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DAS HAUS DER VERGESSENEN/MEDIABOOK (Koch Media)

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Das Ghettokind Poindexter, den alle nur Fool nennen, geht auf Raubzug, um Geld für seine kranke Mutter zu besorgen. Mit zwei schrägen Einbrechern macht er sich auf ins schaurige Haus der reichen Robesons – und damit seinem Spitznamen “Fool” alle Ehre: Es entpuppt sich als regelrechte Festung, aus der es kein Entkommen gibt. Bei den Besitzern handelt es sich offensichtlich um ein mordlüsternes, geisteskrankes Geschwisterpaar. Die beiden Kumpels befinden sich bald auf deren Speisekarte, aber Fool bekommt Hilfe von der Tochter der beiden Irren, die im Haus eingesperrt ist, wie auch viele weitere Kinder im Keller-

Zwischen NIGHTMARE 3 und SCREAM, drehte der leider viel zu früh verstorbene Wes Craven noch diesen kleinen Horrorstreifen, der in weiten Teilen eher eine Komödie ist, die aber immerhin doch auch einiges an Blut parat hält. Dazu kommen wirklich witzige Einlagen (der Hund, der ungewollt durch das Haus „skatet“ schießt dabei den Vogel ab).

Ich fand, dass der Streifen, der mittlerweile ja auch schon 27 Jahre auf dem Buckel hat, die Zeit recht gut überstand, auch wenn manche Dialoge natürlich noch den typischen 80er Slang beinhalten und die Überzeichnung des vermeintlichen Ehepaars an manchen Stellen etwas over the top ist.

Jedoch packt Craven in seinen Streifen jede Menge Sozialkritik dazu, die zwar eher unterschwellig vermittelt wird, aber dennoch einen wichtigen Teil einnimmt.

Die Restauration ist mal wieder gut gelungen. Das Bild liefert satte Farben, keinerlei Rauschen und wirklich nur ganz selten kurze Blitzer, die aber glaube ich anderen Menschen, die nicht so genau hinsehen, gar nicht auffallen. Der Ton ist ebenfalls in Ordnung.

Das schöne Mediabook bietet zudem ein Inlay mit Infos zum Film und einigen Bildern. Als Extras gibt es unter anderem einen Audiokommentar von Wes Craven und ein Making of.

Fazit: Erstaunlich gut gealterte Fingerübung des Horrormeisters in einer technisch sehr zufriedenstellenden Variante. Wieso der der Streifen den dämlichen Titel HAUS DER VERGESSENEN trägt, wissen nur die Leute, die ihn 1991 so tauften – er passt nämlich nicht.

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