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SPURLOS (Koch Media)

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Catherine und Matthew Parker ziehen gezwungenermaßen mit ihren beiden Kindern Lily und Tom nach Nathgari, in das australische Hinterland. Die beiden Kids haben Schwierigkeiten sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden. In der Nacht, bevor ein alles verdeckender Sandsturm über die Region herzieht, verschwinden Lily und Tom spurlos. Angeführt von Cop Rae, stehen die Bewohner des Ortes dem Paar zunächst bei der Suche zur Seite. Doch diese bleibt ergebnislos. Catherine wird daraufhin immer fragiler und verletzlicher und zwischen dem Paar kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen und Schuldzuweisungen und auch die vormals hilfreichen Nachbarn wenden sich gegen die Eheluet, welche ein dunkles Geheimnis hüten.

Was entsteht, wenn man eine insgesamt eher einfach gestrickte Geschichte um das Verschwinden zweier Kids, mit Kunstkino mischt? Das, was hier bei SPURLOS herauskommt.

Der Film ist bereits 3 Jahre alt und fand lange keinen Vertrieb, weil er doch partiell sehr sperrig ist. Trotzdem verwundert es, wenn man sich mal die imposante Besetzungsliste ansieht, die problemlos einen A-Film stemmen könnte.

Das Hauptproblem jedoch ist, das die Chemie zwischen Nicole Kidman und Joseph Fiennes nicht stimmt. Man kann sich die beiden einfach nicht als Ehepaar vorstellen, was natürlich bei einer Geschichte, die sich um die Probleme eines eben solchen dreht, nicht besonders hilfreich ist. Ich hätte die Rollen eher vertauscht, denn die Szenen zwischen Kidman und Weaving sind wesentlich harmonischer und glaubwürdiger.

Nun kommen wir aber zur Kunst. Da die Geschichte insgesamt nicht so viel hergibt, versucht die Regisseurin Kim Farrant, sehr viele surreale Szenen und künstlerische Bilder mit einfließen zu lassen. Das ist zwar nicht wirklich unterhaltsam, partiell aber optisch durchaus beeindruckend.

Zudem lässt sie allen Darstellern reichlich Raum für Interpretation, was ihr insbesondere von Kidman, die sich in den letzten 20 Jahren enorm entwickelt hat, was ihre Fähigkeiten betrifft, genutzt wird, um groß aufzudrehen. Insbesondere die Szenen in denen sie alleine zu sehen ist sind recht intensiv.

Jetzt soll ich zu diesem Streifen auch noch eine Bewertung abgeben, was reichlich schwierig ist. Ich kann mich für solche künstlerischen Elemente durchaus begeistern, zumal diese bei weitem nicht so überzogen sind wie etwa in MANDY, der ja ebenfalls bei KOCH MEDIA erscheinen ist. Viele jedoch empfinden solche Einflüsse als störend. Zudem ist der Film mit 112 Minuten auch reichlich lange, was vor allem die eigentliche Geschichte nicht hergibt.

Eine Bewertung ist eigentlich nicht möglich, zumindest keine einigermaßen objektive und auch im Internet habe ich zwischen „Genial“ und „totaler Schrott“ alles gefunden. Daher alles drin zwischen:

2chuckys

und

711

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