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Archiv für den 23. Oktober 2018

HE’S OUT THERE (Splendid Film)

am 23. Oktober 2018 unter Horror, Suspense abgelegt

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Laura und ihre Kinder wollen ein schönes Wochenende in einem abgelegenen Ferienhaus verbringen. Die anfängliche Idylle wird jedoch durch dunkle Vorzeichen gestört. Nach einem Ausflug der Kinder im Wald bekommt die kleine Maddie plötzlich Fieber und kann kaum noch atmen. Laura ist entsetzt, als sie die Ursache findet: einen Zettel mit Botschaft, der sich in Maddies Speiseröhre befand!  Ein maskierter Störenfried beginnt sich von draußen bemerkbar zu machen. Die Familie will flüchten, doch das Auto ist manipuliert. Zurück im Haus warten Laura und die Kinder auf ihren Ehemann und Vater Shawn. Doch vor dem maskierten Psychopathen scheint niemand sicher zu sein …

Wer die Beschreibung des Films im Internet kennt, wird sehen, dass ich die komplett übernommen habe. Warum? Weil es ein wirkliches Kunststück ist, einen Film der eine Geschichte hat, die auf ein halbes Post-it passt, so ausgiebig zu erzählen. Problemlos hätte man das auch in einem einzigen Satz machen können.

Doch die Herrschaften, die glauben jetzt kommt ein kompletter Verriss, die irren sich, denn hier wird gezeigt, wie man nur mit Atmosphäre und der ein oder anderen Wende, einen durchaus spannenden Film zusammenzimmern kann.

Positiv ist zuerst die anfängliche Charakterzeichnung. Die Familie wird kurz vorgestellt und man weiß genug über die Personen, um sich mit ihnen identifizieren zu können. Und etwa 15 Minuten später geht’s auch schon los mit dem Picknick im Wald, welches den Auftakt zu diesem spannenden Genre-Vertreter bildet.

Herausheben möchte ich vor allem, das hier endlich mal eine Mutter absolut so handelt, wie es ein normaler Mensch tun würde, denn dieses ständige „Hallo und Hilfe“ Geblöke, nervt einfach nur noch. Die Dame hier zeigt Mumm und versucht ihre beiden Töchter zu schützen, was sehr glaubwürdig rüberkommt.

Die Auflösung ist natürlich etwas beliebig, lässt aber immerhin die Möglichkeit für eine Fortsetzung offen. Obwohl der Film teilweise doch recht brutal ist, kann man die FSK 16 durchgehen lassen – zumindest nach heutigen Maßstäben. 1989 wäre er auf dem Index gelandet.

Fazit: Aus einem minimalen Budget mit ordentlichen Darstellern das Optimum herausgeholt – muss man auch erst mal so hinbekommen…

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FEINDE (Universum Film)

am 23. Oktober 2018 unter Drama abgelegt

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New Mexico, 1892: Der verdiente Offizier Joseph Blocker ist wenig begeistert als er den Auftrag bekommt, den kranken Cheyenne-Häuptling Yellow Hawk , der die vergangenen sieben Jahre im Gefängnis verbrachte, in dessen Stammesland nach Montana zu begleiten. Dies ist der letzte Wunsch des als unerbittlich bekannten Indianers. Blocker und Yellow Hawk haben eine gemeinsame Vergangenheit – und die ist alles andere als gut, weswegen Blocker den Auftrag nur äußerst widerwillig annimmt. Gemeinsam mit einigen Soldaten und der Familie des Häuptlings bricht man dann aber doch auf. Unterwegs stoßen sie auf die junge Witwe Rosalie Quaid deren gesamte Familie kaltblütig von Komantschen umgebracht wurde. Die traumatisierte Frau schließt sich ihnen an und die Gruppe setzt ihren gefährlichen Weg quer durch das unwegsame Land und eine extrem feindselige Umgebung fort. Denn allen Beteiligten ist klar, das die blutrünstigen Komantschen noch irgendwo lauern und das man nur eine Chance hat zu überleben, wenn man zusammenarbeitet,

Ich bespreche einen Western – das ist soweit mir bekannt erst der zweite in meiner gesamten Schreiberkarriere, wobei der andere, nämlich Brimstone auch im Gegensatz zu diesem Film kein klassischer Vertreter des Genres war.

Christian Bale glänzt in der Rolle des ausgebrannten Offiziers und sogar Rosamund Pike, die ich für komplett überbewertet halte, liefert eine hervorragende Darstellung ab, die ich ihr nicht zugetraut habe.

Irgendwie ist es aber bei Western so, das die immer ins Elegische abgleiten müssen, denn auch FEINDE bringt satte 134 Minuten zusammen – insgesamt vielleicht 20 zu viel, was auch daran liegt, das der Regisseur etwas selbstverliebt in seine Landschaftsbilder ist, die wirklich toll sind, aber eben den Streifen nicht wirklich voran bringen.

Trotzdem gibt es genug Wendungen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten, und eben hohe Schauspielkunst, was hauptsächlich an Bale liegt, der sich hierfür eigentlich eine Oscar-Nominierung verdient hätte

Eine Bewertung ist für mich allerdings nahezu unmöglich, denn die könnte ich nur gebe,n wenn ich eine Vergleichsmöglichkeit hätte. Mir hat FEINDE insbesondere von der Stimmung sehr gut gefallen, so das auch andere Fans dieses Genres sicherlich meiner Meinung sind – die guten Bewertungen überall auf den einschlägigen Seiten zeigen es ja auch.

DER AUGENZEUGE (Koch Media)

am 23. Oktober 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Der Vietnamveteran Daryll arbeitet mittlerweile als Hausmeister in einem New Yorker Bürohochhaus. Eines Tages stolpert er bei einem Rundgang im Gebäude über die Leiche seines Chefs, einen asiatischen, eher zwielichtigen Geschäftsmann. Als eine Fernsehreporterin, in die er verliebt ist, sich für den Fall beginnt zu interessieren, gibt er vor mehr zu wissen, als es eigentlich der Fall ist. Ohne es zu ahnen, bringt er sich und die Dame in höchste Gefahr, denn der Mord hatte einen schwerwiegenden Hintergrund.

DER AUGENZEUGE stammt bereits aus dem Jahre 1980 und hat, für diejenigen, die ihn nicht kennen, eine geradezu unfassbare Besetzung an Bord. Sigourney Weaver, William Hurt, James Woods, Morgan Freeman – das ist mal ein Cast, wobei die letzteren beiden eigentlich erst später richtig bekannt wurden.

Der Film hat die Zeit ganz ordentlich überstanden und auch die Dialoge sind ok, die in vielen Werken aus dieser Zeit heute nur noch bescheuert wirken. Über die Qualität der Hauptdarsteller gibt es eh keine Zweifel.

Das Bild ist auf gutem DVD-Niveau. Insgesamt kommt es auf meinem Plasma TV farblich sehr ordentlich rüber, vor allem in den dunklen Szenen, die bei Filmen, die schon so alt sind meistens miserabel sind – hier kann man nichts negatives sagen. Ab und an sind kleine Blitzer zu sehen, die aber verschmerzbar sind.

So bekommt man den Streifen wohl in fast bestmöglicher Qualität geboten, was natürlich immer davon abhängig ist, wie gut das Ausgangsmaterial war. Liebhaber des Films können zugreifen, sollte der Preis erschwinglich sein.

PROM NIGHT COLLECTION (Koch Media)

am 23. Oktober 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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PROM NIGHT ist eine Serie, die sich bei den Horrorfans einen gewissen Kultstatus erarbeitet hat. Immer (bis auf den Nach-klapp)geht es um die Wahl einer Ballkönigin, die nicht ganz so abläuft wie geplant, da ein Killer dafür sorgt, das diese nicht zustande kommt.

In Teil 1 ist sogar Jamie Lee Curtis dabei. In diesem vertuschen 5 Kids einen tragischen Unfall, werden dafür aber Jahre später von einem Killer zur Rechenschaft gezogen. In Teil 2 der mit Untertitel MARY LOU heißt, kehrt der Geist einer Schönheitskönigin zurück, die während der Wahl durch einen Unfall verbrannte und nun ein Mädel heimsucht. Etwas aus der Art schlägt dann Nummer 3, der deutlich eher in Richtung Komödie tendiert und einige wirklich witzige Szenen hat, vor allem die Nummer mit dem Herz finde ich absolut klasse. Abschließend geht es im letzten Teil dann um einen Priester der von einem Geist besessen ist und in einem Verlies hockt. Durch die Dummheit eines Pfarrers kann er aber fliehen und trifft in einem Sommerhaus auf einige Teenager….mehr muss ich dazu nicht sagen oder?

Teil 1 ist auch heute noch gut ansehbar. Die Geschichte ist nachvollziehbar und war klares Vorbild für ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, ergibt im Gegensatz zu Nummer 4 auch einen Sinn und stammt aus dem Jahre 1980, der Hochzeit von Jamie Lee Curtis in der auch die Halloween Teile und THE FOG mit ihr entstanden. Überraschend sieht man hier Leslie Nielsen, den man eigentlich nur als Klamauker kennt (Nackte Kanone), in einer ernsten Rolle.

Teil 2 geht mehr ins Übersinnliche, ist aber ganz unterhaltsam, auch wenn einige Dialoge teilweise zum Fürchten sind, diese Sprache gebraucht man heute sicherlich so nicht mehr und stammt aus dem Jahre 1987.

Mein persönlicher Favorit, auch wenn da andere nicht mit mir übereinstimmen, ist Teil 3, der wirklich deutlich eher in Richtung Komödie geht und einige wirklich witzige Ideen hat. Er stammt aus dem Jahre 1992.

Teil 4 hat irgendwie nicht wirklich was mit den anderen zu tun und wurde nur mit dem PROM NIGHT Etikett vermarktet und ist daher auch mit Abstand der schwächste.

Kommen wir zum Bild. Erstaunlicherweise hat mir das von Teil 1 am besten gefallen. Gut restauriert und ohne jegliche Blitzer, die bei MARY LOU doch desöfteren auftreten, ebenso wie bei DAS LETZTE KAPITEL. Beim letzten Teil ist das Bild auch mehr als ordentlich, so dass man insgesamt der Box eine durchaus gute Note bescheinigen kann.

Für die vielen Leute die diese Streifen kennen, waren die Beschreibungen jetzt natürlich für die Katz und die werden sich die Box eh zulegen. Ob Menschen die heute 20 Jahre alt sind mit den Filmen etwas anzufangen wissen, wage ich stark zu bezweifeln.

Angeblich sind alle Teile übrigens ungeschnitten, was ich aber nicht so wirklich glauben kann.