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Archiv des Monats Oktober 2018

HE’S OUT THERE (Splendid Film)

am 23. Oktober 2018 unter Horror, Suspense abgelegt

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Laura und ihre Kinder wollen ein schönes Wochenende in einem abgelegenen Ferienhaus verbringen. Die anfängliche Idylle wird jedoch durch dunkle Vorzeichen gestört. Nach einem Ausflug der Kinder im Wald bekommt die kleine Maddie plötzlich Fieber und kann kaum noch atmen. Laura ist entsetzt, als sie die Ursache findet: einen Zettel mit Botschaft, der sich in Maddies Speiseröhre befand!  Ein maskierter Störenfried beginnt sich von draußen bemerkbar zu machen. Die Familie will flüchten, doch das Auto ist manipuliert. Zurück im Haus warten Laura und die Kinder auf ihren Ehemann und Vater Shawn. Doch vor dem maskierten Psychopathen scheint niemand sicher zu sein …

Wer die Beschreibung des Films im Internet kennt, wird sehen, dass ich die komplett übernommen habe. Warum? Weil es ein wirkliches Kunststück ist, einen Film der eine Geschichte hat, die auf ein halbes Post-it passt, so ausgiebig zu erzählen. Problemlos hätte man das auch in einem einzigen Satz machen können.

Doch die Herrschaften, die glauben jetzt kommt ein kompletter Verriss, die irren sich, denn hier wird gezeigt, wie man nur mit Atmosphäre und der ein oder anderen Wende, einen durchaus spannenden Film zusammenzimmern kann.

Positiv ist zuerst die anfängliche Charakterzeichnung. Die Familie wird kurz vorgestellt und man weiß genug über die Personen, um sich mit ihnen identifizieren zu können. Und etwa 15 Minuten später geht’s auch schon los mit dem Picknick im Wald, welches den Auftakt zu diesem spannenden Genre-Vertreter bildet.

Herausheben möchte ich vor allem, das hier endlich mal eine Mutter absolut so handelt, wie es ein normaler Mensch tun würde, denn dieses ständige „Hallo und Hilfe“ Geblöke, nervt einfach nur noch. Die Dame hier zeigt Mumm und versucht ihre beiden Töchter zu schützen, was sehr glaubwürdig rüberkommt.

Die Auflösung ist natürlich etwas beliebig, lässt aber immerhin die Möglichkeit für eine Fortsetzung offen. Obwohl der Film teilweise doch recht brutal ist, kann man die FSK 16 durchgehen lassen – zumindest nach heutigen Maßstäben. 1989 wäre er auf dem Index gelandet.

Fazit: Aus einem minimalen Budget mit ordentlichen Darstellern das Optimum herausgeholt – muss man auch erst mal so hinbekommen…

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FEINDE (Universum Film)

am 23. Oktober 2018 unter Drama abgelegt

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New Mexico, 1892: Der verdiente Offizier Joseph Blocker ist wenig begeistert als er den Auftrag bekommt, den kranken Cheyenne-Häuptling Yellow Hawk , der die vergangenen sieben Jahre im Gefängnis verbrachte, in dessen Stammesland nach Montana zu begleiten. Dies ist der letzte Wunsch des als unerbittlich bekannten Indianers. Blocker und Yellow Hawk haben eine gemeinsame Vergangenheit – und die ist alles andere als gut, weswegen Blocker den Auftrag nur äußerst widerwillig annimmt. Gemeinsam mit einigen Soldaten und der Familie des Häuptlings bricht man dann aber doch auf. Unterwegs stoßen sie auf die junge Witwe Rosalie Quaid deren gesamte Familie kaltblütig von Komantschen umgebracht wurde. Die traumatisierte Frau schließt sich ihnen an und die Gruppe setzt ihren gefährlichen Weg quer durch das unwegsame Land und eine extrem feindselige Umgebung fort. Denn allen Beteiligten ist klar, das die blutrünstigen Komantschen noch irgendwo lauern und das man nur eine Chance hat zu überleben, wenn man zusammenarbeitet,

Ich bespreche einen Western – das ist soweit mir bekannt erst der zweite in meiner gesamten Schreiberkarriere, wobei der andere, nämlich Brimstone auch im Gegensatz zu diesem Film kein klassischer Vertreter des Genres war.

Christian Bale glänzt in der Rolle des ausgebrannten Offiziers und sogar Rosamund Pike, die ich für komplett überbewertet halte, liefert eine hervorragende Darstellung ab, die ich ihr nicht zugetraut habe.

Irgendwie ist es aber bei Western so, das die immer ins Elegische abgleiten müssen, denn auch FEINDE bringt satte 134 Minuten zusammen – insgesamt vielleicht 20 zu viel, was auch daran liegt, das der Regisseur etwas selbstverliebt in seine Landschaftsbilder ist, die wirklich toll sind, aber eben den Streifen nicht wirklich voran bringen.

Trotzdem gibt es genug Wendungen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten, und eben hohe Schauspielkunst, was hauptsächlich an Bale liegt, der sich hierfür eigentlich eine Oscar-Nominierung verdient hätte

Eine Bewertung ist für mich allerdings nahezu unmöglich, denn die könnte ich nur gebe,n wenn ich eine Vergleichsmöglichkeit hätte. Mir hat FEINDE insbesondere von der Stimmung sehr gut gefallen, so das auch andere Fans dieses Genres sicherlich meiner Meinung sind – die guten Bewertungen überall auf den einschlägigen Seiten zeigen es ja auch.

DER AUGENZEUGE (Koch Media)

am 23. Oktober 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Der Vietnamveteran Daryll arbeitet mittlerweile als Hausmeister in einem New Yorker Bürohochhaus. Eines Tages stolpert er bei einem Rundgang im Gebäude über die Leiche seines Chefs, einen asiatischen, eher zwielichtigen Geschäftsmann. Als eine Fernsehreporterin, in die er verliebt ist, sich für den Fall beginnt zu interessieren, gibt er vor mehr zu wissen, als es eigentlich der Fall ist. Ohne es zu ahnen, bringt er sich und die Dame in höchste Gefahr, denn der Mord hatte einen schwerwiegenden Hintergrund.

DER AUGENZEUGE stammt bereits aus dem Jahre 1980 und hat, für diejenigen, die ihn nicht kennen, eine geradezu unfassbare Besetzung an Bord. Sigourney Weaver, William Hurt, James Woods, Morgan Freeman – das ist mal ein Cast, wobei die letzteren beiden eigentlich erst später richtig bekannt wurden.

Der Film hat die Zeit ganz ordentlich überstanden und auch die Dialoge sind ok, die in vielen Werken aus dieser Zeit heute nur noch bescheuert wirken. Über die Qualität der Hauptdarsteller gibt es eh keine Zweifel.

Das Bild ist auf gutem DVD-Niveau. Insgesamt kommt es auf meinem Plasma TV farblich sehr ordentlich rüber, vor allem in den dunklen Szenen, die bei Filmen, die schon so alt sind meistens miserabel sind – hier kann man nichts negatives sagen. Ab und an sind kleine Blitzer zu sehen, die aber verschmerzbar sind.

So bekommt man den Streifen wohl in fast bestmöglicher Qualität geboten, was natürlich immer davon abhängig ist, wie gut das Ausgangsmaterial war. Liebhaber des Films können zugreifen, sollte der Preis erschwinglich sein.

PROM NIGHT COLLECTION (Koch Media)

am 23. Oktober 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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PROM NIGHT ist eine Serie, die sich bei den Horrorfans einen gewissen Kultstatus erarbeitet hat. Immer (bis auf den Nach-klapp)geht es um die Wahl einer Ballkönigin, die nicht ganz so abläuft wie geplant, da ein Killer dafür sorgt, das diese nicht zustande kommt.

In Teil 1 ist sogar Jamie Lee Curtis dabei. In diesem vertuschen 5 Kids einen tragischen Unfall, werden dafür aber Jahre später von einem Killer zur Rechenschaft gezogen. In Teil 2 der mit Untertitel MARY LOU heißt, kehrt der Geist einer Schönheitskönigin zurück, die während der Wahl durch einen Unfall verbrannte und nun ein Mädel heimsucht. Etwas aus der Art schlägt dann Nummer 3, der deutlich eher in Richtung Komödie tendiert und einige wirklich witzige Szenen hat, vor allem die Nummer mit dem Herz finde ich absolut klasse. Abschließend geht es im letzten Teil dann um einen Priester der von einem Geist besessen ist und in einem Verlies hockt. Durch die Dummheit eines Pfarrers kann er aber fliehen und trifft in einem Sommerhaus auf einige Teenager….mehr muss ich dazu nicht sagen oder?

Teil 1 ist auch heute noch gut ansehbar. Die Geschichte ist nachvollziehbar und war klares Vorbild für ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, ergibt im Gegensatz zu Nummer 4 auch einen Sinn und stammt aus dem Jahre 1980, der Hochzeit von Jamie Lee Curtis in der auch die Halloween Teile und THE FOG mit ihr entstanden. Überraschend sieht man hier Leslie Nielsen, den man eigentlich nur als Klamauker kennt (Nackte Kanone), in einer ernsten Rolle.

Teil 2 geht mehr ins Übersinnliche, ist aber ganz unterhaltsam, auch wenn einige Dialoge teilweise zum Fürchten sind, diese Sprache gebraucht man heute sicherlich so nicht mehr und stammt aus dem Jahre 1987.

Mein persönlicher Favorit, auch wenn da andere nicht mit mir übereinstimmen, ist Teil 3, der wirklich deutlich eher in Richtung Komödie geht und einige wirklich witzige Ideen hat. Er stammt aus dem Jahre 1992.

Teil 4 hat irgendwie nicht wirklich was mit den anderen zu tun und wurde nur mit dem PROM NIGHT Etikett vermarktet und ist daher auch mit Abstand der schwächste.

Kommen wir zum Bild. Erstaunlicherweise hat mir das von Teil 1 am besten gefallen. Gut restauriert und ohne jegliche Blitzer, die bei MARY LOU doch desöfteren auftreten, ebenso wie bei DAS LETZTE KAPITEL. Beim letzten Teil ist das Bild auch mehr als ordentlich, so dass man insgesamt der Box eine durchaus gute Note bescheinigen kann.

Für die vielen Leute die diese Streifen kennen, waren die Beschreibungen jetzt natürlich für die Katz und die werden sich die Box eh zulegen. Ob Menschen die heute 20 Jahre alt sind mit den Filmen etwas anzufangen wissen, wage ich stark zu bezweifeln.

Angeblich sind alle Teile übrigens ungeschnitten, was ich aber nicht so wirklich glauben kann.

SUMMER OF 84 (Pandastorm/Edel Germany)

am 16. Oktober 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Vier Freunde schlagen die Zeit zwischen Baumhaus, Bowlingbahn und BMX-Fahrten tot – was soll auch schon in so einem öden Vorort groß passieren? Doch dann fällt Hobby-Verschwörungstheoretiker Davey auf, das in letzter Zeit in der Nähe viele Kinder verschwunden sind. Er verdächtigt ausgerechnet seinen Nachbarn Wayne Mackey, denn wieso kauft er so viel Erde und Gartengeräte wie Hacke und Schaufel? Seine Freunde glauben ihm erst nicht, denn er kommt eigentlich jede Woche mit merkwürdigen Theorien, doch sie helfen ihm trotzdem bei der Überwachung des Polizisten. Nach und nach verdichtet sich tatsächlich die These, dass der Nachbar der Mörder sein könnte, doch wer wird den Jungs glauben? Ihre angeblichen Beweise sind alles nur Indizien….

Wie der Titel bereits suggeriert, spielt der wirklich unterhaltsame Thriller im Jahre 1984 und ist insgesamt vor allem sehr schön gestaltet. Der Hauptdarsteller ist zum „damaligen Zeitpunkt“ übrigens genauso alt wie ich. So kann ich auch ganz gut beurteilen, dass der Streifen viel Liebe zum Detail mitbringt.

Ich versuche bei Filmen, die in diesem Jahrzehnt spielen, aber heute gedreht wurden, immer irgendwelche Fehler in Sachen Ausstattung oder Kleidung zu finden – jedoch ist mir nichts aufgefallen.

Ein wenig erinnert SUMMER OF 84 natürlich an die mittlerweile zur Kultserie avancierten STRANGER THINGS, wobei sich das eher auf die Protagonisten, denn auf die Handlung bezieht, die völlig anders gelagert ist.

Der große Pluspunkt, den ein Film aus dem Jahre 2017 zu einem aus den 80ern hat sind die Dialoge, denn wenn man sich alte Streifen aus diesem Jahrzehnt anschaut, benutzt man da Worte und Sätze die heutzutage völlig out sind und teilweise total lächerlich wirken.

Die Geschichte an sich wurde ja so durchaus schon öfters erzählt, siehe DAS FENSTER ZUM HOF oder auch DISTURBIA, in denen immer der Nachbar der Verdächtige ist, aber selten so charmant wie hier. Auch wenn die Jungs natürlich ein wenig den typischen Klischees entsprechen (der Schlaue, der Dicke, der Coole und der Intellektuelle) macht es trotzdem Spaß den Kerlen bei der „Arbeit“ zuzusehen.

Am Ende gibt es zudem noch eine faustdicke Überraschung und man lässt sich zudem Spielraum für einen zweiten Teil, der wünschenswert wäre.

Sehr schön auch die musikalische Untermalung im typischen 80er Synth-Sound Gewand, welcher durch John Carpenter mitgeprägt wurde und der diese liebevolle Hommage an Filme wie GOONIES noch unterstützt.

Ein kleiner Geheimtipp.

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SLASHER – STAFFEL 2 (Justbridge)

am 16. Oktober 2018 unter Horror, TV-SERIE abgelegt

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Eine Gruppe Twens hat vor 5 Jahren im Summercamp einen Mord begangen. Nun wurde das Anwesen gekauft und es sollen Tennisplätze errichtet werden. Dumm nur, das dies ausgerechnet dort passieren soll, wo die Leiche vergraben liegt. Also trifft man sich, um das Problem zu beseitigen. Das Haus des ehemaligen Camps bewohnt mittlerweile eine spirituelle Gruppe, die das Quintett aber herzlich aufnimmt. Diese quartiert sich unter dem Vorwand einer Wiedersehensfeier dort ein. Soweit so gut, doch dann kommt es zu den ersten Morden und nach und nach müssen die Herrschaften mit der Wahrheit rausrücken, denn die Schneemobile würden manipuliert und die nächste Station ist satte 30 Meilen entfernt – und das im tiefsten Winter. Doch dann wird einer nach dem anderen ermordet und merkwürdigerweise auch Mitglieder der neuen Bewohner, die ja eigentlich gar nichts mit den damaligen Geschehnissen zu tun haben….

SLASHER geht bereits in die zweite Runde. Witzigerweise hat man, ähnlich wie bei AMERICAN HORROR STORY, einige Darsteller der ersten Staffel wieder mit dabei. Es handelt sich jedoch um eine völlig neue Geschichte, die absolut nichts mit dem Vorgänger zu tun hat, den man nicht kennen muss, um hier mitzukommen.

Und aus meiner Sicht ist die zweite Staffel auch in allen Belangen besser. Zwar

Natürlich kommt einem die Geschichte bekannt vor, da ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST hier als Vorbild dient, doch eine Gulaschsuppe hat ja auch immer die gleichen Zutaten und schmeckt trotzdem lecker. Zudem schafft man es, ähnlich wie im Vorgänger, immer wieder neue Fährten zu legen.

Teil 2 ist schon deshalb spannender, weil sich alles in einer überschaubaren Umgebung abspielt und der tiefe Winter eine Flucht nicht zulässt. So wird also nach und nach einer nach dem anderen ausgeschaltet und irgendwann gehen dem Zuschauer dann auch die Verdächtigen aus. Die Wende gegen Ende ist absolut sensationell und ich muss zugeben, das ich nie und nimmer darauf gekommen wäre, obwohl sie im Nachhinein durchaus Sinn ergibt.

Zum ersten Mal seit langem gebe ich auch der FSK recht, die in den letzten Jahren wieder jeden Mist ab 18 Jahren freigab, obwohl die Filme total harmlos waren. Hier ist das anders, die Morde sind teilweise doch ziemlich derb und auch einige andere Szenen recht deftig. Da spritzt das Kunstblut ganz schön durch die Gegend.

Nochmals, auch wenn diverse Schauspieler der ersten Staffel hier wieder mit an Bord sind – die beiden Teile sind in sich abgeschlossen und man kann problemlos die Fortsetzung schauen ohne jegliches Hintergrundwissen aus dem ersten Teil mitzubringen.

Natürlich gibt es, wie immer bei solchen Filmen, die ein oder andere Logikschwäche und das Verhalten der Protagonisten ist nicht immer nachvollziehbar, aber wenn ich sehe wie ein Schrottfilm wie DONT MOVE überall hochgeschrieben wird, obwohl er mehr Logikfehler hat, als zu ertragen sind, kann man hier über kleinere hinwegsehen. Ich habe die ersten 5 Folgen übrigens am Stück geschaut, was mir nur ganz selten passiert. Fieserweise gibt es aber auch praktisch am Ende jeder Folge einen Cliffhanger.

Fazit: Spannend und sehenswert und deutlich besser als der schon nicht schlechte Vorgänger.

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DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE (Universum Film)

am 16. Oktober 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Um ihrem gewalttätigen Ehemann zu entkommen, flieht Rose mit ihren vier Kindern von England nach Amerika und lässt sich dort auf dem abgelegenen Anwesen Marrowbone nieder. Doch Rose erkrankt aus heiterem Himmel und stirbt wenige Tage später. Dies kann durchaus zu einem Problem werden, denn keiner der Söhne ist bereits 21 und man kann ihnen daher das Haus wegnehmen. Also muss man vor den Einwohnern verbergen, das die Mutter nicht mehr lebt, da sonst das Waisenhaus droht. Das gestaltet sich jedoch zunehmend schwerer, denn der neugierige Anwalt Porter hat Lunte gerochen und Jack ist in ein Mädchen verliebt. Zudem scheint es in dem Haus zu spuken. Man hört merkwürdige Geräusche und insbesondere der kleinste der vier, Sam, erzählt ständig von einem Geist….

Um das erst einmal klarzustellen. Sowohl Cover als auch Trailer, als auch Titel deuten hier auf einen Horrorfilm hin Das ist MARROWBONE aber nicht. Zwar sind ein paar kleine Elemente enthalten, doch eigentlich ist das hier ein Sozialdrama, welches in den 60ernn spielt und später mit etwas Thrill und ganz leichten Horrorschnipseln ausgeschmückt wird.

Ich betone das deshalb, weil die meisten Menschen sonst wieder mit einer ganz anderen Vorstellung an diesen Film herangehen werden und sich danach fragen, wo hier der Horror geblieben ist, den der Trailer suggeriert.

Als Familiendrama weiß der Streifen nämlich durchaus zu überzeugen und die vier Geschwister, von denen ich nur Charlie Heaton kannte, weil er in STRANGER THINGS mitspielt, machen ihre Sache durchaus ordentlich.

Wer also hier ein gutes Drama sehen will, kommt auf seine Kosten – ich befürchte nur das die wenigsten mit dieser Erwartung an MARROWBONE herangehen werden und dann enttäuscht sind. Der Streifen bekommt auf imdb eine sehr gute Durchschnittsnote, der ich mich auch in etwa anschließen würde.

Zudem gibt es gegen Ende noch einen sehr schönen Twist, auf den ich nie und nimmer gekommen wäre und der das ganze dann noch ein wenig aufwertet und einen halben Chucky dazu ergattert.

Fazit: Ansprechendes Familiendrama in schöner Optik und guten Darstellern. Allerdings weit entfernt von einem Horrorfilm, darüber muss sich jeder im klaren sein, der diesen Streifen kauft oder ausleiht.

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JOSHUA (Koch Media)

am 16. Oktober 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Die Welt der Familie Cairn ist einigermaßen in Ordnung. Vater Brad ist Banker an der Wall Street, Mutter Abby hat soeben Sprössling Lily zur Welt gebracht, leidet allerdings unter Depressionen. Ihr neunjähriger Sohn Joshua ist ein hochbegabtes Kind, das sogar mindestens eine Klasse überspringen soll und für sein Alter schon virtuos am Klavier ist. Als jedoch das Baby nicht aufhören will zu schreien, dreht Abby irgendwann durch. Zudem stellt Joshua merkwürdige Fragen. Kurz darauf verunglückt die Mutter von Brad und in dem regt sich der Verdacht, das sein Sohn gar nicht so ein Unschuldslamm ist, wie es nach außen scheint.

In der ersten Veröffentlichung als DVD von 2007 stand als Untertitel noch KIND DES TEUFELS – das hat man sich hier zum Glück erspart, denn das ist mal wieder kompletter Unsinn, denn der Film hat mit einem Horrorfilm nun mal gar nichts zu tun und ist eigentlich nicht mal ein Thriller, sondern ein Psychodrama.

Hätte man sich den ersten Teil des Namens einer der Hauptdarsteller mal besser zu Herzen genommen, das ist nämlich Sam ROCKwell, der hier mit Vera Farmiga die Eltern des gar nicht so harmlosen Rackers spielt.

Denn Tempo fehlt diesem Film von Anfang an. Man versucht zwar sehr schön dem Zuschauer die Charaktere näher zu bringen, verwendet dafür allerdings doch etwas viel Zeit, denn es dauert eigentlich fast 50 Minuten, bis mal endlich etwas nennenswertes passiert.

Der Junge der Joshua gibt, liefert allerdings eine formidable Leistung ab und spielt die beiden gestandenen Stars locker an die Wand und das nur mit minimalen Gesichtsausdrücken. Jedoch hat man von ihm nicht mehr viel gesehen in den letzten 10 Jahren, was mich wundert, denn der Junge hat Talent. Lediglich im STAR TREK REBOOT als ganz junger SPOCK hatte er einen kurzen Auftritt.

JOSHUA ist kein schlechter Film, er kommt nur einfach zu spät in die Gänge. Zudem ist das Ende sehr abrupt und wird nur von Leuten verstanden werden, die dem englischen mächtig sind (mehr kann ich aus Spoilergründen leider nicht verraten).

Kann man sich ansehen, muss man aber nicht – hier wurde etwas Potenzial verschenkt, dachte sich wohl auch Farmiga und spielte ein paar Jahren später in ORPHAN mit, der ähnlich gelagert, aber deutlich spannender ist.

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THE LODGERS (Lighthouse)

am 03. Oktober 2018 unter Horror abgelegt

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Ein alter Familienfluch sperrt die verwaisten Zwillinge Rachel und Edward in ihrem Zuhause ein – als Strafe für die Sünden ihrer Vorfahren. Tagsüber können sie sich frei bewegen, doch ab Mitternacht gehört das Haus den „anderen“. Zudem dürfen keine fremden Menschen das Haus betreten. Als sich Rachel in einen Jungen verliebt, führt das natürlich zu Komplikationen, auch weil die Zwillinge füreinander bestimmt sind. Ebenso wie der Besuch des Anwaltes Birmingham, der den beiden nahelegt, das Haus zu verkaufen, denn es befindet sich in einem miserablen Zustand und auch Geld ist keins mehr vorhanden. Doch beides lassen die „anderen“ nicht zu und es kommt zu einer Katastrophe.

Ein wenig schwierig diesen Film zusammenzufassen, denn man läuft doch Gefahr zu viel zu verraten. Der Streifen erinnert anfangs ein wenig an THE OTHERS, schlägt dann aber doch eine komplett andere Richtung ein und benutzt auch CGIs, die bei dem vermeintlichen Vorbild nicht vorhanden waren. Diese sind allerdings für einen so kleinen Film sehr gelungen.

Das der Film in den 20er Jahren spielt unterstützt die gesamte Atmosphäre und auch die Musik passt sehr schön dazu. Es dauert allerdings ein wenig, bis man versteht worum es eigentlich geht und alles aufgeklärt wird am Ende auch nicht.

Die beiden Schauspieler machen ihre Sache gut, besonders Charlotte Vega spielt Rachel hervorragend und auch glaubwürdig. Sie hatte auch bereits einen kleinen Auftritt in DER BUCHLADEN DER FLORENCE GREEN. Hauptrollen blieben ihr bis zu LODGERS versagt, aber ich denke, das wird sich in Zukunft ändern.

Allerdings ist das hier wirklich ein Film für Menschen, die zum Beispiel Sachen wie THE AWAKENING mochten, denn Blut gibt es fast keines und der Film lebt fast nur durch seine schicke Atmosphäre und der Kamera, die insbesondere in den Innenszenen sehr schöne Schwenks macht.

Unter dem Strich ein recht gelungener Horrorstreifen, dem man das geringe Budget nicht unbedingt ansieht. Das Ende bleibt zwar relativ offen, das hat mich aber nicht wirklich gestört.

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WELTENGÄNGER (Capelight/Alive)

am 03. Oktober 2018 unter SciFi abgelegt

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Kirill ist ein junger und talentierter Computerspiel-Designer mit einem gut bezahlten Job Er führt ein nahezu perfektes Leben – bis zu dem Tag, an dem sich alles ändert: In seiner Wohnung lebt plötzlich eine fremde Frau und weder Freunde noch Verwandte können sich an ihn erinnern. Es scheint, als wäre seine gesamte Existenz ausgelöscht worden. Auf der Suche nach Antworten findet Kirill heraus, dass er als „Weltengänger“, eine Art Wächter zwischen den Parallelwelten, auserwählt worden ist. Um sein früheres Leben zurückzugewinnen, muss Kirill das Rätsel um die geheimnisvollen Welten lösen – und entdeckt dabei etwas, das größer ist als alles, was er sich vorstellen kann …

Ich habe hier mal relativ dreist den Pressetext übernommen, weil er wirklich genau das wiedergibt, was in dem Streifen zu sehen ist, ohne zu viel zu verraten. Von daher fand ich es unsinnig, mir etwas komplett anderes auszudenken.

Der Film spaltet die Gemüter auf so ziemlich jeder Seite, sei es amazon oder imdb oder ofdb. Die russische Produktion ist aber auch wirklich sehr schwierig zu bewerten. Die Geschichte ist durchaus interessant und schreit eigentlich nach einem amerikanischen Remake, das dann vielleicht etwas konventioneller ausfallen dürfte.

Die Schauspieler und auch die Synchronisation wirken an manchen Stellen etwas steif. Das ganze wird aber wieder kompensiert, durch wirklich interessante Ideen, ich nenne als Stichworte nur mal „Funktionale“ oder „die verschiedenen Türen“.

Ich weiß nicht wie hoch das Budget für diesen Streifen war, aber die Effekte sind wirklich gelungen – da haben die Russen doch ganz schön aufgeholt und schafften es auch schon in anderen Filmen mit den Amerikanern gleichzuziehen – und das bei deutlich geringeren Kosten.

WELTENGÄNGER ist aber trotzdem ein schwieriges Thema. Mir persönlich hat der Film gut gefallen, ich kann aber auch verstehen, wenn man hiermit so gar nichts anfangen kann. Die Liebesgeschichte hätte man sich allerdings echt schenken können oder ihr zumindest deutlich weniger Zeit widmen.

Insgesamt ist eine objektive Bewertung schwer, daher lasse ich diese mal offen.