mir da nicht sicher. Daher scheint mir hier in Sachen Bewertung alles drin zwischen

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THE DIAMOND JOB (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Die New Yorker Kleinganoven Eddie und Paul sind auf Bewährung und arbeiten in einem Diner, dessen Chef ein ziemlich fieser Drecksack ist. Da kommt ihnen das Angebot doch gerade recht nach London zu fliegen um für eine Dame einen Raubzug zu begehen. Zudem sind die 30000 Dollar pro Nase auch kein Pappenstiel. Also ab in die britische Hauptstadt und den Job erledigen. Leider ist dieser nicht ganz so einfach wie gedacht, denn das Objekt der Begierde hat durchaus auch einige andere Interessenten. Und welche Rolle spielt eigentlich ihre Auftraggeberin, de etwas biedere Katherine?

Nun ist die Story jetzt nichts wirklich Neues und der Film ist insgesamt doch deutlich konventioneller gestaltet als zuerst angenommen, denn der Vergleich mit Tarantino und Ritchie auf dem Cover ist schon weit hergeholt, wobei mir das wenig ausmachte, da ich beide nicht besonders mag. Letztgenannten zumindest noch eher, als den für mich völlig überbewerteten Tarantino, der ja immer kurz vor der Heiligsprechung steht.

Die erste Frage die sich mir aber stellt ist, wieso wandelt man den Titel BLUE IGUANA zu „Diamond Job – Gauner. Bomben und Juwelen“ um? Kann mir da jemand mal den Sinn erklären?Das ist ja genauso schlimm wie weiland GOTCHA im TV in „Küsse, Schüsse und SPIONE“ umzubenennen, zumal der Originaltitel auch den Film viel besser repräsentiert.

Zudem muss man schon anmerken, dass der Streifen in der deutschen Synchronisation schon einiges an Humor verliert, nicht weil diese schlecht ist, sondern weil es einfach nicht möglich ist, manche Dialoge so zu übersetzen, wie sie eben im englischen klingen. Insbesondere die Sprüche von Deacon sind da zu nennen. Trotzdem habe ich mehrfach laut gelacht, weil einige Gags doch wirklich saßen und recht trocken kommen.

Sam Rockwell sehe ich eh immer gerne und auch die anderen Darsteller, vor allem Ben Schwartz liefen hier eine durchweg gute Leistung ab. Zudem hat der Film ein paar erstaunlich clevere Wendungen zu bieten und auch der Schluss ist überzeugend – man hatte hier wohl auch Platz für eine Fortsetzung im Auge, die es aber wohl nicht geben wird.

Fazit: Amüsante und teilweise recht brutale Actionkomödie, die man sich aber, wenn man des englischen mächtig ist, im Original anschauen sollte.

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MONSTRUM (Koch Media)

am 01. Mai 2019 unter Action, Drama, Horror abgelegt

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Anfang des 16. Jahrhunderts wütet die Pest in Korea – besonders stark betroffen ist die Region um den Berg Ingwansan. Neben der Tod bringenden Seuche muss die Bevölkerung auch eine blutrünstige Bestie fürchten, die sich in der rauen Gebirgslandschaft auf Menschenjagd befinden soll. Als Berichte davon zum Hof von König Jungjong vordringen, schickt dieser seinen Elitesoldaten Jin Yong gemeinsam mit dem erfahrenen Offizier Yoon Gyeom und der geheimnisvollen Myung in die Provinz, um das Monstrum zu jagen und zu töten. Endet das Spezialkommando als Frischfleisch für die Bestie?

Nun ja, hier bekommen wir einen recht wilden Mix aus Martial Arts, Fantasy und Horror geboten, der nur bedingt aufgeht. Was mich persönlich nicht so angesprochen hat ist, dass man hier auch krampfhaft einen gewissen Humor eingebaut hat, der mich einfach störte. Denn so kommt nicht wirklich Spannung auf.

Das Tierchen ist doch sehr CGI-lastig und in manchen Szenen wirkt es doch sehr unecht, zum Beispiel, wenn es in einer Szene eine Höhle zum Einsturz bringt, sieht das doch schon sehr künstlich aus.

Auf der anderen Seite kann man dem ganzen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen und glücklicherweise hat man auf allzu hochgestochene Dialoge verzichtet, wie man sie ja gerne in Streifen einbaut, die vor 500 oder mehr Jahren spielen.

Die Schauspieler sind mir alle nicht bekannt und ich würde sie als unspektakulär, aber nicht störend bezeichnen. Die eigentliche Geschichte könnte man bei einigen Änderungen des Drehbuchs auch in die heutige Zeit verlegen, allerdings fand ich es gar nicht so schlecht, dass man hier mal eine völlig andere Epoche ausgewählt hat, denn man bekommt ja immer das Gefühl, dass es Monster nur im heutigen Zeitalter gibt. Der ähnlich gelagerte BLACK DEATH hat mir aber ein bisschen besser gefallen, eben weil er auch keinen Humor mit eingebracht hat.

So bleibt unter dem Strich ein netter, recht hoch budgetierter Streifen mit durchaus gelungenen Actionszenen. Bei dem Monsterlein hat man allerdings etwas an Geld gespart. Kleiner Insider für Boris: Nichts für Alzey ^^.

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UNDER THE SILVER LAKE (Universum Film)

am 01. Mai 2019 unter Drama, mystery abgelegt

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Los Angeles. Obwohl die Miete für sein Apartment überfällig ist, hegt Sam keinerlei Ambitionen, einen Job zu finden. Lieber hängt er auf seinem Balkon herum, liest Comics und beobachtet die Nachbarinnen durchs Fernglas. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert. Seine Suche nach Sarah mutiert zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

Das ist der offizielle Pressetext, der auch durchaus dem entspricht, was man zu sehen bekommt. Und jetzt? Was ist daran bitte interessant, unterhaltsam oder gar spannend? Antwort: Nichts. Zumindest aus meiner Sicht.

Der ganze Film ist ein Sammelsurium an abstrusen Szenen und Handlungssträngen, die einen spätestens nach 30 Minuten nicht mehr interessieren. Obwohl der Anfang eigentlich noch ganz gelungen ist und zudem einige ganz gute Gags beinhaltet, aber dann?

Wir sehen den Protagonisten ewig durch die Stadt spazieren und auf Parties rumfallen um diese Tussi wiederzufinden. Das ganze gespickt mit irgendwelchen merkwürdigen Andeutungen oder Rätseln.

Ich hatte mir schon deswegen deutlich mehr erwartet, weil der Regisseur den genialen IT FOLLOWS gedreht hatte, einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre – zudem einer der originellsten.

Hier versucht er wohl mit seinem pseudo-mysteriösen Ansätzen noch einen draufzusetzen und scheitert meiner Meinung nach daran, das UNDER THE SILVER LAKE keinerlei Unterhaltungswert besitzt.

Die Bewertungen gehen auch extremst auseinander, auf vielen Seiten wird der Streifen total niedergemacht, auf anderen wiederum hochgefeiert. Ersteres kann ich verstehen, letzteres nicht. Für mich ist das ein uninspiriertes und langweiliges Experiment – aber jedem das Seine….

Nach den verschiedenen Meinungen, ist hier wohl alles drin zwischen gar keinem und 7 Chuckies, also halte ich mich mal bedeckt.