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Archiv für den 03. Oktober 2018

THE LODGERS (Lighthouse)

am 03. Oktober 2018 unter Horror abgelegt

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Ein alter Familienfluch sperrt die verwaisten Zwillinge Rachel und Edward in ihrem Zuhause ein – als Strafe für die Sünden ihrer Vorfahren. Tagsüber können sie sich frei bewegen, doch ab Mitternacht gehört das Haus den „anderen“. Zudem dürfen keine fremden Menschen das Haus betreten. Als sich Rachel in einen Jungen verliebt, führt das natürlich zu Komplikationen, auch weil die Zwillinge füreinander bestimmt sind. Ebenso wie der Besuch des Anwaltes Birmingham, der den beiden nahelegt, das Haus zu verkaufen, denn es befindet sich in einem miserablen Zustand und auch Geld ist keins mehr vorhanden. Doch beides lassen die „anderen“ nicht zu und es kommt zu einer Katastrophe.

Ein wenig schwierig diesen Film zusammenzufassen, denn man läuft doch Gefahr zu viel zu verraten. Der Streifen erinnert anfangs ein wenig an THE OTHERS, schlägt dann aber doch eine komplett andere Richtung ein und benutzt auch CGIs, die bei dem vermeintlichen Vorbild nicht vorhanden waren. Diese sind allerdings für einen so kleinen Film sehr gelungen.

Das der Film in den 20er Jahren spielt unterstützt die gesamte Atmosphäre und auch die Musik passt sehr schön dazu. Es dauert allerdings ein wenig, bis man versteht worum es eigentlich geht und alles aufgeklärt wird am Ende auch nicht.

Die beiden Schauspieler machen ihre Sache gut, besonders Charlotte Vega spielt Rachel hervorragend und auch glaubwürdig. Sie hatte auch bereits einen kleinen Auftritt in DER BUCHLADEN DER FLORENCE GREEN. Hauptrollen blieben ihr bis zu LODGERS versagt, aber ich denke, das wird sich in Zukunft ändern.

Allerdings ist das hier wirklich ein Film für Menschen, die zum Beispiel Sachen wie THE AWAKENING mochten, denn Blut gibt es fast keines und der Film lebt fast nur durch seine schicke Atmosphäre und der Kamera, die insbesondere in den Innenszenen sehr schöne Schwenks macht.

Unter dem Strich ein recht gelungener Horrorstreifen, dem man das geringe Budget nicht unbedingt ansieht. Das Ende bleibt zwar relativ offen, das hat mich aber nicht wirklich gestört.

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WELTENGÄNGER (Capelight/Alive)

am 03. Oktober 2018 unter SciFi abgelegt

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Kirill ist ein junger und talentierter Computerspiel-Designer mit einem gut bezahlten Job Er führt ein nahezu perfektes Leben – bis zu dem Tag, an dem sich alles ändert: In seiner Wohnung lebt plötzlich eine fremde Frau und weder Freunde noch Verwandte können sich an ihn erinnern. Es scheint, als wäre seine gesamte Existenz ausgelöscht worden. Auf der Suche nach Antworten findet Kirill heraus, dass er als „Weltengänger“, eine Art Wächter zwischen den Parallelwelten, auserwählt worden ist. Um sein früheres Leben zurückzugewinnen, muss Kirill das Rätsel um die geheimnisvollen Welten lösen – und entdeckt dabei etwas, das größer ist als alles, was er sich vorstellen kann …

Ich habe hier mal relativ dreist den Pressetext übernommen, weil er wirklich genau das wiedergibt, was in dem Streifen zu sehen ist, ohne zu viel zu verraten. Von daher fand ich es unsinnig, mir etwas komplett anderes auszudenken.

Der Film spaltet die Gemüter auf so ziemlich jeder Seite, sei es amazon oder imdb oder ofdb. Die russische Produktion ist aber auch wirklich sehr schwierig zu bewerten. Die Geschichte ist durchaus interessant und schreit eigentlich nach einem amerikanischen Remake, das dann vielleicht etwas konventioneller ausfallen dürfte.

Die Schauspieler und auch die Synchronisation wirken an manchen Stellen etwas steif. Das ganze wird aber wieder kompensiert, durch wirklich interessante Ideen, ich nenne als Stichworte nur mal „Funktionale“ oder „die verschiedenen Türen“.

Ich weiß nicht wie hoch das Budget für diesen Streifen war, aber die Effekte sind wirklich gelungen – da haben die Russen doch ganz schön aufgeholt und schafften es auch schon in anderen Filmen mit den Amerikanern gleichzuziehen – und das bei deutlich geringeren Kosten.

WELTENGÄNGER ist aber trotzdem ein schwieriges Thema. Mir persönlich hat der Film gut gefallen, ich kann aber auch verstehen, wenn man hiermit so gar nichts anfangen kann. Die Liebesgeschichte hätte man sich allerdings echt schenken können oder ihr zumindest deutlich weniger Zeit widmen.

Insgesamt ist eine objektive Bewertung schwer, daher lasse ich diese mal offen.

HOUSESITTER (Koch Media)

am 03. Oktober 2018 unter Komödie abgelegt

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Eigentlich hat Architekt Newton Davis alles, was er sich immer wünschte. Einen tollen Job, die große Liebe und sogar schon ein gemeinsames Traumhaus. Und dann kommt der große Knall: Becky hat nämlich überhaupt keine Lust zu heiraten und auch nicht mit ihm in diesem Haus zu wohnen. Da steht er nun – fast pleite, denn in dieses Gebäude hat er fast sein ganzes Geld hineingepumpt. Frustriert kommt es danach zu einem One Night Stand mit der Kellnerin Gwen. Das sieht diese aber ganz anders, denn als sie seine Geschichte hört, fährt sie einfach in die Kleinstadt, gibt sich als Ehefrau von Newton aus und zieht auch sofort ins Haus ein. Bis der „Gatte“ dies mitbekommt, hat sie mit ihrem Charme schon alle angesteckt und es scheint kein zurück mehr zu geben.

Wenn es etwas gibt, wo man immer befürchten muss, das es fürchterlich in die Hose geht, sind es Komödien aus den 80ern und Anfang der 90er. Der Humor hat sich heutzutage einfach zu sehr verändert und von wenigen Beispielen abgesehen („Dream Team“, „Immer Ärger mit Bernie“) fragt man sich immer, wieso man das alles mal lustig fand.

HOUSESITTER jedoch besteht den Test of Time erstaunlich gut. Die Dialoge wirken keinesfalls altmodisch und die Geschichte könnte auch heute so gedreht werden.

Goldie Hawn ist hier natürlich in einer Paraderolle zu sein, denn die quirlige, kleine Gattin von Kurt Russell, war schon immer prädestiniert für Komödien und feierte in diesem Genre auch die größten Erfolge, wie auch Steve Martin.

Um beide ist es aber mittlerweile sehr ruhig geworden. Ich kann mich nicht erinnern, einen in den letzten Jahren mal auf der Leinwand gesehen zu haben – wahrscheinlich genießen sie ihre Rente.

Das Bild des Streifens ist in Ordnung, hat in hellen Szenen jedoch hier und da mit Grieseln zu kämpfen, besonders bei den Außenaufnahmen. Der Ton ist in Ordnung, spielt bei einer Komödie aber auch nicht wirklich eine große Rolle.

Fazit: Spritzige und an machen Stellen wirklich urkomische Komödie, deren Ende allerdings ein wenig arg kitschig gerät. Trotzdem wirklich auch heute noch lustig und sehenswert, alleine schon wegen der beiden Hauptdarsteller.

DIE UNZERTRENNICHEN (Koch Media)

am 03. Oktober 2018 unter Drama, Klassiker abgelegt

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Beverly und Elliot Mantle sind als eineiige Zwillinge nicht nur in ihrem Beruf als Gynäkologen, sondern auch bei der Damenwelt durchaus erfolgreich. Man teilt sich dabei jede Frau, was denen natürlich gar nicht auffällt, Nur die Schauspielerin Claire durchschaut das Spiel der beiden. Kein Problem für Elliot, dann wird sie halt fallen gelassen und irgendwann kommt die nächste. Doch Beverly hat in diesem Fall damit ein großes Problem, denn für Claire empfindet er deutlich mehr als es ihm lieb ist. Für sie beginnt er sich von seinem Zwilling abzunabeln, was allerdings zu schwerwiegenden Problemen führt und in einer Katastrophe zu enden scheint.

Der Film aus dem Jahre 1987 stammt schon aus einer Zeit, wo Regisseur David Cronenberg, seine schrägsten Stoffe schon hinter sich hatte und mit DIE FLIEGE, dem Remake eines Streifens aus den 50ern sogar einen Kinohit landete.

Ich will jetzt nicht sagen das DIE UNZERTRENNLICHEN nun totales Mainstreamkino sind, aber im Vergleich zu seinen früheren Werken deutlich weniger verstörend.

Ich kann mich noch erinnern, das die Kritiker damals erstaunt waren, wie es dem Regisseur gelang, den guten Jeremy Irons gleich zweimal auf die Leinwand zu bringen, Heute ist das bei der Technik keine Sensation, damals war das deutlich aufwändiger und hatte einen gewissen WOW-Effekt.

Der Streifen selbst hat die 30 Jahre gut überstanden. Das Psychodrama ist auch heute noch sehenswert und Jeremy Irons spielt hier beide Personen fantastisch, was nicht einfach ist, da beide ja völlig unterschiedliche Charaktere sind.

Zudem hat man dem Streifen eine wirklich wunderschönes Mediabook spendiert, mit einem tollen Cover und auch jeder Menge Extras. Es gibt Audiokommentare, Interviews, ein Making of und vieles mehr. Das Bild ist hervorragend, der Ton tut seinen Zweck.

Es gibt schon einige Veröffentlichungen des Streifens, besonders auf DVD, Wenn man Fan des Films ist, sollte man sich aber dieses Mediabook zulegen, denn es lässt wirklich in allen Bereichen keinerlei Wünsche offen.