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Archiv des Monats November 2018

BOARDING SCHOOL (Capelight/Alive)

am 27. November 2018 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

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Die nächtlichen Albträume ihres 12-jährigen Sohnes Jacob gehen den Eltern auf den Nerv. Als seine Großmutter stirbt, wird das Verhalten des ohnehin schon hochsensiblen Jungen immer sonderbarer und er kleidet sich mit den alten Sachen der Oma und findet Gefallen daran. Daher suchen Jacobs Eltern Hilfe bei dem strengen Schuldirektor Dr. Sherman der gemeinsam mit seiner Frau ein exklusives Internat für Problemkinder leitet. Das nächste Schuljahr soll Jacob an dieser Lehranstalt verbringen, die aber alles andere als eine normale Schule zu sein scheint. Als ein Mitschüler unter seltsamen Umständen ums Leben kommt und eine Reihe weiterer merkwürdiger Ereignisse geschehen, kommt Jacob allmählich hinter den wahren Grund für seinen Aufenthalt an der Boarding School – denn von hier scheint es keinen Rückweg nach Haue mehr zu geben.

Wenn man auf einschlägigen Seiten nachsieht, steht überall, dass es sich hierbei um einen Horrorfilm handelt – dem ist mitnichten so. Eigentlich ist das ganze nämlich ein Drama mit leichten Thriller und Horrorelementen.

Der Regisseur hat sich dabei allerdings viel vorgenommen. Er versucht hier so viele Themen auf einmal unterzubringen, dass vieles nicht komplett ausgearbeitet ist. Mobbing, Transsexualität, Schönheitsideale, erste Liebe, Tourett-Syndrom, Angst vorm Versagen usw. und dann auch noch Horror dazu, wirkt doch etwas überladen.

Trotzdem hat mir Boarding school gut gefallen, was vor allem den Darstellern geschuldet ist, denn die beiden Jungmimen Jacob Felsen und Christine Holcomb liefern hier geradezu sensationelle Leistungen ab. Dazu gesellt sich Will Patton, dem seine Rolle als strenger und auch durchgeknallter Lehrer sichtlich Spaß bereitet.

Erst gegen Ende mutiert das Geschehen dann zu einem Horrorfilm und gelegentlich kommt sogar mal ein wirklich trockener Spruch, so dass ich zweimal laut lachen musste. Der Abschluss ist zudem extrem gelungen und rundet das Geschehen ab. Schade nur, das es hiervon keine Fortsetzung geben kann.

Trotzdem hätte man vielleicht einige Dinge weglassen können, denn dadurch wirkt der Film thematisch eben etwas over the top. Gut unterhalten hat mich BOARDING SCHOOL jedoch allemal.

Fazit: Ein Streifen weit entfernt vom Mainstream. Meine Bewertung ist daher in diesem Fall auch eher subjektiv, denn Menschen die sich auf den Film nicht einlassen können und ihn nicht mögen, kann ich durchaus verstehen.

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THE MERMAID (Splendid)

am 27. November 2018 unter Horror abgelegt

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Roma und Marina sind ein glückliches junges Paar und wollen demnächst sogar heiraten, Vorher wird der Bräutigam aber von seinem besten Kumpel noch einmal „entführt“ um eine große Party zu machen – außerhalb der Stadt. Da hat Roma allerdings keine Lust drauf und geht am See schwimmen. Da hätte er mal lieber saufen sollen, denn in diesem haust eine Mermaid, die den Menschen gar nicht freundlich gesinnt ist. Sie zieht auch Roman in ihren Bann und nach einem Kuss ist die Sache besiegelt. Er gehört nun ihr. Marina versucht nun mit Hilfe ihrer Schwester verzweifelt, ihn aus den Klauen der Dame zu befreien, doch das gestaltet sich schwierig, denn die Familie ist vorbelastet. Schon der Vater hatte das gleiche Problem, was seiner Gattin das Leben kostete.

Und schon der zweite Film aus Russland, den im am heutigen Tag bespreche, das kommt auch nur sehr selten vor. Allerdings ist MERMAID sehr amerikanisch gedreht. Wenn man an den Namen und den Schauspielern nicht deutlich erkennen könnte, dass es sich es hier um einen Film aus dem Kreml-Land handelt, könnte man wirklich meinen, es sei eine Produktion aus den USA. In diesem Falle ist das aber positiv gemeint.

Der Film hat einen sehr schönen Look. Das sieht nicht nach irgend einer Billigproduktion aus, sondern nach einem gut budgetierten B-Movie. Insbesondere die Kamera liefert schöne Bilder und der, mir natürlich unbekannte Regisseur, hat einen guten Blick für interessante Einstellungen.

Auch die Schauspieler wissen durchweg zu überzeugen. Besonders gut hat mir die Darstellerin der Marina gefallen, der ich durchaus eine größere Karriere zutraue. Viktoriya Agalakova heißt die junge Dame, deren Name man sich merken sollte.

Nun strotzt der Streifen natürlich nicht vor Innovation, denn böse Menschen oder eben auch Geister, die aus dem See kommen sind nun nichts Neues. Aber der Film bringt ein paar sehr schöne Ideen ein (Stichwort Haarspange, Haare) und sieht, ich muss es nochmal erwähnen, richtig teuer aus. Optisch hat man hier wirklich alles herausgeholt was ging.

Fazit: Ein gelungener kleiner Horrorfilm, der mit bei imdb viel zu schlecht wegkommt. Ich weiß nicht was es daran auszusetzen gibt, denn der Streifen ist nicht nur schick gedreht, sondern auch durchgehend spannend. Russische Filme haben einfach kein Standing.

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HÖRE DIE STILLE (Tiberius)

am 27. November 2018 unter Drama, Suspense abgelegt

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Ukraine 1941: Eine Gruppe deutscher Soldaten sucht tief in feindlichem Gebiet nach Schutz und Essen. Gestrandet in einem kleinen Dorf finden sie dort zu ihrer Überraschung fast nur Frauen vor, die alle auch der deutschen Sprache mächtig sind. Ihre Männer wurden nach Ausbruch des Krieges deportiert oder ermordet. Die Frauen und Soldaten kommen sich voller Hoffnung rasch näher, aber nach einem Mord ändert sich die Stimmung schlagartig. Als ein zweiter Mord passiert kommt es zu einer Eskalation, die viele Leben kostet.

Wenn es nun jemanden gibt der KEIN Experte für Schreiben von Kritiken im Genre Kriegsfilm ist, dann bin ich das. Eigentlich habe ich mir den Streifen nur angeschaut, weil er eine Abschlussarbeit von 20 Filmstudenten einer Filmhochschule ist und mich interessiert immer, wer denn in Zukunft auf deutschen Bildschirmen zu sehen sein wird.

Der Film beginnt etwas schleppend. Man zeigt das Leiden der Soldaten und wie sie das Dorf relativ friedlich einnehmen, sich aber dann langsam mit den Damen anfreunden. Tempo bekommt der Film dann nach dem bereits erwähnten Todesopfer – dann wird der Streifen sogar richtig gut, auch wenn sich mir das Motiv des Mordes nicht ganz erschließt.

Denn aus dem etwas lahmen Kriegsdrama wird dann fast ein Thriller, denn die Soldaten versuchen herauszufinden, wer ihren Leutnant umgebracht hat und sind dabei nicht gerade zimperlich, doch die Damen lassen sich das nicht bieten und als eine von ihnen aufgehängt werden soll, nur aufgrund eines Verdachts, eskaliert die Situation dann völlig.

Das ist überraschend spannend und gegen Ende stapeln sich dann auch die Leichen und der Bodycount ist hier höher als bei einem Slasher.

Der weibliche Nachwuchs hat mir insgesamt etwas besser gefallen. Ihre darstellerischen Leistungen sind gelungen, während manche der Männer doch noch etwas steif und unbeholfen wirken. Der Regisseur hat bislang nichts außer TV-Serien inszeniert und da auch nicht gerade hochwertigen Stoff. Insofern ist es überraschend, das er das Szenario optisch schön einfängt.

Fazit: Nach etwas langsamen Beginn wird HÖRE DIE STILLE richtig gut, auch weil er das Genre wechselt. Man muss auch nicht unbedingt Fan von Kriegsfilmen sein um den Streifen gut zu finden. Hat mich überrascht.

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THE NIGHT TRAIN (Tiberius)

am 27. November 2018 unter Horror abgelegt

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Etwas Tödliches lauert in den Tiefen des undurchsichtigen Moskauer U-Bahnnetzes. Eines Nachts verschwindet ein ganzer Zug spurlos. Artem und Dasha, die beide eine Station vorher ausgestiegen waren, wollen ihre eigenen Nachforschungen starten um ihre Freunde zu finden. Mit Hilfe eines gewöhnungsbedürftigen, aber erfahrenen Fachmannes wagen sie sich tief in das dunkle labyrinthartige System der Metro vor. Der Legende nach sollen schreckenerregende Monster in der Tiefe hausen. Natürlich wird das als Märchen abgetan, aber an manchen Märchen soll ja etwas dran sein…

Hierbei handelt es sich um eine russische Produktion und diese sind meistens mit Vorsicht zu genießen, da sie doch einen ganz anderen Stil haben, als etwa amerikanische Filme.

Die Grundidee ist auch nicht schlecht und die unterirdischen Gänge bilden eine hübsche Location, ähnlich wie das bei dem hervorragenden URBAN EXPLORER, der ja im Untergrund von Berlin spielt, der Fall ist.

An dessen Klasse kommt NIGHT TRAIN allerdings nicht heran. Das liegt zu einem an dem Monster, das, ich sage es mal vorsichtig, eher wie aus den 80ern aussieht – also altbacken. Da war wohl nicht allzu viel Geld für Effekte vorhanden. Zum anderen wirken einige Handlungsweisen der Protagonisten sehr weit hergeholt und kein normaler Mensch würde sich in der Situation so verhalten.

Gelungen allerdings ist, dass man zwischen den Abläufen der Verschwundenen und der Suchenden immer hin und herwechselt. Das sorgt nämlich dafür, das durch die wechselnden Orte und Figuren, das ganze in Bewegung bleibt. Das wiederum wurde hervorragend gelöst.

Unter dem Strich wäre hier mehr möglich gewesen, denn die Location ist stimmig und die Idee auch nicht schlecht. Hier fehlt s an manchen Stelen wirklich etwas an Budget.

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IN DARKNESS (Universum Film)

am 22. November 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die blinde Pianistin Sofia wird eher zufällig Ohrenzeugin eines Streits in dem über ihrer Wohnung liegenden Apartment, denn die Wände sind dünn und ihr Gehör ist sehr gut Kurz darauf wird ihre Nachbarin Veronique tot aufgefunden.. Daraufhin gibt Sofia ihr zurückgezogenes Leben auf und nimmt Kontakt zu Veroniques Vater, Zoran Radic auf. Bei dem serbischen Geschäftsmann handelt es sich allerdings um einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher, dem vorgeworfen wird, während des Bosnienkriegs Völkermorde begangen zu haben. Doch dann erfahren wir, das dies nicht der einzige Grund ist, wieso sie den Herren aufsucht, sie hat auch noch eine persönliche Rechnung mit ihm offen.

Die ersten 45 Minuten sind sensationell – da stimmt einfach alles. Insbesondere die Geschichte und die Optik sind hervorragend. Danach wird es leider dann doch etwas konventioneller und gegen Ende wirkt alles ein wenig konstruiert, auch wenn es trotzdem spannend ist. Die Schlusswende ist auch nicht so überraschend, wie sie gerne wäre.

Trotzdem weiß IN DARKNESS zu überzeugen, was vor allem an der großartigen Hauptdarstellerin Natalie Dormer liegt, die ich bislang überhaupt nicht auf den Schirm hatte. In den (wieder einmal nicht deutsch untertitelten Extras, ich schreib das jetzt so oft bis es Universum einführt) erzählt sie auch, das sie sich auf diese Rolle besonderes vorbereiten musste, denn eine Blinde zu spielen ist einfach schwierig. Das hat sie allerdings wirklich hervorragend hinbekommen.

In manchen Teilen des Filmes weht sogar ein Hauch von Hitchcock durch die Szenerie, denn insbesondere manche Kameraaufnahmen und Winkel erinnern doch sehr an den Altmeister, dem dieser Film, zumindest optisch, sicherlich gefallen hätte.

Regisseur Anthony Byrne hat bislang fast ausschließlich für das TV gearbeitet, wobei er aber mit der viel beachteten Serie RIPPER STREET gerade in England schon bekannt wurde – auch von LAST KINGDOM hat er einige Folgen inszeniert.

Fazit: Optisch ansprechend ,mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und durchweg guten Nebenakteuren ist IN DARKNESS ein ungewöhnlicher Streifen, der am Ende vielleicht einen Tick zu viel will. Trotzdem sehenswert wie ich finde.

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THE SWELL – WENN DIE DEICHE BRECHEN (Justbridge)

am 22. November 2018 unter Drama, Suspense, TV-SERIE abgelegt

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Nachdem der Sturm vorbei ist, stehen die Überlebenden vor der erschütternden Tatsache, dass nichts mehr in ihrem Leben so sein wird wie es einmal war. In sechs aufregenden Episoden entdeckt der Zuschauer Momente der Freude, Trauer, rasender Wut, Güte, und in der gegebenen Situation am wichtigsten, Widerstandsfähigkeit. Das ist der offizielle Pressetext, den ich doch ein wenig kurz und auch nicht wirklich ansprechend finde. Daher eine kleine Ergänzung. Nach dem erwähnten Sturm wurden weite Teile von Belgien und vor allem der Niederlande vollkommen überschwemmt und zig Tausende Menschen verloren ihr Leben. Wir sehen nun sowohl verschiedene Einzelschicksale, als auch die Reaktionen der Politik auf dieses Desaster, das man durch eine Evakuierung zumindest im Ausmaß hätte eindämmen können.

Gerade die politischen Passagen sind meiner Meinung nach die gelungensten der Serie, die in 6 Folgen a 45 Minuten aufgeteilt wurde. Denn wie man selbst in der Not noch versucht, den anderen über den Tisch zu ziehen, um einen eigenen Vorteil aus der Katastrophe zu schöpfen, passt genau zu dem Bild, das ich von der EU habe. Hier geht es nur noch um Geld und die Macht. Das wurde sehr schön herausgearbeitet und ist insbesondere in den letzten beiden Folgen sehr gut umgesetzt worden.

Aber auch einige der Einzelschicksale, die uns präsentiert werden, sind nicht unoriginell. Wer denkt zum Beispiel daran, dass bei einer solchen Überschwemmung schließlich alle Typen die im Knast sitzen, da drinne ersaufen? Was macht ein Wärter in dieser Situation? Insbesondere wenn zu wenig Personal da ist? Lässt er sie laufen oder riskiert er sein Leben wenn 20 Gefangene gegen einen stehen? Auch dieser Abschnitt ist sehr interessant geschildert.

Insgesamt hat die Serie optisch gutes TV-Niveau, die Stürme und Überflutungen sehen durchaus realistisch aus und auch die Kulissen wurden sehr gut hergerichtet.

Zwar hätte man die letzten 3 Folgen auch auf 2 kürzen können, weil es dort an manchen Stellen etwas zu melodramatisch wird, aber das gehört wohl zu einem Katastrophenszenario irgendwie dazu.

Der Geschichte mit der zerbrochenen Familie wird meiner Meinung etwas zu viel Zeit gewidmet. Sehr schön jedoch íst der Part, in dem ein alter Mann, der sich gerade umbringen wollte, ein Kind rettet und dadurch neuen Lebensmut erhält.

So bleibt unter dem Strich eine sehenswerte TV-Miniserie, die viele Aspekte einer solchen Katastrophe zeigt, besonders wenn man als Land darauf nicht vorbereitet ist. Die Darsteller sind überwiegend gehobenes TV-Niveau, der Look ansprechend.

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THE BOYS FROM BRAZIL (Koch Media)

am 22. November 2018 unter Drama, Klassiker, Suspense abgelegt

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Der junge Nazi-Jäger Kohler deckt in Paraguay eine Verschwörung von Alt-Nazis unter der Führung des Wissenschaftlers Josef Mengele auf. Er findet bei dem Hauptverfolger der Nazis Ezra Lieberman zunächst jedoch kein Gehör. Als Kohler jedoch ermordet wird und weltweit Männer umgebracht werden, wird Lieberman aufmerksam. Er geht Kohlers Hinweisen nach und entdeckt eine Liste von Adolf Hitler-Klonen, die auf der ganzen Welt verteilt leben und jetzt ins Teenageralter kommen. Doch jetzt ist auch Mengele aufmerksam geworden..

Was für eine Geschichte. Unglaublich, dass man sich bereits im Jahre 1978 mit dem Thema klonen beschäftigte und da natürlich seiner Zeit weit voraus war. Auch wird dort bereits erklärt, wie der ganze Vorgang funktioniert und zwar vom jungen Bruno Ganz, der den Wissenschaftler spielt, welcher von dem Gedanken fasziniert ist.

Anscheinend fanden diese Idee viele interessant, denn was hier an bekannten Darstellern mitwirkt ist unglaublich. Neben Ganz und dem jungen Steve Guttenberg als Kohler, sind auch noch James Mason, Laurence Olivier, Gregory Peck (als Mengele), Lilli Palmer und der ganz junge Sky Dumont, im Abspann noch als Guy Dumont geführt, dabei. Das nenne ich mal eine Besetzung.

Mich wundert es, das es bislang noch kein Remake gab oder zumindest einen Film mit einer ähnlichen Handlung neueren Datums. Zudem hat der Streifen die Zeit sehr gut überstanden, denn die Dialoge wirken keinesfalls altbacken.

Das Bild ist absolut erstklassig, ganz wenige Blitzer sind zu sehen, ansonsten ist hier alles glasklar und sieht aus, als wäre es ein neuer Film. Etwas merkwürdig finde ich nur das Vollbildformat. Auf diversen Internetseiten wird gemeckert, das der Film immer nur geschnitten zu haben war. Diese Version ist 122 Minuten lang und dürfte somit vollständig sein. Man kann mir aber auch schreiben, wenn ich damit falsch liege.

Fazit: Eine echte Lücke in meinem Wissensbereich, denn ich hatte den Streifen nie vorher gesehen und mir auch nicht furchtbar viel davon erwartet, da gerade Filme aus den 70ern natürlich dem Zeitgeist von heute nicht wirklich widerspiegeln. Dieser hier ist eine absolute Ausnahme und wandert in die Sammlung :o ).

DIE LETZTE PARTY DEINES LEBENS (Koch Media)

am 22. November 2018 unter Horror abgelegt

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Party, Sex, Alkohol und Drogen: Nach absolviertem Abitur verspricht der Trip auf eine

Insel für Julia und ihre Freunde den Aufbruch in ein neues freies Leben. Bis plötzlich eine ihrer Freundinnen verschwindet und eine andere ums Leben kommt. Abgeschottet von der Außenwelt sieht sich die Clique einem durchtriebenen Killer ausgesetzt. Der damit beginnt, das ausgelassene Jungvolk zu dezimieren und dem Begriff “Partyleichen” eine völlig neue Bedeutung zu geben…

Ich muss sagen, ich fand den Pressetext wirklich so lustig, dass ich keine Änderung vorgenommen habe, denn die Nummer mit der Partyleiche ist einfach großartig, das wäre mir nicht eingefallen.

Der Film ist aber vor allen Dingen eines: Anstrengend. Denn DIE LETZTE PARTY ist ein Film aus unserem Nachbarland und auf Dauer geht einem das Geplapper doch auf den Zeiger. Ich habe auch einen Österreicher im Bekanntenkreis, den kann man sehr gut verstehen, doch diese Herrschaften hier sprechen wirklich teilweise übelsten Dialekt und dann auch noch so leise, das man sich einiges nur denken kann – und 90 Minuten lang dann Sätze wie „Hobts ihr die Matura oll gpackt“, zehren irgendwann an den Nerven.

Da ist man richtig froh, wenn der Killer zuschlägt, denn da halten die wenigstens die Klappe. Das tut er übrigens höchst unblutig und die FSK Freigabe ab 18 ist der Witz des Jahres. Mal von einer kleinen Szene abgesehen, kann man diese nette Filmchen problemlos ab 12 freigeben, aber das rote Schild sieht natürlich immer gut aus.

Die Schlusswende ist immerhin eine kleine Überraschung und auch der Showdown ist gelungen und entschädigt ein wenig für teilweise doch recht unspannende Abschnitte.

Kann man schauen, muss man aber nicht. Bitte an die Firma Koch: Bitte das nächste mal bei einem österreichischen Film deutsche Untertitel mit als Option angeben, das hilft enorm.

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ANON (Koch Media)

am 15. November 2018 unter SciFi, Thriller abgelegt

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Die totale digitale Überwachung des Menschen sorgt in naher Zukunft für ein Leben ohne Verbrechen, aber auch gänzlich ohne Anonymität und Privatsphäre. Glaubt man zumindest, denn dann geschehen eine Reihe grausamer Morde mit deren Aufklärung Detective Frieland betrauftragt wird. Plötzlich werden die im “Ether” gesammelten Daten systematisch manipuliert, was den Zusammenbruch des gesamten Systems zur Folge haben könnte, wenn man das ganze mal weiterspinnt. Man findet aber mit Hilfe externer Einsatzkräfte eine Spur zur Täterin. Doch die ist mit allen Wassern gewaschen und weiß ihre Spuren zu verwischen.

Wenn Andrew Niccol einen Film dreht werde ich immer hellhörig, denn der Mann hat immerhin mit seinem Debüt GATTACA einen Streifen aus meinen ewigen TOP 5 abgeliefert und ist grundsätzlich meistens im Themengebiet Technik in der Zukunft unterwegs.

Seine Filme sind im Allgemeinen eher ruhig gehalten. Ausnahme stellt hierbei IN TIME dar, der mir auch prompt nicht besonders gefallen hat, weil das tolle Thema zu einer Actionorgie verkam.

Hier kehrt er wieder zu seinem alten Stil zurück. Das mögen viele als etwas langatmig empfinden . Ich persönlich mag das. Gerade optisch wird hier einiges geboten, denn man sieht die Welt aus der Sicht des Polizisten, der automatisch von jedem Fußgänger die komplette Lebensakte eingeblendet bekommt. Eine wirklich interessante Idee. Auch die Nummer, dass man Erinnerungen mit anderen teilen kann, fand ich klasse.

Clive Owen hat zwar schon besser gespielt und wirkt in manchen Teilen des Films sediert, hingegen überrascht Amanda Seyfried mit einer perfekt auf sie zugeschnittenen Rolle. Auch Colm Feore sehe ich immer gerne.

Der Film lässt auch offen, in welchem Jahr die Geschehnisse stattfinden. Seine Hauptdarstellerin vermutet in den Extras sogar, dass es hier um ein Paralleluniversum geht, was man sich durchaus auch denken kann.

Zudem gibt es eine doch überraschende Wende kurz vor Ende des Films, auf die man aber, wenn man nicht wie ich schon hundemüde war, durchaus kommen kann, und die, wenn man im Nachhinein mal über das Verhalten von Seyfrieds Charakter nachdenkt, auch Sinn ergibt.

Fazit: SciFi mit Anspruch. Wer Streifen wie Gattaca vom gleichen Regisseur mochte oder auch Ex-Machina, für den dürfte das hier die richtige Wahl sein. Mit viel Action sollte man wie gesagt nicht rechnen.

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DIE FARBE DES HORIZONTS (Universum Film)

am 15. November 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Die lebenslustige Tami möchte am liebsten die ganze Welt erkunden. Kaum hat die junge Kalifornierin ihren Abschluss in der Tasche, fährt sie einfach mal nach Tahiti. Dort lernt sie den etwas älteren Segler Richard kennen und lieben. Ein befreundetes Ehepaar bietet den beiden an, ihr Boot gegen eine hohe Aufwandsentschädigung zu überführen, was den beiden natürlich gut gefällt, denn so kann man mit dem Hobby noch etwas Geld verdienen. Doch mitten auf dem Pazifik, mittlerweile 2000 Seemeilen vom nächsten Festland entfernt, geraten sie plötzlich in einen gewaltigen Hurrikan. Als Tami aus ihrer Ohnmacht erwacht, ist ihr Boot nur noch ein Wrack und Richard schwer verletzt – sie kann ihn zwar retten, aber er ist ihr keine große Hilfe. Schafft sie alleine den Kampf gegen die hohe See zu gewinnen?

Am besten weiß man über diese Geschichte gar nichts, denn dann sind einige interessante Wendungen noch spannend. Ich kannte diese schon, weil ich sie mal in der Presse gelesen hatte. Daher war mir bekannt wie das ganze endete.

Da ich Shailene Wodley extrem gerne mag. habe ich mir den Streifen dann doch angesehen. Zuerst die positive Nachricht: Es ist kein Liebesfilm, auch wenn Madame in der ersten halben Stunde wie ein Honigkuchenpferd dauergrinst und damit wirklich kurz vorm Chargieren steht, ändert sich das aber glücklicherweise mit zunehmender Spieldauer und das Überleben der beiden auf dem Meer gewinnt die Oberhand in der Geschichte.

Baltasar Kormakur hat als Regisseur ja schon jede Menge Erfahrung mit der Arbeit auf hoher See, denn einer seiner ersten Filme war ebenfalls ein Drama auf dem Ozean – der vielgelobte THE DEEP, der mir aber ein wenig zu elegisch geriet. Aber durch die nötigen Vorkenntnisse schaffte er hier mit speziellen Aufnahmen, oft halb aus dem Wasser, halb an der Oberfläche, teilweise sehr interessante Perspektiven.

Nach dem Film kann man sich noch mit den Hintergründen befassen, denn es gibt zahlreiche Extras, wobei ich immer noch nicht verstehe, wieso UNIVERSUM diese nie deutsch untertitelt. Die wahre Geschichte ist bei Wikipedia einsehbar.

Fazit. Grundsolides Drama mit ordentlichen Darstellern und ganz gutem Spannungsaufbau – sehr schön ist die Wende gegen Mitte des Streifens. Trotzdem gefällt mir Frau Wodley mit kurzen Haaren besser, was aber nichts an der Qualität des Films ändert :o ).

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