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Archiv des Monats April 2019

PEPPERMINT – ANGEL OF VENGEANCE (Universum Film)

am 19. April 2019 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einem brutalen Überfall auf ihre Familie, bei dem ihr Mann und ihre Tochter ums Leben kommen, liegt Riley North im Koma. Aus diesem erwacht, muss sie in einem lächerlichen Prozess mit ansehen, wie die Killer freikommen. Also beschließt Madame die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Nachdem sie 5 Jahre komplett verschwunden war, kehrt sie dann als Racheengel zurück und zieht alle zur Rechenschaft, die für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind. Im Internet und bei der Bevölkerung wird sie als Heldin gefeiert, die Polizei jedoch sieht das anders und macht sich auf die Suche nach ihr.

Innovation geht anders wird einem sicherlich bei dieser Geschichte sofort in den Kopf kommen, denn die Selbstjustizfilme können einfach keine neuen Aspekte mehr zeigen, weil es sie schon zu oft gab. Von Bronson bis Willis und jetzt ist Frau Garner angetreten um Rache zu üben.

Doch jetzt kommt das aber. Dieser Film will keinen Originalitätspreis gewinnen, sondern ist angetreten um zu unterhalten – und das tut er über die gesamte Laufzeit.

Natürlich sind hier einige Gangsterklischees zu viel dabei und auch was die Protagonistin so alles auf die Beine stellt und wen sie umnietet, lässt einen dann doch die Frage stellen Wie sind diese Gangster so weit gekommen, wenn sie mit gefühlten 50 Mann nicht einmal mit einer Frau fertigwerden? Und was die so alles kann ist schon faszinierend. Wirkt wie ne Mischung aus John Wick, Mac Gyver und Neo.

Aber wie gesagt, hier geht es weniger um Logik, sondern einfach um pure Unterhaltung. Jennifer Garner halte ich nicht wirklich für eine überragende Schauspielerin, lässt aber hier mal richtig die Sau raus und gefällt in dieser Rolle. Gegen Ende darf sie dann auch Gefühle zeigen und überzeugt auch da. Insgesamt eine positive Überraschung.

In Sachen Action geht’s hier mächtig zur Sache und ich musste 2 mal den Ton leiser stellen, weil ich Bedenken hatte, das sich die Nachbarn beschweren. Insbesondere in den letzten 30 Minuten werden mehr Kugeln verballert als in allen gefühlt 1000 TATORTen in den letzten 50 Jahren zusammen.

Das Pierre Morel das perfekt inszeniert hat, kann man natürlich unterschreiben, denn Actionfilme sind sein Spezialgebiet – unter anderem hat er auch TAKEN mit Liam Neeson abgedreht, dessen Geschichte nicht weit weg ist von dieser hier.

Fazit: Wer nach Logik fragt wird blass. Wer aber gut unterhalten werden will und im Vorfeld auch weiß, das dieser Film nur eben das will, der liegt hier genau richtig. Besser als der Willis Streifen.

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SUSPIRIA (Koch Media)

am 19. April 2019 unter Horror abgelegt

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Die junge Amerikanerin Susie Bannion schließt sich 1977 dem renommierten Markos Tanzensemble in Berlin an. Während sie unter der künstlerischen Leiterin Madame Blanc außergewöhnliche Fortschritte macht, freundet sie sich mit der Tänzerin Sara an. Als Patricia, ebenfalls Mitglied des Ensembles, unter mysteriösen Umständen verschwindet, kommt der Psychotherapeut der jungen Tanzschülerin, Dr. Josef Klemperer, einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Auch Susie und Sara ahnen, dass sich hinter der Fassade von Madame Blanc und ihrer Tanzschule noch etwas anderes verbirgt. Doch zu viel Neugier kann tödlich enden.

Für die wenigen die es nicht wissen: Es handelt sich hierbei um ein Remake des kultigen Streifens von Dario Argento, der damals wirklich im Jahre 1977 gedreht wurde. Mit dem Original konnte ich wenig anfangen, mit dem Remake auch nicht wirklich mehr.

Zuerst einmal zieht sich das ganze am Anfang doch ziemlich in die Länge. Bis es endlich mal losgeht sind bereits 30 Minuten vergangen. Und auch danach hat der Film immer wieder Durchhänger und es kommt nie zu einem einheitlichen Fluss. Zudem ist die Geschichte teilweise doch arg wirr.

Schauspielerisch ist das gar nicht mal übel. Tilda Swinton ist die Rolle der extravaganten Madame Blanc auf den Leib geschrieben und Frau Grey äh Johnson spielt auch im Rahmen ihrer eher bescheidenen Möglichkeiten.

Zudem hat der Film einige wirklich gute Ansätze. Alleine die Einblendung des Filmtitels im Vorspann habe ich so noch nie gesehen. Zudem ist die Idee das eine Ballettschülerin stirbt und zwar parallel zu der Choreographie einer anderen, auch so noch nie gezeigt worden. Und von solch netten Ideen hat der Film noch einige zu bieten.

Für einen Horrorfilm und das soll SUSPIRIA im Endeffekt ja sein, ist das aber ein bisschen wenig und der bereits erwähnte nicht vorhandene Flow trägt sein übriges dazu bei.

Schaut man aber mal bei den renommierten Seiten imdb und ofdb vorbei, bekommt man tatsächlich einen Schnitt von 6.35 bei ersteren sogar einen von fast 7 geboten? Ist mir das ein Kunstwerk entgangen oder habe ich da einen komplett konträren Geschmack zum Rest der Seher?

Eine Bewertung ist grundsätzlich schon schwer genug, allerdings mit den v.g. Durchschnitten noch schwieriger, denn ich will ja einigermaßen objektiv bleiben. Daher enthalte ich mich der Wertung, da der Streifen wohl einfach aus irgend einem Grund nicht meinen Geschmack trifft. Kann vorkommen.

CENTRAL PARK (Pierrot le Fou)

am 19. April 2019 unter Horror abgelegt

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Die Schule ist langweilig und das Familienleben unerträglich – anstatt Zeit zu Hause zu verbringen, hängt eine High-School-Clique um Harold und seine Freundin Leyla lieber im berühmten New Yorker Central Park ab. Sie ahnen jedoch nicht, dass ihr kommender Ausflug dorthin das absolute Grauen bereithält, denn ein rachsüchtiger Killer wartet nur darauf, sie für die Sünden ihrer Väter bezahlen zu lassen! “Central Park”, das Regie-Erstlingswerk des Schauspielers Justin Reinsilber, lässt das Herz von Fans von Slasher-Filmen wie “Halloween” oder “Freitag, der 13.” höherschlagen. Blutig, angsteinflößend und mit einem brutalen Killer, der keine Gnade kennt.

Also der Pressetext gefällt mir ja wieder, denn nach diesem könnte man meinen, man bekommt hier einen hochspannenden Slasher und blutigen Film serviert – dem ist allerdings mitnichten so, auch wenn man ihn nicht ganz niedermachen kann.

Wer ist denn bitte der Schauspieler Reinsilber? Ich denke mal das ich mich ganz ordentlich auskenne, aber der Name ist mir noch nie untergekommen. Anscheinend hat es damit nicht geklappt, also versucht er sich nun als Regisseur.

Der Film soll eine Hommage an John Carpenter Filme Ende der 70er darstellen – das ist immerhin klar erkennbar und in manchen Einstellungen klappt das sogar, nämlich in dem man dumpfe Synthietöne spielt, manchmal auch nur einen einzigen langen Ton, und dann auf dem Bild für ca. 10 Sekunden verharrt. Das hat der Meister genau so gemacht und diese Szenen sind auch Reinsilber sehr gelungen.

Leider ist das auch das einzigste, denn ansonsten ist das hier eine 0815 Story mit überschaubarem Gemetzelfaktor und somit auch für die Blutfraktion nur bedingt geeignet. Als der Film dann langsam in die Gänge kommt, ist er auch schon wieder vorbei.

Die Darsteller sind alle Mittelmaß, bis auf einen – der wäre nicht mal bis zu GZSZ gekommen. Zum Glück wird der als erstes niedergemetzelt, denn sein chargieren, geht einem tierisch auf die Nüsse.

Trash ist es sicherlich nicht, aber von einem gelungenen Werk kann man natürlich auch nicht sprechen. Trotz teilweise wirklich guter Ansätze ist hier noch sehr viel Luft nach oben für den Nachwuchsregisseur.

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DIE FRAU IM EIS (Koch Media)

am 10. April 2019 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Rechtsanwalt Eriks wohl situiertes Leben gerät aus den Fugen, als sein Arbeitgeber ihn für das Fehlen von 30 Millionen Euro verantwortlich macht. Dabei ist die Kohle schon längst unterwegs und zwar in kleinen Dosen, die Sofia in ihrem Bauch trägt und die sie nach Island schmuggelt. Eriks vorbestrafter Bruder sorgt dafür, das Madame gut ankommt und betreut sie im Hotel so gut es geht, doch leider wollen die Zäpfchen nicht raus und Sofia geht es immer schlechter. So langsam kommen Erik auch die Polizei und sein Kollege auf die Spur und es wird eng. Bald gibt es die ersten Toten…

Die Geschichte hört sich nun nicht sonderlich innovativ an. Herrschaften die Kohle brauchen und Drogenkuriere, die den Mist schlucken, um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen, wurden nun schon öfters präsentiert.

Der Film beginnt eigentlich als lupenreines Familiendrama, denn man bekommt erst einmal aufgezeigt, wie mies es der Familie eigentlich geht – nur Erik hat Karriere gemacht, kann den Hals aber nicht voll bekommen. Auch die Beweggründe der Kurierin kann man gut nachvollziehen.

Im zweiten Teil wandelt sich das ganze dann zu einem Thriller, der, insbesondere gegen Ende doch richtig unterhaltsam wird.

Sieht man vielleicht mal von Sofia ab (und da auch nur bedingt) gibt es in dem Streifen zudem keinen einzigen wirklich sympathischen Charakter, was es dem Zuschauer erschwert, mit irgend einem der Darsteller mitzuleiden, da sie sich den Mist alle selbst eingebrockt haben.

Schauspielerisch ist das ganze durchaus in Ordnung und sehr viel Mühe hat man sich gegeben, den Film in recht schickem Look zu präsentieren, aber ohne das das ganze jetzt in Kunst übergeht. Hier sind zudem glücklicherweise eher langsame oder normale Schnitte angesagt, denn das Highspeed-Geschnippsel nervt mich in letzter Zeit etwas.

Mir erschließt sich allerdings nicht eine Minute, wieso dieser Streifen DIE FRAU IM EIS heißt, denn das hat mit diesem Film absolut gar nichts zu tun. Leider ist mein isländisch nicht besonders gut, so weiß ich nicht wie der Originaltitel ist, doch dieser ist jedenfalls dusselig.

Trotzdem ein gut gespielter und recht spannender und optisch ansprechend in Szene gesetzter Film, der langsam beginnt und gegen Ende deutlich Tempo aufnimmt. Zudem hat mir der Abschluss gut gefallen, denn das erwartet man so sicherlich nicht.

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A PRIVATE WAR (Ascot Elite/Alive)

am 10. April 2019 unter Biopic, Drama abgelegt

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Marie Colvin, ist einer der berühmtesten Kriegsreporterin unserer Zeit. Als sie in Sri Lanka einem Anschlag zum Opfer fällt und ihr linkes Auge dabei draufgeht, verfällt sie in Lethargie, doch die hält nicht lange an, denn sie ist für eine Leben in einem schicken Heim einfach nicht geboren und es zieht sie wieder in die Ferne – diesmal nach Syrien. Der Reporter Paul Conroy, der mittlerweile zu einem sehr guten Freund geworden ist, begleitet sie dabei. Doch hier muss Marie einsehen, dass sie an ihre Grenzen stößt und gerät in Lebensgefahr.

Ich muss zugeben, das ich diese Reporterin nicht kannte, bin aber auch nicht wirklich firm in diesem Bereich, denn ich beschäftige mich auch selten mit dieser Materie, kannte aber immerhin den BANG BANG CLUB und hatte auch den hervorragenden Film dazu gesehen.

Trotzdem standen die Vorzeichen für eine gute Bewertung schlecht. Dies ist einfach nicht mein Genre und Rosamund Pike finde ich ziemlich überbewertet, während Jamie Dorman eigentlich spielen kann was er will – die Rolle des Mister Grey wird ihn ein Leben lang verfolgen.

Das unten jedoch eine sehr gute Bewertung aufgeführt ist, liegt an eben den überraschend guten Darbietungen und dem sehr authentischem Filmstil. Frau Pike liefert eine unglaubliche Leistung ab, denn vergleicht man mal ihr Spiel mit dem Verhalten und der Mimik der echten Reporterin in den Extras, da ist dort schon eine verblüffende Ähnlichkeit zu sehen. In einer Nebenrolle ist Stanley Tucchi mit dabei.

Für mich war das ganze natürlich auch zu dem noch interessant, weil ich keinerlei Vorkennrisse besaß und auch nicht wusste, wie der Streifen endet. Wer ein Happy End erwartet, kann hier gleich abschalten.

In den Extras gibt es die preisgekrönte Dokumentation UNDER THE WIRE zu sehen, die hervorragende Kritiken bekommt und sich mit dem Leben der Reporterin und den verschiedenen Schauplätzen, bei denen sie zugegen war, beschäftigt. Werde ich mir die Tage auch noch anschauen.

So bleibt unter dem Strich ein interessantes Biopic, bei der die Beweggründe für die Einsätze von Colvin auch gut herausgearbeitet werden. Diesmal ist der Hinweis „nach einer wahren Geschichte“ auch wirklich mal angemessen.

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THE GUILTY (Ascot Elite/Alive)

am 10. April 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ganz klein und zitternd ist Ibens Stimme am Telefon. Unter Todesangst tut sie so, als würde sie mit ihrer Tochter telefonieren. Ihr Entführer sitzt neben ihr im Wagen und darf unter keinen Umständen bemerken, dass sie den Notruf der Polizei gewählt hat. Dort nimmt Asger Holm Ibens Anruf entgegen. Er weckt alle Polizisteninstinkte in ihm. Er will ihr helfen! Sofort! Aber dafür hat er nur sein Telefon und keine Zeit zu verlieren..

Hervorragend. Diese Zusammenfassung lasse ich gerade so stehen, denn besser hätte ich sie auch nicht schreiben können. Die meisten Presseinfos sind teilweise dermaßen behämmert, dass man sie einfach umändern muss, obwohl das eigentlich nicht Aufgabe des Kritikers ist, der den Film ja bewerten soll. Diese hier ist genau richtig, sowohl in Inhalt und Länge.

Apropos Länge. Mir persönlich geht der Streifen einen Tick zu lang, denn irgendwann ist die grundsätzlich interessante Idee mal aufgebraucht, zumal man ja praktisch nur einen Raum sieht und den Telefonaten des Polizisten lauscht. Zudem ist sein „Geständnis“ gegen Ende meiner Meinung etwas dick aufgetragen und auch nicht realistisch.

Trotzdem gelingt es dem Film, mit insgesamt schmalem Budget und wenigen Mitteln, mit dem Telefon als klassischem Suspense-Stifter, größtenteils für interessante Unterhaltung zu sorgen. Ich muss aber zugeben, das ich die Wende in der Mitte des Film vorausgeahnt hatte, denn ausnahmsweise hatte ich bei den Dialogen vorher mal gut aufgepasst.^^

Die Schauspieler, insbesondere Herrn Jacob Cedergren habe ich auch noch nie vorher gesehen oder er ist mir nicht aufgefallen.

Allerdings muss ich dazu sagen, das ich ja immer versuche, eine relativ neutrale Wertung vorzunehmen und der Schnitt von unfassbaren 7,5 Punkten bei imdb überrascht mich nun doch etwas, denn wenn ich bedenke, was dort sonst viel schlechter wegkommt, ist das ein wenig hoch.

Nochmals. Insgesamt gut gemacht, auch durchgehend recht spannend, aber für meinen persönlichen Geschmack insgesamt doch zu lang. Daher würde ich sagen, dass hier alles drin ist zwischen

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LORO (Universum Film)

am 10. April 2019 unter Biopic, Drama, Komödie abgelegt

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Italien im Jahr 2008: Das Land ist geprägt von der Gier nach Reichtum und Macht und im Mittelpunkt steht natürlich der Besitzer des AC MAILAND und ehemalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi , dem alle in den Hintern kriechen, um ein bisschen Macht und Geld abzubekommen. Sergio zum Beispiel betreibt einen kleinen Callgirl-Ring und will ebenso wie seine Partnerin Tamara endlich auch seine Träume verwirklichen. Doch Berlusconi ist nur scheinbar der mächtigste Mann des Landes und der größte Medienmogul Europas. Er brütet auf seiner Sommerresidenz vor sich hin, ist ausgebrannt und hat mit zahlreichen Klagen zu kämpfen – seine Ehe ist ein Witz. Als ihn dann auch noch ein enger Vertrauter verrät, beschließt Berlusconi, sich nicht weiter dem Schicksal zu ergeben und wieder Ministerpräsident zu werden.

Wie es der beknackte Millionär immer wieder geschafft hat, sich in die Regierung wählen zu lassen, ist bis heute ein größeres Geheimnis als das, wer die Modern Talking Platten gekauft hat. Niemand konnte sie ausstehen, aber jede war auf Nummer Eins in den Charts und so ging es auch mit Berlusconi. Angeblich hassten ihn alle, aber es gelangen ihm mehrere Comebacks. Wenn die Italiener sonst keine Politiker hatten in dieser Zeit dann gute Nacht.

Das Ganze funktioniert als Satire auch recht ordentlich und lange Zeit wird auch der Name des Protagonisten gar nicht verraten, aber es ist eben auch ein Paolo Sorenntino Film. Ein Mann der ohne die sozialkritischen Komponenten nicht auskommt und der seinen Werken immer einen gewissen Anspruch verleiht.

LORO geht aber satte 2 ½ Stunden und irgendwann hat man dann doch die ganzen Intrigen und Ereignisse leid. Natürlich hält sich der Regisseur nur an wahre Geschehnisse und das Leben des Berlusconi kann man auch nicht schnell in einigen Minuten abhandeln – mir persönlich geht das ganze aber viel zu lang und manche Dinge wiederholen sich zu oft, zumal die satirische Komponente gegen Ende auch etwas weniger wird.

Eine Bewertung kann ich hier unmöglich abgeben, denn es wird viele geben die davon schwärmen, einige andere werden das ganze viel zu lang und streckenweise auch öde finden, besonders die, die die Geschichte des Berlusconi nicht kennen.

ASSASSINATION NATION (Universum Film)

am 03. April 2019 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Highschool-Schülerin Lily und ihre merkwürdige Gruppe von Freunden leben in dem Städtchen Salem (welch netter Hinweis auf die Hexenverbrennung), einem kleinen Kaff, in dem nicht wirklich viel los ist und das interessanteste die Frage ist, wer mit wem vögelt. Das ändert sich aber schnell, als ein anonymer Hacker anfängt, intimste Details aus dem Privatleben vieler Bewohner der Kleinstadt zu posten, denn dann wird die Sache kompliziert. Das erste Opfer ist der Bürgermeister, der sich auch das Leben nimmt. Danach ist der Rektor der Schule dran. Als dann noch der Verdacht entsteht, dass Lily und ihre Freunde in der Sache drin stecken, bricht das Chaos aus.

An diesem Film merke ich, dass ich zu alt bin für solche Streifen, der extrem an ein jugendliches Publikum gerichtet ist. Sei es nun aufgrund des hippen Schnitts oder dem bunten Look.

Man versucht hier der jungen Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, in dem man wenig subtil darauf hinweist, dass es für die Kids nur noch Social Media und Handy gibt und das man alles was dort verbreitet wird, auch willenlos glaubt. Zudem bringt man unterschwellig noch Kritik an, doch Menschen, die nicht der Norm entsprechen oder ungewöhnliche Neigungen haben, zu akzeptieren – alles jedoch nur halbgar.

Als man diese Themen dann abgearbeitet hat, versucht man den Film noch durch Gewaltorgien auch für Fans von Tarantino oder Ritchie interessant zu machen, und man kann, insbesondere dem Mittelteil, einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Bis dahin dürfte die ältere Generation aber schon das Handtuch geworfen haben.

So fällt es sogar schwer das ganze einem Genre zuzuordnen. Für ein Drama ist es nicht wirklich subtil, für einen Thriller nicht wirklich spannend. Satire? Gesellschaftskritikstunde?

Schauspielerisch ist das ganze zudem reichlich überschaubar. Nicht eine der Herrschaften kann wirklich überzeugen und so hat man zudem auch keinerlei Mitleid mit den unsympathischen Protagonistinnen.

Fazit: Ein recht unterhaltsamer zweiter Teil kann nicht darüber hinwegtäuschen, das dies in erster Linie ein Film für Jugendliche ist (trotz der Gewaltorgie) ,die dabei gar nicht merken, dass sie selbst zu dieser Zombiemasse gehören, denen das Handy wichtiger ist als Familie oder sonstige Werte. Unter diesem Gesichtspunkt hat der Film ja doch etwas bewirkt.

Bewertung unmöglich aufgrund des Alters des Rezensenten.

RIDE (Universum Film)

am 03. April 2019 unter Reviews abgelegt

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James träumt von einer Schauspielkarriere und hält sich als Fahrer für einen Taxi-Share-Anbieter in L.A. über Wasser. Sein erster Gast an diesem Abend ist die attraktive Jessica, die er zu einer Party bringt. Da die Chemie zwischen den beiden sofort stimmt, lädt sie ihn ein, nach seiner Schicht doch nachzukommen. Was er dann auch tut, er hat jedoch seinen nächsten Fahrgast namens Bruno dabei, der mit Geld um sich wirft und ihn für den ganzen Abend mietet. Als die drei zusammen unterwegs sind, mutiert der anfangs zwar geschwätzige, aber eher harmlos wirkende Bruno zum ziemlich fiesen Charakter.

Die Grundidee hat mir gut gefallen. Ich wusste auch gar nicht, dass es diese Art von Unternehmen gibt, die in den USA Menschen befördern – neben den klassischen Taxiunternehmen.

Frau Thorne versucht sich ja mittlerweile auch als Schauspielerin, nachdem sie mit ihrer, na ja „Musik“ schon reichlich Kohle verdient hat und hat den Streifen auch mitproduziert. Ihre Fähigkeiten sind zwar limitiert – aber es gibt schlimmere Damen, die meinen sie könnten schauspielern. Zudem hat sie mit den beiden anderen Protagonisten zwei ordentliche Mimen an ihrer Seite.

Der Film hat nur ein Problem. Für einen Thriller, setzt die Spannung einfach zu spät ein. Nicht das der Streifen bis dahin grottenschlecht oder langweilig wäre, nur ist es eben eine nette Alltagsstudie eines Fahrers mit seinen verrückten Gästen.

Nach sage und schreibe 44 Minuten beginnt RIDE dann Fahrt aufzunehmen. Das wäre auch noch in Ordnung, doch in Minute 73 !!! beginnt schon der Abspann, nach einem relativ abrupten Ende, das man etwas spannender hätte gestalten können.

So bleibt unter dem Strich nette Unterhaltung, doch das eigentliche Potenzial wird nicht völlig ausgereizt. Auf der Habenseite stehen ein schicker Look und ein sehr gelungener, elektronischer Soundtrack.

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NACHTFALKEN – MEDIABOOK (Koch Media)

am 03. April 2019 unter Reviews abgelegt

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Eigentlich sind die beiden Cops Deke DaSilva (was ein Name) und Matthew Fox als Lockvögel der New Yorker Polizei meist nachts auf Verbrecherjagd. Als aber der gefährliche Terrorist Heymar Wulfgar (schlimmer geht immer) nach einem verheerenden Anschlag in London nun den Big Apple heimsucht, sind sie plötzlich auch als Anti-Terror-Experten gefragt. Denn der skrupellose Wulfgar hat es auf Angestellte der Vereinten Nationen abgesehen und zwingt die beiden “Nachtfalken” in einen atemberaubenden Showdown, der neben konventionellen Waffen auch ihre Fähigkeiten zur Tarnung erforderlich macht.

Die ersten Veröffentlichungen dieses Streifens waren am Rande der Körperverletzung. Das Bild war teilweise auf VHS Niveau und es gab mehr Blitzer, als bei 100 Gewittern zusammen. Da der Streifen aber insbesondere in der Videogemeinde einen gewissen Kultstatus besitzt, brachte KOCH MEDIA ihn nun als sehr schönes Mediabook heraus, welches neben den unglaublichen Extras, besonders durch sein grandioses Bild besticht.

Der Film hat eine richtige Frischzellenkur erfahren und wüsste man nicht um das Alter von NIGHTHAWKS könnte man meinen, dies ist eine neue Produktion, die in den 80ern spielt. Hier gibt es wirklich nicht das kleinste Rauschen zu sehen und ich schaue die Filme auf einem Plasma, der besonders meckert, wenn in dieser Richtung etwas zu sehen ist.

Sylvester Stallone (mit beknackter Brille) hatte damals die beiden Rocky Filme abgedreht und war schon ein Star, doch dieser kleine Reißer wurde kein besonders großer Kinohit und spielte nur etwas mehr als sein Geld ein, war aber wohl eine Herzensangelegenheit des mittlerweile 72 Jahren alten Mimen.

Die Extras die man ausgebuddelt hat alle aufzuzählen, würde definitiv den Rahmen meiner Rezension sprengen, denn was man hier alles ans Tageslicht geholt hat, ist unglaublich,

Es gibt unter anderem, neben dem von Koch-VÖs bekannt schönen Inlay, eine alternative TV Fassung, Interviews, Trailer, und weitere Featurettes, die insgesamt länger gehen als der Streifen selbst. Der Film liegt sowohl als DVD als auch als Blu Ray vor.

Fazit: Endlich können die Fans des Streifens mit der Veröffentlichung zufrieden sein. Neben dem tollen Bild, fällt besonders die unfassbare Menge an Extras auf. So soll es sein.