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Archiv für den 11. Dezember 2018

BRAVEN (Universum Film)

am 11. Dezember 2018 unter Action, Suspense abgelegt

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Joe Braven und sein Vater fahren zu ihrer abgelegenen Jagdhütte, um ein entspanntes Wochenende zu verbringen. Doch dann finden sie eine Tasche voller Heroin, welche offensichtlich von Drogenschmugglern dort versteckt wurde. Als diese plötzlich bei der Hütte auftauchen, gilt für Joe und seinen Vater nur noch eins – töten oder getötet werden …

Soweit der Pressetext, der die Geschichte gut zusammenfasst, denn eigentlich hat der Streifen nicht mehr zu erzählen. Der Rest ist eine DIE HARD Kopie, in der der schauspielerisch limitierte Jason Mamoa den edlen Helden spielt und die Familie rettet.

So weit so vorhersehbar. Interessant macht das ganze die Winterlandschaft und sich daraus ergebende Umstände. Die Actionszenen sind grundsolide, doch man weiß nach 30 Minuten schon genau wie der Film ausgeht, da alles am Reißbrett konstruiert wurde und zwar an einem, das schon viele vorher benutzt haben.

Immerhin rehabilitiert sich Stephen Lang für seinen geradezu lächerlichen Auftritt in DONT BREATHE, der im Moment tatsächlich bei imdb eine 7,1 als Bewertung inne hat. Dabei ist BRAVEN dagegen ein Meisterwerk, weil er zwar auch nicht zwingend logisch, aber zumindest einigermaßen unterhaltsam ist. Zudem handeln die Protagonisten hier auch, statt zu schreien und zu flüchten.

Grundsolide, ohne große Überraschungen kann man sich den Streifen problemlos anschauen. Zuviel sollte man nicht erwarten, aber für einen entspannenden Abend reicht er allemal.

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PIN CUSHION (Ion-New-Media/Splendid)

am 11. Dezember 2018 unter Drama abgelegt

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Iona und ihre Mutter Lyn waren schon immer Außenseiterinnen und deshalb auch die besten Freundinnen. Nach einem Umzug in eine andere Stadt, ändert sich jedoch alles. Teenager Iona findet einen Freund und will unbedingt zu einer eine Mädels-Clique dazugehören. Ihre „Freundinnen“ meinen es jedoch alles andere als gut mit ihr und wollen sie nur ärgern und ausnutzen. Auch Mutter Lyn kommt mit der Nachbarschaft nicht klar. Dazu verschlechtert sich das Verhältnis zwischen beiden immer mehr.

An diesem Streifen ist sehr vieles ungewöhnlich. Die Geschichte, bzw. die Art und Weise wie sie erzählt wird, die Darsteller und auch der Vertrieb, denn ION-NEW-MEDIA steht normalerweise eher für derbere Sachen aus dem Horrorbereich.

So ist PIN CUSHION auch ganz schwer zu bewerten. Ich kenne auf Anhieb 2 Leute, die diesen Streifen ganz toll finden werden, aber auch einige, die den Kopf schütteln würden. Das liegt unter anderem auch den teils surrealistischen Szenen, die die Regisseurin immer wieder einfließen lässt und die eine Traumwelt zeigen, in die sich Iona immer wieder flüchtet, um so der Umwelt zu entgehen.

Die beiden Hauptdarstellerinnen machen einen sehr guten Job, wobei ich das Mädel noch nie gesehen habe. Joana Scanlan als Mutter hingegen ist doch ein recht bekannter Fernsehstar in ihrer Heimat und dreht da sehr viel. Sie spielt die spleenige Mutter wirklich überzeugend – eine Rolle, die gar nicht so einfach zu bewältigen ist.

Auch wenn das ganze sich nach einem Coming Of Age Drama anhört, gibt es hier noch deutlich mehr Facetten zu erblicken. Zudem fällt auf, das sowohl der Beginn und auch der Schluss sehr plötzlich kommen. Es gibt weder eine lange Einführung, noch einen klassischen Showdown, was zum Erzählstil aber passt.

Eine objektive Bewertung ist hier nicht möglich – wie bereits oben erwähnt. Für Leute, die gerne Dramen sehen mit experimentierfreudigen, optischen Einlagen, könnte das was sein. Mainstreamschauer sollten Abstand nehmen, daher auch keine abschließende Bewertung.

MARA (Universum Film)

am 11. Dezember 2018 unter Horror, Suspense abgelegt

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Kriminalpsychologin Kate Fuller untersucht einen Mordfall, bei dem es so aussieht, als wäre ein Mann offenbar im Schlaf von seiner Frau erwürgt worden. Einzige Zeugin der Tat ist die achtjährige Tochter Sophie, die sich aber nicht ausdrücken kann und Angst hat. Als sie den Täter identifizieren soll, nennt Sophie nämlich nur einen Namen – MARA. Während ihrer Recherchen stößt Kate auf ähnliche Todesfälle und eine Gruppe, die behauptet, dass es sich um eine uralte Dämonin handelt, die seine Opfer im Schlaf heimsucht und tötet. Als Kate versucht, dem Geheimnis von MARA auf die Spur zu kommen, zeigen sich bei ihr plötzlich die gleichen Symptome wie bei anderen Opfern….

So, so, eine böse Dämonin die im Schlaf erscheint. Erst markiert sie dich, dann tötet sie dich. Grundsätzlich ganz spannende Voraussetzungen und irgendwann muss der Mensch eben einfach mal schlafen. Aus diesem Fakt bezieht der Film seine durchaus ordentliche Spannung, denn immer wenn jemand einnickt, kann Madame sofort erscheinen – ein wenig wie der gute alte Freddy.

Frau Kurylenko als Psychologin zu besetzen – na ja, also da wären mir aber 20 andere zuvor eingefallen. Nicht das ich sie nicht mag, gerade in Filmen wie MOMENTUM hat sie durchaus ihre Daseinsberechtigung, ähnlich wie Frau Jovovich, die eigentlich nur bekannt wurde, weil sie mit Luc Besson vögelte. Aber in RESIDENT EVIL war sie dann doch perfekt besetzt. Und auch Frau K. eignet sich als Actionfigur.

Der Streifen ist aber insgesamt recht gelungen, was am kontinuierlichen Spannungsaufbau liegt und auch den verschiedenen Schauplätzen, an denen die Handlung spielt. Auch wie Kate die Hintergründe herausfindet ,ist durchaus interessant gemacht und nicht irgendwie lieblos heruntergekurbelt. Zudem gibt es noch einen wirklich gelungenen Schlussgag.

Dazu ist es das Erstlingswerk von Clive Tonge, der außer einem älteren Kurzfilm noch nichts veröffentlicht hat. Dafür wirkt sein Langfilmdebut durchaus überzeugend und professionell, denn der Spannungsbogen fällt selten ab.

Fazit: Die Hauptdarstellerin ist zwar etwas überfordert, fällt aber durch die recht originelle Geschichte und den reichlichen Wendungen nicht so ins Gewicht. Besonders der Teil mit der Schlafklinik ist sehr spannend.

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