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M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (Universum Film)

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Wien mitten im Winter. Eine Mutter schickt ihre kleine Tochter zurück zum Spielplatz, um die vergessene Jacke zu holen – doch sie kommt nicht mehr zurück. Ein Kindermörder treibt sein Unwesen in Österreichs Hauptstadt und die Polizei ist ratlos Der Innenminister beginnt die Serienmorde politisch für seine Zwecke zu nutzen, da er eine Kanzlerschaft anstrebt. Die Boulevardpresse heizt die Stimmung an. Und in der Bevölkerung beginnt es zu rumoren. Mehr und mehr Kinder verschwinden. Als die Leichen dann plötzlich aufgebahrt im Schnee auftauen, beteiligt sich nahezu die ganze Stadt an der Suche nach dem Mörder. Um ein Exempel zu statuieren ,wird auch die Unterwelt von Wien vorgeführt, die sich daraufhin ebenfalls auf die Suche macht.

Wie sich der geneigte Filmfan sicher denken kann, handelt es sich hier um ein Remake des Filmes von Fritz Lang aus dem Jahre 1931. Man möge mir bitte verzeihen, das ich mich an diesen ad hoc nicht mehr erinnern kann, denn als ich den zuletzt gesehen habe, kostete eine Nussecke noch 50 Pfennig.

Also konzentriere ich mich auf die Miniserie, die wohl in TV NOW laufen wird, bevor sie ins normale Fernsehen kommt. Auf Blu Ray gibt es diese allerdings jetzt schon im Handel.

Die ersten 3 Folgen sind äußerst schwere Kost. Dort meinte der Regisseur wohl das Feuilleton bedienen zu müssen und päppelt die Geschichte mit einigen surrealistischen und mystischen Szenen auf, die eigentlich nicht wirklich zu der Geschichte passen.

Seltsamerweise lassen diese (Gott sei dank) in den nächsten 3 Folgen deutlich nach und man konzentriert sich mehr auf die Suche nach dem Mörder und die verschiedenen Parteien und ihre teilweise eher unedlen Motive werden herausgearbeitet. Denn hier versucht jeder Kapital aus der Sache zu generieren.

Ein Verleger will die Auflage steigern, die Polizei will ihr ramponiertes Image aufbessern. Der Innenminister will den Killer fassen um etwas vorweisen zu können und die Unterwelt Wiens, die als Sündenbock genommen wird, handelt ebenfalls im eigenen Interesse.

Die Besetzung ist formidabel. Moritz Bleibtreu, Christian Dolezal, Julia Sternberger, Lars Eidinger und sogar das Enfant Terrible Udo Kier ( in einer kleineren Rolle) sind dabei, was für eine TV Serie durchaus ambitioniert und beachtlich ist.

Doch irgendwie kann mich M nicht komplett überzeugen. Es schleichen sich hier und da doch ein paar Spannungslücken ein, die in einer so kurzen Serie eher die Ausnahme sein sollten und auch wenn ich nichts gegen Arthouse habe, sind mir manche Dinge einfach zu gewollt künstlerisch und die Rolle, die BELA B von den Ärzten spielt, verstehe ich eigentlich gar nicht.

Gelungen ist allerdings das Ende, denn wie man plant den Mörder zur Strecke zubringen ist durchaus pfiffig. Das „Tribunal“ hingegen ein wenig arg weit hergeholt und wieder etwas zu pathetisch.

So geht das die ganze Serie durch, die guten und weniger guten Abschnitte wechseln sich hier ständig ab und es wirklich schwer eine abschließende Bewertung zu finden. Ich könnte mir vorstellen das der „normale“ Fernsehzuschauer hier, besonders am Anfang, schwer Zugang findet, denn von der Inszenierung eines Tatorts ist dies hier meilenweit entfernt.

4chucky1122111311

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