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Archiv für den 06. Februar 2019

MILE 22 (Universum Film)

am 06. Februar 2019 unter Reviews abgelegt

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Sie arbeiten außerhalb staatlicher Grenzen, in einer Welt ohne greifbare Gegner. Für die Regierung sind sie „Geister“ – sie erledigen die Jobs, von denen keiner etwas weiß, so auch in diesem Fall: Elite-Agent James Silva wird in die Botschaft eines südostasiatischen Landes einberufen, um eine gefährlich hohe Menge an verschwundenem radioaktiven Material wiederzubeschaffen. Als plötzlich der mysteriöse Spion Li Noor auftaucht und Silva einen Deal vorschlägt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn es gibt eine Bedingung für den Geheimnisaustausch: Li Noor will schnellstmöglich außer Landes gebracht werden. Das hört sich einfacher an, als es ist, denn schließlich sind auch andere Parteien an den Informationen des Herrn interessiert.

Filme mit Wahlberg gehen eigentlich immer. Zumindest weiß man, dass gute Unterhaltung geboten wird, wenn auch selten sehr niveauvoll. So ähnlich verhält es sich auch mit diesem Streifen.

Man kann hier wirklich sagen, dass der Film ab der ersten Minute spannend uns actionreich ist und einen schönen Abend mit Popcorn vor der Glotze beschert, wenn man die Erwartungen nicht ganz so hoch steckt.

Abermals arbeitete der ehemalige Sänger mit seinem Kumpel Peter Berg zusammen, den viele noch aus dem Kultstreifen SHOCKER kennen, in dem er als Schauspieler die Hauptrolle besetzte. Später verlegte er sich dann aufs Filme machen und besetze Wahlberg unter anderem für BOSTON und DEEPWATER HORIZON, ebenfalls Streifen der Marke „sehr gute Unterhaltung“. Hier spielt er übrigens eine kleine Nebenrolle

Fairerhalber muss man aber sagen, dass man viele Dinge nicht versteht. Da müsste man schon echt ein Agent der oben genannten Einheit sein, die regelmäßig mit irgendwelchen Begriffen um sich feuert, die man als Normalsterblicher gar nicht kennt.

Die Besetzung ist dabei ziemlich hochkarätig. Neben Wahlberg agieren unter anderem Lauren Cohan, der neue Star aus Indonesien Iko Uwais, der sich bereits mit THE RAID 2 und HEADSHOT einen Namen machte und John Malkovich, der, das muss man allerdings so hart sagen, hier schauspielerisch gnadenlos unterfordert ist.

Ein wenig zu viel bekommt man gegen Ende von asiatischer Kampfkunst geboten, die in diesem Kontext ein wenig übertrieben scheint und sich nicht so ganz in den sonst eher typisch amerikanischen Streifen einfügt.

Freuen wird es aber vor allem Fans der etwas härteren Gangart, denn die FSK Freigabe ist an manchen Stellen fast schon grenzwertig, denn hier geht es ganz schön heftig zur Sache und vor 20 Jahren wäre der Streifen niemals so von unseren geliebten Jugendschützern genehmigt worden.

Fazit: Sehr amerikanisch, aber absolut gute Unterhaltung – und das ist genau das, was man von dem Team Wahlberg/Berg eben erwartet. Wer ein anspruchsvolles Drama sehen will, schaut sich sicherlich eh andere Filme an.

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BROKEDOWN PALACE (Koch Media)

am 06. Februar 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Zwei Mädels, die sich vor dem Gang zum College noch einmal amüsieren wollen, unternehmen einen Trip nach Bangkok, erzählen den Eltern aber das sie in Hawaii unterwegs sind. Dort lernen sie den netten Nick kennen, mit dem sich eine dann natürlich einlässt. Doch der hat nur eines im Sinn: Die beiden als Drogenkuriere zu benutzen. Sie werden am Flughafen geschnappt und kommen in einem Frauenknast, in dem es nicht gerade freundlich zugeht. Auch wenn beide nichts von der Ware wussten, die sie mitführten, droht ihnen lebenslanger Aufenthalt dort. Ein ortsansässiger amerikanischer Anwalt übernimmt ihren Fall, ist anfangs aber eher an dem Geld interessiert, das er dafür bekommt, doch dann kommt er allmählich einer Verschwörung auf die Spur und beißt sich fest.

Ich hatte den Film, der bereits 1999 gedreht wurde, bislang noch nie gesehen, was auch damit zusammenhängt, dass sich meine Liebe für Frau Beckinsale in Grenzen hält. Dementsprechend wird sie hier von ihrer Mitstreiterin Claire Danes auch ganz schön übel an die Wand gespielt. Beide sind aber auch heute noch gut im Geschäft, insbesondere Daines ist ja mit HOMELAND noch mal richtig durchgestartet.

Der Film ist überraschend gut. Auch wenn manche Dialoge heute etwas altbacken wirken, ist das Schicksal der Mädels interessant geschildert, wobei der Streifen meines Wissens NICHT auf einer wahren Begebenheit beruht.

BP funktioniert sowohl als Thriller, als auch Drama das gegen Ende zwar ein bisschen übertrieben gerät, aber dennoch zu überzeugen weiß, was auch an den sehr guten Leistungen von Daines und Pullman liegt. In einer Nebenrolle ist übrigens Lou Diamond Phillips zu sehen.

Das Bild liegt auf gutem DVD Niveau. Die Farben sind schön satt und nur an manchen Stellen sieht man leichtes Grieseln, besonders in den dunkleren Stellen, aber das fällt wohl auch nur Leuten wie mir auf, die auch gezielt auf so etwas achten. Daher ist das dann eher Jammern auf sehr hohem Niveau. So alt ist der Streifen ja nun nicht, so dass man hier sicher nicht groß nachbearbeiten musste.

Insgesamt für mich, der den Film noch nie vorher gesehen hatte, eine positive Überraschung. Eine glaubwürdige Geschichte mit interessanten Wendungen, die man so auch nachvollziehen kann und die nicht übertrieben dargestellt wird.

ELMER (Koch Media)

am 06. Februar 2019 unter Horror abgelegt

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Als der junge Brian eines morgens erwacht, ist in seinem Leben buchstäblich der Wurm drin. Dessen Name: Elmer – ein bösartiger Parasit, der sich Brians Körper als menschlichen Wirt ausgesucht hat und ihn nur dann weiter mit einer süchtig machenden Droge versorgt, wenn dieser ihm menschliche Hirne zum Verzehr vorsetzt. Was mit ein paar blutigen Streifzügen beginnt, endet im Mord an der eigenen Freundin. Und in der Erkenntnis, dass er seinen parasitären Drogenlieferanten schnellstmöglich loswerden muss.

Eine Bewertung dieses Streifens erspare ich mir komplett, denn das ist wirklich ein „love it or hate it“-Ding, denn als der Film erschien, war er im Jahre 1988 schon trashig – dass sich das 30 Jahre später nicht geändert hat, sondern eher noch einen draufsetzt ist dabei wohl klar. Trotzdem hat er einen riesigen Fankreis und man schaue sich nur mal die Bewertungen bei ofdb an, die sind alle im oberen Bereich.

Regisseur Frank Henenlotter schuf mit diesem Streifen einen kleinen Kultfilm, der insbesondere auf VHS seine Popularität erlangte. Das war ihm vorher schon mit BASKET CASE gelungen – insofern hat der Mann durchaus seinen Platz in der Filmgeschichte verdient. Er hat jedoch schon lange aufgehört zu drehen und ist nun unter anderem Filmkritiker!!! Da würde mich mal interessieren, was der Mann so bewertet :o ).

Die Veröffentlichung von KOCH ist selbstredend sehr schön gestaltet. Es gibt einen dicken Einband und ein Heft mit Infos und Bilder vom Set, das alles hübsch verpackt in einem schicken Mediabook, das den Streifen als DVD und Blu Ray enthält. Dazu hat man auch noch jede Menge Extras ausgegraben, unter anderem eine lustige Featurette zu den Effekten, die heute natürlich komplett antiquarisch wirkt.

Das Bild des Streifens ist zwischen DVD und Blu Ray nur marginal unterschiedlich Die Farben kommen sehr gut rüber, aber insgesamt hat man das Gefühl, dass sich ein leichter Schleier über das Bild zieht und deshalb alles etwas verwaschen aussieht. Grieseln ist kaum zu erkennen und Blitzer sind auch rar. Der Ton dröhnt ein wenig, aber nicht so das es stören würde, zumal der bei dem Film eh nicht so wichtig ist.

Fazit: Eine qualitativ gute Veröffentlichung eines Kultstreifens, auf den viele gewartet haben. Ob er den berüchtigten Test of Time besteht, muss jeder für sich entscheiden.