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Archiv für den 28. Januar 2019

PATIENT 7 (Splendid)

am 28. Januar 2019 unter Horror abgelegt

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Der bekannte Psychiater Dr. Marcus möchte ein neues Buch schreiben und will als Inspiration hierfür 6 Patienten einer Nervenheilanstalt befragen, die alle merkwürdige Geschichten erzählen, von denen selbst die Klinik nicht weiß, ob sie stimmen. Allerdings geht er hierbei nicht gerade einfühlsam vor, was der Anstaltsleiter allerdings durchgehen lässt, denn er profitiert auch finanziell von Marcus, der in seinem Buch explizit die Klinik erwähnen will, was neue Gelder generiert. So interviewt der Psychiater hintereinander die 6 Patienten und wendet dabei ganz eigene Methoden ein, um herauszufinden ,was die Herrschaften wirklich wissen und/oder verschweigen. Bleibt nur eine Frage zum Schluss. Wer ist Patient 7?

Diese habe ich mir den ganzen Streifen lang gestellt, denn der Titel muss ja irgend einen Sinn ergeben. Und am Ende wird das auch alles erklärt – mit einem netten Twist.

Zuerst einmal ist die Klientel, die diesen Streifen gut finden wird, begrenzt. Ob jüngeren das hier zusagt, wage ich zu bezweifeln, aber ich denke ´nahezu allen Leute wie ich, die in den 80ern und 90ern aufgewachsen sind, wird dieser fiese, kleine B-Movie (der allerdings keinesfalls billig aussieht) Freude bereiten. Leute die lieber Produktionen im teuren Horrorbereich mögen wie etwa CONJURING sind hier eher falsch, obwohl es sicher auch da eine Schnittmenge gibt.

Das fängt schon mit dem Hauptdarsteller an. Wer von den jüngeren kennt denn schon den Kultfiesling Michael Ironside, der in den o.g. Jahrzehnten wirklich JEDEM ein Begriff war, der Stunden in der Videothek verbrachte. Der Mann sieht immer noch so aus wie 1980, als er in SCANNERS Köpfe platzen ließ, obwohl er mittlerweile knapp 70 Jahre alt ist.

Auch der ganze Stil von PATIENT 7 orientiert sich ein wenig an den Kurzgeschichten, wie man sie aus TALES FROM THE CRYPT oder BORDELLO OF BLOOD kennt. Allerdings hängen diese in diesem Kontext alle doch zusammen. Weil sie sich eben mit den Geschichten der Patienten auseinandersetzen, ergeben sie gegen Ende eine gemeinsame Komponente. Das wurde sehr schön umgesetzt. Alleine die Idee, das so zu machen, hat mir gut gefallen.

Zudem hat der Drehbuchautor jede Menge originelle Einfälle – gerade in den Einzelschicksalen der Patienten, die Leute meines Alters schmunzeln lassen. Alleine wie das eine Mädchen in der Folge die Kohle verdient, um sich davon eine Schaufel zu kaufen und damit die von ihr ermordete Schwester zu verbuddeln (!), ist hier das Geld schon wert. Von diesen skurrilen Ideen hat der gute Mann jede Menge zu bieten.

Trotz der sehr langen Laufzeit von 120 Minuten kommt durch die unterschiedlichen Geschichten der Patienten nie Langeweile auf und gegen Ende verschmelzen diese wie oben erwähnt auch sehr geschickt miteinander.

Fazit: Fans des heutigen Horrorkinos werden vielleicht nicht unbedingt Klientel hierfür sein, aber jederm im Alter 35 +, der auch einen Hang zu B-Movies hat, wird PATIENT 7 gefallen. Für diese ist das hier auch ein absoluter Geheimtipp.

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THE KEEPERS (Universum Film)

am 28. Januar 2019 unter Drama abgelegt

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Auf einer unbewohnten Insel im Norden Schottlands treten die Leuchtturmwärter Thomas, James und Donald wie gewohnt ihre sechswöchige Schicht an. Doch ihre übliche Routine wird durchbrochen, als sie auf einen verwundeten Schiffbrüchigen treffen, der eine Kiste Gold bei sich hat. Wie nicht anders zu erwarten interessieren sich aber bald auch andere für das wertvolle Metall. Als die drei Wächter in der Ferne ein Boot entdecken, ist ihnen klar was nun passieren wird. Die Besatzung weiß Bescheid und will das Gold zurück, doch es gibt ein weiteres Problem: Auch unter den 3 Männern wächst das Misstrauen immer weiter.

Fangen wir mal dem positiven an. Die Location ist toll gewählt und die Außenaufnahmen sind wirklich hervorragend gefilmt. Der Look ist schön altmodisch und Spezialeffekte werden hier auch keine gebraucht.

Die Geschichte gewinnt nun keinen Originalitätspreis, bezieht aber ihre Spannung hauptsächlich daraus, dass es schwer ist eine Insel zu verteidigen, wenn Angreifer lauern. Es dauert zwar etwas bis der Streifen in die Gänge kommt, aber die Atmo rettet hier vieles.

Dann allerdings wird’s grotesk. Das Verhalten des Charakters von Gerard Butler ist komplett überzogen und wird von ihm auch noch grausam overacted. Das passt auch nicht wirklich zum Rest des Streifens, denn hier wird plötzlich die Psychologie-Keule ausgepackt, welche im krassen Gegensatz zu dem ansonsten Oldschool gehaltenen Thriller steht und bemüht wirkt.

Das ganze gipfelt dann aber in einem Ende, in dem Butler den Märtyrer gibt, was komplett bescheuert ist. Zudem ist die Laufzeit des Streifens recht lang – deutlich länger als das, was die Geschichte eigentlich hergibt.

So bleiben unter dem Strich gute Ansätze, schöne Aufnahmen, aber eine Story die mit zunehmendem Verlauf immer abstruser wird.

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ELISABETH HARVEST (Capelight/Alive)

am 28. Januar 2019 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Nach ihrer Hochzeit mit dem brillanten und vermögenden Wissenschaftler Henry, zieht die junge Elizabeth in sein luxuriöses Anwesen in den Bergen. Henry legt seiner frisch angetrauten Ehefrau die Welt zu Füßen – ihr Leben scheint perfekt zu sein. Doch Elizabeth spürt, dass etwas nicht stimmt: In dem riesigen Haus gibt es einen verschlossenen Raum, den sie unter keinen Umständen betreten darf. Als sie es eines Tages dennoch wagt, die Tür zu öffnen, stößt sie auf ein dunkles Geheimnis.

Ich übernehme nur selten den Pressetext, aber dieser hat mir sehr gut gefallen, weil er nur sehr wenig verrät und doch das zusammenfasst, was man wissen sollte.

Vordergründig ist ELISABETH HARVEST ein Thriller, der aber auch mit Konventionen des Dramas spielt und die Wissenschaft auf der einen Seite kritisch hinterfragt, der aber auch ihre unglaublichen Möglichkeiten offenbart.

Der Regisseur verhält sich dabei eher neutral und lässt den Zuschauer selbst entscheiden, ob das was man hier sieht jetzt unethisch ist oder ob man die Handlungsweisen des Wissenschaftlers auf der einen Seite auch nachvollziehen kann.

Der Film bekommt einen sehr edlen Look spendiert und in dem Haus würde ich auch gerne wohnen, selbst wenn ich diesen bestimmten Raum nicht betreten dürfte.

Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, besonders Abbey Lee als Elisabeth ist gleich in mehreren Rollen zu sehen, was einen enormen Aufwand bedeutet. Als verzweifelten Ehemann hat man den gern gesehenen Ciran Hinds besetzt.

Warum bleibt dem Film nun eine höhere Wertung versagt? Das ist in der Lauflänge begründet, denn eigentlich ist der Streifen nach 80 Minuten auserzählt. Wieso man das ganze dann immer weiter verlängert und dann noch satte 30 dranhängt, die eigentlich vollkommen unnötig sind, erschließt sich mir nicht.

Auch der Erzählstil ist nicht linear, sondern wechselt ständig zwischen verschiedenen Zeiten hin und her, was es dem Zuschauer teilweise schwer macht zu folgen…..insgesamt wäre hier aufgrund der guten Geschichte etwas mehr drin gewesen.

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THE UNTHINKABLE (Ascot/Alive)

am 28. Januar 2019 unter Drama, Thriller abgelegt

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Sprengsätze explodieren in Stockholm, es gibt Tote! Dann häufen sich mysteriöse Vorfälle, Menschen drehen durch. Es wirkt wie ein systematischer Angriff, aber durch wen? Selbst die Armee ist ratlos. Innerhalb von Stunden versinkt das Land im Chaos. Der junge Musiker Alex ist vor Jahren vor dem jähzornigen Vater aus seinem Heimatdorf geflohen. Ausgerechnet jetzt ist er zurückgekehrt, um nach dem Klavier zu suchen, auf dem er oft zusammen mit seiner großen Liebe Anna gespielt hat. Unverhofft trifft er Anna wieder, doch es ist nicht die Zeit für romantische Erinnerungen. Es geht ums Überleben!

Ist das nicht eine Zusammenfassung, die Lust darauf macht, den Film zu sehen? Ich finde schon, doch leider sieht die Realität ein wenig anders aus.

Da ich gar nicht wusste worum es in dem Film geht, ließ ich mich überraschen und bekam anfangs eine sehr schön gestaltete Liebesgeschichte zu sehen. Die beiden Protagonisten spielen toll und auch die weitere Entwicklung des Hauptdarstellers ist gelungen.

Doch kurz nach dem Wiedersehen der beiden, einige Jahre später, verfällt der Film dann plötzlich in ein Katastrophenszenario, das überhaupt nicht zu der zuvor gezeigten Geschichte der beiden passen will. Nun ist das ja normal, eine Liebesgeschichte in einen solchen Film einzubauen, doch nicht hintereinander und schon gar nicht dermaßen disharmonisch.

Es macht fast den Eindruck, als wären dem Regisseur die Ideen für eine Weiterentwicklung der Romanze ausgegangen und um weitere Laufzeit zu generieren, schiebt er dann diesen krassen Genrewandel ein. Und das ganze dauert dann auch noch 130 Minuten.

So bekommt man hier 2 Filme in einem, die jedoch überhaupt nicht miteinander harmonieren und so fragt man sich letztendlich nach Sichtung des Streifens – Was soll das?

Fazit: Hier bleibt der Rezensent mit einem Fragezeichen zurück.

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