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Archiv für den 04. Dezember 2018

TERRIFIER (Tiberius)

am 04. Dezember 2018 unter Horror abgelegt

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Es ist Halloween, in der Dawn und Tara ziellos durch die Straßen latschen und irgendwann in einen Diner abbiegen.. Die beiden Freundinnen sind auf der Suche nach der besten Party in der Stadt, doch irgendwie ist da wenig los. Umso mehr dafür in dem Diner, denn dort betritt ein Typ in Clownskostüm die Szenerie, der ein merkwürdiges Karma hat. Die beiden Damen verschwinden daraufhin, doch in dieser Nacht werden sie dem gar nicht so netten Gesellen noch mehrfach begegnen und einige Körperteile werden danach auch etwas verändert aussehen.

Nun kommt wieder das große Problem für den Rezensenten. Denn die vorliegende Version ist leider ziemlich zerhackstückt. Nachdem man es ein paar Jahre lang mal lockerer sah bei der FSK, fallen in letzter Zeit wieder ungewöhnlich viele Streifen auf, die nicht in der originalen Fassung den Weg ins Heimkino schaffen. Da Zensur in Deutschland ja mittlerweile salonfähig geworden ist (man darf nichts gegen Pakte sagen, Sperrungen bei Facebok, wenn man die Einwanderung hinterfragt ist man Nazi usw. usw.), passt es natürlich perfekt das der deutsche Zuschauer wieder bevormundet wird.

Das schwierige daran ist nun einen Film zu bewerten. Man kann diesem ja nicht die Blödheit und Borniertheit unserer Regierung vorwerfen, denn als der gute Mann diesen Streifen gedreht hat, dachte er sicher nicht an die deutschen Praktiken.

Um so ärgerlicher gestaltet sich das ganze, da TERRIFIER zwar nicht das Genre neu erfindet, aber über die ganze Laufzeit wirklich spannend gestaltet ist. Der Clown der hier auftritt, hatte bereits in ALL HALLOWS EVE, einem kleinen B-Movie, der eher unbekannt, ist eine gewisse Screentime und anscheinend kam er so gut an, das man hier einen kompletten Film um diesen Herrn gestaltete.

In der jetzigen Version ist der Film zwar auch nicht unbedingt für Kinder geeignet, doch manche Schnitte schon sehr auffällig. Am ärgerlichsten gerät hierbei eine gewisse Stelle, die durch die Cutterei überhaupt keinen Sinn mehr ergibt und da werde ich dann echt stinkig.

Insgesamt fand ich, lassen wie die Cuts mal beiseite, den Film für einen Slasher, was nun nicht wirklich mein Genre ist, überaus gelungen, da spannend und die Hauptfigur wirklich furchteinflößend ist. Ich bewerte daher den Film auch demnach und lasse die Schnitte aus o.g. Gründen unbewertet. Dem Film selbst würde ich daher (für das Slahergenre wohlgemerkt), folgende Note geben:

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Übrigens gibt es die ungeschnittene Fassung problemlos in Österreich zu kaufen, was den ganzen Unsinn dieser Schneiderei nur noch verstärkt.

DEVILS GATE /Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Welche unheilige Macht verbirgt sich in einem maroden, mit Sprengfallen versehenen Bauernhaus abseits jeglicher Zivilisation? Als eine Frau und ihr Sohn auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die FBI-Agentin Daria Francis in die Kleinstadt Devil’s Gate in North Dakota geschickt, um den Hauptverdächtigen ausfindig zu machen: den religiösen Fanatiker Jackson Pritchard, Ehemann und Vater der Vermissten. Aber als Francis und der Hilfssheriff Colt Pritchards ominöses Anwesen erreichen, entdecken sie viel mehr, als sie je erwartet hätten.

Manchmal schaue ich gar nicht auf die Rückseite eines Covers, bevor ich den Film in den Player schiebe, und lasse mich überraschen – so auch in diesem Fall. Nach dem abgedruckten Bild dachte ich, es geht hier sicher um einen Farmer, der sich bedroht sieht oder für irgend etwas rächen will.

Dann bekam ich aber etwas völlig anderes zu sehen. Die Bedrohung stimmte, allerdings geht die hier von etwas übernatürlichem aus, denn der Streifen ist tatsächlich vorrangig ein Science-Fiction Film, was man nach der Covergestaltung nun wahrlich nicht vermutet. Da muss ich sagen, hat man doch ein eher ungeschicktes Motiv gewählt, so das viele sich den Film gar nicht ansehen werden.

Da verpassen sie einen relativ abgedrehten, gegen Ende sogar leicht abstrusen Streifen /wobei das Wort in diesem Fall positiv gemeint ist), der zwar nicht unbedingt eine Geschichte erzählt, die man noch nie gesehen hat, aber die Art und Weise ist schon ungewöhnlich, ohne das ich zuviel verraten will.

Erstaunlich ist, dass der wüste Genre-Mix aus Sci-Fi, Horror, Thriller und Drama erstaunlich gut funktioniert, was auch an der eng gesteckten Location liegt und an den darstellerischen Leistungen, der eher unbekannten Darsteller, wobei das vielleicht das falsche Wort ist, „kenne ich doch irgendwo her“ wäre die bessere Formulierung.

Amanda Schull war zum Beispiel in SUITS oder 12 MONKEYS (der Serie) zu sehen. Shawn Ashmore in X-Men (wenn auch in einer kleineren Rolle) oder allem voran in dem Thriller FROZEN. Beide liefern eine hervorragende Leistung ab als Sheriffgehilfe bzw FBI-Agentin.

Nun ist der Film aufgrund des Genremix gegen Ende, wie bereits erwähnt, schon etwas krude. Erstaunlicherweise sind die Effekte aber für so einen doch eher schmal budgetierten Film hervorragend. Auch die Monsterchen sind durchaus ansehnlich gestaltet.

Die Meinungen hierzu gehen stark auseinander. Ich finde hier hat man aus wenig sehr viel gemacht und einen spannenden Film gezaubert, mit einem richtig schönen fiesen kleinen Schlussgag. In einer Nebenrolle ist übrigens Jonathan Frakes zu sehen – für mich ein kleiner Geheimtipp.

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THE MIRACLE SEASON (Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Caroline und Kelley sind nicht nur beste Freundinnen, sondern auch beide begeisterte Volleyball-Spielerinnen. Als Teamleaderin hat die lebensfrohe und bei allen beliebte Caroline die Mannschaft der Highschool zum Meistertitel geführt und nun träumen die beiden davon, das Kunststück in der neuen Saison zu wiederholen, was vor ihnen ganz wenige erreicht haben. Doch dann kommt Caroline bei einem Unfall ums Leben. Die taffe, aber warmherzige Trainerin Kathy Bresnahan will, dass die schüchterne Kelley auf dem Platz in Carolines große Fußstapfen tritt. Doch die ist dafür gar nicht der Typ, zudem trauert sie zu sehr um ihre Freundin, die sie schon im Kindergarten kannte. Doch sie weiß auch, dass sie sich zusammenreißen muss – schon für Caroline.

Hach ja, Geschichten aus dem wahren Leben sind dann doch immer wieder die herzergreifensten, denn die Ereignisse haben so wirklich stattgefunden und sorgten wohl damals in Amerika auch für eine große Betroffenheit.

Man muss aber sagen, das der Film es schafft, den typisch amerikanischen Kitsch, der gerne bei solchen Geschichten herauskommt, ganz gut zu umgehen. Natürlich gibt es hier wieder die „Du kannst alles schaffen“-Attitüde, die bei solchen Dramen nie fehlen darf.

Letztendlich funktioniert der Streifen aber auch als reiner Unterhaltungsfilm, was unter anderem an der herausragenden Besetzung liegt, die für einen doch eher kleinen Film erstaunlich ist.

Die Trainerin wird von Helen Hunt gespielt, um die es in den letzten Jahren recht ruhig gewesen ist. Als Vater der verunglückten Caroline ist William Hurt zu sehen und auch für die beiden Rollen der Teenagerinnen wurden mit Danika Yarosh und Erin Moriarty 2 Damen verpflichtet, die reichlich Erfahrung mitbringen.

Herausragend sind hier außerdem die Extras. In den Interviews erläutern alle Darsteller, wieso sie ihre Rollen unbedingt spielen wollten und das die beiden Mädels wochenlanges Training absolvierten. Da die Geschehnisse erst wenige Jahre her sind, leben auch alle Beteiligten wie der Vater und die Trainerin noch und halfen dabei, den Film mitzugestalten und das merkt man auch. Da ist viel Liebe zum Detail vorhanden.

Da sich der Herz-Schmerz-Anteil glücklicherweise doch stark in Grenzen hält und man zudem interessante Einblicke in das amerikanische Jugendsport-System erhält, lohnt der Film durchaus. Der Unterhaltungsfaktor und die Authentizität stören sich auch in diese Falle nicht, was bei vielen Streifen dieses Genres oft der Fall ist.

An manchen Stellen lebensbejahend, an anderen traurig, bietet der Film sehr gute, ich würde sogar sagen partiell erstaunlich anspruchsvolle Unterhaltung und wird zarten Gemütern ein Tränchen ins Auge zaubern.

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SQUIRM (Koch Media)

am 04. Dezember 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Im beschaulichen Südstaaten-Kaff Fly Creek herrscht Hochwasser, alles ist überschwemmt. Und damit kommen auch einige eher unsympathische Kriechtierchen zum Vorschein. Ein Gewitter hat die Starkstrommasten ins morastige Sumpfland stürzen lassen. Die Elektrizität hat die sonst so possierlichen Herrschaften zu fleischfressenden Bestien umgewandelt, die im wahrsten Sinne unter die Haut gehen! Natürlich ignoriert der Sheriff die Warnungen der Bewohner, weil die für ihn unglaubwürdig erscheinen. Tja manchmal hört man besser auf Zeugen.

Den Film gab es jahrelang ab 18 und dann auch noch geschnitten. Warum dies der Fall war, erschließt sich mir nach der Sichtung gar nicht, denn die jetzige Version ist uncut, sagt zumindest die Seite, die ich immer hinzuziehe. Ein, zwei Szenen sind ein bisschen eklig, aber ab 18? Na ja, da gab es auch in den 70ern schlimmeres.

Die Bildqualität ist hervorragend. Ich habe gestern einen Film aus dem Jahre 2018 gesehen, dessen Optik schlechter war, als bei diesem Streifen. Da hat man echt alles herausgeholt was ging. Der Ton ist etwas krachig und schrill, aber im normalen Bereich, denn gerade in den 60ern und 70ern waren die Filme, insbesondere aus dem Horrorbereich, alle so vertont.

Ich kannte den Streifen bisher noch nicht, muss aber sagen, das er den Test Of Time gut bestanden hat. Man kann ihn sich auch heute gut anschauen ohne ihn albern oder irgendwie sehr antiquiert zu finden. De Schauspieler sind mir jedoch alle unbekannt.

Für alle die SQUIRM schon immer wollten, eine sehr zufriedenstellende Veröffentlichung was Bild und Ton angeht.