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Archiv des Monats März 2019

ROAD GAMES (Lighthouse Film)

am 26. März 2019 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Jack hat keinen guten Lauf. Seine Freundin hat ihn verlassen und mit ihr auch gleich Geld und alle seine Klamotten. Er versucht nun per Anhalter irgendwie in Richtung England zu kommen. Da lernt er zufällig die hübsche Veronique kennen. Beide trampen nun zusammen und glücklicherweise hält auch ein Auto an. Der etwas merkwürdige Grizard bietet den beiden an, bei ihm im Haus zu übernachten. Obwohl er ein komischer Kauz ist, stimmen beiden zu, auch weil bekannt ist, dass im Moment ein Killer sein Unwesen treibt und da ist man doch lieber in einem warmen Bett in einem Haus untergebracht, als im Freien zu schlafen. Als Jack beobachtet, das Grizard nachts etwas aus dem Auto lädt, das die Größe eines Menschen hat, kommt ihm ein schrecklicher Verdacht.

Der Film beginnt langsam. Man legt durchaus Wert darauf, dem Zuschauer die Charaktere von Jack und Veronique näher zu bringen. Das ist aber alles durchaus interessant geschildert und keineswegs langweilig, hat aber mit einem Thriller nichts zu tun.

Das ändert sich dann aber im zweiten Teil, in dem der Film wirklich spannend wird. Der Zuschauer ist dabei hin und hergerissen. Ist dieser Grizard nun wirklich der Mörder? Oder hat gar seine komische Gattin damit etwas zu tun? Zudem kann man auch Jack durchaus in Betracht ziehen. Denn stimmt die Geschichte mit der Freundin wirklich?

Aus diesen ganzen Verdachtsmomenten und den Verhaltensweisen der Protagonisten bezieht der Film seine Stärke. Unterstützt wird das ganze durch einen Soundtrack, der einen an die 80er Jahre erinnert und klingt, als hätten Jean Michel Jarre und Trevor Horn zusammengearbeitet. Das gefällt dem Retrofan natürlich ebenfalls sehr.

Und auch als man sich dann später sicher ist, wer nun hier der Böse ist (weil es anscheinend eindeutig belegt wird) kommt trotzdem noch eine Wendung, die, und das ist das Schöne, nie und nimmer jemand vorausahnen kann, welche aber, wenn man den ganzen Film Revue passieren lässt, durchaus Sinn ergibt.

So bleibt unter dem Strich ein wirklich gelungener kleiner B-Movie,ohne jegliche Spezialeffekte, bei dem auffällt, dass er überwiegend im Hellen spielt, was ungewöhnlich ist für das Genre – zudem versehen mit einem Klasse-Drehbuch. Für mich ein kleiner Geheimtipp.

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DOG SOLDIERS – MEDIABOOK (Koch Media)

am 26. März 2019 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Es ist eine eigentlich sinnlose Übung, die die paar Soldaten abhalten. Die meisten ärgern sich eher darüber, das sie das Fußballspiel zwischen England und Deutschland verpassen. Doch das ist bald ihr kleinstes Problem, denn sie werden plötzlich von merkwürdigen Wesen attackiert, die aussehen wie Werwölfe. Als eine zweite Einheit hinzukommt, sind bis auf den Captain alle tot. Und auch die neue Truppe macht schnell Bekanntschaft mit den Viechern. Glücklicherweise werden sie von einer Forscherin gerettet, die sie auf ihren Bauernhof bringt. Doch bald werden sie auch dort überfallen und müssen um ihr Leben kämpfen.

Der Streifen hat über die Jahre absoluten Kultstatus erlangt und bekam auch auf mehreren Festivals Preise. Es war das Erstlingswerk von Neil Marshall, der danach als Regisseur von THE DESCENT voll durchstartete, sich aber später eher auf Fernseharbeiten konzentrierte.

Es handelt sich hierbei um die erste Veröffentlichung als Blu Ray und natürlich als UHD, die es 2002 beim Release noch nicht gab, über deren Qualität ich jedoch nichts aussagen kann, da ich keinen solchen Player besitze.

Das Mediabook lässt definitiv keinerlei Wünsche offen. In einem festen und schicken Einband gibt es ein toll gestaltetes Inlay, das sich mit der Geschichte des Werwolf-Genre beschäftigt und dabei auf wirklich alle Facetten eingeht – sowohl was die Anfänge betrifft, als auch neuere Streifen wie WHEN ANIMALS DREAM erwähnt. Geschrieben von einem wirklich guten Experten, der jede Menge Filme aufführt, die ich auch nicht kannte.

Die Extras dieser Veröffentlichung sprengen hier fast den Rahmen, daher seien nur einige genannt. Es gibt 3 Audiokommentare, einen davon unter anderem mit Marshall, entfallene Szenen, den Kurzfilm „Combat“ vom gleichen Regisseur, eine Gag-Reel, Interviews und vieles andere, so dass man sich auch nach Sichtung des Streifens wirklich noch stundenlang mit dem Film und auch eben der Geschichte des Genres beschäftigen kann.

Der Streifen ist wie oben erwähnt als UHD, Blu Ray und DVD vorhanden, so das im Falle eines späteres Updates (wenn man sich einen Player anschaffen sollte) hier auch gleich die passende Disc dafür griffbereit ist.

So bleibt unter dem Strich eine mehr als würdige Veröffentlichung eines Kultstreifens, der das muss man aber dazu sagen, damals schon die Geister scheidete. Die überwiegende Zahl der Kritiker fand ihn klasse und auch viele Zuschauer. Da der Film im Endeffekt aber doch eine eher kleinere Produktion ist/war, gab es auch welche, die ihn nicht mochten. Daher sollten Nichtkenner, sich den Film vielleicht erstmal ausleihen, Der Rest wird mit der Veröffentlichung hoch zufrieden sein.


ALONG CAME THE DEVIL (Ion-New-Media/Splendid)

am 26. März 2019 unter Horror abgelegt

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Ashley zieht zu ihrer Tante Tanya zurück in ihre alte Heimatstadt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Hannah, die sie noch aus Kindheitstagen kennt, sieht sie in einer Séance ihre verstorbene Mutter. Doch das war leider nicht alles, denn fortan folgt Ashley eine dunkle Macht auf Schritt und Tritt und sorgt dafür, das das Mädchen unschöne Sachen tut. Mithilfe des jungen Pastors John und seinem Mentor, bemüht sich Tante Tanya herauszufinden, was mit ihrer Nichte geschehen ist. Schnell scheint klar, dass nur ein Exorzismus helfen kann.

Jetzt ist das natürlich wahrlich nichts Neues, was man hier präsentiert bekommt, denn die Mischung „Jugendliche kommt in ein neues Umfeld und wird dann von Geistern heimgesucht“ wird gerne benutzt.

Erstaunlicherweise funktioniert der Streifen aber sehr gut. Auch wenn das Monsterchen einen nun nicht vom Hocker reißt und etwas kindisch wirkt, ist das Drumherum schick gemacht. Vor allem der vollelektronische Soundtrack sorgt für wohliges Unbehagen und die Idee mit der Geister-App fand ich auch ganz amüsant.

Die Hauptdarsteller sind mir alle gänzlich unbekannt, liefern aber eine gute Leistung ab, besonders die hübsche Sydney Sweeney hat mir gut gefallen. Ihre Filmographie ist allerdings bislang noch eher bescheiden.

Wieso der Film bei imdb gerade mal auf einen Schnitt von 4.0 kommt, erschließt sich mir nicht und manchmal glaube ich, das B-Movies einfach dort keine Lobby haben, denn auch wenn der Film jetzt nicht überragendes Neuland betritt, ist er doch grundsolides Genrekino. Bei Amazon kommt er übrigens deutlich besser weg.

Fazit: Nichts neues, aber altes spannend erzählt. Das abrupte Ende werden einige bemängeln – gerade das fand ich sehr gelungen. Wieso der Streifen allerdings eine FSK 18 hat verstehe ich nun gar nicht, denn brutal ist das ganze hier nicht.

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SHAPESHIFTER (Eurovideo)

am 26. März 2019 unter Horror abgelegt

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Nach dem tragischen Tod seiner Familie, entwickelt der Neurowissenschaftler Dr. Andre Mason ein bewusstseinserweiterndes Serum, das den Kontakt mit dem Totenreich ermöglichen soll. In einer abgelegenen Villa injiziert er sich und seinem Wissenschaftler-Team die Droge. Das Serum beginnt zu wirken und erlaubt ihnen mit übernatürlichen Erscheinungen zu interagieren. Doch mit ihrem Experiment haben sie auch die Aufmerksamkeit von weit dunkleren Wesen auf sich gezogen – sogenannten Formwandlern. Andre muss sich entscheiden: entweder für seine tote Familie oder sein Team, das ohne seine Hilfe diesem Experiment nicht lebend entkommen wird.

Die Firma Eurovideo gibt es noch, wenn auch sehr selten auf meiner Seite, denn dort tut man sich (ich sage es vorsichtig) etwas schwer, kleinere Seiten wie meine zu bemustern. Kann man ja auch verstehen, denn schließlich kostet so eine Presse-DVD auch etwa 10 Cent plus das teure Porto!!

SHAPESHFTER habe ich mir in einer Aktion mitbestellt, weil er ganz interessant klang und ich Thomas Kretschmann mag. Erst im Nachhinein habe ich gesehen, das der Streifen auf imdb übelst niedergemacht wird. Aber so schlecht finde ich ihn gar nicht.

Zwar ist die Geschichte nicht sonderlich originell, doch der Regisseur schafft es mit einigen Kniffen in der Kameraführung dem Ganzen eine schicke Atmosphäre zu geben. Die Tricks sind für einen kleinen Film auch in Ordnung und das Vieh sieht gar nicht mal schlecht aus.

Auch die anderen Schauspieler neben Kretschmann spielen überzeugend und gerade im zweiten Abschnitt sind einige Schockmomente durchaus gelungen und erinnern mich ein wenig an ISOLATION, einem ewigen Geheimtipp von mir, so das ich dem ganzen durchaus ein „ganz gut“ attestieren würde. Und das heißt bei mir 4 Chuckies. Auf weiterhin gute Zusammenarbeit….

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LEVEL 16 (Splendid Film)

am 19. März 2019 unter Drama, SciFi, Suspense abgelegt

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Reinheit, Gehorsamkeit, Bescheidenheit: Diese Tugenden werden in der Vestalis-Akademie nach strengsten Regeln gelehrt. Nur mit Fleiß und Disziplin werden die Mädchen es schaffen, auf Level 16 zu kommen – der letzten Stufe der Akademie – und haben damit die Chance, adoptiert zu werden. Die regeltreue Vivien ist gerade frisch auf Level 16 gekommen und trifft dort auf Sophia. Diese rät auf die ominösen Vitamine zu verzichten, die sie täglich einnehmen müssen. Zögernd beherzigt sie Sophias Rat und kann in der folgenden Nacht nicht einschlafen. Erstmals erlebt sie, wie die Tür des Schlafraums geöffnet und Mädchen mitgenommen werden. Langsam kommt sie den wahren Hintergründen der Akademie auf die Spur – und die sind schlimmer, als alles, was sie dort bislang erlebt hat!

Den Pressetext fand ich hervorragend und habe ihn deshalb übernommen. Das ist zwar auf den meisten Seiten Standard, doch oft sind diese Zusammenfassungen ziemlich dusselig und ich formuliere eine eigene aus – in diesem Fall aber spiegelt das ganze den Ablauf perfekt wieder.

LEVEL 16 ist nur ganz schwer einem Genre zuzuordnen, da hier Elemente von Drama, Thriller und Sci-Fi vorhanden sind – eine recht ungewöhnliche Mischung, wie ich sie bislang nur selten gesehen habe. Eventuell könnte man MOON oder GATTACA als Referenz nehmen, aber lediglich auf die Genre-Kreuzung bezogen, nicht auf die Handlung.

Die ist endlich mal wieder etwas völlig anderes. Vor allem weiß man sowohl als Zuschauer genauso viel oder wenig weiß, wie die dort ansässigen Schülerinnen. Die meisten der Mädels sind dermaßen indoktriniert, dass sie nach so vielen Jahren völlig blindlings den Anweisungen folgen und nichts hinterfragen, weil sie ja schließlich adoptiert werden wollen, was allerdings in keinster Weise das Ziel dieser Einrichtung ist.

Als Chef der Akademie konnte man den von mir hochgeschätzten Peter Outerbridge gewinnen, der in RE GENESIS, in dem er einer der Hauptrollen spielte, in einer der besten Serie des neuen Jahrtausends mitwirkte. Auch die mir völlig unbekannte Katie Douglas liefert eine wirklich hervorragende Leistung ab.

Der Streifen hat sicherlich nicht viel Geld gekostet, denn er spielt meist in einem Gebäude und es sind auch keinerlei Spezialeffekte vorhanden, was aber beweist, dass eine gute Idee oft ausreicht, um einen überraschend gelungenen Film zu produzieren, denn als solchen kann man LEVEL 16 bezeichnen, auf dessen Geschichte man sich aber einlassen muss.

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LOOK AWAY (Splendid Film)

am 19. März 2019 unter Drama, Horror abgelegt

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Die 18-jährige Maria hat es wahrlich nicht leicht. In der Schule wird sie von ihren Mitschülern gemobbt, und auch zu Hause fühlt sie sich bei ihren Eltern nicht wirklich wohl, zumal die beiden eine eher ausgelutschte Ehe führen. Eines Tages entdeckt sie in ihrem Spiegelbild ein Mädchen, das genau aussieht wie sie selbst. Sie bekommt heraus, das sie eigentlich ursprünglich noch eine Zwillingsschwester hatte. Diese taucht nun auf und will ihr in ihrem verpfuschten Dasein helfen. Maria lässt sich darauf ein und nun übernimmt Airam die Position im Leben, indem die die Rollen tauschen. Während Maria nun im Spiegel verweilt, regelt ihre Schwester die Angelegenheiten draußen – allerdings auf recht rabiate Weise.

Ich gebe zu, wenn man sich das durchliest, klingt das erst einmal ziemlich beknackt. Ist es aber gar nicht, denn wie die beiden zueinander finden, und wie sich langsam das Geheimnis hinter dem Spiegelbild zusammensetzt, wird hier sehr schön erklärt.

Das absolute Pluspunkt dieses Horrorstreifens ist allerdings sein Look. Alleine das Haus in dem Maria lebt ist ein Palast. Doch das ist nicht alles. Der Kameramann schafft es, aus dieser doch eher kleinen Produktion, einen Look zu zaubern, dass man meinen kann, der Film sei 10 Mal so teuer gewesen.

Ok. Mira Sorvino, Jason Isaacs und auch die grandios aufspielende India Eisley, der ich eine große Karriere voraussage (allerdings nur wenn sie sich gescheite Filme heraussucht, denn LOOK AWAY ist der erste gute in ihrer Vita), werden sicherlich nicht für nen Appel und nen Ei dort mitgewirkt haben.Trotzdem handelt es sich doch um eine kleinere Produktion, die aber wahrlich nicht danach aussieht.

In Sachen Gewalt ist der Streifen allerdings eher mild, so dass Splatterfreunde nicht wirklich auf ihre Kosten kommen. Das hat der Film aber auch nicht nötig, denn er lebt von der Atmosphäre.

Dazu gibt es eine der besten Schlusseinstellungen, die ich je gesehen habe. Während der Streifen sonst eher ruhig und stilvoll inszeniert wurde, bekommt man gegen Ende 20 Sekunden im Stakkato und mit lauter Musik präsentiert, die noch einmal des Rätsels Lösung verdeutlichen.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Horrorfilm mit Niveau, der eine hervorragende Atmosphäre und eine exzellente Hauptdarstellerin zu bieten hat. Ein kleiner Geheimtipp für Menschen, die Filme wie GLASSHOUSE oder CARRIE mochten

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24 HOURS – TWO SIDES OF CRIME (Justbridge)

am 19. März 2019 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Ein Banküberfall in einer Kleinstadt lauft völlig aus dem Ruder. Polizei und Geiselnehmer beginnen ein nervenzerfetzendes Katz- und Mausspiel, das die Stadt einen ganzen Tag lang in Atem halt. Es werden 2 erfahrene Ermittler eingesetzt, um mit den beiden Verbrechern per Handy zu verhandeln, doch mit der Zeit bekommen diese den Eindruck das die Täter gar nicht an dem geforderten Lösegeld interessiert sind, sondern einen völlig anderen Plan verfolgen.

Die Geschehnisse in dieser 12-teiligen TV Serie werden abwechselnd aus der Perspektive der Polizei, der Presse sowie auch aus der Sicht der Bankräuber, der Opfer und ihrer Familien gezeigt. Jede neue Folge lüftet dabei ein kleines Stuck des Geheimnisses und der Zuschauer erkennt allmählich, dass mehr dahinter steckt als zuerst angenommen.

Und genau dafür sind auch heute noch Rezensionen sehr wichtig, denn die ersten beiden Folgen sind, nun ja sagen wir mal, leidlich spannend. Denn zunächst bekommt man den Eindruck vermittelt, dass man hier einem ganz normalen Banküberfall mit Geiselnahme beiwohnt, wie man es schon zig Male gesehen hat.

Doch ab Folge 3 ändert sich dies komplett, denn es geht, wie bereits oben angedeutet, mitnichten um Lösegeld, sondern die Geiselnehmer haben sich etwas völlig anderes ausgedacht, weil sie über Insiderinformationen verfügen. Was genau das ist, lasse ich hier mal unbeantwortet, weil ich die Idee wirklich klasse fand.

Überhaupt schafft man es, immer wieder neue Wendungen einzustreuen, die ich so noch nicht gesehen habe und welche die Handlung interessant halten. Auch das sich die Folgen aus der Sicht der Polizei und dann aus der der Täter abwechseln, ist ein durchaus interessanter Schachzug, da man häufig erkennt, das die Polizei etwas ganz anderes vorhat oder denkt als die Täter und umgekehrt.

Fazit. Durchaus spannende Serie, die man vielleicht um 2 Folgen hätte kürzen können, da einige Seitenhandlungen nicht unbedingt notwendig gewesen werden. Ansonsten aber ein durchaus interessantes Konzept.

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AGAINST THE NIGHT (Lighthouse)

am 19. März 2019 unter Horror abgelegt

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Ein paar Freunde feiern ausgelassen eine Party. Einer von ihnen, der gerne mal Filmregisseur werden will, kommt auf die Idee, doch mal das nahegelegene und schon lange geschlossene Gefängnis zu besuchen. Da man in guter Stimmung ist, nimmt man den Vorschlag auch an. Zwar hat man kurz vor Eintritt zu dem Ort doch einiges an Muffensausen, aber was soll denn schon passieren? Dort wohnt ja niemand mehr. Tja falsch gedacht, denn plötzlich wird einer nach dem anderen ermordet und leider sind alle Auswege plötzlich versperrt.

Zwar bekommt die Geschichte nun keinen Innovationspreis, denn das Eindringen in geschlossene Gebäude war schon öfters Thematik eines Horrorfilms. Das einiges durch Sicht der subjektiven Kamera des kommenden Regisseurs gezeigt wird, mag den ein oder anderen stören, wird aber wirklich nur in manchen Szenen als Stilmittel eingesetzt – der größte Teil ist als normaler Film aufgezogen – also keine Angst vor Dauergewackel.

Die Atmosphäre in dem Laden ist durchaus gruselig und den Darstellern, nimmt man ihre Angst auch ab. Soweit so bekannt. Doch dann kommt in der Mitte des Streifens eine höchst interessante Wendung hinzu, auf die ich niemals gekommen wäre. Leider würde ich zu viel spoilern wenn ich diese jetzt heraus posaunen würde, aber man kommt dahinter, wer den nun in den Gemäuern herumwandert.

Das Ende des Films ist ebenfalls gelungen und die letzte Szene bleibt einem noch lange in Erinnerung, denn sie bestätigt das, was ich oben angedeutet habe.

Interessant hierbei sind die Bewertungen. Während der Film bei IMDB in den Rezensionen niedergemacht wird, bekommt er bei amazon durchweg gute Kritiken. So eine Streuung habe ich vorher bei noch keinem einzigen Film gesehen und ist auch eher ungewöhnlich.

Ich persönlich würde mich hierbei in der Mitte einordnen, denn auch wenn das alles nicht sonderlich originell ist, wurden einige gute Schockeffekte platziert und die Handlung ist dazu durchgehend spannend. Daher gibt’s hierfür:

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GALVESTON (Koch Media)

am 12. März 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Profikiller Roy hat nicht mehr lange zu leben, denn seine Lunge ist komplett hinüber. Für den in schmutzige Geschäfte verwickelten Stan erledigt er die Drecksarbeit. Bei einem Auftrag den er von ihm erhält, wird ihm im Nachhinein bewusst, das er dabei draufgehen sollte. Doch er kann fliehen: zusammen mit der jungen Prostituierten Rocky und deren kleiner Schwester finden sie sich bald in Roys Heimatstadt Galveston wieder. Doch die Schergen seines Bosses sind schon unterwegs, denn nicht nur er, sondern auch Rocky verfügen über Informationen die Stan zu Fall bringen können.

Jetzt werden viele sagen, das die Geschichte doch reichlich unspektakulär ist und ähnliches doch nun wahrlich schon oft erzählt wurde. Diese Kritiker liegen richtig, doch trotzdem lohnt es sich den Streifen anzuschauen.

Da sind zum einen die hervorragenden Schauspieler. Ben Foster liefert als zum Tode Geweihter, der sein Herz entdeckt , eine absolut hervorragende Leistung ab. Das ist man von ihm aber gewohnt. Das jedoch Elle Fanning so gut sein kann, hätte ich nicht gedacht, denn eigentlich war sie bislang immer nur die kleine Schwester von Dakota, die für die gleiche Rolle vor 5 Jahren besetzt worden wäre. Als Stan ist in einer kleinen Nebenrolle übrigens Beau Bridges zu sehen.

Das absolute Highlight des Streifens sind allerdings die letzten 20 Minuten, auf die ich jedoch nicht wirklich eingehen kann, weil ich dann zu viel spoilern würde. Ich kann aber so viel sagen, dass ich selten einen so gelungenen Abschluss eines Films gesehen habe.

GALVESTON ist ein gut gespielter und vor allem glaubwürdiger Streifen, der insgesamt am ehesten im Drama-Genre beheimatet ist, wenn auch hier und da Actionszenen und leichte Thrillerelemente hinzukommen. Die Geschichte ist nachvollziehbar und wirkt nicht wie am Reißbrett konstruiert. Meiner Meinung nach sehr gelungen, an manchen Stellen allerdings auch ein wenig langatmig. Das wird von den anderen Pluspunkten jedoch locker kaschiert.

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DEUTSCHLAND 86 (Universum Film)

am 12. März 2019 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Nach den Ereignissen 1983 hat man Martin Rauch zu seinem Schutz nach Angola verbannt. Dort unterrichtet er Kinder in der deutschen Sprache und hat seine Vergangenheit fast schon vergessen, wäre da nicht sein Sohn Max, der weiterhin in der DDR lebt. Dann jedoch taucht seine ignorante und vollkommen linientreue Tante Lenora wieder bei ihm auf und bittet ihn ihr zu helfen. Als Belohnung dafür würde sie dafür sorgen, dass er zurück in die DDR kann, um bei seinem Sohn leben. Auch wenn er ihr nicht vertraut, lässt er sich auf den Deal ein. Dieser scheitert jedoch und Martin muss umdisponieren. Das macht er jedoch sehr geschickt in dem er sich mit der Frau eines einflussreichen Arztes einlässt. Mit ihrer Hilfe versucht er zurück in die DDR zu gelangen – dann erfährt er jedoch, dass diese für den BND arbeitet und sie versucht, ihn umzudrehen. Wird das gelingen und Martin seine alten Ideale verraten?

Die erste Staffel, die ja 3 Jahre zuvor spielte, war einer der besten deutschen Serien aller Zeiten. Da noch einen drauf zu setzen oder zumindest das Niveau zu halten, war natürlich eingermaßen schwierig, gelingt im Endeffekt aber fast – wenn auch nicht von Beginn an.

Denn die ersten Folgen die sich in Afrika abspielen, haben wenig mit der ersten Staffel zu tun und dienen eigentlich nur als Aufhänger, dass man Martin wieder zurück in die DDR schicken möchte und man hat sich dafür eine etwas haarsträubende Geschichte ausgedacht.

Als es beginnt wieder in Europa zu spielen und die DDR mehr zurück ins Spiel kommt, knüpft die Serie wieder nahtlos an die Vorgängerstaffel an, wenn es auch etwas schade ist, das der Kampf der beiden deutschen Seiten nicht mehr wirklich im Mittelpunkt steht, denn daraus bezog DEUTSCHLAND 83 ja seine hauptsächliche Faszination.

Sehr schön ist, das wirklich alle aus dem ersten Teil wieder dabei sind, mit Ausnahme von Ulrich Noethen, dessen Rolle eben nicht mehr in die jetzige Geschichte gepasst hätte. Ich halte sowohl Jonas Nay als auch Ludwig Trepte, der in einem Seitenstrang versucht ,die AIDS Krankheit an die Öffentlichkeit zu bringen, für 2 der besten Nachwuchsdarsteller, die wir haben. Beide sind Ende Zwanzig, Anfang 30 und haben schon sehr viele überzeugende Rollen gespielt. Zu dieser Kategorie zähle ich auch Frederik Lau und Tim Oliver Schulz.

Was mich persönlich etwas gestört hat, ist das doch sehr versöhnliche Ende, was ich nicht so gestaltet hätte. Allerdings bietet es anderseits auch eine ideale Vorlage für eine weitere Fortsetzung, die ja dann sicherlich DEUTSCHLAND 89 beleuchten wird, was ein interessantes Thema sein würde, denn da fiel ja schließlich die Mauer, was man sicher hervorragend in die Serie integrieren könnte. Ob diese Fortsetzung geplant ist, weiß ich allerdings nicht,

Fazit: Mit kleinen Abzügen in der B-Note eine gelungene Fortsetzung einer genialen Serie. Sehr schön herausgearbeitet wird auch, das man immer über die deutschen Kapitalisten schimpft, sich aber selbst zu Erhaltung der DDR zu solchen prostituiert. Weitere Folgen erwünscht.

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