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Archiv für den 03. April 2019

ASSASSINATION NATION (Universum Film)

am 03. April 2019 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Highschool-Schülerin Lily und ihre merkwürdige Gruppe von Freunden leben in dem Städtchen Salem (welch netter Hinweis auf die Hexenverbrennung), einem kleinen Kaff, in dem nicht wirklich viel los ist und das interessanteste die Frage ist, wer mit wem vögelt. Das ändert sich aber schnell, als ein anonymer Hacker anfängt, intimste Details aus dem Privatleben vieler Bewohner der Kleinstadt zu posten, denn dann wird die Sache kompliziert. Das erste Opfer ist der Bürgermeister, der sich auch das Leben nimmt. Danach ist der Rektor der Schule dran. Als dann noch der Verdacht entsteht, dass Lily und ihre Freunde in der Sache drin stecken, bricht das Chaos aus.

An diesem Film merke ich, dass ich zu alt bin für solche Streifen, der extrem an ein jugendliches Publikum gerichtet ist. Sei es nun aufgrund des hippen Schnitts oder dem bunten Look.

Man versucht hier der jungen Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, in dem man wenig subtil darauf hinweist, dass es für die Kids nur noch Social Media und Handy gibt und das man alles was dort verbreitet wird, auch willenlos glaubt. Zudem bringt man unterschwellig noch Kritik an, doch Menschen, die nicht der Norm entsprechen oder ungewöhnliche Neigungen haben, zu akzeptieren – alles jedoch nur halbgar.

Als man diese Themen dann abgearbeitet hat, versucht man den Film noch durch Gewaltorgien auch für Fans von Tarantino oder Ritchie interessant zu machen, und man kann, insbesondere dem Mittelteil, einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Bis dahin dürfte die ältere Generation aber schon das Handtuch geworfen haben.

So fällt es sogar schwer das ganze einem Genre zuzuordnen. Für ein Drama ist es nicht wirklich subtil, für einen Thriller nicht wirklich spannend. Satire? Gesellschaftskritikstunde?

Schauspielerisch ist das ganze zudem reichlich überschaubar. Nicht eine der Herrschaften kann wirklich überzeugen und so hat man zudem auch keinerlei Mitleid mit den unsympathischen Protagonistinnen.

Fazit: Ein recht unterhaltsamer zweiter Teil kann nicht darüber hinwegtäuschen, das dies in erster Linie ein Film für Jugendliche ist (trotz der Gewaltorgie) ,die dabei gar nicht merken, dass sie selbst zu dieser Zombiemasse gehören, denen das Handy wichtiger ist als Familie oder sonstige Werte. Unter diesem Gesichtspunkt hat der Film ja doch etwas bewirkt.

Bewertung unmöglich aufgrund des Alters des Rezensenten.

RIDE (Universum Film)

am 03. April 2019 unter Reviews abgelegt

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James träumt von einer Schauspielkarriere und hält sich als Fahrer für einen Taxi-Share-Anbieter in L.A. über Wasser. Sein erster Gast an diesem Abend ist die attraktive Jessica, die er zu einer Party bringt. Da die Chemie zwischen den beiden sofort stimmt, lädt sie ihn ein, nach seiner Schicht doch nachzukommen. Was er dann auch tut, er hat jedoch seinen nächsten Fahrgast namens Bruno dabei, der mit Geld um sich wirft und ihn für den ganzen Abend mietet. Als die drei zusammen unterwegs sind, mutiert der anfangs zwar geschwätzige, aber eher harmlos wirkende Bruno zum ziemlich fiesen Charakter.

Die Grundidee hat mir gut gefallen. Ich wusste auch gar nicht, dass es diese Art von Unternehmen gibt, die in den USA Menschen befördern – neben den klassischen Taxiunternehmen.

Frau Thorne versucht sich ja mittlerweile auch als Schauspielerin, nachdem sie mit ihrer, na ja „Musik“ schon reichlich Kohle verdient hat und hat den Streifen auch mitproduziert. Ihre Fähigkeiten sind zwar limitiert – aber es gibt schlimmere Damen, die meinen sie könnten schauspielern. Zudem hat sie mit den beiden anderen Protagonisten zwei ordentliche Mimen an ihrer Seite.

Der Film hat nur ein Problem. Für einen Thriller, setzt die Spannung einfach zu spät ein. Nicht das der Streifen bis dahin grottenschlecht oder langweilig wäre, nur ist es eben eine nette Alltagsstudie eines Fahrers mit seinen verrückten Gästen.

Nach sage und schreibe 44 Minuten beginnt RIDE dann Fahrt aufzunehmen. Das wäre auch noch in Ordnung, doch in Minute 73 !!! beginnt schon der Abspann, nach einem relativ abrupten Ende, das man etwas spannender hätte gestalten können.

So bleibt unter dem Strich nette Unterhaltung, doch das eigentliche Potenzial wird nicht völlig ausgereizt. Auf der Habenseite stehen ein schicker Look und ein sehr gelungener, elektronischer Soundtrack.

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NACHTFALKEN – MEDIABOOK (Koch Media)

am 03. April 2019 unter Reviews abgelegt

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Eigentlich sind die beiden Cops Deke DaSilva (was ein Name) und Matthew Fox als Lockvögel der New Yorker Polizei meist nachts auf Verbrecherjagd. Als aber der gefährliche Terrorist Heymar Wulfgar (schlimmer geht immer) nach einem verheerenden Anschlag in London nun den Big Apple heimsucht, sind sie plötzlich auch als Anti-Terror-Experten gefragt. Denn der skrupellose Wulfgar hat es auf Angestellte der Vereinten Nationen abgesehen und zwingt die beiden “Nachtfalken” in einen atemberaubenden Showdown, der neben konventionellen Waffen auch ihre Fähigkeiten zur Tarnung erforderlich macht.

Die ersten Veröffentlichungen dieses Streifens waren am Rande der Körperverletzung. Das Bild war teilweise auf VHS Niveau und es gab mehr Blitzer, als bei 100 Gewittern zusammen. Da der Streifen aber insbesondere in der Videogemeinde einen gewissen Kultstatus besitzt, brachte KOCH MEDIA ihn nun als sehr schönes Mediabook heraus, welches neben den unglaublichen Extras, besonders durch sein grandioses Bild besticht.

Der Film hat eine richtige Frischzellenkur erfahren und wüsste man nicht um das Alter von NIGHTHAWKS könnte man meinen, dies ist eine neue Produktion, die in den 80ern spielt. Hier gibt es wirklich nicht das kleinste Rauschen zu sehen und ich schaue die Filme auf einem Plasma, der besonders meckert, wenn in dieser Richtung etwas zu sehen ist.

Sylvester Stallone (mit beknackter Brille) hatte damals die beiden Rocky Filme abgedreht und war schon ein Star, doch dieser kleine Reißer wurde kein besonders großer Kinohit und spielte nur etwas mehr als sein Geld ein, war aber wohl eine Herzensangelegenheit des mittlerweile 72 Jahren alten Mimen.

Die Extras die man ausgebuddelt hat alle aufzuzählen, würde definitiv den Rahmen meiner Rezension sprengen, denn was man hier alles ans Tageslicht geholt hat, ist unglaublich,

Es gibt unter anderem, neben dem von Koch-VÖs bekannt schönen Inlay, eine alternative TV Fassung, Interviews, Trailer, und weitere Featurettes, die insgesamt länger gehen als der Streifen selbst. Der Film liegt sowohl als DVD als auch als Blu Ray vor.

Fazit: Endlich können die Fans des Streifens mit der Veröffentlichung zufrieden sein. Neben dem tollen Bild, fällt besonders die unfassbare Menge an Extras auf. So soll es sein.

DAS GESETZ IST DER TOD (Koch Media)

am 03. April 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ein grausamer Mordfall erschüttert eine verschlafene Kleinstadt in Colorado. Die Opfer: Drei Frauen und die Kinder eines örtlichen Mormonen, der zu seiner eigenen Sicherheit in eine Zelle verbracht wird. Was für den in der Sache recherchierenden Reporter Garret Smith zunächst wie ein sich gefährlich zuspitzender religiöser Familienzwist aussieht, entpuppt sich als mörderische Verschwörung, in deren Kontext auch Smith bald zu den Opfern gehören könnte.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Streifen nicht kannte, bin aber auch nun kein ausgewiesener Bronson Experte, da der Mann mit den 2 Gesichtsausdrücken, mir immer zu viel gleich geartete Filme drehte. Hier ist er schon 66 Jahre alt und spielt, für seine Verhältnisse, erstaunlich nuanciert, was vielleicht auch daran liegt, dass er im Gegensatz zu vielen seiner Rollen hier extrem viel Text hat.

Die Geschichte ist eigentlich ganz interessant und die Wende gegen Mitte des Films habe ich so nicht erwartet. Ansonsten kann der Streifen natürlich seine 80er Jahre Herkunft nicht verbergen und ich frage mich jedes Mal, wie wir damals in so bescheuerten Klamotten rumlaufen konnten?

Erinnerungen an die Jugend kommt auch mit dem Vorspann auf, denn da steht CANNON, einer DER Marken aus dem VHS Zeitalter, die fast jede Woche einen neuen Film herausbrachte, der meist in Richtung Action ging, selten auch mal Horror.

Das Bild ist sehr gut restauriert. Anfangs sieht man hier und da einige Blitzer, die sich aber nach wenigen Minuten verabschieden. Die Farben sind klar und satt, das Bild wirkt relativ frisch. Der Ton ist angemessen.

Das ganze wird geliefert in einem sehr schönen Hardcover mit dem damaligen Kinoplakat als Außenfront. Im Inlay geht man noch ein wenig auf die Filme des Hauptdarstellers ein und die Zusammenarbeit mit seinem Hausregisseur.

Fazit: Ordentlich gealterter Actionfilm mit einem erstaunlich guten Bronson und einer sehr guten Umsetzung ins neue Jahrtausend.