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PATIENT 7 (Splendid)

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Der bekannte Psychiater Dr. Marcus möchte ein neues Buch schreiben und will als Inspiration hierfür 6 Patienten einer Nervenheilanstalt befragen, die alle merkwürdige Geschichten erzählen, von denen selbst die Klinik nicht weiß, ob sie stimmen. Allerdings geht er hierbei nicht gerade einfühlsam vor, was der Anstaltsleiter allerdings durchgehen lässt, denn er profitiert auch finanziell von Marcus, der in seinem Buch explizit die Klinik erwähnen will, was neue Gelder generiert. So interviewt der Psychiater hintereinander die 6 Patienten und wendet dabei ganz eigene Methoden ein, um herauszufinden ,was die Herrschaften wirklich wissen und/oder verschweigen. Bleibt nur eine Frage zum Schluss. Wer ist Patient 7?

Diese habe ich mir den ganzen Streifen lang gestellt, denn der Titel muss ja irgend einen Sinn ergeben. Und am Ende wird das auch alles erklärt – mit einem netten Twist.

Zuerst einmal ist die Klientel, die diesen Streifen gut finden wird, begrenzt. Ob jüngeren das hier zusagt, wage ich zu bezweifeln, aber ich denke ´nahezu allen Leute wie ich, die in den 80ern und 90ern aufgewachsen sind, wird dieser fiese, kleine B-Movie (der allerdings keinesfalls billig aussieht) Freude bereiten. Leute die lieber Produktionen im teuren Horrorbereich mögen wie etwa CONJURING sind hier eher falsch, obwohl es sicher auch da eine Schnittmenge gibt.

Das fängt schon mit dem Hauptdarsteller an. Wer von den jüngeren kennt denn schon den Kultfiesling Michael Ironside, der in den o.g. Jahrzehnten wirklich JEDEM ein Begriff war, der Stunden in der Videothek verbrachte. Der Mann sieht immer noch so aus wie 1980, als er in SCANNERS Köpfe platzen ließ, obwohl er mittlerweile knapp 70 Jahre alt ist.

Auch der ganze Stil von PATIENT 7 orientiert sich ein wenig an den Kurzgeschichten, wie man sie aus TALES FROM THE CRYPT oder BORDELLO OF BLOOD kennt. Allerdings hängen diese in diesem Kontext alle doch zusammen. Weil sie sich eben mit den Geschichten der Patienten auseinandersetzen, ergeben sie gegen Ende eine gemeinsame Komponente. Das wurde sehr schön umgesetzt. Alleine die Idee, das so zu machen, hat mir gut gefallen.

Zudem hat der Drehbuchautor jede Menge originelle Einfälle – gerade in den Einzelschicksalen der Patienten, die Leute meines Alters schmunzeln lassen. Alleine wie das eine Mädchen in der Folge die Kohle verdient, um sich davon eine Schaufel zu kaufen und damit die von ihr ermordete Schwester zu verbuddeln (!), ist hier das Geld schon wert. Von diesen skurrilen Ideen hat der gute Mann jede Menge zu bieten.

Trotz der sehr langen Laufzeit von 120 Minuten kommt durch die unterschiedlichen Geschichten der Patienten nie Langeweile auf und gegen Ende verschmelzen diese wie oben erwähnt auch sehr geschickt miteinander.

Fazit: Fans des heutigen Horrorkinos werden vielleicht nicht unbedingt Klientel hierfür sein, aber jederm im Alter 35 +, der auch einen Hang zu B-Movies hat, wird PATIENT 7 gefallen. Für diese ist das hier auch ein absoluter Geheimtipp.

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