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ASSASSINATION NATION (Universum Film)

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Highschool-Schülerin Lily und ihre merkwürdige Gruppe von Freunden leben in dem Städtchen Salem (welch netter Hinweis auf die Hexenverbrennung), einem kleinen Kaff, in dem nicht wirklich viel los ist und das interessanteste die Frage ist, wer mit wem vögelt. Das ändert sich aber schnell, als ein anonymer Hacker anfängt, intimste Details aus dem Privatleben vieler Bewohner der Kleinstadt zu posten, denn dann wird die Sache kompliziert. Das erste Opfer ist der Bürgermeister, der sich auch das Leben nimmt. Danach ist der Rektor der Schule dran. Als dann noch der Verdacht entsteht, dass Lily und ihre Freunde in der Sache drin stecken, bricht das Chaos aus.

An diesem Film merke ich, dass ich zu alt bin für solche Streifen, der extrem an ein jugendliches Publikum gerichtet ist. Sei es nun aufgrund des hippen Schnitts oder dem bunten Look.

Man versucht hier der jungen Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, in dem man wenig subtil darauf hinweist, dass es für die Kids nur noch Social Media und Handy gibt und das man alles was dort verbreitet wird, auch willenlos glaubt. Zudem bringt man unterschwellig noch Kritik an, doch Menschen, die nicht der Norm entsprechen oder ungewöhnliche Neigungen haben, zu akzeptieren – alles jedoch nur halbgar.

Als man diese Themen dann abgearbeitet hat, versucht man den Film noch durch Gewaltorgien auch für Fans von Tarantino oder Ritchie interessant zu machen, und man kann, insbesondere dem Mittelteil, einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Bis dahin dürfte die ältere Generation aber schon das Handtuch geworfen haben.

So fällt es sogar schwer das ganze einem Genre zuzuordnen. Für ein Drama ist es nicht wirklich subtil, für einen Thriller nicht wirklich spannend. Satire? Gesellschaftskritikstunde?

Schauspielerisch ist das ganze zudem reichlich überschaubar. Nicht eine der Herrschaften kann wirklich überzeugen und so hat man zudem auch keinerlei Mitleid mit den unsympathischen Protagonistinnen.

Fazit: Ein recht unterhaltsamer zweiter Teil kann nicht darüber hinwegtäuschen, das dies in erster Linie ein Film für Jugendliche ist (trotz der Gewaltorgie) ,die dabei gar nicht merken, dass sie selbst zu dieser Zombiemasse gehören, denen das Handy wichtiger ist als Familie oder sonstige Werte. Unter diesem Gesichtspunkt hat der Film ja doch etwas bewirkt.

Bewertung unmöglich aufgrund des Alters des Rezensenten.

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