Kalender

November 2018
M D M D F S S
« Okt    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 01. November 2018

MUSE (Eurovideo)

am 01. November 2018 unter Horror abgelegt

303660

Seit dem tragischen Tod seiner Freundin, die sich praktisch vor seinen Augen umgebracht hat, leidet der angesehene Literaturprofessor Samuel Solomon an einem Albtraum, in dem eine Frau Opfer eines brutalen Ritualmords wird. Als diese Frau aus seinen Träumen unter exakt denselben Umständen ermordet aufgefunden wird, sucht Samuel den Tatort auf. Dort trifft er auf Rachel , die genau den gleichen Traum hatte. Gemeinsam versuchen sie dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Doch das kann böse Folgen haben, denn sie geraten in eine Welt, die sie nicht kennen und die von Wesen beherrscht wird, die viele Künstler im Laufe der Zeit inspiriert haben: Die Musen. Doch die Damen sind alles andere als freundlich gesinnt.

Wer bislang meinte die Musen waren nur nette Damen, die dazu da waren Künstler zu inspirieren, sieht sich hier eines besseren belehrt. Die 7 Ladys sind nämlich alles andere als harmlos.

Der Streifen ist das neueste Werk von Jaume Balaguero, der in seiner kompletten Vita eigentlich noch keinen richtig schlechten Film stehen hat und auch MUSE ist alles andere als das.

Wie die beiden mit Hilfe einer Freundin, die übrigens von Franka Potente gespielt wird, die relativ viel Screentime hat, aber wenig zeigen kann, die Geschichte nach und nach aufdecken, ist sehr interessant geschildert und vor allem auch mal etwas, was noch nicht 1000 mal in anderen Filmen aufgetaucht ist.

Kurz vor Schluss gibt es dann eine sensationelle Wende, auf die ich ich nun wirklich niemals gekommen wäre und den Film noch besser macht, als er eh schon ist, denn hier gibt es endlich mal wieder  eine wirklich schön entwickelte Geschichte zu sehen. Inwieweit diese Dinge alle wirklich in Büchern belegt sind, kann ich nicht sagen, weil mir dazu einfach das Hintergrundwissen fehlt – wenn nicht ist das ganz auf jeden Fall sehr schön ausgedacht.

Im Netz wird bemängelt, das der Film nicht durchgängig spannend ist, sondern er hier und da den ein oder anderen Durchhänger hat. Ich gebe zu, den machohaften Chef des Nachtclubs hätte man sich echt schenken können, aber ansonsten braucht die Geschichte eben auch Zeit sich zu entwickeln – das ist das Problem wenn man kein 0815 Drehbuch vorliegen hat, und es größeren Ausführungen bedarf, als bei einem Slasher – von daher kann ich mit den kleinen Spannungslücken gut leben.

Fazit: Origineller Horrortrip, der Balagueros Ausnahmestellung im Horrorfilm-Bereich zementiert.

6-chucky1212222411341162224453222

05chucky11221112122131

THE INHABITANT (Capelight/Alive)

am 01. November 2018 unter Horror abgelegt

304041

Die Schwestern Maria, Camila und Ana brechen mitten in der Nacht in das Haus eines korrupten Senators ein und nehmen ihn und seine Frau gefangen. Die drei haben es auf Erpressungsgeld abgesehen. Doch ihr Raubzug wird plötzlich von seltsamen Geräuschen aus dem Keller gestört. Als Camila nachsieht, findet sie hinter einer verschlossenen Tür die Tochter der Familie an ein Bett gefesselt vor. Die Mädchen wollen das Kind befreien und missachten die nachdrücklichen Warnungen der Eltern, denn Camilla ist alles andere als harmlos und manche Dinge sind eben nicht so wie sie zunächst scheinen.

Man muss dem Film zu Gute halten, dass er keine besonders lange Anlaufzeit braucht, denn eigentlich geht es schon in der ersten Minute los. Leider muss man auch sagen, das die Chose nach 45 Minuten eigentlich auch vorbei ist.

Bis dahin hat man einen durchaus schick gefilmten und nicht unoriginellen Horrorthriller gesehen, bei dem man die Auflösung noch nicht erahnen kann. Ist aber erst einmal klar, was dahintersteckt, mutiert das ganze dann leider im zweiten Abschnitt zum üblichen Exorzismus-Murks, den man so schon oft und auch besser gesehen hat.

Das heißt nicht, das der Streifen jetzt kompletter Mist ist, aber es ist schade das man den wirklich spannenden ersten Abschnitt, mit einem sehr beliebigen zweiten Teil weiterführt.

Ein Horrorfilm aus Uruguay ist selbst für jemanden der schon viel gesehen hat, wie mich, auch mal etwas Neues, zumindest ist der Regisseur in diesem Land geboren. Ob der Film in diesem Land spielt, wird nicht endgültig aufgeklärt – jedenfalls ist es eine Location in Lateinamerika, ich denke Mexiko.

Im Endeffekt reichen aber eben schöne Bilder nicht für einen 90 Minuten Streifen. Dieses Schicksal ereilt THE INHABITANT leider.

Die Darstellerinnen machen ihre Sache hierbei noch recht ordentlich und auch das Mädel, das vom Teufel besessen ist (soviel kann ich wohl dann doch verraten) liefert eine tolle Leistung ab.

45 Minuten lang Spannung, 45 Minuten lang konventionelles Exorzismus-Kino. Da wäre etwas mehr drin gewesen.

4chucky112211131

STRANGERS – OPFERNACHT (Universum Film)

am 01. November 2018 unter Horror abgelegt

308050

Cindy und ihr Ehemann Mike begeben sich mit ihrer rebellischen Teenager-Tochter Kinsey und ihrem Sohn Luke in den kurzen Familienurlaub. Danach jedoch soll Kinsey auf ein Internat, denn die Eltern werden mit der aufmüpfigen Teenagerin nicht mehr fertig, doch soweit kommt es nicht. Nachdem die Vier ihre Unterkunft in einem abgelegenen Trailerpark bezogen haben, beginnt mit einem zarten Klopfen und einer Frage einer jungen Dame an der Tür, eine Nacht, nach der nichts mehr so ist wie es war und die Familie stark dezimiert sein wird.

Bei diesen Streifen ist es immer schon eine Kunst, eine Zusammenfassung hinzubekommen, die länger als ein Satz ist, denn die eigentliche Geschichte gibt jetzt nicht besonders viel her.

Es heißt mal wieder NACH EINER WAHREN BEGEBENHEIT, ein Satz, der mittlerweile genauso nervt wie die Regierungsversprechen, die nie umgesetzt werden. Ich kann mich an keinen Fall erinnern, in dem so etwas, wie hier gezeigt, mal passiert ist.

Ist aber auch wurscht, denn nachdem der erste Teil, der ein Remake des grandiosen THEM (kennt leider kein Mensch) war, komplett öde und mit einer überforderten Liv Tyler dahinplätscherte, wollte ich mir die inoffizielle Fortsetzung gar nicht ansehen, doch siehe da – ich wurde überrascht.

Nicht das die Geschichte einen europäischen Spezialpreis für Innovation bekäme, aber wie es der Regisseur schafft hier eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, ist schon eine Kunst für sich. Auch sieht man immer am Bildrand oder im Hintergrund durch kleine Andeutungen, dass hier gleich etwas passieren wird. Die Kamera ist in diesem Streifen absolut überragend.

Sicher ist vieles nicht ganz logisch und anfangs verhalten sich die Protagonisten auch mal wieder irrational (was sich zum Glück später ändert). Werde nie verstehen, dass, wenn ich die Gelegenheit habe, jemandem das Hirn wegzuballern, der vorher meine Mutter getötet hat, ich diesen verschone und abhaue. Aber wie gesagt, das ändert sich später.

Der große Vorteil den STRANGERS 2 hat ist, das er nicht nur in einer Location spielt wie der Vorgänger. Der Trailerpark ist schick gestaltet und unterstützt, zusammen mit dem gelungen und bedrohlichen Score, die ohnehin schon gelungene Atmosphäre. Mit Blut wird auch nicht gespart.

Fazit Zwar nix wirklich Neues, dafür aber hervorragend und spannend umgesetzt.

6-chucky1212222411341162224453222

BAD SAMARITAN (Atlantis Film/Alive)

am 01. November 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

304813

Sean und Derek haben eine nette neue Geldquelle entdeckt: Der Eine parkt die schicken Autos der Gäste von Nino‘s Restaurant, der andere bricht während die Herrschaften dinieren, in die leeren Häuser ein. Klappt alles gut. Bis Sean in einem der luxuriösen Häuser eine junge Frau entdeckt, die in einem Raum eingesperrt und angekettet ist. Er versucht diese zu befreien, doch ihm fehlen dazu die richtigen Mittel und der Hausherr naht auch schon. In Panik flüchtet Sean, hinterlässt jedoch Spuren. Die Polizei hört sich seine Geschichte mit großer Skepsis an: Schließlich ist er vorbestraft und Cale, der Hausbesitzer ein wohlhabender, vorbildlicher Bürger der Stadt. Und er ist auch schlau, denn er kommt Sean auf die Schliche und dreht den Spieß um.

Juchhu, es gibt sie doch noch – Geschichten, die noch nicht durchgenudelt sind, sondern noch eine gewisse Eigenständigkeit mitbringen, so wie es BAD SAMARITAN aufzeigt.

Grundsätzlich ist der „Job“ den die beiden durchführen schon mal ein interessantes Geschäftsmodell, dass sich viele nach Sichtung des Streifens sicherlich auch mal durch den Kopf gehen lassen. Das man in einem Haus landet, das von einem Irren bewohnt wird, ist ja doch eher selten.

Auch wenn es etwas nervt, das die Polizei Menschen, die vorbestraft sind nie glaubt, sind die Handlungsweisen des Protagonisten alle nachvollziehbar. Nachdem er das Mädchen zurücklassen musste, versucht er eben alle legalen Mittel auszuschöpfen um ihr zu helfen. Als das nicht klappt, greift er zu anderen Maßnahmen.

Richtig garstig wird es aber eben, als Cale das ganze entdeckt und mithilfe seines Einflusses und Geldes Stück für Stück Seans Leben zerstört. Das ist spannend und vor allem wirklich originell geschildert.

Überhaupt hat der Streifen recht viele einfallsreiche Stellen. Alleine schon die Szene in der Sean dem Computer photographieren will und während des Blitzes das Mädchen in der Ecke angebunden sitzen sieht, ist wirklich cool gemacht. Solche hat der Streifen einige zu bieten, da würde ich aber jetzt zu viel spoilern.

Schade, das der Showdown dann ein wenig arg konventionell gerät, während man den Rest nicht wirklich mit diesem Wort beschreiben kann. Da wäre noch etwas mehr drin gewesen.

Fazit: Ich kenne das Budget dieses Streifens nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass es riesig war, weil bis auf eine Explosion eigentlich alles nur von der spannenden Konstellation lebt und es hier weder Effekte noch große Action-Szenen gibt. Ein kleiner Geheimtipp.

6-chucky1212222411341162224453222