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Archiv für den 12. März 2019

GALVESTON (Koch Media)

am 12. März 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Profikiller Roy hat nicht mehr lange zu leben, denn seine Lunge ist komplett hinüber. Für den in schmutzige Geschäfte verwickelten Stan erledigt er die Drecksarbeit. Bei einem Auftrag den er von ihm erhält, wird ihm im Nachhinein bewusst, das er dabei draufgehen sollte. Doch er kann fliehen: zusammen mit der jungen Prostituierten Rocky und deren kleiner Schwester finden sie sich bald in Roys Heimatstadt Galveston wieder. Doch die Schergen seines Bosses sind schon unterwegs, denn nicht nur er, sondern auch Rocky verfügen über Informationen die Stan zu Fall bringen können.

Jetzt werden viele sagen, das die Geschichte doch reichlich unspektakulär ist und ähnliches doch nun wahrlich schon oft erzählt wurde. Diese Kritiker liegen richtig, doch trotzdem lohnt es sich den Streifen anzuschauen.

Da sind zum einen die hervorragenden Schauspieler. Ben Foster liefert als zum Tode Geweihter, der sein Herz entdeckt , eine absolut hervorragende Leistung ab. Das ist man von ihm aber gewohnt. Das jedoch Elle Fanning so gut sein kann, hätte ich nicht gedacht, denn eigentlich war sie bislang immer nur die kleine Schwester von Dakota, die für die gleiche Rolle vor 5 Jahren besetzt worden wäre. Als Stan ist in einer kleinen Nebenrolle übrigens Beau Bridges zu sehen.

Das absolute Highlight des Streifens sind allerdings die letzten 20 Minuten, auf die ich jedoch nicht wirklich eingehen kann, weil ich dann zu viel spoilern würde. Ich kann aber so viel sagen, dass ich selten einen so gelungenen Abschluss eines Films gesehen habe.

GALVESTON ist ein gut gespielter und vor allem glaubwürdiger Streifen, der insgesamt am ehesten im Drama-Genre beheimatet ist, wenn auch hier und da Actionszenen und leichte Thrillerelemente hinzukommen. Die Geschichte ist nachvollziehbar und wirkt nicht wie am Reißbrett konstruiert. Meiner Meinung nach sehr gelungen, an manchen Stellen allerdings auch ein wenig langatmig. Das wird von den anderen Pluspunkten jedoch locker kaschiert.

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DEUTSCHLAND 86 (Universum Film)

am 12. März 2019 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Nach den Ereignissen 1983 hat man Martin Rauch zu seinem Schutz nach Angola verbannt. Dort unterrichtet er Kinder in der deutschen Sprache und hat seine Vergangenheit fast schon vergessen, wäre da nicht sein Sohn Max, der weiterhin in der DDR lebt. Dann jedoch taucht seine ignorante und vollkommen linientreue Tante Lenora wieder bei ihm auf und bittet ihn ihr zu helfen. Als Belohnung dafür würde sie dafür sorgen, dass er zurück in die DDR kann, um bei seinem Sohn leben. Auch wenn er ihr nicht vertraut, lässt er sich auf den Deal ein. Dieser scheitert jedoch und Martin muss umdisponieren. Das macht er jedoch sehr geschickt in dem er sich mit der Frau eines einflussreichen Arztes einlässt. Mit ihrer Hilfe versucht er zurück in die DDR zu gelangen – dann erfährt er jedoch, dass diese für den BND arbeitet und sie versucht, ihn umzudrehen. Wird das gelingen und Martin seine alten Ideale verraten?

Die erste Staffel, die ja 3 Jahre zuvor spielte, war einer der besten deutschen Serien aller Zeiten. Da noch einen drauf zu setzen oder zumindest das Niveau zu halten, war natürlich eingermaßen schwierig, gelingt im Endeffekt aber fast – wenn auch nicht von Beginn an.

Denn die ersten Folgen die sich in Afrika abspielen, haben wenig mit der ersten Staffel zu tun und dienen eigentlich nur als Aufhänger, dass man Martin wieder zurück in die DDR schicken möchte und man hat sich dafür eine etwas haarsträubende Geschichte ausgedacht.

Als es beginnt wieder in Europa zu spielen und die DDR mehr zurück ins Spiel kommt, knüpft die Serie wieder nahtlos an die Vorgängerstaffel an, wenn es auch etwas schade ist, das der Kampf der beiden deutschen Seiten nicht mehr wirklich im Mittelpunkt steht, denn daraus bezog DEUTSCHLAND 83 ja seine hauptsächliche Faszination.

Sehr schön ist, das wirklich alle aus dem ersten Teil wieder dabei sind, mit Ausnahme von Ulrich Noethen, dessen Rolle eben nicht mehr in die jetzige Geschichte gepasst hätte. Ich halte sowohl Jonas Nay als auch Ludwig Trepte, der in einem Seitenstrang versucht ,die AIDS Krankheit an die Öffentlichkeit zu bringen, für 2 der besten Nachwuchsdarsteller, die wir haben. Beide sind Ende Zwanzig, Anfang 30 und haben schon sehr viele überzeugende Rollen gespielt. Zu dieser Kategorie zähle ich auch Frederik Lau und Tim Oliver Schulz.

Was mich persönlich etwas gestört hat, ist das doch sehr versöhnliche Ende, was ich nicht so gestaltet hätte. Allerdings bietet es anderseits auch eine ideale Vorlage für eine weitere Fortsetzung, die ja dann sicherlich DEUTSCHLAND 89 beleuchten wird, was ein interessantes Thema sein würde, denn da fiel ja schließlich die Mauer, was man sicher hervorragend in die Serie integrieren könnte. Ob diese Fortsetzung geplant ist, weiß ich allerdings nicht,

Fazit: Mit kleinen Abzügen in der B-Note eine gelungene Fortsetzung einer genialen Serie. Sehr schön herausgearbeitet wird auch, das man immer über die deutschen Kapitalisten schimpft, sich aber selbst zu Erhaltung der DDR zu solchen prostituiert. Weitere Folgen erwünscht.

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SPURLOS (Koch Media)

am 12. März 2019 unter Drama abgelegt

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Catherine und Matthew Parker ziehen gezwungenermaßen mit ihren beiden Kindern Lily und Tom nach Nathgari, in das australische Hinterland. Die beiden Kids haben Schwierigkeiten sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden. In der Nacht, bevor ein alles verdeckender Sandsturm über die Region herzieht, verschwinden Lily und Tom spurlos. Angeführt von Cop Rae, stehen die Bewohner des Ortes dem Paar zunächst bei der Suche zur Seite. Doch diese bleibt ergebnislos. Catherine wird daraufhin immer fragiler und verletzlicher und zwischen dem Paar kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen und Schuldzuweisungen und auch die vormals hilfreichen Nachbarn wenden sich gegen die Eheluet, welche ein dunkles Geheimnis hüten.

Was entsteht, wenn man eine insgesamt eher einfach gestrickte Geschichte um das Verschwinden zweier Kids, mit Kunstkino mischt? Das, was hier bei SPURLOS herauskommt.

Der Film ist bereits 3 Jahre alt und fand lange keinen Vertrieb, weil er doch partiell sehr sperrig ist. Trotzdem verwundert es, wenn man sich mal die imposante Besetzungsliste ansieht, die problemlos einen A-Film stemmen könnte.

Das Hauptproblem jedoch ist, das die Chemie zwischen Nicole Kidman und Joseph Fiennes nicht stimmt. Man kann sich die beiden einfach nicht als Ehepaar vorstellen, was natürlich bei einer Geschichte, die sich um die Probleme eines eben solchen dreht, nicht besonders hilfreich ist. Ich hätte die Rollen eher vertauscht, denn die Szenen zwischen Kidman und Weaving sind wesentlich harmonischer und glaubwürdiger.

Nun kommen wir aber zur Kunst. Da die Geschichte insgesamt nicht so viel hergibt, versucht die Regisseurin Kim Farrant, sehr viele surreale Szenen und künstlerische Bilder mit einfließen zu lassen. Das ist zwar nicht wirklich unterhaltsam, partiell aber optisch durchaus beeindruckend.

Zudem lässt sie allen Darstellern reichlich Raum für Interpretation, was ihr insbesondere von Kidman, die sich in den letzten 20 Jahren enorm entwickelt hat, was ihre Fähigkeiten betrifft, genutzt wird, um groß aufzudrehen. Insbesondere die Szenen in denen sie alleine zu sehen ist sind recht intensiv.

Jetzt soll ich zu diesem Streifen auch noch eine Bewertung abgeben, was reichlich schwierig ist. Ich kann mich für solche künstlerischen Elemente durchaus begeistern, zumal diese bei weitem nicht so überzogen sind wie etwa in MANDY, der ja ebenfalls bei KOCH MEDIA erscheinen ist. Viele jedoch empfinden solche Einflüsse als störend. Zudem ist der Film mit 112 Minuten auch reichlich lange, was vor allem die eigentliche Geschichte nicht hergibt.

Eine Bewertung ist eigentlich nicht möglich, zumindest keine einigermaßen objektive und auch im Internet habe ich zwischen „Genial“ und „totaler Schrott“ alles gefunden. Daher alles drin zwischen:

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und

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